Es gibt zwei hauptsächlich anzutreffende Herangehensweisen um eine Webseite, ihren Text und ihre einzelnen Elemente zu einem Ganzen zusammenzufügen.
Beide sind im Prinzip sehr einfache Methoden. Man setzt das Layout entweder mit CSS, oder mittels Tabellen.
Das Tabellenlayout ist seit den Anfängen des Internets genutzt worden und vermittelte durch seine einfache Anwendung in Gestaltungsfragen einen gangbaren Weg, um zum Konzept eines Layouts zu gelangen.
Meist werden mehrere Tabellen genutzt, um die Inhalte, meistens einen Text, zu positionieren.
Manchmal werden Tabellen auch ineinander verschachtelt.
Eine
grössere
Tabelle und ihre einzelnen Zellen dient dabei als Grundgerüst für die
weiteren
Tabellen, die in diese Zellen der umfassenden Tabelle eingefügt werden.
Letztendlich ergibt sich in jedem Fall der sogenannte Tabellenstil, der
in jüngster Zeit immer mehr als veraltet und krude gilt.
Eine Tabelle, die ja aus html-Elementen besteht, einzurichten dürfte ebenso kompliziert sein, als wie sich das Layout der Webseite mittels CSS zu überlegen.
Eine Tabelle wird beim Webdesign nicht zur Darstellung von (Datenbank-) Informationen verwendet, so wie es sinnvoll wäre, und so wie es von den Erfindern der html-Sprache vorgesehen ist, sondern als Element, um einen Text oder andere Inhalte (zB Grafik) zu positionieren, bzw. um ähnlich wie beim div-Container einen Bereich zu kennzeichnen und weiter auszugestalten.
Vor allem durch fortschrittliche Arten der Positionierung ("absolute, fix, static, relative", aber auch Positionierung mit "float"), erhält das CSS seine Möglichkeiten, die einem Tabellenlayout auch überlegen sind.
Naürlich kann man CSS theoretisch auch einsetzen, um eine
Tabelle zu imitieren (zB mittels float). Das wäre nur sehr viel
komplizierter, als gleich eine Tabelle zu nehmen.
Eine Tabelle sollte man jedenfalls nicht benutzen, um Inhalte zu plazieren. Einer ähnlichen Pragmatik halber sollte man auch andere html-Elemente so anwenden, wie es ihr Daseins-Zweck verlangt: <blockquote> sollte nur Zitate wieder geben und <code> nur Maschinensprache oder Skriptbeispiele usw..
Der CSS-Stil kann je nach Vorliebe einheitlich sein und für viele Seiten übernommen werden. CSS kann für jede einzelne Seite originell sein, und ist in jedem Fall genau und effizient - jedenfalls so weit man dies als Webdesigner berücksichtigen möchte.
Dabei kann man auch sehr sparsam sein und braucht auf das ansprechende "Design" dennoch nicht zu verzichten.
Es stellt sich im Allgemeinen heraus, dass die einfachsten Wege oft auch die besten sind und so auch in CSS.
Der Anfang ist bei der Tabelle leicht, das Fortkommen schwer. Bei CSS ist es anders herum, hier ist das anfängliche Lernen oder die ersten Schritte eines Aubaus der Webseite meist etwas schwieriger, dafür das Fortkommen und der spätere Nutzen umso leichter. Je weiter man mit dem Lernen gekommen ist, und Erfahrung gesammelt hat, desto mehr an qualitativen Effekten lässt sich schnell und einfach bewirken. Es lohnt sich, an CSS dran zu bleiben.
Schau dir mal die folgende mit CSS aufgebaute Seite an, man kann das Layout rechts im Menü wechseln: http://www.csszengarden.com/tr/deutsch/
Du wirst den Unterschied zwischen dem Tabellenstil und einem auf CSS basierten Layout schnell bemerken.
Die CSS formatierten Seiten sind auch hinsichtlich des schrittweisen Seitenaufbaus (während die Seite in den Browser geladen wird) dem sogenannten Tabellenstil meist überlegen.
Gewöhnlich wird dem Ersteller von Webseiten bald klar, dass es mit dem Text und seinem Inhalt allein nicht getan ist.
Es ist die optische und funktionale Erscheinung der Webseite, die
1. das Navigieren leicht machen soll und
2. die Informationen leicht zugänglich halten soll.
Erfüllt man diese Ziele, kann man das als guten Stil einer Webseite bezeichnen.
Die reale Welt der
gegebenen Möglichkeiten ist nicht immer zu Gunsten dieser hehren
Absichten,
allein das Problem der mangelhaften Unterstützung von CSS durch alte
Browser ist hier zu nennen und vor allem das Problem des
Internet
Explorers. Immer noch browsen ein grosser Teil der Internetnutzer mit dem veralteten IE6.
Daher
erfordert die Verwendung der verschiedenen Positionierungsmethoden
Testreihen mit den verschiedenen Internet Explorer Versionen.
Dennoch gibt es Dinge oft grundlegendster Art, bei denen man die Wahl hat zwischen gutem und schlechtem Stil, oder kleinen und großen Unterschieden.
Wer wissen will, wie "grob"
html allein genommen ist, der speichere eine beliebige Webseite, die
über ein externes Stylesheet verfügt, auf
seine
Festplatte nur als html (also nicht unter der
Option "komplett"), und
lade sie dann von der Festplatte bzw. offline in
seinen Browser.
Mit
dem Firefox-Browser ist es noch einfacher, unter
dem Menüpunkt 'Ansicht' wähle man unter 'Webseitenstil' KEIN STIL.
Letzteres schaltet auch die Inline-Styles komplett aus(direkte
Formatierungen eines tags im body-Bereich).
Hier ist übrigens der einzige Vorteil von Tabellenlayout zu sehen, da die Gestaltung und Aufteilung der Webseite erhalten bliebe.
Man kann das oben genannte
mit meiner
eigenen Webseite hier gerne tun,
da ich offline Browsing im Gegensatz zu einigen Copyright-Fanatikern
unterstütze (Cache- und Offline Browsing schonen zudem die Kosten
der Bandbreite).
Manchmal
lese ich einen Hinweis: "Das
Kopieren
dieser Texte auf die Festplatte ist nicht erlaubt". Obwohl die
betreffenden Seiten oder Texte gar nicht vermarktet werden. Jeder
Mensch kann meine Webseiten auf seine Festplatte kopieren. Und es
sollte eine Selbstverständlichkeit sein, da der Computer in erster
Linie als erweiterter Werkzeug des Gehirns anzusehen ist.
Während jedem instinktiv oder intuitiv klar ist, dass das Copyright bei nicht vermarkteten Texten eigentlich dazu dient, einen fremden Text nicht als eigenen auszugeben.
Nun ja, soviel zum Thema Internetkultur... (allerdings soll beim Offline Browsing auch erwähnt sein, dass sich die Inhalte der Webseiten online ändern, verbessert und aktualisiert werden können).
Wenn man beides zusammen nimmt, Strukturierung des Textes (html) und das Gestalten der Erscheinung des Textes (CSS), und das eine als die Stütze des anderen begreift, beides auch möglichst getrennt bearbeitet, so hat man seine Webseiten im Griff - und es ist nicht mehr länger so, dass die Webseiten einen im Griff hätten.
Die
Trennung von
Inhalt und Form erhöht insgesamt die
Zugänglichkeit des Dokuments.
Das Internet und die Webseiten halten
Informationen
bereit. Es ist möglich, dass es ja auch andere
Ausgabemedien
gibt,
als wie den herkömmlichen Bildschirm. Es sei nur die Sprachausgabe als
Beispiel genannt.
Eine Trennung von Text und
Formatierung kann
die Verwendung solcher Techniken erleichtern oder sogar erst ermöglichen.
Es ist wichtig zu begreifen, dass die grobe Strukturierung des Textes allein durch html zustande kommt, und das nähere Aussehen durch CSS bestimmt wird.
Zu den Nutzniessern gehören auch Suchmaschinen und Übersetzungsdienste. Mittels der Anweisung media="screen" und media="print", die dem 'CSS-stylesheet' beigegeben werden kann, kann man schließlich verschiedene Layouts gestalten, für die Bildschirmausgabe und für den Drucker.
Das
Wichtigste ist sicherlich die Suchmaschine,
die anhand
der Strukturierung eines Textes bestimmt, was ein relevanter Inhalt
ist. So sind zum Beispiel Überschriften sehr viel relevanter als andere Textbestandteile, und Suchbegriffe
werden vor allem in Überschriften gesucht.
Texte, die unter einer
Überschrift stehen, werden oft in der Ergebnisliste der Suche als
kurze Notiz angezeigt.
Hier wird man wieder an das ganzheitliche Prinzip geführt, zu dem sich das Internet mittlerweile entwickelt hat.
Es ist auch für den normalen Leser von einem grossen Nutzen, wenn er beim beginnenden Lesen eines Textes sogleich weiss, wovon der Text handelt, oder dass er am Beginn des Textes sogleich die wesentlichen Informationen erhält. Und nicht erst durch überflüssige Einleitungen oder langwierige Anfänge sich quälen muss, die besser in einen Roman gehören oder Brief an einen Freund, der alles aufzusaugen bereit ist, was man so zu erzählen hat.
Die ursprüngliche Intention des html ist
Textverarbeitung. Es ist die Textauszeichnung,
die bestimmte Teile eines
Textes zu einer Überschrift macht oder einem Textabsatz,
und mit dieser Bedeutung auch für Maschinen kennzeichnet.
CSS bildet nun die Brücke zur grafischen und positionellen Aufbereitung. Farbe oder die Position des Textes in einem Fenster hat nichts mit html zu tun, es ist ein Beiwerk. Aber nicht mehr wegzudenken. Ein moderner Computer wird es zu einem solchen, indem auch das Auge bedient wird!
Html, welches den Text auszeichnet, und die nachgeordnete Gestaltung dieses
Inhaltes
sind also zwei
Dinge, und die Trennung von Formatierung und Inhalt macht einen tiefen
Sinn. Die Formatierung verleiht dem groben Grundgerüst des geordneten
Textes (html) eine endgültige Form der Erscheinungsweise (CSS) auf einem
darstellenden Medium, meist dem Bildschirm.
Ein sauberes Skript stelle ich mir nicht nur als fehlerloses Skript vor (im Sinne der Computersprache). Fehlerlosigkeit sollte schon selbstverständllich sein. Sie ergibt sich gelegentlich dem Anfänger, aber jemand mit nur einem Jahr Erfahrung im Umgang mit html wird einfach keine Fehler mehr begehen.
Es ist eine Art Stil und Profession, wenn die html- und CSS-Anweisungen effizient und vom Überfluss befreit sind, was keineswegs selbstverständlich ist.
Viele, die sich mit CSS näher beschäftigt
haben und ihre
Webseiten hauptsächlich mit CSS gestalten, weisen sehr oft makellose
Skripte auf. Man hat das Schauen auf die Bauteile einer Webseite gelernt.
Wer sich für die gewisse pragmatische Philosophie des Internets interessiert, kann ein wenig bei folgendem Konsortium stöbern: http://www.w3.org, dort steht ausdrücklich der Wunsch, das Internet zum vollen Potential zu führen. Nur wenn alle, die sich am Internet beteiligen, sich auf einen einzigen Standard beziehen, kann das Internet als "Netzwerk" funktionieren. Deswegen werden sich eigene Standards der Browserhersteller niemals durchsetzen können.
Es geht
allgemein auch um die Kompatibilität von Webseiten auf verschiedenen
Betriebssystemen, Browsern und so weiter. Aber wichtiger ist zunächst,
dass man das Internet so gestaltet, dass es für alle von Nutzen sein
kann, die das Internet verwenden.
Diese
Richtlinien
sind für jeden Webdesigner eine (inspirierende)
Pflichtlektüre, aber auch für jeden normalen Nutzer des Internets: http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html
Manche strengen sich richtig an, den Quelltext und Code zu verstecken. Es gehört zum Wesen des Internets, dass überprüfbar sein sollte, was auf der Webseite geschieht.
Wenn zum Beispiel Cookies von externen Seiten zu Werbe- oder Spionagezwecken gebraucht werden, erscheint mir persönlich eine Webseite immer unattraktiv.
Aber wenn gar jemand den Quelltext versteckt, so versteckt er auch einen wichtigen Fingerabdruck seines Handelns. Und er gibt an, dass sein Quelltext besonders toll oder original sein könnte - wenn das aber der Fall wäre, sollte er nichts dagegen haben, dass man ihn begutachtet und ins Staunen gerät.
All diese Urheberrechtsvermerke sind in Ordnung, aber gleich den Quell-Text zu verbergen, ist eine Unsitte. Wer nicht will, dass jemand Einsicht erhält, sollte einfach keine Seite im Internet veröffentlichen.
Es ist sowieso nicht möglich, den Quelltext zu verstecken, da man eine Webseite einfach auf einen Validator laden kann und dann den Quelltext reproduziert bekommt.
Es gehört zum guten Stil, dass andere Webdesigner sich anschauen können, wie man etwas gemacht hat. Dass man fremde Skripte kopiert, ist auch nicht erfolgsverheissend.
Der Internet Explorer hat eine lange Tradition fehlerhafter Umsetzung der Webstandards.
Microsoft hat ein Betriebssystem verkauft, aber nicht in erster Linie einen Browser. Und der Internet Explorer ist nur Beigabe zu diesem Betriebssystem. Das war der Anfang. Später hat Microsoft dann die Chance erkannt und den Netscape-Browser durch bessere Internet Explorer Versionen vom Markt verdrängen können. Besser waren sie nur im Funktionsumfang, aber nicht, wie sich herausstellte, in der Umsetzung der Webstandards.
Der Sicherheitsfaktor ist auch deswegen beim Internet Explorer ein Problem, weil er sich mit der Installation in das Betriebssystem eingegraben hat. So ist fast schon selbstverständlich, wie die Nutzung des IE immer ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen musste. Heute arbeiten die Entwickler des IE anscheinend viel mehr an diesen Sicherheitslücken, als an der richtigen Umsetzung der Webstandards.
Viele Einstellungen des IE aller Versionen sind zudem
heute noch mangelhaft, benutzerunfreundlich, weil
prinzipiell unübersichtlich, und auch weil
viel
Schnickschnack
darunter
ist.
Die Lesezeichen aus dem IE kann man bequem mit dem
Firefox oder Opera
importieren, denn sowohl Mozilla als wie auch Opera hat dies
berücksichtigt: beim Programmstart bzw. Installation wird man nach
dieser
Möglichkeit gefragt. Und beide Browser sind eigenständig, autonom -
graben sich nicht in das Betriebssystem ein.
Der
Firefox
Browser gilt als ein standardkonformer Browser, und
wird von
Webdesignern als erste Instanz verwendet, um das Aussehen der Webseiten
festzulegen.
Sicher hat jeder Browser irgendwo einen Fehler, aber sie fallen mittlerweile bei Opera und Firefox viel weniger zahlreich an, ja man merkt gewöhnlich keinen einzigen, als wie beim Internet Explorer.