Entweder
man will Linux ausprobieren und dann findet man auch Wege es zu
installieren. Man ist dann willig, sich im Netz darüber zu informieren und kann diverse Herausforderungen bestehen.
Oder Linux reizt nicht genug und allenfalls geht man dem Versprechen und Hype auf den Leim und stellt später fest, dass man zu Windows zurück will.
Es
ist die erste Frage, ob man neben XP installieren will (komplizierter
und birgt das Risiko, etwas falsch einzustellen), oder auf eine leere
Festplatte ausschliesslich Linux installiert. Im letzteren Fall kann
man natürlich jederzeit zu Windows zurückkehren, muss es nur neu
installieren.
Es
kann sein, dass man nie gerne rumgebastelt hat, oder dass man das
Betriebssystem im Grunde immer schon so liess, wie es einmal vom
Hersteller vorgeprägt wurde. Dass man also nicht viel Übung in diesen
Dingen hat.
Denn Linux ist eine Bastelei, das ist keine Frage. Diese
Bastelei muss nicht jedesmal intensiv sein.
Man
kann Linux installieren und sofort zu Beginn das Surfen im Internet
starten, ohne dass man jemals die Konsole dazu gebraucht hätte.
Es gibt
aber Dinge, für die muss man bei Linux hin und wieder an die Konsole,
bzw. an das sogenannte Terminal. Das ist vergleichbar mit dem MS-DOS
Eingabefenster unter Windows. Und da beginnt erst das Basteln und es hört noch nicht auf.
Bei
Windows ist mein Gefühl derart, dass MSDOS rückständig ist, nicht
aufgrund irgendwelcher Versionen sondern weil ein Arbeiten auf Ebene
von MS-DOS den modernen Computer als Desktopeinrichtung verleugnet, in
der Menüs per Maus zu bedienen sind. Es ist also eine
benutzerfreundliche Schicht zwischen Betriebs-System und Nutzer
gestellt (die Ausführungen auf Programmebene, zB wenn man Daten
erstellt, verschiebt usw. werden durch Menüs anwendbar, oder eben durch
Befehle, die man in ein Terminal eingibt) .
Zugegeben, es wird in "drei bis vier-Jahresschritten" merklich besser bei Linux. Aber noch ächzt und knirscht es in der Anwendungsfreudigkeit - ja, man sieht sich eigentlich erst mal beglückt von dem Reiz des Neuen, und so vieles ist neu bei Linux im Vergleich zu jahrelanger Nutzung von Windows- aber irgendwann tritt dann der praktische Aspekt in den Vordergrund und man wird Linux meiner Meinung nur mögen, wenn man eben technisch gesehen gerne ein paar Dinge in Ordnung bringt und es einem auch liegt. Das kann bereichern, stelle ich mal fest. Aber es ist nicht für jeden das Richtige.
Nicht
jeder erfährt diese technische Dimension als bereichernd, so wie es
eben bei Linux offenbart wird. Die meisten benutzen doch einen Computer
für Zwecke, die einfachster Art sind. Aber um diesen Computer
herzurichten, muss ein wichtiger Schritt erst mal gemacht werden: Die
Installation eines Betriebssystem. Bei Windows schiebt man nicht anders
wie bei Linux heute auch, die CD oder DVD in das Laufwerk, bootet vom
Laufwerk den Computer und hat schnell alles fertig. Bei Linux ist es
nur dann einfach, wenn man es als einziges Betriebssystem nutzen will.
Bei Windows ist es dagegen überhaupt nicht möglich, es neben einem
anderen zu installieren, es sei denn man installiert zuerst Windows und
dann Linux - denn Linux erkennt das bootfähige Windows System und
integriert es - normalerweise - in den Bootmanager. So ganz sicher ist
es dann eben doch nicht und so manche Windowsinstallation (auf Festplatte) geht sogar
trotzdem oder heradedeshalb verloren, weil man auf Nummer sicher gehen will und Linux
auf eine zweite Festplatte installiert. Während man dabei irrtümlicherweise
irgendeine falsche Bootloadereinstellung verwendet - denn weil man es eben so
einstellen wollte, dass Linux nicht gebootet wird, macht man den Fehler. Man könnte zB
aus Versehen in den MBR schreiben lassen. Herauszufinden, was es mit
MBR und so weiter auf sich hat, stellt eine Herausforderung dar -
man muss sich dann erst mal der Suchmaschine widmen.
Da
verliert man
also durchaus schon etwas Zeit für und Nerven. Für den Bastler aber ist
es gewonnene Zeit, die ihm Spaß bringt. Er lernt und weiss anzuwenden,
und kann Einfluss auf das Geschehen ausüben und es nach seinen Wünschen
herrichten - auch später über den Weg der Konsole oder nicht, es
macht für ihn
keinen Unterschied. Es gleicht dem Triumph, den man in einem Spiel
verspürt. Und man würde das Spiel nicht spielen, wenn man dem nichts
abgewinnen könnte.
Falls
man nicht so gerne bastelt, wäre es wohl besser, Linux
gar nicht erst zu versuchen.
Windows ist einfach besser geeignet ,
weil es flüssiger zu bedienen ist. Andererseits, ich finde, es spricht
nichts dagegen, Linux mal auszuprobieren und es kennen zu lernen.
In
diesem Artikel will ich gar nicht den Hype mitgehen, der um Linux
gemacht wird. Es kommt mir vor wie ein übertriebener Idealismus. Das ist, wenn die Idee
Linux mehr zählt als die Praxis.
Linux tut sich meiner Meinung
nach deshalb schwer, weil es sich dumm anstellt und am Ende die Nutzer
dafür verantwortlich macht, angeblich dumme Nutzer zu sein.
Dumm
ist zB, dass man
keine Sitzung starten kann, in der man das Administratorkennwort
eingegeben hat, und es würde über die Dauer der Sitzung aktiv bleiben.
Denn man kann nur jeweilige kurze Zeitabschnitte
handhaben, für die man das Kennwort eingegeben hat. Eben, solange man
das einzelne Programm nutzt. Manche Aktionen auf der Festplatte
erfordern einen hin und herschalten, das mich an die Miniaturarbeit an
Hobby-Eisenbahnen erinnert.
Manche mögen
meinen, das sei ja nicht gewollt, dass jemand eine ganze Sitzung
starten kann, weil er dann leicht mit dem durch das Kennwort geöffneten
System arbeitet.
Aber man hält den Nutzer für dumm, der seine
Veranwtortung erfüllen würde und doch nur sich die Mühe von wiederholt einzugebenden Kennwörtern
sparen will, während er viele Dinge auf dem System einrichten will. Aber vielleicht will man die
Nutzer vor Linux schützen und schreckt sie ab.
Schon mit der
schwierigen Entscheidung Linux neben Xp zu installieren ist eine erste
wichtige Hürde aufgestellt, die erst mal genommen werden muss. Das
Risiko, dass der Master Boot Sector nicht mehr funktioniert ist
gegeben, selbst wenn man alles richtig einstellt - ich habe es bei GRUB schon öfter erlebt, dass er nicht ging. Linux macht ja
standardmässig nicht das, was wünschenswert wäre (nach einer freien
Partition suchen), sondern Linux sucht bei der Installation nach was
weiss ich und findet nichts, und schlägt den Nutzer vor, eine
Partition zu verkleinern, um Linux etwas von dessen Platz abzugeben,
was natürlich ein Risiko des Datenverlustes in sich trägt (von Daten auf der
Partition, die verkleinert wird). Es ist dies die erste Begrüßung des
neuen Nutzers, die auch etwas klüger stattfinden könnte.
Es
gibt also die Frage,
was passiert mit dem MBR (masterbootsector)? Linux bietet an, den alten
Windows Bootloader nach der Linux Installation wiederherzustellen,
indem der alte MBR auf die Festplatte geschrieben wird nachdem
Linux installiert wurde, weil Linux ein Speicherabbild des MBR erstellt
.
Aber das funktioniert nicht immer.
Und deshalb bleibt es ein Risiko, Linux neben XP zu installieren und
man sollte gnadenlos einfach alle Daten vorher backupen.
Wenn das
Booten von XP nicht mehr geht, bleibt nur noch die Möglichkeit,
den Bootloader von Linux zum Laden von Windows zu verwenden, was
prima funktioniert. Sofern man Linux installiert kriegt (das kann nämlich auf alter Hardware ein Problem darstellen).
In
den meisten Fällen dürfte man irgendeine Distribution, meist jede, gut
zum Laufen zu bringen. Linux kann das Windows System erkennen -
möglicherweise muss man 1 von 3 Eintragungen ausprobieren im Boot-Menü.
Bis jetzt konnte ich mich jedenfalls darauf verlassen. Wenn auch
andere Dinge während der Installation neben XP immer eine Überraschung
(Fehler oder Missbefehl aus Unwissenheit) wert waren. Ja, Unwissenheit
uist das erste , was man wohl hinnehmen muss, wenn man beginnt Linux
neben XP zu installieren - irgendein Fejhler ist immer möglich. Nur was
routiniert ist, offenbart die Perfektion. Aber wer installiert XP
und Linux regelmässig und wiederholt gemeinsam? Es ist also Neuland für
uns, und deshalb ist es schon schwierig. Aber in Wahrheit macht
es natürlich sowohl Windows als auch Linux es schwerer als es sein
muss. Wenn nur die Entwickler sich hineinversetzen in die
Position des Users, der keine Computer und dessen Bestandteile studiert
hat und deshalb MBR und partition und Booten nicht kennt in Details
ihrer Funktion.
Wenn
man nur Linux benutzen will, ist es ja einfach. Dann kann man Linux
installieren und auf Windows braucht keine Rücksicht genommen werden.
Linux auf eine 2. Festplatte zu installieren
, lässt die Frage offen:
Welche Option bei der Installation von Linux man auswählen soll. Ich
habe keine sichere Antwort, weil es typischerweise nirgends richtig
dokumentiert ist und es oft auch anders aussieht bei jeder
Disrtribution. Ich meine, bei
einer zweiten Festplatte wählt man nichts anderes, als den Menüpunkt,
wo die Rede von einer zweiten Festplatte ist. Aber man sollte dann
keinen MBR installieren, so weit ich das verstanden habe. Man
wählt nur die zweite Festplatte. Aber über diese Variante kann ich
keine Gewissheit bilden.
Also, hier
fängt dann schon das Suchen im Netz an. Welche Startoptionen ist für
mich die richtige, betreffend Bootloaderinstallation und dem Vorhaben
(ein Linux? Ein Windows UND ein Linux? Sind zwei Festplatten vorhanden,
oder nur eine? Usw.).
Übrigens: Der Grub Boot-Loader von Linux ist etwa 3 Sekunden langsamer als der von XP .
Der beste Zeitpunkt um Linux auszuprobieren ist, wenn eine XP Neuinstallation fällig wird. Schrotkugelmässig kann man dann einfach erst Linux installieren, ausprobieren und dann XP wieder drüber setzen . Nebenbei kann die Partition derweil auch mal nach aktuellen Bedürfnissen neu eingestellt werden.
Es gibt Leute, die hassen Windows.
Es gibt
Leute, die lieben Linux. Dann gibt es Leute, die für ihre Bedürfnisse
entweder mit Windows zurecht kommen oder auch mit Linux. Es kommt
drauf an... - ich denke, allgemein überzeugt Linux nicht.
XP Prof.
kriegt man heute als gelabelte legale Version für 30 Euro inkl. Service
Pack 3 - und sie ist inkl. Online Updates voll funktionsfähig. Wenn man was zum Meckern braucht, dann reicht Vista und Win 7,
die beide nicht an XP heranreichen (Design und Aufblähung kaschieren
bloß das Zeug unter der Haube).
Allerdings, es
ist so, dass man auf einen modernen Computer problemlos Linux
installieren und automatisch einrichten lassen kann! Es geht zum Teil (zB Netzwerk) sogar einfacher
als bei XP. Grafiktreiber und Bildschirmtreiber werden automatisch installiert und eingerichtet, oft besser als bei XP.
Die Probleme bei Linux betreffen nicht grundsätzlich Technisches , oder Sonderfälle, sondern
meist das praktische Arbeiten. Dieses Arbeiten ist technisch orientiert.
Bei
Windows XP lassen sich die Probleme
genauso lösen wie bei Linux, man schaut im Netz nach und hat die
Lösung, indem man
etwas bei Windows verändert, einstellt. Bei Linux muss man sich aber
erst mal die richtige Distribution unterscheiden, die man selbst
benutzt, und man muss sich oft sehr umständlich durch die Konsole
quälen.
Man muss viele neue Dinge
lernen, so zB wie man im Terminal einen harmlosen PASTEBEFEHL benutzt
um etwas aus dem Zwischenspeicher einzufügen, weil STR+V nicht geht
(wieder etwas dummes). Da darf man vorerst dann einen zweizeiligen Code
mit Hand eingeben, den man aus einer Webseite kopieren konnte, mit
STRG+C - aber das Terminal kennt kein STR+C oder +V, weil es eigene
Hotkeys verwendet - ja das ist super, wenn man so viele Abkürzungen
braucht! Aber der normale User braucht doch nur copy und paste...? Und
üblich dafür ist eben STRG + V bzw. + C.
Es ist ein typisches
Beispiel für die Umständlichkeit von Linux, die so oft noch nicht mal
verstanden werden will, sondern sich als fortschrittlich tarnen möchte.
Wers denn braucht, dass das Terminal eigene nicht standardisierte
HOTKEYS verwendet... - der wird damit glücklich.
Aber der normale Nutzer ist eben kein Programmierer. Und nicht jeder möchte an diesem Feeling teilhaben.
Noch nicht mal ein bisschen Abenteuergeist ist nötig, sondern Neugierde , um Linux unbedingt mal
ausprobiert zu haben. Man weiss dann auch, worüber man redet.
Es
gibt im Leben genug Gelegenheiten dazu (zB Neukauf eines PC, oder man
hat zwei Festplatten; oder man richtet gerade einen Frühajhrsputz aus
und löscht alles, natürlich nach dem Backup usw.).
Die Installation von Linux ist bei den modernen Distributionen (Open Suse, Ubuntu, Debian usw.) meist einfach. Einziges Problem dürfte sein, Linux neben XP zu installieren.
Dann beginnt der Spaß. Vielleicht auch die ersten Probleme. Sie sind in der Regel einfachste Syntaxprobleme, man muss lernen, wie man etwas bestimmtes in der Konsole eingibt.
Um
mit der Konsole etwas bestimmtes zu bezwecken, muss man oft ein
wenig bis sehr viel im Netz nach Infos suchen,
und man lernt die Suchmaschine mit den richtigen Begriffen zu füttern
und Lesezeichen zu speichern und zu ordnen. Es empfiehlt sich, so
vorzugehen, dass man die Suche nicht jedes Mal erneuern muss.
Ist Linux schlechter als sein guter Ruf?
Der erhellendste Schritt um zu einer Antwort zu kommen ist es, sich selbst ein Urteil
zu verschaffen.
Entweder
es überzeugt einen Linux in der Praxis,
oder eben nicht.
Es gibt 5% Linux-Nutzer. Innerhalb von 10 Jahren
konnte sich der Anteil verdoppeln - es sind immer noch relativ wenig
Linux Nutzer, aber sie werden anscheinend zunehmend mehr. Die Tendenz spricht Bände. Man muss abwarten, wie es weiter geht.
Für eine parallele Installation von XP (oder Win7 usw.) und Linux auf einer Festplatte geht man am besten folgendermaßen vor: Zuerst XP, dann Linux installieren.
Das Datenträgerverwaltungs-Programm, um eine oder mehrere Partitionen innerhalb XP frei zu machen: diskmgmt.msc in
Start/Ausführen eingeben. Nur leere oder zu löschende Partitionen
sollte man bearbeiten.
Wer sich nicht sicher ist, sollte
auch Backups machen von wichtigen Dateien.
Normalerweise kann nichts schief gehen, wenn man nur leere Partitionen bearbeitet und nicht daran denkt, eine grössere einfach zu verkleinern, während noch Daten auf dieser Partition sind - das sollte man meiner Meinung nach sowieso nicht tun, auch wenn es als sicher hingestellt wird wenn man defragmentiert hat. Man sollte Linux auf einer Partition installieren, die im ganzen unterhalb der ersten 128 Gb der Festplatte sich befindet - auch wenn gelegentlich behauptet wird, es mache nichts aus. Bei einem Computer in 2011 gekauft machte es etwas aus: Linux konnte nicht gebootet werden.
Man benötigt mindestens zwei Partitionen: eine Swap Partition und eine Systempartition, in der das root Verzeichnis / angelegt wird. Die Größe der SWAP Partition kann - große Festplatte vorausgesetzt - ruhig 1 oder 2 GB betragen.
Es
kann sein, dass man besondere Dinge bei Installation des Bootloaders beachten muss.
Ich
habe nun
beileibe nicht vor ein Experte zu werden in Sachen Installation von
Linux (schon jede Distribution kann hier andere Probleme aufstellen) -
daher verweise ich auf entsrpechende Seiten. Meist ist es am
sichersten eine zweite Platte zu verwenden und keinen MBR.
Aber es tauchte auch eine Zahl von 128 GB auf. Wenn Du bei Installation von Linux auf diese Zahl stößt: Wähle so lange eine andere Partition, bis diese Zahl und Warnmeldung verschwindet. Bei mit klappte die Installation, aber nicht das Booten, als irgendeine Warnmeldung mit dieser Zahl auftauchte, die sich um die gewählte Partition für das Rootverzeichnis drehte.
Um
genug Spielraum zu haben, und falls man Linux nur sporadisch nutzen
möchte, sollte man für das Rootverzeichnis jedenfalls etwa 20 GB einplanen.
Linux
ist modular aufgebaut, das heisst, zum eigentlichen Grundsystem, also
dem
Kernel und den Hardwaretreibern, kommen verschiedene
Erweiterungen, und
schaffen so einen Desktop mit Dateimanager, diversen
Einstellprogrammen für das System usw., und das alles mit
grafisch steuerbarer Benutzeroberfläche oder Bedienoberfläche. Das Programm, das
für
die grafische Anzeige (nicht die Bedienoberfläche) verantwortlich ist,
findet sich bei allen
Distributionen und nennt sich "x Windows". Es könnte
irgendwann einmal abgelöst werden von einem neuem grafischen
Anzeigeprogramm.
Abgesehen von diesem
nötigen Basis-Programm lassen sich die einzelnen Programme
mit ihren spezifischen Aufgaben austauschen, selbst der Desktop in seiner
Darstellungsweise und Menüpunkten, wie Module
lassen sich in der Regel austauschen. Zumindest soll es so möglich sein.
Theoretisch
- aber praktisch ist Linux nicht
immer so einfach und
reibungslos. Es ist nicht immer möglich, einen anderen Desktop zu
verwenden, denn plötzlich geht vielleicht gar nichts mehr oder andere
Probleme tauchen auf.
Es kann zudem sein, dass man zuerst aufgrund seiner speziellen Hardware nach einer passenden Distribution suchen muss, also verschiedene Distributionen ausprobieren und testen muss. Also mehrmals etwas neu installieren muss. Eine Live CD installiert das System noch nicht, aber reicht evtl. aus, zum Testen.
Verschiedene Zusammensetzungen werden als Distributionen bezeichnet. Je nach dem, ob eine Zusammenstellung (Distribution) aktuell noch gepflegt wird, wie zB Ubuntu, Fedora, OpenSuse, Mandriva, Debian, entstehen in regelmässigen Halbjahres- bis Jahreschritten Neuerscheinungen, auch regelmässig eine aktualisierte Kernel-Version. Vom Augenschein und Hörensagen her, kann man einiges von Linux erwarten. Es ist die grosse Hoffnung für jemanden, der aus irgendeinem Grunde Windows nicht gut genug findet und etwas anderes, neues für sich ausprobieren möchte.
Linux als Betriebs-System ist offensichtlich nicht an der breiten Öffentlichkeit interessiert, und an seiner eigenen Akzeptanz dort. Davon zeugt die Art, wie Linux für Realitäten sorgt.
Der Hauptgrund wird darin liegen, dass man vieles am System kompliziert einstellen muss, um mit Linux überhaupt passabel und flexibel arbeiten zu können. Denn viele Dinge funktionieren nicht auf Anhieb. Selbst bei einer neuen Hardware, wird man gewisse Dinge einstellen wollen, oder auch nur installieren - und man wird dafür die Konsole gebrauchen müssen. Der Desktop Computer scheint nur langsam bei Linux anzukommen.
Viele, die Linux ausprobiert haben, stöhnen, dass man sich einarbeiten und Kenntnisse erarbeiten muss.
Aus überwiegend freiwilligen und selbst gewählten Stücken
führt Linux ein
Mauerblümchendasein.
Allerdings wird oft und eindeutig der Eindruck
erweckt, als wolle Linux sich verbreiten
unter allen
Nutzern.
Letztlich will auch Linux Erfolg haben.
Im Wikipedia Artikel über die Einsatzbereiche von Linux wird beispielsweise folgender Sachverhalt beschrieben: "Um die Entwicklung und auch die Verbreitung von Linux auf dem Desktop voran zu bringen, hat sich in der Linux Foundation die The Desktop Linux Working Group gebildet, die alle Kräfte bündeln und koordinieren soll, die sich mit der Thematik beschäftigen."
Linux ächzt dadurch, dass verschiedene Distributionen verschiedene Kommandos besitzen. Wenn man sich daher nicht sicher ist, welche Distribution man den Vorzug gibt, von der man für die Zukunft das Beste erwartet, kann das wirklich nerven, bei dem Ausprobieren immer wieder fast alles neu lernen zu müssen (zB Befehle in der Konsole einzugeben oder Programm-Pfade festzustellen usw., weil jede Distribution da ihre Unterschiede haben kann).
Zwar stürzt Linux
nicht unbedingt ab, doch die mangelnde Stabilität macht sich anders
bemerkbar.
Letztlich
mag da, wo Windows abstürzt, und eine sogenannte
"Bluescreen" zeigt, sich Linux gar nicht
mehr booten lassen, oder ein Desktop kann nicht gestartet
werden. Meist geschieht dies natürlich nach Neuinstallationen,
doch wenn Linux damit nicht zurecht kommt, ist das einem instabilen
Zustand nicht unähnlich.
Mir ist eine Blue Screen im Leben vielleicht bei Windows 98 passiert, aber doch nicht bei XP (vielleicht einmal in fünf Jahren). Die Blue Screen bei XP habe ich im Leben nie gesehen, allenfalls war dies auf meinem alten Computer mit Win98 geschehen. Und man meint immer den Spott zu hören, auf die Blue Screen bei Windows.
Linux kann man zuweilen durchaus als instabil bezeichnen, und im Ganzen als unausgereift.
Man liest und hört zum Prinzip Open Source und Linux:
Dass Entwickler Einblick in sämtliche
Quellcodes haben, und dadurch sehr einfach neue Funktionen integrieren
können
bzw. Programmierfehler
schnell finden und eliminieren können. Dass Treiber für
neue
Adapter (SCSI Controller, Graphikkarten etc.) dadurch sehr
schnell integriert werden können.
Sinngemäß aus http://www.linux.de/linux/what_is.php.
Das ist offensichtlich nur ein Anspruch und führt vermutlich aus irgendeinem Grunde bei Linux für ein zusammengeschustertes Patchwork-Resultat; die Realität sieht so aus, dass vieles im Kern unfertig aussieht, weil für neue Probleme oder Herausforderungen bei Linux möglicherweise nur über die Zeit hinweg geflickt wurde, ein Patchworkteppich draus entstanden ist, ohne konsequentes Zusammenspiel der einzelnen Module oder Prozesse; - viele Prozesse überschreiben sich oder werden umständlich addiert im Systemganzen. Ich hätte mir gewünscht, mal etwas ganz neues bei Linux zu finden, und nicht immer nur die Weiterentwicklung an einem Strang. Alle verschiedenen Distributionen täuschen darüber hinweg, dass der Kernel immer derselbe ist!
Warum sollte es in bisher mehr als zehn Jahren Entwicklungsarbeit immer noch nicht möglich sein, einen passablen und annehmbaren Desktop bei Linux zu finden, der neben Funktionalität auch Stabilität zu bieten hat? Immerhin werden fast alle halbe Jahre neue Versionen der Distributionen, und neue Versionen der Desktop-Systeme veröffentlicht, das heisst, die Entwickler arbeiten anscheinend täglich irgendwo an Linux und investieren also ihre Zeit. Lobenswert, aber es überzeugt nicht, dass die bisherigen Desktops ziemlich dürftig bleiben und der KDE noch 2011 zum Absturz zu neigen scheint.
Wo ist der Desktop, bei dem man spüren könnte: da steckt Geist drin? Die bisherigen Desktops für Linux ähneln sich untereinander sehr und lassen nicht wirklich einen Geniestreich erkennen, sondern eine Art Notlösung oder nebenbei hingeworfenem Kram. Es erinnert einen tatsächlich an die Programmierer und ihr Bedürfnis, hauptsächlich in der Konsole Programmbefehle aufzurufen.
Wo ist der Desktop, der sowohl zum Ganzen
von
Linux passt, und auch etwas Innovation und Inspiration versprüht? Denn
bisher gilt vieles als bei Windows abgekupfert.
Und wo ein Desktop, der
auch zum Konzept der grafischen
Benutzeroberfläche passt, und der die Konsole, wenn der Anwender will,
überflüssig macht? Ein Desktop der deswegen nicht besonders
ressourcenhungrig ist? Da ist nichts neues oder aufregendes in
den
letzten Jahren gekommen, und wenn (zB KDE 4), war es unfertig, weil mit
vielen Programmierfehlern verbunden.
Ein
Desktop, dessen einzelne zu ihm gehörende Programme
zudem
ausgereift sind, und nicht wie zB der Software-Packetverwalter bei
jeder Distribution irgendwo ein ziemliches Problem hat.
Und zwar alles das, was
den Sinn einer menügesteuerten Applikation angeht. Wenn das Menü in
seiner Konzeption als unfertig aussieht - wie soll man das bewerten? Es kann nur ein schlechtes Urteil dabei heraus kommen.
Dass Linux gegen Viren oder Würmern sicher sei - kann überhaupt nur deshalb behauptet werden, weil die meisten Hacker sich nicht auf Linux spezialisiert haben (der Härtetest steht noch aus für Linux!).
Die strengen Datei-Zugriffsrechte, dessen Handhabung den Nutzer letztendlich oft genug nerven, konnten nicht verhindern, dass schon einige Wurmattacken auf Linux gemeldet wurden!
Und diese Zugriffsrechte, die man zu den Eigenheiten von Linux zählen muss, erschweren den Umgang mit diesem System unnötig. Neben den sonstigen Umständlichkeiten der Administration.
Ich freue mich freilich, dass in vielen Ländern die Behörden auf Linux umsteigen. Für normale Datenbankdienste und das Browsen ist Linux offenbar durchaus gut geeignet. Es muss sich in der Zukunft nur noch zeigen, ob Linux noch mehr bieten und viel besser werden kann, um den eigentlichen Anspruch zu erfüllen, auch ein Desktopcomputer mit funktionstüchtiger und zweckgemäßer grafischer Benutzeroberfläche zu sein.
Und ob irgendwann der
Administrator, der besondere Kenntnisse aufweisen muss, überflüssig
gemacht wird. Denn gewöhnlich ist dies - zumindest für Unternehmen -
ein
Kostengrund, nämlich solche Administratoren, die nicht zur eigentlichen
Firma
gehören, zur Einrichtung, Aktualisierung oder
Wartung beauftragen
oder
honorieren zu müssen, wenn sie Linux installiert haben.
Daher hat Microsoft nicht mal unrecht, wenn sie
behaupten, Linux sei eben nicht ganz umsonst.
Es gibt genügend zu bemängelnde Dinge, die nicht auf einem
Vergleich
mit
Windows gründen. Als ich diesen Artikel beendet hatte, stiess ich bei
der Suche nach geeigneten Linkverweisen auf einen anderen Artikel
(siehe den Artikel
von F. Klemm),
der noch expliziter einige fundamentalen Sachverhalte analysierte, die
ich hier bereits angesprochen hatte.
[Anmerkung: Für bessere Lesbarkeit
des Artikels auf der Webseite muss
man evtl. im Browsermenü unter ANSICHT, ZEICHENKODIERUNG: ISO Westlich 8859-1
einstellen!!].
Es hat sich in der Zwischenzeit seit dem Schreiben des Artikels von F. Klemm bei Linux vieles verbessert (zB betreffend des Bootsektors, der früher nur auf den ersten 1024 Zylinder der Festplatte liegen durfte; oder was Eingabe/Ausgabe betrifft; die Tastaturschnittstelle).
Im wesentlichen, im Essentiellen entdeckt man noch heute die gleichen (konzeptuellen und essentiellen) Mängel.
Das Open Source Software ist freilich vorbildlich und
nimmt
eine
Vorreiterrolle ein.
Für Linux gilt das nicht. Fast alle benutzen Firefox,
aber kaum einer Linux. Firefox verbreitet sich mit 0.5% im Monat, Linux
mit 0.1%, aber nur wenn gerade gutes Wetter ist.
Nun ja, es ist ja auch nicht gerade einfach, ein ganzes Betriebssystem
auszuwechseln. Daher wollen wir abwarten, ob der Trend zu Linux über 2011 hinaus anhält.
Die W3c.org Statistik (schools) bietet einen Überblick. Allerdings ist durchaus ein Trend zu Linux erkennbar, aber bei der gleichzeitigen Enttäuschung von Windows Vista hätten es doch mehr sein müssen. Eine andere W3c.org Statistik (counter) spricht nur von etwa 2% Linux Nutzern (für März 2009).
Um
es kurz zu machen: Wenn ich einen Desktop will, dann benutze ich den
Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche (abgekürzt: gui,
aus dem englischen: graphical user interface).
Siehe dazu auch den Wiki-Artikel: Grafische
Benutzeroberfläche.
Im Wesentlichen geht es bei einer gui um die Bedienbarkeit des Computers, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Diese gui hat einen guten Grund, dass sie existiert. Und sie ist verantwortlich dafür, dass überhaupt so viele mit einem Computer arbeiten können und wollen. Der Computer ist nicht einfach nur leicht bedienbar damit, sondern man kann seine Zeit effektiv einsetzen und wird sowohl optisch als auch funktional daran erinnert, dass der Computer im Grunde auch eine Freizeitapparatur ist, die dem Spielgerät nicht von Ungefähr ähnelt: Der Mensch hat ein Werkzeug in der Hand, das "spielend leicht zu handhaben ist und ihm Freude macht". Das wird von manchen vielleicht als kindisch und infantil bezeichnet, doch wenn man so will, gibt es eine vollendete Infantilität, und eine versteckte. Windows wirft man vor, eine bloße Spielekonsole zu sein, und erweitert den Vorwurf auch auf die Konzeption von Windows als Desktopcomputer.
Wieso hängen in Büros angenehme Bilder, oder stehen Pflanzen? Die Linux Entwickler sollten sich darüber Gedanken machen und überlegen, wo die Bilder und Pflanzen bei Linux aussehen könnten...
Manchmal muss man sich mit dem Einbinden bzw. Einhängen von Laufwerken oder Medien bei Linux auseinandersetzen (mounten), die berühmte fstab Datei editieren, oder man wird mit Zugriffsrechten bzw. Zugriffsverbote gepeinigt, die sich nicht einfach so umgehen lassen und viele Umwege erforderlich machen, zB mit der Konsole zu arbeiten und mit den sogennanten Root-Rechten.
Hat man mehr
als eine Linux Distribution installiert (das geht problemlos!), kann
man aber nicht immer von der einen auf die Daten der anderen
zugreifen, weil auch hier wieder die Zugriffsrechte blockieren. Und es ist nicht immer einfach, das zu ändern.
Man
wird ständig damit konfrontiert, ein beinahe paranoides
Sicherheitssystem vorzufinden, das letztlich den eigenen Besitzer in
seiner Arbeit und Flexibilität lähmt oder Zeit zur Behebung bzw.
Einstellung
veranschlagt.
Und man darf nicht vergessen, die Zugriffsrechte von Ordnern oder Dateien wieder auf den vorherigen Zustand zu setzen, weil dann Linux evtl. nicht mehr richtig booten oder funktionieren kann! Man sollte immer was zum Notieren in der Nähe haben.
Nur gewöhnungsbedürftig ist es, dass jede Distributionen zum Teil auch anders arbeitet und man sich an die Eigenheiten, wie zB Administratorrechte benutzt werden können, jeweils neu anpassen muss.
Installiert
man
nachträglich neue Hardware, ist dies nicht automatisch
eingebunden oder intergriert bzw. ansprechbar , wie es bei
Windows
meist der Fall ist, zumindest wird bei Windows angezeigt, dass neue
Hardware gefunden wurde. Und wie gesagt, hier geht es nicht um den
Vergleich zwischen Windows und Linux, sondern Windows zeigt, was
geht.
Und das Problem neuer Hardware auf
Linux zu lösen, geht ehrlich gesagt am einfachsten über eine
Neuinstallation. In Foren oder Wikis habe ich diesbezüglich keine
brauchbaren Hinweise gefunden, nachträglich Hardware
einzurichten.
Ich habe begriffen,
dass es viel leichter ist, Linux zu zerschiessen, als wie Windows. Da
Linux also anfällig ist, es durch zusätzliche Installationen zu zerschiessen, hätte ich Linux bei
irgendeinem
Update oder ähnlichem, sowieso nach einem halben Jahr vermutlich
wieder neu installieren müssen.
Jaja, da kommen ja regelmässig Updates
für Linux, und man liest regelmässig, dass es nicht so einfach ist, von
zB Ubuntu 8.10 auf 9.04 upzudaten. Eigentlich viele Beschönigungen,
dass
man Linux nur einmal installieren müsse und es hielte. Ein Märchen, das
nicht immer einwandfrei wahr wird.
Es werden alle halbe Jahre fast neue Versionen der in Linux enthaltenen relevanten Software veröffentlicht, mit neuen Funktionen oder umgeschriebenen Code. Und was neu ist, ist dann oft noch nicht genug ausgetestet. Wäre es so, dann hätte man zum Beispiel beim KDE4 Desktop - bei einem frisch installierten System - nicht die Fehlermeldungen bei banalsten Mouseklicks.
Als
Distribution wird eine Zusammenstellung von Software bezeichnet, die
zusammen mit dem Grundsystem und dem wichtigen Linux-Kernel
dann ein
Desktopsystem ausmacht.
Je
nach Distribution ergibt sich eine
verschiedene Zusammenstellung, die mehr oder weniger auf ihre einzelnen
Bestandteile abgestimmt ist. Wesentlich unterscheiden sich die
Distributionen im gewählten Desktop, und sonst nur in der Art der
installierten Programme, die zB Systemaufgaben (zB Installation von
Software) erledigen oder den Dateibrowser zur Verfügung stellen.
Auswählen können wird man meist immer zwischen dem Desktop Gnome oder KDE, wobei KDE als etwas eleganter im Aussehen, aber auch als instabiler gilt.
Zu erwähnen ist vor allem der
sogenannte Packetverwalter, der bei den verschiedenenn Linux-Varianten
unterschiedlich beschaffen sein kann.
Mit diesem Software-Verwalter lässt
sich bequem Software installieren oder deinstallieren - was man
ansonsten in der Konsole durch einzelne Befehle erledigen müsste
(manchmal ist es aber auch in der Konsole relativ einfach, zB kann man
bei Debian "apt-get install firefox" eingeben).
Apropos: Wenn man
Firefox
bei Debian installieren will, muss man auf benötigte
Packete achten, die für Firefox ebenfalls installiert sein
müssen.
Der
Packetverwalter lässt sich grob mit dem Menüpunkt "Software"
vergleichen, der bei Windows unter Systemsteuerung zu finden ist. Nur
kann man bei Linux eben auch Software über diesen Menüpunkt
installieren, und nicht nur deinstallieren. Man bekommt eine Liste der
Auswahl von für die jeweilige Distribution zur Verfügung stehenden
Software und kann sie auswählen zum Installieren. Aber nicht alles
verträgt sich mit den bereits installierten Programmen - also finden
wir auch hier wieder eine kleinere (potentielle) Unstimmigkeit.
Es gibt Software in zwei hauptsächlich anzutreffenden Formen: rpm-basierte Packete und deb-basierte Packete. Letztere finden sich bei den Debian Produkten, den Debian Derivaten und Ableitungen (also Debian, Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, aber auch Sidux).
RPM ist das Format von Open Suse, Mandriva und Fedora.
Man kann nicht deb Packete auf rpm basierten Systemen installieren und umgekehrt auch nicht.
Es gibt aber die Quellschrift (Source) der jeweiligen Software, die man installieren will, und die meistens für Linux immer erhältlich ist. Die Datei mit dem Quellcode muss man nur selbst kompilieren (es sind nur ein paar Befehle, die man in der Konsole eingeben muss und in der Regel immer gleich lauten). Das dürfte aber nur nötig sein, wenn die Software nicht im jeweiligen Packetmanager der Distribution gelistet ist. Mit dem Packetmanager zu arbeiten, ist der beqeueme aber auch sichere Weg, Software auf Linux zu installieren.
Nachdem ich meine ersten Erfahrungen gemacht habe, stellte sich Linux dar als eine Mischung aus Instabilität und mangelnder Funktionalität. So interessierte mich nur noch eine Frage: Welche Distribution ist zugleich funktionell fortgeschritten und die stabilste?
Ich habe Anfang und Frühjahr 2009 beinahe alles ausprobiert: Debian (die Versionen Sarge, Etch, Lenny und das Sidux Derivat), Ubuntu (8.10 und die Alpha Version 9.04), Xubuntu, Kubuntu, Fluxbuntu, Fedora 2008, Open Suse 11.1, Arklinux, Sam, Crunchbang, Knoppix 5.1.1, DSL-Linux, LXDE.org-Linux, Cent Os und einige andere kleinere. Und ebenso alle bekannten Desktops bei den verschiedenen Distributionen ausprobiert (ja selbst ICEWM und andere kleinere).
Mandriva kriegte ich gar nicht erst installiert, da stets eine Fehlermeldung auftauchte, bei auf der Festplatte bereits vorhandenen Partitionen, die dann von Mandriva eingehängt wurden und sich nicht aushängen liessen.
Da konnte ich
tun was ich wollte, und Mandriva wollte sich offenbar nicht
installlieren, wenn ein Laufwerk eingebunden war - selbst oder
gerade wenn es dann auch formatiert werden sollte.
Auch bei Open Suse gab es dieses Problem. Doch nach mehreren Anläufen
klappte es dann bei OpenSuse.
Meiner Erfahrung nach, halte ich Open Suse, einmal installiert, für zugleich tauglich wie stabil. Jedenfalls im Verhältnis zu den anderen Distributionen. Aber auch bei Open Suse gibt es Mängel. Daneben ist auch Debian äusserst stabil, aber es hatte für mich andere Mängel (den Komfort und Bedienung betreffend), die für mich eklatanter waren, als wie bei Open Suse.
Bei modernen Computern könnten die Distributionen stets weniger Schwierigkeiten machen.
Da die Anwendung für mich im Vordergrund steht, wird auch der Desktop sehr wichtig, um Linux insgesamt zu beurteilen.
Bei
Linux hat man die Wahl, was den Desktop angeht! Aber mir blieb am Ende
nur noch Gnome oder LXDE - und LXDE ist nun wirklich sehr spartanisch.
Alle anderen
Desktops erwiesen sich meist sogar als instabil. KDE4 war instabil, und
KDE3 in der Performance etwas lahm.
Es bietet sich noch XFCE an, weil es hier mehr
Funktionalität gibt, als wie bei LXDE; aber auch XFCE lohnt
sich eigentlich
nicht, weil es nur ein paar MB Ram Unterschiede zu
Gnome oder KDE sind, und letztere sind in der Funktionalität noch ein
wenig besser als der XFCE Desktop.
Bei dem Arbeistspeicher, den XFCE verschlingt, wundert es
mich, dass man XFCE als
leichtgewichtigen Desktop ansieht.
Die kleineren Desktops wie LXDE, ICEWM usw. sind entweder in der Funktionalität dürftig (LXDE) oder in der Anwendung (ICEWM u.a.) zu gewöhnuungsbedürftig oder einfach gesagt umständlich.
Der Gnome Desktop ist jedoch stabiler als wie KDE. LXDE ist zwar leichtgewichtig (wenig RAM), aber hat wenig Funktionalität. Da stellt sich insgesamt bei den nur ausreichenden Eigenschaften der Desktops auch die Frage: Warum Linux?
Sowohl Gnome als auch KDE kann man getrost auf 512 RAM laufen
lassen, inklusive
geöffnetem Firefox und auch gleichzeitig kleinere andere Anwendungen,
und natürlich: (!) Virtualbox, auf
dem mit 192 RAM Windows XP gut läuft.
Sofern man nicht Openoffice (auf dem Host
Linux oder auf XP) benutzt, das nämlich schlappe 100MB Ram verschlingt,
kommt man mit 512 RAM inkl.
Virtualbox aus.
Die RAM Zuteilung in Virtualbox von 192MB reicht für XP, wenn man kein
sehr grosses Programm für XP öffnen muss.
Wenn
man Virtualbox nicht braucht, kommt man bei jeder Linux Distribution
mit 512 RAM auf jeden Fall
super aus, und kann theoretisch zweimal Openoffice starten.
Was ist Virtualbox?
Wer Windows Programme benötigt, dem sei Virtualbox ans Herz gelegt. VM-Ware mag eine Alternative zu Virtualbox sein, aber es heisst, dass die kommerzielle Variante von VM-Ware einzig lohnend sei, und ansonsten Virtualbox besser sei. Dass Virtualbox besser ist als die kostenlose VM-Ware, hat sich mir so auch im Vergleich bestätigt.
Virtualbox ist eine Lösung, um auf Linux solche Programme ausführen zu können, die spezifisch nur auf Windows ausgerichtet sind. Allerdings ist die Performance natürlich etwas schlechter als bei einer realen Installation des Betriebssystems, das auf Virtualbox laufen soll. Hier sollte man sich am besten selbst einen Eindruck machen, ob man damit leben kann.
Man kann mit Virtualbox einen virtuellen PC starten. Man gaukelt dem auf diesem virtuellen PC installierbaren Betriebssystem vor, dass es ein eigenes Universum sei. Um das zu erreichen, stellt Virtualbox dem virtuellen PC ein Laufwerk (das praktisch unbegrenzt Gigabytegrösse haben kann, sofern man so viel Festplatten-Platz zur Verfügung hat), das in real auf Linux in Form einer Datei existiert. Es funktioniert im Prinzip einwandfrei, und man kann XP (natürlich auch Vista) starten und anwenden, ohne Unterschiede in der Grafik vorzufinden im Vergleich mit einer normalen (echten) Installation des Betriebssystems.
Das Betriebssystem auf dem virtuellen Laufwerk lässt sich mit
Virtualbox starten. Alle gespeicherten Informationen von Windows gehen
wie gewohnt
nicht verloren und werden beim nächsten Start berücksichtigt - weil das
virtuell gestartete
Betriebssystem, also zB Windows, das virtuelle Laufwerk, welches von
Virtualbox verwaltet
wird, nämlich für "echt" hält und wie eine normale Festplatte benutzt.
Und man kann dieses virtuelle Betriebssystem, das in einem eigenen
Fenster läuft, auch in den Vollbildmodus schalten und mag den Eindruck
momentweise vergessen, dass XP hier nur virtuell läuft.
Jedoch lässt sich kein Grafiktreiber installieren, man muss hier auf einen Virtualbox-Treiber zurückgreifen - was aber bei den meisten Anwendungen problemlos funktioniert. Jedoch ist die Performance nicht so geschmeidig, wie unter einem echten XP.
Virtualbox lässt sich auf jedem Linux System installieren, und man kann sogar auf Windows Virtualbox installieren um von dort aus einen virtuellen PC zu starten (und zB Linux virtuell starten und installieren).
Achtung: Man sollte nicht die OPENSOURCE Variante von Virtualbox wählen (OSE), die man zB durch die Packetverwaltung angeboten bekommt, sondern sollte bei Virtualbox die NON-OSE (also closed source) downloaden. Die muss man zwar per Hand installieren, d.h. in der Konsole, aber sie gilt als schneller.
Nicht vergessen, die sogenannten Gasterweiterungen für das Windows-System (unter dem laufendem Windows auf Virtualbox) zu installieren!
Bei mir jedenfalls, gab es bei beiden Varianten (OSE und NON-OSE) viele Probleme, und die Performance von Virtualbox war stets sehr schlecht (bei manchen Programmen innerhalb von Virtualbox führten Programmbefehle oder an sich unkomplizierte Varianten des Multitasking zum Absturz von Virtualbox).
256 MB zugewiesener Arbeitsspeicher sind ziemlich wenig, reicht für schlanke Programme und XP. 1 GB Ram und mehr ist überaus vorteilhaft für Anwendungen mit virtuellen Systemen.
Debian hat eine banales Problem, was Markenrecht angeht: So weigert sich Debian den Firefox als Webbrowser standardmässig auszuliefern, weil das Mozilla-LOGO (!) geschützt ist, und Debian nur OPEN SOURCE anbieten will.
An sich sieht Debian aber sehr stabil aus, und gilt auch allgemein als stabilste Variante. Wer nicht besonders viel Wert auf das orginale Firefox legt, kann bei Debian natürlich den Iceweasel benutzen, der von Firefox herrührt. Firefox auf Debian zu installieren hatte bei mir unlösbare Probleme bereitet, obwohl es als einfache Prozedur beschrieben wurde. Ich fand mit Debian einfach nicht auf Anhieb die fehlende Bibliotheksdatei.
Fedora lief nicht reibungslos und hat einen unübersichtlichen Packetverwalter. Die Kernel Erweiterung SE-Linux, die für Sicherheit sorgen soll, macht das System träge wie einen Esel, was man aber deinstallieren kann.
Kubuntu, Xubuntu oder Ubuntu waren irgendwie auch nicht immer astrein, wenn es auch auf jeden Fall stabiler als Fedora schien und als flexibler als das originäre Debian.
In jedem Fall erhält man natürlich Linux und für alle Varianten gelten gleichermaßen die Einwände, die man gegen Linux erheben kann.
Man sagt ja, Knoppix oder DSL (Damn Small Linux) sei für Anfänger empfehlenswert. Tatsächlich ist beides nur für hardwareschwache Computer empfehlenswert, richtet sich zudem aber an versierte Experten.
Der Packetverwalter unter Fedora ist nicht alphabetisch sortiert - wie soll man sich da zurecht finden. Jaja, man verwendet die SUCHE, wird man sagen. Aber oft will man auch einfach nur schauen oder hat die genaue Bezeichnung des Programms vergessen. Sehr unpraktisch, unausgereift - wieder einmal wird man gezwungen sich an eine Art des Umgangs anzupassen, den das System bietet und vielleicht nicht der Art entspricht, wie jedermann etwas in bester Weise nutzen kann.
Bei Open Suse dauert das Einladen der verschiedenen Rubriken der Packetverwaltung unerträglich lange.
Auf Desktops konnte ich bei vielen Disrtibutionen nicht so einfach
Verknüpfungen erstellen, bearbeiten oder löschen wie bei Windows.
Das
Entfernen des Papierkorbs bei Windows ist - gewusst wie - einfach. Bei
Linux kann man meist noch nicht mal den Papierkorb entfernen, deshalb
kann man darum auch nur wissen, dass man es nicht kann - bis man das
dann weiss, hat man eine Stunde im Netz und mit google gesucht.
Und wo Windows als im Kern unsicher gilt, aber freundlich in der Anwendung, kann man Linux im Kern zwar als sicher bezeichnen, dafür aber in der Anwendung als Hürdenlauf, ja als Katastrophe.
Wenn man keine verdächtigen Programme, verdächtigen Mails (Anhänge!), und so weiter öffnet, dürfte man bei Windows doch nicht so viele Probleme bekommen, wie die regelmässigen Berichte und Hackertests suggerieren. Wenn Hacker es auf Linux anlegen, könnten sie womöglich erst beweisen, ob Linux sicher ist.
Wenn ich bei egal welcher Linux Distribution einen zweiten Desktop installiere, etwa XFCE neben Gnome oder KDE, oder auch nur LXDE neben Gnome und so weiter, kann es passieren, dass sich beide in die Quere kommen, und dass dann bei Deinstallation des nachträglich hinzugefügten Desktops dann auch der ursprüngliche nicht mehr funktioniert - solche Sachen kommen vor.
Mal ging der Sound bei Open Suse nicht, dann das Netzwerk bei Ubuntu nicht... usw. - Stellschrauben waren zu drehen wie in einer altmodischen technischen Anlage. Der Computer war im Vergleich mit der Linux Distribution sieben Jahre alt.
So installierte ich drei Wochen lang jeden Tag durchschnittlich eine neue Linux Distribution oder die alte erneut. Zu 40%-60% habe ich sicher etwas falsch gemacht, weil ich nicht wusste wie man es richtig macht - man ist aufgefordert es also auszuprobieren. Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr zu unterscheiden, ob Linux mit den Fehler andrehte oder es gar kein Fehler meinerseits war, sondern in vielen Fällen eigentlich eine Unzulänglichkeit von Linux.
Die
restliche Zeit der zwei Monate, die ich mit Linux verbrachte, habe ich
nur gelesen und gelesen, wie man Linux einrichtet. Genutzt und
gebraucht, also den Computer angewendet habe ich in der Zeit fast gar
nicht. Eigentlich überhaupt nicht.
Für mich hat XP die Nase vorn und ich betone, dass ich von XP rede und nicht von Vista oder Windows 7, die ich für schlechter halte: Aussehen und Design sind für mich weniger wichtig als die Perfomance; stimmt aber die Performance, dann wird auch das Design und die Funktionalität wichtig. Da änderte das Einarbeiten und dank des eisernen Willens manche Probleme gelöst zu haben auch nichts mehr dran, dass Linux mich arg enttäuschte in fast allen, ja allen wichtigen Bereichen. Abgesehen vom Open Source Prinzip. Prinzipien allein besagen aber noch nicht alles.
Zunächst eine ganz eindeutige Aussage: Wer Linux installieren
will
und als alleiniges System nutzen will, muss mit google viel arbeiten
und dabei möglichst exakte oder auch raffinierte Suchbegriffe eingeben.
Viele Informationen bietet Linux nicht von allein, und die muss man
sich besorgen über die verschieden beispielhaften Fälle von
Forenfragen, Wikis usw.. - denn Linux ist nicht so intuitiv
zu
bedienen wie es denkbar ist (um mal nicht den Vergleich mit
Windows zu bieten; wir kennen eben nur Linux und Windows, nicht wahr?).
Wenn man selbst in Foren fragt, kann man Glück haben, mit Hilfe anderer
zu einer Lösung zu kommen oder überhaupt eine
gescheite Antwort zu erhalten. Meist aber wird man viel öfter zum Teil
gut
gemeinte, zum anderen Teil arrogante, und dabei unsinnige
Weiterleitungen zu Anfängerartikeln bekommen, wo man
aber keine Lösung für sein Problem findet.
Daher ist es wohl
effektiver, von Anfang an selbst mit google suchen zu lernen.
Linux muss man als ISO-Datei runterladen und das ISO-Abbild auf CD brennen (nicht als Datei bzw. Daten-CD). Welches ISO Abbild das sein soll, ist am Anfang immer etwas undurchsichtig. Wenn man einen 32 bit Computer hat (der Normalfall), und nicht etwa einen 64 Bit Chip, wählt man immer "x86". Hat man keinen DVD-Brenner, wählt man die LIVE-CD - diese lässt sich dann booten und starten (im Bios Menü die Bootreihenfolge so ändern, dass zuerst von CD gebootet wird!) . Man kann das jeweilige Linux System, so man will, dann erst testen, weil es nur in den Ram geladen wurde (und die Programme, die man ausführen will, von CD startet), oder einfach ein entsprechendes Symbol auf dem Desktop anklicken, das sich meist LIVE INSTALL nennt. Wirkllich testen kann man Linux aber nur, wenn man es auch installiert hat, denn zB ist die Performance natürlich langsamer, wenn man es als sogenanntes Live-system testet.
Manche Distributionen bieten das Installieren auf Festplatte auch sofort beim booten der CD an, und man muss also nicht erst das Linux System starten, um es zu installieren.
Wenn man weniger als 512 RAM hat und keinen schnellen Chip (höher als 1 GHZ), sollte man sich vielleicht an schlankere Linux Systeme wagen, wie zB Xubuntu oder auch eine Distribution mit LXDE-Desktop. Man kann übrigens grundsätzlich, jedenfalls in der Regel, jede Linux Software, also die für Linux erhältlichen Programme, auf allen Desktops und Distributionen zum Laufen bringen (allerdings muss man evtl. diese selbst kompilieren, was aber einfacher ist, als es klingt; doch natürlich wird man Probleme entdecken, und natürlich wird es ein umständlicher Weg sein).
Um Linux neben einem Windows System zu installieren, sollte man zuerst Windows installiert haben - denn Windows überschreibt rigoros den sogenannten Masterbootrecord, und man könnte nacher Linux nicht mehr booten, wenn man Windows erst nach Linux als Zweites installiert.
Es gibt zwar Möglichkeiten, den Bootsektor nachträglich zu reparieren oder zu editieren, doch ist dies generell nur für versierte Computeranwender geeignet.
Das einzige, was man braucht, ist eine freie
Partition. Denn Linux kann nur auf einer eigenständigen Partition
angelegt werden - aber es berücksichtigt anders als Windows bereits auf
der Festplatte installierte Betriebssysteme, die dann im Bootmenü (am
Anfang des Startvorgangs des PCS) zum Auswählen bereit stehen.
Eventuell muss man dann nur noch das System festlegen, welches
standardmässig und automatisch (nach Ablauf einer Zeitspanne) gebootet
werden soll.
Gewöhnlich wird es am sichersten sein, wenn man die letzte Partition
auf einer Festplatte frei macht oder neu aufteilt.
Wenn man so vorgeht, muss man unbedingt den Partitionsaufbau
manuell einstelllen (der Partitionsmanager wird von Linux vor der
Installation gestartet).
Die bestehende Windows Partition, die vermutlich eine der anfänglichen Partitionen sein wird, vorher zu defragmentieren und dann durch den Partitionsmanager von Linux zu verkleinern, das erscheint mir als Spiel mit dem Feuer. Es wird allgemein schon mal angeraten, aber manchmal spinnt eben auch der Partitionsmanager bei Linux und beendet nicht den Vorgang und die jeweilige Partition wird unbrauchbar! Die kann man natürlich in einem neuen Vorgang wieder brauchbar machen (einteilen und formatieren), aber die Daten darauf sind dann futsch. Alsoo am besten die Windows Partition unangetastet lassen, also nicht formatieren, und nur einhängen (Einhängepunkt setzen).
Man braucht eigentlich zwei Partitionen für Linux. Eine nämlich muss eine Auslagerungspartition sein, swap genannt. Die Größe dieser Partition kann man getrost auf 600 MB einrichten. Egal wieviel Ram als Arbeitsspeicher man hat. Es ist wirklich egal, denn wenn man 2 GB Ram hat, spielt die Auslagerungsdatei sowieso kaum eine Rolle. bei 256 MB Ram wird man vermutlich geradeso 400 MB als swap maximal verwenden. Die eine swap Partition wird auch von weiteren installierten Linux-Installationen verwendet - das stellt kein Problem dar, da diese Auslagerungsdatei keine dauerhaft gespeicherten Daten enthält.
Als Speicherplatz für die Linux Installation sollte man als Minimum 3 GB zur Verfügung haben. Absolutes Minimum sind 2.5 GB. Das war der grösste verbrauchte Speicherplatz einer Linux Distribution, die ich installiert hatte. Wenn man eine grosse Festplatte hat, sollte man aber nicht geizen. Mit 10, noch besser 20GB ist man sehr gut dabei. Man kann auch bequem weitere Linux Distributionen installieren, muss dafür nur jeweils eine weitere Partition erstellen. Gewöhnlich kann man ohne Probleme vier Partitionen auf einer Festplatte erstellen - will man mehr, muss man die vierte Partition mit dem gesamten noch verfügbaren Speicher der Festplatte als erweiterte Partition erstellen (logisches Laufwerk) und kann dann beliebig viele weitere Partitionen innerhalb dieser Erweiterung erstellen. Die Bedienung des Linux Partitionsmanager ist einfach, aber natürlich sollte man wissen was man da tut, damit man nicht aus Versehen eine wichtige Partition mit Daten verliert. Wer auf Nummer Sicher gehen will, brennt vorher einfach alle wichtigen Downloads, Programme oder Daten auf CD, was man ja sowieso von Zeit zu Zeit tun sollte. Hat man die Partition für die Installation gewählt, muss man noch das Wurzelverzeichnis für diese einhängen bzw. den "mountpoint" setzen (root, als Schrägstrich / gekennzeichnet).
Hat man keine freie Partition und will aber Linux als alternatives System nicht missen, würde ich einfach die wichtigsten Daten sichern und Windows komplett neu installieren mit passendem Partitionsaufbau der Festplatte und evtl. Rücksicht auf zusäztlich nötige Partitionen. Wer braucht schon zwei 80 GB grosse Partitionen, wenn er 160 GB zur Verfügung hat... - da kann man getrost mehrere kleinere hinten anhängen.
Auch das komplette Neuinstallieren von Windows
kann nicht schaden - denn Windows ist
bekannt für die Schwäche, bei vielen
installierten Programmen die Altreste nicht immer ganz runter zu
kriegen, selbst wenn man alles ordnungsgemäß deinstalliert hat. Mit den
Jahren sammelt sich da etwas an.
Dieses Problem hat man bei Linux nicht, dafür aber andere Probleme...
Jedenfalls hat ein frisches Windows System auch den Reiz eines Neuanfangs, und ich vergleiche es gerne mit einem Frühahrsputz. Aber die Maxime, es etwa alle drei Jahre neu zu installieren, ist völlig genügend.
Sicher gibt es auch Vorteile für Linux, doch solange die Nachteile meines Erachtens so gewichtig sind, gehen diese Vorteile einfach unter. Zu nennen wäre zB: der Sicherheitsaspekt (Linux ist unfreundlich in der Bedienung aber dafür nun mal sehr sicher), und dass es durchaus sehr viel Software gibt für Linux. Linux ist kostenlos. Andere Vorteile sind für den Serverbetrieb relevanter.
Dass man Linux aber flexibel für sich einrichten kann, ist ein Märchen. Denn selbst der Desktop bei Linux hat zum Teil Symbole (nicht nur den Papierkorb), die man einfach nicht vom Desktop runter kriegt.
Nachdem Linux neben dem zuerst installierten Windows installiert wurde, stellt sich die Frage, welches Betriebssystem standardmässig gebootet werden soll (default).
Das wird bei Linux durch die menu.lst Datei geregelt. Man muss sich mit den root-Rechten, sprich sudo, beschäftigen, um zu wissen, wie man die menu.lst Datei verändert! Jede Linux Distribution hat einen eventuell anderen Editor; bei Gnome-basierten Distributionen kann man in der Konsole
sudo nano /boot/grub/menu.lst
eingeben und die Änderungen mit ALT+X speichern (oder war es STRG+X?).
Nachdem man die Änderungen vorgenommen hat und die menu.lst Datei gespeichert hat, muss man "update-grub" in der Konsole eingeben, um den Bootsektor der Festplatte zu aktualisieren.
Hier eine beispielhafte menu.lst Datei (so wie es bei mir aussieht). Man erkennt an solchen Dateien, dass Linux praktisch sehr auf die Skripte bezogen ist, dessen Konfiguration man in den meisten Fällen selbst vornehmen muss (nicht alles läuft bei den neuesten Linux Distributionen automatisiert oder mit Hilfe von grafischen Benutzeroberflächen, und man wird also noch solche Dateien in der Regel bearbeiten müssen).
Mit # oder ## vorangestellte Zeilen sind Kommentare, sollten aber in der jeweiligen menu.lst Datei nicht verändert werden:
# menu.lst - See: grub(8), info grub, update-grub(8)
# grub-install(8), grub-floppy(8),
# grub-md5-crypt, /usr/share/doc/grub
# and /usr/share/doc/grub-doc/.
## default num
default 5
## timeout sec
timeout 3
## hiddenmenu
# Hides the menu by default (press ESC to see the menu)
#hiddenmenu
# Pretty colours
#color cyan/blue white/blue
#
# examples
#
# title Windows 95/98/NT/2000
# root (hd0,0)
# makeactive
# chainloader +1
#
# title Linux
# root (hd0,1)
# kernel /vmlinuz root=/dev/hda2 ro
#
#
# Put static boot stanzas before and/or after AUTOMAGIC KERNEL LIST
### BEGIN AUTOMAGIC KERNELS LIST
## lines between the AUTOMAGIC KERNELS LIST markers will be
## modified by the debian update-grub
## script except for the default options below
## DO NOT UNCOMMENT THEM, Just edit them to your needs
## ## Start Default Options ##
## default kernel options
## default kernel options for automagic boot options
## If you want special options for specific kernels use kopt_x_y_z
## where x.y.z is kernel version. Minor versions can be omitted.
## e.g. kopt=root=/dev/hda1 ro
## kopt_2_6_8=root=/dev/hdc1 ro
## kopt_2_6_8_2_686=root=/dev/hdc2 ro
# kopt=root=UUID=c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127 ro
## default grub root device
## e.g. groot=(hd0,0)
# groot=c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
## should update-grub create alternative automagic boot options
## e.g. alternative=true
## alternative=false
# alternative=true
## should update-grub lock alternative automagic boot options
## e.g. lockalternative=true
## lockalternative=false
# lockalternative=false
## additional options to use with the default boot option,
## but not with the alternatives
## e.g. defoptions=vga=791 resume=/dev/hda5
# defoptions=quiet splash
## should update-grub lock old automagic boot options
## e.g. lockold=false
## lockold=true
# lockold=false
## Xen hypervisor options to use with the default Xen boot option
# xenhopt=
## Xen Linux kernel options to use with the default Xen boot option
# xenkopt=console=tty0
## altoption boot targets option
## multiple altoptions lines are allowed
## e.g. altoptions=(extra menu suffix) extra boot options
## altoptions=(recovery) single
# altoptions=(recovery mode) single
## controls how many kernels should be put into the menu.lst
## only counts the first occurence of a kernel, not the
## alternative kernel options
## e.g. howmany=all
## howmany=7
# howmany=all
## should update-grub create memtest86 boot option
## e.g. memtest86=true
## memtest86=false
# memtest86=true
## should update-grub adjust the value of the default booted system
## can be true or false
# updatedefaultentry=false
## should update-grub add savedefault to the default options
## can be true or false
# savedefault=false
## ## End Default Options ##
title Ubuntu 8.10, kernel 2.6.27-7-generic
uuid c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
kernel /boot/vmlinuz-2.6.27-7-generic root=UUID...
initrd /boot/initrd.img-2.6.27-7-generic
quiet
title Ubuntu 8.10, kernel 2.6.27-7-generic (recovery mode)
uuid c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
kernel /boot/vmlinuz-2.6.27-7-generic root=UUID=c28a02.. ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.27-7-generic
title Ubuntu 8.10, memtest86+
uuid c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet
### END DEBIAN AUTOMAGIC KERNELS LIST
# This is a divider, added to separate the menu items below
# from the Debian ones.
title Other operating systems:
root
# This entry automatically added by the Debian installer
# for a non-linux OS on /dev/sda1
title Windows NT/2000/XP (loader)
root (hd0,0)
savedefault
makeactive
chainloader +1
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sda6.
title openSUSE 11.1 - 2.6.27.19-3.2 (on /dev/sda6)
root (hd1,0)
kernel /vmlinuz-2.6.27.19-3.2-default root=/dev/disk/by-id/ata-IC35L0...
initrd /initrd-2.6.27.19-3.2-default
savedefault
boot
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sda6.
title Failsafe -- openSUSE 11.1 - 2.6.27.19-3.2 (on /dev/sda6)
root (hd1,0)
kernel /vmlinuz-2.6.27.19-3.2-default root=/dev/disk/by-id/ata-IC35L04..
initrd /initrd-2.6.27.19-3.2-default
savedefault
boot
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sdb3.
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.26-1-686 (on /dev/sdb3)
root (hd1,2)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.26-1-686 root=/dev/hdc3 ro quiet
initrd /boot/initrd.img-2.6.26-1-686
savedefault
boot
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sdb3.
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.26-1-686
root (hd1,2)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.26-1-686 root=/dev/hdc3 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.26-1-686
savedefault
boot
Wichtige Einträge habe ich farblich gekennzeichnet. Um nun den Standard einzustellen, der ja von Linux eventuell auf Linux vorein gestellt sein könnte, zählt man zunächst ab, an welcher Position das Windows System auftaucht. Man zählt von 0 (die Zählung beginnt bei 0 und nicht bei 1), und das tut man, indem man die Zählung jeweils auf die Variable "title" bezieht. Jedes "title" bedeutet also einen möglichen Eintrag für den default Wert (erster rot gekennzeichneter Eintrag, siehe oben). Das bedeutet hier, dass ich Windows nicht etwa mit der Zahl 4 einstelle, damit würde ich nur einen nicht bootbaren Eintrag auswählen: "Other operating Systems", sondern mit der Zahl 5 als standard setze.
Die Zeit, nachdem das Standardbetriebssystem automatisch gebootet wird, wird mit "timeout" festgelegt. 3 entspricht 3 Sekunden. Achte darauf, dass Du genug Zeit hast, evtl. das Bootsystem zu wählen.
Die Not, die fstab-Datei zu bearbeiten, wird man einsehen, sobald irgendein Laufwerk (Floppy, CD-ROM) bei Linux nicht angezeigt wird.
Beispielhafter Inhalt der /etc/fstab - Datei:
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/hdc3 / ext3 errors=remount-ro 0 1
/dev/hda3 none swap sw 0 0
/dev/hdd /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0
/dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0
Alles weitere zu den einzelnen enthaltenen Zeichen und Angaben muss man sich mit google zusammensuchen. Die Festplatten werden bei Linux zB mit hda bezeichnet und hdb würde normalerweise die zweite Festplatte bezeichnen. Warum bei mir ie zweite (IDE-) Festplatte aber stets als hdc bezeichnet wird, ist mir ein Rätsel. In der menu.lst im Verzeichnis /boot/grub werden die Festplatten übrigens etwas anders bezeichnet (die erste Partition der ersten Platte zB als hd0,0). Innerhalb des Linux Systems ansonsten als hda1.
Um ein Floppy Laufwerk einzubinden ist es nötig, dass ein entsprechendes Verzeichnis existiert, hier wäre das /media/floppy0 - auch diese Notwendigkeit eine Linux Eigenheit.
Wer da noch behauptet, das Windows System mit den Laufwerksbuchstaben (C, D, E) sei irgendwo dumm, muss sich fragen lassen, warum Linux denn ebenso kompliziert sein muss, wenn es auch wie bei Windows vergleichsweise einfach geht?
Und ob sich ein Laufwerk hda0 oder hdbc nennt, ist im Grunde dasselbe als wenn es sich um a, b, c handelt - es wäre letztlich ebenso willkürlich wie die Bezeichnung h0,0 oder mittels eines einfachen Buchstaben, wo der Reihe nach nur die eingebundenen Datenträger bezeichnet werden - und bei Linux kommen noch komplizierte Eigenschaften hinzu, die die Übersichtlichkeit nicht gerade stärken. Auch ist bei Linux nicht immer das automatische Einbindung von Laufwerken reibungslos, nämlich dann nicht, wenn in der /etc/fstab Datei kein entsprechender Eintrag vorliegt! Unter Umständen wird man eine nachträglich neu erstellte Partition so nicht einbinden können.
Bei Windows werden kompatible Datenträger, zum Beispiel mit NTFS formatierte Partitionen automatisch eingebunden und es ist kein Handgriff erforderlich - und dabei gilt festzuhalten, dass die Systemprogramme, die Windows XP so sehr im Fluss halten und im Arbeitsspeicher liegen, nur halb so viel RAM Arbeitsspeicher beschlagnahmen, wie bei Linux der fette Gnome oder KDE Desktop, der viele Funktionen noch dazu nicht einmal anspruchsvoll oder reibungslos umsetzt!
Zwar hat die /etc/fstab Datei eine gewisse Klarheit und Konsequenz, aber nur vom Augenschein. Denn es gibt so gut wie keine brauchbare Erklärung des Umgangs mit den möglichen Parametern. Und wenn man dann im Internet sucht, in Foren oder Linux-Wikis, entdeckt man abweichende Angaben, auch in Bezug zu elementaren Einbindungsoptionen, und man wird stets sich genötigt sehen, etwas auszuprobieren und am Ende ist das System zerschossen, lässt sich zB nicht mehr booten und rate mal, wer der Dumme ist. Der Nutzer.
Die verschiedenen Hilfeseiten und Dokumentationen bei Linux, erinnern mich nicht an (erste) Hilfe oder überhaupt etwas sinnvolles, sondern daran, wie ich eine Zeit lang ab und zu in Gesetzestextes des Staates schauen musste und meist am Ende dann eh zu allgemeinen Informationen greifen musste, also im Internet suchen musste, um dort zu schauen, wie es normale Nutzer handzuhaben scheinen.
Weitere Infos zur /etc/fstab bei Wiki.
/dev/scd0 /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto,utf8 0 0
Eine weitere Möglichkeit in der fstab-Datei, wie ein CD-Rom
Laufwerk eingebunden wird. Man sieht, dass für das CD-Rom
Laufwerk
offensichtlich verschiedene Bezeichnungen möglich sind: /dev/scd0
ebenso wie /dev/hdd, je nach Distribution anscheinend. Hieran sieht man
dann auch wieder, wie inkonsequent Linux aufgebaut ist, da es
mehrere Befehle bzw. Anweisungen gibt, die für eine Sache
gelten sollen.
Der Kenner könnte meinen, das sei mit diesem Beispiel spitzfindig, aber
er sollte wissen, dass es bei Linux durchaus die Regel ist, wie mehrere
Programme, Verzeichnisse, Regeln und Skripte für eine Sache definiert
sind (und nur durch die verliehene Priorität "das in die Quere kommen"
vermieden wird). Warum mich das bei Windows nicht stört? Da es bei
Windows keine Probleme verursacht, und es bei Linux in Folge der
Unübersichtlichkeit dort oft dazu kommt, an der falschen Stelle
anzusetzen, abgesehen davon, dass es meist direkte Probleme
gibt, wenn ein Prozess mit einem anderen in die Quere kommt.
Gewöhnlich werden zwar bei den aktuellen Distributionen die
verschiedenen Laufwerke, automatisch eingebunden.
So auch das CD-Rom Laufwerk. Meist aber müssen diese Laufwerke bereits
bei der Grundinstallation von Linux schon vorhanden sein! Ergänzt man
Linux mit neuer Hardware (zB eine Grafikkarte), soll es dieses Problem
allerdings nicht geben und diese würde sofort beim Booten erkannt.
Ausprobiert habe ich das nicht und glaube es auch erst, wenn ich es
sehe, nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Linux. Zumindest bei der
Soundkarte, die ich nachträglich austauschte, ging das nicht!
Auch
gab es bei mir betreffend des Floppylaufwerkes immer wieder
Probleme. Unter Windows, das auch in diesem Bezug zeigt, was geht, gab
es die einfache Möglichkeit, ein bestimmtes Systemprogramm aufzurufen,
um ein Gerät anzubinden und Treiber zu installieren. Bei Linux habe ich
ein solches einfach nicht gefunden und wie man es dann hinkriegt, habe
ich auch im Netz nicht gefunden, sondern bin nur auf ungelöste
Fragestellungen (in den Foren) gestossen.
Man kann die /etc/fstab Datei mit einem Texteditor aus dem Dateimanager öffnen und speichern. Na klar, das geht. Man muss vorher nur den Besitzer in der Konsole ändern, also sich selbst zum Besitzer machen. Damit hat man die Rechte, diese Datei zu ersetzen (was beim Speichern ja geschieht). Danach ändert man die Besitzerrechte wieder um, und zwar in "root". Eingefleischte Linuxer werden das als chaotisches Betragen kritisieren, und womöglich zum Editor vi oder vim raten (bei diesem Editor fragt man sich: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?) - ich habe es einfach und gelinde gesagt eine lange Zeit nur noch so gemacht, wie ich es beschrieben habe. Weil es anders nämlich nicht so einfach ging. Allein vom Zeitaufwand her gesehen. Gedit lässt sich bei Gnome gar nicht erst aufrufen aus der Konsole, obwohl als Feature gegeben - also ein weiterer Fehler im Linux System.
Wenn man sich einmal auskennt, wird es einem immer gelingen, solche noch relativ einfachen Probleme zu lösen. Die Lösungen sind aber mit Aufwand und Fummeln verbunden.