Ich
glaube, die Neugierde ist es, die einem danach führt, Linux
ausprobieren zu wollen. Dann, nach den ersten Schritten will man sich
reinarbeiten in das System. Man will den Begriff und schliesslich auch eine gelungene Installation des Linux Systems verstehen.
Man probiert eine Zeit lang alle Problemösungen aus, derer man habhaft
wird, nachdem man feststellen musste, dass man wichtige Dinge bei Linux erst einstellen
muss. Da kommt die Frage auf: Lohnt
sich
Linux?
Und vielleicht auch ein Gedanke wie:
Ist Linux nicht doch schlechter als sein guter Ruf?
Es gibt durchaus Linux Nutzer, die bezeugen, dass für sie Linux einwandfrei läuft und dass sie Linux gut finden.
Ich glaube, es hängt in erster Linie von einer aktuellen Hardware ab, dass Linux möglichst schnell und flüssig für einen sein kann. Ich kenne keine Wege, wie man sein Linux-System schnell flott kriegt und wie man die bei Windows gewohnten Optionen und Programme bekommt. Die unkompliziertere und schnellere Instandsetzung des Windows Systems stellt zumindest zufrieden, und nach einer ersten Installation des ganzen Betriebs-Systems muss man bei Windows nur Kleinigkeiten einstellen, was aber bequem zu erledigen ist. Anders Linux.
Nach jener Phase der nötigen Einarbeitung, entscheidet sich, ob die Bedienung von Linux zufrieden stellen kann. Und es stellt sich eine weitere Frage: Ob die Vorteile des Systems die eventuellen Nachteile aufwiegen können.
Gelegentlich sah ich an Orten, wo es sich hauptsächlich nicht um ein
Fachforum für Betriebssysteme handelte, wie über Linux immer dann
gesprochen wurde, wenn man die Probleme von Linux besprochen hatte. Und
am Ende hiess es dann, schalt dies Programm ein, und dieses
Programm aus; und das Verstummen der Korrespondenz deutet an, wie das
Problem vielleicht doch nicht gelöst werden konnte und man sich also
mit jenem Makel, der besprochen wurde, abfand und irgendwo daran anpasste.
Abgesehen
von der Tauglichkeit der Hardware, halte ich
es generell für übertrieben,
dass man letztendlich Linux sehr an eigene Bedürfnisse anpassen könne.
Man muss mal abwarten, was Google mit seinem geplanten neuem
Betriebssysten - dessen Kernel
auf Linux basieren wird - aus Linux noch so machen kann. In erster
Linie halte ich Linux jedenfalls nur was für Liebhaber.
Das Konzept des ansonsten genialen Konzepts des modularen Aufbaus sollte jedenfalls einwandfei funktionieren, also austauschbar sein. Es gibt einige Linux-Nutzer, die bezeugen, dass vieles von dem, was bei mir nicht ging, bei ihnen tadellos funktionierte. Ich kann das kaum beurteilen, warum das so ist. Da bleibt dann nur die Annahme, dass es evtl. vom Computer bzw., der Hardware abhängt. Also selber ausprobieren um sich ein angemessenes Urteil bilden, scheint hier alles zu sein, worauf man sich auch im Konsens der Linux Gemeinde aufhalten dürfte.
Alles folgende stellt meine persönliche Meinung dar, resultierend aus der Erfahrung im krisenhaften Umgang mit Linux. Ich will betonen, dass ich begeisterter Linux-Enthusiast geworden war, noch bevor ich Linux das erste Mal installierte. Und es dauerte wirklich lange, bis dass ich mir das Urteil bildete, das Problem liegt nicht an mir, sondern an Linux.
Nein, ich will Linux nicht hinnehmen und auf die Möglichkeiten verzichten, die mir Windows - vor allem in der Funktionalität - einwandfrei und flüssig geboten hat. Nur um eine Sicherheitsfestung (Linux) willens? Die zudem auch noch nicht in der Praxis bewährt wurde (weil Virenangriffe immer auf die meistverbreitesten Computersysteme zielen, also auf Windows). Und was soll ich sagen, ich habe in 2 Jahren Betriebssystem XP nicht einmal neu installieren müssen.
Ich will Linux nicht schlecht reden. Aber ich habe einfach wahrgenommen, wie sehr Linux gut geredet wurde, auch wenn vermeintliche Anfänger "dumme Fragen", oder "dumme Kommentare" schreiben. So entstand das Bedürfnis, diesem Gerede meine eigenes Gerede hinzu zugesellen und zu meinen, dass Linux die geschilderten Probleme nicht einfach gut reden kann.
Letztlich fehlt mir nach zwei Monaten eines Linux Ausfluges bei Windows nichts. Einiges was mir Linux praktisch bietet, finde ich auch bei Windows. Die vier verschiedenen Desktops, die bei Linux die Regel sind, kann ich auch mit Multidesk auf meinem XP Rechner erreichen. Es beansprucht nur 5 MB RAM Arbeitsspeicher und ist in der Funktionalität meiner Meinung nach sogar überlegen. Bei Linux kam ich mir ehrlich gesagt vor, wie in den Anfängen des Computerzeitalters. Wenn man bei XP ein speicherintensives Programm starten will, kann man bequem die kleinenn Zusatzprogramme wie Multidesk mit zwei Klicks, die immer sitzen, ausschalten - und bei Linux muss man die Konsole öffnen, einen Schreibmaschinenkurs in drei Sekunden hinlegen, um die paar Befehle einzugeben.
Linux bietet vielsprechende Aussichten, ja - aber ob es an meinen Computer (Baujahr 2001) lag, dass es immer wieder Probleme gab?
Windows kennt weitaus weniger Schwierigkeiten auf verschiedenen Computern zu laufen. Das ist eine Tatsache.
Das einzige Kriterium ist meist der RAM (bei Vista extrem: Vista
schluckt RAM als könnte man RAM an der Bude kaufen; aber das ist nicht
so bei jedem Computer vor 2004).
Wenn es darum geht, zu
entscheiden, was das Betriebssystem aus wenig computereigenem
Arbeitsspeicher beansprucht siegt Windows XP - es ist ein wichtiger Umstand, wie das
Betriebssystem mit dem Arbeitsspeicher umgeht, und da schluckt Linux in
der Regel erst mal doppelt so viel, wie von Windows geschluckt wird.
Wenn Linux dabei zumindest einige Besonderheiten aufweisen würde, die einen Mehrwert darstellen würden... - was Linux aber nicht wirklich anbietet. Open Source auf der Ebene des Betriebssystems, schön und gut. Aber es gibt eben beim Betriebssystem Linux eine Menge an Unzulänglichkeiten (nur als Beispiel: was die Unübersichtlichkeit und mangelhafte Handhabung der Packetmanager betrifft; inklusive der Unterscheidung inkompatibler aber angewählter Teile, was eben nicht immer bei jeder Distribution ausgefiltert wird. Es wird manchmal angezeigt, und das weckt kein Vertrauen, wenn dann trotzdem das ganze System plötzlich hängt. Und man so aus Versehen sein Betriebssystem zerschiesst! Weil man zwei nicht kompatible Programme installiert hat ohne darum wissen zu können: das Programm zeigte nicht an). Kurzum, es scheint durch, dass LINUX keine Massenware sein will, keine sein kann, und auch nicht ist. Es ist wie ein Konsole, allein zum browsen.
Linux
ist modular aufgebaut, das heisst, zum eigentlichen Grundsystem, also
dem
Kernel und den Hardwaretreibern, kommen verschiedene
Erweiterungen, und
schaffen so einen Desktop mit Dateimanager, diversen
Einstellprogrammen für das System usw., und das alles mit
grafisch steuerbarer Benutzeroberfläche oder Bedienoberfläche - das Programm, das
für
die grafische Anzeige (nicht die Bedienoberfläche) verantwortlich ist,
findet sich bei allen
Distributionen und nennt sich "x Windows". Abgesehen von diesem
Programm lassen sich die einzelnen Programme
mit ihren spezifischen Aufgaben, selbst der Desktop in seiner
Darstellungsweise und Menüpunkten, wie Module
in der Regel austauschen. Zumindest heisst es so.
Wie
bereits erwähnt: Theoretisch, aber praktisch ist Linux nicht
immer so einfach und
reibungslos. Und es kann gut sein, dass man zuerst aufgrund seiner
speziellen Hardware nach einer passenden Distribution suchen muss, also
verschiedene Distributionen ausprobieren und testen. Also neu
installieren.
Verschiedene Zusammensetzungen werden als Distributionen bezeichnet. Je nach dem, ob eine Zusammenstellung (Distribution) aktuell noch gepflegt wird, wie zB Ubuntu, Fedora, OpenSuse, Mandriva, Debian, entstehen in regelmässigen Halbjahres- bis Jahreschritten Neuerscheinungen, auch regelmässig eine aktualisierte Kernel-Version. Vom Augenschein und Hörensagen her, kann man einiges von Linux erwarten. Es ist die grosse Hoffnung für jemanden, der aus irgendeinem Grunde Windows nicht gut genug findet und etwas anderes, neues für sich ausprobieren möchte.
Linux als Betriebs-System ist offensichtlich nicht an der breiten Öffentlichkeit interessiert, und an seiner eigenen Akzeptanz dort. Davon zeugt die Art, wie Linux für Realitäten sorgt.
Der Hauptgrund wird darin liegen, dass man vieles am System erst mal einstellen muss, um mit Linux überhaupt passabel und flexibel arbeiten zu können. Denn viele Dinge funktionieren nicht auf Anhieb.
Viele,
die Linux ausprobiert haben,
stöhnen, dass man sich einarbeiten und Kenntnisse erarbeiten
muss, dann aber alles reibungslos klappen müsste, weil man
sich
eben auskennt. Ich
dachte das selbst auch.
Ich machte erste Erfahrungen, die zunächst
auch recht neugierig machten auf Weiteres. Ein gewisser Reiz des
Neuen, und des
Open Source Prinzips wurden bei mir erzeugt.
Ich probierte zahlreiche Linux Distributionen auf einen Rechner von 1998 und auf einen von 2001 aus (beinahe alles an Distributionen, was ich finden konnte!!!!). Und ich kann übrigens insgesamt behaupten, dass ich mehr Linux Distributionen also Linux Systeme neu installiert habe, wie ich jemals in meinem Leben vermutlich Windows Systeme neu installieren muss. Wenn ich mir überlege, dass eine Windows Installation, einmal angepasst, und mit den nötigsten Programmen, zwei Jahre hält.
Ältere Distributionen, die nicht mehr gepflegt werden, aber
dessen
Entstehungszeiten (vor allem dessen Kernelversion) näher an dem
Bauhjahr meines Computers lagen, fielen ebenso wie neue Distributionen
durch eine im Vergleich zu Windows XP viel langsamere Systemleistung
auf. Ich weiss nicht wie die Systemleistung auf älteren Rechnern bei
Windows Vista aussieht, allenfalls gilt Vista als
ressourcenhungrig. Ich weiss auch nicht, ob 1.700 Mhz einen grossen
Unterschied zB zu 3.500 Mhz bedeuten - hinsichtlich der Bewertung der
jeweiligen Systemleistung ist es meiner Meinung nach allgemein so bei
Linux und fällt nur nicht bei schnellen Rechnern so auf.
Deaktivierte Programme im Autostart von Linux konnten diesen Eindruck
überhaupt nicht ändern.
Nach einer sehr intensiven
Einarbeitungszeit in die neueren Distributionen, die durchaus spürbar
mehr Komfort bieten als die älteren Distributionen, änderte sich für
mich wenig daran, dass das System langsam blieb und ich immer noch
viele Umwege bei Linux
vorfand, die zu gehen waren.
Andere Gründe kamen hinzu, und ich fand letzten Endes, mit den
Schwächen von Windows XP konnte ich besser leben.
Aus überwiegend freiwilligen und selbst gewählten Stücken
führt Linux ein
Mauerblümchendasein.
Allerdings wird oft und eindeutig der Eindruck
erweckt, als wolle Linux sich verbreiten
unter allen
Nutzern.
Letztlich will auch Linux Erfolg haben.
Im Wikipedia Artikel über die Einsatzbereiche von Linux wird beispielsweise folgender Sachverhalt beschrieben: "Um die Entwicklung und auch die Verbreitung von Linux auf dem Desktop voran zu bringen, hat sich in der Linux Foundation die The Desktop Linux Working Group gebildet, die alle Kräfte bündeln und koordinieren soll, die sich mit der Thematik beschäftigen."
Als überflüssig zu bewerten
ist der Versuch, vom Namen her Linux zu Gnu/Linux
zu machen,
oder darauf zu bestehen, es müsse Unix/Linux
heissen - während
kaum jemand auf die Idee käme, Windows als Microsoft Windows
zu
bezeichnen.
Derartige Behelligungen, die man von Zeit zu Zeit hört,
zeugen durchaus von der Ideologielastigkeit bei Linux. Auf einer
anderen Seite
sorgt die Ideologie, als Festhalteprinzip, auch dafür, dass Kritik an
Linux an die Autoimmunität der eingefleischten Linux-Gemeinde stößt.
Linux sei das Beste und keiner kann das ändern. Nun ja, soweit es meine
persönlichen Urteile angeht, kann ich das nicht bestätigen, und Linux ist für mich das Schlechteste, wenn ich die Wahl habe.
Zwar stürzt Linux
nicht unbedingt ab, doch die mangelnde Stabilität macht sich anders
bemerkbar.
Letztlich
mag da, wo Windows abstürzt, und eine sogenannte
"Bluescreen" zeigt, sich Linux gar nicht
mehr booten lassen, oder ein Desktop kann nicht gestartet
werden. Mir ist eine Blue Screen im Leben vielleicht bei Windows 98
passiert, aber doch nicht bei XP (vielleicht einmal in fünf
Jahren).
Man meint, Linux sei stabiler - das entspricht nicht meiner Ansicht, und ich meine, dass Linux auf andere Weise instabil ist (im Vergleich mit Windows). Dazu braucht es nur den Blick auf das, was in Foren oder sonstigen Plätzen über Linux geredet wird.
Windows XP ist mir übrigens nicht gerade aufgefallen als anfällig für Systemabstürze. Wenn es mal vorkommt, lässt es sich neu starten und meist ist es dann in Ordnung. Bei Linux hatte ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass ein Systemabsturz vorkommt, und manchmal kommt ein Problem zustande, dass durch Neustarten dann nicht behoben werden konnte.
Man liest und hört zum Prinzip Open Source und Linux:
Dass Entwickler Einblick in sämtliche
Quellcodes haben, und dadurch sehr einfach neue Funktionen integrieren
können
bzw. Programmierfehler
schnell finden und eliminieren können. Dass Treiber für
neue
Adapter (SCSI Controller, Graphikkarten etc.) dadurch sehr
schnell integriert werden können.
Sinngemäß aus http://www.linux.de/linux/what_is.php.
Das ist offensichtlich nur ein Anspruch und führt vermutlich aus irgendeinem Grunde bei Linux für ein zusammengeschustertes Patchwork-Resultat; die Realität sieht so aus, dass vieles im Kern unfertig aussieht, weil für neue Probleme oder Herausforderungen bei Linux möglicherweise nur über die Zeit hinweg geflickt wurde, ein Patchworkteppich draus entstanden ist, ohne konsequentes Zusammenspiel der einzelnen Module oder Prozesse; - viele Prozesse überschreiben sich oder werden umständlich addiert im Systemganzen. Ich hätte mir gewünscht, mal etwas ganz neues bei Linux zu finden, und nicht immer nur die Weiterentwicklung an einem Strang. Alle verschiedenen Distributionen täuschen darüber hinweg, dass der Kernel immer derselbe ist!
Warum sollte es in bisher mehr als zehn Jahren Entwicklungsarbeit immer noch nicht möglich sein, einen passablen und annehmbaren Desktop bei Linux zu finden, der neben Funktionalität auch Stabilität zu bieten hat? Immerhin werden fast alle halbe Jahre neue Versionen der Distributionen, und neue Versionen der Desktop-Systeme veröffentlicht, das heisst, die Entwickler arbeiten anscheinend täglich irgendwo an Linux und investieren also ihre Zeit. Lobenswert, aber es überzeugt nicht, dass die bisherigen Desktops ziemlich dürftig bleiben.
Wo ist der Desktop, bei dem man spüren könnte: da steckt Geist drin? Die bisherigen Desktops für Linux ähneln sich untereinander sehr und lassen nicht wirklich einen Geniestreich erkennen, sondern eine Art Notlösung oder nebenbei hingeworfenem Kram.
Wo ist der Desktop, der sowohl zum Ganzen von Linux passt, und auch etwas Innovation und Inspiration versprüht? Denn bisher gilt vieles als bei Windows abgekupfert. Und wo ein Desktop, der auch zum Konzept der grafischen Benutzeroberfläche passt, und der die Konsole, wenn der Anwender will, überflüssig macht? Ein Desktop der deswegen nicht besonders ressourcenhungrig ist? Da ist nichts neues oder aufregendes in den letzten Jahren gekommen, und wenn (zB KDE 4), war es unfertig, weil mit vielen Programmierfehlern verbunden.
Ein Desktop, dessen einzelne zu ihm gehörende Programme zudem ausgereift sind, und nicht wie zB der Software-Packetverwalter bei jeder Distribution irgendwo ein ziemliches Problem hat. Und zwar was den Sinn einer menügesteuerten Applikation angeht. Wenn das Menü in seiner Konzeption als unfertig aussieht - wie soll man das bewerten?
Dass Linux gegen Viren oder Würmern sicher sei - kann überhaupt nur deshalb behauptet werden, weil die meisten Hacker sich nicht auf Linux spezialisiert haben (der Härtetest steht noch aus für Linux!).
Die strengen Datei-Zugriffsrechte, dessen Handhabung den Nutzer letztendlich oft genug nerven, konnten nicht verhindern, dass schon einige Wurmattacken auf Linux gemeldet wurden!
Und diese Zugriffsrechte, die man zu den Eigenheiten von Linux zählen muss, erschweren den Umgang mit diesem System unnötig. Neben den sonstigen Umständlichkeiten der Administration.
Ich
freue mich freilich, dass in vielen Ländern die Behörden auf
Linux umsteigen. Für normale Datenbankdienste und das Browsen
ist Linux durchaus geeignet. Es muss sich in der Zukunft nur
noch
zeigen, ob Linux
noch mehr bieten und viel besser werden kann, um den eigentlichen
Anspruch zu erfüllen, ein Desktopcomputer mit funktionstüchtiger und
zweckgemäßer grafischer
Benutzeroberfläche zu sein.
Und ob irgendwann der
Administrator, der besondere Kenntnisse aufweisen muss, überflüssig
gemacht wird. Denn gewöhnlich ist dies - zumindest für Unternehmen -
ein
Kostengrund, nämlich solche Administratoren, die nicht zur eigentlichen
Firma
gehören, zur Einrichtung, Aktualisierung oder
Wartung beauftragen
oder
honorieren zu müssen.
Daher hat Microsoft nicht mal unrecht, wenn sie
behaupten, Linux sei eben nicht ganz umsonst.
Es gibt genügend zu bemängelnde Dinge, die nicht auf einem
Vergleich
mit
Windows gründen. Als ich diesen Artikel beendet hatte, stiess ich bei
der Suche nach geeigneten Linkverweisen auf einen anderen Artikel
(siehe den Artikel
von F. Klemm),
der noch expliziter einige fundamentalen Sachverhalte analysierte, die
ich hier bereits angesprochen hatte.
[Anmerkung: Für bessere Lesbarkeit
des Artikels auf der Webseite muss
man evtl. im Browsermenü unter ANSICHT, ZEICHENKODIERUNG: ISO Westlich 8859-1
einstellen!!].
Es hat sich in der Zwischenzeit seit dem Schreiben des Artikels von F. Klemm bei Linux vieles verbessert (zB betreffend des Bootsektors, der früher nur auf den ersten 1024 Zylinder der Festplatte liegen durfte; oder was Eingabe/Ausgabe betrifft; die Tastaturschnittstelle).
Im wesentlichen, im Essentiellen entdeckt man noch heute die gleichen (konzeptuellen und essentiellen) Mängel.
Das Open Source Software ist freilich vorbildlich und
nimmt
eine
Vorreiterrolle ein.
Für Linux gilt das nicht. Fast alle benutzen Firefox,
aber kaum einer Linux. Firefox verbreitet sich mit 0.5% im Monat, Linux
mit 0.1%, aber nur wenn gerade gutes Wetter ist.
Nun ja, es ist ja auch nicht gerade einfach ein ganzes Betriebssystem
auszuwechseln. Daher wollen wir abwarten, ob der Trend zu Linux im Jahr
2009 anhält.
Im letzten Jahr konnte Linux nur stagnieren und pendelte in einem Bereich von 3.6% und 3.8%, nimmt man die W3c.org Statistik (schools) als Grundlage. Allerdings ist durchaus ein Trend zu Linux erkennbar, aber bei der gleichzeitigen Enttäuschung von Windows Vista hätten es doch mehr sein müssen. Eine andere W3c.org Statistik (counter) spricht nur von etwa 2% Linux Nutzern (für März 2009).
Um
es kurz zu machen: Wenn ich einen Desktop will, dann benutze ich den
Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche (abgekürzt: gui,
aus dem englischen: graphical user interface).
Siehe dazu auch den Wiki-Artikel: Grafische
Benutzeroberfläche.
Im Wesentlichen geht es bei einer gui um die Bedienbarkeit des Computers, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Diese gui hat einen guten Grund, dass sie existiert. Und sie ist verantwortlich dafür, dass überhaupt so viele mit einem Computer arbeiten können und wollen. Der Computer ist nicht einfach nur leicht bedienbar damit, sondern man kann seine Zeit effektiv einsetzen und wird sowohl optisch als auch funktional daran erinnert, dass der Computer im Grunde auch eine Freizeitapparatur ist, die dem Spielgerät nicht von Ungefähr ähnelt: Der Mensch hat ein Werkzeug in der Hand, das "spielend leicht zu handhaben ist und ihm Freude macht". Das wird von manchen vielleicht als kindisch und infantil bezeichnet, doch wenn man so will, gibt es eine vollendete Infantilität, und eine versteckte. Windows wirft man vor, eine bloße Spielekonsole zu sein, und erweitert den Vorwurf auch auf die Konzeption von Windows als Desktopcomputer.
aus: „Interface — Design neu begreifen“, Gui Bonsiepe.
Wieso hängen in Büros angenehme Bilder, oder stehen Pflanzen? Die Linux Entwickler sollten sich darüber Gedanken machen und überlegen, wo die Bilder und Pflanzen bei Linux sind (es nur nicht sprichwörtlich nehmen).
Linux ist modular aufgebaut und kann in seinen Bestandteilen verschieden zusammengestellt werden, was die verschiedenen bekannten Distributionen ausmacht.
Linux kennt damit theoretisch verschiedene Desktopoberflächen, die angeboten werden. Diese kann man sogar nachträglich installieren - theoretisch jedenfalls, wenn man den Ansprüchen glaubt, die Linux sich setzt.
Das hört sich doch gut an, weil es flexibel ist und einem die Wahl lässt. Nicht jeder Desktop verwendet unter Linux zB einen gleich grossen Arbeitsspeicher, oder hat dieselben Funktionen zu bieten.
Die Realität sieht anders aus. Zumindest nach meinen
Erfahrungen auf meinem Computer. Verschiedene gleichzeitig installierte
Desktops
können sich in die Quere kommen, obwohl man glauben gemacht bekommt,
sie wären unabhängig voneinander. Doch es gibt durchaus
Konflikte! Anscheinend greifen verschiedene Programme nach einer nicht
einfach einsehbaren und damit schwer einstellbaren Weise auf
diverse Attributprogramme eines Desktops zurück.
Man
kann von Glück reden,
wenn man gleichzeitig KDE und Gnome, oder auch nur Gnome und LXDE
verwenden kann. Installiert man weitere Systemprogramme oder Programme
für die verschiedenen Desktops, kann das Glück
aber schnell verblassen. Im Vergleich zu mehreren systemrelevanten Programmen auf Windows gibt es bei
den verschiedenen Programmen, die man auf Linux installieren kann, viel
mehr Probleme was die gegenseitige Beeinflussung angeht.
Die Internetverbindung bzw. DSL ist entgegen den Gerüchten gleich schnell bei Windows und Linux.
Wenn man den KDE
Desktop frisch ausprobiert, erhält man schon plötzliche
Fehlermeldungen. Und auch
wenn
das übrige System damit noch nicht ganz abbricht, sage ich mir doch
instinktiv bei jeder Fehler- oder Crashmeldung, dass da etwas nicht
ganz richtig ist.
Da habe ich dann den Eindruck, dass etwas "kaputt"
ist, nicht zu gebrauchen ist. Und das ist ja nicht nur die alte KDE
Version, sondern das ist auch noch bei der aktuellen Version
des KDE-Desktops zu finden (März 2009).
Manchmal muss man sich mit dem Einbinden bzw. Einhängen von Laufwerken oder Medien bei Linux auseinandersetzen (mounten), die berühmte fstab Datei editieren, oder man wird mit Zugriffsrechten bzw. Zugriffsverbote gepeinigt, die sich nicht einfach so umgehen lassen und viele Umwege erforderlich machen, zB mit der Konsole zu arbeiten und mit den sogennanten Root-Rechten.
Hat man mehr als eine Linux Distribution installiert (das geht problemlos!), kann man aber nicht immer von der einen auf die Daten der anderen zugreifen, weil auch hier wieder die Zugriffsrechte blockieren. Man wird ständig damit konfrontiert, ein beinahe paranoides Sicherheitssystem vorzufinden, das letztlich den eigenen Besitzer in seiner Arbeit und Flexibilität lähmt oder Zeit zur Behebung bzw. Einstellung veranschlagt.
Und man darf nicht vergessen, die Zugriffsrechte von Ordnern oder Dateien wieder auf den vorherigen Zustand zu setzen, weil dann Linux evtl. nicht mehr richtig booten oder funktionieren kann! Man sollte immer was zum Notieren in der Nähe haben.
Nur gewöhnungsbedürftig ist es, dass jede Distributionen zum Teil auch anders arbeitet und man sich an die Eigenheiten, wie zB Administratorrechte benutzt werden können, jeweils neu anpassen muss.
Installiert
man
nachträglich neue Hardware, ist dies nicht automatisch
eingebunden oder intergriert bzw. ansprechbar , wie es bei
Windows
meist der Fall ist, zumindest wird bei Windows angezeigt, dass neue
Hardware gefunden wurde. Und wie gesagt, hier geht es nicht um den
Vergleich zwischen Windows und Linux, sondern Windows zeigt, was
geht.
Und das Problem neuer Hardware auf
Linux zu lösen, geht ehrlich gesagt am einfachsten über eine
Neuinstallation. In Foren oder Wikis habe ich diesbezüglich keine
brauchbaren Hinweise gefunden, nachträglich Hardware
einzurichten.
Ich habe begriffen, dass es viel leichter ist, Linux zu zerschiessen, als wie Windows. Da Linux also anfällig ist, es zu zerschiessen, hätte ich Linux bei irgendeinem Update oder ähnlichem, sowieso nach einem halben Jahr vermutlich wieder neu installieren müssen. Jaja, da kommen ja regelmässig Updates für Linux, und man liest regelmässig, dass es nicht so einfach ist, von zB Ubuntu 8.10 auf 9.04 upzudaten. Eigentlich viele Beschönigungen, dass man Linux nur einmal installieren müsse und es hielte. Ein Märchen, das nicht immer einwandfrei wahr wird.
Es werden alle halbe Jahre fast neue Versionen der in Linux enthaltenen relevanten Software veröffentlicht, mit neuen Funktionen oder umgeschriebenen Code. Und was neu ist, ist dann oft noch nicht genug ausgetestet. Wäre es so, dann hätte man zum Beispiel beim KDE4 Desktop - bei einem frisch installierten System - nicht die Fehlermeldungen bei banalsten Mouseklicks.
Bist Du dabei, dann bist Du willkommen und es macht auch Spaß. Lässt Du durchblicken, dass Du was auszusetzen hast an Linux oder ein Anfänger bist und dumme Fragen stellst, könnte die ganze Sache schon sehr viel anders aussehen.
Als
Distribution wird eine Zusammenstellung von Software bezeichnet, die
zusammen mit dem Grundsystem und dem wichtigen Linux-Kernel
dann ein
Desktopsystem ausmacht.
Je
nach Distribution ergibt sich eine
verschiedene Zusammenstellung, die mehr oder weniger auf ihre einzelnen
Bestandteile abgestimmt ist. Wesentlich unterscheiden sich die
Distributionen im gewählten Desktop, und sonst nur in der Art der
installierten Programme, die zB Systemaufgaben (zB Installation von
Software) erledigen oder den Dateibrowser zur Verfügung stellen.
Auswählen können wird man meist immer zwischen dem Desktop Gnome oder KDE, wobei KDE als etwas eleganter im Aussehen, aber auch als instabiler gilt.
Zu erwähnen ist vor allem der
sogenannte Packetverwalter, der bei den verschiedenenn Linux-Varianten
unterschiedlich beschaffen sein kann.
Mit diesem Software-Verwalter lässt
sich bequem Software installieren oder deinstallieren - was man
ansonsten in der Konsole durch einzelne Befehle erledigen müsste
(manchmal ist es aber auch in der Konsole relativ einfach, zB kann man
bei Debian "apt-get install firefox" eingeben).
Apropos: Wenn man
Firefox
bei Debian installieren will, muss man auf benötigte
Packete achten, die für Firefox ebenfalls installiert sein
müssen.
Der
Packetverwalter lässt sich grob mit dem Menüpunkt "Software"
vergleichen, der bei Windows unter Systemsteuerung zu finden ist. Nur
kann man bei Linux eben auch Software über diesen Menüpunkt
installieren, und nicht nur deinstallieren. Man bekommt eine Liste der
Auswahl von für die jeweilige Distribution zur Verfügung stehenden
Software und kann sie auswählen zum Installieren. Aber nicht alles
verträgt sich mit den bereits installierten Programmen - also finden
wir auch hier wieder eine kleinere (potentielle) Unstimmigkeit.
Es gibt Software in zwei hauptsächlich anzutreffenden Formen: rpm-basierte Packete und deb-basierte Packete. Letztere finden sich bei den Debian Produkten, den Debian Derivaten und Ableitungen (also Debian, Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, aber auch Sidux).
RPM ist das Format von Open Suse, Mandriva und Fedora.
Man kann nicht deb Packete auf rpm basierten Systemen installieren und umgekehrt auch nicht.
Es gibt aber die Quellschrift (Source) der jeweiligen Software, die man installieren will, und die meistens für Linux immer erhältlich ist. Die Datei mit dem Quellcode muss man nur selbst kompilieren (es sind nur ein paar Befehle, die man in der Konsole eingeben muss und in der Regel immer gleich lauten). Das dürfte aber nur nötig sein, wenn die Software nicht im jeweiligen Packetmanager der Distribution gelistet ist. Mit dem Packetmanager zu arbeiten, ist der beqeueme aber auch sichere Weg, Software auf Linux zu installieren.
Nachdem ich meine ersten Erfahrungen gemacht habe, stellte sich Linux dar als eine Mischung aus Instabilität und mangelnder Funktionalität. So interessierte mich nur noch eine Frage: Welche Distribution ist zugleich funktionell fortgeschritten und die stabilste?
Ich habe Anfang und Frühjahr 2009 beinahe alles ausprobiert: Debian (die Versionen Sarge, Etch, Lenny und das Sidux Derivat), Ubuntu (8.10 und die Alpha Version 9.04), Xubuntu, Kubuntu, Fluxbuntu, Fedora 2008, Open Suse 11.1, Arklinux, Sam, Crunchbang, Knoppix 5.1.1, DSL-Linux, LXDE.org-Linux, Cent Os und einige andere kleinere. Und ebenso alle bekannten Desktops bei den verschiedenen Distributionen ausprobiert (ja selbst ICEWM und andere kleinere).
Mandriva kriegte ich gar nicht erst installiert, da stets eine Fehlermeldung auftauchte, bei auf der Festplatte bereits vorhandenen Partitionen, die dann von Mandriva eingehängt wurden und sich nicht aushängen liessen.
Da konnte ich
tun was ich wollte, und Mandriva wollte sich offenbar nicht
installlieren, wenn ein Laufwerk eingebunden war - selbst oder
gerade wenn es dann auch formatiert werden sollte.
Auch bei Open Suse gab es dieses Problem. Doch nach mehreren Anläufen
klappte es dann bei OpenSuse.
Meiner Erfahrung nach, halte ich Open Suse, einmal installiert, für zugleich tauglich wie stabil. Jedenfalls im Verhältnis zu den anderen Distributionen. Aber auch bei Open Suse gibt es Mängel. Daneben ist auch Debian äusserst stabil, aber es hatte für mich andere Mängel (den Komfort und Bedienung betreffend), die für mich eklatanter waren, als wie bei Open Suse.
Schlechte Bedienung ist nicht nur einfach ein Faktor des Umständlichen, sondern bei Linux zum Teil auch des Unmöglichen, wenn man etwas nicht einstellen kann. Wenn etwas in einer Weise beschaffen ist, was anscheinend nicht verändert oder behoben werden kann, aber aus diversen Gründen erwünscht ist, zu verändern und im Grunde einfach zu verändern wäre und bei Windows zB zu verändern ist. Sucht man nach Auswegen, ähnelt es einer Irrfahrt des Odysseus, bei der zahlreiche zusätzliche Aufgaben gelöst werden müssen, ohne Aussicht, dass es am Ende gelingt, nämlich das eigentliche Problem wirklich lösen zu können. Am Ende nach stundenlangen Suchen stellt sich dann heraus, es ist tatsächlich nicht möglich. Bei manchen Distributionen kann man so manche Lösungen einfacher bewirken, aber auch dort findet man gelegentlich diese Irrfahrten.
Da die Anwendung für mich im Vordergrund steht, wird auch der Desktop sehr wichtig, um Linux insgesamt zu beurteilen.
Bei
Linux hat man die Wahl, was den Desktop angeht! Aber mir blieb am Ende
nur noch Gnome oder LXDE - und LXDE ist nun wirklich sehr spartanisch.
Alle anderen
Desktops erwiesen sich meist sogar als instabil. KDE4 war instabil, und
KDE3 in der Performance etwas lahm.
Es bietet sich noch XFCE an, weil es hier mehr
Funktionalität gibt, als wie bei LXDE; aber auch XFCE lohnt
sich eigentlich
nicht, weil es nur ein paar MB Ram Unterschiede zu
Gnome oder KDE sind, und letztere sind in der Funktionalität noch ein
wenig besser als der XFCE Desktop.
Bei dem Arbeistspeicher, den XFCE verschlingt, wundert es
mich, dass man XFCE als
leichtgewichtigen Desktop ansieht.
Die kleineren Desktops wie LXDE, ICEWM usw. sind entweder in der Funktionalität dürftig (LXDE) oder in der Anwendung (ICEWM u.a.) zu gewöhnuungsbedürftig oder einfach gesagt umständlich.
Der Gnome Desktop ist jedoch stabiler als wie KDE. LXDE ist zwar leichtgewichtig (wenig RAM), aber hat wenig Funktionalität. Da stellt sich insgesamt bei den nur ausreichenden Eigenschaften der Desktops auch die Frage: Warum Linux?
Sowohl Gnome als auch KDE kann man getrost auf 512 RAM laufen
lassen, inklusive
geöffnetem Firefox und auch gleichzeitig kleinere andere Anwendungen,
und natürlich: (!) Virtualbox, auf
dem mit 192 RAM Windows XP gut läuft.
Sofern man nicht Openoffice (auf dem Host
Linux oder auf XP) benutzt, das nämlich schlappe 100MB Ram verschlingt,
kommt man mit 512 RAM inkl.
Virtualbox aus.
Die RAM Zuteilung in Virtualbox von 192MB reicht für XP, wenn man kein
sehr grosses Programm für XP öffnen muss.
Wenn
man Virtualbox nicht braucht, kommt man bei jeder Linux Distribution
mit 512 RAM auf jeden Fall
super aus, und kann theoretisch zweimal Openoffice starten.
Was ist Virtualbox?
Wer Windows Programme benötigt, dem sei Virtualbox ans Herz gelegt. VM-Ware mag eine Alternative zu Virtualbox sein, aber es heisst, dass die kommerzielle Variante von VM-Ware einzig lohnend sei, und ansonsten Virtualbox besser sei. Dass Virtualbox besser ist als die kostenlose VM-Ware, hat sich mir so auch im Vergleich bestätigt.
Virtualbox ist eine Lösung, um auf Linux solche Programme ausführen zu können, die spezifisch nur auf Windows ausgerichtet sind. Allerdings ist die Performance natürlich etwas schlechter als bei einer realen Installation des Betriebssystems, das auf Virtualbox laufen soll. Hier sollte man sich am besten selbst einen Eindruck machen, ob man damit leben kann.
Man kann mit Virtualbox einen virtuellen PC starten. Man gaukelt dem auf diesem virtuellen PC installierbaren Betriebssystem vor, dass es ein eigenes Universum sei. Um das zu erreichen, stellt Virtualbox dem virtuellen PC ein Laufwerk (das praktisch unbegrenzt Gigabytegrösse haben kann, sofern man so viel Festplatten-Platz zur Verfügung hat), das in real auf Linux in Form einer Datei existiert. Es funktioniert im Prinzip einwandfrei, und man kann XP (natürlich auch Vista) starten und anwenden, ohne Unterschiede in der Grafik vorzufinden im Vergleich mit einer normalen (echten) Installation des Betriebssystems.
Das Betriebssystem auf dem virtuellen Laufwerk lässt sich mit
Virtualbox starten. Alle gespeicherten Informationen von Windows gehen
wie gewohnt
nicht verloren und werden beim nächsten Start berücksichtigt - weil das
virtuell gestartete
Betriebssystem, also zB Windows, das virtuelle Laufwerk, welches von
Virtualbox verwaltet
wird, nämlich für "echt" hält und wie eine normale Festplatte benutzt.
Und man kann dieses virtuelle Betriebssystem, das in einem eigenen
Fenster läuft, auch in den Vollbildmodus schalten und mag den Eindruck
momentweise vergessen, dass XP hier nur virtuell läuft.
Jedoch lässt sich kein Grafiktreiber installieren, man muss hier auf einen Virtualbox-Treiber zurückgreifen - was aber bei den meisten Anwendungen problemlos funktioniert. Jedoch ist die Performance nicht so geschmeidig, wie unter einem echten XP.
Virtualbox lässt sich auf jedem Linux System installieren, und man kann sogar auf Windows Virtualbox installieren um von dort aus einen virtuellen PC zu starten (und zB Linux virtuell starten und installieren).
Achtung: Man sollte nicht die OPENSOURCE Variante von Virtualbox wählen (OSE), die man zB durch die Packetverwaltung angeboten bekommt, sondern sollte bei Virtualbox die NON-OSE (also closed source) downloaden. Die muss man zwar per Hand installieren, d.h. in der Konsole, aber sie gilt als schneller.
Nicht vergessen, die sogenannten Gasterweiterungen für das Windows-System (unter dem laufendem Windows auf Virtualbox) zu installieren!
Bei mir jedenfalls, gab es bei beiden Varianten (OSE und NON-OSE) viele Probleme, und die Performance von Virtualbox war stets sehr schlecht (bei manchen Programmen innerhalb von Virtualbox führten Programmbefehle oder an sich unkomplizierte Varianten des Multitasking zum Absturz von Virtualbox).
Debian hat eine banales Problem, was Markenrecht angeht: So weigert sich Debian den Firefox als Webbrowser standardmässig auszuliefern, weil das Mozilla-LOGO (!) geschützt ist, und Debian nur OPEN SOURCE anbieten will.
An sich sieht Debian aber sehr stabil aus, und gilt auch allgemein als stabilste Variante. Wer nicht besonders viel Wert auf das orginale Firefox legt, kann bei Debian natürlich den Iceweasel benutzen, der von Firefox herrührt. Firefox auf Debian zu installieren hatte bei mir unlösbare Probleme bereitet, obwohl es als einfache Prozedur beschrieben wurde. Ich fand mit Debian einfach nicht auf Anhieb die fehlende Bibliotheksdatei.
Fedora lief nicht reibungslos und hat einen unübersichtlichen Packetverwalter. Die Kernel Erweiterung SE-Linux, die für Sicherheit sorgen soll, macht das System träge wie einen Esel, was man aber deinstallieren kann.
Kubuntu, Xubuntu oder Ubuntu waren irgendwie auch nicht immer astrein, wenn es auch auf jeden Fall stabiler als Fedora schien und als flexibler als das originäre Debian.
In jedem Fall erhält man natürlich Linux und für alle Varianten gelten gleichermaßen die Einwände, die man gegen Linux erheben kann.
Man sagt ja, Knoppix oder DSL (Damn Small Linux) sei für Anfänger empfehlenswert. Tatsächlich ist beides nur für hardwareschwache Computer empfehlenswert, richtet sich zudem aber an versierte Experten.
Wer Linux ausprobieren
möchte, muss zunächst sich
anfreunden mit zwei
Dingen: Der Packetverwalter unter Fedora ist nicht alphabetisch sortiert - wie soll man sich da zurecht finden. Jaja, man verwendet die SUCHE, wird man sagen. Aber oft will man auch einfach nur schauen oder . Sehr unausgereift - wieder einmal wird man gezwungen sich an eine Art des Umgangs anzupassen, den das System bietet und vielleicht nicht der Art entspricht, wie jedermann etwas nutzen will.
Bei Open Suse dauert das Einladen der verschiedenen Rubriken der Packetverwaltung unerträglich lange.
Überhaupt fehlt mir die Klasse bei den Desktops. Der Vergleich muss erlaubt sein: Der XP Desktop kann zwischen 100 und 250 Ram beanspruchen. Je nachdem, wie sehr man Funktionen erweitert hat. Der Gnome Desktop, der vergleichbar ist, nimmt im Minimalfall schon 200 MB Ram ein, wo XP 100 MB Ram im Minimalzustand benötigt.
Dabei konnte ich auf jedem Linux Desktop nicht so einfach Verknüpfungen erstellen, bearbeiten oder löschen wie bei Windows. Das Entfernen des Papierkorbs bei Windows ist - gewusst wie - einfach. Bei Linux kann man meist noch nicht mal den Papierkorb entfernen, deshalb kann man darum auch nur wissen, dass man es nicht kann - bis man das dann weiss, hat man eine Stunde im Netz und mit google gesucht.
Und wo Windows als im Kern unsicher gilt, aber freundlich in der Anwendung, kann man Linux im Kern zwar als sicher bezeichnen, dafür aber in der Anwendung als Hürdenlauf, ja als Katastrophe.
Ich hatte bei Windows nie Probleme mit Viren bekommen, und habe nie einen Virus-Scanner benutzt.
Wenn man keine verdächtigen Programme, verdächtigen Mails (Anhänge!), und so weiter öffnet, dürfte man bei Windows doch nicht so viele Probleme bekommen, wie die regelmässigen Berichte und Hackertests suggerieren. Diese Argumente, die man von der Linux Community hört, halte ich für etwas zu dick aufgetragen. Linux soll sich mal verbreiten und dann wird man sehen, wie anfällig auch Linux möglicherweise ist.
Wenn ich bei egal welcher Linux Distribution einen zweiten Desktop installiere, etwa XFCE neben Gnome oder KDE, oder auch nur LXDE neben Gnome und so weiter, kann es passieren, dass sich beide in die Quere kommen, und dann bei Deinstallation des nachträglich hinzugefügten Desktops dann auch der ursprüngliche nicht mehr funktioniert - solche Sachen kommen vor.
Mal ging der Sound bei Open Suse nicht, dann das Netzwerk bei Ubuntu nicht... usw. - Stellschrauben waren zu drehen wie in einer altmodischen technischen Anlage.
Aus solchen Gründen installierte ich drei Wochen lang jeden Tag durchschnittlich eine neue Linux Distribution oder die alte erneut. Zu 40% habe ich sicher etwas falsch gemacht, weil ich nicht wusste wie man es richtig macht - man ist aufgefordert es also auszuprobieren. Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr zu unterscheiden, ob Linux mit den Fehler endrehte oder es gar kein Fehler meinerseits war, sondern Unzulänglichkeit von Linux.
Die
restliche Zeit der zwei Monate, die ich mit Linux verbrachte, habe ich
nur gelesen und gelesen, wie man Linux einrichtet. Genutzt und
gebraucht, also den Computer angewendet habe ich in der Zeit fast gar
nicht. Eigentlich überhaupt nicht.
Wer
Linux installieren will und das Meiste des Möglichen herausholen will,
und unbedingt Linux haben will, der braucht einen eisernen Willen, um
nicht beim geringsten Problem aufzugeben. Nach einiger Zeit lassen sich
dann einige Probleme lösen, weil man sich eingearbeitet hat.Für mich hat XP die Nase vorn und ich betone, dass ich von XP rede und nicht von Vista oder Windows 7, die ich für schlechter halte: Aussehen und Design sind für mich weniger wichtig als die Perfomance; stimmt aber die Performance, dann wird auch das Design und die Funktionalität wichtig. Da änderte das Einarbeiten und dank des eisernen Willens manche Probleme gelöst zu haben auch nichts mehr dran, dass Linux mich arg enttäuschte in fast allen, ja allen wichtigen Bereichen. Abgesehen vom Open Source Prinzip. Prinzipien allein besagen aber noch nicht alles.
Zunächst eine ganz eindeutige Aussage: Wer Linux installieren
will
und als alleiniges System nutzen will, muss mit google viel arbeiten
und dabei möglichst exakte oder auch raffinierte Suchbegriffe eingeben.
Viele Informationen bietet Linux nicht von allein, und die muss man
sich besorgen über die verschieden beispielhaften Fälle von
Forenfragen, Wikis usw.. - denn Linux ist nicht so intuitiv
zu
bedienen wie es denkbar ist (um mal nicht den Vergleich mit
Windows zu bieten; wir kennen eben nur Linux und Windows, nicht wahr?).
Wenn man selbst in Foren fragt, kann man Glück haben, mit Hilfe anderer
zu einer Lösung zu kommen oder überhaupt eine
gescheite Antwort zu erhalten. Meist aber wird man viel öfter zum Teil
gut
gemeinte, zum anderen Teil arrogante, und dabei unsinnige
Weiterleitungen zu Anfängerartikeln bekommen, wo man
aber keine Lösung für sein Problem findet.
Daher ist es wohl
effektiver, von Anfang an selbst mit google suchen zu lernen.
Linux muss man als ISO-Datei runterladen und das ISO-Abbild auf CD brennen (nicht als Datei bzw. Daten-CD). Welches ISO Abbild das sein soll, ist am Anfang immer etwas undurchsichtig. Wenn man einen 32 bit Computer hat (der Normalfall), und nicht etwa einen 64 Bit Chip, wählt man immer "x86". Hat man keinen DVD-Brenner, wählt man die LIVE-CD - diese lässt sich dann booten und starten (im Bios Menü die Bootreihenfolge so ändern, dass zuerst von CD gebootet wird!) . Man kann das jeweilige Linux System, so man will, dann erst testen, weil es nur in den Ram geladen wurde (und die Programme, die man ausführen will, von CD startet), oder einfach ein entsprechendes Symbol auf dem Desktop anklicken, das sich meist LIVE INSTALL nennt. Wirkllich testen kann man Linux aber nur, wenn man es auch installiert hat, denn zB ist die Performance natürlich langsamer, wenn man es als sogenanntes Live-system testet.
Manche Distributionen bieten das Installieren auf Festplatte auch sofort beim booten der CD an, und man muss also nicht erst das Linux System starten, um es zu installieren.
Wenn man weniger als 512 RAM hat und keinen schnellen Chip (höher als 1 GHZ), sollte man sich vielleicht an schlankere Linux Systeme wagen, wie zB Xubuntu oder auch eine Distribution mit LXDE-Desktop. Man kann übrigens grundsätzlich, jedenfalls in der Regel, jede Linux Software, also die für Linux erhältlichen Programme, auf allen Desktops und Distributionen zum Laufen bringen (allerdings muss man evtl. diese selbst kompilieren, was aber einfacher ist, als es klingt; doch natürlich wird man Probleme entdecken, und natürlich wird es ein umständlicher Weg sein).
Um Linux neben einem Windows System zu installieren, sollte man zuerst Windows installiert haben - denn Windows überschreibt rigoros den sogenannten Masterbootrecord, und man könnte nacher Linux nicht mehr booten, wenn man Windows erst nach Linux als Zweites installiert.
Es gibt zwar Möglichkeiten, den Bootsektor nachträglich zu reparieren oder zu editieren, doch ist dies generell nur für versierte Computeranwender geeignet.
Das einzige, was man braucht, ist eine freie
Partition. Denn Linux kann nur auf einer eigenständigen Partition
angelegt werden - aber es berücksichtigt anders als Windows bereits auf
der Festplatte installierte Betriebssysteme, die dann im Bootmenü (am
Anfang des Startvorgangs des PCS) zum Auswählen bereit stehen.
Eventuell muss man dann nur noch das System festlegen, welches
standardmässig und automatisch (nach Ablauf einer Zeitspanne) gebootet
werden soll.
Gewöhnlich wird es am sichersten sein, wenn man die letzte Partition
auf einer Festplatte frei macht oder neu aufteilt.
Wenn man so vorgeht, muss man unbedingt den Partitionsaufbau
manuell einstelllen (der Partitionsmanager wird von Linux vor der
Installation gestartet).
Die bestehende Windows Partition, die vermutlich eine der anfänglichen Partitionen sein wird, vorher zu defragmentieren und dann durch den Partitionsmanager von Linux zu verkleinern, das erscheint mir als Spiel mit dem Feuer. Es wird allgemein schon mal angeraten, aber manchmal spinnt eben auch der Partitionsmanager bei Linux und beendet nicht den Vorgang und die jeweilige Partition wird unbrauchbar! Die kann man natürlich in einem neuen Vorgang wieder brauchbar machen (einteilen und formatieren), aber die Daten darauf sind dann futsch. Alsoo am besten die Windows Partition unangetastet lassen, also nicht formatieren, und nur einhängen (Einhängepunkt setzen).
Man braucht eigentlich zwei Partitionen für Linux. Eine nämlich muss eine Auslagerungspartition sein, swap genannt. Die Größe dieser Partition kann man getrost auf 600 MB einrichten. Egal wieviel Ram als Arbeitsspeicher man hat. Es ist wirklich egal, denn wenn man 2 GB Ram hat, spielt die Auslagerungsdatei sowieso kaum eine Rolle. bei 256 MB Ram wird man vermutlich geradeso 400 MB als swap maximal verwenden. Die eine swap Partition wird auch von weiteren installierten Linux-Installationen verwendet - das stellt kein Problem dar, da diese Auslagerungsdatei keine dauerhaft gespeicherten Daten enthält.
Als Speicherplatz für die Linux Installation sollte man als Minimum 3 GB zur Verfügung haben. Absolutes Minimum sind 2.5 GB. Das war der grösste verbrauchte Speicherplatz einer Linux Distribution, die ich installiert hatte. Wenn man eine grosse Festplatte hat, sollte man aber nicht geizen. Mit 10, noch besser 20GB ist man sehr gut dabei. Man kann auch bequem weitere Linux Distributionen installieren, muss dafür nur jeweils eine weitere Partition erstellen. Gewöhnlich kann man ohne Probleme vier Partitionen auf einer Festplatte erstellen - will man mehr, muss man die vierte Partition mit dem gesamten noch verfügbaren Speicher der Festplatte als erweiterte Partition erstellen (logisches Laufwerk) und kann dann beliebig viele weitere Partitionen innerhalb dieser Erweiterung erstellen. Die Bedienung des Linux Partitionsmanager ist einfach, aber natürlich sollte man wissen was man da tut, damit man nicht aus Versehen eine wichtige Partition mit Daten verliert. Wer auf Nummer Sicher gehen will, brennt vorher einfach alle wichtigen Downloads, Programme oder Daten auf CD, was man ja sowieso von Zeit zu Zeit tun sollte. Hat man die Partition für die Installation gewählt, muss man noch das Wurzelverzeichnis für diese einhängen bzw. den "mountpoint" setzen (root, als Schrägstrich / gekennzeichnet).
Hat man keine freie Partition und will aber Linux als alternatives System nicht missen, würde ich einfach die wichtigsten Daten sichern und Windows komplett neu installieren mit passendem Partitionsaufbau der Festplatte und evtl. Rücksicht auf zusäztlich nötige Partitionen. Wer braucht schon zwei 80 GB grosse Partitionen, wenn er 160 GB zur Verfügung hat... - da kann man getrost mehrere kleinere hinten anhängen.
Auch das komplette Neuinstallieren von Windows
kann nicht schaden - denn Windows ist
bekannt für die Schwäche, bei vielen
installierten Programmen die Altreste nicht immer ganz runter zu
kriegen, selbst wenn man alles ordnungsgemäß deinstalliert hat. Mit den
Jahren sammelt sich da etwas an.
Dieses Problem hat man bei Linux nicht, dafür aber andere Probleme...
Jedenfalls hat ein frisches Windows System auch den Reiz eines Neuanfangs, und ich vergleiche es gerne mit einem Frühahrsputz. Aber die Maxime, es etwa alle drei Jahre neu zu installieren, ist völlig genügend.
Sicher gibt es auch Vorteile für Linux, doch solange die Nachteile meines Erachtens so gewichtig sind, gehen diese Vorteile einfach unter. Zu nennen wäre zB: der Sicherheitsaspekt (Linux ist unfreundlich in der Bedienung aber dafür nun mal sehr sicher), und dass es durchaus sehr viel Software gibt für Linux. Linux ist kostenlos. Andere Vorteile sind für den Serverbetrieb relevanter.
Dass man Linux aber flexibel für sich einrichten kann, ist ein Märchen. Denn selbst der Desktop bei Linux hat zum Teil Symbole (nicht nur den Papierkorb), die man einfach nicht vom Desktop runter kriegt.
Nachdem Linux neben dem zuerst installierten Windows installiert wurde, stellt sich die Frage, welches Betriebssystem standardmässig gebootet werden soll (default).
Das wird bei Linux durch die menu.lst Datei geregelt. Man muss sich mit den root-Rechten, sprich sudo, beschäftigen, um zu wissen, wie man die menu.lst Datei verändert! Jede Linux Distribution hat einen eventuell anderen Editor; bei Gnome-basierten Distributionen kann man in der Konsole
sudo nano /boot/grub/menu.lst
eingeben und die Änderungen mit ALT+X speichern (oder war es STRG+X?).
Nachdem man die Änderungen vorgenommen hat und die menu.lst Datei gespeichert hat, muss man "update-grub" in der Konsole eingeben, um den Bootsektor der Festplatte zu aktualisieren.
Hier eine beispielhafte menu.lst Datei (so wie es bei mir aussieht). Man erkennt an solchen Dateien, dass Linux praktisch sehr auf die Skripte bezogen ist, dessen Konfiguration man in den meisten Fällen selbst vornehmen muss (nicht alles läuft bei den neuesten Linux Distributionen automatisiert oder mit Hilfe von grafischen Benutzeroberflächen, und man wird also noch solche Dateien in der Regel bearbeiten müssen).
Mit # oder ## vorangestellte Zeilen sind Kommentare, sollten aber in der jeweiligen menu.lst Datei nicht verändert werden:
# menu.lst - See: grub(8), info grub, update-grub(8)
# grub-install(8), grub-floppy(8),
# grub-md5-crypt, /usr/share/doc/grub
# and /usr/share/doc/grub-doc/.
## default num
default 5
## timeout sec
timeout 3
## hiddenmenu
# Hides the menu by default (press ESC to see the menu)
#hiddenmenu
# Pretty colours
#color cyan/blue white/blue
#
# examples
#
# title Windows 95/98/NT/2000
# root (hd0,0)
# makeactive
# chainloader +1
#
# title Linux
# root (hd0,1)
# kernel /vmlinuz root=/dev/hda2 ro
#
#
# Put static boot stanzas before and/or after AUTOMAGIC KERNEL LIST
### BEGIN AUTOMAGIC KERNELS LIST
## lines between the AUTOMAGIC KERNELS LIST markers will be
## modified by the debian update-grub
## script except for the default options below
## DO NOT UNCOMMENT THEM, Just edit them to your needs
## ## Start Default Options ##
## default kernel options
## default kernel options for automagic boot options
## If you want special options for specific kernels use kopt_x_y_z
## where x.y.z is kernel version. Minor versions can be omitted.
## e.g. kopt=root=/dev/hda1 ro
## kopt_2_6_8=root=/dev/hdc1 ro
## kopt_2_6_8_2_686=root=/dev/hdc2 ro
# kopt=root=UUID=c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127 ro
## default grub root device
## e.g. groot=(hd0,0)
# groot=c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
## should update-grub create alternative automagic boot options
## e.g. alternative=true
## alternative=false
# alternative=true
## should update-grub lock alternative automagic boot options
## e.g. lockalternative=true
## lockalternative=false
# lockalternative=false
## additional options to use with the default boot option,
## but not with the alternatives
## e.g. defoptions=vga=791 resume=/dev/hda5
# defoptions=quiet splash
## should update-grub lock old automagic boot options
## e.g. lockold=false
## lockold=true
# lockold=false
## Xen hypervisor options to use with the default Xen boot option
# xenhopt=
## Xen Linux kernel options to use with the default Xen boot option
# xenkopt=console=tty0
## altoption boot targets option
## multiple altoptions lines are allowed
## e.g. altoptions=(extra menu suffix) extra boot options
## altoptions=(recovery) single
# altoptions=(recovery mode) single
## controls how many kernels should be put into the menu.lst
## only counts the first occurence of a kernel, not the
## alternative kernel options
## e.g. howmany=all
## howmany=7
# howmany=all
## should update-grub create memtest86 boot option
## e.g. memtest86=true
## memtest86=false
# memtest86=true
## should update-grub adjust the value of the default booted system
## can be true or false
# updatedefaultentry=false
## should update-grub add savedefault to the default options
## can be true or false
# savedefault=false
## ## End Default Options ##
title Ubuntu 8.10, kernel 2.6.27-7-generic
uuid c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
kernel /boot/vmlinuz-2.6.27-7-generic root=UUID...
initrd /boot/initrd.img-2.6.27-7-generic
quiet
title Ubuntu 8.10, kernel 2.6.27-7-generic (recovery mode)
uuid c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
kernel /boot/vmlinuz-2.6.27-7-generic root=UUID=c28a02.. ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.27-7-generic
title Ubuntu 8.10, memtest86+
uuid c163d340-b598-40b7-9615-428a02e26127
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet
### END DEBIAN AUTOMAGIC KERNELS LIST
# This is a divider, added to separate the menu items below
# from the Debian ones.
title Other operating systems:
root
# This entry automatically added by the Debian installer
# for a non-linux OS on /dev/sda1
title Windows NT/2000/XP (loader)
root (hd0,0)
savedefault
makeactive
chainloader +1
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sda6.
title openSUSE 11.1 - 2.6.27.19-3.2 (on /dev/sda6)
root (hd1,0)
kernel /vmlinuz-2.6.27.19-3.2-default root=/dev/disk/by-id/ata-IC35L0...
initrd /initrd-2.6.27.19-3.2-default
savedefault
boot
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sda6.
title Failsafe -- openSUSE 11.1 - 2.6.27.19-3.2 (on /dev/sda6)
root (hd1,0)
kernel /vmlinuz-2.6.27.19-3.2-default root=/dev/disk/by-id/ata-IC35L04..
initrd /initrd-2.6.27.19-3.2-default
savedefault
boot
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sdb3.
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.26-1-686 (on /dev/sdb3)
root (hd1,2)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.26-1-686 root=/dev/hdc3 ro quiet
initrd /boot/initrd.img-2.6.26-1-686
savedefault
boot
# This entry automatically added by the Debian installer for an existing
# linux installation on /dev/sdb3.
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.26-1-686
root (hd1,2)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.26-1-686 root=/dev/hdc3 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.26-1-686
savedefault
boot
Wichtige Einträge habe ich farblich gekennzeichnet. Um nun den Standard einzustellen, der ja von Linux eventuell auf Linux vorein gestellt sein könnte, zählt man zunächst ab, an welcher Position das Windows System auftaucht. Man zählt von 0 (die Zählung beginnt bei 0 und nicht bei 1), und das tut man, indem man die Zählung jeweils auf die Variable "title" bezieht. Jedes "title" bedeutet also einen möglichen Eintrag für den default Wert (erster rot gekennzeichneter Eintrag, siehe oben). Das bedeutet hier, dass ich Windows nicht etwa mit der Zahl 4 einstelle, damit würde ich nur einen nicht bootbaren Eintrag auswählen: "Other operating Systems", sondern mit der Zahl 5 als standard setze.
Die Zeit, nachdem das Standardbetriebssystem automatisch gebootet wird, wird mit "timeout" festgelegt. 3 entspricht 3 Sekunden. Achte darauf, dass Du genug Zeit hast, evtl. das Bootsystem zu wählen.
Die Not, die fstab-Datei zu bearbeiten, wird man einsehen, sobald irgendein Laufwerk (Floppy, CD-ROM) bei Linux nicht angezeigt wird.
Beispielhafter Inhalt der /etc/fstab - Datei:
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/hdc3 / ext3 errors=remount-ro 0 1
/dev/hda3 none swap sw 0 0
/dev/hdd /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0
/dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0
Alles weitere zu den einzelnen enthaltenen Zeichen und Angaben muss man sich mit google zusammensuchen. Die Festplatten werden bei Linux zB mit hda bezeichnet und hdb würde normalerweise die zweite Festplatte bezeichnen. Warum bei mir ie zweite (IDE-) Festplatte aber stets als hdc bezeichnet wird, ist mir ein Rätsel. In der menu.lst im Verzeichnis /boot/grub werden die Festplatten übrigens etwas anders bezeichnet (die erste Partition der ersten Platte zB als hd0,0). Innerhalb des Linux Systems ansonsten als hda1.
Um ein Floppy Laufwerk einzubinden ist es nötig, dass ein entsprechendes Verzeichnis existiert, hier wäre das /media/floppy0 - auch diese Notwendigkeit eine Linux Eigenheit.
Wer da noch behauptet, das Windows System mit den Laufwerksbuchstaben (C, D, E) sei irgendwo dumm, muss sich fragen lassen, warum Linux denn ebenso kompliziert sein muss, wenn es auch wie bei Windows vergleichsweise einfach geht?
Und ob sich ein Laufwerk hda0 oder hdbc nennt, ist im Grunde dasselbe als wenn es sich um a, b, c handelt - es wäre letztlich ebenso willkürlich wie die Bezeichnung h0,0 oder mittels eines einfachen Buchstaben, wo der Reihe nach nur die eingebundenen Datenträger bezeichnet werden - und bei Linux kommen noch komplizierte Eigenschaften hinzu, die die Übersichtlichkeit nicht gerade stärken. Auch ist bei Linux nicht immer das automatische Einbindung von Laufwerken reibungslos, nämlich dann nicht, wenn in der /etc/fstab Datei kein entsprechender Eintrag vorliegt! Unter Umständen wird man eine nachträglich neu erstellte Partition so nicht einbinden können.
Bei Windows werden kompatible Datenträger, zum Beispiel mit NTFS formatierte Partitionen automatisch eingebunden und es ist kein Handgriff erforderlich - und dabei gilt festzuhalten, dass die Systemprogramme, die Windows XP so sehr im Fluss halten und im Arbeitsspeicher liegen, nur halb so viel RAM Arbeitsspeicher beschlagnahmen, wie bei Linux der fette Gnome oder KDE Desktop, der viele Funktionen noch dazu nicht einmal anspruchsvoll oder reibungslos umsetzt!
Zwar hat die /etc/fstab Datei eine gewisse Klarheit und Konsequenz, aber nur vom Augenschein. Denn es gibt so gut wie keine brauchbare Erklärung des Umgangs mit den möglichen Parametern. Und wenn man dann im Internet sucht, in Foren oder Linux-Wikis, entdeckt man abweichende Angaben, auch in Bezug zu elementaren Einbindungsoptionen, und man wird stets sich genötigt sehen, etwas auszuprobieren und am Ende ist das System zerschossen, lässt sich zB nicht mehr booten und rate mal, wer der Dumme ist. Der Nutzer.
Die verschiedenen Hilfeseiten und Dokumentationen bei Linux, erinnern mich nicht an (erste) Hilfe oder überhaupt etwas sinnvolles, sondern daran, wie ich eine Zeit lang ab und zu in Gesetzestextes des Staates schauen musste und meist am Ende dann eh zu allgemeinen Informationen greifen musste, also im Internet suchen musste, um dort zu schauen, wie es normale Nutzer handzuhaben scheinen.
Weitere Infos zur /etc/fstab bei Wiki.
/dev/scd0 /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto,utf8 0 0
Eine weitere Möglichkeit in der fstab-Datei, wie ein CD-Rom
Laufwerk eingebunden wird. Man sieht, dass für das CD-Rom
Laufwerk
offensichtlich verschiedene Bezeichnungen möglich sind: /dev/scd0
ebenso wie /dev/hdd, je nach Distribution anscheinend. Hieran sieht man
dann auch wieder, wie inkonsequent Linux aufgebaut ist, da es
mehrere Befehle bzw. Anweisungen gibt, die für eine Sache
gelten sollen.
Der Kenner könnte meinen, das sei mit diesem Beispiel spitzfindig, aber
er sollte wissen, dass es bei Linux durchaus die Regel ist, wie mehrere
Programme, Verzeichnisse, Regeln und Skripte für eine Sache definiert
sind (und nur durch die verliehene Priorität "das in die Quere kommen"
vermieden wird). Warum mich das bei Windows nicht stört? Da es bei
Windows keine Probleme verursacht, und es bei Linux in Folge der
Unübersichtlichkeit dort oft dazu kommt, an der falschen Stelle
anzusetzen, abgesehen davon, dass es meist direkte Probleme
gibt, wenn ein Prozess mit einem anderen in die Quere kommt.
Gewöhnlich werden zwar bei den aktuellen Distributionen die
verschiedenen Laufwerke, automatisch eingebunden.
So auch das CD-Rom Laufwerk. Meist aber müssen diese Laufwerke bereits
bei der Grundinstallation von Linux schon vorhanden sein! Ergänzt man
Linux mit neuer Hardware (zB eine Grafikkarte), soll es dieses Problem
allerdings nicht geben und diese würde sofort beim Booten erkannt.
Ausprobiert habe ich das nicht und glaube es auch erst, wenn ich es
sehe, nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Linux. Zumindest bei der
Soundkarte, die ich nachträglich austauschte, ging das nicht!
Auch
gab es bei mir betreffend des Floppylaufwerkes immer wieder
Probleme. Unter Windows, das auch in diesem Bezug zeigt, was geht, gab
es die einfache Möglichkeit, ein bestimmtes Systemprogramm aufzurufen,
um ein Gerät anzubinden und Treiber zu installieren. Bei Linux habe ich
ein solches einfach nicht gefunden und wie man es dann hinkriegt, habe
ich auch im Netz nicht gefunden, sondern bin nur auf ungelöste
Fragestellungen (in den Foren) gestossen.
Man kann die /etc/fstab Datei mit einem Texteditor aus dem Dateimanager öffnen und speichern. Na klar, das geht. Man muss vorher nur den Besitzer in der Konsole ändern, also sich selbst zum Besitzer machen. Damit hat man die Rechte, diese Datei zu ersetzen (was beim Speichern ja geschieht). Danach ändert man die Besitzerrechte wieder um, und zwar in "root". Eingefleischte Linuxer werden das als chaotisches Betragen kritisieren, und womöglich zum Editor vi oder vim raten (bei diesem Editor fragt man sich: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?) - ich habe es einfach und gelinde gesagt eine lange Zeit nur noch so gemacht, wie ich es beschrieben habe. Weil es anders nämlich nicht so einfach ging. Allein vom Zeitaufwand her gesehen. Gedit lässt sich bei Gnome gar nicht erst aufrufen aus der Konsole, obwohl als Feature gegeben - also ein weiterer Fehler im Linux System.
Wenn man sich einmal auskennt, wird es einem immer gelingen, solche noch relativ einfachen Probleme zu lösen. Die Lösungen sind aber mit Aufwand und Fummeln verbunden.