Tips und Tricks zum KompoZer

Dieser html-Editor zum kostenlosen download, versteht die gebräuchlichsten html-Skripte und CSS-Anweisungen (Level 2.1)  und kann sie dem Standard gemäß weitgehend einwandfrei darstellen, was bemerkenswert ist im Vergleich mit anderen html-Editoren.

Nur mit Frames hat er seine Probleme. Hier muss man dann einen normalen Texteditor wie notepad wählen - aber die einzelnen target-Ziele kann man natürlich mit dem KompoZer bearbeiten, da in diese einzelnen Seiten ja keine Frames geladen werden, sondern sie nur Bestandteile der Frames sind. Die eigentliche Seite, die die frames lädt, besteht meist bloß aus ein paar Zeilen Quellcode.

Der KompoZer ist wie für CSS geschaffen und erweist sich als sehr praktisch, um ein Layout bequem und rasch zu entwerfen und auszugestalten.

Funktionen

Schau mal in die unterste Statuszeile der WYSIWYG-Ansicht (normale Ansicht), da steht zB <body> und es tauchen eventuell andere tags in dieser schmalen Zeile auf, je nach Struktur des Dokuments und wo Du Dich im Dokument befindest (gemäß der letzten Mausaktivierung eines Bereiches).

Statuszeile für CSS-inline-styling

Diese Zeile zeigt den Ort und das html-Element an, wo Du dich hierarchisch gesehen im Dokument befindest.

Klick mit der rechten Maustaste auf eines dieser tags und Du kannst Klassen oder ID´s zuweisen oder ändern, und sogar mit einem Klick diese tags direkt auszeichnen (mit dem Menü: inline-style). 

Mit dem CSS-Editor (oben rechts in der Symbolleiste CaScadeS oder F11) kannst Du Klassen oder ID's sehr einfach erstellen. 
Wenn Du nicht weisst, wie man Klassen in CSS erstellt, dann ist vielleicht mein Tutorial in html und CSS das Richtige für Dich.

Diese Möglichkeiten des bequemen Inline-Styling, und der interne CSS-Editor sind es, die den KompoZer meiner Meinung nach zum besten kostenlos erhältlichen Editor machen. Es geht schnell ohne Umwege, und ist komfortabel zu bedienen.

Die CSS-Interpretationen sind im grossen und ganzen hervorragend und das sollte man bei manchen Macken des KompoZers nicht vergessen. Andere kostenlose Editoren haben da erheblich mehr Mängel. 

Das Hauptgewicht der Arbeit der Programmierer liegt im nicht sichtbaren Untergrund. Denn der Kompozer ist überaus CSS-Kompatibel!

Allerdings vermag der KompoZer den besonderen Selektor (Pseudoklasse) :first-child und :first-letter nicht immer in der Ansicht umzusetzen, wie es bei einem standardkonformen Browser sein sollte; Firefox wird das alles jedoch berücksichtigen, was also bei diesem relativ wenig benutzten Element dann ein noch annehmbarer Umstand beim KompoZer ist wie manch anderer Mangel, den es freilich gibt (was ist schon perfekt?).

Manchmal können auch andere Problemchen entstehen, wenn man zB komplizierte Navigationsmenüs erstellt - denn diese werden nicht immer so dargestellt, wie es in einem guten Browser erscheinen wird.  Man sollte also den Firefox immer bei der Hand haben (niemals mit dem Internet Explorer als Maßstab arbeiten).

Am linken Rand des WYSIWYG-Fensters kann man die height Werte eines markierten Bereiches festlegen (in pixel) und am oberen Rand width. Es wird immer der Block gezeigt, den man mit dem Cursor angewählt hat, oder ein Blick in die unterste Status-Zeile genügt, es ist dort der letzte tag. Diese Blockelemente werden mit den Schaltern am Rand direkt ausgezeichnet. 

Man kann auch in die Ansicht "html-tags" wechseln und dort sehr leicht mittels der tags arbeiten, sie erstellen, kopieren, oder direkt formatieren usw.

Es gibt viele Wege, wie man mit dem KompoZer arbeiten kann.

Die Quelltext-Ansicht ist auch vorteilhaft für Anfänger

Natürlich kann (und sollte man) im WYSIWYG Ansichts-Modus am Fliesstext schreiben, und massgebliche Elemente des Designs gestalten - aber es lohnt sich für Anfänger, gelegentlich auch den Fliesstext nicht in der WYSIWYG-Ansicht zu editieren, sondern direkt in den Quelltext zu schreiben.
Man kann dort direkt mit <p> nebst </p> und <br> arbeiten, was das Vorstellungsvernögen unter anderem ebenso schärft wie die Einsicht in die Umsetzungsweise des Quelltextes.
 Man bekommt einen Eindruck von der grundlegenden Strukturierung des Textes mit html (html wird erst in einem zweiten Schritt mit CSS gestylt). Das Arbeiten im Quelltext schafft einem Anfänger Anschauung. Das Wissen um diese Dinge hilft schliesslich auch in der WYSIWYG Ansicht.

Der Quelltext ist ja das Instrument, um die Darstellung des Fliesstextes zu bestimmen, es liegt ein Übersetzungsschritt davor (vom Quelltext zur WYSIWYG-Ansicht bzw. zum Browser). 

Hat man dann einige Erfahrungen, kann man die nützlichen Funktionen des Editors, die in der Regel in der Vereinfachung der Arbeit bestehen, viel besser vollstens auskosten. 

Cursor und Textstile

Wenn Du mit viel dem Cursor arbeitest (also den Pfeiltasten), wirst Du schnell merken, dass der KompoZer den Textstil (zB fett, kursiv, Farbe usw.) benutzt, von dem der Cursor gewissermaßen her kommt. Wenn man also ein Wort in fett gedruckt hat, kann man weiter diesen Textstil benutzen, wenn der Cursor vom betreffenden Textstil und Wort nach rechts weiter gerückt wird (mit der Pfeiltaste oder Space usw.) - das wäre das normale Vorgehen. 
Er schreibt dann den Text mit dem betreffenden Textstil weiter. 

Man unterbricht das am einfachsten, indem man einfach von links mit dem Cursor zu der Stelle kommt (ebenso mit der Pfeiltaste oder auch mit Backspace), um an der betreffenden Stelle weiter zu schreiben. 
Das geht natürlich alles nur, wenn man nachträglich eine 
Textstelle editiert.

Mit gleichzeitig gedrückten Shift + Strg + Y kann man einen Textstil eines markierten Bereiches entfernen (der Text bleibt erhalten), und mit Shift + Strg + K kann man einen vormals erstellten Hyper-Link entfernen (auch hier bleibt der Text erhalten).

CSS-Stile oder (zum Teil veraltete) Html-Stile

Übrigens kann man unter Extras/Einstellungen bei "Cascading Style Sheets Bearbeitung" das Häkchen entfernen, um statt das lange <span style="font style: italic;"> für kursiven Text, das kurze <i>  zu benutzen, ebenso wie bei fetter Schrift <b>, oder für unterstrichenen Text <u>; - obwohl <i>, <b> und <u> vom standardsetzenden Konsortium W3C.org bereits als missbilligt eingestuft wird. Solange man aber den <doctype> auf die Variante 4.01 gesetzt hat, wird die Seite auch in weiter Zukunft noch richtig angezeigt werden! Die neuen Standards gelten nur für die neuen html-Varianten (zB html 5).

Falls man diese Einstellung für kursiv, fett und unterstrichen verwenden möchte - um das längere <span style="font-weight: bold;"> auf diese Weise zu vermeiden -, muss man daran denken, dass mit dieser Einstellung unter Extras die Änderung der Schriftfarbe  - die man mittels der Menüpunkte oben links direkt neben den Symbolen für A A B I U vornimmt-  das missbilligte html-Element "<font color="#43edef">" hervorbringen würde (weil vom KompoZer auf dieser Ebene der Menügestaltung auf CSS verzichtet wird)! 

Dieses missbilligte html-Element ist doch schon mehr aus der Gewöhnung geraten. Aber <u>, <i> oder <b> sind noch durchaus vertretbar, wie ich meine - und werden sicher öfter verwendet, als wie man die Schriftfarbe ändert, weswegen ich diesen kleinen Tip einfach mal hier anführe.

Der CSS-Editor

Mit wenigen Klicks kann man Regeln für das Stylesheet erstellen oder interne stylesheets zu externen Dateien auslagern. Und auch mehrere stylesheets, die zu einer Webseite gehören bearbeiten.

CSS-Editor Schaltflächen

In dem rot eingekreisten Feld (obiger Bildausschnitt) finden sich die wichtigsten Funktionen, um Selektoren zu erstellen, zu bearbeiten oder zu löschen.
Mit den Pfeilen nach oben und unten (im rechten Teil des Balkens) kann man die Reihenfolge der Regeln festlegen, was manchmal wichtig ist. Denn bei CSS handelt es sich auch um Hierarchien, die durch die Reihenfolge der Regeln festgelegt werden können - was manchmal aus unterschiedlichsten Gründen nötig wird.

Zusammen mit der Schaltfläche Allgemein oder den anderen Schaltflächen wie Text oder Box kann man  sein Stylesheet und damit die Webseite in allen Einzelheiten komfortabel und bequem gestalten.

Externe und interne Stylesheets

Ein einfacher Klick und man hat ein externes Stylesheet.

Hat man allerdings einmal ein externes Stylesheet, kann man es leider nicht ebenso mit einem einfachen Klick wieder zu einem internen machen, wie man ein internes zu einem externen auslagern kann. 

Da hilft dann nur der notepad Editor, den man ja schnell aufrufen kann. Und zB dort das Stylesheet in den Zwischenspeicher kopiert, um dann im KompoZer das stylesheet von Hand im Quelltext wieder anzulegen.
Eigentlich benötigt man diese Möglichkeit auch nur in seltensten Fällen, etwa wenn man es sich anders überlegt hat.

Falls man ein stylesheet für mehrere Webseiten verwendet, ist es möglich, dieses stylesheet durch den Kompozer jederzeit bequem zu ändern, indem man es von irgendeiner Webseite aus bearbeitet.
Man sollte aber bedenken, dass man unter Umständen einige Änderungen vornimmt, und ihre Auswirkungen nur auf der vorliegenden Seite zur Sicht bekommt, was auf den anderen Webseiten vielleicht ganz andere Auswirkungen hat. Und man muss dieses externe Stylesheet auch noch auf den Server hochladen.

Was beim Kompozer nur geht, wenn man alle "Grafiken und alle Dateien" beim Publizieren wählt - ich selbst wähle diese Funktion aber niemals. Weil es irgendwie so kommt, dass ich verschiedene Verzeichnisse für diese externen Dateien nutze (zB Grafiken), aber der Kompozer all die Dateien in den Ordner publiziert, den ich für die entsprechende Webseite auch angegeben habe. Der KompoZer behandelt die externen Dateien, die Bestandteil der Webseite sind, also relativ zu dem Pfad der Webseite.

Darauf sollte man achten, weil der Kompozer dann auch die Links auf dieses Verzeichnis umändert (relativ zum Ordner der html-Webseite, die man editiert und publiziert hat). 

Gelegentlich kann es bei Stylesheets, die man als externes Stylesheet im KompoZer bearbeitet, Probleme geben. Und zwar, wenn das externe Stylesheet durch eine absolute Webseitenadresse geladen wird (<link media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"
 href="http://www.xxx.de/data/sheet.css">
). Dann kann evtl. die Änderung, die man vorgenommen hat, nicht erhalten bleiben. Man sollte das also kurz überprüfen, ob das der Fall ist. Bei relativen Pfadangaben der stylesheets gibt es jedenfalls das (evtl.) Problem nicht.

Weitere Besonderheiten

Kommentare, die man innerhalb des CSS-stylesheets angelegt hat, werden gelöscht, sobald man den CSS-Editor zu einer Veränderung verwendet hat (und mit okay gespeichert hat).

Man sollte weiterhin im CSS-Editor die Schaltfläche "Allgemein" nur mit besonderer Achtsamkeit verwenden, um einzelne Werte oder Eigenschaften manuell zu ändern oder hinzuzufügen; - man kann es ohne Probleme, dann sollte man aber mit dem Cursor stets am unteren Ende (des Ansichtsfenster) hinter der letzten Regel angelangt sein und dort einmal die Return Taste betätigt haben, als würde man am Ende des Skripts eine leere Zeile anfügen (siehe rote Markierung in der Grafik unten) - es kann sonst passieren dass einige oder auch alle Werte der entsprechenden Regel gelöscht werden.

 Schaltfläche Allgemein

Am sichersten geht man vor, indem man die Veränderungen mittels der Schaltflächen Box, Begrenzung, Hintergrund usw. vornimmt.

Statt die Schaltfläche "Allgemein" kann man auch die Erweiterungen für den KompoZer: "html-header" benutzen, mittels dem Icon style; allerdings muss man die Seite speichern, schliessen und neu einladen, um den Effekt festzustellen.
Was vielleicht nicht für jedermann geeignet ist und mir zB etwas umständlicher erscheint. 

Also, wenn man den CSS-Editor richtig verwendet, geht einem wirklich nichts verloren. Ich mache auf diese Tücken aufmerksam, weil man sich an sie anpassen kann, und dann alles im Lot bleibt. Auch kann bei extrem komplizierten Webseiten (zB mit javascript und gleichzeitig vielen Kommentaren, wie sie für conditional comments nötig sind) beim Umschalten zwischen Quelltext-Ansicht und WYSIWYG-Ansicht der head-Bereich verloren gehen. Damit würden auch alle stylesheets verloren gehen, und man merkt es also sofort (weswegen ich, bevor ich in den Quelltext schalte, die Seite einfach sicherheitshalber abspeichern tue). Mir passierte dies regelmässig mit meiner Hauptseite.

Eine ähnliche Sache ist die, dass man einen neuen Selektor (p.Klasse) sicherheitshalber nur dann erstellt, wenn der aktuelle Cursor NICHT auf einer Regel eines anderen Selektors steht, sondern stattdessen zB auf der obersten Zeile des jeweiligen sheets (wo "internes stylesheet" steht; davor ist ein Kästchen mit einem Kreuz, um die Regeln auf- und einzuklappen). Ansonsten kann es ebenso geschehen, dass die Regeln, wo der Cursor steht, gelöscht werden, obwohl man nur einen neuen Selektor erstellt. 
Das geschah mir aber nur bei sehr langen Skripten und weitaus seltener, als wie das zuvor erwähnte Problem mit dem Löschen von Regeln im "Allgemein"-Fenster.

Man sollte beim Publizieren auch immer den Dialog "erfolgreich" überprüfen, ob der angezeigt wird. Denn bei mir ist es so, dass gelegentlich das Publizieren-Dialog überhaupt nicht angezeigt wird. Nachdem ich die Seite gespeichert habe, dann geschlossen und neu geladen, funktioniert es jedoch wieder.

Ein weiterer Umstand betrifft folgendes html-Tag: <html dir="ltr" lang="de-de">
Es kann ja sein, dass man im Quelltext diese Angaben macht, und unter Umständen wird dieses Tag zurückgesetzt auf <html>, und dir und lang gehen verloren. Damit Kompozer diese Angaben berücksichtigt, muss unter  Extras>Einstellungen>Seiteneinstellungen>Ländereinstellungen das Entsprechende eingestellt sein. 

Die Richtung "ltr" wird normal einfach im html-Tag angegeben, der Kompozer zeigt es jedoch zusätzlich zum html-tag auch im body-tag (gemeint ist <body style="direction: ltr;">); - und es nützt nichts, es wieder und wieder zu löschen, es scheint, dass, wenn im <html>-tag dir="ltr" angegeben ist, dann wird auch <body style="direction: ltr;"> gesetzt. Obwohl es so nicht gewollt ist, ist es valide, also kann man es auch so stehen lassen.

Die Editierung mittels der Schaltfläche "Listen" kann man übrigens nur auf das html-Element UL oder OL mit sichtbaren Effekt anwenden.

Erweiterungen/Add-ons

Es gibt einige nützliche Erweiterungen, Dazu gehört in erster Linie natürlich das deutsche Sprachpaket. Weiterhin ist auch der html-header nützlich, dadurch ist es nicht mehr nötig für die wichtigsten Dinge in den Quelltext zu schalten, und dort einen Eintrag zu suchen, um eine Änderung von Meta-tags  vorzunehmen. Gibt es auf einer Webseite einen Eintrag im head-Bereich, so erscheint auf einer zusätzlichen Symbolleiste ein Icon, den man anklicken kann, um den Wert und Eintrag zu ändern.

Die anderen Erweiterungen, die es gibt, richten sich nach persönlichen Gebrauchswert.

Link (von dort auch weiter zu anderen Erweiterungen): http://www.kompozer-web.de/erweiterungen.html

Automatische und teilweise Validierung

Allerdings verfügt der KompoZer auch über eine automatische Kontrolle und Neuformatierung des Quellcodes. 

Er legt auch Zeilenumbrüche innerhalb des Quelltextes stets nach seiner Art an - es lohnt also nicht, zB mit notepad eine optisch wirksame Ordnung in den Quelltext zu bringen, indem man die Zeilen in eine gewisse Anordnung bringt. Wenn man die Webseite später wieder mit dem KompoZer einlädt und speichert.

Die automatische Kontrolle des Quelltextes (der tags) beim KompoZer vermag in einigen Fällen - aber nicht in allen -, das Skript valide zu zwingen.
Im Grunde ist es eine Funktion, die grösseres Übel vermeiden soll, aber einerseits wichtigen Fliesstext zerstören kann, und andererseits dennoch unbedingt erforderlich macht, jede Seite in einem offiziellen Validator zu testen.  Weil man manche Fehler so gar nicht mitkriegt. Während sie ohne den KompoZer auf der Webseite vielleicht klar zu erkennen wären.

Kleinere Tücken des KompoZers

Der KompoZer ignoriert manchmal die in den Quelltext geschriebenen Anweisungen, wenn sie falsch sind oder schreibt sie eigenwillig um, was selten sogar einen Fehler um 100% korrigiert, etwa wenn es sich um ein fehlendes tag handelt.
Aber wenn die Syntax eines angebenen tags nicht stimmt, wird meistens nur noch mehr Verwirrung erzeugt. 

Fehlende tags werden ergänzt, aber fehlerhafte tags stellen ein Problem dar, das der KompoZer nur unzureichend lösen kann.

Das kommt dann vor, wenn man zum Beispiel ein tag falsch setzt (etwa mit falsch geschlossenen Endtag oder fehlenden > oder gar fehlendem Anführungszeichen). Dann versucht der KompoZer den Fehler zu korrigieren. Man bekommt unter Umständen  einen merkwürdigen Quell- und Textabschnitt, etwa wenn das Schlusstag (>) fehlt.

Man hat dann die Wahl mit der Rückgängig-Funktion zu arbeiten, aber wenn man einen langen Text geschrieben hat, der begleitet ist von einem anfänglichen Fehler bei den tags, nutzt das meist nichts. Weil man in dieser Weise den anfänglichen Fehler nicht rückgängig machen kann, mit dem Erhalten des nachträglich geschriebenen Textes.

Wenn man achtsam ist, so stellt das ganze Behagen des KompoZers wirklich kein Problem dar. Man sollte nämlich auf die Vorzüge kommen, bevor man den KompoZer verurteilt und nicht vergessen, dass jeder kostenlose Editor meistens nicht über diese Funktionen verfügt, die der KompoZer hat! War jemals etwas perfekt? Man kann sich an den KompoZer anpassen.

Es passiert gelegentlich nichts drastisches, nur manchmal kommt es vor, dass eine ganze Zeile oder auch zwei verunstaltet werden könnten.

Das bedeutet also, wenn man innerhalb des Quelltextes von Hand aus die tags, styles oder neue Eigenschaften definiert, sollte man aufpassen, ob das tag korrekt geschlossen wurde (durch das entsprechende Endtag), und dass die gegebene Anweisung nicht durch ein fehlendes oder falsch plaziertes Anführungszeichen, ein fehlendes < oder > oder ähnliches unterlaufen wird. Gelegentlich muss man einfach im Quelltext arbeiten, und wenn man darin von Anfang an geübt ist, kann die spontane Not (in den Quelltext zu müssen) einem nicht mehr schrecken.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich (besonders für Anfänger) bei komplexen oder komplizierten Änderungen vor dem Weiterschreiben: Erst umschalten in den WYSIWYG-Modus, speichern, und dann wieder zurück in den Quelltext, sofern man wirklich im Quelltext an dem Fliesstext (dem Text und Inhalt) weiter schreiben möchte.

Weiteres

Wenn man im Quelltext einen tag löscht, springt der Cursor oft an das Ende (manchmal auch an den Anfang) des Quelltextes, was das Wiederauffinden des eben editierten Bereiches nötig macht.

Es ist kein Problem, wenn man darauf achtet. Also: Man kann mit der Maus den Bereich bzw. tag markieren und einfach löschen (durch Entf, Backspace oder rechte Maustaste "löschen") - dann stellt man fest, dass der Cursor nicht mehr angezeigt wird. 

Kein Problem: man markiert mit der Maus einfach einen Bereich oder klickt in das Fenster, so dass der Cursor wieder erscheint, bevor man mit den Pfeiltasten gedenkt weiter zu editieren.
Ich benutze die Tastatur öfter als die Maus zum editieren, die Programmierer wohl eher die Maus.

Ein weiterer Fehler taucht unter Umständen auf, je nachdem wie man beim editieren vorgeht: Manchmal will man einen bestimmten Bereich im Quelltext ersetzen: oft hat man dann via "copy" den neuen Bereich im Zwischenspeicher, und markiert den Bereich, der ersetzt werden soll (manchmal will man sehr viele alte Bereiche des Quelltextes auf diese Weise ersetzen).
Auch hier kann es passieren, dass der Cursor an den Anfang des Quelltextes flutscht, WENN man in einfacher Manier einfach den markierten Bereich mit "paste" zu überschreiben gedenkt. 
Eine sichere Lösung ist es, einfach den markierten Bereich vorher zu löschen (zum Beispiel mit der "Entfernen"-Taste), um dann den Bereich mit "paste" einzufügen.

Ein weiterer Fehler: Der Validator lässt sich mit dem Komposer leider nicht immer aufrufen, so wie es scheint - das heisst, aufrufen schon, aber die Anweisung, die der KompoZer dem W3C Validator gibt, scheint nicht zu funktionieren.

Es sind natürlich Fehler (bugs) des KompoZers, aber ich habe alle kostenlose Editoren ausprobiert! Und da ist mir diese kleine Zickigkeit noch angenehm, gegenüber den Funktionen, die bei anderen html-Editoren fehlen!

Umwandeln von alten Texten, die noch nicht in Absätzen strukturiert sind (Blocks bzw. <p>):

Einen normalen Text, dessen Abstände mit <br><br> erreicht wurden, anstatt mit <p> Absätzen, ist natürlich sinnvoll in der Strukturierung umzuwandeln. Bei kleineren Texten ist dies schnell erledigt, aber es könnte nun sehr lange Texte geben.

Das geht im Quelltext, oder im Ansichtsfenster des KompoZers relativ einfach. Am einfachsten ist es natürlich, den Bereich zu markieren und mit dem Menüpunkt aus der kleinen Symbolleiste links oben:

Ausschnitt zweite Symbolleiste links oben

Allerdings kommt es bei manchen Urtexten bei dieser Vorgehensweise zu überflüssigen Zwischenzeilen.
Es sind merkwürdig schwer zu behebende Zwischenzeilen, die mit <br> zwischen den <p>-Absätzen erzeugt wurden. Besonders, wenn innerhalb des markierten Bereiches Überschriften und verschachtelte inline-Elemente vorkommen, scheint der KompoZer öfter an einer Stelle zu blockieren, so dass man en Cursor mit der Maus bewegen muss.

Es gibt auch eine andere Vorgehensweise, wenn man sicher ist, dass der Urtext (Quelltext) relativ sauber ist.

Eine Möglichkeit ist folgende:
Zunächst muss gewährleistet sein, dass man unter "Extras" und dem Menüpunkt "Einstellungen", dort beim Register "Erweiterte Einstellungen", das Verhalten der Return Taste angepasst hat:
Die Returntaste soll Absätze erzeugen, also muss ein Häkchen da gewählt sein.

Eine Möglichkeit besteht darin, in der "normalen" WYSIWYG Ansicht des KompoZers zu arbeiten. Man muss sich zunächst vergegenwärtigen, dass man die Abstände zwischen Textblöcken (vermutlich) mit zwei einzelnen <br> erreicht hat.

Man geht an den Anfang des "normalen Textes" und erzeugt erstmal einen Absatz, zB mit dem Auswahl-Menüpunkt links oben.

Und nun kann man den folgenden Text sehr einfach mit Absätzen belegen, indem man "Backspace" und Return im Wechsel verwendet. Man holt den Text mit Backspace an den bereits fertigen Absatz heran, und erzeugt mit Return einen realen <p> Absatz. Und geht dann zum nächsten Abschnitt und wiederholt diese Schritte.

Oder: Man geht an den Anfang des nächsten Textabschnittes (dessen Absatz mit <br><br> und eben noch nicht <p> erzeugt wurde) und mit Backspace löscht man die <br> und kommt ans Ende des letzten <p> Absatzes heran, und um nun einen Absatz zu erzeugen, drückt man Return.

Manchmal stockt der KompoZer, wenn man den umgekehrten Weg wählt, und den "normalen Text" mit "Entfernen" an den vorherigen <p> Absatz  heranholt. 

Am besten also: Backspace ausgehend vom "normalen Text" verwenden und Return drücken, sobald man am Ende des bereits fertigen Absatz angekommen ist. 

Mit den Pfeiltasten, Maus oder "Bild nach unten"-Taste, kann man dann jeweils die nächsten Absätze ansteuern, die man setzen will.

Übrigens

Die Funktion "Quelltext säubern" im Menü des KompoZers, die das Entfernen überflüssiger <br> anbietet, funktioniert für diesen Zweck nicht, oder jedenfalls nicht immer zur vollen Zufriedenheit.

Eine andere gute Möglichkeit ist es, in den Ansichtsmodus "html-tags" zu wechseln, und man sieht dort, welche tags schon existieren um entsprechend dort zu arbeiten.
Wenn man aber hier Markierungen eines Bereiches mit der Maus oder dem Cursor vornehmen will, wird - wenn man übers Zeilenende hinaus kommt -, ein grösserer Bereich ausgewählt, als wie beabsichtigt, was eine etwas gewöhnungsbedürftige also genaue Handhabe erfordert.

Man kann natürlich diese Arbeit auch direkt im Quelltext erledigen, was vielleicht sogar sicherer ist, um im Endeffekt wirklich einen sauberen Quelltext hervorzubringen - was ja der Sinn des Unterfangens ist.

Download und Links

Download des Kompozers: http://kompozer.sourceforge.net

Download-Seite (direkt): http://sourceforge.net...showfiles.php?...d=170132

Weitere Informationen zum Kompozer findest Du auch im folgenden Thread des KompoZer-Forums: http://www.nvu-composer.de/forum/viewtopic.php?t=1151

Es ist wahrlich von Nutzen, dass man sich einen deutschsprachigen KompoZer installieren kann, wenn man die entsprechende Erweiterung in den KompoZer installiert. Die Seite (das Forum) empfiehlt noch viele andere Dinge in Bezug zum Umgang mit dem KompoZer.

Allerdings kann ich persönlich mit dem "Handcoder", der dort erwähnt und empfohlen wird, nichts Besonderes anfangen, diesbezügliche Hinweise kann man vermutlich besonders als Anfänger getrost "überlesen".
Ich verwende Notepad++ , wenn ich von Hand coden will. Man kann eine optimierte Version des Notepads runterladen, die nennt sich notepad++: 

http://notepad-plus.sourceforge.net/de/download.php

Nvu ist übrigens die Vorgängerversion des KompoZers. Der KompoZer ist wesentlich weiterentwickelt und es ist auch das Programm, welches ständig weiter entwickelt wird.

Diese Hinweise und Tips beziehen sich auf die
KompoZer Version 0.7.10 (20070831)

Die weitere Entwicklung des KompoZer galt vor kurzem noch als eingestellt. Mittlerweile tut sich aber wieder etwas. Es stellt sich allerdings nun die Frage, ob der neue KompoZer, mit einer neuen Gecko-Maschine Bluegriffon heissen wird:
http://www.bluegriffon.org/

Oder ob er weiterhin unter dem Namen KompoZer veröffentlicht werden wird. Denn für letzteres spricht, dass eine neue Vorab-Version als Apha-Release (08a1) angeboten wird (die Quelltextansicht ist noch nicht integriert), und der Download bei Bluegriffon nur eine Version liefert, die unter Windows nicht funktioniert. Download der KompoZer Alpha-Version:
http://sourceforge.net/projects/kompozer

Hinweis

Die aktuell downloadbare Version des KompoZers 0.77 unterscheidet sich im Logo (KZ als Buchstaben statt dem blaugelben Logo). In einigen Dingen ist dieser "neue Alte" aber irgendwie nicht in allen Belangen besser als die ursprüngliche Version, die man seit 2006 downloaden konnte. Zum Beispiel werden auf meiner Hauptseite die Links im Navigationsmenü unterstrichen angezeigt, was sie aber nicht sollten und im alten kompoZer auch nicht tun. Evtl. also nach einem alten KompoZer Download suchen mit dem gelben Logo.

Vielleicht sind das einige Wellen, die zur Zeit geschlagen werden, die mit der endgültigen Release Version des KompoZers 8 sicher obsolet werden.

Herzlichen Dank an den Programmierer Kaze für den sehr guten Editor!
November 2007
Stefan Arens
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