Praktische Omenkunde

Omen auf dem Lebensweg - eine allgemeine Einführung

Falsch verstanden führen Omen zu  Aberglauben, Wunschdenken oder Fantasien, die nichts weiter als negatives Denken bedeuten. Es geht aber umgekehrt auch nicht um positives Denken.

Omen treten als das Besondere auf, als das Einzigartige, aber sie sind eben auch in den Zusammenhang mit unseren eigenen Lebensvorgängen gewebt. 

Ein Omen bedeutet nicht das Ding, oder Ereignis, als das es kommt, sondern es spricht eine Ebene in uns an, wo eine Entsprechung zum Omen existiert.

In meiner eigenen Erfahrung gibt es Zeiten, in denen die Omen mich direkter auf Wege hinweisen konnten, die zu meinen Gunsten waren (und auch bezüglich dem Gunsten  eines allgemeinen Prinzips des Wohls, das auch andere betrifft). Und zu anderen Zeiten waren die Omen nicht besonders prägnant. Ich entdeckte einen Zusammenhang mit meiner Lebensweise.
Umso mehr ich aus meinem Herz heraus handelte und leben wollte, das heisst ja zu mir selbst kam, traten auch mehr Omen auf.

Wenn man ein Omen sieht, irgendeine Sache, die einem bedeutsam vorkommt, ist es manchmal nicht sofort schlüssig, was es bedeutet. Es lohnt   das Omen in Erinnerung zu halten für den Tag. Vielleicht begegnet man weiteren Omen und es ergibt sich mehr Stimmigkeit im Zusammenhang verschiedener Omen.

Oft haben wir eine Frage, eine Stimmung in uns, also eine Resonanz, und die Ereignisse und Begegnungen im Aussen korrespondieren damit und können den Blickwinkel erweitern, ja sogar Antworten bereit halten. 

Zu  einem Omen kann es auch gehören, wenn wir zu einer bestimmten Zeit bestimmte Dinge tun. Nehmen wir an, wir haben eine neue Arbeit und gleichzeitig geschieht etwas anders, oder wir erhalten etwas weiteres.
Diese Weitere, das gleichzeitig geschieht, kann eine wichtige Botschaft für uns bereit halten, und die Zukunft beschreiben, oder zumindest die Bedeutung der nächsten Zeit für uns.
Das Prinzip ist, zwei Dinge kommen zusammen, in einer zeitlichen Nähe (am prägnantesten innerhalb eines Tages) - und es ist äusserst lohnenswert, diesen Zusammenhang ins Auge zu fassen um die Bedeutung zu ergründen.

Energie

Die Welt ist keine rein materielle Eigenschaft mehr, sondern viel mehr ist sie durchflutet von Energien auf verschiedenen Ebenen und Dimensionen. Schwingung und Resonanz erklären das Geheimnis der Synchronizität.

Weitere Inspiration zur Omenkunde findet man auch in Büchern von James Redfield. Immer betont er  - auf seine Art des Romans -  die enge Verbindung zwischen Omen und eigenen Leben. Die Omen führen uns zu etwas hin, das wir manchmal vertiefen können und das fast schon geheimnisvoll uns mit höheren Ebenen der Wirklichkeit in Verbindung bringt. 
Immer ist dieser Weg aber mit unserem EIGENEN Leben im Einklang. Wo hin wir gehen und suchen, das wird durch die Omen weitergeführt, aber nur falls ein höheres Prinzip, vielleicht das höhere Selbst, damit einverstanden ist und uns ein Weg nicht vom eigentlichen seelischen Kurs abbringt.

Die grösstmögliche Qualität und Quantität von Omen dürfte in den Richtungen liegen, wo es um Bewusstseinsarbeit, Erleuchtung oder sonstige  Suchen nach Ganzheit geht. Das heisst nicht, dass dies die einzigen Möglichkeiten sind. Ich sage damit nur, hier wird es am kräftigsten sich auswirken.
Alles, was uns glücklich macht, hält Omen bereit.

Was sind Omen?


Schlüßelworte sind: Fügungen, Synchronizität und Resonanz, aber auch ein Mysterium lässt sich nicht weg diskutieren. Um zu erfahren was Omen sind, muss man sie im eigenen Leben entdecken, auch wenn man sie nicht deuten kann. Sie erhalten Bedeutung, durch unseren Akt, wie wir Welt, Leben und Dinge betrachten. Es hilft, von einem energetischen Kosmos, und nicht bloß dinglichen Kosmos auszugehen.

Wo sind die Omen?

Die Omen können überall auftreten. Sie bestehen entweder aus einem Ereignis oder Zeichen, das aus dem üblichen Rahmen fällt. Etwas, was gegenwärtig für uns von besonderer (symbolischer) Bedeutung sein kann.
Oder sie bestehen aus   Ereignissen oder Begegnungen (auch mit Dingen), die in irgendeiner Weise mit der Zahl drei verknüpft sind.

Das Omen ist oft neu, anders, tritt aus dem Rahmen des Üblichen oder korrespondiert in seinem Symbol und Numerologie mit einem Hintergrund momentaner Erfahrung. 

Numerologie

Man kann mit Hilfe der Numerologie eine zusätzliche Information erhalten, und schlägt einfach die Bedeutung einer Zahl nach (immer die Quersumme  bzw. die kleinstmögliche Zahl). Das Omen an sich bildet jedoch das prägnantere Symbol. 

Beispiel (aus der realen Erfahrung): während man sich Gedanken um eine Operation macht, tauchen sechs Plastikhandschuhe auf, die jemand in die Küche gelegt hat (aus welchen Gründen auch immer), und es sind solche, die auch während Operationen üblich sind oder uns daran mehr als deutlich erinnern. Möglich ist, dass die Küche als Ort eine Bedeutung spielt, der Ort wird sogar in den meisten Fällen von Bedeutung sein. Aber die Handschuhe mit der Zahl sechs  spielen die Hauptrolle, da sie exakt mit einem gegebenen Problem oder einer Fragestellung verbunden sind (die anstehende Operation). Nun kann man auch die sechs Handschuhe in drei Paare unterteilen, sofern die Paare sich schlüssig ergeben. An sich ist die Einzelzahl von zusammengezählten Dingen jedoch wichtiger und prägnanter, als zusammengefasste Gruppen und die sich damit ergebenden Zahlen.
Die Bedeutung dieses Omens: Es geht mit der Küche um die Ernährung und auch Lebensweise (im weitesten Sinne), und eine von Herzen kommende Entscheidung (6), seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu verändern. Die Operation bildet hierfür vielleicht eine Initiation, und kann darüberhinaus bedeuten, dass man diese Operation deshalb erfahren muss, eben weil man sich vorher nicht gesund genug ernährte und man eine Schattenseite ablegen muss, die die schlechte Ernährung gewissermaßen angezogen hatte (in der Tarotsymbolik der 6 geht es um die Entscheidung zum Guten oder Schlechten). Wie wir alle wissen, ist eine Krise immer eine Chance zur Umkehr.

Worauf achten?

Zusammenhänge wird man immer wieder entdecken. Zusammenhänge, die sich aus dem eigenen Lebensgefüge entwickeln, oder wie man diese Dinge des eigenen Lebens wahrnimmt. Wie ein Tag vergeht. Typisch ist folgendes: Es passieren Dinge zu einer bestimmten Zeit (egal wann), und dann kommt ein Omen, und das Omen nimmt Bezug auf diese andere Zeit des Tages, auf dieses Ereignis.
An sich tritt uns  das Omen ebenfalls als Ereignis entgegen. Nur gibt es einen Unterschied zu anderen Ereignissen, dass uns nämlich ein Omen deutlich mehr erzählen kann als andere Ereignisse. Statt auf ein anderes Ereignis oder Geschehen unseres Alltages, kann ein Omen auch auf einen Zustand von uns verweisen.

Ein Omen und das damit verbundene Ereignis kann etwas besonderes bedeuten, oder etwas, das nicht regelmässig ist - etwas, das irgendwie neu ist und für den Moment hervorsteht.

Ein Omen kann plötzlich, unvermittelt in unseren Alltag ragen. Es ist etwas neues, ein Ding, ein Ereignis, dass aus dem üblichen Rahmen sonstiger Begegnungen, oder Erfahrungen fällt. Wenn es unsere Aufmerksamkeit erweckt hat, ist es in der Regel bedeutungsvoll. Es sei denn wir konstruieren mit unserer Einbildung aus den Ereignissen besondere Momente, die wir für Omen halten. Andererseits wird man ohne Versuch und Irrtum nicht schlau werden, wie man mit Omen umgeht und wo solche zu vermuten sind. Meist sind es einfach Dinge, die hervorstehen im Vergleich mit normalen vertrauten Abläufen. 

Ein auffälliges Heft, das auf dem Küchentisch liegt, oder vor uns auf dem Nachbarsitz im Zug, dessen Titel-Bild uns an etwas erinnert, das kann schon ein Omen sein.
Es geht dann darum, woran uns dieses Bild oder Heft und das damit verbundene Symbol erinnert, in welchem Bezug es zu unserem Leben steht, welche Bedeutung es damit erhält, dass es in diesem Moment in unsere Wahrnehmung tritt. 

Es kann das Symbol, das in dem Ereignis, in dem Ding, oder in der Begegnung enthalten ist, auf etwas hinweisen, das mit gegenwärtigen Fragen, die man sich in seinem Leben stellt, zusammenhängt.
Auch Nummern, Zahlen erweisen sich regelmässig als bedeutsam. Die Alltagswelt ist voll von Symbolen - für ein Omen kommt es drauf an, wie sie uns erreichen, also ob das Zeichen auf irgendeine Art eine Besonderheit darstellt und damit hervorsteht.

Eine Erinnerung kann auch geweckt werden, die uns an etwas mahnt oder von etwas inspiriert, was wir noch mal tun können.

Es ist nützlich, dass wir ein Zentrum in uns schaffen, wo wir möglichst neutral sind, und klar. So dass wir während der Zeit des Omens unbewusste Regungen als solche entlarven würden, die die Interpretation des Omens beeinflussen könnten. Das Wichtigste ist nämlich der erste Eindruck, mitunter der erste Gedanke der uns kommt. Er ist konsequent und oft genau das, worum es geht. Oft halten wir den ersten Eindruck für einen Ausdruck unserer animalischen Seite in uns und manchmal ist er das sogar, und dann nicht besonders aussagekräftig. Und leicht wird der Gedanke verändert, eben durch unbewusste Motive oder Regungen. Auch durch Ängste. 

Interpretationshilfen und Ansätze

Fragen, die man sich stellen kann bei solchen Ereignissen, in denen wir ein Omen vermuten: 

WIE hat sich etwas ereignet, WIE habe ich gehandelt, WIE haben andere gehandelt (vorher und während des Omens), was hat auf welche Weise wozu geführt? Was habe ich gedacht, oder gefühlt? In welchem Zeitablauf befinde ich mich? Welche wichtige Frage stelle ich die ganze Zeit? Wo fühle ich mich in der letzten Zeit verzweifelt oder beunruhigt? 

Es gibt neben den dreiteiligen Omen auch einfachste Omen, die meist in einem Geräusch bestehen.
Wir befinden uns in einem Gedankenstrom.
Uns erscheinen plötzlich irgendwelche Schlüße oder aber einzelne Gedanken vor Augen, die quasi Fragestellungen sind. Wir könnten zB zwischen zwei Punkten hin und her tändeln und nicht wissen, was jetzt besser für uns ist, um schliesslich entschieden von einem Punkt auszugehen. Dann haben wir etwa Gedanken, die in die eine Richtung führen, sie kommen uns, als breche ein Damm (wir brauchen uns nur beobachten, wie oft solche Dämme in unserem Kopf brechen; meist handelt es sich um schwierige aber durchaus alltägliche "Sorgen"). Plötzlich tritt bei manchen Gedanken ein Geräusch auf. Das kann auch wiederholt geschehen bei diesem oder gleichlautenden Gedanken und vor allem ähnlichen Absichten. Wir denken dann diesen Gedanken, bewegen uns also in eine bestimmte Richtung, und das Geräusch kommt, und bestätigt unser Vorhaben. Das Geräusch ist ein Zeichen, das synchron auftritt mit unserer Handlungsabsicht oder einem Gedanken, der eine solche Absicht begleitet.

Das Geräusch kann das Husten eines Menschen sein, oder eine Haustür, die gerade zufällt. Das kann das natürliche durch Wärme und Kälte verursachte Knarren des Dachbodens sein, ohne dass jemand auf dem Dachboden wäre. Das kann das Knistern einer Tüte sein, die durch natürliche Luftbewegungen geringfügig ihre Form verändert.  Das kann ein Klopfen in der Wand oder in der Wasserleitung sein, das kann ein auffälliges vereinzeltes Knacken im Radio sein. Es kann sogar unser eigener Bauch sein, in dem die bewegten Flüssigkeiten gerade ein Grummeln verursachen.
Solche Geräusche bestätigen unsere Gedanken. Wenn wir also gewisse Gedanken haben (zu denen wir beinahe von selbst kommen, die sich uns aufdrängen, und in irgendeiner Weise akut sind!), dann sagt uns das Geräusch: Das ist der richtige Gedanke. Das ist der richtige Weg. Damit werden wir glücklich. Ich würde sagen: Damit kommen wir energetisch auf eine höhere Ebene und es ist gleichbedeutend mit Glück. Es ist als ob wir  in dem Fluß geraten. Nicht immer ist es aber so, dass das Befolgen solcher Hinweise schon konkret uns zu einem Ergebnis führt, welches das Omen bestätigt.
Wir sollten weitere Omen berücksichtigen. Und immer darauf achten, nicht zu willkürlich zu sein, Gedanken und Omen in Übereinstimmung zu bringen. 

Es ist ganz ganz feiner Draht, könnte man sagen, diese Geräusche in Bezug zu unseren Gedanken zu bringen - leicht berühren wir einen anderen Draht und kommen zu einer falschen Einschätzung.
Normalerweise beinhaltet eine innere Instanz von uns eine ziemlich gute Einschätzung über den Verlauf einer Sache. Es ist wie ein Energiestrom, und wenn eine Handlung uns energetisch in einen Ablauf bringt, der energetisch (und damit meist auch physisch) von einem Erfolg gekrönt ist, ist dies im Vorhinein, also vor der Handlung, ein ganz anderes Gefühl, als wenn das Handeln zu keinem Erfolg kommt oder sich unterwegs zuviele Hürden aufstellen. Man kann Omen, die durch Geräusche zu uns sprechen, als Erweiterung dieses inneren Gespürs ansehen.

Im späteren Verlauf unseres Erlebens und Lebens, stellt sich jedoch oft genug heraus, dass das Omen uns auf den richtigen Weg geführt hat. Um dies auszuloten, hilft nur auf geeignete klare Momente zu setzen, wo uns diese begleitende Inspiration durch Geräusche einsichtiger wird als gültiges Omen. 

Eine komplexere Abart stellen alle dreiteiligen Omen dar: Sie sind meistens viel einfacher zu erkennen, auch weil sie strikter und gehaltvoller sind. Dreiteilige Omen bestehen aus Ereignissen, die in ihrem Zustandekommen oder Inhalt auffällig aus der Zahl drei bestehen.

Zum Beispiel gehen wir irgendwoher, 1. ein Kasten fällt um, oder ein Ast auf den Weg, 2. gleichzeitig begegnen uns Spaziergänger, die in diesem Moment 3. etwas zu sich sagen (was wir unfreiwillig mithören). Es kann das, was sie sagen, für uns eine Bedeutung aufweisen, weil das Ereignis in diesem Moment (und für uns selbst wahrnehmbar) eine besondere Dreiteilung aufweist.
 
Ich habe solche Omen schon oft mitbekommen. Das, was man dann gerade so eben als Wort- oder Satzfetzen mitbekam, liefert nicht immer ein Symbol, sondern oft einen Hinweis, der  auch auf unsere mentale Haltung gerichtet sein kann, die wir aufbauen können um alltägliche Dinge oder einen Lebensentwurf zu bewältigen usw. Oder auf etwas, das uns vorschwebte, und wo wir uns nur nicht sicher waren, oder etwas, was uns einfach  nur einen interessanten Aspekt bietet, den wir beachten können usw..
Die Symbole solcher Omen sind oft solcherart, dass sie einen Weg bieten, der für uns geeignet ist. Es ist wichtiger, dass er praktisch funktioniert, als wie er verstandesmässig überzeugt oder für andere Menschen tauglich wäre. 

Wenn wir Omen suchen, weil wir zB Antworten auf unsere wichtigen Fragen brauchen, kann es lohnen eine kleine Reise zu unternehmen: an einen Platz, der einem gut gefällt, Lieblingsorte, in der Stadt oder Natur, oder einfach da, wo man am liebsten ist und das kann auch ein Cafe in der Stadt sein. Oder man sucht das Neue, etwa eine Gegend , in die man spaziert, wo man vorher noch nie gewesen war. Während dieser Reise sollte man auf alle Besonderheiten achten.

Die Omen sprechen eine bestimmte Sprache. Einerseits hat sie viel Ähnlichkeit mit den Symbolwelten der  Träume.
Darüberhinaus  scheint es eine höhere Instanz zu geben, die sich für unser Wohlergehen interessiert.

Bemerkenswert daran ist, dass diese höhere Instanz oder Macht, die die Omen für unsere Wahrnehmung fügt, nicht allein auf uns selbst bezogen werden kann. Was die Dinge bedeuten, ist  natürlich für andere etwas ganz anderes (unter Umständen).
Beispiel: Ein Flugzeug befindet sich in der Luft. Der Motor geht kaputt. Es landet auf einer Wiese. Drei Insassen kommen mit dem Schrecken davon. Ein Wanderer aber  stand zufällig am Rand der Wiese. Das, was dieses Geschehen individuell konkret bedeutet, ist für die Beteiligten verschieden. 

Es kann durchaus so mancher Fingerzeig in den Omen zu erkennen sein, dass wir eine wichtige Haltung oder Einstellung für uns ändern oder gewinnen. Geräusche als Omen sind dabei eine äusserst nützliche Hilfe.

Wie wir uns auch entscheiden, es ist unsere Verantwortung, und zwar unserem eigenen Selbst oder begriffenen Leben gegenüber - und wir sollten genau wissen, was wir wollen oder nicht.

Beispiel Hunde

Ich treffe unterwegs oft auf Hunde. Das ist nicht selten, dass man Hunden begegnet.

Es war bislang immer bedeutsam in welcher Weise sie mich wahrnahmen, zum Beispiel ob sie mich anknurrten und bellten oder neugierig aber durchaus forsch-triebhaft auf mich zuhielten. 

Bei mir ging es eine Zeit lang oft um das Thema Gesundheit: es scheint, als nehmen Hunde, die ich an einem Tag begegne, vorweg, wie ich mich Tage später befinden oder fühlen werde. Wenn ich mein Vorhaben, das ich zu der Zeit hatte, fortführte, was eigentlich immer der Fall war.

Knurrende oder bellende Hunde begleiteten manche meiner Vorhaben (zB in den Supermarkt zu gehen um Genußmittel zu kaufen, was nicht gerade dazu dienten, den gesundheitlichen Aspekt bei mir zu stärken). Etwa indem ich auf dem Weg war um Kaffee zu kaufen, der mir nicht gut tat oder Bier, um mal einen Abend zu zechen. Das führte zu einer gewissen Selbstzerfleischung durch diese Exzesse. Denn diese "Substanzen" spiegeln auch die Haltung gegenüber den eigenen Emotionen, die dann oft regelrecht eine Entzügelung erfahren. Die Nervösität ist im Grunde  eine innere "Aufgeregt"-heit, wo das Wort "sich regen" anklingt, und damit auch die Triebe. Praktisch alles was wir tun, rührt von den Trieben her. Unser Körper bestimmt  unter Umständen (wie Alkohol und Bier) unseren Geist.

Neugierige, forsch auf mich zuhaltende Hunde scheinen nicht ganz so "tragische" Hinweise zu bedeuten.

Zu anderen Zeiten in der Begegnung mit Hunden mag es nicht um den gesundheitlichen Aspekt gehen, sondern etwa um einen psychischen. Die Energien, mit denen wir haushalten und uns in Gleichgewicht oder Ungleichgewicht bringen.

Ein Symbol ist meist nicht sehr einseitig, sondern eher vielseitig ohne dabei aber beliebig zu sein. Es kommt immer darauf an, in welchen Lebensumständen man sich befindet.

Ich glaube Hunde treten auch in Resonanz mit dem Thema: "Im Einklang mit sich selbst sein". Hunde symbolisieren eine Art inneren Kampf. Und wenn wir auf Hunde treffen, die uns anbellen, könnte das auf irgendeinen inneren Kampf in uns verweisen, zB auch Gesundheit versus schädliche Launen, Körper versus Geist. Im Grunde steckt im Symbol des Hundes auch eine Art Verweis auf zwei Seiten des Lebens: die animalische und emotionale Seite des Lebens. 

In einer bestimmten Art geht es ähnlich wie bei  Kentauren (mythologische Gestalten) beim  HUND um den Zwiespalt  zwischen emotionaler Seite (der Hund mit emotionalen Aspekt) und Instinkten. Instinkte sind alles, was körperlich ist, auch Angst oder psychische Unausgeglichenheit kann als körperliche Komponente des Seins angesehen werden (Physiologie). Und die emotionale Seite begehrt Frieden, Wohlbefinden  und psychisches Gleichgewicht.

Ausserdem scheint es beim Symbol des Hundes um den treuen Weggefährten zu gehen. Ich nehme an, der Hund verkörpert auch das Beziehungsverhältnis zwischen verschiedenen Teilen des Menschen: zum Beispiel seinen Geist, seine Seele, und höheres Selbst. Und wie man mit seinem ICH-Bewusstsein zu diesen Teilen steht. Es muss einem nicht bewusst sein, aber man kann auch unbewusst  einen inneren Konflikt mit sich führen oder herbeiführen.

Für einen halbwegs rationalistischen Zugang würde man meinen, dass die Tiere eben unsere innere Art oder Befindlichkeit "rieche, spüren". In meinen Augen ist das richtig, aber zu kurz gedacht. Natürlich kann das Blutbild eine kranke Leber wiederspiegeln. Aber was sich dahinter verbirgt, hinter den Blutwerten und der kranken Leber, ist damit noch nicht gesagt.
Obwohl also ein Zuammenhang auf einfachste Weise (rational) aufgelöst  werden kann, funktioniert das Omen für uns aber trotzdem noch.

Das Omen wird durch ein Ereignis getragen, oder eine Begegnung. Im Zentrum steht immer die Wahrnehmbarkeit für uns. Etwas, zum Beispiel ein Geschehen, muss in irgendeiner Weise bedeutsam hervortreten. Wir werden aufmerksam aufgrund der Symbole darin. Und sei es, dass wir an dem Ereignis die Dreiteilung als Regel feststellen.

An sich hat das Ereignis als solches (welches mit dem Omen verbunden ist) für unser konkretes Schicksal oft keine bedeutende Relevanz, doch das eigentliche mit dem Ereignis verbundene Omen spricht eine symbolische Sprache, und erhält aus seiner Bedeutung heraus enorme Relevanz für uns - eben in Bezug zu den möglichen Aussagen über  unser Schicksal oder den Chancen. Sofern wir das Zeichen, die Botschaft, das Omen deuten, oder überhaupt wahrnehmen können. 

Es kommt oft vor, dass es mehrere Omen innerhalb einer bestimmten Zeit gibt und so  auch ein Thema verdichten mögen.
Das heisst, verschiedene Ereignisse an einem Tag oder in einem Monat sprechen symbolisch ein und dasselbe Thema an. Und wenn man die verschiedenen Omen in Bezug zueinander bringt, wird die Schau verdichtet. Es können alle Omen in ihrem Zusammenhang auch auf eine weitere Bedeutung oder Besonderheit verweisen.

Wer eine gute Intuition hat, oder bereits in irgendeiner Weise spirituelle Bezüge entwickelt hat, der wird auch leichter auf diesem Weg der Omenkunde voran kommen. Dieser spirituelle Bezug kann sich   auch allein durch Omenkunde entwickeln.
Meiner Meinung nach sollte man ganz besonders einen eigenen Bezug entwickeln, eine eigene Herangehensweise herausloten. So wie sich die Dinge für einen ergeben. Eigene Erfahrungen suchen. Immer wieder prüfen, zwischen Omen und dem, wie sich die Dinge seitdem entwickelt haben. Ein Notizbuch mit kurzen Infos kann da  hilfreich sein. Wobei das Augenmerk sowohl auf den eigenen Interpretationen liegen sollte, als auch  der objektiven Beschreibung äusserer Ereignisse. Gewicht sollten die Symbole erhalten, auch wenn man sie zunächst falsch deutete. Man lernt mit der Erfahrung (und Prüfung), entwickelt ein Gespür für die Symbole, lernt die Sprache.

Leitsätze:

Beispiel für ein dreiteiliges Omen:

Wenn ich zum Beispiel aus dem Fenster schaue und Elektrotechniker an einem Umspannwerk arbeiten, was sie ja sehr selten machen, und gleichzeitig ein Möbelwagen zu sehen ist, der den Nachbarn Möbel liefert, und wenn sogar in dem Moment, wo ich hinaus schaue, ein Straßen-Reinigungswagen vorbei fährt und sich auf diese Weise schon deutlich drei Phänomene miteinander verknüpfen (Elektrotechniker am Transformatorkasten, Möbelwagen, die städtische Strassenreinigung)..., und wenn ich dann auch noch feststelle, dass die Elektrotechniker mit drei Wagen gekommen sind - dann ist das Omen einfach überaus deutlich. 

Der springende Punkt war für mich dabei der Elektrokasten, also der Transformatorkasten. 

Meist ergibt sich das Omen in seiner Bedeutung einfach von selbst, weil es eine oft sehr einfache Sprache ist, in der man die Zeichen verstehen kann -  manchmal muss man etwas nachspüren. Und manchmal erweist sich erst später, was die komplexen Omen wirklich bedeutet haben (obwohl man zunächst in der richtigen Richtung gedeutet hat, erscheint es einem noch   vage).
Dass wir die Omen nicht immer richtig zu deuten imstande sind, und manchmal auch nicht als solche erkennen, zeugt auch davon, dass die Omen grundsätzlich von einer Ebene der Wirklichkeit künden, die zwar in Resonanz mit uns steht, aber frei von unserer Haltung existiert

Es ist generell der beste Weg, ein Omen so zu deuten, indem man einfach schaut und feststellt, was einen zuerst ins Auge fällt. Man muss das Schauen lernen, also ohne dabei etwas zu beabsichtigen, als würde man einfach dem "leisen Wink" folgen, der die Augen führt.

Der Transformatorkasten war das erste, was ich wahrgenommen habe. Ich dachte: Der Elektrokasten steht für Intuition, für Erleuchtung. Neue Impulse der geistigen Ebene. Einen Zugang zur einer höheren Ebene erhalten, oder Erkenntnisse aus höheren Ebenen erhalten. 

Damals nahm ich es sprichwörtlich, dass die Erkenntnisse aus der höheren Ebene dann nach unten, zB auf die Ebene des Sprachlichen transformiert werden können. Ich vermute im Nachhinein aber noch mehr, dass es hier um einen Kontakt mit der höheren Seinssphäre, oder höheren seelischen Sphäre geht. Das ist eine etwas komplexere Geschichte, die sich später ergab - in kurzen Worten geschildert ging es um eine schamanische Rückführung.

Damals jedenfalls   verstand ich das Omen als Chance, die ich schon immer wahrnehmen mochte. Es war eine gewisse Stimmung damit verbunden. Eben vermehrt in Kontakt mit der Spiritualität und den "spirituellen Sphären" zu gelangen (um es kurz zu fassen verlor ich die Jahre zuvor diesen von mir erwünschten Kontakt etwas aus den Augen).

Der Möbelwagen korrespondierte zudem mit einem konkreten Vorhaben zu der Zeit, da ich nämlich bei mir zuhause etwas umräumen wollte, und mein Bett  in ein anderes Zimmer verfrachten wollte. Mit dieser innerhäuslichen Umzugsaktion und dass ich mehr Platz erhalte, erhoffe ich mir die Ruhe zu finden, um endlich wieder meditieren zu können. Später stellte sich heraus, dass sich noch weitaus mehr in die Wege leitete. Die Zeitspanne betrug etwa 2-3 Monate bis zur schamanischen Rückführung, und etwas mehr als ein  Jahr bis zu dem Umzug im Haus. Nachdem ich umgezogen war, und mich im neuen Zimmer einrichtete, offenbarte sich mir eine Art spirituelle Öffnung zu einer anderen Dimension, als öffnete sich da etwas für meine Wahrnehmung.
Vor allem auffallend ist, dass ich seitdem kaum noch Fernsehen sehe, und einen viel ruhigeren Lebenstil pflege. Womit auch die "Kanäle" der Wahrnehmung zwangsläufig offener werden. Meine innere Stimme, der Instinkt, der "Riecher", die Wahrnehmbarkeit feinerer Schwingungen ist mir viel präsenter geworden. Auf all das wies das Omen hin. Im Transformatkasten wurde symbolisch ein Schalter ausgewechselt, umgelegt.
Mit solchen Omen erscheint einem   das Spätere plausibel, es fällt leichter sich einzulassen und die Geschenke oder Chancen als solche wert zu schätzen bzw. anzunehmen. Omen bereiten also auch vor, komplettieren das Erleben.

Ausserdem fügen Omen dem Leben eine gewisse magische Dimension hinzu. Es ist aufregend, stimulierend, mysthisch, magisch oder eine "Einheitserfahrung" , sich mit Omen einzulassen und eine gewisse Stimmigkeit zu entdecken.

 Zeit der Fügungen als Kundgabe der Zukunft

Die Zeit und das Leben, das sind keine zwei voneinander getrennte Prozesse, sondern sie stehen hier auf Erden in enger Verbindung zueinander. Leben ist in der Zeit. 

Die Zeit ist eine Angelegenheit, die ihre Qualitäten kennt. Woraus sich Synchronizität und Anziehung ergibt; -  astrologisch gesprochen ist jede Zeit in einem bestimmten Rythmus eingebettet. 

Somit ist auch jede Handlung in einer gewissen Zeit eingebunden - und es ist kein Zufall, dass wir zu Arten von Handlungen kommen, wenn die Zeit dafür einen bestimmten ,  geeigneten oder möglichen Rahmen gibt.
Das heisst aber auch, dass es für Handlungen eine geeignete Zeit gibt und wir manchmal aber die ungeeignete Zeit wählen, und ein Vorgang in einen Stau geraten kann, wobei sich der Stau erst auflöst, wenn die Zeit wieder geeignet wird. Manchmal muss man im Leben   auch etwas warten können; - viel zu oft aber geben wir dann etwas  auf, und vernachlässigen die Möglichkeit, dass es momentan nicht die richtige Zeit ist; wir glauben dann, das Vorhaben liesse sich gar nicht durchführen. In Gedanken liegt uns dann vor: "Dieser Weg funktioniert nicht", und wenn aber dann die richtige Zeit kommt, könnten wir es versäumen, den Weg und die Chance zu ergreifen. Weil in unseren Gedanken glauben wir, es hat bereits nicht funktioniert.

Mit Intuition spüren wir oft, wann welche Handlung optimaler vorzunehmen ist, und sei es, dass es um ein banales heisses Bad geht (es gibt Tageszeiten, und biorythmische Phasen, in denen physiologisch gesehen zB ein Bad sinnvoller ist).

Man kann das auch auf Fragen bezüglich des Einkaufens beziehen: Soll ich jetzt oder heute nachmittag in die Stadt gehen? Irgendwo in unserem inneren konkretisiert sich dann mit Hilfe von Omen (besonders mittels Geräuschen!) die für uns bessere Option.

Synchrone Veränderungen

Auch dass irgendwo in seiner Wohnumgebung sich etwas ändert, ein Neubau, ein Umbau eines Supermarktes in dem man sonst einkauft, oder dass ein Haus in der Siedlung   eine auffallend andere Farbe erhält usw. - all das kann Hinweis sein auch für eigene Veränderungen, die anstehen, oder dass man eine neue Ebene betritt. 

Man kann, sofern man Gewahr wird, dass sich etwas in der näheren Umgebung ändert, an diesem Tag und Stunde besonders darauf achten, was einem auf dem Weg sonst noch geschieht oder ins Auge fällt. Alles Aussergewöhnliche kann sich als Symbol ausdrücken, mit dem sich die individuelle Veränderung näher bezeichnen lässt. Natürlich muss nicht immer eine besondere Bedeutung in den Dingen liegen und manche dieser äusserlichen Veränderungen scheinen neutral.

Es hat sich erwiesen, dass der Hinweis auf anstehende eigene Veränderung dann relevanter ist, wenn die Veränderung in der Umgebung auch näher an einem heran liegt oder etwa sich auf einem Weg befindet, den man fast täglich geht. Alles kann hier beachtet werden. Geht es um eine Grenzsetzung? Ein neues Gebäude analog neue innere Erfahrungen oder Interessen? Diese Dinge haben alle eine Bedeutung, die sich durch das Symbolische dieser Dinge ergibt.

Auch wenn ein Weg plötzlich nicht mehr gegangen werden kann, weil zum Beispiel ein Zaun gebaut wird usw.., kann das ein Hinweis sein, dass uns bestimmte Wege im Leben nun auch verbaut sein könnten oder vom Schicksal her gesehen sogar verbaut sein sollten (denn es handelt sich  ja nicht um eine Weisung, sondern Bekanntmachung von Chancen). Vielleicht aber stellen wir später fest, dass der Weg wieder gegangen werden kann. Und es könnte ein Hinweis sein, dass wir uns unbeirrbar durchkämpfen können (bzw. durchkämpfen sollten; das Wort Sollen wird leider zu sehr auf eine äussere Autorität bezogen. Aber wir und unser Selbst sind  diese Autorität, die ein  Sollen formuliert. Es ist unzweifelhaft, dass wir ein besseres und stärkeres Leben führen wollen, und dahingehend würden wir doch meinen: Dass man bestimmte Dinge nicht nur tun kann, sondern tun sollte, nicht wahr?).
Aber doch bleibt es letztendlich unsere Freiheit, und ob ich jetzt sollen oder kann schreibe, sollte gleichgültig sein. Weil wir sollten (brauchen? müssen?) keinen Zwang verspüren bei dieser ganzen Sache. Es sollte mit einem Gefühl von Freiheit einher gehen.

Erweitertes Spektrum

Wenn man bei einer Firma gearbeitet hat, in einem Haus gewohnt hat und so weiter, so kann jede Veränderung dieser Firma oder Hauses auch von Aussagekraft für das eigene Schicksal bzw. die eigene Lebensphase sein. Es ist ganz egal, ob man noch mit der Firma zu tun hat.
Dabei gibt es allerdings im Detail viele Faktoren, die die Aussagekraft verändern können. Zum Beispiel ob man mit der Firma Probleme hatte oder dort gut aufgehoben war.  

In meinem persönlichen Beispiel hat die Firma, bei der ich meine einfache Ausbildung gemacht habe, vor einigen Jahren ihr Gesicht verändert (Namen und Geschäftsräume, nebst Abkopplung aus einer Filialkette; d.h. sie ist nun eigenständig). Seit mehr als zehn Jahren habe ich mit der Firma nichts mehr zu tun. Aber diese Veränderung der Firma korrespondiert mit einem Plutotransit, den ich zu der Zeit hatte, als die Firma ihren Namen änderte und auch an einen anderen Ort der Innenstadt zog. Und tatsächlich habe ich mich selbst - ähnlich wie die Firma -  im Vergleich zu der Zeit wo ich dort arbeitete  enorm verändert, was sich alleine schon im Interesse an Spiritualität und Esoterik zeigt. Früher schämte ich mich, in Bezug zur Esoterik zu stehen. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit und ich messe mich nicht mehr zu sehr am Kollektiv. Gleichzeitig meide ich mittlerweile diese Firma aus mangelnden Interessen an den Produkten. Mein altes Leben ist damit eigentlich sehr weit weg gerückt von mir, in der Ferne von Vergangenheit.

Es lohnt sich, auch solche Dinge und Veränderungen zu berücksichtigen, die einem nicht direkt aber indirekt betreffen, weil jener Ort, an dem man verbunden war, in einem zyklischen oder rythmischen Sinne mit uns noch indirekt zu tun haben kann. Die Beachtung und Vergleich mit diesen erweiterten Synchronizitäten hat sich mir wiederholt als überaus lohnenswert erwiesen.

Und sei es, dass man nur eine Bestätigung für eigene Veränderungsprozesse erhält. Und einem das Zeichen ansonsten nichts konkretes  mitteilt.

Ausgleich und Ungleichgewicht

Ein eigener Unfall weist oft darauf hin, dass wir gelinde gesagt im Ungleichgewicht sind. 

Mir sind Fälle bekannt geworden, wo ein Unfall, oder auch eine Krankheit darauf hinwies, dass unbedingt die Richtung der (seelischen, mentalen oder psychisch-geistigen) Entwicklung geändert werden musste. 

Man begriff den Unfall oder Krankheit dann als Chance, besonders wenn man innerlich schon um eine gewissen Richtung spürt. Man kann sogar von grossem Glück reden, wenn der Weg zur Heilung zugleich auch eine ganz neue Lebensphase mit neuen Möglichkeiten mit sich bringen wird.  

Es ist manchmal auch banal: man reisst sich den Zehennagel ein, weil man zu der Zeit einen inneren Ärger hatte. Also sollte man Gymnastik nur noch machen, wenn man gut gelaunt und in Gleichgewicht ist, und jenen Ärger gar nicht mehr zulassen, so dass er in alltäglichen Routinen sich nicht einschleicht , und unser Gespür und Instinkt um im Raum stehende Dinge verhindert (den Zehennagel an einem ungünstig plaziertem Gerät einreissen, was sicherlich aufgefallen wäre, wenn man bei der Sache gewesen wäre).

Ein Unfall ist an sich immer ein Omen. Es kündet allerdings nicht von der Zukunft, das wäre zu paranoid, so zu denken - sondern es ist schon Höhepunkt, Krisis; astrologisch gesprochen hat sich die Konstellation erfüllt. Es kann aber ein weiteres Omen darin verborgen sein. 
Natürlich kann im weiteren Verlauf, wenn wir unsere (ungesunde) Lebenshaltung beibehalten, der Fehler erneut geschehen. Das ist gar nicht mal selten, dass wir wiederholt in die Falle gehen, und es mehrere Impulse benötigt, bis wir unser Verhalten überdenken. Es muss uns also dringlich werden.
Die Wahrnehmnungsbereitschaft für Omen erhöht jedoch   diese Dringlichkeit (weil wir sensitiver werden), und räumt unseren Schicksal einen tatsächlichen "Lernvorteil" ein.

Nun kann ein Bewusstseinsschritt getan werden. Das Omen des Unfalls und seiner (Vor-)Zeichen kann richtig gedeutet Auskunft geben, über die Art und Weise dieses nötigen Bewusstseinsschrittes. Die WIE-Fragen können hier helfen. Wie habe ich es erlebt? Wie bin ich in diese Lage gekommen? Bin ich vielleicht unter Zeitdruck gewesen und habe nicht mehr auf die Straße geachtet? Bin ich vielleicht immer von irgendetwas getrieben? Von Zeitdruck, einem Drang nach Zeitersparnis, einer Geschwindigkeitssucht?
Vielleicht geht es einfach um mehr Gelassenheit, vielleicht dass man sich mehr Zeit für sich selbst nimmt, oder sich öffnet oder mehr abschliesst gegenüber äußerem usw.. - meist geht es einfach um mehr Bewusstsein für einen Teil unseres Selbst - oder auch, seltener: um spirituelle Bewusstwerdung.
Die Kräfte des Kosmos verlangen dann naiv formuliert: nach mehr Aufmerksamkeit (nicht Unterwerfung, sondern Be-Achtung; einfaches Bewusstsein über etwas, was uns angeht und ein Teil unseres Lebens und Erlebens ist). 

Es lohnt sich genau darauf zu achten, was mit dem Unfall verbunden ist. Nicht die konkreten Gedanken sind oft entscheidend, sondern viel bedeutender auch die Stimmung oder Gefühl, oder der allgemeine Eindruck, unter den wir standen (sind wir vielleicht gestresst? lassen wir uns stressen? Fehlt uns ein inneres Zentrum?). 

Wenn man sich für Astrologie interessiert, ist es wertvoll den Zeitpunkt des Geschehens zu notieren, was auch allgemein für  Omen gilt! Dann kann man mit der Radix des Ereignisses  einen übergeordneten Gesichtspunkt erhalten, vor allem wenn man es in Synastrie mit seinem eigenen Radix legt.

Bei einer Depression oder Krankheit könnte es zum Beispiel ein Omen geben, dass uns gemäß seiner Zeichen oder seines Bedeutungsgehaltes auf einen mehr ausgeglichenen Lebensweg hinweist (also auf Heilung). Eine Einstellung könnte geändert werden, oder irgendwo Ruhe gefunden werden, wo einem dann neue Ideen kommen oder neue Eindrücke. Übrigens lohnt es sich bei Depressionen und psychosomatischen Beschwerden die Gewohnheit zu verändern: Einen ganz anderen Tagesablauf zu gestalten und sozusagen einen Strich durch die Rechnung der Kontinutität zu setzen. Auch lange Wanderungen sind überaus hilfreich, um die eigenen Hormone (Neptun) in Gleichgewicht zu bringen, und von Schlacken zu lösen (in den Schlacken verbergen sich anscheinend Bindungen an unsere Vergangenheit; da wir viele Schadstoffe mit der Zeit in unser Gewebe einspeichern, binden diese  ähnliche dunkle Energien/Frequenzen, die uns an gewisse Erfahrungsdimensionen binden bzw. nieder halten).

Wenn ich regelmässig an etwas denke, was mich unbewusst runter bringt oder in Ungleichgewicht, so beinflusse ich dadurch mein Leben indirekt oder gar direkt, und auch die Interpretation von Omen kann dadurch negativ beeinflusst werden. Und auch der Körper erinnert sich (das heisst, was wir gestern taten und erlebten, bedingt ein wenig das Erleben heute).

Manche Omen verweisen genau auf diese Haltung, an ein Muster festzuhalten. Und deuten an, es loszulassen.

Innere Veränderung

Wie geschieht das Ändern der seelischen Entwicklungsrichtung? Es geschieht allein durch unsere Haltung: die Einstellung, alltägliches Bewusstsein, Ziele, Ideale, Vorhaben auf der einen Seite und Gewohnheiten, Routinen oder Laster auf der anderen Seite. 

Kurzschlusshandlungen sollten vermieden werden - man muss sich schon klar sein über die gegebenen Dinge oder Möglichkeiten... -   ab einem gewissen Zeitpunkt, können manche Omen eine Menge Kraft freisetzen, man sagt sich: "Jetzt habe ich es begriffen. Jetzt handle ich nach eigener Verantwortung. Jetzt ist es so weit - und nichts kann mich da mehr aufhalten!". Um diesem Entschluß nicht wieder zu verlieren, lohnt es sich sofort konkret zu werden, und mit ersten Taten die Richtung schon heute  festzulegen.

Generell gilt: Was uns auch begegnen mag, wir können es als Zeichen und Spiegel unserer Selbst auffassen. 

Das dreifache Omen in der Begegnung mit Menschen


Solche Omen können wichtige Informationen für uns bereit halten, wenn wir die Person ansprechen und ins Gespräch kommen.

Möglicherweise reicht in manchen Fällen auch das bloße Wahrnehmen einer Person zu drei verschiedenen Gelegenheiten, und wir sehen allein schon in ihrer Erscheinung, Eigenschaften, Symbolen oder Attributen eine Botschaft für uns.

Insgesamt muss ich sagen, dass es bislang nur eine wirklich bedeutsame Fügung mit einer Person gab, der ich an einem Tag dreimal  begegnet bin.

Als ich 1998 in einer Zwangslage steckte, suchte ich nach einem Ausweg. 

Eines freien Tages traf ich innerhalb desselben Tages zu verschiedener Zeit drei mal dieselbe Person an verschiedenen Orten. Ich kannte sie schon, denn wir hatten uns flüchtig kennen gelernt, als wir im selben Abiturjahrgang waren. 

Als wir uns das dritte Mal trafen, nahe meiner damaligen Wohnung, sprachen wir etwas länger und ich erwähnte mein Problem. Irgendwie hatte sie etwas in der Hinterhand und fühlte wohl, dass es das Richtige für mich sein könnte. 

Ich befolgte ihren Rat und es stellte sich heraus, dass viel Glück damit verbunden war , und ich viele Probleme durch meine Wahl gelöst bekam.

Deutung einfacher Omen und "Bestätigung durch Geräusche"

Die einfachsten Omen treten in der Weise auf, wie sie zum Beispiel einen Gedanken, den wir haben, begleiten. Ein Geräusch kommt auf, als wir einen Gedanken hatten, und bestätigt diesen Gedanken, als seien wir auf dem richtigen Weg.

Es gibt auch hier eine Dreierregel, dass ein Omen bedeutender ist, wenn es aus drei Teilen besteht: Ein Gedanke kommt uns unvermittelt, dazu ein Windhauch, und irgendwo hört man eine Hupe oder einen Knall usw.. - alles in einem engen zeitlichen Rahmen, wie auf einem Schlag. Das verleiht dem Omen besonderes Gewicht.

Man braucht unbedingt mentale Losgelöstheit und Klarheit, um solche Omen richtig zu deuten. Aber gelegentlich ist es wirklich sehr einfach und besagt bloß, dass wir auf dem richtigen Weg sind bei unserem Vorhaben oder gedanklichen Absichten. 

Der Wink

Wenn wir etwas vorhaben, in eine bestimmte Richtung gehen wollen, etwas tun wollen, uns an eine bestimmte Haltung verpflichten oder eine Absicht mit uns tragen, wie wir an etwas herangehen wollen: und uns winkt jemand zu, obwohl er nicht uns meint, dann ist das ein gutes Zeichen, dass wir diesen Weg gehen können.

Schlussworte

Das Herz weiss, wo es lang will und wo es das Leben gibt. 

Und die Vernunft weiss, welche Irrtümer und Gefahren sich bei diesem Weg einstellen: Der gefahrenvolle Weg? Das ist nicht  der Weg mit Herz, sofern wir das Herz richtig ergründen. Sondern der gefahrenvolle Weg, das ist in Wahrheit die ständige Beeinflussung und Irritation, die wir in jedem Augenblick durch innere und äussere Stimmen erfahren, wo wir dann gar nicht mehr richtig durchblicken, was was ist. Es gibt den ständigen Zweifler in uns, das ist der Verstand. Und aufgrund unserer Erinnerungen (vor allem in der Kindheit) kann dieser Zweifel hartnäckig sein. Es kann eine versteckte Auflehnung gegenüber unseren Eltern darin verborgen liegen.

Ein gesunder Zweifel ist aber nötig. Wir sollten nicht blind werden, und nur noch blind vertrauen. Sondern echtes Vertrauen muss man sich erarbeiten und ist gelegentlich so schwer, wie die Liebe. Denn wir werden auch mal enntäuscht werden. In meinen Anfängen der Omenkunde blickte ich manchmal nicht mehr durch und konnte nicht immer die Einbildung heraushalten. Aller Anfang ist schwer. 

Die Vernunft, richtig verstanden, bezieht sich nicht allein auf Logik. 
Logik, das ist der Verstand allein. Der Verstand kann in alle Richtungen führen. Es sagt noch gar nichts über die Vernunft aus, wenn man sich der Logik bedient.

Für die Vernunft kommt es darauf an, dass man sich den Erfahrungen, die man ausgesetzt war und gemacht hat, klugerweise bedient und  stets neu beurteilt, was einer Sache oder dem Augenblick zugrundeliegt oder zugrundeliegen könnte.

Über den Kosmos


Omen sind Ausdruck des Geschehens der sichtbaren und unsichtbaren Welt von lebendigen Kräften.

Es deutet alles darauf hin, dass wir die Welt allen Geschehens als lebendigen Zusammenhang, und nicht bloß als aus wirkenden Kräften bestehend bezeichnen müssen. 

Februar 2009
Stefan Arens