Omen sind wie Wegweiser.
Omen
stehen in Resonanz mit unserem Leben.
Sie können unsere tiefsten
Fragen reflektieren, und zu Lösungen inspirieren oder Lösungen
sogar aufzeigen. Sozusagen werden Türen zu einem möglichen Schicksal
gezeigt. Und was die Omen zeigen, ist meist gut für uns. Sofern wir die Omen richtig verstehen.
Zunächst muss
klar gestellt sein, dass die Omenkunde kein Heilsversprechen ist. Die
Verantwortung und Entscheidung, wie man sein Leben lebt und wahrnimmt
ist eine ganz persönliche Angelegenheit.
Ich möchte mit diesem Artikel
hinleiten, dass man vielleicht die Omen und ihre Sprache selbst
entdeckt, aber ich kann nicht anleiten, wie das genau geht.
Schlüßelworte sind Synchronizität und Resonanz, aber auch ein Mysterium lässt sich nicht
weg diskutieren. Man kann als Ansatz die Omen mit der
Tarotkartendeutung vergleichen, denn in der Welt der Ereignisse stecken
Symbole verborgen, die ähnlich einem Traum eine individuelle Bedeutung
aufweisen.
Wichtiger als das Ereignis wie es alle sehen, ist unser eigener Standpunkt, mit dem wir das Ereignis und seine Bedeutung wahrnehmen.
Bedeutsame Ereignisse sprechen ebenso wie viele "unbedeutende" Ereignisse eine bestimmte Ebene unseres Schicksalsweges an.
Fragen, die man sich stellen kann bei solchen Ereignissen, in denen wir ein Omen vermuten:
WIE
hat sich etwas ereignet, WIE habe ich oder andere gehandelt (vorher und
während des Omens), was hat wie wozu geführt? Was habe ich
gedacht, oder gefühlt? In welchem Zeitablauf befinde ich mich? Welche wichtige Frage stelle ich die ganze Zeit?
Dabei
kommt es freilich auf eine ehrliche Beobachtung an, auch Selbstbeobachtung.
Der Standpunkt beinhaltet: Wie wir die Welt erleben und wahrnehmen, welche Fragen wir uns stellen, was wir wissen oder was wir aus Sicht des Schicksal wissen sollten, und was uns sozusagen als Erfahrung und Lektion esoterisch gesehen zum Wachstum anregen könnte. Das Spektrum ist weit und hängt ganz vom individuellen Standpunkt ab, und dem seelischen Wollen darin bzw. dem Wollen des Selbst.
Die Omenkunde bietet verlässliche Orientierungspunkte auf, die zuweilen weit über das konkrete Jetzt hinaus reichen und in die nähere Zukunft weisen oder auf eine Chance, das Jetzt zu wandeln.
Es kommt natürlich ganz drauf an, welche Lebensrichtung man verfolgt und wo man steht. Denn auch dies wird durch Omen begeleitet. Wir können freilich bei entsprechender Veranlagung (Konstellationern und Transite oder sonstiger Auslösungszwang der Konstellationen) in die Falle vermeintlicher Fügungen geraten. Es mag ein Omen darin stecken, aber wir sollten nicht glauben, dass immer alles was passiert gut für uns ist - weil es manchmal auch die andere Art Schicksal ist, bei dem auch unser Radix beteiligt sein kann mit evtl. unverwirklichten Konstellationen , die sich mit Gewalt oder Ereigniszwang in unsere Wahrnehmung drängen. Immerhin können wir auch solche Ereignisse deuten und einen Gewinn hinsichtlich unserer Lebensausrichtung erzielen.
Man stellt rasch fest, dass eine verbissene Haltung der Sache abträglich ist. Es ist viel eher eine gelassene, und erwartungslose Haltung erforderlich.
Es
ist ein kreativer Akt des Bewusstseins, eine solch ambivalente Haltung
gegenüber der Realität einerseits und dessen möglichen Bedeutungen
andererseits aufzubringen. Nicht immer wird man jedes Omen in seiner
Bedeutung voll erfassen können. Das muss zunächst hingenommen
werden, dass die Sache nicht mit einem Mal klar vor Augen liegt. Ich
denke, mit der Fähigkeit ambivalente Situationen
ertragen zu können, bzw. sie zunächst einfach hinnehmen zu können, wird
man auch erst bereit sein, die geheime Logik der Omen aufzufinden.
An dieser Stelle lohnt ein Rückgriff auf die Astrologie: Sie zeigt uns Konstellationen, die nach Ausdruck verlangen, und sie werden notfalls durch passende Gelegenheiten und/oder einem inneren Druck, der nach Wirkung verlangt, gezwungenermaßen zur Erscheinung drängen.
Das ist eine Grundthese, die ursprünglich Döbereiner sehr betont hat.
Ich habe solch Wirken der Konstellationen immer wieder bestätigt gesehen.
Manchmal
sind das einfach Erfahrungen, die sich nicht verhindern
lassen. Das äussere Ereignis scheint nicht immer so wichtig, wie die
innere Erfahrung. Manchmal erfordert ein äusseres Ereignis unser
Handeln, und plötzlich verschwindet der Druck.
Manchmal können wir die Konstellation annehmen und so nach
geeigneten Wegen suchen, die Konstellation zu erfüllen. Die
Konstellationen verlangen letztendlich - unter der Regie der Sonne
- nach Integration.
In jedem
Fall verwirklicht sich eine Konstellation. Übertragen auf Geschehnisse oder Ereignisse,
die als Omen zu erkennen sind, kann die Astrologie auf dem Moment
des Omens bezogen, sehr hilfreich sein. Allerdings ist es nicht ohne
Weiteres möglich, anhand bestimmter Stellungen des Stundenhoroskops auf
dahinterstehende Omen zu schliessen. Man sollte vielmehr Transite auf das eigene Radix mit hinzu betrachten.
Die Omen sind da. Sie sind vermutlich auch dann da, wenn wir sie nicht wahrnehmen. Aber gelegentlich scheint es so zu sein, dass es unsere innere Bereitschaft ist, mit der wir gewissermaßen an Omen geraten, welches uns einen echten Hinweis geben will.
Die Omen sprechen eine bestimmte Sprache. Insgesamt scheint es eine höhere Instanz zu geben, die sich für unser Wohlergehen interessiert.
Bemerkenswert daran ist, dass
diese höhere Instanz oder Macht, die die Omen für unsere
Wahrnehmung fügt, nicht allein auf uns selbst bezogen werden kann. Was
die Dinge bedeuten, ist natürlich für andere etwas ganz
anderes (unter Umständen).
Beispiel:
Ein Flugzeug befindet sich in der Luft. Der Motor geht kaputt. Es
landet auf einer Wiese. Drei Insassen kommen mit dem Schrecken davon.
Ein Wanderer aber, der stand zufällig am Rand der Wiese. Das, was
dieses Geschehen individuell konkret bedeutet, ist für die Beteiligten verschieden.
Es kann durchaus so mancher Fingerzeig in den Omen zu erkennen sein, dass wir eine wichtige Haltung oder Einstellung für uns ändern.
Wie wir uns auch entscheiden, es ist unsere Verantwortung, unserem eigenen Selbst oder begriffenen Leben gegenüber - und wir sollten genau wissen, was wir wollen oder nicht.
Ich treffe unterwegs oft auf Hunde. Das ist nicht selten, dass man Hunden begegnet.
Es war bislang immer bedeutsam in welcher Weise sie mich wahrnahmen, zum Beispiel ob sie mich anknurrten und bellten.
Bei mir ging es eine Zeit lang oft um das Thema Gesundheit: es scheint, als nehmen Hunde, die ich an einem Tag begegne, vorweg, wie ich mich Tage später befinden oder fühlen werde. Wenn ich mein Vorhaben, das ich zu der Zeit hatte, fortführte, was eigentlich immer der Fall war.
Knurrende oder bellende Hunde begleiteten manche meiner Vorhaben, die nicht gerade dazu dienten, den gesundheitlichen Aspekt bei mir zu stärken, etwa indem ich auf dem Weg war um Kaffee zu kaufen, der mir nicht gut tat oder Bier, um mal einen Abend zu zechen.
In Foren des Internets war ich dann beschwipst und führte sogar den inneren Krampf der Launen fort, der dabei entstand. Das war alles andere als schicklich und führte zu leichten inneren Reibungen. Und die Hunde waren da ein typischer Spiegel für.
Zu anderen Zeiten in der Begegnung mit Hunden mag es nicht um den gesundheitlichen Aspekt gehen, sondern etwa um einen psychischen. Die Energien, mit denen wir haushalten und uns in Gleichgewicht oder Ungleichgewicht bringen.
Ein Symbol ist meist nicht sehr einseitig, sondern eher vielseitig ohne dabei aber beliebig zu sein. Es kommt immer darauf an, in welchen Lebensumständen man sich befindet.
Ich glaube Hunde treten auch in Resonanz mit dem Thema: "Im Einklang mit sich selbst sein". Hunde symbolisieren eine Art inneren Kampf. Und wenn wir auf Hunde treffen, die uns anbellen, könnte das auf irgendeinen inneren Kampf in uns verweisen, zB auch Gesundheit versus schädliche Launen, die durch ungünstige Nahrungsmittel entstehen können. Im Grunde steckt im Symbol des Hundes auch eine Art Verweis auf zwei Seiten des Lebens: die animalische und emotionale Seite des Lebens.
In einer bestimmten Art geht es ähnlich wie bei Kentauren (mythologische Gestalten) beim HUND um den Zwiespalt zwischen emotionaler Seite (der Hund mit emotionalen Aspekt) und Instinkten. Instinkte sind alles, was körperlich ist, auch Angst oder psychische Unausgeglichenheit kann als körperliche Komponente des Seins angesehen werden (Physiologie). Und die emotionale Seite begehrt Frieden, Wohlbefinden und psychisches Gleichgewicht.
Ausserdem scheint es beim Symbol des Hundes um den treuen Weggefährten zu gehen. Ich nehme an, der Hund verkörpert auch das Beziehungsverhältnis zwischen verschiedenen Teilen des Menschen: zum Beispiel seinen Geist, seine Seele, und höheres Selbst. Und wie man mit seinem ICH-Bewusstsein zu diesen Teilen steht. Es muss einem nicht bewusst sein, aber man kann auch unbewusst einen inneren Konflikt mit sich herbeiführen.
Das Omen wird durch ein Ereignis getragen, oder eine Begegnung. Im Zentrum steht immer die Wahrnehmbarkeit für uns. Etwas, zum Beispiel ein Geschehen, muss in irgendeiner Weise bedeutsam hervortreten. Wir werden aufmerksam aufgrund der Symbole darin. Und sei es, dass wir an dem Ereignis die Dreiteilung als Regel feststellen.
An sich hat das Ereignis als solches (welches mit dem Omen verbunden ist) für unser konkretes Schicksal oft keine bedeutende Relevanz, doch das eigentliche mit dem Ereignis verbundene Omen spricht eine symbolische Sprache, und erhält aus seiner Bedeutung heraus enorme Relevanz für uns - eben in Bezug zu den möglichen Aussagen über unser Schicksal oder den Chancen. Sofern wir das Zeichen, die Botschaft, das Omen deuten, oder überhaupt wahrnehmen können.
Es
kommt oft vor, dass es mehrere Omen innerhalb einer bestimmten Zeit
gibt und so auch ein Thema verdichten mögen.
Das
heisst, verschiedene Ereignisse an einem Tag sprechen
symbolisch ein und dasselbe Thema an. Und wenn man die verschiedenen
Omen in Bezug zueinander bringt, wird die Schau verdichtet. Es können
alle Omen in ihrem Zusammenhang auch auf eine weitere Bedeutung oder
Besonderheit verweisen.
Wenn ich zum
Beispiel
aus dem Fenster schaue und Elektrotechniker an einem Umspannwerk
arbeiten, was sie ja sehr selten machen, und gleichzeitig ein
Möbelwagen zu sehen ist, der den Nachbarn Möbel liefert, und wenn sogar
in
dem Moment, wo ich hinaus schaue, ein Straßen-Reinigungswagen vorbei
fährt und sich auf diese Weise schon deutlich drei Phänomene
miteinander verknüpfen (Elektrotechniker am Transformatorkasten,
Möbelwagen, die städtische Strassenreinigung), und wenn ich dann auch
noch feststelle, dass
die Elektrotechniker mit drei Wagen gekommen sind - dann ist das Omen
einfach überaus deutlich.
Der
springende Punkt war für mich dabei der
Elektrokasten, also der Transformatorkasten.
Meist
ergibt sich das Omen
in seiner Bedeutung einfach von selbst, weil es eine oft sehr
einfache Sprache ist, in der man die Zeichen verstehen kann -
manchmal muss man etwas
nachspüren. Und manchmal erweist sich erst später, was die komplexen
Omen
wirklich bedeutet haben (obwohl man zunächst in der richtigen Richtung
gedeutet
hat, erscheint es einem noch etwas vage).
Dass wir die Omen nicht
immer richtig zu deuten imstande sind, und manchmal auch nicht als
solche erkennen, zeugt auch davon, dass die Omen
grundsätzlich von einer Ebene der Wirklichkeit künden, die zwar in
Resonanz mit uns steht, aber frei von unserer Haltung existiert.
Es ist generell der beste Weg, ein Omen so zu deuten, indem man einfach schaut und feststellt, was einen zuerst ins Auge fällt. Man muss das Schauen lernen, also ohne dabei etwas zu beabsichtigen, als würde man einfach dem "leisen Wink" folgen, der die Augen führt.
Der Transformatorkasten war das erste, was ich wahrgenommen habe. Ich dachte: Der Elektrokasten steht für Intuition, für Erleuchtung. Neue Impulse der geistigen Ebene. Einen Zugang zur einer höheren Ebene erhalten, oder Erkenntnisse aus höheren Ebenen erhalten.
Damals nahm ich es sprichwörtlich, dass die Erkenntnisse aus der höheren Ebene dann nach unten, zB auf die Ebene des Sprachlichen transformiert werden können. Ich vermute im Nachhinein auch, dass es hier um einen Kontakt mit der höheren Seinssphäre, oder höheren seelischen Sphäre geht. Das ist eine etwas komplexere Geschichte, die sich später ergab - in kurzen Worten geschildert ging es um eine schamanische Rückführung.
Damals jedenfalls schon verstand ich das Omen als Chance, die ich schon immer wahrnehmen mochte. Eben vermehrt in Kontakt mit der Spiritualität und den "spirituellen Sphären" zu gelangen (um es kurz zu fassen verlor ich diesen Kontakt etwas aus den Augen).
Der Möbelwagen korrespondierte zudem mit einem konkreten Vorhaben zu der Zeit, da ich nämlich bei mir zuhause etwas umräumen wollte, und mein Bett in ein anderes Zimmer verfrachten wollte. Mit dieser innerhäuslichen Umzugsaktion und dass ich mehr Platz erhalte, erhoffe ich mir die Ruhe zu finden, um endlich wieder meditieren zu können. Später stellte sich heraus, dass sich noch weitaus mehr in die Wege leitete. Die Zeitspanne betrug etwa 2-3 Monate.
Die Zeit und das Leben, das sind keine zwei voneinander getrennte Prozesse, sondern sie stehen hier auf Erden in enger Verbindung zueinander. Leben ist in der Zeit.
Die Zeit ist eine Angelegenheit, die ihre Qualitäten kennt. Woraus sich Synchronizität und Anziehung ergibt; - astrologisch gesprochen ist jede Zeit in einem bestimmten Rythmus eingebettet.
Somit
ist auch jede Handlung in einer gewissen Zeit und es
ist kein Zufall, dass wir zu Arten von Handlungen kommen, wenn die Zeit
dafür einen bestimmten und geeigneten Rahmen gibt.
Das heisst aber
auch, dass es für Handlungen eine geeignete Zeit gibt und wir manchmal
die ungeeignete Zeit wählen.
Mit Intuition spüren wir oft, wann welche Handlung optimaler vorzunehmen ist, und sei es, dass es um ein banales heisses Bad geht (es gibt Tageszeiten, und biorythmische Phasen, in denen physiologisch gesehen zB ein Bad sinnvoller ist).
Und
so kann man mit
Intuition oder Omen auch solcherlei herausfinden, in welche Richtung die Handlung
geht und was sich daraus ergibt. Solche Omen würde ich einfach als "kleinere Omen" bezeichnen.
Sicher,
diese Bedeutung muss erst erkannt
werden. Und man muss deshalb auch einfach etwas Experimentierfreude an
den Tag bringen. Nach dem Motto, wie man den Verstand beruhigt: Ob ich
heute morgen oder heute nachmittag einkaufen gehe, ob ich jetzt
spazieren gehe oder morgen, das macht keinen besonderen Unterschied -
aber um das Omen oder auch ebensogut eine innere Ahnung zu prüfen, kann
ich diese auch genausogut befolgen. Und dann prüfen, ob zB auf dem Weg
oder am Ende irgendetwas passiert ist, über das ich froh sein
kann. Sei es, dass man jemanden begegnet, oder den Regen vermeidet,
oder sogar ein weiteres Omen auf dem Weg entdeckt. All das sind
Fügungen.
Fügungen ereignen sich gegebenenfalls eben in einer bestimmten Zeit.
Auch dass irgendwo in seiner Wohnumgebung sich etwas ändert, ein Neubau, ein Umbau eines Supermarktes in dem man sonst einkauft, oder ein Haus in der Siedlung erhält eine auffallend andere Farbe usw. - all das kann Hinweis sein auch für eigene Veränderungen, die anstehen, oder dass man eine neue Ebene betritt.
Man kann, sofern man Gewahr wird, dass sich
etwas in der näheren Umgebung ändert, an diesem Tag und Stunde
besonders darauf achten, was einem auf dem Weg sonst noch geschieht oder ins Auge fällt.
Alles Aussergewöhnliche kann sich als Symbol ausdrücken, mit dem sich
die individuelle Veränderung näher bezeichnen lässt.
Es
hat sich erwiesen, dass der Hinweis auf anstehende eigene Veränderung
dann relevanter ist, wenn die Veränderung in der Umgebung auch näher an
einem heran liegt oder etwa sich auf einem Weg befindet, den man fast
täglich geht. Alles kann hier beachtet werden. Geht es um eine
Grenzsetzung? Ein neues Gebäude? Diese Dinge haben alle eine Bedeutung,
die sich durch das Symbolische dieser Dinge ergibt.
Auch wenn ein Weg plötzlich nicht mehr gegangen werden kann, weil zum Beispiel ein Zaun gebaut wird usw.., kann das ein Hinweis sein, dass uns bestimmte Wege im Leben nun auch verbaut sein könnten oder vom Schicksal her gesehen sogar verbaut sein sollten (denn es handelt sich ja nicht um eine Weisung, sondern Bekanntmachung von Chancen). Vielleicht aber stellen wir später fest, dass der Weg wieder gegangen werden kann. Und es könnte ein Hinweis sein, dass wir uns unbeirrbar durchkämpfen können (bzw. durchkämpfen sollten; das Wort Sollen wird leider zu sehr auf eine äussere Autorität bezogen. Aber wir und unser Selbst ist diese Autorität, die ein Sollen formuliert: Es ist unzweifelhaft, dass wir ein besseres und stärkere Leben führen wollen und dahingehend würden wir doch meinen: Dass man bestimmte Dinge nicht tun kann, sondern tun sollte, nicht wahr?). Aber doch bleibt es letztendlich unsere Freiheit, und ob ich jetzt sollen oder kann schreibe, sollte gleichgültig sein. Weil wir sollten (brauchen?) keinen Zwang verspüren bei dieser ganzen Sache. Es sollte mit einem Gefühl von Freiheit einher gehen.
Wenn
man bei einer Firma gearbeitet hat, in einem Haus gewohnt hat und so
weiter, so ist jede Veränderung dieser Firma oder Hauses auch von
Aussagekraft für das eigene Schicksal bzw. die eigene Lebensphase. Es
ist ganz egal, ob man noch mit der Firma zu tun hat.
Dabei gibt es
allerdings im Detail viele Faktoren, die die Aussagekraft verändern
können. Zum Beispiel ob man mit der Firma Probleme hatte.
In meinem persönlichen Beispiel hat die Firma, bei der ich meine einfache Ausbildung gemacht habe, vor einigen Jahren ihr Gesicht verändert (Namen und Geschäftsräume, nebst Abkopplung aus einer Filialkette; d.h. sie ist nun eigenständig). Seit mehr als zehn Jahren habe ich mit der Firma nichts mehr zu tun. Aber diese Veränderung der Firma korrespondiert mit einem Plutotransit, den ich zu der Zeit hatte, als die Firma ihren Namen änderte und auch an einen anderen Ort der Innenstadt zog. Und tatsächlich habe ich mich selbst - ähnlich wie die Firma - im Vergleich zu der Zeit wo ich dort arbeitete enorm verändert, was sich alleine schon im Interesse an Spiritualität und Esoterik zeigt. Gleichzeitig meide ich mittlerweile diese Firma aus mangelnden Interessen an den Produkten. Mein altes Leben ist damit eigentlich sehr weit in der Ferne von Vergangenheit.
Es lohnt sich, auch solche Dinge und Veränderungen zu berücksichtigen, die einem nicht direkt aber indirekt betreffen, weil jener Ort, an dem man verbunden war, in einem zyklischen oder rythmischen Sinne mit uns noch indirekt zu tun hat. Die Beachtung und Vergleich mit diesen erweiterten Synchronizitäten hat sich mir wiederholt als überaus lohnenswert erwiesen.
Und sei es, dass man nur eine Bestätigung für eigene Veränderungsprozesse erhält. Und einem das Zeichen ansonsten nichts konkretes mitteilt (denn eine besondere Wichtigkeit ist natürlich nicht gegeben, wenn man mit der Firma usw. nicht mehr direkt verbunden ist).
Ein eigener Unfall weist oft darauf hin, dass wir gelinde gesagt im Ungleichgewicht sind.
Mir sind Fälle bekannt geworden, wo ein Unfall, auch eine Krankheit darauf hinwies, dass unbedingt die Richtung der (seelischen oder psychisch-geistigen) Entwicklung geändert werden musste.
Man begriff den Unfall oder Krankheit dann als Chance, besonders wenn man innerlich schon um eine gewissen Richtung spürt. Man kann sogar von grossem Glück reden, wenn der Weg zur Heilung zugleich auch eine ganz neue Lebensphase mit neuen Möglichkeiten mit sich bringen wird.
Ein Unfall ist an sich immer ein Omen. Es kündet allerdings nicht von der Zukunft, das wäre zu paranoid, so zu denken - sondern es ist schon Höhepunkt, Krisis, astrologisch gesprochen hat sich die Konstellation erfüllt. Es kann aber ein weiteres Omen darin verborgen sein.
Nun
kann ein Bewusstseinsschritt getan werden. Das Omen
des Unfalls und seiner (Vor-)Zeichen kann richtig gedeutet Auskunft
geben über die Art und Weise dieses nötigen Bewusstseinsschrittes.
Die WIE-Fragen können hier helfen. Wie habe ich es erlebt? Wie bin ich
in diese Lage gekommen? Bin ich vielleicht unter Zeitdruck gewesen und
habe nicht mehr auf die Straße geachtet?
Vielleicht geht es einfach um mehr Gelassenheit, vielleicht dass man
sich mehr Zeit für sich selbst nimmt, oder sich öffnet oder mehr
abschliesst gegenüber äußerem usw.. - meist geht es einfach um mehr
Bewusstsein für einen Teil unseres Selbst - oder auch, seltener: um
spirituelle Bewusstwerdung.
Die Kräfte des Kosmos verlangen dann naiv
formuliert: nach mehr Aufmerksamkeit (nicht Unterwerfung, sondern
Be-Achtung; einfaches Bewusstsein über etwas).
Es lohnt sich genau darauf zu achten, was mit dem Unfall verbunden ist. Nicht die konkreten Gedanken sind oft entscheidend, sondern viel bedeutender auch die Stimmung oder Gefühl, oder allgemeiner Eindruck. Oder das erste, was einem in den Sinn kam.
Wenn man sich für Astrologie interessiert, ist es wertvoll den Zeitpunkt des Geschehens zu notieren, was auch für andere Omen gilt! Dann kann man mit der Radix des Ereignisses einen übergeordneten Gesichtspunkt erhalten, vor allem wenn man es in Synastrie mit seinem eigenen Radix legt.
Bei einer Depression oder Krankheit könnte es zum Beispiel ein Omen geben, dass uns gemäß seiner Zeichen oder Bedeutungsgehalt auf einen mehr ausgeglichenen Lebensweg hinweist (also auf Heilung). Eine Einstellung könnte geändert werden, oder irgendwo Ruhe gefunden werden, wo einem dann neue Ideen kommen oder neue Eindrücke. Übrigens lohnt es sich bei Depressionen und psychosomatischen Beschwerden die Gewohnheit zu verändern: Einen ganz anderen Tagesablauf zu gestalten und sozusagen einen Strich durch die Rechnung der Kontinutität zu setzen.
Wenn ich regelmässig an etwas denke, was mich unbewusst runter bringt oder in Ungleichgewicht, so beinflusse ich dadurch mein Leben indirekt oder gar direkt, und auch die Interpretation von Omen kann dadurch negativ beeinflusst werden. Und auch der Körper erinnert sich.
Manche Omen verweisen genau auf diese Haltung, an ein Muster festzuhalten. Und deuten an, es loszulassen.
Wie geschieht das Ändern der seelischen Entwicklungsrichtung? Es geschieht allein durch unsere Haltung: die Einstellung, alltägliches Bewusstsein, Ziele, Ideale, Vorhaben auf der einen Seite und Gewohnheiten, Routinen oder Laster auf der anderen Seite.
Kurzschlusshandlungen sollten vermieden werden, man muss sich schon klar sein über die gegebenen Dinge oder Möglichkeiten... - aber ab einem gewissen Zeitpunkt, können manche Omen eine Menge Kraft freisetzen, man sagt sich: "Jetzt habe ich es begriffen. Jetzt handle ich nach eigener Verantwortung. Jetzt ist es so weit - und nichts kann mich da mehr aufhalten!".
Generell gilt: Was uns auch begegnen mag, wir können es als Zeichen und Spiegel unserer Selbst auffassen.
Solche Omen können wichtige Informationen für uns bereit halten, wenn wir die Person ansprechen und ins Gespräch kommen.
Möglicherweise reicht in manchen Fällen auch das bloße Wahrnehmen einer Person zu drei verschiedenen Gelegenheiten, und wir sehen allein schon in ihrer Erscheinung, Eigenschaften, Symbolen oder Attributen eine Botschaft für uns.
Insgesamt muss ich sagen, dass es bislang nur eine wirklich bedeutsame Fügung mit einer Person gab, der ich an einem Tag dreimal begegnet bin.
Als ich 1998 in einer Zwangslage steckte, suchte ich nach einem Ausweg.
Eines freien Tages traf ich innerhalb desselben Tages zu verschiedener Zeit drei mal dieselbe Person an verschiedenen Orten. Ich kannte sie schon, denn wir hatten uns flüchtig kennen gelernt, als wir im selben Abiturjahrgang waren.
Als wir uns das dritte Mal trafen, nahe meiner damaligen Wohnung, sprachen wir etwas länger und ich erwähnte mein Problem. Irgendwie hatte sie etwas in der Hinterhand und fühlte wohl, dass es das Richtige für mich sein könnte.
Ich befolgte ihren Rat und es stellte sich heraus, dass viel Glück damit verbunden war und ich viele Probleme durch meine Wahl gelöst bekam.
Die einfachsten Omen treten in der Weise auf, wie sie zum Beispiel einen Gedanken, den wir haben, begleiten. Ein Geräusch kommt auf, als wir einen Gedanken hatten, und bestätigt diesen Gedanken, als seien wir auf dem richtigen Weg.
Es gibt auch hier eine Dreierregel, dass ein Omen bedeutender ist, wenn es aus drei Teilen besteht: Ein Gedanke kommt uns unvermittelt, dazu ein Windhauch, und irgendwo hört man eine Hupe oder einen Knall usw.. - alles in einem engen zeitlichen Rahmen, wie auf einem Schlag.
Man
braucht unbedingt mentale Losgelöstheit und Klarheit, um solche Omen richtig zu deuten. Aber gelegentlich ist es wirklich
sehr einfach und besagt bloß, dass wir auf dem richtigen Weg sind bei unserem Vorhaben oder gedanklichen Absichten.
Wenn
wir etwas vorhaben, in eine bestimmte Richtung gehen wollen, etwas tun
wollen und uns winkt jemand zu, obwohl er nicht uns meinen braucht, ist
das ein gutes Zeichen, dass wir diesen Weg gehen können.
Das Herz weiss, wo es lang will und wo es das Leben gibt, und die Vernunft weiss, welche Irrtümer und Gefahren sich bei diesem Weg einstellen: Der gefahrenvolle Weg? Das ist nicht etwa der Weg mit Herz, sondern der gefahrenvolle Weg, das ist in Wahrheit die ständige Beeinflussung und Irritation, die wir in jedem Augenblick durch innere und äussere Stimmen erfahren, wo wir dann gar nicht mehr richtig durchblicken, was was ist.
Die
Vernunft, richtig
verstanden, bezieht sich nicht allein auf Logik.
Logik, das ist der
Verstand
allein. Der Verstand kann in alle Richtungen führe. Es sagt noch gar
nichts über die Vernunft aus, wenn man sich der Logik bedient.
Für die Vernunft kommt es darauf an, dass man
sich den Erfahrungen, die man ausgesetzt war und gemacht hat,
klugerweise bedient und immer wieder neu beurteilt, was einer Sache
oder dem Augenblick zugrundeliegt oder zugrundeliegen könnte.
Omen sind Ausdruck des Geschehens der sichtbaren und unsichtbaren Welt von lebendigen Kräften.
Es deutet alles darauf hin, dass wir die Welt allen Geschehens als lebendigen Zusammenhang, und nicht bloß als aus wirkenden Kräften bestehend bezeichnen müssen.