Brennen auf
CD ausdrücklich empfohlen (und natürlich erlaubt), um sich die Stücke
auf der
Stereoanlage
anhören zu können, sofern keine direkte Verbindung vom PC zur
Stereoanlage besteht.
Das
empfiehlt sich, weil die dynamischen
Frequenzwerte auf diese Weise eher durchkommen, da die Aufnahmequalität
schon etwas dürftig war. Das betrifft vor allem den Bassbereich, für
den ich bei der Komposition immer besonders kreativ gewesen war, und
den man über gute Boxen erst richtig heraushört. Auch wenn ich keine
besonders grossartige Tonmischung zustande brachte (evtl. ist ein
Kanal, links oder rechts, etwas lauter).
Hinweis:
Eventuell
muss man beim Abspielen einiger Musikstücke
die Lautstärke nach oben oder unten hin
leicht anpassen...

Antidisch:
Eine kurze Zusammenfassung gibt
es auf
MySpace (Link siehe ganz oben).
Darüberhinaus
empfinde ich ein Bedürfnis noch mehr zu meiner Musik
zu erzählen.
Eingestandene
Mängel
Die Qualität der Aufnahmen ist leider nicht
digital. Die Art
und Weise, wie ich die einzelnen Klangfarben zusammen mischte, und oft
nicht für einheitliche Dynamik (Lautstärke) bei der Aufnahme und
Zusammenstellung von Stücken auf ein Album sorgte, und auch
wie ich die Stücke in Details komponierte, ist aus meiner heutigen
Sicht stellenweise überarbeitungs- oder erweiterungsfähig: ich erkenne
einfachste
Möglichkeiten, die ich damals versäumt habe, und die manche
Stücke
noch
ein bisschen geschmeidiger und wirkungsvoller machen würden. Auch in
Bezug zu der Komposition.
Leider
besteht keine Möglichkeit mehr, diese leichte Optimierung nachträglich
zu erreichen - weil das Quell-Material (Sequencer-Spuren) und auch die
Instrumente mir nicht mehr vorhanden sind. Die Zeit meiner Leidenschaft
fürs Komponieren scheint auch längst vorbei.
Diese
ganzen Ausführungen auf dieser Web-Seite sollen
nicht über die Unproffessionalität hinweg täuschen, sondern es
ist
die
Freiheit, die ich mir
genommen habe, nämlich einen Hintergrund zu bilden, der zudem wahr und
authentisch ist. Fehler gibt es in aller
Musik - und der
einwandfreie
technische Aspekt in mancher Musik täuscht meiner Meinung nach oft über
eine
mögliche innere oder kompositionelle Qualität, die nämlich
fehlen mag,
hinweg. Letztendlich ist es die Frage, ob man einer Musik
etwas
abgewinnen kann. Wenn es nicht die saubere Technik ist, dann mag es der
Inhalt sein und umgekehrt.
Meine Haltung damals war vom Motto geprägt: Ich
habe es
getan.
Und auch das ist
Antidisch:
Gegen den Mangel (Mangel=Disch) nichts mehr einzuwenden. Und
es präsentieren, als sei es das Letzte, was man noch tun kann. Warum
also nicht?
Was ich
unten noch
beschreibe, bildet den gedanklichen und ideellen Hintergrund
meiner Musik...
und der Anspruch ist authentisch, wenn es auch in
gewisser Weise eine Ironie auf den sonstigen Größenwahn bedeutet, den
man bei Musikern heutiger Zeit immer wieder findet, die sich rein und
makellos präsentieren und wo technische Reinheit und gekaufte und
kopierte Drumloops
dennoch vor der Inspirationslosigkeit hinweg täuschen können.
Da
brauche ich mich - so denke ich für mich - nicht verstecken, weil es
eben
irgendwo einen Makel immer gegen wird.
Mein
Bezug auf die Klassik soll übrigens nicht andeuten, dass ich
da
jemals wirklich in die Tiefe der Harmonie-Gesetze vorgedrungen wäre,
aber ich habe mich inspirieren lassen und versucht das eine oder andere
auch anzuwenden. Die Klassik war eine wichtige Inspiration für mich.
Einfach fand ich es so: um stets die strukturelle
Ordnung zu
finden, kam ich zur Art des traditionellen Liedaufbaus, die Struktur
"A-B-A" zum Beispiel.
Oder die Bezugnahme auf Takte. Drei Viertel, Vier Viertel - beide
Takarten sind verschieden. Man kann eine Musik
machen, bei der der
Takt keine Rolle spielt - und viele elektronische Musik
ist
heutzutage schon sozusagen "taktlos", was einen grossen Vorteil haben
kann, denn damit
ist Abstraktheit gegeben, die dem Zeitgeschmack am ehesten entspricht
(allenfalls die 80er Jahre waren noch zeitgemäß für den Takt). Mit
dieser Musik, die sehr auf dem Taktmaß basiert,
bin ich aber eher konkret und nciht abstrakt gewesen. Heute
würde
ich,
hätte ich Instrumente, vielleicht auch
einen abstrakteren Weg gehen. Aber die gestalterischen Möglichkeiten
sehe ich nach wie vor im Takt!
Nähere
Beschreibung der Musik
und Hintergründe:
Romantisch.
Jugendlich. Aber weder Klassisch noch Pop. Instrumental.
Die
Komposition
meiner Musik
ist stets auf Takten aufgebaut und der 4/4 Zakt ist sowohl
klassisch gesehen, wie auch modern die meist verwendete Taktart in der
Musik.
Aber ich versuchte mich ebenso in 3/4 als wie in Triolen.
Vom
Inhalt her heiter,
melodiös, aber auch ernste Bass-Linien, und dunkle und
mysteriöse Harmonien.
Das Optimistische und ein gewollter "Durchbruch zur
Lebensfreude" schimmert aber stets durch, dennoch: vordergründig ist
eben
der
Moll-Charakter, der auch durchweg vorhanden ist. Diese Tonart offenbart
den
Kampf des imaginären Protagonisten, der sich auf
einem Weg hinaus aus einem Labyrinth befindet, oder sich in irgendeiner
mit einem Traum zu vergleichenden Szenerie befindet. Der Protagonist
muss irgendwelche Herausforderungen bestehen.
Das
ist der
Moll-Charakter: dass sich das Leben
stets wandelt. Man steht vor Neuland und Ungewissheit, und damit vor
neuen Herausforderungen, die mit jeder Wandlung oder Veränderung
einhergehen. So kommt der Protagonist immer wieder zu neuen
Aspekten
des Kampfes mit den Elementen oder mit sich selbst und seinen
Zielen, die er gewöhnlich niemals aufgibt (irgendein Ziel wird der
Protagonist immer vor Augen haben). Der Protagonist ist der Held,
welcher ein Schicksal zu bestehen hat.
Meine Musik
ist vom
ideellen oder thematischen Gehalt her am ehesten mit der klassischen
Romantik (als
Musikgenre) vergleichbar.
Der
Lebens-Kampf zwischen Sehnsüchten und erfahrenen Widerständen drückt
innerhalb des Lebens
einen
Moll-Charakter aus, womit sich auch die Leidenschaften
ergeben.
Der Dur-Charakter in einer jeden Musik
beschreibt dagegen die einfache Lebensfreude, Ausgelassenheit,
Lebhaftigkeit oder
spielerische Art (Beispiel: Scherzo in G).
Die
Moll-Tonleiter ist seit jeher von einer sehr eigenen Charakteristik, so
wie auch die Dur-Tonleiter. Benutzt man entweder Dur oder Moll ergibt
sich zwangsläufig eine thematische Grundhaltung des jeweiligen Stückes.
Ich bevorzugte die Moll-Tonleitern, weil sie mit meinem Lebensgefühl am
ehesten kompatibel gewesen sind.

Romantik
In der Musik
der Romantik wird als hintergründiger Ton oft der
innere
Leidensprozess
veranschaulicht, den das Leben eigentlich seit allen Zeiten stets aufs
Neue in uns heran bildet, und das Leben erst mit Spannung auflädt. Die
Ziele, die man hat, werden durch diese Spannung oder Hoffnung erst
erstrebenswert.
Es ist der innere Kampf,
nämlich endlich zum Sieg gelangen
zu wollen, der - gemäß der Programmatik des "Antidischs" - nicht in
irgendwelchen Rebellionen in Bezug
auf Äußerlichkeiten und
auch in keine kompromisslose Anpassung münden soll. Denn in einem
Selbst rumort es, dass man sich selbst nicht verlieren will. Das war
für mich sowieso schon immer der wahre Grund, wenn es "Disch" machte.
In der Comic-Sprache: Disch: etwas geschieht, was einem wie ein Schlag
vorkommt, oder negativ auf einen einwirkt, so als würde man einen
Faustschlag ins Gesicht kriegen, aber es kann auch ein Faustschlag auf
das eigene Gewissen sein.
Um
diesen Knüppeln, die das Leben einen zwischen die Beine wirft zu
entgehen, hat man mehrere Möglichkeiten zur Wahl: Man rebelliert, wird
zornig oder passt sich an, und wird brav. Oder aber man wählt den
vernünftigen Weg, und zwar mit Herz und Verstand. Das ist auch, was die
Romantik beschreibt. Sie ist kein Heavy Metal, sondern eine genügsame
Art, sich dem Leben zu widmen, aus dem Standpunkt heraus, dass es keine
bessere Weise gibt, als die, wo man Natur und Leben
verherrlicht.
In
der Zeit von 1995 bis 1998 befand
ich mich in der Hochphase meiner Jugendlichkeit (als Ausdruck neue Weg
zu finden), und es gab viele Ideale und die Suche nach Bedeutung (zB
Symbole oder Inhalte, die mit jeder Musik
ausgedrückt werden).
Die
Musik
ist natürlich stets frei von jedem Idealismus. Doch kann
man im Hintergrund meiner Musik
den inneren Kampf und die Sehnsucht -
was beides
seit jeher Inhalt der Romantik ist -, vielleicht ahnungsvoll
wiedererkennen. Die Kämpfe des Lebens münden bei manchen Musiken stets
in die mit der Musik
entworfenen Bilder.
Musik
ist in diesem Sinne wie
ein Traum. Da
einerseits eine gewisse Freiheit der Gestaltung der Inhalte besteht,
aber andererseits das meiste Material aus den Grundstimmungen und dem
Unbewussten oder Erinnerungen herrührt.
Dieses
Material basiert damit
stets auf den Urgründen unserer individuellen Art, mit der wir auch das
alltägliche Leben erfahren - es kann gar nicht anders sein, als dass
unsere Kunst ein Ausdruck unseres Selbst bedeutet. Als Kunstwerk sind
diese Träume schliesslich auch für andere nachvollziehbar - und man
hört
gewöhnlich Musik
auf eine Art, so als wie man jenen Traum, und
die
Klanglandschaft als Protagonist selbst erleben würde, den die Musik
beschreibt. Ich aber war nicht der Protagonist in meiner
Musik,
sondern es handelt sich allenfalls um einen universalen Archetyp, den
auch andere Musiker in ihrer Musik entwerfen.
Stil und Genre
Die
Schlagzeug-Takte
und Rythmen in meiner Musik
waren für mich sehr wichtig und sie
basieren auf
verschiedenen
Musikstilen. Mit diesen Rythmen und der ausschliesslichen Verwendung
von elektronischen Klangerzeugern wird die Musik
nicht leicht
zuzuordnen
sein.
Die Rythmen und Takte der Anfangszeit
enthalten Elemente des Punks, der
Disco, des
Pops, und anderen typischen Stilformen, ohne dass aber die
Klangfarben der übrigen Instrumente diesen Stilen klar entsprechen.
Meine Musik
entspricht darüberhinaus nur nur in Ansätzen allen
bekannten Arten des Pops; da der Wohlklang, einfache Aufbau und
gleichmässige Rythmus, der dem Pop eigen ist und der zum Tanzen
einlädt, bei mir nicht zu finden ist. Meine Musikhat auch ein wenig
Ähnlichkeit mit Soundtracks.
Meine
Musik
enthält weiterhin deutliche Elemente aus dem Industrial.
Vielleicht kann man die Musik einfach
zum Genre Experimentell
zuordnen. Die enger gefasste und typische Eletronica-Musik
ist jedoch
abstrakt, meine Musik
ist eher konkret, was sich vor allem durch die
akustische Nachvollziehbarkeit der Takte ergibt. Ich denke insgesamt,
dass mein Stil am ehesten mit minimal
electro der 80er Jahre zu vergleichen ist, obwohl ich
nicht
versuchte minimalistisch zu sein. Ich versuchte sogar stets die
Möglichkeiten auszuschöpfen, also ein Stück mit Klang aufzufüllen. Es
gibt Stücke (Task, Fatal) wo es einen gewissen Minimalismus
gibt.
Das Album
"Badlands"

Romantisch
ist die
Thematik des
Albums "Badlands" zu nennen. In diesem
Album wird thematisch eine Landschaft der Öde entworfen. Das
Grundthema wird in 12 Stücken durch variiert. Das Thema ist, dass
Ressourcen nicht unendlich sind, und es noch andere Werte gibt, als wie
Urwälder auszubeuten, bis dass nichts mehr da ist. Im selben Maße, wie
wir in der äußeren Welt für Ödland sorgen, sorgen wir in
sozialen
Bezügen und in uns selbst (also im Seelischen) für ein solches Ödland.
Der
Protagonist der 12 Musikstücke ist ein Mensch, der in einem Traum
fällt, und darin die letzte Blume auf Erden pflegt. Aber die
Planierraupen
rollen an, und letztendlich wird innerhalb der Suite die Blume nur der
Einstieg für die in Ton gefasste Geschichte sein, der Einstieg in einen
unaufhörlichen Prozess der Schaffung von
Ödländern.
Nachdem die Erde unbewohnbar wird,
wiederholt sich
die
Geschichte auf jeden weiteren von Menschen eroberten
Planeten des Kosmos. Das Stück "Dreaming"
stellt die Schwelle innerhalb dieser Geschichte dar, ab der eine Umkehr
noch möglich ist - doch mit dem Stück "Exodus" ist die Schwelle
unumkehrbar erreicht, und der Aufbruch beginnt, nachdem die Erde
unbewohnbar ist, zu neuen Ufern, mit
neuen Plänen und Hoffnungen. Auf einem neuen Planeten beginnt mit
"Conquest" der verheissungsvolle Neuaufbau, und dennoch werden diese
Eroberungsfeldzüge im Nichts der Weite des Weltalls verklingen, da
dieselben Fehler begangen werden, die geistigen Ideale dieselben
geblieben sind, und Eroberungsstrategien keine Kultur erschaffen
können.
Die Geschichte endet mit "Fatal Planets".
Der Träumer
befindet
sich im Halbschlaf, und erkennt, dass sich einerseits die Geschichte
stets wiederholt, wenn die geistigen Werte seiner eigenen Kultur und
Zeit ins Extrem
weitergeführt werden würden. Der Träumer erkennt andererseits, dass es
nirgendwo so schön sein wird, wie auf dem Planeten Erde. Der
Träumer malt sich das Ende des Traumes aus, und rekapituliert, was er
geträumt hat. Mit "Threshold to infinity" bleibt nur noch die
Unendlichkeit, um die Nahrung des Lebens zu finden, dessen die
Seele bedarf - und in der Weite des Alls beginnt die Suche der
Seele nach einem neuen Ort des Lebens, und findet ihn vielleicht
niemals und so endet die Geschichte eigentlich im Nichts. Mit
"Emergencia este guarda"
wacht der Träumer endgültig auf, als der Wecker klingelt und der Alltag
die Warnung oder den Weckruf des Traumes beiseite fegt... -
ich
hatte
übrigens wirklich einen Traum über eine Blume, der nach Wasser
dürstete. Ich verstand den Traum als Weckruf, meinen eigenen Weg weiter
zu suchen und es war 1999 schliesslich eine Kehrtwende in meinem Leben
erreicht, ab der ich endgültig meinen Weg fand. Von dem Traum liess ich
mich damals zu einer Melodie inspirieren, zu denen ich verschiedene
Variationen innerhalb der Suite "Badlands" schuf. Ich
veränderte
die
Bedeutung des Traumes, und schuf eine eigene Geschichte, bezog den
Inhalt nun vor allem auf die Kultur und Zivilisation.
Buchsbaum
Diese
Stücke erachte ich als meine persönlichen Favoriten. Ich liess mich
inspirieren durch klassische Komposition und Harmonielehre. Freilich:
Für mich war es eine Spielerei und ich habe nie Komposition studiert -
ich wollte etwas machen,
was sich gut anhört und ein gewisses inneres Gefüge aufweist. Ich
stellte mir jedenfalls vor, ich sei ein
Komponist aus aus der Zeit Schumanns oder der 1900 Jahrhundertwende -
das war sehr inspirierend. Der Buchsbaum (Gewächs) steht symbolisch für
die Kontrolle über die Leidenschaften.

Bandmitgliedschaft
Bis
2002, als ein guter Freund starb, spielte ich regelmässig bei Sessions
mit. Die Zusammenkünfte von bis zu fünf Freunden konnte man als
Band-Aktivität bezeichnen. Seitdem der Freund gestorben ist, bei dem
die Zusammenkünfte stattfanden, und dessen Heimstudio der Mittelpunkt
aller Sessions war, geht nur noch einer der ehemaligen
Bandmitglieder regelmässig der Musik
nach - ich selbst habe
das
eigene Musikschaffen seit 1998 weitgehend eingestellt, und ab
2003
gab es auch keine Sessions mehr. Die letzte Session 2003 war als
Hommage an den verstorbenen Freund gedacht.
Zu
Minimal Electro als
Stilrichtung: http://de.wikipedia.org/wiki/Minimal_Electro
Zu
Industrial als Stilrichtung: http://de.wikipedia.org/wiki/Industrial
Mehr
zur Programmatik
des Antidisch