Zeichenübergänge haben zum Teil die Wirkung von Punkten.Sie
sind aber keine Punkte, sondern Übergänge. Der Übergang selbst ist eben
nicht fliessend. Ich konnte in langjährigen Beobachtungen und medialen
Betrachtungen der Wirkung von Planetenübergängen an Zeichengrenzen mir
klar werden, dass es eher einen abrupten Übergang, als einen
allmählichen Übergang gibt. Dennoch gibt es einen Bereich, dessen
Wirkung ich dem Aufeinanderprallen der beiden Zeichen zuschreibe.
Diese Punkte bringen
eine besondere Dynamik mit sich, und sorgen für Effekte, die am
deutlichsten auf den
letzten drei Graden eines Zeichens bemerkbar sind - besonders
im letzten
Grad ist ein leicht störender Einfluss des Nachbarzeichens zu bemerken,
aber auch noch bis
auf etwa 0°30' im Anfangsgrad des nächsten Zeichens (allerdings gibt es
einen kontrastreichen Unterschied zwischen End- und Anfangsgrad
hinsichtlich der Wirkung, die von der Zeichengrenze verursacht
wird).
Dann kommt noch eine weitere Ebene hinzu, die Bedeutung des Endgrades
und des Anfangsgrades , weil das Zeichen am Ende immer anders ist, als
am Anfang. Am Ende tendiert die Dynamik zum Verströmen der Energien, am
Anfang zum Verdichten oder konzentrieren.
Dennoch gilt beiden Bereichen die Gemeinsamkeit eines kritischen Bereiches, der von der Zeichengrenze an sich herrührt. Man könnte sagen, hier kommen zwei Einflussgrössen zusammen. Dieser Einfluss mag hin und wieder eine Rolle spielen, die anderen Ebenen, zum Beispiel die letzten drei Grad sind gewöhnlich immer feststellbar.
Insofern
Michael Roscher argumentiert, dass ein Anfangs- und Endgrad
zusammengehören und damit sich eine Planeten-Kombination auf beide
Grade anwenden lässt, liegt er meiner Erfahrung nach zumindest
methodisch falsch.
Jeder Grad stellt eine Ebene für sich dar. Es
mag eine Rolle spielen, dass die Grade einen bestimmten Charakter
aufweisen, der durch die Stellung im Zeichen mit verursacht wird, doch
fundieren lässt sich jeder Grad nur als Einheit, die für sich besteht.
Jemand, der mit Faktoren besonders in den Endbereichen des Zeichens geboren wird, weist oft eine Entsprechung einer dort gebildeteten Potenz der "Durch- oder Überschreitung von Ebenen des Seins" oder eine Potenz der "Durchschreitung von Lebensphasen", oder besser noch gegebene Tendenz der "Transzendierung von Lebensbereichen" auf.
In
schicksalshaften Ereignissen
mag sich dies in Extremen sowohl positiv, als besondere Leistung (zum
Beispiel der
typische Durchbruch), als auch negativ als Vernichtung bisheriger
Grundlagen auswirken, womit aber, durch die damit bedingte
Krise, auch eine totale
Lebensumkehr ausgedrückt sein kann. Als ob die Dinge auf den Kopf
gestellt
werden (aber nicht die Existenz an sich verloren sein muss, aber das
kommt auch vor; es ist ein Wirken der Extreme angedeutet).
Was alles eine Überschreitung von Ebenen
symbolisiert.
Es kann sein, dass es um einen Effekt geht, der mit der Verankerung des Faktors im Zeichen zusammenhängt, und der sich ähnlich vor und hinter der Zeichengrenze auswirkt, und auf einer anderen Ebene aber auch bedeutenderweise etwas unterschiedlich ist, je nachdem ob vor oder hinter der Zeichengrenze. Die Verankerung scheint deutlicher am Zeichenbeginn, und sehr viel losgelöster zu werden am Zeichenende.
Carol
Rushman war der Ansicht, dass viele Milliardäre ihren Erfolg auf
Planeten in Endgraden verdankten. Sie beschrieb den Effekt auf diesen
letzten zwei oder drei Gradbereichen als "Alles oder Nichts"
Haltung,
und "Alles ist
möglich". Den Anfangsbereich erwähnte sie nicht.
Weitere Astrologen sind der
Ansicht, dass sensitive und
besondere
magische Fähigkeiten mit Stellungen in diesen Bereichen zusammenhängen.
Manche Astrologen erwähnen den Begriff Transzendenz,
oder konkreter eine Durchlässigkeit für das Transzendente. Und
es
erscheint mit äusserst stimmig und deckt sich mit meinen eigenen
Erfahrungen hinsichtlich der Bedeutung der letzten Grade.
Transzendenz bezeichnet tatsächlich
ein Überschreiten von Grenzen des Verhaltens, Erlebens und
Bewusstseins, sowie das Sichbefinden jenseits dieser Grenzen.
Der
ähnlich lautende Begriff Transzendental bezeichnet übrigens eine
Erkenntnisart der Philosophie, und ist als ein Rückbezug auf
die Bedingungen gemeint, die unserer Erfahrung des
Gegenständlichen
zugrundeliegen - Traszendental ist nicht gleichzusetzen mit
Transzendenz, die ja über
diese Bedingungen des gewöhnlich Erfahrbaren hinaus geht.
Es scheint, als würde mit Planeten an Zeichengrenzen es
besonders
leicht
fallen, über bisherige Normalität hinaus zu stoßen in einen
sprichwörtlichen Grenzbereich.
Vielleicht passt der Begriff
Grenzbereich nur wenig, und es ist passender von einer
Art Prägung
durch die Bereiche an den Zeichgrenzen zu reden. Zeichengrenzbereiche,
an denen solche Grenzen ja nicht nur existieren, sondern eine solche
Grenze auch
aufgehoben werden soll (im Sinne eines Überganges von einem Zeichen zum
nächsten). Der Endbereich scheint prinzipiell bedeutender als der
Anfangsbereich.
Vielleicht
erfahren die Geborenen allgemein durch den Effekt der Zeichengrenze
auch einen beständigen Einfluss, und werden wie
bei einem Selbst-Quadrat zu besonderen Leistungen oder
Haltungen
motiviert.
So ungefähr hat es Michael Roscher
beschrieben. Er beschrieb die Zeichenübergänge als "Bereich starker
Anspannung und Labilität", und erwähnte dabei die Energieform des
Quadrates (tatsächlich beschrieb Roscher, wie er die Wirkung mit einem
Quadrat der benachbarten Zeichenherrscher vergleicht).
Es kann als sicher gelten, dass zwei Zeichen sich an ihrer Zeichngrenze in ein besonderes Verhältnis zueinander begeben. Es entsteht im Vergleich eine deutlich verschiedene Dynamik oder Energie. Gleichwohl scheint es einen kritischen Punkt an sich zu geben (Zeichengrenze), der auf beiden Seiten hin gleichermaßen wirkt. Ein Fehler wäre es, dies zu allgemein aufzufassen, sondern es ist im Vergleich mit der Gesamtwirkung nur eine sehr geringfügige Ebene, wo eine gleichbleibende Wirkung zu vermuten wäre. Wo genau dieser Punkt sich befindet, lässt sich meiner Ansicht nach nicht genau auf 0°00'01'' oder 29°59'59'' legen. Es schwebt dieser Punkt einer Zeichengrenze eher über dem ganzen Wirbel, der an der Zeichengrenze, besonders kurz vorher gebildet wird. Statt Wirbel könnte man es auch als Strudel beschreiben. Es muss betont werden, dass allgemein, also allein wie man die Wirkung eines Faktors vor oder hinter der Zeichengrenze erfährt, es deutliche Unterschiede beider Zeichengrenzenbereiche gibt!
Auf
dem Anfangsgrad ist jener Effekt der Nähe zu
Zeichengrenze, wie er auf den Endgrad beobachtbar ist, nicht
mehr in derselben Weise zu beobachten.
Die Nähe
zur
Zeichengrenze wirkt sich hier - bedingt durch den
Zeichenanfang-, in
einer anderen Qualität aus, als am Zeichenende.
Ich
gehe allgemein davon aus, dass Planeten in den übrigen
Bereichen des Zeichens (also nicht an Zeichengrenzen, sondern in der
Mitte eines Zeichens), etwas mehr die
Tendenz haben, dass der Geborene
sich mit den Erfahrungen, die er macht, identifiziert.
Ich beziehe mich
hier auf grundsätzliche Erfahrungen,
die der Geborene hinsichtlich der
Zeichen und ihrer
Eigenschaften bewertet.
Dieser Bezug auf das Zeichen scheint an Zeichengrenzen etwas anders
ausgeprägt sein.
All diese besonderen Merkmale sehe ich
ausgehend von den Zeichen und ihrem Wechsel, nicht ausgehend von den
Graden an sich. Zeichen (damit aber auch Beginn, Mitte und Ende!) und Grad sind
zwei verschiedene
Angelegenheiten.
In Bezug zu den Mitten eines Zeichens deutet vieles daraufhin, dass ein Faktor (Planet und besonders Aszendent) hier regelrecht ins Zeichen gedrückt ist. Hier scheint eine besondere Identifikation mit den Eigenschaften, Anliegen oder Themen des jeweiligen Zeichens hervorgehoben.
Bei Planeten scheint die jeweilige Funktion des Planeten zunehmend gestört zu werden, umso näher der Planet an der Zeichengrenze steht (maximal 3°30' Grad vor, und 0°30' Grad nach der Grenze). Auf anderer Ebene nimmt ein wenig die Dynamik zu, die sich offenbar vor allem durch die Nach-Außenwirkung am Zeichenende ergibt .
Nach der Zeichengrenze, ab 0°00' bis etwa 0°30', scheint es sich um eine gewisse Minderung der Dynamik zu handeln, dafür ist aber die Tendenz zur Identifikation wieder etwas stärker, ohne dass der Geborene aber das Zeichen (hinsichtlich des Planeten) ganz annehmen könnte, so wie es vergleichsweise in der Mitte der Zeichen der Fall ist. Es ist nicht unbedingt Passivität am Zeichenbeginn einhergehend, sondern die Zuwendung zum jeweiligen Planeten scheint nicht besonders nach aussen gerichtet, wie es am Ende des Zeichens sehr viel stärker in Erscheinung tritt. Planeten, die sich nach aussen richten, wollen erlebt werden: Sie wollen als Welt für sich in Erscheinung treten und benutzen daher auch die Welt der Möglichkeiten. Am Zeichenbeginn wird ein Planet eher als zu einem selbst gehörig empfunden, es ist weniger Distanz aber auch mehr Instinktnähe, Gewöhnung oder Körperlichkeit mit ihm verbunden. Es ist, als sitze man in der Knospe gefangen, was natürlich auch eine gewisse Nähe zu den eigenen Urgründen schafft und nicht nur negativ zu verstehen ist. Deshalb ist ein Planet auf Anfangsgrad zwar deutlich anders, aber nicht unbedingt negativer. Denn er ist weitgehend autark, fügt sich eigenen Bedürfnissen ohne dafür unbedingt in die "Welt" gehen zu müssen. Hat dafür aber auch nicht die Dynamik, wie es bei der vollen Aussaat des Zeichens am Zeichenende der Fall ist und des damit verbundenen in die Welt gehens. Bei der Blütenphase der Zeichenmitte, wenn man so will, ist man stark mit den Eigenschaften des Zeichens identifiziert und wird auch stark in der Welt (der Umgebung usw.) mit diesen Eigenschaften identifizierbar. Man steht in der Blüte und wird wahrgenommen aufgrund dessen, was da zur Blüte ansteht.
Vielleicht kann man sagen, dass das Zeichen dem Geborenen am Anfang noch etwas fremd oder unbekannt ist, ein typisches Neuland, das sich ihm noch nicht völlig entfaltet hat. Die Konzentration des Zeichens ist im ersten Grad auf einer bestimmten Ebene sehr stark, aber eher nach innen gerichtet als wie es passiv wäre. Die Macht der Knospe am Zeichenbeginn ist nicht vereinnehmend, aber durchdringend. Es kann gleichwohl die bewusste Reflektion fehlen, weshalb einem ein Planet am Zeichenbeginn regelrecht entschwindet: Man empfindet ihn so sehr als Teil seiner Selbst, dass es einem selbstverständlich scheint, was dieser Planet auch immer an Bedürfnisse oder Verhaltensweisen aufstellt.
Der Endbereich eines Zeichens breitet
anscheinend seine
Energie eher nach aussen hin aus, ist aber von der Quantität
her
als ausgeprägter anzusehen. Man könnte den Endgrad als komplex und den
Anfangsgrad als gedrungen, und die Mitte als konzentriert beschreiben.
Während der Geborene sich auf
Endgraden eventuell verloren vorkommen mag oder haltlos, die
Orientierung geht in die Breite, kommt ein Geborener auf dem
Anfangsgrad sich vielleicht wie in sich gefangen vor, der Blick geht
nach innen oder auf einen Punkt hin und kann den Standpunkt nicht
verlassen. Darüberhinaus kann es wie gesagt vorkommen, dass der
Geborene diesen Planet zu sehr als Selbstverständlichkeit auffasst, ihn
zu seinem Wesen zählt und nicht die Möglichkeiten erkennt, die dieser
Planet bei bewusstmachenden Umgang alles ermöglichen kann. Anders wie
am Zeichenende der Planet konkretes Wirken in die Welt hinein sehr
leicht mit sich bringen kann, wird der Planet am
Zeichenbeginn
vielleicht eher ein Talent oder Gabe mit sich bringen, dass man lernen
kann verschieden einzusetzen.
Meines
Erachtens nach kann die Funktion
eines Planeten am Zeichenende zwar leicht ausgehebelt werden - was aber
bei allen
Planeten auch
positive Seiten annehmen kann: Es sind ja solche Planeten, die man
allesamt
als Schicksalskräfte ansehen kann. Also
Planeten, die zurecht als das Leben
bewegende
Wirkmächte
beschrieben werden. Hinsichtlich der Lokalisierung und auch
Verarbeitung von Erfahrungen,
wie sie gemäß den Inhalten der Zeichen vom Horoskopeigner bewertet oder
ausgelöst werden, wird eine
Stellung in solchen Bereichen eine Besonderheit darstellen.
Der
Bezug des Horoskopeigners zu den Ursachen seiner Erfahrung ist an
den Zeichengrenzen jedenfalls anders, als in den Zeichenmitten.
Es gibt verschiedene Ansichten darüber, wie sich die Zeichengrenze, vor allem hinsichtlich der klaren Zeichenzuordnung, auswirkt.
Ich möchte an dieser Stelle meine eigenen Erfahrungen und Forschungen darlegen.
Dass der Bereich eines fliessenden
Überganges so gross ist, dass er zum Beispiel gleichmässig zwei ganze
Grade abdeckt, kann ich auf keinen Fall
bestätigen.
Gelegentlich hört man auch von einem nur ein Grad grossen
Bereich (0.5° vor und nach dem Zeichenübergang).
Ich stütze mich bei meinen folgenden Aussagen sowohl auf die Auswertung von unzähligen Horoskopen, als auch auf intuitiv-mediale Beobachtungen des Mondes am Himmel und der Zeichenübergänge des Aszendenten. Auch andere Astrologen kommen zu ähnlichen Ergebnissen (zB Hamaker-Zondag in ihrem Buch "Deutung von Aspekten und Aspektfiguren").
Ich beschäftige mich seit meinen Anfängen in der Astrologie mit dem Zeichenübergang und bin von Anfang an darauf ausgerichtet gewesen, durch die Praxis und rein gar nicht durch Theorien oder vage Spekulationen, mir über den Zeichenübergang Klarheit zu verschaffen - die Erforschung dieser Besonderheiten stellt ein Hauptanliegen von mir dar, und ist allerdings, was Details anbelangt, noch nicht ganz abgeschlossen.
Mir hat sich ein Bereich offenbart, den man ungefähr bei 29°59'55'' lokalisieren kann: Ab diesem Bereich beginnt eine ganz besondere Wirkung des Zeichenüberganges aufzutreten, sie kann als Strudel, Wirbel oder Durchschlupf beschrieben werden. Aber dennoch ist der Herrscherbezug eindeutig bis wirklich auf die letzten Bogensekunden.
Es kann regelrecht von einer Wandlung oder Transformation
gesprochen
werden, hin zum neuen
Zeichen.
Es ist kein Schalter, der umgelegt wäre. Sondern dieser Übergang
wird langsam bereits vorbereitet auf den letzten drei Graden, und umso
näher die Zeichengrenze kommt, desto akuter werden die Effekte, und
besonders die Eigenschaften, die dadurch zustande kommen werden
prägnanter.
Dennoch geschieht der konkrete Übergang innerhalb weniger
Bogensekunden, womit eine recht enorme Aufwirbelung der
Energien des
Zeichen
einher zu gehen scheint.
Die Tendenz zum neuen Zeichen keimt ab dem oben genannten Bogensekunden-Bereich auf, und die Wandlung kann in den ersten Bogensekunden auf 0° als vollzogen angesehen werden. Ich würde jedoch zudem sagen, sie ist noch nicht ganz vollzogen bis etwa 0°00'20'' oder spätestens 0°00'45'' (Bogensekunden!). Aber das neue Zeichen an dieser Stelle überwiegt eindeutig und der Herrscherplanet des neuen Zeichens übernimmt auch seine Rolle als massgeblicher Herrscher bereits an dieser Stelle des Zeichens, schon ab den ersten Bogensekunden. Allerdings gibt es Besonderheiten an dieser Grenze zwischen 29°59'55'' und etwa 0°0'20''.
Besonders das Element des Zeichens kann einige Bogensekunden vor 0° beobachtet werden, wie es sich wandelt und transformiert zum Element des nächsten Zeichens, und das geschieht exponentiell zunehmend. Das Element ist besonders im Bereich nach der Zeichengrenze nicht so ausgeprägt wie an sonstigen Stellen des Zeichens.
Das Zeichen drückt sich vor der Zeichengrenze ganz anders aus, wie nach der Zeichengrenze. Der Unterschied zwischen Endgrad und Anfangsgrad ist besonders (aber nicht allein) auf der elementaren Ebene überaus deutlich.
Nach der Zeichengrenze ist es vor allem das Element, das noch verhältnismässig lange braucht, nämlich bis ungefähr 0°30', um deutlicher zu werden. Ein Feuerzeichen hat bis 0°30' zum Beispiel noch nicht den Esprit oder sprühenden Charakter, ein Luftzeichen noch nicht die Offenheit, ein Erdzeichen ist noch nicht so substanziell oder dicht, und ein Wasserzeichen noch nicht so fliessend und tief. Da merkt man noch die Berührung mit den Eigenschaften des vorheigen Zeichens, aber das neue Zeichen überwiegt im Vergleich eindeutig. Es ist nur eine "Berührung".
Die Wirkung des Elementes lässt sich meinem Empfinden nach am
Zeichenbeginn
als flach oder dumpf bezeichnen.
Das Zeichen und seine Eigenschaften (dessen
grundsätzliche Wesensnatur) ist noch wie in einer Knospe eingefaltet in
sich selbst.
Schon einige Grade vor dem Zeichenende verliert der
Planet zunehmend (anfangs aber noch nicht deutlich) durch eine
gewisse Zerstreuung oder Loslösung die Verankerung in
das alte Zeichen, ohne aber die Orientierung durch dieses (alte)
Zeichen ganz einzubüßen. Man kann diesen Bereich ab 26°30' annehmen.
Mindestens jedoch für die letzten drei Grade.
Auf dem letzten halben Grad scheint der Planet eine deutlicher
gestörtere Stellung aufzuweisen.
Ab
ein Grad vor dem Zeichenübergang beginnt das nächste Zeichen zunehmend
und zunächst leicht auf die Eigenschaften des vorherigen Zeichens
einzuwirken, was aber nicht anders beschrieben werden
kann, als
wie mit einer Stimulation. Es gibt also eine Beeinflussung des
nächsten Zeichens auf diesen Grad, aber es hat weder etwas mit dem
Herrscherbezug noch einer Vermischung dieser Bereiche zu tun.
Bei Häuerachsen ist die Wirkung des Zeichenüberganges sehr viel flacher, hier wird weniger gestört oder stimuliert, als dass mehr die Eigenschaften und die Ausprägung des Elementes an der jeweiligen Stelle des Zeichenüberganges eine Besonderheit oder besondere Gewichtung aufweisen.
Es gibt hier mehrere Ebenen, auf
denen die Besonderheit des Zeichenüberganges wirkt. Die individuelle
Gradbedeutung bleibt von diesen Wirkungen meiner Ansicht nach
unberührt, aber der
einzelne Grad erfährt dennoch einen zusätzlichen Einfluss,
der zu
dem Grad hinzu kommt.
Endgrad und Anfangsgrad eines Zeichens erlangen offenbar eine
Besonderheit, da der Zeichenübergang in diese Grade fällt, und diese
beiden Grade jeweils unterschiedlich mitfärbt. Und weil sich
Zeichenende und Zeichenanfang in diese Grade erstrecken.
Ich selbst erachte die
individuelle Bedeutung des Grades jedenfalls als unabhängig
von diesem
beschriebenen Einflüssen, die meiner Ansicht nach einerseits von dem
besonderen Bereich des
Zeichens an dieser Stelle ausgeht, und andererseits aber auch von dem
Gegensatz
der Zeichen (kritischer Punkt) auszugehen scheinen, womit eine gewisse
Dynamik entsteht, die von dem kritischen Punkt ausgeht.
Es gibt bedingt durch den kritischen Punkt des Übergangs zwar
einen gewissen Bereich, den man insgesamt als Störungszone bezeichnen
kann, und die sich auf beide Seiten hin auswirkt, aber dessen
Einflussbereich nicht mit der Gradlänge von genau oder auch
nur
annähernd 60 Bogenminuten einher geht.
Hier lassen sich mehrere Ebenen der Wirkung des Zeichenüberganges
unterscheiden. Eine Ebene resultiert aus dem kritischen Punkt
des
Zeichenüberganges auf allgemeine Art, dann der elementaren und
essentiellen
Qualität des Zeichens in spezifischer Art. Eine weitere Ebene betrifft
besondere
Eigenschaften, die mit diesen Bereichen vor und nach der Zeichengrenze
zustande kommen und beim Geborenen erfahrbaren Einfluss gewinnen, und
eine andere Ebene dreht sich um den eindeutigen Herrscherbezug an
dieser Stelle der Zeichen (der Bereich, in dem diese Zuordnung deutlich
unklar
sein kann, liegt in einem Bogensekundenbereich).
Ein Herrscherbezug bis 29°59'59'' hat sich mir noch als genügend eindeutig herauskristallisiert. Und ab ungefähr 0°00'04'' ebenso eindeutig. Der Bereich könnte sogar noch geringer sein (was weitere Forschung noch ergeben muss). Diese Fragen sind ja wichtig für die Bestimmung massgeblicher Dispositoren oder Häuserherrscherbezüge.
Der
Bereich, wo eine eindeutige
Zeichenzuordnung schwierig wird, erstreckt sich meiner
Erfahrung nach nur auf die
letzten und ersten Bogensekunden des Zeichens, und es sind
vielleicht auch
nur drei Bogensekunden vor und nach der Zeichengrenze, wo man beide
Herrscher
heranziehen müsste; - dem Herrscher des benachbarten Zeichens gebührt
dann eine
Rolle als "Schattenherrscher" (sozusagen im Schatten
des Zeichens
liegend). Was mich verwundert ist, dass der Effekt jener
Schattenherrscherschaft am Anfang des Zeichens anscheinend stärker ist,
als wie im Endbereich eines Zeichens. Das heisst, man könnte hier den
Herrscher des alten Zeichens noch viel eher als Schattenherrscher
heranziehen. All diese Aussagen sollten als unter Vorbehalt stehend
aufgefasst werden. Künftige Forschung muss diese Bereiche noch näher
erforschen.
Der faktische Stand im Zeichen ist meiner Erfahrung nach jedenfalls bis zu den letzten und ab den ersten Bogensekunden eines Zeichens gegeben, vor allem auf das Element gesehen wird das sehr deutlich. Um nichts verkehrt zu machen, sofern man seine Zweifel hat, kann man den Bereich zunächst auf 15 Bogensekunden ansetzen. Und innerhalb dieses Bereiches beide Herrscher heranziehen oder individuell (von Horoskop zu Horoskop) entscheiden.
Grundsätzlich nehme ich an, dass die einzelnen Grade schon jeweils individuelle Bedeutungen aufweisen, unabhängig an welchen Stellen des Zeichens sich diese Grade befinden.
Die
Tierkreisgrade enthalten eine Bedeutung. Diese Grade zu ergründen und
anzuwenden
ist mittlerweile ein spannendes Feld der Forschung geworden und der
praktischen
Arbeit. Aber auf welcher Deutungsebene können wir diese Grade
verstehen, und wie wirken sie eigentlich?
Vielleicht
gibt es einen Bezug des Grades zu im Radix
gleichlautenden
Planetenkräften: ein Uranus/Pluto Grad würde davon abhängen, wie Uranus
und Pluto im Radix stünden?
Es
erscheint mir aber tatsächlich so, dass ein Thema oder eine Energie,
die durch den GSP (Gruppenschicksalspunkte nach Döbereiner) angezeigt
wird, sich stärker in das Radix ereignen
kann oder aufgenommen werden kann, wenn man schon diesbezüglich
Radixkonstellationen aufweist, die nämlich eine
ähnliche Energie oder ein ähnliches Thema erzeugen und damit den GSP
verstärken. Diese Ähnlichkeit kann auf verschiedene Weise zustande
kommen und muss nicht sprichwörtlich dieselbe Kombination beinhaltet,
sondern auch nur einen Teil.
In dieser Hinsicht hängen die GSP sehr deutlich von den
übrigen Radixfaktoren ab, was nämlich deren
Deutlichkeit angeht. Es ist wahrscheinlich, und so wird es
gelegentlich
berichtet, dass der GSP in seiner Ausdrucksart auch überhaupt von
anderen (allen) Radixfaktoren abhängt.
In
der Kombination der GSP sind anscheinend nicht gegeneinander wirkende
Energien beschrieben, sondern eine zusammengebrachte Energie
oder ein Thema, das verschieden ausgedrückt werden kann, oder zur
beobachtbaren Einflussgrösse wird. Die Kombination Saturn/Uranus muss
also nicht zwangsläufig als Reibung aufgefasst werden,
sondern man
könnte schauen, was sich aus beiden Planetenprinzipien in der
Kombination ergibt (wie bei einem Molekül entsteht etwas drittes aus
der Verbindung).
So wie das Zeichen als allgemeine
klimatische Bedingung für einen Planeten beschreibbar ist, könnte man
einen Tierkreisgrad als einzelne Nährstoffe beschreiben, die ein Planet
oder anderer Radixfaktor Faktor aufnehmen kann oder sogar aufnehmen
muss. Die im Grad enthaltene Energie oder das Thema lässt sich
vielleicht auch als Gestalt beschreiben.
Wir können annehmen, dass die Grade in das Radix und
damit
das Leben eines Geborenen in irgendeiner Weise einfliessen, und zB
durch weitere
Konstellationen oder Auslösungen in ihrem Gehalt oder ihrer
gestaltbildenden Energie aktiviert werden.
Die
GSP von Döbereiner haben sich mir schon mehrmals in Verbindung mit
Auslösungen gezeigt, vorzugsweise in Bezug zu einer
Hausspitze,
die im
Radix mit einem GSP verbunden war und gleichzeitig durch einen Transit
berührt wurde. Auch in Stundenfragen hat sich die Einflussgrösse der
GSP aufzeigen lassen. Bei Roschers Tierkreisgraden konnte ich das nicht
so oft feststellen. Wenn, dann gab es gleichzeitig einen gleich- oder
ähnlich lautenden Grad bei Döbereiners Kombinationen.
Ähnlich wie ich selbst den Wechsel des Zeichens beim Mond am Himmel (also nicht am Horoskopbild) verfolgen kann, kann ich gelegentlich auch die Gradpunkte atmosphärisch wahrnehmen, wenn ein solcher in der aktuellen Zeitqualität am Aszendenten berührt wird. So bestätigen sich mir leibhaftig durch meine Intuition (bzw. Beobachtung und Einfühlung) sehr stimmige Kombinationen, die Wolfgang Döbereiner mit seinen Gruppenschicksalspunkten angegeben hat, aber auch jene sabischen Symbole von E. Jones.
Die sabischen Symbole haben sich oft bewährt, um ein zwingendes Grundthema des Geborenen identifizieren zu können, was sich besonders gut auf den Aszendenten anwenden lässt. Allerdings muss man das Bild abstrahieren, und kann es nicht konkret anwenden. Eigentlich muss man dies jedoch auch bei allen Tierkreisgradkombinatione. Es gilt die wirkliche Bedeutung des Grades zu finden, und nicht irgendwelche anderen Konstellationen des Radix, die es zufällig oder nicht zufällig immer geben wird und x-beliebige Grade bestätigen können.
Die Astrologie beschreibt zwölf Prinzipien in unterschiedlicher Ausprägung und Zusammenstellung. Die Tierkreisgrade werden oft mit zwei mal zehn Prinzipien beschrieben, eventuell auch zusätzlich mit dem Prinzip Mondknoten (in Zweierkombinationen).
Das bedeutet in der Praxis, bei drei oder auch zehn benachbarten Graden der Häuserachse finde ich bei Korrektur des Aszendenten eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich bei irgendeinem dieser Grade das Schicksal eines Geborenen am besten mit den geeigneten Gradkombinationen beschreiben lässt (Haus auf Tierkreisgrad) - doch mag dieses Hin und Her verschieben auch trügerisch sein, selbst wenn die anderen Häuserachsen untersucht werden. Suche ich die richtige Zeit, oder nur eine passende Kombination? Vielleicht ist das AS-Zeichen schon nicht das richtige, oder ich bevorzuge bei der Betrachtung der Biografie eines Menschen nur bestimmte Themen und vernachlässige ein zwingenderes Thema. Vielleicht hat der Klient mir als Deuter nicht genug erzählt oder nur bestimmte Themen beschrieben. Kaum jemals drückt sich der AS bei verschiedenen Radizes in derselben Weise aus, was eine enorme Flexibilität und Unterscheidungsfähigkeit des Deuters verlangt, wenn er bei der Korrektur am Aszendenten ansetzt. Allein ein genauer Aspekt zu Mars kann einen Fische Aszendenten so weit beeinflussen, dass man subtil an Facetten der Eigenschaften eines Widder Aszendenten erinnert wird.
Es besteht bei den Tierkreisgraden die berechtigte Hoffnung und auch Möglichkeit, dass man mit ihnen die Geburtszeit korrigieren oder rekonstruieren kann. Aber das Unterfangen, mit nur wenigen Methoden oder wenigen Direktionsmethoden (oder gar nur einer), die Geburtszeit herausfinden zu wollen, ähnelt der Lotterie; - mir hat sich erwiesen, dass es geradezu notwendig ist, das gesamte Bild zu verdichten, indem man viele Dinge zu berücksichtigen pflegt. Auch der einfache Blick auf einen Planeten im Haus, ob dieser zu der Lebens-, Erlebens- und Erscheinungsweise des Geborenen passt, gehört dazu. Und selbst bei allen Methoden, die man heranziehen könnte, gibt es am Ende keine absolute Gewissheit.
Man ist sicher gut beraten, nicht nur alles an Techniken und Methoden zusammen zu nehmen, und verschiedene Ebenen des Radix zu differenzieren und den wirkenden Ursachen zuzuorden, sondern auch bereit sein anzunehmen, dass nicht jede Direktion oder jede Bedeutung eines Tierkreisgrades unbedingt ausgelöst werden wird (im Jetzt oder früher). Oder dass eine Auslösung zu einer deutlichen Entsprechung auf der Ebene der stets gegenwärtigen Erlebensweise (so wie ein Mensch ist) führt, oder im äusseren Schicksalshaften.
Es kann immer sein, dass
sich ein Faktor in irgendeiner Weise ausdrückt, doch auf
welcher
Ebene, gilt dann zu unterscheiden. Und das gilt ganz besonders
bei
jedem untersuchten Tierkreisgrad, wenn ich zB den Aszendenten in seinen
benachbarten Graden auf
Stimmigkeit untersuchen will.
Die
sabischen Symbole wurden von Marc Edmond Jones und der medial begabten
Elsie Wheeler (auch als Hellseherin bezeichnet) in wenigen Tagen
gefunden. Sie verwandten Karteikarten, mit der Bezeichnung einzelner
Tierkreisgrade, und mischten sie. Dann zog Jones eine Karte und Elsie
Wheeler begann daraufhin das Bild zu sehen, das Jones dann aufschrieb.
Später wurden die Beschreibungen in Textform ausgestaltet und
als Beschreibung des Bildes hinzugefügt.
Der Vorteil dieser Art Herleitung liegt
einmal in der Einheitlichkeit - denn die Sichtweise oder
Herangehensweise, die Wheeler aufbrachte, wurde stets wieder als
Ausgangspunkt genommen (was Jones als Matrix des Bewusstseins
bezeichnete). Auf diese Weise wurde jeder Grad mit derselben
Draufsicht gesehen, und auf derselben Ebene geschaut.
Ein weiterer Vorteil liegt in dem Vordringen zur
Ebene des Gehaltes des Grades, ohne den Umweg über
die Empirie gehen zu müssen. Auf diese Weise wird für den Grad eine
Bedeutungsebene beschrieben, die nicht durch gelebtes Leben gefiltert
ist, und so kann der Grad auch eine ursprüngliche Bedeutung erhalten.
Der Grad weist dann auch nicht vorwiegend negative Bedeutungen auf,
weil viele Menschen erfahrungsgemäß eben die Energien eher negativ als
positiv ausdrücken.
Anders ging Charubel meines Wissens nach vor, denn er bezog sich auf die Verwirklichungsform des Aszendenten um die Tierkreisgrade zu beschreiben (Tierkreisgrade nach Charubel).
Der erwiesene Nachteil ist bei solchen abstrakten Bescheibungen, wie bei den sabischen Symbolen, dass der Zugang zu der Bedeutung, die dieses Symbol beschreiben will, oft nicht auf direkter Art gefunden werden kann. Hat man einige Erfahrungen, erweisen sich die beschreibenden Texte von M.E. Jones möglicherweise als hilfreicher, als wie das sabische Symbol (als Bild) allein genommen.
Die Tierkreisgradkombination (zB Saturn/Uranus)
weisen allerdings eine gewisse Verführung auf, da man geneigt sein
könnte,
die Kombination zu konkret und sprichwörtlich verstehen zu
wollen.
Beide Arten von Beschreibungen sind für die moderne Astrologie
auf jeden Fall eine Bereicherung. Daher ist das sabische Symbol im
Grunde auch geschützt vor Verfremdung in der praktischen Anwendung.
Die konkrete Arbeit mit beispielhaften Biografien hat den Vorteil der empirischen Fallstudie (konkrete Realisierungsweisen im Leben). Fallstudien, die sich individuell in verschiedener Weise ergeben können. Aber die empirische Methode weist den Nachteil auf, dass die eindeutige Gradbedeutung nur zu erschliessen ist, indem der Weg über die verschiedenen Realisierungsweisen des Grades genommen wird. Das bedeutet einen Umweg.
Das Beobachtungsmaterial liegt in Form von erlebter und gelebter persönlicher Geschichte vor, die anzunehmenderweise den betreffenden Grad ausgedrückt und zur Erscheinung gebracht hat.
Wenn wir solche Fallstudien empirisch
auswerten, müssen wir ausgehehend vom Beobachtbaren (zB Biografie) zu
dem zugrundeliegenden Symbol oder der wirkenden Ursache
vordringen.
Hinsichtlich der Tierkreisgrade kommt
erschwerend hinzu, dass ein Grad an sich keine mit Planeten
vergleichbare Strahlkraft hat,
sondern nur Form und Prinzip ist, welches sich ausdrückt abhängig von
dem
Mittler (zB Planet oder Hausspitze). Das heisst, wir sehen einen Grad
mittels
empirischen Fallstudien nur indirekt, und niemals direkt.
In dieser Hinsicht kann eine
mediale
Herleitung ein Stück näher an den Ursprung dieser astrologisch
wirksamen Energien gelangen - vielleicht wird die Sicht unter der
Maßgabe gestellt, wie die
Symbole auf den Menschen allgemein eine Bedeutung erst erhalten werden.
Das
Material, welches zu beobachten ist, liegt im Grad - bewegungslos und
bereit sich als Archetyp erkennen zu lassen - freilich von dem
Blickwinkel abhängig, der auch Charubel von Jones unterscheidet und
Jones von Charubel.
Es bleibt bei Charubels Graden einerseits und den sabischen Symbolen andererseits bei einer Ausgangsbasis, die nicht hauptsächlich von alltäglichen Fallbeispielen noch von systematischen Begründungen gefärbt ist. Sondern die Ausgangsbasis liegt in erster Linie bei den seherischen, intuitiven Einsichten betreffend eines bestimmten Grades (falls man hier von Intuition redet, kann explizit nur eine Intuition auf aussergewöhnlich höchstem Niveau gemeint sein).
Sowohl
mediale als auch empirische Herleitungen über die Bedeutung eines
Grades erweisen sich zwangsläufig an eine bestimmte
Ausgangsebene
gebunden.
Bei den empirischen Herleitungen liegt diese Ausgangsebene im
alltäglichen Leben, da ein Faktor
durch die im Leben
beobachtbaren Themen bereits
ausgedrückt wurde, und sich also tendenziell
der Beobachtungsgegenstand vom verursachenden Ursprung
entfernt hat.
Bei theoretischen Herleitungen andererseits muss sich die Theorie noch
in der Praxis beweisen, bevor man sagen könnte, dass die Theorie auf
die richtigen Annahmen gestützt ist.
Bei
der Empirie wird die Deutungsrichtung eines Faktors durch
das gelebte Leben ausgerichtet, und die Empirie wird vielleicht, so
glaubt man, natürlich auch sehr konkret sein können, aber tendenziell
immer nur Fallbeispiele aufführen, es fehlt tendenziell das
Essentielle, das Prinzipielle.
Die Fixsterne stehen nicht auf der
Ebene der Grade, und so sollte man sie sich auch denken. Genau
dasselbe gilt für Planetenknoten, die Jahr für Jahr innerhalb einer
oder zwei Generationen zur selben Zeit an denselben Stellen des
Tierkreises stehen.
Dennoch enthalten die Grade auch durch die Fixsterne oder
Planetenknoten bedingt ein Stück
Individualität- Je nach
Fixsternposition, die erst in Schritten von Jahrhunderten (in 72 Jahren
um
genau zu sein) vorübergehen wird. Je nach Zeitpunkt des Jahres bei den
Planetenknoten.
Es kommt meiner Meinung nach darauf an, die Grade und andere Radixfaktoren und Ebenen in ihrer Einflussart und Einflussgröße voneinander zu unterscheiden. Sonst bleibt der Versuch oberflächig oder sogar irreführend.
Bei dieser Gelegenheit will ich zum Abschluß kurz einen Sachverhalt beschreiben, der vielleicht manchmal darüber täuschen lässt, dass die Übergänge zwischen zwei Zeichen fliessend seien.
Dass
am Ende eines Zeichens das nächstfolgende Zeichen in seiner
jeweiligen
Archetypik schon spürbar ist, hat nichts mit einem möglichen Einfluß
des
benachbarten Zeichens zu tun, sondern dieser Umstand ergibt sich
offenbar aus der Systematik und Anordnung des Zodiaks selbst.
Dasselbe
gilt auch für den Anfang eines Zeichens. Der Anfang Stier weist
Qualitäten auf, die einen Teil der archaischen Archetypik des Widders
beinhalten. Der Ende Schütze weist einen Teil der Archetypik des
zielgerichteten Steinbocks auf. Sowohl dem Dekan am Ende des Steinbocks
und
der Dekan Anfang Wassermann könnte man als einen Bereich des
Gemeinschaftlichen bezeichnen. Und man kann sagen, dass am
Ende
Wassermann die Haltung des Wassermanns idealistischer ist. Und wie der
Anfang Fische vielleicht als sozialer zu beschreiben ist, als wie Ende
Fische individualistischer sein mag. Usw.
Diese benachbarten Zonen, die
man mit den Dekanen (10° grosse Unterteilungen der 12 Zeichen)
beschreibt, ergeben sich meines Erachtens aus der Anordnung des
Zodiaks heraus. So ähnlich wie sich aus dem Zodiak auch die zyklische
Abfolge der Zeichen ergibt. Somit ergeben sich drei verschiedene
Qualitäten eines
Zeichens.
Vom Augenschein her könnte man meinen, dass sich eine
Beeinflussung
der beiden benachbarten Zeichen miteinander ergibt.
Manchmal mag man den Eindruck haben, dass man als ein auf den Endgraden eines Zeichens Geborener, schon die Inhalte des anderen Zeichens als Orientierung oder massgebliche Mentalität für sich vorfindet. Hier sollte man überprüfen, ob der erste Neumond nach der Geburt in diesem nächsten Zeichen stattfindet, da der erste Neumond immer einen erheblichen Einfluss auf die Orientierung des Geborenen bildet.
Was
die Haltung des Geborenen gegenüber dem Zeichen angeht, finde ich
bislang eine deutliche Unterscheidung zwischen dem ersten und dem
dritten Dekan.
Ich würde hier als Ansatz von einer Innenwirkung (erstes Dekan) und
Aussenwirkung (dritter Dekan) sprechen - ich meine das so, dass im
ersten Dekan ein Geborener mit dem Planeten mehr die Identität mit dem
Zeichen in sich selbst fühlen wird und das Zeichen ihm aus dieser
Richtung entgegen tritt, und im dritten Dekan mehr über das Wirken oder
Beobachtbare im Aussen diese Identität mit dem Zeichen (nebst der
Funktion des Planeten) für ihn hergestellt wird.
Im ersten Dekan
könnte man von einer grundsätzlichen Befangenheit sprechen, und im
dritten Dekan erfährt der Geborene statt dieser Befangenheit eine an
ihn heran getragene Aufgabenstellung, die immer mit dem äusserlich
Beobachtbaren oder Erfahrbaren lokalisiert wird. Dagegen lokalisiert
man im ersten Dekan eher die Eindrücke in sich selbst.
Das
zweite,
also mittlere Dekan stellt eine Besonderheit dar, in der es eine
ähnliche Befangenheit gibt, ich würde als Ansatz sagen, hier geht sie
allein vom Zeichen aus; das Zeichen findet hier seine Betonung. Man ist
das Zeichen und verkörpert es wie in keinem anderen Dekan. Der 15°
Punkt ist aber nicht gleichzusetzen mit dem zweiten Dekan und stellt an
sich wieder eine Besonderheit dar, ähnlich wie die Anfänge und Ende der
Zeichen.
Der ganze dritte Dekan eines Zeichens ist vermutlich so beschaffen, dass es um manifestierende Energien des jeweiligen Zeichens geht, die man leicht in die Wirklichkeit hinein bringen kann und will, aber die Endgrade stellen weitere Bedingungen an diesem Ende des Zeichens auf, die dieses Wirken des dritten Dekans noch mit einer Art zusätzlicher Dynamik und weiteren Eigenschaften ausstatten.
Während der erste Dekan sich eher auf einer Ebene der Identität ausdrückt, von der der Geborene erfüllt wird, will der im dritten Dekan stehende Planet dieselben Energien nach aussen hin verwirklichen oder durch Taten diese Energien im gewirkten Zustand erkennen (im ersten Dekan wird nicht weniger getan, nur ist der Sinn dabei ein anderer, hier will die Energie im Tun erlebt werden).Ein Zeichen beginnt bei 0°00'01'' und endet bei 30°00'00''. Wenn man einen einzelnen Grad nennt oder bezeichnet, zielt diese Bezeichnung üblicherweise auf den komplett vollendeten Grad.
Da der Beginn eines Zeichens nicht bei 0°00'00'' liegt sondern bei 0°00'01'', sind 30 Grade vollendet mit einschliesslich 30°00'00''.
30°00'01'' gibt es schon nicht mehr bzw. das würde eigebtlich das nächste Zeichen beschreiben (als 0°00'01'').
Dasselbe gilt für einen einzelnen
Grad, der aus
60 Bogenminuten besteht.
16°
bezeichnet technisch gesehen also
den Bereich von 15°01' bis einschliesslich 16°00'00''. Den nullten Grad
(0°) gibt es nicht. Es gibt keinen realen Punkt von
0°00'00''.
Technisch aber auch
praktisch bezeichnet ein sogenannter nullter Grad
(0°) den dreissigsten Grad des vorherigen Zeichens. Allerdings
bezeichnet bereits die erste Bogensekunde,
also 0°'00'01'', das neue
Zeichen.
Die von Roscher
verwendete Lesart der Grade bezieht sich einfach auf die Nennung von
Gradbereichen, er schreibt also 0-1°, 1-2°, 2-3° usw., was die
Informationsaufnahme
und Orientierung vereinfachen mag.
Letztendlich ergibt sich in Bezug zu Michael Roschers
Gradzuordnungen, dass die traditionelle Lesart beibehalten wurde.
Wenn Michael Roscher die Beschreibung eines Zeichens bei 29-1
beginnt und mit
1-2° fortführt, so ist logisch, dass bei ihm die Bezeichnung 1° den
Bereich von 0°01'
bis 1°00' bezeichnen muss. Wenn man also die Häuserspitze (technisch
gesehen) auf 1°00' hat, müsste man streng gesehen bei Roscher unter
29-1
nachschauen.
Man nimmt also bei Roschers Gradbeschreibungen die zweit genannte Zahl,
um
den Grad zu
nennen, der gemeint ist.
Links:
Forum für Rythmenlehre - MRL (nach
Döbereiner); dort auch zu GSP und 7'er Rythmus (Auslösungen):
http://www.astrologix.de/(...)ConfID2
Homepage von Norbert Giesow mit Studien,
Einschätzungen und Erfahrungswerten zu den Tierkreisgraden:
http://www.giesow.de/tierkreisgrade-1000011.html