Kinofilme
Filme
sind ein faszinierender Spiegel alltäglicher Welt, mehr noch eines
Bewusstseins um Erlebnisse, um Ideen, um Möglichkeiten, aber auch bekannte Vorgänge der Welt.
Mit
manchen Filmen wird die Fiktion offenbar, dann geht es um die Idee,
warum die Dinge geschehen - und wie sie den verschiedenen
Protagonisten geschehen. Eine Idee, sie kann verführerisch sein, oder
ein Ausdruck der Gier.
Ein
Film bietet kulturelle Bildung dadurch, dass er uns vorführt, wie etwas
sein kann, wie eine Idee erlebbar wird. Erleben tun wir die Welt des
Filmes nicht anders wie bei einem Roman oder Hörspiel in unserer
Vorstellungswelt. Wir gehen mit dem Film, mit den Bildern mit. Der Film
nimmt uns mit, aber wir werden den Film immer mit unseren Augen sehen
und jemand anderes könnte zum Beispiel denselben Film sehen aber eine
andere Botschaft entnehmen.
In
Actionfilmen wird ein Grundelement des Filmes deutlichst gezeigt. Dort
wird der Archetyp des
Helden inszeniert, und gleichsam wird es dem Zuschauer möglich, des
Helden Erleiden und seine Suche nach
Lösung der Probleme im filmischen Vergnügen nachzuempfinden. Die
Emotion des Zuschauens ist getragen vom Wunsch nach Kartharsis, nach
Spannung. Am typischsten wird das deutlich in Liebesfilmen, dass allein
die Emotion und Erwartung an die Erfüllung der Liebe in diesen Filmen
Tragweite genug hat, um den Zuschauer zu fesseln.
Man geht vielmehr noch ein in die Geschichte und erlebt Leben
erneut. Manchmal sollen uns Filme auf eine Reise mit nehmen.
Die
Filme bieten uns die Möglichkeit, die Welt aus bestimmten
Blickwinkel zu sehen, sie inspirieren unsere Bewertung. Manche
(besseren) Filme erweitern unseren Blickwinkel: vor allem die Dystopien und Utopien wie 1984, Solent Green,
und v.a..
In einem Film wird eine Möglichkeit der Welt exemplarisch ausgeformt.
Um das volle Vergnügen zu geniessen kommt es
darauf an, ob wir die Symbole sowohl in Filmen als auch im wirklichen
Leben finden können. Denn diese verraten erst die tieferen Geheimnisse
der Filmkunst, bzw. der Anordnung filmischer Ereignisse. Es ist in
besseren Filmen belanglos, ob manches beabsichtigt wurde, das Geheimnis
ist die Fügung. In schlechteren Filmen wird die Fügung starr und
staubig sein, und zu viel des Studio rüberbringen, der Starrheit. Wahre
Filmkunst ist immer auch eine Kunst der Bewegung und des Lichtes.
Das Drehbuch. Es gibt da so einen roten Faden. Drei Abschnitte. Normalität, Aufbruch, Schwierigkeit.
Ein
Mensch, wir nennen ihn mal Protagonist, hat seinen Alltag. Mit seinem
Auftrag , der ihn plötzlich erreicht, wird ein erster Markstein
deutlich, eine Krise, wie wir sie ebenfalls kennen (aus dem Alltag),
und er macht sich an sein Werk und es wird allmählich seine besondere
Begabung oder Ausgangspunkt klar.
Der zweite Markstein ist
ein wichtiger Spannungspunkt, denn der Held stellt im Verlauf
fest, dass nicht alles so leicht ist und an diesem Punkt nimmt die
Geschichte eine spannungsvolle Wendung. Dies ist meist weiter hinter
der Hälfte der Spielzeit, manchmal ein Drittel vor dem Ende des Filmes.
Dumme Actionstreifen vermitteln dabei immer dieselbe Leier und
erzählen inhaltlich nichts weiter über das Leben. Die Symbole
bleiben trocken und leer.
Eigentlich sind die besseren Filme
diejenigen, die eine Geschichte erzählen, die sich hinter dem
Offensichtlichen befindet. Aber das Geheimnis ist, es gibt viele
Ebenen, auf denen die Filme sprechen und immer wird es massgeblich
sein, dass wir als Beobachter, Zeuge, dem Filmgeschehen in seiner
Bedeutung folgen. Das heisst, es unser Ausgangspunkt, und unser
Interpretationsvorgang. Filme können zu unterschiedlichen Zeiten
verschiedenes ausdrücken.
Aber
man kann mit dem Film auch eine Objektivierung des Lebens gewinnen, da
man als Zeuge einem Geschehen folgen kann, das man sonst immer
nur aus eigener Wahrnehmung heraus beurteilen könnte.
Gute
Filme (meines Erachtens; und natürlich nicht vollständig und mitunter
ist das Genre persönlichen Geschmack unterliegend). Persönliche Top Ten:
Das Fest
Matrix (Teil 1)
Idioten
Erwähnenswert aus der Tatort Reihe: "Das ewig Böse", "Pechmarie"
weitere folgen (im Frühjahr 2012)