Ganzheitliche Wahrnehmung

Der Begriff der Ganzheitlichkeit

Ganzheitlichkeit meint das Ganze von Ursachen und Wirkungen, und zielt auf die Integrität einer Sache.
Es wird nicht nur ein Teil isoliert und getrennt von allem anderen betrachtet. 

Bedeutung, Sinn und Funktionen ergeben sich oftmals nicht aufgrund von linearen, sondern komplexen Zusammenhängen.

"Lebende Systeme sind so organisiert, daß sie Strukturen auf mehreren Ebenen bilden, wobei jede Ebene aus Untersystemen besteht, die in Bezug auf ihre Teile Ganzheiten sind, und Teile in Bezug auf die größeren Ganzheiten."
Fritjof Capra; "Wendezeit"; DTV-Verlag

Zersplitterung

Man versteht das Konzept der Ganzheit am besten, wenn man versteht, was der Ganzheit entgegen steht:
Zersplitterung, Aufsplitterung, Unterscheidung, Trennung, Auftrennung, Einzelheit, Fokussierung, sinnloser Kampf einzelner Teile eines Ganzen gegeneinander, und vor allem Bezugslosigkeit

Ein Ast, der im Wasser schwimmt, bedeutet uns nichts, doch wenn wir einen grösseren Zusammenhang erstellen, dann entdecken wir, dass der Ast vermodern wird, oder dass er von einem Baum stammt usw.. - damit wird auch klar, wie wichtig Bezugspunkte werden, nicht nur wenn es um Wissen geht, sondern auch wenn es um Gesundheit geht.

Die Ganzheitlichkeit als Betrachtungsweise berücksichtigt übergreifende Gesichtspunkte.

Selbstbehauptung und Kooperation

Allgemein geht es bei komplexen Systemen, wie es das Leben darstellt, um das dynamische Wechselspiel zwischen Selbtbehauptung und Individualität einzelner Teile einerseits, und der Kooperation mit anderen Teilen oder mit einer übergeordneten Ganzheit andererseits.  

Ökologische Ganzheitlichkeit

Das ökologische System und organische Leben der Erde bildet ein Ganzes.
Aber auch das globale Wirtschaftsleben ist ein Ganzes. 

Momentan arbeitet das wirtschaftliche Streben mit ihrer Ausbeutung der Ressourcen gegen das ökologische System, zumindest in grossen Ausmaße. Und wir befinden uns jedoch zugleich in einer Zeit, in der das Bewusstsein um die Nachhaltigkeit von Eingriffen in das Ökosystems wächst.

Wir können erkennen, dass wir selbst sehr oft und direkt von übergeordneten natürlichen Systemen abhängig sind. Sterben die Lebensräume, verringern sich die Pflanzen- und Tierbestände und damit auch unserere Nahrungsgrundlagen, ebenso wie die Wirtschaftsgrundlagen zukünftiger Generationen.

Es geht hier vor allem um das kurzfristige Denken, was zu kritisieren ist. 
Eine Flußbegradigung kann zunächst möglich machen, neue Anbauflächen für Häuser zu schaffen, aber später verheerende Überschwemmungen nach sich ziehen.

So steht Ganzheitlichkeit auch für Nachhaltigkeit, und nicht nur für ein paar Jahrzehnte der Bequemlichkeit oder des Wohlstandes.
Neben den offensichtlichen ökologischen Zusammenhängen, gibt es auch verborgene.

Ganzheitliche Medizin und Gesundheit

Man hat über 'ganzheitliche Ansätze' in der Medizin seit dem Aufkommen industrieller Fertigung immer schon leicht hinweggehen können.

Man erkannte die Kraft einer Wirkung (zB bei Medikamenten) in der Isolierung von Bestandteilen, und man vertraute auf dem isolierten Einsatz von Mitteln auf bestimmte Symptome hin; - immerhin sprach und spricht der Erfolg für sich. Man suchte die Ursachen dieser Symptome und ein Mittel gegen diese Ursachen. Und oft konnte sich das gesundheitliche Problem - vor allem kurzfristig - lösen lassen.

Mittlerweile wird immer mehr darauf vertraut, und zu recht, dass die Ursache einer Krankheit nicht nur im Symptom oder einem konkret aus dem Gleichgewicht gebrachten einzelnen Organ liegt, sondern dass die Ursachen noch umfassender sein oder noch weiter zurückreichen können (das eine Krankheit etwa in Bezug mit den Energiesystem des Menschen steht, mit den Chakren, oder wie die Chakren die ganze Welt der Psyche widerspiegeln, bzw. auf der Ebene der Chakren nur ein weiterer Ausdruck des eigentlich Psychischen gefunden ist, oder wie das Ganze der Gesundheit auch mit unverarbeiteten Komplexen oder gar einer kompensativen oder gehemmten Erlebnisweise zusammenhängen kann; nebenbei gesagt kann als gesichert gelten, dass bestimmte Dispositionen zu Krankheiten anlagebedingt und individuell verschieden sein können).

Es wird mittlerweile viel stärker beachtet, dass es eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls gibt, wenn man nur oberflächlich akute Beschwerden eindämmt und die tiefer reichenden Zusammenhänge nicht weiter beachtet. 

Das Ganze des Menschen betrifft auch seine Physiologie der Ernährung, und zwar auch hinsichtlich seiner individuellen Anlagen. Und es betrifft wiederum die Wahl der Nahrung, die darüberhinaus vielleicht zu einer ganz bestimmten Zeit verabreicht besonders wichtig sein kann (zB um Ungleichgewichte in Belastungszeiten zu vermeiden helfen). Wenn man sich eine lange Zeit lang schlecht ernährt, oder krank ist, entdeckt man die extreme Bedeutung bestimmter Tageszeiten.
Allgemein scheint es sehr sinnvoll, zum Beispiel nicht zu spät die letzte Nahrung des Tages zu sich zu nehmen (vor 18 Uhr).

Es ist so, dass eine bestimmte Substanz und dazu zählen auch Heilsubstanzen, zu einem bestimmten Zeitpunkt verabreicht (und zwar  je nach Mondstand) zusätzlichen Einflussgrößen unterstehen.
Und so die Stoffe jeweils subtil oder enorm anders wirken können,  als wie man sich dies erwartete oder erhoffte. 
Es ist ja nicht nur der Umstand, dass man schädliche Stoffe, denen man sich aber wegen irgendeiner Notwendigkeit aussetzen muss, zu einer bestimmten Zeit nicht nutzen sollte (Mondstand). Sondern es ist auch der Umstand, dass wichtige Nährstoffe zur richtigen Zeit genutzt unter gegebenen Zeitumständen optimal wirken können.
Egal ob die Nährstoffe sich auf physiologischer, psychologischer oder energetischer Ebene ereignen.

Selbst wenn man sich hundert Jahre auf der körperlichen Ebene gesund ernährt, was nützt es, wenn man darüberhinaus und aus einem anderen Grund unglücklich bleibt oder sogar erst wird - in dem Fall würde man freilich etwas sehr verkehrt machen.
Die Psyche ist aus der Betrachtung nicht weg zu denken, wenn es darum geht sich zu überlegen, auf welche Art man sich am besten gesund erhalten kann oder nicht an schlimmen Krankheiten erkrankt. Wenn man eine Disposition oder Erbkrankheit usw. hat, also irgendeine Disposition, die auch in einem astrologischen Radix unter Umständen ablesbar wäre, dann sollte man natürlich einen Weg finden können, wie man lang gesund und lebensfroh bleiben kann trotz seiner Anlagen oder was man halt als Risiko für sich entdeckt und darauf reagieren möchte.

Schon allein die Psyche bildet unzählige physiologische Zusammenhänge, so dass alle Ebenen des ganzen Menschen in seiner körperlichen wie psychischen Verfasstheit und Substanz kaum erfasst werden können.
Es hat sich übrigens erwiesen, dass der Mond eine wichtige Einflussgröße darstellt, um diese Zusammenhänge aufzudecken zwischen Körper, Chemie und Substanz einerseits und der Art und Weise andererseits, wie zugeführte oder vorhandene Stoffe agieren, interagieren und reagieren. Ob der Mond in Wahrheit auf einer rein psychischen Ebene wirkt, oder auch physiologisch und chemisch, ist mir bislang nicht bekannt und  offensichtlich wenig erforscht. Darüber liesse sich ungefähr das Maß an Spekulationen bilden, wie man sie gewöhnlich zwangsläufig bildet über die Erklärungsgründe der Astrologie (die Erklärung der Astrologen wird nicht anerkannt und nicht nur ins Spöttische gezogen, sondern nicht selten als Ausdruck einer fehlgeleiteten Vernunft oder sonstwie "weltbildverzogen" bewertet).

Wie der Mond in verschiedenen Verhältnissen zu unserem Vorhaben oder Bedürfnissen steht, auf Ebene der Triebe, der Gefühle, der körperlichen und psychischen Unversertheit, sogar der Physiologie und der Eindrucksverarbeitung.

Genauer betrachtet müsste man sagen, dass der Mond in einem der zwölf Zeichen eine wichtige Einflussgröße darstellt, und andere Faktoren wie zum Beispiel Aspekte zu anderen Planeten üblicherweise nicht so ausschlaggebend sind, wie der reine Mondstand im Zeichen.
Andere astrologische Faktoren können jedoch - je nach Veranlagung oder Umstand - wichtig werden, um auch sie zu berücksichtigen.

Die Ernährung der Psyche durch Gedanken und Gefühle, der Bezug zu einem Lebensziel und Einstellungen, was immer auch für unser Wohlbefinden wichtig ist - je nach Anlagen oder Notwendigkeiten usw. - das alles wird nun wichtig. 

Ungeachtet wirklich notwendiger medizinischer Eingriffe, geht es nun auch vermehrt um den Hintergrund mancher Erkrankungen. Jede Erkrankung kann als Hinweis auf etwas tiefer liegendes gedeutet werden. Die Krankheit ist so gesehen ein Zeichen für etwas Bestimmtes, über das bewusst zu werden notwendig ist, um wirklich die Disposition für eine Krankheit zu verändern.

Das System von Energiezentren mit ihren unzähligen Energiebahnen wird in Zusammenhang mit der ganzheitlichen Medizin genannt, ebenso wie die Chakren, als Bestandteil des Energiekörpers.
So oder so, ist der Energiekörper fundamentaler als jeder einzelne molekulare Baustein. Dies ist eine Einsicht, die gewiss nicht von vielen Schulmedizinern geteilt werden kann.

Weiterhin sollte Ganzheitlichkeit in der Medizin berücksichtigen, dass die Medikamente, geraten sie einmal in das Trinkwassersystem, nicht so leicht abgebaut werden können, wie andere organische Substanzen. Die Ursache liegt hier auch zum Teil darin, dass man diese Medikamente bewusst - chemisch gesehen - so stabil hergerichtet hat, damit sie im Körper auch wirken und nicht so leicht aufgelöst werden. Aber einmal müssen sie ausgeschieden werden, oder Reste werden rücksichtlos von den Leuten in den Klo gespült. An diesem Kreislauf sieht man wieder den Makel kurzfristigen Denkens. Eine Studie hat belegt, dass in NRW und anderen Bundesländern, wo es für die Trinkwasseraufbereitung noch immer keine entsprechenden Filteranlagen für diese Medikamentenrückstände gibt, beim Trinken dieses Wassers etwaige Medizin, die man zu sich nimmt, nur zu einem geringen Teil vom Körper aufgenommen wird und der Rest ausgeschieden wird, zusammen mit den rudimentären Medikamentencocktails des Trinkwassers.

Regeneration und Kraft 

Regenerationsfähigkeiten sind nur so stark, wie der Mensch darüber verfügen kann, weil Reserven vorhanden sind und nicht für die Bewältigung des Alltags andauernd aufgebraucht werden müssen.

Gesundheit hat oft mit der Psyche und der Rückkopplung mit Erfahrungen zu tun: wie sehr wir also im Leben stehen, unser Leben im Griff haben (ohne zu klammern) und vom Leben selbst Kraft erhalten und nicht (nur) verlieren. So ist auch die Lebensführung, der Job, die Familie, einfach das ganze Leben nicht mehr nur ein zusätzlicher Aspekt der Gesundheit, sondern ein Teil der Frage, ob man denn gesund lebt.

Wir haben heute erkannt, dass die Psyche eine sehr starke Wirkung auf die Gesundheit haben kann und dass viele Beschwerden daher rühren, dass aus der Psyche Wirkungen auf das energetische System (zB Energiechakren) ausgeübt werden oder sich besser gesagt eine Wechselwirkung zwischen dem Energiekörper und dem physischen Leib mitsamt aller psychischen Vorgänge ergibt.
Ein Ungleichgewicht oder andere Blockaden können auf vielerlei Weise entstehen. Welche dann körperlich als akute Krankheit oder auch oft in psychosomatischer Weise in Erscheinung treten können.

Stress und innere Ausgeglichenheit

Der Zusammenhang zwischen Stress und einer entsprechenden körperlichen Reaktion auf Stress ist offensichtlich. Auch negative Affirmationen, die oftmals unbewusst vonstatten gehen, sind hierbei als Stressauslösend zu nennen.

Man bekommt unter entsprechender Anlage und enormen Stress einen Hörsturz, Krämpfe, Anspannungen oder sonstige auch als typisch psychosomatische Krankheiten beschreibbare Reaktionen vom Körper vorgeführt. Man kann direkt daraus folgern, wie der Körper sagt: "Halt, wenn Du Dir keine Auszeit nimmst, dann muss ich sie mir (und Dir) selbst nehmen".

Es ist also tatsächlich sehr heilsam und nicht nur eine Placebo-Wirkung, wenn man eine ausgeglichene Aufteilung zwischen Arbeitspensum und Entspannungszeiten anstrebt. Die Losung ist also: Öfter mal was zielloses tun, ziellos wandern, irgendwo eine gemütliche Ecke zuhause einrichten, ruhige Musik hören, ein Buch lesen oder ein Hörbuch anhören, die Sinne schweifen lassen, was die Aufnahmefähigkeit stärkt - als wie wir sonst eher eine innere Spannung aufbringen, so dass sich unsere Wahrnehmung immer an dem ausrichtet, was wir innerlich denken oder zu denken bereit sind; es wäre das Gegenteil von Aufnahmefähigkeit. Im Grunde verschliessen wir uns mit dem beinahe zwanghaften Versuch, alles, was wir wahrnehmen, zu intepretieren unter Maßgabe bereits vorhandener Muster; tatsächlich ist diese Wahrnehmungsleistung, die wir andauernd aufbringen, und die zweifellos irgendwo auch unseren Alltag erleichtert, eine Belastung für den ganzen Körper. Das soll nicht heissen, dass es "krank" wäre, dies zu tun; aber wir merken, wenn wir unter Stress geraten, dann verstärkt sich auch der Rückgriff auf Muster und die Welt ist niemals so dinglich wie wenn wir in Stress geraten; wenn wir also in Stress geraten, verstärkt das automatisch auch unsere innere Richtlinie, den Dingen eine Bedeutung zu entlocken, weil wir versucht sind, die zwingendsten Merkmale der Wirklichkeit festzustellen. Manchmal vergessen wir dabei, dass die zwingendsten Merkmale nur von uns "gewichtet" , also interpretiert werden und die Realität in Wahrheit ganz anders aussieht.

Negatives Denken wäre also nur ein Extrem dieser Verwerfungen. Tatsächlich ist  jedes Denken ein Beweggrund für uns. Wir lassen uns durch das Denken bewegen. Es ist ein geringer Stress, aber es bleibt Stress, da das damit verbundene Denken und die Interpretationsleistung alltäglicher Dinge einseitig geworden ist, und ohne Unterlass abgerufen wird; es ist eine Spur ähnlich dem sonstigen Stressfakoren, wenn man bei der Betrachtung unseres alltäglichen Denkens und unserer Mentalität ins Detail gehen würde. Im Grunde schützen wir uns mit dem Denken vor dem Abrutschen in psychische Labilität. Aber an sich ist es so, als würden wir tag ein und tag aus mit einer Rüstung herum laufen und könnten durch die schmalen Schlitze unseres Helmes nur noch Ausschnitte der Wirklichkeit betrachten.

Carlos Castaneda:
Der innere Dialog ist es, der uns Menschen in der Welt verankert. Die Welt ist so und so, weil wir uns vorsagen, dass sie so und so ist.

Das Verborgene

Ganzheitlichkeit kann als eine Betrachtungsweise verstanden werden, die auch das den Augen Verborgene mit in die Betrachtung einschliesst. 

Das Problem aber ist, dass nicht alles so einfach zu betrachten ist, weil sich gewisse Dinge der Eindeutigkeit oder dem Offensichtlichen entziehen. Die Sinne, die wir gewöhnlich gebrauchen, können einen bestimmten (energetischen) Bereich der Wirklichkeit nicht erfassen.

Diese verborgenen Ursachen kann man manchmal mit verschiedenen Mitteln sichtbar machen. Oft nur durch die persönlichen Mittel eines Menschen, der zu dieser Wahrnehmung fähig ist (zB Schamananheiler oder manche Heilpraktiker usw.). 

Dass es andere Wirklichkeiten gibt, ist für jedermann relativ leicht zu prüfen, indem er Nahtodeserlebnisse studiert, die zahlreich dokumentiert sind und von Wissenschaftlern aller Richtungen untersucht wurden. Es mag hin und wieder einen Wissenschaftler geben, der zwanghaft versucht, diese Erlebnisse zu rationalisieren, und auf eine Ebene der Halluzinationen bringen will oder die Bedeutung der Vorgänge auf einer unzureichenden weil zu oberflächigen Ebene erschliessen will.
Aber im Grossen und Ganzen stimmen die meisten Wissenschaftler darin überein, dass es sich in der Vorphase von Nahtodeserlebnissen um "Out Of Body"-Erlebnisse handelt, also ausserkörperliche Erfahrungen. Dass der Geist sich vom Körper trennen kann, ist nicht zu verstehen, nur zu begreifen, weil man es akzeptiert aufgrund einer Erfahrung oder der Beweislast der diesbezüglichen Berichte.
Und es ist genau das, was auch im Schamanismus und vielen Trancetechniken gang und gäbe ist - nur eben ohne die konkrete, das heisst reale Todesnähe. 

Es gibt noch viele andere verborgen liegende Sachverhalte und Ebenen. Und die Naturwissenschaft, die auf das Stoffliche schaut, wird vielleicht keinen strukturellen Unterschied zwischen einem lebendigen und einem toten Körper feststellen, weil beide dieselbe "messbare" Qualität und Masse an Atomen vorweisen. Schaut man sich die Verhaltensweise gegenüber bestimmten Bereichen der Esoterik von Seiten der Naturwissenschaft an, müsste man annehmen, sie würden mit derselben angewandten Logik - wobei das fokussierende und reduzierende Element ihres  Verhaltens  entscheidend ist - auch das Leben negieren müssen, weil es ja nicht physikalisch zwingend beweisbar ist. Das sagt uns einfach, dass wir uns nicht immer auf die Naturwissenschaft verlassen können, sobald sie bestimmte Bereiche des Wirklichen bürokratisch nicht nur ausklammert, sondern negiert, und genau ab diesem Bereich setzt die Geisteswissenschaft aber auch Esoterik an.

Ganzheit des Selbst

Die Bedeutung der Verschiedenheit der beiden Gehirnhälften ist immens. Die rechte Hälfte des Gehirns, und die linke Hälfte des Gehirns, welche eine Ganzheit bilden. Aber darüberhinaus auf einer absoluten Ebene auch Ganzheit einerseits (rechts) und Einzelheit (links) andererseits repräsentieren.

LINKE GEHIRNHÄLFTE

- rechte Körperseite; rechte Hand, rechtes Auge usw.
- Verstand; verbale Dingsprache und Analytik; Einzelheit und Bezüge; Grammatik
- Logik; Intellekt; Unterscheidbarkeit und Trennung von Dingen und Erfahrungen
- die linke Seite des Gehirns steht auch für Unterscheidung zwischen Ich und Du oder einer Sache und anderen Sachen. Letztlich steht es auch für das Eigentum und ist auch Symbol für das ganze zivile also äußere Leben (Strukturen und Regeln) und damit der zivilen Ordnung
- Fähigkeit der Reflektion; Anpassung
- Fähigkeit des wichtigen Ordnens von Einzelheiten
- Haben; Existenz; Zählbares
RECHTE GEHIRNHÄLFTE

- linke Körperseite; linke Hand, linkes Auge usw.
- das unmittelbare Erfassen eines Ganzen, eines vorliegenden Bildes oder einer Situation (die mehr ist als die Summe aller wahrnehmbaren Einzelheiten)
- das innere Leben betreffend; die sozialen Werte der nicht sichtbaren Interaktionen;
- bildhafte Ebene, Ganzheiten erfassen
- das Unbewusste, das Seelische und das symbolische Sprachvermögen; entspricht besonders auch einem Zugang zur symbolischen Sprache des Universums
- Energie sehen und spüren; Archetypen
- Gefühle, Emotionen, emotionale Verarbeitung
- Sein; Sinn; Fühlbares

Die Wirklichkeit wird von dahinter liegenden Symbolen getragen, die ganz bestimmte Bedeutungen aufweisen. Anders gesagt, sollen Wirklichkeiten in der Erfahrungsweise oder -art zur Erfüllung gelangen. Das ist der Prozess des (seelischen) Lebens.

Das Sichtbare an Leben und die Phänomene einer Dingwelt sind so gesehen nur ein Ausdruck einer viel grösseren und universellen Wirklichkeit, einer eigentlichen Wirklichkeit. Das ist nur durch mit dem Weg der rechten Gehirnhälfte zu erfahren, und nicht durch das Intellektuelle zu erschliessen. Durch den Verstand kann es nur als gültig erachtet werden, aber nicht verstanden werden.

Die linke Gehirnhälfte, mit Wort und Unterscheidbarkeit, kann und soll uns die verschiedenen Wirklichkeiten orientierbar machen.
Üblicherweise wird unter dem Ausschluß einer als gültig erkannten Wirklichkeitserfahrung, wie sie nur zustande kommen kann durch die unmittelbare Erfahrung mittels der rechten Gehirnhälfte, viel zu oft und leider durch den Intellekt und das verbale Denken dieser Wirklichkeitsbezug entwertet, und/oder ein Schutz vor diesen Erfahrungen des eigentlichen Lebens aufgestellt - ein Abschluss und Verschluss wird gebildet. 

Die Kindheit wird als belastet erfahren. Jedes spätere Eindringen unmittelbarer Wahrnehmung bildet oft einen Spannungsaspekt aufgrund vorheriger Erfahrungen: Schläge, verbale Gewalt, Erpressung, Demütigung, Entwertung des Eigenen, des Seins - das alles sorgt dazu, dass wir uns aus einem Schutzbedürfnis heraus eine Wirklichkeit einrichten, die uns vertraut ist, und die sich nicht mehr ändern soll. Das kann nur durch die Leistung der linken Gehirnhälfte zustande kommen. Natürlich ist das auch die Funktion, und sie ist richtig. Dennoch verschliessen wir uns, wenn wir diese Funktion dauerhaft aufrecht erhalten, vor dem eigentlichen Leben. Dann bleibt kein Augenblick mehr frei vom inneren "Cinematographen". Wirklichkeit wird durch die linke Gehirnhälfte ausgewählt, und auf einer Ebene der Betrachtung gerückt -  an sich ist Wirklichkeit frei von jeder Zuschreibung.

Die rechte Hälfte steht für die Wandelbarkeit jedes Sinneseindrucks, dennoch aber auch für die Erinnerung an gleichlautende Erfahrung.
Instinkte werden angerührt: der komplexe Teich und tiefe See aller gemachten Erfahrungen bilden zunächst einen Filter, bevor die Wirklichkeit des Hier und Jetzt in ihrem Wandel des Augenblicklichen erfahren werden kann. Deswegen sind viele spirituelle Lehren darauf ausgerichtet, zunächst die Trauma oder psychischen Komplexe durch eine Art mentale Disziplin in Ruhe zu bringen - das heisst, auf gegebene äußere Reize, die einst den Instinkt und die Angst anrührten, nun Gelassenheit entgegen zu bringen.

Beide Gehirnhäften ergänzen sich. Doch im gewöhnlichen und modernen Leben hat die linke Hälfte des Gehirns meist einen einseitigen Vorrang. Während eine mögliche Überbetonung der rechten Hälfte zu psychischen Irritationen bis Wahnvorstellungen führt - es fehlt dann die linke Hälfte, die die Wahrnehmungen ordnet oder durch weitere Reflektionen oder Vergleiche bewertet.

Die körperlichen Entsprechungen zu der linken und rechten Gehirnhälfte überkreuzen sich. Der linke Arm steht also in Verbindung zur rechten Gehirnhälfte. Das linke Auge entspricht der rechten Gehirnhälfte. 

Die Augen 

Wenn man seine beiden Augen, oder die von anderen vergleicht (das geht sehr gut auf Photos) entdeckt man zwei ganz verschiedene Persönlichkeitsanteile. Den rationalen und intellektuellen Teil eines reflektierenden Bewusstseins, und den eher animalischen, wilden, aber auch ursprünglichen Wesenskern. Dieser letztere Teil wird beansprucht oder genährt durch schlimme Kindheitserfahrungen, enthält aber ursprünglich so etwas wie den Willen, der sich verwirklichen will, die eigentliche seelische Aufgabe. Kommen aber schlimme Kindheitserfahrungen hinzu, vermengen sich diese mit dem ursprünglichen Willen und es kann nunmehr bedeutender für die betreffende Person darum gehen, diesen Willen zu verteidigen - denn dieser Wille will sich erfüllen, will die Fülle des Lebens in sich lassen. Man kann an dem Auge (linkes Auge/=rechte Gehirnhälfte) deshalb intuitiv oder einfühlend oft ablesen, wie sehr diese Aufgabe und Selbstverständnis sich verkörpert hat oder bislang verfremden musste, wie blockiert jemand emotional gesehen ist. Andererseits ist auch die Art der Bedeutungs- und Sinnverleihung ablesbar (linkes Auge analog rechte Gehirnhälfte; gemeint sind die realen und nicht gespiegelten Körperseiten, links also so wie das Herz auf der linken Seite sich befindet). 
Es lassen sich noch weitaus mehr Dinge an der Verschiedenheit der Augen ablesen. So zum Beispiel am rechten Auge die geistige Welt des Menschen, die Art der Neugierde und Aufgeschlossenheit, wofür man sich interessiert und in welcher Weise dies geschieht, welche Unterscheidungen getroffen werden, die Grammatik betreffend (rechtes Auge analog linke Gehirnhälfte), und evtl. die Ebene, auf der der Geist geerdet ist, oder wie weit er sprichwörtlich abgehoben sein kann (was weder positiv noch negativ zu werten ist sondern einfach verschiedene Grundanlagen bedeutet).

Wenn man das rechte Auge abdeckt und so einen Satz mit dem linken Auge (=rechtes Gehirn) liest, dann erfasst man die Bedeutung einzelner Worte, aber wenn ein Satz kompliziert ist, und (grammatikalische) Bezüge aufzustellen sind, kann man dem manchmal nur schwer folgen. Umgekehrt weiss man mit einem abgedeckten linken Auge und dem Lesen mit dem rechten Auge (also mit der linken Gehirnhälfte) oft einfach nichts anzufangen, und zwar mit dem Inhalt des Gemeinten. Es bleibt total oberflächlich, ergibt kein sinnhaftes Bild.
Freilich, bei einem näherem Überlegen und Innehalten interagieren schliesslich beide Gehirnhälften miteinander und so kommt über einen Umweg jede Gehirnhälfte noch zu ihrer Funktion.

Die überflüssige Bevorzugung der linken Gehirnhälfte 

Die linke Hälfte des Gehirns vollzieht vor allem Aufgaben des linearen Vorgehens. Pläne, Vorschriften, Regeln. Das ist zugleich, was man uns in den Kopf gesetzt hat. Lösungen, die sich rational ergeben - sie sind eigentlich in der Masse angebotener Vorschläge bloß greifbar . Kategorien für das Ganzheitlilche, für das Bewusstsein oder Übersinnliche nehmen sich im Verhältnis dazu äusserst bescheiden aus.
Es ist somit sogar wichtig, dass man den Vorrang der linken Gehirnhälfte, in seiner Routine, aushebelt. Wenn man keinen Plan hat, und trotzdem glücklich sein kann. Wenn man keinen Ort hat, wo man hinzielt, und trotzdem  glücklich und erfüllt ist.

Verschiedene Bewusstseinsschulen betonen stets, dass gewöhnlich der Körper einseitig ausgebildet ist, nicht nur die linke Gehirnhälfte als solches einseitig gelebt wird. Das heisst, wir schreiben mit rechts, wir sind tätig mit rechts, beginnen alles mit rechts und unterstützen so eine Überbetonung der linken Gehirnhälfte

Dies gleicht einem oberflächlichen Leben, da die linke Gehirnhälfte zwar alles gut auswendig lernen kann, die Dinge unterscheiden kann, und auf vieles die genaue Antwort weiss, aber in der Tiefe nichts wirklich um die Inhalte des Lebens weiss.

Sogar der Schulunterricht betont ein lineares, also "rechtes" Vorgehen und es wundert nicht, wenn man davon spricht, dass es in der Schule oft nur noch um Auswendiglernen geht, was ja eine typische Entsprechung der linken Gehirnhälfte ist.

Wenn man sich der Ganzheit näher bringen will, lohnt es sich, ab und zu Dinge auch mit links zu tätigen - was zudem ungewohnt ist und daher eine Aufmerksamkeits- und Geschicklichkeitsübung darstellt. Oder Dinge auch mal geschehen zu lassen, sie nicht kontrollieren zu wollen, und für die unmittelbare Begegnung mit Erfahrung bereit zu sein. Diese Bereitschaft entspricht der rechten Gehirnhälfte. Der Schutz ist heruntergefahren.

Die wissenschaftliche Welt betont das lineare Vorgehen, und vernachlässigt gewöhnlich jene Erkenntnisquellen, die man der rechten Gehirnhälfte zurechnen kann. Wenn Einstein sagt, "er denke oft in Musik" (er war der Musik nicht nur zugetan, sondern dachte gelegentlich auch innerhalb der Gesetze der Musik über Dinge nach), können wir darin fast einen Hinweis auf jenes ganzheitliche Denken vermuten. Die Schöpfungsharmonie erkennen wir in den folgerichtigen Gesetzen der Musik ebenso wie in der Natur. Schöpfungsgesetze, nach denen letztlich auch der Molekularbereich angeordnet ist. Eine Schöpfungsordnung mit vielen Ableitungen in unterste Ebenen. Und wer kohärentes, in sich geschlossenes weil auf oberste Ebenen rückbezügliches Wissen formulieren will, nimmt die rechte Hirnseite hinzu. Ansonsten schafft die lineare und verbale Ordnung nur lauter Schnitte, und Details, die kein sinnvolles Ganzes ergeben.

Träumen ist kein Widerspruch zum Realismus

An sich und ganz allgemein bedeuten Träume eine Wirklichkeit, dessen Geschehen aus einem Standpunkt erlebt wird, wo keine Zweifel darüber aufkommen, dass diese Träume eine Realität bedeuten, die beachtenswert ist.
Man meint vielleicht, alle Träume seien schon irreal, und hätten am wenigsten mit Realität oder Realismus zu tun.
Der Gedanke ist aber nicht ganz richtig. Denn unser Gehirn und unsere Wahrnehmungsart, das betrifft die Auswahl der Interpretationen, die uns zur Verfügung stehen, ist bereits eine Sache unserer Vorlieben und der Art, wie wir Wirklichkeit erleben.
Wir glauben, die physische Wirklichkeit würde garantieren, dass jeder Mensch im Grunde eine objektive Realität wahrnehmen kann - gemeint ist diese physische Wirklichkeit, an die alle  Menschen teilnehmen können und sie in ihrer Existenz dadurch bestätigt finden, dass die physische Wirklichkeit verlässliche Orientierungsunkte bietet.
Das ist natürlich richtig. Aber es ist nur ein Ausschnitt der ganzen Wahrheit. Vor allem liegt  es für den Menschen so vor, dass die physische Wirklichkeit überhaupt gar nichts bedeutet. Sie ist recht kahl und die Bedeutungen  werden ihr nur zugeschrieben. 

Wenn wir nun die Träume mit Realität gleichsetzen  und uns ein Urteil bilden, müssen wir von Zeit zu Zeit einfach Verstand und Ratio unterscheiden von jenem Aspekt eines ganzheitlichen Etwas. Letzteres kennt eine immanente, aber nicht mit dem Verstand einsichtig zu machende Logik. Eine Bedeutung, die nicht mehr zugeschrieben wird, sondern sich ergibt.
In den Träumen liegt Bedeutung. Und Träume  sind eine Erkenntnisquelle.
Auch im Alltag, im sogenannten Tagesbewusstsein, kann in leichten Abstufungen und Spuren eine Traumwirklichkeit entstehen. Zum Beispiel in der Meditation als einfachstes Beispiel.

Das Unbewusste

Darüberhinaus sind die Integration der Gefühle eine noch zu erlebende Ganzheit. Üblicherweise sind die Gefühle belastet von Erinnerungen und Konditionierungen. Sie können durch den Prozess der Läuterung, Selbsterfahrung und Klärung über ihre Vergangenheit hinaus gehoben werden.
So können sie gänzlich der augenblicklichen Wahrnehmungsfunktionen dienen, was besonders bei der Erfahrung "höherer Bewusstseinszustände oder anderer Wirklichkeiten" eine Rolle spielt. Entsprechendes gilt für die rechte Gehirnhälfte.

Der Körper ist nicht nur ein Teil von uns, in dem bloß unser Gehirn und unsere Sinnesorgane eingebettet wären, der Körper mit allen Organen als Ganzes ist in der Lage zu denken, und Wirklichkeit zu erfassen. Der Körper ist ein Organ und jedes Organ erfüllt auch eine Wahrnehmungsfunktion.
Es hilft zu verstehen, dass wir als Mensch Teil der Schöpfungsordnung sind. Und die Schöpfungsordnung zu verstehen, kann uns über den Weg nach Innen vielleicht eher gelingen als über einen Weg der äußeren Dingwelt. 

Wir erfahren Wirklichkeit ja nicht ungefiltert, daher ist jede Wahrnehmung sowieso schon vom Innen her bedingt.
Sinnesorgane vermitteln nur, sie zeugen von etwas - aber eine Realität kommt nur zustande, weil wir sie als Fakt für "wahr" nehmen. Unser Verstand sagt uns, das ist wahr. Also geht es auch um Vertrauen gegenüber dem, was wir aus verborgenen Bereichen nur sehr sehr subtil wahr-nehmen können. Hier findet wir zunächst selten die Klarheit, wie wir einen Bleistift in der Hand halten und sagen, das kann nur ein Bleistift sein. 

Aber mit der Zeit baut sich eine Plausibilität auf, eine Einsicht, dass es nur so zu sehen sein kann - dass es Schamanen gibt,  die in einen Bereich der Wirklichkeit vorstoßen, was weit über dem Vertrauten liegt, oder dass die Astrologie funktioniert, wie es die Chakren und die Aura gibt, wie die Erde in Schwingung und unterschiedlichen Prozessen sich befindet, wie es vergangene Leben gibt, aus denen wir teilweise erwirktes oder gelerntes noch mit in dieses nehmen können, oder von vergangenen Leben noch eine Aufgabe mit uns tragen usw..

Höhere Bewusstseinszentren

Die höheren Gefühls- und Verstandesfunktionen, wie sie durch Erleuchtung oder Meditation erfahrbar werden, bedingen eine physiologische Harmonie und gewisse Ganzheitlichkeit mit dem übrigen Körper, denn der Körper mit seinen Organen trägt zur Wahrnehmungsfähigkeit bei. Worüber selten irgendwo etwas zu lesen wäre. Aber es ist eine Tatsache, die von Schamanen, Medien, und einfachsten eigenen Meditationen erfahren oder vermittelt wird. Letztlich kann die wissenschaftliche Gehirnforschung und Bewusstseinsforschung bereits Brücken zu der Notwendigkeit eines körperlichen Einbezugs bilden, wenn es um die grundsätzliche Leistungsfäghigkeit oder Kapazität der Wahrnehmung geht. 
Dieser Bezug auf das Körperliche kann allein schon durch das Fürwahrhalten zu einer Wahrnehmung von bislang nicht sichtbaren Phänomen führen. Aber auch die innere Stimme oder innere Führung wird erfahrbar, was eine ganz neue Qualität des Selbstbezuges ermöglicht.

Gefühle in reiner Form zu erleben, ist schon ein Erlebnis. Genauso stellt jedes Erleben der in der Welt wirkenden und vorhandenen Energien eine Besonderheit dar.

Nicht nur, dass es um die Annahme von Gefühlen und die Läuterung derselben ginge, sondern Gefühle dienen in ihrer höheren Funktion auch der Wahrnehmung.
Sie spiegeln nicht mehr nur die eigene Befindlichkeit oder Reaktion auf Umweltbedingungen wieder (die ja zum grössten Teil für uns noch behaftet sind von Erinnerungen)! Wahrnehmbare Formen oder Energien (also Realität) können durch Gefühle vermittelt werden.

Innere Stimme

Die innere Stimme, falls einmal klar genug auftauchend, wird als solche erkannt. Da diese innere Stimme schwer zu beschreiben ist, möchte ich stattdessen auf einen ähnlichen Bereich in uns verweisen.

Wir können anerkennen, dass es Synchronizitäten gibt, dass etwa ein Gedanke, den wir gerade haben, durch ein Kribbeln im Bauch bestätigt oder begleitet wird, und sozusagen kommentiert wird.
Diese "Kommentare" muss man nur noch richtig verstehen. Es hat sich Ansatz herausgebildet, dass diese Geräusche des eigenen Körpers und auch der geräusche der Umgebung dann auftauchen, wenn wir einen Gedanken oder Absicht haben, die uns in den Fluß bringt. Vielleicht geht es um den Fluß einer Energie, die über allem steht und uns genauso durchdringt - aber der Fluß kann auch blockiert sein. Solche Geräusche verweisen also auf eine Art Signal oder Markstein, um uns hin zum Fluß zu orientieren, um es bildhaft auszudrücken.
Manchmal gilt es natürlich, diesem Gedanken oder der damit verbundenen Absicht Nachdruck zu verleihen durch eine handfeste Entscheidung; dass wir also umsetzen, was wir denken. Uns gelingt das normalerweise selten.
Man staune, wie viele Vorsätze oder lohnenswerte Ideen wir haben, und wie wenig wir  solche Gedanken wie "heute esse ich nur wenig Obst um mich mental zu reinigen" tatsächlich befolgen und umsetzen. Das werden wir durch Selbstbeobachtung rasch bei uns entdecken, wenn wir ehrlich mit uns sind,. Die Selbstbeobachtung sollte freilich nicht zu einem Bußgewand führen, also dass man seine Fehler entdeckt und darüber ein schlechtes Gewissen oder gar Ärger bekommt. Dieses negative Denken und Fühlen auch nur in Ansätzen, führt uns am meisten von uns selbst weg. 

Es hilft, sich Tiere anzuschauen, wie sie sich behagen und betragen - da könnten wir manchmal meinen, die sind sich selbst viel treuer als der Mensch, der sich schämt über sich selbst und seines gleichen, vielleicht als sei er etwas Besonderes, oder wollte es sein.
Natürlich lauert da irgendwo der Imperativ, dass man sich ein Kleid anziehen muss, dass man nicht nackig rumläuft. Aber es gibt ein Extrem auf beiden Seiten, und zwischen dem sichtbaren Geschlechtsteil und der Ganzkörperverhüllung mittels einer Burka, die nur den Augenschlitz offen lässt, liegen Welten von Zwischenwerten.
Was kann der Mensch noch besonderes sein, wenn er es nicht schon ist? Dafür aber brauchen wir keine Kleider, die uns von uns selbst ablenken. Diese Authentizität ist unerlässlich, um sich der inneren Stimme oder den Botschaften aus der Stille des Unbewussten anzunähern.

Oft aber haben wir ungeordnete Gedanken, die alle auf einmal stattzufinden scheinen. Daher geht es auch immer um innere Klarheit, sowohl in Gedanken als auch in Gefühlen, um überhaupt solche Omen von Zufallsereignissen nicht nur unterscheiden zu können, sondern auch ein Gefühl für die Sache zu bekommen. Es gibt eine innere Instanz, mit ihr können wir - sofern wir uns darüber im wahrsten Sinne des Wortes klar sind - sehr gut unterscheiden, was wahr ist und was trügerisch ist.

Zeichen oder Omen offenbaren einen gewissen "Klang", den man vor allem mittels Intuition deuten lernen kann. Viele orientieren sich bereits anhand dieser Botschaften verlässlich durchs alltägliche Leben, wenngleich ein Irrtum ebenso wie bei den rationalen Mitteln sich zu orientieren, niemals ausgeschlossen ist. 

Andere Wirklichkeiten?

Die physische Wirklichkeit kann schamanisch oder esoterisch gesehen als etwas verstanden werden, dass unsere "Bewusstseinsreise" erleichtert. Aber wie immer gibt es einen Haken. Wir befinden uns aufgehalten auf unserer Reise. Wir (als Kollektiv und teilweise als Einzelne) kleben wie Säuglinge an den Schnullerstangen unserer Existenz, und glauben, diese dingliche Ebene der Wirklichkeit wäre schon alles, was es zu sehen oder zu erleben gäbe. So betrachtet, ist uns der übersinnliche Bereich neu, weil wir ihn verdrängt haben, aus unserer Wahrnehmung ausgeschlossen. In der Geschichte der Menschheit und ihrer Evolution ist es kein archaischer Zustand gewesen, dass man andere Wirklichkeit wahrnehmen konnte.
Nun ist viel wichtiger und pragmatischer die Frage,  wie man denn dahin kommt, eine andere Wirklichkeit zu erfahren?

Carlos Castaneda:
Wann immer der innere Dialog aufhört, bricht die Welt zusammen, und außerordentliche Seiten unseres Selbst werden sichtbar, als wären sie von unseren Worten streng bewacht gewesen.

In erster Linie blockieren wir uns durch Altlasten und konditionierten Denk-akten. Sie verschliessen uns vor dem eigentlichen Wirklichkeiten.

Aus dem Anhaften an vermeintlichen Sicherheiten, also an Vorstellungen, werden wir nicht dahin gelangen, uns neue Bereiche der Wahrnehmung zu erschliessen! Und mögen diese Bereiche, Spektren oder Sphären noch so geringfügigen Ausmaßes sein, sie lohnen, da sie uns Wirklichkeit aus erster Hand liefern.

Wir müssen bereit sein, ein Risiko einzugehen. Und wir müssen bereit sein, dass nicht jeder auf derselben Entwicklungsstufe steht und jeder seine Kapazitäten, Anlagen und Aufgaben hat, die sich von denen anderer unterscheiden können.

Nehmen wir an, wir hätten die uns latent oder rudimentär gegebene Möglichkeit, eine andere Wirklichkeit zu erfahren, wir hätten sie nur noch nicht erschlossen.

Nehmen wir weiterhin an, einen Bereich einer anderen Wirklichkeit zu erfahren, wäre für uns gebunden an einen Zustand der inneren Stille (Gedankenstille): diese Stille bleibt uns natürlich solange verschlossen, wie wir unaufhörlich auf einen Gedanken einen weiteren Gedanken folgen lassen, oder uns sorgen, zornig sind, oder beständig Gefühlen ausgeliefert sind, die zum grössten Teil aus unseren Launen resultieren. Das heisst, wie im Leben, und wie beim Broterwerb: Von Nichts kommt nichts.  Alles hat seine Konsequenz.
Wir müssen uns irgendwo bemühen, um eine Richtung beizubehalten.
Aber diese Bemühung kann Teil der "Lebensverständlichkeit" werden, indem wir einfach nach und nach uns überzeugen, dass die andere Wirklichkeit gültig ist, und vorangigen Wert aufweist, und die Wirklichkeit, die wir momentan als fixe Wirklichkeit uns mehr oder weniger einbilden, nicht verlässlich genug ist und es unsere Art ist, sie dennoch aufrecht zu erhalten in unserer Wahrnehmung.
Sobald wir Lust auf die andere Wirklichkeit bekommen, werden wir irgendwann auch einsehen, dass diese alltägliche und uns vertraute Wirklichkeit durch solche Mechanismen und Prozesse in Gang gehalten wird, die unsere ganze Energie beanspruchen. Darum bleibt nichts mehr für die Freiheit der sonstigen Wahrnehmungsfähigkeit. 

Es ist ja geradezu eine Not, die wir empfinden, uns dieser "stumpfsinnigen" Wirklichkeit zu verschreiben; ein absurder Vorgang. Aber zugrunde liegen meist nichts anderes als unsere Launen. Ohne eine entsprechende Laune oder Lust zu haben, werden wir nichts tun - und so kann es also ein Weg sein, einfach Welt und Wirklichkeit sich selbst zu überlassen, dem nichts mehr hinzu zu tun. Das setzt aber eine innere Bedingung voraus. Ein stabiler Ruhepunkt, auf den man sich beziehen kann, könnte man sagen. Dann können wir Welt und Selbst geschehen lassen. Ansonsten ist es ja oft so, dass wir uns dem Alltag ausgesetzt sehen oder ausgesetzt fühlen, worauf wir sogleich einige Muster an Reaktionsweisen wach rufen. Es ist ganz gleich, welcher Alltag das ist. Im Alltag, wie er mit dem individuellen Bewusstseinsrahmen gegeben ist, findet einfach nur das statt, was wir tun und was wir sind. Es ist unsere Art, uns durch die Wirklichkeit zu bewegen.
Aber was wäre, wenn es nicht die einzige Art wäre, uns durch Wirklichkeiten zu bewegen? Auf die Idee kommen wir nicht, wenn wir glauben, wir müssten uns so verhalten, wir müssten uns so fühlen, wir müssten uns so denken, wie wir es tun. 

Es gibt aber die Launen, und die scheinen uns manchmal zu einem Schutzverhalten zu verführen. Die Laune ist nichts anderes, als das, was uns antreibt und motiviert. 

Was doch grundsätzlich für uns  dabei heraus kommt,  ist entweder Anpassung, Kompensation, Flucht, Täuschung und daraus hervorgehende Angst - oder irgendetwas anderes, das uns wegen äusseren Reizen zu einem Alltag zwingt. Dieser Zwang eines inneren und äusseren Beweggrundes ist nicht gefangen in einer einzigen Art und Weise, wie er sich erfüllen soll. Das heisst, was auch immer wir erleben, wir können in einem Bruchteil der Sekunde die richtige oder falsche Entscheidung diesbezüglich treffen. Dabei ist wichtig, was man grundlegend die ganze Zeit verfolgt, um zu entscheiden, was gut oder schlecht ist. Das heisst in Bezug auf die Erleuchtung, muss erst geklärt sein, wie wir mit der grundsätzlichen Frage umgehen, auf den Alltag zu reagieren, in dem wir uns befinden.
Ist es die Erleuchtung, was man anstrebt, hilft es, den Blick über den ganzen Prozess zu richten. Daher muss man zuerst auch so etwas nebensächliches wie die Launen hinsichtlich dieses Zieles hin ausrichten. 

Man muss sich immer wieder daran erinnern, in welcher Richtung man sich gerade (hier und jetzt und heute und in dieser Woche) bewegt und bewegen will. Was für ein Ziel man hat.

Man nimmt Welt und Wirklichkeit wahr. Das ist alles, was geschieht. Und man muss sich im Klaren werden, ob dieses Geschehen um einen herum welche Launen bei einem selbst hervorruft, und wenn es bloß Geräusche sind. Oder es ist  ein Gedanke, von dem man abgelenkt wird usw..
Man kann sicher betonen, dass es verschiedene Grade dieser Bewusstseinsarbeit gibt. Nicht jeder wird gleich eine Einsicht in grundlegende Ordnungen der Schöpfung erhalten. Ein Königsweg ist es, den Alltag für sich selbst und nur für sich selbst neu zu definieren, er braucht sich nicht ändern, er wird bloß anders wahrgenommen von einem selbst. Es ist immer schwieriger, etwas neues zu lernen und sich dort zurecht zu finden, als wie etwas altes eingeübtes wach zu rufen.

Man muss ausloten, was man für sich selbst als normal empfinden kann. Subjektive Erfahrungsräume bleiben es in jedem Fall, die man da auslotet. Das betrifft vielleicht die schmutzigsten Gedanken und Gefühle, die man hat. Oder die Kuriosesten. Oder die ersehntesten. Ob man es anderen mitteilt, steht auf einem anderen Blatt. Wenn wir unsere Wahrheiten, unsere wahren Bedürfnisse, unsere Entwicklungsprozesse nicht kennen, und wenn  wir  unsere  Abgründe nicht geklärt haben, auch unser Verlangen und Schatten erkannt haben, und gleichwohl unserer Lust nach leben..., so lange können wir uns selbst auch nicht geschehen lassen - jedenfalls wird das meist nicht weiter führen. Wir brauchen ein geklärtes Verhältnis zu dem, was in uns lauert, sein will, sein kann, und Wirklichkeit werden will.

In jedem Fall ist es eine eigene Entscheidung, die nichts mit dem Außen zu tun hat sondern nur mit einem selbst, wie man sich zu Wirklichkeiten verhalten will. Wie man sie wahrnehmen will, in welchen bezugsrahmen man sie sieht, was ja auch bedeuten kann, mit welcher emotionaler Beteiligung oder Identifikation usw.. Wenn man empfindungsfähig ist, darf und sollte man diese nicht lange vernachlässigen und sollte irgendwelche Kanäle dafür finden (manchmal genügt dazu schon Musik, Filme usw.).

Es geschehen lassen, was von innen, also von uns selbst aus Wirklichkeit werden will, bei der dennoch eine äussere Wirklichkeit sein kann und wahrgenommen wird. Aber folgendes ist viel wichtiger, nämlich ein Motto: Jede Absicht und jeder Gedanke, wird uns unweigerlich in das System der gewöhnlichen Wirklichkeit führen. Stellen wir es richtig an, ist eine Paranoia, ist ein Angstzustand, oder ist jede Form von psychischen Irritationen ausgeschlossen. Der Verstand wird ja nicht "ausgeschaltet", er wird nur von seiner Kontinuität abgebracht, bleibt aber bereit, um im gegebenen Moment den passenden Gedanken oder Entschluß zu fassen, und wenn es nur ein Registrieren bedeutet, dass da draußen oder in uns selbst etwas geschieht.
Es hilft wirklich, in dieser Weise sich immer mehr einer  gewollten Bedeutungsverleihung zu enthalten, um ein Stück weit hinein und hindurch zu schauen, was an Wirklichkeit noch existiert, ausser dem systematischen Programm von den uns bekannten und eingetrichterten Bedeutungen einer Dingwelt.

Du siehst eine Tasse und weisst sofort allerhand über dieses Ding, und seien es Erinnerungen oder Assoziationen. Und genau das ist die falsche Wirklichkeit. Falsch ist sie nicht weil sie nicht zu gebrauchen wäre, sondern weil es nur eine Zuschreibung ist. Wirklich ist etwas ganz anderes.
Das, was wirklich ist, das kann natürlich auch das sein, was andere Leute zB energetisch einem Ding angeheftet haben. Man kann manchmal an einem Ding bei entsprechender Sinnesveranlagung oder Schulung sehr deutlich die Gefühle der Menschen ablesen, die damit zuletzt zu tun hatten. Doch noch wirklicher ist das, was von sich aus noch wesentlich existiert, weil wir existieren. zwangsläufig werden wir die Wirklichkeit immer aufgrund unseres Selbst erfahren und es ist natürlich, den Blick auf uns selbst zu richten, wenn nur das EGO damit nicht besonders gemeint ist. Innen ist viel mehr Wirklichkeit als Außen. Das Außen findet quasi via innen statt. Nur der Verstand wird zu leicht Gehilfe des Egos  und vermutet eine Dingwelt, die jedem dieselbe ist.

Und was wir gewöhnlich tun  ist ja folgendes: Wir projizieren Bedeutung aufgrund von Vermutungen, Interpretationen, Erinnerungen usw. auf ein Ding. Wir sehen nicht, was uns das Ding von sich aus mitteilen kann.
Wenn wir durch eine belebte Straße gehen, können wir erkennen, wie jeder Mensch eine künstliche Blase an Wirklichkeit "mit sich und vor sich herum trägt". Und alles, was diesem Menschen begegnet wird an dieser künstlichen "Matrix" gemessen werden und jeder andere Mensch beteiligt sich an diesem System (Matrix=Nährboden für Wirklichkeitserfahrung).
So erkennen wir, dass Wirklichkeit nicht das ist, was wir mit uns herum tragen, was wir von künden wollen, was wir erwarten, dass alle diese Wirklichkeit verstehen, sondern Wirklichkeit ist hier und jetzt immer wieder ein einzigartiger Moment, der seine wahren Inhalte nur dann preis gibt, wenn wir auch die Vorraussetzungen erfüllen, diese Inhalte überhaupt wahrnehmen zu können.

Natürlich steht hinter der von uns gemachten Illusion auch ein Schutzverhalten, das wir vor langer Zeit aufgebaut haben. Senken wir die Schilde, werden wir unweigerlich zumindest von der Empfindung und vom Eindruck her mit ganz alten Erinnerungen konfrontiert, die wir tatsächlich noch nicht bewältigt haben könnten.

Es ist einfacher als es scheint, diese alten Wunden verheilen zu lassen. Aber das braucht Zeit, und Aufbau von Vertrauen, nachdem die Schutzpflaster abgenommen sind. Deshalb müssen wir meist langsam hinein wachsen in eine "neue Art der Wirklichkeitsbewältigung". 

Wenn wir uns von vielerlei äußerem Geschehen beeinflussen lassen, und zwar zum grössten Teil völlig unnötig und unsinnig, bleiben wir in der uns vertraueten Wirklichkeitserfahrung stecken.
Auf diese Weise beschäftigen wir unser Bewusstsein zu genüge, und blicken sprichwörtlich an den feinen Wahrnehmungskanälen vorbei, die für uns zudem noch unerschlossen oder unentwickelt sind.
Natürlich gibt es verschiedene Stufen, die man überqueren wird, und nicht jeder wird gleich eine Vision oder Offenbarung erfahren. Es gibt aber einfache Erfolgserlebnisse. Nicht jeder, der sich für Spiritualität interessiert, muss nun auch gleich komplett andere Wirklichkeiten wahrnehmen, sondern vielleicht geht es um die Verbindung zu den Quellen, dass man zu einer besseren Intuition kommt usw..

Symbolismus

In einem Wald sehen wir einen Baumstumpf, wir interpretieren und identifizieren ihn normalerweise sogleich.
Aber eigentlich hat jedes Ding und jede Realität eine symbolhafte Existenz allein für unsere Augen, für unseren Wesenskern oder Seele an diesem Ort und dieser Zeit, und so ist es für alle Lebewesen.  Und sei es, dass wir nur an dem Ort gelangen und der einzige Bezug für uns ist, das ist dann der Ort, ohne besondere Bedeutung, ohne besonderes Schicksal, das in diesem Ort für uns bereit läge.
Dennoch: Was wir "übersinnlich" wahrnehmen können, ist relativ zu uns und dem Zeitstrom, in dem wir uns befinden. 

Ein Baumstumpf kann eine Form offenbaren, zu einem Eindruck werden, und vielleicht einen Schattenaspekt unseres Seins widerspiegeln, oder auch einen grundsätzlichen Archetyp, zu dem wir in Relation und individueller Schwingung stehen.
Es kommt drauf an, wie weit man dabei geht und wieviel Übung man darin hat, aus normalen Dingen des Alltäglichen etwas Besonderes zu erfahren. Ein günstiger Moment für diese Übungen stellt übrigens die Dämmerung zwischen Tag und Nacht dar. 

Sogar Visionen können sich aus solchen Meditationen über irgendeine wahrgenommene Sache einstellen, aber die Vision ist in erster Linie an einen körperlich-psychischen Zustand gebunden. Visionen oder Offenbarungen (zB Einsichten in die Schöpfungsordnung oder über das eigene Sein und Schicksal) sind immer gebunden an die eigene Resonanzfähigkeit oder einfach gesagt an der eigenen Bereitschaft und physiologisch-psychische Vorbereitung, die darin besteht, was uns in der letzten Zeit bewegt hat und wie wir uns bewegen haben lassen (Selbstdisziplin).
Kommt eine Vision plötzlich, ohne einen Bezug zu dem zu haben, was wir erlebten, und ohne mit der Vision gerechnet zu haben, dann ist das sicher ein grosses Zeichen, und kann als Geste des Schicksals betrachtet werden, das wir auch beachten sollten. Ein Erlebnis, das wir aber vielleicht nicht sogleich einordnen werden können. 

Mit dem Verstand allein sollte man jedoch sowieso nicht die grossen Sprünge der Erkenntnis erwarten dürfen. Viele Bücher zur Erleuchtung zu lesen, nützen ebensowenig wie die Arkanen des Tarots durch Bücher verstehen zu wollen. Nur direkte Erfahrung der Energien oder anders gesagt der "symbolischen Wirklichkeit", persönliche Ergründung der Symbole, ein persönliches Be-Greifen kann zu diesem gewünschten Verständnis führen.

Wahrnehmung an sich, ist also schon eine Erfahrung des Selbst. Denn die Wahrnehmung ist ein Produkt des Menschseins, und alles, was wir denken, fühlen, erleben, kategorisieren, erhoffen oder erleiden, ist nicht so sehr ein Resultat der äusseren Welt und der Einflüsse, sondern in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass wir als wahrnehmende Wesen in der Lage sind, solcherlei Wahrnehmung aber auch Unterscheidungen zu erzeugen - und wir erzeugen sie, das ist keine Frage. Wir haben die Freiheit in der Hand, diese Wahrnehmungen zuzulassen oder abzulehnen. Wir tragen damit auch die Verantwortung für diese Wahrnehmungen, ob wir sie also zulassen oder ablehnen. Es ist unsere Verantwortung, damit sind wir allein, zum Glück. Irgendwo sind wir mit allem verbunden, ja - aber wie wir uns auch entscheiden, das gehört nur zu uns und unterliegt unserer eigenen Verantwortung für uns selbst.

Wir müssen zum Beispiel keine Sorgen, negative Gefühle oder gar moralische Anpassungen in der Empfindung zulassen, wenn wir meinen, dass es auch eine andere Möglichkeit der Wahrnehmung über eine Sache gibt - und die haben wir. Ob wir stets und ständig die Aussenwelt damit behelligen, wie viel anders wir möglicherweise sind? Es ist einerlei - und mir hat sich jedoch erwiesen, dass es in den meisten Fällen doch nur unser eigenes Geltungsbedürfnis oder Herdentrieb ist, wenn wir alles, was wir anders meinen als wie die Umgebung, auch mitteilen wollen. Auch für die Pflege sozialer Kommunikation gibt es ein Gespür um gute oder schlechtere Möglichkeiten, dies zu tun.
Allerhand allzu menschliche Verhaltensweisen kann man getrost unter die Kategorie ordnen, in der auch andere Verhaltensweisen hinigehören, die den ursprünglichen und in der objektiven Bedeutung neutralen Symbolismus der Wahrnehmung untergraben und verhindern.

Ganzheitliches Denken

Das gewöhnliche Denken bildet Wirklichkeit nur ab. Erfahren tun wir Wirklichkeit mit unserem ganzen Sein oder Bewusstseinsraum.
Im Grunde können wir mit unserem verstandesgemässen Denken eine Ordnung hervorrufen, die entweder kreisförmig-linear ist und sich meist um wenige wichtige Überzeugungen dreht), oder auch stille Momente kennt und damit offen wird für eine neue Ebene der ganzheitlichen Wahrnehmung. Anders gesagt Erleuchtung.
Oder es ist ein Denken, das wäre optimal: das darauf ausgerichtet ist, solche stillen Momente (sozusagen in einem Vorgang der  Meditation) immer öfter hervorzurufen.
Denn innerhalb dieser Momente kann sich ein sozusagen höheres Denken einschalten und man erkennt vielleicht neue Zusamenhänge. Dabei ist auch wichtig, dass diese stillen Momente sich auf den ganzen Körper beziehen, da der ganze Körper als Wahrnehmungsorgan angesehen werden kann. So ist ein Körpergefühl sogar sehr wichtig, dass man seine Aufmerksamkeit nicht ablenkt vom ganzen Geschehen - denn der Körper ist ein Teil des Geschehens und das Denken kann leicht dazu verwendet werden, den Blick zu sehr auf sich selbst gerichtet zu halten.

Positive Affirmationen sind sehr mächtig, aber noch mächtiger sind die negativen Affirmationen, die unser Muster des Denkens unbewusst prägen und unbewusst und unbemerkt unsere ganzeStimmung leiten können! Unser Sein wird von Aussen mit Reizen konfrontiert, aufgrund dessen wir schliesslich zu inneren Zuständen kommen. Wenn wir wüssten, dass wir diese intendieren, würden wir von selbst auf solche inneren Zustände kommen, die uns wirklich helfen würden. Die Fiktion unseres Denkens bleibt dieselbe, ist aber unbewusst natürlich noch stärker ausgeprägt.

Eine typische Affirmation kann sein: Ich bin schwach. Vielleicht sagte uns das die Umgebung und wir glaubten irgendwann daran - tatsächlich fassen wir vieles , was um uns herum geschieht in einer Weise auf, dass wir unsere Muster des Denkens abrufen. Der ganze Alltag und unser Sein kann davon bestimmt sein.
Man kann es einfach ausprobieren und sich innerlich einreden, zustimmen, bejahen, dass man stark wie ein Tiger ist . 

Warum zum Beispiel ein Tiger? Mir erscheint eine solche Affirmation eines Raubtiers keineswegs als aggressiv. Was man erobert, ist eine Wahrnehmung. Nicht eine Beute als Tier oder anderes Objekt der sozusagen weltlichen Begierde. Man übernimmt die Kraft des Tieres.
Es ist wichtig, sich klar zu machen, wie man diese Affirmation kanalisieren will. Der Begriff Tiger sollte nicht allzu sehr verzerrt werden von der allgemeinen Bedeutung des Tigers. Der Tiger ist nun einmal ein kraftvolles Tier, das darauf aus ist, Beute zu machen aber an sich geht es um Kraft. Unsere Beute ist eine harmlose Spielerei mit unserem Sein. An sich ist es eine Energie, die wir mit dem Tiger asozzieren. Genausogut könnte es ein Pferd sein, das kraftvoll über eine Wiese läuft.  Wir müssen mit der Affirmation zufrieden sein, indem sie eine Saite in uns zum Klingen bringt. Es ist im Grunde eine Spielerei oder wenn man es anders ausdrückt eine Programmierungsleistung. Ernsthafterweise gilt das Spiel auch für den negativen Aspekt der Gestaltung unserer eigenen Wirklichkeitserfahrung. Und wir spielen oft "böse" Spiele mit uns selbst und letztlich mit der ganzen Wirklichkeit.

Man kanalisiert diese Affirmation in einen Bereich der Auffassung von sich selbst. Nicht etwa sollten solche Affirmationen dazu dienen, die Durchsetzung und Auseinandersetzung mit der Welt voran zu bringen. Viel mächtiger ist es, die Ruhe als Kraft zu begreifen, da darin unser Selbst liegt. So stark wie ein Tiger zu sein, deutet in so einer Weise gedacht dann darauf hin, dass man einen bestimmten Bereich des Erlebens von sich selbst so auffasst, als sei man so stark. Es verändert sich unsere Wahrnehmung von uns selbst und wir sehen das auch mit unserem Bewusstsein vom Körper gekoppelt.
Es zeigt sich die  Erfahrung , dass letzten Endes der Geist die Materie unserer Körpers mehr oder weniger direkt beeinflussen kann - insofern unser Leiden oftmals ein empfundenes ist wird dies sogleich klar. Wir erleben unseren Körper und unser Sein und Bewusstseinsraum, und wir prägen dem Allen auch durch unbewusste Affirmationen eine Art Form auf. Erweitert gilt das auch für die Nahrung , die wir zu uns nehmen. Und wir können auch die Nahrung mit positiven Schwingungen versehen, während wir sie zubereiten - kein gesprochenes Wort ist dazu nötig, sondern eine bewusste Aufmerksamkeit, die genau das Maß an Energie in die Nahrung legt, die wir bei der Zubereitung aufbringen.

Wir beabsichtigen mit unserem Geist und Denken diese Form oder Erlebensweise. Umstände vermitteln Reize, an die wir uns seelisch anpassen. Der Körper erinnert sich an den zeitlich  vorangegangenen Impulsen unseres Erlebens, und unser Denken ist ein wichtiger Teil unseres Erleben, da das Denken  in gewisser Weise nicht nur unsere Art der geistigen Wahrnehmung beabsichtigt, sondern da das Denken ein Ziel beinhaltet bdingt es zu einem sehr grossen Teil unsere  ganze Art der Wirklichkeitserfahrung auch physiologisch und physisch gesehen. Astrologisch lässt sich  die Wirkung von Affirmationen in starkem Ausmaß am vierten Haus beobachten. 

Ich bin der Ansicht, dass es in jedem Fall günstig ist, eigene Affirmationen zu finden, da jeder eine bestimmte Ausgangslage besitzt und so diese Affirmationen zur grössten Effizienz gelangen können. Man braucht es auch nicht übertreiben, mit den Affirmationen - sie sollten niemals selbstverständlich werden und wie eine Gebetsmühle rezitiert werden. Das Augenmerk sollte auf die Situation liegen, die unsere Haltung oder sogar Schneid benötigt. 

Untaugliche Affimationen entpuppen sich besonders  solche, die uns mit der Welt der sinnlosen Aktivitäten nur mehr verstricken, und nicht dazu dienen können, den Blick auf uns selbst zu richten oder mehr Freiheiten und weniger Qual zu gewinnen. Eine Bewältigung des Alltags ist nicht dasselbe wie eine  Verstrickung. Verstrickungen sind vielfach möglich, und sie sind nie ganz zu verhindern. Eine absolute oder dogmatische Geisteshaltung , die uns die Realität verzerrt wahrnehmen lässt, ist also ebenso ungünstig wie die Unehrlichkeit mit sich selbst, wenn es darum geht, was wirklich gut für einen ist.
Die Überprüfung ob und wie die Affirmation wirkt muss sich an der Selbstbeobachtung orientieren. Selbstbeobachtung ist unerlässlich.

Kontrolle dagegen ist nicht der erste Schritt auf dem Weg zu einem bewussteren Denken und Leben. Etwas geschehen lassen und beobachten, um dann seine Schlüße zu ziehen und sich zu fragen, was man wirklich will, das kann wichtig sein.
Wenn man feststellt, dass sich die eigene  Erfahrung von sich selbst, oder das Erleben von Umständen ändert, ist das ein deutliches Zeichen, dass die Affirmation wirkt. Gewöhnlich nehmen wir Reize von Vorgängen der Aussenwelt wahr, und rufen damit Affirmationen wach.
Kontrollieren dagegen lässt sich das Leben in einer bestimmten Hinsicht kaum -  weil das Leben in dem, was auf uns zukommt, gänzlich unbekannt ist, und uns so manche Erfahrung neu sein sollte - denn ansonsten findet das Leben nicht im Hier und Jetzt statt. Und nur Hier und Jetzt ist das Selbst in der Zeit.

Ganzheit berücksichtigt ferner nicht nur das Einzelne, sondern was auch mit allen Einzelheiten an gemeinsamer Wirkung zustande gebracht wird, sieht nicht nur die Anwendung, sondern auch den Anwender. Sieht nicht nur Weib und Mann als Eigenschaften, sondern auch das Androgyne und Menschliche, das Zusammengehörige wie das Trennende. Nicht nur die Analyse und Linearität, sondern auch die Synthese. Und das in Linearität ansonsten Unvereinbare, wird vielleicht dennoch zusammengeführt bei einer anderen Art der Betrachtung oder Perspektive, die eben nicht linear und "einfach" ist, sondern wo die Komplexität immer weitere Bedingungen aufstellt, die auch angenommen werden. Und wo nicht wie zB in der Politik gerne mit "Sachzwängen" argumentiert wird, um das einfache aber lineare Handeln weiter zu rechtfertigen. 

Der Mensch ist - weil er alle Beobachtungen und Überlegungen anstellt - der Mittelpunkt allen Geschehens, das er beobachten kann. Und ihm sollten alle Überlegungen damit auch gelten.

Man mag diesen Mittelpunkt  aus spiritueller Sicht erweitern auf das Selbst, womit ein Unterschied zum EGO angedeutet werden soll.

Das Denken ist auf der Ebene des Intellektes ein Wegbereiter für ganzheitliche Wahrnehmung. Wir können mit dem Denken den Weg ebnen, oder aber versperren. Was ganzheitliche Wahrnehmung hervorruft, kann kaum beschrieben werden. Es klänge wohl kaum zufriedenstellend. Das einzige lohnende, ist die Selbsterfahrung. Ist der Inhalt, ist die Wahrnehmung. Das Denken kann niemals Rahmen sein, sondern ist eine Brille, durch die man schaut. Wenn man das Denken "abstellt", sozusagen, wird eine ganz andere Wirklichkeit (zunächst in Spuren) einsichtig, sofern man diese Bemühungen genügend intensiviert und über die Tage verfolgt und manchmal ist es nur ein Flimmern, das man plötzlich in der Luft sieht und das keinesfalls auf Hitzequellen zurückzuführen ist. Es ist ein anderes Flimmern. Wie soll man ein Flimmern aber beschreiben?
Durch solche Selbst-Erfahrungen werden also  erst Beispiele geschaffen. 

Die meisten Kategorien der Esoterik  erweisen sich als solche mit zureichenden Grund. Seelen,  Reinkarnation, schamanische Rückführung, Aura, Chakren, Energiekörper, die Traumzeit der Aborigines (als kollektiver Traum, als morphoenergetisches Feld der Gruppe), Engel und vieles andere... - wenn man sich mit diesen Dingen beschäftigt, wird man entweder von ihnen angezogen oder nicht. Sei es neugierde, oder weil man von Wahrheit angelockt wird, da man ein Gefühl, ein Gespür um diese Dinge hat (dies ist, wie ich es mit meinem Skorpionmond erlebe, esoterischen Geheimnissen auf die Spur zu kommen).

Das Denken kann   Zugänge schaffen, oder versperren. Und die Wirklichkeit liegt zwischen dem Denken, die Wirklichkeit sollte durch das Denken hindurchschlüpfen dürfen. Das Denken kann wie eine Schranke sein, um Eindrücke und Wahrnehmungsweisen auszuschliessen. Aber in Wahrheit dreht es sich um eine Fixierung der Wahrnehmung, die das  Denken veranlassen kann. Es ist dies meist die typische Wahrnehmung einer Dingwelt damit verbunden. Die Dinge zählen. Und der Schein kann trügen. Man spürt so gut wie nichts, was in der Luft liegt, sondern macht alles von Dingen abhängig, die schwarz auf weiss geschrieben sind oder sonstwie gewiss sind. Wichtig ist: Wofür wir keine Kategorie haben, da kommen wir also nicht weiter. Dass die Wahrheit nicht so wichtig ist, wie die Haltung gegenüber Wahrheit, mag am Rande erwähnt sein. Wir werden viele Wahrheiten gar nicht auf dem Stand unserer Bildung erfassen können. Und wir haben einen niedrigen Stand der Bildung, was das Neuland der ganzheitlichen Erfahrung angeht. Wir können von den meisten Behauptungen, von zB Engeln oder Auren, nicht viel mehr anfangen, als uns solche Vorstellungen zu machen, die uns hilfreich sind und uns der Wahrheit immer näher führen wollen. Vielleicht brauchen wir das nicht, die letzte Wahrheit finden, die genaueste Beschreibung, und geben uns mit der Praxis zufrieden. Daran sieht man, dass es nicht so  wichtig ist, wie die Dinge sich wirklich verhalten, und dass die Anwendung, was es für uns bedeutet und verursacht , viel wichtiger ist. Genauso ist das beim Autofahrer auch. Wenn er gut durch den Verkehr kommt, ist das wichtig. Aber nicht, ob er das Innenleben des Motors kennt. Also können wir viel machen, mit dem Denken: So zu denken, dass wir bereit sind, gewisse Wirklichkeiten zuzulassen, die wir nicht kennen. Das Unbekannte dulden lernen.
Freilich kann dies kein Rezept sein, um das unbekümmert auszuprobieren -  man braucht auch eine gewisse Haltung, die einem einen gewissen Schutz bietet, den man wach rufen kann, wenn es darauf ankommt. Aber die muss man nicht panisch bereit halten. Wichtig dabei ist, dass man sich  verlassen kann. Dass man nicht beunruhigt wird. Meist ist ein Denken in anderen Kategorien hilfreicher und kürzer, als die Umstände mit Plänen zu begegnen oder komplizierten Wegen. Manchmal ist es hilfreicher und klüger, die Umstände einfach zu ändern und zB einen geeigneten Ort zur Meditation zu suchen.
Es hilft jedenfalls beim meditieren, dass man solche Sorgen schnell abschalten kann. Wenn sie als Gedanken aufkommen...

Wenn man zB im freien meditiert, sollte man auf eine mögliche Angst, nämlich gestört zu werden, ein enstprechende Reaktionsweise bereit haben. Eine Möglichkeit wäre, in diesem Fall so weit wie möglich einfach unbekümmert weiter zu machen.
Es könnte also jemand kommen. Ich sage mir in solchen Fällen: Es ist eine Erfahrung wert. Denn solche Kleinigkeiten sind es meist ja, die einem am meisten stören. Allein dass man dran denkt... ; was also passieren könnte. Aber genauso gut kann man sich mit seinem Denken auf alles gefasst machen, indem man von vorneherein die richtige Einstellung wählt. Oder so weit es geht die angemessenen Bedingungen.
  Wie man dazu kommt , sogar mit dem Denken diese Anpassung vorzunehmen, so dass also der Ort überhaupt nciht mehr wichtig ist,  sieht in jedem Fall anders aus. Daher ist auch ein bewusst flexibel gehaltenes  Denken äusserst hilfreich. Also etwa in der Art: Dass man Erfahrungen, die man macht,  einfach mal mit anderen Vorzeichen versieht und erlebt.

Aber das Denken allein, wird uns nicht zur ganzheitlichen Wahrnehmung führen, geschweige denn zur Ganzheit unseres Selbst, oder zur  Erfahrung sonstiger besonderer Dinge.
In dieser Hinsicht hat das Denken eigentlich nichts zu suchen, sondern Wahrnehmung ist ein Akt der ausserhalb des eigentlichen Denkens steht. Wahrnehmung ist kein Inhalt, er wird zu einem Inhalt. Es liegt der Inhalt im eigentlichen Sinne zwar  Außen vor. Frei von unseren Zuschreibungen. Aber wir werden in jedem Fall  die Wirklichkeit  so erleben, wie wir sie wahrnehmen. Wir sind dazu bestimmt, dies so zu tun. Und können das Außen allenfalls achten, aber sonst bleiben wir ganz in unserer Welt. Damit eingeschlossen alle Vorurteile, Strategien, Tricks, Ablenkungen, Empfindlichkeiten , Verteidigungen oder eben intellektuellen Gefechten. Wenn wir nicht mehr mit unserem Geist ringen müssen, oder mit dem eines anderen (zB Skeptiker), kann das manchmal schon wie eine Befreiuung sein. Ansonsten führen solche Konflikte im Geist nur zu einer Beschäftigung um den heissen Brei. Widersprüche, vor allem rational-logischer Art: Sie sind im Endeffekt niemals ganz zu lösen. Und es wäre Narretei, oder Lebensaufgabe, dies zu tun zu versuchen. Dann wäre man Wissenschaftler, der sich dieser Aufgabe verschrieben hat.
Mein Mentor sagte mal zu mir, es gibt Philosophen, die sich der Sorge verschrieben haben. Das ist das Produkt dann, des ganzen Denkens. Ihr Leben dreht sich nur  noch um ihre Sorgen. Und sie sind immer nur mit Einkaufstüten unterwegs, die ihre Sorgen vertreiben sollen. Das ist so eine Art Beschäftigungstherapie für die meisten. Denn ansonsten stünden sie in einem leeren Raum, auch ihres Denkens.

Flexible Anpassung

Gemeinschaft ist im Grunde eine Illusion, an die wir uns deshalb halten, weil wir Sicherheiten darin vermuten. 

Für viele Seelen, so heisst es, sei die Sicherheit durch eine Gemeinschaft nötig. Aber die Frage ist für andere, ob sie diesen Weg unbedingt folgen müssten.
Heute gilt man als fremd oder merkwürdig, wenn man nicht viele Freunde hat oder Gemeinschaften pflegt. Man verkennt dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Menschen.

Manchmal zahlen wir sogar einen sehr hohen Preis, nur um soziale Sicherheiten zu erfahren; etwa indem wir einen Beruf wählen, der uns keinen Sinn verleiht, aber der dazu dienen kann, weiterhin in einer gewissen Weise uns abgesichert zu fühlen.
Und sei es nur, dass man uns nicht nachsagt ein Nichtsnutz zu sein! Moralische Einflüsse sind oftmals stark.

Man scheut oft das Risiko der Freiheit: etwa, dass man zwar  konkret etwas für sich selbst tun könnte,  aber dabei den Eindruck schüren könnte, bei anderen  moralischen Widerspruch in Kauf nehmen zu müssen. Oder  wir scheuen das Risiko, weil wir damit die abgesicherte Lebensweise verlieren. Flexibilität erscheint uns als Last.
Wenn wir uns die Fakten anschauen, wie schnell ein sozialer Abstieg kommen kann, ist die vermeintliche Sicherheit sowieso eine Illusion, zumindest nur eine Hoffnung. Bis zu einem gewissen Grad können wir fallen, aber nicht darunter. Meist ist der soziale Abstieg nur ein empfundener.
Vielleicht haben wir auch Angst vor Veränderungen und wollen uns mit einem festen Job vor diesen Veränderungen bewahren. Scheuen also die weitere Suche, das proben neuer Möglichkeiten. 

Viele suchen aber geradezu die Befreiuung von dieser Enge an Verpflichtungen und Anpassungen (weil sie in erster Linie den für sie richtigen Beruf bzw. die Berufung suchen, und andauernd bei einem neuen Job prüfen, ob dieser der richtige ist), und wollen sich nur ungern in irgendeinen Beruf begeben, weil sie so immer einem gewissen Zwang ausgesetzt sind: nämlich zu empfinden, nicht an der richtigen Stelle zu sein.
Das sieht bei jedem im Detail anders aus. Für manche ist das Umfeld der Kollegen wichtig, für andere die eigentliche Tätigkeit. Wieder andere wollen den Tag mit Rythmus anfüllen, und jeder Job ist dafür recht. 

Es mag um die goldene Mitte gehen: also einen sowohl geeigneten Beruf zu wählen als auch für die notwendigsten Sicherheiten zu sorgen, die man persönlich und existentiell braucht.

Es ist relativer Unsinn, wenn man von jemanden hört: Jeder Mensch findet Arbeit, wenn er nur will. Oder: Wir müssen halt alle arbeiten, und wer kann sich schon aussuchen, was für ihn passt. Für manche scheint das die Lebensmaxime zu bedeuten, aber viele würden diese Haltung auf ihr Leben bezogen vielleicht als ungesund bezeichnen.
Für die, die das so sagen, ist es vermutlich noch nicht einmal die rettende Lebensmaxime, sondern nur Ausdruck einer Anpassungsleistung. Oder sie sind neidisch, wenn jemand anderes das tut, was man selbst versäumte oder nicht bekommt. Vielleicht brauchen sie auch die Herde, die ihnen Sicherheit bietet. Denn wenn alle unglücklich in ihrem Beruf sind, kann man irgendwie nicht mehr so sehr darüber klagen. Man fühlt sich dann verbunden mit einer Sippe von Angepassten, und bereut nicht mehr, dass man es nicht besser haben kann. Obige Sätze sind aber auch deshalb Unsinn, weil sie einfach nicht zutreffen (Millionen sind Arbeitslos!) und die Beschönigungen des schäbigen Status Quo sind, in denen es nur um oberflächliche Zustände geht: Ja, ich habe Arbeit. Nein, ich habe keine Arbeit. Als ginge es nur um die bloße zudem sinnentleerte Existenz.
Es mag für viele Menschen tatsächlich so sein, dass ihr Hauptaugenmerk auf der Existenz zu liegen kommt. Solche Menschen können sich gut einfügen in eine Struktur und leben dann damit. Aber es gilt nicht für alle Menschen, dass sie das ebenso gut tun wollen und können, um ihren eigenen Schwerpunkt im Leben zu befriedigen.
Ein zukünftiges Modell des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenlebens muss die Kreativität der Menschen zum Einsatz bringen, und nicht nur auf das Ergebnis eines  Unternehmens oder das Ergebnis der Steuereinnahmen schielen. 

In Wahrheit offenbart sich unser Wirken als frei von sozialen Kontexten und wir können allenfalls unsere Liebe in sozialen Kontexten als Schwingungsenergie beitragen.

Aber auf Dauer werden wir nicht glücklich werden, wenn wir von unseren eigenen Geben immerzu direkte Gegenleistung erwarten.
Bedingungslose Liebe heisst nicht, unserem oder eines anderen Dünkel einer bestimmten Welt zu entsprechen, einem bestimmten Soll, gemäß den Erwartungen und Vorstellungen. Bedingungslos lieben ist einfach die Findung jenes geheimnisvollen Poles in aller Wirklichkeit, wo wir entdecken, dass unter der Haut und unter der Oberfläche noch eine Kraft des Seelischen ruht, mit der wir mehr als nur verwandt sind, und die uns ergänzt in einem Ganzen. So bestünde kein Unterschied zwischen dem Wirken der Menschen, Pflanzen oder Tiere, was wir alles lieben können, weil wir etwa erkennen können, dass dies alles ein Ausdruck des Lebendigen ist: eines Schöpfertums, das sich zum Ausdruck bringen möchte. Alles ist hier wie in einem kosmischen Theater oder Tanz zusammengebracht, die Kräfte interagieren und wechselwirken. Und doch hat jeder seinen eigenen Grund und Boden, seine eigene Richtung, was uns erst die Liebesfähigkeit ermöglicht. Denn wir erkennen, dass auch andere dieselben Gründe haben wie wir, und sich am kosmischen Spiel des Lebens erfreuen können und egal was sie tun, erfreuen werden. Denn selbst wenn sie Kummer haben, oder wütend sind, ist es eine Gegenbewegung zu dem eigentlichen Wunsch glücklich zu sein. Ohne diesem Wunsch, gäbe es keinen Widerstand, oder Grund, um wütend zu werden. Allerdings schafft die Wut oder der Hass das Potential der Trennung, doch das gilt nur für denjenigen, der hassend ist, nicht für den, der den Hassenden in seinem Wirken dennoch lieben kann, etwa weil er einfach auf das Seelische schaut usw..

Oder wir achten zu sehr auf die Ängste anderer, die unsere Lebensweise nicht verstehen, und kommen dadurch aber erst recht von unserer Lebensweise ab. Oft achten wir auf andere, um unser Verhalten zu bestimmen - und es ist trivialer als man darüber nachzudenken bereit wäre. Wir pendeln gewöhnlich zwischen dem Verlangen nach klaren Ausdruck dessen, was wir meinen, und dem Versuch Wahrheiten mit jemand Anderen zu teilen. Wahrheiten, die jeder festzulegen hat, wenn es darauf ankommt, sich festzulegen oder einen Standpunkt einzunehmen. Und wir tun das nur, weil es von aussen einen vermittelten Eindruck gibt, auf den wir Bezug nehmen. Diese Wahrnehmung des Geschehens, und was zum Beispiel ein Anderer über uns denkt, bleibt ja nicht immer ohne Konsequenzen. Und am deutlichsten werden diese Konsequenzen, wenn wir merken, wie jemand anderes einen ganz anderen Eindruck eines Geschehens hat und uns darauf anspricht. Man kann es nun kompliziert formulieren und ausschweifend machen, oder ganz einfach, klipp und klar: Je nachdem, wie wir uns konditioniert haben (lassen), reagieren wir auf den Input des Außen. 

Andere Personen oder auch gefährliche Ereignisse, sind viel bedeutsamer als wie das Wahrnehmen bloßer Dinge gegenüber von uns. Dinge, die uns Menschen nie so nahe kommen können, wie die Bedeutungen, die sich aus dem Handeln mit Menschen ergeben. Wenn ein Gegenüber zum Beispiel glaubt, uns verhaften zu müssen, mag er dafür wichtige Gründe haben. In den meisten Fällen können wir nachvollziehen, das heisst auch im Voraus berechnen, was für Gründe das sein mögen und wir verhalten uns dementsprechend, dass wir keine Gründe liefern.

Im vermeintlich bedeutungslosesten Alltag kommen wir immer wieder zu Eindrücken, die auch von anderen Personen vermittelt werden. Und dessen ganz normale Einflüße wir gewohnt sind in einer ganz bestimmten Weise zu behandeln. Irgendwo leitet uns ein inneres Motiv oder eine Absicht, ein Verlangen oder Geschehen  und Prozess an, zu Wahrnehmung zu kommen, in der eine Menge persönliche Bedeutung enthalten ist. In gewissen Maße, stellen die Regeln anderer Menschen einen Kodex auf, innerhalb dessen es opportun ist, ganz frei seinen eigenen Wahrnehmungen und dem eigenen Verlehen von Bedeutung zu folgen. Egal was, es ist unsere persönliche Wahrnehmung, die aber auch entscheidet über die Reaktionen und das Handeln von uns.
Wir haben viel Erkenntnis gewonnen, wenn wir begreifen, dass wir das die ganze Zeit machen, egal was uns ereignet: Wir verhalten uns aufgrund von Einflüssen entsprechend dem Muster, das wir uns angewöhnt haben. Es ist wichtig dabei zu erkennen, dass die Begegnungen mit Menschen eine ganz besondere Qualität aufweisen, die uns viel direkter und unmittelbarer zu Eindrücken führen,  und  uns stimulieren zu Reaktionen zu kommen. Denn es gibt Situationen, da können wir an einen anderen Menschen und dessen Einflüsse auf uns nicht vorbei kommen. Andere bedingen uns allein schon deshalb, weil wir in deren Einflußbereich stehen. Wir könnten ebenso zu unrecht oder zu recht verdächtigt werden, etwas bestimmtes getan zu haben. Oder sie denken einfach etwas über uns. Daraufhin jedenfalls versuchen wir manchmal, diese Eindrücke zu steuern, und verhalten uns entsprechend. Es ist nichts neues, aber wenn wir uns darüber bewusst werden, und versuchen zu unterscheiden, was wir und was die anderen uns irgendwo hin geführt haben, begreifen wir vielleicht auch, dass wir unser Leben nicht immer selbst in der Hand haben, aber auch in viel mehr Fällen entscheiden können, dies zu tun. Wir sind nicht weniger egoistisch, uns entgegen einem Kontext allgemeiner Bedeutung zu verhalten, als jene, die entgegen einem universellen Kodex allgemeiner menschlicher Würde handeln, wie zum Beispiel die vielen anderen Leute, die die Lebensweise eines Arbeiters für den Rest der Menschheit prägen wollen. Für den kleinsten Bereich jeden Alltags ist dabei nicht so wichtig, aber dass es alle Menschen sind, die davon beeinflusst werden, das ist wichtig daran. Wir erkennen also, dass der Einflußbereich anderer Menschen gigantisch ist und dass dies deshalb so ist, weil sie es geschehen lassen. Und vielleicht niemand was dagegen tun kann, wenn sie sich noch nicht mal bewusst darüber sind, dass alle es tun: Andere nach einem moralischen Status Quo des gegenwärtigen Gesellschaftsmodell zu beeinflussen.  Wir werden also gedrängt zu einer Entscheidung zu kommen, es geht oft um Existenz, wir werden zusammengepfercht, und brauchen nun viel Kraft und Mut, um unsere persönliche Wahrnehmungsweise aufzubauen und nicht mehr zu verlieren. Es braucht   nicht viel, um einen Schritt weiter zu kommen auf der Skala der persönlichen Verantwortung für das eigene Leben .

Beeinflussen findet aber immer statt. Wir sollten die Gesellschaftsstruktur vergessen, und einfach die Menschen darin nicht als solche sehen, die böse oder gut sind. Andere Menschen beeinflussen uns  wie wir sie beeinflussen. Wir tun das, weil wir leben. Es ist immer der Fall, dass man sich gegenseitig beeinflusst.
Man braucht es noch nicht einmal beabsichtigen. Und weil wir leben, begegnen wir anderen, und zwar  innerhalb eines Kreises, in dem wir uns aufhalten und bewegen und agieren und unsere Spuren hinterlassen, das heisst innerhalb eines Umfeld unseres eigenen Schicksals und unserer eigenen Entscheidungen, sich unter Menschen zu bewegen und dabei innerlich eine Wahrnehmungs-, Fühl- und Denkweise aufzubringen, ein Verhalten uns selbst gegenüber.
Wir als Menschen, die sich begegnen können, haben also einen wichtigen Grund gefunden, uns anzupassen, eben indem wir innerhalb von bestimmten Begegnungen mit den Geschehnissen dieser Welt uns in einer persönlichen Weise verhalten wollen. Oft wollen wir uns einfügen, anfügen, oder sonstwie gefallen oder auch etwas erreichen. Was wir tun ist unwichtig. Wichtig ist, wie wir es tun. Wir tun dies viel zu oft unrefekletiert, beinahe ständig, und fragen nicht, ob es gerechtfertigt war, in dieser Weise wahrnzunehmen und UNTER  EINDRÜCKEN ZU STEHEN. Wir entscheiden unsere eigene Art, Eindrücke aufzunehmen. Wir nehmen etwas in einer Weise wahr. Man kann die Wirklichkeit in vielen Weisen wahrnehmen. Wichtig dabei ist, dass es egal ist, ob wir uns vor anderen oder vor uns selbst rechtfertigen.
Es ist eine Absicht, die nur von uns getragen werden kann, womit ein unbewusstes Verhalten (blindes Handeln) nicht entschuldigt. Es wirkt sich auch unbewusstes Verhalten ohne Frage auf die Kausalität unseres Verantwortungsbereiches aus (zB die Zukunft). Allein dass wir versuchen  , zB zu etwas lichterem Bewusstsein zu kommen, kann davon beeinflusst werden, indem das Heute das Morgen bestimmt (im Bewusstsein kehrt ein Impuls des Heute morgen wieder, und so ist das immer).
Unwichtig dabei ist genauso, ob man in Panik gerät, weil man nicht weiss, diesen Automatismus der Selbstkonditionierung auszuhebeln (sich nämlich nicht mehr weiter so zu verhalten, wie man begriffen hat, dass es ganz unsinnig und unnütz ist, das zu tun). Es gibt keine Ausreden, es ist einfach so oder es ist nicht so. Wir brauchen uns nicht rechtfertigen oder etwas zu bereuen. Ausserdem hätten wir da viel mehr zu tun, als diesen Umstand zu beheben.
Keine Ausrede gegenüber dem Gewissen oder Gott, oder der eigenen Willenserklärung (egal welcher Hinsicht) kann es ändern, dass man eine Kindheit hatte, die einem in den meisten Fällen aller Menschen dahin gebracht hat, einen Weg durchs Leben zu gehen. Es ist sogar  manchmal bei entsprechender Veranlagung ein Weg, der regelrecht depressiv macht und trotzdem ändert sich nichts: dass man ganz allein selbst dafür verasntwortlich ist. Man hat des in der Hand, diese Wahrnehmungsweise zu ändern. Es hilft der Gedanke: Andere Menschen sind dabei nicht weniger konditioniert oder versuchen einen Weg der relativen Freiheit zu gehen, wie wir es tun. Sie können zwar was dafür, unhöflich zu sein, aber nichts können sie dafür, dass wir aufgrund ihres Einflusses zu einem Verhalten kommen, uns sei es nur ein Eindruck, der uns unbedingt in einer Wahrnehmungsart hält. Es ist auch hilfreich, die subtilen Grade der Depression ins Auge zu fassen - denn ich behaupte, es gibt geringfügige Depressionen bei ALLEN Menschen. Und sie versuchen, dies zu umgehen, und merken nur nicht, dass sie die Ursache nicht beseitigt haben. Nämlich sich allzuoft festzulegen, festzulegen auf eine Wahrnehmungsweise, und dies immerzu wiederholen, als sei das Leben starr geworden und nicht mehr lebendig..., das ist die Ursache des meisten  Übels.

Nicht direkt andere Personen bedingen unsere Art uns in irgendeiner Weise verhalten zu haben, sondern wie wir uns eingeübt haben, auf Umstände, Bedingungen, Einflüße und Eindrücke zu reagieren -  wie wir damit unsere ganze Art zu sein in einem hohen Grad festlegen. Aber andere Personen sind der Katalysator. Es ist nicht ganz irrelevant, dass man sich den Gedanken erlauben kann, nämlich um ein vollständiges Bild zu erhalten: Dass die meisten Menschen nicht viel schlimmer dran sind, als wir -  wenn nicht gewusst wird, wie sehr unsere Art zu leben allein dafür verantwortlich sein kann, was wir leben und was wir wahrnehmen. Es ist ganz gleich, welches Thema unser Leben hat. Der Physiker hat dieselbe Absicht, eine Welt wahrzunehmen, wie der okkulte Tarotkartendeuter. Es gibt keinen Unterschied in der Art der Wahrnehmung. Aber dass ein in uns angelegter Wunsch, der uns bald bewusst wird, wenn wir merken, wie frei wir sein können. Wie wir uns die Wahrnehmungsart unseres Bereiches einer Welt auf ganz persönliche Art aussuchen können, egal wo wir sind und welchen Menschen wir begegnen, einer Welt, in der wir uns eingefunden haben. Und was wir unser unser Leben nennen, oder das Leben von anderen, ist unter den Maßstaben der physikalischen Wirklichkeit solcher Art, dass die Dinge Form annehmen werden.
Im Grunde ist es ganz einfach, die eingeübten Muster auszuhebeln: man schaut danach, was man die ganze Zeit erreichen möchte, was man am liebsten möchte, und vergisst zwar niemals die anderen Menschen, wenn sie da sind, aber vergisst die übliche Art, eine eingeübte Wahrnehmungsart und Interpretationsleistung wachuzurufen bei sich selbst. Und sucht nach dem geeigneten Weg. Kurzum: Die Bedeutung anderer Menschen wird nicht mehr an der Erinnerung oder Vergangenheit gemessen (DIE GESCHICHTE UNSERES LEBENS WEBT DEN FADEN UNSERES LEBENSTEPPICHS, UND WIR KÖNNEN DEN FADEN SELBSTBEWUSST IN DIE HAND NEHMEN, WEIL ES UNSER FADEN IST). 

Wir glauben zum Beispiel auch, man müsse die spirituelle oder sonst wie geartete aber andersartige Lebensweise für andere verständlich machen. Das gelingt selten, weil diese Lebensweise offensichtlich nicht angemessen für viele Leute ist - und da sie keine eigene Berührung damit aufweisen ist auch kaum ein echtes Verständnis möglich! Was wir versuchen können, ist zu unserer Lebensweise zu stehen - was dann im Detail andere denken mögen: es wird günstiger sein meiner Meinung nach, als wenn wir versuchen andere dazu zu bringen, etwas bestimmtes über uns zu denken. Sie mögen uns für Phantasten oder Geldhaie halten. Man sagt, in Zukunft wird das Wissen des Seelischen wieder so selbstverständlich werden wie zu vielen anderen Zeiten der Menschheitsgeschichte (eine Menschheitsgeschichte, die nicht erst mit der Philosophie der Antike anno 500 v. Chr. begann!).

Die Art, wie wir etwas tun, ist Ausdruck unseres Selbst. Dieses Selbst erlebt sich in dem, was es tut, nicht in erster Linie dadurch, was es von anderen erhält. Indem wir uns darüber im Klaren werden, dass wir bestimmte uns am Herzen liegende Dinge, sie mögen das Gemeinwohl betreffen, für unsere Augen tun, dann können uns soziale Kontexte nicht mehr gefangen nehmen. Wir tun egal was nicht als einen Ausdruck des Helfersyndroms, sondern weil wir überzeugt davon sind, richtig zu handeln. Gemäß unseres Gewissens, nicht gemäß der der Moral. Manchmal müssen wir freilich gewisse moralische Grundsätze zumindest berücksichtigen, wenn auch nur aus Schutz anderer, und gelegentlich auch unseres eigenen Schutzes vor anderen willen.

Ganzheitliche Wahrnehmung

Schau und Aufmerksamkeit auf eine Sache, das ist relativ leicht, und uns vollkommen vertraut. 

In der Meditations- oder Aufmerksamkeitschule des Zen gibt es dabei noch die Aufmerksamkeit, die der normalen Dingaufmerksamkeit hinzu kommt, und die bezogen ist auf einen selbst, also auf den Ausführenden der Tätigkeit.
Man beobachtet seine Gedanken, Gefühle und Regungen, während man etwas behandelt, während gehandelt oder gesehen wird.
Möglichst ohne Ablenkung und makellos (ohne Unterbrechung des gesamten Flußes): beobachtet man sich selbst und die jeweilige Handlung.

Die Fähigkeit der Selbstbeobachtung ist wahre Größe! Oft können wir andere besser beobachten, als wie uns selbst. Aber was beobachten wir? Registrieren wir oder kritisieren wir insgeheim? Beobachten wir oder analysieren wir? Die verschiedenen Arten der Selbstbeobachtung können uns helfen oder blockieren. Sie können uns helfen, um unser Verhalten abzustimmen. Sie blockiert uns, wenn wir dadurch nur noch weiter dazu kommen, uns Vorwürfe zu machen oder Hemmungen aufzubauen, oder indem wir irgendwelche Muster erkennen, und glauben, wir müssten sie von heute auf morgen abbauen und da es uns nicht gelingt, diese Muster abzubauen, meinen wir dann schliesslich, wir seien ziemlich arme Typen. Wenn es so weit gekommen ist, dass wir uns werten, zeigt das nicht die reine Selbstbeobachtung an, sondern eher die Analyse. Selbstbeobachtung bedeutet, einfach zu schauen, was in uns und mit uns passiert, zu schauen, woher die Gründe kommen, und vor allem hilft dabei das Staunen darüber, dass wir ein Mensch sind, nicht weil es um Makel geht, sondern um Fähigkeiten, und den einen Ausdruck dieses Menschseins. Hier darf es keine Wertung geben, sondern nur das Beobachten, Schauen. mal überspitzt ausgedrückt: Wenn ich einen sexuellen Trieb in mir entdecke, als grade diese Schönheit an mir vorbei geht, kann ich den Trieb in vielerlei Weise handhaben. Ich kann ihn versuchen zu unterdrücken oder halbwegs zulassen. Das erzeugt dann vielleicht ein Kribbeln, was auch immer. Diese Regungen, ebenso wie die Gründe und Resultate von Entscheidungen beobachtet man nun einfach, als würde man auf sich aus einer höheren Perspektive schauen. Dadurch lernt man auch, wo man sich blockiert, und wo man sich mehr Freiheit zugestehen könnte, ohne dass dies irgendwelche anderen Probleme schafft, als wie die Problematik selbst damit umzugehen lernen.

Eine zweigeteilte Aufmerksamkeit, die man auch als Laie einüben kann, bringt den Effekt einer konsequenten Beruhigung der Gedanken und Gefühle. Es fällt dann bei fortgeschrittener Übung schwer noch Gedanken zu pflegen, die eigentlich nicht zur Sache gehören. Das ist nur durch Selbstbeobachtung zu schaffen und einer gleichzeitigen Freiheit von Sorgen, Zwängen oder auch Erwartungen an einen Erfolg.

Es gibt viele Wege, zu einer besonderen Wahrnehmung fähig zu werden, die über das normal Zugängliche weit hinaus reicht.

"Im Mittelpunkt der Forschungen, die sich mit alternativen Bewusstseinszuständen befassen, steht die Erkenntnis, dass unsere Weltwahrnehmung aus Gewohnheitsstrukturen entsteht, die durch Veränderungen des biochemischen und neurologischen Haushalts sehr schnell zerstört werden können. (...) Nichts erscheint uns dann mehr altbekannt und gewohnt, die Welt entsteht neu vor uns. Mit grossen Kinderaugen betrachten wir die Wunder des Daseins, alles fasziniert, das Alltägliche bekommt Leben, und das Bekannte wird geheimnisvoll. (...) Hier entsteht keine halluzinative, krankhafte Selbsttäuschung, im Gegenteil: Die Welt des Alltagstrotts wird hinweggeschwemmt, und eine Farben- und Formenpracht tritt an ihre Stelle, wie wir nur in Begriffen des Märchenhaften beschreiben können" (Holger Kalweit; Die Welt der Schamanen; S. 175; Fischer TB).  

Viele Schamanen sehen in der normalen Alltagswelt geradezu die Lüge und das Falsche. Zurecht, da diese Alltagswelt auf einer Wahrnehmungsart beruht, bei der Altes wiederholt wahrgenommen wird. Es handelt sich um einen Zyklus, der eingeübt ist, und er verleiht allem, was wir sehen, eine zugewiesene Bedeutung.
Nichts neues, nicht der einzigartige, zeitlich gesehen immer neue Moment des Seins wird mehr wargenommen vor allem in seinen für uns bestimmten Gehalt (womit wir zugleich auch den kosmischen Gehalt erkennen würden, oder den Gehalt, den ein Augenblick für Alles hat), sondern allein Bedeutungen, die wir schon verliehen haben. Ein Ding ist kein Ding, sondern wir erinnern uns des Dinges, und auch seiner Bedeutung.

Letztendlich ist Materie und Energie vorhanden und beides ist massgeblich und notwendig. Energien strahlen von Dingen aus, und sind zum anderen ihnen auch angeheftet.
Wir können kaum sagen, wie die Welt wirklich beschaffen ist, aber wir können wahrnehmen, dass es Dinge gibt, die zu spüren und zu ahnen sind. Von denen aber kaum zu sprechen ist, als handle es sich dabei um anschauliche Dinge.
Diese Energien wahrzunehmen stellt eine völlig neue Stufe der Wahrnehmungsfähigkeit dar. 

Und diese Energien wahrzunehmen, rückt uns in die Nähe der kosmischen Kraft, und ist regelmässig als eine wohltuende Stärkung unserer eigenen psychischen Kraft zu erfahren. Es ist eine natürliche Kraft, und keine Hauruck-Muskelkraft oder "Ich will besiegen"-Kraft.

Astrologisch gesprochen können wir uns den Themen des 12. Hauses widmen, um zur eigentlichen und unangepassten Wahrnehmung vorzudringen. Unangepasst soll heissen, dass wir nicht erst denken und urteilen, bevor wir wahrnehmen.

Äther oder Schicksalskraft

Es gibt auch Theorien darüber, dass es eine allumfassende kosmische Energie gibt. Diese Macht oder Kraft betrachte ich grundsätzlich als Energie, die sich anscheinend zum Teil so formt und anordnet, oder besser gesagt individuell wahrnehmbar wird, wie es unseren eigenen Konglomerat an Energie entspricht, und unserer jeweiligen Zeitqualität (insofern das Schicksal uns in geeigneten Momenten immer wieder gewissen Erfahrungen aussetzt).
Gleichwohl ist diese Macht unpersönlich, sie interessiert sich nicht an uns, sondern nur daran, ob wir unser volles Potential ausschöpfen oder bestimmte Erfahrungen machen, dass wir in die richtigen Fügungen gelangen. Hierbei sind nicht äussere Fügungen gemeint, sondern Fügungen, die unseren Lebensplan und Seelenplan entsprechen.

Diese Macht oder Energie ist in meinen Augen oft als Impuls tätig, und sorgt dafür, dass sich die Dinge bewegen, wenn sie sich nicht von selbst bewegen. Was man aber nicht allzu wörtlich nehmen darf. Am einfachsten ist es, auf sein eigenes Leben und Schicksal zu schauen, und man findet genügend Beispiele darin, wo es eine Art zwingende Konsequenz einer Auseinandersetzung mit sich selbst gab. 

Das kann sogar in Bezug zu unseren Leidenschaften resultieren, auch positiv in dem Sinne, dass wir etwas unbedingt haben wollen, und den Eindruck haben sonst nicht vorwärts zu kommen. Auf diese Weise denke ich, werden wir auf etwas aufmerksam gemacht um zu entscheiden, was daraus werden kann, werden soll. Und wir werden so lange darauf aufmerksam gemacht, bis wir unsere eigene Ursache verändern, welche die äusseren Wirkungen sozusagen anzieht bzw. solange wir den Eindruck haben, an unseren Möglichkeiten vorbei zu leben - oder wie man es auch nennen mag.
Auch auf Ebene unserer Träume und den Lektionen oder Erfahrungen darin können wir viel lernen und integrieren, und damit Wege abkürzen. Wege der Erfahrung, die wir in der Realität dann nicht mehr gehen brauchen. Es geht nicht allein um Einsichten, die wir aufgrund realer Tätigkeiten machen, sondern in erster Linie um Einsichten, die aus Erfahrungen resultieren. Die Erfahrung ist immer real. Deswegen kann auch ein Traum für uns einen Entwicklungsschub bedeuten. Er erhält noch mehr Kraft, wenn wir den Traum in unserem Alltag fortentwickeln, zB wenn wir im Traum etwas machen, was mit unserem Alltag korrespondiert: Etwa im Traum eine Besorgung machen, was wir real noch nicht entschieden haben, dann sollten wir das im Alltag meistens tun. Ein inneres Gefühl sagt uns dann, ob es richtig und nützlich ist. Die Bedeutung aus dieser Handlung ist nicht immer manifest im realen Leben, sondern vor allem auf unbewusster Ebene! Wir leben nicht in der Welt, sondern die Welt und alle Taten sind in uns lebendig. Die Welt ist in uns.

Ganzheitliche Wahrnehmung schulen

Es ist andererseits wieder schlecht, wenn wir aus irgendwelchen ideologischen Verrenkungen die Wirklichkeit unseres Selbst einzwängen, oder sogar noch von anderen eine Disziplinierung verlangen, insofern diese falsch verstandene Disziplinierung keinen wirklich weiterbringen wird.
Es kann manchmal helfen, sich in Disziplin zu üben, Dinge zu tun, die man nicht gerne tut, meditieren und so weiter. Aber es kann manchmal auch viel eher eine Blockade und Starre mit sich bringen. Auch Aggressionen sollten nicht unterdrückt werden, weil sie ihren Kanal finden wollen. Sonst stauen sie sich auf, und es muss doch irgendwann abgearbeitet werden - das heisst, sie bahnen sich meist so oder so ihren Weg. Ein Ausdruck von Aggressionen kann helfen, sich von ihnen zu lösen. Um dann auch erst zur inneren Ausgeglichenheit zu kommen. Man kann beobachten, in welcher Weise man die meisten inneren Probleme bekommt, wenn man zu passiv oder zu aktiv agiert und reagiert.

Ein schlechtes Gewissen ist ebenso unsinnig. Es führt sogar meist nur zu den Aggressionen und Selbstzerfleischung.

Alles was wir tun, das tun wir für uns selbst. Was wollen WIR uns also selbst antun? Niemanden ausser uns selbst sind wir Rechenschaft schuldig. Aber wem genau von uns sind wir was schuldig? Ein schlechtes Gewissen kann die Seele nicht haben. Sie hat aber ein Gewissen, die Seele, aber es lädt uns keine Schuld auf. Es sei denn, wir erkennen, dass ein Ungleichgewicht entstanden ist, und wir spüren dann durchaus einen gewissen Druck, in entsprechender Weise zu handeln. Aber das gilt dann in entsprechenden Situationen, kommt hervor von allein, und alle sonstigen Schuldgefühle sind irrelevant. Der tätige Mensch, der Mensch tätig an seinem Schicksal arbeiten will, kann aus dem Hier und Jetzt viel Kraft schöpfen, wenn er kein schlechtes Gewissen über irgendetwas hat. Denn er weiss, dass die Zeit kommt, zu der er etwas gutes tun kann, und meist geht es dabei nur um den Ausgleich.

Daher brauchen wir keine Schuld zu empfinden. Wenn das Schicksal der Seelenwelt zB unsere Aufmerksamkeit verlangt, wird es dafür auch sorgen. Sicher wird der Weckruf umso lauter, je mehr wir uns davor verschliessen und während unser Lebensplan noch auf uns wartet. Daher kann Offenheit, die ja kein Schuldbewusstsein bedeutet, hilfreich sein, seinen ureigenen Weg zu finden und zu gehen. 

Ich meine, es ist am besten, immer auf den Fluß des Geschehens zu achten, besonders auf seinen eigenen Fluß.

Es heisst, dass es für jeden seinen Weg gibt, wie er sich am besten der Bewusstheit nähert. Und Bewusstheit muss nicht bedeuten, erleuchtet zu sein.

Es ist Unsinn, sich der Schicksalsgläubigkeit zu überlassen. Und es ist Unsinn, zu meinen, ein diszipliniertes Leben würde einen automatisch näher zu der ganzheitlichen Erfahrung von Wirklichkeit bringen. Es kommt ganz drauf an, wie wir das tun, um dorthin zu gelangen. WIE: das heisst, ob unsere Bemühungen uns wirklich weiter bringen. Und das WIE bedeutet auch, ob wir aus unserem Herzen handeln können. Aus dem Herzen zu handeln, damit kommen wir schon ein sehr starkes Stück näher an unsere seelische Wirklichkeit heran. Wenn unser Herz uns sagt, dass wir Genüsse aufgeben müssten, um eine gewisse Ebene zu betreten, ist es sicher besser als auf die Triebe zu hören, die uns den Genuss schmackhaft machen. Disziplin meint in diesem Sinne: ein selbst gestecktes Ziel umsetzen zu können. Wenn man durch Meditation glaubt erfolgreich sein zu können, setzt man sich das als Ziel und lebt entsprechend diszipliniert den Alltag. Nicht aber braucht das heissen, dass man sich zwingt. Man kann auch mit Freude und Überzeugung sich zur Disziplin zwingen. Und manchmal ist es vielleicht nötig, sich zu überwinden. Aber eine Disziplin, die verstanden wird als Regelwerk: Jetzt muss ich das tun, dann das, und später das.... - missachtet doch den wesentlichen Umstand, um den es wirklich geht. Denn die Selbstdisziplin hat einen Grund in der Schulung des eigenen Selbst und der Mentalität. Aber vor allem auch geht es um den Aufbau gewisser rythmischer Muster, welche uns durch den Tag innerlich beeinflussen werden.  Was wir gestern getan haben, hat einen leichten Einfluss auf das Heute. Genau dasselbe gilt für den Wechsel zwischen Tag und Nacht (die Träume zeigen das meist sogar sehr deutlich, wie sie einen gelebten oder kommenden Tag spiegeln).

Es ist nicht allen bekannte Tatsache, dass wir durch das Schicksal des Geschehens ständig Hinweise erhalten, um uns in eine bestimmte und günstige Richtung bewegen zu können, die in Einklang mit so etwas wie unserer Bestimmung steht. Wege also, die auch oft mit der eigentlichen Selbstverwirklichung einher gehen können.
Aber solche Winke des Schicksals zu befolgen, das könnte einige Anstrengungen und Neu-Orientierungen verlangen. Wir aber wollen meist nur bestimmte Anteile von uns selbst verwirklichen oder leben aus Anlagen heraus, die nicht wirklich authentisch zu uns gehören. Dennoch wird das Schicksal vor unserer Erwartung nicht halt machen und eventuell ungeeignete Verwirklichungen geradezu erschweren. Wir merken auf, dass die einfachsten Wege recht verstanden uns im Fluß halten und so gesehen auch zu uns gehören, wobei das entscheidende Kriterium für eine Entscheidung vorrangig die innere Befindlichkeit oder innere Stimme bedeutet. 

Die Zeichen der Zeit, wie auch immer sie gedeutet werden, durch eine gute Intuition, seherisches Vermögen oder Omenkunde, Astrologie oder Tarot, die Zeichen unserer Zeit, können Auskunft geben: über das für uns Naheliegende, den nächsten Schritt. Damit , dass wir im Einklang mit unserer Bestimmung kommen, wird auch viel eher die Ruhe hergestellt, mit der wir uns auch der ganzheitlichen Erfahrung oder Wahrnehmung hingeben können.

Es fällt vielleicht auf, dass Menschen, die sich zu sehr ihren einmal eingeübten Gewohnheiten und Konditionierungen überlassen, oft am falschen Ort sind, zur falschen Zeit irgendwo auftauchen und sich selbst leicht in Schwierigkeiten bringen, die vermeidbar wären. Ihnen fehlt - bedingt durch ihre eingeübte mechanische Psychologie der Wiederholung - die subtile Verbindung zu dieser Macht oder allein zur seelischen Ebene. Kräfte, die für günstige Fügungen sorgen können.
Während viele andere ihr Glück huldigen, weil sie mal auf irgendeine Intuition gehört haben, und eine Entscheidung zur rechten Zeit trafen. Denn oft kommt es nicht allein auf die Handlung an sich oder Entscheidung an, sondern auch auf den günstigen Moment für diese Handlung. Und sehr oft erwarten wir zunächst nichts, und werden dann dennoch weitaus mehr entlohnt, als in Fällen, wo wir an ein Ergebnis glaubten und demgemäß handelten.

Wir sehen eine Tasse, aber was sehen wir noch? Was denken wir noch? Vielleicht die Herkunft der Tasse, Erinnerungen oder ein Logo, das auf der Tasse aufgedruckt ist, und uns subtil in gewissen Erinnerungen hält - weil wir diese Vorstellungen aufrecht erhalten. Nicht in Bezug zur eigentlichen Tasse, und ihrer Materie, sondern all das, was mit der Tasse sonst noch sich für uns ergibt an Wahrnehmbarkeit, was meistens eben Assoziationen und Erinnerungen sind. Taten in letzter Zeit, die wir mit der Tasse in Verbindung bringen. Wenn die Tasse schmutzig ist, wollen wir sie weg stellen oder waschen. In der Regel reagieren wir auf unsere Wahrnehmungen. Wir überlegen nicht, halten nicht inne, sondern Automatismen werden wachgerufen. Wie wäre es, einfach so zu schauen, was sich an Wahrnehmung ergibt, wenn wir die Tasse sein lassen, was sie für uns sein will?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich zur Ganzheit der Warnehmung zu bringen. Ein erster Schritt kann zum Beispiel sein, dass wir versuchen unsere bisherige Warnehmungsart einfach nicht mehr als bestimmend ansehen und uns auf unser Sein konzentrieren, auf unsere Denkvorgänge, logischen Schritte, die wir mit dem Denken wachrufen, oder auf unsere Gefühle, oder Empfindungen zu achten. Dass wir begreifen, wie wir es selbst in der Hand haben, was wir sind und Zeugnis von uns abgegeben. Die Art, wie wir denken, einfach mal anders zu versuchen und die Dinge unvoreingenommen betrachten und geschehen lassen. Glück äussert sich in einem sich entfaltenden Bewusstsein. Und Bewusstsein kann als die Quelle jenes Urgrundes angesehen werden, warum es überhaupt "Sein" gibt. Schon von daher können wir vermuten, dass die eigentliche seelische Lebensqualität darin besteht, das Glück anzustreben, sofern es für die Seele auch Glück ist. Weil Glück auch zugleich das Bewusstsein mehrt.

Auf bestimmte Punkte oder Muster unserer inneren Einstellung können wir zur Ruhe kommen.
Um einen verborgenen Bereich der Wirklichkeit wahrzunehmen, brauchen wir einen solchen Mittelpunkt, einen Ausgangspunkt, und sei es, dass wir einfach die Zeit als etwas erfahren, dass zwar ein Echo aufweist aller vorangegangenen Zeit, aber indem wir umso stiller für die Wellenbewegung dieses Echos sorgen, werden wir auch neue Echos erzeugen, nämlich die der Stille (sozusagen).
Zum Beispiel können wir uns diesen möglichen Quellen der Wahrnehmung des vermeintlich Verborgenen einfach öffnen, indem wir Dinge oder Gegenstände versuchen wahrzunehmen, ohne Gedanken dazu zu haben.
Das Problem ist beim Denken nicht nur, dass wir uns verrennen in unsere Gedanken und keine Ruhe finden. Sondern wir erliegen dabei auch einem unbewussten Zwang immer Bedeutungen herauszufiltern, alles soll einen Sinn machen, alles soll etwas bestimmtes oder unbestimmtes bedeuten. 

Aber wir vergessen dabei, wie wir diesem Sinn seit langer Zeit selbst erfunden haben und ihn nur noch wachrufen. Da ist auch eine gewisse Mechanisiertheit drin enthalten, in diesem Prozess der uns üblichen Wahrnehmung einer "festen Dingwelt".
Wir können diesen Sinn (Bedeutung) auch uns eingeben lassen - darüber aber haben wir insofern keine Kontrolle, was sich daraus ergibt, und uns erscheint das dann als willkürlich. Aber es ist nicht so willkürlich, wie wir glauben mögen. 

Wichtig finde ich auch folgendes. Wenn wir uns einlassen auf eine bloße Wahrnehmung von Dingen, ohne den Dingen eine Bedeutung absichtlich verleihen zu wollen, müssen wir sehr vorsichtig sein, nicht daran zu glauben, was wir vorgeführt bekommen. Das gilt natürlich besonders für alle Zustände erhöhter Wahrnehmungsfähigkeit. Dann blicken wir auf die Dinge, und wollen suchen, was sie sind, ohne dass sie die uns bekannte im Alltag vertraute Bedeutung aufweisen wollen.
Wir könnten in den Dingen Schattenaspekte unseres vergangenen Lebens erkennen. Eine herumliegende Tüte mag uns an etwas erinnern, unbewusst, emotional - vielleicht waren wir einsam in der Kindheit oder ähnliches, und nun fühlen wir  mit der Betrachtung einer Tüte oder jedes anderen Dinges eine solche Leere.
Diese Leere könnte vielleicht wirklich existieren. Also wohnt den Dingen inne. Aber die WERTUNG, die BEDEUTUNG dieser Leere, die kommt noch aus uns selbst allzuoft. Es gibt eine Leere, die wir selbst leben und ausdrücken und die dann auch in der Welt beobachtbar und erfahrbar ist.

Wir sollten das niemals vergessen:
DIE WELT, WIE AUCH IMMER WIR SIE BETRACHTEN, DARF UNS NICHT UNNÖTIG TRAURIG MACHEN.  DIE WELT IST EINFACH NUR - aus Sonnensicht, ist alles, was ist, herrlich genug, und es gibt aus ihrer so wichtigen Sicht keinen Grund um traurig zu sein. Zumindest nicht für Dinge. Zumindest nicht für uns, die wir Dinge betrachten. Leid oder Traurigkeit kann aber eine notwendige Erfahrung sein, wenn es authentischer Bestandteil der realen Wirklichkeit ist. Weil es besteht immer die Gefahr sich etwas nicht bewusst zu machen, woraus schliesslich die echte Integration der Erfahrung hervorgehen kann.

Diesen wichtigen Punkt erwähne ich auch deshalb, weil ich durch eigene Erfahrung weiss, dass dieser Weg hin zur Freiheit der Wahrnehmung den Verstand und die Emotionen in gewisser Weise belasten kann, und wir so zu zahlreichen Verdrängungsmechanismen oder Vermeidungshaltungen kommen. Wir müssen gewisse Selbstverständlichkeiten überwinden, die unsere ganze Art unmerklich beeinflussen.
Aber wirklich quälend bleibt es nur dann, wenn wir den Wahrnehmungen auf den LEIM gehen. Wir können versuchen, in den Dingen verschiedene Bedeutungsspektren zu erkennen. Etwa indem wir danach schauen, was es uns mitteilt, und wir sollten dabei nicht vergessen, woher diese Dinge kommen. Tatsächlich haben die meisten Dinge einen menschlichen Urheber, und es mögen Energien anderer Menschen an den Dingen haften. Auch das sollte uns also bewusst sein, dass wir nicht immer die reine Dingwelt betrachten, sondern auch das, was den Dingen in irgendeinerweise anheftet, und sei es nur die kollektive Idee, was die Dinige leisten sollten. In anderer Weise könnten wir die Dinge als Form und Farbe, als Material, Chemie, Stoff betrachten. Allein durch diese Hinwendung zur bloßen Materie der Dinge ändert sich schon ein wenig die Wahrnehmung.
Wir können uns tatsächlich verschiedene Bedeutungsspektren aussuchen, falls wir wieder mal den Dingen die traurige Leere entnehmen. Da schwingt noch etwas reineres mit, etwas was über die Bedeutung hinaus geht, die wir den Dingen doch selbst geben. Ohne dass wir es merken könnten, sorgt unser Unbewusstes allzuoft für eine gewisse Vorgabe der Bedeutung, und wir halten das irrtümlich für einen Ausdruck eines sehr hohen kosmischen Prinzips. Es ist aber nur selbstgemachte Bedeutung.

Das ist das Paradoxum, dass wir das Authenthische für falsch halten und das Falsche für Authentisch. Oft weil wir uns selbst nicht genügend kennen.
Zum Beispiel könnten wir uns auch einer inneren Stimme gewahr werden. Hier geht es nicht um die Wahrheit der Quellen, weil die inneren Stimmen können viele Ursachen haben und auch blenden, oder Wunschbilder des Unbewussten ausdrücken - sondern es geht um die Einsicht, dass  es überhaupt diese verschiedenen Stimmen in uns gibt. Diese weisen so Tatbestände auf, sind Wirklichkeiten, gehören zu uns und sind damit auch authentisch. Wir können sie nicht verändern, wenn wir uns selbst nicht verändern. Wir könnten entdecken, dass viele dieser inneren Wunschbilder oder Stimmen nur entstanden sind, weil wir einen bestimmten Teil von uns sehr viel Nahrung zugeführt haben, während sich die anderen Stimmen nicht melden konnten. Wir verhalten uns überhaupt im Alltäglichen so, als gäbe es sie nicht, und missachten die Wahrheit, dass diese Stimmen und Regungen uns die ganze Zeit beeinflussen. Gedanken haben oft einen Wunsch als Ursprung. 

Die Gefühle können uns ins Chaotische führen, Empfindungen uns schockieren. Ängste könnten vielen Ursachen unseres Denkens zugrundeliegen. Daher geht es auch immer darum, eine Kontrolle zu erlangen. Die ist nicht, etwas zurückhalten zu wollen, sondern zu entscheiden, wessen Urprung man vertrauen kann. Man muss zB entscheiden können, bei Bedarf auf einen bestimmten Punkt der Ruhe zurückzukommen.
Man darf sich nicht verlieren in seiner Wahrnehmung. Sei sie noch so bezaubernd oder befremdlich. Das ist allein der Vorteil, sich eines Denkens in vertrauten Bahnen zu verlassen, denn mit der Zeit wissen wir, wie wir zu denken haben, um uns eine gewisse Stabilität in unserem Seins zu verschaffen. Nur drehen wir uns dabei im Kreise und die gewünschte Stabilität ist übertrieben zur Starrheit gebracht - doch ist dies noch besser, als in einen Abgrund zu stürzen, also den Halt zu verlieren und in einem Abgrund der Warnehmung zu enden. 

Viel schlimmer ist aber, dass wir sehr viel Zeit damit verbringen, uns negativer Gedanken zu bedienen, die die Situation gar nicht verbessern - was sonst sollte der Sinn von Sorgen sein? Aber Sorgen können bekanntlich nichts verbessern. Der erste Anlaß um Dinge in Ordnung zu bringen, was ja wichtig sein kann, ist eine Ahnung, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Sorge aber wächst heran wie ein Pickel, der nur Luft enthält, und womit nichts weiter als der Reibungspunkt des Pickels entsteht. Also sind Sorgen nicht nur überflüssig, sondern schädlich, weil diese für uns geeignet sind, die Situation erst recht in ihrem Status Quo zu halten. Mit den Sorgen neigen wir zu übereilten Entscheidungen, nur um auf eine schnelle, bequeme oder von außen unantastbare Weise unsere Ruhe herzustellen. Bedauernswerterweise können zu gegebener Zeit dann entweder von aussen oder innen neue Sorgen auftauchen, weil das eigentliche Problem unserer inneren Stärke und Bewusstheit über unsere wahre Bestimmung oder Zielsetzung nicht geklärt wurde.

Man bedenke desweiteren, dass von einem anthropologischen Sinn her, sich die Dinge so entwickeln sollten, dass diese dem Menschsein förderlich sind. Die Wahrnehmung gehört zum wichtigsten Urgrund des Menschen, was ihn zum Lebewesen macht. Die Wahrnehmung an sich ist immer fundamentale Vorraussetzung des Menschseins. Daher - weil Sorgen oder trübe Gedanken von der unvoreingenommenen Betrachtung der Wirklichkeit geradezu ablenken - sind sie geradezu unmenschlich. Eine Wahrnehmung an sich, hat keine Bedeutung - wir verleihen ihr nur eine solche. Und wir glauben, es muss auf jeden Fall alles besorgt werden.
Sorgen und negative Gedanken oder negative Gefühle bringen uns aber in eine Sackgasse der Wahrnehmung. Auf diese Weise können wir nicht erkennen, was in eine gegebene Situation oder Prozess wirklich für uns bereit hält. Wir verschliessen uns aus Angst vor den nützlichen Eingebungen oder Intuitionen. Auch klare Gedanken und klare Entscheidungen werden so verhindert.

Es geht um Pläne und Aufgaben, die wir verwirklichen können und mit denen wir überleben können, die wir vielleicht finden müssen - nicht die Sorgen oder Depressionen bringen uns dabei weiter.

Wenn es keinen Plan oder keine Vorgehensweise gibt, können wir uns überlegen, auf was wir verzichten können, um einen anderen Plan zu schmieden; oder überlegen, ob ein Plan nicht sogar in manchen Fällen kontraproduktiv ist, weil: wenn wir in uns Talente und Gaben haben, wird die Zeit uns dabei helfen, sie zu verwirklichen, egal ob wir den Plan in fünf Minuten oder in einem Jahr finden.
Wir könnten sozusagen einen kreativen Weg des Zulassens gehen, und darauf vertrauen, dass uns die Dinge, die nötig sind, schon einfallen werden. Ein fester Plan kann uns sowohl von unseren Gaben abbringen als auch von den Gelegenheiten, mit denen wir diese Gaben fördern können. Weil wir uns wieder in starren Mustern bewegen. Der Fluß ist es, der wichtig wird und den erreichen wir am ehesten in einer Wahrnehmung, die ganzheitlich zu nennen ist, weil sie alle Aspekte unseres Daseins miteinbezieht. Rythmen sind ebenso wichtig, und es kann viel helfen, seinen eigenen Rythmus herauszufinden und zu prüfen, ob andere Rythmen der Umgebung oder des nötigen Arbeitsverlaufs dem entgegen stehen. Notfalls können wir gewisse Unternehmungen zu "unseren besten Zeiten" anvisieren.

Manchmal wird der Wunsch geäußert, wieder der Natur nahe zu kommen, und man bezeichnet es zuweilen als "positive Regression", wenn man sich den Sicherheiten der Zivilisation entzieht und zB eine lange Wanderung durch die Natur unternimmt mit wenig im Gepäck.

Bei der Wahl des Begriffes Regression zeigt sich aber schon die merkwürdige Entfremdung von der Natur, die für die Menschen für Jahrtausenden ein Ort der Heimstatt und Geborgenheit darstellte. Es ist doch eher eine Heimstatt, als ein ort, von dem man sich "abwenden" sollte.
Viele begreifen nicht, wie sehr sie selbst alles allein von einem Standpunkt des Vertrauten gewöhnt sind einzuschätzen, und es daher zwangsläufig als Scham oder peinlich erleben, wenn sie so etwas archaisches tun, nämlich wieder "zurück zur Natur zu kommen", und sich auf diese Weise auch dem Einheitsbewusstsein anzunähern.
Zum Eigentlichen, zur "nackten Wahrnehmung" (es geht nicht darum sich an Kleidern auszuziehen, sondern jenen künstlichen Anstrich, den wir unserem Denken und Sein verliehen haben). Um zur Eigentlichkeit zurückzukehren, müssen wir aber zunächst sicher hinzunehmen bereit sein, uns in unserer Primitivität und Einfachheit anzunehmen, bereit sein, auch mal in den Schatten zu blicken. Dieser entsteht aber nur infolge einer Unterscheidung oder Wertung. Eigentlich hat es keinen Sinn, irgendetwas wahrzunehmen und sich dabei zu schämen, also zu werten. Es kann jedenfalls helfen, sich klar zu machen, dass wir uns selbst oder anderes nur dann wahrnehmen werden, wenn wir auch bereit sind, darüber entsetzt zu werden, was wir sehen. Dies wird in dem einen oder anderen Fall vielleicht vorkommen, aber der springende Punkt ist: Es hat keine Bedeutung, keine Relevanz, wertend zu denken. Es ist einerlei: Wirklichkeit IST, und alles was wir sind ist tausend Mal realer, als jeder Gedanke darüber. Die Gedanken sind es allein, die für eine Wertung sorgen. 

Wirkliches Bewusstsein wurde oft als Aura beschrieben, also nichts, was in irgendeinem Organ des Körpers zentriert wäre. Es ist ein Feld, das sich beim Tod vom Körper löst, und zu einem Teil aufhört zu existieren (personales Bewusstsein; Ego), aber zu einem viel wesentlicheren Teil überdauert. Das Traumbewusstsein hält sich vermutlich in genau diesem Feld auf, und jede Nahtodeserfahrung gründet auf diesem Feld, und ebenso Astralreisen oder auch einfach jede alltägliche Erfahrung. Dieses Feld ist umfassend und eigentliche Bewusstheit. Das Denken allein betrachtet ist wie die Leber oder das Herz für den Körper nur ein Teil des Ganzen. Bewusstsein ist mehr als nur ein paar Gedanken zu haben, es ist auch ein Bild des eigenen Seins, eine Stimmung, eben regelrecht eine Bewusstheit. Auch das Unbewusste kann als ein Teil dieses Feldes vorgestellt werden.

Intuition und Kreativität

Wer jemals intuitive Entscheidungen getroffen hat und dabei feststellte, dass sie zum Erfolg führten, weiss vielleicht sehr gut, dass man mit den Mitteln des Verstandes sich vom möglichen Erfolg dieser Handlung vorher fast nie überzeugen konnte. Der Verstand wusste meist nicht einmal von den Möglichkeiten, die uns plötzlich gegeben waren, oder zu denen wir kamen - nämlich intuitiv. 

Manchmal scheint uns auch die Fügung zu leiten, wir vertrauen, und plötzlich kommt eine Hilfe oder wir kommen zur Lösung, ohne dass wir damit "gerechnet" hätten. Es ist manchmal schon ein Gedanke, der uns plötzlich zur rechten Zeit überkommt.

Wir könnten intuitiv zu einer gewissen Handlungsrichtung kommen, die im weiteren Verlauf uns erst die Stichhaltigkeit aufzeigt, weshalb diese Handlungsrichtung auch sinnvoll war. 

Intuitiv kommen wir in eine als sinnvoll erkannte Handlungsausrichtung. Das mögliche Ergebnis wird auf ästhetisch-energetischer Ebene als sinnvoll erkannt, ohne dass uns das genaue Ergebnis schon bekannt sein müsste. Es scheint übrigens, als sei diese Art der Intuition eng an die Wahrnehmung energetischer Äquivalenzen gebunden. Oder in einfachen Worten: Alle Ereignisse und Dinge weisen eine energetische Entsprechung auf; also eine Entsprechung, die man in Form oder in der Qualität energetischer Sachverhalte beschreiben kann. 

Man kann  behaupten, dass wir als Menschen grundsätzlich in der Lage sind, unmittelbar - und je nach Anlage mehr oder weniger - die Zukunft zu kennen. Denn schon so sehr liegt uns die Intuition über zukünftiges Geschehen und Handlungsrichtungen nahe, dass es kein weiter Schritt mehr ist zu dem Umstand, überhaupt in der Lage zu sein, die Zukunft zu kennen. Intuitiv die Richtung eines Handelns erspüren, bedeutet bereits einen Einblick in den zukünftigen Verlauf zu bekommen.
Allerdings ist es ein Unterschied, ob wir uns selbst dazu entscheiden, oder uns diese Sicht auf unsere Zukunft aufgedrängt wird. Und noch mal ist es ein Unterschied, ob es das Schicksal ist, das uns zB eine Vision vermittelt, oder ein törichter Mensch, der durch die Kunde der Zukunft jemanden eine wichtige Erfahrung oder Lektion nimmt, die er - gemessen an der damit verbundenen Erfahrung - um jeden Preis wird machen müssen, früher oder später. So genau kann man aber nicht unterscheiden, was Torheit und was Schicksal ist.
Jedenfalls, so weit es unsere eigenen Entscheidungen angeht: Dass die Kenntnis der Zukunft  zu unserem angeborenem Potential gehört.

Ein Anfang für die Schulung einer solchen Intuition als Gespür für den Fluß des eigenen Selbst kann sein, die leisen Zeichen und Botschaften zu erkennen, die uns aussen als Omen und innen als Gespür erreichen, und deren Bedeutsamkeit über unsere alltäglichen Motivationen und Erwartungen zu stellen sind (da die Imen unpersönlich sind, obwohl sie eine persönliche uns vertraute Sprache sprechen).
An dieser Stelle wäre noch zu erwähnen, das es aber schon an persönliche Anlagen gebunden ist, nämlich in gewisser Weise an dieser Wahrnehmungsart interessiert zu sein und ein Auge dafür haben zu können um eine besondere Intuition für sich zu wecken.

Wenn man es in einfachen Worten ausdrückt, verhält es sich ungefähr so: Die Absicht unserer Handlung ist tief in unserem Inneren  schon als Standpunkt gegeben - das Unbewusste und Selbst zentriert sich darum und kann (aus uns unbekannter Quelle) weitere Informationen einholen um diese Eindrücke des Geschehens oder Wollens zu beurteilen. Man weiss oft schon, wo es hingehen kann, und vor allem wo es günstig ist, hinzugehen - noch bevor man geht - und das ist nicht allein daran gebunden, dass man irgendwelche allein sichtbaren Fakten kennt. 
Allerdings stellt die gedankliche Absicht einer Handlung oft eine Hürde dar, weil sie mit Erwartungen verknüpft ist . Während die Intuition zu ganz anderen Ergebnissen oder Wegen führen mag, als wie wir vom Verstand her vermuten würden, als wie wir erwarten können - aber die Qualität überzeugt uns nachher oft genug.
Wir wissen, was wir wollen, ohne, dass uns das bewusst sein bräuchte. Das ist ein Satz, der einfach zu verstehen ist: Es ist fast so, als wüsste ein Teil von uns etwas, und ein anderer gewichtiger Teil ist sich dessen nicht bewusst. Und von dem letzteren Teil hängt es ab, ob wir uns dessen überhaupt gewahr werden können (weshalb Flexibilität eine Tugend ist ebenso wie Konzentration).
Und haben wir doch von innen her eine Handlungsrichtung, wir wollen etwas, und genau das unterscheidet sich von dem Gedanken darüber. Bloße Gedanken, die erst in zweiter Linie entstehen, die dann eine Vorstellung ausmachen; Gedanken die aus dem uns Möglichen eine Vorstellung machen. 

Was wir wollen, kann auch ein Gefühl sein oder eine Erfahrung. Vielleicht eine Selbsterfahrung, Erfahren eigenen Könnens oder einfaches Glück und sei es bei einer Partie Schach. Wollen auf innerster Ebene entspricht immer dem Bereich des uns Möglichen.
Aber wir haben zunächst keine konkrete Vorstellung davon. Intuition aber kann uns die Richtung weisen, um das Gewollte und uns gleichwohl nicht klar Gegebene, zu verwirklichen.

Kreativität ist nicht mit Zwang zu erreichen. Sie kommt. Man muss bereit sein. Es hat sich mir immer wieder erwiesen, dass man einen Tag vielleicht in irgendeiner Sache nicht voran kommt, dann nimmt man Abstand, und versucht es einen anderen Tag erneut.
Und man geht - es geschieht mehr oder weniger von alleine - meist einen anderen Weg. Beharren und Fixieren, sollte nicht in den Methoden münden, sondern in dem Ziel. Hat man ein Ziel, geht es nur noch darum, dahin zu kommen. Aber man darf das Ziel nicht zum Weg erklären, denn oft weiss man den Weg noch nicht. Und das Ziel selbst ist noch vage, ist ein Eindruck, sollte aber nicht zur fixen Vorstellung werden-
Dran bleiben, davon weg gehen, wieder kommen - das ist sehr hilfreich.

Höheres Bewusstsein (Erleuchtung)

Zunächst ist wichtig, dass man nicht seine geistige Klarheit verliert und noch mit seinem Willen Kontrolle ausüben kann, nachdem man gewisse Erfahrungen gemacht hat. Sonst besteht die Gefahr sich zu verlieren und sich psychischen Irritationen oder gar Störungen auszusetzen. Für die Erleuchtung muss man nämlich seine Schutzschilde runterfahren. Andererseits kann es auch wichtig sein, dass man auf eine Fügung wartet, die einem andeutet, dass man wirklich bereit ist für die Erleuchtung. Ein echtes Interesse oder Neugierde ist das einfachste Zeichen für diese eingetretene Fügung.
Denn vielleicht ist man innerlich oder körperlich-psychisch gar nicht bereit für manche Erfahrung dieser Art. 

Das ist eigentlich nur eine geringe Gefahr. Aber dass man seine bewusste Kontrolle verliert geschieht, wenn man sich einfach und gelinde gesagt gehen lässt. Denn Erleuchtung kann sich bei gegebener schicksalsmässiger Befürwortung regelrecht einfach so einstellen, etwa indem man bloß fastet.
Da hat man dann vorher keine Kontrolle sich angeeignet im Prozess und folglich fehlt die antrainierte innere Kontrolle der bewusst gemachten Denkprozesse und so weiter. Das Mittel mit der Verkürzung von Drogen zur Erleuchtung zu gelangen erscheint in diesem Licht ganz anders. Falls man dies tun will, sollte man jedenfalls sich die Mühe machen, gewisse mentale Anstrengungen während dessen oder vorher auf sich zu nehmen. Bestimmte Drogen sind in den meisten Staaten verboten.

Grundsätzlich gilt, das, was man vor der Erleuchtung tat, und psychisch sozusagen verinnerlichte (ob man es wollte oder nicht): das kehrt stukturell auf jeden Fall in der Erleuchtung wieder.
Es ist kein Schalter der umgelegt wird, sondern eine andere Ebene desselben Prozesses in einer gewissen Zeitlinie der rythmischen Abläufe aller Zeit.

Der Erfolg dieser Bemühungen kann ausbleiben, man darf andererseits nichts mehr glauben, weil man nun alles direkt erfahren und wissen kann - vielleicht gelingt es einem nur in Ansätzen zu ersehen, was es mit höherem Bewusstsein auf sich hat.
Fasten kann ein Weg sein, und es gibt dergleichen mehr, wie zB Tai Chi, Tensegrity usw.. Allein-Sein sollte keine Furcht auslösen, wie der Schamane Don Juan seinem Schüler Carlos Castaneda klar machte. Es ist ein pragmatisch nützliches Ziel, dass es einem gleichgültig ist, ob man unter Menschen ist, oder nicht. Aber dann sollte man sich bewusst darüber sein, wie weit einem die Gegenwart anderer negativ oder positiv beeinflusst.

Lexikalischer Eintrag zur Erleuchtung bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Erleuchtung

Was im Zustand der Erleuchtung gesehen wird, ist neben der persönlichen Eigenart, auch abhängig von den Vorbereitungen oder den systematischen oder unsystematischen Kategorien, die man sich entwickelt hat! Man wird vielleicht bestimmte Dinge sehen, aber man wird nicht umhin kommen, sie mit dem Verstand auch einordnen zu müssen oder zu wollen. Die natürliche Neugierde sorgt für diese Motivation. Aber wenn der Verstand überhand nimmt, wenn ein Bedürfnis nach Schutz oder Sorgen aufkommen, dann geht die psychische Energie, die man für die Erleuchtung der Sinne aufbringen muss, rasch verloren. Daran sieht man, wie viel Energie die negativen Gedankenbilder verschlingen.

Körperliche Verdauungsenergie ist erfahrungsgemäß wie alle psychische Energie besonders am Beginn eines konkreten Weges zur Erleuchtung wichtig einzusparen. Über eine längere Zeit von Tagen muss man sich einen Rythmus aneignen und mit Impulsen versehen, die alle in diese Richtung zielen, das Bewusstsein nach und nach auszurichten und von Gewohnheiten zu lösen und auf eine neue Ebene der Wahrnehmung zu gelangen. Lieber nicht in ein Schema pressen, einfach lernen auf den Körper zu hören, da kommt der natürliche Rythmus her.

Es ist die Erwartungslosigkeit, die erst das Ergebnis bringen wird, weil alle Erwartungen auch wieder Gedanken erzeugen, Programme wachrufen. 

Es kommt bei diesem Weg des Erleuchtungsstrebens darauf an, eine innere Stille der Gedanken zu erreichen. Dann wird man im besten Fall erkennen, dass die Dinge sich in der eigenen Wahrnehmung anders zu geben beginnen. Dass die Wirklichkeit des Inneren unabhängig davon sein kann, was man im Aussen wahrnimmt, das ist entscheidend. Einmal, weil wir gewöhnlich so leicht irritiert werden von Aussen, bewegt und gereizt. Aber andererseits, weil die Wirklichkeit des Aussen einen Gehalt offenbart, den wir nur durch unser Innen erkennen können: Das Aussen vermittelt einem dann nur Muster, die weiter vom Inneren ergänzt werden (zu einer höheren oder gehaltvollen Ordnung hin ausgerichtet werden).

Die kosmische Säule

Der Lebensbaum der Germanen: Yggdrasil ,und die Säule der antiken Kulturen, sowie jede vertikale Verbindung symbolisiert die Einheit.

Diese Einheit ist die ständige Präsenz im Universum und im Leben eines jeden Wesens. Materie und Geist, Schöpfungsabsicht (Kosmos) und Kreatur (Erde).

Es gibt einen göttlichen Willen und den menschlichen Willen. Die Säule soll die Verbindung zwischen Mensch und Kosmos ausdrücken, im Sinne eines Gleichklangs: der Mensch nimmt die Impulse des Kosmos wahr und bestimmt sein Handeln nach diesen, findet aber auch Sinn und Bestimmung darin. Da das Selbst (Seele) kosmisch gesehen mit diesem Willen des Kosmos zusammenhängt, bedeutet ein zu sich selbst kommen eine Rückverbindung.

Wege zur Ganzheit

Es gibt im Kleinen sehr viel, was man tun kann, um zur Ganzheit zu kommen. 

Zum Beispiel, dass man mit seinen Mitmenschen verständnisvoller umgeht, weil sie im Grunde vor denselben Problemen der Interpretation der Wirklichkeit stehen, wie wir selbst. Daraus ergibt sich schon ganz pauschal, dass wir weniger bereit sind, uns aufzuregen, oder dass es schwerer für uns wird, beleidigt zu werden. Das spart schliesslich psychische Energien ein, die wir dann anderweitig zum Einsatz bringen können, eben zB bei der Intuition. Eingesparte psychische Energien sind dafür verantwortlich, wieviel wir von einer Wirklichkeit wahrnehmen können.

Andere Menschen unterliegen ebenso einem Wahrnehmungsfilter, wie wir es tun, und haben dieselben oder ähnliche Illusionen, wie wir, und glauben vielleicht aus einem ähnlich zwingenden Grund, wie wir selbst, an irgendetwas. Nur tun sie es freilich manchmal in ganz anderen Weisen, aber dass sie ihre Gründe haben, genauso wie wir, das ist klar.

Man kann sich vor einem Spiegel stellen und einfach schauen, ohne etwas zu fokkussieren, "die grobe Masse Fleisch betrachten" - wenn man Glück hat, verformt sich das in unseren Augen. Es ist auf den ersten Blick unheimlich - aber wenn man sich daran gewöhnt, könnte man meinen, wir sind gar nicht so fest, gar nicht so ein Ding. Tatsächlich könnten wir etwas sehen, was sich mit einem inneren Bild von uns deckt, einem Selbst - vielleicht erkennen wir, wie sehr wir dieses innere Selbst vernachlässigt haben. Es ist normal, wenn dies etwas krumm und unausgeglichen erscheint: Denn wir leben in einer Zeit, wo wir uns unseres Selbst und dem inneren Wesenskern nicht gerade bewusst sind und voller Kompensation und Hemmung sind. Die Zeiten auf Erden waren natürlich nie besonders leicht, um sich über sich selbst bewusst zu werden. Doch gerade heute, empfinden wir ebenso wie im Mittelalter Berührungsängste mit dem Verborgenen. Das ist im Grunde eine Tendenz der letzten 2000 Jahre.
Das Gesicht ist Ausdruck eines Teiles unseres Wesenskerns. Es entwickelt sich gemäß unserer Anlagen, oder sollte es.

Man kann beginnen auf seine Träume zu hören, ihnen Beachtung zu schenken, sich der Träume erinnern und dasselbe mit Omen versuchen.

Es gibt vieles, worauf man sich statt der Worte und Zuschreibungen konzentrieren kann: Den Wind, den Geruch, die Empfindungen, den Körper, die Gefühle. Dabei ist es gut, sich nicht zu identifizieren, oder Bedeutung zu suchen, man soll sich das alles eingeben lassen, es von selbst kommen lassen. Dafür braucht man eine innere Mitte, die einem als Zentrum dient oder als Ruhepunkt. Ein ganz einfaches gefühltes "Ich bin" kann das sein. Warum sollte man das tun? Hmm, gibt es etwas sinnvolleres? Dann kann man es tun. Aber wieviel ist wirklich sinnvoll, wovon wir nur glauben, es sei sinnvoll? Da gibt es sinnvolleres, nicht wahr? Und nicht-tun öffnet uns doch erst für die Wirklichkeit oder plötzlich entdeckt man eine neue Einsicht.

Auch mit Tai Chi, Yoga, Tensegrity und vielen anderen körperlichen Bewegungsarten, die das energetische System des Menschen stimulieren, kann man schon ein Stück seine Wahrnehmung tatsächlich erweitern.
Diese Übungen stellen auch ein Mittel dar, sich eine kleine Auszeit von den alltäglichen Routinen zu nehmen und so zu tun, als ob diese körperlichen Bewegungen in diesem Augenblicken das Wichtigste wären, was man überhaupt tun kann. Meiner Erfahrung nach sind diese Bewegungsarten hervorragend geeignet.

Ein Versuch mit Nicht-Denken und bloßem Schauen, angefüllt mit der Kraft eingesparter psychischer Energie, führt vielleicht auch andere zu der Wahrnehmung eines Flimmern in der Luft, die von der grundsätzlichen Durchdringung der Realität mit einer kosmischen Energie zeugt (nicht mit der Hitze eines heissen Tages zu verwechseln!). Die alten Griechen sprachen vom Äther und ich glaube, dass sie im Grunde eben diese alles durchdringende Energie meinen.
Und diese allgegenwärtige alles durchdringende Energie fungiert anscheinend auch als Träger von Informationen, verbindet Orte miteinander, übermittelt Botschaften, sofern man sich zum Beispiel mit einer Person eng verbunden fühlt (Mutter-Kind, oder auch Liebhaber usw.), so kann man quasi telepathisch Stimmungen austauschen - so kommt es, dass eine Mutter manchmal ahnt, ob ihr Kind noch lebt oder nicht und ähnliches. Ein Mensch oder Tier hinterlässt auch energetische Spuren, wo er sich befunden hat.  Biologen würden dass vielleicht mit Duftstoffen erklären - ich bin mir da nicht so sicher, ob es allein die Duftstoffe oder Mikrokörperteile wie Haare sind. Ich würde entweder sagen, unabhängig von Duftstoffen oder Hautzellen usw.., oder aber darüberhinaus gehend, schwingt noch eine energetische Ebene mit.

Irgendwo in uns gibt es eine Verbindung zu der höheren Sphäre, die zugleich Verbindung zum Kosmischen ist; - eine in unserem Sein erfahrbare Kraft, für einige als eine innere Stimme erfahrbar, für die meisten als einfache Intuition, oder durch Omenkunde zu erfahren oder es äussert sich auf andere Weise als Stimmung, Gefühl usw.. Sie kann uns sogar anleiten und weise führen, um zunächst einmal unser Leben auf eine neue Stufe zu stellen. 

Die Frage ist: wieviel Realität und damit Objektivität einer bestimmten Wahrnehmungsart nun wirklich innewohnt?! 

Das können wir nur selbst erfahren um uns darüber ein Urteil zu bilden. Und jemand, der nur die eine Wahrnehmungsart der festen Dingwelt kennt, oder eines Status Quo einer "normalen Realität", wird ganz sicher meinen, sie sei die einzig vernünftige, die einzig verlässliche Wahrnehmungsart. Das stimmt aber nur in seinen Augen, es ist relativ zu dem Nutzen, den eine Wahrnehmungsart jemanden individuell bietet oder (!) zu bieten scheint

Allein die Intuition oder das Gespür für die innere Stimme, Gespür für Notwendigkeiten, die unser Sein oder Selbst aufstellt, oder Einsichten über die Notwendigkeit der Heilung und Ganzwerdung, all das ist schon eine andere Wahrnehmungsart.

Kombucha

Es muss zunächst folgendes erwähnt sein, da es um das Thema "Gesundheit" und Behandlungen geht:
Ziehen Sie als Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen nicht allein die Kräuterheilkunde oder die alternative Medizin heran. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker.

Der Kombucha Pilz gilt als Wellnessdrink, Gesundheitsdrink, sogar als Geheimwaffe gegen manche Krankheitsbilder.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es ist was  dran, dass Kombucha positive Wirkungen auf Krankheitsbilder aufweist. 

Oder es war Zufall, dass ausgerechnet nach zwei Jahren an dem Tag, als ich das erste Mal Kombucha trank, eine wichtige emotionale Blockade gelöst wurde! Ich hatte plötzlich den Mut und Durchblick, eine persönliche Entscheidung zu treffen, die mein seelisch-emotionales Gleichgewicht anging und das Resultat ist etwas konstruktives, friedliches, auf das ich lange (innerlich) hingearbeitet habe.  Ausserdem habe sich einige körperliche Beschwerden gebessert.

Er wirkt anscheinend allgemein harmonisierend oder positiv stimulierend auf viele Körperfunktionen und ebenso auf Seele und Geist.

Wichtig: Man kann auf grünen oder schwarzen Tee verzichten, und nimmt für die Stickstoffe, die der Kombucha braucht, einfache Kräuter. Brombeerblätter, Himbeerblätter, Ysopkraut, Löwenzahn usw.. - alle Pflanzen sind geeignet, da sie alle Stickstoff enthalten! - der Koffeingehalt, der mit schwarzen/grünen Tee unweigerlich entsteht, ist einem echten Gesundheitsdrink abträglich und macht Kombucha eher zum Erfrischungsgetränk.
Der Koffeingehalt kann durch die spezielle Zubereitungsart (Faustregel: Tee kurz ankochen und 10-15 Minuten ziehen lassen!) so stark sein, dass man Herzrasen bekommt.

Für die Kräuter empfehle ich unbedingt Preisvergleiche !

Allerdings ergeben sich mit den Kräutern ganz verschiedene Wirkungen im Zusammenhang mit dem Kombucha-Pilz, die dessen Gärprozesse beeinflussen können. Siehe dazu auch die Erfahrungsberichte der Links unten.

Jedes Kraut hat eine verschiedene Zusammensetzung von ätherischen Ölen und anderen Bestandteilen und jedes Kraut kann eine verschiedene Wirkung auf die erwünschten Bakterien des Pilzes und auf den erwünschten Gärprozess des Kombuchapilzes haben. Deshalb greifen die meisten nach grünen oder schwarzen Tee (Pu-Erh), weil es am einfachsten zuzubereiten ist. Einfach ist aber nicht immer am gesündesten! Man kann mit dem Einfachen beginnen um Erfahrungen zu sammeln und die Sache kennen zu lernen.

Folgende Links dienen nicht als Hinweis zu "günstigen oder empfehlenswerten" Einkaufsmöglichkeiten, sondern wegen den Informationen auf den Seiten:

Nach oben
Januar 2008
Stefan Arens