Die
Informationen auf
meiner Webseite ersetzen nicht die Beratung oder Diagnose durch einen
ausgebildeten
Mediziner bei Krankheitsverdacht, ernsten Beschwerden oder bestehender
Krankheit.
Die Informationen auf
dieser Webseite wollen keine
Gesundheitsberatung darstellen oder Gesundheitsbehandlung
vorschlagen, und können den Arztbesuch nicht
ersetzen.
Diese Seiten wollen
informieren und
Orientierung ermöglichen in dem jeweiligen Sachverhalt. Jede
Information, die ich im Folgenden gebe,
kann nur verstanden werden als meine eigene Meinung zu dem
entsprechenden Sachverhalt. Ich bin kein
Homöopath oder Mediziner, sondern jemand, der seine Erfahrungen mit der
Selbstanwendung homöopathischer Mittel gemacht hat und weiteres dazu
journalistisch aufbereitet, und auf diese Weise an Wissen über den Sachverhalt vertieft
hat.
Folgende Informationen resultieren aus einem gewissen Zeitraum meiner
Beschäftigung mit Homöopathie, was zwar nicht ausgesprochen lang
dauerte. Dennoch glaube ich im Kern die wichtigsten Zusammenhänge
herausstellen zu können.
Manche
Erfahrungen sind deutlich genug, dass
sie sofort für mich Erkenntnisse freisetzen. Auch mit meiner
Sensitivität und Medialität konnte ich das eine oder andere erfahren.
Desweiteren liegt dieser Webseite ein
Querschnitt dessen zugrunde, was von kompetenter Seite zur Selbstbehandlung
bereits beschrieben wurde.
Homöopathie
wirkt sanft, aber auch durchschlagend. Die wichtigsten Variablen
sind neben dem Mittel: die Potenz (Stärke des Mittels) und die
Dosierung (Anzahl der eingenommenen Pillen, die Globuli genannt werden).
Empfehlenswert
für den Einstieg in die homöopathische Selbstbehandlung sind die
D-Potenzen. Aber auch C-Potenzen sind - bei richtiger Dosierung - gut geeignet für die Selbstbehandlung.
Erfahrene Homöopathen wählen viel stärkere Potenzen als wie
sie von Laien angwendet werden sollten.
Niemals sollten Laien von sich aus eine starke Potenz über C30 hinaus wählen. Und nur in seltenen Fällen eine C200 verwenden, in Einzelfällen geht das. Aber eine C1000 usw. - das kann ganz arg daneben gehen.
C-Potenzen kommen eigentlich dann in Frage,
wenn es um akute Probleme geht. Also zB Griesskorn,
eine gerade auftauchende Gürtelrose, Stoffwechselprobleme - wenn eine C-Potenz nicht mehr wirkt, obwohl es
einmal sicher half, dann nützen übrigens die D-Potenzen desselben Mittels
oftmals besser.
Bei all diesen Hinweis darf nicht die Bemerkung fehlen, dass man die
Krankheit und dessen Verlauf gut beobachten muss. Bei manchen
Angelegenheiten, zB unter Umständen eine problematisch bleibende
Gürtelrose, darf man nicht warten, um sich von einem Arzt helfen zu
lassen. Ich wage dennoch mal zu behaupten: Man solle einfach gut
unterscheiden, wo man einen Arzt braucht und wo nicht. Dass man in
einen Bezug zu seinem Körper und auch den sich damit stellenden Notwendigkeiten
kommt, ist für die
Heilung oft sogar wichtiger, als man glauben mag - was natürlich
bedeuten kann, zu einem Arzt zu gehen, ebenso wie mehr auf seinen
Körper zu achten, zB während der Ernährung. Es geht einfach bei dem
letzt genannten Aspekt darum, die Schwingung des Körpers durch die
eigene Zuwendung zu diesem zu erhöhen, um es esoterisch-energetisch
auszudrücken. Unabhängig von der Homöopathie...
Was bestimmte
chronische und komplexe Krankheiten angeht, manchmal auch
wiederkehrende, wird die Homöopathie evtl. nur bei einem exakt
ausgesuchten und auf die gesamte persönliche Geschichte zutreffenden
Mittel kuriert werden können.
Meist ist das Mittel bei einer laienhaften Auswahl nicht ganz exakt. Es kann ja gar nicht individuell ausgewählt sein, insofern man es aus einer Hausapotheke oder wegen einem Vorschlag aus einem Buch nimmt (oder Online-Ratgebern usw.). Dann nützt das Mittel vielleicht nur halb. Es wäre dann verkehrt, deshalb die Dosierung zu stark zu erhöhen.
Man sollte bei der Regel bleiben, dass man innerhalb von einer Woche nicht mehr als etwa 5 oder 8 Globuli insgesamt nimmt (eines Mittels in C2-C30 Potenz). Andererseits gibt es von Elli Grasser (eine Hellseherin) die Erfahrung, dass für viele Beschwerden die homoöpathischen Mittel auch in höherer Dosierung durchaus länger und öfter genommen werden sollten - vor allem zeitlich gedehnt. Wiederum gibt es Berichte, wo durch die zu lange Einnahme eines Mittels neue Symptome auftreten, die sozusagen eine Auswirkung zeigen, die der Wirkung des Mittels zuzuschreiben ist (Arzneimittelprüfsymptome). Da ich Homöopathie nicht eingehend studiert habe und diese Informationen in diesem Artikel zum grössten Teil meinem eigenen Wissenstand durch private Beschäftigung widerspiegeln, kann und will ich mich auf eine Dosierungsregel nicht festlegen und weise ausdrücklich darauf hin, dass man selbst prüfen muss, an was und welche Meinung man sich halten will.
Ich
selbst habe innerhalb zwei oder drei Monate sehr viele C-Potenzen zu
mir genommen. Weitaus mehr, als man anriet. Das kann hin und wieder
vielleicht nötig sein. Dabei gab es auch einige
Arzneimittelprüfungssymptome, aber nicht bei allen Mitteln - die aber durch die Einnahme von Antidots
oder von selbst verschwanden (wenn man das Mittel nicht mehr nimmt).
Vielleicht sollte man selbst überprüfen, ob man innerhalb von
einem Monat Abstand ein Mittel wieder nehmen kann, ob solche Symptome auftreten, die man dem Mittel zuschreiben kann.
Von
fachlicher Seite (Homöopathen) findet man den Hinweis, dass
C-Potenzen durchaus ein
Jahr wirken können - ich weiss nicht ob das aber nicht zu dickt
aufgetragen ist und nicht vielmehr die Symptomefreiheit meint, die
ein Patient üblicherweise hat, nachdem er ein passendes Mittel in C
Potenz nahm. Homöopathen sind es auch, die den Laien gewöhnlich
eindringlich davor warnen, zu lange die Mittel in zu hoher Dosierung
anzuwenden. Aber sie meinen damit auch offenbar alle C-Potenzen.
Meine Beobachtung besagt mir, dass ich bislang
problemlos alle Mittel in Abständen von etwa 3-4 Wochen wiederholt
einnehmen konnte. Wobei natürlich immer eine Sache zu behandeln war,
also etwas vorhanden war, in das das Mittel greifen konnte (und dass so
keine Arzneimittelprüfsymtpome auftreten konnten).
Allerdings halte ich mich seit geraumer Zeit überwiegend an die Maxime, weniger ist mehr und komme damit ebenso gut klar.
Man sollte immer darauf achten, das
Mittel sofort abzusetzen, wenn es entweder nicht wirkt, oder aber
die Symptome bereits verschwunden sind.
Möglicherweise kann man sich auch abstumpfen
gegenüber einer Wirkung. Also wenn man ein Mittel gegen Rückenschmerzen
nimmt, das zunächst hilft, und dann in der zeitlichen Folge aber immer
weniger hilft...
Nimmt man zwei oder drei Monate lang sehr viele Mittel, also zB durchschnittlich ein Globuli pro Tag, wenn auch verschiedener Art, sollte man nach dieser Zeit für mindestens einen bis mehrere Monate nicht mehr dermaßen viele Globuli nehmen... (damit ein evtl. Überschuss abgebaut werden kann und keine Arzneimittel-Prüfungssymptome, die zunächst gar nicht so sehr auffallen, hartnäckig erhalten bleiben).
Man
kann freilich in dieser Zeit einer nötigen Abstinenz gelegentlich ein
Mittel in C-Potenz noch für leichte Beschwerden nehmen, sofern man es
nur diesen Tag nimmt. Es kommt eben auf die Masse der eingenommen
C-Potenzen innerhalb eines Zeitrahmens insgesamt an - und es macht kaum einen Unterschied, ob man verschiedene Mittel oder nur ein Mittel in hoher Dosierung zu sich nahm.
Bei
einem einzigen Mittel, das man wiederholt nimmt, kann es allerdings
rasch zu typischen Arzneimittelprüfsymptomen kommen (das Mittel ruft
ein Beschwerdebild ähnlich den Symptomenkatalog auf).
Was D-Potenzen angeht, kann man hier bedenkenloser sein, sollte aber eine D-30 Potenz nur einmal am Tag nehmen und innerhalb einer Woche nicht jeden Tag. Andererseits sollte man auch die D-30 Potenz, und selbst D12 oder D6 nicht mehrere Monate nehmen - die Neigung wächst, zu Arzenimittelprüfsymptomen zu kommen.
Der
Energiekörper kann durch Homöopathie sehr beeinflusst werden und uns
auch mental beeinflussen, indem unsere Gedanken, Gefühle oder Haltungen
beeinflusst werden können, oder wie wir aus einem gewissen Muster nicht
so
leicht herausfinden (weil der Überschuss der homöopathischen Mittel uns
in dieses psychische Muster zu drängen scheint).
Das alles gilt für den Hausgebrauch, weil man
annehmen muss, dass die selbst gewählten Mittel eben nicht ganz
passen werden ( aber natürlich auch nützlich bleiben, wenn man die Dosierung berücksichtigt).
Diese Angaben sollten nur als Faustregel aufgefasst werden, und in diesem Artikel werde ich die Angaben der Dosierung auch nicht immer in derselben Weise treffen.
Die Anzahl der Globuli? Es kommt immer drauf an. Es reicht in vielen akuten Fällen (zB leichter Insektenstich) sogar, nur ein Globuli einer C Potenz zu nehmen. Manchmal, so meine Erfahrung, ist der Lebenswandel, zum Beispiel die Ernährungsweise kontraproduktiv. Dann gilt es mehr Globuli zu nehmen. Kaffee ist übrigens so ziemlich ein Verstärker für ALLE Krankheitsbilder.
Verheerend kann der Versuch sein, neue Symptome stets mit weiteren aber nicht genau passenden Mittel zu begegnen. So dass man die Lage verkompliziert. Ab einer gewissen Schwelle sollte man den Versuch mit neuen weiteren Mitteln einstellen.
Bei einem wirklich richtigen Mittel spielt die Potenz nur eine untergeordnete Rolle.
In einer klassischen Homöopathie wird das Mittel mit dem Ziel schwierige und komplexe Beschwerdebilder zu beheben nur zum Einsatz kommen, wenn dieses Mittel eine dichte, ja absolut dichte Beschreibung von Symptomen und Merkmalen aufweist, die mit unserem ganzen Leben in Verbindung stehen. Dabei wird auch meist eine hohe Potenz (zB C1000) verabreicht.
Die Symptome, die man beim Menschen vorfindet, ähneln meinem Verständnis nach in ihrem Ganzen einem Archetyp, der dann durch einen ähnlichen Archetypen (homöopath. Mittel) entsprochen wird. Das heisst, man findet beim Menschen viele Merkmale unterschiedlichster Ausprägung, die sich vielleicht in leicht anderer Gestalt, aber doch ebenbürtig in einem ganz bestimmten Mittel wiederfinden lassen.
Es sind Merkmale, die verwoben sind in einem dichten Teppich
von Entsprechungen, die im zu behandelnden Fall
vorliegen.
Kein Fall kann losgelöst vom
Individuum betrachtet werden.
Bei
dieser hohen Kunst der Homöopathie wird man auch tief in die
Vergangenheit gehen, also Symptome oder
Erlebnisse auskundschaften, die man vor langer Zeit hatte, und
nicht nur aktuell. Eine solche Anamnese ist an ehrliche
Gespräche
und Berichterstattung gebunden, falls man dazu einen ausgebildeten
Homöopathen zu Rate zieht.
Hierzu
muss man die Scheu
verlieren,
und sich bewusst machen, dass der Homöopath einen nicht mit einer
Diagnose oder schuldhaften Verhalten schockieren wird, wenn man sich
preis gibt, sondern die Informationen dienen ihm der Mittelfindung. Ein
guter Homöopath sollte meiner Meinung nach ganz besonderes Gewicht
darauf legen, dem Klienten keine Schuldgefühle einzuflößen , weil er
von seinen Schattenanteilen sprechen könnte.
Der
Homöopath versteht den Menschen in seinen verschiedensten Ausprägungen
als das, was er ist: Als Mensch, nicht als Mangelwesen und auch nicht
als Übermensch ohne Fehler. Denn so einen Menschen gibt es nicht. Wir
aber glauben gewöhnlich, dass wir uns keine Fehler erlauben dürfen.
Diese Haltung wurde in der Zeit unseres Aufwachsens in die moderne
Gesellschaft und modernen Familien (die meist irgendwo immer ein
Problem zwischen Kind und Eltern ausdrücken) ziemlich bestärkt.
Wir versuchen, unsere wahre
Identität zu verbergen, sogar vor uns selbst. Über das Wirkliche und
seine Ursachen legen wir einen Schleier verschiedener Rechtfertigungen
- freilich auch deshalb, weil wir uns sonst als angreifbar erleben.
Alle Triebe und Schutzmechanismen gehören zu unserem Wesen, so wie
unser Körper. Freilich, wir können das gestalten, unser Leben und
unsere Lebensweise - doch in Bezug zur Mittelwahl, müssen wir davon ausgehen,
was wir sind.
Deswegen steigt der Nutzen der Homöopathie, wenn wir
gegenüber uns selbst ehrlich sind bzw. uns wirklich einem Homöopathen
anvertrauen können. Denn zum Homöopathen zu gehen, bedeutet, dass wir
uns ihm öffnen müssen (damit er unseren Archetypen begreift).
Die zu untersuchenden Symptome müssen noch nicht mal
unangenehm sein, sie können
sich auch in Symptomen eines ganz normalen Verhaltens äussern, die in
den Augen des Homöopathen dem Leben wie beigeheftet scheinen.
Für diese
ausserordentliche Mittelsuche
braucht es neben der unerlässlichen Beobachtungsgabe und Menschenkunde
auch eine tiefgründige Kenntnis der Mittel, um die Symptome des Lebens mit
den Symptomen des
Mittels in Übereinstimmung zu bringen.
Als
Laie hat man jedoch solche umfassenden Kenntnisse über die
homöopathischen Mittel nicht.
Es
fehlt die
Kenntnis der Mittel, die Intuition kann nur vage bleiben. Bei dieser Gelegenheit: Eine
geschulte Intuition ist gemeint (vergleiche was Arno Thaller über die Intuition sagt ; dort im vierten Absatz). Eine Intuition, die der jeweiligen Detail- und Sachkenntnis eines bestimmten
Wissensgebietes entspricht und nur durch die direkte Praxis angeeignet werden kann.
Die Mittelwahl bleibt für einen Laien zwangsläufig grob. So muss man meines Erachtens einige Regeln der Dosierung einhalten, und sollte dabei eine bestimmte Potenz nicht überschreiten, und hat so dennoch einen hervorragenden Nutzen der Homöopathie.
So braucht man im Hausgebrauch nicht auf Homöopathie zu verzichten. Im Gegenteil ist sie den üblichen pharmazeutisch-chemischen Wikrmitteln oft überlegen. Und sei es nur, dass die Leber nicht belastet wird durch den Abbau der meist doch für den Körper giftigen Substanzen.
Was die Mittelwahl angeht, kann man auch als Laie noch einigermaßen genau sein, als wie bloß ein allgemeines Mittel für Kopfschmerzen zu finden. Es ist manchmal auch nötig, etwas genauer zu sein, weil nicht jedes Mittel für Kopfschmerzen auf einen wirkt. Man kann dabei auf die Feinstrukturen eines Symptoms achten, ob die Kopfschmerzen hinter der Stirn liegen oder pochen oder bersten usw.. - manchmal kommen weitere Merkmale hinzu, zum Beispiel "Kopfschmerzen und morgendliche Müdigkeit" usw.
Manchmal muss man ein oder zwei Mittel
ausprobieren, bevor man eines findet, das wirkt.
Nicht immer findet man die richtigen
Mittel allein anhand der Beschwerde- und Merkmalskataloge.
Allerwichtigste
Regel:
1. C-Potenzen nicht zu lange einnehmen.
2. Man sollte nur Potenzen benutzen, die unter C-30 liegen.
Desweiteren
sollte man sich immer gut beobachten,
ob die Einnahme des Mittels wirklich nötig
ist. Wenn man es einmal weglässt, kann man beobachten, ob die alten
Beschwerden wieder kommen oder ob Beschwerden sogar verschwinden. Im
ersteren Fall kann es dann angebracht sein, das Mittel weiter zu
nehmen. Im letzteren Fall bedeutet das Verschwinden von
Beschwerden mit ziemlicher Sicherheit eine vorherige
Überdosierung: Dann hat das Mittel ein sogenanntes
Arzneimittelprüfungssymptom gezeigt.
Das alles kann wichtig zu beachten sein, da man sich
leicht in eine Gewohnheit der Mitteleinahme begibt..
Es
lässt sich noch eine Sache bemerken: Man sollte nicht zuviele Mittel an
einem Tage nehmen. Ob einer Art oder wenn sie verschiedener Art sind. Sie erfüllen
die Aura und es entsteht ein leichter Druck, der schliesslich auch zu
Arzneimittelprüfungs-Syndromen führen könnte oder zu einfachem
mentalen Unwohlsein, einer Art psychisch-mentaler Überreizung. Meine Erfahrung
besagt mir, dass man durchaus 4 oder 6 Mittel an einem Tag auch in C 30-Potenzen
nehmen kann, aber eben nicht jeden Tag (!) und nicht wiederholt.
3. In der Regel sollte für die Behandlung eines Symptoms der Anfangsimpuls stärker sein (höhere Dosierung) und an den weiteren Tagen die Dosierung abnehmen.
4.
Es
kann auch eine sogenannte Erstverschlimmerung geben (ist meist halb so
wild, wie es sich anhören mag und kommt bei einfachen bzw. alltäglichen
Beschwerden, die man behandeln möchte, zB Kopfschmerzen, auch gar nicht
vor!).
Bei einer Erstverschlimmerung spricht der Körper sehr gut auf
das
Mittel an: es wird gezeigt, dass das Mittel arbeitet. Die
Erstverschlimmerung gibt es meist bei chronischen Krankheiten, die sich
eine lange Zeit im Körper halten konnten.
In der Folge
verschwinden die Symptome relativ schnell.
Manchmal treten auch neue
Symptome auf, und es sollte beurteilt werden, ob diese bereits in der
Vergangenheit auftraten (ein gutes Zeichen für das richtige Mittel),
oder ganz neuer Art
sind. Wenn die Symptome neu sind, kann das
darauf hindeuten, dass die Krankheit nur halb angesprochen wurde, und
sich nun ein wenig bis stark verlagerte in einen neuen Bereich des
Körperlichen.
Es kommt auf die Stärke der neuen Symptome an, ob es
dann eher ratsam ist (am besten später nach einigen Tagen) einfach ein neues Mittel für diese Symptome zu
suchen,
oder doch besser einen Homöopathen oder Arzt zu Rate zu ziehen.
Diese Fälle
sind selten. Es geht für die meisten Fälle bezüglich dem
Hausgebrauch nur um ziemlich harmlose und
alltägliche Beschwerden, die diese Komplikationen allenfalls in Spuren
mit sich bringen könnten.
Man muss jedenfalls darauf achten, ob nicht
die Dauer oder Potenz dafür verantwortlich ist, dass gewisse (neue)
Symptome auftreten.
Es
sollten nach einer Erstverschlimmerung zunächst auf keinen Fall weitere
Mitteleinnahmen erfolgen - sondern das
Mittel wirkt ja und man muss nun abwarten, wie sich alles
zurückbildet ohne nun ständig weiter Mittel "nachzulegen".
Dann sieht man den neuen (meist gesunden) Zustand, der zu
bewerten ist.
5. Kombination von verschiedenen Mitteln?
Als
D-Potenz ist die Kombination von Mitteln kaum bedenklich.
Als
C-Potenzen sollte man sehr gut
aufpassen, dass man sich seine eigene Lage nicht verkompliziert, weil
man nicht die richtigen Mittel gefunden hat und insgesamt zuviele
Mittel nimmt und die Wirkungen schon nicht mehr auseinanderhalten kann.
Ausserdem können die Mittel sich gegenseitig in ihrer Wirkung
beeinflussen.
Bei D-Potenzen kann man dies oft umgehen, da die
D-Potenzen nicht lange genug wirken und man somit die Mittel
verschieden kombinieren kann, also das eine Mittel morgens und das
andere Mittel abends usw.. Es funktioniert bei D-Potenzen die Kombination jedenfalls allgemein besser.
Um ein Beschwerdebild mit dazu in Frage kommenden Mitteln zu vergleichen, sind Repertorien (Symptomregister) hilfreich, und angegebene Modalitäten, und die vorhandenen Arzneibildbeschreibungen: die Mittel werden in Arzneibildbeschreibungen vorgestellt. Beim Repertorium werden zuerst die Symptome gelistet und von welchen Mitteln sie entsprochen werden, bei Arzneibildbeschreibungen werden zuerst die Mittel gelistet, und dazu gehörende Symptome .
Auf diversen Internetseiten kann man dazu viele Infos
finden, und
auch die Stadtbibliotheken haben meist mehrere Homöopathie-Ratgeber in
den Regalen.
Auf meiner Linkliste
zur Gesundheit
findest Du Links zur Homöopathie und zur Mittelfindung. Es ist immer
gut, zu vergleichen und sich nicht nur ein oder zwei
Seiten herauszupicken.
Grundsätzlich
scheint zu gelten: Wenn das Mittel durch kein(e) Symptom(envielfalt)
abgefangen werden kann, kann es bei zu hoher Potenz (ab C), oder ganz
besonders zu langer
Dosierungsdauer: problematisch wirken.
Man
kann dann jene Symptome bei sich ausgeprägt finden (meist nur subtil
oder angedeutet), die das
Mittel unverdünnt, also als grobstoffliche Tinktur eingenommen, bei
einem Gesunden auslösen kann.
Man spricht dabei von
"Arzneimittel-Prüfungssymptomen". Diese treten
üblicherweise (gewollt) auf, wenn
man ein Mittel in wissenschaftlicher Gründlichkeit testet,
um seine Wirkungen zu untersuchen.
Wenn man nun aber nicht
gesund ist,
und an Beschwerden wirklich leidet, kann ein falsch gewähltes Mittel, zudem in zu hoher
Dosierung (über C30), als besonders
problematisch auswirken. Weil zu den bestehenden Schwierigkeiten
ja neue, wenn auch meist leichte Schwierigkeiten hinzu treten können
(die einige Tage, oder bei grob fahrlässiger Dosierung und Potenzierung
wie C-1000 usw. auch
Wochen und Monate anhalten können).
Es ist immer ultimativ belastend,
wenn zu vorhandenen Belastungen weitere kommen.
Ganz besonders kann eine zu hohe Dosierung (Einnahmedauer)
alleine genommen dieselben Probleme einer "ungewollten Arzneimittelbildprüfung"
verursachen, auch wenn sich das Mittel mit den Symptomen von früher
gedeckt hat.
Nun sollten diese Tatsachen keine Angst vor der Homöopathie machen! - es soll aber bewusst machen, dass man mit der Potenz einen gewissenhaften Umgang pflegen muss! Homöopathische C-Potenzen sind keine unbedeutenden Angelegenheiten.
Wenn man bei einer Einnahmedauer von drei Tagen bleibt, und unterhalb einschl. C30, kann man eigentlich gar nichts falsch machen.
Belladonna kommt als homöopathisches Mittel zB bei Herzrasen in Frage. Wenn man nun Belladonna nimmt, und hat keinerlei Symptome bei sich vorzuweisen, die von Belladonna entsprochen würden, kann bei zu grosser Dosierung (zu lange, zu häufig) oder zu hoher Potenz - zB C1000 - Herzrasen (als eines der möglichen Symptome) verursacht werden. Auch wenn man eine C30 zu lange einnehmen würde, etwa über mehr als eine Woche (selbst wenn man dazwischen einige Tage pausiert).
Das ist natürlich nicht immer so! Manchmal reichen dazu zwei Wochen, manchmal braucht es Monate der Einnahme. Es können solche Wirkungen aber vorkommen und die Wahrscheinlichkeit dazu wächst, a) umso weniger das Mittel passt (das Mittel passt, wenn es imstande ist, die Beschwerden zu beheben), b) umso höher die Potenz, c) umso länger die Einnahme dauert. Vermutlich spielen auch persönliche Anlagen eine Rolle.
Meist sind auch bloß psychische Irritationen die Folge, die
sich in
Grenzen halten können, und nur in ausserordentlichen
Belastungszeiten des Alltages dann merkbarer werden. Nicht immer muss ein Mittel bei
Fehldosierung so stark aus dem Gleichgewicht bringen, dass es sich auch
körperlich bemerkbar macht.
Üblicherweise zeigen sich die
ersten Symptome einer Fehlbehandlung erst schwach, meist auch erst
psychisch, um dann bei
andauernder Mittelnahme
immer stärker zu werden. Es kann aber auch mit einem Mal einbrechen,
also mit nur einer einmaligen Einnahme, was jedoch
seltener ist.
Solche Wirkungen können auch entstehen, wenn man viele Mittel
kombiniert..
Das Prinzip der Homöopathie ist ja, dass das Mittel sozusagen eine Begegnung sucht und auf diese Weise löst es die Spannung einer Krankheit (erlöst). Wenn Symptome vorliegen, in die das Mittel greifen kann, findet diese Begegnung schon statt.
Und wenn aber die Dosierung zu stark ist, oder zu lange dauert, drängt der Überschuß in Erscheinung, und es werden mit grösserer Wahrscheinlichkeit die Symptome gebildet, die das Arzneimittelbild in sich aufweist.
Der Grund für überschiessende Wirkungen eines Mittels scheint darin zu liegen, dass das Mittel einen Kanal braucht, in den es fliessen kann, um sich sozusagen abzubauen.
Wenn kein Symptom oder Merkmal vorliegt, in das das Mittel greifen kann, könnte ein Druck entstehen auf den Energiekörper, und es können bevor körperliche Symptomen zur Erscheinung drängen, psychische Irritationen entstehen.
Bei den ersten sicheren Hinweisen, dass das Mittel nicht auf das Beschwerdebild wirkt, sondern eher die Lage verkompliziert, sollte man das Mittel unbedingt absetzen! Wenn es wirkt, kann man jene Regeln befolgen, die üblicherweise als Dosierung angegeben werden.
Nach Meinung der meisten Homöopathen soll für die Laienhomöpathie die richtige, weil nicht übertriebene Dosierung und Potenzierung gelten.
Einmal dürfte es schwer fallen, als Laie das wirklich exakt oder zumindest gut passende Mittel zu finden, das die Probleme mit einem Mal beheben kann, so dass man im Ganzen geheilt wird. Und keine Ungleichgewichte durch die aufgenommene Dosis entstehen.
Meist sind unsere ganzen Lebensvorgänge mit dem zu behandelnden (einzelnen) Symptom verbunden, und das geeignete Mittel müsste bei einem hartnäckigen Symptom dann auch diese Lebensvorgänge einbeziehen.
Und
zum anderen geht es
aber meist bloß um alltägliche Beschwerden, und nicht um chronische
komplexe Fälle. In
letzteren kann es dann auch wichtig sein, über ein oder zwei Wochen
eine C-30 Potenz zu nehmen, damit die Wirkung vollständig und
nachhaltig wird (aber wohl in diesem Fall nicht mehr als 1 Globuli
täglich oder alle drei Tage einen Enthaltungstag; wohl aber kann man
gelegentlich mehr als ein Globuli an einem Tag nehmen, durchaus auch
bis zu 5 und dann noch weitere Tage mit 1 - diese Angaben beruhen auf
eigenen Erfahrungswerten).
Weitere Einnahmeformen die man antrifft belaufen sich auf 5 Globuli an einem Tag und dfas drei Tage
hintereinander, oder stündlich ein Globuli für einen Tag. Ich selbst
würde bei 5-8 Globuli der Potenz C-4 bis C-30 an einem Tag die Grenze sehen.
Oft trifft man Empfehlungen, mit Dosierungsangaben um einen Bereich von einer absolut einmaligen Einnahme einer C-Potenz (zwischen C4 und C30), bis zu einer dreitätigen Einnahme von 1-5 Globuli täglich (C- Potenz), manchmal auch eine wochenlange Einnahme derselben Potenz.
Eine Hellseherin (Grasse in "Chakren- und Aurendiagnose") meint jedoch entgegen der Annahme weniger sei besser, dass eine durchschlagende Wirkung oft erst akkumuliert werden muss, durch eine gesteigerte Dosis (auch in der Menge der aufeinanderfolgenden Impulse).
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ich mir nur bei einzelnen Mitteln, einige Arzneimittelprüfungssymptome erhielt, was nicht an der Dosierung lag sondern einem Mittel, zu dem es keine wirkliche Entsprechung zu mir gab und somit ein Symptom "künstlich" erzeugt wurde.
Ansonsten habe ich bei den
Mitteln, von denen ich Besserung und Wirkung erfuhr, tatsächlich
gute Erfahrungen gemacht, Homöopathie zwischendurch immer wieder und an
einzelnen Tagen auch gehäuft einzunehmen ohne dass es zu Problemen
jeglicher Art kam.
Und dabei habe ich auch SEHR VIELE Mittel
kombiniert. Es gibt einige Mittel, die sich dabei wohl überkreuzen
und gegenseitig als Antidot gelten könnten. Nun ja, das wären sozusagen
Schönheitsfehler. So genau braucht man es als Laie wohl nicht nehmen.
Es ist nur wichtig drauf zu achten, was passiert während und nach der
Einnahme - und das ist auch der Sinn der Sache, zu prüfen, ob das
Mittel gut wirkt und dasselbe Probleme wiederholt kurieren kann im
Vergleich mit anderen Mitteln.
Mittlerweile bin ich selbst von den D-30 Potenzen angetan.
Falls man sich nicht sicher ist, ob das Mittel wirkt oder nicht, sollte man einfach die drei Tage Frist nicht überschreiten, innerhalb der man das bestimmte homöopathische Mittel meines Erachtens nach risikolos nehmen kann. Generell und ganz besonders bei höheren Dosierungen sollte man beobachten, was geschieht, ob zB neue Symptome auftreten, die mit der Beschreibung des Mittels zusammenhängen.
Bei einer C200 besteht anscheinend nur ein geringer Unterschied zur C30, aber man sollte die Einnahme von C200 gleichwohl in Abständen von mehreren Tagen wiederholen, und nicht drei Tage hintereinander jeden Tag.
Generell sollte man kein Mittel länger als 2 oder 3 Wochen verwenden, es sei denn es handelt sich um D6 oder D12 Potenzen.
Es kann allerdings bei C-Potenzen Fälle geben (nach meinen Erfahrungen anscheinend zB Calcium carbonicum als C12), wo man das Mittel zwei Wochen lang nehmen muss bevor es Wirkung entfaltet. Man braucht es dazu nicht täglich nehmen, aber durchaus in einem gewissen höherem Maß auf den Zeitraum betrachtet.
Es gilt auch die Regel, dass man Kinder und ältere Menschen generell weniger Homöopathie, und niedrigere Potenzen zumutet.
Bei D-Potenzen bis D-12 liegen die Dosierungen erheblich höher. Mehrmals am Tage. Und man muss D-Potenzen auch viel länger einnehmen (manchmal monatelang). Generell sollten auch sie dann abgesetzt werden wenn die Beschwerden vollständig abgeklungen sind.
D-Potenzen sind meines Erachtens nach der beste Einstieg in die Materie homöopathischer Selbstbehandlung. Mittel in D12-Potenzen können hervorragend als Stärkungskur benutzt werden. Beinahe ohne Bedenken was eine Überdosierung angeht. Allerdings, nach einem halben Jahr oder etwas weniger 4 Monaten sollte man auch die D12 oder D6 Potenzen absetzen, sonst akkumuliert sich vermutlich auch diese Potenz und stört eher den Körper als es hilft.
Die
üblichen Empfehlungen für Einnahmedosierungen
liegen für Schüßler Salze für D6 etwa 5-15 Pastillen täglich (um auch
etwas zu erreichen muss diese Anzahl teilweise so hoch sein),
und bei D12 etwa 2-8 Pastillen/Globulis täglich.
In zunehmenden Verlauf
der Behandlung aber
weniger Pastillen, in etwa halbieren.
Man
sollte bei D6 an einem Tag mindestens auch mal zwei Pastillen
zurselben
Zeit einnehmen, damit
das Mittel auch wirklich wirkt. Drei Pastillen sind noch besser. In
zeitlichen Abständen von einigen Minuten ist besser, als die Pastillen
in Sekunden hintereinander "weg zu lutschen".
Im
Grunde sind die Dosierungen bei Schüßler Salzen und
homöopathischen Mitteln dieselben. Die homöopathischen Mittel sind (in
derselben Potenz) aber etwas stärker. Entsprechende
Einnahmeempfehlungen findet man auf diversen Seiten. Sie weichen stark
ab. Meiner Erfahrung nach ist die Toleranz hinsichtlich einer
Unter- und Überdosierung bei D6 und D12 gross
genug. Meist kann man leicht selbst herausfinden, ab wann die
Dosierung gut wirkt. Man sollte nicht zum "Pillenschlucker" werden und
stets versuchen gerade so viel zu nehmen, wie nötig. Es heisst,
Kinder und ältere Menschen generell weniger an Dosierung und generell
niedrigere Potenzen.
Wichtig ist es immer, auf
den Grad der Beschwerden zu achten. Umso stärker die Beschwerden sind,
desto mehr Pastillen/Globulis benötigt man, und so sollte man bei
Potenzen bei bis zu
D12 keineswegs sparsam sein.
Eine C-6 Potenz ist in der
Wirkung und Dauer nicht viel anders, als eine C-30 Potenz.
Erfahrungswerte dafür liegen von anderer Seite vor. Eine C30-Potenz hat
offenbar keine grossen Unterschiede zu einer C-200 oder auch C-6
Potenz.
Eine C1000 Potenz jedoch ist ein grosser Unterschied.
Eine D-30 wird schon sehr mit einer C-6 oder C-30 Potenz verglichen. Meine Erfahrung ist nicht wirklich tiefgreifend ; es kann aber sein, dass die Meinung über die Wirkdauer davon abhängt, mit welchen Augen man die Sache betrachtet; ein Homöopath hat fast IMMER schwierige Fälle in der Behandlung. Jedenfalls kann man meiner Meinung nach die D30 tendenziell öfter einnahmen , als eine C-Potenz. Ich würde sagen D30, alle zwei Tage. Aber dann auch nicht zu lange (ein bis eineinhalb Wochen), um dann wieder eine Woche zu pausieren. Falls man so vor geht, sollte man nach etwas mehr als einem Monat D30 aber absetzen.
Die Wirkungsdauer von C-6 bis C-200 beträgt etwa 1-12 Monate - es ist immer auch abhängig vom Mittel, dem Individuum und sonstigen Umständen. Persönlich habe ich den Eindruck, dass eine Überdosierung von C30 nach etwa einer Woche abklingt - aber ob das Mittel länger wirkte, und nicht durch Pfefferminztee und ähnliches "unterbrochen" wurde, kann ich nicht genau sagen (ich trank solche Tees mit ätherischen Ölen).
Es scheint in meinen Augen in zeitlicher Hinsicht
zwei Wirkungsebenen bei den Mitteln zu geben. Eine verhüllte,
verborgene, und eine akute, direkte. Die verborgene Wirkungsebene hält
länger an, ist nicht so stark. Die akute unverhüllte Wirkung ist
deutlich für eine aber viel kürzere Zeit, bei C-Potenzen manchmal nur
Tage. Ich betonte, dass das meine ersten Eindrücke sind, auf die ich
selbst mich nicht endgültig festlegen will.
Es
gibt einige Homöopathen , die meinen, dass Kaffee und ätherische Öle (auch in Zahnpasta)
die Wirkung der Mittel beeinträchtigen und andere, die meinen, Kaffee usw. würde nichts beeinträchtigen und auch der Eisenlöffel
könne den Mitteln nichts anhaben.
Ich
selbst kann für mich nur sagen,
dass ich Kaffee und ätherische Öle in Zahnpasta mit homöopathischen
Mitteln kombinierte und nicht unbedingt eine Aufhebung der Wirkung auf einer direkten oder akuten Ebene
beobachtete. Mit Sicherheit kann ich es aber nicht ausschliessen, dass
es einige Mittel geben könnte, wo das der Fall sein kann (ich habe es
nicht darauf angelegt, mit Kaffee und Homöopathie zu experimentieren,
um das näher zu untersuchen).
Da ich mehrere Mittel kombinierte , kann
ich zudem aber nicht ausschliessen, dass sich einige Mittel
gegeneinander aufhebten (als Antidot), was schwer zu unterscheiden
wäre von einem gleichzeitigen Kaffeekonsum.
Die schlechtere Wirkung der Mittel, die ich feststellen konnte, sehe ich persönlich eher in einen engen Zusammenhang mit der ungünstigen Wirkung des Kaffees auf den Stoffwechsel (wobei meine Schwierigkeiten nämlich in Zusammenhang mit meinem Stoffwechsel standen).
Eine Übersicht zur Einnahmeempfehlungen von homöopathischen
Mitteln:
http://www.georgen-apotheke-online.de/.../Homoopathie/homoopathie.html
Bleiben Beschwerden erhalten, hat das Mittel nicht umfassend genug gewirkt. Es mag ein besseres geben.
Ab einer bestimmten Anzahl von Mitteln, die man erfolglos versucht hat (ich würde sagen wenn man ein halbes bis ein dutzend voll hat), sollte man überlegen, ob man nicht an anderen Punkten ansetzen sollte, zB bei der gesunden Ernährung, bei sonstigen Maßnahmen das Problem betreffend (das können zB auch Bachblüten sein), oder auch einen erfahrenen Homöopathen aufzusuchen.
Man muss eine "Auge" dafür entwickeln, was irgendein Mittel verursacht, verändert, und in wie weit die Lebensweise (ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, physisch oder psychisch belastende Arbeit, Stress) noch einen weiteren Einfluss ausübt. Letzteres kann durch Homöopathie beeinflusst werden und übt natürlich auch wieder Rückkopplungen auf die Psyche oder den Hormonspiegel und damit den ganzen Körper aus. So gibt es zB Phosphorus, das Blockaden so weit aushebeln kann, dass eine bis dahin unbekannte Aggressionsbereitschaft auftauchen könnte. Usw.
Andererseits sollte man natürlich auch nicht alles Ungute, was passiert, auf die zeitliche Koinzidenz der Einnahme von homöopathischen Mitteln schieben.
Man sollte weiterhin die psychische Wirkung beachten, besonders wenn man mehr als nur ein paar Mittel zu sich nimmt.
Wer
so oder so eine
ausgeglichene Psyche aufweist, kann mit einer einmaligen Einnahme von
einer C-Potenz auch bei einem relativ unbekannten Mittel meiner Meinung
nach
grundsätzlich keine grosse Gefahr eingehen (um es zB das erste Mal zu
testen).
Etwaige Stresssituationen,
Alkohol oder andere Drogenexzesse sollten dann aber unbedingt vermieden
werden. Die etwaige subtile Stimmungsbeeinflussung kann dann
ausgestanden werden. Ansonsten, wenn man sich regelrecht mit
Stimulanzien , und sei es nur ein gesteigerter Kaffeekonsum zuknallt,
werden diese psychischen Wirkungen unter Umständen auch stärker, die
durch Homöopathie verursacht sein können.
Wer eine psychisch labile (also leicht beeinflussbare) Konstitution
hat,
sollte ein neues Mittel erst in D-Potenzen antesten und vielleicht auch bei
D-Potenzen bleiben. Besonders sensitiv Begnadete zahlen für
ihre Gaben
notwendigerweise den Preis einer gewissen Labilität (im Radix zB
veranschaulicht durch Wasserbetonungen, Wasserhausbetonungen,
veränderliche Zeichen oder veränderliche Häuser, die
betont sind, manche Sextile, Quadrate oder Oppositionen). Wenn dann eine gewisse
Lebensphase (o. psychischer Stress) hinzukommt, und das Mittel nicht
richtig auf einen passt, können gewisse Symptome des Mittels sich
psychisch auswirken. Bei Crotalus zB kann es
Angstzustände geben (mit Lachesis als Antidot kann Crotalus
aufgehoben werden).
Wenn das Mittel anspricht, und man Erfahrung in der Homöopathie hat, oder man sich sicher ist über die Wirkung bzw. das passende Mittel, kann man ein Mittel auch beim ersten Mal gleich als C-Potenz einnehmen.
Man kann natürlich verschiedene Mittel für ein typisches Beschwerdebild (zB Kopfschmerzen, Erkältung, Verletzungen) in seine Hausapotheke integrieren.
Meiner
Meinung nach ist es durchaus sinnvoll, mit mehreren Mitteln zu
arbeiten. Oder auch mit verschiedenen Mitteln eine Stärkungskur
durchzuführen.
Aber wenn man ein Symptom lindern will, sollte man nur
ein Mittel dazu nehmen, und wenn es dann nicht wirkt, kann man ein
anderes nehmen (versuchen).
Kombination von Mitteln zurselben Zeit ist aber meines Erachtens möglich, wenn es um mehrere Beschwerden oder körperliche Ebenen geht, die man behandeln möchte. Bei Stoffwechselproblemen zB kann Arsenicum jodatum manchmal helfen, und man kann es kombinieren mit Sulfur, das an anderer Stelle im Stoffwechsel ansetzt.
Nun ist es eine andere Sache, diese Mittel auch kombinativ einzunehmen. Man kann die Mittel kombinieren, vorausgesetzt, sie behindern sich nicht (zB als Antidote).
Wenn
man mehrere Mittel kombiniert, sollte man auf ihre mögliche
Wechselwirklung achten.
Einige heben die Wirkung eines anderen
auf (als Antidot). Das ist die verbreitetste Wirkung. Wieder andere
können günstig oder auch ungünstig auf ein
anderes Mittel einwirken.
Für diesen Zweck bietet zB http://www.simillimum.net/Mat.med.index.htm eine mögliche erste Orientierung . Man findet die Antidot Listen zu einem jeweiligen Mittel in dem Link zur Übersicht einer bestimmten "Familie"; zB zu Agaricus oben rechts die Familie amanitaceae). Weitere Seiten im Netz bieten weitere Informationen über Antidote, Ergänzungsmittel, Folgemittel oder solche Mittel, die entgegengesetzt wirken (selten). Doch sind diese Informationen schwer zu finden, und meist gibt es nur zu Antidoten relativ ausführliches Material.
Meist findet man solche Angaben dort, wo es um die Medica Materia geht. Oder via Google entsprechend suchen.
Eine weitere Liste von haushaltsüblichen Antidoten in Bezug zu homöopathischen Mitteln (zB Kamillentee bei Hepar Sulfuris): http://chiron-net.de/Antidotenliste.html
Über das Folgemittel: Es ist mit dem vorher gegebenen Mittel verträglich. Das Folgemittel wird dann gegeben, wenn das zuerst gegebene Mittel nicht alle Beschwerden beseitigen konnte. Manchmal setzt das Folgemittel an Punkten an, die vom vorherigen Mittel nicht ganz entsprochen wurden.
Bei schwierigen Mitteln, deren Wirkung man als unangenehm
findet, kann man mit Kampfer (generelles Antidot für die meisten
Mittel in Form der nicht homöopathischen Substanz), oder einem speziellen Antidot das Mittel aufheben.
Üblicherweise
regeneriert sich der Zustand bei kompletten Absetzen der Mittel (ohne
gezielte Antidotierung) nach einiger Zeit auch von selbst (sofern es sich um Potenzen unter C30 handelt).
Bis
zu einem gewissen Grad kann man Homöopathika als Stärkungsmittel
gebrauchen.
Um
eine Stärkungskur über mehrere Wochen durchzuführen,
kann man einfach auf die D-Potenzen zurückgreifen.
Die Wirkung der D-Potenzen ist für eine solche Kur nachweislich am besten. Weil C-Potenzen mehr auf einer Ebene wirken, die über einen bestimmten Bereich hinaus geht wo offenbar das Mittel viel besser passen muss.
Normalerweise sollten hier ein bis zwei Wochen mit D12 Potenzen genügen. Wobei die Einnahme auch mal einen Tag pausieren sollte, falls man länger als eine Woche ein Mittel in D12 nimmt. Am besten ist es, mehrere Mittel täglich abzuwechseln und nicht zu viele Mittel auf einmal zu nehmen. Der genaue Plan richtet sich nach den Vorstellungen, bzw. die Organe die man stärken möchte. Man darf hier ruhig freizügig sein in der Wahl der Mittel, was die Breite angeht.
Man kann bei stärkeren Problemen in einem Bereich (zB Leber, Stoffwechsel usw.) eine D-30 Potenz wählen und diese alle zwei bis drei Tage einnahmen, etwas länger als eine Woche lang.
Wie immer gilt es natürlich auch hier auf besondere Wirkungen zu achten. Zum Beispiel wenn man Herzklopfen, Herzrasen bekommt, oder Verdauungsstörungen, oder Hauterscheinungen. Ist alles nicht automatisch ausgeschlossen. In solchen Fällen einfach die Mittel absetzen, wenn man nicht weiss oder erkennen kann, an welchem einzelnen Mittel diese Wirkung festzumachen ist. Diese Wirkungen normalisieren sich rasch.
Diese Einnahmedauer kann man nach mehreren Monaten wiederholen. Also praktisch drei mal in einem Jahr eine Leberstärkung durchführen, mitunter auch mit verschiedenen Mitteln. Dann aber, wenn man ein Jahr diese Stärkung durchgeführt hat, sollte man wirklich eine lange Zeit möglichst auf homoöpathische Mittel verzichten, weil gewisse Energien ihren Weg suchen könnten und damit auch Dinge bewegen, die einem nicht so genehm sind (und erst durch monatelanges Aussetzen verschwinden, oder sogar erst durch das sehr genau passende Mittel in hoher Potenz, wobei einem nur ein erfahrener Homöopath helfen wird können). Das heisst, Homöopathika sind nicht zu unterschätzen, aber wenn man nicht zu stark dosiert und zu lange einnimmt, kann eigentlich nichts passieren.
Andere Möglichkeiten neben der Immunstärkung sind Stärkung der diversen Organe.
Wenn es schwerwiegende
Probleme gibt (zB mit der Verdauung), die man mit einer Stärkungskur
nicht in den Griff kriegt, ist natürlich auch das passendste Mittel
gefragt und ein allgemeines Mittel wird nicht viel ausrichten.
Vielleicht
findet man als Laie das Mittel gar nicht so recht mit dem
visuell-intellektuellen Vergleichen der Merkmale und hat mehr
Glück, wenn man auf das Gefühl achtet, etwa: wie klingt für einen "Rhus
toxicodendron" im Vergleich mit "Nux vomica"... - manchmal fällt einem
das passende Mittel auch "ins Körbchen", es fällt auf, es kommt
irgendwie zu einem (manchen erschien ein Mittel oder Hinweis sogar im Traum).
Was passiert denn, wenn man - vorausgesetzt man
übertreibt die Dosierung nicht (!!!) - ein Mittel nimmt, das für
einen GAR NICHT passt? Weil man zB keine Symptome hat?
Nehmen
wir an,
man nimmt ein
Mittel, das laut Angaben Kopfschmerzen beseitigt, die wie hämmernd
wirken oder durch Wetterwechsel verursacht werden. Aber man hat im
Augenblick der Einnahme des Mittels keine Kopfschmerzen: Das Mittel
wird keine Kopfschmerzen
verursachen, aber
dennoch auf Ebene des Kopfes wirken.
Es stärkt so weit es geht den
jeweiligen Aspekt (Kopf), man wird etwa weniger leicht
Kopfschmerzen
bekommen für die Zeit der Wirkung.
Oder
je nach Mittel kann es das
Gedächtnis stärken, das logische Denkvermögen, eine bestimmte
Gedankenrichtung erleichtern oder
meist einfach nur entspannend und beruhigend wirken. Da das Mittel auf
den Bereich des
Kopfes wirkt und damit auf das Nervensystem. Ähnliches findet statt,
auf Ebene der Niere (wenn es ein Nierenmittel ist). Oder eben dort wo ein
Mittel seine entsprechenden Zuordnungen findet.
Die Probleme von homöopathischen Mitteln tauchen nicht mit der einmaligen Einnahme auf, sondern mit der Wiederholung und Verdichtung. Das heisst, man kann getrost ein total unpassendes Mittel in D12 eine oder zwei Wochen nehmen, oder ein unpassendes Mittel in C30 für drei Tage, auch wenn man es nach einer oder zwei Wochen noch mal wiederholen würde (sofern man dabei weniger als insgesamt 5 zu sich nimmt) . Aber wenn man es dann übersteigert, kommen auch die Nebenwirkungen.
Es kann schon die Rede davon sein, dass wir Zeit unseres Lebens grundsätzlich viele Probleme auf organischer Ebene bekommen haben: die Verdauung ist nicht richtig, die Niere arbeitet nicht gut, die Leber ist überlastet und der ganze Stoffwechsel "nicht ganz flüssig" usw. - so dass sich gezielte Stärkungskuren mit homöopathischen Mitteln geradezu anbieten. Dafür reichen D12 und evtl. D30- Potenzen, da es sich ja nicht um akute Beschwerden handelt. Meine Empfehlung ist, dies als homöopathische Mittel zu nehmen (und nicht als Schüßler Salze).
Diese Stärkungskuren sollte man gleichwohl nicht übertreiben. Wenn man einmal eine solche gemacht hat, sollte man danach längere Zeit pausieren. Es richtet sich natürlich auch nach den Ernährungsumständen und Lebensweisen. Umso gesünder man lebt, desto weniger benötigt man eine solche Wiederholung. Generell sollte man sich solche Kuren nicht zur lebenslangen alljährlichen Angewohnheit machen... - für eine dauerhafte Gesunderhaltung geht nichts, aber auch gar nichts über eine gesunde Ernährung und Lebensweise.
Umso akuter man bei sich ein Beschwerdebild oder
ein problematisches Organverhalten vorfindet, desto eher kann man
dafür eine D-30 Potenz (innerhalb der Stärkungskur) wählen oder auch gelegentlich C-Potenzen.
Bei
akuteren Problemen, auch alltägliche Kleinigkeiten, zB Grieskorn oder
Erkältung, bieten sich manchmal C-Potenzen an, damit die
Homöopathie auch wirklich merklich helfen kann.
Die folgende Tabelle soll keine Empfehlung für den Mittelkauf darstellen, sondern bietet eine Übersicht von Mitteln, die für die gezielte Stärkung eines Organs in Frage kommen:
Allgemein sollte man wohl Pflanzenmittel bevorzugen (als Homöopathika) , die für eine solche Stärkungskur in Frage kommen. Diese Pflanzen werden meist, sofern es sich nicht um Giftpflanzen handelt, bereits in der bekannteren Phytotherapie (Kräutertees) verwendet.
Wichtige Anmerkungen:
Crotalus
ist nicht das Mittel der ersten Wahl (es kann in Frage kommen, wenn es
zu dem eigenen Fall viele Entsprechungen aufweist). Für
Crotalus unbedingt sein Antidot Lachesis bereit halten, falls Crotalus
psychisch für "einengende Gefühle" sorgt, oder "Eindrücke von Erwürgen",
oder "Fluchtimpulse aus der Unklammerung". Das kann teilweise
unangenehm sein, was man vorher nicht immer abschätzen kann, ob das
Mittel in dieser Weise tatsächlich wirkt (die beschriebene Wirkung ist
nicht grundsätzlich und bei jedem sehr ausgeprägt). Besonders für Sensitive mag es diese Wirkung auf psychischer Ebene geben.
Wenn man nach
Crotalus Lachesis
nimmt, hebt das diese Wirkung von Crotalus auf. Die
gleiche Potenz
hat sich zwar bewährt, obwohl eine leicht unterschiedliche
Potenz
vielleicht besser geeignet ist (wird verschiedentlich erwähnt).
Sulfur als Stoffwechselmittel am besten nur in D12 verwenden.
In Bezug zu Sulfur siehe auch die Erläuterungen weiter unten in diesem Artikel!
Die
Schüßler Salze bieten den einfachsten
Zugang zu dem gesamten Themenkomplex Selbstbehandlung, und sie sind
generell gleich
wirkungsvoll wie die homöopathischen Mittel
derselben Potenz, wenn man sie auch in einigen Fällen etwas länger
einnehmen muss.
Von den Schüßler Salzen ausgehend kann man sich sehr gut in die Bereiche der
Homöopathie wagen.
Mineralmittel können offenbar auch psychisch besser "verdaut" werden. Andere Mittel sind Pflanzen- und Tiermittel.
Ausgehend von den Schüßler Salzen kann man auch, sofern
einige dieser Salze besonders gut bei einem anschlagen, sich anstelle dieser
Salze höhere
Potenzen wie zB D30, oder auch C6 bis C30, als homöopathische Mittel besorgen.
Achtung:
Die D30-Potenz und die C-Potenzen keinesfalls in der Menge so
einnehmen, wie man es von
den Schüßler Salzen (D6 oder D12-Potenzen) her kennt! Das
Beschwerdebild sollte sich mit D30-Potenzen bzw. C-Potenzen viel
rascher klären.
Regel D30: in Abständen von zwei Tagen ein Globuli.
C-Potenz: siehe oben in diesem Artikel.
Den
Mineralstoffen, die schon zu unserem körperlichen
Betriebsablauf gehören (zB in Form der Schüßler Salze), fehlt
üblicherweise eine uns fremde psychische
Wirkung, was bei Pflanzen generell anders ist und bei Tiermitteln
wie Spinnengifte oder Schlangengifte bedeutend anders ist. Tiermittel sehe ich
als die problematischsten Stoffe, die nur zum Einsatz kommen sollten,
wenn es einen echten Bedarf gibt (wenn das Mittel also wichtig
wird).
Der wesentliche Unterschied zwischen Schüßler Salzen und der Homöopathie liegt in der zusätzlichen Verschüttelung bei der Herstellung der homöopathischen Arzneien, was bei Schüßler nicht der Fall ist. Daher wirken homöopathische Mittel in derselben angegebenen Potenz doch etwas stärker.
Bislang erhält man Schüßler Salze nur bis D12. Man kann natürlich gleichnamige Mittel auch als höhere Potenzen als homöopathische Mittel verwenden (zB D30). In C -Potenzen muss man eine ganz andere Dosierung beherzigen (niedriger).
Mit
den Schüßler Salzen, die aus 12 elementaren Konstitutionstypen
bestehen, lässt sich versuchsweise austesten, welches von
ihnen am
angenehmsten wirkt, und welche als Stärkung des eigenen Wesens empfunden wird.
Das Konstitutionsmittel wirkt bevorzugt auf seelischer Ebene. Das Konstitutionsmittel nach
Schüßler lässt sich auf die homöopathische Beschreibung des
gleichnamigen Mittels übertragen
(auch
höhere Potenzen als D12 sind als Konstitutionsmittel geeignet).
In Klammern die Beschreibung des
homöopathischen Mittels:
Nr. 1. Calcium Fluoratum
Nr. 2. Calcium Phosphoricum
Nr. 3. Ferrum Phosphoricum
Nr. 4. Kalium Chloratum
Nr. 5. Kalium Phosphoricum
Nr. 6. Kalium Sulfuricum
Nr. 7. Magnesium Phosphoricum
Nr. 8. Natrium Chloratum (homöopath.: Natrium muriaticum)
Nr. 9. Natrium Phosphoricum
Nr. 10. Natrium Sulfuricum
Nr. 11. Silicea
Nr. 12. Calcium Sulfuricum
Das homöopathische Mittel Phosphorus ist übrigens nicht gleich Natrium Phosphoricum der Schüßler Salze - ansonsten decken sich bis auf Natrium Chloratum die Bezeichnungen (zwischen Homöopathie und Schüßler Salzen).
Man kann diese 12 Mittel mit Archetypen vergleichen. Es kann für einen Menschen nicht nur ein Konstitutionsmittel geben, das für ihn lebenslang wichtig ist (da es essentiell ist), sondern es kann auch ein oder mehr aktuell nötige, andere Salze geben, die dann wichtige Behandlungsmittel für diese Zeit darstellen.
Neben diesen Salzen können noch weitere Mittel die angestrebte Harmonisierung, das Wohlbefinden oder die Gesundung erreichen helfen.
In jedem Fall sollte
jedoch Grundlage sein: dass man den Impulsen, die mit diesen
Mittel erbracht werden, durch eine bedarfsgerechte und gesunde
Ernährung die angestrebte harmonisierende Wirkung erleichtert.
Kerngedanke ist für mich, dass mit den Mitteln ein Impuls gegeben wird, der mit den im Körperlichen liegenden grundlegenden Gleichgewichtsbestrebungen
weiter geführt wird. Das erfordert sinnvollerweise eine
umfassende Begleitung durch gesunde Lebensweise: zB Stressfaktoren
erkennen und vermeiden, emotionale Ausgeglichenheit anstreben (etwa
indem man sich nicht mehr über Dinge gewohnheitsmässig aufregt und
stattdessen innerlich Gelassenheit aufbaut oder bewusst
Ruhephasen sucht), tägliches Obst und Gemüse, viel Bewegung an der
frischen Luft (mind. eine Stunde täglich), genügend Schlaf, und
übermässigen Kaffee- und Nikotingenuss vermeiden.
Die Schüßler Salze erfuhren bald nach ihrer Findung eine Erweiterung
auf knapp 30 Mittel. Darunter auch Calcium Carbonicum (22), ein
wichtiges Konstitutionsmittel auch der Homöopathie.
Man mag vielleicht also noch
genauere Abbilder von einem Selbst (Konstitution) oder von einem
momentanen Symptomenkatalog in einem homöopathischen Mittel, statt in
einem Schüßler Salz entdecken. Dabei gibt es ebenso D12 Potenzen. Man
mag in jedem Fall auch C-Potenzen für diese und andere Mittel nehmen,
diese aber natürlich geringer dosieren (siehe oben unter Potenzierung).
Die
Schüßler Salze vermögen es, grundsätzlich mit wenigen
elementaren Typen auszukommen, nämlich 12 (diese 12 Salze decken im Grunde alles
ab).
Dieser Umstand kann übrigens mit den 12 Zeichen und 12 Prinzipien
in der Astrologie verglichen werden: Es wird eine grundsätzliche Ebene
von archetypischer Ordnung aufgezeigt. Allerdings bezweifle ich, dass
diese 12 Salze eindeutig den 12 Tierkreiszeichen zugeordnet werden
können... - die zwölf (ausgewählten) Ebenen der Biochemie sind nicht so
klar und eindeutig, wie die 12 Zeichen der Astrologie nachzuvollziehen. Doch kann man
annehmen, dass man ursprünglich versuchte, mit so wenigen Salzen wie
möglich alle Beschwerden abzudecken und man blieb eben bei 12 Salzen
hängen. Schüßler selbst meinte jedoch zum 12. Salz, er bräuchte es nicht.
So
waren die
Schüßler Salze konzipiert worden: Sie sollten alle bekannten Leiden
beheben können, als Ansatzpunkt dienen können, und ebenso sollten sie
alle Organentsprechungen abdecken. Sie versuchten sich auf das zu
begründen , was eine grundsätzlichste Ebene der biochemischen
Stoffwechselvorgänge angeht. Damit beziehen sich die Salze auf eine
elementare Körperebene.
Umso mehr man allgemein (also auch in anderen Bereichen) nach
Grundstrukturen im Leben sucht, kommt man - um möglichst die Viefalt
der lebendigen Grund-Kräfte abzudecken - auf einen
Zahlenbereich zwischen 4 und 12.
Ob
diese 12 Zuordnungen bzw. gefundenen 12 Mittel nun möglichst genau und
umfassend sind, oder nicht noch genauer vollzogen werden können, sei
zunächst dahin gestellt.
Es scheint allerdings auch so, dass eine
absolute Genauigkeit auch nicht zu erreichen sein wird, weil das Leben
zu dynamisch und komplex ist und das menschliche Leben von vorneherein
eine Besonderheit aufweist. Schon die Psychologie eines Menschen ist in
Details und Facetten unmöglich zu generalisieren, ohne die
Besonderheiten, die oft genug ausschlaggebend sind, zu vernachlässigen
(es würde sonst etwas wichtiges fehlen; analog ist jedes astrologische
Radix eines Menschen einzigartig, sobald man in die näheren Details
kommt).
Homöopathie und Schüßler Salze
sind ebenso wie Bachblüten auch auf Tiere und Pflanzen anwendbar, das heisst wirken auch auf dieser Ebene positiv.
Eine Überdosierung mag dabei auch bei Pflanzen möglicherweise eine
überschiessende Wirkung entfalten, so dass zB Blätter deformiert
wachsen usw. - doch ist dies noch nicht genügend erforscht/erprobt. Bei
Tieren sollten ähnliche Wirkungen noch eher anzunehmen sein, sich aber
wohl vor allem "psychisch" äussern (im Verhalten).
Das Konstitutionsmittel kann man auch dann einsetzen, wenn es - zB durch Stress oder Krankheit - einen aktuellen Bedarf gibt.
Selbst
wenn
man es zuvor relativ häufig eingenommen hatte. Freilich muss auch dann
alles noch in einem gewissen Rahmen bleiben und immer gilt es
zeitliche Abstände von zumindest einigen Tagen ins Auge zu fassen, je nach Potenz.
Das eigene
Konstitutionsmittel zu finden, ist meist sehr schwer. Meist stellt es
sich erst heraus, wenn man gewisse Mittel probiert hat.
Manchmal spürt
man es bei Einnahme der klassischen Konstitutionsmittel, ob es
besonders angenehm ist und umfassend, das Wesen berührend wirkt, das
Selbst oder das seelische Grundempfinden (Integrität) stärkt, und die Abwehrkraft stärkt. Das
Konstitutionsmittel bleibt generell lebenslang dasselbe.
Das
persönliche Konstitutionsmittel kann man getrost öfter nehmen, aber
auch nicht unbegrenzt. Es
entspricht sich im eigenen Wesen.
Dennoch
sollte man eine C30 Potenz
auch beim Konstitutionsmittel nach zwei Wochen nicht mehr täglich
nehmen. Es dürften sich dann auch irgendwann die Zeitabstände bewähren,
die sonst für C30 Potenzen gelten: Etwa 1-6 Monate
Zeitabstand.
Einen festen
Zeitrahmen kann man hier meiner Meinung nach unmöglich angeben, da jedes Mittel verschieden
wirkt und auch von Mensch zu Mensch diese Dauer der Wirkung
unterschiedlich sein kann.
Es kann vielleicht auch sinnvoller sein, mit D12 Potenzen als Konstitutionsmittel zu arbeiten. Um dann bei entsprechenden belastenden Tagen einfach ein paar Globulis dieses Mittels zu nehmen. Der Effekt ist bei D12 fokussierter, gezielter auf diesen Tag bezogen. Bei D30 etwa einige Tage lang fokussiert wirksam.
Man kann gut von den 12 Schüßler Salzen ausgehen, um zu seinen Konstitutionsmittel zu kommen.
Es gibt sogar die Möglichkeit, zwischen den homöopathischen Mitteln und Radixkonstellation bzw. Astrologie eine Verbindung herzustellen. Es erinnern astrologische Zuordnungen von Homöopathika auch an Körperzuordnungen.
So entspricht Arsenicum album einem gewissen
Saturn-Anteil (zB vom Merkmal Knie
belegt). Döbereiner gibt
Arsenicum album genauer an als MARS-SATURN. Das heisst, wer eine
Mars-Saturn Konstellation im Radix hat (auch entsprochen durch zB
Saturn im 1. Haus oder Mars im 10. Haus) , für den sollte
Arsenicum
album auch passen, selbst wenn es im Symptomenkatalog des Mittels nicht
gerade sehr viele Symptome
gibt, die zutreffen. Allerdings muss man auch hierbei die
Einnahmedosierung besonders von C-Potenzen in Grenzen halten.
Ferrum Phosphoricum entspricht sich mit MARS-URANUS.
Weitere Beispiele: Phosphorus entspricht dem reinen URANUS, und der
reine MARS ist Ferrum. VENUS entspricht sich mit Kalium.
Schlangengifte entsprechen sich mit NEPTUN.
Spinnenmittel sind mehr dem Reich des PLUTO zugehörig.
Die Schlangen stehen Neptun nahe.
Döbereiner sieht
Crotalus als SATURN-NEPTUN. Der Antidot zu Crotalus ist Lachesis.
Man sollte übrigens Crotalus nicht abends einnehmen (beunruhigende Wirkung möglich, die den Schlaf raubt).
Es
mag sein, dass in einem
gröberen Maßstab Pluto sowohl den Schlangen als auch Spinnen
untersteht.
Mit
Hilfe der Astrologie und
Döbereiner ("Astrologisch-homöopathische Erfahrungsbilder Band 1")
lassen sich wichtige Mittel herausfinden. Meines Erachtens nach sollte man sie nicht in zu kurzer Zeit aufeinander einnehmen.
Es ist meines Ermessens nach
das wichtigste Buch, wenn man sich gleichzeitig für Astrologie und
homöopathische Mittel interessiert. Viele Menschen haben sich anhand
der Angaben orientiert und bestätigen die von Döbereiner angegebenen
Zusammenhänge zwischen Mittel und Planetenkonstellationen. Andere
Zuordnungen zwischen Homöopathie und Astrologie, auf die man stößt, erscheinen mir um
"mehrere Potenzen" willkürlicher, zuwenig geprüft und es wird viel
spekuliert, und das Essentielle wird nicht genügend berührt.
Bei alle dem kommt es darauf an, nicht das wichtigste eine Mittel, sondern DIE wichtigsten Mittel zu finden. Das sind üblicherweise Planeten, die einen schwierigen Stand haben (Opposition, Quadrat). Aber es gehören dazu auch Verbindungen, die sich zum Beispiel aus dem Stand eines Planeten in einem Haus ergeben (zB entspricht das 4. Haus dem Mond und wenn Pluto am IC steht, so ist dies analog einer Mond/Pluto Verbindung, obwohl es keinen direkten Aspekt zwischen Mond und Pluto zu geben braucht. Es kommt natürlich dann noch darauf an, wie stark oder aufgeheizt eine solche Konstellation im Vergleich mit anderen ist).
Man kann sowohl die astrologischen
Entsprechungen des Radix, als auch die Entsprechungen der damit
korrespondierenden homöopathischen Mittel (Symptomenkatalog) durchforsten nach jenen
Planeten und Mitteln, die ein momentanes Problem beschreiben können.
Tatsache ist, dass diese Mittel,
die zu entsprechenden Konstellationen gehören, Zeit des Lebens gültig
sind. Wenn mehrere Mittel bei Döbereiner für eine Konstellation
angegeben sind, lohnt es sich herauszufinden, welches am besten für
einen passt, was freilich nur bei Selbstbeobachtung und einem
Mindest-Maß an Sensitivität funktioniert, oder durch Vergleich
der Beschreibungen der Mittel.
Mit Döbereiners Buch kann
man versuchen herauszuloten, welches Erfahrungsbild (einer eigenen
Radix Konstellation) am ehesten
zutrifft - nicht nur genaustens sondern es reicht auch
prinzipiell .
Döbereiner empfiehlt unbedingt die Konstellationen des MC zu beachten.
Und als erstes ein Mittel betreffend dem MC einzunehmen. Ich
denke am
besten ist, stets die Mittel isoliert einzunehmen. Sonst könnten so
viele Dinge bewegt werden, dass man vielleicht emotional, psychisch
oder mental verwirrt wird. Denkbar ist, dass auch Ereignisse im
Aussen gehäuft auftreten (Ereigniszwang der Konstellationen).
Es
kann natürlich auch Zufälle geben, dass man gerade - unabhängig
von Homöopathie - eine schwierige Auslösung hat und ein
eingenommenes Mittel die Problematik nicht behebt, sondern verstärkt.
Anders herum kann es natürlich auch eine Erleichterung geben.
Döbereiner empfiehlt als Beginn einer Einnahme die MC-Konstellation. Und dann die weiteren Mittel hinzuzufügen. Es wäre eine ziemliche Belastung, denke ich, wenn man alle Mittel, die es für ein Radix gibt, auf einmal einnehmen würde - obgleich es in manchen Fällen auch nützlich sein könnte, mehrere für eine gewisse Zeit zu kombinieren.
Kombinationen auf Radixebene, die dann zB Mars-Saturn Entsprechungen bedeuten, sind vielfach möglich.
Die stärksten Entsprechungen scheinen auf Häuserebene vorzuliegen, aber nicht unerheblich sind auch Aspektkombinationen. Neptun-Saturn kann sich schon mit einer einzigen Konstellation ergeben, zB mit einem Neptun in 10 oder Saturn in 12. Oder aber durch einen Saturn-Neptun Aspekt. Liegt in der Häuserkombination gleichzeitig ein Saturn im 12 und ein Neptun im 10 Haus vor, ist dies eine überaus starke Kombination und die Mittelwahl erhält noch einmal Priorität bzw. Wirksamkeit.
Es
gibt den Fall, dass man zwei Konstellationen im Radix hat und ein
Mittel davon ist ein Antidot des anderen - zum Beispiel ist
für Nux Vomica das Mittel Lachesis ein Antidot. Lachesis
kann als Konstellation u.a. mit Neptun/Merkur gleichgesetzt werden, Nux Vomica als Saturn/Mars.
Wenn
man also wie in diesem Beispiel beide Konstellationen im Radix hat und
eine davon ist dem anderen ein Antidot, empfiehlt Döbereiner die
Einnahme beider Mittel, da laut Döbereiner die übliche Antidotwirkung in
solchen Fällen ( wo beide Konstellationen im Radix vorliegen), eine Veränderung erfährt und die eine Konstellation ,
ohne dass die andere Konstellation behandelt worden wäre ,
sonst überschiessen könnte.
Mir fehlt die Erfahrung um dahingehend ein Urteil zu bilden, wie sich diese Sachverhalte zwischen Antidots und
Radixkonstellationen wirklich verhalten.
Aber ich habe gute Erfahrungen mit den Mitteln gemacht, die zu meinen Radixkonstellationen angegeben wurden, und dabei auch Antidote kombiniert (aber nicht in zu kurzer Zeit, sondern in Abständen von Wochen).
Bei der Gelegenheit sei auch auf Akrons Buch "Jenseits der Schwelle" verwiesen, in dem es ebenfalls (eine etwas übersichtlichere und wie mir scheint umfangreichere) Auflistung der homöopathischen Mittel gibt. Akron und Döbereiners Listen könnten sich ergänzen. Bei alle dem sollte man m.E. nach nicht vergessen, dass diese Zuordnungen nicht funktionieren im Sinne von 2x2 ist hundertprozentig 4, und es gibt kein Weniger und kein Mehr. Sondern die Zuordnungen sind naheliegend, aber eben nicht exakt. Sie funktionieren jedenfalls und berühren sich mit dem angebenen Wirkbereich.
Es gibt natürlich auch Mittel, die körperliche Prozesse in Bewegung setzen können. Das können Entgiftungsprozesse sein, aber auch alte Krankheiten, die noch nicht vollständig abgeheilt waren, und nun mit dem homöopathischen Mittel ans Licht geholt und verarbeitet werden.
Bei Sulfur können alte Krankheitsherde oder
vorher unterdrückte Krankheiten wieder auftauchen, dessen Zustand
der Erstverschlimmerung ähnelt aber nicht gleichbedeutend sind.
Sulfur kann also alte
Krankheitserscheinungen oder Beschwerden, die noch nicht vollständig
abgeheilt sind oder in die Tiefen des Körpers verbannt wurden, zum
Beispiel durch Antibiotika unterdrückt wurden,
wieder hervor holen (zB Symptome einer Grippe), was dann aber rasch
abheilt infolge der Sogwirkung des Mittels.
Der starke Pluspunkt: Der
Körper ist entgiftet und
gereinigt, man fühlt sich freier. Es ist als hätte der Körper etwas aus
dem Depot geholt, und gewisse Symptome befinden sich einen Tag oder eine Woche lang vor Augen (im
Stoffwechsel) und verschwindet dann aber wieder (für immer).
Meist erinnern solche
Symptome an die alte Krankheit (auch von der Gefühlslage, oder den Erinnerungen), decken sich aber nicht ganz.
Das
bleibt dann noch erträglich.
Diese
Symptome, die durch Sulfur ans
Licht geholt werden, sind meist nicht stark
ausgeprägt (bis auf manche Ausnahmen, und bis auf Fälle zB extremer
Verschlackung), sondern fragmentarisch oder wirken wie eine Art
Oberfläche. Sie klingen ebenso wie
bei der Erstverschlimmerung rasch ab. Aber eine unbekümmerte erneute
Gabe in zu kurzer zeitlicher Folge kann diese Symptome natürlich
unangenehm verstärken!
Sulfur
erweist sich allgemein als Schlüßel, um etwas aufzuschliessen. Um dem
Prozess zu erleichtern, sich vollständig abzuschliessen, ist es ratsam,
mit den Veränderungen zu gehen und sie als solche anzunehmen. Mit der
Loslösung zu gehen (d.h. tendenziell nichts festzuhalten, was gelöst
werden will). Das kann
bedeuten, den vorübergehenden körperlichen Wandlungsprozess anzunehmen,
und sich entsprechend vielleicht für eine kurze Zeit einrichten.
Auch kann es darum gehen, psychische
Chancen zu ergreifen, etwa eine Situation oder ein Gefühl neu
einzuschätzen.
Sulfur befreit
uns also tendenziell von Mustern unserer Vergangenheit. Denn indem die
aufgestauten, auf Ausscheidung wartenden Stoffe ausgeschieden werden,
werden auch Erinnerungen aus dem Gewebe mit gelöst, die sich an
diese Materie wie an andere Materie im Körper gebunden haben.
Es
könnte sein, dass man Sulfur sogar verwenden kann, um das Ändern von
Gewohnheit nachhaltig zu machen, insofern man sich mit Hilfe von Sulfur
auf eine neue Realität neu und ganz einlässt.
Symbolisch gesprochen zieht Sulfur das heraus, was nicht zum Selbst gehört (mit Sulfur wird auch ein wenig der authentische Lebenskern freigelegt). Man fühlt sich auch näher am Körperlichen, und verliert die Scheu vor seinem Körper und den "wilden" oder natürlichen Aspekten des körperlichen Daseins.
Ähnlich wie bei Entgiftungsprozessen kann sich auf körperlicher Ebene mit Einnahme von Sulfur vorübergehend ein akuter Zustand ergeben, der aber gewöhnlich mehr oder weniger schnell abklingt.
Sulfur "zaubert" nichts weg, sondern legt es auf Verarbeitung an. Sulfur löst. Ablegen/Ausscheiden/Verarbeiten muss man es, bzw. der Körper, dann noch.
Manchmal gibt es dabei eine Art Aufeinanderfolge von verschiedenen Prozessen oder Dingen, die an die Oberfläche drängen, wenn man Sulfur in zeitlicher Folge mehrmals nimmt. Das können auch psychische Dinge sein.
Bei
Hautproblemen, zB Ekzemen sollte man sich nach Meinung von erfahrenen
Homöopathen nicht an Sulfur auf eigene Faust heranwagen. In diesem Fall
kann man einen Homöopathen fragen um eine Lösung des eigenen Problems
zu finden. Auch Pickel mit Ausfluss können durch Sulfur unangenehm
verstärkt werden; es scheint, als würde Sulfur besonders dort ansetzen,
wo bereits ein vorhandener Abfluss möglich ist. Andererseits kann
Sulfur solche bestehenden Pickel und Absonderungen auch helfen zu
beenden, was für kurze Zeit eine geringe oder stärker ausgeprägte
Erstverschlimmerung mit sich bringen kann.
Sulfur bringt eben vieles heraus und manchmal kann das
kurzfristig auch etwas unangenehm sein. Man sollte dann genau
beobachten und evtl. Sulfur einige Zeit aussetzen und sich später neu
heranzuwagen. Mit D12 antesten, und evtl. mit C30 heilen, sofern keine
heftigen Beschwerdebilder mit C30 entstehen.
Meiner Erfahrung nach kann man Sulfur C30 hervorragend kurz vor Neumond einsetzen, besonders zum Entschlacken, was allerdings an obige Bedingungen geknüpft ist, so dass keine besonders starken unangenehmen Wirkungen zu erwarten sind.
Etwaige
Entschlackungsprozesse könnten
einem die nächste Woche etwas schlapp machen (steife Glieder,
Kopfschmerzen, Ausgelaugt). Es ist aber unbedingt anzuraten, nur eine
C-30 Potenz zu nehmen und bei Sulfur zunächst innerhalb einer Woche nur
ein Globuli zu nehmen.
Positiv an
solchen Begleit-Erscheinungen ist freilich, dass damit die Gifte aus
dem Bindegewebe und Gewebezellen gelangt sind.
Es
könnten auch psychosomatische Krankheiten oder im Unbewussten liegende
Krankheiten körperlich durch diverse Hauterscheinungen hervortreten.
Hier sollte man genau überlegen, ob man dann im weiteren Verlauf
noch
einmal Sulfur nehmen sollte (was man wegen anderen Zielen nehmen will),
damit diese Erscheinungen sich nicht verschlimmern oder chronisch
werden. Diese Erscheinungen sind meiner Erfahrung nach
in der Regel wohl nicht schlimm, aber stören halt etwas (wenn man bei
C-30 bleibt und nicht zuviel Sulfur in kurzer Zeit einnimmt!).
Solche
und andere Prozesse haben bei Sulfur zum Ziel, uns im Grunde
authentischer zu machen, so wie es bei Sulfur grundlegend ist. Als ob
Möbel, die tief in uns eingegraben sind in der Masse des Körperlichen,
umgestellt werden, verrückt werden, und plötzlich auf Ebene des vom
Speicher her kleineren Stoffwechselgeschehens
gebracht werden, wo sie
uns oft "beleidigen", also so lange Leid zufügen, wie diese Möbel dann
durch das Sperrgutunternehmen des Stoffwechsels (Ausscheidung)
beseitigt werden.... - diese Prozesse zuende zu
bringen, bringt die für Sulfur so typische Befreiung. Analog dem
Stoffwechsel, treten auch auf Ebene unseres Bewusstseins mit seinen
Erinnerungen und Verhaftungen Bilder auf, die uns bedingen können, und
wo ein
Loslassen - nach getaner Verarbeitung - uns befreit.
Bei
erneuter Gabe von Sulfur wird evtl. eine
neue Schicht der Vergangenheit erreicht, und damit evtl. verbundene
alte Krankheitssymptome ans Licht geholt. Auch kann die Potenz
entscheidend sein (zB LM-Potenz ist anders als eine C-Potenz), in wie
weit welche Ebene, zB die psychische in uns in Bewegung gebracht wird.
Sulfur wird sich als Reiniger erweisen.
Sulfur wird auch oft gegeben, wenn eine
Beschwerde oder Krankheit schwer zu kurieren ist und viele Mittel nicht
ansprechen wollen. Sulfur beseitigt dann diese Blockaden, führt sie
raus.
Gewöhnlich leistet Sulfur also Dienste, wenn andere Mittel nicht so recht
wirken wollen. Unter anderem deshalb bezeichnet man Sulfur auch als Polychrest, da es einen umfassenden Ansatz bildet.
Man
sollte bei Einnahme von Sulfur wie gesagt die Haut beobachten. Normale
Pickel könnten auftauchen, die aber nichts besonderes darstellen
und bald abgehen bzw. verschwinden.
Für diesen Zweck übrigens besser D Potenzen (durchaus mehrmals es sei
denn es treten vorübergehende Verschlimmerungen auf, ein
Anzeichen dass "es wirkt").
Entgiftung
Es
kann gelegentlich mit Sulfur (zB mit C30) auch eine zu starke
Entgiftung angeregt werden. Dann fühlt man sich typischerweise schlapp
oder ausgelaugt, oder man hat zB Kopf- oder Rückenschmerzen.
Der Körper und sein Stoffwechsel kann dann die
in den Kreislauf und Stoffwechsel gebrachten Gifte (Schlacken) nicht
auf einmal los werden und sie werden erst nach und nach abgebaut und
ausgeschieden: der Körper will diese Gifte aus dem Stoffwechsel
bringen, und wenn sie
nicht ausgeschieden werden können, werden sie einfach erneut
eingespeichert! Daher ist es bei Symptomen dieser Art von "Überflutung"
wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten, viel Obst und Gemüse,
viele Mineralien (binden Gifte), viel Trinken, ohne Alkohol und Kaffee,
wenig Zucker usw., damit diese Gifte auch schnell abgebaut werden
können und nicht erneut eingespeichert werden. Das sollte schon einige
Wochen vor der Einnahme von Sulfur geschehen, wenn man weiss, dass man
verschlackt ist. Viel Bewegung an der frischen Luft ist ganz besonders
wichtig. Dann verschwinden diese
Symptome meist innerhalb einer Woche (wenn es sich um die Einnahme
einer C30 handelte). Keinesfalls sollte man während dieser
Symptome weiter
Sulfur nehmen.
Für die Unterstützung des Abbaus der Gifte können
natürlich unterstützende Homöopathika genommen werden wie Solidago
(Niere), Carduus Marianus (Leber) oder Lycopodium, aber in Maßen
und am besten in D-Potenzen (durchaus auch D30).
Am
besten ist es natürlich, wenn man Sulfur für diese Zwecke (Entgiftung)
nimmt, nachdem man sich eine Weile äusserst gesund ernährt hat, um den
Stoffwechsel vorzubereiten.
Ich betone es noch mals: Äusserst lange Spaziergänge (Wanderungen) helfen beim Abbau der Gifte.
Sulfur ist das grosse Reinigungsmittel und auch Heilmittel. Doch die Folgen können eben bei unterschwelligen Druck, der durch eine bestehende schwerere Krankheit gegeben ist, auch entsprechend stark sein. Deshalb: besonders bei schwierigen Krankheiten nicht mit Sulfur selbst behandeln. Bei nur relativ schwierigen Beschwerden kann man mit D12 antesten. Und immer wieder sich selbst genau beobachten, die Körpersignale beachten. Bei Komplikationen sofort absetzen und eine Zeit abwarten, bevor man wieder Sulfur nimmt (wenn die Komplikationen veschwunden sind; diese Komplikationen dürften bei erneuter Einnahme von Sulfur nicht wieder erneut auftauchen, falls doch: dann würde ich vor allem auf eine gesunde Ernährung setzen und Sulfur ganz aussetzen). Man muss sich bei Einnahme von Sulfur generell daran halten, zu beobachten, wie die Wirkung dann ist, um eine erneute Einnahme abzuschätzen.
Man
kann - so wie man berichtet - auch in der Homöopathie unterdrücken,
also nur ein Symptom
behandeln aber nicht dessen Ursache.
Meine eigene Erfahrung zeigt mir diesbezüglich
eigentlich nichts besonderes auf, was in die Richtung einer
Unterdrückung ginge bei einer falschen Mittelwahl, wie es ja oft berichtet
wird - was natürlich ein Zufall, anlagebedingt oder
Glück in der Mittelwahl
bedeuten kann.
Oder das Problem der Unterdrückung stellt sich allgemein
nicht als gravierend heraus und nur in Einzelfällen. Möglicherweise kann gleichzeitige Gabe von Sulfur hierbei einer Unterdrückung zuvor kommen.
Es kann jedenfalls auch eine Variable sein, dass nicht jeder
homöopathische
Arzneien
in gleicher Weise verträgt oder ein besonderer Fall vorliegt. Auch mag
ein Mittel bei jemanden stärker
ansprechen als bei jemand anderen. Das hat alles allerdings nichts mit
Unterdrückung zu tun. Unterdrückung
ist, wenn die Krankheit nicht heraus kommen kann. Typischerweise wäre
zB das Bild wohl folgendermaßen: Eine Hautkrankheit soll beseitigt
werden. Dafür nimmt man ein homöopathisches Mittel, das diese Ebene
"Haut" bereinigen soll. Evtl. gibt es aber eine Krankheit unter dieser
Hautkrankheit oder etwas damit zusammenhängendes. Die Krankheit kann
nicht heraus, kann sich
nicht artikulieren und wird auf die innere Ebene geschoben, auf andere
Organe, wenn die Haut , dieser Kanal unglücklich verstopft wurde.
Eine Schwäche von Organen kann die Folge sein, Leberstau, oder Verdauungsprobleme usw..
Das ist nicht immer leicht zu entscheiden, ob ein Mittel
unterdrückend wirken könnte. Es scheint vor allem auf den Fall
anzukommen.
Meiner Erfahrung nach brachten die von mir und für mich nach beliebigen ebenso wie objektiven Kriterien ausgewählten Mittel vieles nach aussen und lösten alte Verspannungen, beseitigten Verdauungsschwierigkeiten, ohne dass ich auf in besonderer Weise auf Merkmale und Modalitäten geachtet hätte. Ich hatte aber keine ausgeprägten Hautmittel gewählt und keine Hautprobleme kurieren wollen und es gab auch keine besonderen Hautprobleme und ich hatte nie extensive schulmedizinische Behandlung mit Medikamenten "genossen".