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Die von mir journalistisch aufbereiteten Informationen und meine Erfahrungsbestände wollen informieren und Orientierung über das Thema ermöglichen. 

Fasten, Entschlacken und Entgiften

Fasten ist nicht in jedem Fall dasselbe. Es gibt verschiedene Fastenarten, die für bestimmte Ausgangslagen besonders geeignet sind.

Ein rigoroses Fasten mit Null Nahrungszufuhr, während man einen schwachen oder über Jahre schlecht genährten Stoffwechsel aufweist, ist zunächst nicht gerade empfehlenswert.
Sondern in einem solchen Fall ist entweder ein Basenfasten, eine eiweißorientierte Nährstoffkur, oder eine Kombination dergleichen die richtige Wahl. 

Man könnte auch von einem abgewandelten Basenfasten sprechen, insofern man für die Kur eiweißhaltige Nahrung gleichberechtigt als Nährstofflieferant für den Stoffwechsel ansieht - anders wie beim reinen Basenfasten, wo man so gut es geht Eiweiße als Säurebildner im Stoffwechselgeschehen meidet.

Bei alle diesen nicht strikten Fasten-Kuren setzt man indes auf Enthaltung des Organismus von   belastenden Nahrungsmitteln wie Kaffee, Zucker, Marmelade, Kuchen, Weißbrot, Fastfood, Alkohol usw..
Man setzt dabei vor allem auf das Vermeiden solcher Nahrung, die keine wichtige Rolle bei der Nährstoffversorgung spielen und stattdessen Nährstoffe verbrauchen; man setzt dabei vor allem auf Vermeidung der Übersäuerung des Körpers, was man zumindest überschauen können muss, um im Fall der Fälle früh genug entgegen zu wirken.

Man enthält sich während all dieser Kuren vor allem übermäßigen Fett- und Fleischkonsum. Letzteres erhält ausschließlich Rang als Nährstofflieferant, und Fleisch ist nicht mehr Lieblingsnahrung oder Hauptmahlzeit nur um dieses Zweckes willen, den Geschmack zu befriedigen.
Selbst für zwischendurch gibt es während dieser abgewandelten Kuren statt den Schokoriegel einfach Obst, wie zB Äpfel (Vitamin C; Äpfel sind gut für die Verdauung), Bananen (Vitamine; auch als Energielieferant für das Gehirn) usw. - am besten in Wechselkost.

Beim reinen Fasten sollte man sich eines gut genährten, der optimalen Entgiftungsleistung fähigen Organismus vergewissern. Falls das nicht möglich ist, kann man diesen Zustand mit einer mehrmonatigen ausserordentlich nährstoffintensiven Ernährungszeit erreichen. Wichtig ist, dass der Stoffwechsel für das Entgiften während des Fastens auch optimal eingestellt ist.

Tip: Ein striktes oder abgewandeltes Basenfasten kann man über einige Tage oder Wochen hinweg immer wieder mal vornehmen. 

Inhalt:
Was das Fasten mit sich bringt - Darf man fasten? - Dauer des Fastens

Fastenarten - Morgenfasten - Saftfasten

Abgewandeltes Basenfasten (Rotationsernährung, Günstige Nahrungsmittel zum Entschlacken und Entgiften)

Gewohnheiten ändern Vorbereitungstage - Die ersten TageViel trinken! - Zeitpunkt hinsichtlich Mondstand und Jahreszeit
Darmreinigung mit Glaubersalz - Sauerkrautsaft zur Darmreinigung - Die entschlackende Funktion des Darms

Fastenkrise - Körperliche Bewegung - Schwitzen - Falls man Raucher istFastenbrechen

Die natürlichen Entgiftungsfunktionen des Körpers - Die grundlegende Energiegewinnung im Stoffwechsel des Körpers - Eiweiße und der stetige Baubetrieb des Körpers - Was wird eigentlich entschlackt? - Leber als Entgiftungsorgan (Leber stärken)

Schüßler Salze zum Entschlacken und Entgiften - Entschlackende und entwässernde Tees - Guter Schlaf - Entgiften 

[ weiterführende Links ]

Was das Fasten mit sich bringt (physiologisch - psychisch)

Durch  das Fasten werden Zellen, Organe und Speicher des Körpers gereinigt. Es werden Proteine abgebaut und darin gebundene Schlacken gelöst.

Der Nährstofftransport zu den Zellen funktioniert nach solchen Entgiftungsmaßnahmen wieder besser, und damit auch die Sauerstoffversorgung aller Zellen. 
Umso besser die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, desto besser fühlen wir uns.
Durch alle die Wirkungen des Fastens auf unseren Organismus, wird auch die Wahrnehmung erfahrungsgemäß klarer. 

Alles ist miteinander verbunden.
Sowohl das  Stoffwechselgeschehen, das Immunsystem und das Hormonsystem sind eng miteinander, ebenso mit dem zentralen und dem sensorischen Nervensystem verwoben. 
Die Psyche bedeutet einen massgeblichen Einfluss auf alle anderen körperlichen Systeme.
So kommt insgesamt eine sich verstärkende Rück- und Wechselwirkung zwischen gesundem Körper und Psyche zustande. Meiner Ansicht nach wird der Einfluss der Psyche auf körperliche Gesundheit gnadenlos unterschätzt!
Die von der Psyche ausgehende Wirkung auf das Körperliche macht sich nicht wie ein Schalter bemerkbar, den man von jetzt auf gleich umstellen könnte, sondern er macht sich bemerkbar in wiederholenden Impulsen und auf Dauer. Positiv wie negativ. Es ist wie ein Radiosignal oder elektrisches Feld, das das übrige Nervensystem beeinflusst, von dem auch körperliche Vorgänge abhängen. Es gibt Spannungen, Verspannungen, die sich verfestigen, so wie sich ein Bild oder Gedanke verfestigen kann. 

Ein stressiger Job, der bereits eine verkrampfte Grundhaltung mit sich bringt, dann noch psychischer Stress durch eine belastende Beziehung zuhause und das Menü ist bestellt, dass sich auch psychosomatische Beschwerden bemerkbar machen, und dafür braucht es oft nur einen Schwachpunkt, der durch die Ernährungsweise auf körperlicher Ebene verursacht wird. 

Ein Fasten kann umso bessere Ergebnisse bringen, desto mehr man sich mit ganzer Seele beteiligt, was auf eine Annahme des Verzicht-Übens hinaus läuft.
Man sollte also nicht den Eindurck nähren, gegen eine Mauer anzukämpfen, sondern sich überzeugen, mit dem Strom des Fastens zu gehen - es ist auf seine Art auch ein geringfügiges Sterben (Loslassen). Das muss kein Leiden bedeuten. Im Gegenteil: eine richtige Einstellung befreit. Loslassen zeigt uns, was übrig bleibt, wenn wir auf die Kulissen der sonstigen Alltagswelt, die sich ständig wiederholt, Kulissen sein lassen und ihnen gegenüber womöglich etwas gleichgültiger werden, und mehr auf uns schauen.

Ein gutes Mittel, sich umzugewöhnen, besteht darin, eine  alte (geliebte) Tätigkeit wieder aufleben zu lassen, oder die Natur und die Rythmen der Natur neu zu entdecken und lieben zu lernen. Diese Tätigkeiten kann man mit der Enthaltsamkeit von Nahrungsmitteln verbinden.

Es hilft den Kopf frei zu machen und sich einzustimmen. Der Weg in die Natur ist ultimativ für das Fasten geeignet, da diese Spaziergänge gleich mehrere Funktionen auf einmal erfüllen! Darunter fällt etwa die körperliche Bewegung und das Atmen, die dem Entschlacken hilft. 

Das psychische Erleben bildet ständig verschiedene Stoffe. Signalgeber wie Hormone und andere Botenstoffe werden vom Körper gebildet und ausgesendet, erreichen durch das Blut und andere Körperflüssigkeiten unser Immunsystem, den Zellstoffwechsel oder diverse Organe, was alles in Wechselwirkung mit der Psyche steht. So entstehen auch negative wie positive Rückkopplungen. 

Die Ernährung ist Fundament für ein Wohlbefinden, und Fasten bedeutet den schnellsten Weg zurück zum Wohlbefinden zu gelangen, wenn man 
sich mehr oder weniger verschlackt sieht.

Wir können nur in dem Rahmen fühlen und denken, der uns mit dem Stoffwechsel (und Gehirnstoffwechsel) zur Verfügung steht. Zum Beispiel haben Depressionen sehr viel mit dem Nährstoffgleichgewicht zu tun. 
Dasselbe gilt auch für die Gefühle. Wobei die Gefühle auch von den Lymphen abhängig sind, von der Klarheit, wie der Stoffwechsel über die Lymphe arbeitet (und entgiftet).
Was wir nicht mehr als bedrohlich wahrnehmen, erzeugt eine neue Realität in uns. Zur Bedrohung (Ver-rohung) zählen auch ungesunde Prozesse im Körper, die durch schlechte Nahrungsmittel zustande kommen (klassisches Bild: morgens Weissbrot mit Marmelade und Kaffee und mittags dasselbe als Burger, und abends Fertiggerichte).
Mehr zum Zusammenhang zwischen Gefühlen und Lymphen

Die Erfahrung zeigt immer wieder, wie abhängig unsere Wahrnehmung von der Art ist, wie wir uns ernähren, und unseren körperlichen Stoffwechsel beeinflussen. Zur Wahrnehmung gehört ja nicht nur der sinnliche Input, sondern auch was wir daraus machen, was darüber denken und fühlen, was wir re-agieren über das, was uns sinnlich erfahrbar wird. 

Launen und Begierden, können uns gängeln oder geisseln, ohne dass wir uns dessen bewusst wären. Wir nehmen es hin als unsere Art zu sein. Wir haben in einem gegebenen Moment keine Wahl.
Stauungen auf Gefühlsebene können gleichbedeutend sein mit Stauungen im Stoffwechsel oder der Verdauung. 

Einen neuen Rythmus finden

Um nachhaltig einen neuen Rythmus zu finden, ist es nützlich einen alten Rythmus auszuhebeln.

Fasten bedeutet immer eine Ent-Rythmisierung der entstandenen Trägheit des Stoffwechsels, die mehr oder weniger auf natürliche Weise entstand, aber auch durch die Verschlackung in ihrer Trägheit verstärkt wird. Damit bedingen sich desweiteren auch psychische Prozesse, die ja abhängig sind von phyiologischen Prozessen. Und die beim Entrythmisieren in der Weise noch mal wichtig werden, da wir auch uns selbst umgewöhnen müssen.

Dazu muss nicht rigoros gefastet werden, um zu merken, dass es eine Disziplinfrage ist - schwer kann es schon sein, bereits eine Enthaltung ungünstiger Nahrungsmittel- und Genußstoffe zu üben, womit sich zwangsläufig eine Kur ergeben wird, wenn wir darüberhinaus tägliches Obst und Gemüse in unsere Ernährungsgewohnheiten einbauen. 

Insgesamt geht es nicht nur um die Nährstoffe, sondern auch um einen Status Quo, in dem sich unser Organismus und Stoffwechsel befindet. Jedes Fasten lockert diesen Status Quo ein wenig bis stark auf. 

Während einer Basenkur, Fastenkur und jeder anderen speziellen Ernährungskur wird des Körpers Immunstärke regeneriert. Es werden von den körpereigenen Mechanismen, bei einigen modifizierten Fastenarten auch mit Hilfe von Pflanzenwirkstoffen, Stoffwechselschlacken abgebaut und ausgeschieden, und die Zellwände durchlässiger gemacht, was für die Zellatmung, Nährstoffversorgung aber auch den Abtransport des Abfalls wichtig ist.

Abwehrstärke wird zu oft einseitig auf Grippeviren oder Bakterien beschränkt. Bakterien und Viren gelten sogar als Ursache von Krankheiten. Sogar beim CFS (Chronisches Müdigkeits Syndrom) gibt es diese Theorien, und beim Krebs erscheint uns die These schon weniger stimmig. 
Bakterien und Viren scheinen aber sowieso in einem gewissen Rahmen andauernd im Körper zu sein, und andauernd bekämpft der Körper sie - nur wenn sich eine Schwäche ausbreiten kann, breiten sich auch die Bakterien oftmals aus, weil sie einfach gesagt einen "Stoffwechsel-Raum" vorfinden, der ihnen genehm ist. Einige Wissenschaftler scheinen dabei falsche Rückschlüsse zu ziehen und bringen Burn-Out oder CFS in Zusammenhang mit Symptomen (Bakterien und Viren). 

Es kommt also immer vieles zusammen und der synergetische Effekt, wie viele Dinge sich gegenseitig verstärken können, verdichtet ein bestehendes Problem, ebenso wie mögliche Gesundheit sich verdichten kann. 

Die Angst  verursacht eine gewisse Vorprägung der immunologischen Reaktion. Der Zusammenhang zwischen Psyche und Immunsystem ist bekannt. 
In Angst zu leben, sendet Signale aus - was immer sie bedeuten oder bewirken: es ist eine in Kauf genommene Schwächung.
Ebenso wirkt sich eine Störung der Gefühle auch auf Ebene der Immunität aus.
Mit der Dauer von Angst wird dem Körper der "Schneid" der immunologischen Reaktion auf Krankheitskeime oder schädliche Zellen genommen. Dasselbe geschieht bei dauerhaften, ja sogar kurzfristigen Stress. Wir verausgaben uns sowohl mit Stress, aber auch mit Ängsten.

Die bestmögliche Vitalität ist eine, die aus unserem Lebenszentrum kommt, wenn alle Fasern unserer Körpers und der Seele auf das Leben im Augenblick eingestimmt sind.
Das Fasten konzentriert den Blick auf diesen Augenblick. Die Natur ist nicht unser Feind. Oft erkennen wir im Fasten eine Art Einheitserlebnis mit der Natur, die uns umgibt. Wir begreifen die irdische Wirklichkeit dann nicht mehr vorwiegend als Umstand der Nöte, sondern als Raum der Geschenke.

Immunstärke zu haben, bedeutet auch eine Stärke unserer Gefühlswelt! Und Immunstärke entscheidet, wie wir mit Gefühlen Wirklichkeit erleben.

Schlacken, die wir mit der Nahrung über Jahre aufgenommen haben, lagern sich im Zellzwischengewebe ab, und erschweren mit an ihnen gebundenen Säuren die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Zellen.

Einem verschlackten Organismus steht tendenziell weniger Sauerstoff zur Verfügung. Sauerstoff, das seine Zellen erreicht.
Weil Sauerstoff eine wichtige Aufgabe auf Ebene des Zellstoffwechsels erfüllt ist regelmässige körperliche Bewegung auch ausserhalb einer Fastenzeit äusserst sinnvoll (zum Beispiel mindestens 1 Stunde täglich einen Spaziergang). Weil dies die Sauerstoffzufuhr erhöht und damit den Zellstoffwechsel beschleunigt.
Mit der richtigen Ernährung auf Zellebene und körperlicher Bewegung andererseits, wird das Sauerstoffmileu des Organismus beträchtlich begünstigt. 

Nach einiger Zeit des Fastens werden belastende Stoffe aus dem Körper gebracht. Die Kanäle und Membrane werden durchlässiger. Der Stoffwechsel aller Organe und der Zellstoffwechsel erfährt eine Optimierung.  Der Zellstoffwechsel funktioniert mit Sauerstoff besser, ja er funktioniert nur dann optimal, wenn Sauerstoff vorhanden ist.

Mit dem Fasten werden diverse Säuren neutralisiert, die sich bislang im Fettgewebe und Bindegewebe eingelagert hatten, aber mit dem Fasten gelöst werden. 

Meine Erfahrung mit dem Fasten: Ich hatte zB geringfügiges aber doch merkbares Rheuma in den Fingergelenken, dessen Beschwerden sich mit dem Wetter bemerkbar machte - das war vor dem Fasten. Es wurde schnell durch das Fasten geheilt. Der Zusammenhang zwischen Fasten und Heilung war unverkennbar!

Der Geschmack und das Bittere

Der Geschmack kann sich innerhalb von 1-4 Wochen grundlegend ändern! Der erste bittere Tee schmeckt immer scheusslich. 

Viele geben zu früh auf bei den natürlichen Heilmitteln, und gehen damit in die Falle einer bloßen  Gewöhnung an Süßstoffe. "Es schmeckt mir nicht". Ein Stück Ingwer schmeckt manchen noch zu scharf, andere süßen alles, was noch nicht süß ist.
Eine Abhilfe ist bei manchen Sachen: kleinere Stücke zu essen, aber dann auch mehrmals um eine gewisse Menge zusammen zu bekommen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Fleisch. Man ist diesen Geschmack gewöhnt. So dass man aus reinem Verlangen nach etwas greift, was einem geschmacklich auf der Zunge liegt.

Aber das Wunderbare ist: Man kann sich angewöhnen, das sich Geschmack  in Bezug zu Gemüsen entwickelt, auch bei solchen mit Bitterstoffen. Die schmecken dann nach einiger Zeit einfach besser.  

Bitter macht fröhlich. Das ist in Bezug zur Leber ausserordentlich stimmig. Die Lebensfreude hängt auch mit dem Organ Leber zusammen!
Die Leber ist in ihrer sekundären Funktion nämlich auch ein Organ, das den freien Fluß der Emotionen verbürgt. Alles was bitter ist, tut der Leber gut und damit auch uns.

Der Körper kann angesichts von kurzfristig belastenden Faktoren und Einflüssen relativ lange in Gleichgewicht bleiben, aber nur wenn die nötigen Vorraussetzungen der Nährstoffzufuhr erfüllt sind und der Körper auf Reserven zurückgreifen kann. 

Der Körper ist durchaus stark. Aber auch zerbrechlich, nämlich unter bestimmten Hebelwirkungen, die eine längerandauernde ungesunde Ernährung immer erzeugen wird.

Allgemein gilt: Umso belasteter oder geschwächter man sich und seinen Körper erlebt, desto mehr muss man auf die Nährstoffe achten und jedes Übermaß beim Essen vermeiden - und natürlich die Genussgifte ganz meiden.
Letzteres sind eigentlich die wahren Problembringer, und nicht, dass bloß Nährstoffe fehlen würden. Schlemmen und Geniessen ist sicher überhaupt kein Problem, wenn es denn in Maßen bleibt. Wir gewöhnen uns bald aber das Geniessen mit Genussstoffen derart an, als würden wir die Genussstoffe als tägliche Nährstoffe betrachten.
Die Nährstoffe können zB durch extensiven Kaffeekonsum gar nicht mehr richtig aufgenommen werden; weiterhin besteht die Meinung, dass sogar Nährstoffe ausgeschwemmt werden.
Osteoporose ist bei älteren Menschen oft latent ausgeprägt, da sie Zeit ihres Lebens zu viel Kaffee getrunken haben. Ausserdem enthält Kaffee Purinsäure (wird in Harn umgewandelt und ist damit auch in Übermengen bedenklich wegen zB Gicht) -  es ist bekannt, dass die Gelenkschmerzen vieler Leute  verschwanden, als sie aufhörten Kaffee zu trinken und auch auf Fleisch in grösseren Mengen verzichteten.

Eine weitere Möglichkeit einer Störung des Stoffwechsels kann darin gesehen werden, dass Coffein auf Zellebene eine bestimmte Signalwirkung (second messenger) unterbinden kann. Bestimmte Stauungen von Stoffwechselprodukten könnten entstehen, da diese Stoffwechselstoffe einerseits nicht aus der Zelle abgegeben werden, andererseits nicht aus dem Blut genommen werden in die Zellen hinein.

Meiner Meinung nach kommt es für ein Gleichgewicht übrigens nicht darauf an, ob man "nur" 3 Tassen täglich trinkt, sondern ob man auch zwei oder besser drei komplette Tage in der Woche hat, wo man absolut KEINEN Kaffee trinkt. Ich denke, in der Weise kann man ruhigen Gewissens Kaffee trinken, wenn man es nicht zur täglichen "Droge" erhebt. Wenn man gereizt wird, und hektisch-nervös wird, dann sollte man schon vorsichtiger mit dem Kaffee trinken werden. Übrigens: Erfahrungsgemäß macht Kaffee reizbarer und nervöser, wenn der Mond in Zwillinge steht.

Eine strikte Fastenkur sollte nicht durchgeführt werden, wenn man sich geschwächt sieht. Dann sollte man zunächst den Organismus aufbauen (zB Basenfasten, oder noch besser eine Stoffwechselkur, die neben sekundären Pflanzeninhaltsstoffen auch beinhaltet auf die richtige aber nicht übermässige Eiweissversorgung zu achten).

Der Körper kann nur eine bestimmte Menge Nährstoffe auf einmal aufnehmen und konkret verwerten (!!!) und wird den Rest meist einfach ausscheiden. Das gilt nicht nur für Vitamine (siehe dort Punkt 2 unter Kritik), sondern auch für Fette, Mineralstoffe und Eiweiße.
Auch aus diesen Grund ist es von Vorteil, mehrere kleine Mahlzeiten "den grösseren Drei" (morgens, mittags und abends) vorzuziehen. Diese drei grösseren Mahlzeit sollte man als hauptsächliche Energiezufuhr betrachten, vielleicht auch als Zeitpunkt für warme zubereitete Gemüse, und nebenher Obst, Nüsse usw. essen.

Dem Stoffwechsel wohnt eine gewisse Trägheit inne. Das lässt sich im guten wie im schlechten verstehen: Zum einen hängt uns eine schlechte Ernährung über eine gewisse Zeit noch nach, zum anderen kann eine dauerhaft gesunde Ernährung einen ausserordentlichen Puffer gegenüber kurz- und mittelfristig belastenden Einflüssen auf den Stoffwechsel aufbieten.
Bis wir etwa 35 oder 40 Jahre alt sind, kann der Körper auch bei schlechter Ernährung und länger anhaltenden Belastungen gegenüber einen Puffer erzeugen, weil er noch über Reserven und einen gut funktionierenden Stoffwechsel verfügt.
Später mindern sich diese selbsterhaltenden Kräfte und man muss von aussen Kräfte zuführen, um diese physiologische Stärke instand zu setzen oder aufrecht zu erhalten. Bzw. man muss bestehende Mängel vermehrt ausgleichen.

Natürlich gewachsene Nahrungsmittel verbrennen sauberer in unserem Organismus (=werden sauberer verstoffwechselt), als wie die Fertigprodukte und vor allem der  einfachste  Zucker es tun. Nahrungsergänzungsmittel (Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe) helfen nicht, sondern stören nur. Das ist kein wahrer Überfluss, sondern eine wahre kontinuierliche Vergiftung, die mit der Dauereinnahme von Fertiggerichten aller Art geschieht.

Darf man fasten?

Kinder, Schwangere, Stillende dürfen generell nicht fasten. 

Zu starkes Untergewicht ist bedenklich zum Fasten - hier gilt es neben anderen besonderen Dispositionen (zB Leber- oder Nierenleiden) den Arzt oder Heilpraktiker Deines Vertrauens fragen. Ähnliches gilt für komplizierte Stoffwechselerkankungen. 

Ein gewöhnliche Störung des Stoffwechsels, etwa durch eine Form der Übersäuerung, zählt nicht dazu. Der Stoffwechsel kann durch Fasten wieder zur optimalen Funktion gebracht werden. Besonders geeignet sind dazu die modifizierten Fastenarten - eine Fortsetzung der Entsäuerung durch ein späteres striktes Fasten erscheint als optimal.

Auch leichte rheumatische Erkrankungen werden durch das Fasten gelindert, wenn nicht sogar vollständig geheilt.

Falls man sich vorab untersuchen lassen möchte ob man von der augenblicklichen Disposition her in der Lage ist zu fasten, muss man jedoch den richtigen Mediziner finden, der einen evtl. bei einer Fastenkur unterstützt, und nicht rigoros und total ablehnend dieser Möglichkeit gegenüber steht (und deswegen einem pauschal davon abraten wird!). Die moralische Unterstützung durch den Arzt halte ich für sehr wichtig! (dieser Aspekt wird unterschätzt bei allen Heilungsmethoden, ob mit oder ohne Hilfe des Arztes)

Es gibt immer mehrere Meinungen, auch unter Fachleuten. Aber offensichtlich handelt es sich bei einer total ablehnenden Haltung oft um eine mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema, oder Vorurteile, die vor allem den Umstand betreffen, dass die Schlackenstoffe von der schulmedizinischen Wissenschaft noch nicht  erforscht wurden oder in ihrer Bedeutung erkannt werden wollen. Merkwürdig, dass andere Betrachtungen dazu Schlußfolgerungen anstellen konnten.
Selbst dass bei einer Erkältung der Körper von sich aus nach einem Fasten drängt, wird so weit ich weiss aus dieser schulwissenschaftlichen Richtung nie angeführt.
Daher kann man eine bewusste Ablehnung, aber ohne eigentliche Prüfung des Sachverhaltes, annehmen -  so wird über das Fasten in Fachkreisen auch nicht geredet, und es stellt keinen wohlwollenden Diskussionsstoff dar. 

Auch scheinen manche medizinischen Wissenschaftler generell einen Konkurrenzkampf zu betreiben, und sind daher gegen das Fasten voreingenommen. Typisch ist dahingehend, dass sie die alternativen Mediziner versuchen in die Ecke längst überkommender Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert zu drängen (zB Ernährungsumschau Oktober 2011), indem man ihnen unterstellt, sie würden auf altertümliche Ansichten zurückgreifen. Das ist eine Methode, die man bei jeder "Kampfhaltung" (zB bei Skeptiker) widerfinden kann.

In der Tat kann mir bestimmt niemand dieser Mediziner erklären, warum Fasten meine Rheuma-Erkrankung vor vielen Jahren heilen konnte. Natürlich würden sie sagen, es sei Zufall, Placebo oder ich bilde mir was ein usw.. - wirklich unvoreingenommene Meinungen über das Fasten sind selten.

Dauer des Fastens

Es werden 7-14 Tage ausreichen. Vor allem wenn man das Fasten im abnehmenden Mond tätigt. Nach etwa 7-8 Tagen beginnt ein besonders starker Ausscheidungsprozess von Schlacken und Giften. Diesen Effekt lohnt es sich unbedingt auszunutzen. 

Man kann aber auch die späteren und unbedingt dazugehörenden Entlastungstage (siehe unter Fastenbrechen) noch zum Entschlacken nutzen, wenn man in diesen nicht sehr viel isst. In den weiteren Tagen nach dem Fastenende kann man zudem noch Betonung auf Gemüse legen, die entschlackende oder entwässernde Wirkung haben.

Umso mehr Gewicht (Körpermasse) man hat, desto länger darf man generell fasten.
Meiner Meinung nach sollte man es mit der Dauer des Fastens nicht übertreiben und daran denken, dass je nach Anlage der Körper verschieden reagieren kann.

Ob man einmal so lange fasten will, also 20 Tage und länger, sollte man freilich selbst entscheiden - dennoch möchte ich hier nicht zu Leichtsinn anregen. Vorraussetzung für erheblich längere Fastenkuren sollten auf jeden Fall eine ausgesprochen gesunde Ernährung in der Zeit vor dem Fasten sein und zwar monatelang und nicht bloß wochenlang. 

Es gibt allerdings auch Fastenarten, die über eine viel längere Zeit als bloß 20 Tage gehen - diese längere Fastenart nennt sich speziell auch "Heilfasten" (in Anlehnung an die Motivation, damit schwerere Leiden und chronische Krankheiten auszukuieren). Diese Art des Fastens sollte sehr gewissenhaft erfolgen und die Vorraussetzungen geprüft werden. Vermutlich stets in Absprache mit entsprechend fachkundlicher Beratung, die auf die persönliche Disposition und Ziele eingehen kann und genügend Wissen und kompetente Weisung beitragen kann. 

Fastenarten


Die strikte Fastenart, ohne Zufuhr von Kohlenhydraten, vermittelt am eindrucksvollsten, was sich aus dem Fasten an Wohlergehen und einem authentischen Gefühl von Reinheit ergeben kann. 

Striktes Fasten bedeutet eine tiefgründige Reinigung des Körpers, die bei anderen Fastenarten kaum zu erreichen ist oder nur unter entsprechenden zusätzlichen Mitteln und unter längerer Zeit. Aber auch andere Fastenarten können sehr entschlacken!

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das strikte Fasten (Nullkost) in seiner Art zu modifizieren. 

Welche Fastenart man auch wählt, so bleiben gewisse Grundregeln in jedem Fall erhalten: Viel trinken, tägliche Bewegung an der freien Luft, und gelegentlich auch den Darm mindestens einmal reinigen.
Je nach Fastenart schliesslich die Darmflora entsprechend pflegen (zB Brottrunk, Sauerkrautsaft, probiotische Joghurts, Hafer, auch Heilerde; wobei im strikten Fasten Heilerde auch während des Fastens nützlich ist). 

Bei allen Fastenarten gilt generell folgender Grundsatz:
so wenig Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße wie möglich! 

Beim rigorosen bzw. strikten Fasten soll man überhaupt keine Nahrungsmittel  zu sich nehmen.
Kein Eiweiss, kein Fett, keine Kohlenhydrate.

Bei allen modifizierten Fastenarten gilt:
So viele Vitamine und Mineralien aus natürlichen Quellen wie nötig und möglich. 

Immer gilt:
Viel Wasser trinken und körperliche Bewegung im Freien!

Das Morgenfasten

Man kann morgens und mittags fasten, und erst am frühen Abend leichte Rohkost essen, zB einen Salat, oder Gemüse- und Obstsäfte trinken oder eine Suppe essen. Die Kalorienzufuhr ist beim Morgenfasten morgens gleich null, und bis zum späten Nachmittag äusserst spärlich. 

Am  Tag vorher am besten eine leichte Speise und abends nichts nach 18 Uhr essen, da der Körper abends nicht so gut verdauen kann wie an der übrigen Zeit des Tages und man ihn so auf die  nächtliche Entschlackungstätigkeit des Organismus am besten vorbereitet, die ja am nächsten Morgen mit dem Morgenfasten fortgesetzt wird! 

Ausserdem ist ein guter Schlaf sehr nützlich für das Entschlacken. Am Abend wenig zu essen bedeutet eine optimale Vorbereitung für den Schlaf.

Wenn man zu nervöser Unruhe neigt und schlecht einschlafen kann, mag man Baldriantropfen oder -tee versuchen, auch Melisse bietet sich als Beruhigungsmittel an. Melisse ist zudem auch förderlich für die Leber und die Entgiftungsfunktionen des Körpers.

Die für das Entschlacken wichtigen Organe Gallenblase, Leber, und Dickdarm entfalten während der Nacht (Leber) und des frühen Morgens (Darm) ihre grösstmögliche Wirkung. Mit dem Morgenfasten verlängern wir für einen Tag diesen Effekt der Entgiftung, der in der Nacht beginnt. 

Saftfasten

Es gibt Saftfasten  und Gemüsebrühenfasten über ein oder zwei Wochen.

Eine Saftfastenkur sollte vielseitige Gemüse- und Obstsäfte beinhalten. Die Kohlenhydrate, die man dabei zu sich nimmt, sind in der Menge unvergleichlich mit mehreren üppigen Mahlzeiten jeden Tag. Sauerkrautsaft stellt eine gesunde Ergänzung zu den sonstigen Säften dar, der vor allem auf die Darmflora günstige Wirkung entfaltet und auch allgemein das Entschlacken unterstützt.

In Frage kommen alle (ungesüßten!) Säfte der Pflanzen: zum Beispiel Rote Beete Saft, Weintraubensaft, Johannisbeerensaft, Gemüsesäfte aus Karotten, Tomaten, Sauerkrautsaft, Ananassaft usw.. Besonders Grapefruitsaft wird eine entschlackende Wirkung zugesprochen.
Zellstoffwechsel und Zellatmung werden durch Grapefruitsaft ebenso begünstigt wie das Blut, das Lymph- und Immunsystem. 

Mit den Säften hat man stets eine gute Vitaminquelle zur Verfügung. Die Suppen zielen stärker auf die Mineralien, aber natürlich auch Vitamine. Suppen beinhalten eine sehr begrenzte Zufuhr von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen. Wohlgemerkt: Man führt nicht extra Eiweiße, Kohlenhydrate oder Fette der Suppe hinzu, sondern diese befinden sich in gewissen Ausmaß bereits in den Gemüsen.
Die Gemüsebrühen sollten beim Suppenfasten dünn sein, und nicht aus einer Art Eintopf bestehen (also nicht mit festen Stücken). 

Man kann verschiedene Säfte anbrechen (und im Kühlschrank verwahren), die sich in der Regel mindestens drei Tage halten. So kann man morgens den einen Saft, mittags den anderen, abends noch einen anderen trinken.
Es ist besser, zu einer Zeit nicht Gemüsesäfte mit Obstsäften zu kombinieren, sondern sie einzeln zu trinken (in zeitlichen Abstand).

Weiterhin gibt es die Fastenarten mit Molke oder Buttermilch, womit ich mich persönlich noch nicht näher beschäftigt habe.

Egal um welche Fastenart es sich handelt,  es muss noch zusätzlich Wasser getrunken werden. Wasser ist im Körper an allen Transport- und Austauschprozessen beteiligt. Es ist Lösungsmittel wie Wärmeregulator. Wasser bedeutet sogar einen Baustoff für den Körper. Doch insgesamt ist es vor allem  Reinigungsmittel und erfüllt wie die Bestandteile der Kräutertees oder sonstige Stoffe eine wichtige Funktion im Körper.

Abgewandeltes Basenfasten

Das  Basenfasten berücksichtigt inwiefern bestimmte Nahrungsmittel auf den Säure/Basen-Haushalt einwirken. Man ernährt sich etwa zwei Wochen annähernd  100% basisch. 

Man kann sich eine reine Art des Basenfastens denken, die ganz einfach zu befolgen ist, wenn man auf die Nahrungsmittel achtet, die konsequent das Basenverhältnis stärken.
Hinzu kommt eine konsequente Meidung von säurebildender Nahrung. Es kann Säure auch im Stoffwechselgeschehen entstehen, zB beim Verwerten von Eiweiß - weshalb auch Eiweiße während des strikten Basenfastens gemieden werden.
Es gibt davon leicht abgewandelte Formen, die ich im folgenden entweder als Stoffwechselkur oder als abgewandeltes Basenfasten bezeichne. 

Ein gesunder Stoffwechsel braucht sich nicht ständig basisch zu ernähren und ist prädestiniert für eine abwechslungsreiche Kost und auch für eine schwierige Verdauungsarbeit bei Getreiden oder anderen pflanzlichen Produkten. Der gesunde Organismus kann ebenso Eiweisse tierischen Ursprungs, wie auch allgemein Kohlenhydrate oder Fette verstoffwechseln.
Nur kann der Stoffwechsel mittel- bis langfristig auch leicht aus seinem Gleichgewicht gebracht werden. Was vor allem bei zuviel Fett und zuviel Säure im Verhältnis zu den sonstigen Nahrungsbestandteilen geschehen kann. Oder wenn man nicht genügend Nährstoffe zu sich führt.

Beim Basenfasten wird vor allem auf den Abbau der  akuten Übersäuerung gezielt. Allerdings wird während dieser Zeit auch Gelegenheit geboten, den Körper zu entschlacken.

Die körpereigene Entschlackungsfunktion benötigt aber gewisse Nährstoffe, die dem Körper möglicherweise nicht konsequent genug zugeführt werden, während eines strikten Basenfastens.
Das würde dann bedeuten, dass auch der Abbau der Übersäuerung nicht so gut funktioniert, wie es funktionieren könnte.  

Im Basenfasten, werden neben Vitaminen und Mineralien insbesondere sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zugeführt, die man nicht anders als heilende und schützende Stoffe beschreiben kann.

Freie Radikale machen Stress

Ein Mangel an körpereigenen oder pflanzlichen Antioxidantien im Stoffwechsel und auf Zellebene verursacht eine vergrösserte Angriffsfläche für freie Radikale.

Das sind Moleküle, die als als Abfallprodukt unseres lebenswichtigen Stoffwechsels immer anfallen werden, aber noch viel bedeutender von Außen zugeführt werden (jegliche Strahlungsenergie, Umweltgifte, Schimmel-Pilze, aber auch jegliche Form von inneren oder äusseren Stress usw.). 

Der Körper gewinnt Energie durch Beteiligung von Sauerstoff. Aber der Sauerstoff verursacht in anderer Weise eine Oxidation von Stoffen.
Stoffe im Körper verändern sich also unter Einfluss von Sauerstoff, werden zu einer Säure und sind zudem sehr reaktionsfreudig, aber nicht immer Teil des Stoffwechselsplanes. 

Freie Radikale, das sind reaktionsfreudige Säuren,  tun was sie wollen und schädigen Zellen und den Zellstoffwechsel (was dann normalerweise wieder repariert werden muss und kann).

Den freien Radikalen muss vom Körper Einhalt geboten werden, bevor die Reparaturen nicht mehr die Schädigungen aufheben können.
Der Körper ist normalerweise diesem Umstand, den freien Radikalen ausgesetzt zu sein, angepasst. Ungesunde Ernährung bedeutet aber, dass er nicht genug Nährstoffe erhält, um solche Antioxidantien zur Verfügung zu haben, die die Radikalen neutralisieren. 

Freie Radikale werden durch aussen zugeführt oder vom Stoffwechsel selbst hervorgebracht. Bestimmte Endprodukte bleiben nach einem Stoffwechselvorgang über, werden zu einer Säure und müssen neutralisiert werden.
Manche dieser Stoffwechselprodukte werden herangezogen zum Wiederverwerten, sie erfahren einen Abbau; Teile des ursprünglichen Stoffes werden gebraucht, andere ausgeschieden. 

Es ist eine wunderbare Sache, dass der Körper so effizient mit Stoffen umgeht und vieles auf Ebene des Körperlichen ziemlich rund laufen kann. 

Dazu müssen bestimmte Ausgangsstoffe (Aminosäuren, Vitamine usw.) vorhanden sein, die auch zum Abbau erforderlich sind. Fehlen diese Stoffe, können die Säuren vom Körper im Körpergewebe eingespeichert werden, wo sie den Stoffwechsel zwar nicht mehr akut stören, aber dennoch einen Teil ihrer Wirkung entfalten können.

Es gibt  Stoffe, die nicht mehr gebraucht werden und ausgeschieden werden müssen, wobei sie auf dem Weg zur Ausscheidung abgebaut werden müssen, da sie sonst die Ausscheidungsorgane schädigen. Sie werden also nicht einfach so raus geschmissen, sondern müssen von Körper selbst (meist der Leber) zunächst entgiftet werden. Dazu werden Nährstoffe verbraucht, die man dem Körper zuführen muss.

Ein wichtiger Neutralisierungsstoff (Antioxidant) ist Glutathion, welches vom Körper aus den Aminosäuren Glycin, Cystein und Glutaminsäure gebildet wird, aber auch zB durch Bierhefe oder Advocados aufnehmen kann. Weiterhin sind einige Vitamine für die Biosynthese von Glutahion wichtig oder hilfreich. Weiter unten im Text mehr zu Glutathion.

Aus diesem Grunde ist es unter Umständen sinnvoll, auch ausgewählte Eiweiße (=Aminosäuren) und andere Nährstoffe  (zB das Spurenelement  Selen) dem Körper zuzuführen, damit er Glutathion und andere wichtige Enzyme und Wirkstoffe bilden kann, im Kampf gegen die Säuren und Radikale. 

Jede stärkere Fastenkrise ist ein Symptom dafür, dass der Körper (vor dem Fastenbeginn) nicht optimal versorgt wurde, oder sich in einem schlechten Stoffwechselzustand befand, um während des Fastens mit den Schlacken umzugehen. Natürlich kommt es auch auf den Grad der Übersäuerung an, doch in der Regel geht beides Hand in Hand: Führte eine Übersäuerung und damit zusammenhängende Ernährungsweise auch zu einem Mangel an Vitalstoffen und Antioxidantien.
Es gibt also einen zureichenden Grund, evtl. das strikte Basenfasten  abzuwandeln, welches im ursprünglichen Sinn mehr auf die Mineralien- und Vitaminzufuhr gewichtet ist, um Eiweiße und auch bestimmte Fettsäuren und andere spezielle Nährstoffe   explizit zu berücksichtigen.  Damit kommt man allerdings schon eher zu einer Stoffwechselkur.

Für die Zeit von etwa zwei bis drei Wochen ist es auch für einen geschwächten Stoffwechsel sehr gut möglich, sich auf eine basische Kost und/oder Rohkost zu beschränken um dadurch eine enorme Stärkung zu erfahren (zB als klassisches Basenfasten). 

Nun gibt es neben dem strikten Basenfasten noch eine weitere denkbare Möglichkeit, um speziell den Stoffwechsel auf Vordermann zu bringen. Wobei man sich nicht nur basischer Nahrungsmittel bedient. 

Eiweiße werden für viele Stoffwechselfunktionen gebraucht. 

Dem Körper werden beim Basenfasten besonders viele Mineralstoffe, Vitamine und auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zugeführt, da diese in den Gemüsen zahlreich vorhanden sind. 

Was ist mit den Eiweißen? Sie werden auch Proteine genannt. Eiweiße sind Baustoffe. Eiweiße bedeuten unsere Körpersubstanz. Das Immunsystem kann ohne Eiweiße nicht funktionieren, ebenso könnte der Stoffwechsel nur schlecht seine Gleichgewichte herstellen (zB das Säure/Basenverhältnis oder die genügende Ausstattung mit Enzymen, Hormonen und Botenstoffen usw.).
Zellen werden mit Proteinen aufgebaut und Enzyme gebildet und vieles weitere. Der Mensch scheint darauf ausgerichtet, jeweils nur  kleinere Mengen an Nahrung zu verdauen, wobei die Kohlenhydrate noch am ehesten in grösseren Mengen verdaut werden können (ausgenommen die einfachen Zucker, die bereits bezogen auf die Menge eine enorme Energiequelle bedeuten). Ähnliches gilt auch für Eiweiße, die der Körper in zu grosser Menge auf einmal gar nicht verdauen und gebrauchen kann.  Dennoch besteht ein täglicher Bedarf an Eiweißen, der gestillt sein muss und am besten stillt man diesen indem man über den Tag verteilt mehrere Portionen an eiweißhaltiger Nahrung speist. Die grösseren Mengen an Eiweiß verteilt man sinnvoller weise auf die zweite Tageshälfte.

Die erste Tageshälfte besteht vor allem aus der Notwendigkeit, für den Tagesverlauf (Aktivität) genügend Energie also Kohlenhydrate aufzunehmen.
Eine kleine Portion Eiweiß morgens - neben der grösseren Menge an Kohlenhydraten -  ist sinnvoll, da insgesamt für jede Zeit des Tages Eiweiße gebraucht werden. Die grössere Menge an Eiweißen am Nachmittag und Abend ergibt Sinn, da der Aufbau und die Erneuerung der meisten Körpersubstanz am besten in den Ruhephasen, also vor allem der Nacht stattfindet. Ausserdem ergeben die Kohlenhydrate am abend wenig Sinn, weil man spätabends und nachts keine Energien durch mehr braucht. 

Essen von Kohlenhydraten oder gar Zucker am Abend ist aber der effektivste Weg, um an Körpergewicht zuzulegen (in Form von umgesetzten Kohlenhydraten, die statt in Aktivität verbraucht in Fett gespeichert werden). Vorraussetzung dafür ist ein intakter, und optimal  genährter Stoffwechsel.

Man kann dem Eiweißstoffwechsel helfen, indem man zu proteinreichen Nahrungsmitteln Gurken ißt: Das Enzym Erepsin in der Gurke ist wichtig beim Abbau von Aminosäuren aus der Nahrung. Indem man es mit der Gurke zuführt, ist das ein starker Mehrwert der Gurke (um mit Hilfe eines Mehr an Erepsin das Eiweiß verwerten zu können).
Apfelessig oder Zitronensaft ebenso wie Vitamin C in Form von Ascorbinsäure kann die Magensäure etwas erhöhen, was allgemein wichtig ist für die Enzymtätigkeit und Verdauung der Eiweiße. Allerdings:  zuviel Magensäure ist unerwünscht, verursacht Sodbrennen und kann auf Dauer auch ungesund und schädlich sein. Es gilt ungefähr das Gleichgewicht zu wahren, was schon erreicht werden kann, wenn man ein paar Basentage in der Woche einführt, an denen man sich betont von basenreichen Lebensmitteln ernährt und säurebildende meidet (dazu gehört auch Kaffee oder schwarzer Tee usw.).

Eiweiße haben auch einen Haken: Eine Eiweißverstoffwechslung setzt mehr (natürliche) Stoffwechselgifte frei als eine Kohlenhydrate-Verstoffwechslung. Das mit den Stoffwechselgiften gilt bis zu einem Maße als "verdaulich", als tolerierbar.

An sich kennt das Eiweiß deutliche Unterschiede, in der Art, von wo es herkommt. 

Aminosäuren sind in Eiweißen enthalten, und Eiweiße werden vom Körper zu Aminosäuren abgebaut um danach etwas neues mit einer neuen Zusammmenstellung von Aminosäuren zu bauen. Ein neues Eiweiß wird gebaut. Tierisches Eiweiß ähnelt etwas mehr unserer eigenen Substanz als wie es pflanzliches Eiweiß tut. Es ist uns ähnlicher, und kann in der Form, wie es ist, besser verwertet werden (es wird nicht so sehr in einzelne Aminosäuren zerlegt). Tierisches Eiweiß ist allerdings durchsetzt mit Stoffen (Purinsäure), auf die der Körper nicht optimal eingestellt ist.
Der Mensch verträgt tatsächlich schon vom Physischen  her eher die pflanzliche Kost, insofern es Stoffwechselgifte betrifft, die abzubauen wären. Pflanzliches Eiweiß ist "verdaulicher" als tierisches Eiweiß, in Form von Fleich besonders. Milch und Eier stellen eine Ausnahme dar, da es sich streng gesehen um Absonderungen eines Tieres (bzw. eines Fleisches) handelt und sie beim unbefruchteten Ei nur bereit stehen aber kein "Fleisch ansetzen").

Tierisches Eiweiß hat zwar mehr Ähnlichkeit mit menschlichen Eiweiß (der Körper braucht ein Eiweißkomplex nicht bis ins Einzelne isolierter Aminosäuren zerteilen und verdauen), doch müssen beim tierischen Eiweiß einige  "Schlacken des tierischen Produktes"  abgebaut werden. Der Aufwand ist dort grösser als bei den pflanzlichen Eiweißquellen.
Bei der Aufnahme pflanzlicher Eiweiße muss in anderer Weise mehr Arbeit geleistet werden - es kommt hier auf eine gute Versorgung mit Enzymen und eine gute Darmflora an. Doch ist die Umgebung und das Klima des Stoffwechsel beim Verdauen des pfl. Eiweißes anders  (weniger Stoffwechselgifte sind zu entsorgen). 

Stimmt man die Verdauungsorgane (Magen, Darm, Galle, weitere Drüsen usw.) möglichst effektiv darauf ein, pflanzliche Kost gut  verdauen zu können, um an die Eiweiße zu gelangen (zB Soja, Hülsenfrüchte, Nüsse), erscheint einem der Vorteil, tierische Eiweiße werden schneller verdaut, als eigentlich grosser Nachteil, da dabei andererseits nämlich viel mehr Schlacken entstehen und tierische Eiweiße die stärkere Tendenz haben,  eingespeichert zu werden. Bei Eiweiß (aber auch bei Fetten) muss man immer genau hinschauen.

Dreitägige einfache Rohkost Kur - Beispiel:

1. Gemüse roh verzehren; vielseitige Gemüse.
Auch zur selben Zeit kann man verschiedene Gemüse gemeinsam essen, also kombinieren.
Viel trinken (etwa 2 Liter Wasser), auch Obst- und Gemüsesäfte sind hervorragend. Bei gleichzeitiger Hitze (zB im Sommer) kann der Flüssigkeitsbedarf auf vier oder fünf Liter steigen!

2. Keine grossen Mengen auf einmal essen, mehrmals am Tage kleine Mahlzeiten nehmen.
Abends weniger essen als Morgens.

Das Wichtigste für jede Entschlackungskur ist das Maß: Die Mahlzeiten über den Tag je nach Hunger verteilen. Niemals über Maß essen, das heisst nie über das Sättigungsgefühl hinaus. Luft nach oben lassen. Wir können uns an die Menge der Nahrung gewöhnen und sollten zwischen Gewöhnung/Lust auf der einen Seite und echten Hunger unterscheiden.

Es ist für jede Entschlackung wichtig, die Verdauungsorgane nur mit nötigen Nährstoffen zu versorgen und das Unnötige und Überflüssige aussen vor zu lassen. Was die Verdauung beschäftigt, verdrängt die Entschlackung. Andererseits helfen wichtige Nährstoffe auch beim Entschlacken enorm, worunter in erster Linie Eiweisse und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zählen. 

3. Morgens, mittags, abends je einen Kräutertee. Dabei alle Tage  durchgängig einen entschlackenden Tee, zB Brennesseltee. 

Gewürze wie zB Ingwer helfen den Stoffwechsel. Mehrmals täglich ein Stück davon essen.

4. Viel an der frischen Luft bewegen; das Sonnenlicht dient besonders der Vitamin-D Synthese: Sonnentage sollten allgemein dazu einladen, Spaziergänge  unter der Sonnenbestrahlung auf einige Partien der Haut  zu unternehmen. Vitamin D ist für viele Dinge wichtig, so auch für die Kalziumaufnahme.

Zu langes nacktes Sonnenbaden "um braun zu werden", ist jedoch eher als überflüssig und ungesund zu betrachten.

Vitamine und Nährstoffe sind was sie bezeichnen: Vitalstoffe und Nahrung. 

Kohlenhydrate aber auch Fette sind in erster Linie keine Nährstoffe, sondern Energieträger - bis auf einige Fettsäuren, die vom Körper unbedingt als Nährstoffe gebraucht werden, womit Fette  teilweise wichtige Nährstoffe bedeuten. Bei der Glukose (Kohlenhydraten) handelt es sich ausschliesslich um den Zweck der Energiegewinnung, die natürlich lebenswichtig ist. Wir brauchen - über lange Sicht gesehen - täglich Energie. Für eine begrenzte Zeit, während des Fastens, kann der Körper auf von aussen zugeführte Energie verzichten, aber natürlich nicht unbegrenzt.

Die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sind etwas vollkommen eigenes. Sie sind vergleichbar mit dem, was bestimmte körpereigene Stoffe leisten - bis auf den Unterschied, dass sie ursprünglich von Pflanzen herrühren. Im Vergleich mit dem, was uns tierische Produkte an "sekundären Stoffen" liefern (Purinsäure, Cholesterin), sind die pflanzlichen Beistoffe unvergleichlich gesünder und in der Summe viel weniger belastend für den Organismus. 
Die sekundären Pflanzeninhalte weisen einen erheblichen Nutzen vor allem für den Stoffwechsel auf. 

Es sind Stoffe wie Flavonoide, Tanine, Saponine, Sulfide usw.. Sie wirken mit ihren Eigenschaften zum Beispiel als Antioxidantien, wirken als Puffer gegenüber Säuren, einige bereinigen das Blut und die Zellen, wirken entzündungshemmend, antimikrobiell oder antikanzerogen, oder sie senken den Cholesterinspiegel. Sie können insgesamt dem Stoffwechsel einerseits schützen und andererseits  auf die Sprünge helfen. 

Bei jeder Form eines Basenfastens, das man natürlich nach Belieben an seine Bedürfnisse anpassen kann,  kommt es auch auf die Abwechslung der verschiedenen Gemüse an. Das ist ein äusserst nützlicher , wahrscheinlich sogar sehr wichtiger Punkt. 

Man sollte gerade beim Basenfasten nicht längere Zeit sich nur auf wenige Gemüse beschränken. Der Neigung entgegen treten, 20 cent zu sparen, weil man grössere und meist günstigere Packungsgrößen wählt. Der Neigung entgegen treten, auf Vorrat zu kaufen. Der tägliche Gang in den Supermarkt ist sinnvoll, weil man sich auf diese Weise auch körperlich bewegen kann, was kein Witz sein soll. Der Einkauf kann und sollte Spaß bereiten, wenn man nun nicht mehr Genuß, sondern Nährstoffe sucht, die einen glücklich machen. Man kann sich sehr gesund ernähren und gleichzeitig auf den Geldbeutel schauen. Man muss nicht die "teuren", zwar qualitativ hochwertigen Säfte aus dem Reformmarkt kaufen. Viele Discounter bieten Direkt-Säfte  an und man hat dabei sogar noch die Auswahl.

Viele Leute "schaffen sich einen Hund an", um in Bewegung zu bleiben - doch kann man Gefallen an alltäglichsten Dingen finden, die einen in Bewegung halten. Denn in Wahrheit ist unser Alltag doch meist sehr bewegungsarm, wenn wir genauer hinschauen.

Rotationsernährung

Abwechslung nützt in jeder Hinsicht, vor allem hinsichtlich der synergetischen Effekte der Pflanzenstoffe, und man hat es woanders Rotationsernährung genannt. 

Aus meiner eigenen Erfahrung kam ich auf ungefähr  3-Tages-Schritte, innerhalb der sich eine deutliche Veränderung des Stoffwechsels ergeben kann. Und andererseits bemerkt man eine Gewöhnung, eine Verdichtung desselben, die lohnenswert aufzulösen ist, damit der Stoffwechsel in Schwung bleibt. 

Die Rotationsernährung kennt 4 Tages Schritte. Das ist kein Zufall, sondern dahinter steckt ein Symptom, dass jeder Mensch durch Beobachtung entdecken kann. Der Stoffwechsel stellt sich auf etwas ein, gewöhnt sich, wird dadurch aber auch träge. Jede Sucht nutzt diesen Mechanismus unfreiwillig aus, da man glaubt, es liesse sich mit einer bestimmten Qualität des Nahrungsmittels der Stoffwechsel weiter in Schwung halten - während er in Wahrheit träger wird, und es auf Abwechslung ankommt um ihn in Schwung zu halten. Man könnte ja den Schluß ziehen, man müsste den Stoffwechsel schonen, und das Beste wäre eine kontinuierlich beibehaltene Ernährungsweise. Paradoxerweise ist dem nicht so. Ein gewisses Maß an Reizung ist der Gesundheit viel förderlich, was man auch beim Immunsystem analogisch entdecken kann.

Es sind  3-4 Tage, bis dass eine grundlegende Veränderung des Stoffwechsels stattfindet.

Wesentlich scheint mir dabei der Gedanke, dass man das Hauptgewicht der Nährstoffqualitäten einerseits, und die Menge der Kalorien andererseits nach 3-4 Tagen verändern kann. Ausserdem werden bedenkliche Nahrungsmittelinhaltsstoffe wie zB die die Eisenaufnahme (und andere Mineralstoffe) hemmende Phytinsäure oder Oxalsäure zwangsläufig ausgesetzt - während  der Körper mit anderen Nahrungsmitteln, wo diese Stoffe nicht enthalten sind, seine Eisenspeicher füllen kann.
Auch konzentrierte Stoffe - wie wenn man zB  Algen isst dann das Jod darin -  können so zwischenzeitlich abgebaut oder ausgeschieden werden und erreichen in ihrer Menge nicht ein Ungleichgewicht, das der Körper vor allem auf lange Sicht schlecht handhaben kann. Grundsätzlich gilt: Alles was über längere Zeit wiederholt und konzentriert  auf den Körper einwirkt, entfaltet oft eine bedenkliche Qualität.

Die äussere Form der Rotationsernährung ist einfach. Aber wesentlich sind die Inhalte, daher ist es sinnvoll, sich ein wenig mit den eigentlichen Nährstoffqualitäten zu befassen und deren täglichen Bedarf.

Nährstoffqualitäten sind: Eiweiße, Fette,  Kohlenhydrate. Diese drei Nahrungsmittelarten werden unterschiedlich verdaut, bedeuten ein anderes Stoffwechselgeschehen und erzeugen jeweils andere Wirkung.  Es ist nicht zu vermeiden, dass man diese Qualitäten miteinander vermischt, aber es ist eine andere Sache, wenn man gleichzeitig sehr viele Eiweiße UND Kohlenhydrate zuführt (dieser Umstand eines mit der Nährstoffqualität gesetzten Schwerpunktes wird bei der Kritik gegenüber Trennkost vernachlässigt. Im kleinen Mengen machen sich diese drei Qualitäten  nichts aus. Doch in grösseren Mengen nimmt in  der Masse das entstandene Mileu die maßgebliche Bedeutung an,  und wenn dabei drei verschiedene Mileus um den Raum des Stoffwechsels konkurrieren, ist dies ein entscheidender Unterschied, als wenn in kleineren Ausmaße diese drei Nahrungsqualitäten sozusagen auf kleiner Flamme nebeneinander verbrannt werden). Andererseits empfinde ich aus Erfahrung die gehaltvolle und bedarfsgerechte Ernährung, auch wenn sich dabei die drei Nährstoffqualitäten überschneiden, wichtiger als eine rigorose Trennkost! Trennkost würde ich nur begrenzte Zeit durchführen. Das heisst, die positiven Folgen einer gesunden, abwechslungsreichen und bedarfsgerechten Ernährung  sind wichtiger, als die negativen Folgen einer belasteten Verdauung durch Überschneidung von Nährstoffqualitäten. Auch finde ich eine zu fettreiche Ernährung auf jeden Fall belastender, als wenn man Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette miteinander mischt. Es ist meiner Ansicht nach nur ein kleines Gewicht, das durch die Trennkost verursacht wird. Aber wenn der Organismus oder Stoffwechsel schwach ist, kann Trennkost ein gutes Mittel sein, ihn nicht weiter zu belasten. Als eine Art Fastenkur kann man Trennkost durchaus verwenden.

Es sind die Kalorien, die den Brennwert insgesamt bedeuten (Maß an Energie, das dem Körper zur verfügung steht). 

An Empfehlungen für Eiweiß werden genannt: etwas weniger als 1 gr Eiweiß pro kg (0.8 gr). Körpergewicht. Für einen 60 kg schweren (gesunden) Menschen wären das etwa 40 -60 gr. Eiweiß pro Tag. Wobei zu erwähnen ist, dass es an bestimmten Tagen auch einen  höheren Bedarf an Eiweiß  geben kann (ähnliches  gilt für Fett). 

Solche Empfehlungen sollten nicht als Richtlinie für die tägliche "Rechnung" verstanden werden, weil sie nicht genügend klar machen, worauf es ankommt (auf die Praxis , auf den konkreten Fall).
Laborbedingungen finden sich im Leben nicht. Deshalb sollte man sich vielleicht nicht auf diese Angaben verlassen. Was mich stutzig macht, ist auch der Umstand, dass man auf allen Seiten und Quellen immer dieselben Zahlen vorfindet  - was natürlich ein Hinweis sein kann, dass diese Zahlen gesichert sind - aber ebenfalls kann es sein, dass es nur eine Studie gibt, von der alle abgeschrieben haben (wie das leider oft der Fall ist, wodurch Mythen entstehen).

Wichtiger als alle Regeln ist es zu beachten, dass man Belastungszeiten und Stresszeiten gerecht wird. In diesen Zeiten muss man ganz besonders Nährstoffe zuführen und darf nicht an Eiweißen sparen! Stress! Das kann vielerlei sein. Allein dass man nicht genügend geschlafen hat, bedeutet einen erhöhten Bedarf an Vitaminen. Wer raucht oder Alkohol trinkt, braucht ebenso mehr Vitamine und Mineralstoffe. Aber auch (bestimmte) Eiweiße können bei Stressbelastung wichtig sein.

Geschmack entsteht nach Bedürfnis. Aber Geschmack kann auch antrainiert sein und einen gewissen Teufelskreis bedeuten. Früher ass ich zuviel Nudeln und zuwenig Gemüse und Obst. Das wurde mir zum Verhängnis. Denn ich kam auf den Geschmack von Nudeln. Den Geschmack für Obst musste ich eine gewisse Zeit wieder aufbauen.

Eiweiß nehme ich seit meiner Ernährungsumstellung am liebsten ein bis zwei Tage in der Woche vermehrt, aber nur selten in Übermengen zu mir. Und generell täglich. Dabei wechsle ich die Eiweissquellen. Fisch, Nüsse, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch (besonders vom Huhn).
Umso länger man sich versucht, gezielt mit Nährstoffen auszustatten, desto flexibler wird man in der Ausgestaltung seines Ernährungsplanes (der für mich immer spontan und nach aktuellem Bedürfnis gestaltet wird) - weil man nun viel robuster wird, weil Nährstoffe gespeichert oder im Umlauf sind, und man so Zeiten unterschiedlichster Art überstehen kann ohne ein Verlangen nach Stärkung durch bestimmte Stoffe zu haben. Umso schlechter der Stoffwechsel funktioniert, desto mehr muss man auf die Nährstoffe achten. Auch der Darm kann wichtig werden - man glaubt oft, man hätte ein Ernährungsproblem, während man ein Darmproblem hat (Blähungen sind können ein Zeichen dafür sein; es sei denn man hat Hülsenfrüchte gegessen).

Man kann sich über eine sehr gute Zeit freuen, die man dadurch auch in Zukunft bekommt, wenn man diverse Richtlinien einhält. Täglich Obst ist wichtig. Es hilft dem ganzen Stoffwechsel inklusive Verdauung. Einmal am Tag ein Apfel ist wirklich empfehlenswert. Regelmässig Pfirsiche helfen dem Stoffwechsel, vor allem in stressreichen Zeiten. Dann ein bis zwei mal  wöchentlich Omega-3-Fettsäuren: am besten in Form von Fisch, da man dadurch auch wichtige in Fisch reichlich vorhandene Spurenelemente zu sich nimmt. Man kann diese Fettsäuren auch durch pflanzliche Öle zu sich nehmen.

Man kann versuchen sich zu beobachten , welche Nahrungsmittelart (zB Eiweiß oder Fett) einem besonders gut tut, oder besonders Probleme schafft (das Belastende zeigt sich jeweils deutlicher, wenn man sich dieser Nahrungsmittelart in Übermaß bediente). In der Hinsicht hat sich erwiesen, dass man die jeweilige gut verträgliche Qualität bevorzugt zu sich nimmt um satt zu werden, und die anderen kontinuierlich, aber nicht in zu grossen Mengen. Manchmal erkennt man dabei keine Unterschiede. Fett dürfte generell schwer verdaulich  sein bei allen Menschen.

Für eine Zeit lang einer Kur können Kohlenhydraten genau der Menge entsprechen, derer man am Tag an Energie benötigt. Man mag überlegen, ob man das nicht ständig so macht.
Bei den Fetten sollte es innerhalb einer Kur den kleinsten Teil, aber einen wichtigen Teil einnehmen - wo man sich besonders der hochwertigen Fette bedient (Omega-3-Fettsäuren zB in Fisch; aber auch zB Tahini/Sesampaste; Leinöl usw.). 

Und immer gehe man nach dem, was einem richtig scheint. Denn das eigene Gespür und die eigene Konstitution sind   wichtig  zu beachten, womit sich gewisse Besonderheiten ergeben könnten, beispielsweise darin, ob man an einem bestimmten Nährstoff aktuell (in der jetzigen Verfassung seines Körpers) besonderen Bedarf hat usw..

Eine weitere Tabelle mit Referenzwerten und eine Übersicht von Empfehlungen zur Bedarfsdeckung - zur Orientierung (keine Empfehlung darf pauschal auf den eigenen Fall angewendet werden; sofern möglich isst man nach Gefühl und vermeidet den Nachschlag. Es geht um jene zu vermeidende Nuance der Übersättigung, was man leider oft erst zu spät feststellt. Kommt man einmal auf den besonderen aber trügerischen Geschmack, kann man den ganzen Tag ruinieren, den man bislang sich so optimal ernährte...).

Nur kann man die Art der Nahrungsqualität  variieren mit mehren Mahlzeiten an einem Tag, und isst getrennt den Schwerpunkt an einzunehmenden Nährstoffqualitäten jeweils zu einer bestimmten Tageszeit.
Das könnte zum Beispiel bedeuten: Morgens die Getreide, mittags die Fette und abends die Eiweiße. Oder abends die Fette (gut zum Entgiften über Nacht: Tahini; vorzugweise wenn man nachmittags nicht zu viel gegessen hatte).

Weiterhin sollten auch Ballaststoffe als vierte Nährstoffqualität hinzukommen, die man besonders berücksichtigen sollte. 

Ballaststoffe haben auch  indirekte Wirkung auf die Nährstoffverwertung.

Solche Ideen von Trennkost und ballaststoffreicher Kost sollte man wiederum nicht zur Regel machen. Also erfindet man Tage, an denen man auf Ballaststoffe verzichtet, oder auch einen ganzen Tag auf Kohlenhydrate, oder isst nur sehr sparsam, und nimmt dafür nicht mehr abends sondern morgens Eiweiße zu sich. Usw. Das beste ist immer nach Gefühl zu handeln, nicht nach Plan. Selbst das Gefühl für  den nötigen Wechsel der Ess-Gewohnheit  kann sich in einer vorübergehenden Unlust auf eine bestimmte Nahrung bemerkbar machen. 

Indem man versucht, das einfache Prinzip der Rotation nach drei oder vier Tagen anzuwenden, verfolgt man den Plan, den Stoffwechsel nicht einzuschläfern. Er ist von Grund auf dazu gemacht, ständig auf ihn einströmende Reize zu reagieren. Das ist sein Normalzustand. 

In welcher Weise, und mit welcher Inspiration und Phantasie oder Neugierde man nach 3 oder 4 Tagen auch für einen deutlichen Unterschied sorgt, hat dies immer einen  Effekt auf  den Stoffwechsel zur Folge, in der Art, dass er geprägt wurde, und nun auf etwas eingestellt ist - behält man den Impuls bei, wirkt sich das paradoxerweise nicht als weitere Steigerung aus, sondern bringt eher einen Trägheitseffekt.

Weiter gedacht, hängt auch die Psyche als Initiator und Stimmungsmacher mit dem Stoffwechsel zusammen (Hormone, Drüsen).
Der Tag eines Stoffwechsel sozusagen , das wären übertragen auf die uns gemäße Zeitrechnung  3-4 Tage . Etwa 3-4 Tage  dauert ein "körperlicher Tag", wie für uns und die Erde ein Sonnentag des normalen Kalenders.
Die Verdauung und damit der Stoffwechsel haben einen kompletten Durchlauf erhalten, haben sich in diesem Zeitraum grundlegend verändert, regeneriert oder gestärkt. 

Manche sekundäre Pflanzenstoffe, die uns sonst wertvolle Helfer sind und Antioxidantien bedeuten, sind für den Organismus unter Umständen nicht ganz optimal, umso konzentrierter und länger sie isoliert auf den Organismus einwirken können.
Insgesamt überwiegt  der positive Nutzen der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe.

Eine zeitlich begrenzte Kur mit einem einzigen oder wenigen bestimmten Gemüse oder Obst muss nicht pauschal falsch sein, sondern kann auch genau das richtige sein, wenn richtig ausgewählt. Ähnliches gilt in der Homöopathie. Ist das Mittel richtig, dann ist die Potenz nicht in erster Linie wichtig. Es kann wichtig werden, die Potenz zu ändern, wenn die Beschwerden nicht abklingen oder auf der anderen Seite eine sogenannte "Erstverschlimmerung" der bestehenden Symptome auftritt. Diese Verschlimmerung werden bei einem Nahrungsmittel (in grobstofflicher Form) freilich nur darauf hindeuten, dass man das Nahrungsmittel absetzen muss.
Im feinstofflichen Bereich der Homöopathie gilt eine "Erstverschlimmerung" hingegen als ein Zeichen, dass das Mittel richtig ist. Gewöhnlich verändert man dann die Potenz nach unten. Für die Selbstbehandlung empfiehlt sich übrigens mit niedrigen Potenzen zu beginnen, bis D30, wenn man sich nicht ganz sicher ist.

In der Ernährungswissenschaft gibt es bis auf einige wichtige Ernährungsregeln meist sinnvollerweise nur Richtlinien, und kaum eine Absolutheit zu verteidigen, sondern die individuelle Ausgangslage, auf die man zurück greifen könnte.
Man wird seine eigenen Erfahrungen machen, die einem möglicherweise auch gewisse Zusamenhänge endgültig klar machen können.

Gut kauen

Als wichtig oder zumindest nützlich hat sich erwiesen, die Nahrung gut zu kauen, nicht nur zu zerkleinern, sondern auch jedes Nahrungsmittel in seinen Brocken und seiner zerkleinerten Masse einzuspeicheln. Das könnte bei manchen Nahrungsmitteln kein grosses Vergnügen sein (zB Fleisch oder Fisch), wobei es sicher auch auf den persönlichen Geschmack ankommt. Doch erhält man so auch ein anderen Eindruck von der Nahrung.

Amylase ist ein Verdauungsenzym, das im Speichel enthalten ist.

Schon mit geringstem Anfängsreiz beginnt die Amylase zeitlich gesehen sehr schnell zu wirken und seine Tätigkeit aufzunehmen.
Die Verdauung der Nahrung beginnt schon im Mund. Der Geschmack  verändert sich bald, umso länger man die Nahrung kaut.

Fette verdaulich machen

Es ist grundsätzlich wichtig, neben Eiweißen auch Fette dem Körper zuzuführen. Zu meiden sind Übermengen, ganz besonders der gesättigten Fettsäuren. 

Für den Körper sind gesättigte Fettsäuren wichtiger Baustoff und Funktionsträger. Hier gilt dasselbe wie bei den Eiweißen: Übermaß vermeiden. 

Die Galle enthält Enzyme, die helfen, die komplexeren (ungesättigten) Fettsäuren zu zerlegen. Die Galle selbst wird in der Leber gebildet, die Gallenblase ist der Vorrautsraum und gibt bei Bedarf die Gallenflüssigkeit in den Dünndarm ab. 
Man hilft der Verdauung der Fette (die im Magen und Darm statfindet) , indem zu ungesättigten Fetten (zB Tahini) auch andere Gewürze isst (zB Ingwer, Anis, Koriander) oder Pflanzen (Artischocke) und/oder Kräutertee an diesem Tag trinkt (bittere Tees, zB Mariendistelkraut, Klettenwurzel usw.). Allgemein regen diese Pflanzen (vor allem das Bittere) die Speichel an, auch die Bauchspeicheldrüse.

Kurze Info zu ungesättigten und mittelkettigen Fettsäuren 

Die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren benötigen keine Gallenflüssigkeit. Als empfehlenswert gelten unter den einfach ungesättigten Fetten allgemein die mittelkettigen Fettsäuren. Diese beiden Bezeichnungen: betreffend die Länge  der Kette (kurzkettige, mittelkettige und langkettige Fettsäure), und betreffend den Grad der Sättigung (ungesättigte, gesättigte Fettsäuren), bezeichnen zwei unterschiedliche Sachverhalte. 

Der Grad der Sättigung bedeutet die Fähigkeit eines Moleküls, sich mit anderen Stoffen zu binden und im Stoffwechsel bestimmte Funktionen erfüllen zu können. Umso gesättigter ein Molekül ist, desto eher wird es selbst sich irgendwo binden, ist aktiv. Bewirkt. Reaktiv ist ein Stoff, wenn er verändetr werden kann.
Die wichtigen ungesättigten Fettsäuren erleiden eine Veränderung (deshalb oxidieren sie auch leicht), sie bedeuten aber auch wichtige Ausgangsstoffe für das Stoffwechselgeschehen und den Zellstoffwechsel. 

Ein Fehler, der gemacht wird, ist eine allgemeingültige Wahrheit in einer ganz bestimmtern Ernährungsweise zu suchen. Man hat irgendetwas gelesen, es klang überzeugend, und es könnte dennoch falsch für einen selbst sein.
Jeder Mensch verfügt über eine eigene Konstitution und Ausgangslage, und darin gibt es bei jedem immer einen Sonderfall. Eine ganz besondere Situation, in der bestimmte Schwerpunkte und Geschichten gesetzt sind.

Jemand hat einen engeren Darm, und er wird mit Ballaststoffen vorsichtiger umgehen müssen als ein anderer. Oder jemand hat von Natur aus eine grosse Widerstandskraft, und ihm machen viele Nahrungsmittel mit ihren besonderen und zugleich in manchen Hinsichten evtl. bedenklichen Inhaltsstoffen auch auf längere Dauer nichts aus. 

Immer ist es günstig zu berücksichtigen, dass der Körper sich einstellen kann, auf eine   Ernährungsweise ( bei der es einen Schwerpunkt, zB auf Getreide oder Müsli geben könnte).

Trotz aller Betonung, die auf das Individuelle und dem persönlichen Bedarf gerichtet ist, haben sich für mich mehrere Grundregeln herauskristallisiert: Manche Inhaltsstoffe von Gemüsen (zB Curcuma) entfalten ihre Wirkung am besten über eine längere Zeit der ununterbrochenen Einnahme, und deren Dosierung kann zunehmend geringer ausfallen (da der Körper auch seinen Bedarf deckt und seine Speicher auffüllt). Andere Nahrungsmittel enthalten besondere Stoffe, die ab einer bestimmten Konzentration und Dauer auch bedenklich werden können (zB Wacholderbeere).

Das alles bedeutet, manche Nahrungsmittel aber auch Kräutertees sollte man nach einer Zeit der kontinuierlichen Einnahme auch wieder einmal absetzen. 
Sinnvoll ist, jede Kur eines Nahrungsmittels zeitlich zu begrenzen und danach bis zur erneuten Anwendung einige Zeit verstreichen zu lassen. 

Insgesamt ist es das Beste, weil am Ungefährlichsten, sich vielseitig und abwechslungsreich zu ernähren. Aber es spricht auch viel für eine Kombination von Gemüsen, oder auch Kombination von Kräutern, Gemüsen und Gewürzen etc. hinsichtlich einer entschlackenden Wirkung -  womit ein synergetischer Effekt der Wirkstoffe und Nährstoffe zustande kommen kann.

Der Stoffwechsel stellt das wichtigste Funktionsglied des ganzen Organismus dar. Über ihn läuft sowohl die Nahrungsverwertung und Energiegewinnung, als auch die Ausscheidung nicht benötigter und schädlicher Stoffe.

Daher ist eine Optimierung oder Verbesserung der Stoffwechselfunktionen ein äusserst effektiver Ansatzpunkt für eine Entschlackungskur.
Indem man den ganzen Stoffwechsel fördert, und seine einzelnen Organe (die Leber!), fördert man die Entgiftungsfunktionen! Sicher gibt es einen Unterschied zwischen einfachen Schlacken und schwerwiegenderen Giftstoffen, wobei man einerseits von Entschlacken und andererseits von Entgiften spricht. Ich sehe darin allerdings keinen Unterschied.

Das Fasten ohne ergänzende Maßnahmen und ohne zusätzliche (natürliche) Wirkstoffe, also das pure Programm: "nichts essen, viel trinken und bewegen", wird nicht so leicht die tief im Körper steckenden Gifte heraus bringen können, wenn der Körper sich vorher nicht mit Nährstoffen sättigen konnte. Das kann nicht an einem Tag geschehen, sondern braucht schon einige Wochen.

Für alle modifizierten Fastenarten stellt es eine optimale Bereitstellung von Vorraussetzungen dar, wenn man gezielt den Stoffwechsel, die Organe und damit die Entgiftungsfunktionen fördert und unterstützt. 

Die Leber

Ganz besonders die Leber verdient höchste Aufmerksamkeit! Sie ist das zentrale Organ des Stoffwechsels UND zentrales Organ der Entgiftungsvorgänge!
Wir wissen meist gar nichts über die Leber, oder den Stofwechsel und interessieren uns nicht für den Körper. Wann taten wir das jemals? Meist erst, wenn wir darauf aufmerksam gemacht werden. Leider oft dann, wenn es sich in Form einer Schwäche äussert, was nämlich meines Erachtens nach immer an einer grundsätzlichen Leberschwäche liegt - und sei es eine psychische Schwäche,die einen plagt.

Die besten Stoffe, um die Leber aufzurichten und zu stärken, sind Bitterstoffe, die von der Leber geliebt werden. Zum Beispiel Chicoree, Löwenzahn, oder überhaupt viele Wildkräuter.

Das ist ein schöner Plan: Man sucht sich einige Wildkräuter, die reichlich zu finden sind, wenn man sie einmal kennt. Es gibt Kräuter für die Niere, für die Entschlackung (beide Brennessel), es gibt Kräuter für den Darm (Tausendgüldenkraut), es gibt Kräuter für die Leber (Odermennig). Man kann den Holunderblütentee trinken, vor einem Schwitzbad - denn Holunderblüten unterstützen das Schwitzen. Und natürlich gibt es verschiedene Gemüse, die jeweils einem bestimmten Organ besonders gut tun.

Wer weiss, was im Wald essbar ist? Wer weiss, ob die Holunderblüten geniessbar sind? Wer weiss einzuschätzen, ob die üblichen Meldungen, Holunderblüten dürfe man nicht roh verzehren, richtiger sind, als die Ansicht, dass man diese essen könnte? Jedenfalls habe ich Holunderblüten mehrmals reichlich genossen und habe keinen Effekt festgestellt. Ich denke, die Menge macht es. Hier wird sogar der gebotene Nichtverzehr  der Blüten unerwähnt gelassen, woraus man schliessen kann, dass die Blüten unbekenklich sind, was auch meinem Eindruck entspricht. Die Blätter, Rinde, Wurzeln, unreife Holunderbeeren und ungekochte reife Beeren werden zurecht als ungeniessbar eingeschätzt. Ein Holunderbeerentee hat meines Ermessens nach auch schon nicht mehr die Power der Blüten und wirkt übrigens anders.
Holunderblüten sind auch gut für die Blutreinigung, ebenso wie die Brennessel. Es ist kaum möglich, ein einziges Organ oder Körpersystem herauszugreifen, dem man besondere Aufmerksamkeit bei der Entschlackung widmen wollte; man sollte alle Organe beachten und evtl. stärken (jedes Kraut, das einem bestimmten Organ zugeordnet werden kann, stärkt dieses; das gilt auch und ganz besonders für homöopathische Mittel) - weil wenn eines der Organe oder Systeme schwächelt, zum Beispiel das Blut, Lymphsystem, die Verdauung, oder die Niere, dann schwächelt das ganze System. Es ist beinahe gleich für die Leber, wo das Problem entsteht: alles kann der Leber schaden oder sie stören, wenn nämlich die Entgiftung oder der Stoffwechsel an irgendeiner Stelle unterbrochen wird.
Wenn der Darm zum Beispiel nicht richtig die Schlacken ausscheidet, werden sie wieder aufgenommen und kommen erneut zur Leber. Die Leber freut sich lieber über Bitterstoffe.

Wer weiss wie Holunder oder Odermennig aussieht? Wer wusste, dass Odermennig eine Pflanze ist, die gut für die Leber ist? Wer wusste - und ist sich dabei obendrein in freier Natur sicher -, dass Odermennig oder das jeweilige Kraut, das man gefunden hat, geniessbar ist? Eine Empfehlung in dieser Hinsicht: Sehr viele Bücher und Photos ansehen, auch in Stadtbibliotheken findet man häufig Bestimmungsbücher für einheimische Pflanzen - vielleicht will man sich sogar  ein Buch zulegen (auch gebraucht bei Amazon, Ebay, Booklooker, ABC-Books). Der Aufenthalt im Freien kann viel Freude bereiten, wenn man es verbindet mit dem Sammeln von Wildkräutern.

Wildkräuter sind stärker als kultivierte Pflanzen. Sie haben  den Vorzug, dass in ihnen relativ mehr Vitamine und andere Nährstoffe enthalten sind, als wie in kultivierten Pflanzen, die meist ja in Massen wachsen und regelmässig auf demselben Platz angepflanzt werden (der Boden wird mit den Jahren ausgelaugt genau von dem Stoff, den die Pflanze braucht; künstliche Dünger sind für Pflanzen wie für den Menschen Mineralstoffpräparate: sie werden niemals so gut aufgenommen, wie die natürlich eingebundenen Mineralien; ein Naturdünger ist der einzig effiziente Dünger für die Äcker) .
Kultivierte Massenplantagen gedeihen a) auf Äckern, deren Nährstofflücke versucht wurde mit einem falschen, anorganischen Dünger zu beheben, und gedeihen b) in dichtem Bedrängnis, und   c) von Pestiziden ganz zu schweigen. Die Wildkräuter sind potenter, aber auch unkultiviert und damit bleiben viele Stoffe, die man sich die Mühe machte herauszuzüchten, erhalten - zum Beispiel Bitterstoffe, die nämlich gesund wirken, sind in höherer Konzentration enthalten in Wildpflanzen.

In ähnlicher Weise kann man für das Vorhaben, einmal strikt zu fasten, seinen Stoffwechsel vorher in Ordnung bringen, was die Entschlackung und Entgiftung während des Fastens verstärkt. Allerdings sollte man dann eine Pause zwischen Stoffwechselkur und eigentlicher strikter Fastenkur einlegen, sich während dieser Pause nicht weniger gesund ernähren, aber nicht mehr so sparsam wie während der Stoffwechselkur.

Interessant ist, dass viele Wirkstoffe der Pflanzen als integrierter Teil des Stoffwechsel fungieren können, und dass sie dafür vom Körper ohne Aufbauarbeit oder verstoffwechselter Synthese sofort herangezogen werden können.
Dazu zählen die sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Eine Art kostspielige Spezialität bedeuten, wie es zu lesen ist, ganz besonders die kolloidalen Mineralien, die dank ihrer kleinen (molekularen) Größe die Darmschleimwand sofort passieren und ins Blut übergehen, und damit in grösserer Menge in den Stoffwechsel eingreifen können.
Viele dieser Mineralien besitzen eine starke Bindungskraft gegenüber den Schadstoffen und helfen, diese aus dem Körper zu ziehen. Meine Meinung dazu: Es gibt Stoffe und Dinge, für die ich persönlich die 50 Euro eher anlegen würde. Zum Beispiel Homöopathika von Pflanzen, die auf die Leber (Carduus Marianus), Darm (Abrotanum) oder Niere (Solidago) günstig einwirken, oder die das Entgiften fördern (Sulfur). Auch Solidago Virgaurea fördert das Entgiften, da es die Niere anregt. Beinahe jede Pflanze, die eine bestimmte Affinität zu einem Organ hat, kommt auch als allgemeines Stärkungsmittel in Frage.

Um sich die wichtigen Mineralien "einzuverleiben",  sind immer natürliche Quellen an Nährstoffen zu bevorzugen, da die Nährstoffe mit der organischen (gewachsenen) Nahrung in einem Verbund vorliegen und leichter aufgenommen werden können.

Eine Überdosierung von Mineralien, wie es mit Brausetabletten leicht geschehen kann (falls kein Mangel vorliegt, der dies sinnvoll erscheinen liesse), wird wieder ein anderes Ungleichgewicht schaffen. Meist wirken sich die negativen Folgen aber erst über eine längere Zeit einer Überdosierung aus. Eine Überdosierung von Nährstoffen wird schwierig, wenn man sich auf natürlich gewachsene Nahrungsquellen verlässt - Vorraussetzung ist ein Ausschliessen von  Fertigprodukten als Grundlage  der Ernährung.
Einen Mineralstoffmangel sollte man wohl mittelfristig am besten durch entsprechende Kur mit einem speziellen Gemüse beheben, das von diesem Mineralstoff sehr viel aufweist.

Günstige Nahrungsmittel zum Entschlacken und Entgiften und Nahrungsmittel für das Basenfasten

Für ein striktes Basenfasten ist wichtig:
Kein Fett, keine besonders reichhaltigen Eiweißquellen (kein Käse, keine tierischen Produkte, keine Milch usw.), kein Zucker, kein Koffein, kein Alkohol.

Stattdessen vielseitiges und am besten ungekochtes (!) Gemüse.  Ausgenommen Rosenkohl und Spargel sind praktisch alle rohen Gemüse exzellente Basenlieferanten. Spargel hat an sich aber entschlackende Wirkung und kann in einem abgewandelten Basenfasten wunderbar eingesetzt werden.

Weitere entschlackende Gemüse: Zucchini, Blumenkohl, Gurke, Kohl (auch Sauerkrautsaft), Fenchel (auch für die Leber gut). Auch Erdbeeren entschlacken, sie gelten zudem als blutreinigend.
Überhaupt alle kaliumreichen Lebensmittel haben entschlackende Wirkung!

Es geht beim Basenfasten vor allem um diverse Mineralien und Spurenelementen, Vitamine und auch ein paar Eiweiße, die man mit den Gemüße und Obst zu sich nehmen wird. Und es geht  nicht nur um die Eigenschaft, dass manche Gemüse besonders auf den Säure/Basenhaushalt einwirken.

Für ein abgewandeltes Basenfasten braucht man es nicht so eng zu sehen, und kann im Grunde genommen zu allen Gemüsen greifen, selbst wenn sie als leicht säurebildend beschrieben werden. Besonders sinnvoll ist die Wahl von Gemüsen, die der Entschlackung helfen.
Beim abgewandelten Basenfasten dient die permanente Zufuhr von basenbildenden Lebensmitteln dem Ausgleich gegenüber jenen Lebensmitteln, die das Säure-Mileu ansprechen. Das abgewandelte Basenfasten soll vor allem hochwertige Eiweiße (=Aminosäuren!) ergänzen, die besonders dafür geeignet sind, den Stoffwechsel, seine Organe und die natürlichen Entgiftungsfunktionen des Körpers zu stärken. 

Man kann freilich Gemüse hin und wieder auch kochen. Dem Sinn des Basenfastens wird man jedoch eher gerecht, wenn man auf gekochte Gemüse verzichtet, da diese generell säurebildend sind!
Man kann auch variieren, nach einer Woche eines strikten Basenfastens die darauf folgende Woche zusätzlich an einigen Tagen gekochte Gemüse essen.

Auch Obst (besonders Äpfel) aus heimischen Gegenden, bei denen man annehmen kann, dass sie im reiferen Zustand geerntet werden als wie ausländisches Obst - wegen deren Transportwegen. 

Bei Obst muss man nämlich vorsichtig sein, da diese meistens unreif geerntet werden und bei der Nachreife ihre Säure nicht verlieren. Das saure (unreif geerntete) Obst ist an sich keine Zumutung für einen gesunden Organismus, wohl aber für einen, der bereits übersäuert ist oder an Stoffwechselschwäche leidet (zB langsamer Stoffwechsel besonders durch zu viele Schlacken). Und für ein Basenfasten kommt es ja darauf an, ganz besondere Betonung auf basenbildende Nahrungsmittel zu legen.

Allerdings weist manches Obst eine hervorragende Quelle an Nährstoffen, Vitaminen, Enzmen und sek. Pflanzenstoffen auf. Als Säfte könnte man diese könnte wunderbar nach einer Woche rigorosen Basenfastens ergänzen.
Bei Möhrensaft ist gelegentlich Honig enthalten. Da Honig auch günstige Eigenschaften in Bezug zur Gesundheit aufweist, kann man sich überlegen, ob man hier eine Ausnahme macht, oder auf Möhrensaft mit Honig verzichtet.
Wichtig ist es, bei den Säften grundsätzlich auf die Inhaltsstoffe zu achten. Gezuckerte Säfte sind Tabu. Unter den Rohsäften sind jene vorzuziehen, in denen Ascorbinsäure als Konservierungsmittel NICHT enthalten ist. 

Eindeutig sind die selbst hergestellten und  frisch gepressten Säfte besser geeignet als die meisten gekauften Säfte. Aber ein grosser Unterschied besteht dabei meist nicht.
Sauerkrautsaft lässt sich nicht so einfach selbst herstellen - ich verwende daher einfach den gekauften, auch wenn Ascorbinsäure enthalten ist.

Es kommt bei der Gestaltung seines "Fastenplans" darauf an, worauf das Fasten in erster Linie zielt. Eine starke Übersäuerung ist das eine (optimale Lösung: Basenfasten), eine allgemeine Entschlackung etwas anderes. Auch eine Stärkung des Stoffwechsels kann eine Besonderheit darstellen, und sich mit der Entschlackung verknüpfen.
Die Entschlackung und Entgiftung wird in der Wirkung erheblich gesteigert, wenn man entsprechende Nährstoffe gezielt zu sich nimmt.

Während des strikten Basenfastens gilt es jedoch auf Getreide, Müsli, Milch und alles Gekochte zu verzichten, da man ja ganz besonders das Basenverhältnis stärken will. 
Damit bleiben praktisch nur Gemüse und Obst, und zwar für die begrenzte Zeit des Basenfastens, und zwar am besten als Rohkost

Und natürlich ist es auch bei jeder Form des Basenfastens wichtig, viel zu trinken. Idealerweise 2-3 Liter. Man nimmt allerdings auch mit der Nahrung Wasser zu sich, das bei dieser Mengenangabe aber unberücksichtigt bleibt .

Die Tageszeit des Essens

Idealerweise nimmt man den Grossteil der Nahrung morgens und mittags zu sich. Das erste Essen nach dem Aufwachen ist normalerweise wichtig, da es den Stoffwechsel ankurbelt!
Das Mittagsessen dient der Fortsetzung des Impulses. 

Aber beim Fasten dient der jeweilige Tag und besonders der Morgen der Forsetzung der Entschlackung, die der Körper besonders in der Nacht leistet.

Der Abend sorgt für den Ausklang und idealerweise der Vorbereitung der entgiftenden Funktionen des Stoffwechsels während der Nacht. Die letzte Mahlzeit des Tages sollte auch bei normaler Ernährung deswegen sparsam verlaufen. 

Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sind in jedem Fall verdaulicher und gesünder, als zwei oder drei grosse Mahlzeiten an einem Tag. 
Es ist am besten  keine Mahlzeit als sättigend zu erleben, also schon vorher und  im richtigen Moment aufzuhören. 

Man kann morgens schon ein warmes Gericht wählen. Oder insgesamt  verhältnismässig nur wenig an zubereiten (gekochten) Gemüse verzehren. Es verleitet übrigens das warme

Essen zu einem Übermaß, über das Sättigungsgefühl hinaus.

Verschiedene Wirkstoffe kommen in jedem Fall dafür in Frage, dem inter- und extrazellulären Stoffwechsel bei der natürlichen Entschlackung zu helfen.

Nun gibt es die Möglichkeit, neben körperlicher Bewegung und allgemeiner gesunder Ernährung, auch besondere Wirkstoffe von Pflanzen zu sich zu nehmen. Neben unzähligen Beistoffen, die günstig auf den Stoffwechsel einwirken, gibt es einige besondere Stoffe, die auch für bestimmte Organe überaus förderlich sind. Ausserdem können manche Wirkstoffe direkt die Schlacken oder Schadstoffe binden und lösen, und dem Organismus helfen sie abzutransportieren.

Fenchel, Chicoree und Artischocken sind besonders für die Leber förderliche Gemüse. 

Da die Leber zur Arbeit Enzyme und Aminosäuren benötigt, sind auch Eiweisse in Maßen nützlich.  

Eiweiße, Enzyme und Aminosäuren

Enzyme sind im Grunde nichts anderes als spezielle Eiweisse. Aber zur Bildung von körpereigenen Enzymen benötigt der Körper eben bestimmte Aminosäuren, die in den Eiweißen, die wir mit der Nahrung aufnehmen, vorhanden sein können.

Obwohl man während des Basenfastens in grösseren Mengen  auf Eiweiße  verzichten sollte, so wird man mit 2-5 Esslöffel Bierhefe, Sojaflocken, Brottrunk, Fermentgetreide oder speziellen Obst im ganzen doch nicht so viele Eiweiße zu sich nehmen, wie bei normaler Ernährung vor allem durch tierische Produkte. 
Empfehlung, Richtwerte: Bierhefe und Sojaflocken: jeweils 2-5 Esslöffel täglich über den Tag verteilt, je nach Gesamtmenge an Eiweiß an einem Tag. Ruhig etwas mehr Bierhefe, da in dieser weitere wichtige Nährstoffe für den Stoffwechsel enthalten sind. Bei Sojaprodukten auch mehrere Tage in der Woche einführen, wo man keine Sojaproduklte isst! Auch in ihnen sind nämlich einige Stoffe enthalten, die sich gegen andere Stoffe stellen können (Trypsinhemmende Stoffe, die über längere Zeit der Einnahme die Eiweißverdauung etwas hemmen und Phytinsäure).

Tierische Eiweiße - ob in geringen Mengen oder Übermengen - können gut aufgenommen werden , das heisst in diesen Mengen verwertet werden . Der Vorteil der Eiweiße geht mit der Menge aber verloren und überdies gibt es im Fleisch an sich Stoffe (zB Purine), die die Leber mehr belasten als andere Stoffe in Pflanzen! Diese Purinsäure ist viel bedenklicher als die doppelte Menge an Phytinsäure (Phytinsäure beeinflusst die Eisenaufnahme).

Das Wichtigste: Funktioniert der Stoffwechsel, weil alle Nahrungsmittelprodukte und Stoffe bis zum möglichen Endpunkt abgebaut werden können, bleiben keine Stoffwechselzwischenprodukte über, die dann irgendwann auch als Schlacken eingespeichert werden - weil sie nicht alle ausgeschieden werden können oder kurzerhand sich binden mit weiteren Stoffen. 

Es handelt sich bei diesen Zwischenprodukten oft auch um Gifte, die die starke Tendenz haben sich mit anderen Stoffen zu binden. Der Körper will die Gifte abbauen, kommt aber aus dem Mangel an Nährstoffen nicht dazu (Nährstoffe, die die nötigen Bausstoffe für diese Schritte liefern würden) und sie binden sich zB mit einem Mineral oder Eiweiß und werden eingespeichert.

Damit der Stoffwechsel Produkte zuende abbbauen kann, braucht der Körper vor allem Aminosäuren (und Enzyme), die er mit der Nahrung erhält. Aber auch Vitamine, bestimmte Fettsäuren (bes. Omega-3-Fettsäuren) und Mineralien (zB Kalium), nicht zu vergessen die Spurenelemente (zB Selen,  Zink).

Eiweiße sind ein anderes Wort für Proteine. Eiweiße bestehen aus vielen zusammengefügten Aminosäuren. 

Einzelne von Menschen verwertbare Aminosäurenarten gibt es je nach Zählweise 20 oder 22. Eiweiße sind immer aus diesen Grundbestandteilen aufgebaut, den Aminosäuren.

Aminosäuren sind Baustoffe. Jeder Baustoff und jede Körpersubstanz ist eine Zelle, und jede Zelle besteht aus Aminosäuren.
Andere Baustoffe für die Zellen sind Fettsäuren, Vitamine und Mineralien.

Transporte von verschiedenen, jeweils sehr individuellen Substanzen können oft nur mit bestimmten Baustoffen getätigt werden, zu denen eben die Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralien benötigt werden! Fehlt eine Aminosäure, kann unter Umständen der ganze Stoffwechsel allein durch die mangelnde Transportfähigkeit der Nährstoffe verlangsamt sein, da ein Transportmittel fehlt (das aus Aminosäuren und anderen Baustoffen aufgebaut wurde).

Jederzeit werden Zellen oder sonstige Stoffe gebaut, abgebaut oder umgewandelt. Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Fettsäuren werden dazu benötigt.

Aus diesen 22 Aminosäuren wird alles Leben aufgebaut, jede Zelle und Muskelzelle.

Diese zusammengefügten und mit anderen Baustoffen verbundenen Aminosäuren werden Eiweiße genannt, sie sind Komplexe, auch Makromoleküle genannt. 
Enzyme sind Proteine (=Eiweiße), nur nicht so gross wie die meisten im Körper auffindbaren Proteine. Ezynme bestehen aus weniger Baustoffen, sind viel kleiner als Zellen und sie kann man als die kleinen Helfer beim Stoffwechsel beschreiben. Immer muss irgendetwas aufgespalten werden, oder bewirkt werden - das tun die Enzyme. Sie werden vom Körper aufgebaut, können aber auch dem Körper direkt zugeführt werden mit der entsprechenden Nahrung. Auch die Baustoffe für diese Enzyme können mit den entsprechenden Aminosäuren zugeführt werden.

Eiweiße sind wichtig, aber in Übermengen weniger nützlich als schädlich. 
Bei der täglichen Ration Eiweiße kommt es auf die Breite der zur Verfügung gestellten Aminosäuren an, nicht auf die Menge. 

Mindestens einen Tag in der Woche sich sehr gut zu bewegen (am besten den ganzen Tag wandern als Picknick oder in einer Gaststätte eine sparsame  Mahlzeit nehmen), entschlackt, stärkt den Körper und hat einen günstigen Effekt auf den Stoffwechsel und das Immunsystem. Besser noch jeden Tag einen kürzeren Spaziergang machen. Wenn man sehr schnell geht, verstärkt dies den vitalen Effekt. Besonders Berge  sind geeignet.
Man sollte nur nicht aus der Puste (Kondition) kommen. Auf diese Weise einer körperlichen Beanspruchung werden aufgenommene Aminosäuren zudem in Muskelgewebe eingebaut und nicht ins Bindegewebe. 

Einen bestimmten Tag kann man ruhig etwas mehr Eiweiße zu sich nehmen. Eiweiße sind nicht unwichtig. Ja wichtig. Meiner Ansicht nach ist es eine grössere Herausforderung, die richtige Menge Eiweiße zu finden, als die richtige Menge Kohlenhydrate und Fette (bei Fetten kann man generell sparsam bleiben was nicht schwer fällt; auf hochwertige Fette achten!).

Was man nicht tun sollte, jeden Tag üppige Mengen an Quark, Joghurt, Milchgetränken, (tierisches) Fleisch in allen Formen und zusätzlichen Sojaprodukten. Eine ungefähre Menge benötiger Eiweiße berechnet sich nach der Formel 0.8-1gr Eiweiß pro kg Körpergewicht. Wobei jede Belastung den Bedarf erhöht - auch psychische Belastungen können den Bedarf erhöhen.
Leistungsportler haben einen deutlich erhöhten Bedarf. Die Angaben dazu weichen  je nach Quelle stark ab. Meist 2gr bis 4gr.
Bei Sportlern jedenfalls dürfte der Bedarf anscheinend mindestens doppelt so gross sein. Es richtet sich auch nach Art der Tätigkeit/ des Sports (mehr bei Kraftsport).
Bei den Eiweißen aber nicht die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen im Gemüse und Obst vernachlässigen! 

Was nützen schon tausend einzelne Aminosäuren (zB von Tryptophan), wenn zum Bauen eines bestimmten Enzyms oder eines anderen körpereigenen Wirkstoffes auch Vitamin B6 oder Thyroxin dazu benötigt werden? 

Enzyme sind die vielen tausend Helfer im Organismus. Fehlen Aminosäuren und auch Fettsäuren und andere Baustoffe oder Vitamine usw., kann die für viele Vorgänge des Stoffwechsels wichtige Enzymtätigkeit  beeinträchtigt sein; auch  die Nährstoff-aufnahme und -verwertung!. Auch der Gehirnstoffwechsel zählt dazu (gute Laune und psychische Belastbarkeit allgemein) .

Folgender Artikel weckt die Vermutung, dass es vor allem Eiweißverbindungen sind, die eine entgiftende Verbindung aufweisen:

Aus http://www.afa-algen-online.de/Afa-Literatur/Entschlackung_durch_AfaAlgen.htm:

Die AFA-Algen nehmen bis zu einem Drittel ihres Trockengewichtes an Schwermetallen auf. Proteinfragmente, sogenannte Phytochelate, binden chemisch toxische Metallatome. Wenn Cadmium oder andere Schwermetalle einmal an die Alge gebunden sind, werden sie nicht wieder an den Körper abgegeben, sondern über die Ausscheidungsorgane ausgeleitet. Auch das Polysaccarid Alginsäure in der AFA-Alge hat die Fähigkeit, Schwermetalle und andere Umweltgifte an sich zu binden.


Weiterhin ist bekannt, dass es einen Unterschied der Einlagerungstendenz zwischen tierischen Eiweißen und pflanzlichen Eiweißen gibt - dass also die tierischen Eiweiße viel stärker die Tendenz haben, sich in Gewebe und Zellen einzulagern.

Gifte und Schwermetalle im Körper blockieren Enzymstellen und verdrängen Mineralien und Spurenelemente aus dem Körper.

Wenn man sich in das Wissensgebiet der Schwermetallausleitung begibt, stoßt man immer wieder auf bestimmte Aminosäuren oder Proteine, die dazu wichtig sind. Sei es über den Weg, bestimmte Baustoffe oder wichtige Nährstoffe für ein Organ zu liefern , oder sei es, da man ihnen direkt eine ausleitende Wirkung unterstellt; - ein in dieser Hinsicht wichtiges körpereigenes Protein ist Glutathion. Es wird aus Cystein, Glutaminsäure und  Glycin gebildet. Ein PDF-Artikel zu dem Thema: 
http://www.diagnostisches-centrum.de/...PDF/News_09_Aug.pdf

[ publizierende Webseite: http://www.diagnostisches-centrum.de/Publikationen/..Publikationen.htm ]

Andere erwaehnen als für die Glutahion Synthese günstige  Aminosäure ebenso  Acetylcystein . 

Weiterhin kann Cystein auch  aus Methionin gebildet werden, weshalb neben den genannten Aminosäuren auch Methionin im Rahmen einer gezielten Suche nach bestimmten Aminosaeuren Sinn macht, um dadurch die Glutathionsynthese zu erhöhen (vor einer zu grossen Einnahme von Methionin wird gewarnt, da dann die Calciumausscheidung zunehmen kann). Förderlich für die Glutathionsynthese sind also Cystein, Glutaminsaeure, Glycin, Acetylcystein, Methionin, Vitamin B6, E, C, Riboflavin, und damit alle Nahrungsmittel, die besonders viel von diesen Stoffen und  Aminosäuren enthalten, und Simylarin in der Mariendistel wirkt anregend für die Bildung dieses Antioxidants.

Enzyme bilden oder bedeuten  biologisch aktive Stoffe. Mit einem guten Stoffwechsel geht das Entgiften und Entschlackung schneller und ist damit wirkungsvoller. An bestimmten Aminosäuren (zB Glutathion) können Schadstoffe gebunden und durch das Blut zur Leber transportiert werden, wo sie dann ausgeschieden werden.

Da die Leber also fast immer mit Schadstoffen und zu entgiftenden Stoffen in Berührung kommt, ist auch ein Schutz der Leberzellen sinnvoll, was am besten funktioniert mit einer gesunden Ernährung, unter gezielter Zuführung bestimmter Wirkstoffen mit der Nahrung (siehe unter Leberstärkung).

Enzyme sind  wichtig für den ganzen Organismus. Sie sind an biochemischen Vorgängen des Organismus beteiligt. Ohne sie wäre der Stoffwechsel nicht möglich! Keine Schlacken könnten abtransportiert oder abgebaut werden.

Aus Knoblauch und dessen Bestandteil Alliin wird zum Beispiel erst durch die in der Verdauung stattfindende enzymatische Spaltung das wirksame Allicin erzeugt, das antibakteriell wirkt. Viele Stoffe und Wirkmechanismen werden durch Enzyme katalysiert. Viele dieser Enzyme stellt der Körper selbst her. Dieselben und andere kann man ihm ergänzend zuführen.

Der Brottrunk oder Fermentgetreide liefert diese Enzyme, die besonders für die Verdauung wichtig sind. Weitere Aminosäuren sind in Brottrunk oder Fermentgetreide enthalten.

Spezielle Nahrungsmittel, die reichlich Enzyme enthalten oder zur Bildung von Enzymen besonders günstig sind: Ananas, Papayas, Ananas, Kiwi, Mango.

Kalium

Kalium ist ein stark basisch wirkendes Mineral.

Besonders Kalium gilt als ein Entschlackungsmineral. Überhaupt ist Kalium für die Zellen wichtig.
Kalium bringt   prinzipiell die Informationen der Zellen nach aussen, wie es hier beschrieben wurde. Es geht um das Ruhepotential, mit dem auf umfassender Ebene Selbsterfahrung gleich Wirklichkeitserfahrung möglich wird. 
Hans-Heinrich Jörgensen beschreibt  den biochemischen Sachverhalt des Ruhepotentials folgendermaßen (in "Das anstrengende Kind und Schüßlers Biochemie"): 

"Kalium ist das Kernelement für die neuromuskuläre Stabilität. Das sogenannte Ruhepotenzial der Nerven, das ist die Fähigkeit, einen unnützen Impuls auch einmal an sich vorüber gehen zu lassen, wird durch die Kaliumkonzentration im Inneren der Nervenzellen bestimmt. Im Inneren der Nerven- und auch Muskelzellen ist das elektrisch positiv geladene Kalium-Kation rund 40mal höher konzentriert als in der Umgebung drum herum. Und ständig versuchen die Kalium-Ionen durch die Zellwand nach außen zu drängen, um einen Konzentrationsausgleich zu schaffen. Je niedriger der Kaliumgehalt der Zelle - aber auch je höher die Kaliumverteilung in der die Zelle umspülenden Flüssigkeit - ist, desto schwächer das Ruhepotenzial, desto instabiler die neuromuskuläre Erregbarkeit. " (Hervorhebung von mir; weiterer Text auf http://www.nam.de/kind.htm)

Letzten Endes entsteht ein Konzentrationsgefälle auf Ebene der Zelle, und das Kalium in der Zelle sorgt dafür, dass es wechselseitig von aussen nach innen und dann von innen nach aussen drängt. Zusammen mit Teilchen, an die sich Kalium bindet.

Das kann man auch symbolisch verstehen, indem das Kalium auf den Parasympathikus einwirkt, und so für die Öffnung des Selbst nach aussen beitragen kann. Wobei das Außen die eigentliche Wirklichkeit ist, die sich von selbst ergibt, und die nicht herbeigedacht und nicht gesucht werden kann. Der wahre Standpunkt, auf dem der Mensch nur stehen kann, ist der, wo seine Wahrnehmung die Realität erzeugt, und es nicht wirklich ein "Außen" gibt. Denn von innen nach aussen wächst die Wirklichkeit. 

Kalium sorgt für eine pumpende Bewegung auf Zellebene, sofern der Körper der Wirkung des Kaliums etwas zum Ausgleich entgegen zu setzen hat . Toxische Mengen an Kalium im Blut bewirken Muskellähmung. Das ist normal immer der Fall und es entsteht ein Ruhepotential.
Die Zelle wird zunächst durchspült von aussen, und öffnet ihr Inneres gegenüber Kalium (suche im Text "Kaliumionen" 29.4.2009), dann  drängt das Wasser von innen nach aussen zurück in den Nährstrom. 

Das Lymphsystem sorgt für den Abtransport von übrig gebliebenen Stoffwechselabfällen und Giften. Ist das Lymphsystem verstopft, kann nicht alles abtransportiert werden.

Wenn zuwenig Kalium vorhanden ist, sieht sich die Zelle mehr dem Nährstrom von aussen ausgesetzt, verkümmert aber aufgrund dersfehlenden Abtransportes ihrer Stoffwechselprodukte.
Der Nährstrom beinhaltet wichtige Nährstoffe und Energieträger für die Zellen. Mit Kalium wird gewährleistet, dass die Zelle Abfallprodukte der einzelnen Zellen (Zellstoffwechsel) in den Nährstrom weitergeben kann, und dass so die Atmung und Reaktionsweise der Zelle optimal gehalten werden kann (Schutz vor Oxidantien bzw. freien Radikale; Vermeidung von Gärungsprozessen).
Das Blut und die Lymphe transportiert die Schlacken zur Leber und zu anderen Entgiftungsorganen (Darm, Niere) oder über die Lunge und Haut hinaus aus dem Organismus.

Natrium befindet sich ausserhalb der Zelle in grösserer Konzentration, Kalium im Inneren der Zelle.
Kalium und Natrium sind Gegenspieler und verursachen mit ihren Wechselwirkungen zueinander pirnzipiell den Versuch sich gegenseitig aufzuheben. Sie  erzeugen  eine Pumpbewegung unterschiedlicher Konzentrationen, indem der Durchgang durch die Membran jeweils nur unter Bedingungen möglich ist. Grund dafür ist das Ruhemembranpotential zwischen Innen und Aussen der Zelle. Dieser Vorgang  besteht aus einem sich selbstregulierenden Prozess, wobei die Ladung der Zellwand durch die Kalium-Ionen verändert wird. Kalium-Ionen können nicht unendlich aus der Zelle strömen. 
Beide Mineralstoffe erzeugen durch ihre Wechselwirkung auf Zellebene auch elektrische Energie.

Kalium wirkt   übrigens  beruhigend auf den Parasymphatikus, Natrium wirkt anregend auf den Symphatikus  im Menschen. Der Sympathikus regelt nach aussen gerichtete Tätigkeiten im Organismus. Beide Zentren gehören zum vegetativen Nervensystem, das die gesamten Stoffwechselfunktionen mit den sie tragenden Organen übergeordnet steuert.

Erwähnenswerte Gemüse um den Kaliumhaushalt zu stärken sind Schlangengurken, Zucchini, Blumenkohl, Bärlauch, die zudem allesamt hervorragend entwässernd wirken und entschlacken.  Kalium hält den Nährstrom in Fluss. Kalium ist reaktionsfreudiger als Natrium.

Es ist kaum möglich, allein mit Gemüsen eine gesundheitlich bedenkliche Konzentration von Kalium im Blut zu erreichen (Kalium in hohen Dosen ist tödlich; so die  "Hinrichtung" mit Kalium , das in die  Blutbahn gebracht wird).

Kräutertees, Pflanzen und Ölsaaten

Was das Entschlacken angeht, gibt es weiterhin die Möglichkeit, auf bestimmte Kräutertees zurückzugreifen, die das Entschlacken bei jeder Fastenart stark unterstützen. Die Kräutertees sind in ihrer unterstützenden, organförderlichen Wirkung nicht zu unterschätzen!

Die Wirkung der Kräutertees kann man beschreiben, als würde man sich an gute Luft setzen, und nicht an schlechte Luft, um eine Grippe auszukurieren. Der Unterschied zwischen beiden Zuständen der Luft ist nicht die ursprüngliche Bedingung, dass der Körper sich erholt, aber es bleibt ein Faktor und er akkumuliert sich mit der Zeit als beträchtlich. Trinkt man  Kräutertees, ist es also in etwa so, dass man dem Körper und seinen Organen ein besonderes für sie angenehmes Klima schafft.

Bestimmte Tees stimulieren Leber, Galle, Darm oder Nieren. Manche wirken auf mehrere Organe günstig. Es gibt auch Tees, bei denen die in den Pflanzen enthaltenen Stoffe allgemein helfen, Schlacken zu lösen oder indem sie entwässern. Richtig tiefgreifend entschlacken oder gar entgiften (von Schwermetallen) lässt sich aber mit den Wirkstoffen dieser Tees nicht.

Leberstärkende Tees:
Mariendistelkraut, Löwenzahnkraut, Hauhechel, Klettenwurzel, und Birkenblätter (diese wirken besonders auf die Leber, und haben sich bei mir als sehr wirksam erwiesen; Birkenblätter wirken in erster Linie auf die Niere günstig, aber auch auf die Leber).

Tee-Pflanzen zur Entgiftung  und mit sehr guter Wirkung auf die Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane (zum trinken):
Benediktinerkraut, Wegwartenkraut, Beifußkraut, Engelwurz, Rote Queckenwurzel, Odermennig, Wermut, Goldrutenkraut, Gundelrebe, Melisse, Schafgarbe, Ringelblumenblüten, Zinnkraut.
Weitere klassische Leberpflanzen: Erdrauch, Schöllkraut.

Kräuter und Gewürze  zur Unterstützung der Leber, Niere, Stoffwechsel (zum essen):
Gelbwurz (=Curcuma), Koriander, Petersilie, Brunnenkresse... usw, eigentlich sind alle Gewürze wie Anis, Ingwer, Liebstöckel, oder Salbei  für Leber, Niere und/oder Stoffwechsel ausgesprochen günstig! 

Entschlackende und entwässernde Tees:
Brennesseltee, Orthosiphonblätter (in manchen Drogerien sogar im Sortiment und günstig zu bekommen), Goldrutenkraut, Birkenblätter, Hauhechel, Acker-Schachtelhalm.

Entwässernde Gemüse:
Zucchini, Blumenkohl, Gurke, Kohl (Sauerkrautsaft), Fenchel (auch für die Leber gut).

Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Sellerie, auch Spargel. Alle schwefelhaltigen Lebensmittel besitzen eine stark ausleitende Wirkung (nur natürliche Quellen an Schwefel zu sich nehmen). 

In der Zwiebel ist auch die für die Entgiftung wichtige Aminosäure Cystein enthalten. Auch Hafer enthält relativ viel Cystein. Nahrungsmittel mit Cysteinanteil. 

Ölhaltige Pflanzen wirken über ihren hochwertigen (mehrfach ungesättigten) Fettanteil entschlackend (zB Leinöl oder Sesamöl, auch als Sesampaste). Die ungesättigten Fettsäuren lösen die Fette aus dem Körpergewebe. Die Fette beinhalten eine starke Bindekraft, an die sich die Schlacken binden können.

Das gilt aber nicht für die gesättigten Fettsäuren. Diese sind zwar auch wichtig (für die Nerven). Doch haben im Übermaß die gesättigten Fettsäuren (siehe Gamma-Linolensäure) die Tendenz den Stoffwechsel zB in seiner Enzymtätigkeit zu stören (sie wirken im Übermaß ähnlich wie ein Übermaß an Zucker). Weiterhin neigen gesättigte Fettsäuren dazu, in ein Fettdepot abzuwandern (zusammen mit eventuellen Giftstoffen, die sich frei im Stoffwechsel befinden und sich an die Fette binden).
Während ungesättigte Fettsäuren neben ihrem Bedarf als Baustoff auch mit der tendenziellen Herabsenkung des Choleristinwertes einen günstigen Beitrag leisten können.

Dem Kurkuma (Curcuma), Hafer, Koriander und Bärlauch wird eine sowohl entschlackende als auch  entgiftende  Wirkung nachgesagt. Koriander und Bärlauch werden in der Naturheilkunde oft in Kombination zu Chlorella verwendet (zum Ausleiten von Schwermetallen).  Hafer gilt unter den Getreiden als jenes, das das grösste Entgiftungspotential unter ihnen besitzt.
Übrigens sei an dieser Stelle das homöopathische Mittel Sulfur erwähnt, das im Vergleich mit allen Nahrungsmittelstoffen die beste Entgiftungsfunktion besitzt, auch in Bezug zu Schwermetallen. Es gibt Beobachtungen von Homöopathen, die auch energetisch arbeiten, dass nur Sulfur tief eingelagerte Schwermetalle ausleiten konnte, aber nicht Bärlauch, Kurkuma und andere Präparate, auch wenn sie hochkonzentriert aufgenommen wurden. 

Leberstärkende Tees im Kombination mit einer sparsamen Zufuhr von hochwertigen Fettsäuren (gemeint sind vor allem Omega-3-Fettsäuren) und wichtigen Mineralien können sicherlich die Entschlackungsfunktionen besonders stärken.
Auch gelegentlich Fisch gilt für mich durchaus als ein wesentlicher Bestandteil einer Entschlackungskur, da man auf diese Weise dazu nötige wichtige Nährstoffe zu sich nehmen kann (Omega-3-Fettsäuren, Vitamine A, B12 und D, Zink, Selen, Jod und andere Mineralien). 

Etwas entschlackend wirken auch Nüsse dank ihrer Inhaltsstoffe. Gleichzeitig versorgen sie mit Energie. Für ein Basenfasten sollten sie nicht in Frage kommen aufgrund ihres Eiweißgehaltes. Pistazien haben viel Kalium. Algemein gilt die Mandel als überaus förderlich für das Klima von Antioxidantien und Mandeln enthalten selbst Antioxidantien.  

Eine ausgewogene  Kombination verschiedenster Wirkstoffe (am besten immer in natürlicher Form!) kann für synergetische Effekte der Entgiftung sorgen. Ausgewogen bedeutet auch, dass man nicht der Versuchung verfällt, zu meinen, mehr eines Wirkstoffes nützt auch immer mehr. Das gilt nicht immer und wird ab einer bestimmten Schwelle zur Belastung.

Mineralien

Viele Mineralien besitzen eine starke Bindungstendenz, sind kaum an enzymatische Transportwege gebunden,  und entschlacken insgesamt äusserst stark. Übermengen an Mineralien werden  versucht auszuscheiden oder einzuspeichern (nach Bedarf).

Kommen die mit Schlacken-Stoffen gebundenen Mineralien schliesslich zur Leber oder werden an die Hautdrüsen transportiert, werden sie als Urin oder Schweiß ausgeschieden.Bestimmte Formen von Mineralien sind klein genug, dass sie wie Glukose und andere Stoffe die Darmschleimwand ungehindert passieren können, ohne verstoffwechselt werden zu müssen. Sie werden sozusagen in den Körper (Blutbahn) gelassen, und lösen sich in den Körperflüssigkeiten. 

Diese kolloidalen Mineralien sind besonders aufbereitet bzw. gesammelt und es besteht ein klarer Unterschied zu handelsüblichen Mineralien (und sind verhältnismässig teuer). 
Diese kolloidalen Mineralien können leicht in das Blut und die Körperflüssigkeiten eintreten.

Algen

Als eine gute Stoffwechsel- und Gehirnnahrung sind Rot- und Braunalgen, aber auch grüne Algen geeignet. Darüberhinaus ist es bekannt, dass Algen als Mineralienquelle für den ganzen Organismus dienen können. 

Die einfachsten Algen (meist Grün- und Rotalgen) bekommt man billig im Chinaladen. Braunalgen sind nicht oft in diesen Supermärkten anzutreffen.

Allgemein wird unter  Algen Chlorella als stärkst wirksamste genannt hinsichtlich der Entgiftungsfunktion. Wie es hin und wieder erwähnt wird, gibt es auch eine blaugrüne Afa Alge, die auch gut entgiften soll. Auch Spirulina wird genannt. Die Erfahrung mit der Grünalge Chlorella spricht anscheinend für sich. Die Gifte werden offenbar derart konzentriert in Lösung gebracht (aus dem Körper gelöst), so dass dies einer Fastenkrise gleich kommen kann.

Wenn man Chlorella Algen oder andere ausleitende Verfahren verwendet, sollte man stets viel Wasser trinken (Wasser ist unabdingbares Lösungs- und Reinigungsmittel). Ansonsten können die Schlacken nicht vollständig aus dem Stoffwechsel geschieden werden. Einige Spaziergänge werden diesen Prozess noch zusätzlich günstig beeinflussen.

Die Algininsäure soll eine entgiftende Wirkung besitzen. Alginsäure kommt besonders in Braunalgen vor, aber vermutlich auch in allen anderen Algen.
Ausleitende Wirkung soll Chlorella, Spirulina sowie Afa-Alge (auch Klamath genannt). Nicht alle diese Algen sind Braunalgen. Also könnte es einen oder mehrere andere Stoffe ausser Alginsäure geben, welche für die ausleitende Wirkung in Frage kommt. Möglicherweise handelt es sich um eine bestimmte Wirkzusammensetzung verschiedener Bestandteile. 

Auch dem Chlorophyll an sich wurden ausleitende Wirkungen zugesprochen. Chlorophylhatige Ackergemüse sind: im Prinzip alle grünen Gemüse. Besonders Salate (Kopfsalat), Brokkoli, Spinat, Mangold, Kopfsalat. Alle blattreichen Wildkräuter, grüner Spargel, Brennessel (als spinatähnliche Zubereitung), Kohl und China-Kohl.

An anderen Stellen wird der Wirkstoff Sporopollein als Wirkstoff der Chlorella Alge genannt, die für die Entgiftungswirkung (Bindung an Schadstoffe) massgeblich sei (an anderen Stellen auch Sporopollenin geschrieben). Es wird auch von Vitapower.ch in ihrem PDF-Dokument über Chlorella Algen bestätigt. Offenbar bestätigen andere diesen Wirkstoff. Insgesamt liegen viele Erfahrungsberichte aber auch Forschungen zu der Chlorella Alge vor, so dass diese als Hauptmittel einer gewünschten Entgiftung angesehen werden kann. Bei Chlorella Algen geht es in erster Linie um die Entgiftung von Schwermetallen. Diese Chlorella Algen sollen so stark wirken, dass es zu Symptomen ähnlich einer Fastenkrise kommen kann, weswegen man eventuell auf die Dosis achten sollte und weitere Maßnahmen. Meiner Meinung nach sollte eine gesunde Ernährung die Grundlage für eine solche Kur darstellen. 

Es bietet sich zudem die Kombination mit Schüßler Salzen an (besonders Nr. 6, Nr. 9 und Nr. 10).

Beim Verzehr von Algen sollte nicht ihr hoher Jodanteil vernachlässigt werden. Zum einen für Menschen mit Schilddrüsenproblemen relevant - allerdings besteht mittlerweile der Verdacht, dass sowohl Schilddrüsenunterfunktion wie auch Schilddrüsenüberfunktion mit jeglicher Menge Jod reguliert werden kann. Dennoch sollte wohl nicht bedeutend zu viel Jod zu sich genommen werden. Einige Portionen Algen dürften das nicht leisten, zudem kann und sollte man einige Tage auch mit Algen aussetzen.
Es ist nicht primär das fehlende oder zu hoch dosierte Jod, das die Symptome einer Schilddrüsenproblematik beeinflusst (sondern Hormone); Jodmangel ist meist die Ursache beider Erkrankungsformen, wie es angedeutet wurde. 

Schüßler Salze

Bei der Entschlackung und Entgiftung äusserst nützlich sind die Schüßler Salze (auf die Schüßler Salze gehe ich spezieller noch weiter unten  ein).

Die Schüßler Salze wirken auf energetischer Ebene und harmonisieren die Organisationstätigkeit und Regulation , die durch das vegetativen Nervensystem geleist wird. Übrigens werden die Mineralien bei der Aufnahme in den Körper mit einer bestimmten Ladung versehen. Auch dies scheint direkt durch die Potenzen der Biochemie (Schüßler und auch Homöopathie) eine Auswirkung zu erfahren.

Biochemische Arbeit wird auch durch Mineralien geleistet und gewährleistet. Mineralische Vorgänge und Mileus wirken im Grunde wie Enzyme. Verschiedene Organe und Stoffwechselfunktionen haben eine bestimmte Affinität zu bestimmten Mineralien. Und ebenso weisen Schüßler Salze eine Affinität zu bestimmten Vorgängen auf Organ- und Körperebene auf.

Schüßler Salze bewirken durch ihre Einflussnahme an bestimmten Wirkpunkten eine Regulation und Harmonisierung. Eigentlich  wird der Stoffwechsel in seiner vegetativen Seite aus beeinflusst und von dort, so meine ich - je nach Schüßler Salz - ist der bestimmte Wirkpunkt gegeben . 
Dies bedeutet eine Einflussnahme auf die Regulations- und Funktionsmechanismen. Ohne vegetatives Nervensystem würde im Stoffwechsel nichts funktionieren. Es ist die zentrale Kontroll- und Verwaltungsstelle und die meisten Organe werden durch das vegetative Nervensystem in ihrem Funktionszusammenhang gehalten.

Die Schüßler Salze wirken übergeordnet über das Energiefeld eines Menschen und "informieren" die einzelnen Organe über den in den Mineralien vorhandenen Wirkkräften. Die Schüßler Salze stimulieren die natürliche Bereitschaft des Körpers, mit diesen Mineralien zu arbeiten und stärken durch die beigetragene Information diese Arbeit - je nach Sinn und Zweck, den die Mineralien als gelöste Stoffe,  Bestandteile von körpereigenen Stoffen und Funktionen oder hinsichtlich eines speziellen Organs aufweisen.
Die Wirkung der Schüßler Salze ist ausgesprochen direkt, und in der Auswirkung auf die körperliche Gesundheit konkret zu erfahren. 

Kräutertees und Schüßler Salze sind in ihrer Kombination eine überaus wirksame Maßnahme.

Weitere Maßnahmen und Pflanzen für die Entgiftung auch unter Leberstärkung.

Die Liste zu meidender Stoffe während einer Entschlackungs- oder Ernährungskur ist in groben  Kategorien gefasst eher kurz. Doch in Unterabteilungen füllt die Liste ganze Regale in den Supermärkten.
Zu meiden sind neben den massiven Fett- und Eiweißquellen der tierischen Produkte: Zucker, Alkohol, Nahrungsergänzungsmittel und Zusatzstoffe, die sich vor allem als Fastfood und Fertiggerichte in Tüten und Tütchen zu erkennen geben. 
Devise: Hiervon darf man nichts ergreifen. Ein Tabu liegt über diesen Stoffen.
Dazu gehören auch Genussgifte.

Kaffeekonsum

3 Tassen Kaffee täglich werden zum Teil von der wissenschaftlichen Seite als gesundheitlich unbedenklich eingeschätzt?! Ich würde während einer normalen Ernährungsweise (d.h. nicht in einer Fastenkur) diese 3 Tassen noch als halbwegs gesund definieren, wenn es sich um bis zur Hälfte gefüllte und kleine Kaffeetassen handelt (das sind pro Tasse 0.1 Liter = 0.3 Liter täglich). Wenn man Kaffee trinken möchte: Den Kaffee in kleineren Mengen über den Tag zu verteilen macht Sinn, da die anregende Wirkung des Kaffees sehr schlecht durch die Menge auf einmal beeinflusst werden kann, aber besser durch regelmässige zeitversetzte "Einnahmen". 

Allerdings ist diese erträgliche Menge keine mehr, wenn man jeden Tag solche Mengen konsumiert. Man sollte zumindest zwei Tage, besser die Hälfte der Woche auf Kaffee verzichten.

Ich glaube, dass die Lust sehr gross ist, gewisse von wissenschaftlicher Seite herrührende Richtlinien hinsichtlich des Genusses zu optimieren -  das heisst: als Verbraucher meint man, es werde sich dabei zB um grosse Tassen handeln, die zudem bis zum Rand mit starken Kaffee gefüllt sind. Dasselbe tut man sowieso bei jedem Heißhunger. Man sieht dann die Dinge optimistischer, als sie sind.

Kaffee erzeugt eine Art Heißhunger. Man möchte bald nicht mehr drauf verzichten. Um der kurzfristig anregenden Wirkung willen, nimmt man sogar eine allgemeine Mattigkeit und Müdigkeit in Kauf, die sich auf anderer Ebene bei dauerhaften Kaffeekonsum einstellen kann.

Gelenkschmerzen werden sowieso als alltägliche Sache hingenommen, liegen nicht nur meiner Erfahrung nach aber tatsächlich am Kaffeekonsum.  Dann gibt es wieder so eine Studie, die gegenteiliges besagt, dass Kaffee sogar solche Gelenkschmerzen verhindere! Also ich weiss nicht worin das Problem bei manchen Studien liegt, aber sie scheinen immer irgendetwas zu fokussieren, oder...  - es ist mir ein Rätsel. Jedenfalls sehe ich den Kaffee sehr viel kritischer und in vielen Punkten negativ, wo gewisse Studien etwas positives besagen (aber wie die Studie ausgewertet also interpretiert wird,  welche Fragestellungen  es gab und welche Meßskalen usw. benutzt wurden, wird natürlich nie bekannt gegeben! Worin ich ein ernstes Problem der Einschätzbarkeit grundsätzlich aller Studien sehe; mit ihnen verhält es sich oft wie mit Statistiken, in denen alles an Für und Wider enthalten sein kann).
Ein ähnliches Problem kennen wir auch aus der Astrologie. So viele Studien wollen die Astrologie widerlegt sehen, aber es ändert nichts daran, dass die Astrologie in ihrer praktischen Anwendung zurecht einen Zusammenhang zwischen Leben und Radix postuliert. Die Praxis gebührt also einen Vorrang. Von gewissen Seiten aber werden solche Studien als einzige Aussage über eine Sache bewertet. Mein Fazit: Man sollte vorsichtig sein mit   Studien. Sie suggerieren ein Heil oder das Versagen einer Sache, während es in der Wirklichkeit ganz anders aussehen könnte. Studien sollten als Information, nicht als Entscheidungsgrundlage dienen.

Warum sind solche "Nahrungsmittel" während der Entschlackungs-Kur zu meiden? Weil diese Nahrungsmittel Stoffe beinhalten, die den Stoffwechsel weniger gutes als mehr abzubauendes und auszuscheidendes zumuten. Sie belasten nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch die Ausscheidungsfunktionen.

Diese Stoffe sind die erste Hürde für einen optimal verlaufenden Stoffwechsel. Schafft man diese Nahrungsmittel aus dem Weg, ist der wichtigste Schritt getan.
Es verschlacken ausserdem diese Stoffe im Zusammenwirken ganz besonders.

Wenn der Körper sich mit diesen Stoffen beschäftigen muss, um sie auscheidbar zu machen und dann auszuscheiden, erhält er weniger Zeit und Raum dazu, die übrigen Probleme zu lösen. Die "gute" Nahrung, die man sich zuführt, wird dann gebraucht, um diese Stoffe zu verarbeiten, anstatt dem Stoffwechsel selbst zur Verfügung zu stehen.

Die wichtigen Nährstoffe und Funktionen des Organismus sind dann an einen grossten Teil ihrer möglichen Arbeit gebunden. Weiterhin wird leicht eine Schwelle erreicht, in dem noch mehr an Schlacken eingespeichert wird, als ausgeschieden werden kann.

Zucker und Stoffwechsel

Der einfache Zucker entfaltet zu schnell für den Körper seine Wirkung. Der Stoffwechsel erhält gewissermaßen einen Schock, ähnlich dem Kaffee.  

Zucker und Kaffee in Kombination, also zB in Form von "Kaffee und Kuchen", bedeutet eine äusserst aggressive Mischung für den Stoffwechsel.
Denn auch Kaffee setzt zusätzlichen Zucker frei, der in der Leber  gespeichert ist. Der Zucker (als Glukose) gelangt in das Blut, was man Blutzucker nennt. Zusammen mit dem Zucker der Nahrungsmittel, der bereits in der Darmwand schnell ins Blut übergehen kann, wird so ein enormer Anstieg des Blutzuckers erzeugt. 

Normalerweise ist es gut, wenn der Stoffwechsel auf Touren kommt. Aber es besteht ein wichtiges Merkmal darin, dass der Stoffwechsel auch auf seinen schnellen Touren bleibt. Er ist ausserdem darauf angelegt, aus komplizierten Stoffstrukturen (zB aus komplexen Kohlenhydraten wie Stärke) Energie zu gewinnen, und setzt diese Energie anders als wie beim einfachen Zucker allmählich frei, was sozusagen einen organischen Bogen bildet.

Der schnelle Anstieg des Blutzuckers durch den zahlreich aufgenommenen und freigesetzten Zucker (Glukose) kann sein Niveau nicht halten, der Blutzuckerspiegel sinkt schnell wieder ab und der Stoffwechsel verlangsamt sich auf längere Zeit gesehen.  Der Stoffwechsel wird durcheinander gebracht.

Der Stoffwechsel kann durch Nahrungsmittel zum guten oder zum schlechten hin beeinflusst werden. Er kann durch dauerhafte und regelmässige Einnahme von Nahrungsmitteln mit ihren Nährstoffen im Gleichgewicht, und so oder so in einem Status Quo gehalten werden. 

Es dürfte schwer fallen ohne Richtlinie die genaue Menge eines Nährstoffes festzustellen, die man täglich zu sich nehmen sollte, um das Optimale aus seinem Stoffwechsel heraus zu holen. Andere setzen sich Ziele im Sport oder Wettbewerb. Auch in der Gesundheit müssen sich die Ziele am Machbaren orientieren. Der Körper braucht gute Stoffe, aber jedes Übermaß kann den Effekt umkehren!
Dies zu beachten sollte grundsätzlich auch bei der normalen Ernährungsweise zumindest eine Überlegung sein. Bei allen Fastenarten, die nicht aus völligem Nahrungsverzicht bestehen, lohnen sich solche Überlegungen noch mehr.

Was die Nährstoffmenge angeht, gibt es bei manchen Nährstoffen (zB typischerweise über das Eiweiss) sehr viele Meinungen. Mir scheint in allen diesen Dingen wird oft das Grundsätzliche vernachlässigt und die Relevanz individueller Dispositionen vernachlässigt.

Das Grundsätzliche bezieht sich immer auch auf die rein körperliche Gesundheit von Prozessen auf einer Ebene ganzheitlicher Betrachtung. Wenn tierisches Eiweiß empfohlen wird, weil es den Aminosäurenhaushalt des Menschen am besten decke, wird völlig der eigentliche Bedarf an Eiweiß vernachlässigt, wenn man nicht sagt, wieviel tierisches Eiweiß man essen sollte. Ausserdem sind in tierischen Produkten viel mehr ungesunde Substanzen enthalten, als in pflanzlichen. Das scheint irgendwie unter dem Tisch zu fallen. Oder ist der Vorteil tierischen Eiweißes nicht bloß ein alter Mythos, der längst überwunden ist?

Die Menge an tierischen Eiweißen, die wir gewöhnlich verzehren oder zu denen wir früher angeraten wurden, ist gewöhnlich viel zu hoch und belastet unseren Körper. Solche "Mythen" wie den über das Gesunde des tierischen Eiweißes wurden aus der ganz normalen Forschung geboren, wobei dann eine gewisse Meinung entstand, die jeweils auf isolierte Betrachtungsweisen gründete. Isolierte Betrachtungsweisen sehen dann gewisse Umstände, und bewerten sie zu hoch, und der alte Mythos darf weiter leben. Es gibt natürlich immer irgendwo Mythen, in allen anderen Betrachtungsweise nicht weniger als wie in diesen Sachverhalten.

Nun kann man versuchen, die einem selbst entsprechende Idee, Richtung oder Quelle zu finden, der man trauen kann, um irgendwelche Richtlinien als Kriterium heranzuziehen. Oder man sieht in ihnen Annäherungen oder Orientierungspunkte. Keine Tabelle kann als absolut gelten, da allein schon die Nährwerte von einem Gemüse je nach untersuchten Objekt und behandelten Zustand variieren kann.
Es ist wichtig, dass man immer auch die persönliche Konstitution und Ausgangslage berücksichtigen muss. Das kann das Körpergewicht bedeuten, das Geschlecht, aber auch die eigene Wesensnatur und die damit zusammenhängenden physiologisch-hormonellen Ausgangslagen.

Ich bin sicher, dass einer der drei Nahrungsmittelqualitäten Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette bei jedem Menschen einen besonderen Umstand bedeutet. Einmal negativ, und ein anderes Mal positiv.
Einerseits könnte einer dieser Stoffe verhältnismässig schlecht, und andererseits einer dieser Stoffe besonders gut verträglich und nutzbar sein. Das sieht bei jedem aber anders aus. Genauso verhält es sich in anderer Weise mit der augenblicklichen Situation, die nach einem Nahrungsmittel verlangt - das können ganz besonders bestimmte Vitamine, bestimmte Mineralien oder Spurenelemente bedeuten, aber auch Eiweiße oder Fette.

Wer über ein gutes Körpergefühl verfügt, oder sich auf Intuition oder einen ausgeprägten Instinkt verlassen kann (zum Beispiel beim Riechen an den Nahrungsmitteln und der dabei angezeigten Lust oder Interesse an diesem Nahrungsmittel), dem ist eine solche Richtlinie ebenso gegeben. 

Die  Vorgehensweise rythmischer Veränderung der Zuführung von... Nahrungsmittel stimuliert in Form von immer wieder neuen Impulsen ebenso den Stoffwechsel, wie eine gesunde Ernährung an sich. 

Erhält der Körper aber von einigen Stoffen Übermengen in einer kürzeren Frist, kann er diese Mengen gar nicht alle auf einmal bewältigen.

Aus vielen Gründen ist also eine vielseitige, abwechslungsreiche Kost äusserst sinnvoll.

Bestimmte Reglerfunktionen werden von Mineralstoffen gewährleistet. Viele Mineralien besitzen eine starke Tendenz sich mit anderen Stoffen zu binden, andere wirken basisch (zB Kalium). Bestimmte Stoffe bringen andere Stoffe zur Lösung, oder festigen sie, erzeugen einen osmotischen Druck oder sorgen für Diffusion. Was für Eigenschaften Mineralien auch haben, dienen sie innerhalb verschiedener Stoffwechselfunktionen als Mittler für die Aufrechterhaltung ganzer Prozessketten. 

Mineralien und Spurenelemente sind in ihrer Bedeutung den Aminosäuren, Fettsäuren und sonstigen lebensnotwendigen Stoffen ebenbürtig, da sie wichtige Baustoffe und Funktionsstoffe für den Organismus bedeuten. 

Die Bedeutsamkeit von Mineralien liegt auch darin, dass sie vom Körper nicht selbst bereitgestellt werden können.
Übrigens gibt es die Beobachtung, dass die bloße Menge an zugeführten Mineralien noch nicht so viel an positiver Veränderung bewirkt, wie wenn man auf energetischer Ebene den Körper den Umgang mit Mineralien und/oder die Aufnahme von diesen Mineralien erleichtert. Auf vegetativer Ebene des Nervensystems wird der Stoffwechsel kontrolliert und gesteuert. Verschiedene homöopathische Mittel (auch Schüßler Salze zähle ich zu den homöopathischen Mitteln!) wirken offensichtlich auf diese vegetative Ebene ein.

Der Stoffwechsel ist bei den meisten Problemen des Menschen wie eingeschlafen und verlangsamt. Auf diese Weise schlagen sich auch verschiedene Formen des Unwohlsein zeitlich viel länger durch. Diese Zeiten kommen uns wie gedehnt vor, genau wie das ganze Leben manchmal. Oder wir sind andauernd gestresst, und die Schnelöligkeit zermürbt uns - dann wirkt es sich bloß auf anderer Ebene aus, dass unser Stoffwechsel uns nicht optimal mit Energie versorgt. Manchmal stellen wir auch eine gleichzeitige Niederschlagung und Hektik in uns und mit uns fest, was einen wie zum Zerreissen gespannten Zustand bedeutet.
Mental gesehen ziehen wir nicht immer die hellsten Schlüsse, laufen eben nicht auf Touren, oder eben zu sehr. So wenig wie unsere Ausgeglichenheit und Lebensfreude, ist auch der ganze Stoffwechsel in Schwung (sofern wir diesen Schwung, den der Stoffwechsel aufweisen sollte, angemessen in der Bedeutung verstehen).

Die Stoffe, die den Stoffwechsel blockieren oder belasten, können während jeder Form des Fastens abgebaut werden, weil der Stoffwechsel sich auf seine entgiftende Funktion konzentrieren kann. 

Man kennt es mit Sicherheit, dass wir während einer Erkältung instinktiv keinen grossen Hunger haben. Und es uns sehr nutzt, während dieser Zeit zu fasten oder zumindest uns sparsam von Rohkost oder Säften ernähren. Unser Körper sendet ein klares Signal: "jetzt stelle ich um und besiege den Einfall der Krankheit(skeime und -viren)". Ein voller Magen kommt uns während einer Erkältung als Ballast vor, als nicht helfend, sondern eher störend und die Entgiftungsarbeit erschwerend.

Das Fasten oder die Enthaltsamkeit ist nicht nur zum Entgiften und Entschlacken geeignet, sondern kann von grundlegender Bedeutung für die Gesundheit und Gesunderhaltung sein.
Als nächster Schritt kann nach dem Fasten immer anstehen: die bewusst angestrebte gesunde Ernährung, die dauerhaften Charakter bekommt.

Basisch wirkende Nahrungsmittel und die richtigen Tabellen

Ultimative Basenbildern sind beinahe alle Gemüse.

Roher (!) Spinat als Salat; gekochter Spinat wirkt dagegen sauer, ebenso wie alle anderen  gekochten Gemüse sauer wirken.
Im Grunde gibt es nur wenige Gemüse wie Spargel, Rosenkohl und manche Hülsenfrüchte,  die ein saures Mileu bilden. Die Hülsenfrüchte wegen ihrem Eiweissgehalt.

Ein hervorragender Salat ist Schlangengurke mit Tomate, und ein paar Zwiebeln sind darin nicht verkehrt.

Möhren und Möhrensaft sind als ausgezeichnete Basenbildner bekannt. 

Wichtig als Basenbildner sind vor allem kaliumreiche Nahrungsmittel.
Dazu gehören zB Rotkohl, Feldsalat, Petersilie, Sellerie. Für das Basenfasten nicht die Kartoffel, da sie gekocht werden muss.

Kochen in viel Wasser entzieht den Gemüsen viel Kalium und andere Mineralien; am besten schonend dünsten; oder man fängt das Wasser auf und trinkt es als "Gemüsewasser".

Weiteres ist mit (zuverlässigeren) Säure/Basen Tabellen ersichtlich:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/saure-und-basische-lebensmittel.html
http://www.ob-ki.de/basianer/tabelle.html

Und ein weiterer kurzer Artikel dazu: http://www.norbertkasper.de/kit/saeurebasen.htm

Unzuverlässige Tabellen sehen so aus, dass einige  Produkte gelistet werden, die leicht sauer bis stark sauer wirken. Etwa Tofu, Joghurt, Sahne, oder Rotwein.

Achte auf geschwefelte und gezuckerte Nahrungsmittel, und andere Zusätze (künstliche Zusätze, zB Natriumglutamat), die stark säurebildend sind.

Rosinen und getrocknete Aprikosen (ungeschwefelt!) und Feigen sind in vielen Tabellen als Basenbildner angegeben. 
Dies sind allerdings Früchte mit Fruchtzucker. Dieser wird vom Körper etwas leichter verdaut, als wie der weisse Zucker oder künstlich hergestellte Fruchtzucker. Dennoch kann natürlicher Fruchtzucker auf einen bereits übersäuerten Organismus leicht belastend wirken.
Diese Früchte können die Wirkung des Basenfastens unterminieren. 

Im Vergleich jedoch ist eine Packung Rosinen oder eine Schachtel Feigen einer herkömmlichen Tafel Schokolade während der normalen "Nichtfasten-Ernährungsweise" natürlich vorzuziehen (sofern man naschen möchte). Schokolade mit hohem Kakoanteil ist übrigens gesünder als Vollmilchschokolade.

Käse macht sauer, umso höher der Eiweißanteil ist. Weniger Fett im Käse (zB Gouda 30%) heisst mehr Eiweisse, was einen mehr säurebildenen Verdauungsprozess bedeutet, als wenn mehr Fett (zB 60%) im Käse enthalten ist.
Käse mit mehr Fettanteil hat also weniger Eiweiss, und das Eiweiß darin hat eine andere Struktur, die leichter verdaulich ist.

Bei der Milch gibt es verschiedene Ansichten - es scheint, als hänge es davon ab, ob sie unbehandelt, also unverarbeitet ist (Rohmilch kriegt man gewöhnlich nicht im Supermarkt): http://www.karl-heinz-herrmann.de/wellness/Tipps/Basisch-Sauer-Ernaehrung.php  

Jedenfalls meide ich jede Art von Milch und Käse, wenn ich mein basisches Verhältnis stärken will. In der Milch sind Eiweisse wie in jedem Käse und sie sind in der rohen Milch komplex und schwer zu verdauen, was einen Anstieg der Magensäure zur Folge hat, damit sie verdaut werden können!

Getrocknete Hülsenfrüchte (zB weisse Bohnen oder Linsen) werden in einem endreifen Zustand geerntet und enthalten damit mehr Eiweiss und Kohlenhydrate.
Erbsen und andere frische Hülsenfrüchte wirken dagegen etwas weniger sauer, weil die Eiweisse und Kohlenhydrate von den Enzymen des Verdauungsvorgangs leichter verarbeitet werden können (sie werden in einem Zustand geerntet, in dem sie noch nicht zuende gereift sind).

Weshalb Tofu zu den sauren Lebensmitteln gezählt werden muss

Dass Tofu sauer wirkt, liegt an den vielen Eiweissen. Zum Abbau oder während des Abbaus von Eiweiss wird im Körper grundsätzlich ein saures Mileu erzeugt. Ähnliches gilt für Kohlenhydrate, weswegen Getreide auch zu den sauren Lebensmitteln zu zählen ist (besonders in Form von Brot).

Meine Meinung zum Tofu ist: Wenn man sein Basenverhältnis einigermaßen ins Lot gebracht hat, kann man Tofu/Sojabohnenprodukte aufgrund der hochwertigen Eiweisse in Sojaprodukten den Fleischprodukten wunderbar vorziehen und leckere Gerichte damit zaubern. 

Will man jedoch sein Säure/Basenverhältnis ins Lot bringen, verzichte man während dieser Kur auf Tofu!

Der Schluß, dass im Tofu zB Mineralien enthalten sind, ist falsch - denn das allein genügt noch nicht. Denn im Tofu sind im Verhältnis viel mehr Eiweisse als Mineralien vorhanden.
Vor allem, wenn jemand bereits stark übersäuert ist (Schlacken), wirkt jede weitere Zutat eines sauren Mileus doppelt stark! Es neutralisiert mindestens die ansonsten basische Wirkung der (ganzen) Mahlzeit oder des Lebensmittels, oder kann - viel wahrscheinlicher -  das Verhältnis in Richtung sauer verschieben.

Solche Kritikpunkte betreffen vor allem die Säure/Basenverhältnis-Berechnung nach Remer/Manz sowie Bannister/Berg/Koch, wo jeweils Tofu als basisches Nahrungsmittel aufgelistet wird. 

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass Tofu sauer wirkt.

Wenn man also in einer Liste Tofu entdeckt oder ähnliches, vernachlässige man lieber diese Liste und suche sich eine, wo Tofu zu den sauren Lebensmitteln gezählt wird.  
Weil man kann annehmen, dass solche (methodischen) Fehler sich auch bei manchen anderen Zuordnungen jener Listen fortsetzt. Oder man vergleiche die verschiedenen Listen. 

Eigentlich braucht man überhaupt nur Listen, um evtl. unter den sowieso als basenbildend bekannten Lebensmitteln (zB Gemüsen) die besonders günstigen herauszufinden. Ob die "Zahlen" immer den angemessenen Wert wiederspiegeln scheint jedoch unklar. Im Zweifel am besten immer auf den Körper hören (Körpergefühl).

Mehr zur Übersäuerung in diesem Artikel: http://josef-stocker.de/sauer1.htm

Der Kombucha Tee soll übrigens an sich als neutral einzustufen sein. Meiner Erfahrung nach wirkt er aber durchaus sauer bis stark sauer!
Man meint, er würde das Säure/Basenverhältnis in Ausgleich bringen. Doch ich sehe mehr die psychisch-seelische oder emotionale Ebene, die er in Gleichgewicht bringt, da er physisch eindeutig sauer wirkt.
Umso kürzer man ihn gärt, desto mehr Zucker wird von den Bakterien- und Hefekulturen nicht umgesetzt; man soll ihn auch nicht zu lange gären lassen, wegen dem entstehenden Essiganteil. Man sieht schon, der Kombucha Tee pendelt zwischen Zucker- und Essig-Mileu, und kann daher nur sauer wirken.

Wenn man eine Saftfastenkur wählt, wo es nicht primär gegen die Übersäuerung geht, könnte Kombucha allerdings ergänzend trinken.

Der Brennesseltee dagegen wirkt sehr basisch, da  in der Brennessel unter anderen Stoffen auch besonders viel Kalium enthalten ist. Wegen dem Kalium lohnt sich auch ein Salat von Löwenzahnblättern.

Natron (Natriumhydrogencarbonat) - das "Notfallmittel"

Als Notfallmittel gegen akute Übersäuerung - durch eine Speise oder Getränk, oder bei Sodbrenen -, hilft Natriumhydrogencarbonat . In Drogerien meist günstig erhältlich (nicht   verwechseln mit Natronlauge!).

Dieses altbewährte Hausmittel   wird auch doppeltkohlensaures Natron oder (Natrium-)Bicarbonat genannt.

Das Pulver einfach in Wasser auflösen und trinken (ein  Teelöffel in ein halbes Glas Wasser, oder  zwei Teelöffel in genügend Wasser).

Die Einnahme ist auch bei grösseren Mengen unbedenklich, sollte aber eine bestimme Schwelle nicht überschreiten (etwas mehr als ein Esslöffel täglich stellt den Grenzwert dar, und diese Menge nicht auf einmal).
Ab einer bestimmten Menge von Bicarbonat ist der die Säuren neutralisierende Effekt nicht mehr zu steigern.

Gewohnheiten ändern

Wenn man sich nun überzeugt hat, dass man einmal richtig fasten möchte, ohne jegliche  Nahrungsaufnahme, oder dass man auch nur ein modifiziertes Fasten wählen möchte, fällt mit der Umstellung das gewohnte Essverhalten zumindest vorübergehend weg. 

Indem man seinen eigenen Alltag bereits auf andere Weise von manchen Gewohnheiten und Routinen löst, oder zu einigen neuen Gewohnheiten kommt, kann man den im Fasten nötigen Prozess der Umstellung sehr erleichtern. 

Das Fasten kann einer Rundumerneuerung des Lebensgefühls dienen. Eine Fastenkur ist im Grunde wie ein kleiner Urlaub, den man sich auf diese Weise gönnt. Man entdeckt vielleicht die Kunst und Gunst der Langsamkeit. Was in keinster Weise Langeweile bedeuten muss! Im Gegenteil erscheint einem vieles Alte wie neu. 

Um sich an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen, könnte man während und auch schon vor dem Fasten Dinge tun, die man seit langem nicht mehr oder noch gar nicht getan hat: Ein Hörspiel hören, ein Buch lesen, ein Gesellschaftsspiel spielen, neue Interessen entdecken, oder einfach sich im Freien und in der Natur aufhalten usw.. Solcherlei erleichtert den Wechsel der Nahrungsgewohnheit und stimmt auf das Fasten ein. Fasten sollte überhaupt als eine Art Entspannung gesehen werden.

Um die Änderung der Gewohnheiten zu unterstützen kann man auf die Bachbüte 33, "Walnut", zurückgreifen und nimmt sie einige Tage vor und während des Übergangs. Walnut erleichtert auch die Abgrenzung gegenüber der verpflichtenden Qualität eines Status Quo der Ernährung, was einem manchmal von außen aus Unverständnis oder Fremdheit gegenüber dem Fasten entgegen gebracht wird.

Vorbereitungstage

Am besten ist es, sich bis zum strikten Fasten oder jeder anderen Fastenart ein oder zwei Wochen sehr gesund zu ernähren mit leicht verwertbaren Stoffen, und Gemüsen - falls man jedoch bereits seit längerem in einem übersäuerten oder geschwächten Zustand sich befindet, sollte man zwei Monate sich äusserst gesund ernähren .

In den Vorbereitungstagen alles in Maßen essen - damit die Leber bereits ein wenig vorbereitet wird. Zu viele Fette zB verdrängen die optimale Entgiftungsarbeit der Leber. Besonders belastend abends. Aber abends  ist auch besonders geeignet, zum Entschlacken mit Sesamöl/Sesampaste (ohne Zucker!), da der Körper nachts ganz besonders seine Entgiftungs- und Entschlackungszeit hat.

Das bedeutet , Zucker und Alkohol erschweren die Entgiftungsarbeit, denn dann wird Zucker und Alkohol entgiftet und nicht das, was sich im Körper befindet.Alkohol ist die grösste Belastung, die man der Leber antun kann.
Auch so wird die mögliche Fastenkrise während der ersten Fastentage geringer, indem man den Stoffwechsel vorbereitet und ausstattet mit Nährstoffen und ihn so wenig wie möglich belastet. 

Der Stoffwechsel kann bei entsprechender Ernährung sogar schon innerhalb von etwa drei Tagen eine deutliche Veränderung hinsichtlich des anzustrebenden Säure/Basen Gleichgewichts erhalten. Da die Säuren gewöhnlich in Übermaß vorliegen, sollten in den letzten drei Tagen vor dem Fastenbeginn ausschliesslich basisch wirkende Kost gegessen werden (Salate, Obst und Gemüse als Rohkost) und basische Tees (nahezu alle Kräutertees wirken basisch; aber nicht Früchtetees).

Die direkt vor dem Fasten liegenden Einführungstage oder Vorbereitungstage sind nützlich um den Organismus einerseits, aber auch die Psyche andererseits einzustimmen. 

Ob man sich die vorbereitenden Tage wirklich optimal ernährt oder nicht: Man sollte in keinem Fall am letzten "Nahrungstag" vor dem Fasten schwere Speisen zu sich nehmen, weil diese länger verdaut werden müssen - das alles hat auch darin seine Gründe, dass man am ersten oder spätestens zweiten Tag seinen Darm reinigen muss. Das wird dann schwieriger fallen, wenn sich noch "schwere Nahrung" im Darm befindet.

Ballaststoffreiches Essen kann den Cholesterinspiegel senken, wie sich gezeigt hat. Ballaststoffe sind auch günstig, um sich auf das Fasten vorzubereiten und durch ihre Wirkung im Darm helfen sie auch bei der Entgiftung. Ballaststoffreiche Ernährung (durch unlösliche Ballaststoffe) fördert nicht nur den Stuhlgang, sondern bewirkt auch eine bessere Verdauung mit weniger Gärung.
Es gibt auch lösliche Ballaststoffe, die vom Darm und Stoffwechsel abgebaut werden können. 

Mehr zum Ballastoff Inulin und seiner förderlichen Auswirkung auf Darmbakterien:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bifidobakterien.html und:  http://www.naturheilkunde-news.de...bifidus-das-nuetzliche-bakterium/.

Nur sollte man auch ab und zu Tage einführen, wo man nicht extra Ballaststoffe in Form von Weizenkleie oder (un)geschroteten Leinsamen zuführt. Viele Gemüse (als Rohkost) enthalten übrigens auch schon Ballaststoffe. Weizenkleie übrigens unbedingt als Bioware, da es sich um die Spelzen handelt, nämlich die äussersten Schichten, die mit eventuellen Pestiziden direkten Kontakt bekommen.

Weizenkleie enthält ebenso wie Erdnüsse (allgemein in den Hülsenfrüchten)  Phytinsäure , welches die Eisenaufnahme und besonders auch die wichtige Zinkaufnahme hemmt. Andererseits ist  Eisen  im Weizenkleie auch selbst enthalten. Andererseits sollte man als bei einer bevorzugt vegetarischen Kost bewusst nach Lebensmitteln suchen, die viel Zink und Eisen enthalten, um die indirekte Wirkung der Phytinsäure auf den Zinkhaushalt oder Eisenhaushalt abzumildern. Phytinsäure ist nicht der einzige Stoff, der die Aufnahme von Eisen hemmen kann. Auch Kalzium gehört dazu. Beides, Eisen und Kalzium, sind wichtige Stoffe für den Organismus.
Man kann es letztlich gar nicht ausschliessen, dass verschiedene Stoffe gegeneinander wirken. Beachtenswert ist, dass ein wirklicher Mangel an Kalzium durch Phytinsäure bedingt, nur  dann festgestellt wurde, wenn die Kost aus tierischen Eiweiß bestand. Ein Vegetarier wird durch die Gemüse bereits viele Mineralien zu sich nehmen, so dass die Wirkung hemmender Stoffe als aufgewogen angesehen werden kann. Eier und Kuhmilch hemmen übrigens die Eisenaufnahme. Kalzium, Phosphat, Ballaststoffe und   Gerbstoffe des schwarzen Tees hindern die Eisenaufnahme. 
Vitamin C und Ascorbinsäure bzw. Zitronensäure fördern die Aufnahme von Eisen.

Man sollte  generell auf eine gute Eisenversorgung bauen. Eine bestimmte Kombination von Nahrungsmitteln kann die Eisenaufnahme fördern. "Pflanzliches Eisen" wird nur zu etwa 10% vom Körper aufgenommen, "tierisches Eisen" zu etwa 20%.
Eisen ist in Fleisch reichlich enthalten  -  ab und zu eine Portion Fleisch kann also in dieser Hinsicht sehr nützlich sein.  Weitere Eisenquellen: Petersilie (!), Bierhefe (!), Hülsenfrüchte, auch Kakao.

Obwohl die auf die Eisenaufnahme hemmenden Stoffe in der Weizenkleie nicht mehr als so bedenklich eingeschätzt werden,  kann dennoch empfohlen werden, Weizenkleie wie jedes Lebensmittel grundsätzlich auch mal für einige Tage abzusetzen (gleiches gilt für besondere Mengen an Erdnüssen und anderen Phytinsäurequellen). Idealerweise ernährt man sich später  dann noch mal von eisenreichen Pflanzen (zB Spinat und alle grünen Gemüse), um seine Versorgung mit Eisen zu gewährleisten, während man keine grösseren Mengen an Phytinsäure zu sich nimmt. In Spinat ist allerdings Oxalsäure, das sich an das Eisen bindet und damit nicht mehr von Körper aufgenommen werden kann.'
Nicht jedes Mineralmolekül wird von der Menge an Oxal- oder Phytinsäure im Körper gebunden. 

Übrigens ist Phytinsäure - ausserhalb einer zu einseitigen Betrachtung - auch als ein förderlich auf die Gesundheit einwirkender Stoff erkannt worden. Phytinsäure zählt zu den Antioxidantien . Die Phytinsäure kann  den Darm und sein Mileu vor den Einflüssen  freier Radikale schützen.
Phytinsäure wird übrigens  durch Kochen neutralisiert, wie es heisst.

Es gibt noch andere typische Ballaststoffe: Leinsamen, Flohsamenschalen (nur die Schalen!) und sogar Blumenkohl enthält noch einige Ballaststoffe. Meist sind auch Hülsenfrüchte ballaststoffreich; zudem bedeuten alle unverdaulichen Stoffe (zB Faserstoffe einer Pflanze) Ballaststoffe.

Leinsamen

Bei ungeschroteten Leinsamen wird dieser kaum verdaut, er quellt und schleimt aber und hilft beim Entschlacken. Der geschrotete Leinsamen setzt leichter seine Fettsäuren frei und bedeutet im Grunde ein geringfügiges Nahrungsmittel (Fette beim Fasten sollten eigentlich gemieden werden). 

Ungeschrotete Leinsamen sollte man nach einer gewissen Zeit auch wieder absetzen, weil der Körper zu viel Fettsäure aufnimmt. Ansonsten besitzt Leinsamen jedoch Omega-3-Fettsäuren, die ein wichtiges Korrelativ zu den Omega-6-Fettsäuren darstellen, von denen wir meist in der normalen Nahrung mehr zu uns nehmen als von den selteneren Omega-3-Fettsäuren. Immer gilt es daher, Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren wie zB   Leinsamen und Fisch bevorzugt zu verzehren. 

Dennoch sollte auch hier wohl besonders bei den geschroteten Leinsamen ein Maß eingehalten werden.

Wie in vielen Lebensmitteln sind auch in Leinsamen bedenkliche Stoffe enthalten (Linustatin und Neolinustatin), die nicht akkumuliert werden sollten. Die Aufnahme dieser Inhaltsstoffe kann allerdings nur bei geschroteten Leinsamen geschehen.
Es heisst allerdings, dass  zwei bis drei Esslöffel täglich dazu nicht ausreichen würden, die toxisch wirkende Menge zu erreichen. Ein halber bis seltener zwei Esslöffel (Ausnahme) ist für mich die tägliche Menge geschroteter / ungeschroteter Leinsamen, wobei man innerhalb einer 7-tägigen Woche auch mal an zwei bis drei Tagen auf Leinsamen verzichten sollte. Bei geschroteten mindestens an drei Tagen in der Woche, wenn man zudem noch andere hochwertige Fette zu sich nimmt.

Übrigens wurde berichtet, dass man geschrotete  Leinsamen nicht kaufen sollte, da die bereits geschroteten Leinsamen innerhalb von etwa 15 Minuten gegessen werden sollten (die Fettsäuren des Leinsamens oxidieren an der Luft  schnell  und kehren ihre gesundheitliche Wirkung ins Gegenteil um). Das bedeutet: Immer frisch schroten (eine Kaffeemühle oder andere Küchenmaschinen kann dies hervorragend leisten).

Variabilität im Gebrauch kann die Stoffe optimal nutzen

Indem man regelmässig varriert mit den Lebensmitteln sorgt man für einen selbstregulierenden Prozess, und kann sich so sicher sein, dass nichts über längere Zeit hinweg seine störende oder schädliche Wirkung erzeugen kann. Einem gsunden Organismus kann eine Menge zugemutet werden, aber wir haben bereits auf anderen Gebieten genug Stress im Leben und können in einer gesunden Ernährungsweise eine wichtige Grundlage für unser Wohlbefinden sehen.
Die angestrebte positive gesundheitliche Wirkung von   Stoffen überwiegt in der Zeit der Anwendung, da dem Körper jeweils Räume und Zeiten gegeben werden, in denen er nötige Aufgaben verrichten kann, und darin nicht über zu lange Zeit hinweg grundlegend oder prinzipiell gestört wird.

Die vom Körper nicht gewollten Stoffe werden in der Zwischenzeit einer Pause wieder abgebaut und erreichen damit keine toxische Qualität. Die Toleranzfähigkeit eines gesunden Organismus ist ein weiteres Kriterium, wonach die meisten Stoffe für eine mehr oder weniger lange Zeit einfach toleriert werden können, sofern sie schädlich sind oder in irgendeiner Weise Teile des Stoffwechsels hemmen werden. Während primär die vorteilhaften Stoffe immer vom Körper auch genutzt werden wollen!

Dasselbe gilt auch für die gehemmte Resorption von Mineralien durch manche Wirkstoffen in Pflanzen. So enthält auch Soja solche Stoffe, und auch Typsinhemmer (stört die Enzymtätigkeit). 

Eine Zeit lang wird die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigt, und nach Absetzung der Pflanze wieder ermöglicht. Geschickterweise kann man dies beachten, und führt zum Beispiel nach übermässigen Verzehr einer bestimmten  Pflanze, die diese Hemmstoffe beinhaltet, bewusst Mineralstoffe dieser Art zu (durch mineralstoffreiche Pflanzen, zB Algen ), deren Aufnahme zuvor gehemmt wurde. Man sollte aber auch beachten, dass nicht eine geringe Menge von Phytinsäure in der Lage ist ALLE Mineralien zu binden, sondern nur eine ebenso geringe Anzahl. Man sollte die etwaigen Berichte, die ein Nahrungsmittel als böse hinstellen, wegen dieser Stoffe, getrost so verstehen, dass es erst bei Übermengen und dauerhafter Anwendung ein bedenklicher Stoff sein kann, aber auch nicht immer ist (es kommt auch darauf an, wie gut unsere Mineralstoffbilanz im Körper ist).

Das einzige was man darüber noch in Erfahrung bringen muss, ist diese hemmenden Phytate und Typsinhemmer in den verschiedenen Pflanzen zu kennen. Phytate blockieren die Mineralienaufnahme, und Typsine sind Enzyme, die für die  Eiweißverdauung nötig sind. Hierbei sollte man nicht in "Panik" verfallen und beachten, dass der störende Effekt sich nur auf eine Anzahl von Mineralien und Enzymen beschränkt. Wenn man sich dauerhaft gesund ernährt, vielseitig und abwechslungsreich, dürfte man keine Probleme mit einer Mangelversorgung bekommen!

Gerade die vorteilhaftesten Pflanzen besitzen als Komponente auch andere Stoffe, die nicht so erwünscht sind - was geradewegs dazu führt, immer ein  bestimmtes Nahrungsmittel pausieren zu lassen. Einmal wegen den störenden Effekten, die sich ja oft erst mit der Zeit ergeben, und dann auch, wegen einer eventuellen Überversorgung mit bestimmten (gewollten) Nährstoffen, die man sonst zu reichlich zu sich führen würde.

Wenn man einfach variiert und jedes Nahrungsmittel jeweils mit anderen Nahrungsmitteln anders kombiniert (der Vielfalt sind beinahe keine Grenzen gesetzt!), geht man von vorneherein einen günstigen Weg, so dass sich die entfaltende Wirkung bestimmter Stoffe jeweils unterbricht, und dennoch insgesamt den Nutzen der anderen Stoffe einstellen kann.
Kombiniert man unterschiedliche Pflanzen kommt es auch leicht zu synergetischen Effekten, was dieselbe positive wie negative Bedeutung aufweisen kann.

Man sollte zumindest einige Tage vor dem Fasten sich äusserst gesund ernähren und seinen Speicher an Nährstoffen anfüllen (Vitaminen und Mineralien in natürlicher Form).

Man benötigt zwar ein geringes Maß an Disziplin zum Fasten. Aber die Vorbereitungstage zeigen sich meist als schwieriger in der Umsetzung als das eigentliche Fasten! 

Doch wenn einem die Vorbereitungstage vor dem eigentlichen Fastenbeginn nicht optimal gelingen wollen, so ist der Entschluß zum Fasten doch wichtiger als eine zu frühe Resignation - etwa indem man sich einredet, dass man sowieso ungesund lebt und Fasten eh keinen Sinn macht. Fasten wird auch bei einer nicht optimalen Vorbereitung viel Sinn machen.

Die Fastenkrise kann allerdings bei einem stark übersäuerten Organismus ohne solche Vorbereitungstage stärker ins Gewicht schlagen. Abhilfe leisten auch Schüßler Salze, oder statt dem totalen Fasten einfach eine Saftfastenkur und andere modifizierte Fastenarten.

Die ersten Tage

Zunächst sind der erste und zweite Tag eines totalen Fastens gewöhnlich die schwierigsten, weil man das Vorhaben leicht in Frage stellt. Die Versuchung abzubrechen ist durch den anfänglichen Hunger und die ungewohnte Situation gross. Das gilt auch in geringen Ausmaß für die anderen Fastenarten und Entschlackungskuren.

Die weiteren Tage könnten zunächst einigermaßen schlechte Laune bringen. Man ist leicht gereizt. Das ist zum einen durch die Umstellung bedingt, zum Anderen können aber auch die ersten gelösten Schlackenstoffe sich als Fastenkrise bemerkbar machen, die die Stimmung nicht gerade begeistern.
Dieser Moment geht aber schnell vorbei. Nach etwa 4-6 Tagen dürfte die Stimmung eine ganz andere werden. Man ist dann sehr befreit und bei guter Laune und fühlt sich körperlich rein und wohl.

Viel Trinken

Viel trinken ist die Devise. Das Wasser ist nicht nur zur Funktion des Stoffwechsels wichtig, sondern auch Reinigungs- und Lösungsmittel und bringt die Schlacken heraus. 

Und zwar über den Tag verteilt 2-3 Liter. Wenn man weniger als 60 kg auf die Waage bringt, könnten vielleicht 2 Liter ausreichen. Man kann sich an diese 2-3 Liter als Richtschnur generell halten. 

Es ist jedenfalls wichtig, regelmässig einige Mengen an Wasser zu trinken.

Nicht zu grosse Mengen auf einmal trinken, da der Körper bzw. Darm nur eine bestimmte Menge auf einmal aufnehmen oder verarbeiten kann (es heisst beim Darm 0.2 Liter pro Viertelstunde).

Bei zu vielen Mengen auf einmal, würde die jeweilige Übermenge ohne Funktion zu erfüllen über die Niere ausgeschieden werden. Das einzige, was es bringt, ist einen "Wasserbauch" mit sich herum tragen und den Körper und Organe mit der Ausscheidung des überflüssigen Wassers zu belasten. 

Auch im Normalfall, zB bei Zufuhr von grossen Mengen an Eiweißen wird tendenziell viel Wasser vom Körper benötigt, aber ebenso bei Verwertung von Kohlenhydraten und besonders auch bei Fetten.
Extremsituationen können entstehen bei grosser Hitze und Anstrengung, da kann man schon mal 10 Liter täglich trinken müssen. 

Beim Fasten aber wird getrunken, um zu entschlacken!  

Dass Mineralwasser aus Flaschen und Trinkwasser einen bedeutenden Unterschied bedeuten, kann ausgeschlossen werden. Auch ist es eher ein Mythos, wie mir scheint, dass Mineralwasser aus Flaschen eine schlechtere Bioverfügbarkeit hätte -  man meint, die Mineralstoffe in diesem Fall stammen aus anorganischen Quellen.  

Während des Fastens natürlich keine Limo (=Zuckerzusätze), kein Kaffee, kein Schwarztee, auch keine anderen Tees mit Koffein, kein Alkohol.
Wenn man rigoros fastet (ohne jegliche Nahrung) dann auch keine Obst- oder Gemüsesäfte. 

Wenn man an den ersten Tagen sich allerdings überaus müde und schwächlich fühlt, kann man zum Ankurbeln des Kreislaufes einen Mateetee, Rosmarintee, Ysoptee oder ausnahmsweise einen schwarzen Tee trinken, es sollte nur keine Gewohnheit werden. Auch ist die anregende Wirkung des Tees stärker, da man ihn ja auf nüchternen Magen trinkt. Also Acht geben, dass man den Tee nicht zu spät und nicht zuviel von ihm trinkt, so dass man abends noch einschlafen kann.

Zwei bis Drei Kräutertees täglich trinken, die das Entschlacken fördern. Bestimmte Kräuter-Tees können wunderbar bei der Entschlackung helfen.
Meiner Meinung nach ist die Wirkung der Kräuter durchaus so gelegen, dass man sie an einem Tag nicht ständig "nachschieben" muss. Man könnte einen besonderen Lebertee täglich trinken (zB Mariendistelkraut). Einen weiteren entwässernden Tee ab und zu, aber nicht unbedingt die ganze Zeit des Fastens. Und abends einen Melissentee oder weiteren Kräutertee, der nicht zu sehr entschlackt wie Brennessel, oder wie Pfefferminze harntreibend ist. 
Es kann wie so oft in Dingen der Gesundheit die Regel gelten: weniger ist mehr. Die Dauer der Kur mit Hilfe der eines bestimmten Tees kann am besten eine Woche betragen, wenn man dabei 3 mal täglich diesen Tee trinken möchte. Wenn man ihn nur ein bis drei Mal trinkt (zunehmend weniger), sind in meinen Augen zwei Wochen Dauer ideal. Darüberhinaus kann man einen leberstärkenden Tee oder andere sporadisch immer wieder mal trinken. Trinkt man verschiedene, kann man gewissenhaft ingesamt bis zu drei am Tag trinken.

Generell sagt man, dass ab 15 Uhr der Körper besonders gut entschlacken kann. Meiner Ansicht nach, braucht man ab dieser Zeit nicht besonders viel Wasser zu trinken, aber keinesfalls zu wenig. Man sollte schon am frühen Nachmittag ab 14 Uhr  Uhr reichlich Wasser und den entschlackenden Tee trinken, und bei wärmeren/heisseren Wetter generell etwas mehr Wasser trinken.
Der Harn, der ausgeschieden werden muss, wird durch die Niere gebildet, und in der Blase gespeichert. Entwässernde Tees regen die Niere dazu an, vermehrt Harn zu bilden, in den Stoffe gelöst und ausgeschieden werden können. Um das tun zu können, braucht die Niere Wasser, das zusätzlich zum Tee zugeführt werden muss. Andererseits entschlackt der Körper auch nachts sehr gut.

Weitere Informationen zur Organuhr: http://www.heilpraktiker.org/fachartikel/uhrinstinkte.htm.
Gelegentlich besteht Unklarheit bezüglich der Zeitumrechnung oder Zeitzone. Das System der Organuhr sollte vielleicht daher als Ansatz und Anregung verstanden werden, und nicht sollten die genannten Zeiten exakt übernommen werden. Hilfreich ist die Organuhr, um festzustellen, ob ein bestimmtes Organ belastet ist - was zB dadurch geschieht, dass man mitten in der Nacht aufwacht und sich die Zeit merkt, wenn man aufwacht. Wenn man allerdings wegen der harntreibenden Wirkung eines Tees am späten Nachmittags auf die Toilette muss, ist das eine andere Störung und die Zeit muss kein auffallendes Merkmal bedeuten.

Man kann sich ab und zu Mineralienpulver ins Wasser tun.
Andere empfehlen sogar, bereits vor dem Fasten zusätzliche Mineralien zu sich zu nehmen.
Ich kann die Schüßler Salze wärmstens ans Herz legen. 

Wenn man Schüßler Salze nimmt, sollte man nicht zu oft sonstige Mineralienzusätze zu sich nehmen, da es schlichtweg überflüssig ist das jeden Tag zu tun. Die Mineralien, die wir aufnehmen - ob durch Zusätze oder normale Nahrung (und gespeichert haben)-, werden mit Hilfe der Schüßler Salze vermehrt aufgenommen und  optimal verwertet. In Tablettenform allerdings sind diese Mineralstoffe sehr konzentriert und es entstehen leicht Ungleichgewichte, wenn man sie zu oft nimmt.

Mehr zur Fastenkrise weiter unten auf dieser Seite.

Zeitpunkt hinsichtlich Mondstand und Jahreszeit

Bester Zeitpunkt zum Fasten im Jahresverlauf ist der Frühling (siehe chinesische Medizin, die besagt, dass die Zeit des Frühlings dem Holz-Element zugeordnet wird ebenso wie die Leber/Galle). Aber man braucht es nicht zum Dogma erheben und kann jederzeit des Jahres fasten; allerdings ist der kalte Winter nicht zu empfehlen, da man während des Fastens leicht zum Frösteln neigt und evtl. auch vom Organismus her empfindlich auf Kälte reagieren wird.

Bester Beginn im Monats- und Mondverlauf ist kurz vor Vollmond! Denn so nutzt man den abnehmenden Mond in den nächsten Wochen. Denn  alles, was der Körper oder Geist loslassen will, gelingt dann leichter! Eine kurzfristig starke Zeit ist jedoch noch eher die Zeit kurz vor Neumond (1-2 Tage vor Neumond und an Neumond), doch sollte man bedenken, dass nach dem Neumond der Mond zunimmt, und die Wirkung des zunehmenden Mondes das Fasten nicht mehr so unterstützt, wie er es beim abnehmenden Mond tut. 

Allerdings kann der Vollmond mental gesehen eine schwierige Zeit bedeuten, um der Nahrung zu widerstehen. Aus eigener Erfahrung gilt es aber umgekehrt als besonders günstig, wenn man sich bewusst gut in Stimmung bringt, und das Fasten bejaht! Wenn man die ersten Tage geschafft hat, dann gelingt es einem auch noch die nächsten Tage und Wochen. 

Darmreinigung mit Glaubersalz (Natriumsulfat)

Man empfiehlt gleich am ersten Tag die Darmreinigung. Und es stimmt, dass dies wichtig ist.

Im Darm haben sich beträchtliche Mengen an Stoffe gesammelt oder gebildet, und  weitere werden sich während des Fastens sammeln, die ohne Nahrungsaufnahme und Ausscheidungsnot jedoch im Darm verbleiben, und die natürliche Ausscheidungsleistung des Darms beeinträchtigen. Ausserdem werden durch die entschlackende Wirkung des Dickdarms auch die beim Fasten im Körper gelösten Stoffe abtransportiert.
All diese Stoffe können bei unterbleibender Darmreinigung durch das Blut wieder zurück in den Blutkreislauf gelangen, was man Rückvergiftung nennt - und wenn es derer viele Stoffe (Schlacken) sind, kann die Leber diese nicht alle sofort neutralisieren. Sie bleiben im Blut - so erklären sich die Kopfschmerzen nach Fastenbeginn, wenn man keine Darmreinigung durchführt. 
Früher in der Steinzeit hatte der Körper nicht so viele Gifte wie heute zu verarbeiten, bei den heutigen Ernährungsgewohnheiten und Nahrungsmitteln sieht das anders aus und deshalb ist das fadenscheinige Argument nicht richtig, dass der Körper von Natur aus keine Darmreinigung und Darmsanierung benötigt.

Auch die Koli-Bakterien, die bei gesunder Ernährung nur wenig Bedeutung haben (aber auch bei einem gesunden Organismus vorhanden sind), können Überhand genommen haben, zB infolge einer allgemeinen Übersäuerung und daraus entstehenden Gärung im Darm. Das vermindert die allgemeine Verdauung, Aufnahme von Mineralien und schliesslich auch die Entschlackung. Synergetische Effekte zwischen verschiedenen Giften und Bakterien kommen hinzu und verschärfen die toxische Wirkung.

Wenn man die Darmreinigung in einem solchen Fall erst am zweiten Tag durchführt, können die ersten Symptome Blähungen am ersten Abend  oder in der Nacht sein, obwohl man am ersten Fastentag gar nichts gegessen hatte. Weitere Symptome ähneln dann den Erscheinungen der sogenannten Fastenkrise. Zum Beispiel Kopfschmerzen.

Insgesamt ist eine (künstlich herbeigeführte) Darmentleerung auch für den weiteren Verlauf des Fastens überaus wichtig.
Durch die Darmreinigung verschwindet auch das Hungergefühl leichter.

Anwendung:
Man löst das Glaubersalz entweder nach Vorschrift (ca. 40 gr.) in 500 ml auf. Am besten in heissen aber nicht kochenden Wasser, dann braucht man nicht umrühren. Oder man wählt nur 250 ml um es aufzulösen -  was einen verstärkten Effekt haben soll.

Man nimmt sich am besten einen ganzen Tag dafür, so dass man nicht unterwegs ist, um dann plötzlich Probleme mit der Suche nach einer Toilette zu haben. Überhaupt kann es sein, dass man eine halbe Stunde auf dem Klo sitzen muss, weil immer wieder etwas nach kommt.
Ich beginne vormittags. Wenn man eine eine recht niedrige Dosis zu sich genommen hat, und es passiert überhaupt nichts, kann man am frühen Nachmittags noch etwas Glaubersalz hinter her nehmen. Man sollte insgesamt nicht zu viel davon nehmen (bis 50 oder 60 gr je nach Körpergewicht). 

Das Glaubersalz muss sich  im Glas vollständig auflösen. Was aber in heissem Wasser rasch geschieht. Dann, wenn die Lösung noch lauwarm ist, innerhalb von etwa 15 Minuten runter damit.

Es schmeckt gar nicht so krass - man kann sich einreden, dass es einfach ein bestimmtes Salz ist, eben das Natriumsulfat, welches auf seine Art "toll" schmeckt! Es kann sein, dass der Geschmack für einige Menschen besonders bitter schmeckt. Mir machte es jedenfalls nichts aus. Vielleicht weil ich bereits die bitteren Kräutertees gewohnt war.

Man beginnt es spätestens mittags. Es wäre eine Tortur, es abends zu tun. Denn so schnell und kurz wirkt es nicht, dass man dann des Nachts ruhig schlafen könnte. Und wenn es dann im Darm grummelt, wacht man auf und weiss nicht, ob man plötzlich.... - das wäre für mich jedenfalls keine angenehme Situation.

Wichtig ist es, nach der Einnahme des Glaubersalz viel Wasser zu trinken, damit im Darm auch genügend Wasser bereit gestellt werden kann. Durch die Einnahme des Glaubersalzes steigt die Salzkonzentration im Darm an, und der Organismus versucht das Verhältnis der Lösung im Darm an die des Blutes anzugleichen, indem er den Darminhalt verflüssigt. Dies erzeugt erst die abführende Wirkung des Natriumsulfats!

Zunächst grummelt und blubbert es im Magen und Bauch.

Nach etwa 2-4 Stunden nach der Einnahme sollte die abführende Wirkung beginnen. Es kann auch bis zum Abend dauern. Manchmal geschieht es schon nach einer halben Stunde. Manchmal passiert auch nichts. Dann sollte man vielleicht vorübergehend am nächsten Tag auf Sauerkrautsaft umsteigen. Denn zu oft mit Glaubersalz abzuführen kann zu einem bedenklichen Elektrolytmangel führen. Und irgendwann im weiteren Verlauf des Fastens könnte man noch einmal auf Glaubersalz zurückgreifen müssen.
Man kann den Abend vor dem "Glaubern" auch einige Trockenpflaumen zu sich nehmen (ein halbes Dutzend), die nämlich auch leicht abführend wirken und damit den nächsten Tag der Darmreinigung unterstützen! Dann aber sollte man, da dies Kalorien bedeuten, an diesem Tag vor dem Fastenbeginn also auch insgesamt weniger gegessen haben, oder nur morgens und mittags.

Unbedingt auf die Möglichkeit achten, rasch auf Toilette gehen zu können! Wer allein lebt, kann auch einen "Nachttopf" verwenden, den man für diesen Tag in seiner Nähe hat, sofern der Toilettengang ansonsten erst einen langen Gang zB durch Flure bedeutet.

Auch im Darm wird entschlackt (es gehört zum System Leber-Galle-Darm). 

Es heisst auch: Etwa drei bis vier Tagen nach der ersten Darmreinigung, stellt der Darm seine Funktion um und besorgt einen Teil der Entschlackung.
Der lange Darm besteht aus Schleimhäuten - beinahe alle Schleimhäute können entschlacken. 

Nach Meinung einiger Ärzte braucht es keine zweite Darmreinigung - immerhin habe der Körper auch noch eine eigene Tätigkeit sich zu reinigen. Ich meine, es kommt ganz auf die persönliche Situation an. 

Man sollte bei mehr als drei Darmreinigungen keine Regel blind anwenden, etwa jeden zweiten Tag in zwei Wochen Fasten rigoros den Darm zu reinigen: das würden sieben Darmreinigungen bedeuten! - was meinem Empfinden nach zu viel "des Guten" ist und evtl. auch gefährlich werden kann wegen dem Elekrolythaushalt - sondern man sollte versuchen zu ergründen, ob zu bestimmten Zeiten eine weitere Darmreinigung wirklich nötig ist. Weiterhin kann man natürlich mit Mineralienpulver im Trinkwasser für Elektrolytnachschub sorgen.

Man könnte vielleicht so vorgehen:
Eine normale Menge Glaubeersalz am ersten Tag. Und dann jeweils eine geringere Menge Glaubersalz (dabei auf die Wirkung achten und später evtl. wieder die Dosis erhöhen):
Einmal am 3. Tag, am 6. Tag, und dann nach 9 oder 10 Tagen - sofern man 14 Tage oder länger als 14 Tage fastet.
Je nach Situation (zB Glieder- oder Kopfschmerzen durch Rückvergiftung) kann man das als Faustregel nehmen. 

Man merkt eine nötige Darmreinigung meist deutlich an seinem Zustand, wenn die Fastenkrise mit Kopfschmerzen und allgemeiner Mattigkeit nicht vorübergehen will, wenn diese Beschwerden mit jedem Tag sogar etwas schwerwiegender werden. 

Zum Ende des Fastens - kurz vor den Aufbautagen - kann man evtl auch einmal Sauerkrautsaft trinken, um einerseits zum Abschluß noch eine natürliche Abführmethode zu erhalten und andererseits die Darmflora zu unterstützen. 

Es gibt verschiedene Strategien und Meinungen über die nötige Anzahl der künstlich herbeigeführten Darmentleerungen, auf die man wieder stößt.
Es bleibt also nicht aus, sich an das zu halten, was einem entspricht oder dem Gefühl nach richtig ist. Vielleicht spürt man auch, ob weitere Darmreinigungen erfolgen sollten. Zum Beispiel könnte ein Hungergefühl oder eine wieder auftretende oder längere Fastenkrise (mit Kopfschmerzen) darauf hindeuten. Im letzteren Fall handelt es sich um eine sogenannte Rückvergiftung, bei der die Schlacken im Darm wieder in den Körper gezogen werden. Das ist dann ein wichtiges Zeichen, den Darm erneut zu reinigen.

Heilerde während des Fastens innerlich angewendet kann sowohl bei der Entschlackung helfen und bei der Darmsanierung. Heilerde enthält basisch wirkende Mineralstoffe und wichtige Spurenelemente. Sie kann Säuren binden, und angeblich auch härtere Schlackenstoffe von der Darmwand lösen. Ausserdem wird ihr allgemein entgiftende Wirkung nachgesagt, eben durch die Eigenschaft der Mineralien Säuren und Gifte zu binden. Meine Erfahrung mit Heilerde ist durchweg positiv. 

Astrologie und Mond:

An einem Jungfraumond ist keine Darmreinigung zu empfehlen, da bei diesem Mondstand der Darm und seine Flora ganz besonders empfindlich auf Störeinflüsse reagieren und der Darm so unnötig belastet wird.

Eventuell gilt ähnliches für den Krebsmond, insofern an diesem Tag die Abführmittel den Magen belasten könnten und es zum Beispiel leichter zu einem allgemeinen Unwohlsein kommt.

Hinweis:
Es ist Deine Gesundheit. Überzeuge Dich selbst davon, was das Beste für Dich ist!
Lass Dich bitte nicht verunsichern von einigen Meldungen gewisser Autoritäten, die im Netz vom Fasten und inbesondere von Darmreinigungen abraten und es sogar als gesundheitsschädlich darstellen wollen. Sie schüren so eine unbegründete Angst. Viele dieser Behauptungen basieren auf Einseitigkeit, und einem Ausserachtlassen grösserer Zusammenhänge.
Gesetzt den Fall, dass es sich um einen gesunden Menschen handelt: Die auf den ganzen Organismus schädliche Wirkung einer durch die Darmreinigung jeweils nur kurzzeitigen Ausschwemmung von Mineralstoffen, die sich im Darm befinden, findet nur statt, wenn es ein chronischer Zustand wird. Das bedeutet, wenn weit mehr als das geschieht, was innerhalb von etwa zwei oder auch drei Wochen Fasten mit maßvollen Darmreinigungen stattfindet.

Die Bakterien der Darmflora lassen sich nach dem Fasten durch probiotische Joghurts, Milchprodukte wie Quark, in Maßen  aber regelmässig Sauerkraftsaft, Brottrunk (vergorenes Brot; im Reformhaus erhältlich) und ballaststoffreicher Ernährung stärken! Grössere Mengen Fleisch sollten zunächst nicht gegessen werden. Stattdessen Obst und besonders gekochtes Gemüse.

Daran sieht man aber auch, dass das Fastenbrechen wichtig ist, und dass man ganz besonders Acht gibt auf eine entsprechende erste Ernährung nach dem Fasten. So dass man die leckere Pizza oder Nudelauflauf erst mal fallen lässt!

Sauerkrautsaft zur Darmeinigung

Eine Darmentleerung (Abführung) kann auch mit einer gewissen Menge Sauerkraftsaft schonender als mit Glaubeersalz erreicht werden. 

Man wird dazu eine Menge von mindestens einem Liter benötigen (am besten zunächt langsam beginnen, und dann die Menge nach ein bis zwei Stunden erhöhen). Der Sauerkrautsaft sollte ausser Weisskohl, Ascorbinsäure und Salz keine weiteren Zusätze enthalten.

Auch Pflaumen (Pflaumensaft mit hohem Konzentratgehalt - oder Trockenpflaumen gut gekaut!) wirken gut abführend. 

Entschlackende Funktion des Darms 

Auch der Darm entschlackt. Zum einen werden Nährstoffe aufgenommen und an den Stoffwechsel abgegeben, zum anderen aber hat der Darm auch die Funktion Schlacken, zB abgestorbene Zellen und Stoffwechselendprodukte, auch Endprodukte von Bakterien des Darms selbst und ebenso unwillkommene Mikroorganismen als Stuhl aus dem Körper zu befördern. Ein Teil davon wird vom Blut in den Darm abgegeben.

Stoffwechselendprodukte gelangen also einerseits in die Leber und andererseits in den Darm, um ausgeschieden zu werden. Blut und Lymphflüssigkeiten transportieren verschiedene Stofwechselendprodukte (Schlacken) zum Darm, zur Haut, den Nieren, und auch zur Lunge. So gesehen ist der Darm zwar nur ein Teil eines umfassenden Reingungssystems, aber doch genauso wichtig, wie die Leber oder wie das Blut, das Stoffe befördert.

Gerade wenn der Darm intakt und über eine gesunde Darmflora verfügt, kann das Blut und die Lymphflüssigkeit viel besser gereinigt werden, da es von Faserstoffen oder anderen Schlacken mit Hilfe des Darms befreit werden kann. Das alles bedeutet: ein gesunder Darm hilft auch der Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit! Und ein gesunder Darm ist durch die enge Verbindung zum Immunsystem und Lymphen wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern.

Die enge Verbindung zwischen Leber und Darm besteht vor allem in der Verbindung mit dem Blut. Der Darm gibt ab in das Blut, und nimmt auf aus dem Blut.
Die Leber tut dasselbe in anderer Weise, ist aber im eigentlichen Sinne auch die Kontrollstelle für das Blut. Die Leber sorgt dafür, dass die Nährstoffe im Blut an Orte verteilt werden, wo sie benötigt werden. 

Das Mileu des Darms sollte offenbar sauer sein. Daher sind in Übermaß verwendete Mineralienpulver oder zu lange Rohkost (ohne Abwechslung) sicherlich als bedenklich einzustufen. Allerdings, wer die Übersäuerung in den Griff bekommen will, muss zunächst zu den Basen kommen.
Mehr zu der Funktion und den Zusammenhängen des Darms in dem erhellenden Artikel von Dr. Bettina Jung: Säure-Basen und Energiestoffwechsel von gesunden und malignen Zellen.

Fastenkrise

Die Schlacken werden durch das Fasten aus den Zellen heraus gebracht. Davor waren sie aufgespalten und als Salz in den Zellen eingelagert. Die Giftstoffe werden durch das Entschlacken gebunden und wandern damit wieder als Säure in den Körper. 

Zudem wird auch Wasser und Fett frei, das bislang an die Giftstoffe gebunden war, und diese wie eine Pufferung umgab und den Körper vor den Giften schützte.

Ausserdem herrscht während des Fastens ein abbauender Stoffwechsel vor, der an sich bereits säurelastig wirkt (alle auftrennenden und abbauenden Prozesse wirken wie eine Säure. Zur Energiegewinnung während des Fastens werden ausschliesslich Stoffe herangezogen, die eingelagert waren und für diesen Zweck der Energiegewinnung aufgespalten werden müssen). 

Kalium und auch Magnesium wirken als Bindungskräfte, und können die Säuren neutralisieren aber auch transportabel machen um sie auszuscheiden. Ansonsten, ohne Basen und Abstransport durch Flüssigkeiten (zunächst via Blut, Lymphflüssigkeit dann via Urin und Stuhl), blieben die Säuren in den Zellen des Körpers und in ihren Zustand als Säure, und sorgen für die brennende Empfindung, die wir als Fastenkrise erleben.

Dass diese Stoffe nun frei werden, also aus den Speichern gelangen, ist vor dem abschliessenden Schritt der Ausscheidung wesentlich. Aber bringt die sogenannte Fastenkrise mit sich. Die Symptome bestehen in steifen Muskeln, komischer Geschmack auf der Zunge, brennende Lippen, und ganz besonders Glieder- und Kopfschmerzen, eine Art Muskelkater usw..
Je nach Fastenart und Vorbereitung können diese Stoffe ein mehr basisches Mileu des Organismus antreffen und die Fastenkrise wird sich nicht so stark auswirken.

Die Fastenkrise ist aber auch Teil einer ersten Phase der Umstellung des Stoffwechsels des Körpers. Jede Umstellung ist schwierig und bedeutet eine Art Minikrise. 
Erst nach Bewältigung dieser Phase läuft der Organismus auf Sparprogramm, was vor allem auch dadurch funktioniert, weil die Verdauungsorgane selbst keine Energie mehr beanspruchen, um Kohlenhydrate oder durch Nahrung zugeführte Eiweisse zu verdauen.  Der Blutzuckerspiegel wird niedrig gehalten. Anstrengungen, die rasche Energiefreisetzung benötigen, fallen deshalb schwer und die Folge kann Schwindel sein. Deshalb sollte man langsam zB die Treppen steigen, und nicht hinauf hetzen.

Der übrige Stoffwechsel und damit unser Organismus findet für eine gewisse Zeit noch genügend Energie durch die Aufspaltung und Abbau eingelagerter Substanzen zur Energiegewinnung.

Die Fastenkrise ist einerseits ein gutes Zeichen, da die Schlackenstoffe aus den Zellen gebracht werden, wo sie zuvor "versteckt" (gespeichert) wurden! Nun stellt es eine gewisse erste Flut dar, mit der der Körper überschwemmt wird, und was nach und nach ausgeschieden werden muss. Im weiteren Verlauf des Fastens gewöhnt sich der Stoffwechsel an die vorübergehend intensivierte Funktion der Ausscheidung, und die Stoffe können schneller abtransportiert werden. 

Allerdings kann kann man diese Fastenkrise durch Mineralien (Basen) etwas mindern (Mineralienpulver im Wasser).

Sehr gut geeignet sind die Schüßler Salze. Sie können bei einer Fastenkrise meiner Erfahrung nach sogar am besten helfen. Vor allem Nr. 6, Kalium Sulfuricum, dass besonders eisenhaltige Zellen von Säuren bereinigt. Es ist ein Mittel, das vor allem über die Haut(-zellen) wirkt, aber auch an Ausscheidungsprozessen anderer Zellen beteiligt ist. Dem Salz wird nachgesagt, dass es durch seine Affinität zur Sauerstoffübertragung den Stoffwechsel regulieren kann.
Es wird besonders dann eingesetzt, wenn eine Störung des Stoffwechsels vorliegt und kann sogar in hartnäckigen Fällen helfen (auch Nr. 8 kann in diesem Fall wichtig sein). Es ist weiterhin ein starkes Lebermittel. Nummer 6 hilft der Leber, die einen grossen Teil der Entgiftungsfunktion leistet. Die Leber enthält auch Eisen, und es wirkt Kalium Sulfuricum auch auf das Blut, welches Eisen im Hämoglobin enthält. Kalium Sulfuricum hilft der Sauerstoffübertragung, und hat insgesamt einen positiven Nutzen für den ganzen Stoffwechsel. Man sollte wegen der Ausscheidung von Schlacken aus den Zellen Nr. 10 mit Nr. 6 kombinieren, damit verstärkt die Schlacken aus dem Fluß des Körpers gebracht werden. Nr. 6 hilft beim Kohlenhydrat-/Zuckerstoffwechsel.

Nr. 9 (Natrium Phosphoricum), ist ein Stoffwechselmittel, das die herausgelösten sauren Stoffe bindet und neutralisiert. Bei starker Übersäuerung bei einer momentanen Entgiftung, und einem akuten Prozess schmerzender Gelenke usw., sollte man zunächst Nr. 10, und dann Nr. 9 anwenden. Auch Nr. 6 und andere Schüßler Salze können helfen. Nr. 6, aber auch Nr. 8. Statt einem Kaffee um den Stoffwechsel in Gang zu bringen, kann man Nr. 5 oder 3 versuchen (auch beide).

Nummer 10 Natrium Sulfuricum ist als drittes Salz unter den "Fastensalzen" zu nennen, das allgemein die Auscheidung von Schlackenstoffen und Endprodukten fördert. Die Nr. 10 kann allgemein mit den Ausscheidungsorganen assoziert werden, worunter die Leber, Niere,  Darm und auch die Haut zu zählen sind. Nr. 10 fördert und unterstützt diese Organe. 

Man kann diese drei Schüßler Salze, besonders Nr. 6 und 10 auch während des gesamten Fastens unterstützend nehmen.

Feichtinger u.a. nennen in ihrem "Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüßler" auch Nr. 4 Kalium Chloratum und Nr. 5 Kalium Phosphoricum, um den beim Fasten entstehenden Mangel an Mineralstoffen zu beheben bzw. die Betriebsfähigkeit vorrauszusetzen.
Die Nr. 4 sei ein Salz, das durch den weissen Zungenbelag, der besonders am Fastenbeginn entsteht, angezeigt ist. Der Mangel entstehe vor allem in Darmbereich. Nr. 4 entspricht sich weitgehend mit dem Darmbereich, und wirkt ansonsten als Unterstützung der Schleimhäute. Über die Schleimhäute wird auch entschlackt.
Nr. 5 sei nach Feichtinger wichtig, um den Energiestoffwechsel während des Fastens zu unterstützen. Während dem Fasten müssen die Giftstoffe abgebaut werden, was den zielgerichteten Einsatz von Energie benötigt. Nr. 5 wird neben anderen Salzen allgemein auch zur Entgiftung genannt.

Diese Fastenkrise geht nach einigen Tagen vorbei. Wenn diese Krise nicht vorübergeht, muss vor allem an eine erneute Darmreinigung gedacht werden, zB mit Glaubersalz oder Sauerkrautsaft. Im extremen Fall kann man daran denken, das Fasten abzubrechen oder zu einem Basenfasten überwechseln.
Es ist ein Punkt während des Fastens, wo man es sich eventuell auch zu leicht macht, und psychologisch gesehen unsicher ist. Hier muss man genau hinschauen.

Körperliche Bewegung

Viel Bewegung ist bei jeder Fastenkur unbedingt angeraten, wenn es auch nur leichte Spaziergänge sind. 

Ausgiebige körperliche Bewegung (während des Nichtfastens) ist meiner Erfahrung nach die best- und leichtmöglichste Weise, den Körper zu entschlacken. Beim Fasten sollte man jedoch nicht zu lange in Spaziergängen/Wandern usw. unterwegs sein, um den Körper aufgrund fehlender Nährstoffzufuhr nicht zu sehr zu belasten.

Die körperliche Bewegung, zum Beispiel durch öftere Spaziergänge hält den Kreislauf in Schwung, regt die Lymphtätigkeit durch die pumpende Bewegung an, und bringt Sauerstoff in die Zellen. All das bedeutet eine wirkliche Unterstützung des Entschlackens. Besonders das Atmen wird durch die Bewegung begünstig, und damit die Ausscheidung von Stoffen durch die Lunge. Das sind solche Stoffe, die massiv entstehen, während Eiweiß-Schlacken im Körper abgebaut werden (verursacht auszuscheidenden Stickstoff). 

Der Sauerstoff, der in diesem Prozess in der Lunge aufgenommen und über das Blut in die Zellen gebracht wird, ist für alle Zellaktivitäten wichtig. Umso mehr Sauerstoff durch die geatmete Luft vorhanden ist und in den Blutkreislauf überführt wird, desto besser ist der Stoffwechsel und auch der "Entschlackungstoffwechsel". Die Nährstoffverwertung und die Glukoseumwandlung (Energiegewinnung) funktioniert mit einem Mehr an Sauerstoff besser. Man fühlt sich eben an der frischen Luft nicht umsonst erfrischt.

Man sollte allerdings bedenken, wie es sich mit der eigenen Kondition verhält. Wenn man bereits vor dem Fasten daran gewöhnt war, längere Spaziergänge, Wanderungen oder Sport gemacht zu haben, kann man während des Fastens auf die entsprechende Kondition zurückgreifen. Allerdings sollte man es nicht übertreiben und zum richtigen Zeitpunkt aufhören mit dem Sport oder der Wanderung. Muskelaufbau ist jetzt kaum möglich! Und jede Überlastung geht an die Substanz. Die Folgen können dann nicht nur Muskelkater sein.

Üblicherweise ist es so, dass wir mit unserer bisherigen Lebensweise oft schon zu wenig Bewegung haben und damit auch wenig Kondition. Das muss sich also herausstellen, welche Länge der Spaziergänge man sich zumuten will. Es ist allerdings auch so, dass man sich unbedingt im Freien bewegen sollte. Wenn man diese Spaziergänge nicht gewöhnt ist, wird man schneller müde. Was nicht schlimm sein muss und für einen guten Schlaf in der Nacht sorgt. Schlimm ist jedoch die dauerhafte Überlastung.

Ausserdem wird durch genügend tägliche Bewegung verhindert, dass Muskelmasse oder auch Kondition abgebaut wird. 

Jedenfalls kann man mit längeren Spaziergängen oder sogar leichter sportlicher Betätigung (Radfahren, Schwimmen, Joggen), dem Körper beim Stoffwechsel helfen. Denn so wird der Verbrennungsmotor zusätzlich angeheizt. Rechnen wir mal so: Wenn man sich wenig bewegen würde, müsste man 2 Wochen fasten, um denselben Effekt zu erhalten, den man mit leichter regelmässiger Bewegung in etwa der Hälfte der Zeit erhält. Meiner Meinung ist es sehr wichtig, sich zu bewegen. Sich nur im Haus oder der Wohnung aufzuhalten, während man fastet, wird dazu führen, dass man sich nach dem Fasten viel weniger leistungsfähig fühlt.

Man kann leichte Arbeiten verrichten, etwa im Haus oder Garten - aber man sollte gleichwohl jeden Tag sich auch genügend Zeit für sich selbst nehmen und genügend Ruhe finden. Man geht spazieren, setzt sich einige Minuten auf eine Bank und geniesst die Luft und das Wetter. Das ist wunderbar!

Schwitzen

Ab und zu ein Schwitz-Bad - dabei auf den Kreislauf achten. Manche Menschen mit hohen Blutdruck sollten hier vorsichtig sein, entweder mit der Temperatur und/oder der Dauer des Bades. Man kann während des Fastens auch ein Basen-Bad nehmen und dabei 2 -3 Kilo Salz in das Badewasser geben und zusätzlich ein oder zwei Tütchen Natronhydrogencarbonat - was alles die Ausscheidung über die Haut unterstützt.

Ein Saunabesuch, falls man dazu Lust hat, ist auch sehr gut. Der Kreislauf ist natürlich während des Fastens nicht in jener Lage, in dem er sich befindet, wenn wir Energie durch die Nahrung gewonnen haben - deswegen sollte man den richtigen Zeitpunkt bemerken, wenn es an der Zeit ist, das Schwitzen in der Saune zu beenden. Ich würde Saunagänge nur bei abgewandelten Fastenarten aber nicht im rigorosen Fasten  tun.

Das Schüßler Salz Nr. 8 Natrium Chloratum ist für den Schwitzvorgang nützlich, es fördert unter Umständen das Schwitzen. Denn für das Schwitzen sind bestimmte Mineralstoffe nötig und dieses Schüßler Salz stellt es zur Verfügung.
Wenn man nicht leicht schwitzen kann, liegt es mit Sicherheit an einem Mangel dieser Mineralstoffverbindung.

Falls man Raucher ist

Rauchen wird an den ersten Tagen vielleicht noch gefallen, aber später wird es einfach nicht mehr schmecken.

Aus dem Grund, dass Nikotin und das Rauchen die Magensäureproduktion anregt, sollte man während des Fastens komplett auf das Rauchen verzichten. 

Ein Tip am Rande, falls man auf das Rauchen langfristig nicht verzichten will: Wähle doch den Tabak, der ohne Zusätze auskommt. Diese Sorten sind im Handel seltener, aber es gibt sie.
Das ist ein etwas trockener, aber dafür "gesünderer" Tabak als jener mit Zusätzen. Mittlerweile gibt es diesen auch mit Filtern.
Wer natürlich zum Nichtraucher wird, nimmt seinen Körper damit eine  Übersäuerungsquelle! Eine Zigarette macht nicht viel, aber die Dauer des Rauchens macht es.
Ich habe gemerkt, dass das Rauchen uns subtil auch stets in einem Zustand bringt, der uns an das Alte oder an Gewohnheiten bindet, vor allem in Bezug zu Denkmustern. Viele Künstler verzichten auf das Rauchen, um mehr Kreativität zu entfalten. 

Fastenbrechen

Ab diesem Punkt, wenn man wieder beginnt Nahrung zu sich zu nehmen, hört der Sinn des gesunden Fastens noch nicht auf! Denn jetzt kommt es darauf an, die leeren Speicher optimal zu füllen mit nötigen und gesunden Nahrungsmitteln. Eine gute Basis zu schaffen. 

Es geht darum, den durch das Fasten schon etwas veränderten Stoffwechsel und Organismus langsam wieder an die Ernährung zu gewöhnen.
Demgemäß sollte man nach dem letzten strikten Fastentag sich etwa zwei Wochen ausserordentlich gut und gesund ernähren. Natürlich wäre es vorteilhaft, sich die ganze Zeit gesund zu ernähren. Der Darm und die Darmflora muss langsam aufgebaut werden. 

Entsprechend ratsam sind probiotische Joghurts und zunehmend und für ein paar Wochen eine Betonung auf Gemüse, die für den Darm gut sind: Rotkohl, Grünkohl, Porree, rote Rüben,  Rosenkohl, Zucchini, Chicoree, Rhabarber, Kürbis, Mangold, Spinat, Sellerie. 
An Obst: Äpfel, Grapefruit, Pflaumen , Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren.

Ausserdem kann man das Entschlacken als Prozess nach dem eigentlichen Fasten noch weiterführen und so insgesamt optimal seinen Körper reinigen.
Dazu nehme man einfach viele Gemüse, und insbesondere die klassischen Entschlackungspflanzen wie Löwenzahnblätter als Salat und Löwenzahnkraut mit Wurzel als Tee,  ebenso Bärlauch, evtl. auch ab und zu Brennessel (Gemüse als auch Tee) - das alles gut mit Koriander gewürzt. Curcuma entgiftet von Schadstoffen, und sogar von metallischen Giften. Chlorella Algen entgiften von Schadstoffen und Metallen.
Algen allgemein sind eine sehr gute Aufbaukost, da sie viele organisch gebundene Mineralien enthalten.

Man trinke nach dem Fasten nach wie vor die entsprechenden Kräutertees eine Zeit lang weiter, aber nicht in Übermaß.

Meist kommen wir doch irgendwann auch mal zu Vergnügen und Leckereien, auf die wir Zeit unseres Lebens nicht ganz verzichten wollen. Doch gerade auf diese sollte man in der ersten Zeit nach dem Fasten auf jeden Fall verzichten! Ansonsten kann es zu einer Überlastung des Organismus, Übelkeit, Magenschmerzen kommen.

Wenn man im Vollmond und abnehmenden Mond mit dem Fasten begonnen hat, findet dieses Aufbau-Phase bei einer 14tätigen Fastenzeit im zunehmenden Mond statt. Diese Zeit des zunehmenden Mondes ist eine sehr gute Zeit zum Aufbau. Alles was man dem Körper zuführt, kann besonders gut aufgenommen werden. 

Auf Salz sollte man in der ersten Zeit nach dem Fasten gar nicht (!), und in den nächsten zwei Wochen nur sparsam zurückgreifen. Der stark entwässerte Organismus verträgt in den ersten Tagen Salz sehr schlecht und es muss jetzt vor allem Wasser eingespeichert werden. Das hat etwas mit der Osmose und dem Austausch zwischen dem Inneren und Äusseren der Zellen zu tun. 

Auch auf Zucker sollte man zunächst verzichten, ebenso wie auf Kaffee. Man kann bald beginnen Obst- und Gemüsesäfte zu trinken.

Die natürlichen Entgiftungsfunktionen des Körpers stärken

Ab etwa 14 Uhr eines Tages beginnt physiologisch gesehen ein neuer (Entgiftungs-) Zyklus bis zum nächsten Mittag. Ab 17 Uhr beginnen die Entgiftungsfunktionen des Körpers vermehrt ihre Tätigkeiten aufzunehmen und es reicht über die Nacht hinaus bis zum anderen Mittag. Die beste Zeit für Entgiftungsmaßnahmen ist ab 14 bis 17 Uhr gegeben, bis zum anderen Morgen - das bedeutet in dieser Zeit zB Nierentees, Lebertees, Nahrung für den Darm, und besondere Gemüse, aber insgesamt weniger Nahrung in dieser Zeit.  
Nimmt man Aminosäurenpräparate oder Chlorella Algen ist es vorteilhaft, die grösseren Portionen um,etwa  17 Uhr zu nehmen. Die Wirkung der Aminosäuren hält dann über die erste Nachthälfte an und unterstützen die natürlichen Entgiftungsfunktionen. Die Chlorella Algen gelangen schließlich in dieser Zeit nicht nur in den Stoffwechsel, sondern auch in den Darm und reinigen ihn dort über Nacht, während die Verdauungstätigkeit während der Nacht weitgehend ruht und damit die Entgiftungsleistung auch betont wird.

Es gibt vier verschiedene Kanäle, auf die der Körper entgiftet und die man durch entsprechende Maßnahmen stärken kann:

1. Niere/Urin
2. Darm/Kot
3. Haut/Schweiß
4. Lunge/Atem

Als Atemluft werden in Gase gebundene und auf diese Weise ausscheidbare Stoffe entsorgt.
Es gibt aber noch andere körperliche Bereiche, die bei der Entgiftung wichtig sind. So etwa die Lymphe und das Lymphsystem. Die körperliche Bewegung regt die Lymphe an, durch eine pumpende Bewegung, die sich durch das (straffe) Bindegewebe überträgt. Weiterhin beschleunigt das körperliche Bewegen an der frischen Luft natürlich auch den Gasaustausch. 
Bäder, Saunieren kann das Ausschwitzen über die Haut fördern.

All diese Entgiftungsfunktionen sind von einem optimalen Zustand der jeweiligen Organe und dazugehörende Kreisläufe verantwortlich.

In Bezug zur Niere ist es zum Beispiel der Harnsäurezyklus, der bereits in der Leber beginnt. In der Leber werden Stoffe zu Harnstoff umgewandelt und für die Niere ausscheidbar gemacht. Leber und Niere sind neben dem Bindegewebe und dem Blut die wichtigsten Organe für die Entgitungsfunktion. Indem man sie stärkt, stärkt man die natürlichen Entgiftungsfunktionen des Körpers.

Gute Nahrungsmittel für den Darm sind Rotkohl, Grünkohl, Poree, Chicoree, Rote Beete, Pflaume, Rhabarber und alle ballaststoffreichen Gemüse.

Es gibt einige Gemüse und Obstsorten, die speziell entgiftend wirken. Entwässernd und entschlackend sind vor allem kaliumreiche Gemüse wie Banane oder Erdbeeren. Auch Grapefruit-Saft wirkt sowohl entschlackend als auch entgiftend und bietet eine breite Palette an besonderen Pflanzeninhaltsstoffen, der gesunde Wirkung zugeschrieben werden.

Entgiftend wirken Koriander, Bärlauch, Wacholderbeeren.
Curcuma wirkt günstig auf die natürlichen Entgiftungsfunktionen der Leber.

Weitere besondere Entgifter: Stachelbeeren (besonders Schwermetalle/Gehirn), Birne.

Spargel und Knoblauch sind klassische Entgifter, leichte Entgifter.

Entwässernd wirken Pfirsiche, Artischocken, Zucchini,  Bohnen, Fenchel, Gurken, Kohlrabi, Rosenkohl, rote Rüben, Blumenkohl, Rotkohl, Spinat, Linsen.

Wichtige Spurenelemente zum Entgiften: Zink, Selen

Gute Zinkquellen (gemessen auf 100g; wobei der Gehalt auch von der Bodenqualität des angebauten Nahrungsmittels abhängt): Weizenkeime, Linsen. Es empfiehlt sich für einige Monate des Jahres ein Ergänzungsmittel, da die Nahrung nicht wirklich viel von diesem Spurenelement bereit stellen kann.
http://www.hotsport.ch/sportlexikon.ch/vita-mine/zink.htm
http://www.onmeda.de/lexika/naehrstoffe/spurenelemente/zink-zinkhaltige-lebensmittel-2285-4.html
http://www.orthomedis.ch/zink.htm

Gute Selenquellen (gemessen auf 100g): Kokosnuss, Sesam (beide sehr gut), Thunfisch, Hering, Sardine, Vollkornreis. Etwas weniger aber doch noch einiges auch in Weizenkleie und Paranüsse. Links: http://www.vnr.de/b2c/gesundheit/ernaehrung/vertreiben-sie-truebe-gedanken-mit-selen.html
http://www.qualimedic.de/selen.html

Wichtig zum Entgiften ist auch viel Vitamin C, am besten in natürlicher Form. 

Magnesium ist für den Stoffwechsel wichtiges Mineral und beteiligt an vielen Stoffwechselschritten, die auch bei der Entgiftung relevant werden.
Eisen
ist wichtig für den Nährstoffstrom (Transport- und Versorgungsystem des Blutes), und steht damit im indirekten Zusammenhang mit den Entgiftungsfunktionen.
Aber auch das Immunsystem ist stark abhängig von einer Eisenversorgung, und überall da, wo wir es mit Giften zu tun haben, wird das Immunsystem wichtig. Denn Gifte ziehen durch ihre Störung des Stoffwechsels und der Biochemie zB Infektionen an, und so braucht es ein starkes Immunsystem, um diese Probleme zu beseitigen.

Auch das Spurenelemente Molybdän, und zahlreiche Vitamine sind unentbehrlich für eine funktionierende Entgiftungs- und Abwehrfunktion des Organismus.
Nicht nur Bakterien sind die Feinde des Immunsystems, sondern auch Gifte. Dazu zählen nicht nur die natürlichen Stoffwechselgifte, sondern in erster Linie die von aussen zugeführten Umweltgifte, Pestizide, Schadstoffe, Schwermetalle. Viele Spurenelemente übernehmen eine Pufferfunktion für uns, sie binden sich an diese Schadstoffe oder sorgen für ihre Neutralisierung. Andererseits dienen diese Spurenelemente und Nährstoffe dem Funktionserhalt unseres Organismus, sind Teile von Enzymen und Stoffwechselprozessen.

Eine gesunde Ernährung, ein damit verbundenes vollwertiges und ausgewogenes Essen, eine hervorragende Eiweissversorgung (das heisst in Maßen und nicht zuviel!), und eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen ermöglicht einen Ausgleich für die vielen Gifte, die der Körper zwangsläufig gezwungen sieht abzubauen.
Wir können den Giften nie entkommen. Es wäre utopisch. Wir können ihnen aber einen gesunden Organismus entgegen setzen.

Gifte sind teils Wirkung natürlich erzeugter Ursachen, also vom Körper selbst erzeugt zB beim Auf- oder Abbau von Eiweißen oder Zucker. Und teils sind es andere Stoffe, die wir uns mit der Nahrung zuführen, die direkt toxischer Art sind (zB Schwermetalle, Pestizide).

Bis zu einem Maß ist das Schlemmen von Genussgiften verträglich für einen gesunden Organismus. In Übermaß wirken Genussgifte auf den Stoffwechsel und Organe als Gifte, weswegen sie als Genussgifte bezeichnet werden.
Der Körper ist von Natur aus darauf angelegt, gleichzeitig mit der Nährstoffverwertung auch eine Entgiftungsfunktion zu erfüllen. Der Körper tut dies mit seinem Stoffwechselvorgängen und vor allem der Leber. Indem er Stoffe abbaut, um sie so durch die verschiedenen Kanäle des Körpers und seiner Zellen und Zellwände zu bringen und über Darm, Niere, dem Atem der Lunge und das Schwitzen der Haut auszuscheiden. 

Im Magen und Darm findet der erste Auslesungsprozess der Nahrungsverwertung statt. Angefangen hat es mit dem Mund, der ein sehr grosser Kanal ist (wir wählen unsere Nahrung behutsam aus, und der Mund steht dafür, was uns genehm ist, was wir verdaulich finden). Im Mund aber kann nichts ausgefiltert werden, das muss bereits in einem ersten Schritt bei Wahl der Nahrung geschehen.
Tatsache ist, dass wir es oft nicht genau nehmen - uns etwas in den Rachen stopfen, nur weil es angenehm schmeckt, ohne Wissen darum, was da eigentlich wirklich drin ist. So haben auch die Fette gesiegt, weil alles, was mit Fett ausgestattet ist, tendenziell immer besseren Geschmack haben wird.

Aufgrund des Umstandes, dass Darmschleimhaut und Magenschleimhaut für bestimmte Stoffe durchlässig sind, gehen kleinste Teilchen in den Stoffwechsel über. Das sind zum Beispiel die Glukose, die Aminosäuren oder Fette. Die meisten dieser Stoffe erreichen uns in grober Form, können noch nicht durch die Magenschleimhaut dringen, und werden aus ihrer grösseren zusammenhängenden Proteinform durch Verdauungsenzyme gespalten in solche Stoffe, die von der Darmschleimhaut später aufgenommen werden, und im Stoffwechsel gebraucht werden können.

Glukose ist dabei der Stoff, aus dem wir Energie gewinnen.
Komplexe Kohlenhydrate müssen von den Verdaungsorganen zerlegt worden sein, bis dass sie die für den Körper verwertbare Form von Energie freigeben, die Glukose. Diese kann auch in der Leber für die Dauer etwa eines Tages gespeichert werden.

Einfacher Zucker enthält eine Form von Kohlenhydraten, die praktisch sofort aufnehmbar ist für den Körper. Es ist eine zwangsläufige Folge, dass die Glukose in zugeführter hoher Konzenration auch in hoher Dosis in den Stoffwechsel übergeht, und diese Menge sofort verfeuert werden will, ja verfeuert werden muss, sobald die Leber ihren Speicher an Glukose gefüllt hat.
Zucker im Blut ist immer nur eine vorübergehende Sache des Transports zu den Zellen. Zucker an sich ist eine Säure, und diese im Körper erfordern Basen, um sie zu neutralisieren. 
Ist viel  Glukose vorhanden, dann werden auch viele Nährstoffe verbraucht, um diese Glukose zu verwerten. Die Maße macht es. Die Energie der zugeführten Glukose, die nicht gebraucht wird, wird in Fetten umgewandelt. Damit verschwinden auch evtl.  Mineralstoffe aus dem Stoffwechsel, da Fette bindungsfreudige Urgewalten sind und sich gerne mit Mineralien verbinden und diese mit in die Zellen als Fette gespeichert werden.

Allein Stress erzeugt schon einen Verbrauch von Mineralstoffen. Es werden immer irgendwelche Stoffe vom Körper benötigt. Allein schon umso mehr transportiert werden muss, desto mehr muss an Nährstoffen dazu aufgewendet werden. Abgesehen vom Blutzuckerspiegel, der durch Zuckerkonsum ansteigt, und der Ausschüttung von Insulin, das mit extensiven Zuckerkonsum einher geht. Es ist meiner Erfahrung nach Fakt, dass hoher Zuckerkonsum Depressionen begünstigt - das heisst, es fehlen Nährstoffe. Denn wenn man diese Nährstoffe wieder sich zuführt, verschwinden auch die Depressionen leichter. Oder wenn man in derselben Zeit keinen Zucker gegessen hätte, sogar gefastet hat, wäre man nicht so übellaunig. 

Jede Zelle wird mit der Glukose mit einer Flut von Energie beglückt, aber andererseits werden viele Nährstoffe verbraucht. Die ganze Energie, die im Überfluss vorhanden ist, wird eingespeichert - andererseits steht uns viel Energie in diesen Momenten zur Verfügung und wir werden deshalb auch leicht aggressiv und strotzen vor Impulsivität - denn der Körper vermittelt uns quasi einen Notstand, und ihm ist es recht, wenn er die überschüssige Energie "abreagieren" kann. Übrigens ist es nicht gerade gesund, impulsive Energieentladung psychischer Art im Übermaß zuzulassen. Sicher kann das hin und wieder befreiend wirken. Aber andererseits steigt bei einem Zorn oder Wut zB der Bauchdruck, und Leistenbrüche infolge eines gleichzeitigen schwachen Bindegewebes sind nicht ausgeschlossen, wenn einfach mehrere belastende Faktoren hinzu kommen - und überhaupt wird auf diese Weise einer psychischen Energieentladung der ganze Hormonspiegel ziemlich durcheinander gebracht. Aus dieser Einsicht in ein Ganzes ergibt sich auch, wie viel es wert ist, eine gesunde Ernährung im Bunde mit einer gesunden und ausgeglichenen Psyche zu betrachten - denn beides geht Hand in Hand und beeinflusst sich wechselseitig.

Nährstoffe werden bei einem Zuckerkonsum zB in Form von Schoklade tendenziell nicht zugeführt. Aber auch schon das Weissbrot ist beinahe absolut nährstoffarm. Deshalb ist die Nährstoffbilanz für manche solcher Stoffe äusserst negativ. 

Wenn man alle Kraft dafür einsetzen will, zu entgiften, dann sollte man diese Kraft des Körpers zunächst vorbereiten und dann konzentrieren, aber niemals eine bestimmte Grenze seiner Kapazitäten überschreiten (je nach Vorgehensweise: wenn man zB mit Chlorella oder Sulfur entgiften will, sind diese Gedanken äusserst wichtig, damit der Körper die heraus geholten Gifte auch infolge eines vorhandenen Nährstoffgleichgewichtes und optimalen Stoffwechsels vollständig abbauen und ausscheiden kann; bei einem normalen Fasten ist dies nur sekundär wichtig oder abhängig vom bestehenden Übersäuerungsgrad). 

Das heisst, man muss während dem  Entgiften dem Körper einen Stoffwechselraum zur Verfügung stellen - er soll zB so wenig wie möglich mit Zucker und anderen für diese Zwecke wenig nutzbaren Stoffe zu tun bekommen. Dieser Stoffwechselraum soll bereit stehen mit an die Reserven gefüllten Mineralstoffen und Vitaminen usw..
Dazu gehört auch ein in Maßen stattfindender Eiweisskonsum während der Entgiftungsphase; - die Eiweissverdauung hinterlässt dem Stoffwechsel einige Endprodukte, die der Körper entgiften und ausscheiden muss, verbürgt andererseits aber Betriebsbestandteile des Stoffwechsels. Generell erzeugt Eiweißkonsum eine leichte Übersäuerung, aber das tut auch Kohlenhydratkonsum (besonders die kurzkettigen Kohlenhydrate).

Wenn der Stoffwechsel nicht optimal eingestellt ist, kann man mit einer guten Eiweissversorgung die Entgiftung direkt unterstützen. Dabei sollten auch Vitamine, bestimmte Fettsäuren, Mineralien und Spurenelemente besonderes Gewicht erhalten. Besonders Cystein, Taurin, Methionin, Glutamin und Glycin sind wichtige Aminosäuren für die natürlichen Stoffwechselfunktionen, die für das Entgiften relevant sind.

Es kann der Stoffwechsel auf diese Weise einige Zeit lang vorbereitet werden, und zwar mit der Aufnahme eines breiten Spektrums aller Aminosäuren und vieler Nährstoffe und ganz besonders Vitamin C und Vitamine der B-Komplexe.
Wenn die Entgiftung beginnt, nimmt man dann weniger Eiweiss zu sich. Oder man beschränkt sich während der Entgiftungsphase auf die wichtigsten Eiweisse und schränkt gleichzeitig die Zufuhr von Kohlenhydraten und Fetten ein, damit der Stoffwechsel möglichst viel Raum und Energie bereit hält.
Die normalen Entgiftungsfunktionen des Körpers sollen freigehalten werden. Für das Entgiften ist es sinnvoll, dass man zunächst die Zufuhr solcher Stoffe vermeidet, die den Stoffwechsel belasten, damit die Entgiftungsfunktionen des Körpers sich vor allem der Ausscheidung der Umweltgifte oder Schwermetalle widmen kann.

Stärkt man den Stoffwechsel, stärkt mal die Entgiftungsfunktionen. Es gibt bestimmte Stoffe, die sich als günstig, und andere, die sich als ungünstig erwiesen haben. Und wie bereits erwähnt werden beim normalen Stoffwechsel auch Gifte freigesetzt, allein schon durch die Arbeit des Stoffwechsels selbst. Antioxidantien und Abbauprozesse des Körpers verhindern, dass sich diese Gifte weiterhin als solche erweisen.  Antioxidantien haben eine grosse Bindungsfreudigkeit. Genauso wie die Gifte. Damit ergibt sich schon ein wichtiger Stoff, Antioxidant, der bei der Entgiftung zwangsläufig helfen wird (Stoffe, die den Platz räumen. Man nennt die Antioxidantien die "Polizisten des Stoffwechsels und der Gesundheit"). Antioxidantien findet man in einigen Nahrungsmitteln ganz besonders viele.

Die natürliche Entschlackungstätigkeit des Körpers findet auch statt, wenn der Mensch nicht strikt fastet.
Der Sinn einer Entschlackungskur liegt in der klaren Richtung, die Schlacken so gut und effizient wie möglich heraus zu bringen. Unter folgenden Aspekten: Zeitlich gesehen, vom Maß der Mühen her betrachtet und schliesslich  aus Sicht, wie es dem Körper dabei geht. Letzteres ist die Nagelprobe, an der man sieht, wie gut diese Entschlackung und Entgiftung vorbereitet wurde bzw. in welchem Zustand sich der Stoffwechsel befindet.
Bei der Gelegenheit sollte eine geringfügige Unterscheidung getroffen werden: Normal entgiften wir auch durch normale Entschlackungskuren. Im Besonderen wird das Wort "Entgiften" aber für den Umstand reserviert, dass man so etwas wie eine Schwermetallausleitung beginnen möchte. Ich selbst betrachte beides im Grunde als eine Sache, da man auf Ebene des Körpers die Verschlackung und die Vergiftung nicht immer so klar trennen kann. Verschlackung meint üblicherweise mehr die Befreiung von Eiweiss-Schlacken, aber die machen meiner Meinung nach vor allem dann Probleme, wenn zusätzlich auch Gifte aller Art im Körper eingelagert wurden. Es ergibt sich dann eine Art synergetischer Effekt.

Stoffe, die direkt entschlackend wirken, und Entschlackungsfunktionen der Körpers unterstützen , können durch ein Fasten oder Entschlackungskuren optimal zur Wirkung gebracht werden. Manche Gifte werden damit aber nur zu einem Teil erreicht, wenn der Körper nicht über die genügenden Nährstoffe verfügt. Manche behaupten sogar, nur durch besondere Maßnahmen sei es möglich, viele festsitzenden Gifte zu erreichen (mittels Chlorella; Zufuhr der Aminosäure Cystein, Glycin und Methionin zur Bildung des körpereigenen Glutathion-Enzyms; mittels dem homöopathischen Mittel Sulfur; mittels Koriander und Bärlauch).

Mittlerweile häufen sich auch von wissenschaftlicher Seite her die Bestätigungen, dass Mittel wie bestimmte Algen (Chlorella), Curkuma, Koriander oder Bärlauch und das körpereigene Glutathion zur Schwermetallausleitung sehr gut geeignet, wenn nicht am besten geeignet sind. Andererseits teilte jemand mit, der über die Fähigkeit besaß mittels der Aura zu prüfen, in wie weit entgiftet werden konnte, dass diese Stoffe nicht tiefgreifend genug wirkten und er diese tiefgreifende Wirkung nur bei Sulfur (homöopathisches Mittel) bemerken konnte. Hier sollte man vielleicht in der Selbstanwendung mit kleineren Potenzen anfangen (Sulfur unter D30), und nicht zu schnell und zu heftig die eingespeicherten Schadstoffe mittels einer zu grossen Potenz (C 30) ans Licht fördern. Aus meiner eigenen Erfahrung bringt die Schwemme an Giftstoffen oder Schlacken bei Sulfur C30 bei einem nicht ganz soliden Stoffwechsel mindestens eine Woche lang eine ziemliche Schlappheit mit sich, die bei bestehender Stoffwechselschwäche äusserst unangenehm sein kann. Bei diesen Umständen einer Stoffwechselschwäche ist keineswegs gewährleistet, dass diese Stoffe auch alle ausgeschieden werden können, sondern meist einfach wieder eingelagert werden. Anders gesagt, denn wer hat heutzutage schon einen optimal eingestellten Stoffwechsel (!), braucht es einen sehr gut eingestellten Stoffwechsel, der mindestens ein Jahr mit gesunder Ernährung und evtl. zusätzlichen Nährstoffgaben herbeigeführt wurde.
Siehe dazu mehr zum Thema Leber stärken.

Andauernd wird im Stoffwechsel ein Stoff mit anderen Stoffen verändert, und so ändern sich auch die für einen Abbau eingesetzten Stoffe, es werden Nährstoffe verbraucht. 

Die Zellen benötigen nicht so viel Energie, wie wir bei einem Heißhunger uns an konzentrierten Zucker zuführen könnten. Was vom Zucker nicht als Energiegewinnung herangezogen wird, das wird als Fett abgelagert.
Der Fettstoffwechsel ist ein normaler Vorgang, doch Übergewicht wirkt sich allgemein nicht gut auf die Gesundheit aus. Wnn alles im Körper nach und nach verfettigt, leidet die Funktion durch die entstehende Trägheit (Körpergewicht; Fettleber; oder jenes, das sich oft in einer unklaren Haut, aufgedunsenen Gesicht und eingefallene Backen bemerkbar macht; überhaupt veräussern sich Leberprobleme oft über das Antlitz und die Haut; was im Grunde immer Entgiftungsprobleme sind; Pickel sind die erste Stufe, die wir meist getrost übersehen).

Wenn man Stoffe in hoher Konzentration aufnimmt, und sie durch die Schleimhäute ins Blut übergehen können, dann kommt es auch auf die Menge an. Bei Zucker ist es so, dass dieser in grösseren Mengen  durch die zwangsläufig stattfindenden Abbauprozesse viele Nährstoffe verbraucht. Grosse Mengen an Kohlenhydraten, an Eiweißen und auch Fetten belasten grundsätzlich den Stoffwechsel mehr, als dass sie ihm Baustoffe (Eiweiß, Fette) und Energie (Kohlenhydrate) zuführten.

Den Zusammenhang der massvollen Ernährung mit der Entgiftung kann man sich folgendermaßen vorstellen: Andauernd werden dem Körper  Substanzen zugeführt, die schliesslich selbst oder während ihrer Abbauprozesse Gifte bedeuten werden, oder in hohen Konzentrationen Gifte wären.
Auch in dem besten Gemüse sind natürliche Inhaltsstoffe, die in hoher Konzentration giftig wirken würden. Allgemein lässt sich nicht vermeiden, dass Gifte aufgenommen werden (die Gesellschaft könnte es versuchen so gut wie möglich zu begrenzen, zB indem man diese Gifte nicht mehr einsetzt und frei setzt; was gestern noch als machbar galt, weil kaum klar wurde, was es bedeutet, gilt heute als bedenklich, weil die ganzen Schadstoffe sich summmieren und dann irgendwann auch unsere Ernährungsweise betroffen wird, wenn die natürlichen Entgiftungsfunktionen nicht mehr so gut arbeiten ). 

Geschweige denn, was in den industriellen Fertiggerichten alles an Säuren und chemischen Mitteln  drin steckt, die einzig der Aufbewahrung (Konservierung), aber nicht der Ernährung dienen.  Aber bedeutsam ist, dass unser Körper sowieso zweigeteilt ist. Es kommt etwas rein, es geht etwas hinaus. Er ist von Natur aus eine Entgiftungszentrale, aber zugleich auch zerbrechlich, wenn zu viele Stoffe ihn verändern, ohne dass er die Nährstoffe erhält, die für eine Besserung des Zustandes nötig wären.

Vieles an Giften aus der Nahrung entsorgt ein gesunder Organismus problemlos, wenn er nicht zuviel von aussen erhält. Andererseits haben viele Gifte auch eine Neigung, sich anzureichern und dem Körper fällt es bei den Unmengen an Nahrung umso schwerer, dieser Tendenz  mit seiner Entgiftungsarbeit entgegen zu treten. So werden die Gifte dann eingelagert, weil sie nicht genügend ausgeschieden werden können.

Der Körper selbst erzeugt während seines Stoffwechsels, seiner Auf- und Abbauarbeiten   andauernd giftige Stoffe (zB Stickstoff und Ammoniak während dem wichtigen Eiweißstoffwechsel, was in ausscheidbare Harnsäure umgewandelt wird usw.). 

Es ist auf organischer Ebene so, dass die Leber einerseits der Verwertung von Nutzstoffen dient, Stoffe bereit stellt, speichert und sogar aufbaut, und parallel dazu aber immer bestrebt ist, zu entgiften. 

Er ist die große Entgiftungszentrale des Organismus. Er steht durch das Blut und die Galle in enger Verbindung zum Darm und dem Lymphsystem. Das zeigt uns, dass der Stoffwechsel mit seinen Organen tendenziell zweigleisig fährt. Einerseits Nahrungsverwertung, und andererseits den Nahrungsabfall beseitigen, wozu im weiteren Sinne auch alte Zellen gehören und "natürliche" Stoffwechselgifte gehören.

Manche finden nach einer Ernährungsumstellung, oder dem Üben von Verzicht, regelrecht Gefallen an dem natürlichen Nahraungsmittel. Der Geschmack ist nun anders, da der Körper nicht mehr den alten Geschmäckern nachhängt. Er hat sich an einen neuen geschmack gewöhnt.
Mit geklärten Bewusstsein und der Kraft, die wir durch eine vollwertige und bewusste Ernährung gewinnen, erhalten wir einen zusätzlichen Reiz, Gefallen an den neuen nahrungsmitteln zu finden. Und sie wollen gar nicht mehr Kaffee trinken, wollen keinen Kuchen mehr, und keinen Glukosesirup - aber wollen viel mehr von den Gemüsen und Getreide oder Müsli, weil sie die Bedeutung erkannten, auch von jenen Stoffen, die unseren Organismus belasten.

Die Schüßler Salze zielen direkt auf eine Stärkung der körpereigenen Arbeit mit Mineralstoffen oder solchen Stoffen, die der Körper aus und mit Mineralien herstellt. Es scheint naheliegend, dass auch die Aufnahme von Mineralstoffen mit den Schüßler Salzen angeregt werden kann.

Die grundlegende Energiegewinnung im Stoffwechsel des Körpers

Es gilt die Regel, dass der Blutzuckerspiegel bei jeder Fastenart möglichst niedrig gehalten werden soll. Nahrungsmittel können mehr oder weniger Energien beinhalten, die der Körper abbaut und einsetzt. Was den Blutzuckerspiegel je nach Zeit, die er zum Abbau benötigt, entweder rasch oder allmählich steigen lässt. Der rasche Anstieg wirkt sich ungünstig auf den Stoffwechsel aus. 

Es sind nicht nur Kohlenhydrate oder Zucker, die dem Körper nötige Energie bereit stellen können, sondern ganz besonders auch Fette, die im Vergleich mit den Kohlenhydraten sogar verhältnismässig viel Energie bereit stellen können.
Aus den Fetten muss jedoch erst Glukose vom Körper umgewandelt werden, damit der Körper diese Energie nutzen kann - was zeitlich ein wenig länger dauert, als wenn der Körper die eingespeicherte Glukose direkt verwenden kann.

Die Glukose ist die Energie, die der Körper nutzen kann

Jede verwertbare Energiequelle muss in Glukose umgewandelt werden. Die Fette und Kohlenhydrate werden zu Glukose umgewandelt. Glukose ist eine von drei verbreiteten Formen der Monosaccharide (Einfachzucker). Eine andere Bezeichnung für Glukose ist Traubenzucker (Dextrose). Weitere einfache Zucker sind übrigens Fruktose und Galaktose.

Glukose ist die einzige Form, wie der Körper und seine Zellen Energie aus der Nahrung nutzen können. 

Die Glukose kann der Körper jedoch nicht speichern. Speichern tut der Organismus Energie immer in komplexeren Formen, das heisst in Makromolekülen. 

In der Regel wird der Organismus die aus der Nahrung gewonnene Glukose nicht sofort im Ganzen verwerten können. Es gibt eine begrenzte Speicherkapazität von Glykogen in der Leber und den Muskelzellen. Diese Speicherplätze, besonders die der Leber, dienen der raschen Verfügbarkeit von Energie.

Nachdem die Enzymtätigkeit im Mund und Dünndarm die Nahrungsenergie in Glukose aufspaltet, kann die Glukose durch die kleine Molekülgröße bedingt durch die Darmschleimhaut in das Blut wandern und wird in die Leber transportiert. Hier wird die Glukose umgewandelt in Glykogen und Glykogen gespeichert, und ein grösserer Teil des Glykogens wird durch das Blut weiter geleitet an Muskelzellen, wo es ebenfalls gespeichert wird.

Die Menge an mit der Nahrung zugeführten Kohlenhydrate übersteigt gewöhnlich diese schnellen Speicher (für Glykogen). Alles, was nicht als Glykogen gespeichert werden kann, wird in Fett umgewandelt, und dient als Langzeitreserve. 

Diese Speicher für Fett sind praktisch unbegrenzt. Die Hauptdepots liegen unter der Haut. Aus Fett kann der Körper aber nicht so leicht und schnell Glukose gewinnen. Fett kann zwar doppelt so viel Energie bereit stellen als Kohlenhydrate der gleichen Menge, doch das findet seinen Schatten in der Dauer dieses Prozesses. 
Daher bleiben die Fettpölsterchen auch so lang erhalten, weil der Körper vorwiegend die rasch verfügbare Glukose aus der Nahrung heranzieht oder aus seinen Kurzzeitspeichern für Glykogen. 

Eine  körperliche Beanspruchung über etwas längere Zeit leert die Glykogenspeicher schneller, und der Körper wird zur Energiegewinnung vermehrt auf das gespeicherte Fett zurückgreifen. Beim Fasten  werden auch als Körpersubstanz eingebaute Eiweiße parallel genutzt, da der Fettstoffwechsel allein nicht genügen würde (es dauert etwas länger, bis der Stoffwechsel die Fette als Energiequelle für sich verfügbar machen kann; er muss diese erst synthetisieren und umwandeln! Um die nötige Energie zu erhalten werden deshalb auch andere Prozesse genutzt).

Makromoleküle 

Um Energie zu speichern, wandelt der Körper in relativ kurzer Zeit Glukose in das speicherfähige Glykogen um. Wenn Energie später wieder gebraucht wird, wird das gespeicherte Glykogen kurzerhand wieder in die von den Körperzellen verwertbare Glukose umgewandelt.
Gespeichertes Glykogen reicht für knapp einen Tag, wenn man dem Körper keine Nahrung mehr zuführen würde.

Wir merken uns: nur Glukose kann der Körper und seine Zellen als Energiequelle heranziehen. Und nur Makromoleküle kann der Körper speichern und damit in Reserve bringen. Das ist in Bezug zur von den Zellen benötigten Energie Glykogen, die gespeichert werden kann, aber auch Fette und Eiweiße, die allerdings einen längeren Energiegewinnungsprozess bedeuten. 

Der Körper kann nur durch schnell verfügbare Energie in Form von Glykogen besonders leistungsfähig sein. 
Evolutionär gesehen hatte dies einen erheblichen Vorteil, da der Mensch im alltäglichen Überlebenskampf schnell reagieren musste und durch die Suche nach Nahrung immer in Bewegung war. Meist führte er sich gerade die Nahrung zu, die er an einem Tag finden konnte, und sie reichte für genau diesen Tag.

Eiweiße werden nicht innerhalb der Zellen gespeichert. Nur Fette und Glykogen wird innerhalb der Zellen gespeichert. Die Eiweiße dienen als Puffer und Filter, um Schadstoffe von den Zellen abzuwehren.

Die grösseren Molekülstrukturen (das sind sowohl Proteine als auch Proteinfragmente) sind unlöslich in Wasser. 

Die Makromoleküle werden über diesen einfachen Zustand hinaus auf ihre unlösliche Weise nicht in den Stoffwechsel auf Zellebene eingreifen können (zur Zellebene auch der Raum um die Zellen herum). Im Bindegewebe und Zwischenzellraum gespeicherte Eiweiße weisen eine indirekte Filter-Funktion auf Schadstoffe auf, bevor diese die Zelle erreichen. 
Eigentlich dient die Anreicherung von Makromolekülen im Gewebe  auch dem Schutz vor Schadstoffen, da dieser extrazelluläre Raum wie ein Filter für den Nährstrom wirkt. Dennoch erreichen in einem beständigen Strom stellenweise solche Schadstoffe auch die Zellen (und lagern sich an Zellzwischenwände und besonders an Speicherplätze von Fetten ab).

Sind die Zellzwischenwände jedoch zu sehr mit Schlacken angereichert, funktioniert auch der Abtransport der Schlacken des Zellstoffwechsels nicht mehr richtig. In jeder Sekunde werden solche Schlacken vom Körper also auch selbst erzeugt, und mit demselben Nährstrom abtransportiert , in dem auch Nährstoffe zu den Zellen gebracht werden .
Die Schlacken des Gewebes und die eigenen Schlacken kommen also zusammen und verstärken auf diese Weise ihre störende Wirkung auf gesamten Nährstrom des Stoffwechsels.

Hohe Konzentrationen eines gelösten Stoffes erzeugen einen automatisch osmotischen Druck, bei dem der geordnete Stoffwechsel der Zellen nicht mehr funktionieren würde. Makromoleküle sind grundsätzlich unlöslich und greifen damit nicht primär in den Stoffwechsel ein. Es gibt vier Formen speicherfähiger Makromoleküle: Nukleinsäure, Proteine (=Eiweiße), Kohlenhydrate und Fette.

Abgelagerte Makromoleküle können aber Rezeptor, das heisst Bindungsstelle für Schadstoffe von aussen bedeuten. Die Funktion der eigentlichen Makromoleküle kann durch die entstandene Bindung und dem Einwirken des Schadstoffes verändert werden, das umgebende Mileu verändert sich dadurch ebenso. Es gibt freilich ein breites Spektrum verschiedener Schadstoffe, und jedes Gift wirkt anders.
Umso mehr Gifte in die Zelle gelangen, desto mehr wird der Körper in fundamentalen Strukturen gestört.

Während des Fastens werden zunächst die Kohlenhydratspeicher angezapft. Nach etwa einem Tag  werden bereits die Fettreserven angezapft. Parallel kommen auch der Abbau von Eiweißen hinzu. Andere Stoffe, die noch nicht vollständig abgebaut wurden, und  mit Fetten und Eiweißen eingespeichert wurden, werden nun gelöst. Diese werden nun durch das Blut zur Leber gebracht und dort abgebaut. Eiweiße dienen neben den Fettreserven als Energielieferant.
Der Körper kann aber nicht allein aus Fetten seine Energie beziehen und wird auch zu einem gewissen Teil an seine Körpersubstanz gehen, das heisst unbenötigtes Eiweiß abbauen. Hinzu kommen noch einige Mengen an Wasser, welches durch das Fasten aus dem Gewebe gebracht wird. Die Eiweiße des Bindegewebes wirken wie ein Schwamm für Wasser. Werden die Eiweiße aus dem Bindegewebe abgebaut, wird auch Wasser aus dem Gewebe freigesetzt.

Wichtig ist, dass man so bald wie möglich das Hungergefühl überwindet, zB mit einer Darmentleerung und Tees - denn langandauerndes Fasten mit Hungergefühl ist ziemlich ungesund. Dies hängt mit einem bestimmten Stoffwechselablauf zusammen. Mit dem Fasten soll sich der Körper auf den Fettstoffwechsel konzentrieren, was dann geschieht, wenn der Verdauungstrakt keine Nahrung mehr erhält. Geringste Mengen aber werden ihn wieder stimulieren, und den Eindruck liefern, dass es etwas "Aktuelles" zu verdauen gibt. Das gibt es aber nicht, und aus Mangel an verstoffwechselten Brennstoff erhalten die Zellen nicht genug Energie und man fühlt sich ziemlich schlapp. Denn der Stoffwechsel hat sich noch nicht auf die Fettreserven eingestellt.

Mit in Zellzwischenwände, im Bindegewebe und Muskelgewebe verbauten Eiweiss kann (und wird beim Fasten) Energie gewonnen werden. Diese Eiweiße liegen in grosser Zahl vor. Nicht jedes im Körper verbaute Eiweiß ist nützlich, geschweige denn wichtig.
An die Eiweißreserven zu gehen bedeutet aber nicht die primäre Form der Energiegewinnung und wird nur im Notfall herangezogen. Ein täglicher Nahrungsentzug wie beim Fasten über einige Wochen stellt eine solche "Krisensituation" dar und ist in dieser Zeit als harmlos anzusehen. 

Jedes Eiweiss besteht aus Aminosäuren. Der Körper kann die vorgefertigten Eiweisse (als Aminosäurenbündel) nicht verwerten und muss sie, bevor er sie als Baustoff weiterverwenden kann, stets zerlegen. Das geschieht in der Verdauung. Aber nicht alles wird zerlegt. Tierisches Eiweiß wird nicht so sehr zerlegt, wie pflanzliches Eiweiss. Der Nachteil ist, dass bei den eingespeicherten Eiweissen die tierischen Eiweiße am ehesten zur Verklumpung neigen (Verschlackung). Dass Aminosäuren und Eiweiße als Baustoff im Körper verwendet werden (zB für Vitamine, Enzyme, für den Aufbau von Zellen), ist der hauptsächliche Verwendungszweck für Eiweiße bzw. Aminosäuren. 

Allerdings besitzt tierisches Eiweiß in der Hinsicht einen Vorteil (der in einer Übermenge jedoch zum Nachteil wird!), da es eine hohe biologische Wertigkeit hat. Das heisst, es kann im Vergleich aus tierischen Eiweiß mehr Körpereiweiß gebildet werden. Pflanzliche Eiweiße muss der Körper in kleinere Teile zerlegen. Tierische Eiweiße sind quasi "mundgerecht", entsprechen der Körpersubstanz.
So aber wird auch erklärbar, dass tierische Eiweiße sich besonders gerne in Gewebe ablagern.

Aminosäuren werden dazu verwendet, um Körpersubstanz aufzubauen. Sie werden dann für einfachere Zwecke verbaut, praktisch vor allem als Bindegewebe und als Zellzwischenwände (Kollagen bzw. Kollagenfasern). In dieser Weise besitzt der Körper eigentlich einen Speicher für Eiweiße. Nur ist es so, dass diese Speicher, je mehr sie mit schlechteren Eiweissen gefüllt sind, den Stoffwechsel letztendlich verlangsamen und auch übersäuern. Es gibt für das Kollagen ein sozusagen besseres Eiweiss, das aus den wichtigen Aminosäuren besteht, die aber an eine gute Eiweissversorgung gebunden sind.

Eiweiße können aber auch, sobald sie einmal verbaut sind, zur Energiegewinnung herangezogen werden. Sie können auch auf anderen Wege herangezogen werden, um aus ihnen Glukose zu machen. Nämlich auch in dem Fall, wenn sie direkt im Stoffwechsel verfügbar sind, insofern sie im Blut zirkulieren (man nennt sie "freie Aminosäuren", da sie noch keine Aufgabe und Ziel zugewiesen bekommen haben; solche Aufgaben entstehen aber minütlich im Organismus; und daher geht der Körper einen effizienten Weg und schickt beständig ein Arsenal verfügbarer Aminosäuren in die Trägersubstanzen des Blutes, sozusagen in Lauerstellung). Kluge Sportler, vor allem Kraftsportler, denken auch deshalb oft an eiweißreicher Ernährung, um dem Aufbau von Substanz durch "freie Aminosäuren" (die allem im Blut vorkommen) zu beschleunigen. Besonders nach der Trainingsbelastung wird dies sinnvoll. Vor dem Training werden Kohlenhydrate wichtig, um die Energie zur Verfügung zu stellen, um die vorhandenen Kapazitäten des Körpers und der Muskeln zu nutzen. Nach dem Training hat der Körper einen Reiz bekommen, um neues Gewebe aufzubauen.

Beim Fasten interessiert, dass Aminosäuren aus Körpersubstanz neben   dem Fett als Energiegewinn herangezogen werden. Das würde dem Sportler ein Greuel sein, da er doch einen Rückschritt macht, wenn Körpersubstanz abgebaut wird. Alles, was der Körper weit über seinen Bedarf vorfindet, wird zuerst abgebaut. Wenn das Bindegewebe nicht so viel an Material, das verstoffwechselt werden kann, hergibt, werden die Muskelzellen herangezogen und sie werden bei mangelnder Bewegung auf jeden Fall auch parallel zum Bindegewebe herangezogen.
Im Bindegewebe befinden sich eine Menge Eiweisse, die bis zu einer Schwelle entbehrlich sind. Das Bedeutsame daran ist, dass sich im Bindegewebe auch Schlacken an die Eiweisse gebunden haben. Nach dem Fasten sollte aus diesen Gründen auch besonders auf eine gute Eiweissversorgung geachtet werden, um das Bindegewebe wieder zu stärken. Üblicherweise aber werden zunächst solche Eiweisse beim Fasten verbraucht, die weniger nützlich und wichtig sind - sozusagen wird der Prozess auch benutzt, um sich von den störenden Eiweissen zu trennen.

Die zum Energiegewinn verwendeten Aminosäuren werden glucogene Aminosäuren genannt. Dieser Teil der Energieversorgung kommt zustande, wenn die Speicher von Glykogen geleert sind, was bereits wenige Tag nach Fastenbeginn der Fall ist. Da die Energie aus Fett nicht so schnell verfügbar ist, wird paralell zum Fettstoffwechsel auch der Eiweissstoffwechsel benutzt, um Energie zu gewinnen, wenn keine Kohlenhydrate aus der Nahrung und kein gespeichertes Glykogen mehr verfügbar ist.

Auch deswegen soll man sich während des Fastens viel bewegen, damit der Körper nicht zu sehr auf die Aminosäuren zurückgreift, die als Muskelgewebe vorliegen. Die Bewegung unterstützt ansonsten jedoch noch weitaus bedeutsamer den Stoffwechsel, die Atmung, die Darmentschlackung und überhaupt alle Entschlackung der dafür in Frage kommenden Organe.
Ansonsten gibt es für die Zeit während des Fastens noch weitere Speicherorte von Eiweissen, damit der Körper seine ständigen Bauprozesse (zB Zellerneuerung) erledigen kann. Und daraus, besonders dem Kollagen, gewinnt er in Krisenzeiten oder während des Fastens einen Teil seiner Energie. Ein anderer Teil wird aus dem Fett gewonnen. Fett aber kann nicht so schnell verfügbar gemacht werden wie eingespeichertes Glykogen.

Ein durch bestimmte Ernährungsweisen oder sonstigen Maßnahmen wie körperlicher Bewegung beschleunigter Stoffwechsel ist günstig für den Umstand, dass diese Fettreserven dann doch genutzt weden können. Wenn man sich kohlenhydratearm ernährt, wird der Körper gezwungen die Fettreserven anzuzapfen. 

Vorraussetzung ist aber, dass insgesamt genügend Nährstoffe (Vitamine, Mineralien und auch Eiweisse in genügender Menge) vorhanden sind, damit der Stoffwechsel reibungslos funktioniert. Der Transport, Lösung und Bindung von Stoffen hängt von Enzymen und Proteinen ab, also von Aminosäuren. Genauso wie die Atmung der Zellen, wie Hormonbildung und so weiter. Alles hängt von Baustoffen ab, die aus Aminosäuren gebildet werden. Ist ein Baustoff nicht in genügender Zahl vorhanden, läuft  damit der ganze Betrieb evtl. nicht mehr reibungslos.
Umso mehr Funktionen geordnet ablaufen, desto mehr Energie kann effektiv eingesetzt und genutzt werden, und kann bei entsprechender Belastung (zB Bewegung, Sport, Nerven bei Gehirnaktivitäten usw..) bereit gestellt werden.

Eiweisse und der stetige Baubetrieb des Stoffwechsels

Eiweisse sind unentbehrlich für die Aufrechterhaltung körperlicher Gesundheit. Nur über verhältnismässig kurze Zeiträume, wie es das Fasten darstellt, kann ein solcher Zustand ohne jegliche Eiweisszuführung überstanden werden ohne ernsthaften körperlichen Schaden zu erleiden. 

Es gibt einige Aminosäuren, die der Körper nicht herstellen kann, und es gibt individuelle Dispositionen, nach denen bestimmte Aminosäuren schlechter selbst hergestellt werden können. Die essentiellen Aminosäuren müssen in jedem Fall mit der Ernährung prinzipiell regelmässig zugeführt werden. Kurze Zeiten wie im Fasten können schadlos überstanden werden, doch sollte man vor einer Fastenkur einige "Eiweißtage" nutzen, um bewusst mit diesen wichtigen Aminosäuren einen optimalen Stoffwechsel vorrauszusetzen. Bierhefe,  Sojaflocken sind dazu bereits sehr gut geeignet, an solchen Tagen ruhig jeweils  5 Esslöffel essen (Gesamtmenge über den Tag verteilen). 
Psychischer Stress ebenso wie Zucker verbraucht sehr viel der Stoffe, die in Bierhefe enthalten sind.

Anstatt Sojaflocken kann auch Proteinnahrung (für Sportler) genommen werden, welche in den meisten Fällen sogar auf Soja basiert , allerdings   einige zusätzliche Eiweißquellen  aufzuweisen hat (mindestens Milcheiweiß, manchmal auch eine Phenylalaninquelle) . Mit Proteinnahrung oder Soja geht man  auf Nummer Sicher, dass man die essentiellen Aminosäuren erhält (beim Kauf drauf achten, dass 20 Aminosäuren gelistet sind und jene Proteinnahrung bevorzugen, in der im Vergleich mit anderen Produkten mehr der beiden schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein ist). Übrigens sollte man bei Sojaprodukten auch Tage in der Woche einführen, wo man sich ganz dieser enthält. Denn es gibt auch in Soja einige Wirkstoffe, die zB als Phytinsäure die Eisenaufnahme hemmen. Solche Stoffe sind  grundsätzliche Problemstoffe, die man deshalb zeitweise aussetzen sollte. Auf diese Weise verhindert man auch eingefahrene Ernährungsweisen, da man stets daran erinnert wird, die Ernährungsweise kurzfristig zu verändern.

Eiweisse sind ein anderes Wort für Aminosäuren. Genauer bezeichnen Eiweisse oder Proteine einen Komplex von zum Teil mehr als 100 zusammengefügten Aminosäuren. 

Zugrunde liegen diesem Komplex (dem Protein) immer einzelne Aminosäuren. Sowohl Proteine (Komplexe) als auch einzelne Aminosäuren weisen bestimmte Eigenschaften auf. So gibt es zum Beispiel basische Aminosäuren und saure Aminosäuren.

Eiweisse bedeuten Baumaterial für den Körper. Etwa die Hälfte der Proteine im menschlichen Körper sind im Muskelgewebe verbaut. 25 % befinden sich im Bindegewebe, und weitere 25% in den Inneren der Organe und im Blut.
Ebenso wie Kohlenhydrate und Fette (als Glukogen), werden auch Eiweisse, nachdem sie in Aminosäuren zerlegt sind, in der Leber und anderen Orten zwischengespeichert, oder zirkulieren im Blut. Ihre Speicherfähigkeit ist jedoch nur imaginär, und nicht auf Dauer angelegt. Sie können in Körpersubstanz verbaut werden, und später abgebaut werden, und ähneln in dieser Weise speicherfähigem Material (das beim Abbau zerlegt wird; in der Weise ist eine Speicherung von Eiweißen keine solche, wie bei Kohlenhydraten und Fetten).

Andauernd werden Zellen zur Erneuerung ausgeschrieben. Wenn der nötige Baustoff vorhanden ist, wird dieser Prozess bewirkt und Bestandtteile alter Zellen zur Ausscheidung oder Wiederverwendung bestimmt. Der Körper erhält mit dem Fasten in breiter Front die Möglichkeit, sich vermehrt diesen Prozessen zu widmen, weshalb wir nach dem Fasten merkwürdigerweise gesünder aussehen, als wie vorher - obwohl wir doch überhaupt keine Nahrung zu uns nehmen.
Wir haben noch genug Baustoffe im Körper, die für die einfachen Bauprozesse von Zellen neu verwendet werden. Dazu zählen die vielen Kollagen des Bindegewebes, evtl. die Muskelzellen, und viele Fettsäuren in den gespeicherten Fetten wiegen den Anteil des nicht mehr zu gebrauchenden Baumaterials auf, welche bei der Zellerneuerung anfallen (welche ausgeschieden werden). 

Natürlich ist es wichtig, genügend Eiweiße zu uns zu nehmen. Die Problematikk sieht so aus: Zuviel Eiweiße nehmen wir mit tierischen Produkten deshalb auf, weil sie zu gut für uns verwertbar sind. Zu wenig Eiweiße durch pflanzliche Produkte könnten wir aufnehmen, wenn wir nicht bewusst darauf achten, hochwertige Eiweißquellen als Nahrung heranzuziehen. Denn die pflanzlichen Eiweiße werden nicht so gut verwertet wie tierische Quellen. 

Das heisst in der normalen Ernährung (ausserhalb der Fastenzeit), um die Eiweißzufuhr weder zu hoch und noch zu niedrig zu gestalten: Tendenziell und in der Menge mehr pflanzliche Eiweißquellen, und tendenziell in der Menge weniger tierische Eiweiße. Ein Steak von 100gr wird in seinen Eiweißen fast völlig von uns verwertet. Ein pflanzliches Produkt desselben Gewichts vielleicht nur zur Hälfte! Es befinden sich in pflanzlichen Produkten  bezogen auf das Gewicht des Nahrungsmittels  weniger Eiweiße als wie in tierischen Produkten desselben Gewichts.
Aus diesen Gründen ist es viel schwieriger, mit pflanzlichen Produkten sich zu übereiweißen, von Hülsenfrüchten und evtl. Nüssen abgesehen.

Übrigens: Eiweiße und Zucker geben eine für den Stoffwechsel und Organismus bedenkliche Mischung ab, wie einige Forschungen erwiesen haben. Beide verstärken die Säurelast im Körper. 

Was wird eigentlich beim Fasten entschlackt?

Die Schlacken sind im Grunde derart, dass sie an Körpersubstanzen gebunden sind. Die Eigenschaften der Eiweiße besteht grundsätzlich in einer verstärkten Bindungskraft, ungeachtet ihres Nährwertes. Was im Körper als Körpersubstanz und Baustoff eingebaut werden soll, muss zwangsläufig eine bestimmte Tendenz der Bindungsfähigkeit besitzen, um sich selbst zu erhalten und zu existieren. 

Eiweißschlacken, Stoffwechselendprodukte und Schadstoffe gehen verstärkt Bindungen ein. Wo sich Eiweiße einlagern, können auch vermehrt Schlacken entstehen. Benötigte Energien des Körpers werden verhältnismässig schnell verfügbar gemacht. Aber die Schlacken durch ihre Bindungsstärke lassen sich viel schlechter aus den Zellen und dem Zellgewebe lösen und abtransportieren. 
Durch die Schlacken entsteht auch ein träger Nährstrom.  Das kann auch Umstand sein, wenn man gerade eine Entschlackungskur macht, so dass der Nährstrom jetzt sehr beladen von Schlacken wird, die sich in den Zellen befanden und nun freigesetzt wurden, die ausgeschieden werden sollen. Das wird dann gerade transportiert, kann sich aber auch stauen , zum Beispiel mit geschwollenen Lymphknoten zu erkennen geben).

Alles im Körper besteht aus Zellen. Zellen benötigen Nährstoffe und geben Abfallprodukte ab. Das Blut und die Zellflüssigkeiten befinden sich in einem Austauschprozess. Grundlegender als das Blut sind alle Körperflüssigkeiten.
Speicher des Körpers werden mit Fett oder Kohlenhydraten belegt. An diese Fette können sich Schlacken und besonders auch Schadstoffe binden. Eingespeichertes Fett wird aber von der Zelle ebenfalls von Schadstoffen frei gebunden, wenn es die dazu nötigen Stoffe erhält, um diese Abbauprozesse zu tätigen.
Andererseits lagen lange Zeit während einer ungesunden Ernährung die Schadstoffe dermaßen konzentriert vor, dass sie nicht sofort ausgeschieden werden konnten. 

Nun kann man letztlich kaum seine gesamte Körpersubstanz mit allen eingepeicherten Schlacken los werden, und sein gesamtes  Körperfett auch nicht loswerden - denn es gibt eine physische oder substantielle Grenze , die man nicht unterschreiten kann.  
Um die Schlacken  wirklich zu "entbinden", braucht es keine strikte Fastenkur. Auch die Zelle selbst kann jederzeit entschlacken und sie wird dabei vom Mileu ausserhalb der Zelle unterstützt (oder nicht unterstützt:  zum Beispiel durch eine weiter zunehmende, und nicht abnehmde Verschlackung der Zellzwischenwände). Wenn man Gewicht abnehmen möchte, ist das für mich ein anderer Prozess mit anderen Vorgaben, als wie wenn man entgiften oder entschlacken möchte.

Entschlacken beginnt seine Wirkung ausserhalb der Zellen, und greift dann über in das Innere der Zellen. Vorraussetzung für ein gutes Ergebnis der natürlichen Entschlackung ist eine sparsame und nicht über Maßen gehaltvolle Ernährungsweise, die den Stoffwechsel möglichst frei hält von mit der Nahrung aufgenommenen abzubauenden Stoffen. Bis zu der Schwelle, vor der die wichtigsten Nährstoffe zugeführt werden konnten, bleibt der Stoffwechsel bereit für intensivere natürliche Entgiftungsfunktionen. Über diese Schwelle hinaus, wird der Stoffwechsel mit seinem Schwerpunkt der Arbeit auf die zugeführte Nahrung gerichtet sein.

Der Körper braucht nicht nur eine gewisse Zeit, sondern auch Raum, den man ihm mit einer besonderen Ernährungsweise gibt. Der Raum ist nichts anderes als der Umstand, dass der Stoffwechsel sich mehr mit den eigenen Schlacken, als denen der Nahrung beschäftigen kann.
Dabei wird es sinnvoll sein, dass der Körper  in erster Linie nicht übermässig  Fett einzuspeichern versucht (dazu zählen auch überzählige Kohlenhydrate! die werden als Fett gespeichert), sondern eher abzubauen versucht (eingeispeichertes Fett).
Etwas abzubauen, um es auszuscheiden, verursacht beim Fasten auch die Flut von jenen Stoffen, die wir bereits mit der Nahrung aufgenommen haben.
Um Energie aus Eiweißen zu gewinnen, wird eine grosse Anstrengung vom Körper geleistet. Um aus einigen Aminosäuren der in Gewebe als Substanz eingespeicherten Eiweiße ATP zu synthetisieren. ATP ist der grundlegende Energiestoff, auf den die Zellen zurückgreifen. 

Die Substanz, die dafür abgebaut  wird, um ATP zu gewinnen, sind letztlich die eingespeicherten Schlacken im Zellzwischenraum. Man fühlt die Last von sich gehen, wenn sie abgebaut werden. Auch durchaus psychisch gesehen.
Wenn man nun noch nicht mal fastet, aber entschlackt, und das funktioniert am besten mit sehr wenig Nahrung aber guter vollwertiger Nahrung (!!!), und viel Trinken etc.  (die bewährten Methoden haben viel Ähnlichkeit mit der Ausleitung von Schwermetallgiften), dann stellt man folgendes fest: In den Zellen wird von unten nach oben gestapelt. Gespeichert wird in der Zelle wie in einer Lagerhalle von unten nach oben. Nach etwa einem Monat entschlacken, kommen Erinnerungen und Stimmungen hoch, die einer Zeit von vielleicht drei Monaten entsprechen.
Zeitlich werden beim Entschlacken Erinnerungen geweckt, die der Zeit entsprechen als der Körper diese Kollagen und auch Muskeleiweiße als Gewebe eingespeichert hat, die er nun abbaut (gelebter Lebensinhalt; Emotionale Grundstimmung; vergl. auch den Zusammehang von Lymphsystem und Darm: beide stehen nämlich auch für eine Gefühlsgrundstimmung). 

Auf einer anderen Ebene unserer Psyche werden Erinnerungen gesenkt, die ebenso wie die Schlacken störend wirken können, wenn sie zum Beispiel traumatisch waren. Wir orientieren uns an ihnen herum und scheuen uns innerlich darauf einzugehen. Immunologisch ist das die einzige Konsequenz, nach der die Heilung verlangt. Homöopathische Mittel verändern diese Grunderfahrung,  polen über den Energiekörper möglicherweise einen Teil des Immunsystems um. Damit reagiert der Körper nach und nach auf die eingelagerte Substanz anders, und die eingelagerte Substanz, die Erinnerung, ist nicht mehr wichtig für das Immunsystem, da es keine Bedrohung mehr bedeutet. Am Anfang steht immer irgendetwas, und die Geschichte webt sich durch Weiteres an Lebenserfahrung.

Wir erinnern uns selbst nicht , aber unbewusst hat uns etwas in eine Richtung verschlagen , die uns reagieren hat lassen um späterhin etwas abzuwenden oder erträglich zu machen (eine Illusion bedroht uns und verspannt uns in irgendeiner Weise anstatt wir befreit sind) - und Angst ist der Grund, warum wir nicht selbst auch mal  in die andere Richtung uns  bewegen, und stattdessen dieselben Muster in die Zeit schreiben, ohne sie zu verändern... Denn hätten wir keine Angst, könnten wir die Richtung rasch verändern, wenn wir dies möchten. Das betrifft wohlgemerkt nur die psychische Ebene von  Lebensveränderungen. Eine Fastenkur sollte nicht  durchgeführt werden, um sich von stofflich gebundenen Erinnerungen zu lösen. Eine wirklich gesunde Methode besteht darin, zB ein homöopathisches Mittel zu nehmen,   wenn man etwas im Leben in dem Bereich der Identität und Erfahrung verändern möchte. Bachblüten eigenen sich ebensogut. Schüßler Salze greifen als letztes Mittel ein, wenn sich die Beschwerden auch schon körperlicher Art zeigen.

Jedenfalls: Die meisten dieser gespeicherten Erinnerungen in unserem Unbewussten haben  Ähnlichkeit mit dem, was durch das Entschlacken erzeugt wird: Ein Zurückgehen in der Lebensgeschichte. Es knüpft sich ein Teppich, eine Grundstimmung, mit dem und aus dem weiteres aufgebaut ist in unserer Grundstimmung, was wir leider zu fahrlässig mit Lebensgeschichte verwechseln, denn es ist nur die Art, wie wir sie augenblicklich erleben.

Man gräbt Muster in einer  Psychoanalyse aus , anhand von Symptomen. Dahinter stehen wie Symbole typische Strukturen.
Homöopathie, Bachblüten, Schüßler Salze sind dafür ein perfektes Beispiel. 

Man schaut nach Symptomen, kennt Querverweise, und kommt zu einem Komplex von Erfahrungen und Bildern, die sich zusammenfügen - auch wenn nicht alles klar zu erkennen ist, so ahnt man einen Zusammenhang. Es kommt dabei heraus, dass jeder Mensch eine ganz eigene, an Erinnerungen gebundene Lebensgeschichte hat, die ihm längst als Selbstverständlichkeit vorliegt, meist integriert scheint, aber fast immer eine Lebenshaltung unhinterfragt beibehält, eine Anpassung bedeutet - in Wahrheit steckt oft  eine Wahrnehmungsweise dahinter, und es ist keine freie Wahrnehmungsweise, so wie es das Selbst verlangt. Auf diese Weise wird verständlich, dass man das Prinzip der körperlichen Reinigung auf die psychische Reinigung übertragen kann. 

Ob es beim Fasten leichter fällt, die Dinge anders als wie zuvor zu sehen? Nach einigen Tagen des Fastens ist der Stoffwechsel darauf eingestellt, aus Fetten und Eiweißen des Gewebes Energie zu gewinnen und man hat erstaunlicherweise mehr als genug zur Verfügung, um sich im Alltag so zu bewegen, wie es nötig ist für die alltäglichen Verpflichtungen.
Aber tatsächlich kann man  mit dem Fasten in eine gefühlsmässige Situation kommen, bei der man sich gefühlsmässig  erinnert sieht an Freuden und Leiden die man zuvor gehabt hatte, oder sogar in ein altes Fahrtwasser abzugleiten droht, oder einfach in eine schlechte Laune kommt, was man als unangenehm empfinden könnte. Sofern man rückblickend die jetzige Gefühlsstimmung oder einen Teil davon mit etwas zuvor gewesenen identifizieren kann, kann man getrost weiterfasten. Es handelt sich um einen natürliche Wirkung, dass beim Abbau von Gewebe alte Erinnerungen geweckt werden.

An Eiweißen und Fetten können sich Gifte oder Schlacken binden, also in höchstem Maße überflüssige Stoffe. Nach der Entschlackung sind die Speicher grösstenteils bereinigt und rein, und nicht mit Schlacken verbaut. Das bedeutet beim Abbau von Energien (die der Körper in Form von Fett gespeichert hat) weniger Schlacken, die während der Energiegewinnung mit abgebaut und ausgeschieden werden müssen!
Das ist bei jeder Verbrennung von Fetten und Eiweißen der Fall, also bei jeder Tätigkeit, während der nicht genügend Glukose oder Glykogen verfügbar ist und an die Reserven gegangen werden muss (es ist auch gleichbedeutend mit der Fastenkrise).

Umso besser unsere Körperspeicher gefüllt sind, das heisst, umso mehr nützliche Stoffe unser Körper enthält und erhält, und mit weniger ausscheidungspflichtigen Stoffen der Körper zu tun hat, desto optimaler kann der Stoffwechsel funktionieren. Es ist im Grunde eine einfache Gleichung. Das Blut zum Beispiel hat nur eine bestimmte Kapazität zur Verfügung. Weniger Schlacken, die transportiert werden müssen, bedeutet auch mehr Platz für Sauerstoff und andere Nährstoffe, die jeweils transportiert werden können!

Abgesehen von der reinen Energie in Form von Fetten werden auch Stoffwechselabfälle mit den eingespeicherten Fetten im Körper gespeichert. 

Giftstoffe aller Art besitzen eine grosse Bindungstendenz und binden sich an Eiweiße und Fette. Fette werden an Körperspeicherplätzen, und Eiweiße im Bindegegewebe als Kollagen abgespeichert. Kollagen ist die speicherfähige Form eines Eiweißes (analog wie Glykogen die speicherfähige Glukoseform bedeutet).
In Wahrheit kann kein Eiweiß gespeichert werden - es hat nur Ähnlichkeit mit einem Speichervorgang, wenn das Eiweiß erst eingebaut und dann abgebaut werden kann, und zwar an solchen Plätzen wie die Zellzwischenwände oder dem Bindegewebe.

Die eigentliche Verschlackung hängt auch damit zusammen, dass einfach zu viel Eiweiß gegessen wurde, und dieses in die Zellzwischenwände verbaut wurde. Etwaige Gifte binden sich an diesen eingespeicherten Eiweißen. Die Eiweiße und Gifte haben beide eine gewisse Bindungstendenz. Ein Stoff im Körper, Glutathion, vermag solche Gifte einzufangen, bevor sie sich ablagern. Dazu muss aber die Glutathionsynthese gesichert sein.
Der Körper kann mit Eiweiß nur in zweierlei Weise umgehen: Verbauen oder Ausscheiden. Aber es gibt nur eine begrenzte Menge, die innerhalb einer kurzen Zeit ausgeschieden werden kann. Weiterhin besitzt Eiweiß die Tendenz sich zu binden, vor allem mit Giftstoffen. Die Giftstoffe selbst wollen sich auch binden.

Bei einer ungesunden Ernährung nimmt der Körper mehr Gifte auf, als wie bei einer gesunden Ernährung. Der Stoffwechsel erzeugt durch die normalen Stoffwechselvorgänge selbst auch einige auszuscheidende Gifte (beim Eiweißstoffwechsel Ammoniak und Stickstoff). Diese Gifte müssen vor allen eingespeicherten Giften so schnell wie möglich ausgeschieden werden, und besitzen dazu die höchste Priorität für den Körper. Je mehr Eiweiß wir essen, desto mehr Gifte müssen allein schon aufgrund der Stoffwechselvorgänge durch Leber und Niere auscheidbar gemacht werden. 

Zudem entstehen bei jedem Eiweißstoffwechsel giftige Nebenprodukte, die als Harnsäure ausgeschieden werden müssen. Diese Gifte, die der Körper bei seiner alchemischen Leistung (Stoffwechsel) andauernd während seines Betriebes verursacht, entstehen sowohl beim aufbauenden Stoffwechsel (es wird Baustoff für den Körper erzeugt), als auch beim für das Fasten entscheidenden abbauenden Stoffwechsel.
Es werden im abbauenden Stoffwechsel die Aminosäuren in einzelne Bestandtteile zerlegt, aus denen der Körper Baustoffe gewinnen kann. Der abbauende Eiweißstoffwechsel findet immer dann statt, wenn die durch die Nahrung aufgenommene Eiweiße zerlegt werden müssen in ihre einzelnen Aminosäurenbestandteile. 

Bei der möglichen Energiegewinnung durch den Abbau von Eiweißen handelt es sich um einen abbauenden Stoffwechsel, so auch beim Fasten:
Der Körper bedient sich für diesen Zweck der verfügbaren Körpersubstanz. Das ist eine Substanz, auf die er zurückgreift, die er aufgeben kann, lange bevor er dauerhafte organische Schäden zu erleiden hätte. 

Die Eiweisse, die beim Fasten zur Energiegewinnung herangezogen werden, bestehen vor allem aus dem Kollagen im Bindegewebe, aber auch dem Muskeleiweiß. Dort wird Eiweiß eingespeichert, wenn es aus der Nahrung verfügbar war, und nicht zu Bauzwecken gebraucht wurde, und  zudem nicht  abgebaut und ausgeschieden werden konnte. Wenn   Giftstoffe von ihrer Verbindung mit dem Eiweiß getrennt werden konnten, werden diese Säuren gelöst und befinden sich im Blut, den Lymphflüssigkeiten und anderen Körperflüssigkeiten  und warten auf den Abtransport. Deshalb ist es nützlich, entwässernde Tees oder sonstige die Entwässerung förderliche Maßnahmen (zB Schüßler Salze) zu treffen, die die Ausscheidung dieses Wassers bewirken können.

Weiterhin wird in der Ernährungswissenschaft gelegentlich auch davon berichtet, dass ein spezieller Überschuß von einer einzelnen Aminosäure ähnlich ungünstig ist, wie ein Mangel derselben. Aus dieser einzelnen Aminosäure etwas im Körper zu verbauen (zB ein Vitamin herzustellen oder eine Zelle zu erneuern), benötigt natürlich weitere Aminosäuren unterschiedlicher Art. Wenn aber dermaßen viele Aminosäuren des einen Typs vorhanden sind, braucht es oft auch weitere Aminosäuren anderen Typs, um  mit dieser speziellen Aminosäure, die in Mengen vorliegt, jeweils etwas  anzufangen (auch Vitamine und Mineralien sind nötig, um Proteine und Enzyme usw. aus einzelnen Aminosäuren zu bauen). Wenn eine Aminosäure nicht verwendet werden kann, wird der Überschuss verbaut oder ausgeschieden. Einzelne Supplements an Aminosäuren (als Nahrungsmittel-Ergänzung, wie man sie in Apothekenen bekommt) sollten nur eine begrenzte Zeit, zB ein oder zwei Monate genommen werden und keineswegs in zu hoher Dosierung (die empfohlene Menge wird oft auf der Packung angegeben). Es gilt als günstig, einzelne Aminosäuren mit anderen einzelnen Aminosäuren zu kombinieren, nicht mit normaler Mahlzeit zu mischen und über den Tag verteilt und nicht auf einmal zu sich zu nehmen. Anders liegt der Fall evtl. dann, wenn man sich sicher ist, dass man von einer bestimmten Aminosäure bereits zu wenig im Körper hat. Scheuen Sie sich nicht im Zweifel bei einem Arzt ein Aminosäure-Diagramm zu erstellen (per Blutabnahme).

Zum Beispiel kann man sich bei einer Bindegewebsschwäche bestimmte Aminosäuren speziell zuführen als Ergänzungspräparat (betrifft auch Sehnen, Bänder und Knorpel der Gelenke und der Wirbelsäule, oder nach einer Leistenbruch-Operation (um die Regeneration zu fördern und Wiederholung des Bruchs entgegen zu wirken).
Als das Bindegewebe stärkend bzw. gewebsaufbauende Aminosäuren genannt werden: Glycin, Prolin, Lysin, Arginin, Methionin, Cystein, Glutamin (aus Methionin kann im Körper auch Cystein gebildet werden; man sollte nicht zu viel  Cystein zu sich nehmen bzw. nicht länger als ein oder zwei Monate oder mit Pausen mehrerer Wochen bei längerer Einnahme; vor allem um das Risiko von Nierensteinen zu vermeiden; gleichzeitige Einnahme von Methionin kann Nierensteinen vorbeugen).
Die wichtigsten Aminosäuren für das Bindegewebe sollen Prolin, Lysin, und Cystein sein. Andere nennen auch Glutamin und nicht Cystein. Ich denke die schwefelhaltige Aminosäure Cystein ist in jedem Fall wichtig, da es als die Grundsubstanz des Bindegewebes betrachtet wird und andererseits auch eine gute Entgiftungsfunktion besitzt.

Bei allen Einzelgaben von Aminosäuren sollte man auch Vitamin C  zu sich nehmen. Das gilt ganz besonders zum gezielten Aufbau von gesunden Bindegewebe, wozu am besten natürliches Vitamin C aber auch Zink wichtig ist. Zum Schutz des Bindegewebes vor Schadstoffen soll Vitamin E und Selen wichtig sein.
Auch Kieselsäure (=Silizium) soll für den Aufbau und Erhalt eines starken Bindegewebes ausserordentlich wichtig sein - am besten verwertet werden kann Kieselsäure vom Körper in Form von Pflanzenprodukten, zB Ackerschachtelhalm-extrakt (Zinnkraut) und nicht als Kieselerde in Pulverform.

Es besteht Klarheit darin, dass sowohl ein Mangel wie auch ein Überschuß an Eiweißen mittel- bis langfristig nicht als eine gesunde Ernährungsweise bezeichnet werden kann. Ebenso verhält es sich mit den Fetten. Es ist so gelegen, dass anscheinend eine verhältnismässige Menge von entsprechender Nahrung die meisten Problem löst und den Körper gesund erhält (keine Übermengen egal von was). Unter der Vorraussetzung, man kennt die Nährstoffe, die dazu wichtig sind. Am besten soll es sein, dass man sich möglichst in der Weise von Aminosäuren ernährt, dass das breite Spektrum an Aminosäuren abgedeckt wird.
Wenn also zB Lysin in einem Nahrungsmittel wenig enthalten ist, kombiniert man es in der Mahlzeit mit einem Nahrungsmittel, das besonders viel von Lysin enthält.
Die Komplettierung einer Mahlzeit mit möglichst allen Aminosäuren bedeutet  faktisch eine Aufwertung des zugeführten Proteinwertes. Aus solchen Gründen ist es vorteilhaft, tierische und pflanzliche Eiweisse miteinander zu kombinieren, da beide Quellen eine generell unterschiedliche Aminosäuren zusammensetzung haben und sich gut ergänzen.

Letzten Endes ist das pflanzliches Eiweiß für den Stoffwechsel fast ebenso gut verwertbar, als es tierisches Eiweiß vermag. Allerdings benötigt die Verdauung von pflanzlichen Produkten mehr Verdauungsarbeit (das lässt eine gute Darmgesundheit und ballaststoffreiche Ernährung als zwingend erscheinen). Aus einer sehr einseitigen Sichtweise ist das tierische Eiweiss für den Körper verwertbarer, wenn man nur auf die Menge und Quantität achtet. Das tierische Eiweiß steht für den Körper zahlreich zur Verfügung und eine gleiche Menge Bohnen enthält weniger Eiweiß als die gleiche Menge Fleisch. Gerade in dem Mehranteil liegt aber auch das Verhängnis: Es werden leicht mehr Eiweiße aufgenommen, als gebraucht werden. Dennoch sollte man nicht ganz auf tierisches Eiweiss verzichten und es aber besonders in Form von Fisch zu sich nehmen. Beim Fisch finden wir nämlich auch weniger Purine, als im Rind oder Schwein. Nach dem Fisch steht das Geflügel als "günstiges tierisches Eiweiss".

Wenn nun eine Aminosäure oder ein Mineralstoff fehlt, was bei einseitiger Ernährung sowohl mit pflanzlichen als auch mit tierischen Produkten geschehen kann, können wichtige Stoffwechselfunktionen gestört werden. An dem in einer Ernährungsweise fehlenden tierischen Eiweiß allein hängt es nicht, dass wir gesundheitliche Probleme bekommen. Gesundheitliche Probleme und Stoffwechselstörungen können an der fehlenden Reichhaltigkeit der Aminosäurenquellen liegen, aber noch viel öfter an dem Überangebot durch Eiweiße. Besonders wenn gleichzeitig verschiedne Belastungen vorlagen oder sowieso schon eine einseitige Ernährung oder auf Dauer "Fastfood" vorherrscht, ohne Vitamine und Mineralstoffen. Denn letztere sind auch wichtig, um bestimmte Proteinkomplexe und bestimmte Körpersubstanz bilden zu können.

Wenn wir zuviele Eiweiße zu uns genommen haben, wird ein Teil kurzerhand ausgeschieden und ein anderer Teil verbaut.  Das ist die Verschlackung bei einem Überangebot an Eiweissen.
Am einfachsten ist es für den Körper, Kollagen im Bindegewebe anzulegen. Die Zellzwischenwände werden allerdings mit Eiweißen nach und nach  "zugebaut" . Sie werden durch eine besonders gute biologische Wertigkeit (tierisches Eiweiss) also auch besonders gut zugebaut, und damit weniger durchlässig, zudem binden sich je nach Ernährungsweise an den Eiweißen auch Giftstoffe. Die damit ihre Wirkung allerdings nicht ganz verlieren und die Durchlässigkeit des Gewebes behindern. Aber es ist immer noch besser für den Stoffwechsel, wenn die Giftstoffe sich nicht mehr konkret im Stoffwechselgeschehen befinden. Frei gelöste Giftstoffe sind immer gefährlicher als  gespeicherte Giftstoffe.

Wenn Aminosäuren im Körper einmal aufgebaut wurden, und sich dann bestimmte wichtige Aminosäuren im Alter fehlen (ab 25 beginnt das schon ein Problem zu werden), nimmt der Körper es sich aus den Orten, wo diese Aminosäuren vorkommen, aber für den Erhalt wichtiger Körperfunktionen nicht wichtig sind. Das ist in erster Linie das Bindegewebe. Durch Mangelernährung und einseitige Ernährung stiehlt sich also der Körper vom Bindegewebe die wichtigen Aminosäuren. Das Bindegewebe wird schwächer und die vielen Leistenbrüche erklären sich in meinen Augen vor allem dadurch. Dazu zählt auch der Umstand, dass viele Nahrungsmittel-Gifte (Zusatzstoffe im Fastfood, Rauchen, Pestizide usw.) durch essentielle Aminosäuren (zB Methionin) gebunden werden müssen, die dann irgendwo her geholt werden müssen, eben aus dem Bindegewebe.

Normale Stoffwechselgifte resultieren aus den Endprodukten der Nahrungsverwertung, Phenole, Stickstoffe, Ammoniak, Alkohol usw. Künstliche Gifte bestehen aus Schwermetallen, Toxinen und anderen Giften, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen und die nicht ursprünglich in der Pflanze oder dem Tier enthalten sind (die wir der industriellen Haltung und Verarbeitung "verdanken").
Der Körper und seine wichtigen Organe (zB Niere und Leber) hat nur eine bestimmte Kapazität um Giftstoffe aller Art auszuscheiden, und kann manchmal die ganzen neu aufgenommenen und während des Stoffwechsel angefallenen normalen und künstlichen Gifte - zusammen mit den bereits eingespeicherten Giften - nicht mehr genügend ausleiten. Die Entgiftung der eingespeicherten Gifte kommt also als zum Erliegen. Wenn man nun daran geht, sich zu entgiften, kann es zu einem weiteren Problem kommen: Die gebundenen Gifte müssen durch Aminosäuren neutralisiert werden, weil sie nur so ausgeschieden werden können. Deshalb sollte man vor einer Entgiftung (zB durch das homöopathische Mittel Sulfur) sich etwa ein Jahr lang äusserst gesund ernähren und den Stoffwechsel auf Vordermann bringen (zB mit Sport in Maßen). Das bedeutet auch eine genügende, breite Eiweissversorgung, aber eben nicht vorweiegend mit tierischen Eiweiss.

Einerseits fallen ganz normale Giftstoffe durch den Eiweißstoffwechsel an und werden in oberster Priorität ausgeschieden. Andererseits werden mit der Nahrung weitere auszuscheidende Stoffe aufgenommen: etwa die zahlreichen Nahrungsergänzungsmittel (Zusatzstoffe der Nahrungsmittelindustrie) und Schadstoffe, die der Körper nicht gebrauchen kann und ausscheiden muss. 

Die zusätzlich eingenommenen Mineral- und Vitaminpräparate stehen übrigens im Verdacht (Quelle: Fokus), eine für den Körper schädliche Überversorgung zu bezwecken. Diese sollte man nur äusserst selten einsetzen (nicht wiederholt an nacheinanderfolgenden Tagen sondern einmal die Woche), oder am besten die natürlichen Quellen bevorzugen. 

Die Eiweiße eines Überangebots in der Nahrung müssen ebenfalls irgendwo hin, und da die Ausscheidungsorgane nur eine bestimmte Kapazität haben, werden die Eiweiße eingespeichert (verbaut), an die sich  zudem leicht Giftstoffe binden können, wenn sie als Kollagen (als Bindegewebe) verbaut werden. 
Dasselbe geschieht mit Fetten. Wann immer Körpersubstanz gebildet oder Energien als Reserven gespeichert werden, können sich auch Gifte daran binden, und so im Körper für eine gewisse Zeit fixiert werden. 

Das bedeutet in der Praxis der ungesunden Ernährung: Das neu aufgenommene Gift wird einfach als Fettstoff- und Eiweißverbindung im Körper eingespeichert, da es aus der Blutbahn und dem aktiven Stoffwechsel zunächst einmal verschwinden soll um akuten Schaden abzuwenden. Die körpereigenen Speicherplätze sind die Deponien des Körpers. 

Beim Fasten wird Energie gebraucht, und zwar wird diese aus dem im Körper und seinen Zellen eingespeicherten Material gewonnen. Zum Teil wird aus eingespeicherten Fetten, zum anderen werden aus eingespeicherten Aminosäuren (Eiweissen) Glukose synthetisiert: Kollagen (anderes Wort: Bindegewebe) wird abgebaut, um Energie zu gewinnen. Dadurch die Zellen aber auch wieder durchlässiger. Dieser Umstand, von Medizinern und vor allem Sportmedizinern skeptisch betrachtet, ist ein wichtiger Prozess von Fasten- und Entschlackungskuren. Denn damit, dass die Eiweisse aus den Zellzwischenwände abgebaut werden, kann der Zellstoffwechsel wieder besser funktionieren. Auch die Zelle hat einen Stoffwechsel und muss entgiften. Sie erhält durch die freiere Zellzwischenwand nun viel besser ihre Nährstoffe wie Sauerstoff, sondern auch kann sie Gifte und Schlacken besser ausscheiden. 
Zum Teil werden auch Eiweiße in Muskelgewebe abgebaut.

Ein schwaches Bindegewebe entsteht durch Übersäuerung. Die Folge kann zB  bei bestehenden Anlagen   der weitverbreitete Leistenbruch bedeuten. Eine Stärkung des Bindegewebes erzielt man in erster Linie durch langjährige Aufbauarbeit mittels gesunder Ernährung, mit dem Vermeiden neuer Übersäuerungen, und regelmässiger  körperlicher Bewegung. Auch hochwertige Eiweisse sollten nicht fehlen! Aber keineswegs zuviele Eiweisse (besonders tierisches Eiweiss nur in Maßen). Tierisches Fleisch ist allerdings ein wichtiger Eisenlieferant. Übrigens: Die Haltung  "Alles in Maßen" kann die meisten Widersprüche auflösen (denn generell lesen wir zu jedem Nahrungsmittel immer sowohl pro als auch kontra; die Menge macht es eben, aber auch die Regelmässigkeit).

Die Muskeln sollten fit sein, damit die Belastungen auf die Leistengegend durch die Muskeln abgefangen werden können. Diverse Gymnastik, die auch den Bauch stärkt, sind hilfreich.
Ein dauerhaftes schwaches Gefühl in den Gliedern sollte einem ein Alarmsignal bedeuten. Gerade in Zeiten, wo man einen Kater hat, oder wenn man überhaupt eine  schwächliche Konstitution hat, sollte man sich nicht mit dem Heben zu schwerer Lasten überfordern.

Wenn man zuviele Gifte im Bindegewebe hat, neigen diese mit dazu, das Eiweiß "fest zu zurren". Die Gifte wollen sich nun nicht mehr binden, da sie bereits an Eiweiße gut gebunden sind. Der Körper muss eine entsprechende Energie zur Verfügung haben, das heisst im Klartext zB nicht erheblich durch zu verdauende Nahrung abgelenkt sein, um dieses Problem zu beheben. Aber der Körper braucht auch Bindungsstoffe, Mineralien, Wirkstoffe der Nahrung, oder körpereigene Enzyme wie zB das Glutathion, um die Gifte aus den Zellen abzuziehen.

Durch den Eiweißüberschuß leidet auch das Lymphsystem, das diese im Gewebe eingespeicherten Eiweiße und Gifte abtransportieren soll (typisch sind dafür Lymphknotenschwellungen). Dazu gehören auch körperfremde Eiweiße, die durch den Druck des Eiweißüberangebots kurzerhand verbaut werden (um sie aus dem aktiven Prozess des Stoffwechsels heraus zu bringen). Später versucht der Körper diese körperfremden Eiweiße (vor allem tierische Eiweiße) wieder los zu werden, aber nur wenn er dafür die Zeit und Energie erhält und nicht andauernd neue Schlacken ansammeln muss. 

Während des Stoffwechsels und der Zellerneuerung entstehen Stoffe, die als totes Material gelten können. Das Lymphystem entsorgt diese und überflüssige Eiweiße und Wasser aus dem Bindegewebe. Das geschieht beim Fasten intensiver, als bei einem normalen Zustand der dauerhaften Ernährung.

Die Eiweisse verklumpen, wenn der Organismus wegen den aus der Übersäuerung resultierten verstopften Zellwänden nicht genügend Sauerstoff aufbringen kann, um diese Klumpenbildung zu vermeiden. Die Eiweiß-Giftstoff-Bindungen passen dann nicht mehr durch die Kapillare und stauen sich.

Die Zwischen- und Endprodukte des Eiweiss-Stoffwechsels werden auch in den Zellzwischenwänden eingelagert (Eiweisse werden dafür umgewandelt in das speicherfähige Kollagen), nicht wie Fette oder Kohlenhydrate in den Zellkernen. Übrigens haben Forschungen gezeigt, dass Eiweiss von Schweinefleisch fast gänzlich eingelagert wird, und nicht sofort in den Zellen gebraucht werden kann.
Auch die Leber und Teile des Lymphsystems dienen als Speicherort für Eiweisse, ebenso die Hautunterschichten, die Leber und die Muskelzellen. Die Leber stellt dabei ein natürliches Reservoir dar. Denn die Leber sorgt letztendlich auch für die Verteilung der Aminosäuren ins Blut, wo sie zu den Zellen transportiert werden, wo sie gebraucht werden.

Durch die massive Speicherung von Eiweissen in Zellzwischenwände (als Bindegewebe) wird der Nährstoffaustausch der Zellen verschlechtert, da die Zellen weniger durchlässig werden. Abfallprodukte der Zellen können, auch bedingt durch einen gleichzeitigen Kaliummangel, ebenfalls schlechter abstransportiert werden, und die Säuren der Abfallprodukte beschleunigen zusammen mit den sauren Bestandteilen der übrigen Nahrung die allmähliche Übersäuerung des gesamten Körpers. 

Übrigens werden im Blut Aminosäuren der Eiweiße nicht nur zu den Zellen transportiert, sondern können quasi im andauernden Fluss des Blutes gespeichert werden. Das übereiweisste Blut leidet wie die übrigen Zellen des Körpers an verminderter Sauerstoffaufnahmefähigkeit. 

Im weiteren Verlauf der Verschlackung stellen die Zellen ihren Stoffwechsel auf einen Gärbetrieb um, damit sie die nötige Energie gewinnen können, da die Versorgung mit Nährstoffen von aussen behindert ist. Sonst würden die Zellen absterben. Aber alles was gärt, verändert sich. Die Zellen werden mittel- bis langfristig geschädigt. 

Arthrose, Gicht, eine einfache Steifheit der Glieder usw. können mit einer Überversorgung durch Eiweiße zusammenhängen und einer gleichzeitigen Übersäuerung des Körpers. 

Ein wichtiger Punkt entsteht bei der Überversorgung mit Eiweissen: Die Eiweisse sind negativ geladene Teilchen. Negativ geladene Teilchen binden sich an positive geladene Teilchen (chemische Grundsätze), das sind im Körper viele Mineralien die dazu in Frage kommen. Diese Bindungen besitzen zudem eine hohe Einlagerungstendenz, und sie werden den für den Körper schnell verfügbaren Stoffen entzogen. Auf diese Weise werden also nicht nur Gifte, sondern auch  Mineralien eingelagert und dem Funktionskreislauf des Stoffwechsels entzogen.

Indem man dem Organismus für eine gewisse Zeit keine Nahrung mehr zuführt, wird er sich vermehrt darum beschäftigen, eingespeicherte Abbau- und Abfallprodukte auszuscheiden und andere Stoffe als Energiequelle nutzen, womit wiederum Giftstoffe zur Ausscheidung bereit werden.
Es kann sich um Eiweiße und  Fette handeln,  auf die zurückgegriffen wird, und mit den Fetten können ebenso Giftstoffe gebunden sein, die dann mit dem Fasten endlich aus dem Körper gelangen und die Speicherplätze frei machen. 

Leber als Entgiftungsorgan

Was immer man auch mit welchen Mitteln entgiftet,   muss die Leber immer parallel dazu gestärkt werden. In erster Linie kann man um eine gesunde Ernährung nicht drum herum kommen, um zusätzliche Belastungen während der Entgiftungskur zu vermeiden (von Stoffen, die man mit der Nahrung aufnimmt). 

Es gibt zahlreiche Unterstützungsweisen, um die Leber zu fördern und damit die Entgiftung zu fördern. Manche empfehlen warme Leberwickel, während man sich an einigen Zeiten des Tages ins Bett legt. Das halte ich für weniger ergiebig, wenn man es dabei beliesse, aber immerhin ist es eine Maßnahme unter vielen.

Analog zur Leber steht das astrologische Prinzip Jupiter, und wenn Du also ungetrübte Lebensfreude entwickelst, und gefühlsmässig ausgeglichen bist, ist das förderlich für die Leber, ebenso wenn Du dazu noch bittere Tees trinkst.

Artischocken helfen der Leber bei der Fettverdauung, schützen Leberzellen, hemmen die Produktion von Cholesterin, regen die Verdaungstätigkeit und die Gallendrüsensekretion an, ist offensichtlich allgemein ein leberstärkendes Mittel und hilft damit auch bei der Entgiftungsfunktion der Leber. Auch Curcuma und Wacholderbeeren helfen der Leber in dieser Hinsicht (Verdauung ebenso wie Entgiften). Ingwer regt die Verdauung, Drüsensekretion und Gallensäfte an, und schützt die Leberzellen vor Chemikalien. Alles, was die Enzyme der Verdauungsorgane anregt, muss als ein entscheidendes Stimulanz auch auf den gesamten Stoffwechsel angesehen werden. Man kann Ingwer zwischen durch immer wieder essen, auch in grösseren Mengen. Besonders, an einem Tag , wenn man auch Fette isst.

Die mehrfach ungesättigten Fette im Zusammenspiel mit schwefelhaltigen Eiweiss sind wichtig für die Zellatmung. Stimmen die Vorgänge in der Zelle nicht, kommt es zu einem gestörten Zellstoffwechsel. Und damit funktioniert auch die Entgiftung nicht mehr richtig. 

Auch die Leber besteht aus Zellen und sie ganz besonders ist auf diese Stoffe angewiesen. Sie dient neben der Entgiftungsfunktion der Energiegewinnung, ist sowohl an der Aufspaltung als auch dem Aufbau von Proteinen (Aminosäuren) beteiligt, am Vitaminstoffwechsel und ebenso am Fettstoffwechsel.

In Bezug zur Ernährung, die sich günstig auf die Leber auswirkt, lassen sich vor allem die bitteren Stoffe nennen, und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Leber helfen und  auch beim Entgiften helfen und die andererseits wichtige Bestandtteile der Stroffwechselfunktionen sind . 

Wogegen gesättigte Fettsäuren die Leber prinzipiell belasten, besonders wenn sie in Übermaß vorherrschen. Dann sorgen sie wie fast jedes Übermaß für Probleme im ganzen Organismus und seinem Stoffwechsel. 

Erstaunlicherweise können sich Leberzellen regenerieren. Sofern die Leber noch keinen irreparablen Schaden erlitten hatte , können bestimmte Stoffe der Leber helfen, sich zu regenerieren.

Leber stärken 

Alles was die Leber stärkt, oder in zweiter Linie den Stoffwechsel stärkt (inkl. Funktions- und Bauprozessen), hilft auch der allgemeinen Entgiftung, da die Leber an Entgiftungsfunktionen massgeblich beteiligt ist, und der Stoffwechsel sowohl mit der Leber als auch an sich mit der Entgiftungsfunktion zusammenhängt (es gibt zB "entgiftende Enzyme", die nicht nur in der Leber arbeiten).

Wenn man eine intensive Entgiftung startet, sollte man zunächst sicher stellen, dass die Leber gesund und stark ist, damit die aus dem Gewebe geholten Gifte auch möglichst vollständig abgebaut werden können! Ein Jahr Vorbereitung für eine intensive Entgiftung kann späteres Leiden verhindern. Eine intensivere Entgiftung sehe hier hierbei in einem Zusammenhang zB mit der Gabe von Sulfur in einer C-30 Potent. Das sollte man nur nach guter Vorbereitung tun, dass also der Stoffwechsel und die Leber in hervorragenden Zustand sind. In dieser Zeit sollte man  auf Alkohol und Kaffee ganz verzichten, oder wenigstens nur noch sehr begrenzt Alkohol trinken oder Kaffee. Irgendwetwas sollte man opfern. Ansonsten ist eine gesunde Ernährung natürlich die beste Vorbereitung und das soll heissen: Ein muss. Man kann sich in dieser Hinsicht irgendein Gemüse  herauspicken, dass einem besonders gut schmeckt, weil dies ist meist auch eines, das man besonders braucht. Natürlich, ein Rotkohl schmeckt nie so "lecker" wie ein Schokoriegel - und viele Leute, die an Fastfood und Schlemmereien gewohnt sind verlieren einfach den Geschmack an Gemüse. Das soll beachtet werden, so dass man einfach die verschiedenen Gemüse untereinander vergleicht und nicht mit dem Lieblingsspeisen verwechselt in Form von Schokoriegeln. Eine gute Aufbaukost für die Leber ist zB Chicoree.

Während des Basenfastens kann man neben den Gemüsen und Frischobst auch auf bestimmte Gewürze zurückgreifen, denen man besonders günstige Wirkungen auf den Stoffwechsel zuschreibt.

Besonders Ingwer ist zu nennen, das die Leber und Galle anregt und Leberzellen vor giftigen Chemikalien schützen kann und insgesamt den Stoffwechsel anregt. Da es mit den Gallensäften zusammenhängt, ist es auch empfehlenswert für jede Abnehmkur, um Fette abzubauen.

Bärlauch, Knoblauch, Zwiebeln sind weitere solcher Stoffe, und sie helfen auch beim Entgiften.
Diese meist bitteren Nahrungsmittel unterstützen eine entschlackende und entgiftende Funktion des Körpers, indem sie auf die Leber und besonders Galle aber den ganzen Stoffwechsel (der mit der Verdauung beginnt) günstig wirken.

Auch Curcuma, Wacholderbeeren, Artischocken, und bestimmte Algen (vor allem wegen den in Algen enthaltenen Mineralien) wirken besonders günstig auf die Entgiftungsfunktion der Leber und helfen ihr sich zu regenerieren. 

Für die Funktion der Leber sind laut Günter Ulmer wichtig: An Vitaminen der B-Komplex und Cholin. Weiterhin: schwefelhaltige Aminosäuren, zB Methionin und Glutathion. 

Insgesamt scheint die Leber eine Resonanz zu schwefelhaltiger (und gelber) Nahrung zu haben. Schwefel steigert die Cholinproduktion - bzw. Cholinsynthese. Cholin ist wichtiger Bestandtteil des Stoffwechsels und der aufspaltenden Enzymarbeit der Leber, die auch bei der Entgiftung andauernd stattfindet. So hilft Cholin auch bei der Entgiftung. Man sollte wie bei allen Dingen, nicht zu viel von diesen Stoffen in einer bestimmten Zeit zuführen.
Alles was gelb ist oder bitter schmeckt, besitzt eine nicht nur symbolische sondern oft auch essentielle Nähe zur Leber.

Glutathion ist ein wichtiger körpereigener Wirkstoff , seine Funktion  bei einer gezielten Entgiftung bzw. Schwermetallausleitung gilt als gesichert.
Glutathion ist ein Aminosäurenkomplex und kann aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin vom Körper selbst synthetisiert werden. Glutathion liegt  in Bierhefe schon fertig ausgebildet vor, was natürlich ein Vorteil ist, wenn der Körper es nicht selbst herstellen muss. Das erste Mal nachgewiesen wurde die schwefelhaltige Aminosäure Glutathion übrigens in der Hefe.
Weiterhin besitzt Bierhefe und Soja die drei Aminosäuren einzeln, die für Glutathion benötigt werden. 
Gewöhnlich stellt der Organismus von einem Stoff nie so viele Mengen her, wie in Wahrheit benötigt werden. Besonders wenn der Körper allgemein schon in einen gschwächten Zustand ist. Wann immer Gifte im Körper abgebaut werden, werden Mineralien, besonders Spurenelemente und auch Enzyme ebenso wie Aminosäuren(komplexe) verbraucht und stehen nicht mehr zur Verfügung!

Glutathion wird vom Körper besonders dann vermehrt produziert, wenn man  Mariendisteltee (darin der Wirkstoff Silymarin), das Spurenelement Selen und insbesondere die Aminosäure Cystein mit der Nahrung zu sich genommen wird (Zugaben von Cystein vermehrten im Vergleich mit Glutaminsäure und Glycin am meisten die Glutathionproduktion). Die Biosynthese von Glutathion hängt wesentlich von der Verfügbarkeit von Cystein ab.

Nach Einnahme von Acetylcystein soll der Körper vermehrt Glutathion gebildet haben. Acetylcystein ist ein Derivat  (Fragment) von Cystein und eine Vorstufe des Glutathion.
Das heisst, aus Cystein kann vom Körper (N-)Acetylcystein gebildet werden (N-Acetylcystein ist andere Bezeichnung für Acetylcystein).

Der Wirkstoff Silymarin im Mariendisteltee aktiviert ebenfalls die Glutathionsynthese. Weiterhin ist Vitamin C nötig, genauer gesagt das darin enthaltene Ascorbat. Auch Vitamin E und noch mehr das Antioxidant Liponsäure hilft bei der Glutathionproduktion und -synthese.
Vitamin E ist besonders in Ölen enthalten (zB Distelöl, Weizenkeimöl), und in einigen Gemüsen/Obst: zB Grünkohl, Spargel, Wirsing, Paprika, Heildelbeeren; Sanddorn, Avocado, Johannisbeere. 

Wichtig oder nützlich als starke Wirkkräfte für die Glutathion-Produktion im Körper sind also die Zufuhr der Aminosäuren Cystein, Glycin, Glutaminsäure. Das Spurenelement Selen (Fisch, Getreide, Nüsse, Milchprodukte). Vitamin C (alle Gemüse und Obst). Silymarin in Mariendisteltee. Liponsäure findet sich seltener in der Nahrung. Am meisten in (roten) Fleisch und Spinat, aber auch in Bierhefe. 

Stets sind natürlich eingebundene Wirkstoffe künstlichen Nahrungsergänzungsmitteln vorzuziehen, doch könnte man bei Liponsäure eine Ausnahme machen.

Weiterhin wurden zum Steigern der Glutathion Produktion schwefelhaltige Nahrungsmittel genannt: Spargel, Zwiebel, Lauch und Kohlarten, auch Rosenkohl - darin sind auch einige der schwefelhaltigen Aminosäuren enthalten, die erwähnt wurden. Weiterhin:  Brokkoli, Avocado, Tomate, Spinat.
Diese enthalten meist die Aminosäuren, Enzyme , Antioxidantien und andere Stoffe, die für die Glutathion Produktion  wichtig  sind.
Meiner Meinung nach zeigt sich auch ein synergetischer Effekt bei diesen Substanzen, die nämlich auch einzeln und allgemein zum Entschlacken und Entgiften, zur Stärkung der Leber oder Niere erwähnt oder genutzt werden. 

Übrigens: Der arzneiliche Wirkstoff Paracetamol leert rasch die Glutathionspeicher.

Mehr zu Nahrungsmitteln mit Glutathionquellen (PDF): http://www.ever.ch/PDF/Hitliste_Glutathion.pdf
[ Herausgebende Webseite: http://www.ever.ch ]

Zu Glutathion auch folgender Artikel: "Mit der Biosubstanz Glutathion schaffen Sie Schwermetalle und Gifte aus dem Körper."

Mehr zu Liponsäure und anderen Antioxidantien (PDF):
http://www.provitas.org/InfoTexte/alpha-liponsaeure.pdf
[ Herausgebende Webseite: http://www.provitas.org ]

Bierhefe ist  mit seinen Nährstoffen ein ideales Nahrungsmittel für die Leber und den Stoffwechsel. Es enthält neben dem für die Leber wichtigen Cholin und den hochwertigen Eiweißen auch einige Mineralien wie Zink, Chrom und  Kalium. Auch Schwefel und Kupfer sind in Bierhefe enthalten. Weiterhin zahlreiche für die Leber bedeutende Vitamine des B-Komplexes. Biotin. Dank solcher Inhaltsstoffe ist Bierhefe auch eine ausserordentlich gute Gehirnnahrung (Konzentrationsfördernd und Nervenstärkend).
Übrigens wurde Bierhefe auch genannt als Wirkmittel bei einer Darmsanierung (günstiger Effekt auf die Darmflora). Einnahmeempfehlung: täglich 1-5 Esslöffel je nach gefühlten Bedarf und je nachdem ob man basenfastet - weil man während des Basenfastens keinen grösseren Stoffumsatz betreibt dann entsprechend weniger; es sei denn man erlebt Stress.
Psychischer Stress und Belastung benötigt mehr der Stoffe die in  Bierhefe enthalten sind. 

Übrigens enthält Bierhefe auch das Coenzym-Q10, das beim Energiestoffwechsel der Zellen äusserst wichtig ist und die Zellen vor "freien Radikalen" schützt. Der Körper bildet mit zunehmenden Alter selbst immer weniger dieses Stoffes.

Auch Alfalfa wird gelegentlich genannt zur Ausleitung von Schwermetallen.

Stress, besonders solcher der einen auf die Nerven geht, benötigt zum Schutz der Nerven auch Lecithin das in Soja reichlich vorhanden ist. Dieser Schutz wirkt wie ein Puffer auf Reize,  wir werden nervlich gelassener mit Lecithin. Lecithin ist auch immer dann wichtig, wenn wir nervlich lange Zeit unter Stress (Feuer) stehen.

Phosphatidylcholin wird genannt, als ein die Leber schützender und regeneriender Stoff. Vor allem Soja, Erdnüsse und Eigelb enthalten diesen Stoff. Gelegentlich wird Phosphatidylcholin mit Lecithin gleichgesetzt; im eigentlichen Sinne ist Phosphatidylcholin ein Bestandtteil des Lecithins. 

Zink schützt die Leberzellen ebenso wie Darmzellen, besonders hilft Zink beim Alkoholabbau in der Leber. Reiche natürliche Zinkquellen: zB Weizenkeime, Haferflocken (ca. 10 mg Zink pro 100g).

Zink ist an vielen Abbauprozessen von Giftsubstanzen beteiligt und kann teilweise Gifte sogar neutralisieren. Zink ist in Weizenkeime, Weizenkleie, Hefeflocken, Dinkel und Hirse vorhanden. 

Wacholderbeeren sind (in Maßen) gut für Niere und Leber und wirken entwässernd und entgiftend. Ausserdem regen sie wie Ingwer den Stoffwechsel an. Eine empfehlenswerte Menge: 2-5 täglich (mit zunehmender Einahmedauer Menge verringern), beste Einnahmezeit ist ab Mittags/ab dem frühen Nachmittag. Aber nicht zu viele insgesamt (auch mal Tage während einer Kur mit weniger bis keine Wacholderbeeren einführen).

Ingwer ist ein stark anregendes Stoffwechselmittel, man kann ihn wunderbar mehrmals am Tag in kleineren Stücken essen.
Dem Ingwer wird sogar stellenweise entgiftende Wirkung zugeschrieben. Dasselbe gilt für Koriander, Anis und Zimt.  Die ausleitende Wirkung des Korianders wird oft genannt (Koriander wird genutzt, um die Hirnzellen / Nervenzellen des Gehirns von Schwermetallbelastung zu befreien, insofern viele andere Wirkstoffe die Blut/Hirn-Schranke nicht überqueren können). 

Diese Gewürze wirken vorwiegend über den Stoffwechsel, von dort unterstützen sie aber auch die Leber. Und es scheint auch eine direkte Förderung der Leber und Niere und anderer Organe mit beinahe allen Gewürzen verbunden sein. Liebstöckel wirkt zB günstig auf die Niere.

Ganz besonders Curcuma ist sehr gut für die Leber. Curcuma ist von vielen wissenschaftlichen Studien in seiner positiven Wirkung auf die Leber bestätigt. Auch ausleitende Wirkungen werden der Gelbwurzel (=Curkuma) zugeschrieben. Curcuma kann man als Pulver pur "schlemmern": über den Tag verteilt insgesamt 1 bis 2 gestrichene Esslöffel als fertig gemahlenes Pulver (je nach Qualität des Curcuma). Bei einer Wurzel, die man zunächst selbst reiben muss, hilft eine Muskatnussreibe. Allerdings ist Curcuma sehr hart, und wer es nicht wirklich geniesst, öfters Kurkuma zu reiben, sollte besser das gemahlene Kurkuma besorgen.
Wobei man auch mal vereinzelte Tage während einer Kur weniger Curcuma zu sich führen sollte; auf die Menge kam ich durch eigene Erfahrung und Instinkt bzw. Sensitivität (ich verfüge über einen "Bärenriecher", der zumindest erkennt, wann etwas nützlich ist und wann überflüssig). Es scheint, als wäre Kurkuma durchaus eine angenehme Wohltat für Niere und Leber vor allem. Auf den Darm bezogen, teilt sich die Meinung - es kann sein, dass er nur bei übermässiger Zufuhr auf den Darm belastend wirkt.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die leberheilende Wirkung der Mariendistel und des Mariendisteltees. Der Stoff Silymarin ist es, der hier wissenschaftlich erforscht ist. Die Leberzellen werden geschützt, und es wird eine Steigerung der Proteinsynthese beschrieben (die teilweise auch in der Leber stattfindet). Aus solchen Untersuchungen kann übrigens vorsichtig geschlossen werden, dass auch andere Pflanzen (zB Löwenzahn oder Goldrutenkraut), die in der Phytotherapie seit Jahrhunderten angewendet werden, einen zureichenden Grund aufweisen für ihre Wirksamkeit. Und viele der althergebrachten Zuschreibungen sind nicht beliebig, sondern von altersher treffsicher gewesen.
Der  der Wirkstoff Simylarin in der Mariendistel kann die Produktion von Glutathion anregen.
Das homöopathische Mittel der Mariendistel: "Carduus Marianus" - kann auch in höheren Potenzen verwendet werden. Die Leber wird allgemein gestärkt. Bei homöopathischen Mitteln muss natürlich je nach Potenz eine unterschiedliche Dosierung erfolgen.

Zu viel gesättigte Fettsäuren im Körper werden  für erhöhte Cholesterinwerte und Arteriosklerose verantwortlich gemacht. Cholesterin ist normalerweise ein wichtiger Stoff in der Biochemie des Körpers. Indem er regelt. Aber bei ihm ist es wie bei anderen Stoffen, zuwenig oder zuviel und es liegt eine erhebliche Störung vor, die - wenn nicht beseitigt - zu weiteren Störungen führen kann.
Gesättigte Fettsäuren sind aber in geringen Mengen auch nötig, zB für die Nerven oder bestimmte Stoffwechselvorgänge. Sie sollten zwar den geringsten Teil der Ernährung bedeuten, aber nicht vernachlässigt werden.

Auch Kalium ist ein wichtiger Bestandtteil des Stoffwechsels. Aber in Übermaß ist Kalium allerdings tödlich für den Organismus (zB Herzstillstand). Zu viel Cholesterin ist für den Körper ebenfalls derart ungesund, und kann zB Gallensteine verursachen oder andere negative Folgen mit sich bringen, die sich letztlich als vereinzelte Störung auch aufs Ganze auswirken. Meist ist es so, dass mit einer Störung auch gleich weitere Störungen provoziert werden. Die Störung des Stoffwechsel durch eine falsche Ernährung, wirkt sich immer nur langristig aus. Ist der Stoffwechsel gestört, dann ist auch der  Leber prinzipiell immer geschadet.
Kalium kann man praktisch durch normale aber vielseitige  Kost (zB nach dem Rotationsprinzip) nicht zu viel zu sich nehmen.

In dem Artikel Entgiftung des Körpers  wurden folgende Stoffe als leberstärkend genannt: L-Glutamin, Methylsulfonylmethan (MSM), N-Acetyl-Cystein (NAC), Lycopen, Resveratrol,  Lutein, Zeaxanthin,  Coenzyme Q10 (CoQ10),  L-Glutathion,  Quercitin, Gamma-Oryzanol, alpha-Liponsäure (auch Liponsäure o. Thioctsäure genannt).

Von anderen genannt werden auch: L-Methionin, L-Arginin, L-Cystein (Vorläufer des Glutathion), L-Carnithin (Fettstoffwechsel), Selen, L-Taurin (wird von weiteren auch für die Ausleitung von Schwermetallen genannt), Vitamin B6, Vitamin B12, Zink.

Bei diesen Stoffen handelt es sich um Inhaltsstoffe ganz normaler Nahrung, oder um Stoffe, die der Körper mit Hilfe dazu notwendiger Ausgangsstoffe selbst synthetisieren kann. Man sollte bei isolierter Zufuhr dieser Stoffe ein Übermaß vermeiden (Viel hilft nicht viel, sondern viel kann schädigen!). Nach zwei Monaten sollte man dann absetzen bzw. die Entgiftung pausieren für mehrere Monate. Man sollte sich bei einer Entgiftung auf eine längere Arbeit einstellen und es als Lebenskonzept begreifen, das soll heissen: in einen umfassenden Plan einbetten, der auch beinhaltet sich insgesamt gesund zu ernähren. So braucht man auch nicht immer Zusatzstoffe, Glutamin  ist zB in Quark reichlich enthalten.
Die meisten chemischen Bezeichnungen wie L-Methionin, L-Glutamin oder L-Glutathion sind etwas irreführend, dahinter verbirgt sich das "normale" Glutamin und Glutathion. Bei Methionin keinesfalls überdosieren und informieren über  mögliche Nebenwirkungen, wenn man es als Zusatzstoff einnehmen will.

Das Spurenelement Molybdän wird in Bezug zur Entgiftungsfunktion genannt, bei Molybdän erhöht sich die Ausscheidung von Schwermetallen. Molybdän ist enthalten in Soja-Produkten und Rotkohl, Weizenkeime. Mehr zu Molybdän.

Man kann nun gezielt Nahrungsmittel suchen, die diese Stoffe und Ausgangsstoffe enthalten. 

Mit Quark oder anderen Milchspeisen (Joghurt) in Kombination mit 2-5 Esslöffel Sojaflocken und die gleiche Menge  Bierhefe täglich (Richtwerte), mehrmals in der Woche eine Hand voll Nüsse (besonders Pistazien und Mandeln), gelegentlich Sesampaste (Tahini) abwechselnd mit  geschroteten Leinsamen, und 2-3 mal in der Woche Fisch, dürfte die Eiweissversorgung und Versorgung mit Fettsäuren  einwandfrei gewährleistet sein.
Übrigens: Komplexe  Fette dieser Art immer mit Gewürzen (Koriander, Anis, Curcuma, Ingwer usw.) kombinieren, das ist gut für die Anregung der Gallendrüse. 

Fisch nicht zu oft, aber durchaus zeitweise bis zu 3 Portionen   in der Woche wenn man kein anderes Fleisch ist (diese Mengenangabe gilt für die handelsüblichen kleineren Konservendosen von Hering, Makrele, Sardine usw.: ca. 90-120 gr. Abtropfgewicht pro Portion).

Der Vitalstoff Vitamin C ist grundsätzlich günstig für alle geschwächten Zustände. Meines Erachtens nach ist Vitamin C das Vitamin mit der grössten Ähnlichkeit zur Lichtsymbolik der Sonne (in diesem Sinne gibt es keinen bedeutenderen Vitalstoff als Vitamin C, ähnlich wie die Sonne das Horoskop überstrahlt ). Aber es ist Vitamin C natürlich kein Alleskönner. Man führt es jedoch immer wieder mit allen Gemüsen zu sich - extra Brausetabletten sollten nur vereinzelt und sporadisch zum Einsatz kommen.

Sauerkraufsaft wird oft zur Darmsanierung herangezogen. Sauerkrautsaft enthält Orotsäure, die sich auch in Molke und Quark befindet. Der Orotsäure wird von Günter Ulmer als besonders wertvoll für die Leber beschrieben: Sie versorge Leberzellen noch mehr als Vitamin B12, und wirke zusammen mit Mineralien und Vitaminen für den Neuaufbau geschädigter Leberzellen, steigere die Blutbildung und baue Ablagerungen in den Blutgefäßen ab. 

Günter Ulmer  nennt weiterhin auch rote Beete-Saft und Artischockensaft als förderlich für die Leber. 

Überhaupt scheinen Pflanzen mit besonders hohen Anteil von Antioxidantien (rote Pflanzen-Säfte; Sauer-Kirsch, rote Weintrauben, rote Beete usw.) einerseits eine schützende, und schliesslich eine blutreinigende und entgiftende Tendenz zu besitzen. Antioxidantien schützen die Zellen vor den sogenannten freien Radikalen.

Freie Radikale entstehen einerseits auf natürlichem  Weg des Metabolismus (Stoffwechselgeschehen), nämlich durch die Energiegewinnung aus Zucker. Andererseits kann die Zelle und ihr Zellstoffwechsel unter Umständen sich in einem Mileu befinden, in dem die Abfallprodukte nicht mehr genügend entsorgt werden können. Und schliesslich gibt es eine körpereigene Reaktion auf die selbst erzeugten "freien Radikale", und eindringende zerstörerische Substanzen. Antioxidantien werden vom Körper selbst gebildet und können mit der Nahrung zugeführt werden.
Diese Radikalenfänger halten den Zellstoffwechsel flüssig und geordnet. was letzten Endes dem gesamten Stoffwechsel und auch der Leber zugute kommt. Letztlich ist die Leber selbst Radikalen ausgesetzt und so schützen Antioxidantien auch die Leberzellen.
Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und manche Mineralien beinhalten die Funktion als Antioxidantien zu wirken, neben den Antioxidantien, die der Körper selbst bildet (die  Bildungsfähigkeit körpereigener Antioxidantien ...geht ab dem 30. Lebensalter zurück). 

Das Maß an Belastung, das ein Organismus und seine Zellen erfahren, wird auch oxidativer Stress genannt.

Wirkungsvolle Lebertees:
Löwenzahnkraut, Mariendistelkraut, Hauhechelwurzel, Klettenwurzel - wobei die Klettenwurzel auch für die Niere und Blutreinigung gut ist, aber dadurch auch der Leber hilft. Das gilt sowieso bei vielen Pflanzen, sie wirken sich auf mehrere Organe günstig aus.

Weitere Pflanzen für die Leber:
Artischocken(-blätter), Goldrutenkraut, Angelikawurzel, Odermennig, Schöllkraut, grüner Hafer, Gelbholzwurzel, Gelbwurz (=Curcuma), Bischofskraut, Berberitzenwurzel, Faulbaumrinde, Bupleurum-Wurzel,  Wegwartenkraut, Rhabarberwurzel, Schachtelhalm, Leberblümchen, Melisse, Boldo, Mädesüß, Erdrauch, Johanniskraut, Bärlapp, Tausendgüldenkraut, Stillingia-Wurzel, Wermut, Gelber Ampfer, auch Pfefferminze und Kalmus. Auch Baldrian (gelegentlich abends zum Einschlafen).

Bei allen Tees gilt die obligate (d.h. schickliche) Regel: Nicht zum Dauereinsatz bestimmen. Öfter mal Tage aussetzen und nach einer gewissen Zeit des Trinkens auch mal Wochen und Monate verstreichen lassen bis zur erneuten Einnahme. Der beste Riecher dafür ist immer der eigene Geschmack. So kann einem irgendwann sogar schon der Pfefferminztee zum Halse raus hängen, und an anderen Tagen schmeckt er wieder. Das sind so kleine Zeichen, die uns unser Körper schickt.

Ungesättigte Fettsäuren und die Leber

Ungesättigte Fettsäuren in Form der Omega-3-Fettsäuren können der Leber beim Entgiften helfen.

Dagegen sind gesättigte Fettsäuren in Übermaß bedenklich, sie machen den Stoffwechsel träge und beanspruchen die Leber unheimlich, die diese Fette abbauen muss und im Gegenzug nichts an Nährstoffen erhält.

Dabei stellen die ungesättigten Fettsäuren einen sehr wichtigen Beitrag für den Organismus dar - zB sind sie nötig, um einige Vitamine oder Hormone zu synthetisieren. Die ungesättigten Fettsäuren sind - unter Zuhilfenahme weiterer Stoffe -  in Wasser löslich, und können somit in Blutgefäße transportiert werden, wo sie bestimmte Aufgaben der Zellerhaltung erfüllen (sie sind Bestandtteil der Zellmembran und haben damit Teil an der Sauerstoffversorgung der Zellen), die gesättigten können das nicht und dienen anderen Zwecken. 

Allerdings ist ein Übermaß an jeglichen Fettsäuren, auch den ungesättigten gesundheitsschädlich. Beinahe alle Stoffe, die in Übermaß vorliegen, können auf den Körper toxisch wirken - der Körper behandelt dann diese Stoffe nicht und arbeitet nicht mit ihnen, sondern diese Stoffe wirken dann quasi selbstständig im Körper, sind nicht an Aufgaben gebunden. Andererseits führt ein Mangel an bestimmten ungesättigten Fettsäuren zu erheblichen Stoffwechselproblemen.

In einfachen Worten ist alles, was der Körper gerade braucht, damit immer gut im Körper aufgehoben. Und alles was er nicht braucht, und trotzdem vorhanden ist, das ist tendenziell und prinzipiell schlecht.

Praktische Ernährung bedeutet, dass man dieses Gleichgewicht kaum jemals genauestens erreichen können wird. Aber annähernd. Jedoch sollte man beachten, dass bestimmte Wirkstoffe immer in Gruppen von Wirkstoffen eingebettet sind (jedenfalls bei natürlicher Ernährung). Das bedeutet, eventuell kann man einen hohen Bedarf an einem Stoff haben, muss dazu Mengen von einer Pflanze essen, und erhält vielleicht mehr Eiweiße, als man wollte. Wenn der Stoffwechsel nicht arg  geschwächt ist, lohnt es diesen Weg zu gehen - der nicht gebrauchte Rest wird bei einem gut eingestellten Stoffwechsel ausgeschieden.

Allgemein schützend gelten Antioxidantien. Weitere den Organismus schützende und entgiftendeStoffe sind auch im folgenden PDF-Dokument beschrieben: http://www.nwzg.de/pdf_ausgaben/32NWzG_02_2005.pdf
[ Herausgebende Webseite: http://www.nwzg.de ]

Schüßler Salze zur Leberstärkung

Als Schüßler Salze kommen zur Stärkung der Leber praktisch alle Salze in Frage, die einen persönlichen Bedarf stillen und Mangel beseitigen. 

Speziell für die Leberfunktion günstig sind aber Nr. 6 und Nr. 10, welches die Entgiftungssalze bedeuten. 
Nr. 6 ist in der Biochemie nach Schüßler ein Hauptmittel zur Leberstärkung (und hilft auch beim Eiweißstoffwechsel). Es ist ein primäres Entgiftungsmittel besonders in Bezug zu Umweltgiften oder toxischen Nahrungsmittelbestandteilen.
Die Nr. 3 hilft dem Blut bei der Sauerstoffversorgung, und hilft damit dem Zellstoffmileu in Bezug zur Sauerstoffversorgung und auch der Leberfunktion.
Nr. 9 hilft  beim Fettstoffwechsel und ist überhaupt als ein Stoffwechselsalz bekannt. Es hilft bei allen Auf-, Um- und Abbauprozessen.  Nur 9. und Nr. 10 sind primäre Stoffwechselmittel, und befreien von Giften, die während des Stoffwechsels von Zucker, Eiweiß und Fetten entstehen.
Nr. 2 ist hilfreich beim aufbauenden Eiweißstoffwechsel. Nr. 6 hilft beim grundlegenden Zellstoffwechsel. Aber auch Nr. 4 kann beim Stoffwechsel helfen.
Nr. 7 hilft bei der Enzymtätigkeit und steht in Zusammenhang mit dem Energiestoffwechsel. Da die Leber auch über enorme Enzymtätigkeit verfügt, ist also auch Nr. 7 ein hilfreiches Salz.  
Den grössten Stellenwert für die Leber nehmen jedoch Nr. 6 und Nr. 10 ein.

Schüßler Salze um die Niere zu stärken

Umfassend Nr. 4 (Kalium Chloratum) und Nr. 5 (Kalium Phosphoricum). Wirkungsvoll helfend auch Nr. 8 (Natrium Chloratum ). Für mich sind dies die drei Nierenmittel.
Aber auch Nr. 3 (Ferrum Phosphoricum) hilft der Niere, direkt und über den Weg das Blutbild zu verbessern. Genannt als Nierenstärkend werden auch Nr. 2, 9  und 16.

Homöopathische Mittel zur Organstärkung

Alle am besten als D12 oder auch D30; die Wirkung von D4 ist im Grunde mit Tees derselben Pflanze zu erhalten, obwohl die homöopathische D4 Potenz natürlich etwas anders wirkt. Jedenfalls würde ich homöopathische Mittel gleich ab D6 nehmen.
D6 muss man mehrmals täglich einnehmen, während man D12 nur zwei bis dreimal einnehmen braucht sofern eine besondere Schwäche oder Bedarf vorliegt. Vorbeugend oder als Kur genügt D12 auch einmal täglich. D6 oder D12 kann herangezogen werden, wenn man die Mittel ausprobieren will und sich nicht sicher ist.
Heilung und Stärkung bringt meiner Erfahrung nach konsequenter - ohne dass es zu stark wirken würde - D12 und D30. 

Wenn man Erfahrungen mit der Homöopathie hat, kann man auch C-Potenzen heranziehen (C6, C12 oder C30). C6 und C12 füllen   einen Tag deutlich aus, in schwächerer Wirkung gelten sie evtl. noch Wochen bis Monate, die C30 durchaus mehrere Monate. Es kann in besonderen Fällen aber wichtig sein, eine C30 eine oder zwei Wochen anzuwenden, was aber bei einer Stärkungskur nicht der Fall ist .
Die Wirkungsstärke lässt sich nicht pauschal eingrenzen - es ist, als wolle man entscheiden, ab wann ein Licht dämmerig wird und ab wann es keine besondere Lichtqualität mehr gibt. Je nach Sensitivität oder Auffassung vergrössert oder verringert sich der Zeitrahmen. 

Dosierung: Bei C30 kann man eine Kur verfolgen, bei der man zunächst zwei Tage lang (je 1 Globuli) diese Potenz nimmt, dann 1-3 Wochen wartet ohne Mittelnahme, und dann  noch einmal das Mittel nimmt (1 Globuli).

Bei D30 jeden Tag 1 Globuli   für drei Wochen, während man  zwei oder drei Tage in der Woche einführt, wo man nichts von der D30-Potenz nimmt.

Bei D12 jeden Tag 2-5 Globulis für einen knappen Monat. Empfehlenswerte Potenz für alle Kuren: D12.

Bei D6 jeden Tag 5-10 für einen Monat.

Generell gilt, am Anfang (die erste Einnahme) etwas stärker dosieren. Das bedeutet: den Impuls am Anfang verdeutlichen. Später gewöhnt sich der Körper an das Mittel und braucht nicht mehr so oft gegeben werden.

Dazu eine Tabelle von Mitteln zur Stärkung verschiedener Organe.

Teilweise wirken diese Pflanzen auch auf mehrere Organe günstig, was ein grosser Vorteil ist.

Künstliche Nahrungsmittelergänzungen (Brausetabletten)

Nahrungsergänzungmittel in Brauseform sind einerseits sehr hoch und als Daueranwendung zu hoch dosiert und können in der Art der Überversorgung das Gleichgewicht des Stoffwechsels sogar stören, wie einige wissenschaftliche Studien (Quelle:Süddeutsche Zeitung) zu zeigen scheinen. Andererseits besteht der begründete Verdacht, dass isolierte Präparate anders wirken als das "Original".
Ich bevorzuge aus verschiedenen Gründen stets die natürlichen Quellen, vor allem wegen der Einbettung in ein organisch gewachsenes Umfeld (Matrix des natürlichen Zusammenhangs verschiedener Stoffe), das die Stoffe. ganz anders wirken lässt, da man  einen Komplex an Nährstoffen zu sich nimmt, die man in isolierten Präparaten niemals finden wird. Es wird von wissenschaftlicher Seite teilweise bestätigt, dass die isolierten Komponenten (auch bei Artischocke) nicht so stark wirken, wie der ganze bzw. grössere  Verbund der entsprechenden Pflanze mit ihren Wirkstoffen.

Nahrungsmittelergänzungen vor allem in Brausetabletten sind prinzipiell nicht zu empfehlen. Die isolierten Bestandtteile wirken längst nicht so gut, wie der in ein Zusammenhang eingebettete Stoff, wie wir in mit der Nahrung zu uns nehmen. Mir scheint, dass es auch oft auf ein bestimmtes Verhältnis von Stoffen ankommt, die eben in der originalen Nahrung vorliegt und ein Nahrungsmittel und seine Wirkung im Organismus einzigartig macht.
Ausserdem ist zur Lösung in den Brausetabletten gewöhnlich Citronensäure verwendet worden. Diese stellt keinen Nutzen, sondern eher eine Belastung für den Organismus dar und wirkt sich leicht verstärkend auf das saure Mileu aus. Deshalb sollte man stets die Brausetabletten halbieren und diese Hälften an zwei verschiedenen Zeiten eines Tages zu sich nehmen.

Nicht die Menge des zugeführten Eiweisses während einer Entschlackungskur übertreiben! 

Das geschieht leicht durch alle tierischen Eiweiße, zu denen auch Quark gehört.
Bei der Suche nach Eiweisquellen besonders auf die essentiellen Aminosäuren achten (sind zB in Bierhefe und Soja enthalten).

Quark auch mal aussetzen. Faustregel an Eiweißzufuhr: 0.8-1 gr. pro kg Körpergewicht, aber für eine Entschlackungskur weniger (10 bis 30 gr.).
Man sollte übrigens versuchen, psychischen Stress auf ein Minimum zu begrenzen während der Zeit des Basenfastens, da auch dies Nährstoffe verbraucht. Um die Leber zu schonen grundsätzlich während einer Entgiftungskur auch Alkohol vermeiden, ebenso Kaffee stark reduzieren bis absetzen. 

Nicht so sehr bei Eiweißen, aber bei anderen Stoffen, wie zB bestimmte Stoffe der Bierhefe, kann es nötig sein, anfangs durchaus grössere Mengen einzunehmen (5 Esslöffel über den Tag verteilt), da auch Teil dieser Stoffe in die Speicher gebracht wird, um bei Bedarf darauf zurückzugreifen. Der Körper hat gewöhnlich vor jeder Kur, die darauf zielt, den Körper wichtige Nährstoffe zuzuführen, von solchen Nährstoffen zu wenig gehabt und im Gegenteil verbraucht , so dass die Speicher leer sind. Unter Umständen kann das auch für Lecithin gelten, dass reichlich in Soja vorhanden ist. Überschüssiges "Allerwelts- Eiweiß"  wird von einem intakten Stoffwechsel ausgeschieden. Aber jeder überflüssige  Eiweißstoffwechsel verzögert die auf abgespeicherte Schlacken gerichtete   Entgiftungsfunktionen des Organismus (gilt noch mehr für den Fettstoffwechsel).

Man muss sich die Frage selbst beantworten, ob man täglich geringe Mengen Eiweiß zu sich nimmt (innerhalb  einer vollwertigen Kost ist dies ein guter Plan), oder einmal einen besonderen Eiweißtag einführt, und/oder auch mal einen Tag einführt, an dem man bewusst auf Eiweiße verzichtet (der bietet sich an nach dem Eiweißtag). So kann sich der Körper von einem eventuellen Eiweißüberangebot befreien.
Eiweiße bleiben im Medium des Körpers durchaus länger als einen Tag erhalten, und es besteht keine Gefahr für die Gesundheit, wenn er zeitweise auf Eiweiße verzichtet. Nur sein Stoffwechsel kann natürlich auch eine Optimierung erfahren, wenn man bewusst und gezielt Eiweiße zuführt. Die Ernährungsempfehlung für Eiweiß beläuft sich auf etwa 40-60 gr und mehr bei Leistungssportlern, während es einige Empfehlungen gibt, die die Menge von etwa 1 gr nur für Sportler angeben und folglich für den normalen Bedarf weniger Eiweiße empfehlen.  Eine schwierige Frage, deren Beantwortung ich mir persönlich durch den gefühlten Bedarf  erschliesse - noch habe ich nicht genügende Zeit der Beobachtung widmen können um dahingehend meine Erfahrung mitzuteilen. Es tendiert jedoch zu einer viel weniger grossen Menge an Eiweißen, die gebraucht werden (Durchschnittswert unter Beachtung von Tagen, an denen ich - bei gefühlten Bedarf -   weniger Eiweiße esse).

Bei einer Entschlackungskur, in der man die Eiweiße nur zu sich nimmt, um den Stoffwechsel gezielt zu stärken, bleibt man jedenfalls  weit unter 40 gr Eiweiß täglich. Für eine gewisse Zeit ist eine Unterversorgung mit Eiweiß noch  unbedenklich.

Das Fasten vieler Menschen beweist, dass der Körper mehr als 20 Tage (bis zu 40 Tagen und länger; was jedoch nicht zu empfehlen ist herauszufinden) komplett auf von aussen zugeführte Eiweiße verzichten kann, ohne organischen Schaden zu nehmen. Bevor die Organe Schaden nehmen, würde der Mensch kollabieren und durch das Unwohlsein und die Leistungschwäche seines Körpers deutliche Hinweise erhalten, dass er vor einer Grenze steht und jetzt unbedingt das Fasten einstellen sollte.

Insgesamt sind Eiweiße wichtig. Man sollte dennoch mit Empfehlungen und Richtlinien vorsichtig umgehen, was nämlich solche Grammangaben suggerieren ist die Eignung für den persönlichen Bedarf. Es kann zum Beispiel auch so sein, dass eine bestimmte Konstitution Eiweiße schlechter oder besser verwerten kann, als ein anderer Mensch.

Übrigens: Damit Aminosäuren besser in der Verdauung zerlegt werden können, und damit vom Körper aufnehmbar werden, sollte man nicht auf kleine Mengen Essig verzichten (zB im typischerweise im Salat). Essig hilft bei der Zerlegung der Aminosäuren.

Links - Studien , Erfahrungen und Artikel:

Artischocke
Mariendistel
Löwenzahn
Curcuma
Alfalfa (Kraut)

Daran denken, auch Auszeiten  bzw. Pausen von den besonders leberwirksamen Nahrungsmitteln zu nehmen, damit eventuelle Beistoffe (besonders bei der Wacholderbeere in Bezug zur Nierenreizung) nicht übermässig belastend wirken können.
Man nimmt nach zwei Wochen Anwendung der Wacholderbeeren dann zwei  bis fünf Wochen keine Wacholderbeeren, um danach die Kur fortzusetzen. Irgendwann sollte die Kur natürlich abgeschlossen sein (ich würde eine solche Kur mit Wacholderbeeren nicht über zwei bis drei Monate hinaus anwenden - inkl. Beachtung der Pausen. Und danach auf jeden Fall eine längere Pause einschalten bis zum nächsten Jahr; bislang habe ich Wacholderbeeren noch nicht so lange angewendet und es fehlen mir daher echte Erfahrungswerte für die langfristige Wirkung auf den Körper oder die Nieren). 

Auf die bedenkliche Dauer der Wacholderbeeren-Kur kam ich durch Forschungen der Medizin und eigenem Instinkt bzw. Intuition, die sich auf die tägliche und wöchentliche Menge bezieht. Die von mir angegebene Empfehlung beinhaltet eine Vorsicht und grosse Toleranz. Ich denke, wirklich bedenklich ist ein Konsum von über 5 bis 10 Wacholderbeeren täglich; wenn man die geringe Menge von 4-5 maximal am Tag einhält, und die meiste Zeit bis zu 3 Wacholderbeeren täglich isst, kann man vermutlich über ein zwei Monate zu Wacholderbeeren greifen -  denn zwischenzeitlich sind die Problemstoffe gelöst, abgebaut und ausgeschieden, und erreichen so nicht die toxische Schwelle. Dann würde ich zwei bis drei Wochen pausieren. Man kann zunehmend mit der Zeit der Einnahme die Anzahl an Wacholderbeeren verringern, bis man nur noch 1-2 nachmittags isst. Ich denke, die beste Einnahmezeit ist nachmittags, vormittags scheinen Wacholderbeeren eher belastend (auf die Niere).

Bei Curcuma gibt es offenbar keine Bedenklichkeit - von wissenschaftlicher Seite wurde allenfalls von einer leichten Darmreizung berichtet. Ansonsten wurden in vielen Studien keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch würde ich auch bei Curcuma irgendwann eine Auszeit (nach Monaten der Einnahme) nehmen, überhaupt von allen besonderen Nahrungsmitteln, die eine Zeit lang gehäuft zu sich genommen wurden. Doch mit Curcuma sollte einmal eine richtige Kur gemacht werden, mit täglicher Einnahme mehrmals am Tag, und bis zu zwei oder seltener drei gestr. Esslöffel. Nach zwei Wochen genügt es geringere Menge  täglich zu nehmen (1 gestr. Essl.).

Zum Thema Leber und Entgiftung kannst Du auch die zahlreichen Artikel, die ich unten im Linkverzeichnis auf dieser Seite gelistet habe, lesen oder überfliegen. 

Schüßler Salze zum Entschlacken und Entgiften

Homöopathische Mittel und Schüßler Salze, ebenso wie Bachblüten sind natürliche Stoffe, insofern sie als Schwingungen einer bestimmten Art gelten, die das vegetative System oder den Energiekörper stimulieren, ergänzen oder "erinnern" (ihn an seine Funktionen erinnern). Diese Mittel können den Körper - richtig angewendet -  in seinen Ordnungen bestärken.

Auch schon während der Vorbereitung auf die Fastenzeit kannst Du wunderbar auf die Schüßler Salze zurückgreifen. Sie führen zu einem grösserem Ausmaß der Toleranz gegenüber Belastungen einerseits, und verkürzen physiologische Erholung.

Folgende Schüßler Salze sind während des Fastens hilfreich oder können angebracht sein:
4, 5, 6, 8, 9, 10. Für die Aufbauphase nach dem Fasten emfpiehlt sich Nr. 2 und Nr. 11.

Als Schüßler Salz gibt es die Nr. 6, die den Eiweißstoffwechsel unterstützt. Aber auch den Zuckerstoffwechsel. Für den Kohlenhydrat-/Zuckerstoffwechsel auch Nr. 27 und Nr. 4.

Günstig für den Eiweißstoffwechsel: Nr. 2, Nr. 4, Nr. 6, Nr. 8, Nr. 17, Nr. 21, Nr. 23, Nr. 27. 

Besonders geeignet für die Ausscheidung beim Eiweißstoffwechsel anfallender Abfallprodukte: Nr. 10 (Natrium Sulfuricum) und Nr. 16 (Lithium Chloratum). Nr. 6 (Kalium Sulfuricum) ist ein wichtiges Salz für die Entgiftungsarbeit der Leber. Kalium Sulfuricum hilft dabei, Ammoniak, welches beim Eiweißstoffwechsel entsteht, abzubauen und auszuscheiden .

Für den Fettstoffwechsel besonders Nr. 9, aber auch Nr. 10 (wirkt vor allem über die Leber), Nr. 27 (reguliert auch Cholesterinspiegel), und allgemein auch Nr. 5.
Nr. 9 kann erleichtern von der "Schwere" bei schweren Speisen.

Säure/Basen Haushalt: Nr. 8, aber auch Nr. 9 via Abbau von Säuren.

Für den Stoffwechsel insgesamt: Nr. 9 (Natrium Phosphoricum), anregend Nr. 4 (Kalium chloratum) und ebenso anregend via vegetative Steuerung Nr. 5 (Kalium phosphoricum). Regulierend Nr. 8 (Natrium Chloratum), anregend/aktivierend Nr. 22 (Calcium Carbonicum) und Stoffwechselprobleme regulierend und ebenso Stoffwechselschlacken ausscheidend Nr. 12 (Calcium Sulfuricum).

In Bezug zur Lymphe stehen verschiedene Salze: vor allem Nr 4, Nr 8, stark auch Nr 12, Nr 8, auch Nr 15 und besonders Nr 22. Falls es ums Entschlacken und Entgiften der Lymphe geht, auch Nr 10.
Mir selbst in Bezug zu geschwollenen Lymphknoten geholfen hat Nr.15 ein wenig, Nr. 8 grundsätzlich (aber nicht im Kern), aber mehr noch Nr. 24 Arsenum Jodatum (hilft sehr gut einem entgleisten Stoffwechsel auf die Beine), und ganz besonders Barium Jodatum (das es allerdings nur als homöopathisches Mittel gibt).

Bei der Auswahl der Salze könnte man denken...: man bräuchte ja eigentlich alle Schüßler Salze?
Tatsächlich ist dagegen meiner Erfahrung nach nichts einzuwenden, da man nicht alle Salze an einem Tag verwenden braucht, und sie verschieden kombinieren kann. Überhaupt verwendet man nur D6 oder D12 Potenzen, was anders als wie D30 oder C-Potenzen den Energiekörper nicht so leicht belasten kann bei evtl. Überdosierung. Es ist kaum möglich, mit D12 Potenzen für eine Überdosierung zu sorgen, mit C-Potenzen ist das allerdings im Vergleich sehr viel leichter möglich.

Die Salze, die am ehesten passen, und am stärksten wirken, decken meist auch ein grosses Spektrum an Übereinstimmung mit den bekannten Beschreibungen (Merkmale) ab. Man muss allerdings nicht alle Salze einsetzen, obwohl sie alle zu helfen scheinen. Tatsächlich ist es so, dass sie an verschiedenen Stellen ansetzen und die Lücken, die nicht mit Salzen abgedeckt werden, werden wie durch eine Sogwirkung aber ebenfalls günstig beeinflusst.

Meist ist es so, dass man anfangs nicht genau weiss, welches Salz entscheidender ist als ein anderes. Es muss sich herauskristallisieren und allein die Merkmale zu vergleichen kann nicht immer richtig sein, die Beschwerdekataloge geben meist entscheidenden Aufschluß und es zeigt sich in jedem Fall, dass mit den entsprechenden Salzen in jedem Fall eine Stärkung einher geht.
Manches Schüßler Salz setzt einfach nur unterschiedlich an, und es gibt für ein und dasselbe Problem drei oder noch mehr verschiedene Salze. Für die individuelle Situation wechseln sich während der Selbstmedkation meist mehrere zeitliche Phasen ab, und es trifft meist ein oder zwei Salze ganz präzise die eigene Situation und den Bedarf. 
Dann gibt es eine Phase, wo eines der Salze  eine andere Gewichtung benötigt. Das kann auch innerhalb eines Tages geschehen, und man hat an einem Nachmittag ein besonderes Bedürfnis nach einem Salz, das man sonst nicht die ganze Zeit über einnimmt.
Die meisten anderen Salze, die man noch braucht , braucht man nur 1-3 Mal täglich zu nehmen. Je nach Bedarf jeweils 1-3 Pastillen. Bei einer Potenz von D12 wohlgemerkt.

Schwerwiegende Salze, die das breiteste Spektrum der Entsprechungen deutlich machen können, können durchgängig oder zeitweise einen höheren Bedarf bedeuten, durchaus bis zu zehn und mehr täglich wenn es sich um D6 handelt. Zum Beispiel benötigte ich an einem Tag von Nummer 8 Natrium Chloratum sehr viele. Da begriff ich erst, wie wichtig es ist, mehrere zu nehmen, wenn es denn einen Bedarf gibt. Schliesslich nahm ich eine höhere Potenz, D12, dann D30 und ich benötigte immer noch einige Mittel für diese Zeit, aber sie wirkten endlich vernehmlicher. Die Besserung (ein Gleichgewicht wird geleistet) war beachtlich was sich auch am Maß der Potenz vergleichen liess.

Die Schüßler Salze kosten nicht so viel, dass man hier am falschen Ende sparen bräuchte (Tip: bei einer online-Apotheke kaufen).
Sie halten sich auch länger, als wie auf den Etiketten steht. Und es gibt Situationen, wo sie einen im Gleichgewicht halten, oder bringen - wo man sonst ohne sie viel längere Regenerationszeiten benötigen würde. 

Man kann gewöhnlich 4 oder 5 Salze an einem Tag gemeinsam einnehmen, wenn man zu einer Tageszeit nicht mehr als drei in kürzester Zeit einnimmt. Man sollte es nur nicht zur Regel machen. Das heisst, spätestens nach einigen Wochen einmal erproben, wie alles ohne ein  bestimmtes Salz(e) abläuft.

Es ist sinnvoll, wenigstens ein oder zwei Salze auch über längere Zeit (als Kur) nicht zu unterbrechen , zum Beispiel Nr. 6 und Nr. 10 - oder jene individuell erforderlichen Salze, die man bald entdeckt, wenn man sonstige aber dauerhafte Beschwerden mit ihnen lindern konnte, sie aber noch einen Bedarf bedeuten (evtl. die Potenzierung um ein oder zwei Schritte erhöhen). Oder falls man sein Konstitutionsmittel gefunden hat. Bis D12  kann man wie gesagt nicht viel verkehrt machen in der Menge, und man kann das Konstitutionsmittel als D6 oder D12 bis zu zwanzig Mal (wenn es sein muss) am Tag einnehmen, falls es gleichzeitig ein schwerwiegendes Problem (Beschwerdenbild) gibt mit diesem Salz. Wenn keine Beschwerde mit dem Konstitutionsalz einher geht, dann benötigt man meist nur 3-5 (je nach Situation und so weiter).

Nummer 10 ist während jeder Entschlackungskur sehr sinnvoll. 
Nr. 6 während gezielten Entgiftungen und/oder bei stärkerer Übersäuerung.
Nr. 6 arbeitet stark im Inneren der Zellen,  bindet Sauerstoff und verbessert die Sauerstoffverwertung der Zellen. 
Nr. 6 wirkt auch in  der Leber.

Ausleiten (aus den Zellen mit Nr. 6) ist nicht ausscheiden (aus dem Körper mit 10). Das heisst, die ausgeleiteten, mit Nr. 6 aus der Zelle gelösten Stoffe müssen ausgeschieden werden können, sonst werden sie wiederum eingelagert oder machen sich als Fastenkrise bemerkbar. Ein gutes Mittel zur Entschlackung und Unterstützung der Leberfunktion ist ganz besonders Kalium Sulfuricum (Nr. 6), es bindet auch Sauerstoff an die Zellen und fördert die Entgiftung der einzelnen Zellen. 

Um den Stoffwechsel in Ordnung zu bringen, sollte man den Stoffwechsel in seinen Vorgängen mit Nr. 6 auch von Problemstoffen auf Zellenebene entgiften. Evtl. gibt es ein weiteres erforderliches Salz: das können sehr viele sein:
Nr. 6 wirkt vor allem auf zellulärer Ebene. Und es kann helfen, einzelnen Stoffwechselschritten auf zellulärer Ebene Sauerstoff bereit zu stellen und Abfallprodukte aus den Zellen zum Abtransport bereit zu stellen. Der Nährstrom (unterstützt durch Nr. 8) transportiert diese Abfälle weg, und Nr. 10 scheidet sie mit Hilfe der Entgiftungsorgane und Ausscheidungsorgane aus.

So kann Nr. 6 gut in Kombination mit Nr. 10 benutzt werden. Beide wirken sich übrigens auch günstig auf die Leber aus und können als "Lebermittel" gelten.
Zum Ausscheiden der Stoffe und zur Entwässerung ist Natrium Sulfuricum (Nr. 10) wichtig.

Der Flüssigkeitshaushalt und damit der allgemeine Transport ist von Nummer 8 Natrium Chloratum entsprochen. Alles, was gelöst werden soll, sollte Wasser zur Verfügung haben: Als Lösungsmittel, Reinigungsmittel, und Transportmittel vor allem.
Mit Nummer 8 Kalium Chloratum werden die Wasserverhältnisse reguliert.

Ansonsten kann es individuelle Dispositionen oder Situationen geben, wo ein bestimmtes Salz während des Fastens besonders wichtig oder nützlich werden kann. Insofern kann man auch die verschiedenen Salze quasi als Set kaufen, und testet dann praktisch, auf welches man am besten anspricht und nimmt von diesen dann entsprechend mehr. Eine Dosierung von 1-2 pro Salz kann genügen, wenn man sehr ausgeglichen ist und die Tage ausgeglichen gestaltet. Ansonsten braucht man je nach Belastung mehr (die üblichen Empfehlungen bei entsprechenden Angaben in Büchern oder auf Webseiten).

Weitere Beschreibungen zu Nr. 4, 5, 6, 9 und 10 auch unter dem Absatz Fastenkrise.

Nr. 4 Kalium chloratum wird oft als Mittel erwähnt, das chemische Gifte bindet. Es  steht in enger Beziehung zu den Drüsen und Schleimhäuten. Nr. 4 wirkt stark auf Ebene der Lymphen.
Es steht in Verbindung mit der Bildung und dem Abbau von Faserstoffen im Körper. Es unterstützt indirekt die Fliessfähigkeit des Blutes, indem es den Faserstoffanteil im Blut reguliert. Es dient weiterhin der Entgiftung und Absonderung und regt die Nierentätigkeit an. Es fördert ebenso die Ausscheidung von Stoffwechselrückständen aus dem Bindegewebe, und hat einen günstigen Effekt auf die Lymphgefäße und Lymphdrüsen. Ausserdem steht Kalium Chloratum auch in Verbindung mit dem Eiweiß- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel.  

Nr. 5 wirkt auf das vegetative Nervensystem (auch autonomes Nervensystem genannt), und kann so den Stress vermeiden helfen und die Entspannungsfähigkeit fördern. Es ist auch sozusagen ein Stoffwechsel-Aktivator, wenn man sich müde fühlt. Abends eingenommen kann es deshalb leicht den Schlaf kosten.
Darüberhinaus steuert das vegetative Nervensystem auch die Organleistungen während des Stoffwechsels und folglich während der angestrebten Entgiftung. Nr. 5 dient auch der Energieversorgung der Zellen. 
Nr. 5 Kalium phoshoricum wird zur Begleitung des Fastens genannt, welches Blut und Bindegewebe von Stoffwechselendprodukten befreien kann.

Alles, was bei den Schüßler Salzen mit Schwefel (-Sulfuricum) zu tun hat, leitet prinzipiell Giftstoffe oder unbrauchbare Endprodukte aus.
Um eine Entschlackungskur durchzuführen, kann es also auch lohnen, einfach alle x-Sulfuricum Salze zu nehmen. Das wären: Nr. 6 Kalium sulfuricum.
Nr. 10 Natrium sulfuricum, das auch hilfreich beim Abbau von Alkohol und auch Zucker ist.
Und schliesslich gibt es unter den Hauptsalzen noch Nr. 12 Calcium Sulfuricum.

Für denselben grundsätzlichen ausleitenden Effekt kommen auch die Ergänzungssalze in Frage die in irgendeiner Weise mit Schwefel gebunden sind, zum Beispiel Kalzium Sulfuratum Nr. 18, weiterhin Nr. 17 Manganum sulfuricum und Nr. 20 Kalium aluminium sulfuricum. Wobei jedes dieser Betriebsmittel an verschiedener Stelle wirkt oder ansetzt.
So regt Nr. 10 besonders die Gallensaftproduktion an und unterstützt auch auf anderen Ebenen die gesamte Ausleitungsarbeit des übrigen Organismus. 
Auch Sulfur als homöopathisches Mittel kommt in Frage, nur liegt es bei Sulfur als ungebundender Stoff vor, und es wirkt auf ganzer Ebene, 
kennt keine Grenzen. Daher ist es sehr effektiv. Und es kann auch verdeckte Beschwerden, deren Keim aber überlagert wurde oder nicht abgearbeitet wurden, wieder hervorholen. Weswegen ich bei Sulfur eine D12 und C30 durchaus parallel zulegen würde, aber C30 nur anwenden würde, sobald D12 keine Symptome der Verschlimmerung (mehr) zeigt oder wie noch nicht alte Beschwerden vorüber gegangen sind. Bei C30 ist die Entgiftung aber sehr stark und es ist nicht gesagt, ob diese Stoffe auch alle ausgeschieden werden können, die dabei in den Stoffwechsel gelangen (d.h. sie könnten wieder in die Zellen wandern). Man mag vielleicht den Gedanken annehmen, Sulfur mit Chlorella und Koriander zu kombinieren, dabei aber die Potenz und Dosierung von Sulfur vorsichtig vorzunehmen (eine einmalige C30 Potenz wirkt schon äusserst stark!).

Bei Übersäuerung ist allgemein Natrium Phosphoricum (Nr. 9) angezeigt, das überschüssige Säuren bindet. Übersäuerung verursacht meist Übermüdung, Reizbarkeit oder Mattigkeit. Man verliert sich selbst. Besonders bei der Fastenkrise werden Stoffe zum Transport bereit, die während des Fastens aus den Zellen herausgelöst werden. Aber Natrium Phoshoricum Nr. 9 hält auch die Harnsäure in Lösung. Mit der Nr. 9 kann sehr gut Nr. 10 kombiniert werden, denn Nr. 10 hilft die Harnsäure auszuscheiden.
Nr. 10 Natrium Sulfuricum hilft auch überschüssiges Wasser zu binden, was eine Rolle beim Abtransport der Schlacken spielt.

Nr. 8 (Natrium Chloratum) stellt im ausserzellulären Raum den Zellen Wasser zur Verfügung, und macht so die Gifte abtransportierbar. Nr. 8 reguliert den Flüssigkeitshaushalt (wichtig bei Kaffeevieltrinkern), kann einen entgleisten Stoffwechsel regulieren helfen und hilft beim Entwässern (entwässernde Tees).
Anders wirkt Natrium Sulfuricum (Nr. 10) direkt auf die Ausscheidung von  Schlackenstoffen, die sich im Körper befinden.
Auf diese Weise fördert Nr. 10 nachhaltig, dass die Schlackenstoffe sich nicht wieder woanders ablagern, weil nur ein Teil ausgeschieden wird. So können Nr. 9, sowie Nr. 10 zusammen mit Nummer 6 helfen, die evtl. Fastenkrise zu lindern oder zu überwinden.

Die Nr. 8 Natrium Chloratum ist ebenso ausleitend und entgiftend, dient vor allem dem Wasserhaushalt und sorgt für einen sogenannten Nährstrom, mit dem auch Stoffwechselendprodukte abtransportiert werden können. Ausserdem regt es die Enzymaktivität an, die beim Abbau von Stoffen durchaus noch eine Rolle spielen kann. 
Wenn man während des Fastens zum Frösteln neigt, empfiehlt sich dieses Salz. Es steht in enger Beziehung zu allen Schleimen und Schleimhäuten, und wenn man einen trockenen Mund während des Fastens bekommt, ist Nr. 8 angezeigt. Auch die Schleimhäute haben ähnlich wie die Haut eine Entgiftungsfunktion, und auch der Darm besteht aus Schleimhäuten. In meinem eigenen Fall half mir Nummer 8 bei einem durch extensiven Kaffeekonsum entgleisten Stoffwechsel  hinweg. Ich musste nur sehr viel von den Pastillen nehmen. Später liess ich den Kaffee ganz weg und nahm eine höhere Potenz. Und die Beschwerden verloren sich mit Hinzunahme anderer Salze (die zB besonders auf das Lymphsystem wirkten).

Die Enzymaktivität wird übrigens durch Nummer 7 angeregt. Nr. 7 wird infolge des basenbildenen Mineralstoffs Magnesiums auch in Bezug zur Übersäuerung gelegentlich erwähnt.

Man kann am besten sich die verschiedenen Merkmale und Wirkungen der Salze online auf verschiedenen Seiten im Internet anschauen (siehe dazu mein Linkverzeichnis unter der Rubrik Gesundheit), und sich dann anhand der eigenen Disposition (auch Antlitzanalyse) die stimmigen Salze auswählen, und diese erproben. Dabei werden NIEMALS alle Beschreibungen eines Salzes auf einen zutreffend sein. Es ist wie bei der Auswahl von Bachblüten: Man suche sich die Mittel, die die meisten Entsprechungen oder am Deutlichsten den Kern des momentanen Problems, Habitus oder Antlitz usw. abdecken und kombiniere sie einfach. Man sollte nicht das eine Salz (bzw. Bachblüte) suchen, sondern die, die am meisten hergeben in Bezug zu eigenen Merkmalen. So genau kann man es da nie nehmen - doch zeigt sich die Erfahrung, dass eine Wahl aufgrund der Merkmale und natürlich in erster Linie aufgrund der Beschwerden zu mehreren Salzen führt, die gleichermaßen wirken. Allein nach dieser Art könnte man aber auch ein Salz ausser Acht lassen, das einem irgendwie entgeht, und vielleicht das Wichtigste sogar ist. Bei Bbachblüten sollte man sich auf unter 10 beschränken (und übrigens nicht mit Kommunikationsblüten beginnen; nach D. Krämer); bei den Schüßler Salzen gibt es nur 12 Mittel, und die Ergänzungssalze freilich noch. Aber die Blüten wirken ungleich kräftiger als eine D6 oder D12 Potenz bei den Schüßler Salzen.
Zwar kam ich durch das Vergleichen der Merkmale und Antlitzanalyse gleich beim ersten "Einkauf" von Schüßler Salzen auf die wichtigsten für mich - ich musste allerdings einige Salze nachkaufen, da ich zunächst dachte, ein bestimmtes Salz sei nicht so wichtig (es handelt sich um Nr. 4 und 6). Nummer 8 war zunächst nicht eingeplant, aber ich besorgte von Nr. 1-11 alle Salze. So entdeckte ich dann Nr. 8 und bestellte nach, später auch in höherer Potenz (D30, nachdem D12 nicht viel wirkungsvoller als D6 war).

Dabei ist es ein Unterschied, ob man die schwerwiegenden Symptome in den Fokus fasst, oder aber die Konstitution, was so etwas wie eine unveränderliche Größe darstellt (analog eines Radix). Die Konstitution spricht das Wesensbild eines Menschen an, was er in seiner tiefsten Struktur wesensmässig darstellt und verkörpert. So ist mein eigenes Konstitutionsmittel Nr. 9,  momentan hilfreich gewesen sind bei meiner Übersäuerung vor allem Nr. 4 und 6, sowie Nr. 15 und 21. Später wurde Nr. 8 wichtig als primäres Salz.

Nr. 3 Ferrum Phosphoricum wird empfohlen zur Unterstützung des Sauerstofftransportes im Blut, es dient so auch der Leberfunktion. Ausserdem dient es als Phosphat allen Um-, Ab- oder Aufbauprozessen im Stoffwechsel. 

Nummer 3 wird genannt bei der "Auseinandersetzung des Körpers mit fremden Stoffen". Die Nr. 3. belebt auch ein wenig, was also auch aus diesem Grund während manchen Momenten des Fastens ein willkommenes "Erfrischungsmittel" sein kann.

Nummer 5 ist gut als ein Notfallmittel bei körperlicher Schwäche (stoffwechselbedingt), bei Schmerzen (zB Muskeln) gilt die Nummer 7 als Notfallmittel (die Nr. 7 als sogenannte "heisse sieben": 5 und mehr Pastillen in heissen Wasser auflösen und trinken).

Erfahrungsbericht:

Bei mir selbst half Nr. 6 gegen Muskelschwäche bzw. -steifheit oder es war eine Art Kater,  als ich in meinem Zustand der enormen länger andauernden Übersäuerung einmal zuviel Zucker gegessen hatte.

Wegen dem Zucker griff ich zunächst nach Nr. 9, das laut der Fachlektüre dafür angezeigt gewesen, wegen dem Schlagwort "Zuckerabbau".

Ich nahm dann auch Nr. 6 später. Bei mir wirkte Nr. 6 in dieser Zeit erst wirklich deutlich.

Nr. 6 hilft der Leber, und Nr. 6 unterstützt auch die Produktion von Insulin, und ermöglicht den Transport von verstoffwechselten Zucker (Glykogen) in die Zellen und vermeidet so erhöhte Insulinwerte im Blut. Das Insulin spielt in dieser Hinsicht mit den Muskeln und körperlicher Schwäche eine bedeutende Rolle: das Insulin wird ja ausgeschüttet, wenn Zucker im Blut ist. Das Insulin hat eine Vermittlerrolle.
Es sorgt dafür, dass der Zucker (=die Glukose) an seinen Zielort (=die Zelle) gelangt, wo aus dem Zucker Energie gewonnen wird (für die Zelle und ihren Stoffwechsel).

Nr. 6 hilft dem Insulin, durch die von Eiweißschlacken verklebten Zell- und Gefäßwände zu gelangen um den Stoffwechsel der einzelnen Zellen zu ermöglichen, und so das Zucker aus dem Blut zu bekommen .

Bleibt der Zucker im Blut, wird der Körper (die Bauchspeicheldrüse) vermehrt Insulin ausschütten.

Zuviel Zucker im Blut hat schädliche Wirkungen.  

Nr. 6 hält auch den Sauerstoff in der Zelle und es kann sein, dass auch dadurch eben die verkrampfte Muskulatur und Muskelschwäche verhindert wird. Es ist bekannt, dass die Muskulatur auch in Ruhezustand (Ent-Spannung) Energie und Sauerstoff benötigt.

Später wurde Nr. 8 wichtig. Es half dem Stoffwechsel auf die Beine und gegen die Müdigkeit besser gesagt: Schwäche durch Übersäuerung.

Jedenfalls: Es scheint, als hinge der funktionierende Stoffwechsel und die gesamten Körperfunktionen von einigen Bedingungen ab, mit denen dann letztlich in den Muskeln eine Reaktion oder Zustand eintreten kann wie bei mir (eine Art Muskelkater), wenn eine dieser Bedingungen nicht erfüllt ist. 

Für einen anderen könnte aber auch zum Beispiel das Schüßler Salz 3 oder Nummer 7 das richtige Salz sein, um seine Muskelprobleme zu behandeln.

Insgesamt würde ich bei bestimmten Beschwerden - die während des Fastens auftreten können - einfach verschiedene Salze ins Kalkül ziehen oder ausprobieren, um herauszufinden welches für den eigenen individuellen Fall am ehesten hilft.

Christina Schäfer erwähnt in ihrem Buch "Die Schüßler Salze im Praxisalltag" (Verlag: Monarda Publishing House) für die Entschlackung und Entgiftung: Nr 4.
Es bindet wie Nr. 9 und 10 chemische Gifte und besonders Impfgifte.
Sie empfiehlt weiterhin Nr. 6 (vor allem Umweltgifte wie Schadstoffe oder Quecksilber) und Nr. 9 und 10 (beide für Stoffwechselgifte).

Die Nr. 6, Nr. 9 und Nr. 10 sollte meines Empfindens nach besonderes Gewicht erhalten. Gerade Nr. 6 hilft der Leber ganz besonders und leitet Gifte und Umweltgifte aus den Zellen aus. Nummer 6 wird übrigens von Christina Schäfer als einziges Salz zur Fastenbegleitung erwähnt! Was sich mit meinen eigenen Erfahrungen deckt, da ich bei einem Fasten auf dieses ganz besonders zurückgreifen würde.

Nr. 6 stärkt die Leber und begünstigt die einzelnen Entgiftungsprozesse und -schritte der Leber.
Die Nr. 10 begünstigt neben der Leber und Galle auch die Ausscheidungsfunktion der Niere, sowie des Darms.

Je nach individueller Disposition kann entweder die Leber verstärkte Fürsorge benötigen, oder aber die Niere. Meist aber bedarf die Leber immer einer besonderen Fürsorge.

Astrologie und Gesundheit:
Man könnte auch versuchen, diese individuelle Disposition anhand des eigenen Radix herauszufinden. Eine Schützebetonung steht nicht nur für die Hüfte oder Oberschenkel, sondern auch für die Leber, und die ist dann meist überbeansprucht. Genauso verhält es sich bei Waagegeborenen bei der Niere und Blase. Mehr zu den Tierkreiszeichen und Gesundheit in meiner Linkliste unter Mondwissen.

Man kann diese oder andere Salze kombinieren, das heisst während des Fastens gleichzeitig einnehmen.
Meiner Erfahrung nach dürften 3-4 Pastillen eines Salzes täglich genügen. Während man jeweils drei Salze zu einer Zeit kombinieren kann. 

Da man während des Fastens dem Körper keine zu verarbeitenden (bzw. störenden) "Informationen" zumutet, und er sich quasi ganz auf diese feinstofflichen Einflüsse konzentrieren kann, werden die Schüßler Salze auch intensiver wirken bzw. es reichen weniger Pastillen. Es kann aber Momente geben (auf den Körper, Zustand achten), wo es angebracht ist in kürzerer Zeit mehrere Pastillen zu nehmen. Die Schüßler Salze bewähren sich.
Entweder man nimmt eine längere Zeit eine geringe Anzahl, oder bei Gegebenheit mehrere. Es richtet sich nach dem Zustand.
Wichtig ist: Schüßler Salze wirken nicht negativ, wenn es keine Beschwerden gibt (in der Homöopathie: Da sollte ein Mittel gemommen werden und abgewartet werden, und niemals in die Besserungszeit dasselbe Mittel genommen werden). Deswegen kann man hier nicht überdosieren. Allenfalls kann zB Nr. 5 abends das Einschlafen etwas erschweren (manchmal wirkt so auch   Nr. 7, obwohl teilweise angegeben wird, dass es generell das Einschlafen fördert - ich denke, es kommt auf die persönliche Konstitution an, wie Nr. 7 in dieser Hinsicht wirkt).

Befindet man sich in einem ausserordentlich übersäuerten Zustand kann man zB von Nummer 9, 10 oder 6 usw. mehr Pastillen am Tag nehmen. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden.
Stellen sich stärkere Beschwerden aufgrund der Fastenkrise ein, kann man die Menge der Salze entsprechend erhöhen, wenn sie dadurch sich lindern lassen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei bestimmten Problemen ein richtiger Sog entstand, der ein bestimmtes Salz erforderlich machte und damit viele Pastillen (so wie manchmal angegeben in Dosierungsvorschriften). Später gab es dann ein anderes Salz, das weniger wichtig wurde.

Manchmal reicht D6 auch gar nicht aus. Sehr oft sogar ist das der Fall, dass D6 nicht viel ausrichtet, nur kurzfristig (es sei denn man hilft enorm mit , durch eine gesunde Lebensweise) . Ich denke, man kann viel bessere Chancen auf Heilung erhalten, wenn man generell D12 für alle Schüßler Salze wählt. Von D12 aber tendenziell die Menge der Pastillen etwas reduzieren im Vergleich mit D6.

Die geringe Menge an Milchzucker, die in den Pastillen enthalten ist, wird hier nicht viel ausmachen. Es heisst, dass Milchzucker eine positive Wirkung auf die Darmflora hat. Die wenigen Schüßler Pastillen wirken sich nicht darauf aus, dass der Verdauungstrakt wieder Nahrung erhält. Es bedarf dazu einer gewissen Schwelle an Nahrungsbrei.

Auch die Ergänzungssalze 13-27 kommen in Frage zur Unterstützung der Entgiftung. Vor allem Zinkum Chloratum Nr.21 ist zu nennen (Schwermetalle), ebenso wie Calcium sulfuratum Nr. 18 und Kalium aluminium sulfuricum Nr. 20.
Die Nr. 19, Cuprum Arsenicum, wird allgemein als Lebermittel bzw. -heilmittel beschrieben.
Der Leber hilft auch Selenium Nr. 26 und damit hilft es bei der allgemeinen Entgiftung. 

Ein Artikel zum Fasten/Entschlacken mit den Schüßler-Salzen: 
http://www.naturheilpraxis-am-wald.de/schuessler-salze-heilfasten.html

Weiteres zur Unterstützung des Entschlackens durch die Schüßler-Salze:
http://www.naturheilmagazin.de.../schuessler-salze.html

Mehr zu den Schüßler Salzen auf meiner zusätzlichen Link-Seite zum Thema Gesundheit. Zum Beispiel auf http://schuessler-salze-liste.de/kuren/fruehjahrs-kur.htm findet man einige Salze, die zu einer Frühjahrskur empfohlen werden.
Auch hier zur Entschlackung einige Salze: http://www.schuessler-salze-verzeichnis.de/../Entschlackungskur.htm.

Preisvergleich Onlineapotheken (keine Kaufempfehlung meinerseits!):

http://www.medikamente-preiswert-bestellen.de/
http://www.medizinfuchs.de/
http://www.medipreis.de/preisvergleich/apotheke-preisvergleich

Entschlackende und entwässernde Tees

Entschlackung ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit Fasten! Doch kann man die entschlackenden Mittel - zum Beispiel Tees - auch während des Fastens anwenden, sofern sie nicht mit Nahrungsmittelaufnahme verbunden sind. Die Wirkung der entwässernden Tees besteht darin, dass die Niere eine erhöhte Harnmenge produziert. Das führt dazu, dass zum  auszuscheiden bereit stehende Stoffe in grösserer Menge ausgeschieden werden. Damit entsteht auch ein Wasserverlust, und das neu getrunkene Wasser sorgt für die Möglichkeit, dass wiederum neue Schlacken gelöst werden können, die dann über die Leber und Niere ausgeschieden werden.
Wenn man entgiftende Präparate wie Kurkuma, Algen, Wacholderbeeren oder Koriander während einer Entschlackungskur verwendet, sollte man auch einen entwässernden Tee trinken, damit diese Stoffe ausgeschieden werden. Entwässernd und entschlackend wirken auch: Birkenblätter, Hauhechel, Orthosiphonblätter, Acker-Schachtelhalm, Goldrute (auch Riesengoldrute). 

Man kann - mit oder auch ohne zu fasten - für eine begrenzte Zeit 2-5 Mal am Tag Brennesseltee trinken für ein bis zwei Wochen bei abnehmenden Mond. Nach der ersten Woche sollte man jedoch die Menge der entwässernden Tees am Tag reduzieren (auf 1-2).

Dabei einerseits zwischendurch viel Wasser trinken und auf die Möglichkeit achten, an diesen Tagen ohne Probleme zur Toilette gehen zu können, da der Brennessel-Tee einigermaßen Harndrang mit sich bringt.

Der Brennesseltee durchspült, entwässert die Gewebe und entschlackt. Aufgrund der entwässernden Wirkung sollte man gleichwohl auch mehrere Gläser Wasser trinken (bzw. 2-3 Liter zusätzliches Wasser am Tag). Ansonsten ist die Wirkung des Tees durchaus problematisch, da man sonst leicht austtrocknen kann (Dehydration). Es macht sich dann in einem leichten kontraktiven Ziehen der Glieder und Muskeln bemerkbar.

Allerdings sollte man Brennesseltee nicht zur Daueranwendung machen, da die entwässernde Wirkung über mehr als 3 Wochen auch wieder bedenklich wird, wenn man jeden Tag mehrere Tassen Brennesseltee trinkt. Öfter eine Pause und auch Phasen einschalten, wo man keinen Brennesseltee trinkt. Man kann während der Phasen des abnehmenden Mond wunderbar Brennesseltee trinken und im zunehmenden Mond damit pausieren. Nach spätestens einem halben Jahr sollte man den Brennesseltee oder andere entwässernde Tees vorübergehend für ein paar Monate oder länger absetzen.

Man sollte eigentlich keinen Tee einer Pflanze bzw. Krauts zur Daueranwendung machen, wenn man sich nicht im Klaren über die Wirkung ist. Generell nach zwei bis sechs Monaten zu einem anderen Kraut überwechseln (mit anderen Inhaltstoffen), und die Einnahme  dieser Pflanze über einige Zeit des Jahres pausieren lassen. Das gilt auch für den Kombucha Tee.
Und überhaupt sollte man prüfen, wie lange man von einer Sache etwas nehmen will. Es kann natürlich wichtig sein, nicht zu früh aufzuhören, was einen wichtigen Prozess unterbrechen könnte. 

Natürlich ist jeder Tee und Nahrungsmittel anders, und kommt es auch auf die individuelle Disposition an - und manche Tees könnte man länger trinken, und andere weniger lang. 

Wer über ein einigermaßen ausgeprägtes Körpergefühl oder Sensitivität verfügt, dem sagt der Körper auch, ob und wann es Zeit ist, mit einem Tee aufzuhören oder das Trinken eines Tees zu beginnen.
Dasselbe gilt für Nahrungsmittel, die der Entschlackung oder Entgiftung dienen.
In Zweifelsfällen einfach Informationen diesbezüglich suchen. 

Wacholderbeeren werden zum Beispiel in Bezug zur Niere auf lange Sicht als bedenklich eingeschätzt. Ich denke, dass viele kräftige Pflanzen einfach nur über eine bestimmte Zeit verwendet werden sollten. Eine Faustregel: Bis zur Wiederholung einer zweiwöchigen  Kur sollten zwei Wochen Pause dazwischen liegen.
Wie oft man die Kur wiederholt, ist auch eine Frage des Wirkstoffs bzw. der Pflanze.

Ich merke an mir selbst, dass ich nicht jeden Tag "Lust" auf ein bestimmtes Nahrungsmittel habe -  wenn ich dann intuitiv prüfe, woran das liegt, komme ich immer auf ein Gefühl des Körpers, das mir in etwa sagt: Das ist im Moment zuviel. Eine Schwelle ist erreicht.

Der Stoff wirkt auch noch. Vielleicht ernährt man sich auch sonst sehr gesund. Die Nahrungsmittel kombinieren ihre Wirkung und bewahren einander wohltuende Wirkung auf Stoffwechsel und Organe. 
Daraus könnte man die Einsicht gewinnen, dass man gar nicht   Mengen eines bestimmten Krautes oder einer Pflanze trinken bzw. essen braucht, sondern es für die Dauer von einer oder zwei Wochen einmal täglich genügt, und späterhin man nur noch jeden zweiten Tag diese Pflanze trinkt, um sich der angenehmenen Wirkung zu erfreuen. Doch sollte man nach ein paar Monaten auch mal jeden Kräutertee für eine längere Zeit absetzen.

Ich bin der Ansicht, dass es für den individuellen Konstitutionstypen jeweils einen ganz besonders geeigneten Tee gibt, den man wohl nur durch ein gutes Körpergespür und/oder genaue Beobachtung herausfinden kann. Eine einfache Lust auf einen bestimmten Tee kann diese besondere Eignung des Tees auf die individuelle Situation ebenso zuverlässig anzeigen.

Guter Schlaf

Ausreichend und guter Schlaf ist wichtig, da die Schlacken besonders im Schlaf abgebaut werden, wenn das übrige Nervensystem, welches für die Bewältigung des Alltages gebraucht wird, abgeschaltet ist! Denn damit, dass Schlacken abgebaut werden, wird ein wichtiger Teil des Säureüberschusses weggenommen und der Organismus in seinem Basenverhältnis gestärkt.

Eventuell kann man gegen Schlafprobleme oder Einschlafschwierigkeiten abends Baldriantee trinken. 

Das Schüßler Salz 7 wird oft empfohlen, ist aber nicht immer empfehlenswert und kann auch wach machen, so dass man nicht einschlafen kann. Es fördert entweder die Schlafbereitschaft oder macht wach.

Nummer 5 sollte man generell nicht abends einnehmen wegen einem ähnlichen Effekt.

Ansonsten mag das eine oder andere Schüßler Salz gegen Schlafschwierigkeiten helfen, was herauszufinden allerdings auch an der individuellen Problematik liegt. So gesehen kann evtl. auch Nr. 7 helfen - wenn man allerdings einen gegenteiligen Effekt bei Nr. 7 feststellt, weiss man woran es liegt.

Gegen Frösteln unter der Bettdecke hilft Nr. 8.

Entgiften

Der Begriff Entschlacken bezieht sich vor allem auf Stoffwechselprodukte, die im Körper eingelagert werden und andererseits den Stoffwechsel verlangsamen. Der Begriff Entgiften bezieht sich eigentlich auf Umweltgifte oder toxische Schadstoffe wie die Rückstände aus Pestiziden, Dioxinen, Schwermetallen (Cadmium, Quecksilber, Blei usw.), welche ebenso eingelagert werden, im Fettgewebe aber auch in Zellen und Nervenzellen.

Nun kann es an der Zeit sein, zu versuchen, diese Umweltgifte auzuleiten. Dafür geeignet ist  in erster Linie, dass man den Stoffwechsel beschleunigt und in optimale Funktion bringt, was durch die erste Welle der Entschlackung mit gesunder Ernährung und Kräutertees oder einem Fasten allgemein bereits geschieht. Auch körperlicher Bewegung ist hier sehr wichtig. 

Bei aller Schwermetallausleitung sollte gleichzeitig eine gute Nährstoffversorung vorliegen, inklusive Vitamin C und Zink.

Gerade bei Schwermetalausleitung mittels homoöpathischen Mitteln, die zum Einsatz kommen (Arsenicum Album, Sulfur), muss parallel die Leber gestärkt werden, die diese Gifte auszuscheiden hat. Man sollte bereits vorher eine leberstärkende Kur unter der Basis einer gesunden nicht belastenden Ernährung hinter sich haben. Andere zu diesem Sachverhalt: dass homöopathische Mittel wie Sulfur die Gifte nicht unbedingt ausleiten, und sie nur in die Zellen verschoben werden. Empfehlenswert wäre wohl deshalb eine Kombination von Sulfur mit Chlorella Algen und evtl. Koriander. Ob dann aber Sulfur eine zu starke Entgiftung anregt ist anzunehmen. Auf jeden Fall muss beim Einsatz von Sulfur auf eine gute Stoffwechselfunktion geachtet werden und man sollte evtl. lieber niedrige D-Potenzen längere Zeit verwenden, als eine zu hohe C Potenz.

Bei der Ausleitung mittels der Triade Chlorella, Bärlauch und Koriander ist es wichtig, zuerst immer mit Chlorella und Bärlauch anzufangen, und frühestens nach 2 oder 3 Monaten  Koriander hinzuzunehmen. Chlorella befreit die Bindegwebszellen und bindet die Schwermetalle. Aber Koriander allein, ohne dass die Zellen einen genügenden Freiraum erhalten haben, könnte erst recht die typischen Vergiftungssymptome mit sich bringen (Kopfschmerzen, Mattigkeit, Zittern, Kälteempfinden usw.). Koriander befreit vor allem die Nervenzellen des Gehirns.

Bei speziellen Amalgam Ausleitungen oder akuten Problemen mit Umweltgiften sollte man    einem Fachmann, zB Heilpraktiker fragen!!!! 

Nachdem, was ich so gelesen habe, kann man wohl auch sich von den Schwermetallen befreien, ohne die Amalgam Füllungen entfernen zu lassen. Allerdings gilt das nicht, wenn man bereits starke Vergiftungserscheinungen infolge der Amalgamfüllungen hat und diese Symptome mit dem Amalgam in Verbindung bringt. Die meisten Ärzte machen uns was vor, und bewerten eine klischeehafte Zahlenkolonne mit Laborbefunden, behaupten dann alles, woran wir leiden, das wäre psychischer Art. Das ist leider sehr unbefriedigend, genauso wie der Skandal, dass die Krankenkassen uns diesen Mist eingebrockt haben und nach wie vor nicht zu ihrer Verantwortung stehen (und Amalgam Entfernungen sowie Ersatz bezahlen!). "Wissenschaftlich nicht bewiesen", das ist allerdings eine Willensfrage: Man muss nur eine richtige Studie durchführen, bei der man die Quecksilberbelastung mit der Zahl der Amalgamfüllungen in einen Zusammenhang bringt UND berücksichtigen, dass nicht jeder Mensch gleich empfindlich auf Queckssilber ist und  jeder Körper auch verschieden damit umgeht (jeder Mensch ist verschieden verschlackt und je nach Verschlackunggrad, kann auch mehr vom Quecksilber "unmessbar und unbeobachtbar" eingelagert werden).

D 6-D 12 Potenzen sollen   ausreichen, für eine Entgiftungskur . Zu grosse Potenzen  (höher als diese) birgen die Gefahr in sich, dass die Leber die immens gelösten (mobilisierten) Gifte nicht ausscheiden kann, und sie woanders im Körper wieder abgespeichert werden. Durch die immense Wucht der Gifte, die bei der Wahl hoher Potenzen gelöst werden und sich auf einmal im Stoffwechsel  befinden, wird der Körper gezwungen, die Gifte auch in solche Organe und Gewebe zu speichern, wo die Gifte vorher sich nicht befanden. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge Giftstoffe zu einer gegebenen Zeit ausscheiden. Es heisst, eine C30 Potenz könne einmal gegeben werden. Ich denke, man wird sich das genau überlegen müssen. Für eine risikolose und allgemeine Entgiftungsunterstützung tendiere ich stets zu D12, und eine D30 könnte vielleicht sporadisch eingenommen werden. Eine D6 habe ich oft als nicht tiefgreifend genug in Erinnerung (man muss ständig welche nehmen); doch können diese D6 vor allem als  Schutzfunktion helfen bei aktuellen Belastungen. 

Der gewöhnliche Entgiftungsweg zielt auf eine Art gesteigerte oder erweiterte Entschlackung.

Die Schlacken von Eiweissen sind verhältnismässig leicht zu  entsorgen. Ein Teil der Gifte wird durch die Entschlackung der Gewebe und Fettverbrennung aus ihren Bindungen mit Eiweissen und Fetten gelöst.
Andere Gifte haben sich festgesetzt und bedürfen bindungsstarker Stoffe, damit sie aus den Geweben oder Fetten gelöst werden. 

Unter   bindungsfreudigen Stoffen sind neben körpereigenen Stoffen (zB Cystein, Methionin, Glutathion) Mineralien zu nennen. Kalium ganz besonders. Am besten werden Mineralstoffe vom Körper aufgenommen in Form natürlicher Quellen, also vorzugweise Gemüsen.

Aber auch andere Stoffe von Pflanzen besitzen diese Eigenschaft, manche sogar viel stärker als bei Mineralien. So gehören besonders Chlorella Algen dazu, die aber recht kostenintensiv sind. Man könnte jedoch meinen, dass man statt eines guten Weines sich einfach mal Chlorella Algen gönnt.
Weitere Möglichkeiten sind Curcuma.
Bärlauch, Koriander und Wacholderbeeren wurden genannt speziell zur Entgiftung von Metallen. Besonders die Kombination dieser Nahrungsmittel wirkt sich positiv auf das erwünschte Ergebnis aus. Es wurde dazu jedoch angemerkt, dass zunächst mit Chlorella eine Entgiftungskur gemacht werden sollte, bevor man mit Koriander speziell die Gifte aus den Nervenzellen des Gehirns holen möchte.

Nun ist Chlorella nicht ganz billig, aber wenn man Online Apotheken nimmt dürfte man mit dem Einsatz von 50 Euro schon eine gute Kur sich leisten können (immer Preise vergleichen!).
Man kann versuchen eine Kur mittels natürlicher Wirkstoffe zu versuchen, wobei man die Aminosäure Methionin nicht zu lange einnehmen sollte (!), und besser auf die Aminosäure Cystein setzt um sie sich als einzelne Aminosäure zuzuführen. Glutaminsäure und Glycin sind neben Cystein die Bestandteile des körpereigenen Glutathion, dem entgiftende Wirkung nachgesagt werden. Siehe auch weiterführende Links ganz unten auf dieser Seite. Koriander kann man wunderbar selbst anbauen. Bärlauch im Garten oder Extrakte kaufen.

Zum Entgiften von Umweltgiften eignet sich auch Sesamöl. Aber wohl in bescheidenerem Ausmaß.
Man sollte Öle nicht erhitzen, um sie danach innerlich einzunehmen. Sie werden verändert und es entstehen gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren, die gar nicht mehr als gesund gelten. Allerdings wird zum Ölziehen (das Öl wird nicht geschluckt) zuvor erhitztes Sesamöl empfohlen. Als Einnahme muss man sich an die richtige Dosis herantesten. Meiner Erfahrung nach evtl. 1-3 Esslöffel  über den Tag verteilt. Eine Menge von täglich 100ml, wie ich im Netz als Empfehlung lesen konnte, ist offensichtlich eher eine Belastung der Leber, die diese Fette abbauen muss. 

Sesampaste (als Tahini  bekannt und in türkischen Supermärkten erhältlich) ist auch gut für den Darm bzw. die Verdauung. Ausserdem enthält Sesam sehr viel Lecithin, das für die Gesundheit einen enormen Stellenwert hat.
Die an Öl gehaltvolle Sesampaste besteht zu einem grossen Teil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die eine wichtige Rolle einnehmen für den Stoffwechsel der Entgiftung. Ungesättigte Fettsäuren besitzen zudem eine starke Tendenz der Bindung mit Schadstoffen und Schlacken. 
Die Sesampaste besitzt einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren als die Sesamsamen.

Sesam enthält zudem viel Zink, das ebenfalls bei der Entgiftung wichtig ist. Ausserdem besitzt Sesam schwefelhaftige Aminosäuren (zB Metheonin), die für die Leber einerseits und Entgiftung andererseits immer sehr förderlich sind. 

Es heisst, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren binden sich mit den Giftstoffen und würden sie aus dem Fettgewebe des Körpers lösen.

Damit sind auch alle Nahrungsmittel, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, wichtig bzw. nützlich für die Entgiftung. Dazu gehört auch das Leinöl, und gleichermaßen geschrotete Leinsamen (am besten immer frisch schroten kurz in einer Küchenmaschine, oder zur Not in einem Mörser). Leinsamen erfüllen auch eine nützliche Funktion im Darm und helfen der Verdauung. Man sollte mit Leinsamen immer auch auf genügend Wasserzufuhr achten (aufgrund dass Leinsaat im Darm aufquellt und dazu Wasser heranzieht). Die Menge des Leinsaamens sollte man intuitiv erspüren, als Faustregel zweimal täglich je nach Körpergrösse ein bis zwei Esslöffel. Auch Flohsamenschalen (nur die Schalen) erfüllen eine entschlackende und entgiftende Wirkung innerhalb des Darms.

Da auch über die Gallenflüssigkeit Gifte ausgeschieden werden, wurde auch Artischocke genannt, das nämlich die Gallentätigkeit anregt. 

Der Sinn von entwässernden Tees wie Brennesseltee liegt darin, dass die Niere dazu angeregt wird, mehr Harn zu produzieren und damit einen Teil der Schadstoffe, die vorher im Körper gebunden oder aus dem Fettgewebe gelöst wurden, auzuscheiden. Leberstärkende Tees sind jetzt besonders empfehlenswert.
Die Leber befreit sich von ihrem Depot an Schadstoffen und kann nun Signale aussenden, damit weitere Schadstoffe aus den Zellen gelöst werden können und zur Leber gebracht werden.

Überhaupt sollte man die Entgiftung mit mineralstoffreicher Ernährung verbinden und auch an die wichtigen Spurenelemente wie Zink und Selen denken. Denn Mineralien sind ein wichtiger Teil des ganzen Prozesses, und binden an sich als basische Mineralien auch direkt Schlacken aller Art.
Mineralstoffpräparate sind nicht dauerhaft zu empfehlen. Alle isolierten Teile - zB in Form von Brausetabletten - sind prinzipiell zu vernachlässigen, und statt dessen die natürliche Form zu suchen. Ausserdem enthalten die bekannten Brausetabletten reichlich Citronensäure, was eigentlich ein belastender Stoff für den Organismus darstellt (wirkt auf das Säure/Basenverhältnis sauer).

Man sollte in jedem Fall auch mal drei oder vier Tage hintereinanderschalten, in dem man keine starken Ausleitungswirkstoffe einnimmt (Chlorella, Curcuma, Koriander, Cystein etc.), evtl. auch wenig ißt (nur entschlackendes bzw. kaliumreiches Gemüse), um zu sehen, wie man sich dann fühlt und ob evtl. nun vermehrt einige Stauungen sich  lösen und man sich schon freier fühlt. Es kann sein, dass durch die permanente Ausleitung der Gifte der Stoffwechsel mit Schlacken überflutet wird - was man als allgemeines Unwohlsein empfinden könnte, oder einfach ein laues Gefühl, das vorliegt. Man kann auch die Dosis für einige Tage kurzfristig erhöhen,  ebenso die Mittel in der Kombination  einnehmen. Am besten ist es immer, wenn man die Entgiftung nur schwach bemerkt.

Weitere Themen zum Entgiften: Nahrungsmittel dort auch: Enzymtätigkeit (darin auch über Algen), und ganz besonders: Leberstärkung.
Und die Links unten über Entgiften.

Koffein und Kaffee

Es gibt Studien, die immer wieder die positiven Eigenschaften von Koffein und Kaffee betonen, aber es handelt sich bei diesem Studien fast ausnahmslos um solche Studien, in denen die Beobachtungen nur über einen sehr geringen Zeitraum gemacht werden oder unter Vernachlässigung weiterer Aspekte. 

Wichtig ist vor allem, ob man das Kaffeetrinken über einen längeren Zeitraum, ja Jahrzehnten als tägliche Gewohnheit beibehält - und ich bin mir sicher, über einen längeren Zeitraum gemessen würden sich die Studien darin überschlagen, dass Kaffee nicht mehr so gesund ist, wie man es gelegentlich feststellen mag.

In einem langen Zeitraum treten erst die negativen Folgen des regelmässigen Kaffeekonsums auf! Und diese Nachteile überwiegen die positiven Effekte. Zum einen erhöht Kaffeekonsum nach und nach den Säureanteil im Organismus, besonders entsteht ein synergetischer Effekt durch weitere Nahrung, die säurelastig wirkt.
Auch ein negativer Effekt auf den Kalziumhaushalt konnte beobachtet werden (starker Eiweissanteil in der Nahrung in Kombination mit Alkohol und Kaffee entmineralisieren langfristig die Knochen). 

Koffein ist im Grunde ein Nervengift. Zittern ist eine Folge von viel Kaffeetrinken, und mangelnde Konzentrationsfähigkeit  eine andere Folge, da der Geist durch das Nervenbrennen nicht ruhen kann. Wenn man dagegen seltener Kaffee trinkt, mit Abstinenzzeiten, tritt dieses Nervenflimmern nicht so oft auf.

Zusammen mit einem erhöhten Konsum einfacher Zucker (Plätzchen, Süßes usw.) erlebt der Stoffwechsel - auf Ebene des Blutzuckerspiegels - eine wahre Achterbahnfahrt und kann auf lange Sicht nur aus seiner normalen Funktion gebracht werden. In jungen Jahren, bis etwa 30, befinden wir uns mit unserem Körper noch in einem hervorragenden "paradisischen Zustand", das heisst die Reserven sind gefüllt, der Stofwechsel befindet sich noch in einem stabilen Zustand. Deshalb merken wir auch so lange nichts von den möglichen Nebenwirkungen.

Kaffee und Zucker sind die Garantien für einen schlechten Stoffwechsel. Daneben raubt Zucker wichtige Nährstoffe, die selbst beim Blutzuckerstoffwechsel nötig sind. Die  moderne Ernährungsweise mit Kaffe und Kuchen ist sicherlich das Ungesündeste, was man sich antun kann. Schliesslich wird die Übermenge an nicht abbaubaren Koffein in die Zellen eingelagert. Zusammen mit anderen Schlacken wird so wichtiger Speicherplatz für Nährstoffe von den eingelagerten Giftstoffen beschlagnahmt.  Es spielt auch eine geringe Rolle, dass die meisten Kaffeplantagen ihren Kaffee auf offener Straße trocknen, während da die Dreckschleudern vorbeifahren (LKWs ohne Russfilter).

Ausserdem werden durch bestimmte Stoffe in besonderen Nahrungsmitteln auch stets andere Stoffe des Körpers gehemmt, das ist beim Kaffee zum Beispiel bei einigen Enzymen der Fall, die der Resorption von Nährstoffen (zB in der Darmwand) dienen.

Ich bin keineswegs einem gelegentlichen Kaffeekonsum abgeneigt. Doch meine Erfahrung eines langjährigen intensiven täglichen Kaffeekonsums hat mir vor Augen geführt, dass ein Dauerkonsum von Kaffee - auch bei ansonsten gesunder Lebensweise - eine enorme Belastung darstellen muss, und ab einem bestimmten Schwellenwert die Gesundheit und dabei vor allem den Stoffwechsel sehr tief hinab zieht. Und es dann Anstrengungen und einer bewussten Ernährung bedarf, mit viel Liebe zur Leber, zur Niere und den Verdauungsorganen, um diesen Zustand wieder zu verbessern.

Mir ist klar geworden, dass Koffein ein Nervengift und eine Droge bedeutet, eine typisch pharmakologische Substanz ist, die wie bestimmte Kräutertees (in denen ebenfalls Alkaloide enthalten sind) langfristig eingenommen sich negativ auswirken können oder zwangsläfuig auswirken werden. Andererseits können die bitteren Alkaloide kurzfristig günstig auf die Leber einwirken. Bei höherer Dosis schädigen sie diese jedoch meist. Die meisten Alkaloide in den Pflanzen wirken übrigens giftig, und die meisten Giftpflanzen enthalten Alkaloide und es ist eigentlich selten, wenn man ein Kraut mit Alkaloiden findet, das für den Menschen vorübergehend geeignet ist.
Daher sollte Kaffee nur einen äusserst geringen Platz in der Ernährung einnehmen, eben als Genussmittel, das man nur in Maßen geniessen sollte. 

Das bedeutet nach meinem Dafürhalten: weniger Mengen an Koffein an einem Tag, wobei nichts gegen öftere und kleinere Tassen einzuwenden ist (was sich auch als effektiver erweist, da die anregende Wirkung des Koffeins nicht durch höhere Dosen zu steigern ist; sondern nur  wiederholte Einnahmen die anregende Wirkung erhalten). Und es bedeutet, zwischendurch eine totale und wochenlange Abstinenz von jeglichem Koffein. Mit in Gemüsen (als Rohkost verzehrt) enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien kann man die schädliche Wirkung des Koffeins und anderer Bestandteile auf den Stoffwechsel erheblich abfedern.

Grüner Tee und Mate Tee haben noch weitere Bestandteile ausser Koffein, die insgesamt die Wirkung des Koffeins abfedern und ihn langsamer wirken lassen, anstatt schnell und schockartig wie beim Kaffee oder Schwarztee. Der Koffein wird bei diesen Teesorten erst im Darm resorbiert, während der Koffein beim Kaffe bereits mit der Magensäure freigesetzt wird.
Dennoch kann es auch bei diesen Koffeinarten zu Problemen kommen, besonders bei einem bereits belasteten (übersäuerten) Organismus.

Meiner Meinung nach trinken und tranken wir Zeit unseres Lebens sowieso schon zu viel Koffein. Man sollte daher ebenso Mate und grünen Tee während des Fastens meiden. Die Empfehlung des Mate-Tees als Fastentee ergibt sich meiner Meinung nach nur dadurch, dass er das Hungergefühl lindert. 

Gelegentlichen Hinweisen zu der "heilenden oder entschlackenden  Wirkung" von Koffein bin ich eher skeptisch gegenüber - vielleicht ergibt es einen Sinn, wenn man diesen Zweck eines Gebrauches von Kaffee nicht zur Regel macht.
Man sollte das Koffein nicht unterschätzen... - und lieber basische Kräutertees trinken. Meine Erfahrung mit Kaffee: Es hat mir zusammen mit einer einseitigen Ernährung (zB fast jeden Tag Nudeln) erst die Schlacken und die Übersäuerung gebracht! 

Wissen und Informieren im Internet

Mit den richtigen Informationen kann man sich seine persönliche Fastenart zusamenstellen. Man kann zum Beispiel an zwei Wochen Ernährung mit Rohkost eine Zeit anschliessen, wo man sich schliesslich auch von Trockenobst ernährt. Die während eines Basenfastens ja nicht so optimal sind. Aber wenn das Basenverhältnis gestärkt ist, kann Trockenobst ein wichtiger Lieferant für Traubenzucker sein, das immerhin von unserem Gehirn benötigt wird! 

Dann, nach einer weiteren Woche, kann man wieder eine bestimmte Nahrungsmittelqualität hinzunehmen, etwa Getreide, ohne den eigentlichen Sinn der gesunden Ernährung zu vernachlässigen. Es gibt auch Fastenarten die sich sehr auf Getreidekost (zB Müsli) spezialisieren. Besonders im asiatischen Raum heisst es, dass man auch mit Getreiden entschlacken kann.

Umso mehr man weiss von den Vorgängen in unserem Körper und den damit verbundenen Zusammenhängen, desto mehr Klarheit gewinnen wir, wie wir in vernünftiger Weise leben können. Dazu habe ich auf meiner Linkseite (zum Thema Gesundheit) auch noch ein paar Informationen zusammengetragen. Zahlreiche Artikel sind darunter, die sehr lesenswert sind.

Ähnlich wie ich es tat und immer noch tue, kann man bei spontanen Fragen mit den richtigen Suchbegriffen bei google oft schnell die richtige Information erhalten. Wenn man hinsichtlich seiner Frage ungeeignete Suchbegriffe verwendet, bekommt man typischerweise eine Menge an Information auf den ersten Ergebnislisten, die aber immer nur etwas sehr allgemeines und beinahe Triviales berichten und sich dabei oft wiederholen.

Man sollte freilich auch ein Unterscheidungsvermögen entwickeln, zwischen guten und weniger guten Informationsquellen urteilen lernen.
Nicht alles, was fachlich und wissenschaftlich aussieht ist gut, wahrheitsgemäß und richtig -  sondern es kann sich dabei auch um spekulative Schlussfolgerungen, hartnäckige Lehrmeinungen oder bloße Theorien handeln. 

Gewisse Bezeichnungen oder Anklänge in den Domain-Namen geben oft Aufschluß über die Tendenz des Inhalts. Sportmedizin ist seriöser, als Seiten in denen stets beschönigt wird, wie zB Fitnessseiten.

Und nicht alles was kitschig und "esoterisch aussieht" ist Illusion, Einbildung und falsch. Das sogenannte Esoterische kann durchaus eine überragende Qualität haben, wenn die dargestellte Informationen nicht auf intellektuellen Assoziationen beruhen, sondern auf wirklicher Schau der beobachtbaren und stattfindenden Zusammenhänge (authentisches Wissen; zB durch ein hohes Maß an Sensitivität und auch Medialität). Jemand, der über ein verlässliches Gespür um verborgene Prozesse und deren Auswirkungen auf den Organismus hat, kann dabei genauso weit oder sogar "weiter blicken", als wie es die herkömmlichen Naturwissenschaft tun kann, die die Folgen der stattfindenden Prozesse anhand der beobachtbaren physischen Resultate beurteilt. Es geht also sowohl bei naturwissenschaftlichen wie auch ganzheitlichen Beobachtungsweisen um einem Bereich des grobstofflichen, der nur unterschiedlich beobachtet wird. 
Der eine Ansatzpunkt gründet in der beobachtbaren Materie mit Kenntnis der Eigenschaften dieser Materie. Der ganzheitliche Ansatzpunkt erweitert diese Beobachtungen mit dem Einbezug der feinstofflichen Ebene.

Beispiele für Suchbegriffe:
"Brottunk Darmsanierung", "Darmsanierung vollwert", "majoran heilpflanze darm" "vollwertkost gesundheit zink naturheilkunde", "gesättigte fettsäuren funktion stoffwechsel", "Kokosnuss gesundheit"... - manche Suchbegriffe, nach denen man aber nicht direkt sucht, helfen spezielle Seiten zu finden. Der Trick besteht darin, dass diese Suchbegriffe zB Zink oder Coenzym solche Seiten kennzeichnen, die sich näher mit der Materie befassen.
Andere Suchbegriffe engen die Auswahl entscheidend ein. Man könnte glauben, man wüsste das längst, doch tatsächlich fallen uns geeignete Suchbegriffe nicht immer auf Anhieb ein, wenn wir zum Beispiel nach einer Erklärung suchen, was Fettsäuren in unserem Körper anstellen (in diesem Fall hilft es zum Beispiel die Suchbegriffe auf "Funktion" oder "Stoffwechsel" zu erweitern).

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April 2010
Stefan Arens