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Die Informationen auf dieser Webseite wollen keine Gesundheitsberatung darstellen oder Gesundheitsbehandlung vorschlagen, und können den Arztbesuch nicht ersetzen

Erkältung - Was tun?

Eine Erkältung dauert in der Regel eine Woche. Wenn man alle erdenklichen Maßnahmen trifft, hat man sie in 5 Tagen komplett überwunden (je nach Schwere kann es natürlich kürzer oder länger dauern). 

Ernährung - Grundsätzliches
Zink
Verhaltensmaßnahmen und Möglichkeiten
Medikamente/Homöopathie/Bachblüten
Vorbeugung

Ernährung - Grundsätzliches

Schlecht ist Zucker, Rauchen, Kaffee, und ganz besonders Alkohol. 

Warum Alkohol eher schädlich bei Erkältungen ist? Der berühmte Grog gegen Erkältung beruht auf einer Verwechslung, denn nur das Einschlafen wird gefördert, und Schlafen ist günstig für das Auskurieren, ebenso wie nächtliches Schwitzen. Aber Alkohol an sich schwächt das Immunsystem. Bei leichten Formen der Erkältung mag also die positive Wirkung noch gerade überwiegen -  wenn die Menge an Alkohol zunimmt, ist das Gegenteil der Fall. Und bei schweren Formen der Erkältung sollte man jeglichen Alkohol vermeiden. 

Kaffee bringt den Stoffwechsel prinzipiell durcheinander und scheint den Wärmehaushalt negativ zu beeinträchtigen.
Eine Tasse Kaffee mag bei leichtem Schnupfen den Kreislauf noch anregen und leichtes Unwohlsein lindern. Aber bei mittleren bis stärkeren Erkältungserscheinungen wird der Schnupfen und das Befinden erfahrungsgemäß mit Kaffeekonsum schlimmer. Dasselbe gilt für   schwarzen Tee, auch etwas für  grünen Tee (wegen Koffein).

Schweinefleisch enthält Stoffe, die die Entzündungsreaktion im Körper vorantreiben können. Ausserdem ist fettreiche Ernährung generell ein Belastungsfaktor bei Erkältungen.

Und der Zucker? Viele Autoren aller Richtungen erwähnen die ungünstige Wirkung von Zucker in Bezug zur Erkältung. Bislang ist mir der Zusammenhang in seinen Ursachen nicht klar, aber sowohl Zucker als auch Kaffee habe ich in langjährigen - von mir nicht erwünschten - Erkältungszeiten als überaus schädlich erleben können bei bestehenden Erkältungen. 

Darüberhinaus scheinen allgemein auch Kohlenhydrate eher kontraproduktiv  zu wirken (bedeuten  im Grunde eine komplexe Zuckerart). Es sei denn, man hält die Zufuhr in starken Grenzen. Wer arbeiten muss, und sich das noch zutraut (zB weil die Erkältung nicht stark ist), sollte Vollkornbrote als Energiebringer wählen (nicht das Weizen- oder Weissbrot). 

Fette sind auch belastend im Übermaß. Deshalb sind jetzt Erdnüsse oder andere Nüsse weniger nützlich.
Alllerdings sind geringe Mengen an hochwertigen Fetten und Ölen wichtig für den Stoffwechsel und das Immunsystem (Omega-3-Fettsäuren).
Am besten in Form von Fisch. Fisch bei Erkältungen gilt als förderlich, Fleisch dagegen nicht.

Ganz allgemein:
Der Verdauungstrakt sollte etwas geschont werden, weil Verdauung Kraft und Energie des Körpers beansprucht.
Das heisst: Üppige  Speisen und fettreiche Speisen sind grundsätzlich schlecht bei Erkältungen. 
Man tut sich mit einer üppigen Mahlzeit keinen Gefallen.

Die generelle Ernährung während einer Erkältung sollte aus Obst und Gemüsen bestehen - die nämlich sind reich an Vitmainen, Mineralien, und auch sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, was alles gegen die Erkältung hilft. Aus letzterem  Grunde sind Obstsäfte hilfreich. Der Fruchtzucker ist dabei nicht so schädlich wie der reine kristalline Zucker.

Mit Gemüse als Mahlzeit mittags hat man seinen Ernährungsplan für die Erkältungszeit schon fast fertig.

Gut ist Eiweiß (aber nicht in Form von Joghurt).
Proteine gelten als notwendige Bestandteile unseres Immunsystems. So sollten hochwertige Eiweisse nicht fehlen während der Erkältung (zB Protein-Sportler-Nahrung, oder Hühnerfleisch mit seinem Cystein-Anteil).

Man führt dem Immunsystem am besten Nährstoffe zu (Proteine und Aminosäuren; Vitamine, Mineralien, Spurenelemente). Der Körper ist jetzt gefordert.

Sehr gut gegen die Erkältung ist auch Rohkost, falls man vom Magen/Darm her an diese gewöhnt ist. Anzeichen für Probleme mit Rohkost können sein: übermässige Blähungen und Magenkrämpfe, oder sogar Durchfall. Falls  der Darm nicht an pure Rohkost gewöhnt ist,   kann man zur  Rohkost normales gekochte Kost essen; ansonsten beinhaltet Rohkost jede Menge sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die den Stoffwechsel auf Schwung bringen und bei Neutralisierung von Oxidantien helfen. 

Obst und Gemüse: eigentlich alle Sorten. Aber es gibt spezielle:

Meerrettich und scharfe Gewürze, wie Chili und Ingwer - sie wärmen von innen. Aber Vorsicht bei Chili, ein Schluckauf während einer Erkältung ist unangenehm.

Am besten ist sogar Fasten - man merkt bereits, dass man generell weniger Appetit hat, wenn man erkältet ist (ein Signal des Körpers). Wenn man ein oder zwei Tage fastet, sollte man sich dabei aber nicht anstrengen (körperlich/geistig).
Denn jede Anstrengung benötigt Energien, die man sich zuführen muss. Ansonsten wird der Körper zusätzlich geschwächt.
Beim Fasten während Erkältungszeiten gilt es also ganz besonders, auch zur Ruhe zu kommen. Ein paar Spaziergänge an der frischen Luft sind hilfreich.

Statt rigorosen Fasten empfiehlt sich bei Erkältungen eher eine leichte (Roh-)Kost, also mit Obst und Gemüse. 
Ich persönlich bervozuge ein Saftfasten bei Erkältungen (mit Obstsäften, Grapefruit-, Organgensäfte usw.).

Schoten-Paprika, Äpfel, gekochter Rotkohl, Weisskrautsalat, Kiwis, Möhren (Möhren am besten gekocht/gegart), Orangen, Clementinen, Erbsen, Brokkoli und viele mehr (gegebenfalls mit der Suchmaschine suchen zB "gemüse immunsystem", "gemüse erkältung")... 

Bei Zitronenfrüchten, also zB Clementinen sollte man ein bisschen daran denken, dass sie innerlich einen geringfügigen auskühlenden Impuls haben, deshalb nach dem Essen besonders darauf achten, nicht zu frösteln oder in die kalte Luft zu gehen. 

Man sollte täglich auch eine warme Mahlzeit zu sich genommen haben. Zum Beispiel eine Hühnerbrühe, oder noch besser scharfe Bihun-Suppe (mit Huhn).  Das Cystein im Hühnerfleisch hilft gegen die bakteriellen Eindringlinge.
Extrem scharfe Speisen während einer schweren Erkältung sind nicht so gut, zB in Form von Unmengen an dünner Chili-Pfeffersauce. Ist die Erkältung am abklingen, kann man mit scharf gewürzten Speisen der Erkältung oft den Rest geben. Ansonsten nur so viel Schärfe, wie man mit dem Mund ohne Brennen im Mundraum essen kann.
Sambal-Oelek, scharfe Paprikapaste ist bekömmlich auch während der Hochphase der Erkältung, sofern man dran gewöhnt ist, und man kann es in grossen Mengen verzehren, sie wirken stark schweisstreibend.

Nach der traditionellen chinesischen Medizin und der chinesischen Elementelehre sind wärmende Speisen hilfreich für die kalte Jahreszeit und bei Erkältungen. So handelt es sich zB bei folgenden Lebensmittel um wärmende Speisen: Lauch/Porree, Zwiebel, Ingwer, Fenchel, Meerrettich, Rotkohl, Sauerkraut, Kürbis, Trockenfrüchte (Rosinen, getr. Aprikosen, Pflaumen, Pfirsiche , Datteln usw.), Hafer, Huhn, Paprika, sogar Nüsse. Und Essig soll sogar  wärmend sein, ebenso wie Forelle und Thunfisch.

Kalt wirken dagegen zB Bananen, Zitrusfrüchte und Joghurts. Diese Nahrungsmittel also nicht besonders viel zu sich nehmen - und am besten nicht zu Zeiten, wo man einen Spaziergang macht oder lüftet.

Viel trinken!
1.5 - 2 Liter, noch besser 3 Liter sollten es mindestens täglich sein. Man kann auch mehr trinken. Der Organismus kann in einer viertel Stunde nur 150-300 ml  verarbeiten bzw. aufnehmen (die Angaben variieren). 

Es wird berichtet, dass man ab 3 l Wasser, die man in einem Zug trinkt, sterben kann - und zwar aufgrund osmotischer Druckgefälle, die die Zellen zum Zerplatzen bringen; also sollte man es mit dem Trinken in etwa dem Maßstab halten, dass man in einer Stunde: maximal 3/4 bis 1 Liter Wasser trinken könnte). Kohlensäurearmes Wasser ist besser.

Viel trinken ist nicht nur nützlich, um die Ausscheidungsorgane anzuregen, sondern nötig, weil der Körper während einer Erkältung auch Flüssigkeiten verliert. Mineralwasser ist damit gemeint. Ungesüßte Fruchtsäfte sind nützlich, aber ersetzen nicht das Wasser. Auch Tees sollte man nicht als Ersatz für das neutrale Wasser betrachten.

Eukalyptusbonbons wirken antibakteriell, ebenso wie Pfefferminztee. Es gibt hochdosierte Eukalyptusdragees in Drogerien.

Ein "Dampfbad" mit Kamille und anderen Kräutern (Thymian, Pfefferminze) inhalieren (mit dem Kopf über ein Gefäß und Handtuch deckt beides ab) - dabei würde ich das Kraut (was man normal als Tee benutzt) bevorzugen und mit den scharfen ätherischen Auszugs-Essenzen behutsamer umgehen. 

Neben dem homöopathischen Mittel Natrium Chloratum , dem traditionellen Holundertee, kann auch Carnithin das natürliche Schwitzen begünstigen (Carnithin darf nicht überdosiert werden). Wichtig bei jedem Schwitzen: viel Wasser trinken um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen!

Kräutertees:
Gegen Schnupfen Zinnkrauttee.
Gegen Husten Spitzwegerich- oder Fencheltee.
Gegen Halsschmerzen/Nasennebenhöhlenentz. Salbeitee, Thymiantee.

Allgemein Lindenblütentee.
Als schweisstreibender Tee: Holünderblütentee (auch Lindenblüten).

Je nach Bedarf die Tees mehrmals am Tag trinken. Um einen stärkeren (Holunderblüten)-Tee zu bekommen, kann man den Tee zehn Sekunden durchkochen um ihn danach noch etwa 5-10  Minuten ziehen zu lassen. Ein Indiz für den richtigen Moment des Abseihens eines Tees ist es, wenn die meisten Bestandtteile (Kräuter) auf den Topfboden gesunken sind.

Man kann Holunderblütentee zur Anregung des nächtlichen Schwitzens kurz vor dem Schlafengehen (oder 20-30 Minuten vor einem Bad) als kräftigen Aufguss trinken.
Dann aber Handtücher in der Nacht bereit halten oder sogar Ersatzbettwäsche. Einfach mal ausprobieren.

Milchprodukte sollen schleimbildend wirken (laut traditioneller chinesischer Medizin und Anthroposophie; hierzu teilen sich die Meinungen). Beobachten Sie selbst, ob ihre Nase mehr läuft, oder mehr Schleim gebildet wird, wenn sie Milchprodukte zu sich nehmen. Bei Nasennebenhöhlenproblemen mag dies noch relevanter sein.

Es kann sein, dass diese schleimbildende Wirkung nur dann auffällt, wenn bereits die Symptome zum grössten Teil abgeklungen sind (wenn nicht mehr so viel Schleim vorhanden ist). Es kann sein, dass gleichzeitiges viel-Trinken, diese Schleimbildung nicht ganz so schlimm macht. Das ist jedenfalls vielleicht ein Grund, warum bei mir diese Schleimbildung nicht besonders bis gar nicht ins Gewicht zu fallen scheint trotz grosser Mengen an probiotischen Joghurts (mit Vanillegeschmack *g*).

Es kann natürlich auch gerade  an diesen probiotischen Joghurts liegen, da ich ansonsten keine Milch und auch nicht die stark gesüßten Industriejoghurts zu mir nehme. 

Probiotische Joghurts wurden  genannt, um vom Darm her die Immunabwehr zu stärken. Natürlich sind solche Aussagen stark von der Werbeindustrie beeinflusst. Dennoch glaube ich an einen Nutzen. Und es gibt auch Studien darüber.
Klar ist, dass der Darm mit dem Immunsystem (und Lymphen) eng verbunden ist. Geht es dem Darm gut, ist das auf jeden Fall auch eine Stärkung des Immunsystems. Ballaststoffreiche Ernährung ist also als Vorbeugung nützlich. 

Zink

Als besonderes Mittel zur Stärkung des Immunsystems hat sich Zink erwiesen. 

Zink ist ein sehr wichtiges Spurenelement im menschlichen Körper. Zink hat Bedeutung im Immunsystem und für den Nierenstoffwechsel, hat Anteil an der Bildung der Magensäure und soll verantwortlich sein für unser Geruchs- und Geschmacksempfinden. 

Zink ist beteiligt an der Bildung eines sogenannten Reaktionsbeschleuniger (Carboanhydrase), das im Blut vorkommt und den Abtransport des Kohlendioxids beschleunigt und damit eine wichtige Ursache der Säurenansammlung im Organismus begrenzt.
Ausserdem ist es ein wichtiges Spurenelement bei Belastungen mit Schwermetallen, und wird allgemein zu Entgiftungsmaßnahmen immer wieder als wichtiger Stoff genannt.

Zink in Form einer Kombination mit der Aminosäure Histdin ist vorteilhaft. Histidin ist eine schwach basische Aminosäure, die zusammen mit Zink einen Komplex bildet, der vom Körper leichter aufgenommen werden soll. 
Allgemein soll Zink besser verwertet werden können, wenn man zB pflanzliche Zinkquellen in einer Mahlzeit mit tierischen Eiweiss verbindet.

In Studien konnte belegt werden, dass die Dauer von Erkältungen um etwa die Hälfte der Zeit gekürzt werden konnte, wenn man Zink zu sich nahm.

Empfehlenswerte Tagesmenge:
30-90 mg (kurzfristig; wobei von einem Mangel an diesem Spurenelement ausgegangen wird).
Ein normaler Tagesbedarf soll bei  5-20 mg liegen.
 

Reserven werden indirekt durch Einbau in Proteine im Bindegewebe gebildet. Der Körper kann direkt keinen Mineralstoff speichern, so wie Fett oder in begrenzten Mengen Glukose.

Bei Überdosierung (genannt wurden über 150 mg/täglich) kann die Immunantwort gegenteilig der erwünschten Wirkung gestört werden; andere mögliche Symptome sind Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen.

Über den Tag verteilen. Eine Menge von 90 gr oder ähnliche Mengenverhältnisse über 50 gr sollten vielleicht nicht länger als ein paar Wochen erfolgen, oder nur während der Erkältungszeit (wenn die Erkältung abklingt weniger dosieren). 

Anscheinend ist das Lutschen der Zinktablette günstiger für die Resorption, als das bloße Runterschlucken - auch wenn es ziemlich bitter schmeckt. Stellt sich eine Art leichter Durchfall ein, liegt das vermutlich am Zink und es war die Dosierung zu hoch.  

Es gibt allerdings verschiedene Zinkformen: Neben Zink-orolat kann es auch gut aufgenommen werden in Form von Zink-sulfat oder Zink-aspartat. Im letzteren Falle ist es an der Aminosäure Asparagin gebunden,  im Prinzip dasselbe wie bei Zink-Histidin-Komplexen. Es gibt auch Komplexe mit Zink-Histidin-Cystein.

Auch Selen wurde für ein starkes Immunsystem genannt.

In allen Fällen gilt, eine abnormale Zufuhr von Mineralien über dem Tagesbedarf sollte nur über eine kurze Zeit erfolgen.

Verhaltensmaßnahmen und Möglichkeiten

Gutes Schlafen macht gesund. Gesunder Schlaf möglichst ohne Unterbrechung und ohne sich des Schlafs zu früh beraubt zu sehen.

Für die Bettruhe in der Nacht nicht zu warm einpacken, denn der Hitzestau ohne dass man schwitzt, ist kontraproduktiv und scheint die Viren und Symptome erst recht zu vermehren. Das habe ich auf einer Webseite gelesen, aber vor allem auch selbst in der Hochphase meiner Erkältungen immer wieder festgestellt. Erst später wurde mir der Zusammenhang klar.

Das gilt auch für den Tag (man merkt, dass manche klimatisierte Räume einem bei einer Erkältung kaum behagen). Die Jacke also in zu stark beheizten Räumen ausziehen.
Dagegen ist eine Zimmertemperatur zwischen 17 und knapp 19 Grad für das Schlafen ideal. Man deckt sich gerade so ein, dass man nicht fröstelt. 

Ob das Fenster geschlossen sein sollte? Wohl eher gehört es geschlossen während einer Erkältung. Es kommt drauf an, wie man sich fühlt, ob man vom Grundtyp zu jener Sorte Mensch zählt, die leichter frösteln als andere und wieder andere empfinden Frischluft als hilfreich.

Evtl. kommt es auch auf die Position des Fensters zum Bett an (besser weit weg).

Die Heizung darf nicht zu einem falsch klimatisierten Zimmer führen. Zu warm ist nicht gut. 

Einen Raum zu lüften darf keine Zugluft verursachen. Frischluft hat sich immer als günstig erwiesen, aber man darf nicht frösteln. Oft lüften, aber immer drauf achten, dass es nicht zu kalt wird. 

Ein nasses Tuch auf der Heizung sorgt für eine gewisse Raumfeuchtigkeit, das den Schleimhäuten hilft. 

Übrigens auf Schimmel in der Wohnung achten (ist äusserst gesundheitsschädlich und kann die Abwehrkräfte unterminieren).

Wenn man nachts schwitzt, und dann aufwacht. Dafür unbedingt vor dem Schlafengehen ein Handtuch neben das Bett legen, um sich dann abzutrocknen. Schlimmer ist es, in einer klammen Textilie zu schlafen.
Als geeignet hat sich mir erwiesen, eine dünne Wolldecke über das Bettlacken zu legen, weil dieses mehr Flüssigkeit aufnehmen kann und gleichwohl leichter trocknet (sich noch trocken anfühlt). Das kann man dann mit einer anderen Wolldecke austauschen, wenn es zu nass wird.

Schwitzen ist so ziemlich das beste Signal, dass der Körper gegen die Erkältung gearbeitet hat. Doch kann man das Schwitzen kaum provozieren, ausser mit schweisstreibender Nahrung/Tees. 

Ein Quarkwickel kann Linderung verschaffen und wird von vielen sogar als Geheimwaffe gegen Schnupfen und Erkältung angesehen. Der Grund liegt im Kasein und den entzündungshemmende Milchsäurereaktionen auf der Haut, was schliesslich auch einzieht in den Körper. Man kann ein bisschen Quark um die Nase streichen (freilich wenn man zuhause ist). Siehe zum Beispiel folgende Links für einen Quarkwickel (notfalls einfach behelfen mit einem Tuch, alten Pulli drüber und sich irgendwo hinlegen):
http://www.kinder-fest.ch/html/hausmittelchen.html
http://www.familie.de/hausmittel/

Ein warmes Fussbad regt nicht nur den Kreislauf an, sondern unterstützt auch die Vorgänge in der Nase. Wenn man keine geeignete Schale hat, die gross genug ist, kann man auch einfach einen Putzeimer nehmen, in die man seine Füße steckt. Sobald das Wasser lauwarm wird, beenden. Man kann getrost sehr viele Fussbäder am Tag nehmen.

Ein Bad ist nur günstig, wenn die Erkältung nicht von Fieber begleitet wird. Bei einer schweren Grippe hilft praktisch nur noch "Nichts-Tun" und Auskurieren, abgesehen von einer gesunden Ernährung und dass man nicht fröstelt.
Das positive am Bad ist vor allem das Schwitzen.
Die Länge des Bades richtet sich nach der eigenen Befindlichkeit bzw. Schwere der Erkältung. Nur zehn Minuten bei schweren Erkältungen sind besser, weil der Kreislauf geschwächt ist.
Man kann auch ätherische Öle (zB Teebaumöl, Eukalyptusöl) ins Badewasser geben, aber nicht zu viel (maximal 10 Tropfen insgesamt). Man kann überlegen, sich nach dem Baden kurz mit kalten Wasser abzuduschen.
In jedem Fall nach dem Baden rasch und gut abtrocken, und am besten mittels Melkfett die Haut mit Fett versorgen (ruhig kastaniengrosses Kügelchen - auf Beine, Brust und Rücken verteilen, besonders um die Nierengegend herum).
Denn normalerweise überzieht eine dünne Fettschicht die Haut mit einem Schutz. Nach dem Baden ist dieser Schutz dahin und die Poren sind gleichzeitig geöffnet. Ein Einfallstor für Kälte und Viren. Das gilt besonders für den Fall, wenn man sehr oft badet. Dann kann sogar ein leichter Luftzug reichen, um sich stark zu erkälten. 

Ein Saunagang empfiehlt sich nur in dem Fall, wenn die Erkältung nur leicht ist. Bei schweren Erkältungen belastet der Saunagang und vor allem die darauf folgende Abkühlung zu sehr, so dass man sich evtl. nur noch stärker erkältet.

Kurze Spaziergänge in der Natur sind eine wunderbare Hilfe, wenn sie nicht mit Frösteln einher gehen. Immer gut einpacken, Mütze, Schal, und bei gegebener Wetterlage keinesfalls den Schirm vergessen. Kalte Füße vermeiden.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass die Menschen in meiner Umgebung sich von einer Erkältung relativ rasch erholten, die sich auch viel an der frischen Luft aufhielten.  

Übrigens: Der Husten kommt und bleibt ein paar Tage, wenn die schlimmsten Symptome einer Erkältung bereits vorbei sind. Aber mit dem Husten ist die Erkältung noch nicht auskuriert. 

Sonstiges: Entspannen! Ruhe finden. Stress vermeiden. Sich aufs Bett legen und etwas angenehmes lesen (zB einen Roman). Oder Müßiggang finden.
Streits vermeiden (Konfrontation und Auseinandersetzungen verschieben). Ärger einfach mal weg schieben, sich nicht von einem Grund zum Ärgern "anstecken" oder berühren lassen.
Man ist jetzt sowieso nicht auf Höhe seiner Kraft , um schwierige Verhandlungen zu führen  oder geschicktes Handeln zu tätigen. Schwierige Arbeiten verschieben, das gilt auch für geistige Arbeiten (Konzentration raubt Energie).

Medikamente/Homöopathie/Ergänzungsmittel

Medikamente gegen Erkältung? Sind  nicht bekannt, es sei denn es werden einzelne Symptome wie leichter Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen behandelt. Die Nasensprays wirken ja nicht gerade förderlich für die Schleimhaut und können sogar abhängig machen.

Was tut man nicht alles gegen eine Erkältung? Sie raubt uns unsere Lebensgeister, schränkt uns ein. Klar, das wollen wir nicht.
Aber es gibt viel mehr, was man tun kann (siehe oben), als wie Medikamente zu schlucken. Wir müssen wohl oder übel einsehen, dass der Körper Zeit braucht um sich zu kurieren und wir sollten die Krankheit nicht als gestohlene Zeit betrachten, sondern die Zeit lieber als Möglichkeit nehmen, einfach wieder gesund zu werden.

Antibiotika? Bei normaler (viraler) Erkältung spricht Antibiotika überhaupt nicht an.
Bei schweren Grippen mit bakterieller Infektion mag man dies als wichtige Maßnahme anwenden, sollte aber den Arzt hinzuziehen um zu entscheiden, wie schwer die Grippe wirklich ist.
Antibiotika sollten nicht als Haushaltsmittel verwendet werden (die homöopathische Erfahrung besagt zudem, dass hiermit die eigentliche Erkrankung oft nur unterdrückt wird und im Stillen vor sich hin schlummert).

Antibiotika stört die Darmflora und es gibt Fälle, wo man sich mit Antibiotika nur schwere Störungen in der Darmflora zugezogen hat (Fehlbesiedlungen durch unerwünschte  Bakterien und Pilzen).
Nach jeder Antibiotika Behandlung sollte man seine Darmflora mit probiotischen Joghurts und evtl. Brottrunk oder Fermentgetreide wieder aufbauen.

Bei einer schweren Nasennebenhöhlenentzündung, die nach der Erkältung kommen kann, kommt man evtl. nicht um Antiobiotika herum (der Arzt entscheidet das). Leichtere Formen kann man auskurieren, wobei Pfefferminztee, Eukalyptus und Salbeitee hilft. 

Eventuelles Rauchen einstellen oder beschränken (in jedem Fall gut lüften) ist dafür auch hilfreich. 

Wenn die Nebenhöhlen nach einer Erkältung zu sind, aber die sonstigen Symptome der Erkältung nicht mehr vorhanden sind und auch kein Fieber vorliegt, dann sind Spaziergänge an der frischen Luft oftmals ein gutes Mittel um die letzten Symptome zu bekämpfen (warm einpacken und keine nassen Füsse bekommen).

Das naturheilkundliche Mittel Sinupret hat sich bei Schnupfen und festsitzenden Nebenhöhlenschleim bewährt. 

Homöopathie

Meiner Erfahrung nach kann man bei Erkältung auch nicht viel mit homöopathischen Mitteln erreichen. Die Erkältungs-Krankheit muss eben auskuriert werden.
Es sei denn die Symptome sind nur leicht oder die Erkältung schon am abklingen. 

Wenn man einige Mittel in seiner Hausapotheke hat, kann man nicht viel falsch machen, das eine oder andere auszuprobieren.

Übliche Ratgeber finden sich im Internet (in der Suchmaschine eingeben: "Erkältung Homöopathie"). 

Natrium Chloratum kann helfen, wenn man nicht gut schwitzen kann. D12 oder D30 eignet sich für diesen Zweck am besten.
Natrium Chloratum hilft auch allgemein ein wenig gegen Schnupfen, ebenso wie Ferrum Phosphoricum. 

Dabei evtl. darauf achten, dass ätherische Öle (Eukalyptus) als Antidot von homöopathischen Mitteln genannt werden, das soll heissen: Es stehen ätherische Öle in Verdacht, die Wirkung von homöop. Arzneien aufzuheben. Allerdings könnte dies bei einem Pfefferminztee weniger problematisch sein als wie bei ätherischem Pfefferminzöl.

Gegen Fieber mag Belladonna helfen. 

Sulfur (als D12) kann eine Erkältung, die verschleppt wurde, auskurieren helfen. Dass dann für kurze Zeit nochmal die Nase läuft, sollte einen nicht schrecken. Dafür kann man ein oder zwei Tage lang täglich ein bis vier Globuli D12 nehmen. Ich würde Sulfur aber nicht während der stärksten Phase einer Erkältung nehmen, sondern wenn sie bereits am abklingen ist. Keinesfalls eine C Potenz für diese Zwecke wählen, weil damit auch Giftstoffe, die zB im Bindegewebe gebunden sind, in den Stoffwechsel gebracht werden, was die ganze Situation nur noch schwieriger macht.

Bei Erkältung durch Zugluft kann Hepar Sulfuris helfen. Auch, wenn man sich  besonders leicht erkältet und keine Zugluft verträgt.

Bachblüten

Bachblüten werden weniger helfen - das ist jedenfalls meine Erfahrung (obwohl ich psychisch ansonsten gut auf die Bachblüten ansprach). Generell wirken Bachblüten auf die Psyche. Wenn man Bachblüten gegen die Erkältung anwendet, gibt es den Rat, drei Tropfen einer Essenz in ein grösseres Glas zu tun und alle fünf Minuten davon zu trinken und nach mehreren Stunden diese Prozedur zu wiederholen.

Allerdings kann Olive die (psychische) Ermüdung während einer Erkältung etwas ausgleichen, was letztlich ausgehend von der Psyche auch auf körperliche Vorgänge Einfluss haben könnte.  Das mag aber auch von der persönlichen Resonanz abhängen, das heisst, verschiedene Personen sprechen auf verschiedene Bachblüten bei einer Erkältung verschieden an (so spricht Olive bei mir mehr an, als wie Crab Apple). Aber so richtig "wirken" kann Olive auch nicht. Es bleibt mehr ein Tropfen auf den heissen Stein.

Dietmar Krämer nennt als Nasenspray: Crab Apple (zur Reinigung), Holly ("Man hat die Nase voll"), Star of Bethlehem (Traumen, zB durch Zugluft), Olive (Abwehrschwäche infolge Überanstrengung) und Pine (Schuldgefühle gegenüber der Umgebung; zB wegen der Ansteckungsgefahr oder Stören durch Schneuzen).

Crab Apple wird übrigens bei Pflanzen erfolgreich gegen Schädlinge eingesetzt (man denke entfernt an Viren).

Suchmaschine: "Bachblüten Erkältung"

Aminosäuren

Damit Schleim abgebaut bzw. abfließen kann, besonders beim Husten oder verschleimten Nasennebenhöhlen, ist Cystein sehr gut geeignet.

Cystein ist als schwefelhaltige Aminosäure einer der grossen Entgifter des Organismus. Cystein ist darüberhinaus wesentlicher Bestandteil eines wichtigen Antioxidant (Glutathion).

Die Aminosäure Taurin und noch mehr Arginin ist ein gutes Mittel gegen Erkältungen im Akutfall (regen das Immunsystem an). 

Taurin kann im Körper selbst hergestellt werden, wenn genügend Cystein vorhanden ist. 

Arginin erzeugt als starker Aktivator ein besonderes Umfeld in den Reaktionen des Immunsystems, um gegen Eindringlinge intensiv vorzugehen. Es erweitert die Gefäße und verbessert die Fliesseigenschaften des Blutes. Das in Gurken und Melonen enthaltene Citrullin steigert die Wirkung von Arginin etwas.  

Andere immunwirksame Aminosäuren sind:
Glycin, Lysin, Methionin
und ganz besonders Glutamin (als wichtige und wesentlichste Energiequelle aller körpereigenen Prozesse und damit auch des Immunsystems).
Glutamin befreit auch etwas von der Schwäche, in die man geraten ist. Lysin wirkt nicht schnell, eher nachhaltig. Methionin kann allgemein das ganze System regulativ fördern und stellt eine starke Stütze in der Immunreaktion dar.

Dosierung: im Bereich der üblichen Dosierung, oder 3* 250 mg täglich, oder auch grössere Dosen wie etwa 2-4 gr. täglich für ein paar Tage.  Bei Cystein allerdings nur max. 1 gr. täglich und nicht länger als ein paar Tage.

Suchmaschine: "Aminosäuren Erkältung"

Mineralien und Vitamine

Zink, Selen, Vitamin B6, Vitamin C. Weitere siehe Artikel auf Medizinfo: "Bausteine für das Immunsystem".

Vorbeugung

Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, mehrmals täglich Obst und Gemüse. Ab und zu Rohkost. Ungesüßte Säfte. Weniger Kaffee und Alkohol trinken. Wenn man Alkohol getrunken hat, sollte man keine längeren Spaziergänge in der kalten Nachtluft unternehmen. 

Nach dem Baden oder warmen Duschen kurz kalt abduschen, danach mit die Haut mit Melkfett überziehen und leicht einmassieren.
Nicht sofort nach dem Baden an die kalte Luft. Eine halbe Stunde warten, bevor man an die Luft geht oder etwas ißt. Damit der Körper sich akklimatisieren kann.

Viel frische Luft und Bewegung. Sport ist eigentlich eine gute Sache auch bei kalter Witterung, nach dem Ende der Beanspruchung aber unbedingt rasch raus aus den verschwitzten Klamotten. Auch wenn es für andere unschick aussehen mag: Während des Sports die Achselhöhlen öfter trocken reiben (das T-Shirt kann die Feuchte meist noch aufnehmen). 

Überheizte Räume meiden oder entsprechend die Jacke ausziehen, auf Zugluft achten! 

Kalte Füße vermeiden. 

In einer Umgebung, in der viele Leute erkältet sind, auf Hygiene achten, öfter die Hände waschen. 

Homöopathie als Stärkung der Immunabwehr: zB Echinacea, Thuja.

Positive Einstellung, statt Stress Lebensfreude kultivieren.

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November 2010
Stefan Arens