Die Informationen auf
dieser Webseite wollen und können keine
Gesundheitsberatung darstellen, oder Gesundheitsbehandlung
vorschlagen, und können den Arztbesuch nicht
ersetzen.
Bedarfsempfehlungen für Nährstoffe spiegeln hier nicht
unbedingt offizielle
Wertungen wieder, sondern beruhen auf einem Querschnitt der
wissenschaftlichen, publizistischen und sonstigen Meinung.
Phenylalanin, Methionin, Valin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Threonin, Tryptophan
Die
essentiellen Aminosäuren können aus keinem eigenen Syntheseschritt des
Organismus gewonnen werden.
Weder unter Zuhilfenahme von weiteren Nährstoffen, noch aus dem Glukosestoffwechsel.
Arginin, Histidin, Tyrosin, Cystein
Diese können theoretisch vom Körper selbst hergestellt werden, zB
Cystein aus dem essentiellen Methionin.
Aber wenn Methionin fehlt, kann auch kein
Cystein gebildet werden.
Tyrosin wird aus Phenylalanin hergestellt.
Diese
semi-essentiellen Aminosäuren sind in ihrer Synthese nicht alle direkt abhängig von
essentiellen - sie werden vor allem deshalb semi-essentiell genannt, weil sie für
verschiedene Personen in verschiedenen Umständen zahlreicher benötigt
werden kann. Diese Aminosäuren geraten bei dauerhaften Belastungen und
"Ernährungssünden" leicht in einen Mangelzustand.
Prolin, Serin,
Glycin, Glutamin, Glutaminsäure, Alanin,
Asparagin,
Asparaginsäure
Diese können vom Körper selbst
aufgebaut werden.
Viele nicht-essentielle Aminosäuren werden aus anderen nicht-essentiellen Aminosäuren aufgebaut (zB Glycin aus Serin; Prolin aus Glutaminsäure; Ornithin aus Glutamin usw.).
Einige der nicht-essentiellen Aminosäuren werden aus dem Glukosestoffwechsel gewonnen (zB Serin). Das bedeutet aber, dass der Kohlenhydrate-Stoffwechsel insgesamt auch optimal funktionieren muss, er also in kurzer Zeit viele Kohlenhydrate verstoffwechseln kann - wozu mitunter auch essentielle Aminosäuren (auf anderen Ebenen des Stoffwechsels) benötigt werden.
Gelegentlich kann es also auch unter den nicht-essentiellen Aminosäuren einen Mangel geben. Ein Mehrbedarf resultiert aus verschiedenen Gründen (zB, wenn man sich über längere Zeit sehr eiweissarm ernährte, und/oder über einen trägen Stoffwechsel verfügt).
Gewöhnlich sind die nicht-essentiellen aber in der Nahrung zahlreicher vertreten als die essentiellen Aminosäuren. Offenbar gibt es aber für die meisten nicht-essentiellen gleichzeitig auch einen erhöhten Bedarf des Organismus (bis auf Asparagin und Asparaginsäure).
Die Unterteilung in essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren sollte nicht als eine Unterscheidung zwischen wichtige und weniger wichtigere verstanden werden.
Es ist einfach eine Einteilung in solche, die der Körper selbst herstellen kann, und solche Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Um diese zu erhalten, muss der Organismus sie aus der Nahrung zu sich nehmen.
Wenn aber der Stoffwechsel des Körpers in irgendeiner Weise (durch irgendeine Fehlernährung) aus den Fugen gerät, kann die körpereigene Produktion der nicht essentiellen Aminosäuren ins Stocken geraten. Da die körpereigene Produktion der nicht essentiellen Aminosäuren von diesen beiden Bio-Kreisläufen auf Stoffwechselebene abhängt.
Kurz
gesagt, die gesamte Produktion auf Stoffwechselebene inklusive Aufbau
und Verwertung der Aminosäuren kann leiden, wenn man sich lange
Zeit fehl ernährt ( Drogenexzesse, viel Alkohol, oder viel
Kaffee usw. bei Fehlernährung verstärken die Probleme). Eine recht gute
Kur für solche Fälle sind einige Wochen lang fast täglich mehrere Eier
zu essen. Da Eier alle Aminosäuren in einem ganz gutem Verhältnis für
den Menschen enthalten.
Sogenannte
semi-essentielle Aminosäuren werden rasch
essentiell, wenn starke Belastungen auftreten, oder man sich längere
Zeit unausgewogen ernährt hat. Eine ungesunde Ernährung über längere
Zeit (Monate bis Jahre) IST bereits gleichbedeutend mit einer starken
Belastung. Zusätzlicher Stress, emotionale Probleme usw. verstärken die
Belastung.
Diese Aminosäuren sind eigentlich essentiell, da ihre Vorstufen essentiell sind (zB bildet Methionin die Vorstufe für Cystein; anders gesagt: aus Methionin kann Cystein hergestellt werden).
In der
heutigen Zeit einer erheblichen
Belastung durch Schadstoffe, Zusatzstoffe in der Nahrung,
Pestizide, Schwermetalle, Umweltgifte, einer Belastung durch Stress, Strahlung,
Alkohol, Rauchen usw. kann es einen bedeutenden Mehrbedarf an Cystein
geben.
Für einen schnellen Stoffwechsel ist Schwefel nötig, der durch
Cystein und Methionin geliefert wird. Cystein ist unter diesen beiden zugleich zugleich der grösste Entgifter.
Aus ähnlichen Gründen kann auch an Tyrosin ein Mehrbedarf entstehen.
Tyrosin korrespondiert mit hormonellen Reglerfunktionen, die nicht nur
die Psychologie, sondern auch die Physiologie und den Stoffwechsel der
Organe betreffen. Selbst die Kollagensynthese hängt von Tyrosin ab.
Tyrosin
wird aus Phenylalanin vom Körper selbst hergestellt. Aber in Zeiten
besonderen psychischen Stresses reicht die körpereigene Produktion
nicht aus, auch weil kaum genügend Phenylalanin zugeführt werden kann,
um den Bedarf auch an Tyrosin zu decken. Ähnliches gilt für die anderen
semi-essentiellen Aminosäuren.
Die Psyche wirkt sich indirekt auch auf das Physiologische oder Biochemische aus. Psychische Probleme verbrauchen Aminosäuren, die dann leicht in einen Mangelzustand geraten.
Wenn die
Stimmung sinkt, psychologisch
schwierige Situationen in der Lebensführung, oder im Alltag /
Beruf über längere Zeit auftreten, dann kann der Bedarf von Tyrosin
nicht
allein durch
Phenylalanin gedeckt werden - es gilt gezielt Nahrungsmittel zu
suchen, die Tyrosin- und auch Phenylalaninreich sind. Phenylalanin ist eine wichtige Nährsubstanz für das hormonelle System.
In
besonderen Fällen kann der Bedarf an hormonellen Aminosäuren auch anlagebingt leicht erhöht sein.
Folge können ansonsten Depression oder Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit bedeuten usw..
Phenylalanin und Tyrosin teilen sich wichtige Aufgaben, und sind dafür verantwortlich, dass
unsere Stimmung und die Funktion unserer Organe und des Stoffwechsels
praktisch Hand in Hand gehen (die Psyche spiegelt den Zustand des
Stoffwechsels wieder, und die Psyche geht dem Zustand des
Stoffwechsels voraus - beides dient einander).
Tryptophan
ist der dritte Stoff dieser Ebene. Er vermag das letzte Stück liefern,
dass auf psychisch-hormoneller Ebene als gesundes Gleichgewicht den
ganzen Organismus belastbarer macht . Mit den Wirkungen dieser
Aminosäuren zeigt sich auch, wie sehr die Psyche mit dem Stoffwechsel
verbunden ist.
Mit diesen drei Aminosäuren zeigt sich weiterhin auch, dass diese hormonliefernden Stoffe auch auf Zellebene wichtig sind. Da Hormone auf Stoffwechselebene, auf Ebene der Proteinsynthese, und auf Zellebene, wichtige Reglerfunktionen bereit stellen.
Hormonelle Reglerfunktionen betreffen den ganzen Menschen, das heisst den Stoffwechsel- und die Zellebene aller Organe einschließlich des Gehirns.
Aminosäuren, die tendenziell bekannt dafür sind aufs Gemüt zu wirken, sie wirken immer auch auf "das Gemüt der Organe" - immerhin wird über das zentrale Nervensystem, das im Gehirn wurzelt und für unsere Stimmung (zB nervöse Haltung) verantwortlich ist, ebenso der Zusammenhang aller Organe in Abläufen und Interaktionen geregelt. Einschliesslich des gesamten Stoffwechels mit allen Botenstoffen und Hormonen, die die Kommunikation der Organe untereiner verbürgen.
Aminosäuren wie Tryptophan, Phenylalanin und Tyrosin
beseitigen auch Stress, indem sie auf psychischer Ebene (in erster Linie im Gehirnstoffwechsel)
Widerstandsfähigkeit und Gelassenheit fördern.
Und sie regeln auf physischer Ebene den Stoffwechsel durch ihren
Beitrag zum hormonellen System des Ganzen. Das heisst diese so
unscheinbaren drei Aminosäuren helfen den Organstoffwechsel insgesamt
in ein geregeltes Gleichgewicht zu bringen. Diese drei Aminosäuren sind
letztlich essentiell (Tyrosin kann zwar aus Phenylalanin
hervorgehen, doch muss auch erst Phenylalanin aus der Nahrung
hinzugeführt werden, damit auch genug Tyrosin entstehen kann, was
meistens eben nicht der Fall ist).
Ist das Gleichgewicht
erreicht, ob mit oder ohne Präparate, stellt sich tendenziell
für den Menschen und seine Lebensweise eine natürliche Balance
ein - auf allen Ebenen.
Das Maß oder Niveau dieser Balance hängt
indessen auch von weiteren Nährstoffen ab und einem kontinuierlichen Prozess der Ernährung.
Gelegentlich werden 2 weitere
Aminosäuren als Hauptbestandteile an Proteinen entdeckt, die allerdings
im Stoffwechsel des Menschen nicht vorkommen: Selenocystein
und Pyrrolysin (nur bei Bakterien).
Ausser den 20 Aminosäuren, gibt es noch unzählige weitere Aminosäuren,
die
für den Menschen von Bedeutung sind, die jedoch nicht zum Bau von
grösseren Proteinen verwendet werden.
Man nennt Aminosäuren, die zum Bau von komplexeren Produkten des
Organismus verwendet werden können, proteinogen
(proteinerzeugend).
Ornithin bildet übrigens eine Ausnahme, da Ornithin nur Bestandteil des Harnstoffzyklus ist, aber aus Ornithin keine komplexeren Proteine gebildet werden. Gelegentlich taucht aber Ornithin als Aminosäure häufig auf; ähnliches gilt für Taurin, das wichtige Stoffwechselaufgaben übernimmt, aber selbst nicht zum Bau von komplexeren Proteinen gebraucht wird.
Proteine und die darin enthaltenen Aminosäuren sollen nach einhelliger Meinung von Ernährungswissenschaftlern täglich zugeführt werden.
Ich
würde die Empfehlung einer Mindestmenge aber nicht pauschal
übernehmen wollen. In diesem Artikel und überhaupt beschreibe ich , was
ich zu dem Thema allgemein in Erfahrung gebracht habe. Unweigerlich
gibt es aber einen Bereich, in dem man schlecht allgemein werden kann.
Was für den einen wichtig ist, kann für den anderen zuviel sein.
Vielleicht ist es für manche wichtig, auch je nach Arbeit, eine gewisse
Portion Eiweiss zu essen.
Ich
selbst esse nicht besonders viel Eiweiß, wenn man sich an dieses Maß
von so und so viel gramm pro Körpergewicht halten würde. Man kommt dann
auf 40 bis 60 gr. Eiweiß pro Tag. Wenn ich diese Menge
täglich erfüllen sollte, sagt mir mein Gefühl, dass es zuviel wird. Ich
habe ab und zu ein oder zwei Tage in der Woche, wo ich weniger Eiweiß
esse. Ich kann aber sagen, von der Empfindung (Körpergefühl) her
gesehen, habe ich nach einem solchen Tag grösseren Bedarf nach
Eiweiß. Derweil esse ich dann auch nicht immer so viel Eiweiß, dass es
auch bei den übrigen Tagen auf 60 gr oder 40 gr hinaus liefe .
Vielleicht 30 gr. Manchmal esse ich aber mehr Eiweiß, das können ja
schon mal je nach Mahlzeiten den Tag über 80 gr. sein oder so. Ich
denke nicht, dass es für die Nieren usw. besonders schädlich ist, wenn
man ab und zu sehr viel Eiweiß ist. Es ist aber besonders
schädlich, nach allem was ich gehört habe und mir dazu denke, wenn
man lange Zeit sehr viel Eiweiß isst und das in Form von fettreichem
Fleisch, in dem ja noch andere für die Niere auszuscheidende Stoffe
sind. Die Niere hat nur eine begrenzte Kapazität und so ist klar, dass
sich das Blut dann auch anreichern kann mit Stoffen, die nicht
ausgeschieden werden können. So gesehen kann man
Eiweiß-Enthaltungstage begrüßen als Mittel, um jede Überversorgung
tendenziell zu vermeiden.
Generell halte ich die
abwechslungsreiche Ernährung , die sogenannte Rotationsernährung für
ein gutes Mittel, die besonderen Vorteile der Stoffe auszunutzen und
die schädlichen Stoffe der Pflanzen zu vermeiden. Gewisse sekundäre
Pflanzeninhaltsstoffe können bekanntlich nach einiger Zeit den
Stoffwechsel durcheinander bringen, zB weil Pythinsäure Zinkaufnahme
blockiert oder so was. Wenn man das dann wechselt, reichern sich diese
Stoffe nicht in derartigen Konzentrationen an, dass sie ihre schädliche
Wirkung voll entfalten können. Andererseits stehen die gesättigten
positiven Pflanzeninhaltsstoffe jederzeit, nur täglich wechselnd zur
Verfügung. Meiner Erfahrung nach wirken diese zu positiv wirkenden
Stoffe meistens genau einen Tag, nämlich den Tag der
Aufnahme, aber der Aufnahme in den Organismus meist 6-12
Stunden. Es gibt aber eine anhaltende Wirkung, die man der
optimalen Gesunderhaltung des Stoffwechsel wahrscheinlich zuschreiben
muss. Wenn diese positiven Wirkstoffe die Organe an einem Tag oder in
einer Woche der Aufnahme harmonisieren können, dann haben sie
vortrefflich ihren Dienst geleistet, über die Zeit ihres Wirkens
hinaus. Nur ist es natürlich der Körper, der davon profitiert. Der
Wirkstoff wurde gebraucht, verdaut, und hat derweil gewirkt.
Beim Eiweißkonsum strebe ich ein Maß an, und versuche nach Bedarf zu essen. Gibt es mehr Stress, Regeneration nach Krankheiten oder mehr psychische oder körperliche Anstrengung, dann esse ich etwas mehr Eiweiß, das heisst erfülle den empfohlenen Mindestbedarf. Am ehesten tue ich das durch Eier und Sojaprodukte
Gehirnarbeit, mentale Arbeit oder Bewusstseinsarbeit benötigt generell mehr Vitalstoffe, Vitamine in Form von Obst und Gemüse. Was man solche Nahrung nennt, in denen mehr Lichtenergie gespeichert wurde.
Physische Anstrengung, schwere körperliche Arbeit benötigt mehr Eiweiße.
Der Stoffwechsel sollte einwandfrei funktionieren, wenn man reichlich Eiweiß , den Mindestbedarf an mehreren Tagen oder gar die ganze Woche Eiweiß essen möchte. Es kommt dabei ganz einfach auf weitere Nährstoffe an: Vitamine, Spurenelemente, Mineralien.
Umso älter man wird,
desto weniger wird der Bestand an Aminosäuren beim Menschen
ausgeglichen und vollständig sein.
Je nach Lebens- und Ernährungsweise
beginnt ein Mangel an einigen Aminosäuren bereits mit 30-40 Jahren. Das
liegt nicht an Gendefekten oder so. Es ist Begleitumstand angenommener
Lebens- und Ernährungsweisen.
Es
kann dann also gerade für ältere Menschen sehr sinnvoll sein, hin und wieder besondere Eiweißtage
einzuführen. Andererseits sollte man sich auch im Alter nicht an
Eiweißen mästen. Ein Maß , das unterschiedlich für jeden einzelnen Menschen sein kann.
Ein andauernder Überschuss an Eiweißen kann bei einseitiger Ernährung - besonders bei fettreichen Fleisch als tägliches Hauptnahrungsmittel - leicht zur Verschlackung und Übersäuerung führen. Einige Entlastungstage in der Woche wo man weniger bis kein Eiweiß isst und mehr auf Gemüse, Obst und Kohlenhydrate setzt sind in dieser Hinsicht von enormen Vorteil. Umsoweniger weitere Genussgifte man zu sich nimmt, Kaffee, Alkohol, Zucker, desto stärker sind die Reserven, um einen Überschuß an Eiweiß zu verkraften, selbst wenn man dann noch ziemlich viel Fett essen würde.
Zuviel Eiweiß über längere Zeit - über den von Ernährungswissenschaftlern empfohlenen Mindestbedarf - ist schlecht für die Nieren, besonders dann, wenn zusätzlich noch erhebliche Mengen an Fett, Salz, Kaffee, Alkohol, künstliche Nahrungszusätze, Fast Food, überaus viel Fleisch gegessen wird. Auch mangelnde Bewegung ist ein erheblicher Risikofaktor für Beschwerden aller Art, und auch der Nieren. Überaus intensivierte Bewegung (am besten in der Natur) sollte übrigens mit Phasen der Ruhe verbunden werden. Auf diese Weise regeneriert sich der Körper und durch diesen Rythmus zwischen Bewegung und Ruhe stimuliert man auf grundsätzliche Weise sowohl den Stoffwechsel , als auch die Psyche, die letztlich immer irgendwie hinten dran hängt an der Gesundheit.
Einseitige Zufuhr eines Nahrungsmittel, mit einem bestimmten Aminosäurespektrum, kann über lange Zeit hinweg einen Mangel genau an den Aminosäuren verursachen, die in diesem Nahrungsmittel fehlen.
Empfehlenswert:
in die Breite des Spektrums der 20 Aminosäuren zu gehen und dabei die
Verhältnisse der Aminosäuren innerhalb eines Produktes beachten.
Das heißt: öfter Fleischarten
wechseln: Rind, Geflügel, Schwein, evtl. Wild.
Ab und zu auch Fisch servieren.
Typisch reichhaltige
Eiweißquellen auf den Tisch bringen:
Soja/Tofu;
Eier; Käse; Quark und andere Milchprodukte; für
zwischendurch auch mal
Molke, oder einen Proteinshake.
Wichtig ist es, nicht auf die Menge des Eiweisses insgesamt zu setzen, sondern viel mehr auf die Breite der in den Nahrungsmitteln enthaltenen Aminosäuren. Und besonders die essentiellen und semi-essentiellen zu beachten.
Es gibt 20 relevante Aminosäuren.
Um den gesamten Spektrum gerecht zu werden stellt es eine gute Möglichkeit dar, verschiedene Eiweißquellen miteinander zu kombinieren: zB in einer Mahlzeit pflanzliche Nahrungsmittel mit tierischen Produkten, oder verschiedene pflanzliche Nahrungsmittel untereinander zu kombinieren.
Der Körper kann zu einer gegebenen Zeit
nur eine beschränkte Anzahl von Baustoffen/Nährstoffen transportieren,
und Baustoffe verbauen.
Zuviel
Eiweiße können nicht verbaut werden und sie bedeuten sinnlose
Mehrarbeit, vor allem für die Niere.
Es gibt auch eine besondere
Tageszeit, an der Eiweiße besonders gebraucht werden. Wegen der
begrenzten Aufnahmekapazität ist :
1. eine über den Tag verteilte
Eiweißzufuhr sinnvoll, und
2. es ist wohl am besten, gegen Abend hin die
grösseren Portionen Eiweiß zu essen.
Fettreiche Speisen
(Fleischgerichte) sollten am besten bis nachmittags
gegessen werden.
Kohlenhydrate sollten morgens besonders und mittags noch etwas
gewichtet werden.
Diese
Richtlinien sollten nicht als Rat verstanden werden, sondern als
Möglichkeit, eine grundlegende Idee zu verfolgen, die nach dem Bedarf
von Energie und Aufbaustoffen an einem Tag gerichtet ist.
Auch
sollte man keine Regel ultimativ anwenden, sondern anpassen nach
eigenen Prioritäten oder individuell zusätzlich gegebenen Kriterien.
Eiweiße sind nicht primär zur Energieversorgung bestimmt, sondern nur in "physiologischen Notzeiten". Eiweiße sollten also nicht gegessen werden, um den Bedarf an täglicher Energie zu decken. Zur Energiebereitstellung sind Kohlenhydrate wichtiger und zweckgemäßer. Aber begleitend auch die Fette. Aber das soll nicht heissen, dass man erst nach Beanspruchung Eiweiße benötigt, um den Verschleiß an Zellen zu erneuern. Es ist eine bestimmte Portion an Eiweißen morgens sinnvoll, nur eben nicht als grösste Portion.
Der
Eiweissstoffwechsel verursacht gewisse Mengen an toxischen
Substanzen (zB Ammoniak), auf die der Körper jedoch eingestellt
ist. Damit das so bleibt, ist neben einer genügenden Nährstoffzufuhr
(Vitamine) viel Trinken die Devise.
Genussgifte wie Alkohol und Kaffee sollten nicht zur
Regel gemacht werden.
Sie sind einfach eine Belastung und umso länger diese andauert, desto
leichter gerät der Organismus in ein Ungleichgewicht.
Sowohl die Syntheseschritte beim Eiweißstoffwechsel, als auch die Abbauprozesse nicht mehr benötigter Proteine, und die Entgiftungsvorgänge sollen optimal funktionieren können. Dafür braucht es den reibungslosen Ablauf des gesamten Stoffwechsels .
Durch
die gesamte Nährstoffversorgung werden die
nötigen Baustoffe vervollständigt, damit der Körper Produkte
wie Zellbestandteile, Zellwände, Hormone oder Enzyme mit den
Aminosäuren herstellen kann. Hormone, Enzyme und Bestandtteile
von
Zellen bestehen neben den Aminosäuren auch aus Vitaminen,
Fettsäuren, Mineralien, oder werden durch diese Nährstoffe erst zu
diesen Produkten synthetisiert werden können.
Da
das Stoffwechselgeschehen eine ganz
bestimmte Abhängigkeit von Aminosäuren besitzt, lässt sich bei einem
Mangel einer Aminosäure über längere Sicht ein
erhebliches Problem feststellen. Die Reserven sind bei einem
länger andauernden Mangel in der Ernährung irgendwann
aufgebraucht.
Aufbau, Abbau und Entgiftung von Eiweißen benötigt Energie. Man sollte nach oder mit der eiweißreichen Nahrung immer eine gewisse Menge an Kohlenhydraten zu sich nehmen, damit der Eiweißstoffwechsel an die dafür benötigten Energien gelangen kann.
Der Aufbau körpereigenen Eiweißes benötigt einige Energie. Syntheseschritte beinhalten darüberhinaus oft nötige Vorstufen, die aus dem Glukosestoffwechsel (Energiestoffwechsel) gewonnen werden.
Auch der Abbau von Eiweissen benötigt Energie.
In Notzeiten, wenn ausschliesslich auf den Eiweißstoffwechsel zurückgegriffen wird, übersteigt die Erzeugung von Energie durch Eiweiße jenen Bedarf an Energie, der vom Eiweißstoffwechsel selbst benötigt wird. Ein Notstoffwechsel (im Rückgriff auf im Körper eingebaute Eiweiße) sollte jedoch möglichst vermieden werden.
Die Entgiftung
des
beim Eiweißstoffwechsel anfallenden Ammoniak benötigt ebenfalls
stets
eine gewisse Menge Energie (in Form von
Glukose/Kohlenhydraten). Zuviel Verdauungsarbeit - wenn man über
Bedarf Kohlenhydrate zu sich nimmt. belastet allerdings wieder den
Stoffwechsel etwas. Es kommt also auf ein gesundes Maß an, das man
annähernd anstreben kann (exakt wird man es nicht mit irgendwelchen
Plänen oder rigiden Konzepten erreichen).
Beim
erwünschten Entgiften während des Fastens findet während des Fastens
ein abbauender Stoffwechsel statt, bei dem bereits die Energie gewonnen
wird, die zum Entgiften des beim Eiweißstoffwechsel anfallenden
Ammoniak benötigt wird. Das Entgiften beim Fasten wirkt deshalb so
tiefgreifend, weil mit dem Fett gebundene und die in dem Eiweißgewebe
verschlackten Stoffwechselprodukte und Gifte ausgespült werden können,
da der Körper nicht nebenher mit Verdaungsarbeit beschäftigt ist. Er
kann sich dann sprichwörtlich ganz dem Entgiften zuwenden.
Energie wird dem
Körper am besten in Form von Kohlenhydraten bereit gestellt. Dabei gibt
es kurzkettige, die in Form der Glukose schnell den Insulinspiegel im
Blut ansteigen lassen, und mittel- bis langkettige Kohlenhydrate, die
über eine längere Zeit moderat den Insulinspiegel ansteigen lassen, und
sich damit als vorteilhaft für das Stoffwechselgeschehen erweisen.
Generell sind für die Energieversorgung die langkettigen Kohlenhydraten am
besten geeignet.
Ein kataboler Stoffwechsel ist ein solcher, bei dem in der Bilanz mehr Eiweiße abgebaut als aufgebaut werden.
Der aufbauende Stoffwechsel wird auch anaboler Stoffwechsel genannt; man vergleiche den Begriff "Anabolika" aus dem Sportbereich, da anabole Stimulanzien den aufbauenden Stoffwechsel beflügeln sollen.
Anabol wirksame Maßnahmen soll übrigens u.a. Magnesium und
Silizium sein.
Katabol wirkt besonders ein hoher Zuckerkonsum und gesättigte (erhitzte) Fette.
Da das Gehirn und alle Organe und Zellen auf beständige Energiezufuhr in Form von Glukose angewiesen sind, werden in Notzeiten Muskelmasse und Bindegewebseiweiß abgebaut, da sich aus ihnen Glukose gewinnen lässt.
Eiweiße können im Körper auf- oder abgebaut
werden. An Aminosäuren und Proteinen gebunden ist Stickstoff, der beim
abbauenden Stoffwechsel frei wird und mit der Niere ausgeschieden wird.
Bei einem überwiegend abbauenden Stoffwechsel
fehlt der Ausgleich durch den aufbauenden Stoffwechsel, und die
sogenannte
Stickstoffbilanz ist negativ. Anders gesagt verliert der Körper mehr
körpereigene Substanz, als er erhält.
Eiweiße können vom Körper aus der bestehenden Körpersubstanz abgebaut werden (zB Kollagen des Bindegewebes). Im kleinem Maßstab geschieht das regelmässig, allein aufgrund der beständigen Regeneration und Zellerneuerung.
Normalerweise werden wir dem Körper täglich neue Eiweiße zuführen, um die Wiederherstellung verlorener Bausubstanz zu gewährleisten und gewissermaßen "auf dem Ast sitzen zu bleiben", auf dem wir uns befinden. In der Natur ist diese zyklische Erneuerung der "irdische, physische Weg", indem aus Altem neuen entsteht, ohne dass das generelle Wachstum in Frage gestellt ist. Symbolisch am eindrucksvollsten ausgedrückt in dem Hauterneuerungsvorgängen der Reptilien.
Ein
Abbau von körpereigenen Proteinen geschieht auch dann, wenn der Körper für
wichtige Organe Aminosäuren oder noch wichtigere Energie benötigt, aber sie nicht mit der Nahrung
erhält.
Dann
greift
er zu mehreren Aminosäure-Arten, die sich dazu eignen, aus
ihnen
Energie zu gewinnen, oder die Bedürfnisse von Organen
zufriedenzustellen. Dafür werden diese Aminosäuren aber dort fehlen, wo
sie hergeholt wurden: Im Bindegewebe, das bei anhaltend katabolen
Phasen immer schwächer wird.
Werden Proteine aus dem Bindegewebe abgebaut, können
einige Bestandtteile der Eiweiße als einzelne Aminosäuren weiter
verwendet werden, andere können zu Glukose verstoffwechselt
werden (in Muskeln und der Leber).
Weitere
Baustoffe, die am Bindegewebe beteiligt waren, und nun zusammen mit den
benötigten Aminosäuren herausgelöst wurden, werden einfach
ausgeschieden. So zB das wichtige Bindegewebseiweiß Hydroxyprolin (das
aus Prolin mit Hilfe von Vitamin C und Eisen entsteht), es
kann nicht wiederverwendet werden und muss ausgeschieden werden
wenn es einmal aus dem Komplex des Bindegewebes gelöst wurde zusammen
mit den vom Körper benötigten Aminosäuren; der Körper kann Zellen
und Fasern des Bindegewebes nur in einem Stück auflösen und daher fällt
beim Abbau immer mehr an, als konkret gebraucht und verwendet werden
kann.
Der
Abbau von Bindegewebe findet zB statt, wenn wir rigoros fasten. Deshalb
ist Bewegung während
dem
Fasten wichtig, damit die Eiweisse nicht aus der Muskelmasse
herangezogen werden, sondern mehr aus dem Bindegewebe. Denn gewöhnlich
ist es während dem Fasten ja gerade der Sinn, dass mit die im
Bindegewebe gebundene Gifte ausgeschieden werden sollen (Gifte sind an
Eiweißen und Mineralien gebunden).
Die Stärke des
Bindegewebes ist die eine Sache, die Masse eine andere. Bindegewebe in
der Masse gibt es genügend.
Ein zeitlich begrenztes Fasten (zB 14 Tage) greift bei
halbwegs gesunden und intakten
Bindegewebe noch nicht die Stärke des Bindewegebes insgesamt, sondern
erst mal die Masse des
Bindegewebes an, und stellt noch keine besondere Gefahr für ein Risiko dar.
Eine
mangelnde
Eiweißversorgung über längere Zeit zuvor, kann jedoch dann während des
Fastens eine zunehmende
Schwächung des Bindegewebes bedeuten.
Ähnliches wie Fasten findet auch
statt, wenn wir öfter Hungerzeiten durchleben, etwa regelmässig
ungenügend frühstücken.
Wenn die Muskeln zB Lysin oder Prolin benötigen (für die
Bildung der
Proteine Aktin und Myosin bzw. für die Energieversorgung der Muskel),
und
der Organismus findet Lysin oder Prolin nicht genügend vor, sei es aus körpereigener Herstellung oder mit der Nahrung,
dann
wird es womöglich einfach
aus dem Bindegewebe geholt, wo es gängiger Strukturbestandteil ist. Da täglich ungenügend Eiweiße zu sich
genommen werden, findet kein Ausgleich dieses Abbaus statt.
Ähnliches
geschieht mit anderen Aminosäuren im katabolen Stoffwechsel.
Wie erwähnt, kürzere Mangelzeiten stellen keine eigentlichen Mangelzeiten dar. Der Körper kann durchaus eine gewisse Zeit überbrücken, und Fasten ist gewöhnlich ein Gesundungsweg. Es kommt vielmehr an auf die Ernährungsgewohnheiten über längere Zeit.
Übrigens: Werden zu viele Kohlenhydrate (zB in Form von Zucker) zugeführt, wird durch komplexe Stoffwechselvorgänge - mit Beteiligung des Insulins - der abbauende katabole Stoffwechsel beflügelt.
Die meisten Gesundheits-Organisationen nennen einen täglichen Bedarf von pauschal 0.8g pro KG Körpergewicht unter normaler körperlicher Beanspruchung für einen Erwachsenen. Für einen 65 KG schweren Menschen ergäbe das 52 gr. Eiweiß pro Tag.
Es gibt jedenfalls verschiedene Bedarfszahlen, je nachdem ob es sich um ein Kind oder älteren Menschen handelt.
All diese Zahlen sollten als Richtwert und nicht als verlässliche Größe angesehen werden. Es erscheint unmöglich, für die konkrete Lebenssituation, Anforderung im Alltag, momentane Konstitution und Lebenswandel verlässliche Größen anzugeben.
Das
Verhältnis zwischen Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten wird von der
DACH folgendermaßen angegeben:
Kohlenhydrate: 55%
Eiweiß: 10-15%
Fette: 30%
Die Fette sind also nicht unwichtig. Wir können uns auch durch Nüsse und Ölsauce im Salat usw. von Fetten ernähren, und sind nicht ausschliesslich angewiesen auf Fette in Fisch und Fleisch.
Andere Überlegungen aus dem Sportbereich beziffern den
sinnvollen Anteil etwas verschieden, zB:
Kohlenhydrate: 25-30%
Eiweiße: 35-45%
Fett: 30-35%
Dabei muss beachtet werden, dass Sportler wegen den Belastungen von einem erhöhten Proteinbedarf ausgehen.
Kohlenhydrate bleiben also wichtig. Einige Zwischenprodukte des Glukosestoffwechsels liefern auch wichtige Vorstufen der nicht-essentiellen Aminosäuren (zB Serin, aus dem Glycin umgewandelt werden kann).
Meiner Meinung nach sollte gerade das Frühstück aus einer ordentlichen Portion Kohlenhydrate bestehen. Immerhin sind die Glukosespeicher der Leber in der Nacht geleert worden und müssen neu aufgefüllt werden.
Weitere Referenzwerte über die Nährstoffzufuhr.
Günstig ist es, wenn wir die Eiweisszufuhr
nicht mit einer
Mahlzeit decken, sondern über den Tag verteilen.
Man kann sich den Stoffwechsel einschließlich Verdauungsorgane als einen Raum vorstellen, der sich im stetigen Fluß befindet. Es handelt sich um einen Organismus, der ständig bemüht ist, die Nährstoffe, die wir aus der Nahrung zu uns genommen haben, an einen Ort zu bringen, um sie dort verbaut zu haben, Der Organismus versucht möglichst den Raum des Stoffwechsels frei zu bekommen, damit der übrige Nährstrom aber vor allem die eigentliche Funktion des Ganzen gewährleistet bleibt.
Die Zellen von Organen und Geweben nehmen sich beständig aus dem Angebot des Blutes die für sie nötigen Aminosäuren, um daraus Proteine, zB Hormone oder Enzyme, oder Zellbestandteile zu bilden.
Wenn zuviele Eiweiße vorliegen, und gleichzeitig nicht annähernd alle der 20 Aminosäuren vorhanden sind , kann das Angebot vom Körper nur wenig zum sinnvollen körpereigenen Proteinaufbau verwendet werden.
Die Muskeln versorgen sich in Notzeit mit Energie, indem
Muskeleiweiß abgebaut wird. Für andere Organe muss die Leber die
Glukose liefern, wenn sie nicht mit der Nahrung zugeführt wird. Die
Leber kann also aus Eiweißen auch
Energie in Form von Glukose gewinnen, was aber einen problematischen
Nebeneffekt hat:
Ammoniak, der bei jedem Eiweißabbau entsteht.
Wenn Aminosäuren aus ihrer übergeordneten Proteinstruktur, in
der sie normal als Baustoff verwendet
werden, herausgelöst werden, ist damit die Ammoniakbelastung
des Stoffwechsels angestiegen.
Wird
über die Jahre zu viel Eiweiß und zu wenig Kohlenhydrate gegessen, wird
die Leber entsprechend beansprucht.
Probleme macht das alles aber
meist erst, wenn weitere Risikofaktorenhinzukommen (zB regelmässiger
Alkohol, zu fettreiches Essen oder weitere Stoffwechselprobleme, etwa
durch extensiven Kaffeekonsum).
Aber auch die Niere muss alle
Stoffwechselabfälle, die beim Eiweißverzehr entstehen, ausscheiden. Die
Leber baut ab und entgiftet (neutralisiert die Gifte um die
ausscheidbar zu machen), die Niere scheidet sie aus. Die Niere
wird bei Beanspruchung tendenziell eher leiden als die Leber.
Wichtiger Aspekt bei der Ernährung ist, dass man möglichst auf
die
Breite des
Spektrums der Aminosäuren setzt - was bedeutet, bestimmte
Mengen aller Aminosäuren zugeführt zu haben.
Deutlich wird ein
solches Unverhältnis zB dadurch, dass wir von
drei Lebensmitteln, die
wir innerhalb eines Tages essen, keines davon Cystein oder Methionin
enthält, oder kein Prolin, Phenylalanin usw..
Denn Baustoffe können nur gebildet werden, wenn alle dafür nötigen Aminosäuren und Nährstoffe vorhanden sind. Im Körper wird andauernd etwas benötigt, weil andauernd etwas gebaut wird.
Doch der Stoffwechselraum ist begrenzt und eine grosse Menge eines einzigen Nährstoffes kann in kurzer Zeit schlecht verwertet werden. Besser ist es, wenn man die Menge dieses Nährstoffes über den Tag verteilt.
Besser ist es auch, wenn man mehrere Nährstoffe
zu einer Zeit zuführt, als nur einen.
Der Körper benötigt
Baustoffe. Wenn zu einer gegebenen Zeit genug Material für einen
kompletten
Baustoff (zB ein Hormon) vorhanden ist, und dieser Stoff gebaut werden
kann, ist dies ein offensichtlicher
Vorteil. Es
ist nicht nur effektiver, sondern da der Körper nur über
einen begrenzten Raum verfügt, ist es beinahe logisch und folgerichtig,
dass er hauptsächlich das Stoffwechselgeschehen als Fabrik und nicht
als Lager definiert.
In einem Lager warten Baustoffe auf die
Verwendung.
In dieser Weise, dass er den Baubetrieb und nicht die Lagerung beabsichtigt, hat der Organismus Ähnlichkeit mit
einem ökonomischen Prinzip.
Anders gesagt, erzeugen wir einen
beschleunigten Stoffwechsel. Wir können dem Körper die Bauprozesse in
kurzer Zeit ermöglichen und so wenig Um- und Abbauprozesse erzwingen,
wie es nötig ist, um Stoffe herzustellen.
Um- und Abbauprozesse werden
erledigt, um solche Baustoffe zu erhalten, was generell Zeit und
Energie verschwendet und eben auch Sequenzen, Abläufe, Zusammenhänge von Prozessen, die an ihr Ende geführt werden müssen.
In einer Fabrik ist es also am besten, wenn stets produziert
wird, und zwar
möglichst dass alles fertig wird und möglichst mit wenig Abfällen.
Mehr Abfälle entstehen durch jeden abbauenden (katabolen) Stoffwechsel. Beim Abbau von Eiweißen entstehen mehr Stoffwechselgifte (Ammoniak), der ausgeschieden werden muss. Für jedes Umbauen und auch jedes Entgiften werden Nährstoffe und auch bestimmte Aminosäuren benötigt.
Für den Aufbau von Eiweißen wird dagegen vor allem Energie benötigt, und natürlich der Baustoff (in Form wichtiger Aminosäuren, aber auch bewirkenden Enzymen und Mineralien, und anderen Bauteilen).
Für Aminosäuren in erheblichen großen Mengen besteht kein Raum. Und der Körper ist auf einen Überschuss einzelner Nährstoffe schlechter eingestellt, will dieses Ungleichgewicht prinzipiell beheben. Überschüssige Aminosäuren werden einfach ausgeschieden.
Es ist besser, sich den Tag über kontinuierlich mit Eiweiss zu versorgen, anstatt den Tagesbedarf an Eiweißen mit nur einer Zufuhr am Tag zu decken.
Generell scheint die Einnahme der größeren Portionen an Eiweißen im späteren Tagesverlauf bis zum Abend vorteilhaft. Doch man sollte auch morgens eine kleine Portion an Eiweißen gegessen haben.
Man sollte grundsätzlich den Körper
nicht an eine
Regelmässigkeit gewöhnen
- es stellt sich erfahrungsgemäß heraus, dass der Stoffwechsel sich darauf einstellt und
bald träge wird, und
viel schlechter die Nährstoffe dieser Art verwerten kann.
So kann man
die grösseren Portionen Eiweiße abwechselnd auch mal morgens oder
mittags und über den Tag verteilt zu
sich nehmen
Sowohl ein Eiweißtag (besonders viel Eiweiß) als auch ein Tag mit besonders wenig Eiweiß sind weitere Möglichkeiten.
In Bezug zu Aminosäurepräparaten spielt es eine zusätzliche Rolle, dass ein
Überschuss einzelner Aminosäuren sich nicht bei jeder gleichermaßen als störend
herausstellt, und es einige Aminosäuren gibt, die bei Übermengen
bedenklicher sind als andere.
Als bedenklicher gelten Tryptophan, Glutaminsäure,
Asparaginsäure, Phenylalanin und Methionin.
Kretzer (unter Fitnessfuchs / Supplement Infos / Proteinausarbeitung) nennt wertvolle Hinweise, so dass zB ein erster Schub Eiweiße am besten in Form von Proteinpulver direkt nach dem Training erfolgt, und dann 10 Minuten später Aminosäuren Supplements zuzuführen sind (freie Aminosäuren als Präparate), und zwar zusammen mit einer gewissen Menge Kohlenhydrate.
Andere
betonen dagegen die Wichtigkeit der Kohlenhydrate, die nach dem
Training und der Belastung mengenmässig etwa 60% im Vergleich zu 40%
Eiweißen zugeführt werden sollten - wobei diese Zufuhr über mehrere
Stunden getätigt werden sollte.
Zu irgendeiner Tageszeit müssen
auch genügend Fette zugeführt werden, aber es scheint ungünstig es kurz
vor, während und nach dem Training zu tun.
Übliche Behauptungen sind entweder:
Tierische
Eiweisse beinhalten für den Menschen gut verwertbare
Aminosäurenkomplexe.
Die Proteine des Tiers ähneln denen, die der
Mensch aufbauen muss.
Oder: Bei der Verdauung von tierischem Eiweiß
muss nicht besonders viel Energie aufgewendet werden.
Einzig
die Behauptung, dass Fleisch besonders viele essentielle Aminosäuren
aufweise, mag sich als richtig heraus stellen.
Doch
auf der anderen Seite steht, was wir mit dem Fleisch sonst noch
erhalten (Purine; Cholesterin; Fett), und dass so ein
Vorteil durch einen anderen Nachteil entkräftigt wird.
Wenn es
darum ginge, ob Nahrungsmittel mehr Vor- als Nachteile aufweist, kann
das Fleisch mit pflanzlichen Nahrungsmitteln nicht mithalten. Es gibt
zwar einige Fleischsorten, doch letzten Endes sind sie alle gleich. Bei
Pflanzen sieht das anders aus, ist jede Pflanze anders.
Abwechslungsreiche Ernährung kann fast nur unter Einschluß pflanzlicher
Nahrungsmittel funktionieren.
Fleisch hat für mich einen ganz anderen Vorteil, nämlich die bessere Verwertbarkeit von Eisen und anderen Mineralien.
Die
Eiweißgehalte tierischer Produkte sind im Verhältnis auf
die
Gesamtmenge der Nahrung stets größer als in pflanzlichen
Produkten. Anders gesagt: Im Fleisch steckt eine geballte Ladung
Eiweiß, aber auch Fett in den nicht so gesunden Qualitäten.
Essen
wir täglich Fleisch, kann das leicht ein Ungleichgewicht erzeugen, aber
nicht in erster Linie wegen dem Eiweiß, sondern den anderen Stoffen des
Fleisches, zB etliche Cholesterine und Purine. Gerade die Purine können
den Stoffwechsel bei täglichem tierischen Fleischverzehr überfluten
über ein noch gesundes Maß und träge machen.
Dem
Fleisch fehlen die Ballaststoffe und die sekundären
Pflanzeninhaltstoffe, die eine günstige und vitalisierende Wirkung auf
den Stoffwechsel aufweisen.
Die sekundären Inhaltsstoffe bedeuten das Maß, das wir der
allgemein üblichen Belastung durch Schadstoffe und Schlacken entgegen
stellen können.
Die gute Verwertbarkeit des Fleisches hinsichtlich des Eiweißes bedeutet nicht, dass das Eiweiss des Fleisches nun generell besser für den Organismus geeignet sei.
Trotz dass man dem tierischen Eiweiss eine gute Verwertung nachsagt, hat es doch ein begrenztes Aminosäurenspektrum wie jedes Nahrungsmittel. Wenn man es zB nicht mit pflanzlichen Aminosäurenquellen kombiniert. Oder sich ausschließlich von einem Nahrungsmittel (zB Fleisch) ernähren würde.
Tierisches
Eiweiß hat anscheinend tatsächlich in seinem Aminosäuren-Spektrum eine grössere
Ähnlichkeit mit dem von Menschen benötigten Eiweiß.
Zusätzlich vermag das Fleisch mehr als pflanzliche Produkte
auf Dauer den Körper zu übersäuern - abgesehen von der
grundsätzlichen Notwendigkeit, dass Fleisch gut erhitzt, d.h.
durchgegart werden muss, womit mehr gesättigte Fettsäuren entstehen. Die in Übermaß wiederum ungünstig sind.
Dem tierischen Eiweiß wird nachgesagt, dass es die Verschlackung begünstigt. Das kann einerseits an der leichten Verwertbarkeit liegen, oder an den vielen Stoffwechselgiften (Cholesterin, Purine usw.) liegen oder an einem Überangebot eines bestimmten Aminosäurespektrums oder den durchaus grossen Mengen an Fett (evtl. verstärkt durch Zubereitungsart des Fleischs) - es wird der Stoffwechsel träge. In einem trägen Stoffwechsel werden viele Prozesse im Körper womöglich nicht abgeschloßen (zB Kollagen Typ 3 statt dem in der Entwicklung vollendeten Kollagen Typ 1 bei einem Gewebe).
Eine
weitere Möglichkeit, warum gerade Menschen, die viel Fleisch essen, oft
auch an einer Übersäuerung leiden, ist, daß sie sich auch sonst nicht
gerade gsundheitsbewusst ernähren, und viel Kaffee, Alkohol und Zucker
konsumieren (also überwiegend nach Geschmack gehen). Zweifellos
schmeckt
vielen Menschen Fleisch einfach besser, als immer nur einen
soliden Maiskolben
auf den Teller zu bekommen. Möglicherweise liegt es auch an der
stimulierenden Aminosäure Arginin im Fleisch.
Kurzum: Fleisch als tägliches, massives Hauptnahrungsmittel ist
wenig sinnvoll. Sinnvoller ist ein gemäßigter oder kontrollierter
Konsum. Weniger sinnvoll ist es, auf Fleisch ganz zu verzichten.
Für Veganer sollten zumindest Eier oder Käse auf dem Speiseplan stehen.
Pflanzliche Eiweiße sind gar nicht schlechter. Die Verdauung von Pflanzen dauert länger, ja. Aber die Verwertung der Eiweiße soll laut einer Studie sogar besser sein, als in tierischen Produkten.
Die Ordnung und Struktur der pflanzlichen Nahrung ist ein weiteres Kriterium, der man Beachtung schenken mag.
Ordnungen
und
Verhältnisse überträgen sich - auf welchem Wege auch immer - auf uns Menschen, ob
wir
Fleisch essen oder uns von Zusätzen in der Nahrung ernähren
(denaturierte Produkte, die aus ihrem natürlichen Verbund mit anderen
Nahrungsbestandtteilen gerissen sind).
Es mag diese Übertragung von
Ordnungsprinzipien oder Bedeutungen von Pflanzen/Tieren auf
Menschen, als ein Aspekt im weitesten Sinne, symbolisch oder
faktisch festzustellen sein. Tatsache ist, dass die Psyche, die durch
den Stoffwechsel bedingt wird, letztlich von dem genährt wird, was
Verhältnisse und Strukturen von Pflanzen oder Tieren liefern, und zwar
in Form von Begleitstoffen und pflanzlichen sekundären Inhaltsstoffen.
Und Fakt ist auch, dass Tiere und Pflanzen eine unterschiedliche Bedeutung für den Stoffwechsel aufweisen.
Man kann behaupten, dass die Pflanzen durch
ihren sonnenintensiven Bezug eine Resonanz mit unserer
grundlegend spirituellen, geistigen und lichtwärtsgewandten
Lebensausrichtung aufweisen, nämlich dass auch wir geneigt sind - wie
alle Lebewesen -, uns nach dem Licht auszurichten.
Symbolisch, analogisch und teilweise sogar äusserst prägnant (Schlaf/Wach-Rythmus).
Die Pflanzen stellen die grundlegendste Quelle eines solchen Bezuges dar. Ihr ganzes Leben und Überleben ist an der Sonne gebunden. Wir dagegen können uns von Licht nicht ernähren; allenfalls ist der Körper in der Lage einzelne Nährstoffe wie Vitamin D mit Hilfe der Sonnenstrahlung zu bilden.
Die Romantiker verschiedener Epochen einschließlich Goethe schienen bereits ein natürliches Gespür für diese Zusammenhänge gehabt zu haben, und so bildete sich ein bekanntes Symbol: "per aspera ad astra", zu deutsch: aus der Dunkelheit zum Licht. Zweifellos gibt es dazu verschiedene Ebenen, die angesprochen sein können.
Überträgt
man diese Symbolik auf das Heranwachsen des Kindes: tauchen wir auf aus
unserer Unbewusstheit, "gebildet" durch verschiedene
Nervenvernetzungen, Hormone und Psycho-Transmitter, die unsere
Bewusstheit ausmachen und uns von dem unterschiedslosen und dumpfen
frühkindlichen Bewusstsein unterscheiden.
Wir
nehmen mit der Zeit eine
Struktur des Bewusstseins an. Wir werden lebensfähig, aber bleiben
individuell, ähnlich wie es die Sonne unter den Sternen ist. Unsere
Ausstrahlung befruchtet das Leben und alle Lebewesen befruchten auf
ihre Art das Leben um ihnen herum und alle Leben bilden ein Ganzes, so
wie die Sterne insgesamt an ihrem Platz sind und doch ein Gemeinsames
bilden.
Übertragen
wir die Symbolik des Lichtes weiter auf Aspekte
unserer natürlichen Veranlagung, zB unser Bedürfnis glücklich zu werden, dann wird
vielleicht einsichtiger, aus welchen Grund vegane Ernährung einen gewissen Vorteil
aufweisen könnte. In kurzen Worten: Weil bei den Pflanzen die Ordnungen des Lichtes in höchster Konzentration vorliegen (in der
gebundenen Form von Ordnungen
und Verhältnissen der einzelnen Nahrungsbestandteile zueinander und hinsichtlich des Wesens des Geistes).
Während sich
Tiere bereits aus zweiter Hand von den Pflanzen ernähren, und wir
praktisch uns aus dritter
Hand bedienen werden, wenn wir tierische Produkte konsumieren.
Schaut man sich die Wirkungen von pflanzlicher Nahrung im Vergleich zu tierischer an, schneidet die tierische Nahrung schlechter ab, weil zusätzlich viele Fette in Form gesättigter Fettsäuren, Cholesterin, und Purine aufgenommen wurden, die den Stoffwechsel tendenziell träge machen.
Manche
sekundären Pflanzeninhaltsstoffe (zB Phytinsäure) blockieren
Mineralien, so daß diese vom Körper nicht mehr verwertet werden können.
Gewöhnlich ist der Überschuß an Nährstoffen bei einer vollwertigen und
abwechslungsreichen Kost ausreichend, um diesen Effekt zu kompensieren.
In anderen Pflanzen befindet sich Oxalsäure, die ungünstig wirkt.
Ungünstige
Wirkungen auf den Stoffwechsel ergeben sich nur bei einseitiger
pflanzlicher Ernährung. Fleisch ist jedoch Fleisch, die
Bestandteile verändern sich kaum, und Fleischkonsum findet kaum
eine Abwechslung, allerhöchstens grob und im Detail finden sich
Unterschiede von Fisch, Huhn zu Rind und Schwein.
Aus vielerlei Gründen empfiehlt sich eine abwechslungsreiche
Kost,
damit man möglichst von diesen Stoffen - sei es Purinsäure oder Phytinsäure - nicht allzu lange genährt
wird (Akkumulation), und von den nötigen Nährstoffen genügend versorgt
ist.
Es
ist kein Märchen, dass ein geringer Anteil der Sorgen und Qual des
Tieres in seinem Fleisch verewigt wird, sei es in physischer Form der
Hormone, oder in energetischer Form der Angst oder des Ungemachs. Die
überraschende Tötung mag zutreffend sein, doch der Geruch des Todes in
einem Schlachthaus beeinflusst meines Erachtens durchaus jeden
Instinkt. Es ist dann nur die Frage, in wie weit die Tiere Zeit
haben diesen Eindruck zu akkumulieren, bevor sie getötet werden. Viel
bedeutender ist die Haltung des Tieres.
Ich bin sicher, dass es
auch einen energetischen Unterschied zwischen frei laufenden Hühnern
und Stallhühnern gibt. Von "Rationalisten", die gegen jeden Mythos
kämpfen, würde man für so eine Meinung nur ausgelacht werden.
Ich
als Medialer konnte seit meiner Kindheit beobachten, wie die Art der
Zubereitung das Essen energetisch "aufbereitet" : wenn man sich beim
Essen streitet, kommen diese "Ionen der Wut" in das Essen und man wird
genährt von diesen hektischen Impulsen der Wut und Zerstreuung. Das ist
für mich eine solche Wahrheit, wie dass man Schneefall beobachten kann,
wenn man sich nur an den richtigen Orten aufhält und über die
"Wahrnehmbarkeit von Schneefall" verfügt.
Tatsache ist, dass
man auch wissenschaftlich einsehbar Unterschiede zwischen Tieren
findet, die unterschiedlich gehalten wurden. Kühe, die auf Bergwiesen
fressen können, sind in ihrer Milch reicher an Omega-3-Fettsäuren.
Tierisches
Eiweiss
beinhaltet mehr essentielle Aminosäuren als die meisten pflanzlichen
Eiweißquellen, und es sollte auch wegen der besseren Verwertbarkeit von
Mineralien (zB Eisen) nicht
vollständig aus dem Ernährungsplan verbannt werden.
Für
mich ist eigentlich nur dieser Sachverhalt (Mineralien) relevant, um beim
tierischen Produkten von einer besseren Bioverfügbarkeit zu reden.
Denn
die essentiellen Aminosäuren lassen sich auch in bestimmten Hülsenfrüchten, Gemüsen, Getreiden, Nüssen finden.
Wenn die essentiellen Aminosäuren von Relevanz
für die Bioverfügbarkeit von Eiweiß sein sollen, könnte man ja
gleichermaßen davon reden, dass die Bioverfügbarkeit von Nüssen einfach
besser ist als von Gemüsen. Aber man betont üblicherweise, einseitig
und paradoxerweise, immer nur den Vorzug des Fleisches. Es scheint als
wollen einige auch nur schwarz-weiss Kontraste aufbauen, und bringen
dann Gegenentwürfe, um die pflanzliche Kost zu verunglimpfen
(Phytinsäure, Trypsinblocker; oder es werden die verschiedenen
Denaturierungen von Sojaprodukten hervorgehoben - was allerdings wenig
über das pflanzliche Orginalprodukt aussagt).
Dabei
wird oft vernachlässigt, dass sich einfach mit der einseitigen
Ernährung solche Probleme einstellen, und dass man Fleisch grob gesehen
gar nicht vielseitig konsumieren kann - weil Fleisch immer Fleisch
bleibt und nur zu geringen Anteil seine Bestandteile von Sorte zu Sorte
ändert. Bei Pflanzen sieht das grundlegend anders aus, es tun sich
grössere Unterschiede betreffend den Inhaltsstoffen von Sorte zu Sorte auf.
Es ist vielleicht einfach nur eine Frage, wie man sich ernähren will. Der Wille ist oft etwas, was uns instinktiv schon zu der uns passenden Ernährung führt. Jedoch manchmal führt uns in Körpersignal als Lust am Geschmack in die Irre, oder wenn bestimmte Überzeugungen und Glaubenshaltungen uns leiten. Ich kann mir vorstellen, dass viele den Fleischkonsum verteidigen, weil sie Geschmack am Fleisch gefunden haben...
Pflanzliches Eiweiss ist besonders an eine gute Verdauungsfunktion gebunden. Die Eiweisse aus den pflanzlichen Zellwänden können nur unter grösseren Aufwand von unseren Verdauungsorganen erschlossen werden. Anders gesagt, es kommt bei der pflanzlichn Nahrung ganz besonders auf einen intakten Stoffwechsel an. Während ein intakter Stoffwechsel auch beim Fleisch in seinen Entgiftungsfunktionen nützlich ist, um Purin, Fette und grosse Mengen an Cholesterin im Fleisch abzubauen. Dabei stellt sich Geflügel als leichter zu verstoffwechseln heraus, als Rindfleisch und Schweinefleisch.
Siehe zum Unterschied zwischen pflanzlichen und tierischen
Eiweiss
(und dem Mythos über die bessere Verwertbarkeit) auch folgenden
Artikel: http://www.hermine-faber.de/VEGANZWERGE/eiweiss.htm
Im Netz findet man noch weiteres wenn man einfach "Mythos
tierisches Eiweiss" bei der Suchmaschine (zB Google) eingibt.
Sojaeiweiss ist aufgrund des breiten
Spektrums an hochwertigen Aminosäuren eine gute Sache.
Zum Beispiel in Form von Tofu.
Es gibt ja nun einige Möglichkeiten, Sojaprodukte zu verzehren. Soja in
Pulver, Sojabohnen als Hülsenfruchtgericht, oder eben als Tofu, die
wohl beste Möglichkeit, um Soja auf den Tisch zu bringen.
Hochwertig
sind Aminosäuren, wenn sie in einem Verhältnis vorliegen, dass
besonders die essentiellen Aminosäuren berücksichtigt und möglichst das breite Spektrum aller Aminosäuren abdeckt,
und dabei mengenmässig die
Aminosäuren nahezu gleich verteilt sind. Ein Nahrungsmittel, dass ein
perfektes weil für uns brauchbares Verhältnis wiederspiegeln
würde, gibt es nicht. Schon allein, weil unser Bedarf von Memnsch zu
Mensch verschieden sein kann. Dennoch weist Soja ein gutes
Spektrum auf, abgesehen von Methionin und Cystein, das aber auch in
anderen Nahrungsmitteln selten anzutreffen ist. Dagegen weisen
Sojabohnen aber viel Phenylalanin und Asparaginsäure auf. Auch die
Widerstandkraft und Immunstärke produzierende Aminosäure Lysin ist
zahlreiche vorhanden, und Arginin der Jungbrunnen. Mit dem
hormonaktivierenden, "kreativ- und glückseeligmachenden" Phenylalanin
erkläre ich mir den Griff vieler Leute zu Soja.
Wenn man jedoch Sojaprodukte dauerhaft, also ununterbrochen einnimmt, kann sich dies auch wieder ungünstig auswirken, da in Sojabohnen einige Bestandtteile enthalten sind (sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe), die sich angehäuft negativ auswirken könnten (zB Phytoöstrogen, Isoflavone). Generell ist es das beste, jedes Nahrungsmittel immer nur phasenweise auf die Woche bezogen zu essen, damit die Konzentration bestimmter sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, die bei jeder Pflanze mehr oder weniger verschieden sind, ein bestimmtes Maß nicht überschreitet. Zwei bis drei Tage Enthaltung genügen vollkommen , um ein bestimmtes Maß von Akkumulation dieser Stoffe vollständig abzuwenden. Das heisst, es blieben für eine Woche noch etwa vier Tage, an denen man sich überwiegend und ohne Gewissensbisse mit Soja ernähren kann.
Eine gute Ergänzung mit Soja stellt Hähnchenfleisch dar. Eine andere gute Eiweißquelle stellt das Hühnerei dar. Beides liefert mehr Methionin und Cystein als Soja.
Die
tägliche Versorgung mit Aminosäuren sollte ein möglichst vollständiges
Profil enthalten.
Das Prinzip lautet: wenn einige Aminosäuren in
einem
bestimmten Nahrungsmittel fehlen, ergänzt man am besten
ein
Nahrungsmittel, das diese fehlenden Aminosäuren beinhaltet (innerhalb einer Mahlzeit ergänzen).
Das Prinzip beruht auf der Feststellung:
Wenn eine Aminosäure unter den 20 existierenden fehlt, kann
der
Körper schon Probleme haben, die gesamten zugeführten Aminosäuren
schnell und effektiv zu verwerten.
Was ist dann der Sinn von
Baustoffen, wenn weitere Baustoffe fehlen? Die Folge ist: nicht alles
kann
gebaut werden. Hormone können fehlen, auch solche, die auf Zellebene den
Stoffwechsel steuern.
Bessere Eiweiße aufzunehmen, soll bedeuten, dass diese im Organismus eine wichtige Funktion erfüllen, oft handelt es sich dabei aber nicht nur um essentielle Aminosäuren. Es bedeutet, dass einfach möglichst das gesamte Spektrum an Aminosäuren abgedeckt wird.
Zum Beispiel werden für das Bindegewebe Lysin, Glycin und Prolin als wichtigste Bestandteile benötigt. Umso schlechter in dieser Hinsicht die Eiweißversorgung, desto schlechter wird auch das Bindegewebe, weil andere, schlechter geeignete Eiweiße für das Bindegewebe herhalten müssen oder Teile der Bindegewebsproteine unvollständig sind. Zusätzlich werden im Fall von minderwertigem Bindegewebsproteinen und einem Mangel an entgiftenden Aminosäuren auch die mögliche Belastung durch Schadstoffe noch mehr die Funktion des Bindegewebes ungünstig beeinflussen.
Eine bestimmte Art von
Aminosäuren, die auch zahlreich in
der Nahrung vorkommen, werden bei ihrem Überangebot und bei gleichzeitigem
Mangel an hochwertigen Eiweißen ins Kollagen verbaut, und dazu zählen
auch die Gefäße
und Adern (Arteriosklerose).
Solche "minderwertigen" Eiweiße neigen
zu Verklebung, binden sich zudem gerne mit Giften, ohne sie dabei aus
dem Körper zu bringen, und bedeuten insgesamt eine
Verschlackung.
Jede Aminosäure oder Proteinkomplex hat unterschiedliche Aufgaben, und umso besser der Körper versorgt, und in seinen Reserven mit diesen Aminosäuren gefüllt ist, können auf Zell- und auf Zellzwischenebene optimale Funktion gewährleistet werden.
Es spielt allem offensichtlichen Anschein nach keine grosse Rolle, ob ein Nahrungsmittel essentielle Aminosäuren besitzt um damit die Wertigkeit zu beziffern, sondern viel mehr: ob möglichst alle Aminosäuren vorhanden sind und sie jeweils dem Tagesbedarf des Menschen nahe kommen.
Für
eine bessere Eiweissverwertung kann es wichtig sein, ein bisschen Fett
zu einer eiweißreichen Mahlzeit zu kombinieren.
Zu viel Fett macht den Stoffwechsel jedoch träge. Viele
Proteine werden dadurch einen
längeren Weg (von Magen bis Darm) nehmen müssen, bis sie verdaut sind,
und einige werden dabei von den Enzymen nicht genug in ihre einzelnen
Aminosäuren zerlegt.
Mit
der Nahrung erhalten wir mehr oder weniger vorgefertigte Proteine, die
der Körper meist nicht vollständig abbauen muss.
Andere vorgefertige
Proteine
kann der Körper nicht gebrauchen, wie sie meist in Pflanzen vorliegen.
Der Organismus muss
sie verdauen und abbauen, d.h. in
einzelne Aminosäuren zerlegen.
Die Aminosäuren werden in der Verdauung aus der Pflanzenhülle und aus dem ursprünglichen Proteinkomplex gelöst, und zwar mit Hilfe der Magensäure.
Die Gurke kann mit dem
reichlich vorhandenen Verdauungsenzym Erepsin (auch Peptidase
genannt) bei der Aufspaltung von komplexen Proteinen in
einzelne Aminosäuren speziell helfen.
In Nahrungsmitteln kommen eiweißspaltende Enzyme nicht nur in Gurken
vor, sondern auch Bromelain in Ananas ist bekannt, und Actinidain in der Kiwi. In Mango gibt es das eiweißspaltende Enzym Papain.
Eine weitere Obstsorte mit einem eiweißspaltenden Enzyme ist die Papaya.
Peptidasen sind eiweissspaltende Enzyme, und werden von der Bauchspeicheldrüse synthetisiert. Wenn wir Enzyme mit der Nahrung zuführen, wird damit die Bauchspeicheldrüse entlastet, die Verdauung der Eiweiße unterstützt, und darüberhinaus erhält der Stoffwechsel diese eiweißspaltenden Enzyme, denen günstige Wirkung auf zB Arterienwände nachgesagt wird (sie spalten Eiweißschlacken oder helfen dabei).
Auch Ananas ist also reich an eiweißspaltenden Enzymen. Ananas kann man nur nicht so häufig essen, wie Gurke. Gurke hat den Vorteil, gleichzeitig basisch zu wirken (durch das viele Kalium in der Gurke).
Ingwer
regt die Verdauungssäfte an, besonders die Gallensäfte zur
Fettverdauung. Aber Ingwer besitzt auch ein eiweißspaltendes Enzym und
hilft der Eiweißverdauung. Ideal ist es daher, wenn man zB Emmentaler
(Fette und Eiweiße) oder andere Käse mit Ingwer zusammen ißt oder
zwischendurch ein bisschen Ingwer kaut.
Insgesamt regt Ingwer den Stoffwechsel an, und beschleunigt dessen
Prozesse etwas, und wärmt von innen.
Aufgrund
einiger sekundärer Pflanzeninhaltsstoffen und den ätherischen Ölen
sollte man hin und wieder Tage ohne Ingwer einführen. Angeblich soll
Ingwer auch auf die Gerinnungseigenschaften des Blutes Einfluss haben
(ähnlich wie Aspirin),
weswegen manche empfehlen, Ingwer nicht vor Operationen zu essen.
Wenn die Eiweissverdauung nicht ausreichend ist, werden viele der zugeführten Eiweisse praktisch gar nicht verwertet und es können Mangelzustände entstehen, zB ein Mangel an wichtigen Aminosäuren.
Ballaststoffreiche Ernährung und eine gute und intakte Darmflora sind für eine gute Verdauung nützlich, ebenso ein guter Enzymstoffwechsel durch optimale Nährstoffzufuhr insgesamt.
Der
hauptsächliche Verdauungsvorgang von Proteinen findet im Dünndarm
statt.
Doch bereits im Magen beginnt die Vorverdauung der Eiweiße. Mit der
Magensäure wird die Bildung eines bestimmten Enzyms angeregt.
Aus
den Magenschleimhäuten wird Pepsinogen den Magensäften
beigesetzt.
Dieser Stoff ist eine Vorstufe aus dem eiweißspaltenden Enzym Pepsin.
Mit der Magensäure wird die Bildung des Pepsin angeregt, das aus dem
Pepsinogen hervorgeht. Die halbverdauten Proteine kommen in den
Dünndarm. Aus der Bauchspeicheldrüse werden weitere
eiweißspaltende Enzyme in den Dünndarm gebracht, die Proteasen. Weitere
Enzyme und Hilfsstoffe kommen hinzu.
Man kann dem Magen bzw. der Verdauung bei Bedarf säurebildende Stoffe wie zB Apfelessig mit der Nahrung (etwa einem Salat) oder pur zuführen, was der Aufspaltung der Eiweiße entgegen kommt.
Bei
allen begrüßenswerten Strategien, die Übersäuerung des menschlichen
Organismus durch eine basische Ernährung auszugleichen, muss auch
darauf geachtet werden, dass der Körper auf eine gewisse saure Umgebung
, zB im Magen, durchaus angewiesen ist.
Eine über lange Zeit betriebene rein
basische Ernährung kann das Risiko in sich birgen, zB zuwenig
Magensäure
produzieren zu können, und damit viele Nahrungsmittel nicht
mehr
richtig verdauen zu können.
Allerdings kommt
es darauf an, ob denn nun eher "zuviel an
Magensäure" oder "zuwenig an Magensäure" vorhanden ist.
Bei
zuviel Magensäure bekommen wir typischerweise Sodbrennen oder
Aufstoßen, und zuviel Magensäure ist gesundheitlich ein Risikofaktor
(zB für Magengeschwüre, Entzündungen).
Bei zuwenig Magensäure können Blähungen entstehen, weil die Eiweisse nicht genügend im Magen aufgespalten werden konnten. Es ist ein Indiz für zu wenig Magensäure, wenn die Blähungen nach eiweissreicher Kost entstehen oder sonstige Magenprobleme nach eiweissreicher Kost auftreten, wie etwa ein Aufblähen der Magengegend (vor allem bei Fleisch).
Andere
Blähungen entstehen auch aufgrund zuwenig Ballaststoffe, oder es sind
allgemein zuwenig Verdauungssäfte und Enzyme vorhanden.
Blähungen können aufgrund unzureichendem Kauen der Nahrung entstehen,
wegen
Verstopfung (wobei keine normalen Gasabgänge stattfinden und sich die
Gase zu grösseren Blähungen konzentrieren), oder durch sehr fettreiche
Speisen, durch zu viel Zucker (als schnell abbaubarer
Kohlenhydratkomplex erzeugt Zucker in kurzer Zeit viele Gärungsgase).
Ebenso
können bestimmte Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Kohl, oder Zwiebeln
Blähungen verursachen.
Gegen Blähungen insgesamt helfen Ballaststoffe,
auch probiotische Joghurts und enzymreiche Kost ebenso wie das
Vermeiden kohlensäurehaltiger Getränke.
Gegen
Verstopfung hilft
generell Obst, insbesondere Sauerkrautsaft, frische und getrocknete
Pflaumen, Rosinen, auch
viel Trinken ist wichtig. Kaffee mag hin und wieder eine Art "Erlösung"
bringen. Andere Male begünstigt in solchen Fällen Kaffee aber Krämpfe
der Verdauungsorgane.
Die jeweilige Art eines Ballaststoffes sollte aber hin und wieder mit einem anderen ballaststoffreichen Lebensmittel ausgetauscht werden. Das Rotationsprinzip sollte man mit allen Nahrungsmitteln tun. Jedes Nahrungsmittel besitzt Stoffe, die die Bioverfügbarkeit von wichtigen Nährstoffen beeinflussen können. Mit der Rotation verhindert man die sich akkumulierenden Effekte und auch andere Probleme, die durch den Dauerverzehr ausgelöst werden können. Der Körper kann zB einen Mineralstoffbedarf besser decken wenn zwischenzeitlich der hemmende Stoff nicht mehr aufgenommen wird; - zB wird Phytinsäure in Erdnüssen einen Anteil von Mineralstoffen und Spurenelementen daran hindern, durch den Darm aufgenommen zu werden; Paprika in Übermaß oder bei vorhanden Magenschleimhautproblemen die Symptome verstärken, und kann die Wundheilung verzögern; Knoblauch kann auf Dauer den Blutdruck so weit senken, dass bei entsprechender Veranlagung zu niedriger Blutdruck resultieren kann.
Jene Säuren, die bei der Übersäuerung eine Rolle spielen, sind andere Säuren, als denen sich der Körper im positiven bedient.
Zu den negativ
säurebildenden Nahrungsmitteln zählen Fleisch, und
prinzipiell alle Kohlenhydrate - und davon die einfachsten Zucker am meisten.
Allgemein besitzen
die
einfachen Zucker oder das Fleisch eine andere Qualität
an Säure, die im Organismus gebildet werden, als wie es zB bei Essig in
geringeren Mengen der Fall ist.
Essig oder andere der positiv wirkenden sauren Soffe sind weiterhin auch in einem
Nährstoffumfeld eingebettet - das bedeutet, dass man mit der Säure
auch gleichzeitig einige Nährstoffe geliefert bekommt, um mit der Säure
umzugehen. Diese Stoffe muss der Körper dann nicht selbst bereit
stellen und die Stoffe können woanders zum Einsatz kommen.
Komplexe, d.h. mehrkettige
Kohlenhydrate bilden weniger Säure bzw. das Maß an freigesetzter Säure
bleibt über die Zeit berachtet moderat.
Risikofaktoren für Erkrankungen der Niere sind: erhöhter Blutdruck, erhöhtes Blutfett, bestimmte Medikamente (versteckte oder in Kauf genommene Nebenwirkungen), Überdosierung von Paracetamol. Und grösster Risikofaktor ist allgemein: zu wenig Trinken. Man sollte mindestens 1.5 Liter trinken täglich, besser mehr - und im Sommer generell mehr, undbei der körperlichen Arbeit da darf es schon mal 5 Liter und mehr sein, wenn es ein heisser Tag ist, wo man viel schwitzen wird - um wo man dann dennoch an einem heissen Tag für genügend Durchspülung der Niere sorgen kann.
Rauchen und wenig Trinken, zu starkes Salzen, gepökeltes und verbranntes Fleisch und Bluthochdruck verstärkt zusammen mit zu hohem Eiweißkonsum die mögliche Belastung auf die Niere. Der Eiweißkonsum wird meist erst dann belastend, wenn andere Risikofaktoren bereits vorherrschen.
Gewisse
"Schalttage", an denen mal weniger Eiweiß
ißt, halte ich für die beste
Möglichkeit, einer möglichen Überversorgung mit Eiweissen
oder gegebenen Risikofaktoren entgegen zu
wirken - und damit jene Körperorgane, die mit dem Eiweissstoffwechsel
zu tun
haben, zu entlasten. Aber auch der Verschlackung kann so entgegen
gewirkt werden. Gemüse und Obst bieten viele Inhaltsstoffe, die dem
Körper helfen einen optimalen Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.
Wenn man sich eine lange Zeit mal sehr
eiweißbewusst ernährt hat, dann ist auch ein bestimmter Zustand
erreicht, der durchaus ein paar Tage ohne besondere Eiweißzufuhr
aufrecht erhalten werden kann, aber man braucht ja auch nicht ganz auf
Eiweiß zu verzichten an diesen "Schalttagen".
Das setzt aber voraus, dass man an den übrigen Tagen eine besonders hochwertige Eiweißversorgung anstrebt. Was NICHT heissen soll: Viel Eiweiße. Sondern hochwertige Eiweißzufuhr soll bedeuten: Möglichst das gesamte Aminosäurenspektrum durch abwechslungsreiche und vielseitige Eiweiß-Kost abzudecken. Eine gewisse Menge durchschnittlich und täglich muss es allerdings sein.
Einige für die Niere bedeutende Kräutertees kann man regelmässig
anwenden und abwechseln: Goldrutenkraut, Echtes Labkraut, Schafgarbe,
Wegwartenkraut. Diese Tees vermeiden vor allem Nierensteine und stärken die Niere.
Viel trinken ist ultimativ das einfachste
und beste, was man daneben tun kann.
Ein hellweisslicher Urin gilt dabei als
ein gutes Zeichen, mit dem sich auch kaum Nierensteine bilden.
Wenn man
Cystein oder NAC nimmt, sollte man von den oben genannten Tees mehrere
Tassen
täglich trinken. Man kann die Tees einander abwechseln sofern man an
einem Tag nur eine Sorte trinkt, oder man kann sie auch kombinieren.
Man sollte auch immer wieder Abstand von der Einnahme von Cystein als
Präparat nehmen, das heisst nach einer Woche eine Woche pausieren,
damit der Organismus das schädliche Homocystein, das aus Cystein
entsteht, abbauen kann.
Magnesium hilft auf Calcium basierende Nierensteinen
vorzubeugen (d.h. wenn man Cystein und Methionin nimmt). Methionin
säuert den Harn, und zusammen mit Cystein ist damit ein etwas erhöhtes
Risiko für Nierensteine gegeben, meist aber nur wenn weitere
Risikofaktoren hinzukommen: Salzreiche Kost, zu wenig Trinken,
gepökeltes Fleisch (Wurstwaren), Fettreiches Essen, Langzeiteinnahme
von bestimmten Medikamenten, Bluthochdruck.
Auch das homöopathische Mittel Solidago steigert die Harnproduktion und hilft Nierensteine vorzubeugen oder andere Erkrankungen der Niere; gerade bei Anwendung von Solidago sollte man jedoch viel trinken.
Normalerweise sollte auch ein vorübergehend oder phasenweise erhöhter Eiweißkonsum keine Probleme an die Niere stellen. Wenn man obige Bekömmlichkeiten für die Niere leistet (viel Trinken, Tees; überaus belastende Faktoren nicht dauernd zulassen; Magnesium), wird das Ausscheiden der Eiweißrückständen ein Klacks.
Allerdings sollte man bei Aminosäurenpräparaten ins Kalkül ziehen, dass sie direkter und in anderer Qualität wirken können als Nahrungseiweiße, was auch die Masse betrifft, mit der sie die Niere evtl. belasten. Es gibt nun aber auch Aminosäuren, die die Niere entlasten können. Da es allgemein aber auch eine gewisse Wirkung auf den Stoffwechsel gibt, der von den Aminosäuren ausgeht, was eine aussergewöhnliche, in der Natur nie so vorkommende Versorgung darbietet, sollte man die Dauer der Anwendung mit Präparaten grundsätzlich auf zwei Monate beschränken. Anbieten tut es sich auch, einen Monat anzuwenden und dann einen Monat zu warten, um die Kur noch zweimal zu wiederholen - wobei innerhalb des Monats allerdings auch Tage bis Wochen an Pausen der Einnahme von Cystein erfolgen sollten.
Obwohl
jeder Mensch weitgehend über denselben Stoffwechsel verfügt, kann man
sowohl eine individuelle Lebensweise als auch einen individuellen
Bedarf an Aminosäuren haben, der uns von anderen Menschen
unterscheidet.
Das
merkt man besonders in der Hinsicht, wie sich Mängel bemerkbar machen: je nach
Anlagen und Ernährungsweise können sich die Schwächen jeweils woanders
zeigen.
Es gibt immer den individuellen
Menschen, der einen besonderen Bedarf benötigen könnte.
Eine
immunologische Abwehrschwäche bedingt sozusagen andere Aminosäuren, als
wie Depressionen oder Konzentrationsstörungen, oder Bindegewebsschwäche.
Manchmal besteht ein erheblicher Mangel oder Mehrbedarf, so dass auch Ergänzungen einzelner Aminosäuren zeitlich begrenzt in Frage kommen (auch als Supplement bekannt).
Irgendwann ist auch der Hunger gestillt, und es können nicht alle natürlichen Nahrungsmittel zum Einsatz kommen um den besonderen täglichen Bedarf an bestimmten Aminosäuren zu decken bzw. einen Mangel zu beseitigen.
Raucher haben einen Mehrbedarf an Antioxidantien und Vitaminen. Vor
allem
Cystein (zB im Hühnerfleisch) kommt in Frage, da es von der toxischen
Ansammlung von Stoffwechselgiften befreien kann, die sich mit dem
Nikotin und anderen Schadstoffen ergeben haben. Auch Methionin ist als
unterstützend für die Entgiftung bekannt, ebenso wie die dritte
schwefelhaltige Aminosäure Taurin.
Cystein wird zu Operationen nicht oft erwähnt, aber soll vor allem bei
Verarbeitung starker Medikamente helfen. Cystein könnte zum Einsatz kommen für die Erholung nach der Narkose.
Es können persönliche Situationen auftreten, die die besondere Betonung auf eine Aminosäure legen.
Es gibt immer irgendein Nahrungsmittel, das besonders viel von einer Aminosäure enthält.
Emmentaler
Für Threonin, Phenylananin und Tryptophan kann eine grosse Portion Emmentaler einen wichtigen Beitrag liefern, um einen besonderen oder auch den normalen täglichen Bedarf zu decken.
Nährstoffübersichten zu Emmentaler:
http://www.daskochrezept.de/../emmentaler-vollfettstufe...
http://kalorien.24-stunden-diaet.de/naehrwerte/..emmentaler
Der
Bedarf an Tryptophan wird unterschiedlich angegeben. Es wird vermutet,
dass der Bedarf bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein
kann. Genannt wird in der Regel 250 mg, auf jedem Fall unter 300 mg..
0.3 - 2.5
gr. werden genannt, als mögliche Einnahmedosierung.
Zu Dosierungen über 3g werden mögliche Blutbildveränderungen berichtet
- sofern es sich um Einnahme von Aminosäurepräparaten handelte.
Emmentaler hat übrigens viele seltene Aminosäuren zu bieten. Die genannten, und dazu Methionin und Aspariginsäure.
Emmentaler-Käse liefert viel Kupfer (Mindestbedarf für den
erwachsenen Menschen
liegt bei etwa 1 mg; 100g Emmentaler weist bereits 600 mg auf).
Kurze Informationen zu Kupfer.
Kakao
Sogar
Kakao hat einige besondere
Aminosäuren zu bieten: Arginin,
Asparaginsäure, Valin,
Phenylananin,
und eine gewisse Menge Threonin, Lysin und Prolin. Bedeutender sind die
Spurenelemente Mangan,
Kupfer, Eisen und Zink. Kupfer ist jedoch noch mehr in Vollmilchschokolade vorhanden.
Seit
kurzem wurde ein Wirkstoff namens Epicatechin im Kako nachgewiesen, dem
schützende Eigenschaften zugeschrieben werden. Isoliert erweisen sich
die einzelnen Wirkstoffe nie als so wirksam, wie im Verbund mit
Naturstoffen, worauf auch dieser Artikel zum Thema Epicatechin
hinweist. Nur in naturbelassener Form, d.h. zum Beispiel in
Bitterschokolade, bleibt der Stoff erhalten. Die Industrie entfernt den
Stoff, und die Schokolade wird süßer und ist damit im Grunde auch
bekömmlicher, vor allem als Genußmittel.
Ausgestattet mit höherer Nährstoffdichte sind also
Schokoladentafeln mit hohen Kakaoanteil, zB über 70%.
Man kann dazu noch Vitamine besonders der B-Komplexe zB in Form von
Bierhefe dazu essen, um die Mahlzeit von Schokolade in der biologischen Wertigkeit zu
erhöhen bzw. auszugleichen.
Auf diese Weise wird der für den Stoffwechsel kostenintensive Abbau der Fette und Zucker ausgeglichen.
Bittere
Schokolade ist übrigens nicht in erster Linie zuckerhaltig, sondern
fetthaltig, genau wie der reine Kakao. Man sollte Kako oder Schokolade
auch nicht täglich essen, so können zB durch viel Schokoladentafeln die
Verhältnisse von Eisen/Zink/Kupfer im Organismus gestört werden. Was
natürlich ebenfalls für andere mineralstoffreiche Nahrungsmittel gilt,
wenn man sie in Übermaß verzehrt. Einseitigkeiten
entstehen, können aber durch Rotation (Wechsel) einfach vermeiden werden.
Arginin
Arginin in natürlichen Quellen: Paranuss, Walnuss,
Sesamsamen, Erdnüsse, Kürbiskerne, Mandeln,
Steinpilze, Gelatine, Sonnenblumenkerne, Thunfisch und andere, auch Fleisch.
Arginin
ist der Jungbrunnen unter den Aminosäuren, stärkt Herz/Kreislauf,
schützt die Zellen und das Bindegewebe sowie alle Nährstoffe, und
beflügelt die Proteinsynthese und den Stoffwechsel auf Zellebene.
Weitere auf den Organismus günstige Eigenschaften kommen grösstenteils
erst mit der Einnahme der Aminosäure als Präparat zustande (zB höhere
körperliche Belastbarkeit während der Einnahme oder mehr gesundes
Stickoxid im Blut, das die Arterienwände schützt und offenbar auch
Vitamine und andere Stoffwechselfaktoren weniger schnell abbauen
lässt, als wirke es als Radikalenfänger).
Übrigens:
Bei Aminosäuren ist es so, dass sie als isolierte Präparate an
Wirkung zunehmen, beziehungsweise effektiver wirken. Es ist auch meiner
Erfahrung nach ein überaus sinnvolles Heilmittel, wenn man
Präparate an Aminosäuren zu sich nimmt. Und sie sind keineswegs
bedenklich, sofern man die Dosierung beachtet, auf etwaige
Nierendisposition Rücksicht nimmt (wo man evtl. keine zu sich nehmen
darf) und nicht zu lange einnimmt.
Von allen Aminosäuren halte
ich Arginin für die wirkungsvollste, um nach einer Krankheit oder
Schwäche eine Regenerierungshilfe zu erhalten, sofern man die Einnahme
als Präparat auch allgemein mit gesunder Kost verbindet.
Eine gute Quelle für die Bedarfsdeckung mit allen Aminosäuren stellt das Hühnerei dar, obwohl dort auch einige Aminosäuren nicht stark vertreten sind (relativ wenig Cystein, Glycin, Prolin).
Beim Kochen oder Braten ist es vorteilhaft, das Ei nicht ganz durchzugaren sondern etwas weich zu lassen. Einige gesunde Bestandteile bleiben dadurch erhalten, und weniger Aminosäuren gehen verloren. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass ein gewisser relativ ungesunder Stoff dann nicht gebildet wird wenn das Ei nicht ganz hart gekocht/gebraten ist.
Glutamin
ist zum Beispiel recht unbedenklich in grösseren Mengen und sogar
wichtig. Glutamin hilft allgemein als Energiequelle dem ganzen Stoffwechsel.
Glutamin ist sogar mengenmässig im Blutplasma stark vertreten (bis zu
20%) und im Muskelgewebe zu über 50%.
Glutamin ist eine wichtige Aminosäure, die aber zahlreich in der Nahrung vertreten ist, oder in einer ihr verwandten Form vorkommt (als Glutaminsäure). Glutaminsäure dagegen wird vom Körper in viel geringeren Mengen benötigt und allgemein gelten grössere Mengen an Glutaminsäure als nicht so günstig.
Aus Glutaminsäure
kann vom Körper auf einfachem Weg das wichtige
Glutamin hergestellt werden.
Aus Glutaminsäure können verschiedene Salze und Ester (Säuren)
entstehen, sie werden dann als ionisierte Form der Glutaminsäure Glutamate genannt.
Das Mononatriumglutamat (der Geschmacksverstärker ist auch bekannt als Natriumglutamat) ist eines dieser Glutamate.
Nimmt man die Aminosäure Glutaminsäure zu sich, wird daraus nicht ein gefährliches Glutamat gebildet.
Eine gute Eiweissversorgung macht erst dann wirklich Sinn, wenn auch die übrigen Nährstoffe für unseren Organismus vorliegen.
Das sind vor allem die Vitamine. Besonders Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C, die
B-Komplexe (Vitamin B2, B6, B12). Weiterhin: Biotin (B7), Nicotinsäure (B3), Folsäure (B9), Pantothensäure (B5).
Siehe Wikipedia-Artikel zur Aufschlüßelung der B-Vitamine. Sogar Karotinoide
können wichtig werden.
Ebenso wichtig für die Proteinsynthese und den gesamten Stoffwechsel sind Spurenelemente wie Selen, Zink, aber auch Kupfer, Mangan, Molybdän usw., und Mineralien: Magnesium, Eisen und sogar Kalzium.
Sogar Stoffe, die aus dem Glukosestoffwechsel entstehen, werden wichtig für den Eiweißstoffwechsel in all seinen Zusammenhängen, oder Fette und andere Nährstoffe. Das bedeutet, dass ein genügender Kohlenhydratstoffwechsel vorliegen sollte, und zwar am besten mit langkettigen Kohlenhydraten (zB Getreide, Getreideflocken). Normalerweise ist der Glukosebedarf aber sehr leicht gedeckt.
Die Nährstoffe sind Teil der Baustoffe, die für Proteine verwendet werden müssen. Denn Proteine bestehen nicht allein aus Aminosäuren. Man kann sich bildhaft Aminosäuren als wesentliches Gerüst eines Proteins vorstellen, und verschiedene Glieder und andere Bauteile (Vitamine, Mineralien usw.) gestalten das Gebilde weiter aus, so dass es zur Funktion kommen kann, die dem Protein vom Organismus angedacht ist.
Sind alle Närhstoffe vorhanden, funktionieren die
Harmonisierungsbestrebungen und Stärkungen des Stoffwechsels im
wahrsten Sinne wie geschmiert.
Zu diesen Notwendigkeiten zählen übrigens auch
(vor allem ungesättigte) Fettsäuren.
Eine andere Aufgabe der Nährstoffe besteht in Auf-, Ab- und
Umbauprozessen der Aminosäuren und Proteine.
Der Organismus wird unter Umständen körpereigenes Protein abbauen müssen, um eine bestimmte Aminosäure oder
einen Nährstoff handhaben zu können, was ernährungsphysiologisch ja nicht sinnvoll
ist. Daher sollten wir auf diese Umstände verzichten und uns immer gerade so ernähren, wie es vorteilhaft für uns ist.
Wenn
wir die sekundären Pflanzenhilfsstoffe zu uns nehmen (Obst und Gemüse,
am besten sogar als Rohkost), bleiben alle körpereigenen Bau- und
Betriebsstoffe länger erhalten und wir können evtl. mit dem
Fruchtzucker auch den Glukosebedarfg für kurze Zeit decken (abhängig
von der Tätigkeit während des Tages).
Auch Weise haben darauf
hingewiesen und nicht nur Ernährungsexperten, dass weniger zu essen,
sehr gesund ist. Es kommt eben immer darauf an, was man tut, welcher
Art die Belastung ist. Wir brauchen wohl auch nicht so viel Eiweiß, wie
uns suggeriert wird durch die gleichlautende Empfehlung der "in
Verbänden organisierten Experten". Möglicherweise kommt es eher darauf
an, ob wir die essentiellen Aminosöuren regelmässig zu uns nehmen und
nicht so sehr auf die Masse. Aber es gibt erfahrungsgemäß nach etwa
einer Woche weniger Eiweiß einen echten Bedarf und Hunger nach Eiweiß,
so könnte man eben alle Woche mal etwas mehr Eiweiß für zwei Tage
konsumieren. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich seinen
Ernährungsplan grob zusammenstellt und man kann es ebenso alle drei
tage oder in geringen Mengen jeden Tag zu sich nehmen, das Protein.
Bei zuvielen Eiweißen, und unter bestimmten Bedingungen - man spricht von Aminosäureschub im Blut - werden bestimmte Stoffwechselprozesse in Gang gesetzt um dieser Flut von Aminosäuren Herr zu werden. Wobei körpereigenes Protein abgebaut werden kann. Wenn nicht genügend Stoffe zur Verfügung stehen. Denn in körpereigenem Protein befinden sich auch Mineralien. Zu günstigen Zeitpunkten und bei ausgewogener nüährstoffreicher Ernährung mit Gemüse und Obst als Grundkost kann man locker einige Tage Abbau von körpereigenen Protein verkraften, denn dann werden die Speicher an den guten Tagen , die ja bei solcher Ernährungsweise die Regel sind, gefüllt.
Beim
Verstoffwechseln von Proteinen
entsteht übrigens Ammoniak und Stickstoff. Beide Stoffe müssen
neutralisiert und ausgeschieden werden, was einen geringen Anteil von
dafür gebrauchten Nährstoffen bedeutet, die dafür aufgewendet werden
müssen.
Letzten
Endes ist es daher wichtig, stets genauso auf Nährstoffe zu
achten, und nicht bloß an der Energiegewinnung oder der Deckung des
Proteinbedarfs interessiert zu sein. Gerade eine eiweissreiche Mahlzeit
(zB ein Schnitzel, Döner, ein Eiergericht usw.) kann mit ein
paar Vitaminen
und
anderen Nährstoffen in Form eines Obst oder beigestellten
Salats
viel bekömmlicher für den Organismus werden.
Geringe Mengen an Kohlenhydrate dürfen in Bezug zum Eiweißstoffwechsel nicht fehlen. Nicht nur, weil Kohlenhydrate Energieträger sind. Einige Kohlenhydrate stellen durch verschiedene Zwischenprodukte der Glukosesynthese sogar Stoffe für den Bau von Funktionsstoffen dar, oder sind Teile oder Vorstufen von Aminosäuren (zB Serin).
Eiweiße
können
nicht wie Glukose oder Fette in grösserer Menge direkt in den Körper
gespeichert werden.
Aber Eiweiße tun es faktisch als
Kollagen. Dieses Kollagen kommt auch in den Blutgefäßen und Adern vor.
Der Körper verfügt also durch die aufgebaute Masse an Eiweißen auch
über ein indirektes Lager, das kurzzeitig oder in Notzeiten angezapft
wird. Doch nur bei geeigneten Eiweissquellen wird ein gutes, stabiles,
belastbares und
dehnbares
Kollagen
gebildet und bewahrt (das bedeutet, dass stets neues Kollagen gebaut
werden kann und kurzzeitige Abbauprozesse aufgewogen werden
können).
Die dazu nötigen Eiweisse und Nährstoffe müssen in genügender Menge
vorhanden sein.
Mit der Masse an einfacheren, also sonstigen Eiweissen, die sich im Stoffwechsel befinden und auf eine Aufgabe warten, wird ein minderwertiges Kollagen gebildet, das durch seine Dichte und Verklebung negativ wirkt zB auf den Nährstrom zu und von den Zellen und auf die Belastbarkeit des Bindegewebes. Das Bindegewebe dient auch als vorübergehendes Reservoir für Nährstoffe und Schadstoffe - beides, Nähr- und Schadstoffe haben ein Ziel. Das eine wird verwendet wenn es gebraucht wird, und das andere abgegeben, wenn die Ausscheidungsprgane dafür bereit sind (meist über Nacht).
Wenn nicht alle die für ein Bindegewebe wichtigen Eiweisse
in
genügender Zahl vorhanden
sind, wird also ein minderwertiges
Kollagen gebildet, weil es durch den Mangel an geeigneteren Aminosäuren
an günstigen Eigenschaften
einbüßt. Eine gleichzeitig gegebene Verschlackung verschärft diese
Probleme. Mit dieser Verschlackung einher geht der Einbau ungünstiger
Eiweiße, die dann bei zahlreicher Zufuhr mit diesen Eiweißen auch umso
klebriger wirken und das bedeutet wiederum einen zähen Fluß von
Nährstoffen und einen zähen Abfluss bis Stau von Schadstoffen.
Die Zellzwischenwände des Bindegewebes
können den Nährstoff-fluß nicht mehr optimal gewährleisten
(Verschlackung).
Wenn zudem die entgiftenden Funktionen des
Körpers eingeschränkt sind, sammeln sich eher noch weitere
Schadstoffe an, als wie ausgeschieden werden können - ein
Teufelskreislauf.
Die Adern neigen bei einer schlechteren und gleichzeitig übermässigen Eiweissversorgung zu Arteriosklerose,wenn noch weitere Risikofaktoren hinzu kommen.
Dass ein gutes Bindegewebe entstehen kann, ist nicht nur an Aminosäuren gebunden sondern auch andere Nährstoffe (zu den wichtigen Nährstoffen zählen auch Vitamine, Spurenelemten usw.).
Eine Verschlackung hat nicht unbedingt schon höheres Körpergewicht zur Folge (Übergewicht entsteht in erster Linie durch Fett und Kohlenhydraten, und zu einem kleineren Teil durch Wassereinlagerung).
Der 70 kilogramm schwere Mensch besteht nur
aus etwa 10 oder 15 Kilogramm körpereigenen Proteinen.
Sondern
die Art und
Weise, wie
unserer Körpergewebe verbaut ist, wird bei einer Verschlackung mit
ungünstigeren Eigenschaften ausgestattet - und bei
einem minderwertigen Kollagen ist diese Dichte von verklebenden
Eigenschaften der beteiligten Aminosäuren begleitet. Es fehlt sozusagen
die Spannkraft für die Zellen, Zellzwischenbereiche und Zellwände
(während man in anderen Bereichen von fehlender Spannkraft des Haars
spricht).
Es gibt einzelne Aminosäuren, die man kaufen kann, um sie dem Organismus gezielt zuzuführen.
Es sollte die Ergänzung mit Aminosäuren keine Gewohnheit werden, sie kann aber für eine begrenzte Zeit (ca. 1-2 Monate) enorm wichtig, hilfreich und nützlich sein um bestehende Mängel zu beheben.
Es gibt bestimmte Aminosäuren, die besondere d.h. auf sie zugeschnittene Einnahmeformen verlangen.
Bei Cystein sollte man vielleicht eine Einnahmeweise mit "Erholungsphasen" beherzigen, um die Niere (Nierensteine durch Cystein) zu schonen: zB 3 Tage Einnahme - 3 Tage Pause... oder nur geringere Mengen. Gleichzeitig viel trinken, Nierentees trinken und kein Kaffee und keine Oxalsäure (in bestimmten Gemüse zB). NAC ist die vom Organismus besser aufnehmbare Form des Cysteins. Es gibt zum Teil im Internet Angebote, auch aus Übersee zB England. Aus eigener Erfahrung habe ich keine Unterschiede in der Wirkung feststellen können bei verschiedenen Anbietern. Einzig der Geschmack und Geruch varriert .
Arginin kann man im
Gegensatz zu den meisten anderen Aminosäuren sehr hoch dosiert
einnehmen. Alle anderen Aminosäuren sollte man nicht zu hoch dosieren,
vielleicht mit Ausnahme von Glycin.
Meiner Meinung nach. Ich bin
freilich kein Experte in diesen Dingen aber ich halte diese
Informationen für verlässlich genug (sonst würd ich sie nicht mitteilen
wollen).
Allerdings ändert sich manchmal ein Detail, so ging ich
früher noch vorsichtiger von einer gemässigten Dosis bei Arginin aus,
und fügte erst später meine Erfahrungen zu der Dosierung von 30 gr.
hinzu (siehe unten).
Bei Arginin habe ich
festgestellt, dass man diese Aminosäure
ein halbes Jahr einnehmen kann, sofern man alle paar Wochen (alle 10-20
Tage) einige Tage lang pausiert , und ebenso unter der Vorraussetzung
man
nimmt einmal in der Woche bis zu 3 gr. Lysin. Die Dosis an Arginin kann
dabei
ruhgig 14 gr. täglich betragen insgesamt (3x am Tag 4-5
gr. ). Das sind meine Erfahrungswerte, die auf 65-68 Kilogramm
Körpergewicht gemünzt sind. Dabei sollte man wohl nicht jeden Tag
bis zu 14 gr. nehmen, und auch schon mal nur 6 gr. nehmen.
Die Angabe von 14 gr. täglich habe ich
ursprünglich aus dem Internet (Studie).
Eine weitere Angabe zur Dosis , 30gr. täglich , habe ich selbst
ausprobiert. Es scheint, als wirke Arginin in dieser Dosis von
30 gr. auch günstig auf gelegentliche Aussetzer im Herzrythmus
(die ich als äusserst gelegentliche Aussetzer seitdem nicht mehr habe,
nachdem einmal der Herzyrythmus nach einer Woche der Einnahme von 30
gr. sich "einzurenken" schien , zu festigen schien, nachdem er
einen Aussetzer hatte, es war bislang noch nie so gewesen, dass der
Aussetzer keine grössere Lücke hinterliess - durch diese und andere
Erfahrung meine ich, dass leichte Aussetzer im Herzschlag
psychosomatische Ursache haben können, die zB in frühen
Kindheits-Traumata liegen können. Eine grundsolide Hilfe zur
Verarbeitung solcher Traumata stellt übrigens immer das
Wiederherstellen des Urvertrauens dar).
Bei der Dosis von 30 gr meine ich, so viel Arginin zu sich zu nehmen, das sollte man nicht länger als einen Monat tun. Es ist eine gewaltige Menge Eiweiß!
Notwendig während der Kur ist eine gesunde Ernährung, täglich ausreichend Bewegung, und viel
Trinken (also durchaus zwei Liter täglich, auch über 3 Liter bei heissen Tagen).
Ob das Trinken wie bei Cystein notwendig oder nur hilfreich
ist, kann ich nicht sagen; ich vermute, wenn man keine geschwächte
Niere hat ist es möglich auch mit 2 Litern täglich auszukommen aber
nicht bei mehr als einem Monat Einnahme. Um leichtere Probleme mit
der Niere zu heilen, schätze ich Sellerie (als Rohkost), und ich habe
herausgefunden bzw. für mich bestätigen können, dass ausreichende
Bewegung, am besten leichter Sport überaus der Niere zugute kommen.
Man sollte Wissen, dass Arginin auch etwas entwässernd wirkt, und man deshalb schon sehr viel dazu trinken sollte.
Die Pulverform von Aminosäuren stellt die reinste Form an Aminosäuren dar, und bedeutet eine bestmöglich verwertbare Einnahmeart.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Einnahmeweise.
Anstatt nur auf eine Aminosäure zu setzen, kann man für einen synergistischen Effekt in die Breite gehen. Ich habe meine eigene Stoffwechselschwäche (Burn Out bzw. CFS) damit endgültig kurieren können. Aber natürlich im Bunde mit gesunder Ernährung und was aber bemerkenswert ist: mit den Aminosäuren konnte ich an sich schädliche Gewohnheiten zB Kaffee noch nachgehen, ohne in die alte Schwäche zu geraten. Aber ich habe auch festgestellt, dass der Effekt noch besser wird, wenn man die schädlichen Gewohnheiten zumindest stärker begrenzt.
Bei
Aminosäuren als Präparate nimmt man von einzelnen Aminosäuren jedoch
gewisse Mengen auf, die sonst nicht mit der Nahrung aufgenommen werden
und auch viel schneller ins Blut gehen. Die pharmakologische
Wirkung
sollte man in Gedanken behalten. Aber Bestandtteile in Gemüse
oder Obst wirken auch pharmakologisch, übrigens.
Aminosäuren können hinsichtlich ganz bestimmter Zwecke eine beschleunigte und gezielte Wirkung zeigen, wenn man sie isoliert einnimmt.
Um eine Gewöhnung und nachlassende Effektivität der Ergänzungen mit Aminosäuren zu vermeiden, hat sich in der Praxis des Profisports etabliert, die Aminosäuren in Zyklen einzunehmen.
Also zB 1 Woche
Einnahme, zwei oder drei Tage Pause; oder drei Wochen Einnahme, eine
Woche Pause. Zwei Wochen Einnahme, zwei Wochen Pause. Diese zyklische Einnahmeform und die damit verbundene
Entwöhnung des Körpers finden wir auch bei anderen Lebensmitteln als
äusserst nützliche Maßnahme. Allein der Stoffwechsel wird durch
immerwährende gleichbleibende Reize etwas träger.
Insgesamt sollte keine Kur mit Aminosäuren länger als 1-2 Monate dauern!
Wenn Aminosäuren in einer grösseren Menge vorhanden sind, wie es bei freien Aminosäuren durch Präparate der Fall ist, ohne dass weitere vom Körper benötigte Nährstoffe verfügbar sind (Vitamine und Mineralien zum Bau von Produkten), können diese grossen Mengen an Aminosäuren keine optimale Verwendung finden, und könnten zum grossen Teil wieder ausgeschieden werden oder zur Energiegewinnung verstoffwechselt werden (was einen katabolen, also abbauenden Stoffwechsel bedeutet!).
In der Weise belasten überschüssige
Aminosäuren ohne Verwendungsziel mehr den Stoffwechsel, als sie nutzen.
Müdigkeit nach einer eiweißreichen Mahlzeit ist dafür ein Signal, dass
der Körper in den katabolen Stoffwechsel überzugehen droht.
Mit den
Nährstoffen können die Synthese- und Aufbauschritte geleistet werden
und der Stoffwechsel geht in den anabolen, aufbauenden Stoffwechsel
über.
Beispiel für den Sachverhalt:
Wenn Methionin oder Cystein abgebaut
wird, kann Homocystein entstehen. Eine nicht
proteinogene Aminosäure (d.h. sie wird nicht zum Aufbau von komplexeren
Proteinen verwendet). Homocystein
gilt als unerwünschtes Stoffwechselzwischenprodukt, als toxisch, wenn
es nicht weiter verstoffwechselt werden kann, besonders für die Zellen
der Niere. Um Homocystein wieder
umzuwandeln in Methionin oder Cystein sind Nährstoffe nötig: Vitamin
B6, B12 (=Cobalamin), Folsäure (=Vitamin B9) und Zink. Aber der Körper
kann in einer bestimmten Zeit auch nur eine bestimmte Menge an
Homocystein abbauen, weshalb Entlastungstage sinnvoll sind (Pausen der
Einnahme).
Homocystein wird
nachgesagt, dass es kurz gesagt die Gefäße schädigen kann und es steht
im Zusammenhang mit dem Risiko an Thrombosen oder Schlaganfällen zu
erkranken, ebenso wie eine beschleunigte Alterung. Bei sehr vielen
Krankheiten entdeckt man auch hohe Homocysteinwerte. Homocystein hat
also grossen Einfluss auf die Gefäße, die weniger elastisch werden,
indem es ein Unverhältnis zwischen zu vielen Kollagenfasern
und zu
wenigen elastischen Fasern begünstigt.
Es heisst, Homocystein würde auf Ebene der Blutgefäße (Adern) die
Bildung von Kollagenfasern befördern. Dem entgegen und positiv auf Gefäße wirken übrigens Lysin und
Arginin und einige Vitamine.
Da
man mit freien Aminosäuren eine ungewöhnlich hohe Konzentration einer
Aminosäure erhält, wird der Zusammenhang mit den Nährstoffen noch
wichtiger, um Nebenwirkungen zu vermeiden und die Effektivität des
Einsatzes zu erhöhen.
Weil Aufbauprozesse Energien in Form von Kohlenhydraten (bzw. Glukose) benötigen, ist es wichtig, auch einige Mengen an Kohlenhydraten zu der Einnahme von Aminosäurenergänzungen zu sich zu nehmen.
Studien fanden heraus, dass Insulin, welches mit dem Zucker-/Kohlenhydratstoffwechsel einhergeht, zusammen mit der Aminosäure Glutamin die aufbauende Proteinsynthese, d.h. den Aufbau von körpereigenen Protein deutlich verbessert.
Für solche Anwendungen, in denen es um gesundheitliche Belange geht, kann man für eine Kur ein oder drei Monate der Zufuhr gestalten. Einige Monate, ein halbes Jahr sollten vergehen, bis zu einer erneuten Kur (sofern man täglich mehr als 2-4 gr. an Präparaten von Aminosäuren zu sich nimmt) - auf die einzelne Aminosäure bezogen. Erfahrungsgemäß ist es kein Problem viele Aminosäuren zu kombinieren auch in grösserer Menge - doch prinzipiell sollte man das nicht zur Gewohnheit machen und einige wenige Aminosäuren herauspicken, die man betonen will, wo man einen echten Bedarf hat.
Wenn
man die Aminosäuren einnimmt, sollte man die Gesamtmenge des für sich
berechneten oder vermuteten Bedarfs über den Tag auf mehrere Einnahmen
begrenzen.
Jede
Aminosäure kennt verschiedene Dosierungen. Bei Arginin und Glutamin
können diese bedeutend höher sein als wie bei Cystein oder
Taurin.
Eine Einnameform ist zum Beispiel alle zwei Stunden 2 gr. Glutamin, bis man 10 gr. eingenommen hat an einem Tag; oder drei Mal täglich 2 gr. Arginin bei einer Gesamtmenge von 6 gr. Arginin oder vier mal täglich 3.5 gr. um 14 gr. Arginin einzunehmen).
Eine Feinwaage hat sich dafür als sehr praktisch erwiesen (bei Amazon für 20 Euro). Dann kann man einen Messlöffel mit eigenen Augen "eichen", weil üblicherweise ist das Gewicht eines Stoffes immer wieder verschieden in Bezug zu seiner Masse - ein einmal aufgedrucktes Maß auf einem Plastiklöffel ist kaum zu gebrauchen. Da hilft fast nur selber Maß wiegen.
Eine zyklische Einnahmeform kann den Körper in seiner Gewöhnung überlisten. Das bedeutet, dass man am besten nach drei oder fünf Tagen eine Aminosäure, die man als Präparat zu sich nimmt, aussetzt und für einen oder mehrere Tage pausiert.
Auch
eine sporadische Einnahmeform hat sich bewährt. Man nimmt nur bei
Bedarf die Aminosäure, wenn man meint, man bräuchte sie jetzt (zB vor
einem anstrengenden Tag oder vor oder nach dem Joggen usw.).
Man
beachtet dafür einfach die Obergrenze, und hält sich maximal darunter.
Weiterhin sollte man natürlich insgesamt eine Übersicht behalten,
wieviele und welche Aminosäuren man als Präparat bislang zu sich
genommen hat.
Umso länger die Zeiträume, in denen man insgesamt einnimmt, kann/sollte man schliesslich auch mal länger pausieren .
Ein Zuviel an Aminosäuren wird einfach ausgeschieden, wirkt aber je nach Aminosäure solange im Blut und entsprechenden Organen. Andere könnten zur Energiegewinnung herangezogen werden. Dennoch ist ein Zuviel an Eiweiß prinzipiell wie Rauchen, also ein Belastungsfaktor. Meiner Ansicht nach gilt das aber nur bei wirklich grossen Mengen Eiweißen, die man auch mit der Nahrung zu sich führt.
Auf diese Weise von Pausen wird sicher gestellt, dass die Aminosäuren voll verwertet werden, und die Verwertung nicht nachlässt, wenn sich der Körper an diese Art der Zufuhr von Nährstoffen gewöhnen konnte. In verschiedenen Schüben hilft man dann den Organismus aus den Aminosäuren Nutzen zu ziehen. Aminosäuren als freie Präparate wirken nicht nur als Eiweißbaustoff, sondern gewissermaßen wirken sie alle für sich noch einmal in spezieller Weise. So kann Lysin zB nicht nur Immunbaustoffe liefern, sondern innerhalb des Organismus als freie Aminosäure immunologisch wirken.
Es
gibt immer wieder empfohlene Dosierungen, die im Bereich von 5 gr. (zB
bei Arginin) liegen.
Bei Arginin soll es auch so liegen, dass
die stärkende Wirkung in Bezug zu den Adern (zB verringerte
Thrombosegefahr) erst dann feststellbar wurde, wenn die Dosierung über
4 gr. lag.
Genannt
wurden auch 14 gr, als es um die günstige WIrkung auf das Blut ging,
das durch die gesunden Stickoxide verursacht wird, zu denen Arginin
beiträgt.
Möglicherweise stellen solche Dosierung tatsächlich keine Gefahr dar. Möglicherweise sind diese Dosierungen auch nur nötig, wenn man sich ansonsten eher ungesund ernährt und/oder den Stoffwechsel nach wie vor mit den belastenden Stoffen (zB Kaffee) belastet.
Arginin als Aminosäurepräparat sollte immer mit Lysin kombiniert werden, es sei denn, man verwendet Arginin nur sporadisch und schaltet sehr viele Pausen zwischen erneuter Einnahme. Lysin bringt seinen Konterpart Arginin praktisch ins Gleichgewicht, wenn man zu lange Arginin einnahm.
Vorsicht
ist aber allgemein geboten bei Herpes und Gürtelrose (Grütelrose auch
bei Freunden, Verwandten), weil Arginin diese Virusarten begünstigt
- einerseits wirkt Lysin als Schutz uhnd Heilmittel dieser
Erkrankungen, andererseits sollte man vielleicht bei Erkrankungen im
Umfeld auf Arginin kurze Zeit verzichten, bis bei anderen die Symptome
nachlassen. Wenn man selbst davon betroffen ist, solle man keinesfalls
Arginin nehmen für diese Zeit und nur Lysin als Heimittel versuchen.
Wichtig scheint der Sinn und Nutzen von hohen
Dosierungen. Bei Arginin mag die höhere Dosierung eine gewisse
Rolle
zu spielen.
Man nimmt übrigens Arginin bei vollwertiger Ernährung auch
mit
der
herkömmlichen Nahrung auf, aber nicht in so grossen Mengen, wie es bei
Präparaten der Fall ist. Das heisst auch, evtl. steigert sich die
tatsächlich zugeführte Menge an Arginin (oder anderen Aminosäuren)
durch zusätzliche Nahrungsquellen. Aber so relevant scheint dieser Umstand nicht zu werden.
Ich denke, man sollte
insgesamt über längere Zeit , zB 2 Monate oder bei Arginin 6 Monate, nicht mehr als 16-20 gr. freie
Aminosäuren täglich einnehmen. Egal ob zusammen oder eine einzelne Aminosäure .
Aber
Arginin sollte man nicht die ganze Zeit bei 14 gr. sondern zwei
Monate 14 gr. und danach 8 gr dosieren - meiner Erfahrung nach. Also
wenn man eine Zeit lang höher dosierte, soltle man den Rest der Zeit
niedriger dosieren.
Wenn man eine bestimmte Aminosäure, zB Cystein oder Taurin oder Alanin nicht ständig einnimmt, also jeden Tag, sondern nur alle paar Tage sporadisch, kann man sie natürlich länger einnehmen. Man könnte eine 100 gr. Packung oder 500 gr. Packung mit der Zeit einfach aufbrauchen. Und dann neu überlegen, ob man noch Aminosäuren braucht. Gewöhnlich reichen 100 gr. einer Aminosäure für zwei Wochen bis einen Monat (je nach Dosierung), bei sporadischer Einnahme länger. Und 500 gr. Arginin bei 14 gr. täglich kann man sich ausrechnen:
Also wenn alle Beschwerden gelindert sind, gibt es eh kaum noch Anlaß, Aminosäuren einzunehmen.
Und
um sich beschwerdefrei zu machen, kann man Woche für Woche eine
andere Aminosäure betonen und die anderen weniger einnehmen, zB
auch so , dass man die anderen nur alle paar Tage
einnimmt.
Um die letzten Reste zB einer körperlichen
Schwäche auszumerzen kann diese Nachsorge Sinn machen, vor allem, wenn
man schädliche Gewohnheiten noch anhängt.
Die Gefahr ist
jedoch, dass man sich mit der Zeit in einem Kreislauf begibt, wo man
die schädlichen Gewohnheiten nur mit Ergänzungsmitteln kombiniert ,
weit über ein akzeptables Zeit-Maß hinaus. Das geht ein halbes
jahr, ein Jahr gut und dann könnten es wieder Probleme geben, die
vorher nicht auskuriert wurden.
Manchmal mag es wichtig sein, für eine nachhaltige Wirkung von einigen Aminosäuren recht viel einzunehmen. Es gibt zahlreiche denkbare Möglichkeiten: die Aminosäuren in einer gehörigen Menge Kombinieren, nacheinander einnehmen, in Zyklen...
Das beste ist, immer auf die körperliche Verfassung zu achten, oder auf Schleim im Urin zu achten (kann ein Zeichen für zuviel Eiweiß sein bei schlechtem Stoffwechsel), oder sonstige Beobachtungen, wie dass man zB nach Einnahme von Aminosäuren sich müde oder im Ungleichgewicht fühlt, was aber auch darauf hindeuten mag, dass man zuwenig Vitamine und Mineralien mit der Einnahme von Aminosäuren verbunden hat. Generell: es kann nie genug gesagt werden: VIEL TRINKEN.
Auf
diese Weise einer Dosierung im Bereich über 2 gr. täglich kann
man
jedenfalls bei jeder Aminosäure kurzfristig schon enorme
Wirkungen erzielen, mittelfristig bei monatelanger Einnahme - und noch
mehr bei
einseitiger und nährstoffarmer Ernährung - wird die Gefahr von
Nebenwirkungen
gewiss grösser. Allerdings soll man genau unterscheiden, welche
Aminosäure man zu sich nehmen will. Cystein zu 2 gr. kann schon daran
gebunden sein, auf Nierensteine zu achten.
Deshalb sollte man
gleichzeitig nicht zu viel Methionin mit Cystein zusammen einnehmen.
Eine normale relativ harmlose Diosierung von Cystein beläuft sich auf
0.5 gr. täglich (insgesamt am Tag).
In
der Regel belaufen sich die vorsichtigen Dosierungen im Bereich unter 2
gr., wobei
der nornale Tagesbedarf an einer Aminosäure zwischen 0.5 bis 2 gr.
schwanken kann. Aber es gibt auch Aminosäuren, an denen ein grösserer Bedarf in Gramm gemessen besteht.
Arginin ist eine Aminosäure, die man erfahrungsgemäß
mit bis zu 14 gr. täglich dosieren kann, vorausgesetzt man beachtet 1.
gelegentliche Einnahme von Lysin um Herpes Infektionen zu unterbinden
und 2. nach 7-14 Tagen (oder so) eine gehörige Pause der Einnahme von
Arginin.
Glutamin stellt eine Ausnahme dar: mehr als 3 -5 gr an Glutamin pro Tag sollen sinnvoll sein, und es spricht wohl nichts dagegen, zeitweise auf 10 gr. zu gehen. In diesem Fall würde ich Glutamin nur zwei Wochen lang in dieser Dosierung einnehmen. Falls man mit Arginin kombiniert sollte man sich überlegen, ob es nicht zu viele Eiweiße insgesamt sind wenn man beide in der Maximaldosierung einnimmt (vielleicht eine von beiden in der Einnahme derweil reduzieren).
Tryptophan stellt eine Ausnahme dar: weniger als 300 gr gelten als Tagesbedarf; ein evtl. Mangel dürfte mit ca. 600-800 gr. täglich auch schon bald behoben sein, andere sprechen allerdings bei Tryptophan und gleichzeitigem Mangel von 1000 mg bis 1500 mg (1-1.5 gr.).
Aminosäuren in der Nahrung werden in der Regel nicht 100% verwertet, d.h. wenn 172 mg Tryptophan für Erdnüsse angegeben ist, kann der Körper vielleicht zwei Drittel davon verwerten. Die verwertbare Menge hängt auch etwas ab vom Zustand unserer Verdauungsorgane und des Stoffwechsels.
In jedem Fall sind freie Aminosäuren in Form von Präparaten schneller und vollständig verfügbar, und gehen in den Körper zu 100% ein - was nicht bedeutet, dass sie nicht auch wieder ausgeschieden werden können (bei nicht vorhandenen Bedarf oder zu grosser Menge, die nicht verwendet werden kann, werden die Aminosäuren oder ihre Abbauprodukte über die Niere wieder ausgeschieden, oder als Energiequelle genutzt, also praktisch "verbrannt").
Zunächst
ist es empfehlenswert, zu Beginn
der Anwendung den Körper an die
Aminosäuren zu gewöhnen. Nach den ersten zwei oder drei Tagen einer
Normaldosierung kann man grössere Mengen bis zu 2 oder 3 gr. einer
Aminosäure
zu sich nehmen.
Achte
auf Störungen aller Art, Durchfall, erheblicher
Schwindel, Mattigkeit, Müdigkeit, Herz/-Kreislaufprobleme, Schwindel,
ungewöhnte
Stimmungswechsel,
ungewohnte Kopfschmerzen oder Migräne, ungewohntes Schwitzen, Schmerzen
und Stechen in der Lendengegend (ernsthafte Probleme mit der Niere)
usw. - was nämlich auf solche
Überversorgung
hindeuten könnte. Schwitzen kann natürlich auch eine Reaktion sein, um
irgendetwas auszukurieren. Bei Alanin ist ein Juckreiz völlig
normal und kein Symptom für schädliche Prozesse.
Ich denke, am besten kommt man mit einem evtl.
Überschuss einer
Aminosäure klar, wenn die gesamte Breite an Nährstoffen berücksichtigt
ist und man Entlastungstage berücksichtigt.
Nützlich
und wichtig für die volle Verwertung der
Aminosäuren sind allgemein alle Nährstoffe.
Die
ganze Palette natürlicher Vitamine und Spurenelemente ist zu beachten:
das
bedeutet einfach nebenher eine gesunde abwechselungsreiche, aus
natürlichen Nahrungsmitteln bestehende Kost.
Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass Aminosäuren als Präparate nach Einnahme mich gelegentlich etwas müde gemacht haben. Als ich dann Vitamine und Mineralien zu mir nahm, verschwand diese Müdigkeit. Andere Male fehlten Kohlenhydrate, die nämlich als Energiebringer auch wichtig sind für die Proteinsynthese.
Es heisst, dass die Aminosäuren nur über eine begrenzte Transportkapazität innerhalb des Körpers verfügen können. Bestimmte Aminosäuren teilen sich dabei offenbar gewisse Transportkanäle und bilden Gruppen.
Für jede Aminosäure gibt es einen oder mehrere bestimmte Transportkanäle (auch "Peptidtransporter" genannt) und verschiedene Aminosäuren können sich so einen Transportkanal teilen. So kann es passieren, wenn man zB zwei Aminosäuren zu sich nimmt, beide um ein Transport konkurrieren, und eine von ihnen deshalb weniger aufgenommen wird.
Sowohl
im Darm als auch in den Zellen gibt es diese
Gebundenheit an einen Transport der Aminosäuren. Damit diese
Transporter funktionieren, sind übrigens auch Fettsäuren (also Fett)
nötig, bzw. die durch Oxidation der Fettsäuren erhaltene Energie. Auch
bilden Fette einen Teil der Membran, die bei diesem Prozess einer
Nährstoffaufnahme einer Zelle wichtig wird.
Daraus könnte man folgern, nicht alle Aminosäuren in derselben grossen Menge zu einem Zeitpunkt einzunehmen. Oder überhaupt nur möglichst eine Aminosäure einer dieser Gruppen.
Man kann die Aminosäuren als Ergänzungspräparat in der Zufuhr auch aufteilen in sich täglich wechselnde Gruppen. Man kann weiterhin diese Aminosäurenkombinationen über den Tag verteilt zuführen, d.h. morgens eine bestimmte Art, mittags und abends jeweils eine andere. Aminosäuren als Ergänzungspräparate bestehen zu 100% aus Aminosäuren und gehen damit schnell ein in den sogenannten Aminosäurepool, und werden daher freie Aminosäuren genannt.
Wegen den genannten Gründen gibt es den
Rat, eine einzelne Aminosäure auf leeren Magen ohne kurz darauf
folgende Mahlzeit einzunehmen - damit die Aminosäuren in
der natürlichen Nahrung die Aufnahme dieser Aminosäure nicht
behindern.
Manche nennen dafür unterschiedliche Zeitabstände, meist 3 Stunden,
manchmal 1 Stunde. Manchmal auch nur eine halbe Stunde.
Mir
erscheint es aber ungünstig und wenig durchführbar, so genau darauf zu
achten, keine Mahlzeit mit der Einnahme einer Aminosäure zu verbinden.
Man müsste zB lange Zeit an Kohlenhydraten hungern.
Nimmt man
eine Aminosäure 1 oder 3 Stunden nach einer Mahlzeit, befinden sich die
Aminosäuren der Mahlzeit noch im Darm, und es wäre das Vorgehen vor
einer Mahlzeit sinnvoller. Nach etwa zwanzig Minuten gehen freie
Aminosäuren ins Blut über. Die ersten Aminosäuren aus der Nahrung gehen
nach etwa 30 bis 45 Minuten ins Blut über. Das heisst, die freien
Aminosäuren als Ergänzungspräparat haben einen Vorsprung von 10 bis 25
Minuten. Der Klimax, also Höhepunkt wird jeweils später erreicht, und
bis dahin mag es sein, dass der gewichtige Anteil an freien Aminosäuren
bereits aufgenommen werden konnte. So stellt die Einnahme vor den
Mahlzeiten auf jeden Fall schon mal eine bessere Möglichkeit dar, als
wie nach den Mahlzeiten, da die Verdauung der normalen Nahrungseiweiße
lange nicht abgeschlossen ist.
Nun weiss man nicht immer mit Gewissheit, bei welchen Aminosäuren die erwähnte Konkurrenz wirklich der Fall ist. Offenbar scheint es jedoch für eine grobe Orientierung recht einfach zu sein. Es gibt drei Transportsysteme und drei Gruppen von Aminosäuren:
1. neutrale Aminosäuren:
Valin,
Isoleucin, Leucin, Phenylalanin, Alanin, Asparagin, Cystein, Glutamin,
Glycin, Methionin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin
2. basische Aminosäuren:
Lysin, Arginin, Histidin
3. saure Aminosäuren:
Glutaminsäure,
Asparaginsäure
Ein weiteres Transportsystem soll existieren für Prolin und Glycin. D.h. es stellen diese beiden Aminosäuren untereinander konkurrierende dar, können aber mit den anderen Gruppen offenbar leicht kombiniert werden.
Eine Einteilung in Bezug zur Nierenfunktion nennt nicht drei, sondern folgende vier Gruppen, die sich konkurrieren (ob es übertragbar ist auf die Aufnahme von Aminosäuren in Darm und Zellen ist mir nicht bekannt):
1. Basische:
Arginin, Lysin, Ornithin
3. Saure:
Glycin, Prolin
2. Neutrale:
Glutamin, Asparaginsäure
4. Sonstige Aminosäuren
Allerdings gibt es auch den Hinweis, dass dieser Konkurrenzdruck nur dann vorliegt, wenn von einzelnen Aminosäuren eine sehr grosse Menge als Überschuss vorliegt (was ich als eine tägliche Menge oberhalb von 2.5 gr. einer einzelnen Aminosäure verstehe).
Im Einzelnen scheint es auch Ausnahmen zu geben, so dass es alternative Wege gibt, um eine Aminosäure aufzunehmen.
Bei anderen Aminosäuren, dazu zählt offenbar Tryptophan, gibt es dagegen einen besonderen Konkurrenzdruck, so dass zusammen mit übrigen Aminosäuren zu wenig Tryptophan aufgenommen wird. Die Zusammenhänge sind komplex und es scheint nicht jede Aminosäure gleichermaßen an den Transportmöglichkeiten "zu leiden". Auch scheint das Transportsystem je nachdem ob es sich um die Blut/Hirn-Schranke, den Darm oder die Zellen handelt leicht verschieden zu agieren. Wobei die meisten Probleme bei der Blut/Hirn-Schranke auftreten und anscheinend die geringsten im Darm.
Das alles bedeutet für die Praxis, man kann auf Nummer sicher gehen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: 1. die drei oder vier Gruppen miteinander kombinieren, aber weniger zur selben Zeit von Aminosäuren derselben Gruppe kombinieren. 2. zeitlich versetzte Einnahme.
Bei mehr als einer Aminosäure, die man nimmt: Im Zweifel einfach varieren, und mehrere Aminosäuren einander abwechseln, die man in Kombination und dann je einzeln zu sich nimmt. So kann man sicher sein, dass man auf Dauer von bestimmten Aminosäuren nicht zu wenig bekommt. Nach etwa 3 - 4 Stunden dürften die (freien) Aminosäuren ihre massgebliche Funktion bzw. Verwertung gefunden haben, was bedeutet, dass man ca. 3-4 Stunden Abstände der Einnahme wahren kann.
Es gibt also nur einige wenige Kanäle, und bestimmte Aminosäure konkurrieren um diese Transportkanäle miteinander. Wenn man zB Arginin und Lysin gleichzeitig zuführt, kann Lysin das Arginin an der Aufnahme in die Zellen hindern - Arginin erhält allerdings damit andere Funktionen, die gesundheitliche Relevanz haben (Arginin bleibt dann im Blut und kann damit zB Blutdruck mindern, oder setzt das hilfreiche Stickstoff/ NO frei).
Aus solchen Gründen kann man jedenfalls mehrere
Aminosäuren, die man sich zuführt, tageweise abwechseln, oder die einen
morgens, die anderen abends zuführen, und nicht alle
Aminosäuren, die man ausgewählt hat, zur selben Zeit zuführen.
Damit der Bedarf aller Zellen an Aminosäuren gedeckt werden kann (da
sonst einige Aminosäuren in ihren Transportwegen von anderen blockiert
werden könnten).
Doch sollte man dies vielleicht auch nicht zu pauschal sehen. Denn wenn
Lysin verstärkend auf Arginin wirkt und Arginin dabei förderliche
Wirkung zutage bringt, scheint das ja nicht schlecht zu sein. Mir
selbst fehlt für eine tiefere Einsicht in den Zusammenhang die Kenntnis
in Biochemie. Tatsache ist, dass Lysin auf seinem Transportweg
das
Arginin blockiert, und Arginin damit länger im Blutplasma bleibt (die
freien Aminosäuren haben auch dort Wirkung und speziell
Arginin).
Manche meinen zu dem Sachverhalt, dass man Lysin nicht zu hoch dosieren
sollte, um Arginin nicht völlig zu kompensieren.
Andere
meinen das Gegenteil, man solle gleich viel Lysin oder mehr Lysin als
Arginin nehmen. Wobei mir letztere Angabe, aufgrund des
wissenschaftlichen Rahmens, in dem sie getroffen wurde, verlässlicher
scheint. Beide Annahmen bezogen sich auf das Training im Sport.
Freie Aminosäuren sind solche, die für den Körper schnell verfügbar sind und nicht in Bausubstanz oder an Hormonen usw. gebunden sind. Man bezeichnet dieses schnell verfügbare Reservoir an Aminosäuren auch als Aminosäurenpool. Diese freien Aminosäuren weisen mit ihrer schnellen und effektiven Bereitstellung einen unschlagbaren Vorteil gegenüber aus der Nahrung erhaltenen Aminosäuren auf.
Freie Aminosäuren sind nicht an die
Verdauung
gebunden, da sie nicht aus dem Proteinkomplex der aufgenommenen Nahrung
zerlegt werden müssen. Damit sind die einzelnen
Aminosäuren, die man als Präparate zu sich nimmt, sofort
verfügbar,
und gehen als freie Aminosäuren ins Blut über, und werden von dort zu
anderen Aufenthaltsorten für freie Aminosäuren transportiert. Zum
grössten Teil zum Muskel- und zu einem geringeren Teil zum
Bindegewebe.
Je nach Gewebe befinden sich unterschiedliche Aminosäurearten
an diesen Orten.
Einzelne Aminosäuren können so, wie sie sind, durch
die Verdauungsschleimhäute des Dünndarms ins
Blut wandern.
Bereits nach 20 Minuten sind Aminosäuren, die als Ergänzung
eingenommen wurden, im Blut nachweisbar.
Bei einem 70 KG schweren Menschen gibt es etwa 130 gr
an freien Aminosäuren - wovon Taurin zu 30 gr vertreten ist.
Im
Blut kommen freie
Aminosäuren je nach Angaben zu etwa 1-5 gr vor (die meisten Quellen
nennen 5 gr, einige sogar 8 gr. - es mag sein, dass es auch auf das
Gewicht eines Menschen ankommt oder ähnliche konstitutionelle Gründe).
Das Blut dient den Aminosäuren vor allem als
Transportsystem und nicht als "Lager", allenfalls erfüllt es
vorübergehend diese Funktion.
Die
meisten freien Aminosäuren kommen also nur im Blut und im
Raum zwischen den Zellen vor. Besonders
im Muskelgewebe. Der grösste Teil an freien
Aminosäuren eines Organismus befindet sich in der Skelettmuskulatur.
Ein
anderer Ort von freien Aminosäuren stellt der
intrazelluläre Raum des Bindegewebes dar. Hier befinden sich
weniger freie Aminosäuren als im Muskelgewebe, aber mehr als im
Blutplasma.
Glutamin
stellt dabei eine Aminosäure dar, die im Aminosäurepool des
Muskelgewebes zu etwa 50-60% vertreten ist. Im Blutplasma kommt
Glutamin noch zu ca. 25% vor.
Zahlreiche Aminosäuren sind in Form aufgebauten Körper-Proteins in grosser Zahl
Bestandteil des Bindegewebes, und werden von dort bevorzugt
abgebaut, wenn Aminosäuren benötigt werden.
Das
Kollagen (Bindegewebe) mit eingebauten Protein dient praktisch als ein
indirekter Speicher an
Aminosäuren. Einem gesunden oder über lange Zeit optimal versorgten
Menschen kann das Bindegewebe ohne Schwäche zu erleiden noch Nährstoffe
entbehren, die dann typischerweise bei der nächsten eiweißreichen
Mahlzeit wieder ergänzt werden.
Freie Aminosäuren werden vom Körper verwendet zum Bau von Muskelproteinen und als Lieferant von Muskel-Energie, Neurotransmittern, Hormonen, und einige andere Dinge wie Zellbestandteile.
Einen Teil der Aminosäuren - etwa 700mg - kann die Leber aus dem Blut heraus nehmen, und in der Leber speichern. Andere Organe können im Prinzip keine Aminosäuren speichern und kein Organ ist Aufenthaltsort von freien Aminosäuren.
Das Blut transportiert die freien Aminosäuren
beständig zu diesen Orten, oder zu anderen Orten, wo konkret
Bausubstanz benötigt wird (zB den Organen).
Mit der
Nahrung aufgenommene Aminosäuren, und auch durch beständige
körpereigene
Abbauprozesse verfügbare Aminosäuren, bilden den freien
Aminosäurenpool (mit freien Aminosäuren).
Der Aminosäurepool wird nie geleert und ist damit wichtiger Teil eines Prozesses, den der Körper braucht. Um den Abbau
körpereigenen Proteins zu
begrenzen, müssen täglich Proteine bzw. Aminosäuren zugeführt werden.
Wenn ein Mangel an Energiequellen oder an
wichtigen Aminosäuren vorliegt, wird Körpersubstanz (in Form von
Proteinen) abgebaut. Aus vielleicht der Hälfte der 20 Aminosäuren kann
der Körper Energie gewinnen, wobei auch Ammoniak anfällt. Daher und aus
anderen Gründen ist der Stoffwechselweg, über Aminosäuren Energie zu
gewinnen, viel weniger ökonomisch als der Weg, normal über die
Kohlenhydrate an Energie zu gelangen.
Beim
Fasten wird dieser Umstand
relevant; das bedeutet aber nicht, dass es automatisch ungesund ist,
wenn beim Fasten neben eingespeicherten Fetten auch Körpersubstanz in
Form von Proteinen abgebaut wird, denn normalerweise weisen wir ein
genügendes Reservoir an eingebauten Proteinen auf. Die Qualität zB
unseres Bindegewebes kann in wenigen Wochen oder einem Monat nicht
entscheidend geschwächt werden - es sei denn, es besteht schon eine
Bindegewebsschwäche. Umso schwächer das Bindegewebe schon ist, desto
schwerwiegender werden natürlich weitere Abbauprozesse. Dann sollte man
vor dem Fasten eigentlich vorlieb nehmen mit einem gezielten Aufbau des
Bindegewebes, und auch Optimierung des Stoffwechsels durch
nährstoffintensive Ernährung.
Wenn
mehr Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden, als momentan vom
Organismus gebraucht und zu Baustoffen synthetisiert werden können,
werden sie verstoffwechselt, also zum Energiegewinn
herangezogen,
und der grösste Teil mit der Niere ausgeschieden.
Ist
die Menge an zugeführten Aminosäuren aber zu groß, dass diese Vorgänge
vollständig geleistet werden können, kann der Stoffwechsel in
verschiedener Weise durch freie Aminosäuren gestört werden, das heisst
durch einzelne Aminosäuren, die im Vergleich mit anderen zu zahlreich
vertreten sind und das chemische Gleichgewicht stören. Dies
geschieht in der Regel nur bei Ergänzungspräparaten, und auch
nicht alle
Aminosäuren sind derart bedenklich. Meist sind die
Schwierigkeiten leicht zu beheben und es kann sogar genügen,
wenn man nicht einfach nur die entsprechende Aminosäure absetzt,
sondern mit weiteren ergänzt. Es hat sich gezeigt, dass das
synergistische Zusammenwirken mehrerer Aminosäuren zugleich auch den
Umgang des Körpers mit diesen begünstigt.
Der
Körper ist prinzipiell darauf
ausgerichtet, alle möglichen Stoffe aus dem Blut, die Abfallprodukte
aus den Lymphen und aus dem übrigen Stoffwechsel heraus zu
bekommen. Seien es Gifte oder Nährstoffe! Sie sind alle mit einem Zweck
(einem Ziel) verbunden, oder sollten es sein. Abfälle werden entweder
ausgeschieden oder in Gewebe gespeichert, letzteres, wenn die
Ausscheidungsorgane entweder überfordert sind oder Nährstoffe fehlen um
die schwierigen Gifte durch die Ausscheidungsorgane zu bekommen. Zellen
nehmen sich an Nährstoffen aus
dem Blut und Nährstromfluss des Bindegewebes, was sie brauchen.
Der Stoffwechsel ist zwar wie eine Fabrik, aber eine solche,
die keinen Stillstand kennt. Anders gesagt,
wird im Geschehen des Stoffwechsels ein kontinuierlicher Fluß
erzeugt bzw. stellt dieser Fluß einen natürlichen Gesundheitszustand
dar. Ein
schneller Stoffwechsel, das heisst ein gut eingestellter und mit
Nährstoffen versorgter Stoffwechsel, und ein damit verbundener guter
Proteinumsatz, ist aus diesen und anderen Gründen äusserst vorteilhaft
und optimal.
Der
Aminosäurenpool kann durch jede Art von Proteinen oder auch
zugeführten Aminosäuren (durch Präparate) gefüllt werden. Aber das
geschieht zeitlich auf
unterschiedliche Weise schnell, je nach Aminosäure, und je nachdem ob
es sich um Nahrungskomplexe oder Aminosäurenpräparate handelt.
In den Aminosäurenpool gehen in jedem Fall freie Aminosäuren ein.
Man sagt, dass der freie Aminosäurenpool und die sonstigen körpereigenen Reserven die Proteinsynthese für 3 - 8 Stunden zu gewährleisten vermag.
Man spricht von schnellen Aminosäuren (in Form von Präparaten, und zB auch Molke), und langsamen Aminosäuren. Es gibt also auch innerhalb der normalen Nahrung schneller verfügbare und langsamer verfügbare Aminosäuren.
Wobei die
langsamen Aminosäuren nach
etwa
einer Stunde im Blut nachweisbar werden, nach 3-4 Stunden ihren
Höhepunkt an Konzentration erreichen und etwa 7-8 Stunden verfügbar
bleiben; es handelt sich dabei um Proteine und Nahrungsquellen, die eine längere
Verdauung benötigen (zB Casein). Die an den Aminosäurenpool abgegebene
Menge an freien
Aminosäuren bleibt innerhalb dieser 8 Stunden relativ
moderat, d.h. gleichmässig. Es kommen also nicht abrupt grosse Mengen von Aminosäuren hinzu.
Es ist ähnlich
wie bei komplexen Kohlenhydraten, im Vergleich zum einfachen Zucker.
Einfacher Zucker ist schnell verfügbar, und verliert auch
schnell
an Konzentration - wobei
bedeutend anders als beim Eiweißstoffwechsel aber die Achterbahnfahrt
des Blutzuckerspiegels beim Zucker sich als störend erweist für das
Gleichgewicht des Stoffwechsels.
Bei
den langsamen Aminosäuren zählt der Gedanke, dass man solche
langsamen Aminosäuren zum Beispiel beim Sport in der Ernährung anders
gewichtet als die schnellen Aminosäuren: Die langsamen verbürgen eine
in niedriger Konzentration über längere Zeit hinweg gehende Versorgung
des Körpers mit Baustoffen. Nach extremen Belastungen sollten aber
vorzugweise schnelle Aminosäuren zugeführt werden, die den gestiegenen
Bedarf zB nach dem Trainining gerecht werden, damit schnell die
Körpersubstanz aufgebaut und regeneriert werden kann.
Die
langsamen Proteine können gut vor dem Schlafengehen gegessen
werden, um während der Nacht beständige Versorgung für die
Regenerationsprozesse zu gewährleisten.
Die schnell verfügbaren Aminosäuren, die mit der Nahrung aufgenommen wurden, erreichen nach etwa 30 - 45 Minuten das Blut, sind etwa 3 Stunden verfügbar und nachweisbar. Nach 45-120 Minuten erreichen sie ihren Klimax (Höhepunkt des Bestandes an dieser freien Aminosäure im Blut), um dann nach 3 Stunden verwertet zu sein.
Die mit Präparaten in Pulverform aufgenommen Aminosäuren sind bereits nach 20 Minuten im Blut nachweisbar. Nach etwa 20- 40 Minuten wird auch schon das Maximum an Konzentration erreicht. Und sie sind nach etwa 3 Stunden verwertet. Alle Präparate bedeuten schnell verfügbare Aminosäuren.
Aminosäuren, die bei erhöhter
Zufuhr einige
Produkte herstellen werden, zB Carnitin oder Hormone,
bleiben für
72 Stunden in ihrer Konzentration nachweisbar, also
bedeutend länger, als wie die ursprünglichen Aminosäuren.
Es
gibt freilich den Unterschied zwischen den Aminosäuren an
sich,
und dem, was aus ihnen hergestellt wird und was mit diesen Produkten
Aufgaben im Stoffwechsel erfüllt werden. Die zugeführten Aminosäuren
haben eine kürzere "Lebenszeit" im Körper, als das, was aus
ihnen hergestellt wird.
Es
hat sich generell als vorteilhaft erwiesen, die gesamte Tages-Menge an
Aminosäuren, die man als Präparate zu sich nimmt, über den Tag zu
verteilen.
Dasselbe gilt für Proteine, die man mit natürlichen
Nahrungsmitteln zu sich nimmt.
Es hat wenig Sinn, die erforderliche
Tagesmenge an Eiweiss, etwa 50-60 gr, in einer Mahlzeit zu sich zu
nehmen, da der Körper nur über einen begrenzten Pool an freien
Aminosäuren verfügt. Erst nach und nach werden aus diesem Pool
Aminosäuren herangezogen, um verbaut und genutzt zu werden.
Allerdings mag dies auch im Einzelfall unterschiedlich sein. Es heisst zB dass junge Menschen die Eiweißportionen eher über den Tag verteilen sollten, und über 50 jährige auch gut klar kämen mit wenigen Mahlzeiten. Wieviel davon Wissenschaft und was Mundpropaganda ist, kann ich nicht beurteilen. Meine eigene Erfahrung ist, dass die mehreren kleinen Mahlzeiten und Eiweißportionen mir gut tun und dass es dazu die meisten ernstzunehmenden Verlautbarungen gibt - es aber durchaus sein kann, dass man dabei die Verschiedenheit des Alters vernachlässigt und von einer Norm ausgeht.
In letzter Zeit haben sich die freien Aminosäuren als Ergänzungspräparat als zusätzliche Maßnahme immer mehr populär gemacht - ihnen wird vielfach eine günstige Wirkung auf sportliche Motivation, Regeneration und auf die Gesundheit zugeschrieben. Aus eigener Erfahrung kann ich diese positive Wirkung sogar auf manche chronischen Beschwerden bestätigen. Vor allem können sie einen aus dem Ruder gelaufenen Stoffwechsel helfen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Leber
Eine
für die Leber auch nur tendenziell ungesunde
Lebensweise, etwa mit regelmässigem Alkohol und fettreicher
Ernährung, kann einen Mehrbedarf an Aminosäuren bedeuten, die
beim
Leberstoffwechsel eine Rolle spielen (vor allem bedingt die Leber die Entgiftungsleistung) : Cystein, Arginin, Ornithin,
Methionin, Alanin, Valin, Lysin, auch Leusin und Asparaginsäure - je
nach Schwerpunkt müssen es nicht alle diese Aminosäuren sein, die zum
Einsatz kommen.
Eine
Stärkung der Nieren wurde bei Arginin (Nierengewebe schützend und
stärkend) und Asparaginsäure (wegen der Entgiftung auszuscheidender
Stoffe) berichtet.
Wundheilung, Regeneration
Glutamin: Nach
körperlichen
Belastungen (Sport, Operationen, Verletzungen, Stress) wird vermehrt Glutamin
benötigt.
Um eine Regeneration zu fördern, oder Komplikationen an einer Wunde möglichst zu vermeiden, lohnt es diese Aminosäure gezielt einzusetzen, oder bei Glutaminbedarf einfach Quark zu essen (die Glutaminsäure kann in Glutamin umgewandelt werden).
Eingenommen als einzelne Aminosäure (als Ergänzungspräparat)
gehen
die Empfehlungen für Glutamin teilweise von Mengen wie 3-6 gr.
täglich aus, wobei die Belastung auf den Organismus (zB Sport)
inbegriffen ist.
Man kann offenbar auch alle 2 Stunden 2 gr. Glutamin
zu sich nehmen, wenn ein besonderer Bedarf besteht (der könnte auch
bei einer schweren Erkältung bestehen, Stress, Prüfungsstress, physiologischer Stress wie zB Operationen).
Glutamin stellt die
Aminosäure dar, die im Körper mengenmässig in freier Form am stärksten
verbreitet ist (60% des Blutplasmas), und bei Belastungen in ihrem
Spiegel schnell sinkt (weil ein
erhöhter Bedarf besteht, dem oft gar nicht erst entsprochen wird). Vor
einer OP und danach kann Glutamin als Ergäzungspräparat
eingenommen werden. Andere Aminosäuren würde ich konkret vor einer
Operation nur behutsam als Ergänzungspräparat einnehmen, der Körper
sollte in jedem Fall etwa ein, besser zwei Wochen an die Aminosäuren in
freier Form gewöhnt sein. Arginin vor einer Operation besser nur in
Absprache mit einem Arzt in höherer Dosierung einnehmen.
Arginin:
Bis
3 gr. Arginin täglich in den Wochen vor der OP ist ein Bereich
dessen, der einer Menge
entspricht, die man sich mit der Nahrung maximal zuführen
könnte. Ob man mehr einnehmen darf, sollte ein Arzt oder der
Narkosearzt entscheiden. Es ist natürlich wichtig, auch keine
Aminosäuren am Tag der OP einzunehmen.
Eine
gängige Dosierung beläuft sich bei Wundheilungsmaßnahmen (zB nach der OP) auf 3-10 gr. Arginin
täglich (zB während einer 1-3
monatigen Kur).
Generell kann man mehrmals
hintereinander 10-15 gr. Arginin
(über den Tag verteilt zu max. 5 gr. Portionen)
dosieren, wenn man sich vorher an dieser Aminosäure einige Tage mit geringeren Mengen
gewöhnen konnte. Wichtig: Nach etwa 10-14 Tagen sollte man 1-3 Tage pausieren
mit Arginin.
Eine
andere Dosierungsangabe beziffert sich auf 30 gr.. Die Höhe der
Dosierung soll sich nach dem Einsatz richten. Man las, um zB die
Wirkung auf die Durchblutung aller Gefäße durch Bildung des gewünschten
NO-Stickstoffes zu bekommen, braucht es Dosierungen von Arginin
oberhalb 15 gr..
Ich habe gelesen, dass obwohl man viel Eiweiß
zunimmt, eine bessere Durchblutung der Niere erreicht wurde, durch hohe
Gaben von Arginin. So liessen sich paradoxerweise durch viel Arginin
evtl. Nierenprobleme lösen. Ich kann nur raten, bei allen
Problemen mit der Niere äusserst umsichtig vorzugehen und am besten
mehrere Quellen zur Rate zu ziehen, wie man sich verhalten sollte, und
den Arzt und diese Richtungen aus der Medizin befragen, ob Arginin da
wirklich helfen kann. Ich kann für viele Dinge auch keine Quellen mehr
angeben, weil ich es mir eher auch selbst angeeignet habe, darum zu
wissen. Aus diesem grund versuche ich immer zu betonen, an welchen
Stellen etwas nicht ganz gesichert ist. Meine eigene Erfahrung bildet
für mich in erster Linie die Sicherheit aus.
Besonders bei Dosen
über 4 gr.
Arginin ist es wichtig auf jeden Fall mind. 1-2 gr. Lysin zu
Arginin kombinieren, wozu es aber reicht das alle drei oder vier Tage
zu tun. Auch wenn die Menge an Arginin auf bis zu 30 gr. täglich erhöht
wird, werden die Mengen an Lysin und die Menge an Entlastungstagen
nicht grösser, nur die Wichtigkeit diese beiden Dinge einzuhalten. So
sieht meine mehr als sechsmonatige Erfahrung aus (eigentlich fast ein
Jahr).
Nach
der
Operation kann man meiner Einschätzung und Erfahrung nach die
Dosis von für die Wundheilung förderlichen Aminosäuren erhöhen, und
profitiert von den günstigen Wirkungen (falls man diese denn
einsetzen will). Es kann bei viel Narbenbildung nützlich sein, Arginin
eine längere Zeit, mehrere Monate einzusetzen. Ich habe Arginin sechs
Monate eingenommen und das Netzimplantat sitzt nach einem Leistenbruch
nach Aussage des Chirurgen "bombenfest" und es hat mir
wenig Probleme bereitet. Manchmal scheint es, als gestalte sich
unterhalb der Wunde die Bauchdecke (Narben) um.
Der
Effekt ist , dass ich den Bruch als solches mittelfristig gesehen immer
weniger spüre. Nach acht Monaten hatte ich die Dosis an Arginin
sogar auf täglich 30 gr. für einige Tage erhöht, um schliesslich
zwischen 10 und 30 gr. zu pendeln für einige Wochen. Seitdem geht es
mir noch besser, hatte ich doch zuvor leichte Stoffwechselprobleme. Nun
kann ich sogar wieder Kaffee die ganze Woche trinken, und es ist nicht
mehr so, dass mich das völlig im Stoffwechsel aus der Bahn werfen
würde. Zum Beispiel wäre ich weniger gelenkig, könnte die Gelenke nicht
so dehnen (zB mit dem Arm alle Stellen des Rückens erreichen), so war
das, bis Arginin kam.
Ich las von dieser Dosierung bei
anderen (die Internetquelle ist mir leider entfallen). Ich probierte es
aus, da meine Erfahrung mit 15 gr. nichts negatives an sich hatte,
nur dass man einen Tag nach maximal zwei Wochen wirklich aussetzen muss
und immer Lysin kombinieren sollte.
Meine
Schwellung an der Narbe, die ich durch die OP (Leistenbruch) bekam,
ging auch nach Aussagen des Arztes erstaunlich schnell zurück, da ich
bis zu 15 gr. Arginin täglich einnahm (mehrere Portionen, etwa 3-4
gr. auf
einmal) .
Als
ich eine Zeit lang, um dem Organismus eine Pause von
Aminosäuren zu gönnen, kein Arginin nahm, konnte ich keine
Besserung mehr an der Narbe erkennen. Als ich dann wieder hohe Dosen
(bis zu 15gr.) einnahm, verschwand die Narbenbildung (es handelte sich
um wildes Fleisch, das an der Schnittwunde nach aussen hoch stülpt).
Auch unter der Haut, am eigentlichen Leistenbruch und dem auf die OP
folgenden angestrebten Narbenbildung konnte ich angenehme
Veränderungen spüren. Auch ein abgestorbener Nerv hat sich wieder
regeniert, jedenfalls hatte ich nach einigen Monaten wieder ein volles
Kontakt- und Körpergefühl an der Stelle der Operationsnarbe und den Bereichen dort.
Ich hatte den Eindruck, dass es mir allgemein auch
rasch besser ging - trotz dass ich mich die
ersten Wochen nach der OP so wenig bewegen konnte, um meinen Stoffwechsel anzuregen.
Kaffee vermied ich, weil es schlecht auf die Wundheilung wirkt.
Ich denke 30gr. sind aber auch wirklich die Grenze. Man sollte vielleicht in dem Fall 2-3 gr. Lysin hinzunehmen, was aber erfahrungsgemäß nicht täglich nötig ist . Wenn man unkontrolliert Arginin einnimmt, also ohne Entlastungstag nach 2 Wochen und ohne Lysin, kann das anfällig für kleinere Entgleisungen machen, zB holt man sich plötzlich und schnell einen Infekt. Ansonsten, ist die Abwehrkraft erstaunlich gestärkt.
Bei Mengen über 15 gr. sollte man
unbedingt sehr viel trinken (täglich 1.5 Liter mind.) und zwar über den
Tag verteilt. Denn an sich wirkt Arginin schon entwässernd . Aber
auch die Niere sollte etwas geschont werden, immerhin dürfte man
Arginin längere Zeit einnehmen. Bei einmaligen Verschleiß mit Harnstoff
(Ammoniak) hat die Niere kein Problem , aber bei
wochenlangen schon! Zu leicht gewöhnt man sich zu wenig Trinken an über
längere Zeit nämlich.
Besonders Arginin ist hilfreich für die Wundheilung, oder um sich auf eine OP vorzubereiten
oder sich davon zu
erholen. Ausserdem kann Arginin das Thromboserisiko nach
einer OP vermindern und die Durchblutung begünstigen.
Oder auf die
Beine helfen, wenn man einen Kater hat. Weitere Aminosäuren die als
günstig für die Wundheilung eingeschätzt wurden: Isoleucin, Methionin, Histidin, Lysin und Prolin. Glutamin
ist eine Aminosäure, die nach jeglichem physiologischen Stress
gebraucht wird. Man sollte jedoch immer eine äusyserst ausgewogene
Ernährung (Spurenelemente und Mineralien, Vitamine) mit der Einnahme
von Aminosäuren kombinieren.
Aminosäuren
verlangen unterschiedliche Dosierungen, aber es gibt auch eine Mehrheit
von Aminosäuren, deren Dosierung man als gleichlautend bezeichnen kann.
Nur
Glutamin käme noch in Frage in einer erhöhten
Dosierung (4-10gr. täglich auch bis zu 15 gr., je nach Belastung),
aber das sind Maximalwerte und bis zu 4 gr. täglich für eine
allgemeine Beförderung des Wohlbefindens oder der
Konzentrationsfähigkeit dürften genügen. Wobei man Glutamin in
Einzeldosen von 2 gr.
durchgängig ohne einen Tag Pause einnehmen kann, aber wohl
nur zwei oder drei Wochen lang.
Die meisten anderen
Aminosäuren, können mit etwa 1-2 gr. täglich dosiert
werden.
Cystein sollte nicht zu oft mit mehr als 2 gr. dosiert
werden, wenn man es längere Zeit nimmt.
Es kann die Rückstände von
Narkose und Medikamenten helfen abzubauen. Wenn man Raucher ist, bietet
sich Cystein an, um die Wundheilung durch Entgiftung (Toxine) zu
helfen, weil ansonsten das Rauchen einen schwerwiegenden Störeffekt
aufweist. Bei langer Arbeit am Computer hilft Cystein die Strahlung zu neutralisieren und man fühlt sich länger frisch.
Cystein befreit auch die Lungen von Schleim und hilft
dadurch der natürlichen Entgfitungsfunktion der Lungen (Ausatmen an den
Atmungsgasen gebundener Stoffe). Cystein in Kombination mit Methionin nicht zu lange einnehmen. Man beachte besondere Einnahmerichtlinien für Cystein.
Methionin sollte man auch nicht zu lange zu hoch dosiert einnehmen (nicht zu oft über 3 gr.).
Stoffwechsel
Jemand anderen plagt ein geschwächter oder
gestörter Stoffwechsel, oder er hat
Gewichtsprobleme (Unter- oder Übergewicht).
Dabei können vor allem die essentiellen Aminosäuren helfen, oder jene,
die mit dem Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel zusammenhängen.
Besonders Methionin
vermag den Stoffwechsel stabilisieren zu können. Unter den essentiellen
bietet sich neben Methionin auch Glycin, Threonin und Lysin an.
Arginin
stellt sich als sehr förderlich dar, wenn es darum geht den
Stoffwechsel aus einem Tal der Trägheit zu führen und allgemein zu
aktivieren. Man sollte Arginin jedoch mit Lysin und anderen Aminosäuren kombinieren.
Bei dem komplexen Problem eines allgemein schwachen Stoffwechsels sollte man auf jeden Fall viele Aminosäuren kombiniert aufnehmen, besonders die essentiellen: Phenylalanin, Methionin, Lysin, Threonin, Tryptophan. Eventuell auch Valin, Isoleucin, Leucin.
Und natürlich ganz besonders, ja absolut sollte man die Betonung auf Gemüse und Obst legen, wenn auch nur für eine beschränkte Zeit von einem Monat. Vor allem Antioxidantien (zB roter Traubensaft) helfen, den Stoffwechsel wieder zu stabilisieren, und später bei Belastungen im gewünschten optimalen Zustand zu lassen. Die Vitamine und Mineralien können im Obst und Gemüse am besten aufgenommen werden und halten sich nachgewiesenerweise länger im Organismus als die künstlichen Vitamine.
Bindegewebe , Rücken
Ein
schwaches Bindegewebe oder Cellulitis ist weit
verbreitet. Damit
zusammenhängen können als Spätfolge Arthritis, Arthrose, und
Leistenbrüche. Auch Rückenleiden sind häufig und die erfolgreiche
Therapie selten.
Glycin ist eine Aminosäure, die in erster Linie bei Rückenproblemen helfen kann und wie sich in meinem persönlichen Lebensumfeld gezeigt hat, sehr konsequent und schnell ohne Nebenwirkungen.
Oft ist es die Übersäuerung, die die
Bindegewebsschwäche provoziert, und die Bindegewebsschwäche verstärkt
umgekehrt noch die Übersäuerung.
Mit einem schwachen Nährstofffluß des Bindegewebes fehlt uns oft der
Elan, der Schwung, den wir aus der Jugend noch
kannten. Wir fühlen uns stattdessen oft müde, und nicht frisch.
Wenn das Bindegewebe schon schwach ist, sind es andere Teile unseres Körpers oft auch schon, die über eine ähnliche Struktur verfügen; zB Krampfadern oder andere Venenprobleme, weil die Venen mit hochwertigen Eiweiss unterversorgt sind; oder Bandscheibenvorfälle, weil durch Mangel an hochwertigen Eiweißen und Nährstoffen minderwertiger Knorpel vorliegt.
In Frage kommen dann: Prolin, Glycin, Lysin, Cystein. Etwas weniger bedeutsam ist Threonin, Valin und Alanin. Letztere sind evtl. hilfreich bei gleichzeitigen allgemeinen Stoffwechselproblemen und vorheriger nährstoffarmer Ernährung.
Glutamin darf nicht fehlen, da es bei aller Zellerneuerung
wichtig wird.
Unterstützend und stärker in der Wirkung auf das Bindegewebe zu beobachten sind Arginin und Methionin.
Auch eine gezielte Entgiftungskur des Bindegewebes ist äusserst nützlich.
Weitere Informationen siehe meinen Artikel zur Bindegewebsschwäche.
Cystein,
Threonin, Prolin
Erfahrungsbericht
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass die Kombination Prolin,
Cystein und
Threonin die Gelenke beweglicher machen und eine mögliche Steifheit der
Arme und Beine innerhalb einer Woche stark abmildern.
Man erreicht mit
den Händen wieder "versteckte" Stellen auf dem Rücken, die man vorher
wegen der Steifheit der Glieder nur schwerlich erreicht hatte
- bei einer
Dosierung von etwas mehr als 1g Prolin, etwas mehr als 1.5 gr Cystein
und etwas weniger als 1g Threonin.
Über längere Zeit verbessert
sich die Beweglichkeit zunehmend bis dass man wieder das Gefühl hat, in
den Gelenken
bedeutend jünger geworden zu sein. Es mag sein, dass diese positive
Wirkung neben Cystein auch an Threonin festzumachen ist, denn aus
Threonin bildet der Körper Glycin. Zu der Zeit hatte ich noch kein
Glycin. Später stellte ich fest, dass Glycin jedenfalls noch besser
gegen steife Gelenke (zB nach Überarbeitung am Computer)
hilft.
Wichtig scheint auch die sonstige
Nährstoffzufuhr. So nahm ich dazu auch täglich über
eine Woche lang
500mg bis 1g Vitamin C täglich, und 15-40 mg Zink täglich.
Stimmung, Befindlichkeit
Wieder
jemand anderes hat Depressionen, depressive Verstimmungen oder eine
allgemeine Lebensunlust, oder eben schwache Nerven. Hier werden mit
Sicherheit auch
jeweils ganz bestimmte Aminosäuren sich in einem
Mangelzustand
befinden - in Frage kommen in diesem Fall: Tyrosin,
Tryptophan,
Phenylananin, Serin, Glycin, Glutamin, Threonin, Valin, Isoleucin,
Leucin. Der jeweilige Einsatz richtet sich nach dem gegebenen Problemen.
Am wichtigsten für die Stimmung sind die drei hormonellen Aminosäuren: Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan.
Arginin in Verbindung mit Lysin wirkt allgemein stimmungsaufhellend und macht widerstandsfähig und gilt als hilfreich. Auch Glycin wird als stimmungsaufhellend genannt. Diese drei Aminosäuren wirken vor allem dadurch, dass sie den Stoffwechsel auf Trab bringen, und physiologisch für einen optimalen Rückhalt sorgen.
Glutamin
wird genannt, da es wichtige Neurotransmitter bildet. Ich kann aus
eigener Erfahrung bestätigen , dass Glutamin so etwas wie einen inneren
Puffer gegen Stress aller Art bildet und der Alltagsbewältigung durch
eine ausgeglichenere Stimmung hilft. Glutamin steigert die
geistige Konzentration vor allem wenn
es synergistisch mit anderen Aminosäuren zusammenwirken kann
(besonders der hormonellen Triade Tryptophan, Phenylalanin und Tyrosin).
Glutamin ist beteiligt an der Bildung vieler körpereigener Stoffe (zB den
Neurotransmitter GABA), die auf die Stimmung Einfluss haben. Auch
Methionin ist an der Bildung von Neurotransmittern beteiligt und hat im
Gehirnstoffwechsel neben Phenylalanin und Tyrosin grossen Stellenwert.
Auch Methionin ist ein Hauptmittel gegen Depressionen, und Methionin kann neben Tryptophan möglicherweise eine Art Schlüßelrolle zufallen. Der Stoffwechsel von Methionin soll leicht und häufig beim Menschen gestört sein, weswegen oft eine gezielte Aufnahme von Methionin angeraten wird. Methionin erweist sich insgesamt als stabilisierend für Stoffwechsel und Psyche.
Im Grunde stellen viele körperlichen und psychisch leichten bis mittleren Beschwerden, die keinen chirurgischen oder ärztlichen Eingriff erfordern, ein mögliches Einsatzgebiet von Aminosäuren dar, stets auch als Unterstützung der Heilung.
Bei
Ängsten oder innerer Unruhe soll Taurin in Kombination mit Glycin
helfen (zB 2 Portionen täglich: jeweils 1 gr. Taurin kombiniert
mit 1.5 gr., und das morgens und abends; also täglich insgesamt 2 gr
Taurin und 3 gr. Glycin). Man kann meiner Erfahrung nach für eine
Woche gut eine Glycinkur machen, und mit 5 gr. täglich dosieren. Denn
erst diese Dosierung über wenige Tage hinweg scheint manche
Probleme erst nachhaltig zu lösen.
Es wirkt beruhigend und
eine gegebene Angst könnte weniger beherrschend werden. Besonders
Glycin soll neben Tryptophan gegen Schlafstörungen helfen können.
Glycin soll eine unruhige Wesensart mildern können, und kommt gegen
Panikattacken zum Einsatz. Von Taurin wurde eine Befriedung von Ängsten
berichtet in der Kombination mit Glycin.
Bei schweren Depressionen sollte man sich jemanden anvertrauen, und den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers oder Psychologen einholen, da man mit der falschen Mischung von Aminosäuren die Probleme auch leicht verstärken könnte. Auch ein Ernährungswissenschaftler, der die Aminosäuren als therapeutisches Mittel kennt kommt in Frage.
Immunsystem
Weitere Einsatzgebiete für
einzelne Aminosäuren sind Infektanfälligkeit und Abwehrschwäche,
Stoffwechsel- und Darmstörungen, oder Leberschwäche (bei ernsteren
Erkrankungen muss man
natürlich den Arzt hinzuziehen).
Depressionen, Bindegewebsschwäche nach Leistenbruch
(empfehlenswert, da bei einem Leistenbruch oft einfach die Kollagensynthese gestört ist), oder bei Zellulitis) oder
einfachste Konzentrationsstörungen.
Bei Immunschwäche kommen in Frage: Lysin, Glutamin, Arginin, Glycin, Cystein, Threonin und auch Methionin (Methionin stabilisiert; ist u.a. ein Entgifter; aus Methionin geht zudem Cholin hervor und dieser wichtige Stoff kann das Immunsystem stärken und regulieren).
Arginin
kann in vielen Fällen als ordinäre aber weitreichende Stimulanz dienen:
es regt die Immunantwort an, regt die Kollagen- und Proteinbiosynthese
an, Verletzungen heilen schneller,bringt das Blut zum Fließen, mehr
Spermidin wird gebildet (ist nicht nur in männlichen Hoden sondern auch
in allen Körperzellen von Mann und Frau; wo Spermidin ist, laufen
alle Zellvorgänge reibungsloser und beschleunigt ab, und beschädigte
Zellen werden schneller repariert).
Vorsicht
aber bei Herpes: Arginin sollte bei Anfälligkeit zu Herpes oder auch
andere virale Hautreizungen ganz besonders mit Lysin verbunden werden
oder sogar am besten in dieser Zeit gar nicht genommen werden.
Die wichtigste Aminosäure scheint dabei Lysin zu sein. Der Anflug einer Erkältung kann mit Lysin und noch besser mittels der Kombination Arginin/Lysin rasch und erfolgreich begegnet werden.
Auch
für alle Herpes Infektionen einschliesslich Gürtelrose erweist
sich Lysin als sehr hilfreich und als Heilmittel. Man kann Lysin dann
mit durchaus 6-10 gramm täglich (über den Tag verteilt!) dosieren -
aber in der Dosierung abnehmend und den ersten Tag auch den Körper erst
mal dran gewöhnen (zB mit 4 gramm).
Eine schlimmere
Gürtelrose muss natürlich vom Arzt behandelt werden. Man kann zusammen
mit den verordneten Medikamenten problemlos Lysin nehmen, genauso wie
man ja jederzeit Aminosäuren mit der Nahrung bei jeglicher
Medizinaufnahme zu sich nehmen wird.
Günstig auf das Lymphsystem, zB wenn Stauungen vorliegen, oder die harmlose nicht schmerzhafte Variante von geschwollenen Lymphdrüsen, wirken anscheinend ein Bündel aus entgiftenden und hormonellen Aminosäuren, in Kombination mit Threonin.
BCAA
Übrigens
soll es für Sportler besser sein, wenn man Valin, Isoleucin und Leucin
getrennt von anderen Aminosäuren einnimmt - wobei dies in erster
Linie Fitnessinteressierte berücksichtigen wollen, wo es um
effektiven und schnellen Muskelaufbau geht, die diese Aminosäuren in grösserer Menge zuführen.
Diese drei Aminosäuren
gelten als Verbund, wirken zusammen und haben eine besondere
Molekular-Struktur
und nennen sich deshalb auch BCAA (die englische Abkürzung auf
deutsch: "verzweigtkettige Aminosäuren"). Über
den Fitnessbereich hinaus finden die BCAA's keine Geltung als
besonderes Trio, weisen aber als einzelne Aminosäuren wichtige Aufgaben
für den Organismus auf.
Gewichtsprobleme
können auf viele Weisen gelöst werden, und manchmal bleiben sie
hartnäckig trotz vieler Bemühungen bestehen, und man sucht nach einer Lösung.
Der
meiner Meinung nach effektivste Weg besteht darin, den Stoffwechsel zu
optimieren. Dazu eigenen sich ganz besonders Aminosäuren im
Verbund mit weiteren Nährstoffen.
Manchmal scheint es so zu
sein, dass sowohl Über- wie Untergewicht mit irgendeinem
Ungleichgewicht an Aminosäuren einhergeht, bzw.
Funktionsstörungen im Stoffwechsel.
Setzt man die richtigen
Aminosäuren ein, in Kombination mit wichtigen Nährstoffen, wird der
Stoffwechsel auf ganzer Ebene funktionsgerechter. Der
Energiestoffwechsel, Fettstoffwechsel und Eiweißstoffwechsel hängen
schließlich miteinander zusammen.
Bei Übergewicht wird von einem speziellen Wachstumshormon
geredet, mit dem sich das Problem lösen liesse: STH.
Die Bildung des Hormons wird mit Arginin, Glycin und Glutamin
gefördert. Weiterhin sidn nötig: Vitamin B6, Vitamin B12, Zink und
Mangan. Andere nennen Arginin, Lysin und Ornithin als Faktoren, die die
Bildung körpereigenen STHs verbürgen sollen.
Das
Hormon soll die Eiweißsynthese steigern und den Fettabbau
beschleunigen. Weiterhin wird Carnitin wird genannt, das bei der
Fettverbrennung entscheidend wird.
Bei Übergewicht wird zusätzlich das sparsame Maß an Fetten und Kohlenhydraten entscheidend, die man täglich zu sich nimmt. Und es kommt aber darauf an, wieviel Gewicht man in welcher Zeit verlieren kann. Man sollte hier wohl eine etwas längere Zeit der Zustandsbehebung anvisieren (denn zu schnelle Gewichtsabnahme in einer Art Crashkurs durch quasi-Hungerfasten soll sich ungünstig auf die Gesamtlage des Stoffwechsels und des Bindegewebes auswirken; möglicherweise fehlen dann aber durch die Hungerkost auch einfach die wichtigen Eiweiße in der Nahrung insgesamt, um diesen Effelt auszugleichen).
Um Gewicht abzubauen
scheint es am besten zu funktionieren, wenn man auf die genügende
Eiweissversorgung achtet und Kohlenhydrate nur in geringen Mengen
zu sich zu nimmt (zB solchen die bereits in Gemüsen enthalten
sind).
Mir erscheint es komplexer und schwieriger zu
bewerkstelligen, Körpergewicht abzubauen, als aufzubauen. Dennoch gibt
es wohl einige Regeln. Eine davon ist sicherlich , dass körperliche
Bewegung (je nach Belastbarkeit) förderlich für eine Gewichtsabnahme
ist, ebenso wie Essen und Nichtessen zu den richtigen
Zeitpunkten
am Tag günstig zu sein scheint (abends generell weniger
essen).
Möglicherweise kann ein gelegentliches Morgenfasten ebenso förderlich
sein.
Für Untergewichtige ist es ziemlich leicht möglich,
mit Kohlenhydraten auf einfache Weise Gewicht
zuzulegen, wenn erst mal
der Stoffwechsel in Ordnung gebracht ist.
Wenn man sich Vergleichszeiträume anschaut, könnte man entdecken, dass
man zu anderen Zeit noch so viel Schokolade und Zucker essen konnte,
und nicht zunahm an Gewicht, während man nun mit Hilfe von
Kohlenhydraten oder einfachen Zucker über ein bis zwei Tage bereits
deutliche Gewichtszunahmen beobachten kann, jedenfalls ein paar
Kilogramm oberhalb seines bisherigen Mangelgewichtes.
Kohlenhydratreiches Essen (zB Getreideflocken)
am Abend scheint günstig, um absichtlich Gewicht zu zu legen.
Um sich
wieder einzupendeln, falls man nun wieder etwas abnehmen möchte, reicht
oft Obst, Gemüse oder Rohkost am Abend zu essen (und den
Zucker
als Bestandtteil der Nahrung zu reduzieren).
Um mit Aminosäuren den Stoffwechsel auf Vordermann zu
bringen, kann es statt auf nur wenige Aminosäuren zu setzen, auch
lohnen, einen kompletten Satz von Aminosäuren, besonders die
essentiellen und halb-essentiellen über einige Zeit einzunehmen, und
natürlich gleichzeitig andere Nährstoffe und Vitamine.
Dann kann sich der
Stoffwechsel optimal einstellen und im weiteren Verlauf sind viele
Probleme, die man mit sich rum schleppt, viel besser zu beheben - sei
es Untergewicht oder Übergewicht.
Die optimale Versorgung mit Aminosäuren beschleunigt den Stoffwechsel in jedem Fall. Funktionen innerhalb des Stoffwechsels und auf Zellebene können wieder besser funktionieren.
Vorsichtig muss man bei Phenylalanin sein, da es den Appetit zügelt. Bei Menschen, die sowieso schon wenig essen, kann dies problematisch werden (zB Essstörungen, http://de.wikipedia.org/wiki/Anorexia_nervosa). Meiner eigenen Erfahrung nach, verspürt man unter höheren Dosierungen von Phenylalanin tatsächlich wenig Appetit, so dass das gewöhnte Müsli oft nur mit Überwindung und einem merkwürdigen (weil nicht möglichen) Völlegefühl gegessen wird. Wenn man aus anderen Gründen Phenylalanin einnehmen will, dann am besten nachmittags bis früh abends einnehmen.
Gezielte Entgiftungsmaßnahmen mittels Aminosäuren (zum Thema Entgiften siehe auch meinen Artikel FASTEN).
Die wichtigsten
Aminosäuren, die
beim Entgiften helfen: ganz besonders das seltenere Cystein. Die häufige Glutaminsäure
(gleichrangig ist Glutamin, da es in Glutaminsäure umgewandelt werden
kann), und das relativ gut vertretene Glycin.
Cystein, Glutaminsäure und Glycin sind zusammen mit Selen das Ausgangsmaterial für
das
körpereigene Antioxidant Glutathion.
Wichtiger
als Glutamin sind Cystein und Glycin. Glycin ist neben der Bildung an
Glutathion auch an anderen Entgiftungsfunktionen direkt oder indirekt
beteiligt. Man beachte die Einnahmerichtlinien für Cystein.
Cystein kann allein genommen schon von Schwermetallen entgiften. Es
bildet zusammen mit den relativ häufig anzutreffenden Aminosäuren
Glycin und Glutaminsäure Glutathion. Jedenfalls erweist
sich die alleinige Gabe von Cystein oft schon als ergiebig, um sich
"geklärter" zu fühlen. Glycin und Glutaminsäure sind in der Nahrung
zahlreich vertreten und beides kann sogar vom Körper selbst hergestellt
werden (siehe Biosynthese Glutamin; Glycin kann aus Serin und Serin aus dem Glukosestoffwechsel synthetisiert).
In
Folge der Umweltbelastung und Schadstoffen in der Nahrung, Rauchen,
Strahlenquellen, künstlichen Zusatzstoffen, und freien Radikalen kann der
Cysteinbedarf stark gestiegen sein.
Glutamin
ist eine wichtige Energiequelle für Zellen und ist wichtig bei
Vorgängen der Zellteilung, und darf gerade bei den schweren
Entgiftungsvorgängen nicht fehlen. Es vermag auf großflächiger Ebene auch Säuren zu neutralisieren.
Glutamin hilft der Darmschleimhaut sich zu regenerieren, verbessert so die Nährstoffaufnahme.
Ergänzungen an Glutamin sind nicht besonders teuer und es ist
eine harmlose Aminosäure (betr. Dosierung und Nebenwirkungen). Glutamin
weist einen sutbilen aber allgemein günstigen Effekt auf den
Stoffwechsel auf. Es
überbrückt das physiologische Loch, das mit Stress entsteht und in das
zu fallen eine negative Spirale nach unten bedeuten kann, wenn während
des weiteren Stoffwechselgeschehens Energie (Glutamin)
mangelt. Glutamin beschleunigt und vervollständigt die Proteinsynthese,
indem es den nötigen Stickstoff transportiert.
Auch eine dritte schwefelhaltige Aminosäure
Taurin wurde zum Entgiften genannt, und zwar
besonders für die Leberentgiftung. Es ist dabei eine unterstützende
Aminosäure, die vor allem die anfallenden Stoffwechelgifte
neutralisiert.
Hinsichtlich der Leberentgiftung
wurden auch genannt: Glycin, Arginin und Ornithin, Glutamin und
Glutaminsäure, Asparaginsäure (Asparaginsäure wird manchmal
auch als Aspartinsäure
bezeichnet).
Diese Aminosäuren helfen die Gifte zu neutralisieren oder zu verändern,
was die Leber zum Abbau und Ausscheiden dieser Stoffe befähigt, oder
stellen den
Energietreibstoff her, um diese schwere Arbeit der Entgiftung zu
leisten. Die Leber entgiftet über den Harnstoffzyklus, und leitet
Harnstoff an die Niere weiter. Asparaginsäure hilft bei der
Entgiftung von Ammoniak (aus dem Eiweißstoffwechsel). Ist die Belastung
der Niere durch Entgiftzungsmaßnahmen gross, sollte an Asparaginsäure
gedacht werden.
Bei jeder gezielten Entgiftungskur, sollten unbedingt mehr als nur wenige Aminosäuren und Nährstoffe berücksichtigt werden, die die Leber und den übrigen Stoffwechsel im Entgiften allgemein unterstützen (zB Vitamin C, Zink und Selen).
Ornithin soll allgemein unterstützend wirken, indem
es Ammoniak zu neutralisieren vermag (Ornithin kann aus Arginin
gebildet werden). Es ist damit eine Entlastung der Leber verbunden,
aber direkte Entgiftungswirkung auf zB Schwermetalle erzielt es
anscheinend nicht (dafür steht das Glutathion). Ornithin, Arginin und
Asparaginsäure sind Teil des Harnstoffwechsels, und sie haben damit
Teil an einer wichtigen Entgiftungsfunktion des Körpers. Ornithin und
Asparaginsäure sollen die Ammoniakkonzentration im Organismus senken,
während Arginin dazu antreibt, dass Harnstoff gebildet wird, über den
die giftigen Substanzen ausgeschieden werden. Aus Arginin kann im
Körper Ornithin umgewandelt werden, und Ornithin kann in Arginin
umgewandelt werden. In so einem Fall wirkt die zusätzliche Einnahme von
Ornithin verstärkend, weil Arginin völlig sich selbst überlassen
bleibt. Allerdings ist die Dosierung von Arginin meist so hoch, dass
man es dem Körper überlassen sollte, die Übermengen von Arginin in
Ornithin umwandeln zu können.
Weiterhin ist auch
Glutamin bei dieser Entgiftungsfunktion über die Niere wichtig und
hilfreich.
Auch Lysin wurde allgemein zum Entgiften genannt (wird in der Clark-Therapie zur Ausleitung von Schwermetallen zusammen mit Asparaginsäure verwendet).
Nur wenn alle für den Stoffwechsel und die Organe wichtigen Nährstoffe, wozu auch Vitamine und Mineralien usw. gehören, in genügender Menge vorhanden sind, kann auch die natürliche Entgiftungsfunktion des Organismus optimal funktionieren. Die ultimative Versorgung mit Nährstoffen und nicht nur mit Aminosäuren halte ich für einen ausserordentlich wichtigen Punkt. Natürliche Nahrungsprodukte weisen eine bessere Resorptionsfähigkeit für die meisten Nährstoffe auf (im Gegensatz zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten; denoch brauchen Ergänzungspräparate nicht fehlen, Vitamine in der Kombination eines kleinen Teils von Mineralstoffen sind heutzutage oft anzutreffen).
Das Internet (Suchmaschine) kann weitere Informationen bieten, um sich über einzelne Aminosäuren und ihren möglichen Verwendungszweck hinsichtlich eigener Problemstellungen zu informieren.
Übrigens, Beeren sind auch gute Entgifter! Sie können einen Stoffwechsel wieder auf Vordermann bringen.
http://proteineeiweiss.de/aminosauren
http://www.frauenseiten.de/cms/naehrstoffe/aminosaeuren/index.html
http://www.dr-gumpert.de/html/aminosauren.html
http://www.deam.de/nahrung/ergzg/aminos604.htm
http://sana-wicket.net/nahrung/eiweiss/essentielle.html
http://acibas.net/acibas/articoli_de/proteine-de/aminosauren.html
Tip/Suchbegriffe für Suchmaschinen:
zB Immunsystem stärken: "Aminosäuren immunsystem" usw.
Wissenschaftlich belegt ist, dass die Einnahme von Aminosäuren keine schwerwiegende Risiken mit sich bringen.
Beachtet man einige Grundsätze, dann kann nichts schief gehen.
Viel trinken, auf Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien achten. Und am wichtigsten: IMMER WIEDER DIE AMINOSÄUREN ABSETZEN FÜR EINIGE TAGE. Dabei gibt es Aminosäuren die bedenklicher sind (Cystein, Methionin) als andere. Glycin stellt im Grunde die einfachste Aminosäure dar. Aber auch diese sollte man nicht zu hoch dosieren und nicht zu lange. Man kann meiner Erfahrung nach für eine Woche gut eine Glycinkur machen, und mit 5 gr. täglich dosieren. Denn erst diese Dosierung über wenige Tage hinweg scheint manche Probleme erst wirklich zu lösen.
Eine
moderate Einnnahmeform stellt es dar, wenn man nur sporadisch ein oder
zwei Mal die Woche und eine oder zwei Aminosäuren
auf
einmal
nimmt. Dann aber ruhig in höherer Dosierung . Ausser bei Arginin
(maximal 30gr), Tryptophan (1gr), Phenylananin (3gr) als Faustregel 5
gr. bei allen anderen Amiosäuren täglich nicht überschreiten.
Es
gilt bei Einnahme freier Aminosäuren
(als Präparate) allgemein immer viel zu trinken, um gesundheitliche
Auswirkungen auf die Niere zu vermeiden. Diese unerwünschten
Auswirkungen könnten ebenfalls erreicht werden, durch eine purinreiche
aus Fleisch bestehende Kost, salzreicher Ernährung, Kaffee, und
einer
mangelhaften Flüssigkeitszufuhr, wenn man dann noch gleichzeitig Aminosäuren zu sich nimmt.
Mit den Aminosäuren Methionin und
Cystein können die genannten Risikofaktoren für die Niere stärker zur Geltung kommen.
Es ist natürlich wichtig, sich einer gesunden Niere zu vergewissern. Harnsäureprodukte müssen genügend ausscheidbar sein. Bluthochdruck ist ein Risikofaktor, der die Arbeit der Niere schwer belastet. Bestimmte Grunderkrankungen, die auf die Niere schwächend wirken, machen den Gang zum Arzt notwendig, wie Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose oder Gicht, bevor man Aminosäurenpräparate anwendet.
Wenn man zB oft und über längere Zeit kalte Zehen bekommt, liegt oft eine Durchblutungsstörung in den Anfängen vor.
Da
kann übrigens mit Arginin hervorragend entgegengewirkt werden: Es ist
also zum Teil wirklich irreführend, einige gesundheitliche Warnungen
überzuinterpretieren, da sie von der Lösung des Problems regelrecht
abbringen. Bei Arginin kann es nämlich notwendig sein, durchaus bis 30
gr. zu dosieren. Das aber natürlich auch nicht länger als eine Woche,
würde ich mal aus meiner eigenen Erfahrung sagen. Dann ist sowieso ein
Tag oder zwei Enthaltung von Arginin nötig, damit der Körper wieder
entwöhnt wird und Arginin danach weiterhin gut aufnimmt.
Viele Aminosäuren wirken nicht belastend, sondern sie schaffen die Vorraussetzung, für einen optimal eingestellten und ausgestatteten Organismus.
Wenn
aber die Niere schon
geschwächt ist (Anzeichen können zB Wasseransammlungen sein im Gesicht,
Knöcheln oder unter den Augen-Lidern, tränende Augen, oder ein
vergrösserter Bereich an
der Nierengegend oder gar hin und wieder Schmerzen an der unteren
Seite des Rückens oder an der Seite in einer etwas benachbarten Gegend
wo man sonst Seitenstiche hat), dann sollte man sehr
behutsam vorgehen und lieber weniger als zuviel dosieren, oder
vielleicht zunächst nur auf die Ernährung setzen ohne Präparate bis die
Niere sich wieder erholt hat.
Und schauen, ob diese Symptome verschwinden.
Sellereie kann helfen,
die Niere zu harmonisieren - allerdings sollte man Sellerie immer
wieder ein paar Tage lang nicht einnehmen.
Natürlich
muss auch daran gedacht werden, einen Arzt aufzusuchen, damit das
Problem genauer diagnostiziert werden kann, wenn es sich um ein
schwerwiegendes Problem handelt. Oft sind es einfach Ernährungsfehler, die eine komplette Regeneration verhindern.
Ich beziehe mich allgemein hier nur auf Allerweltsbeschwerden, als Einsatzgebiet für Aminosäuren. Allerdings kann man die ärtzliche Behandlung mit Aminosäuren auch ergänzen bei schwereren Krankheiten. Die Aminosäuren stellen im Grunde ein Nahrungsergänzungsmittel dar.
Man
kann also problemlos für
ein bis zwei Monate und vielleicht auch länger grössere
Mengen an fast allen Aminosäuren verwenden (wenn man es nicht wirklich
ununterbrochen und ständig in hoher Dosierung tut) , wenn
die
körperlichen Schwächen, die man sich bei sich feststellt, nicht direkt
an der Niere festzumachen sind. Weil dann könnten diese Beschwerden ja
geradezu von den Aminosäuren behoben werden. Eigentlich ist auch
Arginin wegen verschiedenen Faktoren gut für die Niere (u.a. wegen der
durchblutungsfördernden Eigenschaft), aber da Eiweiß immer ein Problem
bei Nierenleiden zu sein scheint, sollte man bei solchen Beschwerden
natürlich immer den Arzt fragen bevor man Aminosäuren bei ernsthaften
bzw. schwerwiegenden Nierenproblemen nimmt.
Cystein und Methionin sollte man nicht ununterbrochen einnehmen , dasselbe gilt wohl für Phenylananin nund Tyrosin. Da würde ich bei selbstgewählter Anwendung stets ein Jahr zeitlichen Abstand vor erneuter Anwendung einhalten, wenn es nicht gerade ärztliche Verschreibung zur Einnahme gibt.
Umso länger die Einnahmezeit, desto weniger stark sollte man dosieren und immer wieder mehrere Tage pausieren. Besonders bei Cystein und Methionin, aber auch Arginin verlangt grundsätzlich nach etwa ein bis zwei Wochen (ist verschieden ) einen Tag bis drei Tage Enthaltung. Arginin ab und zu auch immer mit Lysin kombinieren, vor allem wenn man Arginin länger einnimmt.
Es gibt einige Aminosäuren, die im Verdacht stehen, bei Überdosierung unerwünschte Wirkungen hervorzubringen. Dazu zählt nicht nur die Langzeiteinnahme sondern auch bloß wochenlange Einnahme und zu hohe Doesierung auf einmalnatürlich .
Man muss sich immer vor Augen halten, dass der Organismus generell nicht darauf eingestellt ist, zB von den essentiellen Aminosäuren so grosse Mengen zu erhalten. Langfristig sind Störungen im Gleichgewicht des Stoffwechselgeschehens oder des Aminosäurespiegels im Körper denkbar und berichtet worden.
Aus allen diesen Gründen sollte man generell Aminosäuren ohne
Konsultation eines Fachmannes nicht längere Zeit
zu sich nehmen (Faustregel: nicht länger als 1-3 Monate), und nicht über die
bekannte
Maximaldosis hinaus gehen, die allgemein berichtet wird. Das soll ebenfalls nicht heissen, dass man
diese Maximal Dosis jeden Tag wählt. Eigene Dosierungen , die ich hier angebe, sind eher noch vorischtig.
Für
eine gewisse Zeit kann
eine ununterbrochene Einnahme einer grösseren Menge sehr sinnvoll sein.
Wenn man aber wirklich 2-3 Monate die Aminosäuren nimmt, sollte man
zumindest beachten, was die Menge an freien Aminosäuren insgesamt an
Menge ausmacht. Ich gehe meist nie über 20 gr. hinaus, und wenn ich
Arginin hinzunehme, dann bleibe ich unbedingt unter 40 gr. insgesamt.
Ich habe diese Menge an freien Aminosäuren mehrmals zu mir genommen ,
aber niemals länger als ein paar Tage. Mein Gespür, mein Körpergefühl
beachtet, meine Nierensteine, die ich mal hatte , kamen nicht wieder,
und insgesamt scheint mir die Menge möglich.
Vorraussetzung für die Einnahme von freien Aminosäuren generell ist eine vollständige Eiweißversorgung und Nährstoffversorgung mit der übrigen Nahrung und viel trinken.
Tryptophan bildet eine Ausnahme, bei der der
Tagesbedarf
nur
bei unter 300 mg täglich liegt, bei einem Mangel würde ich hier eine
Menge von 500,g bis 100gr als passable Dosierung ansehen.
Glutamin
stellt
ebenfalls eine Ausnahme dar, Dosierungen von 3-5 gr. gelten als die
Regel, manche geben an, dass man auch alle zwei Stunden in einer akuten
Phase 2 gr. nehmen kann. Und Arginin wurde vielfach über 5 gr.
täglich dosiert und es traten keine Nebenwirkungen auf. Es heisst, bei
Arginin wirken erst höhere Dosen deutlich und nachhaltig genug. Ich
habe mehrere Monate Arginin zum Teil täglich über 12 gr.
eingenommen und konnte nur feststellen, dass ohne Lysin leichter
Ungleichgewichte (allg. Befindlichkeit) auftraten , und nach
langer Einnahme die Wirkung abflachte, was durch ein bis zwei Tage
Pause behoben werden konnte.
Bei den Aminosäuren in der unteren Übersicht sollte
man vorsichtig und achtsam sein,
wobei
eine Überdosierung meist meint, davon deutlich mehr als 4 oder 6 gr.
täglich zu
konsumieren.
Meist treten manche Symptome erst nach längerer Zeit der Einnahme auf (es
unterscheiden sich die
bedenklichen
Mengen je nach Aminosäuren).
Insgesamt spielt auch die körperliche Verfassung, Gewicht und Konstitution eine grosse Rolle, um zu sagen, bei wem eine Überdosierung stattfindet und wo man noch von einer passablen Maximaldosierung sprechen kann.
Generell gilt auch der zeitliche
Aspekt der Einnahme, kürzere Einnahmezeiten können auch bei einer hohen
Dosierung bedenkenlos bleiben.
Eine einzelne Dosis von mehr als 6 gr.
auf eine Portion ist jedoch zuviel, und mehr als 10 gr. als Tagesdosis
sollten auch in Einzelfällen vermieden werden (bei Tryptophan nicht
mehr als 1-3 gr. täglich).
Tyrosin
sollte nicht genommen werden, wenn man eine Krebs- oder
Hautkrebserkrankung hat (Tyrosin wird von den Tumorzellen zum Wachstum
benötigt).
Ebenso kann es Probleme bei Bluthochdruck geben, oder wenn man
unter Migräne leidet. Bei Einnahme von Antidepressiva darf
man Tyrosin
nicht gleichzeitig einnehmen.
Generell besagen die Meldungen jedoch, dass es eine ungefährliche
Aminosäure ist.
Eine Dauereinahme sollte vermieden werden, da die Hormonebene doch sehr
beeinflusst wird. Tyrosin verstärkt die Wirkung des Kaffees.
Bei Tryptophan
vermutet man bei Überdosierung Leberschäden und allgemein toxische
Wirkung. Es gibt dazu auch die Meinung, dass eine relative Überdosierung mit Tryptophan ungefährlich
sei.
Der Tagesbedarf liegt weit unter 400 mg pro Tag und
stellt damit den geringsten Bedarf im Menschen dar, im Vergleich mit
anderen Aminosäuren.
Als
Einnahmeempfehlung wurde genannt, dass gleichzeitiges Essen von
Kohlenhydraten mit der damit verbundenen Wirkung des Insulins im Blut
dafür sorgen kann, dass Tryptophan die Blut/Gehirn-Schranke passieren
kann, um dann im Gehirn den wichtigen Botenstoff Serotonin zu
bilden.
Bei Taurin
besagen einige, dass eine hohe
Dosierung bis auf seltene Ausnahmen keine unerwünschten Wirkungen
hervorbringt (nur bei bestehenden Nierenproblemen, Hauterkrankungen,
und bei Epilepsie).
Es
gibt jedoch andererseits den Hinweis, dass zu hohe Dosierungen zu
Störungen des Verdauungstraktes führen können.
Weitere verweisen auf eine mögliche Gefahr, depressive Verstimmungen
hervorbringen zu können.
Ich würde hinsichtlich möglicher oder zu
erwartender depressiver
Schübe
meinen (entsprechend der eigenen Biografie) , dass man zu Taurin auch
andere Aminosäuren ergänzen sollte, die
entsprechend dem Hormonsystem, Serotonin-
und Dopaminaufbau wirken wie Phenylalanin, Tyrosin und
Tryptophan.
Phenylananin
kann zu Bluthochdruck führen, wird Schwangeren nicht empfohlen.
Bei
Gesunden wird bei Überdosierung von möglichen
Nervenschädigungen
gesprochen (wobei diese Überdosierungen evtl. auch über längere Zeit erfolgen müssten).
Phenylalanin kann den Appetit so weit zügeln, dass man nichts mehr essen will.
Es wird ausdrücklich nicht empfohlen bei gleichzeitiger Einnahme von (pharmazeutischen)
Antidepressiva.
Der Süßstoff Aspartam ist ein Stoff, aus dem vom Körper
Phenylananin hergestellt werden kann, daher sollte man beides nicht
gleichzeitig einnehmen.
Andererseits führt eine hohe Dosierung auch von
Aspartam zu ähnlichen Nebenwirkungen und ist aus diesem Grund als
Süßstoff umstritten.
Es
gibt eine seltene Stoffwechselkrankheit (Phenylketonurie), bei der man
kein Phenylananin einnehmen darf.
Aspariginsäure ist bei erheblicher Überdosierung bedenklich, und kann dann toxisch auf Nerven wirken.
Zu viel Threonin über zu langen Zeitraum kann bedeuten, dass zuviel Harnsäure gebildet wird (das Risiko für Gichterkrankungen wird erhöht). Threonin kann bei Überdosierung müde machen, da es den Ammoniakanteil im Blut steigen lässt.
Methionin
sollte allgemein nicht überdosiert werden. Das beste ist es bei einer Kur, ab und zu in der Woche die Einnahme zu pausieren.
Das aus Methionin
hervorgehende
Homocystein kann bei zu hoher
Dosierung und bei zu langer Einnahme von
Methionin vermehrt
gebildet werden.
Homocystein wird mit Gefäßstörungen, Arteriosklerose, Schlaganfällen
und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht.
Der derselbe Artikel
beschreibt, dass keine Nebenwirkungen bei Gaben von 2 gr täglich, und
kurzfristig nicht bei bis zu 8 gr täglich festgestellt wurden.
Allerdings sollte bei Methionin unbedingt der Mindestbedarf durch Vitamin B6, B9 (Folsäure), Vitamin B12
und Zink gedeckt sein, um einen
erhöhten Homocysteinspiegel
zu vermeiden. Diese Nährstoffe helfen beim Abbau von Homocystein,
Homocystein
wird dann rückverwandelt in Methionin oder weiterverwandelt in
Cystein).
Methionin säuert den Harn und kann wie Cystein
die
Calciumausscheidung begünstigen (und damit das Risiko von
Nierensteinen
erhöhen). Wer an Osteoporose oder Gicht leidet, sollte vor
Einnahme einen Arzt fragen. Magnesium verhindert Nierensteine , die auf
Calcium basieren und sind daher ein hervorragendes Mittel um mit
Cystein oder Methionin eingenommen zu werden. Darüberhinaus bildet
Magnesium einen Säurepuffer. Methionin wird als Mittel gegen
Nierensteine nur bei basischen Nierensteinen verwendet, die auf
Phospaten beruhen. Bei Neigung zu sauren und calciumbasierten
Nierensteinen verstärkt Methionin diese Tendenz.
Eine Übermenge an Cystein
kann bei optimaler
Nährstoffversorgung abgebaut werden. Allerdings gilt das in dem
Zusammenhang, dass auch genügend Nährstoffe vorliegen müssen. Fehlt die
optimale Nährstoffversorgung
des Organismus, könnte es durch den fehlenden Abbau des Cysteins
Probleme einer erhöhten Konzentration auf Zellebene geben, da es auf
Dauer dort toxisch wirkt.
In Beobachtungen hat sich gezeigt, dass eine zu hohe und lange
Dosierung auch Spurenelemente ausschwemmen kann.
Siehe auch Einnahmerichtlinien für Cystein.
Arginin
sollte nicht zu lange isoliert von anderen Aminosäuren genommen
werden. Besonders sollte man mit Arginin immer hin und wieder Lysin verbinden (in
einer etwas geringeren Menge, zB mit 0.5-2 gr. täglich).
Nach zwei Wochen der isolierten Einnahme empfiehlt sich ein paar Tage zu pausieren.
Viele
Studien tendieren zu einer
allgemeinen Ungefährlichkeit von Arginin, aber dennoch gibt es einige
leichte Nebenwirkungen. Folgen können
Herzrasen, Magen-Darm Probleme mit Übelkeit, allgemeines Unwohlsein (besonders bei nüchternen Magen),
Schwächezustände oder
bei entsprechend hoher Dosierung und isolierter Einnahme auch vorübergehende
Stoffwechselstörungen und Immunschwäche sein.
Eine vorübergehende Immunschwäche konnte
bei erheblicher
Überdosierung beobachtet werden, und Störungen der
Leber wurden erwähnt. Ansonsten stärkt aber Arginin das Blut,
und(zusammen mit Lysin auch sehr das Immunsystem und auch die Leber
wird von Arginin (und dessen Stoffwechselprodukt Ornithin)
begünstigt.
Bei bestehenden niedrigen Blutdruck senkt
Arginin in entsprechender Dosis evtl. den Blutdruck weiter - was ja bedenklich werden kann.
Ich
selbst konnte allerdings nur feststellen, dass man Arginin lange in
hoher Dosierung einnehmen musste, bis sich ein etwas den Stoffwechsel
und das Befinden aushebelnder Effekt bemerkbar machte, der rasch
verschwand, als ich Arginin für einen Tag abesetzte und nicht wieder
kam, als ich zwei Tage später erneut zu einer hohen Dosierung, diesmal
aber mit mehr Lysin überging.
Tritt Herpes während der Einnahme von Arginin auf, kann man dagegen Lysin nehmen und dann am besten nur Lysin nehmen ohne Arginin. Arginin gilt als Herpes Förderer.
Wenn die Infektion
abgeklungen ist, kann man wieder Arginin nehmen und vielleicht hin und wieder (alle drei Tage) Lysin zur Vorbeugung.
Bei mir kam Herpes nach dem leichten Ausbruch - durch Arginin begünstigt und Lysin behoben - nicht mehr wieder, trotz hoher und langer Einnahme von Arginin.
Herpes kann durch eine Überdosierung oder zu lange Einnahme
begünstigt werden (Grund ist die immunaktivierende oder anregende
Wirkung des
Arginin, die evtl. versteckte Herpes-Viren weckt), oder wenn gerade Herpes Viren in der Nähe sind.
Mit Lysin kann man gut vorbeugen. Lysin ist die Aminosäure, die für die Bekämpfung des Herpes Virus gebraucht wird.
Wenn man Herpes
bereits
hat,
sollte man unbedingt von Arginin
zunächst absehen (Lysin kann Herpes kurieren helfen) und
später Arginin
vielleicht immer mit Lysin koppeln.
Mittelfristig
vermag Arginin in Kombination mit vermehrter Fettverbrennung (zB Ausdauersport, radikale Abnehmkur oder auch fettreiches Essen) anscheinend die
Konzentration anderer Aminosäuren im Blut abfallen zu lassen und für
eine erhöhte Harnsäurekonzentration verantwortlich zu sein (lt. wissenschaftlichem Bericht).
Alanin
Bei
Alanin ist ein Juckreiz an der ganzen Haut am Körper völlig normal und
kein Symptom für
schädliche Prozesse. Dieses Kribbeln macht einen schon zu schaffen,
erregt. Und man sollte die Dosierung antesten, und nicht sofort mehr
als 1 gr. zu sich nehmen. Nach etwa 30 Minuten sollte die Wirkung
beginnen. Sie kann schon früher sich ankündigen.
Die erstmalige Einnahme von Alanin kann wirklich
sehr starkes Jucken hervor rufen, eine körperliche Bewegung scheint
dann sinnvoll. Nach längerer Einnahme verschwindet dieses Jucken, auch
wenn man nach zwei Wochen Pause dann wieder Alanin nimmt, scheint das
Jucken nicht wiederzukehren.
Nach diesem ersten Effekt, kam das Jucken nicht wieder, wenn ich in einer Dosierung unter 1.5 gr. pro Portion blieb.
Glycin
wurde in einem vereinzelten Bericht nicht als einzelne Ergänzung empfohlen , da
es mentale Ungleichgewichte verursachen könne.
Dagegen
spricht Prof. Karl Hecht (in "OM&Ernährung",
2010 Nr. Sonderdruck 130/131) von keinerlei
Nebenwirkungen, und dass
zuviel
Glycin im Körper über Pyruvat in Glucose umgewandelt werden kann, und
es daher auch prinzipell keine Überdosierung geben kann.
Allerdings kann es nötig
sein, dass für diesen Umwandlungsschritt auch genügend Nährstoffe wie
die der Vitamin-B Reihe vorhanden sind, und auch Mineralien und
Spurenelemente (Zink). Also immer auf eine vollwertige Mischkost achten mit Schwerpunkt auf Gemüse und Obst.
Prolin
kann nach Meinung
einiger bei einer zu hohen Dosierung das Aminosäuregleichgewicht im Körper
stören. Andere stellen keine Nebenwirkungen fest.
Bei jungen
Ratten wurde jedoch bei extrem hoher Dosierung Störungen in der
Entwicklung des Gehirns festgestellt.
Bei Prolin vorsichtshalber weit unter der Maximaldosierung
bleiben
(erwähnt
wurden 500 mg-1gr täglich, seltener 1.5gr täglich) - und die Einnahme
auf einige Monate begrenzen.
In besonderen Fällen wie
Schmerztherapie wurde die Maximaldosierung von 3 gr täglich erwähnt -
wobei ich davon ausgehe, dass die Dauer der Einnahme dabei auf einige
Wochen begrenzt wurde.
Bei alle diesen Dingen gilt auch der Umstand, dass das Risiko für Nebenwirkungen vor allem dann zunehmen kann, wenn man nicht genügend Nährstoffe mit der Nahrung aufnimmt (Mineralien, Spurenelemente, Vitamine aber auch andere Aminosäuren als Eiweiße).
Generell sollten sehr hohe Dosierungen einzelner Aminosäuren als pharmakologische Wirkung verstanden werden - um die Wirkungen im Einzelfall wirklich sicher beurteilen zu können, sollte ein Arzt oder Fachmann in besonderen Fällen hinzugezogen werden.
Der Stoffwechsel kann einerseits entgleisen, weil er über längere Zeit zuwenig für bestimmte Zwecke wichtige Aminosäuren hat, oder weil er zuviel von einer einzelnen bestimmten Aminosäure hat. Meist geschieht letzteres aber nur durch eine erhebliche Überdosierung, und vermutlich auch dann nur, wenn eine bestimmte geschwächte Stoffwechselsituation vorhanden ist (zB wenn jemand bereits lange Zeit sich protein- und nährstoffarm ernährte) und man nicht mehrere, sondern nur diese eine Aminosäuren zu sich nahm. Die Kombination mehrerer Aminosäuren scheint offenbar die Verträglichkeit zu erhöhen.
Man sollte die angegebenen tägliche Dosierungsgrenzen für die einzelne Aminosäuren nicht überschreiten, oder sich langsam in der Dosierung steigern und auf Nebenwirkungen achten. Dabei können viele Nebenwirkungen wie Müdigkeit darauf hindeuten, dass man Kohlenhydrate und Nährstoffe braucht.
Im Sportlerbereich wird eine an sich schon proteinreiche Ernährung noch mit freien Aminosäuren ergänzt. Daher müssen bei so hohen Proteinmengen auch Kalzium und andere Mineralien zugeführt werden, da ansonsten der Körper über den Urin besonders Kalzium ausscheidet.
Wenn man die Präparate länger als zwei Wochen einnimmt, sollte man hin und wieder einen eiweißfreien Tag in der Woche einführen (also ohne Eiweiße in der Nahrung, und Präparate derweil ebenso aussetzen oder nur gering dosieren).
Umso länger man eine Aminosäure als Präparat nimmt, desto
achtsamer
sollte man sein. Und vielleicht 5-7 Tage nach einem Monat der Einnahme pausieren.
Ausserdem kommt
es drauf an, wieviel Körpergewicht man hat (je weniger Gewicht:
weniger Aminosäuren; aber bei viel Gewicht könnte es eine Rolle
spielen, dass die Niere nicht überlastet werden darf bei zu vielen
Aminosäuren). Im Zweifel immer die normalen Dosierungen wählen, wie ich
auf meiner Seite geschildert habe. Das sind zum Teil Angaben, die ich
im Netz gefunden habe und durch Erfahrungswerte geprüft habe, sie
gelten im grunde für 65 kg. Körpergewicht, und man sollte eher
die Dosierung nach unten korrgieren, wenn man weniger Gewicht hat, als
nach oben, wenn man mehr Gewicht hat.
Wie bereits oben erwähnt sollte man langsam den Körper an die Aminosäure gewöhnen.
Um nicht die ganze Menge einer Pille auf einmal nehmen zu müssen, kann man die 500 mg Pillen an der oberen Kante vorsichtig mit einer scharfen kleinen Schere abschneiden, oder einschneiden. Am besten hält man die Pille dafür über ein Blatt um runterfallendes Pulver aufzufangen. Dann kann man den Inhalt über den Tag verteilt in die Handfläche geben, und von dort mit der Zunge abschlecken. Oder in eine Tasse Wasser/nicht heissen Tee.
Das Auseinanderziehen der
Pillen hat sich mir nicht bewährt (weil praktisch alles auf das Blatt
fällt und gelegentlich auch sonst im Raum geschleudert wird).
Den Rest der Pille irgendwo aufrecht stehend
lagern (Not macht erfinderisch).
In einem Fall ( Haarausfall , den man mit Cystein behandelte), wurde beobachtet, dass erst eine Dosierung von 2 mal 5 gr täglich (also 10 gr) das Problem zum Verschwinden brachte, allerdings innerhalb eines Monates. Auch hier ist nicht bekannt, wieviel Körpergewicht denn nun vorlag und wie lange genau dosiert wurde (anscheinend mehr als zwei Monate). Und ob zugleich bei Cystein Vitamin C hinzu genommen wurde ist auch nicht bekannt. Denn in diesem Fall wird die Ausbeute an Cystein auch erhöht und man benötigt vielleicht weniger als 5 gr Cystein pro Tag. Würde man NAC nehmen, könnten ebenso 5 gr. täglich genügen, weil NAC vom Körper besser aufgenommen wird. Wenn man Haarausfall mit Cystein beheben will, kann man das überlegen mit Nac zu kurieren und die Dosierung zumindest nicht auf 10 gr. täglich anzusetzen, denn für Cystein scheint mir das echt viel. Andererseits habe ich auch nicht viele Erfahrungswerte und Wissen vorzuweisen.
Was die Bildung von Nierensteinen angeht, ist Methionin ein grosser Risikofaktor. Am besten bei Cystein und Methionin grundsätzlich keinen Kaffee trinken (wegen Kristallbildung durch Oxalsäure. Oxalsäure kommt auch in Spinat und Mangold reichlich vor und wirkt in Kombination mit Cystein und Methionin kristallbildend - was unter anderem an dem Calciumhaushalt liegt, der durch Cystein und Methionin beeinflusst wird. Man sollte bie längerer Einnahme von Cystein oder Methionin viel natürliches Calcium zu sich nehmen, damit Cystein und Methionin nicht zu viel Calcium aus den Knochen ziehen. Nimmt man nämlich Calcium zu sich, haben Forschungen ergeben, dass nicht mehr so viel Calcium aus dem Knochenmark abwandert bei Einnahme von Cystein).
Dosierungen über 1 gr. erfordern wohl eine konsequente Vermeidung oxalsäurehaltiger Speisen und Getränke und Beachtung der Calciumeinnahme.
Bei Cystein kann es bei längerer Einnahme und hoher
Dosierung zu Harn- oder Nierensteinen
kommen.
Methionin scheint noch stärker Nierensteine zu fördern. Erst recht wenn Cystein und Methionin zusammen genommen werden.
Die stabile NAC Form des Cysteins scheint diesen Effekt auf den Calciumhaushalt nicht ganz so stark zu bewirken.
Man beachte, dass aus Methionin vom Körper Cystein gebildet werden kann, und dass Cystein die Calciumausscheidung erhöht, woraus sich die Nierensteine kristallisieren können. Das den Urin säurende Methionin kann bei solchen Nierensteinen vorbeugen, die im basischen Mileau zB aus Phosphatkristallen gebildet werden. Methionin macht den Urin sauer. Da manche Nierensteine aber in einem sauren Mileu gebildet werden, verstärkt Methionin mit oder ohne weiterer Cystein-Ergänzung allgemein die Neigung zu Nierensteinen.
In Studien hat sich
gezeigt, dass paradoxerweise eine höhere Zufuhr von Kalzium nicht das
Risiko für Nierensteine erhöht, sondern senkt. Aber nur, sofern die
Kalziumquellen natürlichen
Ursprungs waren (also keine Calcium-Brausetabletten). Bei anderen
künstlichen Zusätzen, wie Vitamin E, wurde entdeckt, dass die
natürliche Form viel länger im Körper verweilt.
Generell
wird eine vollwertige Mischkost empfohlen, da der Wechsel der Säure-
und Basenfluten im Organismus das Auskristallisieren etwas erschweren
soll.
Weiterhin
ist es natürlich generell so, dass eiweißreiche Kost und Aminosäuren an sich Nierensteine
begünstigt. Aber man kann aufgrund des täglichen Bedarfs allenfalls auf
ein Übermaß an Eiweißen
verzichten, und einen zu häufigen katabolen (abbauenden) Stoffwechsel
vermeiden (zB in Form von schwerer Arbeit, ohne vorher genügend
gegessen zu haben).
Viel trinken kann dem deutlich entgegen wirken. Die Angabe reicht bis zu 3l täglich, und auf Wikipedia steht, dass man 1 Liter Wasser auch in der Nacht trinken sollte.
Eine Regel besagt, dass ein hellweisslicher Urin ein Indiz für ausreichende Wasserzufuhr ist.
Weiterhin sollte unbedingt auf Kaffee verzichtet werden. Gerade wenn man auch noch Methionin nimmt. Schließlich sollte man regelmässig einige Tage mit der Einnahme von Cystein und/oder Methionin pausieren. Was ich für am wichtigsten halte. Man könnte zB eine gezielte Entgiftungskur auf zwei Wochen begrenzen und sie in den abnehmenden Mond fallen lassen, dann wartet man zwei Wochen (in denen man nach wie vor viel trinkt und am besten auch Nierentees), und wiederholt die Kur.
Um Cystein zu stabilisieren, damit es sich nicht
in Cystin umwandelt und damit verloren geht, wird angeraten, die zwei-
bis dreifache
Menge Vitamin C zu sich zu nehmen, wenn man Cystein zu sich nimmt.
Also
im Verhältnis 1 Portion Cystein und 2 bzw. 3 Portionen Vitamin C, wobei
zB bei 500 mg Cystein die
Portion Vitamin C aus 1500 mg bestehen würde.
Allerdings ist eine so grosse Menge
an Vitamin C in Brausetablettenform über einen längeren
Zeitraum wohl
evtl. nicht ganz günstig.
Immerhin sind in Brausetabletten immer sehr viel Citronensäure
enthalten, die stark säurebildende Wirkung aufweist. Statt
Brausetabletten kann man in manchen Drogerien günstig reine
Ascorbinsäure erhalten (das
ist Vitamin C).
Die Wissenschaft und landläufige Meinung sind sich einig, dass hohe Gaben von Vitamin C keine Probleme bereiten (zB wegen dem Risiko von Krebs). Ich würde dem zustimmen, wenn die übrige Ausgangslage des Stoffwechsels und der Ernährung optimal genug ist. Natürliches Vitamin C ist wohl die beste Lösung, und bietet nicht derlei Probleme. Auch Nierensteine werden dann nicht so extrem begünstigt, wie bei Ascorbinsäure in künstlicher Form. Natürliche Vitamine bieten zudem immer den Vorteil, dass man nicht nur ein Vitamin sondern gelich mehrere zu sich nimmt und diese natürlichen Vitalstoffe auch länger im Körper verweilen. Viel besser aufgenommen wird natürliches Vitamin C welches gebunden ist in natürlich gewachsener Nahrung, und man führt sich damit auch Nährstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zu. Eine Kiwi enthält darüberhinaus wichtige Vitamine der B-Reihe.
Noch besser als L-Cystein ist die bedeutend stabilere Form als NAC. Es ist dieselbe Aminosäure, nur nicht in Reinform und so trägt sie weitere stabilisierende Moleküle. Für den Körper ist es kein Problem, daraus die benötigten Produkte herzustellen, so wie aus Cystein diese Produkte herzustellen. NAC liegt sogar näher an der Bildung des Glutathion, wenn man die nötigen Stoffwechselschritte vergleichen würde mit L-Cystein.
Nierensteine, die auf NAC's oder Cystein's Wirkung auf die
Calciumausscheidung beruhen, lassen sich mit täglichen Magnesium
Brausetabletten etwas entgegen wirken. Es schadet auch nicht die 1.5-2 fache
Menge an Magnesium für diese Zeit zu nehmen.
Eine
erhöhte Aufnahme von Kalium wirkt generell vorbeugend gegen
Nierensteine. Ebenso soll Calcium helfen, wenn man es gleichzeitig mit Cystein
nimmt (zB in Käse, Milch).
Folgende
oxalathaltige Nahrungsmittel sollte man meiden wenn man Nierensteine
hat: Schokolade, Nüsse, und Spinat - wegen Purinen Fleisch und Fisch.
Und zur Vorbeugung weniger davon konsumieren. Auch Kaffee begünstigt
die Bildung von Nierensteinen sehr. Es hilft eine basische Ernährung.
Dem Umstand von Nierensteinen
Rechnung trägt auch, dass man zum Ausgleich der sauren Wirkung von
Cystein überhaupt in der Ernährung eine Betonung von
basischer
Kost einplant (Blattsalate, Gurken, kaliumreiche Nahrungsmittel).
Bei solchen Mengen, die man sich an Vitamin C
zuführen würde, kann ich jedoch nicht glauben, dass man schon
mittelfristig
nicht zumindest Magenprobleme (Übersäuerung) bekommen könnte. Deshalb
würde ich auch bei längerer Einnahme Schalttage einführen, an denen man
kein Vitamin C in Tablettenform einnimmt.
Auch Vitamin B6 wird bei Cystein Einnahme wichtig, da viele Stoffwechselschritte, die mit Cystein zusammenhängen, von diesem Vitamin abhängig sind.
Und
natürlich kommen auch einige spezielle Kräutertees als Vorsorge und
auch Nachsorge in Frage: "Echtes Labkraut" wirkt Nierensteinen
entgegen und kann diese auflösen und ausleiten (es gibt
wissenschaftliche Studien dazu), auch andere spezielle Nierentees sind
bekannt für diese Wirkung, wie Goldrutenkraut und Wegwartenkraut. Diese
Tees stärken allgemein auch die
Niere.
Oxalsäurehaltige Getränke (zB schwarzer Tee) kann man bei
gleichzeitiger Einnahme von Cystein vermeiden um noch weiter
das Risiko zu senken. Bei
pflanzlichen Produkten (zB Spinat oder Rhabarber) soll der
Oxalsäureanteil nicht ganz
so relevant sein in Bezug zur Bildung von Nierensteinen, wobei andere
auch diese Nahrungsmittel als kritisch sehen. Oxalathaltige Gemüse soll
man wegen der Erhöhung des unerwünschten Nitratgehaltes, der sonst
entsteht, nicht erneut erwärmen, nachdem man sie einmal gegart hatte.
Threonin:
15-19 (mg pro KG Körpergewicht; Quelle: Allsan Scientific Notes)
Lysin:
30-40 (mg pro KG Körpergewicht; Quelle: Allsan Scientific Notes)
Phenylalanin:
21 (s.o.)
Histidin:
8-12
Isoleucin:
12
Leucin:
14
Valin:
10
Methionin:
13
Tryptophan:
3.5
Aromatische Aminosäuren:
39
Weitere Links:
http://www.onmeda.de/l.eiweisse-taeglicher-bedarf-3799-3.html
Unterschiedliche Angaben beruhen auf verschiedene Meßmethoden und nicht zuletzt verschiedene Qualitäten des Nahrungsmittels.
->
http://www.daskochrezept.de/bundeslebensmittelschluessel/
(auf BLS cklicken um zur dortigen Suchmaske zurückzukehren)
->
http://www.naehrwertrechner.de/
-> Nährwerttabelle nach Aminosäure sortiert
(zB
Lebensmittel speziell mit Glycin, Cystein)
-> http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/de/kategorien.php
und die Suchmaske: http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/
->
http://www.lexolino.de/ernährung_nährwerttabellen
Allgemein, zumeist ohne spezielle Aminosäuretabelle
-> http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID...
Nach Auswahl einer Amionosäure, findet sich in der rechten Spalte
unter "Lebensmittel" die Auflistung von Lebensmitteln mit dieser
Aminosäure.
-> http://www.bbszene.de/lebensmittel-datenbank.html
Und noch eine Lebensmitteldatenbank aus der Bodybuildingszene (ohne Aminosäuren; für Mineralien aufschlussreich).
Manchmal muss man sich für weitere Infos ein wenig durchs Internet kämpfen mit den günstigen Suchbegriffen ("Aminosäuren nahrungsmittel" oder man gibt dazu noch sein persönliches 'Problemfeld' ein) - und oft braucht es auch etwas Glück eine gute Seite zu finden.
Eiweiss
ist ein anderes Wort für Protein. Das Protein
ist der gebräuchliche Fachausdruck. Proteine
bestehen
aus einzelnen Aminosäuren. Einzelne Aminosäuren werden von
Syntheseschritten auf Zellebene des Organismus zusammengefügt.
So bilden sich grössere Zusammenballungen von einzelnen Aminosäuren,
die man auch Protein-Komplexe nennt.
Aminosäuren sind Bauteile des Organismus.
Proteine bedeuten Werkzeuge und Strukturbestandteile
des Organismus.
An
verschiedenen Orten des Körpers, zB in der Leber, anderen Organen, im
Gehirn und im Blut, werden Proteine für einen jeweiligen Einsatzzweck
aus Aminosäuren aufgebaut (synthetisiert).
Aminosäuren sind teilweise die einzigen Bestandteile der
Proteine. Es gibt jedoch noch viel mehr Proteine, an die Kohlenhydrate
als weitere Baustoffe eines Proteins gebunden sein können. Ansonsten
sind keine weitere Bestandteile möglich, um als Protein zu gelten.
Umgangssprachlich
bezeichnen wir mit Eiweissen einfach solche Stoffe, die aus
Aminosäuren und Proteinkomplexen bestehen.
Es gibt einen Unterschied zwischen einer einzelnen
Aminosäure und einem viel
grösseren aus verschiedenen Aminosäuren aufgebauten Protein.
Das
Protein erfüllt eigentliche Aufgaben im
Organismus.
Die einzelne Aminosäure ist so wie ein Buchstabe, und der
Buchstabe hat zwar einen Klang und eine Eigenschaft, aber kann
erst wirkliche Bedeutung
erhalten im Kontext, wenn es sich also in einem
Komplex an zusammengefügten Aminosäuren befindet (als
Protein).
Damit der Stoffwechsel und das Leben in seiner Gesamtheit erhalten bleiben kann, müssen andauernd Proteine gebildet werden.
Der Bauplan von Proteinen, die der jeweilige Organismus verwenden kann und aufbauen will, steckt in der DNA als genetischer Code. Mit Hilfe einer Informationsübertragung (durch die RNS) wird die Information aus dem Erbgut der DNA herangezogen, um verfügbare Aminosäuren derart anzuordnen, dass sie ein benötigtes Protein bilden.
Manche der fremden
Proteine, die wir mit der Nahrung aufnehmen, müssen nicht besonders
zerlegt werden, damit der Körper das von ihm
benötigte Protein bilden kann.
Andere mit der Nahrung aufgenommene Proteine sind dem
Körper wesensfremder, so dass er sie noch mehr in einzelne
Aminosäuren
zerlegen muss, bevor er aus ihnen körpereigene Proteine herstellen
kann. Auch für diese Zerlegung von Proteinen werden Enzyme gebraucht.
Ein wichtiges Werkzeug des Organismus stellen etwa die Enzyme dar. Über sie laufen etliche chemische Reaktionen, ohne die der Stoffwechsel keine Funktion haben könnte.
Nun sind Aminosäuren bzw. die daraus aufgebauten Proteine aber nicht die einzeigen Bestandteile von Enzymen, auch Spurenelemente wie Selen, Chrom und Zink oder Vitamine können Teil von Enzymen oder anderen wichtigen Funktions- und Strukturstoffen sein. Aber Proteine stellen den wichtigsten und grössten Anteil dar.
Weitere Proteine sind Ausgangsstoffe für Hormone,
Muskeleiweiss (Aktin und Myosin),
für den sauerstofftragenden Blutfarbstoff (Hämoglobin),
und für Serumprotein (Bestandtteil
des Blutes mit Funktionen des Immunsystems und der Blutgerinnung;
Transport von Nährstoffen; Hormonregulation; zum Teil werden im
Serumprotein auch Enzyme synthetisiert).
Keratin
(Hornsubstanz) ist der feste Bestandtteil in Haut und Haaren.
Das Bindegewebe und darin die Bindegewebsfasern sind verantwortlich für die festsitzende Anordnung von Muskeln, Geweben und Organen. Bindegewebsfaser sind wie eine Füllsubstanz, stützen und halten die verschiedenen Organe und Strukturbestandteile des Körpers zusammen. An ihrem Platz in unserem Körper bleiben die Organe, Adern und Gewebe, da sie von weiteren Bindegewebe umgeben sind, das wie ein Abstandshalter wirkt.
Kollagenfasern, eine besondere Art der
Bindegewebsfasern, sorgen dafür, dass ein Organ oder Gewebe nicht seine
Form verliert und Festigkeit aufweist.
Elastische
Fasertypen sorgen für die Dehnbarkeit eines Gewebes.
Beide Fasertypen
sind gleichermaßen wichtig. Unsere Haut ist zum Beispiel gleichermaßen
dehnbar als auch fest, und verliert damit niemals eine gewisse
Grundform und Anordnung, ausser durch Verletzung.
Diese strukturerhaltenden Fasern liegen im Bindegewebe. Ein weiterer Bestandteil des Bindegewebes an manchen Stellen des Körpers ist der Knorpel. Aber auch Sehnen und Bänder zählen zum Bindegewebe, sogar die Knochen. Oft bezeichnet man Bindegewebe in Form von Knochen und Knorpel als Stützgewebe.
Das übrige Bindegewebe
besteht aus Zellen sowie zahlreicher Zellflüssigkeit. Eine
wichtige
Funktion des Bindegewebes liegt im Nährstofftransport zu den Zellen und
dem Abtransport von Abfallprodukten.
Auch das Fettgewebe, in das
Fette als Energiequelle für den Körper eingespeichert sind, gilt als
Bestandtteil des Bindegewebes. Zumindest ihre Zellen und
Zellbestandteile bestehen aus Proteinen (der gespeicherte Inhalt
besteht aus Fetten).
All
diese Gewebe, Fasern, Zellen und Füssigkeiten bestehen aus Proteinen
und den Aminosäuren als kleinste Bauteile. Aus Proteinen, besser gesagt
aus Aminosäuren ist das ganze Leben aufgebaut.
Viele
weitere Stoffe sind aber ebenso wichtige Bauteile, zB Vitamine (oft bei
Enzymen), Fettsäuren (oft bei Hormonen) oder Mineralien wie
Kalzium und
Kieselsäure (Silizium) für Knochen, Knorpel und Kieselsäure ist sogar
wichtig für die strukturerhaltenden Kollagenfasern des Bindegewebes.
Am einfachsten ist die Arbeit eines Proteins zu verstehen,
wenn man sich das Enzym
vor Augen führt, das durch eine ganz bestimmte chemische Reaktion
Stoffwechselvorgänge steuern kann, und dabei sich selbst nicht
verändert.
Andere Stoffe im Körper, in diesem Zusammenhang als Substrat
bezeichnet, werden durch
enzymatische Aktivität dieser Enzyme verändert. Aus einem Ausgangsstoff
(Substrat) wird durch die Arbeit des Enzyms ein veränderter Stoff (auch
'umgewandeltes' oder 'umgesetztes' Substrat genannt).
Proteine stellen das fertige Produkt dar, zu denen Aminosäuren als Bausubstanz verwendet werden.
Genaugenommen können sich Aminosäuren auch zu anderen Funktionsträgern des Organismus anordnen, die meist sehr viel kleiner sind. Solche nennen sich zum Beispiel Peptid, sind aber noch keine grösseren Proteine.
Ein Protein
hat nicht nur eine festgelegte Aufgabe, sondern auch einen bestimmten
Aufbau und eine Anordnung von sehr vielen Aminosäuren in einer
bestimmten Sequenz, die in der Erbsubstanz (DNA) des Proteins und
des menschlichen
Körpers festgelegt wird. Das Protein holt sich die Information aus dem
Zellkern (mit der RNS), und baut nach diesem Plan verschiedenste
Proteine, Hormone und Enzyme.
Gendefekte oder Gen-Anlagen können in seltenen Fällen dafür
verantwortlich sein,
dass manche Proteine nicht oder nur schlecht gebildet werden können.
Viele Stoffwechselerkrankungen gehen darauf zurück.
Der Aufbau der Proteine muss eine besondere Proteinfaltung aufweisen, ohne die
das Protein im menschlichen Organismus nicht zur Funktion kommen könnte.
Siehe zur Besonderheit der Proteinfaltung auch ein Artikel der
Wochenzeitschrift Zeit:
"Wie das Leben so faltet" (es geht
um den Zusammenhang von Krankheiten und nicht richtig entfalteten
Proteine).
Um sich eine bessere Vorstellung von der Welt der Proteine machen zu können, lohnt ein Blick auf die Art, wie sie wirken und aus welchen Aminosäuren sie zusammengesetzt sind, welche Proteine sich damit bilden lassen, und welche Bedeutung diese Aminosäuren damit für den Organismus aufweisen.
Die Aminosäuren weisen übrigens als isolierte Einheiten, zB als freie Aminosäuren, auch eine bestimmte chemische Bedeutung im Stoffwechsel auf, weshalb eine erhebliche Überdosierung mit Aminosäuren in Form von Nahrungsmittelergänzung den Stoffwechsel aus seinem chemischen Gleichgewicht bringen kann. Normalerweise befinden sich viele wenn nicht alle Aminosäuren im menschlichen Körper in einer annähernd passablen Mischung, und ergeben damit eine Gesamtheit an Wirkung, die aufeinander abgestimmt ist. Andererseits kann der Stoffwechsel durch ein zuwenig an einer bestimmten Aminosäure ebenso aus dem Gleichgewicht fallen wie bei einem zuviel an einer Aminosäure.
Es gibt schwelfelhaltige Aminosäuren, Methionin und Cystein, sie spielen für die Entgiftung eine enorme Rolle. Taurin ist die dritte schwefelhaltige Aminosäure. Taurin kann mit Hilfe von Cystein und Vitamin B6 vom Körper selbst hergestellt werden. Methionin und Cystein müssen dagegen mit der Nahrung zugeführt werden. Taurin hilft übrigens bei Magnesiummangel, da es die Konzentration von Magnesium in den Zellen erhalten hilft. Gleichzeitig wird so auch der externe Bedarf an Magnesium reduziert, da nicht mehr so viel Magnesium ausgeschwemmt wird bzw. über die Niere ausgeschieden wird.
Schwefel ist bekannt für seine reinigende Wirkung in Organismen. Es zieht Gifte oder unerwünschte Substanzen heraus und hält den Organismus bereinigt.
Andere Aminosäuren haben
eine saure Qualität, und es gibt basische Aminosäuren. Ebenso gibt es
neutrale
Aminosäuren in Bezug auf das Säure-Basis-Verhältnis.
Aus
Säuren wie
Basen bestehen im Körper wichtige Stoffe und
Grundeigenschaften.
Es gibt noch eine mögliche Unterteilungen, zum Beispiel in Begriffen
der Ladung zueinander: Polar und Unpolar. Je nachdem wie die Polarität
eines Moleküls ist, verhält es sich in einem Umfeld anders, löst sich
zum Beispiel nur auf, wenn der umgebende Stoff dieselbe Ladung aufweist.
In erster Linie spielt sich die Welt der Proteine auf biochemischer Ebene ab, da mit ihnen bestimmte chemische Wirkungen oder Reaktionen zusammenhängen. Ladungsverschiebungen (Polarität), und das Säure-Basenverhältnis sind nur elementare Eigenschaften von einzelnen Aminosäuren. Was ein Enzym chemisch konkret bewirkt, ist eine ganz spezielle, nur für dieses Enzym geltende Reaktionsweise auf grösserer und bedeutenderer Stoffwechselebene.
Proteine bestehen aus mehreren einzelnen Aminosäuren, die zusammengefügt sind zu einem Komplex. Komplexe Proteinen haben eine bedeutend grössere Aufgabe als wie eine einzelne Aminosäure.
Ein
Proteinkomplex wirkt zB als Enzym im Körper und
besitzt chemische
Eigenschaften, durch die es ins Stoffwechselgeschehen eingreift oder
andere Zustände und Stoffe verändert oder eine solche Veränderung
verhindert, und zusammen mit anderen Proteinen Gleichgewichte aufrecht
erhält.
Nicht
nur Enzyme wirken auf tiefster Grundebene der biochemischen Vorgänge im
Körper auf chemische Weise, sondern auch
verschiedene Botenstoffe (Neurotransmitter, Hormone
usw.).
Andere Proteine sind
Bestandteile des festen Strukturgewebes eines Menschen (zB Sehnen,
Haut, Haare, Nägel, Zähne, und vor allem das Bindegewebe). Auch Zellen
und Zellwände
bestehen aus Proteinen.
Neben den Proteinen und Botenstoffen gibt es noch andere
Stoffe und
Bestandteile des Körpers, die größer als Proteine sein
können (zB Endoplasmatisches Reticulum
auf Ebene der Zelle), die aber fast immer Schauplatz eines Geschehens
mit Beteiligung von Proteinen darstellen. Ab einem Punkt der
Größe
bezeichnet man Strukturen und Einheiten des Organismus dann als Zelle,
Gewebe, Organe usw.
Andauernd ändern sich die
Verhältnisse, Ladungen und Zustände innerhalb eines
Wechselspiels von Veränderungen der Proteine, Enzyme, Botenstoffe
und anderer Reaktionsträger im Organismus.
Stoffwechselvorgänge
befinden sich in einem andauernden chemischen Miteinander,
und hinterlassen an unterschiedlichen Orten des Organismus ihre Wirkung
und Funktion. Deshalb wirken auch Gifte und Schadstoffe so negativ, da
sie eine grosse Reaktionsfreudigkeit und Wirkung entfalten, und das
ganze chemische Geschehen in ihrer Nähe stark beeinflussen können.
Beinahe
alles im Leben ist auf seine Art Chemie. Botenstoffe tun nichts anderes
als chemisch zu wirken. Sie bewirken eine Veränderung, ein verändertes
Verhalten. Wir nehmen mit
dem Geruch unserer Nase oder dem Geschmack einer Zunge eine
chemische
Reaktion auf unsere Geruchssinne wahr. Ähnlich übertragen in unserem
Stoffwechsel Botenstoffe eine Information an andere Stellen
des
Körpers. Verschiedene Organe und Orte im Körper werden dadurch
veranlasst, sich an einen Zustand anzupassen oder einen Zustand
auszugleichen. Schon dafür sind in vielen Fällen wiederum Stoffe nötig.
Zu
diesem ganzen nötigen Bestand an Ausgangsstoffen gehören Aminosäuren,
Vitamine, Mineralien oder Spurenelemente und andere Stoffe. Also
sollten wir neben der wichtigen Funktion von Proteinen auch die
weiteren Nährstoffe nicht vernachlässigen, und nicht die
Botenstoffe vergessen, für die nämlich weitaus mehr Nährstoffe als nur
Aminosäuren von Nöten sind. Auch Fettsäuren sind wichtig, um
Botenstoffe wie Serotonin oder Melatonin, oder Strukturbestandteile des
Körpers bilden zu können.
Da wichtige Enzyme und sonstigen Betriebsstoffe nur gebildet werden können, wenn die entsprechenden Aminosäuren, Fettsäuren und übrigen Nährstoffe (Vitamine, Mineralien usw.) vorhanden sind, sollte man bei einer egal welchen Ernährung immer auch an ein Gesamtkonzept der Ernährung denken um eine möglichst dichte Versorgung aller nötigen Nährstoffe zu gewährleisten.
Das setzt einen gesunden, intakten Stoffwechsel voraus. Um den Stoffwechsel zu beschleunigen (zu verbessern), gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Ist die Säurebelastung des Körpers durch Verschlackung zu gross und das Blut durch Säuren überlastet, können viele Prozesse auf Zellebene verlangsamt werden. In diesem Fall kann das Basenfasten sinnvoll werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich einfach ein paar Monate sehr gesund und relativ fettarm zu ernähren und gesund zu leben, also zB auch körperliche Bewegung damit zu verbinden (inkl. langen Wanderungen, wenn man einigermaßen trainiert ist).
Körperliche Bewegung hilft bei jeder Art von Optimierung des Stoffwechsels, wenn sie so stattfindet, dass der Organismus nicht nachhaltig darunter leidet (zB weil man die Kondition oder die Bänder und Sehnen überlastet; Bänder und Sehen benötigen eine längere Aufbauphase als wie die Kondition, was übrigens einen vielfach begangenen Trainingsfehler bedeutet, wenn man zu viel in zu kurzer Zeit leisten will). Andererseits kann ein übertrainierter Körper bei gleichzeitig mangelhafter Nährstoffzufuhr ebenso einen enormen Rückschritt bedeuten.
Ein Aspekt bei der Auswahl der Aminosäuren kann bedeuten, dass man darauf schaut, wie einige Aminosäuren aus anderen Aminosäuren und anderen Baustoffen vom Körper selbst synthetisiert werden können.
Wenn
man meint, dass zB der
eigene Mangel an Tyrosin grösser ist als der Mangel
an Phenylananin, wählt
man besser Tyrosin. Und versucht den geringeren Phenylalaninbedarf aus
der Nahrung zu gewinnen. Möglicherweise besteht aber auch ein erhöhter
Bedarf an Phenylalanin. Es ist also nicht unbedingt so, dass man
einfach eine Aminosäure wählen kann, aus der eine andere hervorgehen
kann, um den Bedarf jener zweiten zu stillen. Denn unter Umständen ist
der Bedarf an der zweiten so gross, dass er nicht allein mit Zufuhr der
Vorstufe gedeckt werden kann.
Auch Aminosäuren, die der Körper selbst synthetisieren kann, können oft nicht in genügender Zahl vom Körper bereit gestellt werden. Eine externe Zufuhr kann sinnvoll sein, falls ein Mangel oder erhöhter Bedarf existiert - trotz dass der Körper theoretisch (auf dem Blatt Papier) diese Aminosäure selbst herzustellen vermag.
Serin
kann auch aus Glycin synthetisiert werden. Serin-Mangel kommt oft dann
vor, wenn man sich lange Zeit proteinarm ernährte.
Auch hier
sehen wir,
dass allein der Glukosestoffwechsel, bei dem Serin vom Körper gebildet
wird, oft nicht ausreicht - Serin muss herangezogen werden
um Glycin,
Cystein (nur mit Hilfe von Methionin möglich), Sphingolipiden
und Cholin zu bilden. Damit benötigt der
Organismus schon reichlich Serin.
Andererseits
können auch leicht Überdosierungen entstehen. Cystein zB muss
irgendwann auf Zellebene in der Konzentration erniedrigt werden, sonst
wirkt es toxisch. Dafür wird es in Taurin umgewandelt. Wenn aber die
Syntheseschritte zu Taurin aufgrund zB eines Nährstoffdefizits nicht
möglich sind, bleibt die Cysteinkonzentration hoch, und es gibt
gleichzeitig einen niedrigen Spiegel an Taurin. Andererseits kann
Cystein auch abgebaut werden, um das körpereigene Enzym
Glutathion
aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin herzustellen. Dafür muss aber
Methionin vorhanden sein.
Es gibt noch andere Möglichkeiten,
Cystein abzubauen, zB zu Pyruvat
und Sulfat.
Wenn
also genügend Nährstoffe vorliegen, ist Cystein kaum
überzudosieren. Die Gefahr liegt eigentlich nicht in einer
Überdosierung, sondern einem Mangel an weiteren Nährstoffen
(Vitaminen, Mineralien, aber auch Fettsäuren usw.).
Aus
dem essentiellen
Tryptophan kann Alanin synthetisiert
werden. Tryptophan selbst ist ausserordentlich wichtig für das
Immunsystem und die Hormonbildung, und könnte generell als ein
Hauptmittel
unter den Aminosäuren gelten. Allerdings ist der Bedarf an Tryptophan
nicht so gross wie bei anderen Aminosäuren. Da zudem Tryptophan in den
Verruf kam, öfter verunreinigt zu sein, kann man bei
Tryptophan
getrost auf natürliche Nahrungsmittel setzen.
Die
Aufnahme des Tryptophan in Bezug zum Gehirnstoffwechsel soll besser
werden, wenn man einige Stunden nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit
Nahrungsmittel mit Tryptophan ist (die Muskeln sind dann mit Energie
bedient und wollen kein Tryptophan als Energiequelle mehr), oder dass
man einfach öfter am Tag einige Mengen an tryptophanreiche Nahrung ißt.
Tryptophan
konkurriert um Transport mit den Kanälen, die in den Gehirnstoffwechsel
an der Blut/-Hirnschranke vorbei führen, mit Valin, Leucin, Isoleucin,
Tyrosin und Phenylananin und sollte daher nicht stets mit diesen
Aminosäuren kombiniert werden (zu einer Einnahmezeit).
Glycin
ist eine einfache Aminosäure, die eine besonders kleine
räumliche
Struktur benötigt und die oft dort verwendet wird, wo Platz gespart
werden muss. Aus ihr kann auch Glukose (Energie) gewonnen werden. Sie
kommt in fast jeder Nahrung in genügender Zahl vor.
Man kann theoretisch, um Glycin zu erhalten, auch
Threonin wählen. Der Körper wird
theoretisch einen Teil des Überschusses des Threonin in Glycin
umwandeln.
Man deckt sich zB
den wichtigsten oder vermuteten Bedarf von Aminosäuren durch Präparate
ein,
und bekommt die übrigen Aminosäuren mit einer entsprechenden
Nahrung und Ernährung und sollte auch die fehlenden
Aminosäuren
mit der übrigen Nahrungszufuhr ganz besonders berücksichtigen.
Kauft man also Phenylananin als freie Aminosäure und kein Tyrosin,
sollte man Nahrungsmittel essen, die eine gewisse Menge Tyrosin
enthalten, damit der Körper das meiste Phenylananin für seinen
eigentlichen Mangel an Phenylananin verwenden kann.
Man kann
natürlich auch komplett auf Nahrungsmittel setzen. Es kann aber
Probleme
geben, wenn
man jetzt so viel Nahrungsmittel einer bestimmten Sorte essen müsste,
um eine Aminosäure täglich zu bekommen, dass dadurch im
Stoffwechsel Ungleichgewichte
entstehen, zB - bedingt durch Begleitstoffe im
Fleisch oder wegen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wie Phytinsäure.
Oder man mag keine Garnelen (Cystein). Um den echten und tiefgreifenden
Mangel an
einer Aminosäure zu beheben, müsste man ausserordentlich viel dieser
Nahrungsmittel essen und es ist noch die Frage, ob der Mangel auf diese
Weise wirklich zufriedenstellend in kürzerer Zeit beseitigt werden kann.
In solchen Fällen empfiehlt sich das Präparat, um einen einfacheren und
sinnvolleren Weg zu gehen.
Serin:
Glycin,
Purinbasen, Phospholipide
Glycin:
Serin
Glutaminsäure:
Prolin
Alanin:
Glutaminsäure
Histidin:
Glutaminsäure, Histamin,
Mythylhistidin
Lysin
Carnitin, Hydroxylysin, Methyllysin
Prolin:
Glutaminsäure, Hydroxyprolin
Methionin:
Cystein,
Homocystein, S-Adenosyl-Methionin
Cystein:
Taurin,
Pyruvat, Sulfat, Homocystein
Phenylalanin:
Tyrosin,
Phenylpyruvat
Threonin:
Glycin
Tyrosin:
Melanin, Dopamin, Catecholamine, Schilddrüsenhormone
Tryptophan:
Alanin,
Serotonin, Melatonin, Tryptamin, Nikotinsäure
Arginin:
Ornithin,
Kreatin, Stickstoffmonoxid (NO), Spermin, Spermidin
Diese Liste der möglichen Abkömmlinge von Aminosäuren ist nicht vollständig. Ein Derivat (zu deutsch: Abkömmling) bezeichnet hierbei die Produkte, die aus einer Aminosäure beim Abbau oder bei weiterer Synthese entstehen können. Weiterhin gilt zu beachten, dass für solche Syntheseschritte oft weitere Nährstoffe (zB Vitamin B6) nötig sind.
Einige Aminosäuren können sich in andere zurückverwandeln (Glycin in Serin und Serin in Glycin), andere nicht (Tryptophan bringt Alanin hervor, aber aus Alanin kann nicht Tryptophan gewonnen werden).
Quelle vor allem: http://de.wikibooks.org/wiki/Biochemie_und_Pathobiochemie:_Stoffwechsel
| α-Ketoglutarate | Pyruvate | 3-Phospoglycerate |
| Glutamin Glutaminsäure Arginin Prolin | Alanin Valin Leucin Isoleucin | Serin Glycin Cystein |
| Oxaloacetate | Phosphoenolpyruvate und erythrose-4-phosphate | Ribose-5-Phosphate |
| Threonin Methionin Asparagin Asparaginsäure Lysin | Tryptophan Phenylalanin Tyrosin | Histidin |
Aminosäuren allgemein:
http://www.vitalstoff-lexikon.de/Aminosaeuren/Aminosaeuren_Index/
Aminosäurenstoffwechsel:
http://wapedia.mobi/...Aminosäuren-Stoffwechsel
Auf
folgender einfach gehaltener Übersicht gibt es meist eine kurze Info,
welche anderen
Aminosäuren aus einer bestimmten Aminosäure gebildet werden können,
aber die Angaben sind spärlich und unvollständig:
http://flexikon.doccheck.com/Aminos%C3%A4ure
Um
sich über die möglichen Syntheseschritte klar zu werden, wie eine
nicht-essentielle Aminosäure synthetisiert werden kann, muss man sich
entweder in viele andere Seiten des Internet oder in Büchern über eine
bestimte Aminosäure von Interesse vertiefen. Oder man wählt
einfach grob aus, und wählt die wichtigsten Präparate, die man
für
sich
vermutet.