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Das Bindegewebe ist von seiner Funktion her ein wichtiges Nähr- und Mineralstoffdepot für den Organismus.
Eine weitere wichtige Funktion des Bindegewebes ist sein Beitrag zur Abwehrstärke - die Lymphozyten und andere Immunzellen oder Abwehrzellen befinden sich nicht nur im Blut, sondern auch im Bindegewebe.
Übrigens: Bei einer Eigenbluttherapie wird das eigene Blut aus der Vene
entnommen und dann in Muskeln und unter die Haut gespritzt. Die
zerfallenden Proteine des Blutes versorgen dann Muskeln und
Bindegewebe. Eigenbluttherapie wird von vielen Ärzten
angeboten zur Behandlung chronischer Krankheit und zur Stärkung
des Immunsystems. Diese Therapie, ihre Anwendung, bestätigt die
Bedeutung des Bindegewebes (Haut).
Ein gut strukturiertes und von Schlacken befreites
Bindegewebe bringt eine optimale Abwehrstärke mit sich. Wozu
natürlich weitere Körperbereiche wichtig werden, wie zB der Darm, die
Lymphe oder die Leber. Aber auch diese Organe leiden schnell unter
den Folgen der Übersäuerung und so trägt jedes Glied dazu bei, entweder
Abwehrstärke bereit zu stellen oder eine schwache Abwehr zu bedeuten.
Das Blut transportiert als wichtigste Aufgabe Nährstoffe: die blutführenden Adern enden als kleinste Gefäße im Bindegewebe, wo der ungestörte Nährstromfluß des Bindegewebes wichtig wird. Das heisst, Blut, Bindegewebe und Bindegewebswasser erweisen sich auf einer bestimmten Ebene eigentlich als zusammengehörend.
Darüberhinaus gewährleistet das Bindegewebe den Zusammenhalt des gesamten Gefüges, indem es stützende und stabilisierende Funktionen für den Körper als Ganzes hat, also zB für den Abstand der Organe, Sehnen und übrige Gewebe zueinander verantwortlich ist.
Ein
starkes Bindegewebe ist eines, das nicht von Salzen und Säuren in seiner Festigkeit spröde geworden ist,
und seine Funktion als
Mineralstoffdepot einwandfrei erfüllen kann. Fehlt diese Pufferfunktion
gegenüber Säuren, dauert es oft noch Jahre andauernder Fehlernährung,
bis die ersten aber deutlichen Folgen eines zu schwach gewordenen Bindegewebes sichtbar
werden.
Meist
sind wir weit über 30 und blicken auf mehrjährige
schlechte Ernährungsgewohnheiten zurück, die wir zu dieser Zeit in den
späteren Folgen für uns nicht abschätzen konnten. Was mit dem
Bindegewebe zusammenhängt, ob Schwächung oder Stärkung, akkumuliert
gewöhnlich seine Wirkung nur über längere Zeit von Monaten und Jahren.
Eine Ausnahme stellen Aminosäurenpräparate dar, die in höherer
Dosierung bereits nach gut ein bis zwei Monate deutiche Wirkung auf das
Bindegewebe zeigen.
Ein Grund für die weit verbreitete Bindegewebsschwäche besteht meist eigentlich in der Übersäuerung. Der Übersäuerung voraus geht eine nährstoffarme und verschlackende Ernährung.
Mineralien und Vitamine fehlen also evtl. schon längere Zeit, und werden vielleicht sogar zusätzlich durch exzessiven Kaffeegenuß oder andere "Ernährungssünden" an der Aufnahme in den Körper gehindert. Kaffee enthält einen Stoff, der die Eisenaufnahme stark hemmt, während Eisen für ein starkes Bindegewebe wichtig ist. Übrigens soll es auch in Eiern (bisher unbekannte) Stoffe geben, die die Eisenaufnahme hemmen. Das heisst, diese Nahrungsmittel nicht täglich zu sich nehmen.
Auch täglich zu fettreiche Ernährung kann eine Übersäuerung begünstigen, da durch zuviel Fett der Stoffwechsel träge wird, und damit der gesamte Nährstofffluß ins Stocken geraten kann. Zuviel Fett im Bindegewebe behindert den Nährstofffluß.
Weitere
Mineralien gehen direkt verloren durch Gifte wie
Schwermetalle, und andere schwer abbaubare Stoffe.
Die
Mineralien binden Schwermetalle und andere Stoffe (Säuren) an sich,
ohne dass diese
Komplexe eine andere Funktion
hätten als ein Abfallprodukt zu bedeuten, dessen sich der Körper
entledigen
muss, wenn er es denn könnte - dass er es nicht kann, liegt meist an
einem
Nährstoffdefizit und einem trägen Stoffwechsel bzw. an der
Übersäuerung. Diese Abfall-Produkte beanspruchen darüberhinaus wichtigen
"Speicherplatz" der Zellen des Bindegewebes.
Es heisst, Mineralien kann der Körper nicht speichern. Aber das ist offenbar nur die Hälfte der Wahrheit. Der Körper gebraucht zunächst einmal Mineralien für verschiedene körpereigene Proteine, die schliesslich indirekt "lagern", und die bei Notbedarf frei von ihrer Bindung werden und damit wieder als Mineralien verfügbar sind. Umso besser also unser Bindegewebe genährt ist, desto mehr indirekte Reserven haben wir.
Ausserdem wird ein Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Mineralien sich eine Zeit lang im Bindegewebswasser aufhalten. Die Verweildauer ist umso länger, je besser dieses Bindegewebe strukturiert und aufgebaut ist, und je weniger Schad- oder Schlackenstoffe das Bindegewebe "belagern".
Der Körper verfügt zwar über einen kleinen, aber keinen grossen Speicher an Mineralstoffen. Mineralien und Vitamine usw. müssen praktisch täglich zugeführt werden.
Jegliches Bindegewebe tendiert dazu, stets zu einem festeren Bindegewebe zu werden, das nach einer Vielzahl von Biosyntheseschritten entsteht. Am Ende der möglichen Entwicklung steht ein Gewebe namens Kollagentyp 1 ( siehe auch weiter unten im Text).
Eine
bessere Nährstoff- und Eiweißversorgung gewährleistet ein ausgereiftes
Kollagengewebe.
Der Reifezustand des Bindegewebes wird daran gemessen,
wie weit fortgeschritten die Entwicklung des Gewebes bisher gewesen
ist, oder was meistens der Fall ist: wie weit rückgeschritten die
Entwicklung ist; weil mit der Lebenzeit Nährstoffe abgebaut werden
mussten und nicht im selben Maß wieder hergestellt werden konnten.
Meist
sind Belastungen aller Art (bes. Stress) und gleichzeitige Fehlernährung die Gründe.
Typ 1 ist ein vollausgereiftes Bindegewebe und besteht aus mehr Kollagenfasern wie zB Kollagen Typ 3.
Und
das macht das Gewebe und die Haut "straffer"; es ist üblicherweise
dieses Kriterium, das man meint, wenn man von einer "schönen Haut"
spricht, die sich die meisten Frauen aber auch Männer wünschen.
In
Zeiten besonderer Beanspruchung benötigt der Körper ein schnell
verfügbares Reservoir an Nährstoffen, die er normalerweise im
Bindegewebe findet.
Umso verschlackter wir sind, desto weniger
können wir über längere Zeit an einem Stück zB körperliche Arbeit leisten. Wir werden
sprichwörtlich weniger ausdauernd, das aber auch in psychischer Hinsicht.
In der Situation einer stetig zunehmenden Übersäuerung eines
Organismus wird
das Bindegewebe, das ursprünglich auch ein Mineralstoffdepot ist, entmineralisiert.
Die Entgiftungsorgane des Körpers müssen bereits einen Teil natürlich
anfallender Stoffwechselgifte neutralisieren. Diese körpereigenen
Abfallprodukte stellen normal keine Belastung dar.
Die mit der
Nahrung
aufgenommenen Säuren kommen jedoch als nicht notwendige Belastung hinzu
(zB in Form eines hohen
Zuckerkonsums bzw. Konsums einfacher kurzkettiger Kohlenhydrate;
extensiven Kaffeekonsums; Kuchen und Produkte aus Weissmehl;
Fastfood).
Säuren
sind der Grad an Stoffen, die den PH-Wert und Mileu des Stoffwechsels
in Richtung saures Mileu
verändern. Man merkt das besonders am Urin. Er ist infolge
der nächtlichen Entgiftungsfunktionen des Körpers morgens saurer
als abends. Die Entgiftung bringt also die Säuren hinaus, aber es gibt
nur eine begrenzte Kapazität für diese Leistungsaufnahme.
Eine Übersäuerung verschlechtert die gesamte Tätigkeit des
Stoffwechsels und neigt dazu, die anfallenden Salze abzuspeichern, weil
sie nicht auszuscheiden sind infolge eines träge gewordenen
Stoffwechsels.
Salze sind jene Abfallprodukte und Gifte, die
gebunden wurden, und damit einlagerbar sind, gleichzeitig aber viel
schwieriger auszuscheiden sind - weshalb die toxischen Substanzen,
solange der Stoffwechsel nicht optimal mit Nährstoffen versorgt ist,
abgespeichert werden in körpereigenem Gewebe (es ist möglich
mittels einer kontrollierten Überversorgung in Form einer Kur den
Zustand der Unterversorgung in kurzer Zeit zu beheben; das beinhaltet
aber auch die Enthaltsamkeit gegenüber jeglichen Stoffen, die mehr
Übersäuerung bilden, als an Lieferung von Nährstoffen zu
dienen).
Basen
wie zB Kalium sind nötig (aber auch andere Mineralien), um die
Säuren zu neutralisieren. Stoffe, die zur Neutralisierung der
Salze benötigt werden (für die Neutralisierung toxischer
Produkte wie Schwermetalle) , werden im Notfall aus dem
Bindegewebe
geholt bzw. an dortige Mineralien gebunden. Zugleich müssen diese
gebundenen Säuren aus dem
Stoffwechsel herausgehalten werden, können aber als Salze
nicht ohne
weiteres ausgeschieden werden.
Deshalb werden sie im Bindegewebe
gespeichert. Damit beeinträchtigen die Gifte nun auch den Nährstofffluß
des Bindegewebes negativ, da sie dort wie den Fluß störende und
blockierende Stoffe wirken, umso mehr sie sich anreichern.
Abgebaut werden können die schädlichen Salze nur bei
ausserordentlich gut versorgten Stoffwechsel und reibungslosen Ablauf
desselben (d.h. seiner Entgiftungsfunktionen; dafür ist ein täglicher Bedarf an essentiellen Nährstoffen entscheidend).
Ein
schwaches Bindegewebe verliert zunehmend auch seine Speicherfähigkeit
nicht nur für Nährstoffe sondern auch für Gifte, die uns dann
schließlich immer mehr belasten können während sie sich im Stoffwechsel
aufhalten. Dort werden sie dann durch weitere Nährstoffe, die dem
übrigen Organismus vorenthalten werden, allmählich Tag für Tag
neutralisiert. Für uns kann damit ein Zeitraum entstehen, in dem wir
vom Gefühl her "die Säureschlacht überleben", aber der Preis wird mit
der Zeit auch immer höher.
Der Nährstofffluß zwischen allen
Organen wird beeinträchtigt, da das ursprüngliche
Mineralstoffdepot mitsamt dem Nährstofffluß nicht mehr so gut
funktioniert, weil es
verschlackt ist. Übersäuerung ist eine Volkskrankheit
(im Link weitere Info zu den Ursachen und Folgen
der Übersäuerung).
Wenn das Bindegewebe übersäuert ist, funktioniert zwangsläufig die gesamte Kollagensynthese nicht mehr optimal.
So fehlen zunehmend wichtige Strukturkomponenten, die dem Bindegewebe seine Funktionskraft verleihen.
Eine weitere Fähigkeit des Bindegewebes besteht darin, als Stützfunktion aller Organe zu wirken. Durch das Stützgewebe wird letztlich auch das Lymphsystem beeinflusst (Stützgewebe: zB Leistengegend, Bänder, Sehnen, Gewebsschichten, die die Organe umspannen). Wenn wir uns bewegen, sorgt die Spannung des Bindegewebes dafür, dass die Muskelbewegungen zu den Lymphdrüsen übertragen wird, was dort eine Art Pumpwirkung bedeutet.
Statt einem guten Bindegewebe zu dienen, können bei andauernder Fehlernährung und körperlich-psychischen Belastungen zunehmend wichtige Eiweiße aus dem Bindegewebe abgebaut werden. Was eigentlich andauernd geschieht - aber normalerweise wird dieser Verbrauch (allein durch den stetigen Zelltod verursacht) kontinuierlich aufgefrischt und repariert. Nämlich mit dem täglichen Nachschub an Eiweißen aus der Nahrung. Allerdings muss man nicht täglich Eiweiße essen, damit das Bindegewebe erhalten bleibt. Es ist eher wichtig, innerhalb einer Woche sagen wir 4-5 Tage die Eiweißzufuhr qualitativ zu betonen (nicht unbedingt in der Menge). Wenn von Eiweißqualitäten gesprochen wird, sind vor allem die essentiellen Aminosäuren gemeint.
Ein
träger und mangelhaft ernährter Stoffwechsel
verfügt über diese
Schnelligkeit einer kontinuierlichen Regenerierung jedoch nicht, abgesehen davon, dass wir auch erst mal
gewährleisten müssen, dem Organismus dafür nötige Nährstoffe zuzuführen und
von belastenden Stoffen zu befreien (in einem geschwächten Zustand -
d.h. extremere Formen der Übersäuerung - wird die Enthaltsamkeit von
Belastungsfaktoren wie zB Kaffee unbedingt nötig).
Der mangelhafte Zustand kann nicht behoben werden, solange die Übersäuerung und Bildung von unerwünschten Salzen anhält, und die körpereigene Entgiftungsfunktion nicht optimal funktionieren kann.
Solange die Mineralien Schwermetalle und Säuren binden, sind die giftigen Komplexe relativ in Sicherheit, andere Gifte werden mit Mineralien ausgeschieden.
Die zunehmende Entmineralisierung verursacht eine zunehmende
Dysfunktion des
Bindegewebes: Es
verursachen die Gifte noch dadurch, dass sie in Zellen lagern,
eine gewisse Wirkung auf den ganzen Organismus,
indem sie für störende Wirkung chemischer und energetischer Art sorgen,
was alles innerhalb der Zelle stattfindet und dort eben diesen Bereich im Organismus blockiert.
Es werden
schließlich irgendwann die Zellmembranen des Bindegewebes weniger
durchlässig, die Bindegewebsflüssigkeit zäh und der Nährstromfluss
langsamer und die Organe erhalten weniger Nährstoffe.
Wir
werden zunehmend weniger leistungsbereit und besuchen mitunter die
Ärzte an einem chronischen Stück, um Linderung für unsere Beschwerden
zu finden.
Zuerst leidet bei einem geschwächten Stoffwechsel immer die Psyche, d.h. wir werden psychisch anfälliger, geraten leichter in Stress und treffen nicht immer die richtigen Entscheidungen, weil eine allgemeine Trübung innerer Ruhe gegeben ist und wir mehr von Launen beherrscht sein könnten. Schließlich folgen die körperlichen Beschwerden, die dann auch hartnäckiger bestehen bleiben können.
Mit der Übersäuerung entsteht als ein weiterer Störeffekt ein träger Stoffwechsel. Ausserdem kommt es zur vermehrten Anhäufung von freien Radikalen, die uns üblicherweise noch mehr Vitamine vorenthalten, weil sie von ihnen oxidiert werden, bevor die Vitamine vom Stoffwechsel gebraucht werden konnten.
Gifte und Schwermetalle sind nicht die einzigen Faktoren, die zu einer Übersäuerung führen. Weitere und viel erheblichere Faktoren bestehen kurz gesagt darin, dass wir einige bestimmte säureproduzierende Nahrungsmittelarten übergewichten, und zu wenig Basen/Mineralien und Vitamine zu uns nehmen. Nicht, was sauer schmeckt ist entscheidend, sondern was im Organismus als Säure wirkt oder an der Entstehung von Säuren beteiligt ist. Im Grunde besteht das Problem der Säuren in einem Überschuß dieser. Alles was im Körper als Überschuß vorliegt wird zum Problem! Das ist selbst bei bestimmten Vitaminen oder Mineralien der Fall!
Die Säuren beanspruchen die Basen und Vitamine. Diese Nährstoffe müssten also zusätzlich zugeführt werden, doch meist besteht eben die Nahrung in nährstoffarmen, aber säurereichen Inhaltsstoffen. Um säurehaltige Nahrung auszugleichen sollte man also bewusst und regelmässig Obst und Gemüse essen, um sich als Ausgleich und Ergänzung zu der ansonsten nährstoffarmen Kost die Vitamine, Spurenelemente und Mineralien zuzuführen.
Wenn
man es optimal gestalten möchte, dann spricht bloß die eigene Gewöhunng
an Genußfaktoren dagegen, sich "ausschließlich" nährstofforientiert zu
ernähren, was natürlich nicht heisst, nur auf Rohkost zu setzen (das
wäre wieder ungesund). Sogar Schokolade kann Teil dieser
nährstofforientierten Kost sein: da in Schokolade auch wichtige
Spurenelemente enthalten sind.
Kuchen wäre jedoch so eine Sache, was der Körper im Grunde nicht braucht. Gesättigte Fettsäuren, die im
Kuchen reichlich vorkommen, sind zwar wichtig, aber im Übermaß
schädlich und kommen auch in "besserer" Nahrung vor.
Natürlich, hin und wieder gönnt man sich auch mal einen Kuchen, weil der Geschmack durchaus für "seelisches Wohlbefinden" sorgt - vereinzelt genoßen, und nicht als Gewohnheit. Es geht ja darum, welche Ernährungsweise die Regel ist! Man kann dann, wenn man 5 Tage die Woche sich gesund ernährt hat, theroetisch oder praktisch 2 Tage in der Woche sich "ungesund" ernähren.
Das kann bedeuten, dass man gewisse Genußfaktoren gerade so sporadisch nutzt, wie die Mehrzahl der Menschen heutzutage in Industrieländern zu Obst und Gemüse greifen, nämlich ein oder zwei mal die Woche... (ob man nun lieber Fleisch ißt oder nicht regelmässig gern ißt, das ist rein persönlich und es sollte nicht verkehrt sein, auch auf Fleisch zu setzen, um sich wichtige Nährstoffe zuzuführen. Wenn einem danach ist, mehr Fleisch als Gemüse zu essen. Doch sollte man in jedem Fall mindestens die Hälfte des Tages mit Obst und Gemüse verbringen, da zu viel Fleisch rasch träge machen kann;)...
Durch Überbeanspruchung der Muskulatur kann zuviel Milchsäure
entstehen (dieser Effekt tritt evtl. auch bei chronischen Verspannungen
der Muskulatur auf). Milchsäure und ähnliche Stoffwechselabfälle sind
normal, und
der Körper ist normalerweise darauf eingestellt - aber verliert das
Bindegewebe und Muskelgewebe seine Pufferfähigkeit für alle anfallenden
Säuren und
verliert es seinen Nährstromfluß,
merken wir, dass wir viel weniger Leistung erbringen können und
physisch bedeutend schneller ermüden.
Der physischen Ermüdung voraus geht eine
psychische Ermüdung und man gerät leicht in den Stress, der einen nur
weiter in diesem Teufelskreis gefangen hält.
Mit dem Stress schwindet
manchmal auch die mentale Überzeugung,
sich gesund ernähren zu wollen; es scheint, als greife man in
Stresszeiten leicht vermehrt zu den angenommenen Gewohnheiten, weil sie
die meiste vermeintliche Sicherheit bieten, die aber nur oberflächlich
eine solche Sicherheit verbürgt - und was im Kern bloß Resultat
mechanischen Handelns ist, das eben in Stresszeiten besonders stark
wachgerufen wird. Und wenn man sich angewöhnt hat, einen Schokoriegel
zu essen, möglicherweise weil ein Genußtrieb beteiligt ist, der uns die
Leiden der Alltagswelt ausgleichen soll... dann kann dieser
Teufelskreislauf auch sehr leicht tiefer führen und man hält den
Stress, der zu verarbeiten ist, für einen Umstand von Außen, aber in
Wirklicheit könnte man aufgrund eines Nährstoffdefizits selbst weniger
fähig sein, den Stress zu verarbeiten.
Säuren im Übermaß verursachen ein bestimmtes Mileu im Organismus. Das
Bindegewebe wird blockiert durch die den Fluß hemmenden Säuren und
Salze.
Dadurch, dass dem Stoffwechsel wichtige Nährstoffe fehlen und er
gleichzeitig von Schlacken beeinflusst wird, wird der Stoffwechsel
fortwährend träger - anstatt die angestammte optimale Funktion
zurückgewinnen zu können.
Ein
träger Stoffwechsel führt zwangsläufig zur weiteren Übersäuerung,
weil ihm wichtige Stoffwechselschritte nicht mehr
möglich sind, da Nährstoffe nicht zur Verfügung stehen oder der Fluß
dieser Nährstoffe ins Stocken geraten ist - erst recht können
die normal anfallenden Säuren
(zB Milchsäure, auch Harnstoff
usw.) nicht mehr so gut abgebaut und ausgeschieden werden, weshalb
es für den Beginn eines Entsäuerungsprozesses wichtig ist, die
Säurequellen in der Nahrung zunächst zu meiden (zB Kaffee), aber auch
viele andere Nahrungsmittel in Maßen zu konsumieren, wie zB Milch, Fleisch, Wurst usw..
Eiweiß
allein genommen wirkt nicht so sauer, wie Eiweiß gekoppelt mit Fett in
tierischer Form (es sind im Fleisch Cholesterin und Purine enthalten,
von denen der Organismus im gegebenen Moment einer Übersäuerung zuviel erhalten könnte).
Umso stärker die Übersäuerung, desto länger dauert es an, bis diese
Stoffwechselprodukte abgebaut werden konnten und im Organismus wirken.
Um wieder ein starkes Bindegewebe zu erhalten, wird vielfach die Betonung auf basische Ernährung genannt. Es gibt dazu die Möglichkeit, basisch zu fasten, indem man einfach so gut wie möglich säurebildende Stoffe meidet und stattdessen auf basische Lebensmittel setzt. Kaliumreiche Gemüse (zB Gurke) und Obst (zB Banane) können bei der Entsäuerung besonders helfen.
Auch Magnesium soll hilfreich sein; es wurde empfohlen, vor dem Schlafengehen Magnesium zu sich zu nehmen, da über Nacht die Regenerationmechanismen des Organismus ablaufen. Magnesium hilft der Entgiftung und die Folgen der Übersäuerung in den Griff zu kriegen.
Wenn man die natürlichen Entgiftungsfunktionen des Organismus stärkt, wird auch das Bindegewebe bereinigt.
Die für natürlichen Entgiftungsfunktionen und für ein
starkes Bindegewebe benötigten Nährstoffe sind besonders:
Vitamin C, A, E, B6, B12, Folsäure (B9), Biotin (B7), Nicotinamid (B3).
Zink, Selen, Kupfer, Eisen,
Mangan.
Ferner für den Zellstoffwechsel u.a. Magnesium, Kalium.
Da
offensichtlich Eiweiße wichtig bleiben, kann man ein
Basenfasten abwandeln, und sich also nicht nur mit Basen sondern auch mit hochwertigen Eiweißen
zu
versorgen.
Der Anteil an Säurebildung ist bei einer nicht übertriebenen
eiweißhaltigen
Kost viel geringer, als wie die
beigetragenen Säuren von Kaffee (!), gesüßter Limonade, oder Zucker in
Form von Kuchen
(!).
Freilich setzt ein solch abgewandeltes Basenfasten wie jedes Fasten voraus, dass
man so weit wie es geht säurebildende Nahrungsmittel meidet.
Die für die natürliche Entgiftungsfunktion des Körpers relevanten Aminosäuren: Cystein, Glycin, Glutamin. Methionin.
Cystein und Methionin kommen in
der Nahrung selten vor und es gibt nur wenige Nahrungsmittel, die viel
von diesen beiden Aminosäuren haben.
Methionin
scheint eine allgemeine Stabilität und Nachhaltigkeit des
Entgiftungsstoffwechsels zu verbürgen. Man stellt in Studien wiederholt
fest, dass die Entgiftungsleistung besser ist, wenn genügend Methionin
vorhanden ist.
Unterstützend wirkt Ornithin, Lysin und Asparaginsäure. Auch Taurin wirkt unterstützend, es schafft auf Zellebene einen Puffer. Taurin ist wichtig für die Entgiftungsleistung auf Zellebene und ist als ein Antixodant wirksam (freie Radikale-fänger).
Glutamin soll den Säure-Basenhaushalt regulieren helfen und bei der Entsäuerung, da es hilft Säuren über die Nieren aus dem Körper zu bringen, ohne dass dabei der Körper zu viele Nährstoffe verwenden muss. Glutaminsäure kann vom Körper aus Glutamin gewonnen werden.
Die wichtigste Aminosäure ist Cystein. Sie
kann helfen, die Gifte aus
dem Bindegewebe zu schaffen und das Bindegewebe zu
bereinigen, um den Nährstromfluss indirekt zu
verbessern. Methionin unterstützt den gesamten
Prozess, und macht ihn nachhaltig.
Die Leber muss die Gifte des Harnstoffzyklus (Ammoniak)
neutralisieren und auscheidbar machen, Ornithin hilft als
Trägersubstanz. Ist die Leber geschwächt durch ungesunde
Lebensweise, kann zusätzlich Ornithin helfen.
Ornithin
hilft der Leber bei
der Entgiftung, und kann helfen, Gifte in der Leber
abzubauen. Ornithin hilft der Leber sich zu regenerieren.
Aspartinsäure ist eine andere Aminosäure, die Teil des Harnstoffzyklus
ist. Generell wurden die besten Ergebnisse der Schwermetallausleitung
mit Cystein festgestellt.
Als Präparat ist statt L-Cystein das etwas veränderte Cystein besser geeignet: Als NAC, bzw. N-acetyl-l-cystein.
Glycin hat als einzelne Aminosäure ebenso leicht entgiftende Funktionen.
Cystein,
Glutaminsäure und Glycin stellen in Kombination darüberhinaus das körpereigene Antioxidanz Glutathion
her, dass von den Schwermetallsalzen im Körper befreien kann.
Methionin kann die Produktion des Glutathions positiv beeinflussen.
Glutaminsäure kommt reichlich im Quark vor. Hühnerfleisch liefert
einige Mengen an Cystein. Glycin ist normalerweise stark vertreten, gehäuft in Gelatine.
Auch Selen ist für Glutathion wichtig,
genauer für ein besonderes Enzym, das aus beiden gebildet wird
und bei der Ausleitung von körperfremden Stoffen und Schwermetallen zum Einsatz kommt (Glutathionperoxidase).
Damit
Glutathion vermehrt gebildet werden kann, ist auch besonders Alpha-Liponsäure hilfreich.
Die
Glutathion Synthese wird neben Methionin durch Mariendisteltee oder noch besser Mariendistelextrakt verstärkt. Grund ist der
Wirkstoff Simylarin. Für diesen Zweck sollten 3-5 Tassen
Mariendisteltee über den Tag verteilt getrunken werden (auch
hierbei mehrmals Tage pausieren und auch schon mal eine Woche
pausieren wie bei allen Kräutertees).
Eine
Tasse Mariendisteltee am Tag kann diesen Wirkstoff noch nicht
genügend konzentrieren, man muss daher mehrere Tassen trinken und
mehrere Tage hintereinander. Es gibt auch Mariendistelextrakte, die diesen Wirkstoff Simylarin enthalten.
Für eine gut eingestellte körpereigene Entgiftung ist zunächst ein optimaler Stoffwechsel von Nöten. Dieser läßt sich mit einer nährstofforientierten Ernährung kombiniert mit einer möglichst umfassenden Enthaltung von Schlackenstoffen oder Säuren auch bei einem enorm geschwächten Stoffwechsel in spätestens einigen Monaten erreichen. Doch die Schwermetalle könnten damit nicht immer erreicht werden und es gibt nur wenige Mittel, um die Schwermetalle auszuscheiden, doch sie sind sehr effektiv (Cystein; Glutathion; Bärlauch; Koriander; Chlorella -dazu mehr weiter unten im Text ).
Schlacken und Säuren werden verursacht zB durch übermässig Kuchen und
Weißmehlprodukte, täglich Kaffee, übermässig Wurst, zuviel Fett, zuviel
Fleisch (Purine), übermässig viel Eiweiß. Schädlich sind übermässig
viel Alkohol, schlecht für die Nieren ist es, zuwenig zu
trinken.
Wenn nun die Entgiftungsfunktionen gut genug funktionieren,
können schon viele Stoffwechselschlacken, die das Bindegewebe steif und
spröde machen, ausgeschieden werden - zB mit der Hilfestellung
sekundärer Pflanzeninhaltsstoffen in Gemüsen, Obst und geeignete
Kräutertees. Man kann diese Hilfestellung äusserer Faktoren noch
erweitern und wird damit das Optimum der Entgiftungsarbeit heraus holen
können. Da es sich um einen Organismus handelt, der leicht auf
Ungleichgewichte reagiert, sollte man eine Entgiftung besser immer nur
phasenweise und nicht ununterbrochen über Wochen hinweg vornehmen. Denn
die Schlacken, die auszuscheiden sind, belasten Leber und Niere
sonst zu sehr.
Der Stoffwechsel ist schnell wieder in Ordnung gebracht. Das Bindegewebe jedoch nicht.
Zur natürlichen Entgiftungsfunktion des Körpers bedarf es bestimmter Nährstoffe, die sogar in vorderster Front wichtig sind.
Da
aber auch andere
Nährstoffe wichtig werden, ist es beinahe zwecklos, sich gezielt nach
ganz bestimmten Gemüsen und Obst zu richten, die einen bestimmten
Nährstoff
aufweisen. Und andere Gemüse zu verschmähen. Abgesehen von einigen
Nährstoffen wie Eisen und Zink, wo man
durchaus gezielt bestimmte Nahrungsmittel suchen sollte, auch
Ergänzungspräparate zu
sich nehmen kann (besonders bei Zink; Eisen würde ich nicht über
längere Zeit als Präparat einnehmen, nur Zink). Besonders Zink muss
täglich zugeführt werden, es hält sich nicht lange im Körper und wird
schnell verbraucht.
Man
achtet einfach auf eine Routine der vielseitigen und abwechslungsreichen Ernährung
und wird sich alle nötigen Nährstoffe einverleiben
können. Es geht ja niemals nur um ein paar Nährstoffe, die irgendeine
Liste als die Wichtigsten hinstellt, es geht um alle Nährstoffe, nicht
zu wenig und niemals auch zu viel. Zu solchen Nährstoffen kann dann
auch Kupfer, Chrom oder Selen zählen. Selen ist an sich wenig in den
Pflanzen, man mag es für gut befinden, weil die Äcker nicht belastet
sind, dennoch braucht der Körper in Spuren doch einiges an Selen.
Eine
vollwertige und abwechslunsgreiche Kost, Mischkost genannt, kann uns
ein reines Gewissen bescheren. Wir haben Glück, dass wir heutzutage -
zumindest in wohlhabenden Nationen - eine grosse Auswahl an
Nahrungsmittel haben.
Dennoch kann
eine gewisse Grundkenntnis helfen, zB wichtiger Vitamine oder Substanzen (zB
Alpha-Liponsäure im Spinat; oder Nahrungsmittel, wo sich vermehrt Eisen, Kupfer, Folsäure finden), dass man auch wirklich alle
Nährstoffe erhält, weil man bestimmte Gemüse, Getreide usw.
einschließt oder besonders betont.
Am einfachsten ist es schon, gibt man bei einer Suchmaschine zB "Selen nahrungsmittel"
oder ähnliches ein, um erste Hinweise auf selenreiche Nahrungsmittel zu
finden; olche Suchbegriffe bieten sich an um vor allem das richtige Thema und Kontext zu erwischen
(andere Möglichkeit: "Selen Gesundheit" usw.).
Wir brauchen praktisch täglich
Eisen. Zu leicht denken wir, es genüge ein oder zwei Mal in der Woche
an Eisen zu denken . Kupfer ist gleichsam wichtig, und beides (Kupfer und Eisen) gehen zusammen mit Zink
einen gewissen Zustand gegenseitiger Behinderung ein . Diese drei
Nährstoffe sollten immer wieder beachtet werden und Zink nicht
vernachlässigt werden (man kann zur Kur auch ein zwei Wochen lang
täglich 50 mg einnehmen, wenn man an einigen Tagen nur die Hälfte 25 mg
nimmt).
Da die Aminosäuren im Eiweiß so ziemlich das wichtigste
Kriterium sind, weil sie die vielseitigsten
Baustoffe bedeuten, ist es hilfreich, sich sachkundig
zu machen, in welchen Nahrungsmitteln die wichtigsten zu welchen
Anteilen vertreten sind. In diesem Artikel hier gibt es weiter unten eine Auflistung von für das Bindegewebe wichtigen Eiweißen.
Wir werden schnell unsere Trümpfe an
Nahrungsmitteln entdecken, die wir in unserem
Ernährungsplan auf den Tisch legen können.
Schließlich können wir mit Gelatine - ob mit oder ohne gezielte Entgiftung - das Bindegewebe in einer Weise stärken, dass ihm gerade die Proteine geliefert werden, aus denen es besteht. Proteine aus pflanzlichen oder tierischen Quellen werden tendenziell immer aus der Grundstruktur, in denen andere Lebewesen sie verwendet haben, gelöst, weil diese Struktur, besonders bei Pflanzen, vom Körper nicht verwendet werden kann. Dies hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass der Körper eine breite Palette an Aminosäuren erhält, die er frei zu seinem Bedarf verwenden kann zum Aufbau körpereigener Substanz. Ein Nachteil ist, dass dieser eiweißspaltende Prozess Energie und Zeit kostet und der Aufbau körpereigener Substanz generell dann länger dauert.
Üblicherweise werden Proteine
aus der Nahrung vom Körper in grober Form verwendet und müssen
nicht alle abgebaut werden, wenn diese Proteine in ihrem IST-Zustand mehr Ähnlichkeit mit denen aufweisen, die der Körper selbst benötigt.
Gelatine
besteht aus nichts anderem als aus Bindegewebe, und die
Molekülbindungen der einzelnen Aminosäuren müssen nicht alle aus
ihrer Bindung gerissen (aufgespalten) werden. Der Körper kann aus
ihnen schnell eigenes Bindegewebe aufbauen, anders gesagt: Der Zweck
einer körperlichen Verwendung ist in der Gelatine bereits angelegt und
diese Proteine werden vom Körper bevorzugt zur Bildung von Bindegewebe
herangezogen.
Die
Entgiftung (siehe Kapitel oben im Artikel) des Organismus - um so die Stärkung des Bindegewebes
zu bezwecken -, geschieht hauptsächlich mittels den Aminosäuren Cystein, Glycin, Glutamin.
Daraus ensteht nämlich das körpereigene Antioxidant und der Entgifter Glutathion.
Bei Aminosäurenpräparaten kann statt
L-Cystein das NAC verwendet werden. Diese Aminosäuren bieten sich an
als Präparate genommen zu werden, falls man vor hat die Zellen des
Körpers (auch Gehirnzellen) von Schwermetallen zu befreien. Man kann auch mit Chlorella kombinieren.
Methionin ist
für die Entgiftung aber auch für das allgemeine Bindegewebe
hilfreich, und hat anscheinend stabilisierende Funktion auf den
Stoffwechsel. Der Stoffwechsel wiederum bedingt auch die
Kollagensynthese. Methionin aber nicht zu viele Tage hintereinander in
Dosierungen über 300 mg einnehmen (vor allem wenn man
gleichzeitig Cystein nimmt; wegen Nierensteintendenz). Trotzdem kann
eine Kur mit Methionin und Cystein für eine begrenzte Zeit die
Entgiftungsleistung des Körpers enorm intensivieren und etwaige Ungleichgewichte besser in den Griff bekommen.
Auch Taurin
soll nützlich sein zum Entgiften und um all den Wirkungen etwas entgegen zu setzen, die beim Entgiften
entstehen können (Belastung des Stoffwechsels durch Oxidantien).
Taurin ist die dritte schwefelhaltige Aminosäure nach Methionin und Cystein. Taurin besitzt
antioxidative Eigenschaften und wirkt wachstumsfördernd. Nimmt man
jedoch Cystein oder Methionin jeweils über 1 gr. pro Tag, sollte man
entsprechend weniger Taurin nehmen (bei Taurin innerhalb der
Normaldosierung bleiben). Denn Taurin ist ein Endprodukt von Cystein,
und wird also schon vorhanden sein, wenn man Cystein und/oder Methionin
genommen hat. Meiner Erfahrung nach, ist Taurin aber nicht entscheidend. Sondern Cystein, Glycin und Methionin.
Es gibt noch weitere Aminosäuren, die entgiften oder dabei helfen: Asparaginsäure, Ornithin, und ganz besonders Lysin wird
hilfreich sein.
Gezielt den Organismus zu entgiften, wirkt nachhaltiger, als allein auf die Aminosäuren oder Nährstoffe zu setzen, die wichtig für den konkreten Aufbau des Bindegewebes sind. Diese Eiweiße werden wir in einer vollwertigen Ernährung gewöhnlich gut finden können. Aber gerade Cystein und Methionin sind seltener in der Nahrung vertreten.
Eine Entgiftung mittels Chlorella Algen
hat sich ebenfalls bewährt. Chlorella Algen haben an sich schon durch ihre Inhaltsstoffe gute Wirkung auf das Bindegewebe.
Um Chlorella als Entgifter zu verwenden, muss
man wissen, dass der Stoffwechsel die
anfallenden Gifte auch ausscheiden können muss. Fühlt man sich schlapp,
weil Chlorella die Schlacken hochspült, sollte man überlegen,
die Dosierung zu erniedrigen. Andere empfehlen eine Steigerung der Dosis,
um die entgiftenden und Gifte neutralisierenden Eigenschaften der
Chlorella
Alge zu nutzen, um die in den Stoffwechsel tretenden Gifte zu bändigen.
Also am besten selbst ausprobieren. Meiner Meinung nach sollte man
lieber
länger planen, als zu kurz und zu intensiv die Niere und Leber zu
belasten.
Das beste sollte es sein, wenn man keine "Entgiftungssymptome" erlebt.
Das kann sonst bedeuten, dass man irgendwo etwas falsch macht (zB
schlechte allgemeine Nährstoffversorgung und es fehlen wichtige
Nährstoffe wie Mineralien, Vitamine oder Spurenelemente).
Noch besser, zur Einnahme von Chlorella einen Komplex von die Entgiftung
unterstützenden Aminosäuren einzunehmen: Cystein, Glutamin(säure) und
Glycin, sie bilden zusammen das Glutahion. Der Entgifter Glutathion,
der auch das
Gehirn entgiftet (wozu man dann kein Bärlauch und Koriander mehr
bräuchte). Normal genügt Cystein und Glycin und der Körper wird durch
die vorliegenden beiden Aminosäuren dann auch ohne zusätzliche Einnahme
von Glutamin(säure) bereits Glutathion bilden können. Vorausgesetzt ist
Selen und andere Nährstoffe.
Auch
erhöhen alle Aminosäuren als Präparate allgemein den Schwellenwert der
erträglichen Dosis von sonstigen entgiftenden Maßnahmen - allerdings
nur bis zu einer zeitlichen Grenze, aber der die Nieren zunehmend
belastet werden.
Cystein kann man gut mit Chlorella während der abnehmenden Mondphase anwenden, dann wartet man zwei Wochen und wiederholt die Kur.
Lysin hilft sehr, da es über die weissen Blutkörperchen Schlacken und toxische Substanzen zu neutralisieren vermag und ausserdem wichtig für das Immunsystem ist . Cystein vermag vor allem das Quecksilber am besten zu binden, aber bindet auch andere Schwermetalle und Gifte, um sie schliesslich auszuscheiden. Das aus Castein, Glycin und Glutaminsäure hervorgehende Glutathion kann auch Schwermetalle im Gehirn entgiften.
Der
körperlich spürbaren Belastung durch die während der Entgiftung
gelösten Schlacken lässt sich wohl in erster Linie mit Cystein
(bzw. NAC), auch Lysin und Arginin entgegen wirken. Wohl am gesündesten
ist, am besten immer zwei oder drei Tage intensiv entgiften und dann
dieselbe Zeit aber pausieren bis zur nächsten Entgiftungswelle. Damit
Leber und Niere sich jeweils erholen können. Viel trinken ist sehr
wichtig und Kräutertees kann man bis auf einige Ausnahmen 5-6 Tassen
täglich trinken. Goldrutenkraut ist ein vorzügliches Nierenmittel.
Es dürfte übrigens kein Problem darstellen, mit Chlorella zu entgiften, während man noch Amalgamzähne im Mund hat.
Quecksilber, das von den Plomben in den Körper gelangte, wird normalerweise von den Entgiftungsmaßnahmen betroffen. Wenn man allerdings plant, seine Zähne ändern zu lassen (statt Amalgam zB Keramik usw.), sollte man zuvor schon entgiftet haben, um den Körper zu entlasten. Und danach noch einmal kräftig entgiften. Und während der ganzen Zeit des Austausches der Plomben, an diesem Tag, besonders Cystein (oder noch besser NAC) nehmen. Da kann man ruhig bis zu 3 gr. auf einmal nehmen.
Man
sollte Koriander und alle anderen besonders das Gehirn
entgiftenden Maßnahmen erst
anwenden, wenn man das Bindegewebe
mittels Chlorella und/oder Cystein entgiftet hat. So steht es im
Netz
jedenfalls geschrieben. Und man sollte, wenn man Koriander benutzt,
gleichzeitig Chlorella bzw. Cystein einnehmen, damit das aus dem Gehirn
gelöste Quecksilber nicht im Bindegewebe neu-endgelagert wird.
Koriander und evtl. Bärlauch um die Nervenzellen (Gehirn) zu entgiften sollte man jedoch erst
ergänzen, wenn die erste Stufe der Entgiftung des Bindegewebes
abgeschloßen ist (je nach Entgiftungsmaßnahme etwa nach zwei bis
sechs Monaten), und der Körper damit auch über bessere
Entgiftungsfunktionen verfügt, weil sein Bindegewebe einen besseren Nährstromfluß
aufweist und die aus dem Gehirn kommenden Gifte , die durch
Bärlauch/Koriander gelöst wurden, kurzzeitig aufnehmen kann, und als Puffer
dient. Neben Koriander und Bärlauch soll auch rote Beete und Stachelbeere das Gehirn entgiften können.
Sonst wird die Entgiftung zu stark den Stoffwechsel belasten. Anwendung
von Cystein und anderen Aminosäuren benötigt keine
besondere Vorbereitung. Allerdings ist eine Nährstoffversorgung wichtig
(Vitamine, Mineralien, Spurenelemente).
Es
kann abgesehen davon (Chlorella + Bärlauch/Koriander) beinahe alles
kombiniert werden (aber nur zeitlich begrenzt!)- besonders aber auch mit allen
nieren- und leberstärkenden Aminosäuren und auch anderen
Nahrungsergänzungsmitteln, die die Leber und Nierenfunktion
unterstützen (diese Tees und Extrakte machen viel aus; denn die Toxine,
die durch Entgiftung ausgeschieden werden müssen, belasten diese
Organe): zB Mariendistelextrakt (mit Simylarin; erhöht die
Glutathionsynthese; Glutathion ist ein starkes körpereigenes Antioxidant
und Entgiftungsenzym), zB Goldrutentee, die Goldrute wird in der
Homöopathie Solidago genannt (zB als D30).
Mariendistelkrauttee hilft der Leber und regt die Bildung des Glutathion an. Mariendistel gibt es als Carduus Marianus
in der Homöopathie.
Mariendistel gibt es auch als Extrakt (ockerfarbenes Pulver, meist in Filmtablettenform).
Beides, Tee und Homöopathie, kann ebenfalls
kombiniert werden.
Hilfreich wären Aminosäuren-Präparate vor allem als Cystein (noch besser als Cystein ist dessen stabilere Form NAC) und Glycin, da diese zusammen mit der relativ häufigen Glutaminsäure (zB Quark und andere Milchprodukte) und dem seltenen Mineralstoff Selen starke körpereigene Antioxidantien und das Entgifter-Enzym Glutathion bilden.
Wenn man Arginin als allgemeinen "Stoffwechsel-Munter-Macher"
verwendet, lohnt es aus mehreren Gründen auch Lysin dazu zu
kombinieren (Lysin verstärkt Arginin; Lysin kann überschiessende
Reaktionen von Arginin erheblich dämpfen; Lysin ist gut für die
Immunstärke und Widerstandskraft; Lysin besitzt zudem entgiftende Eigenschaften).
Für eine funktionierende körpereigene Entgiftungsleistung sind auch etliche Nährstoffe wie Zink, Selen, Eisen, Magnesium und nahezu alle Vitamine nötig. Sie sind wichtig, damit der gesamte Entgiftungsprozess reibungslos ablaufen kann. Die genannten Aminosäuren stellen die vorderste Front aller Entgiftungsprozesse dar.
Nun
müssen es nicht gleich Aminosäurepräparate sein, um sein Bindegewebe zu fördern.
Wie oben bereits erwähnt stellt Gelatine das Mittel der ersten Wahl dar, um dem
Bindegewebe einen ideal zusammengesetzten Eiweiß-Nährstoff zu
liefern.
Arginin findet sich in manchen Nahrungsmitteln gehäuft. Nüsse und Fleisch haben in der Regel viel Arginin zu bieten.
Arginin
hilft regulativ bei der Proteinbiosynthese, beschleunigt den
Zellstoffwechsel, hat schützende Funktionen auf die Zellen, und vor
allem wirkt sich Arginin günstig auf die Blutzirkulation/Durchblutung
aus (was auch eine beschleunigte Wundheilung mit sich bringt). Müde Glieder treten mit Arginin seltener auf.
Es
gibt
unzählige Stoffe, die die Blutgefäße verengen. Arginin zählt zu den
seltenen Stoffen, die die Gefäße erweitern (genauer gesagt ist das
Stickstoffmonoxid, NO genannt, das
aus Arginin entsteht, dem diese Wirkung zugeschrieben wird). Aber auch
Histidin wirkt mit dem daraus hervorgehenden Histamin etwas
gefäßerweiternd.
Arginin
senkt auch Bluthochdruck und stabilisiert den Herzrythmus. Besonders in
Verbindung mit Folsäure kann Arginin seine positiven Eigenschaften
auf das Herz/Kreislaufsystem verstärken. Ausserdem regt Arginin
zusammen mit anderen Aminosäuren die Bildung von Wachstumshormonen
an. Einziger Nachteil ist, dass es den Blutdruck senkt, was den Einsatz
bei Menschen mit niedrigen Blutdruck in Zweifel zieht (vorsichtig
ausprobieren mit geringer Dosierung).
Der positive Effekt auf den Zellstoffwechsel wird verursacht unter anderem durch Arginins
Bedeutung, eine Vorstufe von Polyaminen zu sein. Das Spermidin, ein Polyamid, das aus Arginin hervorgeht, wurde in einer Studie
als "jugenderhaltende" körpereigene Substanz entdeckt. Spermidin trage
dazu bei, dass die Zellen auf höchster Ebene agil bleiben. Die
Regeneration der Zellen wird durch Polyamide gefördert.
Von Arginins belebender Wirkung betroffen sind die Wundheilung, Knochenheilung, Proteinsynthese und
Kollagensynthese. Der Abbau von giftigen Eiweißstoffwechselprodukten
(Ammoniak) soll mit Arginin schneller vonstatten gehen. Das Blut wird durch Arginin gestärkt, ebenso wie der Kreislauf.
Ornithin kann und wird aus Arginin
entstehen, und Ornithin hilft beim Entgiftungsprozess der Leber
und Ornithin soll Leberzellen bei ihrer Regeneration helfen.
Arginin hilft allgemein
der Regeneration nach allen Belastungen, und wird manchmal gegen
Muskelkater eingesetzt (auch da es den Blutfluss begünstigt).
Wo
immer Entgiftungsleistung vom Körper gefordert wird, muss der
Körper und seine für Entgiftung zentralen Organe Niere und Leber
optimal funktionieren. Mehr noch: sie müssen geradezu verwöhnt werden
mit
Stärkung, um
die Belastung zu meistern und die Gifte wirklich heraus zu bekommen.
Gerade beim Einsatz von Aminosäurenpräparaten muss auf viel Trinken
geachtet werden, um die Niere zu entlasten (freie Aminosäuren sind
immer etwas anderes, als die mit der Nahrung aufgenommenen
Aminosäuren).
Man sollte mit der Ernährung - wenigstens für diese Zeit
der gezielten Entgiftung - sich keine neuen Säuren oder Gifte zuführen (kein Kaffee, kein Fastfood).
Falls man auf die eine oder andere Art eine Kur mit
Aminosäurenpräparaten wählt, sollte man aber nach zwei Wochen zwei oder drei Tage
Pause einführen, an denen man keine Aminosäurenpräparate nimmt, und sich auch an diesem Tag Nierentees bedient, um die
Entgiftungsarbeit zu entlasten und die Organe zu regenerieren. Diese Pause soll den Körper zusätzlich
stärken. Ansonsten könnten die Entgiftungsanforderungen (aber auch die
permanente Abbauarbeit von Eiweißen) die Niere überlasten, worunter
nicht nur die Entgiftungsleistung leiden kann. Man sollte derweil auch
während der gesamten Kur abends noch viel trinken, und den nächtlichen Toilettengang in Kauf
nehmen.
Es gibt also die Möglichkeit, einzelne Aminosäuren zu
kaufen, um sie sich gezielt zuzuführen. Dabei sollte man übrigens unbedingt
Preise vergleichen. Die Auswahl an Händlern ist gross, man denke nur an
die seit Jahrzehnten bestehende Fitness-Szene (Muskelaufbauprogramme).
Die Pulverform
stellt übrigens die in jeder Hinsicht günstigste Einnahmeform der Aminosäuren dar.
Die Vorgehensart, mit Nährstoffen und Aminosäuren gezielt zu entgiften, stellt übrigens das zentrale Konzept der "orthomolekularen Entgiftung" dar. Nicht immer sind es dieselben Nährstoffe oder Substanzen. Doch immer sind es Substanzen, die dem Körper bereits eigen sind oder wichtiger Nährstoff bedeuten.
Dabei ist es bei der Selbstbehandlung vernünftig, die Dosis einzelner
Ergänzungsmittel nicht ins Uferlose zu übersteigern, sondern in einem
Bereich zu bleiben, der sich bewährt hat und der nicht unbedingt auf
eine Art "Beweisführung der noch erträglichen Dosis hinaus läuft".
Die
Dosis wird aber deutlich über dem als regulär bekannten Tagesbedarf
liegen (meiner Erfahrung nach meist 2-3 fach über dem empfohlenen Tagesbedarf).
Bei
unsicheren Begegnungen mit einer gewissen Menge Stoff, hat es sich als
günstig herausgestellt, den Körper langsam mit der Materie vertraut zu
machen, und bei unbekannten Dingen erst mal niedrig zu dosieren.
Man
sieht dann eine erste Reaktion, die bei Unverträglichkeit dennoch
noch verhältnismässig erträglich bleiben würde.
Die
vollständige Berücksichtigung aller Nährstoffe, die für egal welche
Ebene des Stoffwechsels wichtig sind, bleibt ungeachtet der gezielten
Zufuhr einzelner Aminosäurepräparate oberste Priorität.
Die
orthomolekulare Entgiftung wird vor allem bei Amalgam-Problemen
eingesetzt. Nach allem, was ich dazu gelesen habe und mir selbst dazu
denke, ist es nicht notwendig, seine Amalgam-Füllungen entfernen zu
lassen, wenn man nicht wirklich starke Probleme mit Quecksilber
aufweist (gerade die Entfernung kann grössere Mengen Quecksilber
freisetzen). Die Mengen an Quecksilber, die beständig aus den angeblich
sicheren Legierungen entweichen, und im Organismus an anderen Stellen
aufgenommen und eingespeichert werden, sollten einfach mit Kuren
entgiftet werden, auch mit solchen, die normalerweise strikt darauf
bezogen sind, eine Amalgamentfernung
zu begleiten. Es kann normalerweise keine Rede davon sein, dass man
keine Entgiftung durchführen sollte, wenn man noch Amalgamplomben im
Mund hat. Diese Einschränkung gilt wohl nur, wenn man persönlich mit stärkeren
Problemen zu tun hat (hinsichtlich Quecksilber-Empfindlichkeit).
Als Kur bieten sich verschiedene Möglichkeiten
an , die man kombinieren kann, oder man verwendet alljährlich oder ale
zwei Jahre einfach eine andere Methode.
Auch die Chlorella Algen können aufgrund ihres Nährstoffreichtums und ihrer entgiftenden Wirken Teil der orthomolukularen Entgiftung sein.
Risikofaktoren für eine gestörte Kollagensynthese ergeben sich vor allem in der Ernährungsweise.
Ein Risikofaktor allein ist noch nicht
schwerwiegend.
Aber wenn man zB Raucher ist und
gleichzeitig nicht ausserordentlich für einen Nährstoffschub sorgt,
wiegt dieser Risikofaktor des Rauchens doppelt.
Ein weiteres erhebliches Risiko birgt der tägliche Kaffekonsum -
womöglich dabei noch mehrmals täglich.
Starkes
tägliches Rauchen besonders in Kombination mit Kaffee ist
schlecht. Engt beides Gefäße; und enge Gefäße können weniger
Wasser aufnehmen; eine relativ grosse Wassermenge ist aber dem
Zellstoffwechsel allgemein hilfreich, auch auf Ebene des Bindegewebes.
Kaffee ist allgemein störend für Wundheilungsvorgänge, daraus lässt
sich auch sein negativer Einfluss auf die Proteinsynthese
schlussfolgern.
Zuviel vom einfachen Zucker und der gesättigten Fettsäuren (zB Kuchen). Zu viel Fett.
Stetige Übersäuerung des Organismus durch fehlenden Ausgleich mit Vitalstoffen, Gemüsen und Obst.
Einseitige Ernährungsweisen
mit wenig Nährstoffen.
Proteinarme o. nährstoffarme Ernährung über längere Zeiten. Zu
wenig kohlenhydratreiche Ernährung, um den täglichen Bedarf an Energie
zu gewinnen (der Glukosestoffwechsel ist wichtig, denn er liefert wichtige Vorstufen von
zB der Aminosäure Glycin).
Katabolismus. Wiederholtes,
"chronisches" Hungern am Morgen oder den halben Tag bei andauernden Belastungen auch
psychischer Art - das stellt einen weiteren enormen und meist unterschätzten oder nicht wahrgenommenen Risikofaktor dar.
Dadurch
entsteht ein kataboler Stoffwechsel,
in dem zur Deckung des
Energiebedarfs auch körpereigene Substanz abgebaut wird. Sofern
diese Substanz am Abend erneuert wird, und dieser Zustand nicht
chronisch wird, ist an einzelnen katabolen Stoffwechselarten noch nicht
viel geschehen, wenngleich es nicht die optimale Art ist, den
Stoffwechsel zu bedienen und daher keine Gewohnheit werden sollte. Wenn
es aber zur Gewohnheit wird, schwächt sowohl ein Eiweiß- wie
Nährstoffmangel zugleich das Bindegewebe, wie den Stoffwechsel
insgesamt.
Die
wirklichen Gerfahren gehen von jahrelangen Gewohnheiten aus und einer
synergistischen Verstärkung der negativen Effekte durch mehrere
Risikofaktoren.
Drei Jahre Missernährung benötigen im Grunde auch drei Jahre, um den alten Zustand wieder herzustellen. Meist reicht aber wohl ein Jahr aus, um die akuten Folgen (zB chronische Müdigkeit) zu "bekämpfen".
Übergewicht wurde oft als Risikofaktor genannt.
Bewegungsmangel birgt allgemein eine Schwächung in sich. Anders gesagt, regelmässige körperliche Bewegung stärkt den Stoffwechsel, die Entgiftungsleistung, und auch das Bindegewebe.
Zu oft
Alkohol oder andere Drogen - beim Abbau dieser Substanzen werden
in
extremer Weise Nährstoffe weg gezehrt, und viele Stimulanzien haben
ungünstige Wirkung auf Gefäße (was meist jedoch erst nach Monaten
und Jahren sich auswirkt). Generell weisen Alkohol, Kaffee und andere
Drogen den Effekt auf, dass wir mit ihnen weniger Appetit bekommen und
weniger auf Nährstoffe achten.
Kaffee stört den Stoffwechsel (bei Dauerkonsum) und so auch die Kollagensynthese. Kaffee zu trinken empfiehlt sich aus gesundheitlichen Aspekten maximal zwei Tage hintereinander, an denen man dann auch mindestens 4 Tage Abstand zum erneuten Konsum lassen sollte. Selbst dann ist die Wirkung des Kaffees leicht belastend; besser ist es einen Abstand von einem Tag zu den Kaffeetagen zu lassen, und Kaffee insgesamt zwei bis maximal drei Tage in der Woche zu trinken. Wenn der Mond in Zwilling steht, ist es besonders ungünstig Kaffee zu trinken, weil er uns nervös macht. Körperliche Anstrrengung sollten wir an Tagen mit Waagemond nicht mit Kaffee verbinden und anderen den Körper schwächenden Substanzen oder Zuständen (zB zuvor eine Nacht durchmachen und am Vollmond in Waagemond schwere Lasten , etwa Möbel usw. schleppen).
Zu wenig Schlaf ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor. Viel gesunder Schlaf dagegen hilft dem Bindegewebe, sich zu regenieren.
Falls
man wegen Schichtarbeit dazu genötigt ist, den Schlafrythmus
regelmässig zu ändern, sollte man ganz besonders nährstoffintensiv
leben. Nach durchzechter Nacht oder während eines Katers sollte man
keine grösseren Anstrengungen sich vornehmen. Getragene Lasten können
gerade jetzt das Risiko für einen Leistenbruch zeitigen.
Sport in Übermaß. Auch wenn man zunächst gänzlich untrainiert
ist, und durch Sport (zB Joggen) sein Bindegewebe stärken möchte, hat
man einen
hervorragenden Weg eingeschlagen - nur sollte man langsam
beginnen, und lieber vier oder sechs Monate stur auf einer ganz
leichten Trainingsebene bleiben (zB lange Spaziergänge, in denen
man nur kürzere Strecken läuft. Die Spaziergänge können einen schnellen
Schritt haben, nur Bergauf und Bergab sollte man sich nicht abmühen.
Nach
einem halben Jahr kann man dann
beginnen regelmässig zu laufen. Der Grund liegt darin, dass das
Bindegewebe und die
Sehnen nicht so schnell an Stärke zulegen, wie Muskeln oder Kondition.
Alle paar Wochen dürfte man ein paar Wochen Pause nutzen, in
der der Körper auch durchaus noch diese Anstrengungen integriert und
wächst, und sich derweil aber erholen kann. Die
Kondition
lässt sich schnell wieder aufholen bzw. "aufladen". Treppen laufen ist
eine gute Übung für die Sehnen und Bänder, sofern man es nicht
übertreibt. Generell gilt: Nur so lange, wie es nicht
zwickt, juckt, heiss wird oder sich heiss anfühlt oder schmerzt.
Ausserdem sollte man beim Sport ganz
besonders auf die Ernährung vor und nach dem Sport achten, damit
Zellengewebe entsprechend sich regenerieren kann und dafür nicht das
Bindegewebe leiden muss (damit der Körper seine Nährstoffe oder aktuell
gebrauchten Aminosäuren bekommt, holt er sie sich notfalls aus dem
Bindegewebe; ausserdem kann bei sportlicher Betätigung und
mangelnder Kohlenhydratezufuhr ein kataboler Stoffwechsel
entstehen, was gleichfalls Bindegewebe rauben kann).
Im geringerem Ausmaß bestehen Risikofaktoren auch in
Depressionen,
jähzornigen Aggressionen und stärkerer Nervosität,
da hierbei
Nährstoffe in grossem Umfang weg gezehrt werden. Andererseits
können allein von psychischen Vorgängen auch die
physischen Vorgänge betroffen werden.
Auch
Schlafstörungen können als
Risikofaktor gelten, sowie ganz besonders
Nahrungsmittel-, Umweltgifte und Umweltstrahlen jeglicher Art.
Alle psychischen "Störungen" des Allgemeinbefindens verursachen nicht
direkt physische Störungen, aber weiten die Konsequenzen und Wirkungen
bestehender Störungen auf physischer Ebene aus.
Stress
wirkt wie eine Ladung freie Radikale. Und ebenso kann man als
Anti-Stressmittel Radikalenfänger wie Cystein oder noch besser NAC
verwenden, ebenso wie die Radikalefänger Vitamin C und E.... auch
Arginin in Verbindung mit Lysin bietet sich an.
Nicht zu vernachlässigen sind also Stress und Stimmungen. Psychischer Stress sorgt für Verspannungen und diese Verspannungen bilden sich auch auf engergetischer Ebene (Chakren), und hindern so dem Ganzen daran, in den optimalen Fluß zu gelangen.
Anlagebedingte Ursachen sind nicht auszuschließen, und stellen einen
weiteren Risikofaktor dar, zB eine Art Anlage kann in
astrologischen
Konstellationen bestehen: Uranus oder andere Planeten im ersten oder vierten
Haus; und ganz besonders Uranus/Mars
Kontakte bzw. Aspekte (Konjunktionen , Oppositionen, Quadrate) -
was meist auch
hier erst dann akut wird, wenn
die
übrigen
Risikofaktoren hinzukamen und über Jahre bestimmend blieben. Bei
Konstellationen im vierten Haus (besonders Mars, Saturn, Uranus, Neptun
und evtl. Pluto) sollte man auf seinen Stoffwechsel acht geben. Der
Stoffwechsel und die Ernährung im Wechselspiel mit der Psyche
beeinflusst uns dann erheblich.
Bei
anlagebedingten Risikofaktoren sollte man die übrigen Risikofaktoren
ganz besonders im Auge behalten und sich bindegewebsorientiert ernähren.
Das CFS-Syndrom
(siehe dort unter Rubrik "Verschiedene Themen": "Das chronische
Müdigkeitssyndrom") bedeutet möglicherweise nichts anderes, als einen
hoher Grad der Mangelernährung und Übersäuerung. Viel zu vieles deutet
darauf hin - meine eigene Erfahrung bestätigt dies.
Möglicherweise
fehlen einfach einige Aminosäuren und Nährstoffe, und das CFS-Syndrom
ist manchmal auch als Burnout beschrieben worden.
Viele Schulmediziner tun sich schwer, CFS oder Übersäuerung
zu identifizieren oder die Krankenkassen erkennen CFS nicht an.
So
werden die Patienten von einer Diagnose zur nächsten geschickt, wobei
die Untersuchungsart oft eine Tortur sein kann (Gewebsproben
usw.).
Die
Naturheilkunde identifiziert nicht nur das Problem, sondern kann auch
Konzepte als Heilungsweg bieten. Üblicherweise ist man in der
Schulmedizin dran gewöhnt, etwas in der Praxis - gewissermaßen ohne
viel Hilfe des Patienten - herzurichten oder irgendeine einzelne
Substanz zuzuführen, die die Arbeit leisten soll.
Aber
bei CFS geht es - so wie ich die Sache sehe - in erster
Linie um die Ernährung, und die kann nur jeder selbst bei sich
ändern. Es geht um eine optimale Nährstoffversorgung von Vitaminen,
Spurenelementen bis zu Mineralien. Und um die Ausschaltung ungeeigneter
Ernährungsweisen. Ganz besonders halte ich Kaffee für eine Gefahr
während einer jeden Übersäuerung, ebenso wie Alkohol und langanhaltende
gleichbleibende aber unbequeme Sitzhaltungen (zB am Computer). Vor
allem stellt die Strahlung am Computer eine Belastung dar (es ist eine
Tatsache, es wirkt wie Rauchen oder ähnlich wie der Stress durch Lärm).
Eine leichte bis mittelschwere Übersäuerung, die schon körperlich sichtbar wird, stellt gewissermaßen eine Vorstufe zu weiteren Skalen des CFS Syndroms dar. Körperlich sichtbar wird die Übersäuerung durch zB schlechte Haut, Pickel, Unreinheiten oder schlimmeres: zB Probleme, Lasten über längere Zeit zu tragen, obwohl man dies früher konnte; oder die Glieder in bestimmter Weise anzustrengen oder auszustrecken, weil dies nicht geht; man kann durch Steifheit bestimmte Stellen am eigenen Körper nicht mehr erreichen, die man vorher erreichen konnte usw..
Das Bindegewebe und seine Grundsubstanz besteht hauptsächlich aus Prolin, Glycin,
Lysin.
Cystein ist wichtig und sorgt für eine umfassende Stabilität der Proteingebilde.
Threonin scheint nicht unbedeutend und nicht unwichtig.
Die Kollagensynthese
aktivierend / regulierend sind Arginin und Tyrosin.
Tyrosin sollte nicht unterschätzt werden, es könnte als
unentbehrlich gelten, da es durch hormonelle Regelfunktionen auf die
Kollagensynthese aktivierenden Einfluß aufweist.
Glycin
ist zentraler Bestandtteil, Prolin und Lysin als nächste Bausteine
wichtig. Lysin sorgt für die Vernetzung der Kollagenfasern. Prolin
sorgt anderweitig für die Stabilisierung des Bindegewebes. Methionin ist hilfreich.
Weniger
bedeutsam sind Valin und
Alanin, obwohl sie Teil des Bindegewebes sind - da meist die Versorgung
durch die Nahrung ausreicht und diese Aminosäuren nicht in grossen
Mengen gebraucht werden für das Bindegewebe, seinen Schutz oder die
beteiligten Stoffwechselvorgänge.
Die Grundsubstanz ist der freie Raum des Bindegewebes, der maßgeblich aus Flüssigkeit besteht und also eigentlich kein freier Raum ist. In dieser Matrix, Raum oder Flüssigkeit, befinden sich einzelne Zellen und sorgen für eine Art Sieb des Organismus. Hier werden normalerweise Mineralien/Nährstoffe ausgesiebt und festgehalten. Statt Nährstoffen können auch Schwermetalle vom Bindegewebe gefiltert werden, die dann mehr und mehr Teil des Bindegewebes werden und es damit auch schwächen.
Die Grundsubstanz ist nicht, was dem Bindegewebe Festigkeit verleiht. Festigkeit erhält das Bindegewebe durch Kollagenfasern, die in dem lockeren Bindegewebsraum der unstrukturierten Grundsubstanz eingelagert sind. In der Grundsubstanz befinden sich unstrukturierte, zusammenhanglose Zellen und Bindegewebswasser, eine Flüssigkeit der Zellzwischenräume. Die Grundsubstanz soll den Nährstofffluß im Organismus aufrecht erhalten. Das Bindegewebe ist ein wichtiges Nährstoffdepot.
Grundsubstanz und Fasern bilden die Extrazelluläre Matrix.
Mit den Zellen des Bindegewebes wird die Zellmembran für Auf- und Abgabe von (Mineral-)Stoffen wichtig. Unter anderem sind Fette wichtige Bestandtteile dieser Membranen.
Der Energiebedarf der Zellen des Bindegewebes wird allein durch Glukose gedeckt.
Bestandteile der interzellulären Substanz, d.h. der Grundsubstanz und des Raumes zwischen den Zellen, sind: Kollagen, Elastin, Laminin, Fibronectin, Keratin (nicht Kreatin).
Die Kollagenfasern befinden sich inmitten der lockeren Grundsubstanz. Die Grundsubstanz wirkt selbst wie eine Flüssigkeit. Mit der Menge an Kollagenfasern und einer bestimmten Anordnung (eng anliegend in einer Richtung wie bei einer Sehne, oder vernetzt wie bei einem reifen Kollagen-Typ I) wird einem Gewebe Struktur verliehen, und es ergeben sich die verschiedenen Gewebetypen von Faszien bis zu Sehnen, Bändern und Knochen, die ein sehr dichtes Netzwerk von Fasern bilden.
Das Kollagen-Typ I ist hochgradig vernetzt mit stabilen Kollagenfasern, im Gegensatz zu Kollagen Typ III, dem die Nährstoffe fehlten, um zu Kollagen-Typ I zu werden. Die Kollagengewebe von Typ I sind reif (im Endstadium entwickelt), und erfüllen ihre Funktion und ihren Zweck als strukturerhaltende Stütze der einzelnen Teile, Gewebe und Organe des Körpers.
Die Kollagenfasern, die in der lockeren Grundsubstanz eingefügt sind, verleihen dem Bindegewebe erst seine Festigkeit und Stärke.
An verschiedenen Orten des Körpers müssen sich für feste Gewebsschichten spezielle Bindegewebsschichten befinden, zB in den Sehnen oder Knochen. An anderen Stellen können sich offenbar neben den anderen Bestandteilen diesesw Gewebe auch Kollagenfasern - je nach Verfügbarkeit an Aminosäuren und Bauteilen - befinden, um dieses Bindegewebe an diesen Orten zu stärken. Kollagenfasern an dieser Stelle sind offenbar nicht lebensnotwendig, oder bilden anders gesagt eine Option. Wenn der Körper aber lang genug einem Nährstoffdefizit ausgesetzt wurd, dann werden auch die festeren Bestandteile von Knorpel und Sehnen als nicht mehr lebensnotwendig eingestuft, so dass wichtige Organe einen Teil ihrer Nährstoffe erhalten, wenn diese nicht mit der Nahrung zugeführt werden. Das Bindegewebe ist auch für kurze Notzeiten der erste Ort, wo zugegriffen wird - umso weniger das lockere Bindegewebe noch Nährstoffe enthält, die der Körper braucht, desto mehr wird evtl. auch zu den festeren Sehnen und Bändern gegriffen. Möglicherweise ist es aber auch anlagebedingt, welcher Körperbereiche in grössere Mitleidenschaft geraten, wenn es ein enormes Nährstoffdefizit über längere Zeit gibt.
Die Kollagenfasern werden vorzugsweise an unwichtigen Orten
abgebaut, wenn zB ein
Nährstoffdefizit vorliegt und gleichzeitig Risikofaktoren vorliegen,
und der Körper Aminosäuren benötigt um den Bedarf zu decken. Wofür der
Organismus sie sich aus dem Bindegewebe holt. Damit entsteht aus einem
einstmals starken Kollagen Typ 1
der schwächere Kollagen Typ 3.
Bindegewebe aus Kollagen 1 besitzt mehr
von den stabilen Kollagenfasern, die auch in Sehnen vorhanden sind.
Offenbar ist es dabei wichtig, dass für ein
stabiles Bindegewebe egal an welchen Stellen des Körpers, jene
Stoffe Eingang finden, die auch für das feste, also knorpelige
Bindegewebe verantwortlich sind.
Das sind jene Aminosäuren, die beim
stärkeren Kollagentyp I eine Rolle spielen und auch die Kollagenfasern
bilden können. Studien haben ergeben,
dass Patienten mit Leistenbrüchen (Hernien) in der Vielzahl ein
schwächeres Bindegewebe von Typ 3 aufweisen. Kollagen Typ 3 besteht mehr aus retikulären Fasern,
die mehr
Elastizität aufweisen und keine grosse Zugfestigkeit besitzen. Und
allgemein befinden sich im Gewebe von Typ 3 weniger stabile
Kollagenfasern. Das macht dieses Gewebe schwächer, aber es kann
weiter entwickelt werden, wenn genügend Nährstoffe vorliegen und die
Kollagensynthese reibungslos von den Anfängen fortentwickelt werden
kann zum dichteren Gewebe Typ 1.
Allgemein wurde festgestellt, dass ein hoher Gehalt an Prolin und das daraus hervorgehende Hydroxyprolin die Kollagenmoleküle bzw. die Helix des Kollagens stabilisiert. Für ein stabiles Kollagen kommt es weiterhin auf die Quervernetzung an, die offenbar durch Lysin hervorgebracht wird. Lysin soll auch dem abbauenden Bindegewebsstoffwechsel entgegenwirken, indem es an abbauende (eiweißspaltende) Gewebe-Enzyme andockt und sie damit neutralisiert. Lysin scheint neben der Quervenetzung auch für die harten Sehnen-, Bänder- und Knorpelgewebe verantwortlich zu sein. Insgesamt besteht die Bildung egal welchen Bindegewebes - lockeres oder straffes - aus einem Dreierverbund von Glycin, Lysin und Prolin.
Anatomische Übersichten zu Kollagentypen:
http://www.unifr.ch/kollagen und:
http://www.uni-mainz.de/kollagen.html.
Anatomie des Bindegewebes:
http://www.unifr.ch/anatomy/.bindegewebe.php und:
http://www.tobias-schwarz.net/.bindegewebe.htm.
Für ein gutes, straffes
Bindegewebe
sollte man den gesamten Bestandteilen des Bindegewebes
Beachtung
schenken, und allgemein den Gefäßen und auch der Durchblutung dieser ein
Augenmerk widmen.
Ganz besonders wichtig sind die Kollagenfasern. Aber auch die
Grundsubstanz, die mit der wichtigen Funktion des Nährstromflußes und
weiteren Stoffwechselfunktionen auch erst die bestmögliche Funktion auf
Ebene des Bindegewebes und der Kollagenfasern ermöglicht.
Man
stößt bei beiden Sachverhalten - Grundsubstanz und Kollagenfasern
- immer wieder auf die drei Aminosäuren Prolin, Glycin
und Lysin, Vitamin C, Eisen und Kieselsäure (Silizium).
Aber
auch Threonin wird als Bestandtteil der festen
Bindegewebsarten genannt (offenbar wichtig für Sehnen). Weiterhin kann der
Körper aus Threonin Glycin synthetisieren. Aber wenn Glycin nicht
auch mit der Nahrung zugeführt würde, könnte der Bedarf nicht
allein durch die Synthese aus Threonin gestillt werden. Glycin erhält
auch Aufgaben in der Entgiftungsarbeit des Körpers und hat weitere
Bedeutungen, die über das Bindegewebe hinaus gehen.
Glycin befindet
sich im
Knorpel und Sehnen. Glycin stellt ein platzsparendes Molekül dar,
das besonders für Bindegewebsfaser geeignet ist, und für die Festigkeit
verantwortlich sein soll. In Studien wurde festgestellt, dass Menschen,
die an Knorpel- und Knochenkrankheiten (Ostheoporose, Arthrose)
litten, merklich mit Glycin geholfen werden konnte. Offenbar wird Glycin
speziell für den Knorpel wichtig, aber kommt auch in Kollagenfasern und
der Grundsubstanz vor.
Glycin
soll neben anderen Aminosäuren (wie zB Lysin) dem Abbau vom Bindegewebseiweiß
entgegen wirken.
Lysin
ist wie Prolin und Glycin wichtiger Teil des Bindegewebes
und der
Kollagenfasern.
Es
scheint, von Glycin geht die Kollagensynthese aus, d.h. an
Glycin lagern sich Prolin und Lysin an (in ihrer durch Vitamin C
oxidierten Form) oder umgekehrt (jedenfalls scheint Glycin zentrales
Molekül). Prolin und Lysin vervollständigen die Synthese,
vollenden den Reifeprozess. Von zusammengelagerten Glycin und Prolin
scheint die Kollagensynthese auszugehen. Lysin vervollständigt den
Prozess und vernetzt dabei offenbar auch quer.
Man schreibt, dass Kollagen aus etwa 30% Glycin und aus 15-30% Prolin besteht. Andere geben pauschal 30% Prolin an und nennen auch Zahlen zu Lysin (etwa 15%). Wobei es auch auf die Art des Bindegewebes ankommt (ob es sich um Zellen oder Fasern der Grundsubstanz, Knorpel oder Sehnen handelt; Lysin dürfte mehr in festen Bindegewebsfasern wie Sehnen oder Knorpel vorkommen).
Wie
bereits eingangs erwähnt gibt es einige Typen Kollagen, die bedeutend
anders geschaffen sind. Knochengewebe und Knorpel
weisen offensichtlich einen Unterschied zum straffen oder lockeren
Bindegewebe zB im Bauchraum auf.
Weitere Zahlen spezifisch für Kollagenfasern:
Glycin: 33%, Prolin: 12%, Hydroxyprolin: 10%. Wenn
Hydroxyprolin genannt wird, handelt es sich um ein
Syntheseprodukt, dem Prolin voraus ging (Hydroxyprolin wird unter Zuhilfenahme von Vitamin C aus Prolin hergestellt).
Aber auch Alanin
kommt zu etwa 10% im Kollagen vor. Alanin kommt auch in
Seide vor, wo es vermutlich einen Teil der Festigkeit verleiht.
Die nicht-essentielle
Aminosäure Alanin kann vom Organismus selbst synthetisiert werden (aus
dem Glukosestoffwechsel).
Alanin dient dem Organismus auch als
Energiequelle, d.h. ist unter den Aminosäuren besonders geeignet, um
aus ihr effizient Energie zu beziehen.
Eine aufschlussreiche Seite zum Kollagen nennt eine Verbindung aus Prolin, Hydroxyprolin und Glycin als häufigste Struktur, und bestätigt die 30% Glycin als Anteil des Kollagens (und meint damit offensichtlich den Teil des Kollagens des interzellulären Bindegewebes und die Kollagenfasern, die die Festigkeit und Zugkraft verbürgen).
Der Aufbau des Kollagens besteht im wesentlichen
aus Prolin, Glycin und Hydroxyprolin.
Ein anderer Bestandteil des Bindegewebes ist Hydroxylysin,
es wird durch Oxidation von Lysin erzeugt (um Hydroxylysin
zu erhalten, benötigt man Lysin und auch hier
Vitamin
C). Damit dieser Zustand der Hydroxylase aufrechterhalten werden kann und die Kollagenstruktur aufrecht erhalten bleibt, wird Eisen eingelagert
(bzw. durch Vitamin C die Eisenform von FE II zu FE III
reduziert) - deshalb ist neben Vitamin C auch Eisen wichtig für
die Kollagensynthese.
Kollagenmoleküle werden in der Zelle gebildet, treten aus der Zelle heraus, und werden dann weiter strukturiert und angeordnet.
Im extrazellulären Raum des Bindegewebes (EZM) findet man oft: Arginin, Glycin, Asparaginsäure.
Strukturproteine namens 'Glykoproteine' (Proteine mit
Beteiligung von
Kohlenhydraten) sollen die Festigkeit des Knorpelgewebes und der
Grundsubstanz mitverbürgen.
Stoffe aus dem Kohlenhydratstoffwechsel
kann der Körper leicht selbst herstellen. Die genannten Aminosäuren
sind die Proteine, an die sich diese Kohlenhydrate binden.
Schwefel ist
wichtig, vor allem beim Glykoprotein Chondroitin.
Ein anderes Glykoprotein ist Glucosamin,
das aus dem Glukosestoffwechsel unter Vorhandensein von Glutamin
resultiert. Es entsteht mit Cystein leicht eine Disulfidbrücke von zwei
Cystein-Aminosäuren. Diese Disulfidbrücken stabilisieren die Proteine,
die aus Cystein und vielen anderen Aminosäuren bestehen. Schwefel ist
damit in Form von Methionin oder Cystein notwenig, um die
Kollagenfasern weiter zu stabilisieren.
Schwefel
in Bezug zur Haut und dem Bindegewebe wird immer wieder genannt, und
die Schwefelversorgung klappt am besten mit den schwefelhaltigen
Aminosäuren Cystein und Methionin bzw. Nahrungsmitteln, die reich an Methionin/Cystein sind.
Schwefel ist aber auch
Bestandteil der erwähnten Glykoproteine.
Angeblich soll dabei
Methionin die "beste" Schwefelquelle bedeuten (am einfachsten
verwertbar). Methionin hat auch Anteil an der intakten
Zellmembran und vermag offenbar die Stoffwechselfunktionen allgemein zu stabilisieren, mehr als Cystein allein.
Manche sagen, Schwefel in
Form des Cysteins
sei grundsätzlich ein wichtiger Teil der
eigentlichen
Grundsubstanz des Bindegewebes.
Cystein hilft darüberhinaus bei der
Regeneration
des Bindegewebes, und ist auch wichtiges Antioxidanz zum Schutz des
Bindegewebes.
Übrigens:
Wenn man Methionin oder Cystein als Präparat einnimmt, sollte man gleichzeitig
unbedingt auf
genügend Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure und Zink in der
übrigen Nahrung achten (oder als Ergänzungspräparat), um
erhöhte
Homocysteinwerte zu vermeiden! Denn nur mit diesen Nährstoffen kann Homocystein, das aus
Methionin entsteht, rück- und umgewandelt werden in Methionin und
Cystein.
Nur mit Eisen und Vitamin C kann Kollagengewebe aufgebaut werden.
Arginin
treibt die Bildung von Wachstumshormonen an (STH), kann so indirekt die (anabole)
Kollagensynthese
beflügeln. Arginin soll auch Bestandteil von einfachen
Bindegewebsarten sein. Arginin verbessert darüberhinaus die Durchblutung der Gefäße.
Besonders Arginin
kann die Wundheilung
erheblich verbessern.
Auch Glutamin ist für die Wundheilung wichtig. Auch Methionin kann nach
einigen Studien die
Wundheilung begünstigen, ebenso wie Isoleucin, Histidin, Prolin, Lysin und auch Glutamin.
Arginin ist am Bindegewebe mit unter 5% Anwesenheit beteiligt.
Aus Arginin
gehen aber auch weitere Stoffwechselprodukte hervor, die im weitesten
Zusammenhang auch mit der Kollagensynthese bzw. dem gesamten
Stoffwechselgeschehen zusammenhängen können.
Es
ist nicht ganz klar, in welch genauem Ausmaß Arginin die
Kollagensynthese
positiv beeinflusst, abgesehen von der Bildung des
STH-Wachstumshormons. Es taucht jedenfalls häufig die Meldung auf,
dass ein für die Kollagensynthese förderlicher Effekt
auf die Bildung von Stickoxid zurückzuführen sei, das
bei der
Wundheilung nötig ist.
Stickoxid wird von Arginin gebildet und
verursacht günstigen Einfluss auf Gefäße und die Fliesseigenschaften
des Blutes.
Arginin, Prolin,
Lysin, Glutamin, Methionin und Histidin sind für die allgemeine
Wundheilung oder Verletzungen hilfreich - oder nach
chirurgischen Operationen - (es wurden auch die BCAA'S genannt: Isoleucin, Leucin,
Valin).
Überall wo ein Eingriff
vorgenommen wird, oder sich eine Verletzung ereignete, da ist
auch
Bindegewebe beschädigt und muss neu aufgebaut werden.
Dass sich eine
Wunde dauerhaft verschliessen kann, hat nicht nur mit der Gerinnung des
Blutes zu
tun, sondern ist auch am Aufbau, an der Einlagerung und Vernetzung
von
Kollagen gebunden. Es handelt sich um geschädigte Zellen an
sich, oder Blutungen (unterhalb der Haut). Für die allgemeine
Regeneration und Wiedererstarkung dürfte Lysin helfen. Bei Schwellungen
und notwendigem Wiederaufbau von Zellen, auch erwünschter Narbenbildung
kann Arginin helfen.
Prolin
kann vom Körper auch aus Glutamin oder
Glutaminsäure synthetisiert werden. Das bedeutet aber nicht, dass der
Körper genügend Mengen an Prolin bereit stellen könnte. Solcherlei
Referenzen (Synthese aus anderen Aminosäuren) funktionieren nur in
einem annähernd paradiesischen Zustand, ohne psychische Belastungen,
ohne Schadstoffe, ohne Gifte, ohne übertriebenen Fett-, Zuckerkonsum,
Kaffekonsum, Alkoholkonsum usw..
Glutamin
als "Energiebringer" kann die
Proteinsynthese ähnlich wie Arginin beflügeln. Vorteilhaft dürfte es
sein, Arginin gelegentlich mit
Glutamin, Lysin, Prolin, und Glycin zu kombinieren.
Es ist auf jeden Fall
eine sinnvolle Maßnahme, in der Nahrung auf Arginin zu achten (oder als
Ergänzung einzunehmen).
Als weiterer Bestandteil oder Cofaktor des Bindegewebes gilt Cystein.
Auch Threonin
wird gelegentlich als wichtiger Bestandteil genannt. Es ist anscheinend indirekt für ein elastisches
Bindegewebe wichtig und hat Anteil am Aufbau der Zellwände und
Zellkanäle (wichtig für den Nährstofffluß). Threonin scheint sich
darüberhinaus günstig auf den allgemeinen Proteinstoffwechsel
auszuwirken. Threonin scheint eine ordnende Wirkung aufzuweisen.
Valin wird
zwar im
Bindegewebe und elastischem Gewebe gefunden, aber beim Thema Bindegewebe bzw. "starkes/schwaches
Bindegewebe" so gut wie nie genannt, ähnlich wie Alanin.
Tyrosin ist offenbar als regulierendes Hormon oder Produktionsaktivator für die Kollagensynthese nötig.
Die anderen genannten Aminosäuren haben unterstützende oder
schützende Funktion:
Glutamin
stellt der Proteinsynthese Energie bereit und darf unter
keinem Umstand fehlen, wenn man sein Bindegewebe stärken bzw.
in der
Grundsubstanz aufbauen möchte. Glutamin ist zB in Mager-Quark als
Glutaminsäure enthalten (kann vom Körper leicht in Glutamin umgewandelt
werden; wobei jedoch grössere Mengen an Glutaminsäure gegentlich als
problematisch für den Körper genannt wurde).
Arginin hat wie Methionin
auch geringe Bedeutung für das
Bindegewebe. Zudem hilft sowohl Arginin als auch Methionin
den Muskeln des Körpers optimal versorgt zu
sein. Denn
Muskeln
bewegen das Bindegewebe; mit der Beweglichkeit und der
sogenannten
Spannkraft des
Bindegewebes und Aktivierung durch Muskeln werden schliesslich auch die
Lymphdrüsen
gereinigt. Methionin ist mit Glycin und Arginin Ausgangsstoff
für den Muskelbrennstoff Kreatin und Methionin ist wichtig für intakte
Zellmembranen.
Methionin gilt allgemein wichtig für ein intaktes Bindegewebe.
Methionin
dient vermutlich direkt dem Nährstromfluß
des Bindegewebes - über seine Bedeutung für die Zellmembranen (und
indirekt auf andere Weise).
Kreatin (auch Creatin genannt) wird gelegentlich Bedeutung für die Bildung des Kollagens zugeschrieben. Ähnlich wie Glutamin soll es die Proteinsynthese durch Erhöhung des Energiestoffwechsels steigern und auch zellschützende Funktionen aufweisen. Die Tendenz geht aber dahin, dass Kreatin keine besondere Proteinbiosynthese erzeugt, abgesehen von einer besseren Versorgung von Energie allein hinsichtlich des Muskelwachstums.
Aus
Lysin und
Methionin wird Carnitin
hergestellt (unter Zuhilfenahme von Eisen, Vitamin C, B6,
Nicotinamid), das ebenso helfen soll,
indem es den Fettanteil des Bindegewebes verringert. Auch kurbelt
Carnitin den Melatonin-Spiegel hoch, und Melatonin ist bekannt als
Regenerationshormon.
Carnitin ist allgemein wichtig, um aus
Fetten für die Zellen Energie gewinnen zu können. Eine externe Zufuhr
von Carnitin kann für einen geschwächten oder gestressten Menschen
sinnvoll sein, da in solchen Fällen die körpereigene Produktion von
Carnitin oft nicht ausreicht und gleichzeitig ein Mehrbedarf existiert.
Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln sollte bei Carnitin die
Einnahme zeitlich begrenzt werden.
Ein Artikel auf Zentrum-der-Gesundheit bringt Methionin mit Selen in Verbindung und betont die Wichtigkeit, dass mit Hilfe von Methionin Selen an "Einsatzorte" gebracht wird- Selen soll wichtig für Gefäßwände und Bindegewebe sein. Ein Artikel über Schwefel nennt Methionin auch als Transporter für Zink, d.h. Methionin bringt Zink, "den Bastler", in die Milliarden Baustellen des Bindegewebsstofwechsels.
Weitere Stoffe, die die Kollagenynthese begünstigen sollen
(überwiegend in Bezug zu äusserlichen Anwendungen in der Kosmetik gesammelt): Das
in
Olivenblättern enthaltene Oleanol und die Oleanolsäure.
Carnitin.
Lotuskeimextrakte, Extrakte aus Maiskörnern, aus Ext. schwarzen
Holunderblüten, Traubenkernextrakte.
Kokosnüsse. Mariendistel
(Simylarin). Braunalge (darin enthaltenes Phytocollagen).
Auf
irgendeiner Ebene setzen die in dem Mittel enthaltenen Stoffe
begünstigend an, um der Kollagenynthese zu helfen.
Weitere eiweißreiche Quellen wie Proteindrinks, Molke,
Kasein, Gelatine usw. bieten sich grundlegend als Eiweißquelle an, da hier
besonders viele Aminosäuren enthalten sind. Eines der drei: Kasein (engl.: "Whey"), Molke und Soja - werden je nach Vorliebe von Sportlern bevorzugt.
Bei
alle den Eiweißen aber unbedingt darauf achten, nicht zuviel davon
zuzuführen (Gesamtmenge entspreched dem offiziellen Tagesbedarf von 0.8
gr. pro KG Körpergewicht).
Wichtig ist viel Trinken, auch Kräutertees wie Goldrutenkraut, echtes Labkraut, Wegwartenkraut helfen der Niere.
Gelatine gilt als
Mittel der Wahl, da hier viele im Bindegewebe vertretenen Aminosäuren
bereits enthalten sind. Die Gelatine wird aus Bindegewebe hergestellt.
Gelatine schmeckt zwar merkwürdig, aber wie heisst es so schön:
Medizin
schmeckt eben bitter. Tip: ein Glas Wasser bereit halten, die Gelatine
als Pulver in den Mund geben und das Wasser sofort danach trinken und
die Masse einfach runterschlucken ohne sie allzulange im Mund zu halten, dass sich der Geschmack nicht so ausbreiten kann.
Insgesamt ist eine zwei bis dreimonatige Kur mit Chlorella Algen eine wunderbare Sache. Es wird von positiven und deutlichen Effekten auf die Haut gesprochen - und wenn von der Haut die Rede ist, ist immer auch das Bindegewebe betroffen. Einsichtig wird diese Wirkung der Chlorella Alge durch ihr breites Spektrum von Nährstoffen. Sie beinhaltet einerseits eine Menge Mineralien und Spurenelemente, ein gutes Aminosäurespektrum und andererseits entgiftet sie aufgrund ihres Chlorophyllgehaltes aber auch vermutlich wegen der synergistischen Wirkung aller Wirkstoffe wie kein anderes natürliches Produkt den Organismus, und das bedeutet hier immer eine Entgiftung vor allem des Bindegewebes!
Für begrenzte Zeit stellt es einen optimalen Weg dar, auch ergänzend zu einer bereits
bindegewebsorientierten Ernährung, gezielt Aminosäurepräparaten zuzuführen. Siehe dazu weiter unten im Text.
Nahrungsquellen
für Arginin
sind: Erdnüsse, Mandeln, Walnüsse, Paranüsse, Cashewnuss, Haselnüsse, Erbsen, Thunfisch, und auch Linsen
haben ein wenig Arginin.
Für Arginin kommen auch Paranüsse (hat auch viel
Methionin) und Erbsen (enthalten auch viel Lysin) in Frage.
Es gibt noch weitere Lebensmittel, die relativ
reich an Arginin sind (fast alle Fleischsorten, bes. Rindfleisch).
Aber es gibt auch Nahrungsmittel, die wenig an
Arginin (und anderen Aminosäuren) aufweisen.
Glycin
kommt in Gelatine
äusserst gehäuft vor. Glycin
ist oft vertreten in Fleisch (zB Schwein, Rind, Kalb, Hase),
in Erdnüßen, Mandel, Cashewnuss, Mohn, und relativ oft noch zB in Sardinen, Hering. Man
sieht
Glycin viel in Nüssen, aber es ist nicht in
allen Nüssen; zB in Macadamianuss nicht so viel. Nüsse enthalten auch
viel Fett und sind damit nicht für jeden Tag in grösseren Mengen
geeignet.
Macadamuianuss hat aber viel an
dem seltenen Cystein
zu bieten, auch in Hühnerfleisch ist noch ordentlich Cystein vertreten.
Fast dieselben Nahrungsmittel haben auch viel Methionin zu bieten
(und aus Methionin kann Cystein synthetisiert werden).
In Geflügel, Weizenkeime, viel in Lachs und Heilbutt und allen
anderen Fischen, in Eiern und Emmentalern ist viel Methionin/Cystein
und noch etwas in Haferflocken, Mandeln, Erdnüsse, Walnüssen.
Methionin und Cystein sind weiterhin - aber etwas weniger - in
Zwiebeln, Rindfleisch, Paprika, Trauben, Kohlrabi, Erbsen, Grünkohl.
An Prolin
sind in der Regel Gemüse mit einer
guten Menge ausgestattet: Rosenkohl, Wirsing, Rotkohl. Dabei sind freilich in Gemüsen mengenmässig weniger Eiweiße insgesamt vertreten.
Prolin kommt in
Getreide wie Hafer, Bulgur und Weizen gehäuft vor. Ebenso in Nüssen, oder
Fleisch.
Milch oder Buttermilch enthält ein wenig
Prolin.
Besonders viel Prolin enthält Quark
, das auch viel Lysin und Glutamin
(als Glutaminsäure) enhält und auch eine ordentliche Menge an Threonin.
Lysin
ist weit und gut vertreten, zB Thunfisch; Nüßen; in Fleisch,
zB Schweinefleisch, Kalbschnitzel oder Döner; Amaranth liefert auch Glycin; Lysin ist in Käse wie Gouda,
Tilsiter,
Emmentaler , Edamer, oder Parmesan...
Tip: wählt
man den Käse mit weniger Fettanteil, dann erhält man
mehr Eiweiße.
Mohn hat neben Glycin auch bedeutende Mengen an Arginin und Lysin und Prolin! Es ist in der Regel kein Problem, grössere Mengen an Mohn auf einmal zu essen.
Sojaeiweiß
hat bemerkenswerte Mengen an Lysin und Arginin, und ist gut vertreten
an Valin, Threonin, Glycin und Prolin. Das Sojaeiweiß ist jedoch
konzentriert (zB in Form von Shakes, Proteindrinks - oder -pulver).
Tofu ist eine gängige Form des Sojas, die man gut als Mahlzeit zubereiten kann.
Hering weist neben einigem Glycin und Arginin auch besonders viel Lysin auf.
Linsen lohnen ebenfalls einen Blick, obwohl man immer auch einen Verlust an Nährwerten bei der jeweiligen Zubereitung (zB gegart versus Rohkost; Konserve vs. frisch) in Kauf nehmen muss.
Vollkornbrot hat auch einige Aminosäuren zu bieten, ebenso wie Weizenmischbrot.
Als Lebensmittel, das für ein starkes Bindegewebe gut geeignet
ist, wurde oft Hafer
genannt. Schaut man sich die Nährstoffe an, wird das plausibel. Hafer
ist reich an Kieselerde, und Schwefel (Cystein), hat Mangan zu liefern,
Kupfer, etwas Eisen und sogar Zink. Vieles, was für ein
Bindegewebe nötig und wichtig ist.
Nährstoffinhalte für Haferflocken:
Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralien.
Auch rote Beeten oder der daraus gemachte rote Rübensaft wurde genannt als Bindegewebsfördernd, und zwar wegen der Kieselsäure darin. Rote Beeten enthalten auch viel Kalium, sogar mehr als die Gurken.
Weitere Lebensmittel:
Gouda (Lysin,
Prolin, Methionin)
Edamer (Lysin, Prolin, Methionin)
Emmentaler (Lysin, Prolin)
Thunfisch (Glycin, Lysin, Arginin)
Weitere Lebensmittel speziell mit Lysin, Arginin (Vitalstofflexikon).
Auf Nährstoffrechner.de: Arginin, Lysin, Glycin, Prolin.
Ähnliches kann man für Threonin, Tyrosin, Cystein, Methionin , Glutamin evtl. auch für Valin und Alanin herausfinden (Links alle auf Vitalstofflexikon).
Man
sollte bei Beachtung der enthaltenen Menge in der Tabelle
berücksichtigen, ob man 100 gr. des Nahrungsmittels leicht oder
eher schwer konsumieren kann. 100 gr. Käse oder Fleisch sind schnell
gegessen, aber nicht so zB Nüsse (machen an manchen Tagen schnell satt), oder Garnelen (in
grossen Mengen vielleicht nicht für jeden ein Genuß).
Für die Entgiftung wird neben Cystein, Lysin, Glycin auch Asparaginsäure genannt, die sich reichlich in Soja, Garnelen, Erdnüssen, Cashewnüssen und Fleisch finden. Garnelen haben auch viel an Arginin aufzuweisen.
In den Lebensmitteltabellen wird Glutamin manchmal mit Glutaminsäure gleichgesetzt, da beides leicht ineinander umgewandelt werden kann.
Wenn man sein Bindegewebe stärken will, sollte man grundsätzlich auf eine intensive Nährstoffzufuhr und hochwertige, also eine vollständige Eiweißversorgung achten. D.h. nicht nur die oben genannten Aminosäuren, sondern alle Aminosäuren; besondere Bedeutung erhalten dabei stets die essentiellen Aminosäuren - letzten Endes hängt einfach zu vieles miteinander zusammen. Liegen alle Nährstoffe vor, kann der gesamte Stoffwechselbetrieb und Zellerneuerungsprozess reibungslos und optimal ablaufen.
Die gesamte Grundsubstanz in Form des fertigen Bindegewebes
kann nur mittels Vitamin
C aufgebaut werden!!! Vitamin C ermöglicht dabei
besondere Syntheseschritte, die bei Lysin und Prolin wichtig
sind, und die bei Vernetzung der Bindegewebsfasern eine grosse
Rolle spielen.
Reich an Vitamin C sind so gut wie alle Obst
und Gemüse, besonders Grünkohl oder Krautsalat/Sauerkraut.
Auch Vitamin A spielt eine grosse Rolle bei der gesamten Proteinsynthese, und erhält und schützt das Bindegewebe und sorgt für eine gesunde Haut (Mangel kann zB Verhornung bedeuten). Ebenso hat Vitamin E als Radikalenfänger eine schützende Wirkung auf die Zellmembranen des Bindegewebes.
Schwefel
ist an allen Bindegewerbsorten des Körpers vorhanden. Es wird nicht in
anorganischer Form aufgenommen, sondern gebunden an die Aminosäuren
Cystein oder Methionin - das heisst, wir nehmen dann viel Schwefel auf,
wenn wir Eiweißquellen mit viel Cystein und Methionin konsumieren (siehe Liste). Ob dasselbe für die ebensfalls schwefelhaltige Aminosäure Taurin gilt, habe ich bislang nicht erlesen können.
Mein
Eindruck aufgrund eigener Erfahrung lautet ja. Bei allen
schwefelhaltigen Aminosäuren kann ich die Wirkung des Schwefels
aufgrund meiner Medialität zumindest nachspüren, wie sich die
ätherische oder sozusagen homöopathisch wirksame Schwingung des
Schwefels in meinem aktuellen Lebensgefühl niederschlägt
und zwar sozusagen die Seele stärkend.
Auch Kupfer
ist für einige Syntheseschritte beim Aufbau des Bindegewebes nötig
(kupferhaltiges Enzym: Lysinoxidase), und ein Kupfermangel
soll ein instabiles Kollagengewebe zur Folge haben.
Weiterhin
werden auch Selen und Mangan genannt, die bei einem Mangel ein schwaches
Bindegewebe verursachen können, aber wohl nicht ganz so eklatant wie zB ein Mangel an Eisen, Kupfer, Zink oder Vitamin C.
Kupfer findet sich in
Linsen, Buchweizen, Sojabohnen, Edamer, Emmentaler, Kakao, Vollmilch-Schokolade (eine Tafel deckt bereits den Tagesbedarf!),
Cashewnüsse, und etwas in Hafer und allen Vollkornprodukten. Kupfer ist
ein Gegenspieler von Zink und Eisen und umgekehrt. Ist die Zink- und
Eisenversorgung gut, kann das bedeuten, dass die Versorgung mit Kupfer
viel schlechter ist. Deshalb sollte man ganz besonders Zink-, Kupfer-
und Eisenquellen beachten und keines von beiden vernachlässigen.
Besonders Kupfer sollte Bedeutung erhalten bei eiweißreicher Kost, da
es der Niere hilft. Übersicht kupferhaltige Nahrungsmittel.
Eisen
ist an der Bildung der Zellen der Grundsubstanz beteiligt, indem es
ähnlich wie Vitamin C einen wichtigen Syntheseschritt mit bedingt - so
dass aus Prolin, Hydroxyprolin und aus Lysin Hydroxylysin werden kann.
Den Bedarf an Eisen
zu stillen stellt eine schwierige Angelegenheit dar, denn es ist
relativ selten. Hülsenfrüchte sind reich an Eisen.
Hafer, Hirse,
Schwarzwurzeln. Weizenkeime.
Spinat bleibt immer noch reich an Eisen, auch
wenn ein vergangener Berechnungsfehler von vor fast zwei Jahrhunderten
einen höheen Eisengehalt proklamierte, der revidiert werden musste.
Spinat ist eine hervorragende Eisenquelle, und hat auch viel
Alpha-Liponsäure, ähnlich wie Bierhefe. Dieses Antioxidant (Alpha-Liponsäure) ist für den Stoffwechsel und alle Entgiftungsfunktionen sehr hilfreiches Agenz.
Kieselerde
(Silizium) ist ein wichtiger Teil
der Kollagenfasern, die dem Bindegewebe Festigkeit verleihen. Silizium ist Bestandteil
von Arterienwände und Zellwänden,
und soll auch die Zellatmung günstig beeinflussen. Der Körper
ist
auf dieses Element angewiesen, besonders im Bindegewebe.
Kieselerde soll am besten in Form
flüssigen Ackerschachtelhalm-extraktes vom Körper aufgenommen werden
können. Silizium/Kieselerde ist auch in Hafer und roter Beete gut vertreten.
Zink
ist Bestandteil vieler
Stoffwechselfunktionen und -prozesse, darf beim Aufbau eines guten
Bindegewebes nicht fehlen. Zink soll Anteil an gut gebauten Zellwänden
haben, die im Bindegewebe besonders wichtig werden (u.a. wegen dem
Nährstofffluß). Zink bedingt Syntheseschritte in der Kollagensynthese.
Zink
findet sich in Weizenkeimen, Mohn, Sesam, Sojabohnen, Linsen,
Paranüssen, Emmentaler und besonders auch in dem ansonsten für das
Bindegewebe schon günstigen Haferflocken. Auch Löwenzahn hat einen
hohen Zinkanteil (zB ein paar Blätter Löwenzahn als Salat oder
über einen Salat geben ).
Zinkgehalt von Nahrungsmitteln.
Auch Magnesium, Mangan und Selen sollen wichtig für ein gesundes, funktionsgerechtes und starkes Bindegewebe sein, meist, indem Stoffwechselschritte im Zusammenhang mit der Kollagensynthese von ihnen abhängen.
Magnesium ist besonders viel in Petersilie und Basilikum vorhanden. Weitere gute Magnesiumquellen: Haferflocken, Emmentaler, Naturreis, Erd- und Walnüsse , Bananen, weiterhin: Mangos, Kiwis, Himbeeren, Erdbeeren, Birnen, Avocados, Weintrauben, Pfirsichen. An Spurenelementen und Mineralien (zB Kalium und Magnesium) zeigt sich schon, wie nützlich Früchte sind. Auch wegen den Vitaminen, weshalb man sie meist eher schätzt. Weizenkleie enthält viel Magnesium und hilft der Verdauung als Ballaststoff. Ballaststoffe öfter einander abwechseln (zB mit Leinsamen).
Mangan findet sich vor allem in Haferflocken, Amaranth, Dinkel, besonders reichhaltig sind Weizenkeime, Mohn, Haselnuss, Heidelbeeren, in Linsen und Sojabohnen. Auch in Erdbeeren und Mangos ist Mangan.
Selen in Paranüsse, Fisch, Niere, Leber, Käse und Eier. Generell Früchte und Gemüse aus Übersee, da Europas Böden arm an Selen sind.
Chrom ist für den Stoffwechsel insgesamt nicht unwichtig (Klicke auf Vitalstofflexikon links auf das Spurenelement um einen Artikel über die Funktionen des Spurenlementes im Organismus zu erhalten; über "Lebensmittel" in der rechten Spalte findet man Nahrungsmittel mit dem jeweiligen Nährstoff). Chrom findet sich reichlich in Edamer, Gouda und Paranüssen.
Karottensaft enthält viel Vitamin A in Form der Vorstufe (Beta-Carotin) - Möhren sind mit ihren Inhaltsstoffen allgemein günstig für die Leber und das Bindegewebe.
Nahezu alle Vitamine, und einige Fette und Fettsäuren sind wichtig (Omega-3-Fettsäuren). Als eine dichte Nährstoffquelle, für Vitamine, Mineralien und auch für Spurenelemente, erweisen sich Weizenkeime und Weizenkleie. Weizenkleie ist in erster Linie als ballastoffreich bekannt, hat aber auch einige Nährstoffe zu bieten. Man sollte Weizenkleie nicht täglich zu sich nehmen, sondern nur zu einem Drittel oder der Hälfte der Zeit.
Bierhefe hat einige Vitamine und Spurenelemente zu bieten. Algen und besonders die Chlorella Algen haben bedeutende Mengen an Nährstoffen, von Eiweißen über Mineralien zu Vitaminen.
Insgesamt wird man die Nährstoffe am besten durch eine vielseitige Kost zu sich nehmen können.
Eine Brausetablette mit Vitaminen der B-Reihe (vielleicht inkl. Spurenelementen und Mineralien) ist nicht verkehrt, sollte aber zerkleinert werden und über den Tag verteilt eingenommen werden, und sollte nicht zur Daueranwendung werden (bzw. mit einer zyklischen Einnahmeform gekoppelt werden: zwei Wochen Einnahme, zwei Wochen Pause oder ein Monat Einnahme und zwei Monate Pause usw.).
Lecithin als Nahrungsergänzung ist hervorragend geeignet - ist Lecithin doch wichtig für die Zellmembranen, und damit bedeutsam für den Nährstoffaustausch zwischen Organen, Zellen und Bindegewebe.
DMAE gilt als besonders förderlich für das Bindegewebe, und eignet sich als begleitende Ergänzung einer Aufbaukur.
All die benötigten Nährstoffe kann man sich praktisch und am besten mit täglichen Portionen von Gemüsen
und Obst zuführen.
Haferflocken als Frühstück ist besonders gut geeignet.
Wenn man einfach auf die gesamte Breite der Nährstoffe achtet, kann nicht mehr viel falsch laufen. Auch etwaige Missverhältnisse zB zwischen Kupfer und Eisen lassen sich durch abwechslungsreiche Kost leicht in den Griff kriegen.
Ich bin im Besonderen der Ansicht, dass jeder Mensch irgendwo einen bestimmten Nährstoff aufweist, der entscheidender wird, weil er ihm fehlt. Das können Selen, Zink, bestimmte Vitamine, oder Kupfer sein usw.. - diese sollte man eine Zeit lang gezielt suchen und die Reserven füllen.
Es
gibt auch die Möglichkeit, für Mineralien und
Vitaminen für 4-6 Wochen Ergänzungspräparate zu
nehmen. Allerdings ist die Aufnahme von Nährstoffen in natürlicher
Form immer besser! So ist bekannt, dass zB Vitamin E in
künstlicher Form (=Ergänzungsmittel) im Körper eine kürzere
Verweildauer hat und schneller abgebaut wird, als natürliches Vitamin
E. Dies dürfte für alle künstlichen, d.h. isolierten Vitamine gelten (wie man sie nur in Ergänzungsform findet).
Weizenkeimöl ist reich an Vitamin E, ebenso wie Weizenkeime. Es gibt
auch noch andere Nahrungsmittel, die reich an Vitamin E sind. Möhrensaft bietet sich zB an für Vitamin A als natürliche Quelle. Usw.
Eine knappe Tabelle für Mineralien.
Man kann nach Nahrungsmittel suchen, die besonders viel von
den erforderlichen Nährstoffen
aufweisen.
Eine Webseite mit allg. Infos auch wo
man Vitamine findet.
Eine Vitamin-Tabelle
und eine weitere Vitamin-Tabelle (in der Übersicht
auch weitere Rubriken zB Mineralien).
Eine weitere Möglichkeit bietet der
Bundeslebensmittelschlüßel auf DasKochrezept.de oder auf Ernährung.de.
Nährstoffe fürs Bindegewebe:
http://www.feel-fit.com/index.php4...unterthema=030812
Weitere Nährstoffhinweise allg. zu Haut, Nägel, Haaren:
http://doppelherz.de/..haut-haare-naegel.html
Eine hervorragende Möglichkeit für die Stärkung des Bindegewebes stellen freie Aminosäuren als Ergänzungspräparat dar. Sie sind, sofern man nicht bedeutend überdosiert, vollkommen nebenwirkungsfrei, ja sie vervollständigen unseren Stoffwechsel und bringen ihn wieder ins Gleichgewicht. Ich habe bislang selten Produkte kennen lernen dürfen, die mich so überzeugt haben!
Man wählt dazu alle in Frage kommenden, oder einige bestimmte Aminosäuren, von denen man glaubt, dass sie für einen am wichtigsten sind. Nicht nur Apotheken, auch Händler aus dem Fitnessbereich verkaufen diese L-Aminosäuren. Preisvergleich ist angeraten, dabei auch die verschiedenen Produkte/Hersteller beachten, die teilweise stark im Preis variieren (d.h. der Preis ist auch vom jeweiligen Hersteller, bzw. der Firma abhängig und nicht nur von der gewählten Online-Apotheke).
Man sollte diese Aminosäuren als Ergänzung nicht über zu lange Zeit einnehmen (am besten in zyklischer Einnahmeform: siehe die weisse Box unten).
Die Präparate stellen ein vorzügliches Mittel dar, sich einer echten und tiefgreifenden Frischzellenkur zu unterziehen.
Aminosäuren stellen als Ergänzung auch eine Art Stimulanz dar - da sie in freier Form in kurzer Zeit schnell verfügbar sind und nicht an den Zeit- und Energieverlust durch die Verdauung gebunden sind.
Folgende Übersicht ist aufschlußreich, auch ohne dass man Aminosäurenpräparate einnehmen möchte (indem man Nahrungsmittel sucht, die diese Aminosäuren enthalten).
Die
tägliche Menge an einer Aminosäuren, die man in freier Form (als Ergänzungspräparat) zu sich
nimmt, am besten über
den
Tag
verteilen.
Denn der Körper kann mit grossen Mengen an
Nährstoffen innerhalb einer gegebenen Zeit nicht gut umgehen und
andererseits erfüllt die kontinuierliche Gabe einen höheren Effekt als
eine einmalige starke Dosierung.
Nach Einnahme der Aminosäuren immer ein paar
Kohlenhydrate nachfolgen lassen (jeder Bau und jede Proteinsynthese benötigt
Energie).
Arginin wird von Lysin in der Aufnahme in den Zellen gehindert - Arginin kann dennoch zusammen mit Lysin genommen werden, da Arginin auf diese Weise länger im Blut bleibt. Es dürfte vorteilhaft sein, hin und wieder Arginin isoliert von Lysin einzunehmen, damit Arginin auf Zellebene des Bindegewebes gebracht werden kann. Andererseits sollte man auch Arginin nach längerer Einnahme ein paar Tage komplett aussetzen (Regel: nach 10 Tagen).
Insgesamt
sollte man natürlich bei Einnahme von Präparaten die ausreichende
Versorgung von übrigen Eiweißen mit der Nahrung nicht vernachlässigen.
Soja bzw. Tofu, öfter mal Quark, Hühnerfleisch oder Fisch usw.. - das
komplette Eiweißprogramm.
Die übrige Eiweißzufuhr durchaus im Sinne des Tagesbedarfs halten.
Man braucht die Aminosäuren, der man sich als Ergänzung
bedient, nicht von dem Tagesbedarf an Eiweißen abziehen, die man
sich mit der übrigen Nahrung zuführen muss. Oder braucht es jedenfalls
nur grob zu tun...
Werden genug Mineralien und Nährstoffe durch Obst und Gemüse zugeführt, wird der Stoffwechsel eine Funktion aufbringen, die praktisch eine Gesundung von Innen bewirkt. Dies ist aber kein Prozess, der von heute auf morgen Ergebnisse bringt.
Das
Bindegewebe
aufzubauen oder zu erneuern ist ein zeitintensiver Prozess und dürfte
ein halbes Jahr wenn nicht ein Jahr in Anspruch nehmen. Ist ein guter
Anfang geschaffen, kann ein solcher Impuls weiter wirken
(Reserven sind
gefüllt).
Den Rest des
Jahres sollte man sich natürlich einer äusserst gesunden
Ernährungsweise
bedienen, wobei die Betonung auf basische Kost liegt. Weiterhin sollte
man dabei nicht nur aufs Bindegewebe schielen, sondern insgesamt auf
die Erhaltung eines optimalen Stoffwechsels.
Viel Bewegung, evtl. Joggen und evtl. sogar Gymnastik runden das Programm ab.
Ein halbes bis
ganzes Jahr sollte
man also konsequent bleiben mit dem Ernährungsplan. Bindegewebe ist
so
ziemlich das langwierigste, um es zu verändern oder aufzubauen.
Wenn
es
laut Studien heisst, dass nach einem Übergang des Rauchers zum
Nichtrauchers innerhalb von zwei Jahren das Lungengewebe des
Betreffenden sich stark
regenieren konnte, mag ähnliches auch für das Bindegewebe gelten,
allerdings setzt dies voraus, dass man schädliche Einflüsse begrenzt
(starkes Rauchen, zu viel Kaffee, zu viel Zucker, zu wenig Nährstoffe,
zu wenig Bewegung... und die Kombination dieser Faktoren).
Später - also lebenslang - sollte es gelten, das
Gleichgewicht nicht mehr zu einfach aufs Spiel zu setzen. Das bedeutet
für mich zB, Kaffee nur noch sporadisch, ein oder zwei Mal die Woche zu
trinken und nicht mehr aus Gewohnheit mehrmals täglich. Immer wieder gesundheitliche Wellnesswochen einlegen.
Die leckeren
Törtchen brauchen
nicht fehlen, aber werden eben nur noch wöchentlich und nicht
täglich serviert. Weitere Umstände, die zu vermeiden sind, können in
Bezug zur Übersäuerung wichtig
werden. Die Leber muss gut arbeiten können, Alkohol schwächst sie. Also
wird der Genuß von Alkohol für mich auch nur noch wöchentlich
stattfinden. Dem folgen stets Aufbautauge für die Leber. Regelmässige
Entgiftungstage folgen im abnehmenden Mond und an Neumond mitsamt
Kräutertees
, die für die Niere nützlich sind und entgiftenden Maßnahmen, wie zB
entwässernde/entgiftende Gemüse oder Fastentage.
Für eine begrenzte Zeit von etwa 3 Monaten nahm ich Aminosäurepräparate (mit den Pausen), die man auch gut und gerne alle Jahre wieder - wenn auch nicht immer drei Monate lang und im selben Umfang - anwenden kann.
Eigentlich wird man umso mehr auf diese Dinge und Verhaltensweisen achten wollen, je mehr man überzeugt ist, dass dies einen Nutzen hat.
Mit Anfang 30 oder 40 treten die ersten Erscheinungen und Wirkungen auf, die uns erinnern, dass unser Körper kein perpetuum mobile ist mit unerschöpflichen Rerserven, dass er viel Liebe braucht. Und diese Art Liebe ist rein physisch, nämlich daran gebunden, was wir ihm zumuten und gönnen an Nahrung und Belastung oder Entlastung.