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Eiweiße und Nährstoffe für das Bindegewebe 

Folgen der Übersäuerung für das Bindegewebe

Das Bindegewebe ist von seiner Funktion her ein wichtiges Nähr- und Mineralstoffdepot für den Organismus.

Eine weitere wichtige Funktion des Bindegewebes ist sein Beitrag zur Abwehrstärke - die Lymphozyten und andere Immunzellen oder Abwehrzellen befinden sich nicht nur im Blut, sondern auch im Bindegewebe. Übrigens: Bei einer Eigenbluttherapie wird das eigene Blut aus der Vene entnommen und dann in Muskeln und unter die Haut gespritzt. Die zerfallenden Proteine des Blutes versorgen dann Muskeln und Bindegewebe. Eigenbluttherapie wird von vielen Ärzten angeboten zur Behandlung chronischer Krankheit und zur Stärkung des Immunsystems. Diese Therapie, ihre Anwendung, bestätigt die Bedeutung des Bindegewebes (Haut).
Ein gut strukturiertes und von Schlacken befreites Bindegewebe bringt eine  optimale Abwehrstärke mit sich. Wozu natürlich weitere Körperbereiche wichtig werden, wie zB der Darm, die Lymphe oder die Leber. Aber auch diese Organe leiden schnell unter den Folgen der Übersäuerung und so trägt jedes Glied dazu bei, entweder Abwehrstärke bereit zu stellen oder eine schwache Abwehr zu bedeuten.

Das Blut transportiert als wichtigste Aufgabe Nährstoffe: die blutführenden Adern enden als kleinste Gefäße im Bindegewebe, wo der ungestörte Nährstromfluß des Bindegewebes wichtig wird. Das heisst, Blut, Bindegewebe und Bindegewebswasser erweisen sich auf einer bestimmten Ebene eigentlich als zusammengehörend.  

Darüberhinaus gewährleistet das Bindegewebe den Zusammenhalt des gesamten Gefüges, indem es stützende und stabilisierende Funktionen für den Körper als Ganzes hat, also zB für den Abstand der Organe, Sehnen und übrige Gewebe zueinander verantwortlich ist.

Ein starkes Bindegewebe ist eines, das nicht von Salzen und Säuren in seiner Festigkeit spröde geworden ist, und seine Funktion als Mineralstoffdepot einwandfrei erfüllen kann. Fehlt diese Pufferfunktion gegenüber Säuren, dauert es oft noch Jahre andauernder Fehlernährung, bis die ersten aber deutlichen Folgen eines zu schwach gewordenen Bindegewebes sichtbar werden.
Meist sind wir weit über 30 und blicken auf mehrjährige schlechte Ernährungsgewohnheiten zurück, die wir zu dieser Zeit in den späteren Folgen für uns nicht abschätzen konnten. Was mit dem Bindegewebe zusammenhängt, ob Schwächung oder Stärkung, akkumuliert gewöhnlich seine Wirkung nur über längere Zeit von Monaten und Jahren. Eine Ausnahme stellen Aminosäurenpräparate dar, die in höherer Dosierung bereits nach gut ein bis zwei Monate deutiche Wirkung auf das Bindegewebe zeigen.

Ein Grund für die weit verbreitete Bindegewebsschwäche besteht meist eigentlich in der Übersäuerung. Der Übersäuerung voraus geht eine nährstoffarme und verschlackende Ernährung. 

Mineralien und Vitamine fehlen also evtl. schon längere Zeit, und werden vielleicht sogar zusätzlich durch exzessiven Kaffeegenuß oder andere "Ernährungssünden" an der Aufnahme in den Körper gehindert. Kaffee enthält einen Stoff, der die  Eisenaufnahme stark hemmt, während Eisen für ein starkes Bindegewebe wichtig ist. Übrigens soll es auch in Eiern (bisher unbekannte) Stoffe geben, die die Eisenaufnahme hemmen. Das heisst, diese Nahrungsmittel nicht täglich zu sich nehmen.

Auch täglich zu fettreiche Ernährung kann eine Übersäuerung begünstigen, da durch zuviel Fett der Stoffwechsel träge wird, und damit der gesamte Nährstofffluß ins Stocken geraten kann. Zuviel Fett im Bindegewebe behindert den Nährstofffluß.

Weitere  Mineralien gehen direkt verloren durch Gifte wie Schwermetalle, und andere schwer abbaubare Stoffe. Die Mineralien binden Schwermetalle und andere Stoffe (Säuren) an sich, ohne dass diese Komplexe eine andere Funktion hätten als ein Abfallprodukt zu bedeuten, dessen sich der Körper entledigen muss, wenn er es denn könnte - dass er es nicht kann, liegt meist an einem Nährstoffdefizit und einem trägen Stoffwechsel bzw. an der Übersäuerung. Diese Abfall-Produkte beanspruchen darüberhinaus wichtigen "Speicherplatz" der Zellen des Bindegewebes.

Es heisst, Mineralien kann der Körper nicht speichern. Aber das ist offenbar nur die Hälfte der Wahrheit. Der Körper gebraucht zunächst einmal Mineralien für verschiedene körpereigene Proteine, die schliesslich indirekt "lagern", und die bei Notbedarf frei von ihrer Bindung werden und damit wieder als Mineralien  verfügbar sind. Umso besser also unser Bindegewebe genährt ist, desto mehr indirekte Reserven haben wir. 

Ausserdem wird  ein Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Mineralien sich  eine Zeit lang im Bindegewebswasser aufhalten. Die Verweildauer ist umso länger, je besser dieses Bindegewebe strukturiert und aufgebaut ist, und je weniger Schad- oder Schlackenstoffe das Bindegewebe "belagern".

Der Körper verfügt zwar über einen kleinen, aber keinen grossen Speicher an Mineralstoffen. Mineralien und Vitamine usw. müssen praktisch täglich zugeführt werden.

Reifezustand des Bindegewebes

Jegliches Bindegewebe tendiert dazu, stets zu einem festeren Bindegewebe zu werden, das nach einer Vielzahl von Biosyntheseschritten entsteht. Am Ende der möglichen Entwicklung steht ein Gewebe namens Kollagentyp 1 ( siehe auch weiter unten im Text).  

Eine bessere Nährstoff- und Eiweißversorgung gewährleistet ein ausgereiftes Kollagengewebe.

Der Reifezustand des Bindegewebes wird daran gemessen, wie weit fortgeschritten die Entwicklung des Gewebes bisher gewesen ist, oder was meistens der Fall ist: wie weit rückgeschritten die Entwicklung ist; weil mit der Lebenzeit Nährstoffe abgebaut werden mussten und nicht im selben Maß wieder hergestellt werden konnten.
Meist sind Belastungen aller Art (bes. Stress) und gleichzeitige Fehlernährung die Gründe.

Typ 1 ist ein vollausgereiftes Bindegewebe und besteht aus mehr Kollagenfasern wie zB Kollagen Typ 3.
Und das macht das Gewebe und die Haut "straffer"; es ist üblicherweise dieses Kriterium, das man meint, wenn man von einer "schönen Haut" spricht, die sich die meisten Frauen aber auch Männer wünschen.

In Zeiten besonderer Beanspruchung benötigt der Körper ein schnell verfügbares Reservoir an Nährstoffen, die er normalerweise im Bindegewebe findet. 
Umso verschlackter wir sind, desto weniger können wir über längere Zeit an einem Stück zB körperliche Arbeit leisten. Wir werden sprichwörtlich weniger ausdauernd, das aber auch in psychischer Hinsicht.

In der Situation einer stetig zunehmenden Übersäuerung eines Organismus wird das Bindegewebe, das ursprünglich auch ein Mineralstoffdepot ist, entmineralisiert. Die Entgiftungsorgane des Körpers müssen bereits einen Teil natürlich anfallender Stoffwechselgifte neutralisieren. Diese körpereigenen Abfallprodukte stellen normal keine Belastung dar.
Die mit der Nahrung aufgenommenen Säuren kommen jedoch als nicht notwendige Belastung hinzu (zB in Form eines hohen Zuckerkonsums bzw. Konsums einfacher kurzkettiger Kohlenhydrate; extensiven Kaffeekonsums; Kuchen und Produkte aus Weissmehl; Fastfood). 

Säuren sind der Grad an Stoffen, die den PH-Wert und Mileu des Stoffwechsels in Richtung saures Mileu verändern. Man merkt das besonders am Urin. Er ist infolge der nächtlichen Entgiftungsfunktionen des Körpers morgens saurer als abends. Die Entgiftung bringt also die Säuren hinaus, aber es gibt nur eine begrenzte Kapazität für diese Leistungsaufnahme. 
Eine Übersäuerung verschlechtert die gesamte Tätigkeit des Stoffwechsels und neigt dazu, die anfallenden Salze abzuspeichern, weil sie nicht auszuscheiden sind infolge eines träge gewordenen Stoffwechsels.

Salze sind jene Abfallprodukte und Gifte, die gebunden wurden, und damit einlagerbar sind, gleichzeitig aber viel schwieriger auszuscheiden sind - weshalb die toxischen Substanzen, solange der Stoffwechsel nicht optimal mit Nährstoffen versorgt ist, abgespeichert werden in körpereigenem Gewebe (es ist möglich  mittels einer kontrollierten Überversorgung in Form einer Kur den Zustand der Unterversorgung in kurzer Zeit zu beheben; das beinhaltet aber auch die Enthaltsamkeit gegenüber jeglichen Stoffen, die mehr Übersäuerung bilden, als an Lieferung von  Nährstoffen zu dienen). 

Basen wie zB Kalium sind nötig (aber auch andere Mineralien), um die Säuren zu neutralisieren. Stoffe, die zur Neutralisierung der Salze  benötigt werden (für die Neutralisierung  toxischer Produkte wie Schwermetalle) , werden im Notfall aus dem Bindegewebe geholt bzw. an dortige Mineralien gebunden. Zugleich müssen diese gebundenen Säuren aus dem Stoffwechsel herausgehalten werden, können aber als Salze nicht ohne weiteres ausgeschieden werden.
Deshalb werden sie im Bindegewebe gespeichert. Damit beeinträchtigen die Gifte nun auch den Nährstofffluß des Bindegewebes negativ, da sie dort wie den Fluß störende und blockierende Stoffe wirken, umso mehr sie sich anreichern.

Abgebaut werden können die schädlichen Salze nur bei ausserordentlich gut versorgten Stoffwechsel und reibungslosen Ablauf desselben (d.h. seiner Entgiftungsfunktionen; dafür ist ein täglicher Bedarf an essentiellen Nährstoffen entscheidend).
Ein schwaches Bindegewebe verliert zunehmend auch seine Speicherfähigkeit nicht nur für Nährstoffe sondern auch für Gifte, die uns dann schließlich immer mehr belasten können während sie sich im Stoffwechsel aufhalten. Dort werden sie dann durch weitere Nährstoffe, die dem übrigen Organismus vorenthalten werden, allmählich Tag für Tag neutralisiert. Für uns kann damit ein Zeitraum entstehen, in dem wir vom Gefühl her "die Säureschlacht überleben", aber der Preis wird mit der Zeit auch immer höher.
Der Nährstofffluß zwischen allen Organen wird beeinträchtigt, da das ursprüngliche Mineralstoffdepot mitsamt dem Nährstofffluß nicht mehr so gut funktioniert, weil es verschlackt ist.  Übersäuerung ist eine Volkskrankheit (im Link weitere Info zu den Ursachen und Folgen der Übersäuerung). 

Wenn das Bindegewebe übersäuert ist, funktioniert zwangsläufig  die gesamte Kollagensynthese nicht mehr optimal. 

So fehlen zunehmend wichtige Strukturkomponenten, die dem Bindegewebe seine Funktionskraft verleihen. 

Eine weitere Fähigkeit des Bindegewebes besteht darin, als Stützfunktion aller Organe zu wirken. Durch das Stützgewebe wird letztlich auch das Lymphsystem beeinflusst (Stützgewebe: zB Leistengegend, Bänder, Sehnen, Gewebsschichten, die die Organe umspannen). Wenn wir uns bewegen, sorgt die Spannung des Bindegewebes dafür, dass die Muskelbewegungen zu den Lymphdrüsen übertragen wird, was dort eine Art Pumpwirkung bedeutet.

Statt einem guten Bindegewebe zu dienen, können bei andauernder Fehlernährung und körperlich-psychischen Belastungen zunehmend wichtige Eiweiße aus dem Bindegewebe abgebaut werden. Was eigentlich andauernd geschieht - aber normalerweise wird dieser Verbrauch (allein durch den stetigen Zelltod verursacht) kontinuierlich aufgefrischt und repariert. Nämlich mit dem täglichen Nachschub an Eiweißen aus der Nahrung. Allerdings muss man nicht täglich Eiweiße essen, damit das Bindegewebe erhalten bleibt. Es ist eher wichtig, innerhalb einer Woche sagen wir 4-5 Tage die Eiweißzufuhr qualitativ zu betonen (nicht unbedingt in der Menge). Wenn von Eiweißqualitäten gesprochen wird, sind vor allem die essentiellen Aminosäuren gemeint.

Ein träger und mangelhaft ernährter Stoffwechsel verfügt über diese Schnelligkeit einer kontinuierlichen Regenerierung jedoch nicht, abgesehen davon, dass wir auch erst mal gewährleisten müssen, dem Organismus dafür nötige Nährstoffe zuzuführen und von belastenden Stoffen zu befreien (in einem geschwächten Zustand - d.h. extremere Formen der Übersäuerung - wird die Enthaltsamkeit  von Belastungsfaktoren wie zB  Kaffee  unbedingt nötig).

Der mangelhafte Zustand kann nicht behoben werden, solange die Übersäuerung und Bildung von unerwünschten Salzen anhält, und die körpereigene  Entgiftungsfunktion nicht optimal funktionieren kann.

Solange die Mineralien Schwermetalle und Säuren binden, sind die  giftigen Komplexe relativ in Sicherheit, andere Gifte werden mit Mineralien ausgeschieden. 

Die zunehmende Entmineralisierung verursacht eine zunehmende Dysfunktion des Bindegewebes: Es  verursachen die Gifte   noch dadurch, dass sie in Zellen lagern, eine gewisse Wirkung auf den ganzen Organismus, indem sie für störende Wirkung chemischer und energetischer Art sorgen, was alles innerhalb der Zelle stattfindet und  dort eben diesen Bereich im Organismus blockiert.
Es werden schließlich irgendwann   die Zellmembranen des Bindegewebes weniger durchlässig, die Bindegewebsflüssigkeit zäh und der Nährstromfluss langsamer und die Organe erhalten weniger Nährstoffe. 

Wir werden zunehmend weniger leistungsbereit und besuchen mitunter die Ärzte an einem chronischen Stück, um Linderung für unsere Beschwerden zu finden.

Zuerst leidet bei einem geschwächten Stoffwechsel immer die Psyche, d.h. wir werden psychisch anfälliger, geraten leichter in Stress und treffen nicht immer die richtigen Entscheidungen, weil eine allgemeine Trübung innerer Ruhe gegeben ist und wir mehr von Launen beherrscht sein könnten. Schließlich folgen die körperlichen Beschwerden, die dann auch hartnäckiger bestehen bleiben können. 

Besonderheiten bei der Frau

Übrigens sieht die Sache bei der Frau (Abschnitt "Cellulite-Bildung durch Verschlackung bei der Frau") etwas anders als beim Mann aus, da die Frau die Schlacken offenbar auch in der Gebärmutterschleimhaut ablegt. Wenn es zur Monatsblutung kommt, soll der weibliche Körper einen Teil der Schlacken mit dem Blut ausscheiden - andererseits stellen sich während der Menstruation typischerweise solche Beschwerden ein, die wir auch bei herkömmlichen Formen der Übersäuerungen finden (Antriebslosigkeit, Nervösität, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen; da es auf Eben der weiblichen Geschlechtsorgane abläuft, wird es im Ganzen freilich noch von etwas anderem begleitet, das einen möglicherweise zu diesen Zeiten empfindlich macht und deshalb eine bestimmte Haltung während der Menstruation provoziert).

Auch besitzt die Frau einen anderen Aufbau von Bindegewebe. Es ist mehr parallel angeordnet, beim Mann vernetzter. Das mag Ursachen darin haben, dass Frauen anatomisch und evolutionär gewisse Anforderungen erfüllen müssen, und zB tendenziell mehr Fett als Muskelmasse aufbauen. Und bei einer Schwangerschaft muss die Haut dehnbar sein, was eben die parallele elastische Anordnung bestimmter Bereiche des Bindegewebes besser ermöglicht als eine vernetzte Struktur.

Offenbar deshalb haben Frauen mit der Haut oft Probleme, weil sie tendenziell ein schwächeres Bindegewebe aufweisen (während Männer meist durch Ernährungssünden, Alkohol oder Rauchen im Alter eine schlechtere Haut bekommen). Dennoch finden sich die meisten Leistenbrüche bei Männern. Es scheint, als gäbe es da  noch ausgleichende Faktoren für die Frau, weil diese eben nicht so oft an Leistenbrüchen erkranken - was eigentlich naheliegend sein müsste. Möglicherweise liegt das aber unter anderem daran, dass Frauen üblicherweise nicht oft so schwere Lasten wie die Männer tragen.

Mit der Übersäuerung entsteht als ein weiterer Störeffekt ein träger Stoffwechsel. Ausserdem kommt es zur vermehrten Anhäufung von freien Radikalen, die uns üblicherweise noch mehr Vitamine vorenthalten, weil sie von ihnen oxidiert werden, bevor die Vitamine vom Stoffwechsel gebraucht werden konnten.

Gifte und Schwermetalle sind nicht die einzigen Faktoren, die zu einer Übersäuerung führen. Weitere und viel erheblichere Faktoren bestehen kurz gesagt darin, dass wir einige bestimmte säureproduzierende Nahrungsmittelarten übergewichten, und zu wenig Basen/Mineralien und Vitamine zu uns nehmen. Nicht, was sauer schmeckt ist entscheidend, sondern was im Organismus als Säure wirkt oder an der Entstehung von Säuren beteiligt ist. Im Grunde besteht das Problem der Säuren in einem Überschuß dieser. Alles was im Körper als Überschuß vorliegt wird zum Problem! Das ist selbst bei bestimmten Vitaminen oder Mineralien der Fall!

Die Säuren beanspruchen die Basen und Vitamine. Diese Nährstoffe müssten also zusätzlich zugeführt werden, doch meist besteht eben die Nahrung in nährstoffarmen, aber säurereichen Inhaltsstoffen. Um säurehaltige Nahrung auszugleichen sollte man also bewusst und regelmässig Obst und Gemüse essen, um sich als Ausgleich und Ergänzung zu der ansonsten nährstoffarmen Kost die Vitamine, Spurenelemente und Mineralien zuzuführen. 

Wenn man es optimal gestalten möchte, dann spricht bloß die eigene Gewöhunng an Genußfaktoren dagegen, sich "ausschließlich" nährstofforientiert zu ernähren, was natürlich nicht heisst, nur auf Rohkost zu setzen (das wäre wieder ungesund). Sogar Schokolade kann Teil dieser nährstofforientierten Kost sein: da in Schokolade auch wichtige Spurenelemente enthalten sind.
Kuchen wäre jedoch so eine Sache, was der Körper im Grunde nicht braucht. Gesättigte Fettsäuren, die im Kuchen reichlich vorkommen, sind zwar wichtig, aber im Übermaß schädlich und kommen auch in "besserer" Nahrung vor.

Natürlich, hin und wieder gönnt man sich auch mal einen Kuchen, weil der Geschmack durchaus für "seelisches Wohlbefinden" sorgt - vereinzelt genoßen, und nicht als Gewohnheit. Es geht ja darum, welche Ernährungsweise die Regel ist! Man kann dann, wenn man 5 Tage die Woche sich gesund ernährt hat, theroetisch oder praktisch 2 Tage in der Woche sich "ungesund" ernähren.

Das kann bedeuten, dass man gewisse Genußfaktoren gerade so sporadisch nutzt, wie die Mehrzahl der Menschen heutzutage in Industrieländern zu Obst und Gemüse greifen, nämlich ein oder zwei mal die Woche... (ob man nun lieber Fleisch ißt oder nicht regelmässig gern ißt, das ist rein persönlich und es sollte nicht verkehrt sein, auch auf Fleisch zu setzen, um sich wichtige Nährstoffe zuzuführen. Wenn einem danach ist, mehr Fleisch als Gemüse zu essen. Doch sollte man in jedem Fall mindestens die Hälfte des Tages mit Obst und Gemüse verbringen, da zu viel Fleisch rasch träge machen kann;)...

Durch Überbeanspruchung der Muskulatur kann zuviel Milchsäure entstehen (dieser Effekt tritt evtl. auch bei chronischen Verspannungen der Muskulatur auf). Milchsäure und ähnliche Stoffwechselabfälle sind normal, und der Körper ist normalerweise darauf eingestellt - aber verliert das Bindegewebe und Muskelgewebe seine Pufferfähigkeit für alle anfallenden Säuren und verliert es seinen Nährstromfluß, merken wir, dass wir viel weniger Leistung erbringen können und physisch bedeutend schneller ermüden.
Der physischen Ermüdung voraus geht eine psychische Ermüdung und man gerät leicht in den Stress, der einen nur weiter in diesem Teufelskreis gefangen hält. 

Mit dem Stress schwindet manchmal auch die mentale Überzeugung, sich gesund ernähren zu wollen; es scheint, als greife man in Stresszeiten leicht vermehrt zu den angenommenen Gewohnheiten, weil sie die meiste vermeintliche Sicherheit bieten, die aber nur oberflächlich eine solche Sicherheit verbürgt - und was im Kern bloß Resultat mechanischen Handelns ist, das eben in Stresszeiten besonders stark wachgerufen wird. Und wenn man sich angewöhnt hat, einen Schokoriegel zu essen, möglicherweise weil ein Genußtrieb beteiligt ist, der uns die Leiden der Alltagswelt ausgleichen soll... dann kann dieser Teufelskreislauf auch sehr leicht tiefer führen und man hält den Stress, der zu verarbeiten ist, für einen Umstand von Außen, aber in Wirklicheit könnte man aufgrund eines Nährstoffdefizits selbst weniger fähig sein, den Stress zu verarbeiten.

Säuren im Übermaß verursachen ein bestimmtes Mileu im Organismus. Das Bindegewebe wird blockiert durch die den Fluß hemmenden Säuren und Salze.
Dadurch, dass dem Stoffwechsel wichtige Nährstoffe fehlen und er gleichzeitig von Schlacken beeinflusst wird, wird der Stoffwechsel fortwährend träger - anstatt die angestammte optimale Funktion zurückgewinnen zu können. 

Ein träger Stoffwechsel führt zwangsläufig zur weiteren Übersäuerung, weil ihm wichtige Stoffwechselschritte nicht mehr möglich sind, da Nährstoffe nicht zur Verfügung stehen oder der Fluß dieser Nährstoffe ins Stocken geraten ist  - erst recht können die normal anfallenden Säuren (zB Milchsäure, auch Harnstoff usw.) nicht mehr so gut abgebaut und ausgeschieden werden, weshalb es für den Beginn eines Entsäuerungsprozesses wichtig ist, die Säurequellen in der Nahrung zunächst zu meiden (zB Kaffee), aber auch viele andere Nahrungsmittel in Maßen zu konsumieren, wie zB Milch, Fleisch, Wurst usw..
Eiweiß allein genommen wirkt nicht so sauer, wie Eiweiß gekoppelt mit Fett in tierischer Form (es sind im Fleisch Cholesterin und Purine enthalten, von denen der Organismus im gegebenen Moment einer Übersäuerung zuviel erhalten könnte). Umso stärker die Übersäuerung, desto länger dauert es an, bis diese Stoffwechselprodukte abgebaut werden konnten und im Organismus wirken.

Kaffee wird nur langsam im Stoffwechsel abgebaut. Die Folgen der Übersäuerung durch Kaffee auf den Stoffwechsel machen sich verspätetet, ungefähr am zweiten bis dritten Tag nach dem Kaffeekonsum bemerkbar, um dann erst nachzulassen.
Das heisst, trinkt man zwei oder drei Tage hintereinander Kaffee bedeutet dies vor allem eine Akkumulation der schädigenden Eigenschaften des Kaffees.  Weil der  Kaffee der Vortage noch nicht vollständig abgebaut sein könnte.
Sporadisch getrunken - ein oder zweimal die Woche - hat Kaffee auf einen gesunden Organismus wohl durchaus noch förderliche Wirkung.
Ein übersäuerter Organismus sollte als Bestandteil der Kur ganz auf Kaffee verzichten. Kaffee ist der "Säurebringer" schlechthin. Verfügt der Körper über einen durch gesunde Ernährung optimalen Puffer, wird mehr Kaffee vertragen.

Stärkung des Bindegewebes durch Entgiftungsmaßnahmen

Um wieder ein starkes Bindegewebe zu erhalten, wird vielfach die Betonung auf basische Ernährung genannt. Es gibt dazu die Möglichkeit, basisch zu fasten, indem man einfach so gut wie möglich säurebildende Stoffe meidet und stattdessen auf basische Lebensmittel setzt. Kaliumreiche Gemüse (zB Gurke) und Obst (zB Banane) können bei der Entsäuerung besonders helfen. 

Auch Magnesium soll hilfreich sein; es wurde empfohlen, vor dem Schlafengehen Magnesium zu sich zu nehmen, da über Nacht die Regenerationmechanismen des Organismus ablaufen. Magnesium hilft der Entgiftung und die Folgen der Übersäuerung in den Griff zu kriegen.

Wenn man die natürlichen Entgiftungsfunktionen des Organismus stärkt, wird auch das Bindegewebe bereinigt.

Die für natürlichen Entgiftungsfunktionen und für ein starkes Bindegewebe benötigten Nährstoffe sind besonders:
Vitamin C, A, E, B6, B12, Folsäure (B9),
Biotin (B7), Nicotinamid (B3).
Zink, Selen, Kupfer, Eisen, Mangan. 
Ferner für den Zellstoffwechsel u.a. Magnesium, Kalium.  

Da offensichtlich Eiweiße wichtig bleiben, kann man ein Basenfasten abwandeln, und sich also nicht nur mit Basen sondern auch mit hochwertigen Eiweißen zu versorgen.
Der Anteil an Säurebildung ist bei einer nicht übertriebenen eiweißhaltigen Kost  viel geringer, als wie die beigetragenen Säuren von Kaffee (!), gesüßter Limonade, oder Zucker in Form von Kuchen (!).
Freilich setzt ein solch abgewandeltes Basenfasten wie jedes Fasten voraus, dass man so weit wie es geht säurebildende  Nahrungsmittel meidet.

Die für die natürliche Entgiftungsfunktion des Körpers relevanten Aminosäuren: Cystein, Glycin, Glutamin. Methionin. 

Cystein und Methionin kommen in der Nahrung selten vor und es gibt nur wenige Nahrungsmittel, die viel von diesen beiden Aminosäuren haben.
Methionin scheint eine allgemeine Stabilität und Nachhaltigkeit des Entgiftungsstoffwechsels zu verbürgen. Man stellt in Studien wiederholt fest, dass die Entgiftungsleistung besser ist, wenn genügend Methionin vorhanden ist.

Unterstützend wirkt Ornithin, Lysin und Asparaginsäure. Auch Taurin wirkt unterstützend, es schafft auf Zellebene einen Puffer. Taurin ist wichtig für die Entgiftungsleistung auf Zellebene und ist als ein Antixodant wirksam (freie Radikale-fänger).

Glutamin soll den Säure-Basenhaushalt regulieren helfen und bei der Entsäuerung, da es hilft Säuren über die Nieren aus dem Körper zu bringen, ohne dass dabei der Körper zu viele Nährstoffe verwenden  muss. Glutaminsäure kann vom Körper aus Glutamin gewonnen werden.

Die wichtigste Aminosäure ist Cystein. Sie kann helfen, die Gifte aus dem Bindegewebe zu schaffen und das Bindegewebe zu bereinigen, um den Nährstromfluss indirekt zu verbessern. Methionin unterstützt den gesamten Prozess, und macht ihn nachhaltig. 

Die Leber muss die Gifte des Harnstoffzyklus (Ammoniak) neutralisieren und auscheidbar machen, Ornithin hilft als Trägersubstanz. Ist die Leber geschwächt durch ungesunde Lebensweise, kann zusätzlich Ornithin helfen.
Ornithin hilft der Leber bei der Entgiftung, und kann helfen, Gifte in der Leber abzubauen. Ornithin hilft der Leber sich zu regenerieren.  Aspartinsäure ist eine andere Aminosäure, die Teil des Harnstoffzyklus ist. Generell wurden die besten Ergebnisse der Schwermetallausleitung mit Cystein festgestellt.
Als Präparat ist statt L-Cystein das etwas veränderte Cystein besser geeignet: Als NAC, bzw. N-acetyl-l-cystein.

Glycin hat als einzelne Aminosäure ebenso leicht entgiftende Funktionen.

Cystein, Glutaminsäure und Glycin stellen in Kombination darüberhinaus das körpereigene Antioxidanz Glutathion her, dass von den Schwermetallsalzen im Körper befreien kann. 
Methionin kann die Produktion des Glutathions positiv beeinflussen. Glutaminsäure kommt reichlich im Quark vor. Hühnerfleisch liefert einige Mengen an Cystein. Glycin ist normalerweise stark vertreten, gehäuft in Gelatine.
Auch Selen ist für Glutathion wichtig, genauer für ein besonderes Enzym, das aus beiden gebildet wird und bei der Ausleitung von körperfremden Stoffen und Schwermetallen zum Einsatz kommt (Glutathionperoxidase).
Damit Glutathion vermehrt gebildet werden kann, ist auch besonders Alpha-Liponsäure hilfreich.

Die Glutathion Synthese wird neben Methionin durch Mariendisteltee oder noch besser Mariendistelextrakt verstärkt. Grund ist der Wirkstoff Simylarin. Für diesen Zweck sollten 3-5 Tassen Mariendisteltee über den Tag verteilt getrunken werden (auch hierbei mehrmals Tage pausieren und auch schon mal eine Woche pausieren wie bei allen Kräutertees).
Eine Tasse Mariendisteltee am Tag kann diesen Wirkstoff noch nicht genügend konzentrieren, man muss daher mehrere Tassen trinken und mehrere Tage hintereinander. Es gibt auch Mariendistelextrakte, die diesen Wirkstoff Simylarin enthalten.

Aminosäurenpräparate für Entgiftungskur 

Es folgen mögliche Dosierungen für eine ein- bis dreimonatige Entgiftungs-Kur.  
Umso länger die Kur, desto weniger am Tag dosieren .

Ich will keineswegs suggerieren, man könne  nun drei  Monate lang konsequent und ohne Bedenken alle Aminosäuren einnehmen. Diese drei Monate als Dauer würde ich nur für eine Aminosäure wählen, die man als Präparat in ziemlich hoher Dosierung  nehmen will. Wenn man sehr viele Aminosäuren miteinander kombinieren will, sollte man sich meiner Meinung nach zunächst auf einen Monat beschränken und bis zur erneuten Einnahme einige Zeit pausieren. Noch besser ist die zyklische Einnahmeform: man nimmt 2 Wochen lang die gewünschten Aminosäuren und pausiert zwei Wochen, und wiederholt dasselbe noch einmal.  
Einige Aminosäuren sind bedenklicher als andere.
Während der Einnahme von Aminosäuren sollte man sich ausgewogen ernähren (und ausreichend alle Mineralien und Vitamine zu sich nehmen) und viel Trinken.

Basis:
Cystein / besser   als NAC: täglich 0.5-2.5 gr.
(Vorstufe des wichtigen Glutathion; kann kurzzeitig ein paar Tage höher dosiert werden, zB 3.5 gr.; Cystein sollte nicht  länger als 2 oder 3 Wochen hintereinander und ununterbrochen eingenommen werden)
Glycin: täglich 1-5 gr. (insgesamt wichtig für das Bindegewebe und hilfreich für viele andere Angelegenheiten des Stoffwechsels; hilft der Leber bei der Regeneration, hilft der Blutbildung usw. und soll auch als Aminosäure allein genommen Entgiftungswirkung haben)
Lysin: täglich 1-4 gr. (wichtig fürs Bindegewebe; hilft bei der Entgiftung; zB indem weisse Blutkörperchen, die u.a. aus Lysin bestehen, Toxine binden)
Methionin: täglich 0.5-4 gr. (stabilisiert den Stoffwechsel und die Entgiftungsleistung; grössere Mengen an Methionin bis 4 gr. täglich können kurzfristig dosiert werden, wenn die übrige Nährstoffzufuhr ausserordentlich gut ist; beste Einnahmezeit ab mittags bis abends; auch abends viel Trinken; nicht länger einnehmen als eine Woche ist empfehlenswert , um dann zumindest eine Pause einzulegen).

Optional (wenn das Budget es erlaubt):
Glutamin: täglich 2-4 gr.  

Evtl. Arginin: täglich 3-10 gr.  (regelmässig mit Lysin kombinieren. Entweder ein  zyklischer Muster der Einnahme befolgen - siehe unten -,  oder allgemein Arginin nach 10-14 Tage unbedingt 2-3 Tage aussetzen.
Dosierungen bei Arginin können von 3 gr. allmählich auf 15 gr.  gesteigert werden; sogar bis auf 30gr täglich. Mehr als 7 gr. niemals in einer einzigen Portion, sondern über den Tag verteilen.
Wenn eine   Woche mit 12 gr. oder mehr dosiert wurde, danach unbedingt eine Pause von Arginin einlegen.
Wie immer sind das nur Richtwerte, die auf Angaben im Internet basieren (Studienergebnisse) und eigenen Erfahrungen. Sonst findet  man allenfalls 6 gr. täglich bei Arginin erwähnt. 30 gr. Dosierungen können aber bestimmte Probleme beheben, die bei schwächeren Dosierungen nicht gut lösbar sind. Ich würde aber zunächst einige Wochen lan Arginin nur bis 15 gr. dosieren um den Körper nicht zu viel auf einmal zuzumuten. Bei einer Entgiftungskur ist aber eher der Schutz interessant, der Arginin vor Übersäurung und Entgiftungsprozessen bietet. Es kann aber sein, dass auch dies Einnahmen von bis zu 20 gr. und mehr erfordert.

Arginin ist eine Aminosäure, an die man denken kann, um den Stoffwechsel und Zellen effektiv vor den Folgen der Entgiftung zu schützen; Arginin wirkt am besten synergistisch mit anderen Aminosäuren zusammen, vor allem Lysin.
Lysin braucht  man nicht immer mit 4 gr. dosieren  um es mit Arginin zu kombinieren, sondern 1  gr. tuts  auch und ab und zu vielleicht mal mehr als 2 gr. besonders bei grossen Mengen von Arginin. 
Man kann Lysin vermutlich stets gleichzeitig mit Arginin einnehmen, allerdings wirkt Arginin dann vermehrt auf Ebene des Blutes und der Adern, weil Lysin den Transportkanal in die Zellen blockiert.
Arginin nicht zu hoch dosieren bei niedrigen Blutdruck -  beobachten, wie sich Arginin auf diesen auswirkt; evtl. absetzen).

Nicht so wichtig für das Entgiften
Evtl. Taurin: 0.5gr-1.5 gr. (alle zwei Tage für zwei Tage nehmen und dann zwei Tage Pause)
Evtl. Ornithin: täglich 0.5-1 gr. (wenn man gleichzeitig   Arginin nimmt, dann nur sporadisch Ornithin und nicht regelmässig Ornithin)
Evtl. Asparaginsäure: täglich 0.5-2.5 gr. (zwei bis drei Tage in der Woche aussetzen)

"Nicht so wichtig" soll aber nicht suggerieren, das in besonderen Fällen gerade diese Aminsoäuren nicht hilfreich wären.

Vorausgesetzt ist eine gleichzeitige Ernährung mit vollwertiger Mischkost. Die Belastung auf die Niere ist bei Aminosäurepräparaten etwas stärker ausgeprägt. Wenn eine Entgiftung hinzukommt, steigert sich die Belastung. Daher halte ich es auch aus eigener Erfahrung für angebracht, auf bestimmte Dinge und auch Entlastungszeiten  zu achten.
Da man die Niere schonen sollte, sollte Fleisch und Fett (auch in Form von Nüssen usw..) nicht übermässig gegessen werden und ansonsten die üblichen Hinweise für eine die Niere schonende Kost eingehalten werden (erfährt man über die Suchmaschine, wenn man zB "Ernährung+Nierensteine" eingibt). Auch Oxalthaltige Nahrung besser meiden oder beschränken (zB Kaffee, Rhabarber, Spinat, rote Beete).
Ab und zu empfiehlt es sich, einen Fett- und Eiweißfreien Tag einzuführen, und an diesem Tag ausschließlich Obst und Kohlenhydrate zu essen.  

Tägliche Eiweiße mit der Nahrung müssen ansonsten noch zugeführt werden, allerdings kann man die Menge, die man mit Präparaten einnimmt, von dem täglichen Normalbedarf an Eiweißen abziehen; zB 50 gr. Mindestbedarf (errechnet aus 0.8 kg pro kg Körpergewicht) minus gr. Aminosäurepräparate, die man täglich nimmt. Natürlich alles ungefähr. So exakt braucht man nicht werden. Die Aminosäuren wirken stärker als die Nahrungsweisse und man kann etwas weniger Eiweiß essen während der Kur. Hin und wieder auf essentielle Aminosäuren achten, dass man sich diese zuführt. Zum Beispiel mit einer Eierspeise.

Umso länger die Kur, desto niedriger die Dosierung (niedrigste Angaben). Während dieser Zeit sollte man immer wieder Pausen einlegen.

Zyklische Einnahme, Beispiele:

Man kann einem zyklischen Muster folgen:  
zwei Wochen Einnahme, mit Höchstdosierungen an diesen Tagen. Dann folgt eine Woche Pause, in denen man auch (für die Niere und Leber) spezielle Kräutertees trinkt.

Nach der Wiederholung der zweiwöchigen Einnahme folgen dann zwei Wochen Pause, in der man jedoch ebenfalls Kräutertees trinkt (es gibt so viele Kräuter, dass man hier gut variieren kann).

Man kann auch andere Muster entwerfen: drei Tage Aminosäureneinnahme folgen drei Tage Pause usw.. - oder man nimmt drei Tage einige bestimmte Aminosäuren, dann drei Tage andere Aminosäuren, dann wieder drei Tage andere Aminosäuren und führt schließlich 7-9 Tage Pause ein.
Nach einer Gesamtdauer von 1-3 Monaten (je nach Art der Dosierung) sollte man die Aminosäuren zunächst absetzen und ein oder drei Monate warten bis zur nächsten Kur. 
Diese Regeln mit Einnahme und Pausierungen stellen eine Basis dar, die gewährleistet, dass vor allem die Nieren nicht überlastet werden (vor allem bei Cystein wichtig wegen Nierenstein-Tendenz).

Es gibt Aminosäuren, die  weniger bedenklich sind für längere (aber nicht unbegrenzte) Einnahme. Dazu zählen zB Glycin, Lysin, und auch Arginin, wobei man bei Arginin nach 1-2 Wochen drei Tage pausieren sollte, und mindestens einmal die Woche Lysin hinzunehmen sollte.

Wichtig ist generell bei jeder Entgiftungsmaßnahme viel Trinken und die beiden Organe Niere und Leber stärken durch Tees und zB durch Gemüse, die diesen Organen besonders gut tun (zB Chicoree für die Leber, und Kürbis für die Nieren).

Für Cystein ist folgender Hinweis wichtig:
Wichtig: Nicht zu lange Cystein einnehmen. Wegen dem Risiko der Bildung von Nierensteinen am besten die oben erwähnte  Grundregel einer zyklischen Einnahme beachten. Man sollte immer wieder pausieren und die Niere den Überschuss an Salzen und Säuren ausscheiden lassen. Der Niere und dem Stoffwechsel helfen ins Gleichgewicht zu kommen kann übrigens das Gemüse Sellerie, am besten als Rohkost (von einer grosse Knolle kann man während zweier oder  dreier Tage immer wieder etwas abschneiden, und nach einem Tag Pause oder direkt im Anschluß erneut auf diese Weise immer eion Stück davon während des Tages essen und vielleicht merkt man  schon nach knapp einer Woche die positive Wirkung; - überhaupt  muss man Gemüse immer wiederholt verzehren, um auf ihre Heilwirkung zurückzugreifen). Es gibt allerdings auch eine Meldung, die besagt, Sellerie würde die Nieren reizen und wäre für Nierengeschwächte nicht empfehlenswert. Ich halte das für eine seltene Ausnahme. Dass Sellerie mit den Nieren korrespondiert scheint jedoch schon mal klar zu sein, da es in Bezug zur Niere immer wieder erwähnt wird.
Es ist sicher am besten, einfach zu beobachten, wie ein Gemüse bekommt.

Eine gängige Dosierung für Cystein beträgt 2 X 0.5 gr. täglich, was  für Cystein schon eine ziemliche Menge ist (aber an vereinzelten Tagen kann man auch 3 gr. einnehmen).

Cystein nicht stetig mit Methionin kombinieren, da Methionin den PH Wert des Urin stark senkt, was die Bildung von Nierensteinen begünstigt, wenn zugleich Cystein eingenommen wird. Es ist aber vorteilhaft, auch mal eine Zeit lang (am besten jeweils eine Woche) Cystein und Methionin zu kombinieren, um die Entgiftungsleistung zu erhöhen und den Stoffwechsel zu stärken. Überhaupt kann eine Kombination entgiftender Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen die Entgiftungsleistung verstärken, wenn dieser Impuls nicht zu langandauernd gegeben wird -  also sollte man so eine Konzentration nicht länger als 2 Wochen durchführen.
Überhaupt gibt es Gemüse, deren Heilwirkung bei kontinuierlicher Einnahme beträchtlich ist, auch ohne andere Präparate - das Ziel sollte sein, sich langfristig einfach mit Gemüse und Obst gesund zu halten. DIe darin enthaltenen pfl. Sekundärstoffe haben durchaus eine mit Aminosäuren zu vergleichende Wirkung auf den Stoffwechsel .

Wenn man Nahrungsmittel zu sich nimmt, die viel Calcium enthalten (zB Milch) , wird  die Calciumausscheidung, die durch Cystein bewirkt wird, offenbar vermindert. Das heisst, mit Cystein immer fleissig Milch und Käseprodukte essen. Aber oxalathaltige Nahrung meiden oder nur einmal die Woche (zB Spinat). Um der Calciumausscheidung entgegen zu wirken, hilft auch Vitamin A.

Während Einnahme von Cystein folgende Nährstoffe zu sich führen: Vitamine B6, B12, Folsäure; siehe auch Anmerkungen weiter unten; man kann diese Vitamine für die begrenzet Zeit der Einnahme von Cystein über eine Brausetablette einnehmen. NAC etwas weniger stark dosieren als das Cystein, etwa 20%-30% weniger. Sonstige Angaben, die unten folgen, beziehen sich auf Cystein, und nicht NAC. Einnahmenge auch der folgenden Angaben bezieht sich auf die Gesamtmenge an einen Tag verteilt und nicht pro Portion). Wenn man sich also sehr bewusst auf diese Umstände einstellt, kann man Methionin wiederholt mit Cystein kombinieren (obigem Muster folgen: zB in entweder jeder ersten oder zweiten Woche der Kur).

Nierentees: Goldrutenkraut, Wegwartenkraut, Echtes Labkraut, Birkenblätter, Schafgarbe.
Lebertees: Mariendistelkraut, Löwenzahnwurzel und -kraut, Hauhechel, Erdrauchkraut (nicht täglich), Angelikawurzel (nicht täglich).

Hauhechel ist neben der Leber auch für die Niere ausserordentlich gut. Auch Ringeblumenblüten sind für beide Organe ganz gut. Glycin und Glutamin sind die harmlosesten Aminosäuren, die man auch etwas stärker dosieren kann, falls ein Bedarf besteht.
Die Niere ist in Bezug zur Einnahme von Aminosäurenpräparaten das Risikoorgan. Die Leber braucht generell Stärkung, damit Auf- und Abbauprozesse innerhalb der Proteinsynthese optimal funktionieren und kein Stau entsteht.

Ich finde es wichtig, diese Anmerkungen zu treffen, ich will damit aber nicht verschrecken. Es ist einfach so: wenn man sich an ein paar  Dinge hält, begeht man kein Risiko und kann über die weitreichende günstige Wirkung dieser Aminosäurenpräparate nebenwirkungsfrei proftieren! Die wohltuende und gesundende Wirkung spricht einfach für sich. Zunächst sucht man sich die Aminosäure , die für Lösung eines Problems in Frage kommt und dann sucht man nach Einnahmehinweisen dieser Aminosäure.

Der stärkst mögliche Impuls scheint in einer zunehmenden Dosierung zu liegen (jeden Tag steigern bis zum Maximum), wobei aber nach der Maximaldosierung eine Pause der Einnahme erfolgen sollte, da dies die Verwertbarkeit und den Nutzen der Einnahme verbessert und nebenbei auch Geld spart und die Niere schont... (Geld sparen tut man dadurch, da man ansonsten die Aminosäuren viel höher dosieren müsste; der Körper gewöhnt sich an alle Nährstoffzufuhr, und bei ununterbrochener Einnahme verlangt er nach höheren Dosierungen für die gleiche Wirkung). Wichtiger aber als der Geldbeutel ist wie gesagt der Bezug auf die Niere.
Alle Angaben sollten nicht dogmatisch, sondern als Richtlinie verstanden werden. Passen Sie das Schema eigenen Bedürfnissen und Zielen an.

Übrigens  - umso mehr Aminosäuren man verwendet und kombiniert - kann ein synergistischer Effekt festgestellt werden, so wird zB durch die Kombination einiger bestimmter Aminosäuren die Bildung des  STH-Wachstumshormons angeregt, wodurch der Stoffwechsel kurz gesagt schneller funktioniert.  Dieses Hormon wird besonders nachts aktiv. Wer seine Ernährung nicht gross umstellen möchte (oder kann), empfehle ich bei der Anwendung von mehreren Aminosäuren unterschiedlicher Gruppen diese getrennte Einnahmeform. Eine Zeit lang gezielt entgiften, die andere Zeit gezielt stärken, harmonisieren oder aufbauen.

Bei niedrigen Budget bietet sich für die gezielte Glutathion-Synthese die Kombination Cystein (besser noch NAC), Glycin evtl. in Kombination mit Glutamin an. Dies sind die wichtigsten Aminosäuren.
Noch sparsamer: Nur Cystein/Nac, und sich Glycin und Glutaminsäure (ebenso wie die nötigen Nährstoffe) aus der normalen Nahrung beschaffen.
Dem L-Cystein ist das stabilere N-acetyl-l-cystein (NAC) vorzuziehen.
In jedem Fall sollte man Vitamin C zu Cystein bzw. NAC ergänzen, da es die Verwertung noch weiter erhöht.

Die Dosierung ist nicht dieselbe, da NAC besser verwertet wird (NAC als freies Aminosäurenpräparat 0.5-1.5 gr. über den Tag verteilt; kurzfristig, eine Woche, auch 2 gr. und mehr). In der Tendenz braucht man weniger NAC, da die normale L-Cystein Form der  Aminosäure  im Körper zum Teil oxidiert in Endprodukte und damit nicht mehr zur Verfügung steht. Wegen dem Risiko, dass sich Nierensteine bilden können, obige Hinweise bei Cystein-Einnahme beachten.

NAC ist anders als L-Cystein länger in der Lage, im Körper unverändert zu verweilen und bleibt damit länger für die Glutathionsynthese verfügbar .
Man sollte die Aminosäurenpräparate aber AUF KEINEN FALL zur Daueranwendung machen, selbst nicht in niedriger dem normalen Tagesbedarf entsprechender Dosis, selbst nicht bei harmlosen Aminosäuren. Man könnte allerdings überlegen, die Kur zeitlich zu dehnen, indem man die Aminosäuren nur unterhalb des täglichen Mindestbedarf anwendet oder solche Mengen, die in der Nahrung vorkommen (zB bei Cysten etwa 300 mg pro Tag).
Dennoch ist die Wirkung von Aminosäuren prinzipiell  stärker und direkter, und man sollte dann spätestens nach zwei Monaten ununterbrochener Einnahme längere Zeit pausieren.
Ich denke aber, dass eine sporadische Einnahme auch lebenslang durchaus möglich ist. Nur ist es dann zwingend, auf die Menge zu achten, dass man nicht doch täglich und schleichend sich in ein Ungleichgewicht manövriert.

Kräftige Impulse
Gelegentlich mal einen starken Impuls mit der Maximaldosierung geben (obige Höchstangaben). Dies am besten so gestalten, daß innerhalb aufeinanderfolgender Tage steigend und insgesamt einige Tage sehr hoch dosiert wird. Nach der Höchstdosierung kann man die jeweilige Aminosäure einen oder zwei Tage aussetzen.

Glutathion - dazu Glutamin oder Glutaminsäure?
Glutathion ist ein starkes körpereigenes Entgiftungsmittel, das aus Glycin, Cystein und Glutaminsäure hergestellt wird.
Glutamin und Glutaminsäure ist nicht dasselbe, beides kann der Körper jedoch ineinander umwandeln. Glutamin ist aber hilfreicher für den Organismus; Glutaminsäure in grösseren Mengen gilt als nicht so günstig für den Organismus.
Die Glutaminsäure, die noch zum Bau von Glutathion gebraucht wird, kann man sich aus dem Quark holen.
Glutamin ist allgemein für den gesamten Stoffwechsel wichtig und nützlich, abgesehen davon, dass es einen Teil Glutaminsäure beitragen kann (zu der es vom Körper aus Glutamin umgewandelt wird).  
Glutamin ist allgemein für den Organismus und Stoffwechsel besser verträglich als grössere Mengen an Glutaminsäure (Glutaminsäure erhält man zB im Quark). Der Körper kann mit Glutamin sehr gut umgehen, erhält Stärkung und wird belastbarer, bei zuviel Glutaminsäure ist das Gegenteil eher der Fall.
Sollte man dennoch  Glutaminsäure als Präparat verwenden wollen, dann wohl besser nur mit 0.5-1 gr. täglich dosieren.

Aus dem besser geeigneten Glutamin kann der Körper selbst Glutaminsäure herstellen. Dann aber sollte man auch genügend Selen und Mariendisteltee oder Simylarin-Kapseln zu sich nehmen, um die Glutathion Synthese auf diesem Weg noch zu stärken (Simylarin ist ein Bestandtteil der  Mariendistel und gilt als förderlich für die Glutathion Synthese; Selen ist ein Baubestandtteil  des Glutathion ).  Auch Alpha-Liponsäure (zB Spinat) soll die Glutathion Synthese ankurbeln.
Quark kann man essen, um die direkte Form der Glutaminsäure unterstützend dem Stoffwechsel  hinzuzuführen, damit der Aufbau des Glutathions gefördert wird. Wobei es nicht auf die Menge an Quark ankommt, sondern eine kontinuierliche Zufuhr (zB 4 mal am Tag statt nur eine grosse Portion).

Für eine gut eingestellte körpereigene Entgiftung ist zunächst ein optimaler Stoffwechsel von Nöten. Dieser läßt sich mit einer nährstofforientierten Ernährung kombiniert mit einer möglichst umfassenden Enthaltung von  Schlackenstoffen oder Säuren auch bei einem enorm geschwächten Stoffwechsel in spätestens einigen Monaten erreichen. Doch die Schwermetalle könnten damit nicht immer erreicht werden und es gibt nur wenige Mittel, um die Schwermetalle auszuscheiden, doch sie sind sehr effektiv (Cystein; Glutathion; Bärlauch; Koriander; Chlorella -dazu mehr  weiter unten im Text ). 

Schlacken und Säuren werden verursacht zB durch übermässig Kuchen und Weißmehlprodukte, täglich Kaffee, übermässig Wurst, zuviel Fett, zuviel Fleisch (Purine), übermässig viel Eiweiß. Schädlich sind übermässig viel Alkohol, schlecht für die Nieren ist es, zuwenig zu trinken.
Wenn nun die Entgiftungsfunktionen gut genug funktionieren, können schon viele Stoffwechselschlacken, die das Bindegewebe steif und spröde machen,   ausgeschieden werden - zB mit der Hilfestellung sekundärer Pflanzeninhaltsstoffen in Gemüsen, Obst und geeignete Kräutertees. Man kann diese Hilfestellung äusserer Faktoren noch erweitern und wird damit das Optimum der Entgiftungsarbeit heraus holen können. Da es sich um einen Organismus handelt, der leicht auf Ungleichgewichte reagiert, sollte man eine Entgiftung besser immer nur phasenweise und nicht ununterbrochen über Wochen hinweg vornehmen. Denn die Schlacken, die auszuscheiden sind, belasten Leber und Niere sonst zu sehr.

Der Stoffwechsel ist schnell wieder in Ordnung gebracht. Das Bindegewebe jedoch nicht.

Zur natürlichen Entgiftungsfunktion des Körpers bedarf es bestimmter Nährstoffe, die sogar in vorderster Front wichtig sind. 

Da aber auch andere Nährstoffe wichtig werden, ist es beinahe zwecklos, sich gezielt nach ganz bestimmten Gemüsen und Obst zu richten, die einen bestimmten Nährstoff aufweisen. Und andere Gemüse zu verschmähen. Abgesehen von einigen Nährstoffen wie Eisen und Zink, wo man durchaus gezielt bestimmte Nahrungsmittel suchen sollte,  auch Ergänzungspräparate zu sich nehmen kann (besonders bei Zink; Eisen würde ich nicht über längere Zeit als Präparat einnehmen, nur Zink). Besonders Zink muss täglich zugeführt werden, es hält sich nicht lange im Körper und wird schnell verbraucht.

Man achtet einfach auf eine Routine der vielseitigen und abwechslungsreichen Ernährung und wird sich alle nötigen   Nährstoffe einverleiben können. Es geht ja niemals nur um ein paar Nährstoffe, die irgendeine Liste als die Wichtigsten hinstellt, es geht um alle Nährstoffe, nicht zu wenig und niemals auch zu viel. Zu solchen Nährstoffen kann dann auch Kupfer, Chrom oder Selen zählen. Selen ist an sich wenig in den Pflanzen, man mag es für gut befinden, weil die Äcker nicht belastet sind, dennoch braucht der Körper in Spuren doch einiges an Selen.
Eine vollwertige und abwechslunsgreiche Kost, Mischkost genannt, kann uns ein reines Gewissen bescheren. Wir haben Glück, dass wir heutzutage - zumindest in wohlhabenden Nationen - eine grosse Auswahl an Nahrungsmittel haben.

Dennoch kann eine gewisse Grundkenntnis helfen, zB wichtiger Vitamine oder Substanzen (zB Alpha-Liponsäure im Spinat; oder Nahrungsmittel, wo sich vermehrt Eisen, Kupfer, Folsäure finden), dass man auch wirklich alle Nährstoffe erhält, weil man bestimmte Gemüse, Getreide usw. einschließt oder besonders betont.
Am einfachsten ist es schon, gibt man bei einer Suchmaschine zB "Selen nahrungsmittel" oder ähnliches ein, um erste Hinweise auf selenreiche Nahrungsmittel zu finden; olche Suchbegriffe bieten sich an um vor allem das richtige Thema und Kontext zu erwischen (andere Möglichkeit: "Selen Gesundheit" usw.).
Wir brauchen praktisch täglich Eisen. Zu leicht denken wir, es genüge ein oder zwei Mal in der Woche an Eisen zu denken . Kupfer ist gleichsam wichtig, und beides (Kupfer und Eisen) gehen zusammen mit Zink einen gewissen Zustand gegenseitiger Behinderung ein . Diese drei Nährstoffe sollten immer wieder beachtet werden und Zink nicht vernachlässigt werden (man kann zur Kur auch ein zwei Wochen lang täglich 50 mg einnehmen, wenn man an einigen Tagen nur die Hälfte 25 mg nimmt).

Da die Aminosäuren im Eiweiß so ziemlich das wichtigste Kriterium sind, weil sie die vielseitigsten Baustoffe bedeuten, ist es hilfreich, sich sachkundig zu machen, in welchen Nahrungsmitteln die wichtigsten zu welchen Anteilen vertreten sind. In diesem Artikel hier gibt es weiter unten eine Auflistung von für das Bindegewebe wichtigen Eiweißen.
Wir werden schnell unsere Trümpfe an Nahrungsmitteln entdecken, die wir in unserem Ernährungsplan auf den Tisch legen können.

Schließlich können wir mit Gelatine - ob mit oder ohne gezielte Entgiftung - das Bindegewebe in einer Weise stärken, dass ihm gerade die Proteine geliefert werden, aus denen es besteht. Proteine aus pflanzlichen oder tierischen Quellen werden tendenziell immer aus der Grundstruktur, in denen andere Lebewesen sie verwendet haben, gelöst, weil diese Struktur, besonders bei Pflanzen, vom Körper nicht verwendet werden kann. Dies hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass der Körper eine breite Palette an Aminosäuren erhält, die er frei zu seinem Bedarf verwenden kann zum Aufbau körpereigener Substanz. Ein Nachteil ist, dass dieser eiweißspaltende Prozess Energie und Zeit kostet und der Aufbau körpereigener Substanz generell dann länger dauert.

Üblicherweise werden Proteine aus der Nahrung vom Körper in grober Form verwendet und müssen nicht alle abgebaut werden, wenn diese Proteine in ihrem IST-Zustand mehr Ähnlichkeit mit denen aufweisen, die der Körper selbst benötigt.
Gelatine besteht aus nichts anderem als aus Bindegewebe, und die Molekülbindungen der einzelnen Aminosäuren müssen nicht alle aus ihrer Bindung gerissen (aufgespalten) werden. Der Körper kann aus ihnen schnell eigenes Bindegewebe aufbauen, anders gesagt: Der Zweck einer körperlichen Verwendung ist in der Gelatine bereits angelegt und diese Proteine werden vom Körper bevorzugt zur Bildung von Bindegewebe herangezogen.

Die Entgiftung (siehe Kapitel oben im Artikel) des Organismus - um so die Stärkung des Bindegewebes zu bezwecken -, geschieht hauptsächlich mittels den Aminosäuren Cystein, Glycin, Glutamin.
Daraus ensteht nämlich das körpereigene Antioxidant und der Entgifter Glutathion.
Bei Aminosäurenpräparaten kann statt L-Cystein das NAC verwendet werden. Diese Aminosäuren bieten sich an als Präparate genommen zu werden, falls man  vor hat die Zellen des Körpers (auch Gehirnzellen) von Schwermetallen zu befreien. Man kann auch mit Chlorella kombinieren.
Methionin ist für die Entgiftung aber auch für das allgemeine Bindegewebe hilfreich, und hat anscheinend stabilisierende Funktion auf den Stoffwechsel. Der Stoffwechsel wiederum bedingt auch die Kollagensynthese. Methionin aber nicht zu viele Tage hintereinander in Dosierungen über 300 mg einnehmen (vor allem wenn man gleichzeitig Cystein nimmt; wegen Nierensteintendenz). Trotzdem kann eine Kur mit Methionin und Cystein für eine begrenzte Zeit die Entgiftungsleistung des Körpers enorm intensivieren und etwaige Ungleichgewichte besser in den Griff bekommen. 

Auch Taurin soll nützlich sein zum Entgiften und um all den Wirkungen etwas entgegen zu setzen, die beim Entgiften entstehen können (Belastung des Stoffwechsels durch Oxidantien). 
Taurin ist die dritte schwefelhaltige Aminosäure nach Methionin und Cystein. Taurin besitzt antioxidative Eigenschaften und wirkt wachstumsfördernd. Nimmt man jedoch Cystein oder Methionin jeweils über 1 gr. pro Tag, sollte man entsprechend weniger Taurin nehmen (bei Taurin innerhalb der Normaldosierung bleiben). Denn Taurin ist ein Endprodukt von Cystein, und wird also schon vorhanden sein, wenn man Cystein und/oder Methionin genommen hat. Meiner Erfahrung nach, ist Taurin  aber nicht entscheidend. Sondern Cystein, Glycin und Methionin.

Es gibt noch weitere Aminosäuren, die entgiften oder dabei helfen: Asparaginsäure, Ornithin, und ganz besonders  Lysin wird hilfreich sein.

Gezielt den Organismus zu entgiften, wirkt nachhaltiger, als allein auf die Aminosäuren oder Nährstoffe zu setzen, die wichtig für den konkreten Aufbau des Bindegewebes sind. Diese Eiweiße werden wir in einer vollwertigen Ernährung gewöhnlich gut finden können. Aber gerade Cystein und Methionin sind seltener in der Nahrung vertreten.

Eine Entgiftung mittels Chlorella Algen hat sich ebenfalls bewährt. Chlorella Algen haben an sich schon durch ihre Inhaltsstoffe gute Wirkung auf das Bindegewebe.
Um Chlorella als Entgifter zu verwenden, muss man wissen, dass der Stoffwechsel die anfallenden Gifte auch ausscheiden können muss. Fühlt man sich schlapp, weil Chlorella die Schlacken hochspült, sollte man überlegen, die Dosierung zu erniedrigen. Andere empfehlen eine Steigerung der Dosis, um die entgiftenden und Gifte neutralisierenden Eigenschaften der Chlorella Alge zu nutzen, um die in den Stoffwechsel tretenden Gifte zu bändigen. Also am besten selbst ausprobieren. Meiner Meinung nach sollte man lieber länger planen, als zu kurz und zu intensiv die Niere und Leber zu belasten. Das beste sollte es sein, wenn man keine "Entgiftungssymptome" erlebt. Das kann sonst bedeuten, dass man irgendwo etwas falsch macht (zB schlechte allgemeine Nährstoffversorgung und es fehlen wichtige Nährstoffe wie Mineralien, Vitamine oder Spurenelemente).

Noch besser, zur Einnahme von Chlorella einen Komplex von die Entgiftung unterstützenden Aminosäuren einzunehmen: Cystein, Glutamin(säure) und Glycin, sie bilden zusammen das Glutahion. Der Entgifter Glutathion, der auch das Gehirn entgiftet (wozu man dann kein Bärlauch und Koriander mehr bräuchte). Normal genügt Cystein und Glycin und der Körper wird durch die vorliegenden beiden Aminosäuren dann auch ohne zusätzliche Einnahme von Glutamin(säure) bereits Glutathion bilden können. Vorausgesetzt ist Selen und andere Nährstoffe.
Auch erhöhen alle Aminosäuren als Präparate allgemein den Schwellenwert der erträglichen Dosis von sonstigen entgiftenden Maßnahmen - allerdings nur bis zu einer zeitlichen Grenze, aber der die Nieren zunehmend belastet werden. 

Cystein kann man gut mit Chlorella während der abnehmenden Mondphase anwenden, dann wartet man zwei Wochen und wiederholt die Kur.

Lysin hilft sehr, da es über die weissen Blutkörperchen Schlacken und toxische Substanzen zu neutralisieren vermag und ausserdem wichtig für das Immunsystem ist . Cystein vermag vor allem das Quecksilber am besten zu binden, aber bindet auch andere Schwermetalle und Gifte, um sie schliesslich  auszuscheiden. Das aus Castein, Glycin und Glutaminsäure hervorgehende Glutathion kann auch Schwermetalle im Gehirn entgiften. 

Der körperlich spürbaren Belastung durch die während der Entgiftung gelösten Schlacken lässt sich wohl in erster Linie mit Cystein (bzw. NAC), auch Lysin und Arginin entgegen wirken. Wohl am gesündesten ist, am besten immer zwei oder drei Tage intensiv entgiften und dann dieselbe Zeit aber pausieren bis zur nächsten Entgiftungswelle. Damit Leber und Niere sich jeweils erholen können. Viel trinken ist sehr wichtig und Kräutertees kann man bis auf einige Ausnahmen 5-6 Tassen täglich trinken. Goldrutenkraut ist ein vorzügliches Nierenmittel.

Es dürfte übrigens kein Problem darstellen, mit Chlorella zu entgiften, während man noch Amalgamzähne im Mund hat.

Quecksilber, das von den Plomben in den Körper gelangte, wird normalerweise von den Entgiftungsmaßnahmen betroffen. Wenn man allerdings plant, seine Zähne ändern zu lassen (statt Amalgam zB Keramik usw.), sollte man zuvor schon entgiftet haben, um den Körper zu entlasten. Und danach noch einmal kräftig entgiften. Und während der ganzen Zeit des Austausches der Plomben, an diesem Tag, besonders Cystein (oder noch besser NAC) nehmen. Da kann man ruhig bis zu 3 gr. auf einmal nehmen.

Man sollte Koriander und alle anderen besonders das Gehirn entgiftenden Maßnahmen erst anwenden, wenn man das Bindegewebe mittels Chlorella und/oder Cystein entgiftet hat. So steht es im Netz jedenfalls geschrieben. Und man sollte, wenn man Koriander benutzt, gleichzeitig Chlorella bzw. Cystein einnehmen, damit das aus dem Gehirn gelöste Quecksilber nicht im Bindegewebe neu-endgelagert wird.
Koriander und evtl. Bärlauch um die Nervenzellen (Gehirn) zu entgiften sollte man jedoch erst ergänzen, wenn die erste Stufe der Entgiftung des Bindegewebes abgeschloßen ist (je nach Entgiftungsmaßnahme etwa nach zwei bis sechs  Monaten), und der Körper damit auch über bessere Entgiftungsfunktionen verfügt, weil sein Bindegewebe einen besseren Nährstromfluß aufweist und die aus dem Gehirn kommenden Gifte , die durch Bärlauch/Koriander gelöst wurden, kurzzeitig aufnehmen kann, und als Puffer dient. Neben Koriander und Bärlauch soll auch rote Beete und Stachelbeere das Gehirn entgiften können.
Sonst wird die Entgiftung zu stark den Stoffwechsel belasten. Anwendung von  Cystein und anderen Aminosäuren benötigt  keine besondere Vorbereitung. Allerdings ist eine Nährstoffversorgung wichtig (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente).

Es  kann abgesehen davon (Chlorella + Bärlauch/Koriander) beinahe alles kombiniert werden  (aber nur zeitlich begrenzt!)- besonders aber auch mit allen nieren- und leberstärkenden Aminosäuren und auch anderen Nahrungsergänzungsmitteln, die die Leber und Nierenfunktion unterstützen (diese Tees und Extrakte machen viel aus; denn die Toxine, die durch Entgiftung ausgeschieden werden müssen, belasten diese Organe): zB Mariendistelextrakt (mit Simylarin; erhöht die Glutathionsynthese; Glutathion ist ein starkes körpereigenes Antioxidant und Entgiftungsenzym), zB Goldrutentee, die Goldrute wird in der Homöopathie Solidago genannt (zB als D30).

Mariendistelkrauttee hilft der Leber und regt die Bildung des Glutathion an. Mariendistel gibt es als Carduus Marianus in der Homöopathie. Mariendistel gibt es auch als Extrakt (ockerfarbenes Pulver, meist in Filmtablettenform).
Beides, Tee und Homöopathie,  kann ebenfalls kombiniert werden.

Hilfreich wären Aminosäuren-Präparate vor allem als Cystein (noch besser als Cystein ist dessen stabilere Form NAC) und Glycin, da diese zusammen mit der relativ häufigen Glutaminsäure (zB Quark und andere Milchprodukte) und dem seltenen Mineralstoff Selen starke körpereigene Antioxidantien und das Entgifter-Enzym Glutathion bilden. 

Wenn man Arginin als allgemeinen "Stoffwechsel-Munter-Macher" verwendet, lohnt es  aus mehreren Gründen auch Lysin dazu zu kombinieren (Lysin verstärkt Arginin; Lysin kann überschiessende Reaktionen von Arginin erheblich dämpfen; Lysin ist gut für die Immunstärke und Widerstandskraft; Lysin besitzt zudem entgiftende Eigenschaften).

Für eine funktionierende körpereigene Entgiftungsleistung sind auch etliche Nährstoffe wie Zink, Selen, Eisen, Magnesium und nahezu alle Vitamine nötig. Sie sind wichtig, damit der gesamte Entgiftungsprozess reibungslos ablaufen kann. Die genannten Aminosäuren stellen die vorderste Front aller Entgiftungsprozesse dar.

Nun müssen es nicht gleich Aminosäurepräparate sein, um sein Bindegewebe zu fördern.
Wie oben bereits erwähnt stellt Gelatine das Mittel der ersten Wahl dar, um dem Bindegewebe einen ideal zusammengesetzten Eiweiß-Nährstoff zu liefern.

Arginin findet sich in manchen Nahrungsmitteln gehäuft. Nüsse und Fleisch haben in der Regel viel Arginin zu bieten.
Arginin hilft regulativ bei der Proteinbiosynthese, beschleunigt den Zellstoffwechsel, hat schützende Funktionen auf die Zellen, und vor allem wirkt sich Arginin günstig auf die Blutzirkulation/Durchblutung aus (was auch eine beschleunigte Wundheilung mit sich bringt). Müde Glieder treten mit Arginin seltener auf.
Es gibt unzählige Stoffe, die die Blutgefäße verengen. Arginin zählt zu den seltenen Stoffen, die die Gefäße erweitern (genauer gesagt ist das Stickstoffmonoxid, NO genannt, das aus Arginin entsteht, dem diese Wirkung zugeschrieben wird). Aber auch Histidin wirkt mit dem daraus hervorgehenden Histamin etwas gefäßerweiternd.
Arginin senkt auch Bluthochdruck und stabilisiert den Herzrythmus. Besonders in Verbindung mit Folsäure kann Arginin seine positiven Eigenschaften auf das Herz/Kreislaufsystem verstärken. Ausserdem regt Arginin zusammen mit anderen Aminosäuren die Bildung von Wachstumshormonen an. Einziger Nachteil ist, dass es den Blutdruck senkt, was den Einsatz bei Menschen mit niedrigen Blutdruck in Zweifel zieht (vorsichtig ausprobieren mit geringer Dosierung).

Der positive Effekt auf den Zellstoffwechsel wird verursacht unter anderem durch Arginins Bedeutung, eine Vorstufe von Polyaminen zu sein. Das Spermidin, ein Polyamid, das aus Arginin hervorgeht, wurde in einer Studie als "jugenderhaltende" körpereigene Substanz entdeckt. Spermidin trage dazu bei, dass die Zellen auf höchster Ebene agil bleiben. Die Regeneration der Zellen wird durch Polyamide gefördert. 
Von Arginins belebender Wirkung betroffen sind die Wundheilung, Knochenheilung, Proteinsynthese und Kollagensynthese. Der Abbau von giftigen Eiweißstoffwechselprodukten (Ammoniak) soll mit Arginin schneller vonstatten gehen. Das Blut wird durch Arginin gestärkt, ebenso wie der Kreislauf.

Ornithin kann und wird aus Arginin entstehen, und Ornithin hilft beim Entgiftungsprozess der Leber und Ornithin soll Leberzellen bei ihrer Regeneration helfen. 
Arginin hilft allgemein der Regeneration nach allen Belastungen, und wird manchmal gegen Muskelkater eingesetzt (auch da es den Blutfluss begünstigt).

Wo immer Entgiftungsleistung vom Körper gefordert wird, muss der Körper und seine für Entgiftung zentralen Organe Niere und Leber optimal funktionieren. Mehr noch: sie müssen geradezu verwöhnt werden mit Stärkung, um die Belastung zu meistern und die Gifte wirklich heraus zu bekommen. Gerade beim Einsatz von Aminosäurenpräparaten muss auf viel Trinken geachtet werden, um die Niere zu entlasten (freie Aminosäuren sind immer etwas anderes, als die mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäuren). 

Man sollte mit der Ernährung - wenigstens für diese Zeit der gezielten Entgiftung - sich keine neuen Säuren oder Gifte zuführen (kein Kaffee, kein Fastfood).
Falls man auf die eine oder andere Art eine Kur mit Aminosäurenpräparaten wählt, sollte man aber nach zwei Wochen zwei oder drei Tage Pause einführen, an denen man keine Aminosäurenpräparate nimmt, und sich auch an diesem Tag Nierentees bedient, um die Entgiftungsarbeit zu entlasten und die Organe zu regenerieren. Diese Pause soll den Körper zusätzlich stärken. Ansonsten könnten die Entgiftungsanforderungen (aber auch die permanente Abbauarbeit von Eiweißen) die Niere überlasten, worunter nicht nur die Entgiftungsleistung leiden kann. Man sollte derweil auch während der gesamten Kur abends noch viel trinken, und den nächtlichen Toilettengang in Kauf nehmen.

Es gibt also die Möglichkeit, einzelne Aminosäuren zu kaufen, um sie sich gezielt zuzuführen. Dabei sollte man übrigens unbedingt Preise vergleichen. Die Auswahl an Händlern ist gross, man denke nur an die seit Jahrzehnten bestehende Fitness-Szene (Muskelaufbauprogramme).
Die Pulverform stellt übrigens die in jeder Hinsicht günstigste Einnahmeform der Aminosäuren dar.

Orthomolekulare Entgiftung

Die Vorgehensart, mit Nährstoffen und Aminosäuren gezielt zu entgiften, stellt übrigens das zentrale Konzept der "orthomolekularen Entgiftung" dar. Nicht immer sind es dieselben Nährstoffe oder Substanzen. Doch immer sind es Substanzen, die dem Körper bereits eigen sind oder wichtiger Nährstoff bedeuten.

Dabei ist es bei der Selbstbehandlung vernünftig, die Dosis einzelner Ergänzungsmittel nicht ins Uferlose zu übersteigern, sondern in einem Bereich zu bleiben, der sich bewährt hat und der nicht unbedingt auf eine Art "Beweisführung der noch erträglichen Dosis hinaus läuft".
Die Dosis wird aber deutlich über dem als regulär bekannten Tagesbedarf liegen (meiner Erfahrung nach meist 2-3 fach über dem empfohlenen Tagesbedarf).

Bei unsicheren Begegnungen mit einer gewissen Menge Stoff, hat es sich als günstig herausgestellt, den Körper langsam mit der Materie vertraut zu machen, und bei unbekannten Dingen erst mal niedrig zu dosieren.
Man sieht dann eine erste Reaktion, die bei Unverträglichkeit dennoch noch verhältnismässig erträglich bleiben würde.
Die vollständige Berücksichtigung aller Nährstoffe, die für egal welche Ebene des Stoffwechsels wichtig sind, bleibt ungeachtet der gezielten Zufuhr einzelner Aminosäurepräparate oberste Priorität. 

Die orthomolekulare Entgiftung wird vor allem bei Amalgam-Problemen eingesetzt. Nach allem, was ich dazu gelesen habe und mir selbst dazu denke, ist es nicht notwendig, seine Amalgam-Füllungen entfernen zu lassen, wenn man nicht wirklich starke Probleme mit Quecksilber aufweist (gerade die Entfernung kann grössere Mengen Quecksilber freisetzen). Die Mengen an Quecksilber, die beständig aus den angeblich sicheren Legierungen entweichen, und im Organismus an anderen Stellen aufgenommen und eingespeichert werden, sollten einfach mit Kuren entgiftet werden, auch mit solchen, die normalerweise strikt darauf bezogen sind, eine Amalgamentfernung zu begleiten. Es kann normalerweise keine Rede davon sein, dass man keine Entgiftung durchführen sollte, wenn man noch Amalgamplomben im Mund hat. Diese Einschränkung gilt wohl nur, wenn man persönlich mit stärkeren Problemen zu tun hat (hinsichtlich Quecksilber-Empfindlichkeit).
Als Kur bieten sich verschiedene Möglichkeiten an , die man kombinieren kann, oder man verwendet alljährlich oder ale zwei Jahre einfach eine andere Methode.

Auch die Chlorella Algen können aufgrund ihres Nährstoffreichtums und ihrer entgiftenden Wirken Teil der orthomolukularen Entgiftung sein.

Risikofaktoren für ein schwaches Bindegewebe

Risikofaktoren für eine gestörte Kollagensynthese ergeben sich vor allem in der Ernährungsweise. 

Ein Risikofaktor allein ist noch nicht schwerwiegend.
Aber wenn man zB Raucher ist und gleichzeitig nicht ausserordentlich für einen Nährstoffschub sorgt, wiegt dieser Risikofaktor des Rauchens doppelt. 

Ein weiteres erhebliches Risiko birgt der tägliche Kaffekonsum - womöglich dabei noch mehrmals täglich. 
Starkes tägliches Rauchen besonders in Kombination mit Kaffee ist schlecht. Engt beides Gefäße; und enge Gefäße können weniger Wasser aufnehmen; eine relativ grosse Wassermenge ist aber dem Zellstoffwechsel allgemein hilfreich, auch auf Ebene des Bindegewebes. Kaffee ist allgemein störend für Wundheilungsvorgänge, daraus lässt sich auch sein negativer Einfluss auf die Proteinsynthese schlussfolgern.

Zuviel vom einfachen Zucker und der gesättigten Fettsäuren (zB Kuchen). Zu viel Fett.

Stetige Übersäuerung des Organismus durch fehlenden Ausgleich mit Vitalstoffen, Gemüsen und Obst. 

Einseitige Ernährungsweisen mit wenig Nährstoffen.
Proteinarme o. nährstoffarme Ernährung über längere Zeiten. Zu wenig kohlenhydratreiche Ernährung, um den täglichen Bedarf an Energie zu gewinnen (der Glukosestoffwechsel ist wichtig, denn er liefert wichtige Vorstufen von zB der Aminosäure Glycin).

Katabolismus. Wiederholtes, "chronisches" Hungern am Morgen oder den halben Tag bei andauernden Belastungen auch psychischer Art - das stellt einen weiteren enormen und meist unterschätzten oder nicht wahrgenommenen Risikofaktor dar.
Dadurch entsteht ein kataboler Stoffwechsel, in dem zur Deckung des Energiebedarfs auch körpereigene Substanz abgebaut wird. Sofern diese Substanz am Abend erneuert wird, und dieser Zustand nicht chronisch wird, ist an einzelnen katabolen Stoffwechselarten noch nicht viel geschehen, wenngleich es nicht die optimale Art ist, den Stoffwechsel zu bedienen und daher keine Gewohnheit werden sollte. Wenn es aber zur Gewohnheit wird, schwächt sowohl ein Eiweiß- wie Nährstoffmangel  zugleich das Bindegewebe, wie den Stoffwechsel insgesamt.
Die wirklichen Gerfahren gehen von jahrelangen Gewohnheiten aus und einer synergistischen Verstärkung der negativen Effekte durch mehrere Risikofaktoren. 

Drei Jahre Missernährung benötigen im Grunde auch drei Jahre, um den alten Zustand wieder herzustellen. Meist reicht aber wohl ein Jahr aus, um die akuten Folgen (zB chronische Müdigkeit) zu "bekämpfen".

Übergewicht wurde oft als Risikofaktor genannt. 

Bewegungsmangel birgt allgemein eine Schwächung in sich. Anders gesagt, regelmässige körperliche Bewegung stärkt den Stoffwechsel, die Entgiftungsleistung, und auch das Bindegewebe.

Zu oft Alkohol oder andere Drogen - beim Abbau dieser Substanzen werden in extremer Weise Nährstoffe weg gezehrt, und viele Stimulanzien haben ungünstige Wirkung auf Gefäße (was meist jedoch erst nach Monaten und Jahren sich auswirkt). Generell weisen Alkohol, Kaffee und andere Drogen den Effekt auf, dass wir mit ihnen weniger Appetit bekommen und weniger auf Nährstoffe achten.  

Kaffee stört den Stoffwechsel (bei Dauerkonsum) und so auch die Kollagensynthese. Kaffee zu trinken empfiehlt sich aus gesundheitlichen Aspekten maximal zwei Tage hintereinander, an denen man dann auch mindestens 4 Tage Abstand zum erneuten Konsum lassen sollte. Selbst dann ist die Wirkung des Kaffees leicht belastend; besser ist es einen Abstand von einem Tag zu den Kaffeetagen zu lassen, und Kaffee insgesamt zwei bis maximal drei Tage in der Woche zu trinken. Wenn der Mond in Zwilling steht, ist es besonders ungünstig Kaffee zu trinken, weil er uns nervös macht. Körperliche Anstrrengung sollten wir an Tagen mit Waagemond nicht mit Kaffee verbinden und anderen den Körper schwächenden Substanzen oder Zuständen (zB zuvor eine Nacht durchmachen und am Vollmond in Waagemond schwere Lasten , etwa Möbel usw. schleppen).

Zu wenig Schlaf ist ein  nicht zu unterschätzender Risikofaktor. Viel gesunder Schlaf dagegen hilft dem Bindegewebe, sich zu regenieren.
Falls man wegen Schichtarbeit dazu genötigt ist, den Schlafrythmus regelmässig zu ändern, sollte man ganz besonders nährstoffintensiv leben. Nach durchzechter Nacht oder während eines Katers sollte man keine grösseren Anstrengungen sich vornehmen. Getragene Lasten können gerade jetzt das Risiko für einen Leistenbruch zeitigen.

Sport in Übermaß. Auch wenn man zunächst gänzlich untrainiert ist, und  durch Sport (zB Joggen) sein Bindegewebe stärken möchte, hat man einen hervorragenden Weg eingeschlagen - nur sollte man langsam beginnen, und lieber vier oder sechs Monate stur auf einer ganz leichten Trainingsebene bleiben (zB lange Spaziergänge, in denen man nur kürzere Strecken läuft. Die Spaziergänge können einen schnellen Schritt haben, nur  Bergauf und Bergab sollte man sich nicht abmühen.
Nach einem halben Jahr kann man dann beginnen regelmässig zu laufen. Der Grund liegt darin, dass das Bindegewebe und die Sehnen nicht so schnell an Stärke zulegen, wie Muskeln oder Kondition. Alle paar Wochen dürfte man ein paar Wochen Pause nutzen, in der der Körper auch durchaus noch diese Anstrengungen integriert und wächst,  und sich derweil aber  erholen kann.   Die Kondition lässt sich schnell wieder aufholen bzw. "aufladen". Treppen laufen ist eine gute Übung für die Sehnen und Bänder, sofern man es nicht übertreibt.  Generell gilt: Nur so lange, wie es nicht zwickt, juckt, heiss wird oder sich heiss anfühlt oder schmerzt.  Ausserdem sollte man beim Sport ganz besonders auf die Ernährung vor und nach dem Sport achten, damit Zellengewebe entsprechend sich regenerieren kann und dafür nicht das Bindegewebe leiden muss (damit der Körper seine Nährstoffe oder aktuell gebrauchten Aminosäuren bekommt, holt er sie sich notfalls aus dem Bindegewebe; ausserdem kann bei sportlicher Betätigung und mangelnder Kohlenhydratezufuhr ein kataboler Stoffwechsel entstehen, was gleichfalls Bindegewebe rauben kann).

Im geringerem Ausmaß bestehen Risikofaktoren auch in Depressionen, jähzornigen Aggressionen und stärkerer Nervosität, da hierbei Nährstoffe in grossem Umfang weg gezehrt werden. Andererseits können allein von psychischen Vorgängen auch die physischen Vorgänge betroffen werden. 
Auch Schlafstörungen können als Risikofaktor gelten, sowie ganz besonders Nahrungsmittel-, Umweltgifte und Umweltstrahlen jeglicher Art. Alle psychischen "Störungen" des Allgemeinbefindens verursachen nicht direkt physische Störungen, aber weiten die Konsequenzen und Wirkungen bestehender Störungen auf physischer Ebene aus.

Stress wirkt wie eine Ladung freie Radikale. Und ebenso kann  man als Anti-Stressmittel Radikalenfänger wie Cystein oder noch besser NAC verwenden, ebenso wie die Radikalefänger Vitamin C und E.... auch Arginin in Verbindung mit Lysin bietet sich an.

Nicht zu vernachlässigen sind also Stress und Stimmungen. Psychischer Stress sorgt für Verspannungen und diese Verspannungen bilden sich auch auf engergetischer Ebene (Chakren), und hindern so dem Ganzen daran, in den optimalen Fluß zu gelangen.

Wir sollten allgemein, so oft wir nur können, die Ruhe, und die Besinnung zur Ruhe, als Mittel zur Zentrierung, als Gegenmittel zur allgegenwärtigen "Uranisierung" verwenden lernen (Uranisierung bezieht sich auf den Planeten Uranus und soll hier meinen: Zerstreuung; Hektik; moderner technisierter Lebenswandel mit seinen eigenen Rythmen; Uranisierung durch Umweltstrahlen; Oxidantien usw.).
Damit wir nicht selbst zur Zerstreuung werden, und damit einen weiteren Risikofaktor erfüllen.
Kraft geht von Innen aus, sagt man so schön, aber man sagt es auch sehr zutreffend. 

Anlagebedingte Ursachen sind nicht auszuschließen, und stellen einen weiteren Risikofaktor dar, zB eine Art Anlage kann in astrologischen Konstellationen bestehen: Uranus oder andere Planeten im ersten oder vierten Haus; und ganz besonders Uranus/Mars Kontakte bzw. Aspekte (Konjunktionen , Oppositionen, Quadrate) -  was meist auch hier erst dann akut wird, wenn die übrigen Risikofaktoren hinzukamen und über Jahre bestimmend blieben. Bei Konstellationen im vierten Haus (besonders Mars, Saturn, Uranus, Neptun und evtl. Pluto) sollte man auf seinen Stoffwechsel acht geben. Der Stoffwechsel und die Ernährung im Wechselspiel mit der Psyche beeinflusst uns dann erheblich. 
Bei anlagebedingten Risikofaktoren sollte man die übrigen Risikofaktoren ganz besonders im Auge behalten und sich bindegewebsorientiert ernähren.

Das CFS-Syndrom (siehe dort unter Rubrik  "Verschiedene Themen": "Das chronische Müdigkeitssyndrom") bedeutet möglicherweise nichts anderes, als einen hoher Grad der Mangelernährung und Übersäuerung. Viel zu vieles deutet darauf hin - meine eigene Erfahrung bestätigt dies.
Möglicherweise fehlen einfach einige Aminosäuren und Nährstoffe, und das CFS-Syndrom ist manchmal auch als Burnout beschrieben worden.
Viele Schulmediziner tun sich schwer, CFS oder Übersäuerung zu identifizieren oder die Krankenkassen erkennen CFS nicht an.
So werden die Patienten von einer Diagnose zur nächsten geschickt, wobei die  Untersuchungsart oft eine Tortur sein kann (Gewebsproben usw.).
Die Naturheilkunde identifiziert nicht nur das Problem, sondern kann auch Konzepte als Heilungsweg bieten. Üblicherweise ist man in der Schulmedizin dran gewöhnt, etwas in der Praxis - gewissermaßen ohne viel Hilfe des Patienten - herzurichten oder irgendeine einzelne Substanz zuzuführen, die die Arbeit leisten soll.
Aber bei CFS geht es - so wie ich die Sache sehe - in erster Linie um die Ernährung, und die kann nur jeder selbst bei sich ändern. Es geht um eine optimale Nährstoffversorgung von Vitaminen, Spurenelementen bis zu Mineralien. Und um die Ausschaltung ungeeigneter Ernährungsweisen. Ganz besonders halte ich Kaffee für eine Gefahr während einer jeden Übersäuerung, ebenso wie Alkohol und langanhaltende gleichbleibende aber unbequeme Sitzhaltungen (zB am Computer). Vor allem stellt die Strahlung am Computer eine Belastung dar (es ist eine Tatsache, es wirkt wie Rauchen oder ähnlich wie der Stress durch Lärm).

Eine leichte bis mittelschwere Übersäuerung, die schon körperlich sichtbar wird,  stellt gewissermaßen eine Vorstufe zu weiteren Skalen des CFS Syndroms dar. Körperlich sichtbar wird die Übersäuerung durch zB schlechte Haut, Pickel, Unreinheiten oder schlimmeres: zB Probleme, Lasten über längere Zeit zu tragen, obwohl man dies früher konnte; oder die Glieder in bestimmter Weise anzustrengen oder auszustrecken, weil dies nicht geht; man kann durch Steifheit bestimmte Stellen am eigenen Körper nicht mehr erreichen, die man vorher erreichen konnte usw..

Aminosäuren des Bindegewebes (Aufbau und Anatomie)

Das Bindegewebe und seine Grundsubstanz besteht hauptsächlich aus Prolin, Glycin, Lysin.

Cystein ist wichtig und sorgt für eine umfassende Stabilität der Proteingebilde.


Threonin scheint nicht unbedeutend und nicht unwichtig.

Die Kollagensynthese aktivierend / regulierend sind Arginin und Tyrosin.  Tyrosin sollte nicht unterschätzt werden, es könnte als unentbehrlich gelten, da es durch hormonelle Regelfunktionen auf die Kollagensynthese aktivierenden  Einfluß aufweist.
Glycin ist zentraler Bestandtteil, Prolin und Lysin als nächste Bausteine wichtig. Lysin sorgt für die Vernetzung der Kollagenfasern. Prolin sorgt anderweitig für die Stabilisierung des Bindegewebes. Methionin ist hilfreich.

Weniger bedeutsam sind Valin und Alanin, obwohl sie Teil des Bindegewebes sind - da meist die Versorgung durch die Nahrung ausreicht und diese Aminosäuren nicht in grossen Mengen gebraucht werden für das Bindegewebe, seinen Schutz oder die beteiligten Stoffwechselvorgänge.

Die Grundsubstanz ist der freie Raum des Bindegewebes, der maßgeblich aus Flüssigkeit besteht und also eigentlich kein freier Raum ist. In dieser Matrix, Raum oder Flüssigkeit, befinden sich einzelne Zellen und sorgen für eine Art Sieb des Organismus. Hier werden normalerweise Mineralien/Nährstoffe ausgesiebt und festgehalten. Statt Nährstoffen können auch Schwermetalle vom Bindegewebe gefiltert werden, die dann mehr und mehr Teil des Bindegewebes werden und es damit auch schwächen.

Die Grundsubstanz ist nicht, was dem Bindegewebe Festigkeit verleiht. Festigkeit erhält das Bindegewebe durch Kollagenfasern, die in dem lockeren Bindegewebsraum der unstrukturierten Grundsubstanz eingelagert sind. In der Grundsubstanz befinden sich unstrukturierte, zusammenhanglose Zellen und Bindegewebswasser, eine Flüssigkeit der Zellzwischenräume. Die Grundsubstanz soll den Nährstofffluß im Organismus aufrecht erhalten. Das Bindegewebe ist ein wichtiges Nährstoffdepot

Grundsubstanz und Fasern bilden die Extrazelluläre Matrix.  

Mit den Zellen des Bindegewebes wird die Zellmembran für Auf- und Abgabe von (Mineral-)Stoffen wichtig. Unter anderem sind Fette wichtige Bestandtteile dieser Membranen.

Der Energiebedarf der Zellen des Bindegewebes wird allein durch Glukose gedeckt.

Bestandteile der interzellulären Substanz, d.h. der Grundsubstanz und des Raumes zwischen den Zellen, sind: Kollagen, Elastin, Laminin, Fibronectin, Keratin (nicht Kreatin). 

Faszien sind wichtige Gewebsytpen von Bindegewebe.

Faszie ist ein anderes Wort für "straffes Bindegewebe".
Faszien bilden eine Art willentlich nicht kontrollierbarer Minimuskel, welcher den Körper an bestimmten Gegenden grossflächig durchzieht, und ihm so Struktur und Spannungskraft verleiht.
Dieses "Spannungsgewebe" ist durch eine Vielzahl an kollagenen Bindegewebsfasern bestimmt.

Bei einem Leistenbruch ist es offensichtlich die Faszie, die nachgegeben hat.

Im weitesten Sinne kann ein spannungsvolles Bindegewebe dabei helfen, das Lymphsystem zu stimulieren (durch die Übertragung der Spannung von Körper auf Lymphsystem via straffem Bindegewebe - zB bei Wanderungen und Joggen oder körperlicher Arbeit stimulieren die Muskeln das Bindegewebe, das durch seine Spannkraft die "pumpende Wirkung" auf die Lymphsysteme überträgt).

Manche Menschen erkranken eher an Knorpelschwäche, manche eher an Leistenbrüchen. Und sehr viele Menschen haben eine äusserlich sichtbar schlechte Haut. Andere bekommen Haarausfall. All das liegt meist am Fehlen derselben Nährstoffen, die allgemein für das Bindegewebe wichtig sind.

Es konnte in Studien ein bedeutender Unterschied in Proteinen der extrazellulären Matrix festgestellt werden, zwischen Patienten mit Leistenbruch (inkl. Rezidiven; Wiederauftreten einige Monate oder Jahre später nach einer Leistenbruch-OP), und solchen ohne Leistenbruch. Das heisst, ein gutes Bindegewebe ist einfach gesagt ausreichend und vollständig mit Nährstoffen versorgt.

Prolin, Glycin und Lysin sind die wichtigsten und direkten Baustoffe, um straffes Bindegewebe zu schaffen.
Dass allein die Baustoffe vorhanden sind, muss jedoch noch nicht bedeuten, dass die Kollagensynthese schnell und vollständig funktioniert. Forscher fanden heraus, dass bei Leistenbruchpatienten in den meisten Fällen die Kollagensynthese gestört war (!).

Die für eine Leistenhernie (nach der Operation) wichtige gewünschte Narbenbildung an der inneren Bruchstelle geschieht durch die Hautfibroblasten, die ebenso aus den Baustoffen Prolin, Glycin und Lysin gebildet werden. Aber diese Aminosäuren sind nicht so wichtig, wie das Vitamin C und Eisen.
Vitamin C und Eisen sind bei jeder Kollagensynthese wichtig!  

Eine zusätzliche Einnahme von Arginin kann via dem Wachstumshormon STH helfen.
Man kann, um die Ausstoßung von Wachtumshormonen zu begünstigen, auch andere Aminosäuren ergänzen, von denen gesagt wird, dass sie die Ausschüttung der Wachstumshormone begünstigen: Glycin, Lysin, Ornithin, Tryptophan, Glutamin.

Glutamin ist darüberhinaus immer wichtig als Energiebringer der Zellen. 

Die Kollagenfasern befinden sich inmitten der lockeren Grundsubstanz. Die Grundsubstanz wirkt selbst wie eine Flüssigkeit. Mit der Menge an Kollagenfasern und einer bestimmten Anordnung (eng anliegend in einer Richtung wie bei einer Sehne, oder vernetzt wie bei einem reifen Kollagen-Typ I) wird einem Gewebe Struktur verliehen, und es ergeben sich die verschiedenen Gewebetypen von Faszien bis zu Sehnen, Bändern und Knochen, die ein sehr dichtes Netzwerk von Fasern bilden.

Das Kollagen-Typ I ist hochgradig vernetzt mit stabilen Kollagenfasern, im Gegensatz zu Kollagen Typ III, dem die Nährstoffe fehlten, um zu Kollagen-Typ I zu werden. Die Kollagengewebe von Typ I sind reif (im Endstadium entwickelt), und erfüllen ihre Funktion und ihren Zweck als strukturerhaltende Stütze der einzelnen Teile, Gewebe und Organe des Körpers.

Die Kollagenfasern, die in der lockeren Grundsubstanz eingefügt sind, verleihen dem Bindegewebe erst seine Festigkeit und Stärke. 

An verschiedenen Orten des Körpers müssen sich für feste Gewebsschichten spezielle Bindegewebsschichten befinden, zB in den Sehnen oder Knochen. An anderen Stellen können sich offenbar neben den anderen Bestandteilen diesesw Gewebe auch Kollagenfasern - je nach Verfügbarkeit an Aminosäuren und Bauteilen -  befinden, um dieses Bindegewebe an diesen Orten zu stärken. Kollagenfasern an dieser Stelle sind offenbar nicht lebensnotwendig, oder bilden anders gesagt eine Option. Wenn der Körper aber lang genug einem Nährstoffdefizit ausgesetzt wurd, dann werden auch die festeren Bestandteile von Knorpel und Sehnen als nicht mehr lebensnotwendig eingestuft, so dass  wichtige Organe einen Teil ihrer Nährstoffe erhalten, wenn diese nicht mit der Nahrung zugeführt werden. Das Bindegewebe ist auch für kurze Notzeiten der erste Ort, wo zugegriffen wird - umso weniger das lockere Bindegewebe noch Nährstoffe enthält, die der Körper braucht, desto mehr wird evtl. auch zu den festeren Sehnen und Bändern gegriffen. Möglicherweise ist es aber auch anlagebedingt, welcher Körperbereiche in grössere Mitleidenschaft geraten, wenn es ein enormes Nährstoffdefizit über längere Zeit gibt.

Die Kollagenfasern werden vorzugsweise an unwichtigen Orten abgebaut, wenn zB ein Nährstoffdefizit vorliegt und gleichzeitig Risikofaktoren vorliegen, und der Körper Aminosäuren benötigt um den Bedarf zu decken. Wofür der Organismus sie sich aus dem Bindegewebe holt. Damit entsteht aus einem einstmals starken Kollagen Typ 1 der schwächere Kollagen Typ 3.
Bindegewebe aus Kollagen 1 besitzt mehr von den stabilen Kollagenfasern, die auch in Sehnen vorhanden sind.

Offenbar ist es dabei wichtig, dass für ein stabiles Bindegewebe egal an welchen Stellen des Körpers, jene Stoffe Eingang finden, die auch für das feste, also knorpelige Bindegewebe verantwortlich sind.
Das sind jene Aminosäuren, die beim stärkeren Kollagentyp I eine Rolle spielen und auch die Kollagenfasern bilden können. Studien haben ergeben, dass Patienten mit Leistenbrüchen (Hernien) in der Vielzahl ein schwächeres Bindegewebe von Typ 3 aufweisen. Kollagen Typ 3 besteht mehr aus retikulären Fasern, die mehr Elastizität aufweisen und keine grosse Zugfestigkeit besitzen. Und allgemein befinden sich im Gewebe von Typ 3 weniger stabile Kollagenfasern. Das macht  dieses Gewebe schwächer, aber es kann weiter entwickelt werden, wenn genügend Nährstoffe vorliegen und die Kollagensynthese reibungslos von den Anfängen fortentwickelt werden kann zum dichteren Gewebe Typ 1.

Allgemein wurde festgestellt, dass ein hoher Gehalt an Prolin und das daraus hervorgehende Hydroxyprolin die Kollagenmoleküle bzw. die Helix des Kollagens stabilisiert. Für ein stabiles Kollagen kommt es weiterhin auf die Quervernetzung an, die offenbar durch Lysin hervorgebracht wird. Lysin soll auch dem abbauenden Bindegewebsstoffwechsel entgegenwirken, indem es an abbauende (eiweißspaltende) Gewebe-Enzyme andockt und sie damit neutralisiert. Lysin scheint neben der Quervenetzung auch für die harten Sehnen-, Bänder- und Knorpelgewebe verantwortlich zu sein. Insgesamt besteht die Bildung egal welchen Bindegewebes -  lockeres oder straffes - aus einem Dreierverbund von Glycin, Lysin und Prolin.

Anatomische Übersichten zu Kollagentypen:
http://www.unifr.ch/kollagen und:
http://www.uni-mainz.de/kollagen.html
.

Anatomie des Bindegewebes:
http://www.unifr.ch/anatomy/.bindegewebe.php
und:
http://www.tobias-schwarz.net/.bindegewebe.htm.

Für ein gutes, straffes Bindegewebe sollte man den gesamten Bestandteilen des Bindegewebes Beachtung schenken, und allgemein den Gefäßen und auch der Durchblutung dieser ein Augenmerk widmen.
Ganz besonders wichtig sind die Kollagenfasern. Aber auch die Grundsubstanz, die mit der wichtigen Funktion des Nährstromflußes und weiteren Stoffwechselfunktionen auch erst die bestmögliche Funktion auf Ebene des Bindegewebes und der Kollagenfasern ermöglicht.

Man stößt bei beiden Sachverhalten - Grundsubstanz und Kollagenfasern -  immer wieder auf die drei Aminosäuren Prolin, Glycin und Lysin,  Vitamin C, Eisen und Kieselsäure (Silizium). 
Aber auch Threonin wird als Bestandtteil der festen Bindegewebsarten genannt (offenbar wichtig für Sehnen). Weiterhin kann der Körper aus Threonin Glycin synthetisieren. Aber wenn Glycin nicht auch mit der Nahrung zugeführt würde, könnte der Bedarf   nicht allein durch die Synthese aus Threonin gestillt werden. Glycin erhält auch Aufgaben in der Entgiftungsarbeit des Körpers und hat weitere Bedeutungen, die über das Bindegewebe hinaus gehen.

Glycin befindet sich im Knorpel und Sehnen. Glycin stellt ein platzsparendes Molekül dar, das besonders für Bindegewebsfaser geeignet ist, und für die Festigkeit verantwortlich sein soll. In Studien wurde festgestellt, dass Menschen, die an Knorpel- und Knochenkrankheiten (Ostheoporose, Arthrose) litten, merklich mit Glycin geholfen werden konnte. Offenbar wird Glycin speziell für den Knorpel wichtig, aber kommt auch in Kollagenfasern und der Grundsubstanz vor.
Glycin soll neben anderen Aminosäuren (wie zB Lysin) dem Abbau vom Bindegewebseiweiß entgegen wirken. 

Lysin ist wie Prolin und Glycin wichtiger Teil des Bindegewebes und der Kollagenfasern.
Es scheint, von Glycin geht die Kollagensynthese aus, d.h. an Glycin lagern sich Prolin und Lysin an (in ihrer durch Vitamin C oxidierten Form) oder umgekehrt (jedenfalls scheint Glycin zentrales Molekül). Prolin und Lysin vervollständigen die Synthese, vollenden den Reifeprozess. Von zusammengelagerten Glycin und Prolin scheint die Kollagensynthese auszugehen. Lysin vervollständigt den Prozess und vernetzt dabei offenbar auch quer.

Man schreibt, dass Kollagen aus etwa 30% Glycin und aus 15-30% Prolin besteht. Andere geben pauschal 30% Prolin an und nennen auch Zahlen zu Lysin (etwa 15%). Wobei es auch auf die Art des Bindegewebes ankommt (ob es sich um Zellen oder Fasern der Grundsubstanz, Knorpel oder Sehnen handelt; Lysin dürfte mehr in festen Bindegewebsfasern wie Sehnen oder Knorpel vorkommen). 

Wie bereits eingangs erwähnt gibt es einige Typen Kollagen, die bedeutend anders geschaffen sind. Knochengewebe und Knorpel weisen offensichtlich einen Unterschied zum straffen oder lockeren Bindegewebe zB im Bauchraum auf. 

Weitere Zahlen spezifisch für Kollagenfasern:
Glycin: 33%, Prolin: 12%, Hydroxyprolin: 10%. Wenn Hydroxyprolin genannt wird, handelt es sich um ein Syntheseprodukt, dem Prolin voraus ging (Hydroxyprolin wird unter Zuhilfenahme von Vitamin C aus Prolin hergestellt).

Aber auch Alanin kommt zu etwa 10% im Kollagen vor. Alanin kommt auch in Seide vor, wo es vermutlich einen Teil der Festigkeit verleiht.
Die nicht-essentielle Aminosäure Alanin kann vom Organismus selbst synthetisiert werden (aus dem Glukosestoffwechsel).
Alanin dient dem Organismus auch als Energiequelle, d.h. ist unter den Aminosäuren besonders geeignet, um aus ihr effizient Energie zu beziehen.

Eine aufschlussreiche Seite zum Kollagen nennt  eine Verbindung aus Prolin, Hydroxyprolin und Glycin als häufigste Struktur, und bestätigt die 30% Glycin als Anteil des Kollagens (und meint damit offensichtlich den Teil des Kollagens des interzellulären Bindegewebes und die Kollagenfasern, die die Festigkeit und Zugkraft verbürgen). 

Der Aufbau des  Kollagens besteht im wesentlichen aus Prolin, Glycin und Hydroxyprolin.
Ein anderer Bestandteil des Bindegewebes ist Hydroxylysin, es wird durch Oxidation von Lysin erzeugt (um Hydroxylysin zu erhalten, benötigt man Lysin und auch hier Vitamin C). Damit dieser Zustand der Hydroxylase aufrechterhalten werden kann und die Kollagenstruktur aufrecht erhalten bleibt, wird Eisen eingelagert (bzw. durch Vitamin C die Eisenform von FE II zu FE III reduziert)  - deshalb ist neben Vitamin C auch Eisen wichtig für die Kollagensynthese.

Kollagenmoleküle werden in der Zelle gebildet, treten aus der Zelle heraus, und werden dann weiter strukturiert und angeordnet.

Im extrazellulären Raum des Bindegewebes (EZM) findet man oft: Arginin, Glycin, Asparaginsäure.

Strukturproteine namens 'Glykoproteine' (Proteine mit Beteiligung von Kohlenhydraten) sollen die Festigkeit des Knorpelgewebes und der Grundsubstanz mitverbürgen.
Stoffe aus dem Kohlenhydratstoffwechsel kann der Körper leicht selbst herstellen. Die genannten Aminosäuren sind die Proteine, an die sich diese Kohlenhydrate binden.
Schwefel ist wichtig, vor allem beim Glykoprotein Chondroitin. Ein anderes Glykoprotein ist Glucosamin, das aus dem Glukosestoffwechsel unter Vorhandensein von Glutamin resultiert. Es entsteht mit Cystein leicht eine Disulfidbrücke von zwei Cystein-Aminosäuren. Diese Disulfidbrücken stabilisieren die Proteine, die aus Cystein und vielen anderen Aminosäuren bestehen. Schwefel ist damit in Form von Methionin oder Cystein notwenig, um die Kollagenfasern weiter zu stabilisieren.
Schwefel in Bezug zur Haut und dem Bindegewebe wird immer wieder genannt, und die Schwefelversorgung klappt am besten mit den   schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein  und Methionin bzw. Nahrungsmitteln, die reich an Methionin/Cystein sind.
Schwefel ist aber auch Bestandteil der erwähnten Glykoproteine. 

Angeblich soll dabei Methionin die "beste" Schwefelquelle bedeuten (am einfachsten verwertbar). Methionin hat auch Anteil an der intakten Zellmembran und vermag offenbar die Stoffwechselfunktionen allgemein zu stabilisieren, mehr als Cystein allein.
Manche sagen, Schwefel in Form des Cysteins sei  grundsätzlich ein wichtiger Teil der eigentlichen Grundsubstanz des Bindegewebes.
Cystein hilft darüberhinaus bei der Regeneration des Bindegewebes, und ist auch wichtiges Antioxidanz zum Schutz des Bindegewebes. 

Übrigens: Wenn man Methionin oder Cystein als Präparat einnimmt, sollte man gleichzeitig unbedingt auf genügend Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure  und Zink in der übrigen Nahrung achten (oder als Ergänzungspräparat), um erhöhte Homocysteinwerte zu vermeiden! Denn nur mit diesen Nährstoffen kann Homocystein, das aus Methionin entsteht, rück- und umgewandelt werden in Methionin und Cystein.
Nur mit Eisen und Vitamin C kann Kollagengewebe aufgebaut werden.

Arginin treibt die Bildung von Wachstumshormonen an (STH), kann so indirekt die (anabole) Kollagensynthese beflügeln. Arginin soll auch Bestandteil von einfachen Bindegewebsarten sein. Arginin verbessert darüberhinaus die Durchblutung der Gefäße.
Besonders Arginin kann die Wundheilung erheblich verbessern.
Auch Glutamin ist für die Wundheilung wichtig. Auch Methionin kann nach einigen Studien die Wundheilung begünstigen, ebenso wie Isoleucin, Histidin, Prolin, Lysin und auch Glutamin.

Arginin ist am Bindegewebe mit unter 5% Anwesenheit beteiligt. 
Aus Arginin gehen aber auch weitere Stoffwechselprodukte hervor, die im weitesten Zusammenhang auch mit der Kollagensynthese bzw. dem gesamten Stoffwechselgeschehen zusammenhängen können.
Es ist nicht ganz klar, in welch genauem Ausmaß Arginin die Kollagensynthese positiv beeinflusst, abgesehen von der Bildung des STH-Wachstumshormons. Es taucht jedenfalls häufig die Meldung auf, dass ein für die Kollagensynthese förderlicher Effekt auf die Bildung von Stickoxid zurückzuführen sei, das  bei der Wundheilung nötig ist.
Stickoxid wird von Arginin gebildet und verursacht günstigen Einfluss auf Gefäße und die Fliesseigenschaften des Blutes.

Arginin, Prolin, Lysin, Glutamin, Methionin und Histidin sind für die allgemeine Wundheilung oder Verletzungen  hilfreich  - oder nach chirurgischen Operationen - (es wurden auch die BCAA'S genannt: Isoleucin, Leucin, Valin).
Überall wo ein Eingriff vorgenommen wird, oder sich eine Verletzung ereignete, da  ist auch Bindegewebe beschädigt und muss neu aufgebaut werden. 
Dass sich eine Wunde dauerhaft verschliessen kann, hat nicht nur mit der Gerinnung des Blutes zu tun, sondern ist auch am Aufbau, an der Einlagerung und Vernetzung von Kollagen gebunden. Es handelt sich um geschädigte Zellen an sich, oder Blutungen (unterhalb der Haut). Für die allgemeine Regeneration und Wiedererstarkung dürfte Lysin helfen. Bei Schwellungen und notwendigem Wiederaufbau von Zellen, auch erwünschter Narbenbildung kann Arginin helfen.

Prolin kann vom Körper auch aus Glutamin oder Glutaminsäure synthetisiert werden. Das bedeutet aber nicht, dass der Körper genügend Mengen an Prolin bereit stellen könnte. Solcherlei Referenzen (Synthese aus anderen Aminosäuren) funktionieren nur in einem annähernd paradiesischen Zustand, ohne psychische Belastungen, ohne Schadstoffe, ohne Gifte, ohne übertriebenen Fett-, Zuckerkonsum, Kaffekonsum,  Alkoholkonsum usw..

Glutamin als "Energiebringer" kann die Proteinsynthese ähnlich wie Arginin beflügeln. Vorteilhaft dürfte es sein, Arginin gelegentlich mit Glutamin, Lysin, Prolin, und Glycin zu kombinieren. 
Es ist auf jeden Fall eine sinnvolle Maßnahme, in der Nahrung auf Arginin zu achten (oder als Ergänzung einzunehmen). 

Als weiterer Bestandteil oder Cofaktor des Bindegewebes gilt Cystein

Auch Threonin wird gelegentlich als wichtiger Bestandteil  genannt. Es ist anscheinend indirekt für ein elastisches Bindegewebe wichtig und hat Anteil am Aufbau der Zellwände und Zellkanäle (wichtig für den Nährstofffluß). Threonin scheint sich darüberhinaus günstig auf den allgemeinen Proteinstoffwechsel auszuwirken. Threonin scheint eine ordnende Wirkung aufzuweisen.

Valin wird zwar im Bindegewebe und elastischem Gewebe gefunden, aber beim Thema Bindegewebe bzw. "starkes/schwaches Bindegewebe" so gut wie nie genannt, ähnlich wie Alanin

Tyrosin ist offenbar als regulierendes Hormon oder Produktionsaktivator für die Kollagensynthese nötig.

Die anderen genannten Aminosäuren haben unterstützende oder schützende Funktion:
Glutamin stellt der Proteinsynthese Energie bereit und darf unter keinem Umstand  fehlen, wenn man sein Bindegewebe stärken bzw. in der Grundsubstanz aufbauen möchte. Glutamin ist zB in Mager-Quark als Glutaminsäure enthalten (kann vom Körper leicht in Glutamin umgewandelt werden; wobei jedoch grössere Mengen an Glutaminsäure gegentlich als problematisch für den Körper genannt wurde).

Arginin hat wie Methionin auch geringe Bedeutung für das Bindegewebe. Zudem hilft sowohl Arginin als auch Methionin den Muskeln des Körpers optimal versorgt zu sein. Denn Muskeln bewegen das Bindegewebe; mit der Beweglichkeit und der sogenannten Spannkraft des Bindegewebes und Aktivierung durch Muskeln werden schliesslich auch die Lymphdrüsen gereinigt. Methionin ist mit Glycin und Arginin Ausgangsstoff für den Muskelbrennstoff Kreatin und Methionin ist wichtig für intakte Zellmembranen. Methionin gilt allgemein wichtig für ein intaktes Bindegewebe.
Methionin dient vermutlich direkt dem Nährstromfluß des Bindegewebes - über seine Bedeutung für die Zellmembranen  (und  indirekt auf andere Weise). 

Kreatin (auch Creatin genannt) wird gelegentlich Bedeutung für die Bildung des Kollagens zugeschrieben. Ähnlich wie Glutamin soll es die Proteinsynthese durch Erhöhung des Energiestoffwechsels steigern und auch zellschützende Funktionen aufweisen. Die Tendenz geht aber dahin, dass Kreatin keine besondere Proteinbiosynthese erzeugt, abgesehen von einer besseren Versorgung von Energie  allein hinsichtlich des Muskelwachstums.

Aus Lysin und Methionin  wird Carnitin hergestellt (unter Zuhilfenahme von Eisen, Vitamin C, B6, Nicotinamid), das ebenso helfen soll, indem es den Fettanteil des Bindegewebes verringert. Auch kurbelt Carnitin den Melatonin-Spiegel hoch, und Melatonin ist bekannt als Regenerationshormon.
Carnitin ist allgemein wichtig, um aus Fetten für die Zellen Energie gewinnen zu können. Eine externe Zufuhr von Carnitin kann für einen geschwächten oder gestressten Menschen sinnvoll sein, da in solchen Fällen die körpereigene Produktion von Carnitin oft nicht ausreicht und gleichzeitig ein Mehrbedarf existiert. Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln sollte bei Carnitin die Einnahme zeitlich begrenzt werden.

Ein Artikel auf Zentrum-der-Gesundheit bringt Methionin mit Selen in Verbindung und betont die Wichtigkeit, dass mit Hilfe von Methionin Selen an "Einsatzorte" gebracht wird- Selen soll wichtig für Gefäßwände und Bindegewebe sein. Ein Artikel über Schwefel nennt Methionin auch als Transporter für Zink, d.h. Methionin bringt Zink, "den Bastler", in die Milliarden Baustellen des Bindegewebsstofwechsels.

Weitere Stoffe, die die Kollagenynthese begünstigen sollen (überwiegend in Bezug zu äusserlichen Anwendungen in der Kosmetik gesammelt): Das in Olivenblättern enthaltene Oleanol und die Oleanolsäure.
Carnitin. Lotuskeimextrakte, Extrakte aus Maiskörnern, aus Ext. schwarzen Holunderblüten, Traubenkernextrakte.
Kokosnüsse. Mariendistel (Simylarin). Braunalge (darin enthaltenes Phytocollagen). 
Auf irgendeiner Ebene setzen die in dem Mittel enthaltenen Stoffe begünstigend an, um der Kollagenynthese zu helfen. 

Die benötigten Aminosäuren in Lebensmittel

Lebensmittel, die sich vorzüglich für eine bindegewebsorientierte Ernährung eignen, da sie die benötigten Nährstoffe enthalten (auch Spurenelemente!): 

Fürs Müsli oder als Kohlenhydratquelle:
Haferflocken mit Weizenkeime, evtl. dazu noch Bierhefe (Bierhefe kann man auch isoliert essen, da es den Geschmack einer Speise stark beeinflusst). Haferflocken enthalten weiterhin 4.9 mg Mangan auf 100gr. , was den Tagesbedarf von 2-5mg Mangan bereits abdeckt.
Auch Dinkel ist ein gutes Müsligetreide, dessen Nährstoffe förderlich für das Bindegewebe sind. 

Zwischendurch:
Emmentaler (enthält übrigens auch viel Tryptophan; hormonelle Botenstoffe die aus Tyrosin, Phenylalanin und Tryptophan hervorgehen, wirken stabilisierend auf den gesamten Stoffwechsel).
Gouda, Edamer. Speisequark.
Aprikosen (enthalten u.a. viel Kupfer; Kupfer ist wichtig für die Kollagensynthese).
Pflaumen (Eisen, Kupfer, Zink).
Etwas weniger umfassend helfen: Erdbeeren (Mangan). Avocados (Kupfer, Zink, Magnesium, Eisen, Vitamin E u.v.a.).  Mangos (Kupfer und Mangan).
Dunkle Schokolade ist nicht verkehrt, da sie Kupfer enthält, mehr als der gefilterte Kakao.

Silizium:
Rote Beete ist gut für das Bindegewebe (wegen der Kieselsäure/Silizium darin). Allerdings kann viel rote Beete zu essen, ein Problem mit dem Oxalat geben, bzw.  wegen der Nitritbildung.
Eine andere noch reichere Siliziumquelle, die der Körper gut verwerten kann, ist Ackerchachtelhalmextrakt. Ansonsten ist auch Hafer reich an Silizium und wohl am einfachsten zu verwenden, zB als tägliches Müsli.

Nüsse:
besonders Cashew  , Paranüsse, Mandeln, Erdnüsse.
Erdnüsse enthalten viel Arginin und Tyrosin; Paranüsse die wichtigen Spurenelemente Zink, Mangan,  Cashewnüsse enthalten Zink und Phenylalanin/aus dem Tyrosin synthetisiert werden kann; auch Tryptophan findet sich reichlich in Cashewnüssen. In Mandeln, Erdnüssen und Cashewkernen ist viel Methionin/Cystein vorhanden.
Beinahe alle Nüsse enthalten viel Threonin.

Gemahlene Mandeln, Kokosraspeln und Haselnüsse im Müsli sind eine feine Sache, kann man täglich variieren zusammen mit Getreideflocken.

Mahlzeiten:
Linsen, Erbsen und andere Hülsenfrüchte.
Sojagerichte.
Getreidegerichte.
Spinat.
Sauerkraut soll der Neubildung von Bindegewebe förderlich sein.
Kartoffeln gelten generell als förderlich für das Bindegewebe.

Wenn man Haferflocken im Müsli morgens, Nüsse den Tag über in seinen Speiseplan zur Regel macht, hat man bereits eine fundamental gute Basis für eine bindegewebsgerechte Kost erreicht. Man sollte allerdings nach wochenlanger Haferkost auch mal ein oder zwei Woche ohne Getreide sich morgens ernähren, aus Gründen der Abwechslung und um Akkumulation bestimmter Nahrungsbestandteile des Getreides zu vermeiden. Auch die Milch mal auszusetzen von  täglicher Zufuhr ist empfehlenswert. Ich rühre manchmal das Müsli mit Wasser an, was zwar sehr nüchtern und roh schmeckt. 

Spinat sollte man wegen möglicher Nitritbildung nicht täglich essen (am besten Tiefkühlspinat auftauen lassen und nur kurz erwärmen!), aber Spinat liefert viel Eisen (ebenso Zuckerrübensaft). Spinat hat auch viel von der Alpha-Liponsäure, die dem gesamten Stoffwechsel und auch den Entgiftungsfunktionen auf die Sprünge hilft.

Ab und zu sollte man unbedingt Fisch essen (vor allem wegen bestimmen Spurenelementen aber auch Vitaminen und Aminosäuren). Auch Fleisch.

Weitere eiweißreiche Quellen wie Proteindrinks, Molke, Kasein, Gelatine usw. bieten sich grundlegend als Eiweißquelle an, da hier besonders viele Aminosäuren enthalten sind. Eines der drei: Kasein (engl.: "Whey"), Molke und Soja - werden je nach Vorliebe von Sportlern bevorzugt.
Bei alle den Eiweißen aber unbedingt darauf achten, nicht zuviel davon zuzuführen (Gesamtmenge entspreched dem offiziellen Tagesbedarf von 0.8 gr. pro KG Körpergewicht).
Wichtig ist viel Trinken, auch Kräutertees wie Goldrutenkraut, echtes Labkraut, Wegwartenkraut helfen der Niere. 

Gelatine gilt als Mittel der Wahl, da hier viele im Bindegewebe vertretenen Aminosäuren bereits enthalten sind. Die Gelatine wird aus Bindegewebe hergestellt.
Gelatine schmeckt zwar merkwürdig, aber wie heisst es so schön: Medizin schmeckt eben bitter. Tip: ein Glas Wasser bereit halten, die Gelatine als Pulver in den Mund geben und das Wasser sofort danach trinken und die Masse einfach runterschlucken ohne sie allzulange im Mund zu halten, dass sich der Geschmack nicht so ausbreiten kann.

Insgesamt ist eine zwei bis dreimonatige Kur mit Chlorella Algen eine wunderbare Sache. Es wird von positiven und deutlichen Effekten auf die Haut gesprochen - und wenn von der Haut die Rede ist, ist immer auch das Bindegewebe betroffen. Einsichtig wird diese Wirkung der Chlorella Alge durch ihr breites Spektrum von Nährstoffen. Sie beinhaltet einerseits eine Menge Mineralien und Spurenelemente, ein gutes Aminosäurespektrum und andererseits entgiftet sie aufgrund ihres Chlorophyllgehaltes aber auch vermutlich wegen der synergistischen Wirkung aller Wirkstoffe wie kein anderes natürliches Produkt den Organismus, und das bedeutet hier immer eine Entgiftung vor allem des Bindegewebes!

Für begrenzte Zeit stellt es einen optimalen Weg dar, auch ergänzend zu einer bereits bindegewebsorientierten Ernährung, gezielt Aminosäurepräparaten zuzuführen. Siehe dazu weiter unten im Text.

Nahrungsquellen für Arginin sind: Erdnüsse, Mandeln, Walnüsse, Paranüsse, Cashewnuss, Haselnüsse, Erbsen, Thunfisch, und auch Linsen haben ein wenig Arginin.
Für Arginin kommen auch Paranüsse (hat auch viel Methionin) und Erbsen (enthalten auch viel Lysin) in Frage.
Es gibt noch weitere Lebensmittel, die relativ reich an Arginin sind (fast alle Fleischsorten, bes. Rindfleisch).
Aber es gibt auch Nahrungsmittel, die wenig an Arginin (und anderen Aminosäuren) aufweisen.

Glycin kommt in Gelatine äusserst gehäuft vor. Glycin ist oft vertreten in Fleisch (zB Schwein, Rind, Kalb, Hase), in Erdnüßen, Mandel, Cashewnuss, Mohn, und relativ oft noch zB in Sardinen, Hering. Man sieht Glycin viel in Nüssen, aber es ist nicht in allen Nüssen; zB in Macadamianuss nicht so viel. Nüsse enthalten auch viel Fett und sind damit nicht für jeden Tag in grösseren Mengen geeignet.
Macadamuianuss hat aber viel an dem seltenen Cystein zu bieten, auch in Hühnerfleisch ist noch ordentlich Cystein vertreten. Fast dieselben Nahrungsmittel haben auch viel Methionin zu bieten (und aus Methionin kann Cystein synthetisiert werden). In Geflügel, Weizenkeime, viel in Lachs und Heilbutt und allen anderen Fischen, in Eiern und Emmentalern ist viel Methionin/Cystein und noch etwas in Haferflocken, Mandeln, Erdnüsse, Walnüssen.
Methionin und Cystein sind weiterhin - aber etwas weniger - in Zwiebeln, Rindfleisch, Paprika, Trauben, Kohlrabi, Erbsen, Grünkohl.

An Prolin sind in der Regel Gemüse mit einer guten Menge ausgestattet: Rosenkohl, Wirsing, Rotkohl. Dabei sind freilich in Gemüsen mengenmässig weniger Eiweiße insgesamt vertreten.
Prolin kommt in Getreide wie Hafer, Bulgur und Weizen gehäuft vor. Ebenso in Nüssen, oder Fleisch.
Milch oder Buttermilch enthält ein wenig Prolin.
Besonders viel Prolin enthält  Quark , das auch viel Lysin und Glutamin (als Glutaminsäure) enhält und auch eine ordentliche Menge an Threonin.

Lysin ist weit und gut vertreten, zB Thunfisch; Nüßen; in Fleisch, zB Schweinefleisch, Kalbschnitzel oder Döner; Amaranth liefert auch Glycin; Lysin ist in Käse wie Gouda, Tilsiter, Emmentaler , Edamer, oder Parmesan...
Tip: wählt man den Käse mit weniger Fettanteil, dann erhält man mehr Eiweiße.

Mohn hat neben Glycin auch bedeutende Mengen an Arginin und Lysin und Prolin! Es ist in der Regel kein Problem, grössere Mengen an Mohn auf einmal zu essen.

Sojaeiweiß hat bemerkenswerte Mengen an Lysin und Arginin, und ist gut vertreten an Valin, Threonin, Glycin und Prolin. Das Sojaeiweiß ist jedoch konzentriert (zB in Form von Shakes, Proteindrinks - oder -pulver).
Tofu ist eine gängige Form des Sojas, die man gut als Mahlzeit zubereiten kann.

Hering weist neben einigem Glycin und Arginin auch besonders viel Lysin auf. 

Linsen lohnen ebenfalls einen Blick, obwohl man immer auch einen Verlust an Nährwerten bei der jeweiligen Zubereitung  (zB gegart versus Rohkost; Konserve vs.  frisch) in Kauf nehmen muss.

Vollkornbrot hat auch einige Aminosäuren zu bieten, ebenso wie Weizenmischbrot.

Als Lebensmittel, das für ein starkes Bindegewebe gut geeignet ist, wurde oft Hafer genannt. Schaut man sich die Nährstoffe an, wird das plausibel. Hafer ist reich an Kieselerde, und Schwefel (Cystein), hat Mangan zu liefern, Kupfer, etwas Eisen und sogar Zink. Vieles,  was für ein Bindegewebe nötig und wichtig ist.
Nährstoffinhalte für Haferflocken:
Aminosäuren, SpurenelementeMineralien.

Auch rote Beeten oder der daraus gemachte rote Rübensaft wurde genannt als Bindegewebsfördernd, und zwar wegen der Kieselsäure darin. Rote Beeten enthalten auch viel Kalium, sogar mehr als die Gurken.

Weitere Lebensmittel:
Gouda  (Lysin, Prolin, Methionin)
Edamer (Lysin, Prolin, Methionin)
Emmentaler (Lysin, Prolin)
Thunfisch (Glycin, Lysin, Arginin)

Weitere Lebensmittel speziell mit Lysin, Arginin (Vitalstofflexikon).
Auf Nährstoffrechner.de: Arginin, LysinGlycin, Prolin.

Ähnliches kann man für ThreoninTyrosin, Cystein, Methionin , Glutamin evtl. auch für Valin und Alanin herausfinden (Links alle auf Vitalstofflexikon).
 
Man sollte bei Beachtung der enthaltenen Menge in der Tabelle berücksichtigen, ob man 100 gr. des Nahrungsmittels leicht oder eher schwer konsumieren kann. 100 gr. Käse oder Fleisch sind schnell gegessen, aber nicht so zB Nüsse (machen an manchen Tagen schnell satt), oder Garnelen (in grossen Mengen vielleicht nicht für jeden ein Genuß).

Für die Entgiftung wird neben Cystein, Lysin, Glycin  auch Asparaginsäure genannt, die sich reichlich in Soja, Garnelen, Erdnüssen, Cashewnüssen und Fleisch finden. Garnelen haben auch viel an Arginin aufzuweisen.

In den Lebensmitteltabellen wird Glutamin manchmal mit Glutaminsäure gleichgesetzt, da beides leicht ineinander umgewandelt werden kann. 

Weitere Nährstoffe und Spurenelemente für ein starkes Bindegewebe

Wenn man sein Bindegewebe stärken will, sollte man grundsätzlich   auf eine intensive Nährstoffzufuhr und hochwertige, also eine vollständige Eiweißversorgung achten. D.h. nicht nur die oben genannten Aminosäuren, sondern alle Aminosäuren; besondere Bedeutung erhalten dabei stets die essentiellen Aminosäuren - letzten Endes hängt einfach zu vieles miteinander zusammen. Liegen alle Nährstoffe vor, kann der gesamte Stoffwechselbetrieb und Zellerneuerungsprozess reibungslos und optimal ablaufen.

Die gesamte Grundsubstanz in Form des fertigen Bindegewebes kann nur mittels Vitamin C aufgebaut werden!!! Vitamin C ermöglicht dabei besondere Syntheseschritte, die bei Lysin und Prolin wichtig sind, und die bei Vernetzung der Bindegewebsfasern eine grosse Rolle spielen.
Reich an Vitamin C sind so gut wie alle Obst und Gemüse, besonders Grünkohl oder Krautsalat/Sauerkraut.

Auch Vitamin A spielt eine grosse Rolle bei der gesamten Proteinsynthese, und erhält und schützt das Bindegewebe und sorgt für eine gesunde Haut (Mangel kann zB Verhornung bedeuten). Ebenso hat Vitamin E als Radikalenfänger eine schützende Wirkung auf die Zellmembranen des Bindegewebes.

Schwefel ist an allen Bindegewerbsorten des Körpers vorhanden. Es wird nicht in anorganischer Form aufgenommen, sondern gebunden an die Aminosäuren Cystein oder Methionin - das heisst, wir nehmen dann viel Schwefel auf, wenn wir Eiweißquellen mit viel Cystein und Methionin konsumieren (siehe Liste). Ob  dasselbe für die ebensfalls schwefelhaltige Aminosäure Taurin gilt, habe ich bislang nicht erlesen können.
Mein Eindruck aufgrund eigener Erfahrung lautet ja. Bei allen schwefelhaltigen Aminosäuren kann ich die Wirkung des Schwefels aufgrund meiner Medialität zumindest nachspüren, wie sich die ätherische oder sozusagen homöopathisch wirksame Schwingung des Schwefels   in meinem aktuellen Lebensgefühl  niederschlägt und zwar sozusagen die Seele stärkend.

Auch Kupfer ist für einige Syntheseschritte beim Aufbau des Bindegewebes nötig (kupferhaltiges Enzym: Lysinoxidase), und ein Kupfermangel soll ein instabiles Kollagengewebe zur Folge haben.
Weiterhin werden auch Selen und Mangan genannt, die bei einem Mangel ein schwaches Bindegewebe verursachen können, aber wohl nicht ganz so eklatant wie zB ein Mangel an Eisen, Kupfer,  Zink oder Vitamin C.
Kupfer findet sich in Linsen, Buchweizen, Sojabohnen, Edamer, Emmentaler, Kakao, Vollmilch-Schokolade (eine Tafel deckt bereits den Tagesbedarf!), Cashewnüsse, und etwas in Hafer und allen Vollkornprodukten. Kupfer ist ein Gegenspieler von Zink und Eisen und umgekehrt. Ist die Zink- und Eisenversorgung gut, kann das bedeuten, dass die Versorgung mit Kupfer viel schlechter ist. Deshalb sollte man ganz besonders Zink-, Kupfer- und Eisenquellen beachten und keines von beiden vernachlässigen. Besonders Kupfer sollte Bedeutung erhalten bei eiweißreicher Kost, da es der Niere hilft. Übersicht kupferhaltige Nahrungsmittel.

Eisen ist an der Bildung der Zellen der Grundsubstanz beteiligt, indem es ähnlich wie Vitamin C einen wichtigen Syntheseschritt mit bedingt - so dass aus Prolin, Hydroxyprolin und aus Lysin Hydroxylysin werden kann.
Den Bedarf an Eisen zu stillen stellt eine schwierige Angelegenheit dar, denn es ist relativ selten. Hülsenfrüchte sind reich an Eisen.
Hafer, Hirse, Schwarzwurzeln. Weizenkeime.
Spinat bleibt immer noch reich an Eisen, auch wenn ein vergangener Berechnungsfehler von vor fast zwei Jahrhunderten einen höheen Eisengehalt proklamierte, der revidiert werden musste. Spinat ist eine hervorragende Eisenquelle, und hat auch viel Alpha-Liponsäure, ähnlich wie Bierhefe. Dieses Antioxidant (Alpha-Liponsäure) ist für den Stoffwechsel und alle Entgiftungsfunktionen sehr hilfreiches Agenz.

Kieselerde (Silizium) ist ein wichtiger Teil der Kollagenfasern, die dem Bindegewebe Festigkeit verleihen. Silizium ist Bestandteil von Arterienwände und Zellwänden, und soll auch die Zellatmung günstig beeinflussen. Der Körper ist auf dieses Element angewiesen, besonders im Bindegewebe.
Kieselerde soll am besten in Form flüssigen Ackerschachtelhalm-extraktes vom Körper aufgenommen werden können. Silizium/Kieselerde ist auch in Hafer und roter Beete gut vertreten.

Zink ist Bestandteil vieler Stoffwechselfunktionen und -prozesse, darf beim Aufbau eines guten Bindegewebes nicht fehlen. Zink soll Anteil an gut gebauten Zellwänden haben, die im Bindegewebe besonders wichtig werden (u.a. wegen dem Nährstofffluß). Zink bedingt Syntheseschritte in der Kollagensynthese.
Zink findet sich in Weizenkeimen, Mohn, Sesam, Sojabohnen, Linsen, Paranüssen, Emmentaler und besonders auch in dem ansonsten für das Bindegewebe schon günstigen Haferflocken. Auch Löwenzahn hat einen hohen Zinkanteil (zB ein paar Blätter Löwenzahn als Salat oder über einen Salat geben ).
Zinkgehalt von Nahrungsmitteln.

Auch Magnesium, Mangan und Selen sollen wichtig für ein gesundes, funktionsgerechtes und starkes Bindegewebe sein, meist, indem Stoffwechselschritte im Zusammenhang mit der Kollagensynthese von ihnen abhängen. 

Magnesium ist besonders viel in Petersilie und  Basilikum vorhanden. Weitere gute  Magnesiumquellen: Haferflocken, Emmentaler, Naturreis, Erd- und Walnüsse , Bananen, weiterhin: Mangos, Kiwis, Himbeeren, Erdbeeren, Birnen, Avocados, Weintrauben, Pfirsichen. An Spurenelementen und Mineralien (zB Kalium und Magnesium) zeigt sich schon, wie nützlich Früchte sind. Auch wegen den Vitaminen, weshalb man sie meist eher schätzt. Weizenkleie enthält viel Magnesium und hilft der Verdauung als Ballaststoff. Ballaststoffe öfter einander abwechseln (zB mit Leinsamen). 

Mangan findet sich vor allem in Haferflocken, Amaranth, Dinkel, besonders reichhaltig sind Weizenkeime, Mohn, Haselnuss,    Heidelbeeren,  in Linsen und Sojabohnen. Auch in Erdbeeren und Mangos ist Mangan. 

Selen in Paranüsse, Fisch, Niere, Leber, Käse und Eier. Generell Früchte und Gemüse aus Übersee, da Europas Böden arm an Selen sind.

Chrom ist für den Stoffwechsel insgesamt nicht unwichtig (Klicke  auf Vitalstofflexikon links auf das Spurenelement um einen Artikel über die Funktionen des Spurenlementes im Organismus zu erhalten; über "Lebensmittel" in der rechten Spalte findet man Nahrungsmittel mit dem jeweiligen Nährstoff). Chrom findet sich reichlich in Edamer, Gouda und Paranüssen.

Karottensaft enthält viel Vitamin A in Form der Vorstufe (Beta-Carotin) - Möhren sind mit ihren Inhaltsstoffen allgemein günstig für die Leber und das Bindegewebe.

Nahezu alle Vitamine, und einige Fette und Fettsäuren sind wichtig (Omega-3-Fettsäuren). Als eine dichte Nährstoffquelle, für Vitamine, Mineralien und auch für Spurenelemente, erweisen sich Weizenkeime und Weizenkleie. Weizenkleie ist in erster Linie als ballastoffreich bekannt, hat aber auch einige Nährstoffe zu bieten. Man sollte Weizenkleie nicht täglich zu sich nehmen, sondern nur zu einem Drittel oder der Hälfte der Zeit.  

Bierhefe hat einige Vitamine und Spurenelemente zu bieten. Algen und besonders die Chlorella Algen haben bedeutende Mengen an Nährstoffen, von Eiweißen über Mineralien zu Vitaminen. 

Insgesamt wird man die Nährstoffe am besten durch eine vielseitige Kost zu sich nehmen können. 

Eine Brausetablette mit Vitaminen der B-Reihe (vielleicht inkl. Spurenelementen und Mineralien) ist nicht verkehrt, sollte aber zerkleinert werden und über den Tag verteilt eingenommen werden, und sollte nicht zur Daueranwendung werden (bzw. mit einer zyklischen Einnahmeform gekoppelt werden: zwei Wochen Einnahme, zwei Wochen Pause oder ein Monat Einnahme und zwei Monate Pause usw.).

Lecithin als Nahrungsergänzung ist hervorragend geeignet -  ist Lecithin doch wichtig für die Zellmembranen, und damit bedeutsam für den Nährstoffaustausch zwischen Organen, Zellen und Bindegewebe.

DMAE gilt als besonders  förderlich für das Bindegewebe, und eignet sich als begleitende Ergänzung einer Aufbaukur.

Sonstiges zu Nährstoffen

All die benötigten Nährstoffe kann man sich praktisch und am besten mit täglichen Portionen von Gemüsen und Obst zuführen.
Haferflocken als Frühstück ist besonders gut geeignet.

Wenn man einfach auf die gesamte Breite der Nährstoffe achtet, kann nicht mehr viel falsch laufen. Auch etwaige Missverhältnisse zB zwischen Kupfer und Eisen lassen sich durch abwechslungsreiche Kost leicht in den Griff  kriegen.

Ich bin im Besonderen der Ansicht, dass jeder Mensch irgendwo einen bestimmten Nährstoff aufweist, der entscheidender wird, weil er ihm fehlt. Das können Selen, Zink, bestimmte Vitamine, oder Kupfer sein usw.. - diese sollte man eine Zeit lang gezielt suchen und die Reserven füllen.

Es gibt auch die Möglichkeit, für Mineralien und Vitaminen für 4-6 Wochen Ergänzungspräparate zu nehmen. Allerdings ist die Aufnahme von Nährstoffen in natürlicher Form immer besser! So ist bekannt, dass zB  Vitamin E in künstlicher Form (=Ergänzungsmittel) im Körper eine kürzere Verweildauer hat und schneller abgebaut wird, als natürliches Vitamin E. Dies dürfte für alle künstlichen, d.h. isolierten Vitamine gelten (wie man sie nur in Ergänzungsform findet).
Weizenkeimöl ist reich an Vitamin E, ebenso wie Weizenkeime. Es gibt auch noch andere Nahrungsmittel, die reich an Vitamin E sind. Möhrensaft bietet sich zB an für Vitamin A als natürliche Quelle. Usw.

Man sollte bei Ergänzungspräparaten aber Acht geben, dass man Vitamin D und die meisten anderen Vitamine in der täglichen Dosis nicht erheblich überdosiert (zB wenn man Brausetabletten mit Calcium mit Vitamin D-Zusatz nimmt, und zusätzlich noch ein weiteres Ergänzungspräparat mit Vitamin D Zusatz einnimmt, und man beides täglich nimmt). 
Zuviel Vitamin D kann die Proteinsynthese durcheinander bringen. Ähnliches gilt für Vitamin B6.
Bedenkliche Wirkungen werden im Grunde allen Überdosierungen von Vitaminen zugeschrieben, wobei dies aber generell in Studien bei mittel- bis langfristigen Zeiträumen, oder extrem hohen Dosierungen (1000mg Vitamin B6 usw.) als derart bedenklich erfasst wurde.
Man dürfte bei keinem Nährstoff etwas verkehrt machen, wenn man die doppelte reguläre Tagesdosierung als Grenzwert heranzieht um sie nicht zu überschreiten.

Zu hohe Mengen an Vitamin C werden einfach ausgeschieden. Sehr grosse Mengen an Vitamin C weit über den Tagesbedarf kann aber über längere Zeiträume (Monate) die Entstehung von Nierensteinen begünstigen. 

Das alles führt uns vor Augen, dass wir in der Regel einfach den Tagesbedarf anvisieren sollten. Bei Vitamin C kann es aber besser sein, gelegentlich 300 bis 600 mg und mehr zu dosieren, als zu wenig Vitamin C zu erhalten. 

Es kann ein leichter Übrschuss sich als hilfreicher erweisen im Vergleich zu einem Mangel eines Nährstoffes, besonders bei Vitamin C. Dennoch gilt: künstliche Vitaminpräparate nur etwa einen Monat einnehmen.

Wenn man täglich irgendeinen Vitamin-C-reichen Saft trinkt, Kiwis und andere Früchte ißt, Weizenkeime, Bierhefe oder andere mineral- und vitaminreiche Nahrungsmittel, wird man neben Vitamin C auch andere Nährstoffe in genügender Menge erhalten.

Eine knappe Tabelle für Mineralien

Man kann nach Nahrungsmittel suchen, die besonders viel von den erforderlichen Nährstoffen aufweisen. Eine Webseite mit allg. Infos auch wo man Vitamine findet.
Eine Vitamin-Tabelle und eine weitere Vitamin-Tabelle (in der Übersicht auch weitere Rubriken zB Mineralien).
Eine weitere Möglichkeit bietet der Bundeslebensmittelschlüßel auf DasKochrezept.de oder auf Ernährung.de.

Nährstoffe fürs Bindegewebe:
http://www.feel-fit.com/index.php4...unterthema=030812

Weitere Nährstoffhinweise allg. zu Haut, Nägel, Haaren:
http://doppelherz.de/..haut-haare-naegel.html

Aminosäuren als Ergänzungspräparat zur Stärkung des Bindegewebes

Eine hervorragende Möglichkeit für die Stärkung des Bindegewebes stellen freie Aminosäuren als Ergänzungspräparat dar. Sie sind, sofern man nicht bedeutend überdosiert, vollkommen nebenwirkungsfrei, ja sie vervollständigen unseren Stoffwechsel und bringen ihn wieder ins Gleichgewicht. Ich habe bislang selten  Produkte kennen lernen dürfen, die  mich so überzeugt haben!

Man wählt dazu alle in Frage kommenden, oder einige bestimmte Aminosäuren, von denen man glaubt, dass sie für einen am wichtigsten sind. Nicht nur Apotheken, auch Händler aus dem Fitnessbereich verkaufen diese L-Aminosäuren. Preisvergleich ist angeraten, dabei auch die verschiedenen Produkte/Hersteller beachten, die teilweise stark im Preis variieren (d.h. der Preis ist auch vom jeweiligen Hersteller, bzw. der Firma abhängig und nicht nur von der gewählten Online-Apotheke).

Man sollte diese Aminosäuren als Ergänzung nicht über zu lange Zeit einnehmen (am besten in zyklischer Einnahmeform: siehe die weisse Box unten).

Die Präparate stellen ein vorzügliches Mittel dar, sich einer echten und tiefgreifenden Frischzellenkur zu unterziehen.

Aminosäuren stellen als Ergänzung auch eine Art Stimulanz dar - da sie in freier Form in kurzer Zeit schnell verfügbar sind und nicht an den Zeit- und Energieverlust durch die Verdauung gebunden sind.

Folgende Übersicht ist aufschlußreich, auch ohne dass man Aminosäurenpräparate einnehmen möchte (indem man Nahrungsmittel sucht, die diese Aminosäuren enthalten).

Für das Bindegewebe relevant sind in erster Linie:

Prolin, Glycin, Lysin.
Cystein ist wichtig.

Threonin scheint nicht unbedeutend.

Die Kollagensynthese aktivierend / regulierend sind Arginin und Tyrosin.
Weniger bedeutsam sind Valin, Alanin.
Grundsubstanz des Bindegewebes und Kollagenfasern bestehen hauptsächlich aus Prolin, Glycin und  Lysin.
Unterstützend zur Bildung von Kollagensubstanz ist Arginin. Arginin wirkt auf die Proteinbio- und Kollagensynthese wie ein Wachstumsbeschleuniger (STH-Wachstums-Hormon). Arginin agiert daher wie ein Antreiber und Förderer.

Für den Erhalt des Bindegewebes wirkt Methionin unterstützend und schützend.
Methionin scheint auch wichtiger Bestandteil von Strukturen der Zellmembran zu sein.

Cystein soll schützend und entgiftend wirken, aber auch direkt Bestandtteil entweder des Bindegewebes, oder Faktor der Kollagensynthese sein. Es ist offensichtlicht, Cystein ist  allgemein wichtig, eine Art Allround-Hilfsstoff, ohne den im übrigen vieles  im Stoffwechsel viel langsamer ablaufen würde.
Cystein ist allgemein ein Reinemacher, indem es von Schwermetallen und Salzen entgiftet, somit schafft es Platz und unterstützt den Nährstromfluss.
Wegen dem Risiko der Bildung von Nierensteinen siehe bei Einnahme von Cystein oder NAC als Präparat  auch obige Hinweise. Das heisst konkret: Viel Nierentees bei Einnahme von Cystein trinken und gleichzeitig Calcium in natürlicher Form  zu sich  nehmen. Und Cystein immer wieder für einen gewissen Zeitraum absetzen (als Aminosäurenpräparat).

Glycin ist zentraler Bestandteil des Bindegewebes, hat entgiftende Funktionen und wirkt insgesamt schützend und erhaltend.

Die Beachtung von Glutamin sollte beim Vorhaben, gezielt auf ein besseres Kollagen einzuwirken, nicht fehlen, da dessen Energieform bei aller Zellerneuerung wichtig wird.
Glutamin nimmt im Vergleich mit anderen Aminosäuren mengenmässig im Organismus eine ausserordentliche Position ein; es darf ruhig eine gewisse Menge eingenommen werden (als Ergänzungspräparat 3-6 gr. täglich über längere Zeit), oder auch zB in Form von Quark.
Allerdings ist im Quark nicht das reine Glutamin mengenmässig stark vertreten, sondern Glutaminsäure. Glutamin kann und wird vom Organismus aus Glutaminsäure umgewandelt werden.
Weitere Nahrungs-Quellen für die relevanten Aminosäuren weiter oben im Text.

Tyrosin
liefert bezogen auf die Synthese von Kollagen ein wichtiges Aktivatorhormon. Tyrosin hat Anteil an den Regulationsprozessen des Stoffwechsels, auch auf organischer Ebene.

Die tägliche Menge an einer Aminosäuren, die man in freier Form (als Ergänzungspräparat) zu sich nimmt, am besten über den Tag verteilen.
Denn der Körper kann mit grossen Mengen an Nährstoffen innerhalb einer gegebenen Zeit nicht gut umgehen und andererseits erfüllt die kontinuierliche Gabe einen höheren Effekt als eine einmalige starke Dosierung.

Nach Einnahme der Aminosäuren immer ein paar Kohlenhydrate nachfolgen lassen (jeder Bau und jede Proteinsynthese benötigt Energie).

Arginin wird von Lysin in der Aufnahme in den Zellen gehindert - Arginin kann dennoch zusammen mit Lysin genommen werden, da Arginin auf diese Weise länger im Blut bleibt. Es dürfte vorteilhaft sein, hin und wieder Arginin isoliert von Lysin einzunehmen, damit Arginin auf Zellebene des Bindegewebes gebracht werden kann. Andererseits sollte man auch Arginin nach längerer Einnahme ein paar Tage komplett aussetzen (Regel: nach 10 Tagen). 

Variabilität

Bei natürlichen Lebensmitteln ist die Art und Weise der Zufuhr, und damit das Verhältnis der aufgenommenen Aminosäuren generell immer wieder anders, weil wir jedes Mal verschiedene Gemüse zu uns nehmen, die anders aufgebaut und auch anders an Kohlenhydraten und Fetten zusammengesetzt sind. Diese Variabilität begünstigt (paradoxerweise) einen schnellen Stoffwechsel  - bei Ergänzungspräparaten fehlt diese Variabilität. Deshalb gewöhnt sich der Körper rasch an diese Aminosäuren, weshalb eine zyklische Einnahme nicht nur wegen den Nieren vorteilhaft ist.

Insgesamt sollte man natürlich bei Einnahme von Präparaten die ausreichende Versorgung von übrigen Eiweißen mit der Nahrung nicht vernachlässigen. Soja bzw. Tofu, öfter mal Quark, Hühnerfleisch oder Fisch usw.. - das komplette Eiweißprogramm.
Die übrige Eiweißzufuhr durchaus im Sinne des Tagesbedarfs halten.
Man braucht die Aminosäuren, der man sich als Ergänzung bedient, nicht von dem Tagesbedarf an Eiweißen abziehen, die man sich mit der übrigen Nahrung zuführen muss. Oder braucht es jedenfalls nur grob zu tun...

Aminosäurenpräparate - Bindegewebskur

Mögliche Dosierungen von Aminosäure-Ergänzungspräparaten zur Stärkung des Bindegewebes (in einer 1-2 monatigen Kur). Diese Angaben beziehen sich nur auf Aminosäurepräparate. In der Nahrung werden wir gewöhnlich gar nicht so viele Aminosäuren eines Typs zu uns nehmen können, aber auch die Wirkung der Aminosäuren in der Nahrung ist anders, da sie noch verdaut werden müssen und moderat in den Stoffwechsel gebracht werden.

Vorschläge und Herangehensweisen:
- Vorausgesetzt ist eine gleichzeitige Ernährung mit vollwertiger und nährstoffreicher Mischkost (Schwerpunkt liegt auf Vitaminen und Mineralien). Vitamine sind für den Körper zB für den Umgang mit Cystein wichtig.
- Die angebene Menge über den Tag verteilen (die einzelne Portion einer Aminosäure möglichst unterhalb 3 gr. halten).
- Die maximale Dosierung (Höchstangaben) nicht täglich, sondern am besten die Kur so gestalten, dass man jeden Tag die Dosierung bis zu dieser Höchstangabe steigert und dann pausiert. Die in Klammern dargestellte Menge kann man gelegentlich an einem Tag anwenden.
- Generell am besten 2/3 aller eingesetzten Aminosäuren schwächer dosieren als die übrige Menge und dieses Verhältnis unter den eingenommenen Aminosäuren täglich verändern
Zyklische Einnahme, Beispiele:
Man kann einem zyklischen Muster folgen: zwei Wochen Einnahme, mit Höchstdosierungen an diesen Tagen. Dann folgt eine Woche Pause, in denen man auch (für die Niere und Leber) spezielle Kräutertees trinkt. Nach der Wiederholung der zweiwöchigen Einnahme folgen dann aber zwei Wochen Pause, in der man jedoch ebenfalls Kräutertees trinkt (es gibt so viele Kräuter, dass man hier gut variieren kann).

Man kann auch andere Muster entwerfen: drei Tage Aminosäureneinnahme folgen drei Tage Pause usw.. - oder man nimmt drei Tage einige bestimmte Aminosäuren, dann drei Tage andere Aminosäuren, dann wieder drei Tage andere Aminosäuren und führt schließlich 7-9 Tage Pause ein.
Nach einer Gesamtdauer von 1-3 Monaten (je nach Kur) sollte man die Aminosäuren zunächst absetzen und zwei oder drei Monate warten bis zur nächsten Kur. Diese Regeln stellen eine Basis dar, die gewährleistet, dass vor allem die Nieren nicht überlastet werden (vor allem bei Cystein wichtig wegen Nierenstein-Tendenz).
Glycin: 1-4 gr.  (6 gr.)
Prolin: 1-2.5 gr. 
Lysin: 1-4 gr.  (5 gr.)
Cystein/ am besten als NAC: 0.5-1.5 gr. (3 gr.)

Evtl:
Threonin: 0.5-2 gr. 
Tyrosin: 0.5-4 gr.
Methionin: 0.5-2 gr. (4 gr.)

Die blau gefärbten Aminosäuren können bei geringeren Budget ausser Acht gelassen werden.

Es ist sinnvoll, weitere Aminosäuren zu kombinieren, wenn man einen Bedarf vermutet. So kann Phenylalanin sich als wichtig bei Befindlichkeitsstörungen erweisen. Diese Störungen des seelischen Gleichgewichts bzw. Gehirnstoffwechsels bedeuten schliesslich auch einen Risikofaktor für die Störung auf anderen Ebenen des Stoffwechsels. Auch sind viele hormonelle Aktivitäten wichtig für den gesamten Stoffwechsel, auch für die Kollagensynthese.

Arginin ist nicht die wichtigste, aber eine enorm hilfreiche Aminosäure, auch da es das STH-Wachstumshormon fördert und damit die Kollagensynthese in ihrer Aktivität und dem Entwicklungsgrad der Kollagentypen günstig beeinflussen kann (dieses Hormon ist bei allen Regenerations- und Aufbauprozessen wichtig):
Arginin: täglich 2-6 gr. (auch sporadisch bis zu 12 oder 15 gr.).
Etwa 7-10 Tage lang (die Dosierung derweil steigern), dann mindestens 2-3 Tage Pause folgen lassen. Arginin bei grösseren Tagesportionen (ab 4 gr.). Gerade bei Arginin erweist sich, dass der Körper nach einiger Zeit die Aminosäure schlechter verwerten kann und es auch eine Art Umkehrung gibt, so dass wir für Infektionen anfälliger werden, wenn man nicht ab und zu pausiert. Am besten Arginin mit Lysin kombinieren, um die Wirkung des Arginin zu optimieren! 0.5 gr. bis 1 gr. Lysin täglich (während der Kur) reicht zu diesem Zweck.

Während höherer Mengen von Arginin weniger Kaffee trinken, oder nur sehr wenig Kaffee, um den Kreislauf nicht über seine Verhältnisse anzuregen bzw. zu verwirren durch antagonistische Kräfte. Kaffee treibt Blutdruck hoch, Arginin senkt ihn. Arginin kann aber auch vor den Wirkungen des Kaffees schützen - man sollte ausprobieren, ob man beides gleichzeitig verträgt. Gewöhnlich steigert sich die Verträglichkeit mit Kaffee, wenn man weitere Aminosäuren zu Arginin kombiniert. Vorsicht bei Tyrosin/Phenylalanin: Beide vermögen die Wirkung des Kaffees so stark in die Länge zu ziehen, dass ein Kaffee mittags Einschlafprobleme am Abend bedingen kann.

Arginin wirkt erst nach einigen Tagen der Einnahme. Also sollte man Arginin öfter hintereinander einnehmen - dann aber ist ein Klimax erreicht und es ist gut, den Organismus ca.  zwei Tage weniger und mindestens einen ganzen Tag nichts an Arginin zu bieten (was auch der Verwertbarkeit von Arginin durch den Körper zugute kommt, wenn man den Körper nicht an die Einnahme gewöhnt). Auch komplette Pausen (von allen Aminosäuren) sollten eingeführt werden.
Es lohnt sich, die Dosierung von Arginin auf   8 oder auch 15 gr. an einzelnen Tagen anzuheben (zB an einem Tag 4x3gr oder sogar 5x3gr.).  
Dasselbe gilt für Cystein/NAC, das man an einzelnen Tagen der Woche mit einer Dosierung von
2 X 2.5 gr. täglich einnehmen kann, um einen intensiveren Impuls zu setzen. Auch zwei Tage hintereinander, denen aber dann eine Pause folgen sollte oder zumindest eine geringere Einnahme.
 
Methionin sollte man auch gelegentlich ein oder zwei Mal höher dosieren (4 gr). 
Ab mittags bis Abends stellt die beste Einnahmezeit für Methionin dar - aber auch hier gilt: viel Trinken. Es ist gut, wenn man vor dem Einsatz von Methionin bereits andere Aminosäuren eingenommen hat. Es empfiehlt sich bei Einnahme von Cystein, besonders wenn man es mit Methionin kombiniert, Magnesium zu sich zu nehmen um der Ansäuerung des Harnes entgegen zu wirken. Und kein Kaffee trinken (steigert die Tendenz zu Nierensteinen)! Man sollte Methionin am besten nicht täglich nehmen und immer wieder gehörige Pausen der Einnahme von Methionin nehmen , wegen dem Risiko von Nierensteinen, besonders wenn auch Cystein genommen wird. Calciumreiche Nahrungsmittel (aber keine Calcium-Präparate) mindern die Calciumausscheidung des Körpers und damit das Risiko von Nierensteinen).

Valin und Alanin kommen in der Nahrung gewöhnlich genügend vor, und sie scheinen zudem nicht ganz so wichtig fürs Bindegewebe. So man will, kann man sie jeweils mit 1 -2.5 gr. dosieren.

In allen Fällen für Aminosäurepräparate die Gesamtmenge eines Tages über den Tag verteilen.

Referenzwert für obige Angaben: 65 kg.
Wiegt man 55 kg, zieht man einfach ca. 15% ab usw.. Es ist aber auch nicht so schlimm, wenn man weniger wiegt und im Verhältnis etwas mehr Aminosäuren nimmt. Bei stärkerem Gewicht kann man die Dosierung ebenfalls etwas steigern, aber vorzugsweise nur dort, wo die vorgeschlagene Dosierung in der Regel schon niedrig ist (zB 1 oder 2 gr.).

Beginn der Einnahme: Jede neue Aminosäure anfänglich zwei Tage schwach dosieren (d.h. zunächst maximal 2* 0.5 gr.), dann mit jedem weiteren Tag steigern. So kann sich der Körper am besten auf diese Form einstellen (auch Nebenwirkungen werden so vermieden; - es scheint, als sei dem Körper die ungewohnte Form der Einnahme von freien Aminosäuren noch nicht vertraut und der Körper muss sich drauf einstellen; jedenfalls vermeidet man in dieser Weise physiologischen Stress).

Cystein kann eine gewisse Zeit durchgängig etwas stärker mit 1-1.5 gr. über den Tag verteilt dosiert werden, wenn zusätzliche Belastungen auftreten  (zB Rauchen, schlechtes Essen, schlechte Luft, Umweltgifte, Straßenlärm und -abgase, Strahlung aller Art, Fernsehen, langes Sitzen am Computer, Erkältung usw.).
Aber auch hier gilt die Notwendigkeit nach einer gewissen Zeit zu pausieren.
Denn es besteht sonst die Tendenz, dass sich Nierensteine bilden könnten.

Echtes Labkraut,  Goldrutentee, Wegwartenkraut , Birkenblätter und Schafgarbe helfen das zu verhüten und stärken derweil die Niere, und deshalb sollte man fleissig diese Tees  trinken (besonders Goldrutenkraut), 5 Tassen über den Tag verteilt können es sein. Und überhaupt viel trinken, was alles der Bildung von Nierensteinen entgegen wirkt. Gleichzeitig Calcium durch die Nahrung zuführen.
Der Toilettengang in der Nacht darf kein Hindernis sein - man sagt, Nierensteine bilden sich über Nacht, eben weil wir abends und nachts generell wenig trinken. Deshalb abends bewusst viel trinken wenn man abends Aminosöäuren einnimmt.

Bei der Einnahme von Cystein viel Vitamin C kombinieren und ganz besonders auf die Zufuhr des jeweiligen Tagesbedarfs von Vitamin B6 , Vitamin B12, Folsäure und Zink achten, weil diese Nährstoffe für den Stoffwechsel von Cystein wichtig sind (ansonsten kann Homocystein nicht umgewandelt werden, was ein giftiges Stoffwechselzwischenprodukt des Cystein-Stoffwechsels ist). Den Tagesbedarf an Vitaminen verdoppeln, wenn man zusätzlichem Stress ausgesetzt ist (siehe oben: Rauchen, schlechte Luft und Stress, schlechte Nahrung, Hunger und kataboler Stoffwechsel usw..). 

Vollwertige Ernährung: Zumindest den halben Tag sollte man sich von sekundären Pflanzenstoffen (Hiilfsstoffe für den Stoffwechsel) in Form von Gemüsen u. Obst ernähren, und erhält damit noch weitere Vitamine ebenso wie Nährstoffe (weiterhin sind  andere B-Komplexe, Magnesium, Eisen, Selen wichtig und eigentlich für den optimalen Stoffwechsel alle Nährstoffe).

Die einfachste Methode, um alle wichtigen Nährstoffe zu erhalten, besteht darin, sich vielseitig und abwechslungsreich von Gemüsen und Obst, Getreiden und auch Fisch und Fleisch (zB Hühnerfleisch) zu ernähren. Auch Ölsaaten, Nüsse und Leinöl (ein Esslöffel täglich) sind sehr vorteilhafte Quellen der ungesättigten Fettsäuren, die schliesslich auch wichtig sind für den gesamten Stoffwechsel.

Es ist hilfreich, wenn man einige besondere Nahrungs-Quellen kennt, zB gute Eisenquellen, Zinkquellen, Selenquellen, Vitamin B6-Quellen usw. um auf diese gezielt zuzugreifen.
Bei vermuteten Mängeln - zB an Zink oder Selen aufgrund unausgewogener Ernährung in der Vergangenheit -  den Tagesbedarf an Zink verdoppeln und verdreifachen (30 gr.; und 50 gr. an einzelnen Tagen). Aber dies nur einen Monat lang in dieser Dosierung, und dabei mehrmals Tage mit nur ca. 15 oder 20 gr. Zink ansetzen. Ähnliches gilt für Selen (täglicher Mindestbedarf soll bei 30-70 µg liegen).

Hochwertige Öle
(zB Sesamöl, Leinöl) und an ungesättigten Fetten  reiche Nahrung (zB Nüsse) kommen hinzu. Von den Ölen kann man pur einen Teelöffel täglich schlemmen.

Die für eine Einnahmekur zu verwendenden Aminosäuren sind im Handel mit dem Buchstaben L gekennzeichnet:
L-Cystein, L-Ornithin, L-Glycin, L-Prolin usw.

Der Buchstabe L bezeichnet eine bestimmte Drehrichtung der Aminosäuren: linksdrehend - nur diese kommen für die Einnahme in Frage.  
Es handelt sich um isolierte Formen der Aminosäuren.

Die Pulverform gilt als am günstigsten und vorteilhaftesten für die Einnahme (leicht zu dosieren). Es kann allerdings sinnvoll sein, sich eine digitale Feinwaage zuzulegen, die auf 100 mg genau ist. Evtl. reicht auch eine Küchenwaage, die 1gr. Einteilungen kennt, was natürlich etwas gröber ist.

Der Zeitfaktor

Werden genug Mineralien und Nährstoffe durch Obst und Gemüse zugeführt, wird der Stoffwechsel eine Funktion aufbringen, die praktisch eine Gesundung von Innen bewirkt. Dies ist aber kein Prozess, der von heute auf morgen Ergebnisse bringt.

Das Bindegewebe aufzubauen oder zu erneuern ist ein zeitintensiver Prozess und dürfte ein halbes Jahr wenn nicht ein Jahr in Anspruch nehmen. Ist ein guter Anfang geschaffen, kann ein solcher Impuls weiter wirken (Reserven sind gefüllt).
Den Rest des Jahres sollte man sich natürlich einer äusserst gesunden Ernährungsweise bedienen, wobei die Betonung auf basische Kost liegt. Weiterhin sollte man dabei nicht nur aufs Bindegewebe schielen, sondern insgesamt auf die Erhaltung eines optimalen Stoffwechsels. 

Viel Bewegung, evtl. Joggen und evtl. sogar Gymnastik runden das Programm ab.

Ein halbes bis ganzes Jahr sollte man also konsequent bleiben mit dem Ernährungsplan. Bindegewebe ist so ziemlich das langwierigste, um es zu verändern oder aufzubauen.
Wenn es laut Studien heisst, dass nach einem Übergang des Rauchers zum Nichtrauchers innerhalb von zwei Jahren das Lungengewebe des Betreffenden sich stark regenieren konnte, mag ähnliches auch für das Bindegewebe gelten, allerdings setzt dies voraus, dass man schädliche Einflüsse begrenzt (starkes Rauchen, zu viel Kaffee, zu viel Zucker, zu wenig Nährstoffe, zu wenig Bewegung... und die Kombination dieser Faktoren).

Später - also lebenslang - sollte es gelten, das Gleichgewicht nicht mehr zu einfach aufs Spiel zu setzen. Das bedeutet für mich zB, Kaffee nur noch sporadisch, ein oder zwei Mal die Woche zu trinken und nicht mehr aus Gewohnheit mehrmals täglich. Immer wieder gesundheitliche Wellnesswochen einlegen.
Die leckeren Törtchen brauchen nicht fehlen, aber werden eben nur noch wöchentlich und nicht täglich serviert. Weitere Umstände, die zu vermeiden sind, können in Bezug zur Übersäuerung wichtig werden. Die Leber muss gut arbeiten können, Alkohol schwächst sie. Also wird der Genuß von Alkohol für mich auch nur noch wöchentlich stattfinden. Dem folgen stets Aufbautauge für die Leber. Regelmässige Entgiftungstage folgen im abnehmenden Mond und an Neumond mitsamt Kräutertees , die für die Niere nützlich sind und entgiftenden Maßnahmen, wie zB entwässernde/entgiftende Gemüse oder Fastentage.

Für eine begrenzte Zeit von etwa 3 Monaten nahm ich Aminosäurepräparate (mit den Pausen), die man auch gut und gerne alle Jahre wieder - wenn auch nicht immer drei Monate lang und im selben Umfang - anwenden kann.

Eigentlich wird man umso mehr auf diese Dinge und Verhaltensweisen achten wollen, je mehr man überzeugt ist, dass dies einen Nutzen hat. 

Mit Anfang 30 oder 40 treten die ersten Erscheinungen und Wirkungen auf, die uns erinnern, dass unser Körper kein perpetuum mobile ist mit unerschöpflichen Rerserven, dass er viel Liebe braucht. Und diese Art Liebe ist rein physisch, nämlich daran gebunden, was wir ihm zumuten und gönnen an Nahrung und Belastung oder Entlastung.

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Dezember 2010
Stefan Arens