In dieser Untersuchung wurden Aspekte betrachtet, die viel individueller als wie die in wenig aussagekräftigen Studien verwendete Betrachtung der Planeten in Zeichen sind.
Das ist wichtiger, als man gemeinhin anzunehmen bereit ist, da die Aspekte innerhalb des Abstandes von Tagen deutlich verschieden sein können - im Gegensatz zu den Ständen in Zeichen, in denen sich ein Planet mehr als Monate aufhalten kann. Womit ja gar kaum etwas konkretes, nur allgemeines ausgesagt wäre.
Weswegen "wissenschaftliche Studien", die sich auf den Sonnenstand im Zeichen beziehen , gelinde gesagt unwissenschaftlich sind weil nicht der Sache gerecht - hinzu kommt die unangemessene, weil klischeehafte Fragestellung für viele solcher Studien.
Auf solche Studien bezieht sich der Skeptiker erfahrungsgemäß. Auf der Seite der Skeptiker dreht es sich seit Jahrzehnten um dieselben hanebüchenen Methoden, mit der man einst glaubte, sie seien verlässlich weil gültig, um die Astrologie zu widerlegen.
Diese Methoden können , angewendet auf einen ganzheitlichen Sachverhalt , die Sache nur verfälschen. Aber es haben sich auch Vorurteile und nicht wenige Klischees eingefunden, die dann die Fragestellung für solche Studien bedingen.
Ungeachtet einer möglichen Belegung der Astrologie durch Statistik in einzelnen Fällen, nämlich vor allem unter Berücksichtigung von besonderen für die Astrologie geeignete Fragen und der absolut notwendigen Fürwahrnehmung, dass nicht jeder astrologische Faktor gleich zugänglich ist, sind jedoch allgemein die möglichen Einsatzgebiete der Statistik in der Astrologie zu begrenzt, um allein mittels Statistik die unzähligen astrologischen Entsprechungen einer Konstellation einzufangen oder auf anderem Wege zu einem verlässlichen und endgültigen Urteil über Astrologie zu kommen.
Wie gesagt. Eine Ausnahme gibt es immer. So auch in der vorliegenden Studie zu Chiron und seiner unterstützenden Eigenschaft für das Schachspiel.
Jene lineare Logik, die mit der Statistik unausweichlich entsteht, kann gar nicht der Sache Astrologie entsprechen - eine lineare Zuordnung
(von Planet zu EINER einzigen mit Worten abgebildeten Entsprechung) ist
absurd, und es wird leider immer noch von den Wissenschaftlern
geglaubt, dass man so in der Astrologie vorginge. Neben vielen
anderen Dingen, die man anführen müsste: Es sind die in Worte
gebrachten Aussagen nur die Oberflächen des eigentlich
Prinzipiellen.
Einzelne Fälle, wo mittels Statistik belegkräftige Aussagen möglich werden, zeigen jedoch etwas auf - und es liegt am Betrachter, als was er diese Aussagen verstehen will. So gesehen dient die Statistik in der Astrologie vielleicht der Belegung, aber in jedem Fall eines Erkenntnisgewinns für den Astrologen.
Untersucht wurden die Konstellationen von 802 Schachspielern. Zu etwa 96% handelt es sich dabei um Großmeister, ansonsten eine geringe Zahl von "Fernschachgroßmeistern" und "internationalen Meistern", letztere sind in der Spielstärke einen Rang unter den Großmeistern. Diese Größe der Datenbank ist ein wichtiger Umstand, bei dem man geradezu die Ergebnisse nicht als zufällig bewerten kann.
Von Capablanca, Euwe, Bacrot, Lasker, Fischer, Kasparov, Viscovi sind mir die Geburtszeiten bekannt. Alle anderen Horoskope sind als SAH (Sonnenaufgangshoroskope) gestellt.
Aspekte. Spannungsaspekte.
Beim Großmeister stellt man eigentlich auch fest, dass er früh seine Begabung trainieren konnte (einfaches Schicksal).
Vermutlich zeigen sich Merkur Aspekte (auch Spiegelpunkte und Halbsummen) hier tatsächlich als Begabtenaspekte, eingebettet in ein typisches Muster des übrigen Radix (oft mit Beteiligung von Chiron und Mars). Es handelt sich in den meisten Fällen um eine ausgesprochene Aktivierung Merkurs.
Die meisten Vergleichs-Datenbanken sind grösser als 800 Horoskope. Von den Mediziner habe ich sogar über 3300 Horoskope und von den Politikern über 2300 Horoskope.
Folgende Orben wurden bei den Statistiken stets als Standard verwendet (diese Orben sind schon gering! Sie zeigen den Bereich der akut wirkenden Aspekte, die sich mir durch Erfahrung ergeben haben. Andere Astrologen verwenden zum Teil 6° und mehr für zB Quadrate, was zwar im Radix immer noch wirksam ist, aber für Statistiken niederiger angesetzt werden sollte. Konjunktionen stellen dagegen andere Bedingungen auf, da sie einen erweiterten Einflußbereich mit sich bringen - hier wählen manche Astrololgen sogar einen Orbis von 15°, was nicht obskur ist.
Bei erneuten Statistischen Forschungen kann man auch sicher noch geringere Orben wählen - die Hälfte der unten benutzten - und wird dieselben Tendenzen feststellen, und es kann auch dann keine Rede von Zufall sein).
Erheblich sind die Feststellungen, ob zu einer Konstellation, die auf Schachliches hindeutet, signifikant mehr Schachspieler zu finden sind. Die Frage der Signifikanz wird von "Möchtegern-Statistikern" auf 100% gesetzt. Es kommt jedoch auf geringe Abweichungen an, die den Unterschied zeigen. Rein statistisch gesehen kann es keine besondere Größe der Zahl nach geben, da im Laufe der Zeit und im Durchlauf des Tierkreises nur eine bestimmte Anzahl von Aspekten gebildet wird.
Mars ist in Bezug zum Schachspiel nicht unwesentlich. Der Wille zum Sieg (Mars) ist massgeblich für die andauernde Aufmerksamkeit, die man in Bezug der Geschehnisse (Merkur) aufbringt. Die erbrachte Leistung (Mars) und der Kampfeswille, die Bereitschaft Konzentration aufzubringen, kommt hier zusammen, all diese Dinge bei all dem Einsatz und Kampf noch zu überschauen (Merkur). Es geht um eine besondere Motivation des Einsatzes (Mars).
Bei 22.5% aller Schachspieler gibt es Mars/Merkur Aspekte. Das ist allerdings nicht besonders zahlreich, schaut man sich andere Tätigkeitsfelder an, aber die Schachspieler bilden auch nicht das Schlußlicht in der Rangliste.
Vergleichsgruppen (Merkur/Mars-Aspekte):
Bei 22.8 % aller Schachspieler finden sich Sonne/Mars Aspekte.
Vergleichsgruppen (Sonne/Mars-Aspekte):
Bei 802 Großmeistern
gibt es in 206
Horoskopen Aspekte
zwischen Merkur und Chiron.
Das sind 26.7%.
Vergleichsgruppen (Merkur/Chiron-Aspekte):
Bei 20.4 % aller Schachspieler finden sich Merkur/Uranus Aspekte. Im Schachspiel kommt es anscheinend weniger auf neue Wege oder Inspirationen an, und anscheinend kann Uranus den Merkur nicht mit der reinen Logik dienen, denn Uranus steht für die Aushöhlung der eigentlichen linearen Logik, für eine Metalogik oder auch Alogik bzw. "Fuzzy-Logik" (weiche Logik) . Für eine Logik, die die unbekannte Gesetze oder Regeln übeschreiten kann, hin die Ambivalenz erträgt, nicht zu wissen, warum man zur Antwort kommt, sondern zu erkennen, dass die Antwort richtig ist. Intuitiv erkenne ich zB die Bedeutung eines Himmelskörpers, und es gibt keinen logischen Grund, den man anführen könnte (und der zB Skeptiker zufrieden stellen würden).
Anscheinend ist es für das Schachspiel relevanter, genaue Beobachtungen anzustellen und erkennbare Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, Wege zu verfolgen, und nicht so sehr mit Intuition das Glück zu erzwingen - es gibt keinen Grund den Boden der bekannten Logik zu verlassen, die das Schachspiel aufstellt.
Vergleichsgruppen (Merkur/Uranus-Aspekte):
Hier gilt für die Sportler und Schriftsteller ähnliches, was bei Merkur/Chiron gesagt wurde, nur unter anderen Vorzeichen: hier zählt die Originalität und das Aufbieten neuer Zusammenhänge (Schriftstellerei). Für die Sportler könnte gelten, dass es in vielen Fällen darum geht, einen Gegner auszutricksen, wofür die Uranuskraft dienlich ist, insofern Erwartungen nicht entsprochen werden. In weiterem Sinne kann Uranus mit Merkur auch für Beweglichkeit und Flexibilität sorgen.
Die Spannbreite zwischen den statistisch ermitttelten Werten zwischen Mediziner und Künstlern scheint nicht unbedingt eindeutig genug, insofern nicht von vorneherein klar wird, warum für Mediziner Merkur/Uranus Aspekte nützlich sind, während es für die Schriftsteller, aber auch für die Musiker schon etwas näher liegt.
Bei 23.3 % aller Schachspieler finden sich Merkur/Saturn Aspekte. Nicht allein Stabilität und Disziplin im Denken, sondern auch Beharrung und als Vorprägung des Beharrungsstreben die gewisse Bedachtsamkeit, die Vorsicht, die Sicherheit, das ernsthafte Bestreben, um eine gedankliche, auf dem Schachbrett geschaute Struktur des Erfolgs zu erreichen, eine Struktur zu bilden, zu halten. Fehlerlosigkeit. Genauigkeit.
Vergleichsgruppen (Merkur/Saturn-Aspekte):
Bei 22.9 % aller Schachspieler finden sich Merkur/Pluto Aspekte. Die Schachspieler sind hier weit vorne, und es überrascht nicht: tiefgründiges Denken und Vertiefen in eine Stellung , Erkunden der verborgenen Sachverhalte und Auslotung der gegebenen Möglichkeiten ist hier angezeigt.
Vergleichsgruppen (Merkur/Pluto-Aspekte):
Für die Sportler liegt es auf der Hand. Merkur steht für die Art, wie man einen Weg geht, und Pluto trägt Willensstärke und Durchsetzungsvermögen bei. Bei den Künstlern, im Unterschied zu den Malern, könnte es um die Auslotung verborgener Aspekte des Daseins gehen, was von Künstlern oft thematisiert wird (sozialer Aspekt der Kunst). Bei den Politikern ist es nicht nur der Akt der Durchsetzung sondern auch die Infragestellung und Aushöhlung des politischen Gegners. Man möchte sich selbst gut und den Gegner schlecht darstellen. Für den Schriftsteller gilt ähnliches wie fr den Künstler, doch geht es dem Schriftsteller vor allem um das, was zwischen er den Zeilen schreiben kann, nicht nur die eigentliche Botschaft des Textes, sondern viel massgeblicher der Eindruck, der beim Lesen seiner Worte und Sätze entsteht. Die Atmosphäre.
Das Zeichen Stier kommt im Zodiak direkt nach dem kämpferischen Widder. Die Methode, die im Schach gebraucht wird, ähnelt nicht etwa einem Drauflosstürmen (der kämpferische Ehrgeiz ist woanders beim Schach, nämlich in der Psyche gefragt).
Die Methode die im Schach gebraucht wird, ähnelt auch einem Beharren. Ein Daraufhinarbeiten.
An dieser Stelle ist ein Zitat (Rudhyar) sehr aufschlussreich:
"Die (...) Tagkraft, die in jugendlicher Sehnsucht und Selbstverwirklichung durch das Widderzeichen stürmt, verwandelt sich in Stier und wird ruhig und beharrlich. Sie stellt ihren - oft nur gegen Geister oder Windmühlenflügel anstürmenden - Kampf um das Privileg ein, ihre Energie als Personalität zu veräußerlichen. Sie sucht sich in greifbarer Form zu beweisen."
Das Stier Zeichen steht wie sonst nur die anderen Erdzeichen und vielleicht das fixe Kreuz der Zeichen für ein Beharren an sich, für eine Angelegenheit, die ausgetragen wird auf grossem Brett in "Realbedingungen". Der materielle Vorteil, der Besitz, der mit dem Stierzeichen korrespondiert, ist aber nur nebensächlich, drückt aber an sich das Totale des Greifbaren aus.
Sicher werden viele Statistiken je nach Größe der Datenbanken ein unterschiedliches Bild für die Zeichenbetonungen zeichnen. Dies liegt an vielen Gründen, auch daran, dass die Zeichen nur eine Deutungsebene bedeuten, und für viele Talente nicht mal die wichtigste. Dennoch können diese Studien Erkenntnisgewinn für Astrologen bedeuten.
Es stellt sich einfach heraus, dass man bei statistischen Untersuchungen der Astrologie die richtigen Fragen an die betreffende Konstellation stellen muss.
Von
Skeptikern wird in allen Punkten immer etwas gefunden, was deren
Meinung nach die Sache entwertet. Es wäre schon ein Wunder, wenn
Skeptiker ihre Meinung bzw. übertriebene Haltung ändern würden. Jeder
Satz, jede Äusserung, kann gegen die Sache verwendet werden. Es wäre
ein leichtes, Primzahlen zu widerlegen. Nur ist es so, dass man
Primzahlen bei Kenntnis der Mathematik erkennen kann, also
beobachten kann und dies ist das Problem. Die Sachverhalte der
Astrologie werden von Astrologen und Kundigen erkannt und beobachtet,
erhalten ein anderes Gesicht als wenn man nur vor dem Etikett stehen
würde, vor den Aussagen, die getroffen werden. Und die Skeptiker
meinen, es sei alles nur eine Frage des Glaubenwollens. Das ist eine
ganz falsche Wahrnehmung der Astrologie. Die Astrologie und die darin
enthaltenen Sachverhalte SIND BEOBACHTBAR. Aber wer sieht schon -
heutzutage - energetische Sachverhalte? Zuweilen wird jeder Seher,
Pendler usw. als Betrüger verunglimpft, und in die Ecke gedrängt, aus
der Öffentlichkeit entfernt, weil der Mainstream für die
zugrundeliegenden energetischen Sachverhalte keine einzige Kategorie
bereit gestellt hat (und die Menschen wachsen dann auch in dem Glauben
auf, das sei alles Humbug und es dauert lange Zeit, bis man sich
vielleicht aufgrund eigener Erfahrungen mit diesen Sachverhalten
anfreundet).
Dabei sind diese Dinge zu sehen ein echtes Talent, das zu würdigen ist wie die Arbeit eines Schreiners oder Mathematikers.
Rückläufiger Merkur in 160 Fällen (von 420)
[
420, weil
diese
Statistik
unabhängig von der obigen Statistik gemacht wurde, zu einer anderen
Zeit, als die Datenbank mit Schachspielern eben noch kleiner war. Diese Statistik kann jederzeit auf die 800 Datensätze
grosse DB angewendet werden; ich finde gerade keine Zeit dazu].
Dazu folgender Artikel mit ausführlicher Erörterung des Problems, Astrologie belegen oder widerlegen zu wollen:
Wir können selbst mit der Naturwissenschaft nicht belegen, woher die Ursache der Evolution herrührt, können nur das "Wie" untersuchen, wie dieser Zusammenhang mit den Konstellationen am Himmel existiert und was es bedeutet. Und wir können aufzeigen, dass dieser Zusammenhang existiert, ähnlich wie wir feststellen, dass es die Evolution gibt und dass die Evolutionstheorie in den Eckpfeilern richtig ist.
Die üblichen Einwände gegen Statistik beruhen auf der vermeintlich mangelnden Aussagefähigkeit der minimalen Unterschiede. Wer sich unvoreingenommen mit Astrologie befasst, wird aber eingestehen müssen, dass es keine aussergewöhnlichen Spitzen (Ergebnisse der Zahl) geben kann. Die geringen Unterschiede (im Vergleich zu anderen Tätigkeitsgruppen) decken sich aber mit der Fragestellung UND der Bedeutung des untersuchten Faktors, was einfach nicht zu leugnen ist.