Karmische Astrologie
1. Karmische Faktoren im Radix
2. Edgar Cayce
3. Karma

Karma

Inhalt

Teil 1: Karmische Astrologie

Teil 2: Edgar Cayce

Teil 3: Karma

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Die seelische Reise

In der esoterischen Sichtweise auf das Leben bedeutet die Seele einen Ausgangspunkt der Betrachtung.
Das Bild wäre jedoch unvollständig, wenn man eine esoterische Sichtweise nur auf das Seelische beschränken würde. Der Körper und Geist zählt ebenso zur Seele und das macht insgesamt unser Sein aus. 

Um es kurz zu sagen, bedeutet die seelische Reise den Schwerpunkt auf die Erfahrungen zu legen, die man in seinem Alltagsleben hat und mögliche Ziele, die einem aus Herzensgrund emporscheinen, umzusetzen. Dies geht am besten, indem die beiden Werkzeuge Geist und Körper möglichst optimal gefördert und auch in ihrem bestmöglichen Zustand erhalten werden. Auf diese Weise sind die Erfahrungsräume des Seelischen vergrössert und vollständiger.

Dualität

Das Leben, wie wir es kennen, beinhaltet Konfrontationen aller Art. So kann man von einer Ausreizung der seelischen Möglichkeiten sprechen. Dies kann auch mit der grundsätzlichen Dualität begründet werden, die dem irdischen Dasein zugrundeliegt. Alles Leiden erhält so den Sinn, damit seelische Entwicklung und Wachstum zu ermöglichen. Das Leiden ist aber nicht zwangsläufig, zwangsläufig sind nur die Rahmenbedingungen, die sich eine Seele vor Geburt aussucht. Diese enthalten ein Potential. Und die Welt , die Gesellschaft, in ihrer Lebensweise ist nur rudimentär der Grund der Wahl. Anders gesagt, es könnte jeder Seele leichter gemacht werden, wenn die Gesellschaft in harmonischen Beziehungsmustern und einer gerechten Welt aufwächst. Andererseits werden die sieben Hauptfunktionen, die es gibt, immer nach Ausdruck verlangen und in irgendeiner Weise muss es und wird es immer Reibung geben und etwas, was wir die Herausforderung des Lebendigen durch den Tod nennen können. Es führt anscheinend kein Weg daran vorbei, dass auf diese Weise der dualistischen Reibung und Gegenüberstellung (zweier Polaritäten) ein Entwicklungsrahmen geschaffen wird. Anders gesagt, können wir das Leiden niemals aus der Welt schaffen.

Aber wir können eine Welt schaffen, die feinfühliger wird, und wo deshalb die seelische Werdung keine grossen Konflikte mehr benötigt... -  der Grad des möglichen seelischen Wachstum wäre potenziert, durch die in der Seele liegenden Bereitschaft, die Dualität anzunehmen und zu überwinden.

Die Anpassung als Schutzverhalten

Aufgrund unseres elementaren Bedürfnisses uns vor Einflüssen zu schützen, was als Schutzverhalten eine gewichtige Notwendigkeit der physischen Dimension darstellt, kommen wir zu zahlreichen Anpassungsleistungen. Später müssen diese wieder zurückgenommen werden.

Saturn und Schutzverhalten

Es ist die Frage: sind die inneren oder äußeren Bedingungen für einen geeignet, um jene Substanz oder Integrität zu erhalten, aufgrund der man seinen eigenen Tätigkeiten und die aus dem Selbst gewonnenen Absichten weiter nachgehen kann? Kann man leben und sein?

Man erwählt und erhält innerlich seine Struktur, so weit dies die Anlagen ermöglichen, und beeinflusst und nutzt äusserlich Bedingungen und Möglichkeiten, die diesem Prozess des Erhaltens der Struktur dienen.  Aber noch massgeblicher, richtet man sich ein, mit dem Bewußtsein, Werten und Absichten.

Der übergeordnete Prozess der Stabilisierung und Erhaltung unserer Integrität kann  als Prüfpfeiler unserer Existenz beschrieben werden und  mit Saturn analogisiert werden. 

In einer anderen Weise kann bei einem Zuviel (der eigenen Erstarrung der Form) das Lebendige ersticken, womit ein Ausbruch zwangsläufig auf die Form einwirken muss. Umso stärker die Verhärtung, die sich gegen das Lebendige ausdrückt, desto stärker sucht sich ein Impuls diese Struktur, um auf es einzuwirken (Uranus bringt zB dieses belebenden geistigen Impuls und ein Ausbruch in egal welcher Form ist das Resultat der vorherigen Erstickung des Lebendigen).
Saturn und Uranus sorgen jeweils für eine Integrität des Seelischen, aber können dahingehend auch nachhaltig (Saturn) und umwälzend oder zerrüttend (Uranus) aus dem Gleichgewicht bringen.

Die Freiheit liegt in der Erfahrung des Augenblicks, des Hier und Jetzt, frei von der Erinnerungen. Wenn der Mond sein Gesicht verändert...


Mai 2008
Stefan Arens