Alles zusammen genommen dürfte ein zunehmend deutliches Bild der zugrundeliegenden Symbolik eines Asteroiden zeichnen.
Eine weitere Möglichkeit bietet auch die Untersuchung aller
anderen
Phänomene, welche dem Asteroiden wie angeheftet scheinen. Wenn der
Asteroid in unsere Aufmerksamkeit fällt - was bei Entdeckungen der Fall
ist -, dann ist das ein Moment, dem erhebliche symbolische Bedeutung
zukommt.
Ein gängiger Satz für die Beschreibung von symbolischen Koinzidenzen
und
Synchronizitäten ist die bildhafte Aussage: Gleiches
gesellt sich zum Gleichen. Das heisst, alles, was
mit diesem Moment zusammenhängt, kann eine symbolische Aussage über
diesen Moment und damit über den Asteroiden liefern.
Beschreibbare
Sachverhalte, Ereignisse oder Zeichen und Symbole (im
Endeffekt sind das alles schon konkrete Bedeutungen), treffen
zeitgleich mit dem Asteroiden auf.
Daher ist alles, was zeitgleich in einem dichten oder engen
Zusammenhang mit der Entdeckung eines Asteroiden steht, prinzipiell von
Aussagekraft um die symbolische
Bedeutung des Asteroiden dadurch zu skizzieren.
Weitere Möglichkeiten sind: Numerologie. Auch Intuition, intuitive Herangehensweisen. Etc.
Nicht immer ist die allererste Beobachtung, welche von einem bestimmten Asteroiden archiviert wurde, gleichbedeutend mit der offiziellen Entdeckung. Relevant für eine offizielle Entdeckung ist der Umstand, dass ein Asteroid an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Nächten beobachtet werden konnte. Das sind jedenfalls die Vorgaben des massgeblichen Zentrums für astronomische Archivierung, dem Smithsonian Institut.
Das bedeutet eigentlich nur eine Sicherheit für den Astronom; - aber bekannt gemacht hat sich uns ein Asteroid womöglich viel früher, da es viele Asteroiden gibt, die bereits das erste Mal gesichtet wurden, noch bevor das offizielle Kriterium: 'mehrere Beobachtungen in mind. zwei aufeinanderfolgenden Nächten' erfüllt werden konnte. Dieses Kritirium ist eine künstliche Einrichtung von Seiten der Astronomen, die die Entdeckung eines Asteroiden mit dem Umstand "besonderer Sichtbarkeit" versehen.
Es gibt also ein offizielles
Entdeckungsdatum.
Das ist die photographische/digitale
Aufnahme, durch welche ein Observatorium bzw. seine
dort tätigen Astronomen einen
Himmelskörper zu identifizieren vermochten.
Nach den MPC
Vorgaben mussten besonders gute Beobachtungsumstände vorliegen, so dass
ein betreffender Himmelskörper an mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Nächten beobachtet werden konnte. Nur dann gilt eine Entdeckung als
bestätigt.
In wie weit diese Vorgaben auch für die Zeit vor 1900 galt bleibt jedoch fraglich. Wahrscheinlich entschied man sich vor 1900 einfach anhand der vorliegenden Beobachtungs-Situation, ob ein Himmelskörper einwandfrei identifiziert werden konnte, so dass er als entdeckt galt, also ob es ein Asteroid war oder nicht. Nach der Entdeckung hören die Beobachtungen eines Asteroiden natürlich nicht auf und so werden falsche Angaben mit der Zeit ausgefiltert, weil es so gut wie keinen Asteroiden gibt, der nicht längst ein paar Dutzend Male beobachtet werden konnte. Damit stehen dann die Bahndaten fest (d.h. sie lassen sich berechnen) und man kann falsche Angaben der jahrhundertelangen Beobachtungen nachträglich ausschliessen. Es gibt in den AstDys Listen keine "falschen" Beobachtungen.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Aufnahmen, die vom Himmel gemacht werden, erst einige Zeit nach der konkreten Aufnahmezeit untersucht werden. Die Aufnahme selbst jedoch ist von Astronomen entschieden worden und so liegen Umstände und Zufälle (es gibt keine Zufälle) diesem Augenblick zugrunde, die von einer genügenden symbolischen Relevanz zeugen; - es gibt immer wieder Erfahrungen zB in der Stundenastrologie, dass die Fragestellung, die an den Astrologen gerichtet ist, sich verzögert. Es zeigt sich dann nacher, dass die Frage gar nicht anders hätte beantwortet werden können, wenn es nicht dieser Augenblick gewesen wäre, der zustande gekommen ist. Und da auf diese Fragestellung das Horoskop gestellt wird, sind Umstände und vermeintliche Zufälle hier - genau wie bei den Beobachtungsaufnahmen der Himmelskörper - der Auslöser des massgeblichen Moments. Die Dinge fügen sich so, wie sie sich vom Schicksal oder irgendwelchen anderen Kräften her fügen sollen. Alleine die Namensgebung eines Asteroiden, die so oft mit seiner symbolischen Bedeutung korrespondiert, spricht die selbe taugliche und symbolische Sprache.
Es dürften den absolut ersten Beobachtungen von Himmelskörpern, die nur eben in einzelnen Nächten gemacht wurden, und nicht in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Nächten, dennoch einige Relevanz zukommen. Das einzige, was ihnen anhaftet ist, dass sie nicht den offiziellen Kriterien des Smithsonian Institut entsprechen (MPC/AstDys).
Man kann hier von inoffiziellen Entdeckungshoroskopen sprechen. Die offizielle Entdeckung ist nur definiert durch besonders gute Beobachtungsumstände - freilich ist auch dieser Umstand (besonders guter Sichtbarkeit) symbolisch gesehen sehr prägnant! Der Asteroid ist deutlich zu erkennen.
Man kann jetzt schauen, wie ein bekannter Asteroid (zB Chiron) in seinem Horoskop auch seiner allerersten Beobachtung entspricht.
Es gibt noch weitere Dinge, die man beachten kann um sich mit den Beobachtungsdaten zu befassen (aus denen man ja Horoskope erstellen kann).
Es kommt manchmal vor, dass ein Asteroid nach seiner
offiziellen Entdeckung (oder der allersten Beobachtung) einige Jahre
nicht
beobachtet wurde.
Dann tritt der
Asteroid nach einiger Zeit wieder in Erscheinung. Und bleibt in
regelmässigen Abständen beobachtet. Dann kann es im Idealfall einige
Jahre lang so
sein, dass während langer Jahre von Beobachtbarkeit und darin Monaten
an gelegentlicher Unsichtbarkeit,
der
Asteroid schlussendlich durchgängig beobachtet werden konnte ohne
wesentliche Pausen der Beobachtbarkeit; - regelmässig und Jahr
für Jahr, ganze Jahre hindurch bis in die Gegenwart; er
scheint
etabliert und allbekannt.
Aber ganz zu Anfang der Beobachtungsreihe ist es oft so, dass sich
zwischen
einzelnen Beobachtungen des Asteroiden lange bzw. deutliche Pausen
einfügen.
Es ist eine Art und Weise, wie diese Daten am Anfang in den
Listen typischerweise (vor allem vor 1970) eine Chronologie der
Beobachtungen zeichnen.
Es ist am Anfang der Beobachtungsreihen wie ein Streuen von vielen
Punkten, anstatt dass es eine gerade Linie
wäre. Irgendwann wird die Beobachtungsreihe in der Regel dann zu einer
"Linie".
Es kann Sinn machen (es müsste näher untersucht werden), auch jenen Horoskopen von Beobachtungszeitpunkten noch Bedeutung zuzuerkennen, die chronologisch gesehen vor oder nach der offiziellen Entdeckung liegen, falls nämlich auch diese Horoskope ein besonderes Merkmal eines astrologischen Anfangs in sich tragen. Zum Beispiel das erste Horoskop im Jahre 2000; - oder auch ein "erstes" Horoskop einer Beobachtung nach einer langen Zeit der Nicht-Beobachtung des jeweiligen Asteroiden. Vielleicht kann man diese Zeitpunkte zutreffend als "neue Epoche der Beobachtungen" bezeichnen.
Wenn man sich die AstDyS
Liste der Beobachtungen zu einem Asteroiden anschaut, erkennt man diese
zeitlichen Inseln, deren jeweils chronologisch erstes Horoskop
gewissermassen
einen Anfang darstellt.
Den "Beginn einer kleinen Linie", die von
diesem Anfang aus zu einigen weiteren Beobachtungen in einer Reihe
führen.
Voraussetzung scheint mir, dass einige Zeit vor diesem "Anfang" eine Pause der Beobachtungen vorhanden ist, so dass der Anfang auch deutlich genug sich heraushebt. Umso grösser diese Pause ist, desto bedeutender scheint der Moment des Anfangs.
Es ist immer Nacht bei einem Entdeckungshoroskop.
So gibt es einige evtl. Deutungseinschränkungen oder
zumindest
Dinge, über deren Handhabe man sich Klarheit verschaffen muss:
- Die Sonne und meist
auch der Mond, Venus und Merkur stehen immer in der unteren Hälfte des
Horoskops; und damit ist auch
vieles andere mehr oder weniger festgelegt bei jedem
Entdeckungshoroskop. Der Mond am Himmel beeinträchtigt mit seinem Licht
die Beobachtbarkeit des
Himmels. Nicht umsonst klagen die Astronomen über die zunehmende
"Lichtverschmutzung" durch die Lichter der Städte, und suchen sich
bevorzugt Plätze für Observatorien, die weit ab von Städten und ihrem
Licht liegen.
- Es macht wahrscheinlich keinen Sinn die Sonne, Merkur,
Venus und evtl. Mond in den Häusern zu deuten.
Vielleicht kann man den Quadranten der Sonne
(Mond etc.) vertreten, aber das ist wohl eine deutungsmässig eher
unscharfe
Angelegenheit, weil es ja nur zwei Möglichkeiten für die Sonne gibt,
nämlich vor dem
IC oder hinter dem IC zu stehen.
- Aszendentenherrscher einiger Zeichen
stünden ebenso jedes Mal in der unteren Hälfte des Horoskops
(Zwillinge, Jungfrau, Stier, Löwe etc. - wegen Venus, Merkur, Sonne
etc.).
- Vielleicht gibt es diese genannten Deutungseinschränkungen sogar
für alle Planeten,
vielleicht kann man aber die Planeten ab Mars (Jupiter, Saturn, Uranus
etc.) in den Häusern beachten.
Evtl. bleiben die Hauptachsen als primäre Energiepunkte jedoch relevant
genug.
- Auch der Mond in Bezug zur Sonne
(Zyklus, Mondphasen etc.) ist vielleicht mit einem Fragezeichen zu
versehen, wenigstens in solchen
Fällen, wo er ebenso wie die Sonne in der unteren Hälfte steht und
somit nahe der Sonne. Ob es eine Rolle spielt, dass er ein zunehmender
oder abnehmender Mond ist müsste untersucht werden in vielen
Vergleichen von Entdeckungshoroskopen.
In anderen Worten wird bei diesen Bedingungen der Beobachtung, die "freie Möglichkeit" des Asteroiden sich uns zu zeigen etwas eingeschränkt und grundlegend auf die eine Seite der Polarität, nämlich der Nacht bezogen. Gewisse Konstellationen sind in dieser Weise erzwungen.
Es kann sein, dass sich dennoch der Asteroid seine
Zeit wählt,
und etwa die
Zeichenposition von Sonne, Merkur und Venus also trotzdem noch
erhebliche Relevanz hat (wenn auch die Häuser bedenklich
bleiben).
Man muss sich jedenfalls selbst entscheiden, wie man diese
Deutungsbesonderheiten für sich zurecht legen will.
Wahrscheinlich kann ein Mond, der trotz aller ansonsten ungünstigen Umstände einer Himmelsbeobachtung nämlich gerade in Häusern der oberen Horoskophälfte, bedeutendes aussagen. Denn wenn ein Asteroid trotz einem Mond am Himmel beobachtbar ist, so kann der Hausstand des Mondes ganz gewiss als sehr signifikanter Deutungshinweis ausgelegt werden. Möglicherweise gilt das auch für die Planeten, die nicht abhängig sind von der Sonnenposition, als da wären Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto.
Wenn ein Asteroid nur in einem bestimmten "Fenster der Vorraussetzungen" in Erscheinung treten kan - eben wenn es Nacht ist-, und einige Deutungselemente zwangsläufig von ihrer Relevanz her etwas in den Hintergrund treten, könnten jedoch gut zusätzliche Deutungselemente als Hilfe hinzutreten; zB Spiegelpunkte oder Fixsterne, weitere beteiligte Asteroiden (Konjunktionen mit Planeten etc.).
Ebenso könnte es
Sinn machen, noch zusätzliche Horoskope, wie allererste Uhrzeiten, neue
Epochen (siehe oben) etc. neben dem originalen Entdeckungshoroskop zu
betrachten.
Auf diese Weise lassen sich Aspekte, Fixsterne, und andere Asteroiden
in Konjunktion mit wichtigen Horoskopfaktoren herausloten. Mehrere
Horoskope zusammen betrachtet könnten evtl. ein markantes
Thema aufzeigen, welches sich durch diese Horoskope zieht.
Möglicherweise drückt sich hierbei auch aus, dass ein Asteroid sich
über ein mundanes Zeitthema in Beziehung setzt (zB Geschichte,
Zeitgeschehen, gesellschaftliches Klima), und dabei gleichzeitig ein
Gesicht von sich zeigt und zu anderen Zeitpunkten ein anderes Gesicht.
Es kann sein, dass zu verschiedenen Zeitpunkten eine Variation des
Themas angesprochen
wird
Leider sind in vielen Fällen von etwa 1800-1870 die Daten
ungenau
überliefert oder festgehalten.
So existieren oftmals nur die Tage und Orte der offiziellen Entdeckung,
nicht aber die Uhrzeiten und so sind also nur Sonnenaufgangshoroskope
möglich. Einige Astrologen untersuchen stattdessen auch den
Neumond vor diesem Zeitpunkt.
Hier jedoch mag es nun wirklich Sinn machen, das erste
mögliche
Horoskop mit genauer Uhrzeit heranzuziehen, welches oft nach der
Entdeckung liegt.
Diese Horoskope als erste Uhrzeitangabe, befinden sich von der
historischen Zeit her betrachtet auch in der allgemeinen
"Aura" der Entdeckungszeit des Asteroiden, bzw. den Anfängen seiner
Beobachtungen.
Manchmal liegen aber auch 20 Jahre und mehr dazwischen und dann hat man
zumindest erheblich abweichende Planetenstände, um diese vergleichend
zu untersuchen, was in einer gewissen Weise diese Horoskope auch wieder
interessant macht.
Meine
ersten Anschauungen der Asteroidenhoroskope ergaben,
dass
sie mir trotz obiger Bedenken dennoch überaschend stimmig
schienen. Es scheint nicht bei jedem Asteroiden dieselbe Eindeutigkeit
zu geben, und vielleicht ist nicht jeder Aszendent sehr stimmig für den
Asteroiden.
Es
tauchten einige entfernte Korrespondenzen zwischen verschiedenen
zusätzlichen Horoskopen (siehe oben) auf.
Chiron zB hat in seinem allerersten Beobachtungs-Horoskop 1895 einen Schütze Aszendenten. Kassandra steht im offiziellen Entd.-Horoskop 1977 in Konjunktion mit Chiron, im ersten Horoskop 1895 am DC, nahe Neptun. Interessant ist auch die Einbindung von Aspekten bei der Jupiter/Mars Konjunktion in Krebs mit einem Quadrat zu Chiron (1895).
Offensichtlich sind die Aspekte am wichtigsten.
Ein markanter Aspekt
zu einem der
inneren Planeten, eine Konjunktion mit der Sonne oder ein Quadrat etc.,
Aspekt anderer Planeten miteinander, oder der Brennpunkt eines
T-Quadrats,
Aspektmuster,
und ähnliche Betonungen könnten bereits das Haupt-Thema andeuten.
Allgemein kann es sein, dass man das bei jedem Asteroiden erneut prüfen
muss, welche Faktoren und Deutungselemente besonders signifikant sind
und herangezogen werden sollten.
Einer Himmels-Beobachtung - wie bei AstDyS
verzeichnet -
liegt stets eine
photografisch/digitale Aufnahme zugrunde.
Diese beziehen sich immer (soweit sie sich jedenfalls auf die Zeit
spätestens nach - schätzungsweise - 1970 beziehen) auf die errechnete
Mitte.
Diese
errechnete Mitte ist eine MPC Vorgabe (Minor Planet Center).
Fotografische Aufnahmen haben üblicherweise eine
Belichtungsdauer von
30 Minuten, digitale Aufnahmen eine Dauer von ungefähr eine Minute. Das
heisst, für digitale Aufnahmen müssen mehrere Aufnahmen miteinander
verglichen werden, um eine Bewegung eines Himmelskörpers feststellen zu
können. Bei einer Photografie erscheinen nach etwa 30 Minuten
Bewegungen von Asteroiden schon als Striche auf der Photografie.
Asteroiden hinter Pluto benötigen zum Feststellen einer Bewegung am
Himmel allerdings Aufnahmen aus unterschiedlichen Nächten.
Die Datenlisten der Astronomen sind in einem
gewissen
Punkt leider nur nicht ganz
kompatibel zu den gestellten Anforderungen eines Astrologen.
Wenn ein offizielles Entdeckungsdatum überliefert wird,
kann man in einer Liste dieses Entdeckungs-datum herausbekommen
(bei MPC) - aber
die Uhrzeit
steht indessen in
einer anderen Liste (AstDys).
Und in dieser zweiten Liste sind mehrere Uhrzeiten für diesen Tag
gegeben, aber keine
davon ist (meines Wissens nach) als Entdeckungszeit besonders
gekennzeichnet oder
bezeichnet.
So kann bei verschiedenen angegebenen Zeitpunkten für einen
bestimmten
Tag etwa der
Aszendent in einem ganz anderen Zeichen sein.
Ein Planet könnte
am Aszendenten stehen, und in einer anderen Aufnahme schon im 12. Haus.
Etc.
Der Mond mag in einer ersten Aufnahme einen exakten Aspekt bilden
und
in einer letzten Aufnahme bzw. dem entsprechendem Horoskop schon nicht
mehr.
Weiterführender Artikel zum Thema: Genauigkeit der AstDys-Daten