Teil 1: Karmische Astrologie
Teil 2: Edgar Cayce
Teil 3: Karma
Im
normalen Sprachgebrauch verwenden wir das Wort Seele analog zu einem
wesentlichen Teil unserer Entität, die sich inkarniert hat. Edgar Cayce beschreibt
genauer eine Wesenheit als die Gesamtheit des Körpers,
Verstandes und
der Seele.
Das
heisst, die Seele ist für Cayce ein Ganzes, und
Körper
und Verstand je ein weiterer Bestandteil dieses Ganzes. Und nicht könnte man Körper
und Verstand mit der Seele gleichsetzen oder isoliert betrachten.
Dass der Körper ein Teil der Seele ist, wird auch von anderen Quellen berichtet.
Erst auf der Erde wird diese
Dreiheit von Körper, Geist bzw. Verstand und Seele geschaffen (die Erde ist ein dreidimensionaler
Aufenthalt).
Die Aufgabe und Leitidee spirituellem Wachstums besteht allerdings in der Erkenntnis, dass
diese Dreiheit keine widerstreitende Einheiten bilden, sondern eine
ganze Einheit dieser drei Teile in eine Richtung geführt wird,
oder mit anderen Worten: dass Körper, Geist und Seele eins werden. Der
Wille, den man sicher dem ganzen Bewusstsein und nicht
einem einzelnen Teil zuschreiben muss, kann vermutlich auf diese Weise
auch stark gebündelt werden und
die Herausforderungen oder Chancen erst bewältigen und umsetzen.
Das
heisst, es hilft natürlich sich dieser Dreiheit nach und nach in ihren
Teilen bewusst zu werden, so dass man erkennt, dass auch der Geist mit
seinen Haltungen und Idealen ein wesentlicher Ausdruck des Seelischen
sein kann. Man kann sagen, so wie wir denken, sind wir. Und eine
spirituelle Gesundheit kann darin gesehen werden, dass Handeln,
Erfahrung und Denken gleichlautend sind und es keine Zerplitterung
gibt, so dass man also etwas entscheidet auf geistiger Ebene, es aber
nicht in Handeln umsetzt.
Laut
Edgar Cayce, kann ein Horoskop und seine einzigartigen Konstellationen
auf jedermann zutreffen, da diese Konstellationen nur Auskunft über die
verschiedenen Ausformungen von Zeitqualitäten innerhalb der Erdexistenz
geben.
Die Seele bzw. Wesenheit weist ein Repertoire von
Erfahrungen auf, die Cayce mit "Planetenaufenthalten" beschrieben hat.
Die Wesenheit wertet in der sozusagen "inkarnationslosen Zeit" Erfahrungen aus, die sie in relevanten Inkarnationen gemacht hat.
Die karmische Idee lautet nach Cayce: "Was ihr säet, werdet ihr ernten". "Wie man verdammt, so wird man verdammt". Man wird einerseits der Notwendigkeit ausgesetzt, Erfahrungen zu integrieren, und andererseits kann man sich nicht davon stehlen, und wird auch unter einer solch gesetzten Ursache (von Verdrängungen oder Verdammungen) eine (spätere) Wirkung erfahren. Positiv kann man Leiderfahrungen sehen als Möglichkeit, sich endlich einer Last zu entledigen. "Wie Ihr vergebt, so wird euch vergeben." Leiden bedeutet also opfern. Man opfert das Leiden, indem man die Ursache des Leidens opfert. Dies geschieht nicht so, dass man sich einen Finger abschneidet um die Wunde zu heilen. Damit würde ja ein neues Leiden entstehen. Man opfert die Vorraussetzung des Leidens, also was dafür sorgt, eine Last zu erfahren. Wenn einem zB eine Belastung zu gross ist, kann man dieser entweder ausweichen oder aber man stärkt seine eigene Belastbarkeit. Man opfert eine Einstellung oder das übliche Verharren auf der einen Seite einer Dualität. Zur vollständigen Erfahrung aber gehört das Annehmen der Dualität. Das Leiden ist nur der Anfang und die Lösung die Vervollständigung. Beides bedeutet uns die Reibung, das Licht und Schatten, was wir im Leben erfahren.
Wir vergessen nur gewöhnlich viel zu leicht, dass dieser Anfang notgedrungen in der Un- Vollständigkeit liegt - dass in manchen Fällen Leiden also am Anfang stehen muss, weil dieses Hineingworfensein in eine Entwicklungsaufgabe ja deshalb geschieht, weil uns die Auseinandersetzung noch fehlt, und wir aufgrund der meisten unbekannten Situationen noch nicht angepasst sind an diese Erfahrungsdimension. Aber gleichwohl bedeutet der Anfang auch schon, wo das Ziel liegt. Wenn jemand sich unfrei fühlt, so ist sein Verwirklichungsziel offensichtlich die Freiheit. Und zwar wird dies auf eine geeignete Weise eher zum Ziel führen, als wie ungeeignete Weisen nur weitere Reibungen und Auseinandersetzungen erfordern werden. Wer aber glaubt, ohne Reibung durchzugelangen, schafft sich eine Illusion, die auch wieder ein Hindernis ist.
Man kann daran anknüpfen und Leiderfahrungen im Grunde als einen Schritt erkennen, der uns auf eine sehr viel höhere Ebene führen wird . Wir haben uns gewissermaßen für manche Leiderfahrungen oder Bewährungen entschieden, weil die Seele (das heisst wir als Wesenheit) sich ein Ziel gesetzt hat, das diesen Schritt (Bewältigung und Integration von Erfahrungen) erforderlich machte, und damit uns in die unbekannte Situation stellte, auf die wir aufgrund der Dualität zunächst die andere Seite kennen lernen müssen, bevor wir die (in unseren Maßstäben) positive Verwirklichungsform erreichen können.
Dualität bedeutet letztlich in dieser Hinsicht, dass
wir nicht wissen, was Freiheit ist, wenn wir die Unfreiheit nicht
kennen. Oder wir kennen Frieden nicht, wenn es keinen Krieg oder Streit
gab. Das sollen nur Beispiele sein, die Dualität ist allgegenwärtig.
Wir können uns entwickeln oder Rückschritte
machen. Das Ziel bleibt immer dasselbe. Unser Wille ist dabei
entscheidend. Den wir uns allein dadurch schon nähern, indem wir uns
über unsere Erfahrungen bewuss werden und nicht zu einseitig, etwa nur
auf verstandesmässiger oder emotionaler Ebene diesen Erfahrungen
ausetzen oder sie uns derart einseitig bewusst machen.
Nach
Cayce sind Persönlichkeit
und Individualität
verschieden.
Persönlichkeit sei, was man sich wünscht, was
andere von
einem halten, oder wie andere einen sehen mögen.
Individualität
ist aber jenes, was sich die Seele erhofft und wonach sich die Seele
sehnt (ihr Entwicklungsweg). Der Wille der Persönlichkeit: Körper und
Emotionen, der Drang etwas zu wollen und zu denken, aufgrund dem die
Persönlichkeit zustande kommt; und der Wille der Individualität:
Gedanken, Mentalität, Ideale; alle Erfahrungen, die eine Seele aus
vorherigen Gebrauch ihrer Kreativität bei ihren Aufenthalten auf Erden
gewann; die Individualität bezeichnet auch den Zweck innerhalb dieses
Lebens. Alle Leben führen auf einer gewissen Ebene fort, was bereits
geleistet wurde.
Individualität und Persönlichkeit müssen
nicht
eins sein. Es besteht aber für den Menschen die Aufgabe,
dass eine Balance zwischen diesen beiden Willen geschaffen ist.
Die
Bezüge zu Aszendent und Sonnenzeichen tun sich damit auf .
Doch obgleich der
Zweck (Sonnenzeichen) deutlicher Hinweis auf die seelische
Individualität
ist, kann man nicht sagen, dass das Sonnenzeichen nicht auch Teile der
Persönlichkeit enthält oder enthalten kann.
Die Individualität (höheres Selbst, inneres Selbst) kann so eingesetzt werden, dass die Persönlichkeit (angeborene Neigungen und Wünsche) zu jenen Faktoren beitragen kann, die notwendig sind, damit sich die gesamte Wesenheit in die nötige Richtung bewegt.
Insgesamt ist die Persönlichkeit also eher mit dem Körper, Emotionen und Konditionierungen zu identifizieren (erdbezogene Antriebe). Die seelische Individualität ist mit dem Geist und den mentalen Ideen identisch (planetarische Antriebe, massgeblich bestimmt durch die sogenannten "planetarischen Aufenthalte"). Letzteres bildet ein Muster, wie sich die Seele entwickeln möchte (Ideale). Falsch wäre es wohl, die Persönlichkeit grundlegend als schlecht zu bewerten, da es auch günstige Muster bilden kann, die zur Weiterentwicklung günstig sind. Der Wille steht über beiden Mustern und soll diese beiden Muster (Persönlichkeit und Individualität) zu einem "wohlgeordneten Ganzen" zu harmonisieren.
Geistige Wachsamkeit,
Intuitionen und das wahre oder aber trügerische
Urteilsvermögen
sind mentale Aspekte, und werden aus einem
vorherigen planetarischen Aufenthalt in den physischen Körper
unseres jetzigen Lebens übernommen. Es passt hierzu, dass Schamanen
schon seit jeher den physischen Körper als Organ der Wahrnehmung
definierten. Und es ist klar, dass Wahrnehmungsfähigkeit im Grunde verkörpert ist -
auch die Instinkte
mit ihrer drängenden Achtsamkeit, zeigen diese enge Verbindung der
Wahrnehmung zum Körper. Aber Tatsache ist, dass diese körperlichen
Fähigkeiten aus einem mentalen, ausserkörperlichen Aufenthalt
(planetarischer Aufenthalt der Seele) herrührt, und nicht aus
vergangenen Erdenleben allein.
Emotionen, Reaktionen auf
Emotionen
und Triebe sind Resultate vergangener Erdenleben.
Letztendlich
sind diese Emotionen natürlich ebenso verkörpert, aber ihre Herkunft
und Ursache ist eine andere!
Bedeutende Informationen zu der Wahl einer Seele, sich in bestimmte Konstellationen zu inkarnieren, finden sich in den Schriften des Sehers Edgar Cayce.
Der Seher Edgar Cayce begab sich regelmässig in Trance-Zustände, und seine Aussagen während dieser Zeit wurden in Schriften dokumentiert. Ferner weist Cayce auf die Akasha-Chronik hin, einem imaginären Buch, in dem das Leben einer Seele durch ihre eigenen Anstrengungen und Erfahrungen weiter "geschrieben" wird. Aus diesem entnahm der mediale Seher Cacye anscheinend viele seiner Informationen, um einem Menschen seine seelischen Aufgaben zu beschreiben - es scheint dieses Buch (Akasha-Chronik) viel umfassender zu sein, als wie analog dazu das astrologische Radix des Menschen, das nur eine einzige Inkarnation beschreibt.
Es
gibt bei der Seele
eine Prägung und Schwingung von Planetenkräften und
demgemäß
werden auch die Eltern für eine Inkarnation ausgesucht.
Wie
Cayce
schreibt: "Sofort nach dem Tod gibt es eine Periode der
Bewußtlosigkeit, deren Dauer von der spirituellen
Entwicklung des Wesens bestimmt wird. Nach dem Tod nähren sich
Seele und Geist - und in einem gewissen Sinne sind sie besessen - von
dem, was der Verstand während der letzten Erden-Erfahrung schuf.
Was immer auf der physikalischen Ebene erreicht wurde, muß jetzt
angewendet werden. [Nr.3744]."
Was auf der physikalischen Ebene der Erde erreicht wurde, muss dann in einer weiteren Dimension der Erfahrung (ausserhalb des Erdenlebens) von der Seele gelebt werden und ausgewertet; integriert und vervollständigt werden kann eine Erfahrung nur auf der Ebene körperlichen, also irdischen Lebens. Diese Ebene des Astralen, oder wie auch immer man sie nennt, auf der es den Planetenaufenthalt gibt, kann in ihrer Archetyp oder Energie analog den Planeten gesetzt werden und als "Planetenaufenthalt" bezeichnet werden.
Nach
Cayce durchlebt die Seele nach dem Tod - also zwischen den
verschiedenen Inkarnationen - Dimensionen der
Erfahrung, welche einem Planetenprinzip zugeordnet werden
kann.
Eine Seele tendiert dann (bis zur nächsten Inkarnation) zu Uranus und
wird dann einen Planetenaufenthalt unter der Regie des Uranus haben,
eine andere Seele unter Mars usw.. Eben um die vorangehenden
Lernerfahrung des Lebens zu vertiefen. Vielleicht entspricht diese
Sphäre des Aufenthaltes der christlichen Vorstellung des Fegefeuers. Es
ist natürlich klar, dass die dreiteilige Idee von Himmel, Hölle und
Fegefeuer mittlerweile in ihren wertreichen Inhalten kaum noch mit der
Realität dieser Sachverhalte zu tun hat, aber dass es hin und wieder
eine Art Analogie gibt mit ursprünglichen Wahrheiten.
Nachfolgende Inkarnationen auf der Erde könnten sich auf diese gemachten Erfahrungen zwischen den Inkarnationen beziehen (ob die Inkarnationen chronologisch und linear oder alinear usw. zurückzuverfolgen sind, sollte man vielleicht lieber offen lassen; Cayce erwähnt viele Fälle, in denen eine Seele eine lange Zeit sich nicht inkarniert hatte, weswegen man annehmen kann, dass es keine bestimmte chronologische Regel der Inkarnationsreihenfolge gibt).
Ich interpretiere das, was der Verstand und Wille als Leitbild erschaffen hat, als "Ideale"
und verbindliche Pläne, fixe Vorstellungen, vielleicht auch Strategien, die man
an seiner Persönlichkeit festhielt, und im besten Fall dem seelischen Zielen dient. Diese "Ideale" erwähnt Cacye später
nochmals, in einem Zusammenhang, der diese Interpretation im
Zusammenhang mit dem Verstand nahelegt (die persönlichen Leitbilder und
Denkmuster, aber auch die Gründe und Werte, durch die man zu
Entscheidungen kommt). Astrologisch gesprochen könnte man hier das Wirken des Skorpion/Pluto Prinzips vermuten.
Diese Ideale richten unser Leben aus. In diesen Idealen liegen unsere "wahren Absichten" begründet.
Von den Planeten-Aufenthalten kommt der mentale und geistige Impuls, der mit der Seele herübergeht auf ein Erdenleben, und dort erneut Teil der Individualität der Wesenheit wird. Die Erderfahrungen vergangener Leben allerdings rufen einen emotionalen Drang hervor, der seinerseits zur Persönlichkeit der Wesenheit wird.
Das heisst vielleicht, dass unsere Entscheidungskraft, die ja aufgrund der Ideale resultiert, aus unserer Seelenreife resultiert, je nachdem welche Erfahrungstiefe wir besitzen um ein Leben während des Planetenaufenthaltes auszuwerten um daraus die Ideale der nächsten Inkarnation zu bestimmen. Andere Seher und Medien berichten von mindestens zwei Inkarnationen, die nötig sind, um gewisse Entwicklungsschritte hin zur Vollständigkeit zu leisten. Es ist aber möglich, innerhalb einer einzigen Existenz mehrere Entwicklungsschritte gleichzeitig zu leisten, nur nicht hinsichtlich der vollständigen Durchdringung und Erfahrung - da offensichtlich durch verschiedene Betonungen innerhalb der Inkarnation (aufgrund der Dualität) auch verschiedene "Standpunkte" geschaffen werden müssen.
Den Unterschied zwischen Individualität und Persönlichkeit im Sinne von Cayce, habe ich oben bereits erläutert.
Nach Verlassen des Körpers durchläuft die Seele solche Dimensionen der Erfahrung (Planetenaufenthalt) und wird anscheinend weiterhin geprägt, oder es handelt sich viel wahrscheinlicher nur um eine Form der Auswertung der gemachten Erfahrungen, und zwar unter einem bestimmten Prinzip (Planet); und vielleicht bereitet dieser Aufenthalt auf ein nächstes Leben vor, auf die mit einem nächsten Leben verbundenen astrologischen Konstellationen. So wird dann der Entwicklungsschritt einer Inkarnation weitergeführt. Womöglich verdichtet sich auf diese Weise des Planetenaufenthaltes eine gewisse Erfahrungsdimension, die in der darauffolgenden Inkarnation einfach weitergeführt oder genutzt wird. Aber ein Nutzen ohne gleichzeitige Weiterführung ist vermutlich gar nicht möglich. Es könnte jedenfalls sein, dass dieser Planet, der dem Planetenaufenthalt entspricht,für den Horoskopeigner ein besonderes Potential des Ausdrucks in die Welt hinein aufweist, sofern dieser Planet zu identifizieren ist. Das würde aber bedeuten, dass dieser Planet eine Gabe darstellt, und vielleicht durch den Planetenaufenthalt "geläutert" wurde. Oder es entspricht einfach einem Planeten, mit dem nun der volle Nutzen ins Leben und zur Wirklichkeit gebracht werden sollte.
Es ist nicht ganz klar, ob es mehrere solcher Dimensionen der Erfahrung gibt, die eine Seele also nacheinander durchreist bevor sie inkarniert wird. Klar ist, dass es eine letzte Dimension dieser Erfahrung gab, von der die Seele berührt wurde, also die, wo die Seele sich befand, bevor sie wieder inkarnierte. Dieser letzte Faktor wurde von Cayce als der Planet bezeichnet, "vor der die Seele floh".
Cayce nahm viele "Lebens-Lesungen" (readings) für Leute vor,
von
denen auch die Geburtsdaten bekannt waren. So wurde erkannt, dass die
in
Trance getätigten Aussagen Cayces über den Planeten, vor der
die Seele floh, oft mit dem Planeten übereinstimmt, der im
Radix
dem MC am nächsten steht. Doch da es Ausnahmen gibt, ist anzunehmen,
dass noch weitere Faktoren beteiligt zu sein
scheinen, so dass man diese Regel nicht zum feststehenden Gesetz machen
kann.
Jener Planet, vor dem die Seele floh, sei
repräsentativ für
spezielle Eigenschaften, auf die dieser Mensch stark abgestimmt sei.
Wir erkennen in dieser Aussage durchaus eine deutliche Entsprechung zur
traditionellen bedeutung des MC (denn ein Mensch wird stark abgestimmt
sein auf das Zeichen des MC und einen eventuellen Planeten am
MC).
Tatsächlich
beschreibt Cayce allgemein Planeten, die bestimmend für einen Menschen
sind, und die nicht immer mit einem Planeten am MC identisch sind. Er
spricht manchmal auch von mehreren Planeten, die für einen Menschen
bestimmend sind, obgleich es eine Rangfolge dieser dann aufgezählten
Planeten gibt. Der erst genannte ist dann offensichtlich der Planet,
vor dem die "Seele floh".
In Anwendung auf die "Planetenaufenthalte", sollte man jedenfalls keine voreiligen Schlüße ziehen, da es viele Faktoren, Einflüsse und Verschachtelungen gibt, die zusammen kommen können - es ist auch nicht belegt, dass der "planetarische Aufenthalt" allein durch die offensichtlichen Konstellationen im Radix erkennbar ist.
Die
jetzigen Konstellationen unseres Lebens mögen Resultat vergangener
Leben und auch Resultat des vorherigen Planetenaufenthaltes sein, aber
es wird immer wieder von Cayce betont, dass der Wille darüber
entscheidet, wie die jetzigen Konstellationen gelebt werden.
Es gibt nur Neigungen, die zwar zu einem Zwang werden können, aber in denen jederzeit die Freiheit ist, sich anders zu entscheiden, wenn die Wesenheit bzw. der Mensch die Kraft, den Mut und den Weg findet, die dazu nötigen Anstrengungen auch zu leisten.
Auch
Sterne ausserhalb unseres
Sonnensystems sind beteiligt an der
Dimension, die die Seele durchläuft.
"Auch finden wir, dass die Erfahrung der Wesenheit in den
Zwischenphasen der planetarischen Aufenthalte zwischen den irdischen
Manifestationen zu dem inneren geistigen Drang wird, der zu Zeiten ein
Teil des Tag-Träumens oder der Gedanken und Meditationen des
inneren Selbstes werden kann oder auch nicht.
Daher stellen wir fest, daß astrologische Aspekte einen
Einfluß auf die Erfahrung darstellen, jedoch mehr aufgrund der
Aufenthalte des Wesens in der Umgebung als wegen eines bestimmten
Sternes, einer Konstellation oder auch eines Tierkreis-Zeichens, das
zur Zeit der Geburt in so und so einer Position steht. [Lesung 1895-1]."
Sinn der Inkarnation.
"Das Ziel des Eintritts jeder Seele ist, einen Zyklus zu vollenden, dem
Unendlichen näher zu kommen, damit sie den Zweck erkennen
möge mit der Ganzheit auf der Erde [Vortrag 3131-1]".
Phänomen einer Seele, die in
aufeinanderfolgende Leben
wiedergeboren wird.
"Denn wie wir in dieser bestimmten Wesenheit finden, und oft, - solche,
die in eine Erfahrung als kompletten Zyklus eintreten; das heißt,
zum
selben Zeitraum unter den gleichen astrologischen Erfahrungen wie im
Aufenthalt kurz zuvor (das heißt, am gleichen Tag des Monats
geboren zu
werden... obwohl sich die Zeit geändert haben mag); findet
Perioden der
Aktivität, die sehr denen gleichen, die sich im vorhergehenden
Aufenthalt manifestierten, in der Entfaltung und in den latenten
Zwängen. [Lesung 2814-1]."
"Wird diesem Wesen gegeben, was ihm in
der gegenwärtigen
Erfahrung von Hilfe sein kann, im Hinblick auf die Aufenthalte auf der
Erde, dann ist es gut, wenn die planetarischen und astrologischen
Aspekte auch gegeben werden.
Es sollte dann verstanden sein,
daß
der Aufenthalt der Seele in dieser Umwelt (planetarisch) und nicht so
sehr die Position (Quadratur, Trigonal-Aspekte usw. der Planeten bei
der Geburt) einen größeren Einfluss im Ausdruck eines Wesens
oder Körpers auf jeder gegebenen Ebene ausmacht. Dies soll nicht
die Studien der Alten herabsetzen, sondern soll eher zum
Verständnis dieser Studien beitragen.
Und wie wir gezeigt haben: Es ist nicht so sehr (wichtig), daß
ein Wesen beeinflußt wird, weil der Mond im Wassermann steht oder
die Sonne im Steinbock; oder Venus oder Merkur in diesem oder jenem
Haus oder Zeichen; oder der Mond im Zeichen der Sonne; oder daß
einer der Planeten in dieser oder jener Position am Himmel steht.
Sondern eher, weil diese Positionen am Himmel von dem Wesen
herrühren, das als Seele dort verweilt hat! [Lesung Nr. 630-2]"
"Jeder Einfluss eines Planeten schwingt mit einer anderen Schwingungsrate. Eine Wesenheit, die in jenen Einflussbereich eintritt, kommt in jene Schwingung. Sie muss sich nicht notwendigerweise ändern, aber es ist die Gnade Gottes, dass sie es kann. Es ist ein Teil des universalen Bewusstseins, des universalen Gesetzes!" [Lesung 281-55]
Die Seele vermag also ihre eigene Schwingungsrate, die sie bei ihren planetarischen Aufenthalt (nicht etwa irdischen Aufenthalt) erhält, zu verändern. Es ist nur unklar, ob diese Änderung nur innerhalb des planetarischen Aufenthaltes auf rein seelischer Ebene (und damit für uns, die wir uns in diesem irdischen Leben befinden, irrelevant) vollzogen werden kann, oder auch auf der Ebene unseres irdischen Aufenthaltes verändert werden kann, wahrscheinlich aber letzteres.
Denn immer wieder wird der Wille des Menschen als
ausserordentliche Kraft bezeichnet, sofern der Mensch lernt, diesen zu
gebrauchen. So kann gefolgert werden, dass die Schwingungsrate, die wir
aus dem letzten planetarischen Aufenthalt gewonnen haben, in
irgendeiner Weise einen gewichtigen Teil unserer Seele ausmacht, und
schon durch gegenwärtiges Leben entscheidend verändert werden
kann.
Aufgrund dieser Schwingungsrate werden wir
vermutlich
auch jeweils individuell auf die astrologischen Konstellationen und
Zeitqualitäten reagieren können. Der Weg zu dieser
Möglichkeit der Befreiung vom Zwang oder der gewichtigen Neigungen,
dürfte aber immer erst über ein enormes Quantum an Lebens- und
Lernerfahrung führen. Man muss vielleicht auch unterscheiden zwischen
älteren und jüngeren Seelen. Dies wurde von Cayce meines Wissens nicht
beschrieben, aber von anderen Quellen. Jüngere Seelen befassen sich
zunächst mit der materiellen und existenziellen Ebene. Die älteren
Seelen kommen erst noch zu den Dimensionen des Seelischen oder
Geistigen. In jedem Fall erweist sich diese Unterscheidung nicht als
rassistisch, sondern sie ist insofern wichtig, dass eine jüngere Seele
offensichtlich nicht sehr an dem interessiert ist, was ältere Seelen
interessiert. Damit verbunden sind dann auch andere Lebenserfahrungen
und schliesslich Entwicklungsaufgaben. Aus dieser Sicht kann man also
den vermeintlich wenig spirituellen Menschen um einem herum keinen
Vorwurf machen, denn aus seelischer Sicht tun sie genau das, wozu sie
hier sind. Sie sammeln eine Grund-Erfahrung, über die sie irgendwann
hinaus gehen können, wenn es Zeit für sie wird. Der spirituell
orientierte Mensch hat oft einen wenig athletischen und nicht sehr
widerstandsfähigen Körper. Darin drückt sich der Umstand aus, dass
schon auf körperlicher Ebene sich die Offenheit für die verschiedenen
Ebenen, die Durchlässigkeit ausdrückt. Eine jüngere Seele braucht in
der Regel einen robusten Körper, weil sie ganz andere Erfahrungen
verdichten will. Und so ist damit auch gegeben, dass sie eben nicht
durchlässig für die verschiedenen Ebenen der spirituellen oder okkulten
Dimension ist, und auch gar nicht sein darf, weil sie diese Erfahrungen
gar nicht aufnehmen könnte, ihr fehlt der solide Boden der
Grunderfahrung. Es passt ja schon, dass man oft von Erdung spricht, die
nötig ist für spirituelles Wachstum. Generell würde ich sagen, dass ein
egal wie geartetes Interesse an Spiritualität oder Esoterik ein Zeichen
dafür ist, dass man keine jüngere Seele mehr ist. Wer sich mehr für
diese Sachverhalte interessiert, dem kann ich die Trancebotschaften von
Varda Hasselmann & Frank Schmolke empfehlen, zB in "Weisheit der
Seele". Darin geht es nicht um Cayce, und nicht das Medium selbst
spricht, sondern es spricht eine "Wesenheit", die in den Büchern der
beiden Autoren auch näher beschrieben wird. Aufgrund solcher
Mitteilungen kann man vieles aus erster Instanz erfahren, wie es mit
der seelischen Ebene und dem "Sinn des irdischen Lebens" bestellt ist.
In einer anderen Lesung wurde Cayce gefragt, ob eine Seele eine ihr eigens zugeordnete Zahl (Numerologie) aufweist - sie erhält aber nur eine Zahl innerhalb der irdischen Aufenthalte.
Weiterhin heisst es, dass es grosse Unterschiede gibt, wie einzelne Seelen die Planeten wahrnehmen.
Der Seher Arthur Ford berichtet in ähnlichen Worten von Planetenaufenthalten, wie Ruth Montgomery in "The World Before" schreibt. Demnach ist die Erde ein besonders geeigneter Ort für spirituelle Entwicklung. Aus diesen Aussagen lässt sich auch die Bestimmung zur (kosmischen) Liebe kristallisieren.
"Wenn man es im physischen Leben erreicht
hat, nahe an die Perfektion
heranzukommen, sind diese planetarischen Besuche schmerzlos, denn man
geht ungefordert durch Prüfungen, die für andere
erschreckend sind. Diese Besuche sind notwendig, um sich
selbst
zu betrachten. Um Kränkungen und Verletzungen, die man anderen
zugefügt hat, auszugleichen und um egoistische Einstellungen und
Überwertigkeitskomplexe loszuwerden. Sie sind ein
Ausgleichs-Vorgang. Wieder und wieder sagen wir dir: Sieh dich selbst
richtig, während du im physischen Leben stehst.Mach eine
Bestandaufnahme. Bessere Dich und versuche, Unrecht im Denken und im
Handeln gegenüber anderen wiedergutzumachen, denn es ist weit
leichter, dies jetzt zu tun, als die spirituellen Torturen dieser
planetarischen Besuche durchzumachen. Warum sich nicht jetzt die Zeit
nehmen und anfangen, die akashischen Schuldbücher in Ordnung zu
bringen? Rechne den Schaden auf, den Du anderen zugefügt hast und
fang jetzt gleich an, durch Versöhnung oder durch Hilfe
für die, die sich vor Dir fürchten! Was macht es, wenn sie
Dir Schaden zugefügt haben? Das ist nicht Dein Karma, sondern
ihres; und wenn sie dann ihr Selbst treffen, werden sie es sühnen
müssen.
Überlasse das ihnen, aber hilf, wenn immer möglich, durch
Vergegen und Vergessen. Es ist leicht, dies in diesem physischem Leben
zu tun, und so anstrengend, wenn man in die spirituelle Dimension
gegangen ist. Verringere die Fehler, solange dazu Zeit ist, und mache
im Fleisch das Beste aus dieser Gelegenheit. (Seite 164-165)."
Wie man diese planetarischen
Aufenthalte erlebt.
"Um dieses Neue zu erleben, drangen wir weiter vorwärts und nach
außen; durch unseren Willen bewegten wir uns zum Beispiel in das
Gebiet des Mars, des Neptun oder des Uranus. Zuerst denken
wir
uns
dorthin. Dann sind
wir wie Lichtpunkte, die die Dunkelheit durchdringen, und ehe wir es
gewahr werden, sind wir auf der Oberfläche, sagen wir des Mars."
[Arthur Ford; ebenda]
"Zum Saturn geht man zur spirituellen Erhöhung, und die meisten reservieren sich diesen Besuch, bis sie den Einflüssen der anderen Planeten gegenübergetreten sind; denn der Saturn ist so wichtig, um Perfektion zu erzielen..., daß die meisten noch nicht für diese höchste Prüfung der Seele bereit sind und daher erst die anderen Strecken durchlaufen möchten." [Arthur Ford; ebenda]
"Je größer die Hindernisse für den physischen Körper, desto größer ist die Gelegenheit für die Seele, karmische Schulden abzuzahlen und schnelleres geistiges Wachsen zu erzielen. Wenn die Hürden erfolgreich genommen werden, sind sie wie Trittsteine im Wasser, und die Seele, die in ihrem fleischlichen Körper Handicaps guten Mutes überwindet, wächst schneller als eine andere, die nach irdischem Standart alles zu haben scheint, was das Leben lebenswert macht. Die Belohnung erfolgt nicht in der physischen Form, sondern in geistiger Entwicklung, und je mehr Hürden in einer physischen Lebensspanne überwunden werden, desto weniger oft muß die Seele danach zu einer physischen Form zurückkehren, um die rauhen Stellen in ihrem Charakter abzurunden. [Arthur Ford, A World Beyond, zitiert von Ruth Montgomery, Seite 46]".
"Was die Erscheinungen auf der Erde anbelangt, - diese haben sich ziemlich verändert. Alle davon werden vielleicht in der Gegenwart nicht angezeigt, denn - wie gegeben - jeder Zyklus bringt eine Seeleneinheit an einen anderen Kreuzweg oder zu einem anderen Drang aus einer von mehreren ihrer Aktivitäten auf der materiellen Ebene. Aber diese werden zu dem Zweck ausgewählt, der Einheit anzuzeigen, wie und warum dieser Drang ein Teil der Erfahrung der Seeleneinheit als Einheit, als Ganzes, ist. Denn man beginnt einen Aufenthalt im materiellen Bereich nicht durch Zufall, sondern es wird dort die Kontinuität der Struktur oder des Zwecks erstellt, und jede Seele wird von den Einflüssen angezogen, die man von oben sehen kann. Somit können dort die Windungen des Flusses des Lebens gesehen werden. [Schriften Nr. 3128-1]"
"Es gibt, wie zu Anfang festgelegt, soweit diese physikalische irdische Ebene betroffen ist, diese Regeln und Gesetze in den relativen Kräften jener, die die Erde regieren, und die Wesen der irdischen Ebene. Diese gleichen Gesetze regieren die Planeten, Sterne, Konstellationen, Gruppen, das, was die Sphäre bildet, der Raum, in dem sich der Planet bewegt. Diese sind von einer Kraft... [Vortrag Nr. 3744-4]"
Kosmische Prägungen.
"Astrologische Zwänge existieren nicht einfach wegen
der Position der Sonne, des Mondes, oder irgendeines Planeten zur Zeit
der Geburt, sondern eher, weil die Seele der betroffenden Wesenheit
Teil des universalen Bewußtseins ist und in diesen Umgebungen
gewohnt hat.[Lesung
2132-L-1]."
Diese Aussage über kosmische Prägungen muss in direktem Bezug zu planetarischen Aufenthalten gebracht werden, von denen weiter oben die Rede ist.
Der physische Körper als
Verstofflichung der Seelenstruktur,
als
Wiedergabe der Individualität
der Seele.
"Die Zeichen des Tierkreises sind karmische Strukturen; die Planeten
sind der Webstuhl, der Wille ist der Weber. [Lesung Nr. 3654-L-1]"
Hinweise zu Deutungsweise eines
Horoskops.
"Die stärkste der Kräfte im Schicksal des Menschen ist:
erstens, die Sonne. Dann, die engeren Planeten oder jene, die zur Zeit
der Geburt zur Aszendenz kommen.
Die Neigungen des Menschen werden dann von den Planeten beherrscht,
unter denen er geboren wurde. Bis zu diesem Ausmaß liegt das
Schicksal des Menschen innerhalb des Bereichs oder der Sphäre der
Planeten..., ohne
Rücksicht auf
die Kraft des Willens und ohne daß der Wille überhaupt in
Betracht gezogen wird. [Lesung Nr.3744]."
Betonung der Kraft des Willens.
"Wie von einigen festgestellt wurde, seid Ihr ein Teil eines
universalen Bewußtseins oder von Gott. Und somit Teil von allen,
was im universalen Bewußtsein oder dem universalen Gewahrsein
liegt: wie die Sterne, die Planeten, die Sonne und der Mond.
Beherrscht Du sie, oder beherrschen sie Dich? Sie wurden für
Deinen eigenen Gebrauch gemacht, als ein Individuum. Ja, das ist die
Rolle (die sie spielen)... denn Du bist wie ein Teilchen im Körper
Gottes; somit ein Mit-Schöpfer mit IHM, in dem was du denkst und
was du tust... [Nr. 2794-3]."
"Ob eine Seele während eines bestimmten
Lebens entwickelt oder
zurückgeblieben ist, hängt davon ab, welchen Idealen der
Mensch anhängt
und was er in seinen geistigen und materiellen Beziehungen
für diese
Ideale tut.
Das Leben ist eine sinnvolle Erfahrung, und ein Mensch kann an dem
Platz, an dem er sich findet, seine gegenwärtigen
Fähigkeiten, Fehler,
Tugenden einsetzen, um den Zweck zu erfüllen, den zu manifestieren
die
Seele in der dreidimensionalen Ebene beschlossen hat. [Aus There
is a river]."
Frage, die in einer Lesung (Nr. 3744)
gestellt wurde:
"Ist es richtig, wenn wir die Wirkung der Planeten auf unser Leben
studieren, um unsere Tendenzen und Neigungen besser zu verstehen, wie
sie von den Planeten beeinflußt werden?"
Edgar Cayces Antwort (in Trance):
"Wenn richtig studiert, lohnt es sich sehr, sehr, sehr. Wie studiert
man denn richtig? Indem man den Einfluß (der Planeten) im Licht
des Wissens studiert, das sich der sterbliche Mensch schon
erworben hat.
Teilt mehr von diesem Wissen aus - verbreitet die Erkenntnis, daß
der Wille immer der leitende Faktor sein muß, um den Menschen
voranzuführen, immer aufwärts."
Edgar Cayce wurde der "schlafende Prophet"
genannt, da er sich in Trance begab und dadurch zu aussergewöhnlichen
Aussagen in der Lage war.
Fragen über Themen wie Gesundheit,
schicksalshafte Aufgaben, Persönlichkeitsstrukturen oder Reinkarnation
fanden Antworten und Lösungen für den betreffenden Menschen - oft
wurden
Zusammenhänge mit dem Gesamtleben der Seele aufgezeigt. Diese Sitzungen
fanden als Lesungen statt, analog einem Vorgang, als würde man im Buch
des Lebens lesen (zu englisch: readings).
Die in Trance getroffenen Aussagen wurden schriftlich festgehalten und
sind glücklicherweise der Nachwelt so erhalten geblieben. Obwohl viele
Lesungen sich konkret mit den persönlichen Bedingungen des Betreffenen
befassten, gibt es innerhalb solcher Lesungen auch eine Menge
zusätzlicher und allgemeiner Informationen, die das Leben und die Seele
eines jeden Menschen betreffen. In diesen Lesungen wird die
Seele
und die essentielle Gesamtheit dessen, was zu einem Menschen gehört,
als Wesenheit bezeichnet. Jeder Mensch ist also eine Wesenheit.
Der Fachbegriff, um diese Informationen aus höheren Ebenen zu erhalten, ist eigentlich nur dann channeln, wenn Kontakt zu einer höheren Wesenheit aufgenommen wird. Es ist unklar, woher er die Informationen tatsächlich erhielt, anscheinend hauptsächlich aus der Akasha-Chronik und teilweise fand er vermutlich Kontakt zu einer anderen Wesenheit, einem Astrologen aus der antiken Zeit. Eine höhere Wesenheit aber scheint Cayce selbst gewesen zu sein. Nach eigenen - in Trance geäußerten - Verlautbarungen, war er selbst eine Wesenheit, die dieses Sonnensystem nach Acrturus verliess, einem anderen Sonnensystem, und dann zur Erde zurückkam. Es sei ein normaler Schritt, um eine Mission zu erfüllen - man habe als Seele diese Wahl, beschrieb er in Trance sich selbst (aufgrund einer Frage, die ihn betraf).
Es heisst aber auch, nach einem anderen Sonnensystem reist die Seele nur, wenn es eine bestimmte Entwicklungshöhe erreicht hat. Demnach kann man davon ausgehen, dass die "Wesenheit Cayce" eine solche Entwicklungshöhe erreicht hatte. An anderen Stellen heisst es aber auch, dass die Erde ein Ort der Vervollkommnung ist, und man kann folgern, dass man hier auf Erden entscheidende Schritte der Entwicklung vollziehen kann. Nach seinen Angaben, wird übrigens im System Arcturus die Willenskraft gestärkt, und Cayce meint dazu: "Die Beherrschung des eigenen Selbst, ist wahrlich etwas Größeres als die Beherrschung vieler Welten. Es bedeutet, dass wir die Eigenschaften der Sonne beherrschen." Ein Planetenaufenthalt (der Seele) im System Arcturus oder Uranus, hat auch Beziehung zu jenen Aktivitäten, die vielen anderen verborgen sind, im geistigen Ausdruck und der Vielseitigkeit der Interessen, "es hat Beziehungen mit mysthischen Elementen, nicht nur mit Gasen und Chemie und den Elementen der Erde. Die Elemente des Weltraums, des Universums, die Aufenthalte in solchen Aktivitätsbereichen bewirken ein besonderes Interesse an geistigen Aufenthalten."
Es scheint,
dass er die astrologischen Erkenntnisse durch Kontakt mit einer alten
Wesenheit herstellen konnte - vermutlich war es ein altpersischer
Astrologe, der sich entschlossen hatte, noch unter dieser Sphäre des
Irdischen zu leben. Dieser altpersische Astrologe bezeichnete die
persische Astrologie (vermutlich identisch mit
babylonisch-chaldäischer) als die beste jener Zeit. Aber diese Aussage
wird als subjektiv betrachtet, da eine Wesenheit, die sich entschieden
hat, noch unter der irdischen Sphäre zu leben, nicht zu den höchsten
Geistern gezählt werden kann (nach Meinung von Gammon); andererseits
wissen wir nicht, wie gut die Wesenheit auf ihrer Ebene überhaupt zu
Informationen kommen kann, es scheint durchaus möglich, dass
solche hohe Qualität der Information möglich ist, da diese Wesenheit
immerhin eine gewisse Schwelle erreicht haben muss.
Tatsache ist,
dass auf jeder Stufe, nicht
nur auf irdischer, sondern auch jenseitig-irdischer, eine ständige
Entwicklung besteht. Es kann auch sein, dass dieser Astrologe auf der
jenseitigen Ebene einen gewissen Platz einnimmt, so wie Engel auch
einen Platz einnehmen, um den Menschen mit Licht zu dienen.
Allerdings bestätigt sich durch die Erfahrung mit der antiken Astrologie, dass tatsächlich das chaldäische System jederzeit am verlässlichsten war. Die Ägypter haben einige Anpassungen nicht vorgenommen, während die Perser (und die Babylonier übernahmen dieses System) mit der Zeit gingen.
Cayce hatte auch in einer Trance-Sitzung die Vision gehabt, dass er in eine grosse Halle kam, und ein alter Mann reichte ihm ein Buch, es war die sogenannte Akasha-Chronik, in der alles, was eine Seele in körperlicher oder nicht körperlicher Existenz tut und entscheidet, verzeichnet ist - es wird ständig weiter an ihrer Geschichte gewebt, allein durch ihre eigenen Erfahrungen und allen Einflüssen, der die Seele begegnet.
Ob die Akasha auch Aussagen
über die Zukunft enthält ist - zumindest was Edgar Cayce angeht -
unklar.
Wenn dies möglich ist, sollten wir nicht vernachlässigen,
dass es dabei sehr viele Relationen geben kann, zB ist es eine mögliche
Tatsache, dass einige Dinge durch vorherige Konsequenzen so verdichtet
sind, dass sie eintreten werden, und andererseits sollten wir nicht
versäumen, anzunehmen, dass die Ebenen, auf denen unsere seelische
Existenz determiniert sind, zwar vielfältig sind, wir zB verschiedenen
Einflüssen unterstehen, aber dass das Schwergewicht unseres Schicksals
auf den Ursachen liegt, die wir bereits gestaltet und entschieden
haben, was also vergangen ist, und auch auf unserem Willen, den wir
jederzeit einsetzen können. Mitsamt dem vorhandenen Willen und den
aufgezeichneten Entwicklungsaufgaben, kann man natürlich auch noch eine
Beurteilungshilfe erhalten, und mögliche Verläufe erkennen, dennoch
bleibt es letztendlich ein Geheimnis, wieviel aus der Akasha Chronik
über die Zukunft einer Seele - betrachtet aus dem irdischen Standpunkt
- zu erkennen sein mag.
Nach den Aussagen von Cayce war es ausserordentlich wichtig zu begreifen, dass der Wille (und der Geist des Menschen, der diesen Willen auf der Ebene des Irdischen zustandebringt) eine Instanz der Freiheit ist. "Der Wille ist der Weber" oder "der Geist is der Baumeister". Der Wille wird das seelische Leben über ihre verschiedenen körperlichen und nichtkörperlichen Inkarnationen jederzeit begleiten und kann weiter ausgebildet werden, oder fällt zurück in Willenlosigkeit.
Mehr zu Edgar Cayce: http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Cayce. Dort auch weiterführende Links.
Horoskop zu Edgar Cayce: [ Grafik öffnet in neuem Fenster ]
Im Horoskop gibt es allzu deutliche Hinweise, dass Edgar Cayce tatsächlich channeln konnte oder zu Trance in der Lage war. Allein der Asteroid Sappho genau am Aszendenten kann immer wieder beobachtet werden bei begabten Sehern und Medien. Das steht für einen sprichwörtlich liebevollen, auf "Licht" basierenden Kontakt, den man herzustellen vermag. Alle anderen Faktoren bieten alle für sich betrachtet einen deutlichen Hinweis. Die wichtigsten Faktoren und Asteroiden, die für mediale Fähigkeiten stehen, sind miteinander verbunden und stehen an wichtigen Horoskopstellen.
Die
übliche rationale Haltung (Mainstream-Bewusstsein) kann mit den
zutreffenden Ergebnissen, die durch Channeln oder Medialität zustande
kommen, nichts anfangen, bewertet dagegen die einzelnen
Unstimmigkeiten als Indizien einer Scharlatanerie. Der Blick für diese
Dinge ist offensichtlich einseitig, und ausgeprägt von
mangelhaften Kategorien der Ein- und Zuordnung, des Mangels an
ganzheitlicher Sicht und einem Verständnis. Und vor allem getrübt von
Vorurteilen. Wenn Rationalisten suchen, finden sie Widersprüche - diese
und Fehler (an getroffenen Aussagen) aber gibt es immer, auch in der
noch so rationalistischen Wissenschaft. Die Sicht auf diese Ebenen
drücken sich ja nicht nur aus einer einzigen immer einheitlichen
Perspektive aus, so ähnlich wie es falsch ist, den Menschen allein
durch die Genetik zu klassifizieren, weil dies auch nur eine Sichtweise
ist.
Die ganze Geschichte der
Wissenschaft ist voll von Irrtümern - und man verteidigt sie, mit dem
Voranschreiten über den Fehler hinaus zum Wissen. Meiner Meinung nach
spielt sich da ein gehöriger Komplex bei den Rationalisten ab, also
eine Art blinder Fleck und Scheinheiligkeit. Insofern sie nämlich
dieses Hinausschreiten zu einer kristallinen Wahrheit und die davor
befindlichen Ungereimtheiten in der Esoterik bloß als Beleg für dessen
Unsinn werten.
Man darf nicht
vernachlässigen, dass zB Aussagen über die Zukunft an
dem jeweiligen Zeitstrom gebunden sind, in der diese Aussagen gemacht
werden - das heisst, das zukünftige Schicksal ändert sich von Zeit zu
Zeit - wo Rationalisten sagen würden, das sei eine billige
Verteidigung, ist es für viele Visionäre eine Wahrheit, gerade wenn es
um kollektive Ereignisse geht, bei dessen Zustandekommen oder
Richtungsverlauf nicht nur einer beteiligt ist, sondern viele. Daraus
und aus anderen Gründen ergibt sich, dass die Vision ganz anderen
Kriterien der Bewertung unterliegt, als wie man zwei plus zwei gleich
vier ausrechnet. Ausserdem muss man klar machen, dass die
Interpretation eines Sehers über das, was er sieht, genau genommen
werden muss, aber das geht nur, wenn man auch versteht, dass er die
Bilder , die er vor sich hat, vielleicht mit seinem Verstand, der die
Worte bildet, übergewichtet. Da hat zB ein Seher gesagt, 2009 ist die
Rezession beendet. Opel geretettet und die Leute sind über den Berg.
Nun ist Opel wirklich geretettet und den meisten Menschen geht es
gut. Nun hatte der Seher aber nicht das ganze Ausmaß vor Augen, sondern
ausgehend von 2008 nur das Jahr 2009 betrachtet. Dass die Rezession
noch mal zuschlägt, hat er nicht gesehen. Es ist also ein
unvollständiges Bild. Aber von Rationalisten kann es als unzutreffend
ausgelegt werden und werfen den Sehern ansonsten immer vor, dass sie
zutreffende Visionen auslegen würden. Natürlich ist es schwer, sich ein
Urteil zu bilden, aber es sollte jedenfalls auch nicht voreilig
und übertrieben skeptisch wie auch übertrieben optimistisch geschehen.
Es gibt sicher hier und dort unbegabte Leute, die sich
tatsächlich weit aus dem Fenster lehnen und vorgeben gewisse
Fähigkeiten zu haben, die dann ein falsches Zeugnis über diese
Fähigkeiten insgesamt liefern - und andererseits wird aber oft auch die
ganze
Sache undifferenziert betrachtet und bewertet. Viele, die irgendeinen
Kontakt zu
höheren Sphären haben, vermitteln diesen Kontakt nicht wie andere, oder
ungenügend, oder behalten es für sich, oder wissen
manchmal auch selbst keinen Weg, um über diesen Kontakt zu berichten.
Alle
Cayce-Zitate
aus:
Stephen Arroyo.
"Astrologie, Karma, und Transformation"
Hugendubel Verlag, Kailash.
1989, 9. Auflage.
Margaret H. Gammon. "Astrologie
ohne Geheimnisse"
Arcturus-Verlag. 1995, 2. Auflage.
Die Sprache der Aussagen von Cacye ist oft verwirrend, kompliziert oder verschachtelt. So habe ich wortgetreu aus dem Buch von Arroyo und Gammon zitiert, und gewisse unklare Formulierungen basieren nicht auf einen Abschreibfehler, der mir unterlaufen ist.