Edgar Cayce
1. Karmische Astrologie
2. Edgar Cayce
3. Karma

Die Lesungen des Mediums Edgar Cayce

Inhalt

Teil 1: Karmische Astrologie

Teil 2: Edgar Cayce

Teil 3: Karma

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Über die Seele

Im normalen Sprachgebrauch verwenden wir das Wort Seele analog zu einem wesentlichen Teil unserer Entität, die sich inkarniert hat. 

Edgar Cayce beschreibt genauer eine Wesenheit als die Gesamtheit des Körpers, Verstandes und der Seele.
Das heisst, die Seele ist für Cayce ein Ganzes, und Körper und Verstand je ein Ausdruck dieses Ganzes. Die Seele selbst bleibt uns eigentlich unsichtbar. Man kann schlecht Körper und Verstand mit der Seele gleichsetzen oder isoliert betrachten. Weil alle diese Zentren, Zustände und der Körper bildet einen Ausdruck der Seele.

Die Seele , die sich Erden inkarniert, ist auf einem Weg des Werdens. Ihr Anfang bestand in der Trennung von Gott. Einer durch die Erfahrung gewonnenen Haltung, sich von Gott entfernt zu haben.
Die verschiedenen Leben und Erfahrungen auf irdischer Ebene dienen einem Entscheidungprozess, zu dieser All-Einheit oder Gott zurückzufinden.

Spirituelles Wachstum 

Die Aufgabe und Leitidee spirituellem Wachstums besteht  in der Erkenntnis, dass diese Dreiheit keine widerstreitende Einheiten bilden. Sondern der spirituelle Wachstumsgedanke beinhaltet, dass die Seele nur dann über vollständige Erfahrungszyklen verfügt, wenn sie als eine ganze Einheit dieser drei Teile in eine Richtung geführt wird, oder mit anderen Worten: dass Körper, Geist und Seele eins werden.  Welche Richtung man auch geht, ist gar nicht so relevant, als dass diese Einheit bestehen bleibt.
In der praktischen Realität des Menschseins zeigt sich jedoch, dass nicht jede Richtung, die wir einschlagen können, letztlich diese Einheit hervorzurufen imstande ist , sondern eher eine Spaltung und Trennung. Man sagt dazu zum Beispiel, dass man den Weg mit Herz folgen sollte, weil dies bedeutet, dass man fröhlich und glücklich sein will. Wenn man nun  über den eigenen Empfindungskreis hinaus greift, und auch empfindet was die Welt angeht, wird das Handeln anders, weil man andere Gesichtspunkte gewinnt. Es sei denn man übergeht  das natürliche Gewissen , was allerdings willentlich sehr leicht geschehen kann (meist mit Eigendünkel verbunden).

Somit erweist sich, dass Erkenntnis und Bewusstseinsarbeit, womit sich Bewusstseinserweiterung nicht nur potentiell sondern faktisch ergibt,  beinahe Garantien sind, um auf seinem persönlichen (Lebens-)Weg, mag es vom  Schicksal oder der Möglichkeit  oder dem  Willen vorgegeben, voran zu schreiten. All diese Begriffe besagen offenbar verschiedenes, und doch ist es alles gleich. Es gibt einen Weg , den wir in uns finden, oder besser gesagt, in uns finden wir, wie uns ein Weg anmutet. Und das ist ein Hinweis, ob wir auf diesem Weg voran kommen können. Massgeblich ist dabei natürlich der eigene Standpunkt, mit dem man alles erfährt.

Der Wille, den man sicher dem ganzen Bewusstsein und nicht einem einzelnen Teil zuschreiben muss, kann geformt und gestärkt werden. Mit dauerhafter Integritätsarbeit , dass wir angesichts immer neuer Herausforderungen beständig rund laufen,  und nicht quietschen und uns in auftretenden Umständen verkanten. Damit bündeln wir alle Kräfte, die uns zur Verfügung stehen, und die uns angehen ,  um dadurch die Herausforderungen oder Chancen erst bewältigen und umsetzen zu können. Wir erweisen uns als Wesen, die nach aussen wirken aber Rückwirkung erfahren. Wir schaffen Resonanz. Wenn wir in einer Weise leben, werden wir geneigt sein, auf diese Weise weiter zu leben. Innere und äussere Resonanz (auf uns ) sorgen dafür. Dieser Impuls kann nur durch geschicktes Ausnutzen von Gelegenheiten aufgebaut und aufrecht erhalten werden, das heisst, man braucht eine Übersicht, wie man eine einmal eingeschlagene Richtung aus den Augen verliert und was man in solchen Momenten benötigt: Eigentlich nur eine Entscheidung, alles dafür zu tun, dass die Richtung beibehalten wird.
Es ist segensreich, wenn man versteht, dass das Innenleben viel wichtiger ist als äussere Ziele. Aber äussere Ziele sind keineswegs ausgeschlossen von einer  Art Förderung durch die Bewusstseinsarbeit. Der Kosmos unterstützt uns sozusagen in dem, was die Welt um uns herum zur Verfügung steht, und wie wir darin aufblühen können. Aber wenn man Innen ansetzt, und die Schwingung als Vorstufe der Resonanz versteht, kann man sich darin üben, seine Stimmung zu schulen , zum Beispiel  beizubehalten. Es spielt überhaupt nur eine kleine Rolle, welche Umstände uns Anlaß zum Beispiel für ein Vertrauen ins Leben bieten, oder tun wir doch einfach mal so, wir hätten das grosse Los gezogen, und was kann das sein? Vielleicht das Hier und Jetzt. Es kann alles sein, weil es kann etwas sein, wo ein starkes Gefühl nicht an äussere Bedingungen geknüpft ist. Man kann sich Erfahrungen suchen, wo man entsprechend fühlte, und das Gefühl verstehen , um es wach zu rufen, und immer wieder wachrzurufen aber dabei stets von der Erinnerung versuchen zu lösen um es auf neue Objekte zu übertragen, neu zu empfinden, oder sofort abstrakt in sich wachzurufen. Ein glückliches Lebensgefühl wird auch ein entsprechendes Lebensgefüge mit sich bringen - allein die Ausstrahlung wird anders.
Diese Pragmatik finde ich persönlich ungeheuerlich wichtig und was sollte einem Spiritualität schon interessieren, wenn man nicht hin und wieder wesentliches dazu hört?

Wenn wir  im Einklang mit der äusseren und inneren Natur leben, werden wir schon allein dadurch mehr Stärke entwickeln.

Es hilft natürlich, dass man sich dieser Dreiheit von Seele, Körper und Geist auch vereinzelt in ihren Teilen bewusst wird. Man braucht sicher keine genaue Kategorisierung, so nach dem motto: da haben wir das Stammhirn und dort das limbische System, das eine denkt, das andere fühlt. Oder das Ego ist nicht Teil des Geistes, sondern des Triebes, aber in bestimmter Hinsicht ist es auch Teil des Geistes... Das wären sozusagen fortgeschrittene Überlegungen.
Nützlicher ist wohl, einfach grob schon etwas  mit den Begriffen anfangen zu können. Die Seele ist so unfassbar, dass man  wohl von vorneherein den  Begriff etwas unklar  lassen kann. Der Körper ist das Werkzeug der Seele und der Geist ist der Lenker, der die Entscheidungen trifft, durch Logik, Analyse, aber auch Einsicht und das Verstehen der Erinnerung.
Des Geistes Ideen können aber  auch Inhalte des Seelischen sein, zum Beispiel interessiert  man sich für ein bestimmtes Thema, weil für die Seele darin entweder ein Talent aus einem anderen Leben liegt, das fortgeführt werden  soll, oder ein wichtiger Erfahrungsgrund mit verbunden ist.

Es ist also nicht ganz so einfach, diese Dreiheit so fein zu zergliedern in klar abgezeichnete Begriffslandschaften, weil irgendwo gibt es Wechselwirkungen und Überschneidungen. Es wäre isoliert auf einige wenige Bedeutungen nicht mehr organisch, und eigentlich nicht mehr angemessen. Was vielleicht stutzig macht, ist dass der Körper, so materialistisch er auch ist, ein Ausdruck des Seelischen sein soll. Dafür wird relevant, dass der Körper seine Form und Funktionsweise nicht  allein von der Seele gewinnt, sondern von der Tatsache, auf Erden inkarniert zu sein, die (als Planet Gaea) den Körper hervorbrachte. Im Seelischen liegen die letzten Gründe des Daseins und das, was alles miteinander verbindet, ist die Absicht auf ein Ziel hin zu arbeiten. Dieses Ziel  mit Bewusstsein und Erkenntnis zu umschreiben, wäre vermutlich noch am naheliegendsten. Für uns Menschen auf Erden geht es offensichtlich zunächst um die Erkenntnis, auf einer Reise (der Seele) zu sein und sie, die Seele will wachsen ans Licht, aber genauso wird sie Erfahrungen benötigen, um wirkliche Sprünge zu  machen . Als Seele und Mensch inkarniert  in materielle Verhältnisse, wird man die Dualität zwischen Seele (Herkunft) und Körper (Dasein) stets als Reibung erfahren.
Es ist aber damit, schlecte Erfahrungen gemacht zu haben, ein Gewicht geschaffen, dass, so einfach es sich anhört, jede dem entgegengestellte Erfahrung  stärker wirken lässt bzw. in deren Bedeutung erhöht. Bei einem Muskel wächst dieser, und eine Pflanze, so sehr sie sich recken muss, um ans Licht zu gelangen, wächst sie in die Höhe. Und viel feiner und längst nicht mit einem entsprechenden Extrem und Übetreibung verbunden ist das Wachstum der Seele. Sie sucht sich letztlich Stimmungen aus, die mit Bedeutungen gefüllt sind, und die Liebe ist die grösstmögliche Bedeutung, und diese Stimungen sind nur durch Wahrnehmungen zu erfahren. Deshalb ist die Wahrnehmung für den Menschen (in meinen Augen) der eigentliche Sinngrund.
Depressionen verzerren die natürliche Wahrnehmung, und der Körper wird in diesem Fall arg in Mitleidenschaft geraten sein, weil ihm zB Nährstoffe fehlen, und das soziale Umfeld hat kein echtes Netz zur Sicherung anzubieten, das passt. So wird die Wahrnehmung noch mehr ins Dunkle gezogen, und eine ganz andere Stimmung ist entstanden, sie ist im Grunde nicht seelenfeindlich, aber  die Konsequenzen daraus, wie zB nicht mehr für planeterische Einflüsse erreichbar zu sein, können seelenfeindlich werden. So erklärt sich auch, wenn man die Hinweise des Schicksals nicht beachtet, kommt es eines Tages mit einer gewissen Gummiwirkung, als wäre ein Bogen überspannt, und müsste sich entspannen, weshalb dann zu gegebener Zeit entweder etwas überraschendes passiert oder sehr viel auf einmal. Wir neigen natürlich dazu, schlechte Ereignisse als solche zu sehen. Aber es hilft , auch mal eine andere Perspektive einzunehmen, wo diese Ereignisse  in uns etwas bewegen. Es tut gut, bewegt zu werden, wenn man weiss, die Wahl zu treffen, die Richtung zu kennen, in der es besser ist , bewegt zu werden.

Wichtig ist, dass man erkennt, wie der Geist mit seinen Haltungen und Idealen ein wesentlicher Ausdruck des Seelischen sein kann und der Geist, mit dem wir unser Bewusstsein ausrichten, unser ganzes Leben bestimmen kann, allein weil wir Ziele festhalten oder Seins-Zustände umsetzen.
Man kann sagen, so wie wir denken, sind wir. Und eine spirituelle Gesundheit kann darin gesehen werden, dass Handeln, Ziel der Erfahrung und Denken gleichlautend sind und es keine Zerplitterung gibt, so dass man auf geistiger Ebene etwas entscheidet, es aber auch im Handeln umsetzt.

Laut Edgar Cayce, kann ein Horoskop und seine einzigartigen Konstellationen auf jedermann zutreffen, da diese Konstellationen nur Auskunft über die verschiedenen Ausformungen von Zeitqualitäten innerhalb der Erdexistenz geben. Die Seele geht darüber hinaus und so wird erklärbar, dass eine Prognose schlecht funktionieren kann, wenn man nur einzelne Faktoren interpretiert, sondern man muss einen Bezug aufnehmen, zu dem, was bereits gelebt wird oder gelebt wurde.

Die Seele bzw. Wesenheit weist ein Repertoire von Erfahrungen auf, die Cayce u.a. mit "Planetenaufenthalten" beschrieben hat. 

Die Wesenheit wertet in der "inkarnationslosen Zeit" auch Erfahrungen aus, die sie in relevanten Inkarnationen gemacht hat.

Die karmische Idee lautet nach Cayce: "Was ihr säet, werdet ihr ernten". "Wie man verdammt, so wird man verdammt".

Man wird mit dem Leben einerseits der Notwendigkeit ausgesetzt, Erfahrungen zu integrieren, und andererseits kann man sich nicht davon stehlen, und wird auch unter einer solch gesetzten Ursache (von Verdrängungen oder Verdammungen) eine spätere oder momentane Wirkung erfahren.
Anders gesagt, es kommt ein Zeitpunkt, an dem wir uns entscheiden werden müssen.

Visionen über die Zukunft

Wir finden viele Visionen und Prophezeiungen und wissen nicht, was wir wirklich davon halten sollen. Es gibt aber einen gewissen Kern von Aussagen einerseits, und es gibt gewisse Seher, die wir wert schätzen, da sie mit ihrer Medialität bereits bewiesen haben, dass man auf sie zählen kann.
Nun kann bei Edgar Cayce einige Aussagen über die Zukunft finden, die je nach Auslegung falsch sind oder eindeutig falsch sind - aber massgeblich ist für mich die enge Verbindung zu den Readings, die einzelne Menschen betrafen und wo diese eine starke Kohärenz und Stimmigkeit erfuhren.  

Insgesamt gilt bei Visionen immer auch eine gewisse Unschärfe.  

Edgar Cayce beschreibt eine Zeit, die von starken Veränderungen in der geologischen Ebene unserer Erde begleitet sein soll.
Die Zeit eines Höhepunktes soll bei 1998 liegen, aber ich bin mir nicht sicher, ob diese Zeit nicht von der Rezeption ausgelegt wurde. An einer Stelle soll Cayce gesagt haben, dass er gerne 1998 wiedergeboren werden wollte, um der Welt bei der Befreiung zu helfen. Ich habe bislang oft erleben müssen, wie Aussagen der Propheten oder Visionäre recht kreativ verstanden wurden. Und ich könnte es mir auch bei Cayce vorstellen. Leider habe ich nur begrenzt Zugang zu Originalaussagen Cayces.

Die gemeinten Umwälzungen seien eine Art Begleitprozess, an dessen Ende das Paradies auf Erden stünde.
Der zeitliche Rahmen der Veränderungen würde mehrere Generationen umfassen. Die Zeitspanne seiner Vorhersagen scheint das momentane Jahrhundert zu umfassen, also von 2000 bis 2100. 
Cayce spricht von starken Erdbeben, Fluten und geologischen Umschichtungen, die die Landkarte der USA verändern würden, so dass zB New York und Teile der Westküste der USA verschwinden, oder auch nur zerstört werden. Auch Los Angeles und San Francisco seien betroffen. Fluten könnten hierbei gemeint sein.
Andererseits würde aber neues Land zwischen Amerika und Afrika entstehen. Möglicherweise ist hiermit Atlantis gemeint - doch glaube ich persönlich, dass man keine alten Ruinen von Atlantis auf dem neu entstandenen Land finden wird, und die Aussage von Cayce in Bezug zum Wiederauftauchen von Atlantis mehr symbolisch gemeint ist (zB dass zeitgleich die alten Werte Atlantis wieder auferstehen). 

Weiterhin spricht Cayce davon, dass Japan zum grössten Teil im Meer verschwinde, und dass es Vulkanausbrüche im Mittelmeer geben würde. Er spricht von einer Magnetachsenverschiebung der Erde, und dass in Nordeuropa Land stark verändert werden würde. Cayce meint, dass man besonders auf einige  Zeichen achten sollte - wo Unfrieden u.a. in Syrien, Ägypten und Libyen eine Rolle spielen. Tatsächlich tauchen diese Länder 2011 in den Nachrichten auf. Zusammen mit dem Erdbeben in Japan könnte sich hier also ein Teil der Visionen von Cayce bereits ereignet haben. Anscheinend stehen wir damit vor einer weiteren Zeit von Veränderungen.

Ich selbst gehe mit den Aussagen des Astrologen Wolfgang Döbereiner davon aus, dass es Mitte 2011 noch zu einer Verschärfung der Eurokrise und Anfang 2012 eine weitere Weltwirtschaftskrise gibt. Döbereiner hat bis jetzt eine erstaunliche Trefferquote hingelegt, auch wenn manche die Eindeutigkeit seiner Aussagen vermissen. 

Ich selbst habe auch ein wenig mediale Gaben entwickelt, doch sind sie noch fein und nicht immer klar von möglichen unbewussten Einbildungen zu unterscheiden. Demgemäß deckt sich mein medialer Eindruck jedenfalls mit einer Art Abgrund, auf den wir zumarschieren und der mit der Finanzwelt zu tun haben wird. Ich habe den Eindruck, dass dies die Leute viel mehr schockieren und betreffen wird, als wie ein  Zuspitzen der Eurokrise, wo man noch Witze drüber machen kann.

In jeder Krise steckt eine Chance. Man wird möglicherweise die Krise auch diesmal nur als vorübergehende betrachten. Es kann aber auch sein, dass im Untergrund des Kollektiven durch solche Krisen etwas bewegt wird, und sich ein bislang schleichender Wertewandel viel schneller ereignen kann.

Wir als Individuen haben keine Wahl, die Realität als gegebene hinzunehmen. Wie auch immer sie aussieht. Und doch können wir uns in jedem Fall innerlich einen Weg durch die Zeit bahnen, unbeeinflusst von äusseren Geschehnissen. So dass wir den Weg ins Licht, und in die Selbstverwirklichung finden, und diese Ebene nicht für heillose Weltflucht halten, sondern im Gegenteil als Weg in die Wirklichkeit.
Im Grunde befindet sich ja die äussere Welt, die wir erleben, auf einer ständigen Flucht vor den eigenen Ängsten und Ungereimtheiten.

Persönlichkeit und Individualität nach Cayce

Nach Cayce sind Persönlichkeit und Individualität verschieden.
Persönlichkeit sei, was man sich wünscht, was andere von einem halten, oder wie andere einen sehen mögen.

Individualität ist aber jenes, was sich die Seele erhofft und wonach sich die Seele sehnt (ihr Entwicklungsweg).
Der Wille der Persönlichkeit: das sind Körper und Emotionen, Ängste, der Drang etwas zu wollen und ein bestimmtes leitbildhaftes Denken (zwanghaftes rigides Denken, Konditionierungen und Glaubenssysteme), aufgrund dem die Persönlichkeit zustande kommt. Meist kommen Urteile zustande, die aus Ängsten und Komplexen resultieren, die wir in diesem Leben angenommen haben.

Der Wille der Individualität: das sind freie Gedanken, die zu einem Augenblick gehören und nicht leitbildhaft und zwanghaft operieren.
Die Mentalität und  Ideale betreffend.
Alle Erfahrungen, die eine Seele aus vorherigen Gebrauch ihrer Kreativität bei ihren Aufenthalten auf Erden gewann.

Die Individualität bezeichnet auch den Zweck innerhalb dieses Lebens. Alle Leben führen auf einer gewissen Ebene fort, was bereits geleistet wurde. 

Individualität und Persönlichkeit müssen nicht eins sein. Es besteht aber für den Menschen die Aufgabe, dass eine Balance zwischen diesen beiden Willen geschaffen ist. Dabei muss die Persönlichkeit zur Individualität finden, und sich anpassen - denn anders herum ist es nicht möglich. 

Oft macht uns ein ungeeigneter Beruf unglücklich, er formt unsere Persönlichkeit auf eine Weise, die der Individualität nicht angemessen ist. So ist es unsere Aufgabe, einen Lebensweg zu finden, der diesen Ansprüchen gerecht wird und wo wir unsere wirklichen Talente ausschöpfen können.
Leider bietet die Gesellschaftsordnung uns hier oftmals enorme Schwierigkeiten auf (eine falsche Berufswahl ist nicht immer einfach rückgängig zu machen) - doch sollten wir nicht den Mut verlieren und auf unsere Kraft, Geschicklichkeit und auch das Schicksal vertrauen, das uns manchmal Gelegenheiten zukommen lässt.

Erderfahrungen und Planetenaufenthalte der Seele 

Bedeutende Informationen zu der Wahl einer Seele, sich in bestimmte Konstellationen zu inkarnieren, finden sich in den Schriften des Sehers Edgar Cayce. 

Der Seher Edgar Cayce begab sich regelmässig in Trance-Zustände, und seine Aussagen während dieser Zeit wurden in Schriften dokumentiert. Ferner weist Cayce auf die Akasha-Chronik hin, einem imaginären Buch, in dem das Leben einer Seele durch ihre eigenen Anstrengungen und Erfahrungen weiter "geschrieben" wird. Aus diesem entnahm der mediale Seher Cacye anscheinend viele seiner Informationen, um einem Menschen seine seelischen Aufgaben zu beschreiben -  es scheint dieses Buch (Akasha-Chronik) viel umfassender zu sein, als wie analog dazu das astrologische Radix des Menschen, das nur eine einzige Inkarnation beschreibt. 

Es gibt bei der Seele eine Prägung und Schwingung von Planetenkräften und demgemäß werden auch die Eltern für eine Inkarnation ausgesucht.
Wie Cayce schreibt:
"Sofort nach dem Tod gibt es eine Periode der Bewußtlosigkeit, deren Dauer von  der spirituellen Entwicklung des Wesens bestimmt wird. Nach dem Tod nähren sich Seele und Geist - und in einem gewissen Sinne sind sie besessen - von dem, was der Verstand während der letzten Erden-Erfahrung schuf. Was immer auf der physikalischen Ebene erreicht wurde, muß jetzt angewendet werden. [Nr.3744]."

Was auf der physikalischen Ebene der Erde erreicht wurde, muss dann in einer weiteren Dimension der Erfahrung - ausserhalb des Erdenlebens - von der Seele gelebt und ausgewertet werden.
Integriert und vervollständigt wird eine Erfahrung auf der Ebene körperlichen, also irdischen Lebens.

Diese Ebene des Astralen, oder wie auch immer man sie nennt, auf der es den Planetenaufenthalt gibt, kann in ihrer Archetyp oder Energie analog den Planeten gesetzt werden und als "Planetenaufenthalt" bezeichnet werden. 

Nach Cayce durchlebt die Seele vor und nach dem Tod - also zwischen den verschiedenen Inkarnationen - sogenannte Dimensionen der Erfahrung, welche einem Planetenprinzip zugeordnet werden kann. Unsere Seele zieht es zu bestimmten Sphären oder Bereichen, die man mit einem Planeten identifizieren kann (Planetenaufenthalt).
In unserem jetzigen Leben erfahren wir die Schwingungen bestimmter Planeten auf eine Weise, die damit zusammenhängt, wie wir in nicht inkarnierten Zeiten uns auf diese Planetenschwingungen eingestimmt haben. Dabei gibt es einen Planeten, auf den wir im jetzigen Leben besondere Resonanz erzeugen, da er es ist, auf dem wir uns zuletzt aufgehalten haben (in der astralen Welt). 

Aber auch andere Leben, die wir bereits gehabt haben, bilden diese Grunderfahrung aus, wie wir mit bestimmten Planetenschwingungen korrespondieren.

"Es ist daher das sich Entfalten in der Gegenwart nur eine Bewußtwerdung jener Erfahrung, durch welche
die Wesenheit - entweder als Körper oder als Geist - in einer Bewusstseinsphase schon einmal hindurchgegangen ist. [Nr.2823-1]."

Die Art und Weise, wie wir mit den Planeten und ihren Schwingungen eine Erfahrung verbinden müssen oder von ihnen geprägt werden, dient dem seelischen Werdegang.
Nach und nach integrieren wir so diese verschiedenen Planeten bzw. Schwingungen und eignen uns bildlich gesprochen eine kosmische Tonleiter an, übernehmen auf diesem Weg mit unserer Seele den Klang Gottes in der Schöpfung.

Von den Planeten-Aufenthalten rühren die Ideale her, der mentale und geistige Impuls, der mit der Seele herübergeht auf ein Erdenleben, und dort Teil der Individualität der Wesenheit wird.
Die Erderfahrungen vergangener Leben allerdings rufen mehr einen emotionalen Drang hervor, der seinerseits zur Persönlichkeit der Wesenheit beiträgt. Im Letzteren verbirgt sich ein Aspekt des Karmas. Obwohl unsere Gefühle manchmal ein Eigenleben zu führen scheinen, kann es helfen sich von der Macht dieser Gefühle zu befreien, so weit dies möglich ist, um damit seelische Erfahrung zu vervollständigen. Man wird sehen, dass der Weg dies zu tun, eine echte Herausforderung ist und die damit verbundene Wandlung die Vollständigkeit bedeutet, die uns als Freiheit der Wahrnehmung erscheint.

Nach Verlassen des Körpers durchläuft die Seele eine Dimensionen der Erfahrung (Planetenaufenthalt) und wird anscheinend weiterhin geprägt, oder es handelt sich viel wahrscheinlicher um eine Form der Auswertung und einem weiteren Schritt zur  Vervollständigung der gemachten Erfahrungen. Letztlich können wir mit den Aufenthalten in der irdischen Wirklichkeit und der astraler Wirklichkeit verschiedene Prozesse ein und desselben Vervollständigungsweges vermuten. Man kann diese Ebene auch als das bezeichnen, was üblicherweise mit dem Fegefeuer angedeutet wurde: Eine Erfahrung, die dahin zielt, einige Korrekturen in der Ausrichtung der Seele vorzunehmen. 

Es wird immer wieder von Medien berichtet, dass ein Selbstmord die grösstmögliche Verwirrung für eine Seele bedeutet - obgleich es auch Stimmen gibt, dass ein Selbstmord zB aufgrund starken körperlichen Leidens, wo es innerhalb dieses Lebens keine Entwicklungschance mehr gäbe, nicht ganz so schlimme Folgen hätte.
Die meisten Selbstmörder aber haben keine körperliche Erkrankung, und befinden sich nur momentan in einem heillosen Zustand. Das Resultat eines Selbstmordes dürfte für eine solche Seele eine lange Reise bedeuten, die die irdische Qual nur vervielfacht, eben so wie es im Bild des Fegefeuers angedeutet ist: eine Korrektur der durch den Selbstmord angenommenen seelischen Haltung vorzunehmen.
Es liegt überhaupt nicht im Wesen der Seele, eine Erfahrung abkürzen zu können und sich der Resonanz zu entziehen -  ein Selbstmord schneidet die Erfahrungsmöglichkeit aber rigoros ab. Für die Seele gibt es nicht die Art Leiden, die wir mit unseren Emotionen oder Leitbildern erfahren. 

Cayce nahm viele "Lebens-Lesungen" (readings) für Leute vor, von denen auch die Geburtsdaten bekannt waren. So wurde erkannt, dass die in Trance getätigten Aussagen Cayces über den Planeten, vor der die Seele floh (=Planetenaufenthalt), oft mit dem Planeten übereinstimmt, der im Radix dem MC am nächsten steht. Doch da es Ausnahmen gibt, ist anzunehmen, dass noch weitere Faktoren beteiligt zu sein scheinen, so dass man diese Regel nicht zum feststehenden Gesetz machen kann.
Jener Planet, vor dem die Seele floh, sei repräsentativ für spezielle Eigenschaften, auf die dieser Mensch stark abgestimmt sei. Wir erkennen in dieser Aussage durchaus eine deutliche Entsprechung zur traditionellen Bedeutung des MC (denn ein Mensch wird stark abgestimmt sein auf das Zeichen des MC und einen eventuellen Planeten am MC; dieser Punkt des MC und damit verbundene Planeten wird in der esoterischen Astrologie als Leitstern der individuellen Entwicklung beschrieben; zB bei Frank Felber). 
Tatsächlich beschreibt Cayce allgemein Planeten, die bestimmend für einen Menschen sind, und die nicht immer mit einem Planeten am MC identisch sind. Er spricht manchmal auch von mehreren Planeten, die für einen Menschen bestimmend sind, obgleich es eine Rangfolge dieser dann aufgezählten Planeten gibt. Der erst genannte ist dann offensichtlich der Planet, vor dem die "Seele floh".

Die jetzigen Konstellationen unseres Lebens mögen Resultat vergangener Leben und auch Resultat des vorherigen Planetenaufenthaltes sein, aber es  wird immer wieder von Cayce betont, dass der Wille darüber entscheidet, wie die jetzigen Konstellationen gelebt werden.

Es gibt nur Neigungen, die zwar zu einem Zwang werden können, aber in denen jederzeit die Freiheit ist, sich anders zu entscheiden, wenn die Wesenheit bzw. der Mensch die Kraft, den Mut und den Weg findet, die dazu nötigen Anstrengungen auch zu leisten.

Auch Sterne ausserhalb unseres Sonnensystems sind beteiligt an der Dimension, die die Seele durchläuft.
"Auch finden wir, dass die Erfahrung der Wesenheit in den Zwischenphasen der planetarischen Aufenthalte zwischen den irdischen Manifestationen zu dem inneren geistigen Drang wird, der zu Zeiten ein Teil des Tag-Träumens oder der Gedanken und Meditationen des inneren Selbstes werden kann oder auch nicht.
Daher stellen wir fest, daß astrologische Aspekte einen Einfluß auf die Erfahrung darstellen, jedoch mehr aufgrund der Aufenthalte des Wesens in der Umgebung als wegen eines bestimmten Sternes, einer Konstellation oder auch eines Tierkreis-Zeichens, das zur Zeit der Geburt in so und so einer Position steht. [Lesung 1895-1]."

Sinn der Inkarnation.
"Das Ziel des Eintritts jeder Seele ist, einen Zyklus zu vollenden, dem Unendlichen näher zu kommen, damit sie den Zweck erkennen möge mit der Ganzheit auf der Erde [Vortrag 3131-1]".

Phänomen einer Seele, die in aufeinanderfolgende Leben wiedergeboren wird.
"Denn wie wir in dieser bestimmten Wesenheit finden, und oft, - solche, die in eine Erfahrung als kompletten Zyklus eintreten; das heißt, zum selben Zeitraum unter den gleichen astrologischen Erfahrungen wie im Aufenthalt kurz zuvor (das heißt, am gleichen Tag des Monats geboren zu werden... obwohl sich die Zeit geändert haben mag); findet Perioden der Aktivität, die sehr denen gleichen, die sich im vorhergehenden Aufenthalt manifestierten, in der Entfaltung und in den latenten Zwängen. [Lesung 2814-1]."

"Wird diesem Wesen gegeben, was ihm in der gegenwärtigen Erfahrung von Hilfe sein kann, im Hinblick auf die Aufenthalte auf der Erde, dann ist es gut, wenn die planetarischen und astrologischen Aspekte auch gegeben werden.
Es sollte dann verstanden sein, daß der Aufenthalt der Seele in dieser Umwelt (planetarisch) und nicht so sehr die Position (Quadratur, Trigonal-Aspekte usw. der Planeten bei der Geburt) einen größeren Einfluss im Ausdruck eines Wesens oder Körpers auf jeder gegebenen Ebene ausmacht. Dies soll nicht die Studien der Alten herabsetzen, sondern soll eher zum Verständnis dieser Studien beitragen.
Und wie wir gezeigt haben: Es ist nicht so sehr (wichtig), daß ein Wesen beeinflußt wird, weil der Mond im Wassermann steht oder die Sonne im Steinbock; oder Venus oder Merkur in diesem oder jenem Haus oder Zeichen; oder der Mond im Zeichen der Sonne; oder daß einer der Planeten in dieser oder jener Position am Himmel steht. Sondern eher, weil diese Positionen am Himmel von dem Wesen herrühren, das als Seele dort verweilt hat! [Lesung Nr. 630-2]"

"Jeder Einfluss eines Planeten schwingt mit einer anderen Schwingungsrate. Eine Wesenheit, die in jenen Einflussbereich eintritt, kommt in jene Schwingung. Sie muss sich nicht notwendigerweise ändern, aber es ist die Gnade Gottes, dass sie es kann.  Es ist ein Teil des universalen Bewusstseins, des universalen Gesetzes!" [Lesung 281-55]

Die Seele vermag also ihre eigene Schwingungsrate, die sie bei ihren planetarischen Aufenthalt (nicht etwa irdischen Aufenthalt) erhält, zu verändern. Es ist nur unklar, ob diese Änderung nur innerhalb des planetarischen Aufenthaltes auf rein seelischer Ebene (und damit für uns, die wir uns in diesem irdischen Leben befinden, irrelevant) vollzogen werden kann, oder auch auf der Ebene unseres irdischen Aufenthaltes verändert werden kann, wahrscheinlich aber auch letzteres. 

Denn immer wieder wird der Wille des Menschen als ausserordentliche Kraft bezeichnet, sofern der Mensch lernt, diesen Willen zu gebrauchen. Um einen echten Willen auszubilden, brauchen wir ein Ziel, das bleibenden Wert hat und wir müssen manche Triebe oder Haltungen dafür opfern. Spirituell gesehen ist es ausserordentlich wichtig, einen Willen auszuformen und durch beständige Tat und Herausforderungen zu erneuern und zu stabilisieren.

So kann gefolgert werden, dass die Schwingungsrate, die wir aus dem letzten planetarischen Aufenthalt gewonnen haben, in irgendeiner Weise einen gewichtigen Teil unserer Seele ausmacht, und schon durch gegenwärtiges Leben entscheidend verändert werden kann. 

Aufgrund dieser Schwingungsrate werden wir vermutlich auch jeweils individuell auf die astrologischen Konstellationen und Zeitqualitäten reagieren können. Der Weg zu dieser Möglichkeit der Befreiung vom Zwang oder der gewichtigen Neigungen, dürfte aber immer erst über ein Quantum an Lebens- und Lernerfahrung führen.

Es ist vielleicht hilfreich zu unterscheiden zwischen älteren und jüngeren Seelen. Dies wurde von Cayce meines Wissens nicht beschrieben, aber von anderen Quellen. Jüngere Seelen befassen sich zunächst mit der materiellen und existenziellen Ebene. Die älteren Seelen kommen zu den Dimensionen des Seelischen oder Geistigen. In jedem Fall erweist sich diese Unterscheidung nicht als rassistisch, sondern sie ist insofern wichtig, dass eine jüngere Seele offensichtlich nicht sehr an dem interessiert ist, was ältere Seelen interessiert. Damit verbunden sind dann auch andere Lebenserfahrungen und schliesslich Entwicklungsaufgaben. Aus dieser Sicht kann man also den vermeintlich wenig spirituellen Menschen um einem herum keinen Vorwurf machen, denn aus seelischer Sicht tun sie genau das, wozu sie hier sind. Sie sammeln eine Grund-Erfahrung, über die sie irgendwann hinaus gehen können, wenn es Zeit für sie wird. 

Der spirituell orientierte Mensch hat oft einen wenig athletischen und nicht sehr widerstandsfähigen Körper und ist gegenüber schlechter Ernährung oder Nahrungsgiften anfälliger.
Darin drückt sich der Umstand aus, dass schon auf körperlicher Ebene sich die Offenheit für die verschiedenen Ebenen, die Durchlässigkeit ausdrückt. 
Eine jüngere Seele braucht in der Regel einen robusten Körper, weil sie ganz andere Erfahrungen verdichten will. Und so ist auch gegeben, dass sie eben nicht durchlässig für die verschiedenen Ebenen der spirituellen oder okkulten Dimension ist, und auch gar nicht sein darf, weil sie diese Erfahrungen gar nicht aufnehmen könnte -  ihr fehlt der solide Boden der Grunderfahrung. Es passt ja schon, dass man oft von Erdung spricht, die nötig ist für spirituelles Wachstum.

Generell meine ich, dass ein egal wie geartetes Interesse an Spiritualität oder Esoterik ein Zeichen dafür ist, dass man keine jüngere Seele mehr ist. Wer sich mehr für diese Sachverhalte interessiert, dem kann ich die Trancebotschaften von Varda Hasselmann & Frank Schmolke empfehlen, zB in "Weisheit der Seele". Darin geht es nicht um Cayce,  sondern es spricht eine "Wesenheit" zu den Autoren, die in den Büchern der beiden Autoren auch näher beschrieben wird. Aufgrund solcher Mitteilungen kann man vieles aus erster Instanz erfahren, wie es mit der seelischen Ebene und dem "Sinn des irdischen Lebens" bestellt ist.

In einer Lesung wurde Cayce gefragt, ob eine Seele eine ihr eigens zugeordnete Zahl (Numerologie) aufweist - sie erhält aber nur eine Zahl innerhalb der irdischen Aufenthalte.
Von Schamanan wiederum heisst es, dass das persönliche zugeordnete Krafttier über mehrere Inkarnationen dasselbe bleibt.

Arthur Ford

Der Seher Arthur Ford berichtet in ähnlichen Worten von Planetenaufenthalten, wie Ruth Montgomery in "The World Before" schreibt. Demnach ist die Erde ein besonders geeigneter Ort für spirituelle Entwicklung. Aus diesen Aussagen lässt sich auch die Bestimmung zur (kosmischen) Liebe kristallisieren.

"Wenn man es im physischen Leben erreicht hat, nahe an die Perfektion heranzukommen, sind diese planetarischen Besuche schmerzlos, denn man geht ungefordert  durch Prüfungen, die für andere erschreckend sind. Diese Besuche sind notwendig, um sich selbst  zu betrachten.
Um Kränkungen und Verletzungen, die man anderen zugefügt hat, auszugleichen und um egoistische Einstellungen und Überwertigkeitskomplexe loszuwerden. Sie sind ein Ausgleichs-Vorgang.

Wieder und wieder sagen wir dir: Sieh dich selbst richtig, während du im physischen Leben stehst.
Mach eine Bestandaufnahme. Bessere Dich und versuche, Unrecht im Denken und im Handeln gegenüber anderen wiedergutzumachen, denn es ist weit leichter, dies jetzt zu tun, als die spirituellen Torturen dieser planetarischen Besuche durchzumachen.

Warum sich nicht jetzt die Zeit nehmen und anfangen, die akashischen Schuldbücher in Ordnung zu bringen? Rechne den Schaden auf, den Du anderen zugefügt hast und fang jetzt gleich an, durch Versöhnung  oder durch Hilfe für die, die sich vor Dir fürchten!
Was macht es, wenn sie Dir Schaden zugefügt haben? Das ist nicht Dein Karma, sondern ihres; und wenn sie dann ihr Selbst treffen, werden sie es sühnen müssen.
Überlasse das ihnen, aber hilf, wenn immer möglich, durch Vergeben und Vergessen. Es ist leicht, dies in diesem physischem Leben zu tun, und so anstrengend, wenn man in die spirituelle Dimension gegangen ist. Verringere die Fehler, solange dazu Zeit ist, und mache im Fleisch das Beste aus dieser Gelegenheit. (Seite 164-165)."

Wie man diese planetarischen Aufenthalte erlebt.
"Um dieses Neue zu erleben, drangen wir weiter vorwärts und nach außen; durch unseren Willen bewegten wir uns zum Beispiel in das Gebiet des Mars, des Neptun oder des Uranus. Zuerst denken wir uns dorthin. Dann sind wir wie Lichtpunkte, die die Dunkelheit durchdringen, und ehe wir es gewahr werden, sind wir auf der Oberfläche, sagen wir des Mars." [Arthur Ford; ebenda]

Über Saturn

"Zum Saturn geht man zur spirituellen Erhöhung, und die meisten reservieren sich diesen Besuch, bis sie den Einflüssen der anderen Planeten gegenübergetreten sind; denn der Saturn ist so wichtig, um Perfektion zu erzielen..., daß die meisten noch nicht für diese höchste Prüfung der Seele bereit sind und daher erst die anderen Strecken durchlaufen möchten." [Arthur Ford; ebenda]

"Je größer die Hindernisse für den physischen Körper, desto größer ist die Gelegenheit für die Seele, karmische Schulden abzuzahlen und schnelleres geistiges Wachsen zu erzielen. Wenn die Hürden erfolgreich genommen werden, sind sie wie Trittsteine im Wasser, und die Seele, die in ihrem fleischlichen Körper Handicaps guten Mutes überwindet, wächst schneller als eine andere, die nach irdischem Standart alles zu haben scheint, was das Leben lebenswert macht. Die Belohnung erfolgt nicht in der physischen Form, sondern in geistiger Entwicklung, und je mehr Hürden in einer physischen Lebensspanne überwunden werden, desto weniger oft muß die Seele danach zu einer physischen Form zurückkehren, um die rauhen Stellen in ihrem Charakter abzurunden. [Arthur Ford, A World Beyond, zitiert von Ruth Montgomery, Seite 46]".

Weitere Aussagen in "Lesungen" von Edgar Cayce

"Was die Erscheinungen auf der Erde anbelangt, - diese haben sich ziemlich verändert. Alle davon werden vielleicht in der Gegenwart nicht angezeigt, denn  - wie gegeben - jeder Zyklus bringt eine Seeleneinheit an einen anderen Kreuzweg oder zu einem anderen Drang aus einer von mehreren ihrer Aktivitäten auf der materiellen Ebene. Aber diese werden zu dem Zweck ausgewählt, der Einheit anzuzeigen, wie und warum dieser Drang ein Teil der Erfahrung der Seeleneinheit als Einheit, als Ganzes, ist. Denn man beginnt einen Aufenthalt im materiellen Bereich nicht durch Zufall, sondern es wird dort die Kontinuität der Struktur oder des Zwecks erstellt, und jede Seele wird von den Einflüssen angezogen, die man von oben sehen kann. Somit können dort die Windungen des Flusses des Lebens gesehen werden. [Schriften Nr. 3128-1]"

"Es gibt, wie zu Anfang festgelegt, soweit diese physikalische irdische Ebene betroffen ist, diese Regeln und Gesetze in den relativen Kräften jener, die die Erde regieren, und die Wesen der irdischen Ebene. Diese gleichen Gesetze regieren die Planeten, Sterne, Konstellationen, Gruppen, das, was die Sphäre bildet, der Raum, in dem sich der Planet bewegt. Diese sind von einer Kraft... [Vortrag Nr. 3744-4]"

Kosmische Prägungen.
"Astrologische Zwänge existieren nicht einfach wegen der Position der Sonne, des Mondes, oder irgendeines Planeten zur Zeit der Geburt, sondern eher, weil die Seele der betroffenden Wesenheit Teil des universalen Bewußtseins ist und in diesen Umgebungen gewohnt hat.[Lesung 2132-L-1]."

Diese Aussage über kosmische Prägungen muss in direktem Bezug zu planetarischen Aufenthalten gebracht werden, von denen weiter oben die Rede ist.

Der physische Körper als Verstofflichung der Seelenstruktur, als Wiedergabe der Individualität der Seele.
"Die Zeichen des Tierkreises sind karmische Strukturen; die Planeten sind der Webstuhl, der Wille ist der Weber. [Lesung Nr. 3654-L-1]"

Hinweise zu Deutungsweise eines Horoskops.
"Die stärkste der Kräfte im Schicksal des Menschen ist: erstens, die Sonne. Dann, die engeren Planeten oder jene, die zur Zeit der Geburt zur Aszendenz kommen.
Die Neigungen des Menschen werden dann von den Planeten beherrscht, unter denen er geboren wurde. Bis zu diesem Ausmaß liegt das Schicksal des Menschen innerhalb des Bereichs oder der Sphäre der Planeten..., ohne Rücksicht auf die Kraft des Willens und ohne daß der Wille überhaupt in Betracht gezogen wird. [Lesung Nr.3744]."

Betonung der Kraft des Willens.
"Wie von einigen festgestellt wurde, seid Ihr ein Teil eines universalen Bewußtseins oder von Gott. Und somit Teil von allen, was im universalen Bewußtsein oder dem universalen Gewahrsein liegt: wie die Sterne, die Planeten, die Sonne und der Mond.
Beherrscht Du sie, oder beherrschen sie Dich? Sie wurden für Deinen eigenen Gebrauch gemacht, als ein Individuum. Ja, das ist die Rolle (die sie spielen)... denn Du bist wie ein Teilchen im Körper Gottes; somit ein Mit-Schöpfer mit IHM, in dem was du denkst und was du tust... [Nr. 2794-3]."

"Ob eine Seele während eines bestimmten Lebens entwickelt oder zurückgeblieben ist, hängt davon ab, welchen Idealen der Mensch anhängt und was er in seinen geistigen  und materiellen Beziehungen für diese Ideale tut.
Das Leben ist eine sinnvolle Erfahrung, und ein Mensch kann an dem Platz, an dem er sich findet, seine gegenwärtigen Fähigkeiten, Fehler, Tugenden einsetzen, um den Zweck zu erfüllen, den zu manifestieren die Seele in der dreidimensionalen Ebene beschlossen hat. [Aus There is a river]."

Frage, die in einer Lesung (Nr. 3744) gestellt wurde:
"Ist es richtig, wenn wir die Wirkung der Planeten auf unser Leben studieren, um unsere Tendenzen und Neigungen besser zu verstehen, wie sie von den Planeten beeinflußt werden?"

Edgar Cayces Antwort (in Trance):
"Wenn richtig studiert, lohnt es sich sehr, sehr, sehr. Wie studiert man denn richtig? Indem man den Einfluß (der Planeten) im Licht des Wissens studiert, das sich der sterbliche Mensch schon erworben hat.
Teilt mehr von diesem Wissen aus - verbreitet die Erkenntnis, daß der Wille immer der leitende Faktor sein muß, um den Menschen voranzuführen, immer aufwärts."

Wer war Edgar Cayce?

Edgar Cayce wurde der "schlafende Prophet" genannt, da er sich in Trance begab und dadurch zu aussergewöhnlichen Aussagen in der Lage war. 
Fragen über Themen wie Gesundheit, schicksalshafte Aufgaben, Persönlichkeitsstrukturen oder Reinkarnation fanden Antworten und Lösungen für den betreffenden Menschen - oft wurden Zusammenhänge mit dem Gesamtleben der Seele aufgezeigt. 

Diese Sitzungen fanden als Lesungen statt, analog einem Vorgang, als würde man im Buch des Lebens lesen (zu englisch: readings). Die in Trance getroffenen Aussagen wurden schriftlich festgehalten und sind glücklicherweise der Nachwelt so erhalten geblieben.
Obwohl viele Lesungen sich konkret mit den persönlichen Bedingungen des Betreffenen befassten, gibt es innerhalb solcher Lesungen auch eine Menge allgemein anwendbarer Informationen, die das Leben und die Seele eines jeden Menschen betreffen. In diesen Lesungen wird die Seele und die essentielle Gesamtheit dessen, was zu einem Menschen gehört, als Wesenheit bezeichnet. Jeder Mensch ist also eine Wesenheit.

Der Fachbegriff, um diese Informationen aus höheren Ebenen zu erhalten, ist eigentlich nur dann channeln, wenn Kontakt zu einer höheren Wesenheit aufgenommen wird. Es ist unklar, woher er die Informationen tatsächlich erhielt, anscheinend hauptsächlich aus der Akasha-Chronik und teilweise fand er vermutlich Kontakt zu einer anderen Wesenheit, einem Astrologen aus der antiken Zeit.
Eine Art "höherer Wesenheit" aber scheint Cayce selbst gewesen zu sein. Nach eigenen - in Trance geäußerten - Verlautbarungen, war er selbst eine Wesenheit, die dieses Sonnensystem - vermutlich als entwickelte Seele - nach Arcturus verliess, einem anderen Sonnensystem, und dann zur Erde zurückkam. Es sei ein normaler Schritt, um eine Mission zu erfüllen - man habe als Seele diese Wahl, beschrieb er in Trance sich selbst (aufgrund einer Frage, die ihn betraf).  

Es heisst, nach einem anderen Sonnensystem reist die Seele nur, wenn es eine bestimmte Entwicklungshöhe erreicht hat. Demnach kann man davon ausgehen, dass die "Wesenheit Cayce" eine solche Entwicklungshöhe erreicht hatte. An anderen Stellen heisst es aber auch, dass die Erde ein Ort der Vervollkommnung ist, und man kann folgern, dass man hier auf Erden entscheidende Schritte der Entwicklung vollziehen kann. 

Nach seinen Angaben, wird übrigens im System Arcturus die Willenskraft gestärkt, und Cayce meint dazu: "Die Beherrschung des eigenen Selbst, ist wahrlich etwas Größeres als die Beherrschung vieler Welten. Es bedeutet, dass wir die Eigenschaften der Sonne beherrschen."
Ein Planetenaufenthalt (der Seele) im System Arcturus oder Uranus, hat auch Beziehung zu jenen Aktivitäten, die vielen anderen verborgen sind, im geistigen Ausdruck und der Vielseitigkeit der Interessen, "es hat Beziehungen mit mysthischen Elementen, nicht nur mit Gasen und Chemie und den Elementen der Erde. Die Elemente des Weltraums, des Universums, die Aufenthalte in solchen Aktivitätsbereichen bewirken ein besonderes Interesse an geistigen Aufenthalten."

Es scheint, dass er die astrologischen Erkenntnisse durch Kontakt mit einer alten Wesenheit herstellen konnte - vermutlich war es ein altpersischer Astrologe, der sich entschlossen hatte, noch unter dieser Sphäre des Irdischen zu leben. Dieser altpersische Astrologe bezeichnete die persische Astrologie (vermutlich identisch mit babylonisch-chaldäischer) als die beste jener Zeit.
Aber diese Aussage wird als subjektiv betrachtet, da eine Wesenheit, die sich entschieden hat, noch unter der irdischen Sphäre zu leben, nicht zu den höchsten Geistern gezählt werden kann (nach Meinung von Gammon); andererseits wissen wir nicht, wie gut die Wesenheit auf ihrer Ebene überhaupt zu Informationen kommen kann, es scheint durchaus möglich, dass solche hohe Qualität der Information möglich ist, da diese Wesenheit immerhin eine gewisse Schwelle erreicht haben muss.
Tatsache ist, dass auf jeder Stufe, nicht nur auf irdischer, sondern auch jenseitig-irdischer, eine ständige Entwicklung besteht. Es kann auch sein, dass dieser Astrologe auf der jenseitigen Ebene einen gewissen Platz einnimmt, so wie Engel auch einen Platz einnehmen, um den Menschen mit Licht zu dienen.

Allerdings bestätigt sich durch die Erfahrung mit der antiken Astrologie, dass tatsächlich das chaldäische System jederzeit am verlässlichsten war. Die Ägypter haben einige Anpassungen nicht vorgenommen, während die Perser (und die Babylonier übernahmen dieses System) mit der Zeit gingen.

Cayce hatte auch in einer Trance-Sitzung die Vision gehabt, dass er in eine grosse Halle kam, und ein alter Mann reichte ihm ein Buch, es war die sogenannte Akasha-Chronik, in der alles, was eine Seele in körperlicher oder nicht körperlicher Existenz tut und entscheidet, verzeichnet ist - es wird ständig weiter an ihrer Geschichte gewebt, allein durch ihre eigenen Erfahrungen und allen Einflüssen, der die Seele begegnet.

Ob die Akasha auch Aussagen über die Zukunft enthält ist - zumindest was Edgar Cayce angeht - unklar.
Wenn dies möglich ist, sollten wir nicht vernachlässigen, dass es dabei sehr viele Relationen geben kann, zB ist es eine Möglichkeit, dass einige Dinge durch vorherige Konsequenzen so verdichtet sind, dass sie eintreten werden, und andererseits sollten wir nicht versäumen, anzunehmen, dass die Ebenen, auf denen unsere seelische Existenz determiniert sind, zwar vielfältig sind, wir zB verschiedenen Einflüssen unterstehen, aber dass das Schwergewicht unseres Schicksals auf den Ursachen liegt, die wir bereits gestaltet und entschieden haben, was also vergangen ist, und auch auf unserem Willen, den wir jederzeit einsetzen können. Mitsamt dem vorhandenen Willen und den aufgezeichneten Entwicklungsaufgaben, kann man natürlich auch noch eine Beurteilungshilfe erhalten, und mögliche Verläufe erkennen, dennoch bleibt es letztendlich ein Geheimnis, wieviel aus der Akasha Chronik über die Zukunft einer Seele - betrachtet aus dem irdischen Standpunkt - zu erkennen sein mag.

Nach den Aussagen von Cayce war es ausserordentlich wichtig zu begreifen, dass der Wille (und der Geist des Menschen, der diesen Willen auf der Ebene des Irdischen zustandebringt) eine Instanz der Freiheit ist. "Der Wille ist der Weber" oder "der Geist is der Baumeister". Der Wille wird das seelische Leben über ihre verschiedenen körperlichen und nichtkörperlichen Inkarnationen jederzeit begleiten und kann weiter ausgebildet werden, oder fällt zurück in Willenlosigkeit.

Mehr zu Edgar Cayce: http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Cayce.  

Links:
http://www.edgarcayce.org/
http://www.cayce.de/
http://www.cayce-portal.de/
http://cayce.2013community.de/
http://wiki.atlantisforschung.de/index.php/Edgar_Cayce:_Der_Atlantisforscher_wider_Willen

Horoskop zu Edgar Cayce: [ Grafik öffnet in neuem Fenster ]

Im Horoskop gibt es allzu deutliche Hinweise, dass Edgar Cayce tatsächlich channeln konnte oder zu Trance in der Lage war. Allein der Asteroid Sappho genau am Aszendenten kann immer wieder beobachtet werden bei begabten Sehern und Medien. Das steht für einen sprichwörtlich liebevollen, auf "Licht" basierenden Kontakt, den man herzustellen vermag. Alle anderen Faktoren bieten alle für sich betrachtet einen deutlichen Hinweis. Die wichtigsten Faktoren und Asteroiden, die für mediale Fähigkeiten stehen, sind miteinander verbunden und stehen an wichtigen Horoskopstellen. 

Das Leiden und die Befreiung 

Positiv kann man Leiderfahrungen als Möglichkeit begreifen, sich endlich einer Last zu entledigen. "Wie Ihr vergebt, so wird euch vergeben." Positiv kann man Leiderfahrungen als etwas ansehen, wo wir uns der  richtigen Ausrichtung vergewissern können, die richtige, für die Seele geeignete Einstellung gewinnen können, die durch das Leiden nur stark herausgefordert ist. Wir müssen für das Richtige das Falsche los lassen.
Die Mühen und das Leiden sind ein Gewicht, und auf der Gegenseite steht, was wir an bewusster Haltung, an Sein oder manchmal sogar an materiellen Wirklichkeiten und Sicherheiten erreichen können. Doch selbst wenn die Welt unter geht, und die nackte Wirklichkeit vor uns steht, haben wir immer noch unsere Seele, und die Möglichkeit eine angemessene Haltung auf diese nackte Wirklichkeit zu gewinnen.

Anstatt das Leiden festzuhalten, kann man es als Opferung betrachten. Kein Opfer geschieht ohne Mühe. Aber es muss auch kein Zwang damit verbunden sein!

Mit jeder Krise kann ein Talent aus dem Schlaf geweckt werden und dieser Auffassung sind einige Psychologen und Spirituelle. Und ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen. Krisen öffnen Türen, nicht nur des Schicksals, sondern auch der Talente und des persönlichen Vermögens.

Man opfert das Leiden, indem man die Ursache des Leidens opfert. Man lässt es einfach. Das bedarf der Gewissheit, dass andere Dinge wichtiger sind.
Wenn man dies erkannt hat, und einen echten Bezugspunkt zum seelischen, geistigen oder evolutionären Aspekt unseres Bewusstseins aufnehmen kann, wird einem das Opfern nicht als Mühe erscheinen, noch als Schwierigkeit. Es kann allerdings sein, dass durch unsere neue Kausalität, Resonanz und Ausstrahlung, die wir mit einer neuen inneren Lebensordnung wachrufen, anderen Menschen vor den Kopf stoßen, weil sie anderes von uns gewöhnt sind. Mit ein wenig Geschick ahnen wir darum und gehen in Bezug zur Welt manchmal einen sanften, anstatt abrupten Weg. Wir können Freunden zB langsam, nach und nach unsere neuen Einstellungen bezeugen, die wir sicher nicht vermeiden können werden, wenn wir irgendwann eine bestimmte Schwelle überschritten haben oder das tun wollen. Der Bezug zum Kollektiv und seien es die Freundeskreise, in denen man sich bewegt, kann eine ziemliche Macht der Gewohnheit mit sich bringen, die näher beschaut aber einem Gefängnis ähnelt. Es kommt natürlich immer darauf an, auch wie gross unsere Schritte sein werden, die wir gehen können oder die zu tun uns das innere Schicksal in einem Moment oder in einem Leben aufdrängt.

Das Opfern geschieht nicht so, dass man sich einen Finger abschneidet um die Wunde zu heilen. Damit würde ein neues Leiden entstehen. Man opfert die Vorraussetzung des Leidens, also was dafür sorgt, eine Last zu erfahren. Das kann womöglich alles auf einer Wahrnehmungsebene beschränkt sein, ohne dass irgendeine soziale Wirklichkeit oder Welt von Ereignissen von unserem Handeln oder unserer Haltung berührt wäre.

Man könnte sagen, wir sind durch Erfahrungen und innere Resonanz so geprägt, wie wir unser Leben erlebt haben, und nehmen Haltung an. Das Erleben in der Kindheit bleibt bestimmend. Wir vergessen es, weil wir die Welt, die wir erlebten vollständig aufgesogen haben. Wenn man Kind ist, hält man alles für selbstverständlich, für DIE eine Welt. Synästhesisten sind Leute, die über eine aussergewöhnliche Sinneswahrnehmung verfügen. Sie sehen Farben, wenn sie Worte hören. Sie halten es am Anfang für so beschaffen, dass alle anderen ebenso diese Farben sehen, wenn man Worte hört. Es ist ihnen selbstverständlich. Später stellen sie fest, dass dies nicht so ist. Unser ganzes Erleben ist in der Kindheit so aufgebaut und wir bekommen eine Menge Schocks, weil wir feststellen, dass etwas nicht so ist, wie wir es für selbstverständlich halten. Die Wirkung und Folge ist aber enorm. Anders wie bei der Synästhesie, das sich als Phänomen begrenzen lässt, erleben wir in der Kindheit ein Ganzes, nämlich unser Sein und Werteverständnis, mitsamt den Erwartungen, die wir beginnen einzutauschen gegenüber den Ersatzbefriedigungen und Kompensaionen. Gegenüber unserem Ego, den ganzen Schatten, Verdrängungen und wo wir auch gegenüber uns selbst schon beginnen zu denken: das darf nicht sein, ich muss es anders zwingen.

Es gibt eine energetische Ebene, die dabei ultimativ wirksam bleibt. Was wir gewöhnlich vergessen, und nicht mehr wahrnehmen. Wir vergessen, dass es eine heile Welt gibt, auf die wir zustreben und vergessen damit auch den evolutionären Plan und begeben uns in ein Schattentheater der Welt... das unseren Energiekörper nicht hilft sondern nur weiter nieder hält.
Diese energetische Ebene kann man mit dem Energiekörper oder Aura gleichsetzen. In dieser finden wir eine Ausrichtung, die unser gegenwärtiges Erleben und Lebensweise bestimmt - unsere Lebensweise wird bestimmt allein schon deshalb, dass wir bestimmte Gedanken und Gefühle, und damit Ziele, Bewertungen und Orientierungen haben. Wenn wir Kind sind, sind wir zum grössten Teil unberührt, ein leeres Gefäß. Aber wir haben eine menschlicghe Seele, nicht nur eine kosmische Seele. Dieses Kind in uns möchte eine ganz bestimmte Erfahrung der Liebe. Es ist grundsätzlich und naiv und unbekümmert, auf diese Weise zu empfinden. Als Kind sind wir also ausgeliefert an solche Umstände, die nicht immer so beschaffen sind, dass unsere Ausrichtung und Erwartung mit Gleichklang und Befriedigung erfüllt wird. Es ist einerseits durch Einschränkung das Wilde verhindert, aber durch so manche Einschränkung auch die seelische Ausrichtung (man kommt dieser seelischen Ausrichtubng mit Begriffen der Liebe am nächsten).

Mittels eines Ausgleichsprozess, der vor allem durch das Einsetzen der Verstandeskräte stattfindet, passen wir uns an einen Weg des Verhaltens an, und sichern auch uns selbst gegenüber eine bestimmte Erwartung, die noch befriedigt werden kann.

Umso heftiger ein Gegensatz, den wir als Bedrohung, Verrohung erfahren, weil wir uns in Frage gestellt sehen, desto mehr werden wir neigen, eine ultimative Entscheidung zu treffen, oder an dieser festzuhalten, uns also verändern, um eine Möglichkeit des Überlebens zu finden. Und werden zu dem, was wir heute als Erwachsener sind. Was wir geworden sind, ist nichts anderes als ein verzweifelter Schrei, eine Welt festzuhalten, die wir mit unserem Sosein wach rufen können.

Haben wir eine Arbeit, ein bisschen Freizeit, in dem wir uns dem Konsum aller Art hingeben können, und haben wir dann irgendwann die Rente, zumindest als Aussicht, dann sind wir ja fast schon glücklich, zumindest scheinen sich die meisten damit zu begnügen. Man mag denken: "Ist es denn anders möglich? Die tun es ja alles so. Wie könnte ich anders?"
Und so haben wir gelernt, eine Lebensweise und einen Fahrplan des Verhaltens und Ausrichtens anzunehmen, der sich in den kollektiven Rahmen fügt. Ob wir nun die äussersten schicksalshaften Taten nehmen, oder bloß die Art und Weise, wie wir mit der Zeit eingestelt sind, und zum Beispiel Beziezhungsmuster wach rufen: zwischen unseresgleichen, zu anderen Schichten der Gesellschaft (die wir evtl. als Bedrohung erfahren) oder zu Fremden auf der Straße, seien sie Inländer oder Ausländer. Wir sind einer Welt ausgesetzt, auf die uns Kindheit und Aufwachsen nicht vorbereitet hat.
Unsere ganzen Bedürfnisse, die sich ergeben haben oder die von Anfang an bestehen, erscheinen wie ein grobes Lotteriespiel und es ist noch nicht geklärt und sicher gestellt, dass wir weiterhin diese Bedürfnisse erfüllen können. Deswegen reagieren wir auf Veränderungen im Gesellschaftlichen unter Umständen sehr zurückhaltend, wenn wir uns einmal an den Lauf der Dinge angepasst haben. Dies ist unsere vertraute Haltung, die einzig vertraute Reaktion auf das Leben. 

Wenn wir betrachten, wie wir als Seele in dieser Welt gestellt sind, kommen wir nicht darum herum, zunächst zu klären, dass diese Seele eine ganz bestimmte Ausrichtung aufweist, eine Zielsetzung, nicht nur des Werdens, sondern dieses Werden ist mit Glück verbunden. Und wir kommen nicht herum, zu erkennen,  dass das Leben - als ein in die Welt gestellt sein -  grundsätzlich die Möglichkeit bereit hält, dass diese Ausrichtung der Seele und die Bedürfnisse der menschlichen Seele  in Frage gestellt werden. Dies nennt gemeinhin Dualitäserfahrung. In dem Wort klingt an, dass es etwas grundsätzliches ist. Dualität entsteht nicht in einer Weise der Polarisation, weil letzteres gewöhnlich bewusst und absichtlich aufrecht erhalten wird. 

Bei jeder Dualität sehen wir zwei gleichermaßen gültige Bezugspunkte. Aus Sicht der Frage, was der Sinn des Lebens ist, und damit aus Sicht der Seele, müssen wir einen diesen Bezugspunkte als Maßstab nehmen. Das Seelische ist wichtiger als ein Gegensatz, gegenüber diesem Seelischen. Dennoch können wir die Erfahrung von Gegensätzen nicht verhindern, allein aus kosmischer Sicht ergibt sich, dass es verschiedene Seelen gibt, die sich nun auf Erden in ihrer Unterschiedlichkeit des Wollens aber auch der Reife unterscheiden. Aus der Entwicklungshöhe verschiedener Seelen wurde egosistischerweise und rassistischerweise die Unterscheidung im Wert dieser Seelen (im dritten Reich). Eine Kaste wie  in Indien , also das Kastenwesen, war ursprünglich nicht rassistisch, sondern sah für jede Seele vor, dass sie ihren Platz bekam, weil verschiedene Seelen in ihrer Entwicklungshöhe einen unterschiedlichen Anspruch haben, was für sie wichtig wird. Das Kastenwesen wurde auch in Indien mit der Zeit zu etwas rassistischem und sozial schlechter gestellte  Inder hören oft den lapidaren Kommentar: "Es ist Dein Karma, das musst Du durchstehen und Du verdienst keine Gehaltserhöhung". 

Das Transzendentale öffnet sich erst den älteren oder entwickelteren Seelen. Die Entwicklung beinhaltet eigentlich einen Werdegang, und jedes Stadium der Entwicklung ist nötig und zwingend für das jeweilige Einzelwesen, oder auch bezogen auf das Ganze.

Das kollektive Gedächtnis ist auch in uns und macht sich als Moral und Tabu bemerkbar, oder als Mahnmal, das wir in den Zeichen, die wir setzen , beachten müssen .
Je nachdem, welche Dinge uns da vorschweben. Es ist bei manchen Dingen in der Gesellschaft wichtig, von vorneherein klar zu machen, worum es sich handelt, so dass man in bestimmten Kontexten eine angemessene Aktion und/oder Reaktion setzten kann.
Es ist also durchaus wichtig für ein Einzelwesen, zu wissen, wo er sich befindet und es geht längst nicht allein darum, frei zu sein von aller Verhaftung und tun und lassen zu können was man will, weil man evtl. dafür erschlagen werden könnte (auch im übertragenen Sinn). Man sät und erntet. Aber wir können einen Weg finden, uns durchschlängeln, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Für alle teilnehmbar wird das Bedürfnis, das sich aus dem Seelischen speist und in seiner unverzerrten Reinheit nämlich sich für alle Einzelseelen und -wesen auch als tauglich erweist. Es ist der Gedanke an Gott, der uns die Richtung verleiht. Nur hat der Gedanke an Gott durch die vielen Verschwörungen und Mächte an Inhalt verloren. Es gab immer schon das bestreben, eine ganz bestimmte Ansicht dieses Gottes durchzusetzen, die vielleicht für manche Seelen oder sogar nur für den Urheber ein wichtiger Teil eines Entwicklungsprozesses bedeuten konnte. Aber für uns heute wohl kaum noch Gültigkeit hat, wenn dieser Gott die Entwicklung aller Seelen nicht fördern kann, noch will.

Wir leben in einer Welt, in der wir von Kindheit an eine gewisse Macht von Eindrücken erfahren haben. Sie bewegten uns zu Einstellungen, und Haltungen, die wir zum grössten Teil natürlich unseren eigenen Radixkonstellationen verdanken. Sie richten uns aus, wenn ein diesbezüglicher Stress oder Einfluss aufkommt, dass wir eine Richtung für bestimmte Energien finden müssen, die diesen Konstellationen entsprechen. Äusseres rührt an Inneres. Wir sind wie ein Klangschale und freilich mag es auch noch einen Einfluss aus vergangenen Leben geben, der sich in unsere seelische oder energetische Struktur niedergeschalgen hat, und für bestimmte Haltungen oder Resonanzen sorgen kann, die wir gewöhnlich den allgemeinen Vorgängen des Lebens (also dem Zufall) zuschreiben. Nicht alles ist Zufall an unserem Leben. 
Jedenfalls leben wir einer Welt, die ein hohes Maß an Gewalt gegenüber der kindlichen Seele ausgeübt hat und wir sind eben als Erwachsener längst nicht frei davon, nur weil wir den Anfang unseres Werdens in diesem Leben (als Kind) vergessen haben. Wir haben einen Weg eingeschalgen, der uns schliesslich auch das Kollektiv als vertraut erfahren lässt. Wir haben bestimmte Wertmaßstäbe und eine Infragestellung verunsichert uns nicht nur, sondern empört uns, weil wir an diese Wertmaßstäbe glauben.

Die Macht  der Eindrücke, die emotionale Empörung zuweilen, durchzieht unsere Beziehungsmuster und steht für das Maß an Disharmonie, das wir von Anfang an in dieser Welt erfahren mussten, und woraufhin wir die Suche nach Harmonie aufgaben - aber nur, weil wir es vergessen haben, und so sehr davon eingenommen wurden, auf die heftige Erfahrung des Aussen zu Reagieren , um  Haltung und ein Verhalten anzunehmen. Und damit auch Werte festzuhalten. Der Blick in die Augen sucht nach Anzeichen für Bedrohung oder Übereinkunft, oder nach Gegenliebe, statt zur Seele gerichtet zu sein. Zu einem anderen Wesen, das unseren Weg auf Erden kreuzt.

Für Individuen wird es in verschiedener Weise immer wichtig sein, dass wir den verschiedenen Ausrichtungen, die wir in uns oder im Aussen finden mögen, nicht trauen können, weil sich dahinter Komplexe, Ablenkungen und Verdrängungen befinden können, die uns die ganze Sicht auf das Wesentliche verzerren oder verstellen. 
Wir müssen also zur Wahrheit finden und können  in erster Linie und erster Instanz kaum einem äusseren Vorgang vertrauen, sondern die Wahrheit finden wir in uns selbst.

Dies ist alles ist ein grundlegender Teil des Leidens. Die Dualiät. Aber auch die Unwissenheit. Unsicherheit darüber, was richtig und recht ist zu denken, aus seelischer Sicht, oder in Bezug zum Kollektiv.

Man könnte fast sagen, es ist das alles ein Grundkarma. Vor allem aber die Dualität ist ein Grundkarma. Aber auch Orientierung. Aus seelischer Sicht können wir mit der Erfahrung von Widerständen prüfen, was an Lebensweisen oder Einstellungen reif ist für ein Weiterkommen, für ein wirkliches Werden und Wachsen.

Wir als Ursache eines Seelischen treffen auf die Bedingungen, dass Gott ,  der Kosmos oder unsere eigene Entität als Seele es vorgesehen haben, in eine Welt der Andersartigkeit zu geraten. Es ist unausweichlich und normal. Doch trotzdem haben wir vergessen, auch weil es das Kollektiv schon vergessen hat, dass wir in erster Linie etwas eigenes sind. Wir sind völlig fremdbestimmt und halten das aber für natürlich. Natürlich ist nur der Vorgang, der Mechanismus daran, aber natürlich ist nicht, dass wir unser Bewusstsein um das Seelische im zunehmenden Hineinwachsen in das sogenannte "Erwachsenen-Dasein". Als Kind haben wir noch ein Gespür für diese wichtigen Dinge, für Werte, die anders klingen als die Werte, die man uns bald eingetrichtert hatte. Und wir sind als Kinder eben nur unbeholfen und später kommen wir klar. Das macht uns die Entscheidung so leicht.

Man opfert eine Einstellung, oder das übliche Verharren auf der einen Seite einer Dualität, indem man einfach nur etwas anderes macht. Damit verliert sich freilich die Übereinstimmung mit alle dem, was einem vertraut war. Was durchaus schmerzhaft sein kann. Aber das Ziel ist nicht, diesen Schmerz zu erfahren, sondern die Befreiung. Auf Dauer kann mit jedem weiteren Loslassen das weitere Loslassen immer leichter werden. Als würde unsere energetische Ausrichtung nur nicht darin geübt sein, diese Einstellung der Opferung als etwas neutrales aufzufassen. Was uns bleibt und immer wichtig ist, ist das Hier und Jetzt, und potentiell ist dieses Hier und Jetzt deshalb etwas Seelisches, weil wir selbst in diesem Hier und Jetzt stehen, und dieses Hier und Jetzt ohne uns gar nicht existieren, gedacht, erlebt werden kann. 

Man opfert das Bemühen, am Fleck zu bleiben, und geht das Risiko der Veränderung ein. Man kämpft sehr mit den verschiedensten Emotionen, wird aber feststellen, dass die argsten Befürchtungen selten real werden. Dass vieles eben der Vergangenheit entstammt. Und auch davon abhängt, wie wir es bewerten. Wenn wir uns wirklich von der Prägung befreien, dass bestimmte Umstände so auf uns wirken sollen, wie wir es gelernt haben, dan haben wir eine sehr große Freiheit gefunden. Aber so weit muss man noch nicht einmal kommen, um zu erfahren, dass ein simples Neuorientieren im Leben schon so manche Leiderfahrung ausknipst. Die hilfreichste Antwort auf das Leben liefert uns nicht immer der Verstand (sondern auch schon mnal die Fügung, eine Intuition oder ein Gefühl), aber der Verstand kann uns in vielen Dingen die Entscheidung bilden, wenn nämlich die Dinge ganz einfach liegen. Es hängt von uns ab, wie einfach die Dinge liegen. Wenn man einmal erkennt, was wichtig ist, wird man finden, dass man sich dieses Erkennen nicht zusammen lesen kann, sondern dass man es irgendwie realer empfinden wird müssen, um sich daran zu halten. Und zwar so sehr daran zu halten, dass es unsere Entscheidung einfach macht. Wenn wir den Verstand für etwas gebrauchen können, dann sicher dafür, sich für etwas zu entscheiden, was uns mit letzter Gewissheit klar geworden ist. Wie oft narrt er uns aber, und wie oft gebrauchen wir ihn zur Wiederholung des Falschen?

Nachdem wir uns gebildet haben, darüber, was im Leben wichtig ist (das Sselische) und auf welchen Wegen wir es erreichen können, und dass das Kollektiv in die Falle seiner Natur  gegangen ist, so wie jeder einzelne Mensch, der aufwächst und eine Ausrichtung animmt, dann werden wir vielleicht feststellen, dass wir einsam sind, dass sich drumherum soviel befindet, was sich in ziemlicher Opposition oder Herausforderung zum seelischen Aspekten des Daseins gestellt hat oder noch befindet.
Es erfüllt uns mit Frust, dass wir so wenig vorfinden, was unsere Bedürfnisse bestätigen könnte.Also bleibt uns nichts anderes übrig, als eine eigene Entscheidung zu treffen, in einem weiten Meer, in einer weiten Wüste. Und vielleicht werden wir dennoch finden, dass immer wieder verschiedene Karawanen und Pilgernde diese Wüsten durchqueren und es hin und wieder Oasen gibt. Es gibt aus seelischer Sicht nicht nur andere Menschen, sondern auch andere Wesenheiten, die die menschlichen Sinne nicht erfassen. Dazu gehören zum Beispiel Engel. Engel kann man sich vorstellen als solche Wesen, die in einem richtigen Moment für die Fügung sorgen, dass Energien in Fluss kommen, wobei ein langfristiger Entwicklungsablauf öfter ausschlaggebend ist, als eine kurzfristige Überschau. Engel greifen in das Leben ein, ohne dass wir es merken. Alles dient der Entwicklung, langfristig ist es daher so, dass auch ein Krieg, der durch Engel ausgelöst wird, für diese Entwicklung wichtig sein kann. Engel sind weder gut noch böse. In einem angefragten Moment können sie desweiteren uns selbst stützen, bei irgendwelchen Krisen oder Vorhaben. Sie tun das durch ihre Energie. was man sich ansatzweise so vorstellen kann, als würde man sich eine Pflanze in den Raum stellen, die mit ihrem Dust und Ausstrahlung das Zimmer verändert, und mit Schwingung bereichert und wir sind dieses Zimmer, dieser Raum, der erfüllt wird. Wir sind also nicht ganz allein. Auch wenn wir von Zeit zu Zeit finden mögen, dass es so wenig andere Menschen in unserem Umfeld gibt, die ähnlich denken und damit diese Wirklichkeit, auf die es hinaus läuft, so viel zwingender und wichtig machen würde. Wir müssen diese eminente Wichtigkeit selbst begreifen lernen, dann haben wir auch das entsprechende Gefühl. Schwierig wird es freilich, dass wir im Werden mit unserem Ego gehen : umso jünger man ist, desto stärker ist die Neigung, eine bestimmte Haltung einzunehmen, die noch auf Relikten der Kollektiverfahrung gebaut wird, nämlich auf einem Prinzip der Überlegenheit oder Unterlegenheit. Eines von beiden scheint immer vordergründig. Entweder wir finden den einen Weg oder den anderen. Wir kommen gar nicht auf die Idee, dass es um diese Unterlegenheit oder Überlegenheit gar nicht geht und etwas anderes wichtig ist. Unser Bewusstsein und die Klarheit und Reinheit seiner Motive, seiner Entscheidungen. Wir vergleichen mit dem Ego uns und andere, unsere Ideale mit anderen. Letztendlich ist die anzustrebende Haltung frei von diesen Variablen, und schliesst sie dennoch ein, insofern, dass man die Andersartigkeit als innewohnende Notwendigkeit der Schöpfung betrachtet. Eine Art kosmische  Liebe, die sich nicht auf das Andere, sondern auf den Kosmos bezieht, wo das Andere eingeschlossen ist, kann das Andere wirklich dulden, ohne es zu verdrängen. Aber in dieser Vielseitigkeit , die sich mit der Andersartigkeit ergibt, liegt auch ein Sinn begründet. Hält man das Andersartige aus, und wird alles in der Welt entsprechend eingerichtet, dass alle Seelen miteinander nicht nur klar kommen, sondern sich sogar unterstützen, haben wir das Paradies auf Erden erreicht. Zunächst müssen wir es für uns selbst finden.

Es gibt immer die Wahl im Leben und die äussere Existenz und der Weg in die Realität ist nicht wichtiger, als wie wir mit diesem Weg eine innere Erfahrung verbinden.

Zur vollständigen Erfahrung gehört allerdings das Annehmen der Dualität. Es wird uns leichter fallen, wenn unser Weg in die Realität, zB in die Existenzbedingungen, ein Weg ist, mit dem wir innerlich und seelisch zurecht kommen (!), weil es ein Weg mit Herz ist. 
Das Fortkommen auf einem Weg mit Herz ist leichter, als wenn wir uns Lasten aufbürden, für die wir seelisch gesehen gar nicht geeignet sind oder wo das Schicksal uns nicht unterstützt.  Wir sollten nicht vernachlässigen, dass die Gesellschaft oder das Kollektiv uns manche Leitideen einpflanzt, die unserem Seelenheil nicht zuträglich  sind - dennoch gibt es die Not, eine Existenzbedingung anzunehmen. Es ist diese Gratwanderung oder Suche nach Balance, die wohl das Schwierigste im Leben  sein kann.
Finden wir einen tauglichen Weg, wir finden viel mehr Möglichkeiten und es kommt einer Neugeburt gleich. Zu diesen Existenzbedingungen kann man sehr vieles zählen, sogar die Beziehung zu unseren Verwandten oder Kindern.

Das Leiden ist nur der Anfang und die Lösung die Vervollständigung. Beides bedeutet uns die Reibung, das Licht und Schatten, was wir im Leben erfahren. 

Wir vergessen aufgrund unserer gefühlsmässigen Ausrichtung gewöhnlich sehr leicht, dass dieser Anfang notgedrungen in der Un- Vollständigkeit liegt - dass in manchen Fällen Leiden also am Anfang stehen muss. In diesen Zustand werden wir geboren, und von Natur oder Gesellschaft geprägt.
Dieses Hineingworfensein in eine Entwicklungsaufgabe geschieht deshalb so belastend auf uns, weil uns die Auseinandersetzung noch fehlt, und wir aufgrund der meisten unbekannten Situationen noch nicht angepasst sind an diese Erfahrungsdimension. Einfachste Wege sind nicht immer die besten. Aber wenn wir eine Richtung oder ein Ziel erkennen, ist nichts einfacher als diesen Weg zu folgen.

Aber gleichwohl  deutet der Anfang auch schon darauf, wo das Ziel liegt. Wenn jemand sich unfrei fühlt, so ist sein Verwirklichungsziel offensichtlich die Freiheit. Es gibt viele Arten von Unfreiheiten.
Eine ungeeignete Herangehensweise wird nur weitere Reibungen und Auseinandersetzungen erfordern. Wer glaubt, ohne Reibung durchzugelangen, schafft sich eine Illusion, die auch wieder ein Hindernis ist. Aber all diese Dinge fallen uns leichter, wenn wir scheiden zwischen Überfluss und Notwendigkeit.

Wieviele Leiden sind wirklich nötig, und auf welche lassen wir uns ein, zum Beispiel weil wir unbedingt an etwas festhalten wollen?
Viele Ängste bedingen unseren Lebensplan, und wir schaffen uns so das Leiden. Die meisten Ängste haben wir deshalb, weil wir fürchten etwas zu verlieren oder dass uns etwas ereilt.
Viele Ängste können wir schon dadurch entmachten, indem wir die Vergangenheit betrachten, und untersuchen, ob eine Angst wirklich etwas vermeiden konnte oder ob die Dinge so kamen, wie wir befürchteten. Sicherlich muss man darauf acht geben, wie wir leben, welche Umstände und Konsequenzen uns ereilen, weil wir uns entsprechend verhalten! Aber diese Probleme oder alltäglichen Sorgen zu lösen ist eine Angelegenheit der Vernunft, der Klärung  und Entscheidung - und Lösungen sind nicht durch Ängste gebunden. Viel eher lässt uns eine Angst in einem beschränkten Rahmen denken und fühlen. Ängste sind so gesehen die vorweggenommene Zuspitzung einer Erfahrung, noch bevor die Erfahrung wirklich geworden ist. Eine normale Furcht muss noch keine Angst auslösen.

Nun gibt es zweifellos Leiden, dem wir nicht immer entfliehen können.  Was kann uns eine Angst dann aber helfen? Es hilft der Gedanke, dass Leiden immer nur vorübergehend ist. Astrologisch stehen dafür manche Transite. Wenn wir einen Transit in seinem Wirken erkennen, verschafft uns das Ende des Transits eine Aussicht - das Spätere wird umso befreiender und erfreulicher, wenn wir mit dem vorhergehenden Transit und seinem ganzen Prozess von Anfang bis Ende ein Fundament aufbauen konnte, und etwas erreicht haben, was uns als Erfahrung, Weisheit, Können oder Einsichtsmöglichkeit für immer bleiben wird. Wirklich bedeutsam wird die Richtung, in die uns ein Transit drängt. Mit etwas Erfahrung in dem Beobachten und Bewerten von Transiten erkennen wir die einzuschlagende Richtung. 
Manchmal geht es sogar um materielle oder existenzielle Errungenschaften, wo wir dann konkret sehen, dass uns ein Transit bereichern konnte. Wenn wir materiell gesehen etwas verlieren, bleibt uns auf der Kehrseite stets was wir mit unserem Sein sind oder noch sind. Meiner Meinung nach kann uns mancher Verlust darin bestärken, ein Mensch zu sein, sich dem zu vergewissern was unabhängig von äusseren Dingen ist. Immer wird uns die Wahrnehmungsfähigkeit bleiben, die das Seelische und das Wunder der Welt einschliesst.

Man kann Leiderfahrungen im Grunde als einen Schritt erkennen, der uns auf eine sehr viel höhere Ebene führen wird, indem wir mit dem Leiden reifer werden. Wir haben uns gewissermaßen für manche Leiderfahrungen oder Bewährungen entschieden, weil die Seele (das heisst wir als Wesenheit) sich ein Ziel gesetzt hat. Ein Ziel, das diesen Schritt der Bewältigung und Integration von Erfahrungen erforderlich machte. Und was damit uns in die unbekannte Situation der Dualität stellte, wo wir die eine Seite kennen lernen müssen, bevor wir die in unseren Maßstäben mögliche positive Verwirklichungsform erreichen können. 

Dualität bedeutet letztlich in dieser Hinsicht, dass wir nicht wissen, was Freiheit ist, wenn wir die Unfreiheit nicht kennen. Oder wir kennen Frieden nicht, wenn es keinen Krieg oder Streit gab. Das sollen nur Beispiele sein, die Dualität ist allgegenwärtig. Die Erde und die Energien des irdischen Lebens scheinen so eingerichtet, dass es stets in irgendeiner Weise beide Polaritäten geben muss. 

Wir können uns entwickeln oder Rückschritte machen. Das Ziel bleibt immer dasselbe. Unser Wille ist dabei entscheidend. Den wir uns allein dadurch schon nähern, indem wir uns über unsere Erfahrungen bewuss werden und nicht zu einseitig, etwa nur auf verstandesmässiger oder emotionaler Ebene diesen Erfahrungen ausetzen oder sie uns derart einseitig bewusst machen.

Eine andere Welt ist möglich

Zunächst gilt es zu akzeptieren, wo wir stehen. Wir müssen die Welt so nehmen wie sie ist. Dennoch fehlte uns etwas, würden davon ausgehen, dass die Welt auch so sein muss! Es würde uns als verkehrte Anschauung erscheinen.

Die Schöpfung kann nebeneinander, und muss nicht gegeneinander bestehen. Es wird Kräfte und Energien geben, die immer dazu drängen, erfahren zu werden. Aber die Handlungsräume, die die Welt bietet, können sehr verschieden sein. 

Die Seele wählt sich offenbar jedoch Gelegenheiten, in denen der gewählte Körper  zB in einem Krieg stirbt. Da dieser Krieg existiert auf Ebene des irdischen Lebens - man könnte sagen: der Seele als Erfahrungsraum angeboten wird. 

Die Seele entscheidet sich nicht wegen dem Leid, das damit verbunden ist, sondern weil ihr die Erfahrung einen besonderen Reifeschritt ermöglicht. Mit unserer normalen,  angestammten und linearen Wertung würden wir kaum einen Sinn in solchen Inkarnationen entdecken. Doch müssen wir auch unterscheiden zwischen unserem emotionalen und seelischen Aspekten des Daseins.
Auch läuft nicht immer alles reibungslos und glatt -  manche Traumata, die wir zB durch einen plötzlichen Tod in einem anderem Leben erfuhren, können uns in diesem Leben auf tiefer Ebene verwirren oder blockieren (eine schamanische Rückführung kann hier helfen).

Das Paradies auf Erden ist keine Erfindung frommer Esoteriker, es ist eine reale Möglichkeit, auf die das Leben natürlicherweise hinstrebt. Früher gab es dafür einige Inseln oder Oasen inmitten der Wildheit. Heute scheint die Zeit immer geeigneter zu werden, in gross angelegtem Stil einen heilen Zustand zu erreichen - wenn die Menschen beginnen in ihren verschiedenen Bedürfnissen einander zu achten. Es kann sein, dass der übertriebene Materialismus dafür überwunden werden muss.

Es scheint, als müssten gewisse Kräfte und Energien für ihre Handhabung einen Prozess durchmachen. Wir müssen kollektiv zunächst (aus Sicht des 21. Jahrhunderts) begreifen, dass wir mit den geschaffenen Umständen unsere Kinder und auch unsere Mitbürger auf diesem Planeten beeinflussen. Und dass wir vor allem uns selbst beeinflussen. Wenn wir begreifen, welche Kreisläufe in der Welt zum Mechanismus wurden, können wir als nächstes begreifen, dass gewisse Dinge wie zB die Sexualkraft oder die Macht der Bedürfnisse immer so sein werden. Dann können wir einen Weg finden, wie wir für einen angemessenen Ausrruck sorgen, ohne dabei den Planeten in die Luft zu sprengen oder zu vergiften oder die Biosphäre sonstwie zu schädigen. Es ist in irgendeiner Weise nicht möglich, direkt zu begreifen, warum es nicht gut ist, die Biosphäre zu verunstalten. Aber wenn man verschiedene Dinge begriffen hat, wird man auch das begreifen. Jedenfalls finden wir, dass bestimmte Kräfte ausgedrückt werden wollen und der Materialismus oder auch Verbrechen nur eine Folge einer Kette von Folgen ist, an derem Anfang das Sicherheitsbedürfnis stand (auch ein Bedürfnis kann dies bedeuten). Wenn wir das beachten und erkennen, dass wir sowohl als Einzelne als auch im Kollektiv  etwas schaffen, was uns selbst und unsere zukünftigen Kollektivwelten beeinflusst, haben wir schon einen Schlüßel in der Hand, die Wirklichkeit potentiell zu verändern. Und zwar in einer Weise, die uns allen zugute kommt, und dem Wohl aller Seelen zugute kommt. Dann haben wir eine Ausrichtung gefunden, die global und seelisch gleichermaßen tragfähig geworden ist und wir werden fähig sein, die Bedürfnisse anderer zu achten, und sie darin zu unterstützen, und haben damit die Arbeit, die wir so sehr zu brauchen scheinen, als ein Weg durchs Leben.

Erst wenn wir kollektiv gesehen eine gewisse Reife und Einsicht vollbringen, sind wir kollektiv bereit für einen annähernden oder sogar tatsächlichen Zustand, der dem Paradies auf Erden ähnelt. Möglicherweise werden hierzu auch besondere Schwingungsenergien entscheidend, die manche mit dem Wassermannzeitalter verbinden.

Wie im individuellen Leben, kann so eine Umkehr  der Werte ziemlich rasch vonstatten gehen - meist indem es eine gewisse Krise gibt, die die alten Werte radikal in Frage stellt. Damit können wir rechnen, ohne uns allzu sehr von einem Zustand blenden zu lassen, der noch nicht existiert.

Alle Cayce-Zitate aus:

Stephen Arroyo. "Astrologie, Karma, und Transformation"
Hugendubel Verlag, Kailash. 1989, 9. Auflage.

Margaret H. Gammon. "Astrologie ohne Geheimnisse"
Arcturus-Verlag. 1995, 2. Auflage.

Die Sprache der Aussagen von Cacye ist oft verwirrend, kompliziert oder verschachtelt. So habe ich wortgetreu aus dem Buch von Arroyo und Gammon zitiert, und gewisse unklare Formulierungen basieren nicht auf einen Abschreibfehler, der mir unterlaufen ist.

August 2008
Stefan Arens