Ich gehe weiter unten
zwar nicht auf alle Kritikpunkte der Skeptiker ein, aber zeige
beispielhaft, wie es sich mit diesen Kritiken verhält. Die Kritikpunkte
erweisen sich als nicht berechtigt und scheinen oftmals als geradezu
willkürlich aus dem Hut gezogen. Was man allein respektieren muss ist
das mangelnde Wissen um Sachverhalte der Esoterik.
Wie verhält es sich aber mit der Kritik an der Esoterik?
Folgende Kritikpunkte sind an vielen als wissenschaftlich bezeichnete Studien anzubringen, vor allem solchen, die mit Unterstützung der GWUP zustande kamen (eine Vereinigung, die behauptet, sich der unvoreingenommenen wissenschaftlichen Untersuchung paranormaler Fähigkeiten zu widmen):
1. wo unsachgemäß mit einer Studie umgegangen wird, oder eine solche
Studie mit unsachgemäßen Versuchsanordnungen durchgeführt wird. Wo also
die Sache sich in einem ähnlichen Verhältnis befindet, als wenn ein
Mann, der sonst Erdstrahlen untersucht, einen verborgenen Gegenstand
unter einen von mehreren Pappbechern aufspüren soll.
Das, was der Studie dann als Vorraussetzung zugrundeliegt, entspricht nicht dem, was der Proband ansonsten tut.
So werden in vielen Studien die äusseren Bedingungen verändert, die ansonsten gegeben sind; wenn zum Beispiel der Proband in der Natur Erdstrahlen untersucht oder in einem Betonbau in vollkommen unvergleichbarer Umgebung, dann sind das keine Bedingungen, die der Sache förderlich sind und so vermutlich auch nicht erfüllt werden können. Diese Fragen sollten schon gestellt sein und bislang fehlt es daran aber bei den meisten Studien, die von Skeptikern kommentiert werden. Sie haben den Anschein von Prospekten, die für eine Sache werben, bzw. gegen eine Sache.
Zu diesem Punkt gehören auch im weiteren Sinne alle falschen Vorraussetzungen, also unsachgemäßen Erwartungen, die man gegenüber der untersuchten Sache hat.
2. eine Art Wahrsagerei unter den Skeptikern, indem sie die Ergebnisse einer Studie beliebig interpretieren oder anders gesagt die Fakten leugnen, die eine Studie und ihre Ergebnisse selbst aufstellt.
3. Unmöglich zu erfüllende Bedingungen, deren Verschulden man auch noch der Sache unterstellt.
Es werden zutreffende Prognosen vor allem von Wahrsagern grundlegend missachtet, die richtig und zutreffend sind und als zu vage beschrieben werden. Wie ich schon öfter darauf verwies: Eine wissenschaftliche Studie, muss auch der untersuchten Sache entsprechen. Wenn ich als Wissenschaftler davon ausgehe, dass Hellseher grundlegend in der Lage sind, zeitliche Angaben zu ihren Prognosen zu machen, so entspricht diese Behauptung nicht der normalen Praxis der Hellseher, die nämlich niemals konkrete zeitliche Angaben machen können. Und man stellt diese Behauptung als Wissenschaftler wohl unbeabsichtigt auf, wenn man die Prognosen daran misst, dass eine zeitliche Angabe die Prognose erst vom Anschein des Zufalls befreit.
Beispiel:
http://www.gwup.org/infos/themen-nac...osencheck-2009
Zitat (Hervorhebung von mir):
Die Auswertung der Prognosen geschieht unter Berücksichtigung der
Wahrscheinlichkeit des Eintreffens einer Prognose. Hier gilt eine
einfache Regel: Je genauer die Prognose, desto überraschender wäre auch
ihr Eintreffen. Eine datumsgenaue Prognose (wie die eines
katastrophalen Erdbebens in San Francisco) wäre eine absolute
Sensation, aber bisher gingen alle derart genau formulierten Prognosen
daneben. Bei den weithin üblichen, schwammigen Aussagen ist es für den
Prognostiker hingegen leicht, im Nachhinein einen Treffer
hineinzudefinieren. Hinzu kommt, dass sich viele Prognosen alleine
durch jährlich wiederkehrende Ereignisse zu bestätigen scheinen. So
gibt es jedes Jahr Wirbelstürme in der Karibik, Überschwemmungen zur
Monsunzeit in Indien und Bangladesh, Lawinen in den Alpen oder
Waldbrände in Kalifornien. Mit einer solchen Prognose hat der Astrologe
oder Wahrsager also immer Recht – und dies macht die Prognose wertlos.
Es ist Tatsache , dass es von Hellsehern überhaupt keine derart genau formulierten Prognosen
gibt, da Hellseher grundsätzlich nicht die Zeit sehen, sondern
Ereignisse im Laufe des Lebens oder einer Lebensphase des Betreffenden.
Damit wird die ganze Angelegenheit der Untersuchung schon
schwammig, oder sagen wir: Der Skeptiker gibt eine Bedingung vor, die
gar nicht in der Sache enthalten ist. Als ob ich einen
Atomwissenschaftler widerlegen will, indem ich einfach etwas annehme,
was kein Atomwissenschaftler annimmt.
Es ist damit aber auch klar, dass es keine Prognose von Wahrsagern geben kann,
die überhaupt als
zutreffend erkannt werden kann.
Die Behauptung, eine Prognose sei
wertlos wenn sie bloß gültig, aber eben nicht überaus exakt ist, stellt
die von Skeptikern unbeantwortete Frage auf, wie weit die Beweise und
Fakten reichen müssen, bis sie Gültigkeit haben?
Haben
sich Skeptiker überhaupt diese Frage gestellt? Es erweckt eher den
Anschein, als haben Skeptiker sich diese Fragen zu rasch beantwortet.
Ab wann ist eigentlich eine wissenschaftliche Studie
wissenschaftlich zu nennen? Wie exakt muss Wissenschaft mit dem Ideal
von Wissenschaft übereinstimmen? Und: Welches wissenschaftliche
Kriterium wird für diese Grundlagenbildung herangezogen? Vielmehr sehe
ich mich bestätigt, dass die meisten Skeptiker mehr Ähnlichkeiten mit
Sektierern aufweisen, denn mit ersntzunehmenden Wissenschaftlern. Es
geht offensichtlich nur darum, die Sache Esoterik zu verunglimpfen,
aber nicht zu untersuchen.
Gewöhnlich zeigt sich
aber auf einem objektiven Weg ein Maß des Zureichenden, womit man sagen
muss, und nicht mehr leugnen kann, dass in der untersuchten Sache kein Zufall
waltet.
Wenn
die Interpretation hinsichtlich des Umstandes, ob eine
Prognose zutreffend war oder nicht, derart an Maßstäbe gebunden sind,
die niemals erfüllt werden können, stellt sich nach Prüfung
beispielhafter Auslegung der Skeptiker die Frage nach der
Rechtschaffenheit dieser Regeln und der Legimität solcher und ähnlicher
Studien. Denn auch andere Studien offenbaren beim genaueren Hinsehen
einen Mangel an Sachgerechtigkeit.
Dabei braucht man so hohe Maßstäbe nicht anlegen, wenn man merkt oder aufmerkt, dass das Maß der Dinge ja nicht in einem richtig oder falschen prognostizierten Ereignis allein liegt sondern in der Vielzahl richtiger Prognosen eines Hellsehers. Ehrlich gesagt halte ich es für ein Märchen, dass es keine richtigen Prognosen gibt. Man hat zu wenig diesen Test gemacht und Hellseher befragt und ihre Antworten aufgeschrieben, und wenn, dann dabei obige unwissenschaftliche Unverhältnismässigkeit bei der Auslegung begangen (sonst nur bei politischen Streitschriften anzutreffen).
Auf
Wahrsagecheck.de werden nur in einer Art Essay vergangene Prognosen als
falsch hingestellt.
Wissenschaftlichen Charakter bekäme es, wenn man
die Prognosen im Vorhinein auflistet und öffentlich macht. Dazu würden
auch Links mit kurzem Zitat reichen. Also wo stehen da zB Prognosen über die Zukunft abgebildet?
Nur
so liesse sich von dem Verdacht der Voreingenommenheit befreien,
wenn ich nicht nur solche Prognosen abbilde, die nicht eingetroffen
sind, sondern ausnahmslos kenntlich mache, was auch sonst noch an
Prognosen existieren, die noch nicht eingetroffen ist. Oder wobei es
sich, ob man es so halten will oder nicht: um Zufallstreffer handelt.
Dazu kommt: Wenn ich alle Hellseher in einen Topf werfe, kann ich nicht beurteilen, was wirklich in der Sache begründet liegt und was man dem fehlenden Talent in der Masse zuschreiben muss .
Wenn ich einfach mal so das Netz durchforste, sehe ich als Skeptiker natürlich auch alle die falschen Prognosen, die von Anfängern und Möchtegerne unter den selbsterkorenen Wahrsagern stammen. Oder solche, die sich überschätzen oder solche, die experimentieren. Diese Unterschiede, die sich mit den verschiedenen Akteuren ergeben, werden vom Skeptiker meist nie beachtet.
Wenn ich die höhere Mathematik in ihrer "Legitimität als Wissenschaft" belegen will, käme ich wohl auf die Idee, ein paar Leute, die höhere Mathematik können, solche Dinge vorrechnen zu lassen, womit sich ein öffentlicher Nachvollzug ergibt - aber ich käme kaum auf die Idee, solche Menschen einem Test zu unterziehen, die keinen blassen Schimmer von der höheren Mathematik haben. Das ist gemeint, wenn man Studien mit Anfängern des jeweiligen Untersuchungsgegenstandes durchführt oder bei Auswertung von Studien diese Möglichkeit nicht genügend in Erwägung zieht.
Also
muss man in
einem Vorabverfahren solche Hellseher ausfindig machen, deren
Prognosen schon
einige Male richtig lagen. Warum? Weil man so gewährleistet, dass man
einen Hellseher vor sich hat, der offensichtlich sein Handwerk versteht.
Nun stellt sich die Frage, warum gibt es
diese Berichte nicht, wenn Hellsehen möglich ist?
Es gibt kein öffentliches Interesse an diesen Dingen. Und es wird von den Skeptikern ein echtes Interesse korrumpiert, indem sie regelmässig unsachgemäße Studien zu Tageszeitungen schicken. Damit wird der Platz, über diese Phänomene zu berichten, bereits ausgefüllt. Nur Skeptiker führen anscheinend Studien über diese Sachverhalte durch. Und man kann natürlich fragen, ob Studien überhaupt diese Sachverhalte erschliessen können, weshalb kein Esoteriker selbst solche Studien durchführt. Tatsache aber ist, dass die Studien der Skeptiker geradezu anmassend sind, da sie einzig das Interesse verfolgen, die Sache zu widerlegen. Wenn ich etwas mit einem amateurhaften Verständnis wissenschaftlicher Vorgehensweise widerlegen will, kann ich vom Schein her absolut alles widerlegen. Es ist nicht zu erkennen, wie die GWUP irgendeinen paranormalen Bereich der Wirklichkeit oder diesbezügliche Aussagen ernsthaft und seriös untersucht .
Ausserdem: viele Prognosen scheiden ja wie oben erläutert schon deshalb aus von den Skeptikern als gültig erachtet zu werden, weil sie fahrlässig entwertet werden in ihrer Bedeutung, oder in ihrer relevanten Gewichtung missachtet werden. Sie sagen einfach: Alle Prognosen sind untauglich, weil sie viel zu schwammig und vage formuliert seien. Genauso gut könnte ich aus x-beliebiger Motivation sagen: Metereologie ist viel zu ungenau, also ist diese Wissenschaft in der Praxis nicht zu gebrauchen und ausserdem unüberprüfbar (sofern man entsprechende Erwartungen aufbaut).
Kurzum stellt der Skeptiker keine Schlussfolgerung auf, die er
aufgrund unvoreingenommener Beobachtung des Sachverhaltes zieht,
sondern er
stellt Mutmaßungen an, bzw. er erfindet eine Geschichte, wie er sich
diese Phänomene auf andere Weise erklären kann. Dass die meisten Skeptiker das phantasiebegabte Geschichtenerzählen
zwangsläufig tun, ist nicht so wichtig. Aber es hat auch etwas damit zu
tun, dass man von vorneherein dann meint: "Hellsehen kann es ja
sowieso nicht geben", weil die Erklärung, die der Skeptiker hat, klingt plausibler
als die andere Erklärung.
Der Skeptiker vergeudet seine Zeit, so sein Eindruck,
weil die andere Erklärung solche Vorstellungen erweckt, die einfach zu
naiv in seinen Augen sind. Dabei vernachlässigt der Skeptiker, dass es
seine eigenen Vorstellungen sind.
Der
Astrologe oder Esoteriker benutzt die Worte nur als Behelf und es steht
als vermittelter Inhalt etwas anderes auf dem Spiel. Und die meisten
wissen , dass Worte der Erklärung noch eher den Sachverhalt
verschleiern, als zu klären. Man findet in sich ein Gespür für die
Wahrheit, oder nicht. Dieses Gespür führt einen erst grob, deswegen
auch die vielen Irrtümer, dass man bei esoterischen Anbietern schlechte
Erfahrungen mit schlechten Anbietern sammelt. Aber später lernt man zu
unterscheiden als Laie, und als Kundiger, was die Möglichkeiten der
Sache angeht.
Und für viele , die sich als Esoteriker über das
"Warum esoterischer Sachverhalte" äussern, sind es anfängliche
Überlegungen. Deshalb sollte man nicht so viel um die Erklärung
des Sachverhaltes geben, als festzustellen, ob da was wahres dran ist.
Die Erklärungen können nicht exakt sein, weil die Worte gar nicht heranreichen an den gemeinten Sachverhalt, wenn man nicht bereits Erfahrungen darüber gesammelt hat. Eine Kategorie bereit hält. Einsichten in das Gemeinte, die zB bei der Astrologie auch Laien sammeln können. Nicht Worte sind entscheidend, sondern was sie meinen - aber zu welchen Vorstellungen soll ein Skeptiker kommen, wenn er mit den Worten nur jene Assoziationen verknüpfen kann, die er irgendwann mal über die Sache gebildet hat?
Das ist ein wichtiger Punkt bei der Beurteilung , ob am Hellsehen "was wahres dran ist" und nicht etwa mit COLD READING erklärbar ist: Man sieht zum Beispiel jede eingetroffene Prognose grundsätzlich als ZUFÄLLIG an, wenn sie nicht näher zeitlich bestimmt ist. Ein Unfug, weil das bisher noch kein Hellseher geschafft hat, ein Ereignis zeitlich genauer zu fixieren.
Natürlich gibt es jedes Jahr Wirbelstürme oder Überschwemmungen. Aber es müssen ja nicht diese Prognosen sein, die man beachtet und untersucht. Oder man entdeckt in der Bedeutung eines Wirbelsturmes, aufgrund seiner Stärke und der richtig prognostizierten Lokalität eine zutreffende Prognose. Oder man kann auch mit einfachen Blick eine stringente Klarheit darin erkennen, wenn jemand wiederholt richtige Aussagen zu verschiedenen Dingen macht, auch wenn die Zeit nicht genannt wurde. Die Zeit lässt sich nun einmal nicht nennen. Das behaupten ja nur die Skeptiker; mit solchen Forderungen erweisen sich Skeptiker mehr als Besserwisser, als wie sie vorgeben etwas von der Sache zu verstehen, die sie kritisieren.
Es braucht wirklich nicht so viel, um die Sache hinzunehmen, wie Skeptiker mit ihren Erwartungen eine so hohe Messlatte aufstellen, ohne dass man bei Fürwahrhalten der Sache irgendwo beliebig oder überaus wohlwollend sein müsste, das heisst übertrieben wohlwollend braucht man ja nicht sein. Aber dass man die Fakten als solche erkennt, um es mal anders zu beschreiben , das kann man schon erwarten, finde ich. Sie sollten dazu einladen, dass bekannte Hellseher, die nachweislich schon richtig lagen, neue Prognosen über Prominente bilden, die dann notariell versiegelt in einer Schublade landen, aber zugleich auch eine Kopie in einem stillen Ort auf Überprüfung warten. Bis dass man mit ihnen ans Licht geht wenn genügend Ereignisse eingetroffen sind. Das müsste in einer Hand eines Journalisten liegen, also eines jemanden, der relativ unbeteiligt ist laufend berichtet. Mit der Zeit sammelt sich die Trefferquote an, in Verhältnis zu übrig bleibenden offenen Prognosen.
Da keine Zeit vorhergesagt werden kann, lässt sich die Sache anders als durch "intelligente Studien" nicht prüfen oder objektivieren. Man muss beachten: Dass auch womöglich nicht alle Prognosen öffentlich werden könnten. Eine nicht 100% Trefferrate kann also 1. darauf zurückgehen, dass die Ereignisse noch nicht eintrafen, oder 2. dass einige Ereignisse nicht bekannt wurden.
Eine
Kandidatin für diesen Versuch für mich wäre die Hellseherin: Lilo
von Kiesenwetter. Obwohl ich von ihr noch keine Prognosen überprüft
habe, da ich sie erst aus dem TV kenne und das noch nicht lange, dass
alle Prognosen in der Realität eingetroffen wären.
Man könnte mit der Zeit, also im Laufe von 1 oder 2
Jahre Prognosen (also Aussagen) sammeln, bis man so ungefähr hundert Prominente
zusammen hat. Um das Persönlichkeitsrecht oder Würde zu wahren, werden nur
diejenigen Prognosen öffentlich gemacht, wenn auch ein
entsprechendes Ereignis bereits öffentlich gemacht wurde. Wenn
Frau
Merkel eine Ehekrise haben wird, ist es natürlich auch die Frage, was
man unter einer solchen Krise versteht, und nach welchen Kriterien man
eine solche gegeben sieht - aber viel wesentlicher, ob eine
solche wohl bekannt werden könnte. Jedenfalls, man kann nicht das
Ergebnis betrachten, ohne die Prognosen zu kennen. Denn jede Prognose
verhält sich anders. Es gibt Prognosen, deren Zustandekommen weniger
zufällig ist. Und es gibt Prognosen, die nicht so sehr an die Auslegung
gebunden sind, ob sie zutrifft oder nicht. Katastrophen wie Attentate
auf die am meisten geschützte Person der Welt sind so gesehen alles
andere als Zufälle. Der Ort bei Katastrophen ersetzt die fehlende
Variable der Zeit.
All dies müsste man im Vorhinein zB mit einem Wertungssystem
verbinden, so kann man die 100% Trefferrate, die sich nicht
erfüllen lassen wird, umgehen. Ohne an wissenschaftlicher
Glaubwürdigkeit einzubüßen. Man sieht da oft ein Manko, wo kein Manko,
sondern Angemessenheit vorliegt.
Genau genommen steht hinter dem fleissigen Treiben der Skeptiker allzuoft nicht der Hochglanz wissenschaftlicher Forschung, aber eine blinde Widerlegungssucht, die wie automatisch alle Hinweise auf Widerlegung doppelt gewichtet, und jeden Hinweis auf Belegung nur einfach gewichtet. Bei vielen Wissenschaftlern, die sich der Sache unvoreingenommen widmen, mangelt es meist an der Kenntnis gegenüber dem Sachverhalt, was zu unsachgemäßen oder unzureichenden Fragestellungen und Versuchsanordnungen führen kann.
Die Leute, die Karten legen, können kein Cold Reading. Wieso nehmen sie dann eigentlich Karten dazu?
Diesen Umstand, berücksichtigen Skeptiker gar nicht, sie ziehen nicht
mal in Erwägung, genauer hinzuschauen um zu prüfen, ob die vom
Klienten herrührenden Erklärungen ausreichend sind, um zu
erklären, wie der Kartenleger zu bestimmten, äusserst genauen
Beschreibungen kommt .
Solche Widersprüche der Auslegung einer Studie von Seiten der Skeptiker gibt es andauernd. Es ist manchmal geradezu abenteuerlich, aus Sicht eines Kundigen - hinter dieser Ignoranz verstecken sich meines Erachtens bloße Vorurteile. Auch andere Beobachter, die zunächst einmal wenig mit Esoterik am Hut haben, nämlich selbst Skeptiker sind (!), kommen zu einem ähnlichen Schluß und sprechen aus Erfahrung: http://www.skeptizismus.de/henke.html
Ich
sprach Skeptiker einmal auf einen solchen Link mit ähnlichen
Aussagen an (bei denen immer wieder hervor kommt,
wie unehrenhaft die Motivationen bei GWUP eigentlich sein
müssen, weil
es von Insidern selbst so berichtet wird). Es wäre da auch Edgar
Wunder zu nennen, der sich kritisch zur GWUP äusserte. Der Skeptiker,
der antwortete, gab sich unbeeindruckt.
So
bleibt man zumindest in der Spur. So sind
Esoteriker Leute, die anderen Leuten Geld aus der Tasche ziehen, weil
sie auf die Leichtgläubigkeit der Leute setzen.
Das
scheint ein einfacher bequemer Glaubenssatz. Aber ist er
gerechtfertigt? Immerhin werden alle Leute, die sich für Esoterik
interessieren, in einen Topf geworfen: Leichtgläubige Menschen, die auf
ein Lockangebot hereinfallen und keinen Gewinn aus der Sache für sich
als Gegenleistung ziehen können.
Ein
Vorurteil ist
fast immer gegeben (ich bin ja grundsätzlich vorsichtig mit der
Absolutheit von Aussagen; aber in dem Fall von manchen Skeptikern, bin
ich
nahe dran zu sagen: Es spielen IMMER Vorurteile die massgebende
Rolle).
Es ist nämlich den Skeptikern schon
klar, "daß das alles mit der Esoterik eh nur Quatsch" ist.
Es fehlt die komplette, und so wichtige Bereitschaft, sich auf die Sache einzulassen, um das Ganze lebendiger, weil umfassender zu machen, damit diese Sache auch erst wahrnehmbar wird.
Denn die Evidenzerlebnisse, nach denen man sucht, können nur in subjektiver Erfahrung so stichhaltig sein, dass es einen wirklich überzeugt. Das ist der einzige Beweis, und er ist nicht deshalb gültig, weil es nicht viel gute Beweise gibt: Sondern die eigene Wahrnehmung IST der beste Beweis, bei dem sich kein Trug mehr ergibt. Nur sind das nicht LICHT-SCHALTER-AN Effekte, es geht nicht ein licht an und es macht klick - sondern man muss sich mehr als nur einmal mit der Sache beschäftigen. Sie ist organisch und lässt sich nicht sezieren.
Es werden ja oft Argumente verlangt. Wie zum Beispiel in diesem Artikel: http://www.maj7.de/Gegensatze/skeptiker.html
Scheinbar
übersieht man oder überliest man die Argumente, oder will sie als
solche nicht wahrhaben. Denn es kursiert das Gerücht, die Esoterik hätte keine Argumente, sehr hartnäckig.
Wer die Argumente der Esoterik nachvollziehen will, muss sich zwangsläufig auch auf die verschiedenen Erklärungsansätze und Prämissen einlassen, bzw. sie zumindest akzeptieren als tragende Pfeiler des ganzen Gebäudes der esoterischen Anschauung. Wäre es rational fassbar, nebenbei gesagt, dann hätten die Rationalisten auch keine Schwierigkeit, die Existenz dieser Dinge hinzunehmen, die sie aber für sich "nicht fassen" können und also bezweifeln. Im weiteren Weg der Auseinandersetzung kommt es zu einem Austausch von Argumenten. Und man macht sich als Skeptiker oder Laie ein Bild.
Nur was vergisst man dabei gerne? Dass die Vorstellungen nicht der Sache entsprechen könnten.
Natürlich,
niemand wird diese Dinge sich erschließen wollen, oder sich für
begeistern, wenn er nicht interessiert ist. Dennoch bleibt es dabei,
dass die Skeptiker sich meist nur sehr einfache Vorstellungen von der
Esoterik machen können, die nicht sehr angemessen sind. Dasselbe werden
auch Anfänger unter den Esoterikern machen - es ist fast eine
Besonderheit dieses Wissens, dass es erst mit der Zeit genauer werden
kann, weil man erst mit der Zeit mehr und mehr davon zu sehen ist, bis
dahin hört man nur davon und muss sich die richtgen Quellen suchen.
Es geht bei diesem Prozess der Beschäftigung - aus
Sicht der Kundigen - gar nicht um Weltbild oder Weltanschauung, sondern
um Wahrheit und Wissen um einen anderen Bereich der Wirklichkeit. Und um ein Lebensgefühl.
Die Vorstellungen davon, was sein kann, und
wie es sein kann, und was sonst noch wie sein könnte: das ist ja nur
das, was wir uns von der Sache ein Bild machen können.
Wie kann ich mir aber ein Bild von der Sache machen, wenn ich
finde,
dass die Vorstellungen darüber zu abwegig oder naiv sind? Da hört es
schon auf, mit
der Vorstellung und ich lehne die Sache ab. Desweiteren ist es
auch für einen Laien, der sich nicht weiter als mit Vorurteilen
beschäftigt hat, auch schwer, zwischen UFO-Glauben und Astrologie, oder
Tachyonenstrahlexperimenten zur Heilung von Beschwerden und "echten"
Schamanen zu unterscheiden.
Plastikschamane oder authentische Schamanen. Hellseher, die eine Glaskugel zur Dekoration und nicht zur Praxis aufstellen, oder Scharlatane, die für zwei Monate ein Büro mieten und Leute mit Reklamebriefen locken für x-beliebige Prophezeiungen. Das gilt es zu unterscheiden und wer meint, das sei eine Ablenkung der Esoteriker von der Sache, dem muss man fragen, als wie glaubwürdig man gilt, wenn man auch nicht mehr unterscheidet zwischen dem Berufsstand Verkäufer (Dienstleistung im Tausch) und Betrüger (einseitige Vorteile) .
Allein
die Vorstellung
mag manchen Skeptiker solche Bilder vor Augen führen, die ihm zu naiv
oder abwegig vorkommen. Das muss man natürlich respektieren, das
aus mangelnden Wissen nur unzureichende Vorstelllungen über die Sache
aufgebaut werden (oder wie der Skeptiker meint: mangelnder Bereitschaft
zum Glauben). Aber das kann nicht bedeuten, die Verantwortung, in
der Diskussion zum Verständnis der entscheidenden Eckpunkte zu
gelangen, auf die Esoterik abzuwälzen.
Denn
auf der anderen Seite: Wer von den Skeptikern respektiert dann
noch die Wahrheit? Wenn jeder meint, der Skektpiker könne die Wahrheit
ja - aus Sicht der Esoteriker - nicht erfassen?
Was auch immer, Kartenlegen, Visionen - andere Wirklichkeiten . All das fügt sich in Eindrücken mit anderen Eindrücken. Und so ist das bei diesen Sachverhalten immer: Es verdichtet sich und es ist alles vor allem eine Frage der befreiten Wahrnehmung. Diese Eindrücke, sind nicht ungültig, nur weil sie nicht willentlich herbeigezwungen werden, wie es der Fall ist beim prüfenden Vorgehen des Verstandes (was der Rationalist, der auf einem blinden Fleck steht, oft nicht bemerkt: dass die Wahrnehmung eines übersinnlichen Bereiches der Wirklichkeit, was der Skeptiker ansonsten als Halluzination entwertet, deshalb nicht unwahr ist, weil sie ungewzungen frei vom Regelwerk der rationalen Logik zustande kommt; in Wahrheit kommt eine solche Wahrnehmung überhaupt nicht zufällig zustande, sondern trägt in sich die Zeichen einer bestimmten Ordnung).
Es kann auch keine Rede sein von einem Lichtschalter, der sich
umlegte und man hätte die Erleuchtung und weiss, dass es zB Reinkarnation
gibt.
In kleinen Schritten näher man sich erst angemessenen
Vorstellungen, und paralell sammelt man seine Erfahrung in Begegnung
mit einer besseren Esoterik. Und auf diesem Weg verdichtet sich
auch die Kohärenz.
Nun stockt meist der
Skeptiker an diesem Punkt, wo es darum geht, zu verstehen, was man
machen muss. Ist es Phantasie? Ist es Einbildung? Befreite Wahrnehmung soll heissen erzwungene Wahrnehmung? Es ist sehr leicht, und ich verstehe es, dass man zu
solchen Ideen kommt, dass man nur sich richtig umprogrammieren müsste. man glaubt, man müsste sehr konkrete Dinge tun.
Genau das ist der Fehler, es so zu halten. Was man tun muss: Es ist eine Befreiung von allen Programmierungen! Die
Beschreibungen sder Sachverhalte dienen nur dazu, auf den richtigen Weg
zu kommen. Ja, und irgendwo ist es zuerst eine Bereitschacft,
aber die führt ja nur dazu, sich mit der Sache auch wirklich
einzulassen und entsprechende Kategorien zu prüfen; so entdeckt man die
prinzipielle Richtigkeit einer gedeuteten Konstellation im Radix
und viele andere Dinge. Nicht zwingt man, sondern man lässt zu, so
dass man die Dinge mittels den Kategorien oder Annahmen überprüfen
kann. Aber wenn man die Kategorien nicht annäherungsweise so versteht,
wie es für die Sache geeignet ist, wird man sich alles mögliche
darunter vorstellen, aber der Sache nicht gerecht. Es ist also auch in
einem bestimmten Aspekt überhaupt nicht beliebig. Leichtgläubigkeit,
bedeutet, dass man etwas suggeriert bekommt. Diese Gefahr lauert
überall und es ist aber genau das, was die Esoterik als Lebenshilfe
nicht will. Die Esoterik bietetet einen Zugang zu einem Wissen,
das begründet liegt in Inhalten, die mit dem Deuter nichts zu tun
haben. Schlechtere Vermittler erzeugen dabei unter Umständen mehr
Unklarheit als Klarheit. Die besseren Vermittler erzeugen Klarheit, die
keine Frage des Glaubens ist, sondern sich bestätigt im Verlauf der
weiteren Zeit, wenn es sich zum Beispiel um Astrologie oder Kartenlegen
handelt.
Wie
soll man wissenschaftlich den Prozess untersuchen, mit der die Leute zu
der Ansicht kommen, dass die Esoterik ihnen eine Lebenshilfe bietet?
Denn das liesse sich allenfalls durch eine Umfrage lösen. Es bleibt bei
der persönlichen Erfahrung liegen, ob man letztlich der Esoterik etwas
abgewinnen kann.
Man
beschäftigt sich in der Esoterik nicht mit Glaubensinhalten,
sondern Zugängen. Man prüft, ahnt, vertraut, findet weiter
bestätigt, verdichtet. Macht sich ein Bild, versteht, entdeckt. Man versteht, und erkennt Sinn. Man spürt Wahrheiten auf.
Diese Erfahrung, die das ganze Evidenzerlebnis erzeugt, die kann man schlecht messen und in einer Studie danach fragen, um Esoterik zu belegen (oder gar zu widerlegen). .
Das Wichtigste ist die Evidenz, die man bei Beschäftigung und Begegnung mit der Esoterik erkennt, die man erspürt, auf vielen Ebenen und eigentlich immer mehr auf allen Ebenen. Aber für dieses Erspüren braucht es einen Sinn, um auch zu sagen, dass es wahrhaftig ist. Wenn ein Skeptiker dies alles nicht finden kann, soll er für sich sagen, mit der Sache kann ich nichts anfangen. Anders ginge es nicht. Aber die Frage ist, soll man über Dinge urteilen, die man nicht kennt?
Eine tiefenpsychologische Erklärung, warum die Begegnung mit der Esoterik meist zu so unangemessenen Vorstellungen über die Sache führen mag: dass die rechte Gehirnhälfte solche Bilder mit entwirft, übersieht man im erwachsenen Alter.
Das ist die
einzige Zeit noch, die Kindheit, in der die rechte Gehirnhälfte
letztens einigermaßen integriert war.
Wenn
aber diese Gehirnhälfte
ganzheitlichen Verstehens mit der Zeit der Pubertät immer mehr
zurückgedrängt wird, sehen wir später als Erwachsene bei einem
Wiedererwecken solcher
Bilder eines ganzheitlichen Rahmens, uns erinnert an die alten Bilder
der Kindheit. In der uns unsere Eltern und Schule beibrachten, dass wir
diese Bilder verbannen sollen, um uns der linken Gehirnhälfte
zuzuwenden, der Ratio, dem Befolgen von linearen und logischen Plänen
und Richtlinien. Später bei neuen Versuchen betreten wir wieder das
Land der rechten Gehirnhälfte, betreten einen Grenzbereich und schon
erinnern wir uns dumpf und unbewusst an die frühere Zurückdrängung
dieser Inhalte. Sie erscheinen manchen grundsätzlich nicht koscher. Es
ist das Unbekannte, das man da verbannt. Man könnte fast sagen, dass
wir den Einschlag des Unbekannten vermeiden mit unseren
rationalisierten Anschauungen. Was sollten wir sonst an Bildern
aufbauen? Vielleicht erkennen wir auch unsere Empfänglichkeit und
scheuen, darin erneut missbraucht zu werden? Jene, die eine aus uns
frühesten Tagen der Kindheit ist? Mit der man uns alles mögliche
beibrachte, nur nichts richtiges. Die rechte Gehirnhälfte,
da regiert das Chaos oft, und die schmeisst, wenn
unkontrolliert, auch alles durcheinander und in einen Topf, wovon
auch die linke Gehirnhälfte berührt ist. Die linke Gehirnhälfte
organisiert den Widerstand gegen das vermeintliche oder
offenkundige Chaos. Dabei sind es nur Schatten, die uns das Chaos und
eben nicht die Ordnung sehen lässt.
Für die Erfassung solcher ganzheitlicher Inhalte, dass man den
Eindruck bekommt: ja, da ist was dran am Kartenlegen - dafür braucht es Hingabe, und
es gibt keinen Fahrplan. Es ist gar nicht möglich, ein genaues Argument
in dem Rahmen des kollektiven Zeitgeschmacks von gängigen Vorstellungen
zu liefern. Weil dieser gängige Zeitgeschmack eine grundsätzliche
Betonung auf Tätigkeiten und Vorlieben der linken Gehirnhälfte mit
gebracht hat.
Nun, was man darüber auch alles erzählen mag, es
kommt bei solchen Leuten selten an, dass sie da irgendwie ein paar
Sprünge mit den Gedanken vollziehen können, um sich selbst auch eine
Brücke zu bauen, um diese Bilder des eigentlichen Sachverhaltes sich
anzunähern in der Angemessenheit der Vorstellungen; gegenüber solchen
Sachverhalten muss man die geeigneten Standpunkte einnehmen. Sonst
verfälscht man die Sache. Dass Erklärunghen nicht zufrieden stellen,
hängt damit zusammen, dass das Verständnis von all diesen esoterischen
Sachverhalten vollkommen abgeht. Nicht hängt es damit zusammen, dass
diese esoterischen Sachverhalte nicht verstanden, oder nachvollzogen
werden könnten. Sie ergeben Sinn für den, der diese Sachverhalte sucht.
Am Anfang mögen diese Dinge am ehesten zu integrieren sein, indem man sich eine allgemeine Kategorie einer "anderen Wirklichkeit" schafft, die eigene Gesetze kennt.
Ein guter Rat an jene Skeptiker, die sich selbst als aufgeschlossen gegenüber dem Sachverhalt sehen: Niemals die Exaktheit suchen. Niemals alles in den Worten suchen.
Man
muss nach Verständnis suchen, einem Begreifen, einer Annäherung. Auf
einen Weg zum Verständnis finden, zu dem keine rationale Logik die
grösseren Schritte beisteuern wird. Allenfalls kann man mit
rational fassbaren Kategorien sich zu einem ersten Schritt bewegen,
indem man sich die Sache insgesamt durch intellektuelle Überlegungen
plausibler macht.
Die verstandesmässige lineare Logik
- so wird man erkennen - wird zu oft verwechselt mit Wissen
oder Wahrheit. Es gibt auch eine andere Logik, die findet sich zB
in der Astro-logik.
Eine ganzheitliche, energetische Logik.
Gewisse Dinge ereignen sich nach Regeln. Es sind aber bei dieser Logik
(einer anderen Wirklichkeit) andere Regeln. Man kann die
verstandesmässige Logik nicht anwenden auf diese andere Logik.
Aber Logik bleibt Logik.
Wissen und Wahrheit, das kann mit
beiden Arten von Logik zu tun haben und das eine schließt das andere
nicht aus. Aber selten wird es der Fall sein, dass die lineare Logik
oder die ganzheitliche Logik einander sinnvoll die Plätze tauschen um
jeweils gegensätzliche Funktionen zu erfüllen. Daher soll man doch
beide Funktionen für ihren jeweils eigenen Zweck genüge tun
lassen.
Und deshalb ist der Vorwurf, die Esoteriker hätten keine
Argumente, zu kurz gegriffen. Denn dass man zu diesen Eindruck kommt,
liegt allein daran, dass man sich mit seinem Standpunkt sehr wohl
fühlt, und alles übersieht.
Es gibt keine Worte, die zufrieden
stellen, weil man diese Worte ohne Erfahrung meist auf nichts anderes
bezieht, als auf archaische Vorstellungen, die nicht besser sind, als
die Geschichten über Himmel und Hölle von unseren Eltern.
Und
was man zu glauben bereit ist, das nimmt leicht hin. Aber doch
nicht Visionen, Hellsehen oder Astrologie. Das ist irgendwie
verpönt.
Diese
Mantik, oder Intuition, was man auf die rechte Gehirnhälfte beziehen
kann (=das Bildliche, Nonverbale im Gegensatz zur linken Gehirnhälfte
der linearen Logik) ist das eigentliche Werkzeug aller dieser Leute,
die sich Hellseher oder Kartenleger nennen dürfen,
ohne dass diese Menschen ihr Maß an Ratio eingebüsst hätten. Kurz
gesagt, kann man die Erklärungsnot zunächst damit befrieden, indem man
zusammenfassend sagt, dass es sich um Informationen aus einer"anderen
Wirklichkeit ",
und auch Teilhabe an einer "anderen Wirklichkeit " handelt. Diese
andere Wirklichkeit ist umfassender, als es ein paar Worte und
einzelne Beispiele beschreiben, die jeweils absoluten oder endgültigen
Charakter aufweisen sollen, und reicht von den Seelen, dem
Schicksalsplan über das Unbewusste und zum Kartenlegen. Nur
am
Rande: es kann von Determinismus keine Rede sein, jedenfalls
nicht im absoluten Sinne.
Es ist eine andere Wirklichkeit, die
andere Gesetze von Zeit und vielleicht auch Raum aufweist.
Es dreht
sich dabei viel um Energien, Schwingungen, Resonanzen, mit denen man die
Wirkungen dieser Wirklichkeit beschreiben kann. Es sind und bleiben nur
Annäherungen an die wahren Sachverhalte - und der einfachste Weg, sich von dieser Wirklichkeit zu
überzeugen, ist sich selbst davon zu überzeugen, indem man eigene
Erfahrungen sammelt um es mit Leib und Seele zu erfahren, ohne auch nur
eine Kleinigkeit herbeizuzwingen ( geschehen lassen, das ist viel
bedeutender in der Esoterik, als ein "gewolltes solides Weltbild herbei
zu zwingen").
Mit Evidenzerlebnissen solcher Art ergibt sich ein viel grösseres Gewicht für eine Objektivierung des Geschehens - wie wenn man als Skeptiker meint, wohlwollende Annäherung bedeute, man solle die Dinge passend zwingen. Denn das tut man nicht bei den nötigen Evidenzerlebnissen. Man sollte sich nur auf eine Sache einlassen, wenn man sich auch dafpür aufgeschlossen zeigen kann. Wenn man jedoch an einer Sache zweifelt, ist es ein Unterschied, ob man über die Sache Unwahrheiten verkündet (Skeptiker beschwören eine Ablehnung der Esoterik im Namen der Wissenschaft, doch bei näherem Hinsehen ist kein wissenschaftlicher Anspruch zu erkennen).
Diese andere Wirklichkeit, von der die Rede ist, ist eine Wirklichkeit, die ja sowieso schon von anderen vermittelt wird; ein Aussenstehender erfährt sie nur aus zweiter und dritter Hand - ein Laie ebenso wie Skeptiker kann nur den Beschreibungen folgen und muss sich zwangsläufig ein Bild von der Sache machen. Aber als interessierter Laie wird man ja auch mit dem Blick auf die Realität gelenkt, sofern man daran interessiert ist und vergleicht die Beschreibung mit der Realität - man muss es betonen: sofern man aufrichtig interessiert ist diese Beobachtung zu machen. Vor allem hinsichtlich seiner eigenen Lebensvorgänge und Erlebnisse und Lebensphasen ergibt sich ein Eindruck des Geschehens, eine Beobachtung, die man dann mit der Beschreibung der Astrologie vergleicht.
Es ist und bleibt also nur ein Bild, das man sich als Aussenstehender von der Sache machen kann. Und wenn man sich näher befassen will, bleiben einen nur die Beschreibungen von ausgewählten Astrologen. Es fällt schwer, als jemand, der sich nicht viel mit der Sache beschäftigt hat, die guten von den schlechteren Astrologen zu unterscheiden. Auch hat jeder Astrologe sein Spezialgebiet. Nicht jeder muss wirklich sehr gut sein, eine schriftlich fixierte Deutung abzugeben. Der gute Astrologe kann auch der sein, der die wichtigsten Informationen in einem persönlichen Gespräch vermittelt, eingehend auf besondere Schwerpunkte oder Lebensbereiche, die sich im Gespräch ergeben. All diese Unterschiede darf man nicht vernachlässigen, wenn man ergründen will, ob an Astrologie was dran ist und man sollte kritisch hinterfragen, ob die Informationen , die gegeben werden, wirklich mit Cold Reading erklärt werden können. Und wenn es den Anschein hat, warum nimmt aber der Astrologe erst den komplizierten Weg über das Radix, warum wendet er nicht viel direkter Cold Reading an? Der Skeptiker würde wohl schlussfolgern (frei erfunden): Weil der Astrologe den Eindruck erwecken will, dass es bei der Quelle der Information nicht das Cold Reading der Grund ist. Sonst könnte der Astrologe die Informationen nicht einholen, ohne dass der Horoskopeigner unbefangen wäre, so dass diese Informationen durch Mimik, Gestik und Körpersprache klar rüber kämen. Aber ich frage mich trotzdem, wie lernt man das? Cold Reading? Ich höre davon das erste Mal von den Skeptikern. Es gibt keine Bücher darüber, die einem diese hohe Kunst vermitteln. Es handelt sich bei all den Dingen um kein Cold Reading.
Und
wenn die Beschreibung auf einen selbst gerichtet ist, und man sich auf
den Inhalt, das Gemeinte wirklich einlässt, und dann nach den
Lebensvorgängen
oder Strukturen im eigenen Leben sucht, oder dem von Freunden, die man
gut kennt, wird man mehr und mehr alle jene Momente entdecken, die von
der Wahrhaftigkeit
der Sache zeugen. Umso mehr man dran bleibt, vertieft sich der
Eindruck, und zwar nicht, weil man es sich hypnotisch und suggestiv
beibringt, dass da was dran ist, sondern weil man es mit der Zeit der
Erfahrung immer klarer erkennt.
Diese strukturellen Informationen liegen auch bei Astrologie oft
deutlicher nicht im physischen Bereich, der gut beobachtbar ist,
sondern in einem verborgenen Bereich des Seelischen. Die Seele sieht
sich sozusagen dem Radix ausgesetzt. Allein die Seele ist für Skeptiker
bloß eine religiöse Größe, weshalb sie den Esoterikern gerne einen
Glauben uunterstellen als einzige Grundlage des Tuns.
Anfängliche Vorstellungen über diesen ja nicht direkt zugänglichen
Bereich anderer Wirklichkeit sind meist immer sehr naiv und archaisch
und meist sogar gar nicht annäherungsweise passend.
Das
kenne ich auch
von meinen eigenen Anfängen mit dem übersinnlichen Bereich zu
tun zu bekommen, und von allen, die als Neuling der Sache
gegenübertreten. Und auch bei Skeptikern merkt man, dass ihre
Vorstelllungen darüber, was Esoteriker wirklich tun, sehr weit von der
Realität entfernt sind. Esoteriker knüpfen genauso wenig oder
viel den anderen Leuten das Geld ab, wie ein Bäcker oder Schreiner den
Leuten. Die Leute kriegen bei gutem Handwerk eine brauchbare
Information, die wesentliche Aussagen liefert. Und zwar solche über das
eigene Leben, die im Kern richtig sind. Wenn man zu sehr auf
Worte und Einzelheiten achten würde, entgeht einem die Stimmigkeit des
Ganzen. Und es entgeht einem leider auch oft, dass es sich dabei weder
um Einbildung noch Selbsttäuschung handelt, oder ein Programm der
Immunisierung gegenüber Widerlegung, das schliesslich bestens
funktioniert (solch ein Programm der Immunisierung ist bei den
Skeptikern zu vermuten, da sie für jeden Beleg eine Erklärung haben,
teilweise abenteuerliche Erklärungen wie beim Cold Reading-Vorwurf).
Die ersten Gedanken über die Grundlagen des esoterischen Geschehens fassen nicht annähernd das Wesentliche, sondern sind weit entfernt vom Kern der eigentlichen Wahrheit. Und so ergibt sich auch, warum die Erklärungen nicht zufrieden stellen können, die man von der Sache hat. Weil man erst seit einem Jahrhundert darüber nachdenkt, wie man diese Dinge erklären kann. Und weil kein Praktiker so leicht auf den Gedanken kommt, für sich die Sache zu früh endgültig zu erklären, weil er genau weiss, wie wenig er bislang weiss - diese Unwissenheit gegenüber dem WARUM UND WIE ist aber nicht gleich der möglichen Einsicht in die Sache, um sich mit der Sache (zB Hellsehen oder Astrologie) befassen zu können.
Ein Praktiker muss sein Werkzeug, mit dem er zu Ansichten oder Wissen kommt, nicht verstehen. Er muss nicht wissen, wie man es erklären kann. "Fahren Sie etwa Auto, und wissen nicht, was im Motor genau vor sich geht?" (Vorsicht: Ironie).
Das heisst, es ist unbedingt Flexibilität und auch die Fähigkeit Ambivalenz ertragen zu können nötig, um mit eigenen Augen zu entscheiden, was die Fakten darstellen sollen. Nämlich die Wahrheit: Dass sie nicht erklärt werden können. Der Skeptiker versucht es - eine Erklärung zu liefern. Und ist er nicht gerade noch typischer jemand, der sich das erste Mal dieser Sache ausgeliefert sieht und daher das erste Mal überhaupt nach zwingenden Erklärungen für ein Geschehen sucht? Diese Flexibilität gegenüber möglichen Erklärungen und die Unvoreingenommenheit gegenüber dem Punkt, was die Dinge an sich als FAKT aussagen, ist keine Grundvoraussetzung für einen Glauben, sondern Grundlage jeder Wissenschaft. Unvoreingenommenheit.
Aber die Flexibilität ist nötig, damit man sich nicht zu schnell auf irgendeinen mangelnden Erklärungsgrund einlässt.
Deutlich wird Punkt 1 und 2 entsprochen im folgendem Beispiel:
http://www.focus.de/wissen/campus/ti...id_337805.html
Siehe besonders den letzten Satz auf Seite 6 im ersten Absatz: http://www.focus.de/wissen/campus/ti...id_337820.html
Sie erklären sich die vermeintlichen Erfolge von Hellsehern durch
deren ausgeprägte Gabe zur Deutung von Mimik und Gestik sowie das „Cold
Reading“ – jemanden dazu bringen, unbewusst Informationen über sich zu
verraten.
Was die Sache angeht,das Kartenlegen, ist diese aber schon belegt
worden, nur wird das Ergebnis vom Skeptiker umgedeutet. Die
Fakten aber sprechen für sich.
Diese gegebenen und treffsicheren Informationen mit "Cold Reading" zu erklären ist abenteuerlich. Jeder, der sich der Sache selbst ausgesetzt sieht, und jeder der das von aussen beobachtet und auf die Informationen achtet, die jemand von sich preis gibt und es mit denen vergleicht, die ein Deuter in den Karten sieht, wird nicht mehr leugnen können, dass diese Informationen nicht auf anderem Wege zustande kamen, als wie es "in den Karten für den visionär begabten Kartendeuter" abzulesen ist.
Desweiteren werden in anderen Studien oft untaugliche Kartenleger, also Anfänger herangezogen.
Das ist bei den meisten Hellsehern, Pendlern und Kartenleger leider immer wieder anzutreffen, dass sie meist nicht gerade die besten Erklärungen haben, auch wenn es in die richtige Richtung geht. Nur legt der Aussenstehende es zu leicht darauf an, irgendein paar Worte oder einen Ausschnitt überzugewichten, und wesentliches aus den Augen zu verlieren. Dass der Praktiker selbst nicht erklären kann, woran es liegt, hindert ihn nicht daran, die Sache anzuwenden. So wie der Autofahrer es auch nicht weiss, was da passiert unter der Motorhaube.
Das
ist ein
wunder Punkt der ganzen Diskussion: Auf beiden Seiten stehen sich
genau diese festgefahrenen Positionen gegenüber. Die einen können nicht
einsehen, dass diese Dionge wirklich besondere Fähigkeiten darstellen
und die Anderen nicht das jeweilige Evidenzerlebnis vermitteln.
Nun können Studien ein
Maß Objektivität bereit stellen und es ist dann schließlich auch das
Mittel einer jeden rational ausgerichteten Wissenschaft,
handfeste Resultate überprüfen zu können.
Nun ist es aber nicht damit getan, einer Untersuchung das Etikett "Studie" zu versehen, und nicht mehr auf die eigentlichen Umstände sowohl der Studie als auch der Sache einzugehen. Dabei wesentliche Dinge unberücksichtigt zu lassen, ist sogar in höchsten Maße unwissenschaftlich.
Und das Problem falscher und geradezu unwissenschaftlicher Studien stellt die eigentliche Grundlage der ganzen Diskussion dar. Um die Gegensätze beider Positionen zu versachlichen, können wir dieses Problem als These definieren. Die These ist also: Dass die Studien in ihren Ergebnis abhängig sind von ihren Anordnungen, den Fragestellungen und den Erwartungen vor allem.
Etwa, wenn man annimmt, dass eine Sonnenstandsastrologie genügend deutliche Hinweise hervorbringen kann in ihren Aussagen. Dann ist das schlichtweg ein Mythos. Was kein Astrologe bestätigen würde, wenn er sich auch nur etwas über seinen Anfängerstatus hinaus entwickeln konnte und einigermaßen Erfahrungen gesammelt hat. Aber die Skeptiker nehmen diesen Ansatz bereitwillig auf, und es ist eine weit verbreitete Art, wie man die Astrologie gewöhnlich betrachtet. Eine Massenmeinung grob gesagt, genauer gesagt ein verkitschtes Bild der astrologischen Möglichkeiten. Die Sonnenstandsastrologie und andere Übertreibungen taugen jedoch wenig, um damit in der Praxis nur halbwegs brauchbare Ergebnisse zustande zu bringen. Erst recht ist eine solche Astrologie wissenschaftlich noch schwerer zu belegen als wie es ohnehin schon Schwierigkeiten formaler Art gibt, die Astrologie mit den bekannten Arten von Studien zu belegen.
Was
Astrologie angeht, was deren Leistungsmerkamel sind, denkt man viel zu
oft an Prognose, was die Astrologie wesensmässig ausmache - was
überhaupt der grösster Astrologenstreit bedeuten kann: weil die einen
erproben wagemutig die Prognose, und andere haben für sich erkannt,
dass es mehr ein Ratespiel ist, weil die Ereignisse eben nicht im Radix
ablesbar sind (sondern ein Radix gibt eine Rahmenbedingungen
vor; trotz dass die Inhalte vielfältig sein können für eine
Konstellation, weisen die im Radix abgebildeten Strukturen keine
Beliebigkeit auf, sondern eine prinzipielle Übereinstimmung zwischen
Radix und Leben; Das Prinzipielle ist das eigentliche Ordnungsgefüge in
der Astrologie, und man kann es auch mit dem Inhalt von Symbolen oder
Archetypen beschreiben; jedenfalls handelt es sich dabei um
Ähnlichkeiten, und nicht deckungsgleichen Übereinstimmungen nach der
Manier: ein Mars im Widder ist IMMER der Rennfahrer).
Die
Skeptiker behaupten leichtfertig an manchen Stellen, sie hätten sich
genügend mit Astrologie beschäftigt und wüssten, wie die Sache läuft.
Tatsächlich erweisen sich ihre Vorstellungen, mit denen sie dann
astrologische Sachverhalte untersuchen wollen, genau als solche
Irrtümer, mit
der die Astrologie tatsächlich nur noch beliebigen Quark ergeben würde.
Oder, besser gesagt: Die handfeste Widerlegung. Genauer betrachtet ist
es Unsinn, was sie da und dort über die Astrologie erzählen oder wie
sie gewisse Sachverhalte, Studien auslegen. Es ist geradezu eine Kunst
der negativen Auslegung und Verweigerung gegenüber der Realität der
Fakten geworden.
Man hat ihnen das in einem bildhaften Vergleich mitzuteilen versucht, etwa dass man die Existenz eines Atoms auch nicht mit einem Holzhammer herausfinden kann - aber mir ist bislang noch niemand unter den Skeptikern begegegnet, der diesen Vergleich verstanden hätte. Vielleicht verstanden, aber nicht ernst genommen. Eine mögliche Erwiederung wäre dann: Was hat dieser Gedanke mit der eigentlichen Frage zu tun? Es geht gar nicht um einen Diskussionsstil. Denn hin und her wie der Wind finden Skeptiker immer etwas, was sie den Astrologen vorzuwerfen haben. In Wirklichkeit ist es die Studie, die Skeptiker vorbringen, die zur Debatte steht. Und nicht ist es der Umstand, dass es keine anderen Studien gibt, die Astrologie belegen. Freilich führt das Nichtvorhandensein von belegenden Studien doch auch zu der Frage, warum das so ist. Wir Astrologen haben darauf geantwortet und es ist nur mehr für die Skeptiker ein Fundus an Unverständnis, das sie uns entgegenbringen.
Es ist ungefähr so, als kommt einer zum Physiker, und sagt ihm oder zeigt ihm, dass es keine Atome geben kann: Er nimmt einen Holzhammer und zerschlägt eine Walnuss. "Sehen Sie? Da ist keine Kernspaltung. Also gibt es keine Atome! Sie lügen als Atomwissenschaftler. ". Es sind die Versuche der Skeptiker, also dürfen sie auch die Versuchsanordnung vorgeben. Versteht man den Witz?
Es wird von den Skeptikern
gewöhnlich dagegen argumentiert, dass ein angemessenes weil
sachgerechtes Verhältnis zwischen der Methode, Fragestellung und der eigentlichen Sache bloß ein weiterer Ablenkungsversuch der Astrologen sei.
In
der Tat handelt es sich dabei um einen Vorwurf, wie man ihn auch
gegenüber den Skeptikern formulieren könnte: wie genau sie es
einerseits in bestimmten Dingen nehmen und wenn es drauf ankommt: wie unpräzise sie werden
können.
Es erscheint daneben das Beharren auf die fehlende Erklärung der Astrologie als Ablenkungsversuch der Skeptiker (WARUM GIBT ES ASTROLOGIE? WO IST DER GRUND? USW.) . Sie verlangen eine exakte Wissenschaft, die das organisch gebundene Hellsehen nicht sein kann. Sie glauben, es müsse möglich sein, alles genauestens auf den Zeitpunkt festzulegen. Dabei hat jeder spezielle Bereich (Hellsehen, Astrologie, Kartenlegen) einen Schwerpunkt und gleichzeitig ein Manko. Die Hellseher können zB keine Zeit dabei fasslich machen, sie sehen keine Zeit, nur Ereignisse zu einer bestimmten Person.
Mit
der Sache hat das nichts zu
tun, dass es keine Antwort auf das Warum dieser Sache gibt. Es
fehlt allenfalls eine mögliche zusätzliche objektivierbare Information,
die das Astrologische auf einen rationalen Boden stellen könnte.
Zwar
ist die
Astrologie wesensmässig etwas unscharf, aber in den
aufgezeigten Strukturen exakt genug, dass die Sache alles
andere
als willkürlich oder beliebig ist. Nur liegt die Verifizierbarkeit, der
Nachvollzug im subjektiven Bereich der Wahrnehmung. So wie die Liebe
oder Trauer nur erfahren werden kann, und kaum annähernd adäquat
mit Worten vermittelt werden kann, lassen sich auch
die astrologisch anschaulich gemachten Inhalte nur mit Worten
vermitteln, und rühren aber an eine solche Struktur, die dem Radix und
dem damit verbundenen Leben zugrundeliegt.
Bei den meisten Studien wird allein die Konstellation "Sonnenstand im Zeichen" in Betracht gezogen, von dem angenommen wird, es würde einen genügend deutlichen Informationsgehalt bereit stelllen . Es ist ein Mythos, den Allerweltsastrologen, und ganz besonders Skeptiker in die Welt zu setzen pflegen. So verbreitet sich genau jene Art Aberglaube, den die Skeptiker eigentlich tilgen wollten.
Es zeigt sich, dass die meisten Kritikpunkte deutlich ein naives und verkitschtes Bild der Astrologie widerspiegeln, das in der Mehrheitsmeinung vorherrscht. Wenn man den Skeptikern das dann vorwirft, das heisst klar macht, heisst es: Es sei eine Ablenkung von der eigentlichen Frage, wie man Astrologie belegen kann. Es ist einfach, zu sagen: wenn Astrologie funktionieren würde, müsste es doch tausend Belege geben.
Es ist nicht einfacher, sondern richtig, wenn man darauf antwortet, dass die belegenden Studien deshalb ausbleiben, weil die Skeptiker solche Studien nicht akzeptieren bzw. entwerten oder umwerten (Beispiel: http://www.focus.de/...das-ist-dein-herzblatt).
Da werden andererseits mit unzureichenden Methoden Studien entworfen, die aufgrund zB der "Sonnenstands-Methode" derart unangemessen sind, wie man vergleichweise eine Tomate in ihrer Existenz auch nicht damit beweisen kann, wenn man zwanzig Blinde fragt, ob sie eine Tomate auf dem Tisch erkennen.
Anderes Beispiel: http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/b...315/index.html
Auch hier wird eine Erklärung eines Skeptikers gegeben, die das
Weltbild des Sketikers intakt hält, in Bezug zu den Aussagen eines
Hellsehers über das Leben von Gregor: Damit bezeichnet er den Prozess, die eigene Vergangenheit so zu durchkämmen, bis diese für einen selbst wahr wird.
Man sucht also nach einer Erklärung, wie man den prinzpiellen Treffer von aussen als nicht gültig erachten kann.
Gregor
selbst war verblüfft, dass die Hellseherin sah, dass er zwei Mal knapp
vor dem Tod stand, das war kein Zufall mehr und natürlich: Das
Evidenzerlebnis erkennt man nur (an), wenn man selbst von dieser
Aussage berührt ist und merkt, wie man sich das Hellseherische nicht
anders erklären kann, als wie es tatsächlich diese Fähigkeit
gibt. Der Skeptiker hat diese Erfahrung nicht zwingt gewaltsam herbei,
was sich rational fügen soll. Nicht Vernunft ist nötig, um eine Sache
oder einen Fakt nicht wahrnehmen zu wollen.
Man findet viele solche "Verklärungen", und es ist auch zutreffend, dass diese bei jedem anders lauten. Genauso übrigens sind die Erklärungen von Kundigen (Hellseher, Mantiker usw.) über ihre jeweilige Tätigkeit (das WARUM und WIE der Sache betreffend) jeweils immer anders, und meist ebenfalls die ersten Gedanken, die man sich darüber gemacht hat. Im Vordergrund der Betrachtung sollte daher auch die Belegung der Fähigkeit stehen, und nicht die Erklärung über diese Geschehnisse. Denn wenn man es nun genau nimmt, mit der wissenschaftlichen Prüfung, ob Hellsehen möglich ist, muss man nach dieser Zeit, wo es keine von der GWUP anerkannten Belege gibt, die Frage stellen, ob die Versuchsanordnungen und zugelassenen Richtlinien überhaupt verhältnismässig sind. Und das sind diese nicht.
Man braucht in jedem Fall nur auf die Fakten schauen, und braucht sich im Gegenteil nicht sehr viel vormachen. Die Fakten sprechen für sich.
Und natürlich ist es auch zutreffend, dass jede Studie mitsamt ihrer Fragestellung auf Erwartungen zurückgehen, die das mögliche Leistungsvermögen der Astrologie betreffen.
An dieser Stelle soll noch der Hinweis gegeben sein, dass man sich nach unzähligen Diskussionen mit Skeptikern nicht des Eindrucks erwehren kann, wie stark sich der Glaube hält, dass die Astrologie eine exakte Wissenschaft ist, deren Ergebnisse in den vermittelten Worten einwandfrei dargelegt werden könnte.
Dabei lässt sich die psychologische Eigenart mit Worten gar nicht vermitteln. Man schafft Strukturen, beschreibt einzelne Sachverhalte, die man nicht zu konkret verstehen darf, sondern auf diese gemeinte Eigenart des Menschen beziehen muss. Indem man auf das Verstehen von sich selbst gelenkt wird, fndet auf jeden Fall eine Selbsterkenntnis statt, aber die Astrologie hilft, in dem sie die Strukturen fasslicher macht, die der eigenen psychologischen Eigenart zugrunde lietgt. Unabdingbar ist dazu die Bereitschaft, sich auch drauf einzulassen. Die Worte und Beschreibungen sind das Gröbste, was bei der Angelegenheit zwischen dem eigentlichen Inhalt und dessen Verständnis steht.
Deswegen ist es nötig, von den Worten auf ein Drittes zu
schließen, das man in sich als Struktur wiederfindet. Da stellt sich in
die Quere, dass der Mensch in seinen psychischen Strukturen alle
Anteile wiederfinden wird, die sich nur finden lassen. Aber es
geht mit der Astrologie um die Gewichtung aller dieser Anteile, und
genau dieser Umstand, lässt sich mit Worten schwer einfangen: Der
Astrologe sieht mehr, als dass er es in Worten klar machen
könnte. Was eigentlich
mit diesen Worten aufgebaut wird, befindet sich jenseits der Worte.
Es
ist der Unterschied zwischen Wort und Bedeutung, zwischen Variabel und
Inhalt. Diese Bedeutungen und Inhalte werden durch Worte nur
vermittelt. Man kann nicht eine Konstellation mit einem bestimmten
Ereignis wiederholbar verbinden ( manche versuchen es und scheitern oft),
sondern eher mit Prinzipien, oder prinzipiellen Erfahrungsräumen. Es wird eine strukturell
gegliederte Persönlichkeit erkennbar.
Das eigentlich Gemeinte lässt sich über die Worte nur vermitteln, der Astrologe hat die Struktur vor Augen, und der Horoskopeigner erkennt im besten Falle die Struktur in sich wieder. Im schlechtesten Falle ist die Deutung schlecht und dann kommt der Barnum Effekt durchaus ins Spiel - es ist nun mal bei fast jedem Horoskop der Fall, dass die Deutung schlechter wird, wenn man den Horoskopeigner nicht kennt. Dennoch handelt es sich nicht um Cold Reading oder Barnum, was diesen Sachverhalt bei den übrigen Deutungen erklären würde. Es ist ja nicht so, dass man die Informationen wiederkäut, die man vom Klienten erhält. Wer einer Hporoskopbesprechung zuhört, wird anerkennen müssen, dass Aussagen zustande kommen, die nicht mit den Informationen zu erschliessen waren, die der Horoskopeigner dargelegt hat. Die Informationen sorgen für ein besseres Bild dessen, womit man es im Radix zu tun hat. Es ist ja nur die Rahmenbedingung, und nicht ist es so , dass alles uim Schicksal und Leben im Vorhinein exakt festgelegt wäre. Wäre dem so, hätten wir auch kein Problem, die Astrologie zu belegen.
Antwortet man den Skeptikern auf ihre Fragen, und teilt ihnen mit, wie es sich mit deren Fragestellungen aus Sicht der Astrologen verhält, reagieren sie tatsächlich wie Scholasten, die für sich bereits die Wahrheit besitzen, aber nicht merken, wie hohl diese Wahrheit ist. Sie zeigen überhaupt wenig Bereitschaft, sich mit den Antworten intensiver als nur oberflächlich auseinanderzusetzen, und beharren auf ihren Standpunkt, dass Astrologie nun einmal falsch ist.
Bei
einem so sicheren Glauben, braucht man offenbar
nicht mehr mit Astrologen zu diskutieren. Und im nächsten Atemzug
bezeichnen sie die Astrologen als eingebildete Ideologen, als
Phantasten, die nur
dummes Zeug reden. Oder werfen den Astrologen betreffend ihrer Antworten vor, dass sie
nicht zu
verstehen sind... - üblicherweise nicht ohne sie gleichzeitig in ein lächerliches
Licht zu stellen. Es sind halt alles Phantasten, die man nicht ernst nehmen braucht.
Tatsächlich ist es auch nicht gerade wenig Phantasie,
wie man die Ergebnisse einer Studie über das Kartenlegen als Produkt
des Cold Readings hinstellt.
Sie entwerten und umwerten die Antworten der Astrologen als pseudowissenschaftlich. Natürlich übersteigt die Astrologie die "Grenzen" der herkömmlichen Wissenschaft. In diesen Aussagen verstehen sie nicht, was gemeint ist, sondern sie meinen mal wieder einen Hinweis auf "Wissenschaftsfeindlichkeit" zu erkennen, oder gar einen Hinweis auf "Dummschwätzertum".
Aber Astrologie ist nicht pseudowissenschaftlich, weil sie eben für Kundige und auch Laien nachvollziehbar ist und damit wohl das wichtigste Kriterium einer Wissenschaft erfüllt: Den öffentlichen Nachvollzug.
Ein Nichtmathematiker würde wohl kaum eine wichtige mathematische Formel nachvollziehen können und dennoch spricht man von Mathematik als Wissenschaft. Öffentlich nachvollziehbar heisst ja nicht, dass es nicht noch Bedingungen zu erfüllen gäbe. Man muss ein Kundiger sein. Das ist in jeder Wissenschaft so. Wäre das nicht so, könnte ja jeder behaupten, es gäbe keine Atomwissenschaft. Das sei alles "Lüge". Das zu untersuchende Gebiet der Esoterik muss natürlich hinsichtlich der Frage nach Nachvollziehbarkeuit ausschliessen, dass es sich um Zufall handelt. Aber um das auszuschließen, muss man keine absoluten Werte heranziehen.
Es ist nichts neues, dass eine Grenzwissenschaft nicht umsonst diese Bezeichnung trägt, da sie über die Grenzen der physisch und eindeutig manifestierten Wirklichkeit hinaus geht. Wer wollte bezweifeln, dass Ereignisse stattfinden. Und wir Astrologen sehen in diesen Verläufe, Zeichen und Prozesse. Die Erklärung, das Warum, ist genauso ungelöst, wie die Frage nach dem Urknall. Man weiss so gut wie nichts über Dinge, die sich auf anderen Ebenen der physikalisch erfassbaren Raum und Zeit abspielen.
Die Fragen der Skeptiker beziehen sich oft auf die unerklärlichen Elemente der Astrologie. Worauf Astrologen antworten, dass sie diese mit Erfahrung und Beobachtung nun einmal als gültig erachten.
Anders gesagt, sollten die skeptischen Wissenschaftler sich gerechterweise zunächst selber fragen, welche Antworten sie von der Astrologie eigentlich erwarten, während sie analog dazu auf Ebene der "Wissenschaft" solche Antworten nicht vorfinden, geschweige denn geben. Das betrifft das "Warum" der Astrologie.
Das Messinstrument für den Astrologen ist seine Intuition und Sensitivität eines höheren - der rationalen Wissenschaft nicht bekannten - Gespürs oder Sinns (um Wahrheiten und Wirklichkeiten). Zugrundeliegt liegt hier immer eine Ordnung, die wahrgenommen wird. Sie ist aber keine fixe, festgelegte Ordnung. Man kann das annäherungsweise so verstehen, wie eine Tonleiter eine gewisse Struktur und Skala aufweist. Eine Melodie, die in einer Tonleiter gehalten ist, kann in verschiedenen Tonhöhen "abgerufen" werden, ohne ihre Struktur zu verändern. Würde man - so rigoros wie Skeptiker - ein und dieselbe Melodie, aber jeweils auf unterschiedlicher Tonhöhe und leicht verändert vergleichen, könnte man mit der von Skeptikern bekannten Lust am Argwohn sagen: Es gibt keine Ordnung, die in beiden Melodien vorhanden wäre: Denn es hört sich beides ja nicht deckungsgleich an. Dabei ist der Zufall unwahrscheinlich, dass sich beide Melodien nicht ohne eine Hand eines Dritten willentlich gefügt hätte, also eine Idee dahinter steckt. Usw.
Ich muss einen Bezug zwischen dem, was ich tue und erlebe und dem, was die Sache hergibt herstellen. Aber ncht erzwinge.
Symbole liegen nur in Worten vor, und das was sie bezeichnen ist aber das EIGENTLICHE. Und jeder muss sich selbst ein Bild von diesem Symbol, analog dem astrologisch wirkenden Prinzip machen, aufgrund seiner Beobachtungen. Er muss dieses Symbol von gewissen anderen Lebensbereichen unterscheiden, und zwar möglichst mit Hilfe einer guten Deutung. Die Deutungen ganz besonders in der Astrologie kennen sehr viele Qualitätsabstufungen und die meisten Deutungen , die in Studien verwendet werden, sind sogar sehr schlecht. Weil sie zu viel labern und zu wenig auf Besonderheiten der Struktur kommen. Zu wenig Ganzheitlichkeit, zu viel Aneinanderreihung, Vereinzelung, Baukastenprinzip, am deutlichsten bei elektronisch angefertigten Deutungen, die ich bei Studien von Skeptikern sehr oft gesehen habe.
Der Schlüßel ist die Erfahrung, wie diese Prinzipien und Gehalte der astrologisch beobachtbaren Konstellationen wirklich wirken.
Der bestimmte Inhalt einer Radix erschließt sich mir als Astrologe aber nicht allein über eine Radix, sondern auch über die Abgleichung mit dem wahren Sachverhalt des beobachtbaren Lebens oder des Berichtes des Horoskopeigners (HE), und besonders den Eindruck, den ich von diesem HE habe. Wie ich mich einschwinge, das ist was ganz anderes, als wie ich mich in jemanden einfühle, und noch was anderes, als wenn ich jemanden bloß einschätze. Die bloße Einschätzung ist nur oberflächlich möglich. Wir verhalten uns nicht wie Blinde in Bezug zum Radix, und sind in Menschenkunde oder Seelenkunde bewandert, wenn wir gut in der Astrologie sein wollen.
Die
Astrologie zeigt noch genug, dass der Vorwurf eines Cold Reading
absurd erscheint; etwa die Tiefenstruktur des
Lebens kann gar nicht besser gezeigt werden als wie mit Astrologie
- und das ist das Bedeutende an der Sache: wir sehen mit
der Astrologie , dass das Leben genauso wie das im Radix
abgebildete Muster in einer einheitlichen Form
in beidem (Leben und
Radix) vorhanden ist
und ablesbar ist. Diese an sich einheitliche Form - weil zB die
äussere Anordnung (Tierkreis und Zeichensystem) immer gleich bleibt - ,
bestätigt sich in der Praxis mit
Ähnlichkeiten, mit prinzipiellen Übereinstimmungen, aber nicht mit
linear-logischen Zusammenhängen.
Nun ist das Leben vielfältig und die paar Planeten in ihren
Konstellationen in Zeichen, Aspekt und Haus bilden einen Rahmen, der
für sehr viele Entsprechungen tauglich ist. Es ist vergleichbar einem
Genpool. Bestimmte Gene werden nur aktiviert, unter bestimmten
Umständen. Diese Umstände werden im Radix durch weitere Konstellationen
gebildet, aber auch durch einen Inhalt, der nicht vollständig im Radix
abgebildet ist und weiterhin durch einen gewichtigen Einfluss von
normalen Lebensvorgängen. Wir neigen dazu, diesen Inhalt, der nicht
vollständig im Radix abgebildet ist, mit der Seele zu
beschreiben. Und auch hier weigert sich die rationale Wissenschaft an
dem Konzept der Seele teil zu haben.
Es ist klar, dass auf diese
Weise
vieles einfach unter dem Tisch fällt. Einfach, aber für viele Menschen
unbefriedigend, weil es nicht der Wahrheit annähernd gerecht
wird. Doch für Rationalisten ist es eine schwer verdauliche Welt von
Vorstellungen.
Es
fehlt ein Sinn für die Bedeutung gewisser Sinnzusammenhäge, oder das
Gespür, dass gewisse Dinge wahr sind oder dass die Wahrscheinlichkeit
für die Wahrheit höher steht als wie die Wahrscheinlichkeit, dass man
jene rationalen Erklärungen nicht mehr länger als zutreffend
ansehen kann - was man freilich niemanden vorwerfen
kann, falls diese Einsicht noch nicht gereift ist.
Im Radix verzweigt sich jede Konstellation mit einer anderen. Sonnenstandsastrologie ist das grosse Märchen, weil sie die Astrologie vereinfacht - während sie viel komplexer ist.
Aus dem Wissen, wie bestimmte Konstellationen sich verhalten, kann man den Menschen Aufklärung verschaffen, wie gross die Spannbreite seiner Persönlichkeit ist, wo die Spannungspole sich verstehen lassen. Und man kann erkennen, wer man in seiner jeweiligen Erfahrungsdimension wirklich ist , weil man Vorhandes (bei einer guten Deutung) gespiegelt sieht. Das betrifft immer strukturelle Merkmale einer Person
Die
Astrologie ist keine exakte Wissenschaft, dennoch spricht man zurecht
von einer mathematischen Folgerichtigkeit, was die Strukturen
im Radix anbelangt. Hat man in einem individuellen Radix erst
einmal diese Struktur erkannt, zeigt sie überaus deutlich eine exakte
Widergabe der Realität. Doch die Deutungen, die anzufertigen wären,
können diese Exaktheit nicht immer einfangen, vor allem, weil die
Wirklichkeit sowohl der Radix wie auch des Lebens nicht
allein mit Worten
100% übermittelt werden kann, und es letzten Endes
auch prognostische Züge trägt, eine Radix zu deuten. Prognose ist was
anderes als Metagnose. Und eine Deutung, die die Tiefenstruktur des
Radix und Erlebens aufzeigen will, ist in ihren Strukturen, die sie
beschreibt, exakt, aber ob der Astrologe dies alles einzufangen weiss,
steht auf einem anderen Blatt. Da geht es dann auch neben dem Umstand,
dass die Radix nur eine strukturelle Eundeitigkeit aufweist, um die
Vermittelbarkeit dieser Struktur allein mit Worten, was zwangsläufig
begrenzt sein muss.
Was viel eher auf die Wahrheit der Astrologie
hindeutet ist aber die Tatsache, dass gemachte Erfahrungen oder erlebte
Ereignisse in der metagnostischen Betrachtung im Radix konkret greifbar
werden - und zwar steht für einen Astrologen sinnvollerweise immer die
Erfahrungsdimension dabei im
Vordergrund. Nicht die Ereignisse, sondern
die Erfahrung ist das Wesentliche an der Astrologie. Es ist so, dass
Ereignisse mit der Radix kaum vorhergesagt werden können. Manche
versuchen es. Na gut, aber in 8 von 10 Fällen sind die Prognosen nicht
überzeugend genug.
Aber viel eher lassen sich die Erfahrungsdimensionen auch im vorhinein
ausloten. Nur hat der Skeptiker es hier wieder mit einem für ihn zu
vagen und schwammigen Ding zu tun. Es ist nicht der Astrologe, der die
Wunder von der Astrologie erwartet. Es ist der Skeptiker, der aufgrund
dass er scharfe und kontrastreiche Feststellungen gewöhnt ist, all die
Erklärungen bezüglich einer inneren Erfahrung mit Beliebigkeit in
Verbindung bringt.
Da er keinen Blick hat für die strukturelle
Ordnung, die in einer Radix erkennbar wird im Vergleich mit
Lebensereignissen, neigt er bedingt durch die Antriebskraft seiner
Skepsis zu irgendwelchen Verklärungen über den Sachverhalt.
Das Leben ist überaus komplex, und es sollte beachtet werden, dass die Astrologie mit nur wenigen hauptsächlichen Symbolen dieses ganze vielfältige Leben einzufangen imstande ist: Daher werden sich in einer Konstellation am Himmel immer und jederzeit unendlich viele Gehalte auf der Ebene der Lebenswirklichkeit ereignen.
Dem interessierten Laien ist es nicht wichtig, zu wissen,
warum es so ist, er weiss nur, dass es so ist oder vermutet es aufgrund naheliegender Indizien.
Dann, mit genügend intensiver Beschäftigung oder durch Besprechungen
mit besseren Astrologen, kommt das Gefühl für die Wahrheit
und Wirklichkeit dieser Zusammenhänge auf. Der Astrologe selbst überzeugt sich von
dieser Wahrheit mit jedem Blick auf intuitiv
erschlossenen Zusammenhänge zwischen Leben und Radix. Das bildet seine
Erfahrungsgrundlage.
Typisch unzureichende wissenschaftliche Herangehensweisen betreffen besonders die unzähligen Widerlegungsversuche, bei denen man allein den Sonnenstand berücksichtigt, und dann bestimmte und vor allem mit einzelnen Begriffen habhaft gemachte Eigenschaften zum jeweiligen Sonnenzeichen auflistet, und in Form eines Fragebogens Versuchspersonen vorlegt.
Was in dieser Weise kein Astrologe tun würde, um damit die Astrologie zu belegen. Das tut man nur, wenn man ein verkitschtes Bild der Astrologie vor Augen hält oder gar nach Widerlegungen bewusst sucht, aufgrund einer kritiklosen Übernahme der nicht für wissenschaftlichen Anspruch tauglichen Bilder, die es über die Astrologie gibt. So wie ein Boulevardjournalismus sich von investigativen und seriösen Journalismus unterscheidet, gibt es solche Unterschiede auch innerhalb der Astrologie.
Die vulgäre Zeitungsastrologie, die allein den Sonnenstand berücksichtigt um gewisse Wochenprognosen zu bilden, ist im Grunde noch nicht mal eine verkitschte Astrologie, sondern haltlose Glücks-Keks-Astrologie, die sich sowohl schnell produzieren wie konsumieren lässt, was der einzige Zweck dieser Industrie und des Konsumismus ist. Bei der Sonnenstandsastrologie gibt es nicht genug bestimmende Einflussgrössen und Relevanzen , die nämlich allein unter der Berücksichtigung des groben Sonnenstandes nicht beachtet sind. Weiteres zur Statistik weiter unten im Text.
Ein weiterer Umstand ist die bei Skeptikern verbreitete rigorose Auslegung. In der Studie von G. Sachs sahen sie ausschließlich Anzeichen für "normale" Erklärungen.
Zitat: Menschen mit dem Sternzeichen
"Krebs" oder "Jungfrau" werden auffallend seltener Akademiker als andere. Die
Erklärung der Astrologie-Skeptiker: Da die Schule in der Regel im Spätsommer
beginnt, werden "Krebs"- und "Jungfrau"-Geborene "gerade noch" eingeschult, was
einen Entwicklungsnachteil gegenüber älteren Klassenkameraden bedeute. http://derstandard.at/1259281372263/Skeptiker-Studie
Tatsächlich
erweisen sich die astrologischen Konstellationen als Begleitumstände,
und gehen über die "irdische" Erklärung hinaus. So wären auch die frühe
Einschulung von Jungfrau- und Krebs-Geborenen astrologisch mit diesen
Zeichen erklärbar, weil das eine zum anderen kommt. Für Skeptikers
Ohren freilich eine wahnwitzige Behauptung.
Weiterhin ist auch für mich die Studie von Sachs überaus wohlwollend
(von Sachs) ausgearbeitet. Immerhin geht er von mehr oder weniger von
einer Sonnenstandsastrologie aus. Aber was man bei den Skeptikern
merkt: es ist das krasse
Gegenteil der wohlwollenden Auslegung.
In Wahrheit geht es aber
darum: können solche Studien, die sich auf nur eine Konstellation
(Sonnenstandsastrologie) beziehen nur schwammige Aussagen liefern! Und
solche nichtssagenden Studien werden von Skeptikern noch immer
vorgebracht.
Allein, weil sie tauglich sind, die Sache zu widerlegen.
Warum ist es eigentlich eine geozentrische Sicht, mit der die Astrologie arbeitet? Man kann von einem Skeptiker manchmal lesen, wie er diese und andere Fragen gar nicht erst stellt, sondern von sich aus schon die Antwort gibt. Er meint, die Astrologie behandle ein unzutreffendes Himmelsbild, und erinnert dann die Leute an die Geschichte, als die Menschen noch glaubten, die Erde wäre der Mittelpunkt aller Umlaufplaneten. Tatsächlich hat die geozentrische Sicht auf die Planeten nichts mit dem Verständnis zu tun, wie sich Menschen aller Zeiten die Position der Erde in Bezug zur Sonne darstellten (und entweder die Sonne oder die Erde als zentrales Gestirn ansehen).
Warum also geozentrisch? Weil wir das Himmelsrund mit seinen Positionen der Planeten von der Erde aus beobachten. Weil wir auf der Erde leben.
Objektiv
betrachtet ist die Erde ein Teil des Sonnensystems.
Der
Naturwissenschaftler, der sich mit Astrologie nicht auskennt, hält es
für nötig, dass die Verhältnisse, mit der die Planetenpositionen am
Himmel auf unserer Erde gemessen werden, von dem Standpunkt der Sonne
aus beobachtet werden müssen. Der Skeptiker gibt vor, sich mit der
Astrologie und den nötigen Standpunkten, die man einnehmen muss,
auszukennen. Der Sonnenbezug und der Erdbezug sind beides wichtige
Parameter, aber sie werden in der Astrologie unterschiedlich
angewendet, oder besser gesagt finden unterschiedlich statt.
Wenn wir das
Leben auf der Erde begutachten, und nicht die des Sonnensystems, ist
das ein gewaltiger Unterschied. Dass wir die Erde unbedingt als
Ausgangspunkt unserer Betrachtungen nehmen müssen, wird einsichtig
daraus, dass die Ekliptik,
auf dem die 12 Tierkreiszeichen projiziert werden, aus dem
Bezug zwischen Sonne und Erde heraus definiert sind. Ausserdem können
die Häusersysteme nur aufgrund der Lage der Erdkugel gebildet werden.
Kurz gesagt,
leben wir auf der Erde und beachten in der Astrologie grundsätzlich die
exakte Position unseres Aufenthaltes, da sich dort allein bestimmen
lässt, welcher Einfluss zum Beispiel bei der Geburt prägend ist.
Also
eine ganz
logische und nachvollziehbare Sache. Die Verhältnisse der
astrologischen Anordnung sind mathematisch ausgerichtet, und
orientieren sich auch an der Eigenschaft eines Magnetfeldes, das
nämlich nur eine Ausrichtung aufweist. Aus diesem Grunde wird der
Tierkreis unterhalb des Äquators auf der Südkugel der Erde auch nicht
um 180° verschoben bzw. "umgedreht" - was eine geringe Zahl
neomoderne Astrologen zwar immer wieder in die Diskussion bringen aber
von 95% aller Astrologen nicht geteilt wird.
Es gibt viele solcher Vorhaltungen, die sich aus Sicht des Astrologen als krasse Unkenntnis entlarven, und in den meisten Fällen einfach auch auf falschen Gewichtungen basiert. In Bezug zu den akademischen und etablierten Wissenschaftlern, würden solche Peinlichkeiten, die von Laien herrühren, einfach ignoriert werden. Man würde sich nicht die Mühe machen überhaupt darauf einzugehen. Doch bei der Astrologie kommt der Umstand hinzu, dass die meisten Astrologen selbst mehr oder weniger die Anwendung mittels begrenzter Faktoren verstehen, aber nicht jeden einzelnen Faktor gleich gut verstehen. Die Astrologie selbst ist noch recht unerforscht.
Die Kritik an
dem Widerspruch zwischen tropischen
Tierkreis der westlichen Astrologen und dem siderischen Tierkreis der
vedischen Astrologen wird angeführt, als Beleg für die Willkür und
Beliebigkeit der
Astrologie. Auch dies stellt eine krasse Unkennntnis der Sache dar, wie
alle anderen Behauptungen, dass die Astrologie in sich widersprüchlich
sei.
Dabei handelt es sich um zwei verschiedene
Perspektiven, die sich mit beiden Tierkreisen verbinden -
was nicht besagt, dass das eine oder andere Schema nicht
zutreffend wäre, um einen Zusammenhang zwischen Astrologie und
beobachtbarem Leben aufzeigen zu können. Der siderische Tierkreis
erfordert nur eine andere Bewertung des beobachtbaren Lebens, was die
Perspektive und Ebene angeht, mit der das beobachtbare Leben
begutachtet wird und in Bezug mit den Symbolen gebracht wird.
Der tropische Tierkreis orientiert sich an der stets gleichbleibenden
Ekliptik, der siderische Tierkreis an der Präzession, die als Verhältnis und Relevanz der Berechnung hinzukommt.
Zunächst mal muss man differenzieren zwischen den angefertigten Deutungen und der grundsätzlichen Behauptung, dass Astrologie einen Zusammenhang mit dem Leben zeigt. Letzteres ist noch ohne Deutung. Wir sehen da nur, dass es einen unleugbaren Zusammenhang zwischen Astrologie und Leben gibt, weil wir Transite beobachten, oder Metagnose betreiben.
Was ist mit dem Massenmörder? Dessen Horoskop man den Probanden
vorlegte, in der Frage, ob sie sich darin wiedererkennen? Es handelt
sich um ein falsches Horoskop, das nicht auf den Geburtsdaten des
Betreffenden basiert.
Wieso hat man nicht gleichzeitig auch
zutreffende Horoskope den Probanden vorgelegt und sie sollten
entscheiden, welches ihnen besser entspricht? Dieser
"Test" wurde vielfach zitiert, als sei es ein Heiligtum der Kritiker.
Es ist einfach nur ein Beleg, dass der Barnum Effekt existiert. Ob mit oder ohne Wissenschaft, mit oder ohne Astrologie. Aber
solche Tests zeigen nicht, ob die Astrologie allein durch und mit diesen
Barnum Effekt arbeitet. Die Kritiker berücksichtigen nicht die
andere Möglichkeit, wie die Sache mit der Barnumeffekt zum Beispiel bei
einem Fragebogen aussieht, in dem auf bestimmte Merkmale einer
Schizzophrenie geschlossen werden soll. Niemand käme auf die Idee,
die ganze Schizzophrenie und Psychologie in Frage zu stellen, nur weil
der Anspruch, mit einem solchen Fragebogen etwas über die Belegbarkeit
der einwandfreien Diagnose von Schizzophrenie, zu hoch gegriffen ist.
Man
muss ausserdem
untersuchen, wie gut und wesentlich die Horoskopdeutung ist. Und nicht
zuletzt bleibt ja zu fragen, ob solche Untersuchungen überhaupt
nennenswerte Ergebnisse bringen können, die die Astrologie sowohl
belegen wie widerlegen könnten. Die Untersuchung an sich kann beiden
Zwecken nicht genügen.
Würde man durch im Grunde dieselbe Art von
Fragestellungen in der
Psychologie in derselben Weise nicht auch belegen,
dass
die typischen Symptome der Schizzophrenie auf 90% der Menschheit
zutreffen? Wenn man einen idiotensicheren Fragebogen analog
idiotensicheren Texten für den jeweiligen Zweck anfertigt, kommt bei
den Skeptikern natürlich die Widerlegung zustande. Und bei den
Astrologen muss man sich fragen, ob der Barnumeffekt bei einer solchen
Typologie angewendet auf den Menschen überhaupt ausgeschlossen werden
kann. Aber es bleibt genügend übrig, was ohne Astrologie nicht
aufgezeigt werden könnte.
Aber was den Barnum-Effekt angeht. Man findet sich in den Beschreibungen wieder. Gewisse
Anhaltspunkte treffen mehr oder weniger
zu. Dabei kommt es auch darauf an, ob man eine Deutung fertigt von
jemanden, den man nicht kennt. Die Qualität kann nicht so gut sein, wie
eine Deutung, die sehr in die Tiefe und besonderen Strukturen der
Persönlichkeit und des Charakters kommen kann, was ja bei einer
zwangsweise oberflächigen Deutung niucht der Fall ist, wie sie aber in
den Studien der Skeptiker verlangt werden. Als wollten sie die
Astrologie zum zaubern bringen.
Es ist eben so, dass die
menschliche Psychologie, die lebendig vorliegt, sich nicht sezieren
lässt in klar von einander trennbare Bereiche. Wir haben im Grunde alle
Anlagen, die auch ein anderer Mensch hat. Und es ist einfach Tatsache,
dass die meisten Deutungen unzulänglich sind, wenn sie aus dem Nichts
heraus und ohne Kenntnis des Horoskopseigners gefertigt wurden.
Für die Skeptiker taugt
dieses Argument nicht, weil sie ebenso gut daraus ablesen könnten, dass
damit ja die ganze Astrologie keinen Wert mehr hat.
Aber sie verkennen,
dass eine gute Deutung sich nicht aus dem stillen Kämmerlein fertigen
lässt, sondern dann am besten wird, wenn man die Möglichkeiten der
Astrologie nicht in der Wahrsagerei von Charaktermerkmalen sieht,
sondern in der Objektivierung des Lebens und Vertiefung der Selbsterkennntnis, die damit möglich wird.
Das
sieht so aus, dass die
Astrologie einen Rahmen über das gelebte Leben aufstellt, der einem
verstehen lässt, warum dies oder das so ist und nicht anders, und man
gewisse Dinge so erleben wird und nicht anders. Oder warum es so schwer
ist, anders zu sein. Man kann es ja versuchen, aber gewöhnlich ist man
immer wieder in gewisser Weise typisch für sein RADIX.
Die Skeptiker erwarten von der Astrologie eine Wundertüte tollster Möglichkeiten. Sie soll all das tun, was gelinde gesagt aber nur aufgrund der Klischees und Massenmeinung gemeinhin von der Astrologie erwartet wird. Für die Skeptiker gibt es nur schwarz-weiss, ohne Zwischenwerte. Die Deutungen werden wortwörtlich genommen oder aufgrund unzureichender Vorgaben und Methoden. Dass in der Astrologie die Qualität der jeweiligen Astrologie gewöhnlich nur für Kenner unterscheidbar ist, macht die Sache so schwer von aussen einzuschätzen.
Nun gibt es aufgrund der Einwände gegen den Massenmörder-Test vielleicht auch weitere Untersuchungen, wo man diesmal Probanden ihr Horoskop unter falschen auswählen liess.
Erstaunlicherweise
zeigen Untersuchungen, die versuchen methodisch korrekter zu sein, dass
sich die Versuchsperonen signifikant in der Deutung wieder erkennen.
http://home.arcor.de/p.goemmel/astrolog.htm
Nicht jeder Satz zu einer Deutung kann in der Art zutreffen, dass
man eine so exakte Aussage über das Leben vorliegen hätte, wie sie
selbst vom Chefskeptiker höchstpersönlich nicht mehr geleugnet werden würde.
Hinter
der Beschreibung steht jedoch das Symbol, und nicht eine exakte Entsprechung, um was es in Wahrheit geht. Das
ist auch ein Grund, warum
diese Untersuchungen schwer zur Belegung der Astrologie führen, wenn
man den Probanden diverse Horoskope vorlegt - weil meist zu viel Gewicht
auf
die beschreibenden Sätze gelegt wird . Auch vom Laien wird gelegentlich
wenig
verstanden , dass man besser auf das gewisse Etwas schauen
muss, was sich mit allen Beschreibungen zu einer Konstellation, also als
Bild
ergibt. Das ist auch bei jeder Horoskopdeutung die Falle, der an
Astrologie Interessierte vertraut jedem einzelnen Satz
und räumt nicht
ein, dass Astrologen keine Wahrsager sind, und er hin und wieder
einfach das dahinter stehende Bild erkennen muss oder gewisse Details
alsw Möglichkeiten auffassen muss. Nicht dass alle Aussagen immer
zutreffen müssen. Es geht ums Prinzipielle. Andererseits zeichnet
eine gute Deutung aus, genau diese Bilder oder Strukturen des
Prinzipiellen zu zeichnen. Das ist alles der spingende Punkt bei
den Studien, würde man sie sachgerecht und fachgerecht auffassen
wollen. Denn die Astrologie ist nur einmal wie die Metereologie keine
exakte Wissenschaft. Auch wenn die Ergebnisse mit der Kenntnis eines
Horoskopeigners zutreffender werden, ist damit nicht gesagt, ob die
Astrologie deshalb falsch ist, oder nicht von Nutzen.
Die Metereologie
kennt die Wetterlage für ihre Aussagen. Die Astrologie tut im Grunde
nichts anderes, wenn sie den Horoskopeigner kennt um genauere Aussagen
zu seiner Psychologie zu liefern - das nennt man eine das Leben
objektivierende Beschreibung.
Wenn die Skeptiker mit derselben Hartnäckigkeit die Metereologie
wiederlegen wollten, würden sie es schaffen. Aber wir untersuchen die
Astrologie, nicht die Metereologie, die wesentlich andere
Vorraussetzungen hat - wenn auch bei der Frage nach den
Gründen der jeweiligen Aussagen, die Astrologie nicht schlechter
steht, was die logische Folgerichtigkeit und Verhältnismäßigkeit der
Argumente gegen die Astrologie angeht. Das Wesentliche wird mit
bestimmten Studien nicht untersucht werden können. Man untersucht nur,
ob es möglich ist, verallgemeinernde Aussagen zu bilden - man muss
einsehen, dass eine strukturell-psychologische Deutung zu der höchsten
Kunst zu rechnen ist, und ansonsten keine verallgemeinernde Aussagen
wirklich sehr von Erfolg gekrönt sind. Die Astrologie sollte meiner
Meinung nach solche Wege gar nicht gehen, zumindest nicht, um sich zu
belegen. Weil es gar nicht wesentlich ist, ob sie das tun kann, was da
erwartet wird. Es gibt genügend weitere Kriterien, die herangezogen
werden können, um die Astrologie belegt zu finden. Das wichtigste
Kriterium ist das persönliche Evidenzerlebnis eines Kundigen. Das aber
zählt nicht als Argument bei den Skeptikern, nur können wir das nicht
ändern.
In dem beschreibbaren Symbol (Konstellationen) ist eine Tendenz, ebenso wie ein Lebensbereich und diverse Richtungen des Verhaltens zu erkennen.
Es ist offenkundig, dass das Verständnis des nur durch Worte zu beschreibenden Inhaltes des Symbols oder der komplexen Strukturen der Persönlichkeit viel zu sehr von den einzelnen Worten abhängig gemacht wird. Ein einzelner Satz, der nicht oder nur wenig zutrifft, wird dann übergewichtet und die nachfolgenden oder anderen Beschreibungen werden nicht mehr neutral gelesen.
Die komplexe Struktur der individuellen Persönlichkeit wird einfach deutlicher und sichtbarer, in ihrer archetypischen Art und Weise, wie es die Astrologie mit der Radix des Horoskopeigners veranschaulicht.
Brigitte Hamanns Deutungen über die Saturnstellung in den Häusern (in ihrem Buch "das innere Kind") haben mir oft genug geholfen, eine unsichere Geburtszeit zu verifizieren oder zu bestätigen. Das soll heissen: Die Deutungen in diesem Buch sind geeignet, um belegt zu finden, dass die Astrologie richtig ist.
Mit guten Deutungen von Einzelfaktoren, die das Essentielle ausdrücken und die verschiedenen Formen der Hemmung, Kompensation und Reifeform
berücksichtigen, wie von Hermann Meyer beispielhaft in "Das
Herrschersystem des Horoskops", kann auch der Skeptiker sicher etwas
anfangen. Es würde dann
auch ein einzelner Faktor genügen für solche Versuche,
die Astrologie belegt finden. Aber welche Faktoren soll man
heranziehen? Man muss das Deutlichste wählen: DAS IST DAS IC (4. Haus)
UND DER MC (10. Haus). Das IC zeigt vor allem die Wohnsituation, wobei
man berücksichtigen muss, ob man mit jemanden zusammenlebt, dann kann
evtl. das IC des Partners bestimmend für das Wohnumfeld sein! Weiterhin
zeigt das IC die eigene Auseinandersetzung oder Verdrängung der eigenen
Identität, in welcher Weise dies geschieht. Evtl. auch AS und DC.
Ebenso
können manche guten Deutungstexte über den Sonnenstand durchaus
hinreichend sein (zB von Jan Spiller). Da geht es eben nicht um einzeln
herausgegriffene Eigenschaften, sondern um eine essentielle
Beschreibung der Verhaltenseigenart. Das ist niemals mit einem
einzelnen Begriff plausibel zu machen, sondern nur in einem etwas
tiefgründigerem Text.
Gute
Deutungen sind natürlich
ausserordentlich wichtig, um den Vergleich zwischen nicht zutreffender
und zutreffender Saturnstellung zu ermöglichen (so wie die
Saturnstellung gemäß sicherer Geburtszeit vorliegt). Um aber die
verschiedenen
Deutungen zu einem Planeten im Zeichen, zB Saturn, nachvollziehen zu
können (gehen wir davon aus, dass es einen guten Text zu der
entsprechenden Konstellation gibt), muss natürlich auch der Leser
unvoreingenommenm, und unbedingt mit sich selbst ehrlich sein (wie
viele Menschen kennen sich selbst nicht und halten gewisse Bilder von
sich in die Höhe, die nicht zutreffen sondern nur ausdrücken, wie sie
sein wollen?) .
Was
erkennen wir? Wir sehen ein, dass man als Skeptiker nicht alles in
einen Topf werfen sollte. Wie die besseren
Deutungen sich oftmals nur in wenigen Büchern konzentrieren. Es gibt
eben verschiedene Bücher, die haben alle ihre Unterschiede. Nicht mit
allen, kann man hinsichtlich skeptischer Einstellungen eine gute
Aufklärung (durch Belegung) erhalten.
Man muss
sich zudem gewisse Faktoren heraussuchen (zB Saturn, Mond, IC, MC) und sich
auf diese konzentrieren.
Diese Einzelfaktoren stellen bestimmte Ebene der Psychologie dar. Andere psychologische Merkmale lassen sich dagegen nur mit dem Ganzen des Horoskops erschliessen. Das ist kein Widerspruch, sondern wir reden hier von verschiedenen Ebenen. Alle Faktoren zusammen ergeben erst das Konkete und naheliegende, was wir als Persönlichkeit definieren und worin sich ja nicht nur der Bezug zum Heim oder Identität ausdrückt. Da kommt im Ganzen konkret zur Geltung, was einen antreibt, motiviert, was einen wichtig ist, welche Werte man hat, evtl. Talente, welche schicksalsmässigen, d.h. typischen Probleme man hat, wie man mit Beziehungen umgeht, welche Schwierigkeiten sich im Eingehen auf ein Du ergeben, welche Dynamik in der persönlichen Eigenart besteht usw.. Wohingegen das IC oder MC nur einen ganz bestimmten, aber in diesen Fällen auch deutlichen Ausdruck findet.
Der Vorteil dieser auserlesenen Deutungen besteht darin, dass man die Deutungen auch auf Freunde anwenden kann. Der Skeptiker würde sich wundern, was er alles über seine Freunde herausfinden kann, denn er liest es nicht nur, sondern sieht sich bestätigt, indem er seine Beobachtungen an seinen Freunden macht. Aber da muss er erst mal drauf gelenkt werden. Dann sieht er aber, dass das Leben in strukturellen oder symbolischen Einheiten beschrieben werden kann. Er wäre sicher glücklich, so wie jeder Astrologe, in der Astrologie ein so wunderbares Werkzeug der Objektivierung des Lebens und Erlebens finden zu können.
In der üblichen
Deutung vertraut der Horoskopeigner der zutreffenden Deutung und der
Astrologe den zutreffenden Geburtsdaten.
All das zeigt, wie schwer es
ist, mit solchen Tests die Astrologie belegen zu wollen und es vor
allem auf die richtige, weil angemessene Methode ankommt.
Ein Unwägbarkeitsfaktor ist durchaus enthalten. Doch was sagt das aus? Dass die Astrologie nur mit Wasser kocht. Wenn wir uns die Naturwissenschaften angucken, die Meteorologie, selbst die Psychologie, dann entdecken wir ebenso, wieviele Kundige in ihrem jeweiligen Gebiet nur begrenzt den Unwägbarkeitsfaktor ausschliessen können. Merkwürdigerweise wird von der Astrologie ein Wunder erwartet, und zugleich dieser Wunderglaube kritisiert, der in die Sache hineinprojiziert wird.
Übrigens:
Die Sonne ist nicht immer so leicht zu identifizieren in ihrem
Zusammenhang zwischen Leben
und Radix, aber die Saturnstellung viel öfter - aus Gründen,
die
eher in ein astrologisches Lehr- oder Deutungsbuch gehören (Saturn
verursacht einen Druck, den man nicht ausweichen kann).
Die Zeitungsastrologie setzt nach Meinung der meisten Astrologen einen falschen Schwerpunkt, wenn sie die Sonne als alleinigen Faktor hervorhebt. Ausserdem kann eine Sonnenstellung allein - unter Ausserachtlassen der anderen Faktoren - rein gar nichts konkretisieren. Diese Zeitungsastrologie ist nichts weiter als Glückskeks-Astrologie, die man neugierig konsumiert, ohne etwas Besonderes zu erwarten. Das ist auch der Grund, warum sie vorhanden ist: Die Verleger wollen ein paar Glückskekse verkaufen und es finden sich iimmer genug Leute, die solche Glückskekse "entwerfen".
Es gibt ein gewisses Etwas in der Deutung, und das liesse sich sicher durch methodisch korrekte Vergleiche belegen. Die Deutungen sind nicht so beliebig, dass es keine Unterschiede mehr geben würde.
Eine gute Horoskopdeutung ist eine hohe Kunst.
Anfängerdeutungen, wie sie in Zeiten des Internets und dem Boom der
Hobbyastrologen gang und gäbe sind,
oder schablonenhafte Deutungen berühren jenes Kriterium nicht, wo der
Horoskopeigner vermitteln kann: Dass er sich nicht nur etwas, sondern
sehr gut in der Deutung wiedererkennt, was man das
gewisse Etwas
nennen kann.
Ich kann ein Atom nicht dadurch widerlegen, wenn ich es mit einem Holzhammer suche - und es kaum ernst meinen, das dann als wissenschaftliche Methode zu bezeichnen, wenn ich hundert Leute mit einem Holzhammer nach dem Atom suchen lasse. Das heisst, die Methode muss der Sache entsprechen.
Wenn
ich Studien und wissenschaftliche Untersuchungen anstelle, um
Astrologie damit belegen oder widerlegen zu wollen, und dabei allein
den Sonnenstand oder überhaupt allein irgendwelche Zeichen
berücksichtige, oder eine andere (relevante) Einzelheit und eben nicht
das gesamte
Radix, ist das nicht sachgerecht (es kommt allerdings drauf an, manche
Einzelheiten können überaus aussagekräftig sein; vrgl. oben über Einzelheiten) . So arbeiten aber viele Statistiken: man nehme eine Einzelheit. Da kommt es aber drauf an.
Noch weniger die Auflistung von Eigenschaften, die man dann als Fragebogen anführt. Um das Zeichen Widder zu überprüfen, wurde tatsächlich gefragt: "ob man tatkräftig und zielstrebig ist". Solche Studien, denen wissenschaftliches Etikett angeheftet wird, sind kurz gesagt nicht nur Unsinn, sondern geradezu eine lächerliche Verulkung, sowohl der Astrologie als auch der Wissenschaft selbst.
Da nützt es auch nichts, wenn 20.000 Personen befragt werden, wenn man die wichtigsten Sachverhalte der Astrologie im Wesentlichen noch nicht mal im Ansatz verstanden hat. Ein einzelner Faktor hängt von sehr vielen weiteren Faktoren ab und ändert sein Gesicht erntsprechend - jede Horoskopdeutung ist einerseits durch das Wort, und zum Teil auch andererseits durch die Schwierigkeit einer jeden Deutung schon von einer gewissen Unschärfe belastet.
Erst recht
werden solche Reduktionen unscharf sein, wo man nur noch ganz
oberflächlich bestimmte Eigenschaften aufzählt, die in Wahrheit nur
über das gesamte Radix sich ergeben können und nicht durch einen
einzelnen Faktor, zB der Sonne.
Wer etwa eine Statistik erstellt und Fragen stellt, sollte etwas von der Sache verstehen, um die Fragen in einer Weise zu stellen, die der Sache entspricht.
Dazu gehört auch, ob die Erwartungen überhaupt mit den zur Verfügung gestellten Möglichkeiten und solcher Studien überhaupt erfüllt werden können. Wenn ich von der Astrologie ein Wunder erwarte, wird es wohl kaum entsprochen werden.
Es
gibt Möglichkeiten, mit Hilfe der Statistik die Astrologie zu
belegen, wenn man die richtigen Fragen stellt. Heisst das nun, dass man
irgendwann mit der Statistik auch eine Stimmigkeit zufällig findet?
Dann hätte wohl keine Statistik einen Wert.
Was die Astrologie angeht,
müssen wir einfach einsehen, dass das komplexe Leben nicht in
Schubladen einsortiert werden kann und keine ausserordentlichen
Exaktheiten bei psychologischen Merkmalen zu "erfragen" sind - manche
Faktoren und auch
Fragestellungen bringen deutlichere Ergebnisse, andere nicht.
Ich
selbst habe mit der Statistik die Bedeutung des Asteroiden Chiron
(bezogen auf das Schachspiel) aufzeigen können. Diese Chiron Statistik
zeigt auch, was es heisst, die richtigen Fragen zu stellen (ich kann
die Symbole nicht beliebig mit Bedeutungen versehen, sondern muss diese
auch achten und in ihrem vorhandenen Bedeutungsspektrum kennen).
Ausserdem beruht
diese Statistik auf Aspekte, und nicht auf Zeichen. Das Zeichen
statistisch zu untersuchen, ist meiner Meinung nach
eine
Spielerei, mit
dessen Ergebnissen man in den seltensten Fällen etwas konkretes
anfangen kann, zum Beispiel das astrologische Wissen zu erweitern.
Es
sei denn man untersucht Zeichenbetonungen, wenn also mehrere Faktoren
in einem Zeichen stehen. Aber allein die Fragen sind zu stellen, was
man also mit Statistik erheben will, oder welche zusammengefassten
Gruppen von Personen untersucht werden.
Michel Gauqelin hat durch Statistik die Astrologie belegen können, und er untersuchte die Häuser. Seine Ergebnisse wurden von späteren Forschungsstudien widerlegt. Eine kritische Rezeption und Widerlegung der Gauqelin Studie findet sich hier: http://www.skepsis.nl/mars.html (in englisch)
Ich weiss nicht was ich davon halten soll. Was auch immer für die Gauqelin Studie zutreffen mag, selbst wenn sie nicht signifkant genug ist - ich selbst habe nie sehr viel von der Gauqelin Studie gehalten - so gibt es andere Möglichkeiten, auch mit Statistik, die Astrologie zu belegen. Lohnenswert ist es, dazu auch bestimmte Aspekte zu untersuchen, wie ich es in der Studie von über 800 Schachspielern getan habe (siehe Chiron Statistik). Bei der Untersuchung von Aspekten entfällt die Beachtung der Geburtszeit, die ja oft nicht vorliegt. Die Häuser können ohne sichere Geburtszeit nur in Form von Sonnenhäusern untersucht werden (die Sonne wird für den Geburtstag auf den Aszendenten gelegt), was nicht undenkbar ist, da die Sonnenhäuser eine grobe Tendenz aufzeigen. Aber es werden sich vermutlich keine besonderen Signifikanzen bei einer statistischen Auswertung ergeben.
Es zeigt sich jedoch auch, dass manche Widerlegung nicht vollständig sind, weil es dabei auch um die statistische Auswertung geht. Denn oft wird vernachlässigt, ob eine untersuchte Konstellation signifikant stärker vertreten ist im Vergleich (siehe dazu meine Chiron Statistik) - denn man erwartet 100% Spitzen der Statistik. Der feine Unterschied zwischen 17% und 18% würde als trivial bezeichnet. Aber unter Umständen kann ein auch so geringer Unterschied den Astrologen wichtige Erkenntnisse liefern. Denn es könnte sein, dass andere Faktoren vielleicht deutlich weniger Signifikanz aufweisen - was sich also im Vergleich aller ausgewerteten Faktoren ergibt, kann dem Erkenntnisgewinn dienen. Und hinzugezogen wird immerhin auch die Relevanz der Bedeutung, die man einem Deutungsfaktor zuschreibt. Wenn das statistische Ergebnis mit dieser Bedeutung des Symbols korrespondiert, ist das für den Astrologen ein deutlicher Beleg. Aber Laien, die Statistiken über diese Faktoren erheben wollen, klauben sich irgendwo Bedeutungen ab, und können das Essentielle eines Faktors nicht erfassen. Sie glauben mehr an das Wort, und so kann Astrologie nicht "funktionieren". Das wäre in der Tat eine Scharlatanerie, wenn man mittels Kochbüchern und null Ahnung von astrologischen Sachverhalten an die Sache heranginge, nicht wahr?
Es ist im Grunde nicht
ein Täuschungsmanöver der Astrologen, die solche Statistiken
durchführen und mit ihnen geringe Signifikanzen erkennen,
sondern ein Verkennen
der Signifikanz von Seiten der
Skeptiker.
Die Astrologen können mit solchen geringen Signifikanzen etwas
anfangen, weil
sie die Bedeutung der Faktoren kennen und die vorhandene oder fehlende
Signifikanz eine wichtige Aussage über den untersuchten Zusammenhang
bildet (zB Tätigkeitsfeld und Relevanz der Konstellation für dieses).
Die
Signifikanz in Bezug zu Planetenstellungen in 12 Häusern
muss zudem anders
bewertet werden, als wie die Signifikanz digitaler Möglichkeiten
(digital: aus Null oder Eins bestehend; zum Beispiel: 1: Ja, die
Horoskopdeutung trifft auf mich zu - 2. Nein, trifft nicht zu. Es gibt
dann nur diese beiden Möglichkeiten).
Statistiken zeigen sehr wohl, dass auch in diesen Studien Astrologie belegt wird - doch ist es keine Frage, dass die geringen Signifikanzen den Unkundigen bzw. Laien nicht sehr leicht überzeugen können. Sind Statistiken aber generell ein Mittel, um einen Sachverhalt zu belegen oder zu widerlegen? Es kommt nämlich ganz drauf an, welche Erwartungen man an eine Statistik hat - die wenigsten Statistiken zeigen eine so hohe Signifikanz, dass man schon von Ausnahmen reden muss oder besonders geeigneten Fragestellungen und Sachverhalten.
Den Skeptikern genügen selektiv ausgewählte Exemplare von Studien und sie bezeichnen die selektierten Widerlegungen dann auch als "eindeutig" (=...eindeutig widerlegt).
Es ist in der Wissenschaft an der Tagesordnung, das bei
schwierig zu behandelnden Themen, die sich der direkten Einsehbarkeit
entziehen, widersprüchliche Forschungsergebnisse auftauchen können.
Die beobachtbare Einseitigkeit der Auslegung ist auch ein Ausdruck der unreflektierten Wissenschaftsgläubigkeit. Irgendjemand legt mit dem Etikett "Wissenschaft" etwas vor, woran man dann glauben kann, weil man gemeinhin annimmt, diese Untersuchungen wären automatisch verlässlich. Es gibt dabei regelmässig den Umstand, dass die eine Fraktion sich auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse beruft und die andere widerstreitende Fraktion auf andere Forschungsergebnisse. Sei es, dass es um Bereiche der Physik, der Biologie, Ökologie, Medizin, Klimaforschung geht, oder eben um Astrologie. Auch Astrologen erliegen gelegentlich der Wissenschaftsgläubigkeit, was sich auch darin ausdrückt, wie Erklärungsmodelle mit rationalem Anspruch von ihnen formuliert werden (gleichwohl selbst von Astrologen erstellten Modelle oft sogar am Wesentlichen der Astrologie vorbei gehen!).
Die Motivation einer trivialen Form der Wissenschaftsgläubigkeit ist, dass man eben auf leichte und anerkannter Weise ein Argument findet, um seine persönliche, vielleicht auch bequeme Haltung zu untermauern.
Wissenschaftliche Studien, recht verstanden, dienen meistens dem Erkenntnisgewinn, und eben nicht immer endgültigen Urteilen.
Nimmt man nur eine Einzelheit heraus um sie zu betrachten, mag es sich um irgendein Fallbeispiel handeln, oder um irgendeine mundanastrologische Resonanz zwischen Entdeckung eines Himmelskörpers und kulturell-geschichtlichen Abläufen dieser Zeit, wird das inzelne nicht ausreichen, um die Stimmigkeit zwingend zu belegen.
Würde in der Masse von untersuchten
Einzelheiten und Untersuchungen -
auf verschiedenste Ebenen und
Lebensbereiche bezogen - keine stringente und deutlicher
werdene
Stimmigkeit entstehen, so
wäre die Astrologie zurecht widerlegt.
Was die Skeptiker als soziologisches Phänomen angeht, hat Edgar Wunder - gegenüber der Astrologie kritisch eingestellt und daher selbst ein Skeptiker, der die Skeptiker Szene kennt -, einen ausführlichen und aufschlussreichen Artikel geschrieben. Link zur PDF-Datei: http://www.skeptizismus.de/skepreview.pdf
Und ein Zeit-Artikel über die Skeptiker, in dem ein Vergleich mit den Politsekten getroffen wird.
Typisch für dieses Katz und Maus Spiel der regelrechten Jagd und Hatz nach einfachen Kausalitäten ist etwa die Neurowissenschaft, die die Gehirnaktivitäten untersucht.
Sie erkennt, dass sowohl Epilepsie als auch die Versenkung in Meditation mit demselben Gehirnbereich korrespondieren. Was es bedeutet, dass dies so ist, kann nicht in einer linearen Gleichung konstruiert werden - das heisst, man kann es schon tun, aber ob das der komplexen Wahrheit nahe kommt?
Wenn ich mit einem Messer einen chirurgischen Schnitt setze, und zur Heilung beitrage, und mit demselben Messer morde, wie bewerte ich die Rolle des Messers?
Es
nützt wenig,
einfache Assoziationen anzustellen. Einfache und lineare Verbindungen
zu erstellen führt nur zu abstrusen Schlussfolgerungen, die meist auf
anderen, aber ungeprüften Vorstellungen basieren.
Es mag eine Gemeinsamkeit geben zwischen Epilepsie und Meditation, bzw.
dem entsprochenen Gehirnbereich, was als Gottesmodul
beschrieben wurde. Der Einbezug der transzendentalen Erfahrung - als
einer Öffnung zur (verborgenen) Wirklichkeit, für die eine andere,
alltägliche Wirklichkeit ausgesetzt
werden muss -, kann stimmig diesen Zusammenhang erklären. Dennoch ist
auch diese These nicht wirklich gesichert. Jedenfalls stünde die
Aussetzung einer festgefügten alltäglichen Erfahrung für sehr
viele Möglichkeiten, die sich jeweils unterschiedlich bewerten liessen.
Die
Funktion selbst ist wertneutral. Dennoch kommen nicht selten einige
Wissenschaftler, mehr aber noch Laien, in ihren Interpretationen zu
vereinfachten Reduktionen. Was zwangsläufig zu falschen Schlüßen führen
muss.
Nicht
den vielen Wissenschaftler kann man unterstellen, dass sie zu schnell
ihre Fakten interpretieren. Sondern der Öffentlichkeit, die einfachste, aber unzureichende Rechnungen
anstellt aufgrund einer oberflächigen Sichtung der Fakten, und auch aufgrund mancher
Formulierungen, die ihnen von Seiten der Wissenschaftler vorliegen.
Die Fakten sind meist zunächst losgelöste
Erkenntnisse, noch ohne Erschliessung der mit den
Fakten möglicherweise offenbarten Geheimnisse. Worin die Fakten
eingebettet sind, wird nicht sogleich klar.
Die meisten Skeptiker, die ich mit der Zeit kennen gelernt habe, schielen einerseits nach dem bloßen Schein, sie lesen etwa oben: "zunächst losgelöste Erkenntnisse, noch ohne Erschliessung der mit den Fakten möglicherweise offenbarten Geheimnisse", erkennen die Worte "Erkenntnisse", "Offenbarung", "Erschliessung", "Geheimnisse", und würden reflexhaft meinen, das alles bezöge sich auf das, was ein Esoteriker mit den Fakten tun würde, weil sie ja die ganze Zeit einen Text eines Esoterikers lesen - während der Kontext nichts anderes besagt, als dass die herkömmliche Wissenschaft behandelt wird, dass also nichts anderes gesagt wird, wie ein Wissenschaftler die Fakten behandelt oder behandeln sollte.
Die Kritiker haben das Bild eines Esoterikes
vor Augen, der genau diese Dinge tut - während sie vernachlässigen,
sich zu fragen, ob ein Wissenschaftler das nicht ähnlich tut.
Kurzum,
die meisten Skeptiker lesen meist gar nicht richtig und setzen sich
kaum mit einem Sachverhalt auseinander, sondern glauben bereits alles
zu wissen.
Sie würden andererseits mit derselben Unordentlichkeit in ihrer Auseinandersetzung mit den Fakten glatt behaupten, eine Meditation ist also nichts anderes als eine krankhafte Wahnvorstellung, da ja derselbe Gehirnbereich entsprochen wird wie bei der Epilepsie, und verkennen dabei auch die Epilepsie als Kontrollverlust (wo hat Epilepsie etwas mit der stillen und konzentrierten Kontemplation eines Mönches gemeinsam?).
Es mag sich wirklich abstrus anhören, aber genau diese Schlußfolgerung habe ich bereits aus der Hand von Skeptikern lesen können. Sollte man diese Schlüße ernst nehmen, und folglich an dessen Bildung oder Wissen in Bezug zur Meditation oder esoterischen Sachverhalten zweifeln, oder als ein Beleg für die rasche und oberflächige Erledigungssucht desjenigen betrachten? Vielleicht ein Teil von beiden? Im Grunde ähneln sich die meisten Vorhaltungen der Skeptiker in der beschriebenen Art.
Die
meisten Kritiker der Esoterik, Astrologie oder
des Kartendeutens stellen im Rückgriff auf einen Mischmasch
von Klischees, Fakten und Glaubenssätzen solche eigenen Rechnungen
an.
Wenn man sich die Vorstellungen betrachtet, die dann dabei über eine bestimmte Sache heraus
kommen, kann man die Empörung durchaus verstehen, die wirklich jedem bei einem solchen naiven Verständnis überkommen muss.
In dieser Weise transportieren sich jedenfalls viele Klischees in die öffentliche Auseinandersetzung hinein, die nicht nur von an Esoterik interessierten Menschen herrührt, sondern auch von Skeptikern selbst.
Dass auch Esoteriker irren, ist unstrittig. Doch werden die meisten Behauptungen der Esoteriker als absolutistisch rezipiert, dann weitergegeben und andere Skeptiker lesen das, und wieder ist ein neues Klischee geboren.
So wie die Esoterik in der Öffentlichkeit von Nicht-Esotikern wahrgenommen wird, drücken sich aber nicht nur Vorurteile und Missverständnisse aus, sondern es kommt auch klar zum Ausdruck, wie begrenzt die Mittel des logisch-linearen, fokussierenden, analytischen Verstandes sind, um diese komplexen Sachverhalte und die vermittelten Ansichten oder Ideen über die Wirklichkeit überhaupt auch nur angemessen zu erfassen. Viel zu oft versteht man die Dinge dann sprichwörtlich, in der Art wie sie mit Worten vermittelt werden - ohne das damit Beschriebene wirklich klar vor Augen zu haben, was also eigentlich gemeint ist.
Ein
Energiefeld wird vielleicht als Aura beschrieben, manchmal sogar
einfach als "Licht, das dem Wesen innewohnt", und man assoziiert das
womöglich noch mit einem Heiligenschein. Stattdessen könnte man es als elektromagnetisches Feld bezeichnen,
das alle Dinge umgibt, und das Resultat aller inneren
Strukturen und Energiebahnen von Lebewesen ist, und auch von jeder
Materie
in verschiedener Weise ausgeht (Kristalle verkörpern eine hochgradig
geordnete und einheitliche Formation, und weisen ein recht eindeutiges
Energiefeld auf, anders als wie ein Stück Holz. Aber Holz erweist sich
als natürlicher Stoff, der nachweislich harmonisch auf das Wohn-Klima
einer Wohnung einwirkt, wogegen Beton recht gegensätzlich wirkt).
Diese
Energiebahnen und Chakren wurden unabhängig voneinander von vielen
Kulturen und Hochkulturen in verschiedener Weise überliefert - es gibt
allein deshalb schon einen zureichenden Grund, diese Dinge als
Möglichkeit in Betracht zu ziehen.
Doch wenn sich das eigene Erleben und die Sensitivität auf diese Energie richtet und sich wiederholt erweist, dass die Wirklichkeit vermutlich wirklich so beschaffen ist, gibt es für mich keinen Grund zum Zweifeln mehr. Da mir aber noch die wirkliche Gewissheit eines klaren Eindrucks fehlt, kann ich mir nur vorstellen, wie sich das verhält, aber nicht beschreiben, weil ich es so klar noch nicht gesehen habe. Es gibt zudem Menschen, die die Aura sehen können. Ich kann verstehen, dass es für manchen schwer fällt, diese Dinge auch nur in Erwägung zu ziehen. Dabei ist es kein grosser Schritt, diese Dinge anzunehmen. Allein die Gewöhnung an ein Universum, dass, wenn es nur ein wenig anders wäre, für das Leben und Sterne nicht mehr geeignet wäre, veranschaulicht das Problem, wie wir an Wahrheiten gewöhnt werden können.
Gegen manche kurios klingende Ansichten anzukämpfen, das klingt in meinen Ohren so, als würde man gegen eine unliebsame Wahrheit ankämpfen. Von dem, was wir wissen, glauben wir andere Möglichkeiten zurecht ausschliessen zu können. Aber es ist logisch oder erkenntnistheoretisch gesehen nicht korrekt. Denn wir können nur dort sicher sein, wo wir wandeln. Der Skeptiker aber wandelt nicht in der Astrologie, sondern nur auf Vorstellungen der Astrologie, weiss also nichts von Astrologie. Daher muss sein Schluß über Astrologie immer implizit mit angeben, dass er sich auch irren kann. Aber der typische Skeptiker ist seiner Sache schon sicher.
Wir müssen akzeptieren lernen, dass es nicht darauf ankommt,
welche Dinge man für wahr hält, sondern wie man zusammenlebt trotz der
Unterschiede. Es ist eine Unverschämtheit, wenn der Skeptiker beginnt
die Astrologen oder Esoteriker zu jagen und wenn er sie zu verunglimpfen beginnt, am liebsten verboten wüsste - denn
darin zeigt sich der Wahn, nämlich nicht nur potentiell zu irren, sondern tatsächlich zu irren.
Die Esoterik ist
nicht falsch und phantastisch,also kein irregeleitetes Weltbild,
sondern ein sehr adäquates.
Es bleibt dabei: Dass es noch ein Stück mehr zu
sehen gibt, als wie eine physische Wirklichkeit. Daher beharren die
Rationalisten auch so, weil sie wirklich glauben im Recht zu sein.
Die anderen, die haben einen Sinn für diese Dinge, und die übrigen eben nicht. Mit Glaube hat aber der Astrologe weniger zu tun, als der Rationalist meint...
Mit einfachen Testreihen und öffentlich nachvollziehbaren Beobachtungsmöglichkeiten des Pflanzen-Wachtums lässt sich der Einfluss des Mondes auf das Pflanzenwachstum leicht belegen. Man wählt dafür ausgesprochen günstige Tage der Aussaat für eine Pflanze und weniger günstige und vergleicht die Ergebnisse.
Wichtig ist es aber, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ebenen
zu berücksichtigen:
1. abnehmender/zunehmender Mond (unterirdisches Wachstum wird begünstig
bei abnehmenden Mond; oberirdisches Wachstum bei zunehmenden Mond
begünstigt);
2. Mondzeichen im Element (Blüte, zB Blumen=Luftzeichen; Blätter=Wasserzeichen;
Frucht, zB Tomate=Feuerzeichen; Wurzelgemüse=Erdzeichen).
3. und auch absteigende Qualität und aufsteigende Qualität eines
Zeichens sind als zusätzliche geringfügige Einflussgrösse zu beachten;
und nicht zu vergessen die Neumondstellung sowie Vollmondstellung, die
evtl. eine Besonderheit bedeutet (Vollmond dürfte generell stärkeres
Wachstum bedeuten)
Am stärksten wirkt aber die Mondphase (abnehmender/zunehmender Mond) und das Zeichenelement. Dennoch kann man die beiden Ebenen nicht gleich setzen, was bei genauer Betrachtung der Unterschiede augenfällig wird. Bei der Blüte zum Beispiel handelt es sich um ein isoliertes Teil der Pflanze, dagegen bezieht sich das oberirdische Wachstum auf alle oberirdisch angelegten Teile der Pflanze. Usw.
Wie immer sollte man beim Gärtnern darauf achten, dass an einem Tag der Mond das Zeichen wechseln kann und Mondkalender ohne Uhrzeitangabe der Zeichenwechsel daher relativer Unsinn sind, weil Glücksspiel.Zum Leitartikel: Kann man Astrologie wissenschaftlich erklären?