Die astrologische Anordnung des Tierkreises besteht aus den Planeten in den Zeichen und ihren Aspekten. Der für uns massgebliche tropische Tierkreis (Zeichenkreis) ist eine gleichbleibende Größe, die an den Sonnenwendpunkten der Umlaufbahn der Sonne um die Erde ausgerichtet ist.
Zusammen mit den Häusern und vielen weiteren Zusammenhängen
wird das komplexe Leben eines individuellen Menschen (Horoskopeigner)
in elementaren und zugrundeliegenden Strukturen ablesbar.
Ein
Symbolkundler, der in der Anwendung
der astrologischen Anordnung auf das beobachtbare Leben geübt ist, erkennt
eine einheitlich
wirkende Grundlage aller Prozesse und Zustände.
Innerhalb des Deutungsvorgangs wird die Struktur des Lebens sichtbar,
und zwar handelt es sich um archetypische Grundklänge (Symbole). Es ist
dieser Deutungsvorgang
nicht
so zauberhaft, wie er sich anhören mag. Es wird wenig aus dem Nichts
gezaubert.
Es fehlt vieles, was eben nicht im Radix
geschrieben steht. Das Radix liefert eine Rahmenbedingung, in die die
persönliche Kraft und Entscheidungsfreiheit und auch das Mileu des Horoskopeigners fällt.
Als Astrologe erkennt man Zusammenhänge, die über die
Zeit hinweg immer wieder bei ähnlichen
Ereignissen, Erfahrungen und
Konstellationen festzustellen sind.
"Ähnlichkeiten" lassen sich in einer Art Archetyp, oder Kategorie
feststellen, in die verschiedene Erfahrungen bzw. Ereignisse zu
typisieren sind.
Es werden differenzierbare
Erfahrungsräume mit der Astrologie abgebildet. Bei Transiten und
anderen zeitlichen Prozessen wird der Zusammenhang zwischen
Geburtsradix und laufenden Planeten in ihren momentanen Konstellationen
veranschaulicht.
Mit
Evidenzerlebnissen wird für einen Kundigen klar, dass diese
Beobachtungen
mit intuitiver Genauigkeit und Schlußfolgerungen
des Zusammenhanges weder auf Einbildung noch Cold Reading oder einem
Barnum Effekt zurückzuführen ist, und dass die Intuition eine
eigene Logik, eine astrologische Logik wiederholt
nachzuvollziehen
imstande ist und auf das Leben (für einen Kundigen) problemlos angewendet werden kann.
Ob
die Astrologie Prognose folgerichtig erstellen kann, hängt meines
Ermessens in sehr starkem Maße vom einzelnen Astrologen ab. Es ist die
astrologische Prognose eine Kunst, die nicht automatisch wie
alles übrige in der Astrologie erlernt werden könnte.
Die Erkenntnisquellen, die belegen, dass dieser Zusammenhang zwischen Leben und Radix besteht, existieren zwar nur subjektiv, doch die Masse der Stimmigkeit ergibt sich gerade dadurch, dass von anderen kompetenten Astrologen berichtete Evidenzerlebnisse nachvollzogen werden können. Das setzt Kunde der Astrologie voraus, und ein Skeptiker sieht nur die Oberfläche, zum Beispiel die gewählten Worte und ist geneigt alles sprichwörtlich zu nehmen, anstatt den symbolischen Gehalt ins Auge zu fassen.
Die Radix betrifft die
Menschwerdung mitsamt der angeborenen Notwendigkeit Erfahrungen zu
machen. Die Radix zeigt
uns faktisch den Anfang eines Geschehens,
wie es später
dann im Laufe der Jahre auskristallisiert wird, um
das sich herum alles weitere im Leben gruppieren und abzeichnen wird -
und zwar in
einem Muster ablesbar, dass durch Planeten, Aspekte, Häuser und Zeichen
gebildet wird. Auf Ebene des Menschen geschieht die Auskristallisierung
dieser Konstellationen in Form einer Persönlichkeit. Mit der Zeit des
Lebens bilden sich psychische Struktur und besondere Merkmalen,
wie Empfindlichkeiten und Sensibilitäten, desweiteren die einzelnen
Schwerpunkte (Lebensbereiche). Dies alles ist bis zu einem gewissen
Grad an (symbolischer ) Genauigkeit in einem Radix feststellbar. Wobei
die verschiedene Besetzung von Zeichen und die verschiedenen möglichen
Aspekte aufzeigen, dass die Unterschiede im Leben von Menschen ihren
Ursprung im Radix haben.
Damit
ist die Radix analog eines Anfangs, in
dem sich ein Mensch damit auszusetzen
beginnt,
Lernerfahrungen zu integrieren und somit strukturell gesehen ein
bestimmtes Konzept der Lebenshaltung verwirklicht, was in
einer
Radix ablesbar ist (als vorgezeichnete Struktur). Der Mensch muss sich
dessen nicht bewusst sein und wird dennoch in Grundstrukturen und
Erfahrungsräume das Radix so leben, wie es angezeigt ist.
Die Geburtszeit
betrifft unmittelbar diesen Anfang von dem alles ausgeht, und ist in der Regel
innerhalb
einer tolerierbaren 10 Minutenspanne richtig und brauchbar.
Die Praxis belegt täglich aufs Neue und jeweils eindeutig, dass diese im Radix gezeigte Struktur analog zu einer ablesbaren Struktur der persönlichen Lebensbewältigung besteht.
Die Radix ist ein Abbild des Himmels. Und insofern die Planeten am Himmel nachweislich einen Zusammenhang mit Lebensvorgängen auf der Erde beschreiben, ist die Radix (typischerweise als Geburtshoroskop) auch ein Abbild des Lebens.
Die Radix zeigt also das WIE des Zusammenhangs zwischen Leben und Himmelskonstellationen auf, so wie es die Astrologie darstellt.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht kann freilich nach dem WARUM und den Ursachen dieses Zusammenhanges gefragt werden.
Die etablierte Wissenschaft kann diese Frage jedoch nicht einfach und bequem an die Astrologie delegieren. Es ist gar nicht die Aufgabe der Astrologie, das Universum und dessen beobachtbaren Tatsachen in ihren Ursachen in rationalistisch annehmbarer Form zu erklären. Es hat nichts mit Wissenschaftsfeindlichkeit zu tun, wenn man der rationalen Wissenschaft entgegen hält, dass sie eine Sache vorgibt zu untersuchen, aber dafür die Methoden oder Standpunkte nicht erweitert.
Dass die Deutung eines Radix eine gewisse Schwierigkeit mit sich bringt, führt zu einer allgemeinen Unschärfe. Astrologie ist keine exakte Wissenschaft, aber sie ist eine Wissenschaft.
Von manchen Astrologen wird
diese grundlegende Unschärfe der Astrologie in Bezug auf das
beobachtbare Leben nicht gern
zugegeben. Diese Unschärfe gibt es vor allem dann, wenn es um ein zu deutendes Radix geht, dessen
Eigner man persönlich nicht kennt, nicht gesehn oder am Telefon gehört hat.
Es ist so, dass Astrologie "nicht zaubern" kann und sie aus
dem Hut keine wunderbare Beschreibungen zaubert, als stammen sie von einem
Hellseher. Das ist nur wenigen Astrologen möglich, ohne Kenntnis des
Horoskopeigners eine sehr gute Deutung zu fertigen.
Von Skeptikern wird die Unschärfe der Astrologie gerne als
Beweis für die
Beliebigkeit
der Astrologie genommen. Es
lässt sich jedoch meiner Erfahrung nach nichts "wahrsagen", sondern es
lassen sich eher Strukturen
und Muster aufzeigen, die sozusagen als Rahmen vorhanden sind. Es mag
die eine oder andere Möglichkeit geben, dass ein Astrologe diese
Konstellationen erfüllend erkennt, und auch gute Prognosen bilden kann.
Ich habe in meinem Leben bislang nur einen solchen Astrologen erleben
können, wo die Prognosen sehr brauchbar sind (Döbereiner).
Diese
Rahmenbedingungen eines Radix sind wie Lebensfelder, die aber eine
Spanne von unterschiedlichen Möglichkeiten bereit
stellt.
Tatsächlich bedeutet Einfühlung
und seherisches Vermögen aber nichts weiter, als zu Aussagen zu kommen,
mit Hilfe weiterer
Informationen, wobei das Radix immer massgeblicher Schwerpunkt bleibt
(es zeigt die Bedingungen, denen das Leben untersteht).
Die wesentliche Leitidee ist das Radix, wenn man so
sagen will. Dieses Leitbild der Struktur lässt sich nicht hintergehen.
Demnach sucht der Astrologe nicht im beobachtbaren Leben den Beleg,
sondern er zieht das beobachtbare Leben nur heran, um es im Radix
wiederzufinden. Damit wergeben sich ihm weitere Erkenntnisse,
die ohne Radix nicht gewonnen werden könnten.
Auch beim Kartenlegen gibt es die Frage , wieso die Kartendeutung funktioniert - während Skeptiker ja den "Glauben" an das Kartenlegen ablehnen. Dass das Kartenlegen öffentlich aber einfacher zu belegen ist als die Astrologie, heisst, ein Glaube ist überhaupt nicht notwendig, damit Kartenlegen oder andere Dinge in ihrem Wahrheitsgehalt und Funktionstüchtigkeit erkannt werden können. Es stellen sich bei der Astrologie nur andere Bedingungen.
Und die Frage nach dem Warum, also wie und warum diese Dinge funktionieren, das ist doch die eigentliche Aufgabe (!) der rationalen und akademischen Wissenschaft, die doch so gerne forscht und sich für die Wirklichkeit der Dinge interessieren sollte.
Wenn
die Wissenschaft aber nicht die Fakten erkennen
will (!?), dass diese Dinge nicht auf Einbildung und all diesen
angedichteten Verzerrungen beruhen, und dass sie tatsächlich einen
Bereich
offenbaren, der nicht anders erklärt werden kann, als dass es da etwas
gibt, was eben noch nicht wissenschaftlich erforscht weden konnte, dann
kommt sie
natürlich weiterhin zu den einfachen, geradezu naiven
Erkärungsversuchen
und Vorstellungen über diese übersinnlichen Phänomene.
Dann hilft man
sich üblicherweise weiter, dass alle Esoteriker und übersinnlich
veranlagten Menschen Scharlatane sein müssen, anstatt deren Gaben zu
würdigen.
Was
alles in gewisser Weise ein von der Wissenschaft
hausgemachtes Problem ist, da sie sich der Einsicht in die Fakten
verschliesst, die Auskunft geben würden, dass diese Dinge nicht
erfunden sind.
Diese Fakten sind untrüglich beim Kartenlegen und brauchen wie gesagt nicht geglaubt werden. Das Einfachste wären Studien mit guten Kartenlegern, denn da ist das Ergebnis einfach und leicht nachvollziehbar. Die Ergebnisse sind evident und fordern nur dazu auf, etwas anzunehmen, was noch nicht (für den Skeptiker) in seinen Ursachen erklärt werden kann. Das bedeutet möglicherweise eine Fähigkeit zur Ambivalenz, da man keine Erklärung dafür hat. Für den Kartenleger selbst sieht das anders aus, er hat eine Erklärung und bezieht sich auf seine Gabe, zu diesen übersinnlichen Bereich vorstoßen zu können. Was darüberhinaus geht, berührt schliesslich den weiten Bereich von Vorstellungen, aus was der Kosmos besteht und zusammengesetzt ist.
Was ist das Problem?
Das
Problem ist, dass die (akademischen) Wissenschaftler von der
Astrologie,
oder von übersinnlichen Phänomenen (wie Auralesen und
Kartenlegen) einen
Wortschatz mit einer bestimmten methodisch-formalen Art und
Begrifflichkeit erwarten,
die
sie selbst schon in Bezug zu den Realitäten der sichtbaren
Welt
aufbringen, d.h. wie sie die physische Realität betrachtet
haben nach Art der
allgemein anerkannten, meist nach tradierten Parametern bestimmten
klassischen Physik.
Da die Realität als solche von der Wirklichkeit mit ihren eigentlichen
verborgenen Gehalten
unterschieden werden
muss, ergibt sich endlich der Unterschied zwischen Sichtbarem
und
dem, was da noch hinter steht. Das allgemein Sichtbare ist
natürlich sehr vorteilhaft, damit viele Leute (=Wissenschaftler und
Kundige einer Sache) diese Ergebnisse überprüfen können.
Beispiel:
Wenn eine Auraleserin eine Krankheit mit ihren Worten beschreibt, ist dies keine schulmedizinische Diagnose, sondern beinhaltet vor allem die Art, wie diese Krankheit ihr, der Auraleserin erscheint. Sie beschreibt die Zyste nicht direkt, sondern indirekt, kann sie aber einwandfrei lokalisieren und auch die Konzentration jener Energien der Selbstheilungskräfte des Betroffenen beschreiben.
Die Schulmedizin sieht dagegen einen Befund immer auf derselben Ebene. Eine Zyste sieht wie eine Zyste aus. Nur näher betrachtet, ist jede Zyste natürlich anders, einige sind bösartig, andere weniger, andere werden von den Selbstheilungskräften des Körpers "behandelt", wieder andere nicht. Verschiedene diagnostische Verfahren, Eingriffe und Methoden sind für die Medizin nötig. Das lässt sich auf energetischer Ebene ebenso betrachten, und kennt auf dieser energetischen Ebene aber viele Gesichter, denn einerseits ist jedes Phänomen anders, weil schon der Patient anders ist, seine Organe usw. und dann spielt es noch eine geringe Rolle, dass jeder Seher leicht andere Vorgaben für sich aufweist .
Auf
der
materiellen Ebene wird man dies nur nach und nach vielleicht
herausfinden oder durch besondere Testverfahren, was mit einer
bestimmten Zyste alles verbunden ist. Diese Unterschiede aber sind
unerheblich
für unsere Fragestellung: denn die Schulmedizin beschreibt dies in
Worten einer
sichtbaren Dingwelt, die Auraleserin in Bildern
energetischer Zusammenhänge, die sie als Bild nur so beschreiben kann,
wie sie diese Wahrnehmungsinhalte sieht. Sie sind wie Bilder nicht zu
beschreiben. Jemand soll versuchen ein von van Gogh gemaltes
Zypressenbild zu beschreiben. Die Auraleserin sieht eine Qualität von
Farben in der ihr quasi synästhetisch eine Infromation übermittelt
wird, und sie sieht keine festen Dinge, die jeder gleicherart sieht.
Die
Auraleserin kann nur nehmen, was sie
sieht. Das ist eben
nicht die fixierte, fixe Materie, oder eine verhältnismässig einfach zu
erkennende Regelmässigkeit, die nun einmal eindeutiger ist. Zu Worten
wäre die fixe Materie (Dingwelt) logischerweise kompatibler . Es gibt
einen (allbekannten) Begriff für solche Dinge.
Das Problem setzt sich auch auf der symbolischen Ebene der Astrologie fort. Hier werden gerne von Skeptikern jegliche Widersprüche gefunden und auch konstruiert.
Und
sei es, dass ein Astrologe gewisse Entwicklungen auf mundaner Ebene mit
Pluto in Schütze in Zusammenhang bringt, und ein anderer dieselben
Entwicklungen des Weltgeschehens mit einer
Saturn/Uranus Opposition: Dass beides gleichermaßen einen
folgerichtigen Einfluss darstellt, passt dem linear Denkenden nicht in
die einfachen Vorstellungen der Wirklichkeit.
Es ist für ihn ein
Widerspruch.
Hier in der Astrologie
gilt die mathematische Genauigkeit einer Formel nicht. Eine
mathematische, lineare Formel kann das gesamte Bild der astrologischen
Wirkungen gar nicht widergeben. Um zu
erklären, warum die Astrologie nicht mit linearen Konzepten arbeiten
kann und dennoch zu gültigen Aussagen über das Leben kommen kann,
bedient man sich erweiterter Anschauungen, denen man dann wieder
vorwirft, dass es dabei keine Berührungspunkte mit der üblichen
Wissenschaft
gibt.
Müsste
man der Wissenschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht einsehen
kann, wie die benutzten Paradigmen der Astrologie zutreffend und gültig
sind? Mir scheint der Widerstand der Wissenschaftler ein einfaches
Missverständnis, das darauf beruht, diese Paradigmen nicht als gültig
erachten zu können.
Und es wird wohl kaum möglich sein, diese
Paradigmen zu vermitteln, wenn dazu weder Bereitschaft, Interesse noch
Talent (Vorraussetzungen) vorhanden sind. Ähnlich wie manche Menschen
niemals die "höhere Mathematik" lernen können, weil sie einfach keine
Vorraussetzungen dafür mit bringen.
Eigentlich wäre ab diesem
Punkt jede Auseinandersetzung mit den akademisch geschulten
Wissenschaftler überflüssig.
Man siehe zu der Frage nach Fakten auch die Erfahrung eines
Arztes mit
Patienten, die an ein und demselben Tag geboren sind, um einen Einblick
in die Exaktheit der Astrologie zu bekommen:
http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Gruppenschicksalspunkt
Anmerkung dazu: Diese Ebene eines Grades ist überaus individuell, das Sonnenzeichen jedoch noch nicht. Das ist ein üblicher Fehler von Skeptikern, die glauben, die Astrologie besser zu verstehen, als die Astrologen selbst es vermögen, sofern zB die Skeptiker allein den Sonnenstand, überdies noch mit klischeehaften Deutungsstichworten (keineswegs Deutungstexten) beachten.
Da nützt es nichts, mehr als 20.000 Personen als Gruppe zu
untersuchen,
wenn allein Eigenschaften des
Sonnenzeichens ausgelotet werden wollen, also die Herangehensweise
schon untauglich ist, um von einer legitimen Aussagekraft dieser Studie
zu sprechen. Solche unzureichenden Studien sind es, die von den
Skeptikern hochgehalten werden.
Die alte chinesische Astrologie bezeichnete den Tierkreis als "Urkunde der Erfahrung". Denn die Astrologie zeigt die Erfahrungsräume des Menschen an. Die beschriebenen Strukturen, wie Häuser und Aspekte, beziehen sich auf die Gehalte des Wirklichen. Diese Gehalte drängen auf die eine oder andere Weise zur Verwirklichung. Wirklich ist anders gesagt jene archetypische Form, jenes gestaltbildende Symbol, was wir mit der Astrologie anhand des Abbildes von Himmel und Erdposition als Radix veranschaulichen.
Wolfgang Döbereiner schreibt (Erfahrungsbilder Band 1):
Dieses zum Vorschein kommen ist eigentlich die Realität und dahinter steht noch Wirkendes.
Wirkendes
kommt zustande, indem etwas erfahren und begegnet wird. Die Realität
kennt viele Gesichter, aber dahinter verbergen sich typische
Archetypen, die wir in der Astrologie als Symbole des Lebendigen
betrachten.
Diese
Erfahrung, die
der archetypischen Energie oder dem Symbol entspricht, wird durch die
Wahrnehmbarkeit der Erscheinungen präsent, also in der Begegnung mit
der Realität, und also dadurch zur
Wirklichkeit dass wir diese Erfahrung machen und erleben.
Das alles setzt Kenntnis über das Wirkende voraus. Ansonsten wird das Wirkende rein äusserlich beschrieben, ohne auf den inneren Gehalt des mit dem Wirkenden zusammenhängenden Inhalts zu kommen.
Mit anderen Worten: wenn man ohne Astrologie oder andere Symbolkunden ähnlicher Art auskommen muss, weiss der Mensch nicht, was hinter seinen Erfahrungen und Weisen steckt, wie er diese Erfahrungen zu verarbeiten und zu begegnen trachtet.
Es gibt den für astrologische Sachverhalte bedeutenden Unterschied zwischen Wort (verbale Logik) und Bild (Symbol, Archetyp).
Eine Symbolwissenschaft kann nicht allein mit den Mitteln der logisch-linearen Denkweise untersucht werden, sondern muss auch das Gestalthafte, das Bildhafte des Symbols und die besonderen Eigenschaften der Symbolwissenschaft achten.
Vor allem muss man sich klar machen, dass es einen Unterschied
zwischen
Wort und
Symbol gibt. Das Symbol, und dessen Gehalt - mehr noch
das Prinzipielle, das dahinter steht -, findet auf einer
anderen
Ebene der Wirklichkeit statt, die das Wort
niemals vollständig erreichen wird. Die verbale Logik, Worte, können
dieses
Symbol nur annähernd beschreiben, aber einen Eindruck vermitteln. Worte
können eine Struktur des Prinzipiellen nachzeichnen, was leicht
nachvollzogen werden kann in einem Bezug auf die Eigenerfahrung der
jeweils beschriebenen Konstellation bzw. Deutung.
Freilich kann man
auch andere Menschen in den Deutungen zu ihrem Horoskop "wieder
entdecken".
In der Astrologie handelt es sich um die Kunde, wie sich
Prinzipien in der Kombination
auswirken und ein Ganzes ergeben. Einzelne Konstellationen sind
allgemeiner (aber dennoch gültig), als wie das Ganze zusammengenommen
etwas sehr individuelles ergibt.
Jedes Radix ist voller
Kombinationen auf verschiedenen Ebenen. Diese Prinzipien stecken in den
Symbolen.
Die Intuition beruht auf einer Schau, einen unmittelbaren Bezug auf gewisse Regeln und Vorgaben, Ordnungsgefüge, Verhältnisse, auf Zusammenhänge, sprich die Intuition geht einer mit dem Bezug auf ein Ganzes.
Man kann den
Zugang zu der Bedeutung eines Radix oder einer Konstellation auch als Eingebung
von Bedeutung
bezeichnen - es ist in jedem Fall ein bedeutend anderer Vorgang, als
wie rein
assoziativ-lineare Zusammenhänge aufzustellen.
Man findet
intuitiv aus einem komplexen Ordnungsgefüge die zutreffende Bedeutung
oder den Gehalt eines Symbols. Das Symbol selbst weist eine Qualität
auf, eine Art oder Weise von Energie, die eben das Symbol
charakterisiert. Die Intuition ist ein Mittel, die angeordneten Symbole
eines Radix aufgrund ihrer Bedeutung zu erfassen. Eine wirkliche
Intuition unterscheidet sich absolut von der reinen Phantasie.
Nach meiner Erfahrung, die sich von anderen Astrologen unterscheiden kann, besteht die Herangehensweise an ein Radix in der Schau von Energien. Die Konstellationen des Radix verkörpern oder veranschaulichen eine bestimmte Art und auch eine Weise von Energien. Dies korrespondiert offensichtlich auch mit dem energetischen Feld eines Menschen.
Rythmische Auslösungen und Transite der seit Geburt voranschreitenden Zeit kommen als Technik hinzu und beschreiben das Radix als strukturelle Blaupause eines Entwicklungswegs.
Doch insofern es um die Anwendung geht, vollzieht man auch in diesen Fällen jene energetischen Verläufe nach, die sich in die Zeit zu bestimmten Zeitpunkten ereignen wollen.Die Zeit entsteht erst mit Bezugspunkten, mit Zusammenhängen. Und dazwischen steht überall Energie, Anziehung, Bezugnahme, Begegnung, Wechselwirkung, Komplementarität usw. - oder einfach Konstellationen, die sich dem eigentlichen Leben, wie es bereits geworden ist, beistellen. Beides, Leben und Konstellationen sind oder behandeln im Grunde Energien und Anlagestrukturen, die solche energetisch fassbaren Muster zur Erscheinung bringen, in vielfältigen Formen und Wechselwirkungen (je nach Radix).
Die Symbole, zum Beispiel der Planet Mars oder das Zeichen Löwe erweisen sich in ihrer Essenz als unveränderlich und als verschieden voneinander. Die Symbole sind gleichwohl nur Verweise, sie existieren nicht wirklich, sondern beschreiben nur WIRKLICHES, das sich derart entsprechend gefügt hat, dass es als Symbol beschrieben werden kann. Symbole werden durch das Leben "wachgerufen".
Die Symbole in der Astrologie ähneln sozusagen - uns bislang nicht gänzlich bekannten- Ursachen. Daher verwenden wir Mars oder Stier als Symbole. Aber was sie beschreiben, sind die Wirkungen dieser Ursachen im Leben, die wir beobachten können. Daher ist es legitim, direkt von Mars oder dem Zeichen Zwillinge usw. zu sprechen, da sich in diesen Symbolen inhaltsvolle Kristallisationen von Bedeutungen ergeben, die prinzipiell unveränderlich sind in ihrer Art.
Obgleich der deduktive
Schluss natürlich eine wichtige Rolle spielt, kann aber die deduktive
Methode
allein nicht die Aussagen (Deutung) konkretisieren, die zu
einer
Konstellation getroffen werden sollen. Das würde bedeuten, dass ein
einzelner Faktor IMMER eine festgelegte und bestimmte Bedeutung
aufweist, die sich mit einem Wort und einem Begriff erschliessen
liesse. Nach dem Motto: Mars ist x, oder Venus ist y. Das Symbol kann
nicht mit einem Begriff gleichgesetzt werden,
da mit Begriffen immer bestimmte Eigenschaften assoziiert werden oder
einfach gesagt einen sehr begrenzten Ausschnitt von Bedeutungen.
Zudem
bedingen diese Begriffe meist auch einen persönlichen und subjektiven
Standpunkt, was die geringen Unterschiede von Deutungstexten betreffen
kann. Eine Wahrheit (analog dem Prinzip) hat viele Sichtwinkel. Daher
können sich verschiedene Texte zu einem Symbol natürlich unterscheiden,
je nach Sichtwinkel. Denn es geht um das Symbol, dessen Inhalt uns eher
als Bild vorliegt. Wer käme auf die Idee, irgendjemand hätte einem
Stein als Wirklichkeit eine Beschreibung in Worten beigelegt. Je
nachdem, wie wir den Stein betrachten, lässt er sich in all seiner
inhaltsvollen Bedeutung verschieden beschreiben. Eine physikalische
Sicht ist nur ein Blickwinkel, der sich auf die Sinneswahrnehmung und
materielle Existenz des Steins bezieht.
Die Symbole oder
Konstellationen müssen bei der Astrologie in jedem einzelnen
Fall noch entschlüsselt
werden in ihrem Zusammenhang zwischen
1.) augenblicklicher
Zeitqualität und 2.) Prägung und Zustand einer Sache
(Mensch, Ereignis,
Prozess usw.).
Zu letzterem, der Prägung oder dem gewordenen Zustand
einer Sache,
gehören auch kulturelle Einflussgrößen, Mileu, Erziehung,
persönliche und soziale Ideale, kollektive Moral und angenommene Werte
usw.. - also jene Inhalte, die sich dem Leben und damit sozusagen dem
Radix schon eingegeben haben.
Die
Astrologie arbeitet nicht mit Gleichungen, sondern Ähnlichkeiten.
Zum Beispiel ist Mars der Durchsetzungskraft nur ähnlich, es
ist ein Wort von vielen, um das Symbol zu beschreiben: die
Durchsetzungskraft oder Mars als Symbol kennt in der
Astrologie viele Gesichter, so etwa auch als "Risikobereitschaft" oder
"Initiative" - in einem weiteren Aspekt auch als solche Eigenschaften,
die einen Teil Ehrlichkeit und Authentizität beisteuern können, was
sich ja gar nicht aus der "Durchsetzungskraft" ableitet, sondern aus
dem Symbol, das eine gewisse Breite essentieller
Bedeutungen umfasst,
also ähnlicher Bedeutungen, die sich aber alle aus einem Prinzip heraus
zwingend ableiten lassen.
Das Prinzip selbst verkörpert sich nicht in das sichtbare Leben hinein,
nur seine verschiedenen, einander ähnlichen Ableitungen. Dies ist das
entscheidende bei der Deutung. Das Prinzip sorgt als Wirkendes
für
das Werdende der Wirklichkeit, also der mit dem Prinzip verbundenen
Inhalte. Mit anderen Worten: im Leben fügen sich Dinge, Ereignisse und
Qualitäten je nach zugrundeliegenden Prinzipien der Anlagestruktur und
der gegebenen Zeitqualität.
Die Intuition und Erfahrung der Astrologen vermag diese Besonderheiten und besonderen Stellungen vom Allgemeinen und Zufälligen unterscheiden.
Der Astrologie wohnt ein besonderer Zugang zur Wirklichkeit inne. Sie bildet mit der astrologischen Anordnung die in der Wirklichkeit enthaltene Schöpfungsordnung ab (besonders der Tierkreis und Ekliptik mit den 12 Zeichen veranschaulichen dies).
Dass diese Schöpfungsordnung richtig ist, lässt sich nicht
schlüssig
und rational belegen, aber es gibt viele Gründe, anzunehmen, dass die
Astrologie diese Schöpfungsordnung auf eine erstaunlich taugliche Weise
abbildet.
Eine ausserordentliche Intuition, die zum seherischen Vermögen gezählt werden müsste (ein seherisches Vermögen ähnlich wie bei den Experten des Kartendeutens), kann Prognosen und konkrete Aussagen über den Verlauf der Zukunft treffen, die sich von vagen Trends unterscheiden. Der deutsche Astrologe Wulff wurde im zweiten Weltktrieg bekannt durch sehr exakte Prognosen, die er mit der indischen - auf den siderischen Tierkreis bezogenen - Astrologie getroffen hatte.
Wenn
exakte
Prognosen möglich sein sollten, dürften sie sich
meinem Verständnis und meiner Erfahrung nach jedoch nur durch eine
besondere
Intuition erklären, die tatsächlich ein seherischen
Vermögen ähnlich wie beim Kartendeuter bedeutet.
Ansonsten kann ich für mich die gegebenen Möglichkeiten der Astrologie
nicht als geeignet empfinden, jederzeit Prognosen bilden zu
können, die
mehr
als nur Trend- oder Wahrscheinlichkeitsanalysen bedeuten. Eine wichtige
Vorraussetzung auch für Trendanalysen ist die Kenntnis des bisherigen
Verlaufs einer Sache und auch eines bereits gelebten Lebens. Aber ich
halte Prognosen nicht für unmöglich, nur setzt es eine enorme Kenntnis
der Astrologie voraus.
Trends zu erstellen, die eine Spannbreite der tatsächlichen Verwirklichung offen lassen, sind sehr wohl möglich zu erstellen, und sind überaus zutreffend, und auch hilfreich. Sie beinhalten das Prinzipielle eines zeitlichen Verlaufes, nicht aber exakte Ereignisvorhersage.
Meine eigene Einschätzung und Bewertung der exakten Prognose verändert sich vielleicht, umso mehr ich von der Astrologie verstehe. Ich bin sicher, dass es möglich ist, gewisse psychologische Auseinandersetzungen beschreiben zu können, die zu gegebener Zeit als Thema auftreten werden.
Die Stundenastrologie bildet eine Entscheidungshilfe zu einem bestimmten Thema und Ereignissen des Alltages, und behandelt nicht die psychologische Richtung einer Entwicklung.
Die
Schöpfungsordnung ist durch ein Ordnungsgefüge gekennzeichnet, dass
alle Ereignisse und Weisen des Universums in einen bestimmten Ablauf
bringt. Es gibt verschiedene Kräfte, Anordnungen, Verhältnisse,
Beziehungen und Abhängigkeiten, begrenzt und nicht unendlich.
Das alles findet auf der Ebene der
kleinsten Teilchen anders statt, wie auf makroskopischer Ebene der
Psychologie oder des kollektiven Entwicklungsweges (das Ziel des
Kollektivs besteht übrigens anscheinend einzig und allein darin, aus
Erfahrungen klug zu werden) -
dennoch unterliegt alles derselben Schöpfungsordnung.
Und es gibt eine
Art Richtung, aufgrund der sich die Dinge ordnen. Kristalle bilden sich
nicht zufällig, und es kann zurecht angenommen werden, dass die
Evolution
mehr auf selbstorganisierenden Prozessen beruht, als wie auf den bloßen
und krassen Zufall.
Zu den Naturgesetzen kann man zum Beispiel drei elementare Kräfte zählen, die als aktive, neutrale und passive Kraft in der Physik bekannt sind und in der Astrologie als kardinale, veränderliche und fixe Kraft beschrieben werden. Aber auch Zyklen mit ihren verschiedenen Phasen gehören zu diesen Naturgesetzen.
WARUM Planeten, von denen das Licht theoretisch bis zur Erde mehr als sechs Stunden benötigt (zB Pluto), die astrologisch beobachtbaren Wirkungen anzeigen, ist nicht sicher.
WARUM
ein Mensch von den Himmelskonstellationen zum Zeitpunkt seines
Eintretens in das Leben regelrecht geprägt zu sein scheint, und warum
die Astrologie die menschliche Psychologie so
anschaulich und zu einem grossen Teil durchaus genau zu beschreiben
vermag, kann durch
verschiedene Thesen oder Ansichten gestützt werden.
Es
stellt sich jedenfalls
regelmässig heraus, dass eine ungenaue Geburtszeit auch ungenauere
Ergebnisse bringt.
Das Wesen von Lebewesen, das man als Teil der Natur (Schöpfungsordnung) betrachten muss, schöpft offenbar seine Archetypen und Wesensgehalte aus eben jenen in der Astrologie veranschaulichten Archetypen, den Planeten, Symbolen oder Energien.
Möglicherweise ist jedes Ereignis und jeder Zustand im Leben von diesen Kräften und Energien bewegt, oder Träger dieser Energien. Energien, die vor allem mit den Planeten und Zeichen assoziiert werden. Archetypen fliessen über die Zeichen, von Planeten weiter ausgefärbt und in Form und Funktion gebracht, in das Leben hinein. Das so Angelegte tritt mit dem Leben, also mit anderen Menschen und Erfahrungen in Wechselwirkung.
Das chinesische Wort TAO, auch DAO genannt, bezeichnet das Leben als andauernde Aktivität, es gibt keinen Stillstand. Aber es gibt eine dem Leben innewohnende natürliche Bewegung, der man sich nach Ansicht chinesischer Philosophen nicht entgegen stelllen sollte.
Vermutlich
sind jedoch die Planeten nicht Verursacher von Handlungslinien, also
von Prozessen mit Zielen. Für ein teil von Zielen steht die
Schöpfungsordnung im
Ganzen, durch die Evolution und Werden in Gang gesetzt wurde und
andauernd noch
wird. Andauernd werden Prozesse und Ereignisse auch in unserem
alltäglichen Leben generiert, und die Planeten
sind nicht dafür verantwortlich, dass dies geschieht. Sondern wie
es
geschieht, das zeigen die Planeten. Die Planeten sorgen für
Rahmenbedingungen, vergleichbar mit metereologischen Strömungen von
Hochs und Tiefs. In diese Wetterlage, die sich zwischen persönlichen
Radix und augenblicklicher Zeitqualität (des Jetzt) bildet, fallen
unsere Handlungen und unsere Elebensweise.
Ob
die Planeten
einen direkten oder indirekten Einfluss ausüben, oder nur
symbolisieren, ob sie also Ereignisse
kausal bedingen oder durch Synchronizität nur anzeigen, ist bislang
auch unter
Astrologen kontrovers diskutiert, und es gibt verschiedene Ansätze und
Meinungen
dazu.
Das wäre allerdings bloß eine Frage, die sich
auf die begründenden Ursachen der astrologischen
Zusammenhänge bezieht und nicht auf den faktisch zu erkennenden Gehalt
und Vorgang jenes Zusammenhanges.
Es
kann kaum daran vorbei gegangen werden, dass die Planeten mit
Ereignissen identifiziert werden können, dass man sie also als
Einflussgrössen betrachten kann, die das Leben in Szene setzen,
für Rahmenbedingungen
entweder sorgen oder solche Rahmenbedingungen anzeigen.
Meine persönliche Ansicht:
Im Zugriff auf die Äusserungen jener Hellseher, die das astrologisch Bedeutsame in einem magnetischen Feld sehen, das durch die Planetenstellungen beeinflusst wird, und im Rückgriff auf meine eigenen Erfahrungen im Umgang mit der Astrologie, bringen die Planeten offenbar auch Ereignisse direkt ins Leben oder mit sich - ich verstehe das allerdings als Druck, den die Planeten verursachen, also als Anstoß.
Hinzu kommt das Gesetz der Synchronizität und der "Anziehung des Gleichen", auch in Form der Komplementarität. Wir haben Planeten im Radix, und diese ziehen Erfahrungen oder Situationen an, die weiterhin mit der Wechselwirkung der augenblicklichen Zeitqualität (zB Transite) noch weiter ausgeformt werden, eine Richtung oder Einfluss bedeuten können. Ob diese Erfahrungen von aussen angezogen werden, oder wir von den Erfahrungen - ist mir persönlich noch unklar, ich denke beides trifft zu. Die Dinge fügen sich aufgrund der bestimmten Eigenschaften der Dinge, Eigenschaften, die man analog zu einem Energiefeld und einer Schwingungsresonanz setzen kann.
Sicher gibt es eine Menge von Erfahrungen und Situationen, die keineswegs angezogen werden, sondern sich als Notwendigkeit des normalen Lebens ereignen müssen - doch fallen diese eben auch in den Rahmen unseres Radix, und werden entsprechend unseres Radix erlebt oder bewertet.
Handelnde und Verursacher sind die Planeten nicht, sondern Tätige sind wir und alle Verläufe lebender Prozesse.Meiner Meinung nach geht die Wahrheit in Richtung der indirekten Beeinflussung durch Planeten, vermittels eines im Sonnensystem alles durchdringenden Energiefeldes, wobei auch die Erde ein solches Energiefeld besitzt, jeder Mensch, und jedes Ereignis, ebenso wie jeder Ort (zu bestimmten Anteilen).
Kein "direkter Strahl" des Jupiters wird das Leben direkt beeinflussen. Es ist wohl zutreffend, die Wirkung der astrologischen "Einflüsse" auf energetische Felder zu beziehen, die auch bestimmende Relevanz für das Leben aufweisen. Es kann sein, dass die massereichen Körper im Weltall stehend ein eigenes Energiefeld aufweisen und in Wechselbeziehung mit allen anderen energetischen Feldern geraten, je nachdem, wie sie zueinander stehen, und wie sie in Bezug zur Erde stehen.
Es ist für mich zunehmend fraglich, den astrologischen Zusammenhang allein auf Synchronizität zu beziehen, im Sinne von: Nicht zufällig stehen die Planeten für Erlebensweisen und Ereignisse, aber sie haben ansonsten nichts mit dem Leben zu tun. Im Grunde ist das ein Widerspruch. Irgendwo bliebe ja noch die Frage offen, woher dann die Ursache des Zusammenhangs wirklich herrührt, so dass Vorgänge im Leben mit der Astrologie erklärt werden können.
Es deutet vieles auf ein energetisches oder elektromagnetisches Feld hin, als wie auf einen bloßen (letztlich zufälligen) Gleichlauf der Planetenstellungen mit Lebensvorgängen.
Mit solchen Energien, Feldern oder Schwingungen erklären sich schliesslich auch alle Formen von Synchronizität. Einerlei wie man es hält, prinzipiell genügt dem Astrologen zu wissen, dass die Konstellationen am realen Himmel gewisse Bedeutungen aufweisen; man spricht in der Regel davon, dass die Planeten am Himmel etwas bestimmtes symbolisieren.Letztlich muss eine Annäherung an naturwissenschaftliche Erklärungsansätze der Astrologie auf sich warten lassen. Was nicht nur an der Astrologie liegt, sondern auch an dem bislang vielen offenen Fragen der Naturwissenschaft selbst, die noch längst nicht alles im physikalisch beobachtbaren Bereich der Wirklichkeit erklären kann.
In der Astrologie greift vor allem das Prinzip der
Mehrfachnutzung, welches ein fundamentaler
Aspekt der Natur ist: zB hat das Blut nicht nur die Funktion des
Sauerstofftransportes, sondern ist auch Träger der Immunabwehr, sorgt
für den Zu- und Abtransport von Stoffwechselprodukten usw..
Übertragen auf die Astrologie gilt das ähnlich: Ein Planet
und sein Symbol ist nicht nur Träger verschiedener psychologischer
Funktionen, sondern auch von verschiedenen Bedeutungen (innerhalb eines
Bedeutungsspektrums).
Es ist zum Beispiel regelmässig der Fall, dass typische
Berufsbilder oder
Tätigkeitsfelder auch ihre entsprechende Radix Konstellationen
aufweisen (Piloten, Futurologen, Mönche weisen starke Bezüge zu Uranus
auf; Köche zu Neptun und Venus). Es bilden sich diese Stellungen
typischer Planeten für ein Berufsfeld in einem Horoskop aber
unterschiedlich ab, mal ist
es ein Uranus an der Hauptachse, mal ein Uranus in Opposition zur
Sonne, und mal eine Betonung des Wassermannzeichens (das dem Uranus
zugeordnet ist) - und es macht kaum Sinn, wenn eine Statistik
erstellt werden wollte, die alle diese Möglichkeiten
einfangen wollte und zudem das besondere Bedeutungsspektrum
berücksichtigt, das eben zwar typisch, aber nicht formallogisch
aufgebaut ist. Man kann nicht von jedem Uranus in einem Radix erwarten,
dass er auf einen Mönch verweist. Aber man kann von jedem Mönch
erwarten, dass er eine besondere Stellung des Uranus aufweist, die die
Wahl des Mönchseins objektiviert, das heisst erklären kann.
Der Bezug des Mönchen zu Uranus wird verständlich, wenn
man das Symbol Uranus von seiner Essenz her versteht.
Dass Uranus ein Mal für den Piloten steht, und ein anderes Mal für den Obdachlosen (beides sind reale Möglichkeiten), und beides kein Widerspruch ist, das wird verständlich durch das Prinzipielle des Symbols Uranus. Um das Prinzipielle zu erklären, müsste man ein Lehrbuch über Uranus schreiben, das mindestens 300 Seiten stark wäre. Bis heute gibt es meines Wissens nach stets nur Bücher, die es nie geschafft haben, das Prinzipielle eines Symbols erfüllend zu beschreiben. Denn wir sehen ja nur im Leben die Auswirkungen und Bedeutungen, aber nicht was dahinter steht. Mit der Astrologie bekommen wir zwar Einblicke in diese hinter dem Leben stehenden Prinzipien, aber sie bleiben immer noch im Grunde unsichtbar, und teilen sich nur über die Erscheinungsweisen des Lebens mit.
Bekanntlich ist der Ausgangspunkt in der Astrologie stets der Anfang eines Prozess oder einer Aktion. In der Geburtsastrologie bildet die Geburt diesen Anfang. Entscheidend für den Zeitpunkt "der astrologisch signifikanten Geburt" ist meiner Erfahrung nach der Zeitpunkt , an dem das Kind die ausserhalb der Gebärmutter der Mutter liegende Welt vollständig betreten hat und damit in einen konkret Raumbezug gestellt wird. Der erste Atemzug spielt keine Rolle, und auch das Durchschneiden der Nabelschnur spielt keine Rolle.
Dieses Prinzip des Beginns lässt sich sehr anschaulich mit der modernen Komplexitätsforschung beschreibenm, wenn auch nicht analog übertragen.
In einer Wettersimulation stellte der Meteorologe Edward Lorenz Versuchsreihen mit Computerprogramen auf, die das Wetter simulieren sollten. Verschiedene Variablen kamen zur Ausgestaltung, und die Simulation startete aufgrund einer beliebigen Zahl mit Kommastellen, die diese Variablen mit Inhalt und Bedeutung füllten. Eines Tages wollte er die Versuchsreihe des Vortages wiederholen, hatte sich aber nicht die Ausgangszahl mit sechs Stellen hinter dem Komma gemerkt. Er hatte nur den Ausdruck mit den Werten und eine dreistellige Kommazahl darauf. Er nahm an, dass ein so geringer Unterschied keinen Einfluss auf die wesentlichen Merkmale des Ergebnisses haben würde. Doch mit zunehmender Simulationsdauer kam ein ganz anderes Wetter heraus, die Wirkung war enorm, ja gegensätzlich.
Das bedeutet, ein Prozess kann hochgradig von den Anfangsbedingungen abhängig sein und das Leben, wie es durch die Astrologie aufgezeigt wird, ist von diesen Anfangsbedingungen abhängig. Der weitere Verlauf wird durch massgeblich bestimmende Variablen bedingt, und enthält in sich ein typisches Merkmal von Rahmenbedingungen, die den weiteren Weg bedingen (aber nicht deterministisch bestimmen).
Übrigens stellt sich mit zunehmender Erfahrung in der Astrologie heraus, dass es nicht nur der absolute Anfang ist, der Aussagen über den weiteren Verlauf symbolisiert oder anzeigt. Sondern auch weitere, besonders markante Höhepunkte eines Prozesses können solche Aussagen über die Art und Weise der Vorgänge von Prozessen bilden - dies liesse sich als relativer Beginn bezeichnen. Wann immer eine neue Wirklichkeitsebene eines zeitlichen Verlaufs betreten wird, kommt der Faktor der Anfangsbedingungen hinzu, die festlegen, um welche fundamentalen Eckpunkte sich das weitere Geschehen abspielt.
Für die Astrologie ergeben sich damit verschiedene Möglichkeiten, wie sich der Anfang ablesbar gibt.
Der Eintritt in ein Unternehmen oder Tätigkeitsfeld (als Berufstätiger) kann sowohl über die Erwartung und Bedürfnisse Auskunft geben, die man an diese Tätigkeit knüpft, als auch die weiteren Bedingungen dieser Tätigkeit im Fortlauf der Zeit beschreiben, zum Beispiel wo Chancen zur Selbstverwirklichung bestehen und in welchem Bereich der Tätigkeit es welche Art von Schwierigkeiten geben könnte.
So spiegelt der Börsengang eines Unternehmens nicht nur die Vorgänge innerhalb der Aktie wieder, sondern gibt auch Auskunft über das Unternehmen selbst, als es an die Börse ging. Daran liesse sich zum Beispiel ein Leitmotiv oder Betätigungsfeld ablesen, das eigentlich der Aktie als Geschäftsgrundlage untersteht.
Die Gleichung "oben wie unten" ist anwendbar. Allerdings entstand mit der Zeit für Astrologen eine Bedeutung, darin die Gleichung zwischen Planeten da oben und Leben hier unten zu sehen. So als weise also der Spruch "oben wie unten" auf den Gleichklang der Ereignisse am Himmel und auf Erden hin.
Betrachtet man sich die ursprüngliche Fassung, jene Smaragd-Tafel des Hermes Trismegistos, ergibt sich aber ein ganz anderer Sinn, der auch prompt viel einleuchtender ist:
Das, was oben ist, ist wie das,
was unten ist,
und das, was unten ist,
ist wie das, was oben ist.
Das "Oben" weist auf unsichtbare Prinzipien des Sichtbaren hin, wie bereits von Juri Stork erhellend interpretiert wurde. Das Oben bezieht sich auf die Manifestation einer Schöpfungsordnung oder einer Schöpfungsabsicht, die andauernd wirkt, auch im Sichtbaren. Die Schöpfungsordnung ist in allem enthalten, so auch im Menschen, und er steht weiterhin innerhalb der Schöpfungsordnung, stammt nicht nur davon her.
Die Planeten, Zeichen usw. stehen im Sichtbaren, und weisen damit auf das Oben, jene unsichtbare Schöpfungsordnung hin. Sind selbst aber auch Zeugnis und Botschaft dieser Schöpfungsabsicht (denn es heisst auch: "unten wie oben").
Auch Fakten des atomaren und vor allem subatomaren Bereiches führen die oben genannte Gleichung vor Augen, indem das subatomare Geschehen jene verborgene Schöpfungsordnung ebenso wiedergibt oder widerspiegelt, wie alle anderen erkennbaren Ordnungen dies tun.
Ob
es eine Verschränkung in
egal welcher Form auf Quantenebene gibt, wird oft als Frage an die
Physiker in den Raum gestellt. Man muss wohl abwarten, was die nächsten
Jahrzehnte an Erkenntnissen in der Quantenphysik zutage
bringen, und was in der naturwissenschaftlichen Theoriebildung
an
Einsichten gewagt wird. Schon jetzt steht fest, dass auf kleinster,
also subatomaren Ebene die Teilchen nicht unabhängig voneinander als
Einzelheit betrachten werden können und nicht als Einzelheit bestehen,
sondern wie Stapp schreibt: als "Gruppierung von Zusammenhängen"
bestehen. Oder wie Heisenberg diese Zusammenhänge als Gewebe auffasst.
Es scheint, als bezöge sich der Begriff "Verschränkung", den man in der
astrologischen Szene bezüglich dem Vergleich mit der Quantenebene
gelegentlich hört, genau auf diese Tatsache.
Die weitere Forschung der Quantenphysik scheint diese Verschränkung
nicht erst noch belegen zu wollen, denn sie ist durch sie schon belegt.
Vielmehr geht es in der modernen Quantenphysik darum, diese
Erkenntnisse zu
vertiefen.
Es deutet jedenfalls vieles darauf hin, wie auf makroskopischer Ebene die Komplementarität (gemeint ist eine erweiterte Form der "Anziehung des Gleichen") bestimmte Zusammenhänge der Dinge aufzeigt, die sich in einem Ganzen befinden und die vielleicht nichts anderes tun, als miteinander zu interagieren.
Es steht auch fest, dass viele Größen der Quantenphysik schon seit fast hundert Jahren dem Weltbild der Esoterik näher gekommen sind. Die Rezeption ihrer Aussagen wird gewöhnlich aber auf eine Ebene des Abstrakten oder isoliert auf die Quantenebene bezogen, und sprichwörtlich nicht sehr ernst genommen in ihrer Relevanz für alles Übrige. Dass die Erkenntnisse der letzten hundert Jahre bereits ein organisches und ganzheitliches Verständnis des Kosmos nahelegen, wird übersehen.
Vielleicht scheut man den Schritt, da einem die Fundamente des zwar sicheren und soliden, aber zu eng gefassten linear-logischen Denkens unter den Boden entzogen werden könnten. Es fällt für viele schwer, die Ambivalenz zu ertragen, zwischen einer geschlossenenen Welt der Logik, die keine Fragen offen lässt, und einer offenen Welt der Möglichkeiten, die über die Grenzen des auf Logik gegründeten Intellektes hinaus geht. Eine der Logik offene Welt, die aber dennoch Grenzen aufweist, die nur nicht durch Logik bestimmbar werden! Dann geht es um Zusammenhänge, Wechselwirkung, Systeme, organische und komplexe Ganzheiten.
Es darf niemals ausser Acht gelassen werden, dass die Astrologie mit einer Vielzahl von Faktoren und Einflussgrößen arbeitet. Und dass die Aussagen umso unschärfer werden müssen, je weniger Faktoren und Einflussgrößen man beachtet!
Dennoch gibt es einzelne Faktoren, die eine besondere Klarheit und Dringlichkeit mit sich bringen, so dass diese auch als Einzelfaktoren Belege für die Astrologie liefern. Das bedingt in jedem Fall äusserst gute Deutungen und die Sonne, die zählt nicht unbedingt dazu, aber der Saturn im Haus, und das IC im Zeichen (schaut man sich die Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen zu seiner Identität an, und die Verhältnisse in Kindheit und der jetzigen Wohnung, besonders wenn man allein lebt).
Der Kritiker unterstellt regelmässig einen religiösen Glauben, einen gewollten Glauben an die Astrologie - was aber nicht zutrifft, da die Astrologen um die Tatsachen des Zusammenhanges zwischen Leben und Radix wissen. Astrologen wissen nur nicht, wie es naturwissenschaftlich erklärt werden kann, also warum es diesen Zusammenhang so gibt. Daher bleibt nichts anderes, als wie nach dem wahrscheinlichsten Grund zu suchen, beziehungsweise zu "glauben", die Ursache des eigentlichen Zusammenhanges zwischen Leben und Himmelskonstellationen liege in dieser oder in einer anderen Richtung. Es gibt genügend Ansätze und in meinem zweiten Artikel zum Thema gehe ich darauf explizit ein.
Wie
sollte man etwa die Musik naturwissenschaftlich belegen? Also jene
12 Töne der Musik? Dies ist wohl möglich, aber nur weil die Töne
feststehend und als unveränderlich gelten, und damit leicht zu beobachten aber auch zu
unterscheiden
sind.
Die
Symbole
der Astrologie, die man als unveränderliche Prinzipien mit den Tönen
der Musik vergleichen kann, verkörpern sich ebenfalls nur über Umwege.
So wie die Musik einen Klang braucht, oder Klangkörper, ist die
Auswirkung der astrologischen Faktoren an Ereignissen und Erlebnissen
gebunden. Die Musik zu beobachten, mit feststehenden und unverfälscht
klaren Klängen erweist sich als einfacher, denn die astrologisch
wirksamen Prinzipien klingen niemals rein im Leben hervor.
Die
reinen 12 Töne der astrologischen Zeichen können nicht beobachtet
werden, nur deren
Auswirkung oder Verkörperung in einen Zusammenhang mit dem Leben und
auch vieler weiterer
Symbole! Der Mensch besteht aus einer Vielzahl von
Tönen, bei denen einige
überwiegen und andere sehr leise klingen. Einen Typus (Ton) zu
isolieren fällt selbst anderen Typenlehren schwer.
Die wichtigste Frage bei jedem Widerlegungsversuch an einer Sache ist, wie sachgerecht die jeweilige Betrachtung ist.
Viele Untersuchungen soll es geben, die angeblich immer belegen, dass Astrologie, Kartenlegen, Hellsehen und anderes nicht wahr ist und nicht funktionieren. Das ist wie eine Gebetsmühle, die sich mit der Zeit immer weiter abnutzt, da das mantische des Kartenlegens längst bewiesen ist. Auch erweist sich regelmässig, dass man die einzelnen Sachgebiete nur sehr oberflächlich kennt und viele Klischees und geradezu naive Vorurteile einfliessen lässt.
Man vernachlässigt oft und bereitwillig, Experten der jeweiligen Sache heranzuziehen, also wählt schlechte Deuter, anstatt die guten Deuter. Wählt nach Belieben in dem breiten Angebot des Internets, aber sehr bequem, aus. Man sieht nicht, wer die guten sind, sondern nur, wer sich anbietet. Oder die sich ihnen fügen als würden sie jene Deuter anziehen, die geeignet sind für ihre Widerlegungsarbeit.
Medial
Begabte sind nicht gleichzusetzen mit Hellsehern. Es gibt Hellseher,
die zurecht diesen Ruf haben, über die gegebene Realität
hinaus
schauen zu können, und es muss dies eben nicht die Zukunft betreffen,
sondern man schaut zum Beispiel, was ein Mensch gerade an einem anderen
Ort tut.
Obwohl
das prognostische Deuten in der Astrologie seit Jahrzehnten von vielen
Astrologen kritisch bewertet wird oder als Experiment aufgefasst wird,
greifen immer noch viele Skeptiker
auf die Prognosen zurück, um die Astrologie damit zu
widerlegen.
Die Einsicht in das gelebte Leben gibt Ansatzpunkte, aber es steht noch sehr viel mehr im Radix, worauf der Astrologe Bezug nehmen kann. Es ist eine Hilfe, den Horoskopeigner zu kennen - aber kein Trick.
Wenn der kritisch eingestellte Beobachter genau hinhören würde, was bei einer Deutung ausgesagt wird, müsste er erkennen, dass das Argument eines Cold Reading nicht greift, wenn Aussagen getroffen werden, die der Horoskopeigner nicht erahnbar gemacht hat.
Es wäre schon wahrlich eine Kunst, wenn alle diese Aussagen aus dem Kleidungsstil, Habitus und so weiter getroffen werden. Das wäre ja sogar toll, wenn das ginge! Nehmen wir an, das funktionierte, dann wäre es aber ebenso eine Mantik, die sich der Intuition bediente. Tatsache ist, dass hier Äpfel mit Birnen verwechselt werden und es sich bei Astrologie um keine Nutzung des Cold Reading handelt. Höchstens werden mit Rückfragen, die aber wenig magisch sind, Anhaltspunkte gewonnen, um bestimmte Horoskop-Konstellationen greifbarer zu machen. Würde man es mit der Cold Reading-These so weit treiben, dann müsste man jeden Psychologen einen Supermagier nennen. Der Vorwurf des Cold Readings wird regelmässig vor allem in Bezug zu erfolgreichen Kartenlegungen verwendet.
Die Skeptiker meinen grundsätzlich, die korrekten Aussagen einer Kartendeutung seien an diversen Taschenspielertricks festzumachen, was aber bei eingehender Analyse der Studien mit entsprechend guten Kartenlegern nach logischen Gesichtspunkten auszuschliessen ist: da es keine andere Möglichkeit gab, wie der Kartenleger an diese Informatuionen gelangte als wie durch die Symbole der Karten allein, unter Zuhilfenahme des seherischen Vermögens, bei Kartendeutern auch als psychische Einfühlung bezeichnet.
Es kann sich um kein COLD-READING handeln. Diesen Schluß muss man logisch gesehen einfach folgern. Noch immer glauben die Skeptiker, alle Kartenleger verwenden nichts anderes als Cold Reading. Hier muss man eine Blindheit gegenüber den Fakten unterstellen.
Immerhin gibt es in Bezug zum Kartenlegen im Onlinemagazin Fokus bereits eine belegende Mini-Studie (3 Kandidaten liessen sich die Karten legen und das Ergebnis wurde in allen drei Fällen von den Kandidaten als überaus zutreffend gewertet), die dazu einlädt, solche Studien in grösserem Ausmaße zu wiederholen (mit ähnlich guten Kartenlegern). Es gibt sicher noch mehr dieser Studien - oder sollte man annehmen: wenn man eine Sache kritisiert, wird man natürlich diese Studien nicht wählen, die die Sache bestätigen?
Es gibt andere kritische Studien, wo es einfach deutlich wird, dass der Kartenleger weniger gut ist, wenn er beim Fragesteller nachfragen muss, oder mittels Frage- und Antwortspiel herum stochert. Selbst dann handelt es sich aber nicht um ein Cold-Reading, sondern der Kartenleger gibt die Stichworte nicht von ungefähr, weil er sie in den Karten sieht - nur sind die Beschreibungen nicht immer richtig zu- oder eingeordnet, ist die Deutung also etwas unscharf. Diese Umstände, nämlich die Qualität einer Deutung betreffend, werden regelmässig vernachlässigt von Seiten der Skeptiker.
Siehe dazu meinen eigenen Kommentar zum Essay "Astrologie - eine nützliche Fiktion?" von C. Weidner.
Astrologie ist keine Fiktion - daher ist jeder Versuch, die angenommene Fiktion hinter der Astrologie zu systematisieren ein falscher Ansatz.
Die rationalistische Wissenschaft - ob mit Quantenmechanik, Superstringtheorie oder Relativitätstheorie - sollte von folgenden Ausgangspunkten ausgehen, um mit ihren Mitteln eine Begründung und wissenschaftliche Theorie für die Richtigkeit der Astrologie zu finden (wenn sie denn will und kann):
Ob der verwendete Tierkreis tropisch oder siderisch ist, ist nicht das Entscheidende, um den Einfluss zwischen Leben und Astrologie festzustellen. Denn beide Tierkreise offenbaren nur eine andere Perspektive auf das Leben (auf das zu deutende Leben, genauer gesagt). Dasselbe gilt zu den verwendeten Häusersystemen.
Auch Schnittpunkte wie der Mondknoten sind von Relevanz in der astrologischen Deutung, obwohl diese Punkte keine realen Himmelskörper sind. Die Ursache liegt offensichtlich darin, dass sich in diesen Punkten besondere Kraftzentren der Umlaufbahnen offenbaren, die bei energetischer Betrachtung des Kosmos schliesslich auch leicht verständlich werden als Punkte besonderer Wirkung.
Welche Eigenschaften letztendlich und massgeblich hervortreten
hängt vom Ganzen des Radix und auch weiterer Einflüsse ab
(Mileu,
gesundheitlicher und psychischer Zustand usw.).
Jedes Symbol kennt ein bestimmtes Bedeutungsspektrum, aber dahinter steht eine eigene Essenz, die es von anderen Symbolen genügend unterscheidet.
Übrigens:
Es heisst, sowohl das Licht (Photonen) als auch die Schwerkraft (Gravitation) wirken in ihrer Reichweite unendlich. Von daher muss vermutlich die übliche Widerlegung der Skeptiker, dass die Gravitation des Saturn usw. keinen Einfluss auf die Erde hätte, als zu oberflächlich angesehen werden. Es ist klar, dass die Masse eines fernen Planeten nicht die Erde so beeinflusst, wie der Mond zum Beispiel die Gezeiten. Es könnten aber nur geringe Einflussgrößen grosse Wirkungen aufweisen.
Die Teilchen erhalten in der Quantenphysik einen Grund, um aus ihrer Unbestimmtheit zu fallen. Nimmt man alles zusammen, also auch die elektrische Wirkung, das anzunehmende magnetische Feld, oder das Licht als Überträger von Information und Energie (Photonen), kommen sicher genügend Gründe zustande, um zB anzunehmen, dass verschiedene Felder an verschiedenen Orten in Interaktion miteinander stehen.
Auch interessant in dieser Hinsicht ist, dass die Sonne alle Planeten durch ihre Schwerkraft anzieht, und so das zentrale Gestirn ausmacht, und über das Licht wird die Sonne nochmals mit den Planeten "verbunden", aber anders herum.
Zweiter Teil: Konkretere Versuche die Astrologie in ihren eigentlichen Ursachen zu erklären
Was ist Esoterik? Auch über Quantenphysik
Über
Einbildung, Glaube und Wissen
Ein
Artikel als Anhang:Zu
den Forschungstudien und Statistiken, die der Belegung oder Widerlegung
dienen (darin die Massenmörder Tests aber auch belegende Untersuchungen)
Es
zeigt sich, dass die wissenschaftliche Methode keine Narrenfreiheit enthält,
und nicht jede Studie für ein endgültiges Urteil
in Frage
kommt. Sondern in erster Linie und viel konsequenter dient jede Studie,
jede
Untersuchung, und die meisten Experimente
dem Erkenntnisgewinn . Es gibt wenig natur- wie
geisteswissenschaftliche Wissensbereiche, in denen
endgültige Urteile gefällt werden können. Das Urteil, ob ein
Sachverhalt wahr und gültig ist, kann jedoch von Kundigen gefällt
werden.