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Der Handel mit Wertpapieren und Börsenprodukten kann zu hohen finanziellen Verlusten führen und beinhaltet das Risiko eines Totalverlustes.

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Tagebuch Börsenastrologie
Teil 6:
Februar 2010

Montag, 1.2.2010
17:53 Uhr (überarbeitet: 3.2.2010)

Die Kurse wollen hinauf! Kann man das jetzt sicher sagen? 

Gestern und am Wochenende noch las ich vereinzelt auf sharewise für den Ausblick auf 2010 skeptische Stimmen unter den Mitgliedern. Naja, eine Korrekturwelle.

Ich habe virtuell seit Mitte Januar ziemliche Verluste gemacht, nachdem ich allein in den ersten Januartagen fast 10% Rendite gemacht hatte. 

Dazu am Rande: Ich war  zu ungeduldig und habe auch noch kurz vor der allgemeinen Korrekturwelle der Solarwerte  Solaraktien gekauft (virtuell wohlgemerkt). 
Dass die Subventionskürzungen so einschlagen  würden, hätte ich nicht gedacht. 

Das zeigt doch wieder, wie wichtig es ist , die Zusammenhänge zu verstehen. Dass Europa noch der grösste Absatzmarkt für Solarwerte ist, habe ich in den letzten Wochen erst (irgendwie) erfahren.
Man beschäftigt sich mit der Materie und versteht die Sache dann auch erst durch die damit entstehende Nähe. 

Was wollen die Leute wann einkaufen? Man  steigt nur in den Markt ein, wenn es sicher scheint, dass jetzt auch ein guter Impuls vorliegt, und die Kurse steigen.
Letzte Woche war dem ja gar nicht so. Es blieb, glaube ich, ungefähr auf demselben Niveau. Und wie sieht diese Woche aus? Und überhaupt 2010?

Allein die Nachrichten sind zweischneidig. Konjunktur kommt in Fahrt, aber Griechenland und der Euro machen Probleme (die sicher gelöst werden auf Kosten der übrigen eruopäischen Haushalte, was den Aktien aber sicher gut tut). 

Ausserdem wird zu erwarten sein, dass umso besser die Finanzwelt und Unternehmenswelt läuft, auch der Zinsatz (FED) in diesem Jahr steigen wird, was natürlich nicht nur Verunsicherung bedeutet sondern auch eine Belastungsprobe, ob die Finanz- und Unternehmenswelt wirklich solide genug über das Tal der Tränen hinaus sind. Also das sind aber eigentlich Kleinigkeiten. Ich bleibe eindeutig bei meinem Szenario, dass es irgendwann im Februar ordentlich über 6000 hinaus geht. Und bis Sommer 2010 dann 6300-6500 erreicht sein werden.

Gold und Rohstoffe

Ansonsten  habe ich im Hinterkopf, wie man ja vom steigenden Goldpreis spricht, und ich sehe die  Einschätzungen dahingehend, dass der Höchststand für die nächsten Jahre noch lange nicht erreicht ist. Auch andere Rohstoffe werden für die nächsten Jahre überwiegend chancenreich bewertet. Meine persönliche Meinung ist, dass Ölwerte nicht so richtig in Fahrt kommen werden. Ungeachtet dass China energiehungrig bleibt, aber vermutlich stellt Kohle einen viel "besseren" Wert dar.

Nun ist es eine ganz andere Sache, statt in den Basiswert Gold, in Aktien zu investieren. Also zB in eine Goldaktie von Eldorada oder Yamana statt in physisches Gold zu investieren.

Da gibt es so einen Fonds, das ist der GDX. Darin sind nur Goldaktien enthalten. 

Mit einem bestimmten Messinstrument ( auch Indikator genannt) von zyklischen Verkaufs- und Kaufsignalen, dem sogenannten RSI, ergibt sich momentan ein Signal, das auf einen überverkauften Markt hindeutet. Was generell als passabler Orientierungspunkt für  Kaufbereitschaft gedeutet werden kann.

Synchron mit dem erreichten charttechnischen Boden des Basiswertes Gold (auf ca. 1060/1080), steht uns damit eine hohe Wahrscheinlichkeit eines zumindest kurzfristigen Goldbooms bevor. 

Mehr dazu in einem Kurzartikel auf investor-verlag

Ich möchte an dieser Stelle noch auf einen informativen Link zu dem Problem Gold und Umwelt hinweisen. Man sieht es nicht gern, was hinter dem Gold steht, aber es ist die Wahrheit.  Dabei kommen Minenbetreiber weltweit nicht gerade gut weg in der Umweltbilanz und den negativen Folgen auf einheimische Bewohner, und oft sind es die großen Firmen, mit sehr starken Aktien, die vor Ort rücksichtslos eine geschundene Erde zurücklassen mit giftigen Altlasten!
Link: http://www.regenwald.org/12fragen.php?id=16

Jupiter 

Ich denke, der Jupiter, wenn er denn Wirkung haben sollte, hat seine Position noch nicht erreicht, an der  es auf die Stimmung Einfluss hätte. Dass sich die Stimmung ins Flüssige dreht.

Dass man als Anleger die Chance nutzen will und auf den fahrenden Zug aufspringt.  Das sähe ich als Beitrag des Umstandes, das Jupiter in den nächsten Monaten (bis Mai) im Fische steht. Er steht dort bereits jetzt.

Zudem wird Jupiter in ein anderes Verhältnis zu den anderen Planeten treten, was am meisten dadurch geleistet wird, dass Jupiter in Opposition zu Saturn kommt (das betrifft den für kollektive Stimmungen wichtigen Saturn/Jupiter-Zyklus). 
Dieses astrologische Ereignis ist zugleich auch der Beginn eines zehnjährigen Mini-Zyklus.
Die nächsten 10 Jahre könnten nun etwas anderes verlaufen, als die Jahre von 2000-2010. Endlich Veränderungen, könnte man sagen.
Wenn auch aus Zwang, und wenn es auch erst Ende des Jahrzehntes greif- und spürbar werden könnte. Ich wage aber zu behaupten, dass die nächsten Jahre nicht einfach werden. Klar, weil  man sich das ja jetzt schon   ausmalen kann.  Vielleicht wird die Teilung zwischen Staat und Bürger noch grösser. Die Kommunen zB offenbaren mehr und mehr ihre angespannte Verschuldung und bald können die Kommunen gar nichts mehr tun. Damit würde eine stärkere  Spaltung zwischen pflegender Kultur  und den einzelnen Menschen entstehen. Man ist sich immer mehr selbst überlassen. Und ob das auf lange Sicht auch wirtschaftlich gut geht, wenn man die Menschen verrohen lässt?

Noch mal zurück in die Gegenwart und dem jüngsten Eintritt des Jupiters in Fische. Jupiter steht noch in einer weiten Konjunktion zu Neptun.
Richtig bewegen will sich momentan noch nichts auf den Märkten. Vielleicht kehrt sich hier die Wirkung des Jupiters zunächst ins Gegenteil und verstärkt kraft seiner "in ihm angelegten Erwartungshaltung" das Krisenbewusstsein. 
Jedenfalls wird Jupiter noch bis in den späten Frühling im Fischezeichen stehen.

Aber wenn sich dann am Ende etwas Positives herausstellt, dann "frohlockt" er auch und beschenkt sozusagen.  Obama zB könnte im Mai seinen  Durchbruch versuchen in Bezug zur Banken- und Finanzweltkontrolle (wenn Jupiter mit Uranus in Konjunktion kommt), jedoch mit seiner Einflussnahme nicht besonders viel bewirken . Was sich dann ja positiv auf die Aktienwelt auswirkt. Und wenn es doch erheblicher wird mit den Eingriffen in die Finanzwelt, ja mei - es wird eine kleinere Korrektur dann sein.

Jedenfalls, wenn man an dem Punkt angelangt ist, wo man sich ein Urteil machen muss, muss man sich entscheiden und da komme ich zur optimistischen Variante.
Natürlich unter Vorbehalt, dass ich das nicht von Obama abhängig mache. Sondern irgendwie ist es natürlich das allgemeine Klima, in dem wir uns befinden -  man merkt, dass man sich jetzt völlig auf neue Realitäten einstellen muss, für die es keine taugliche und verlässliche Vorhersage gibt.
Vor kurzem gab es ja noch die Jupiter/Neptun Konjunktion. Und eine Neptun/Chiron Konjunktion. Da wurde vieles "verweicht" und Drogen verabreicht (Finanzhilfen).

Es scheint das momentane Geschehen (besser gesagt: der von mir erwartete Stimmungswechsel) merklich von der Jupiter/Neptun Konjunktion abzuhängen. 

Beide Planeten, Neptun und Jupiter, erreichen nun - durch die zugenommene Umlauf-Geschwindigkeit des Jupiters verstärkt - einen grösseren Abstand zueinander. 

Immer mehr schlägt durch, wie der Schleier und die Pufferzone des Neptun nachlässt.

Die Pufferzone (Neptun), das waren die Staatshilfen.

Die Entwicklung der politisch-wirtschaftlichen Zusammenhänge deckt sich mit der schwindenden Konjunktion von Neptun und Jupiter.

Es sei kurz nur kurz für Astrologie-Interessierte vermerkt, dass man pauschal einen Orbis von etwa 10 Grad annehmen kann, innerhalb dem sich zwei Planeten auch über Zeichengrenzen hinweg in Konjunktion befinden könnten. Immerhin steht Jupiter in Fische und hat über das Zeichen Fische eine Verbindung zu Neptun (da Neptun Herrscher von Fische ist). Umso mehr aber Jupiter in das Fischezeichen hinein kommt, schwindet die Stimmung, die wir im Sommer 2009 auf einem Höhepunkt erlebten (exakte  Konjunktion zwischen Jupiter/Neptun etwa Juni) , ein Sommer 2009 mit steigenden Kursen in der vor allem ein gewisser Rückhalt durch die Einfussnahmen des Staates gegeben war (!). Dieser Rückhalt wird nun zurückgefahren.

Wird Solar belohnt 2010? Ist Solar jetzt schon ein Wachstumsmarkt? Abgesehen von Solar bleibt nur, kurzfristig interessante Aktien raus zu picken. In jedem Fall laufen Goldaktien  im Moment sehr gut.

Der DAX  Chart deutet    auf einen  Kursanstieg hin . Wenn man spekuliert, was man ja immer tut (man kauft nie ohne Spekulation auf Kursgewinne!), dann kann man annehmen, dass auf dem Niveau von etwa 5700-6500 in der bisherigen Geschichte der Kurs auch immer weiter angestiegen ist (und es nur eine Frage der Zeit ist). Aber man muss die richtigen Aktien finden.

Jedenfalls  liegt für mich bei der 6000er Marke fast  ein Impuls vor, als hätte diese Marke eine Eigendynamik, die dieser Dax-Stand bei 6000 ungefähr aufweist.
Man kann dabei vermuten, dass diese Schwelle 6000 wie eine Barriere wirkt, die erst überwunden werden will -  die Zeit , in der wir uns befinden und auf die wir zugehen (Krise der Banken durch Finanzmarktdebatten, Autokrise), passt sehr gut zu diesem Szenarium eines länger  andauernden Kampfes um diese Schwelle.
Alles Psychologie vermutlich, oder Synchronizität. Die Zeit, die kann sich auch noch ziehen, wer weiss. Vielleicht wird das Jahr 2010 sogar nur eine Seitwärtsbewegung? Noch neige ich zur Rally-Variante (6300-6500 im Sommer 2010). 

Kurzfristig schaut es doch etwas klarer aus. Die richtigen Branchen auf lange Sicht lassen sich nicht so klar finden, ausgenommen Pharma und Goldaktien.

Der DAX ist momentan an einem Tief angelangt, einer Kuhle wenn man es bildlich beschreibt.
Erfahrungsgemäß ein Punkt, an dem die Leute motiviert sind einzusteigen in den Markt. Sieht man sich die Gesamtsicht an, entdeckt man  mehrere Szenarien, wenn man das Kursniveau mit früheren Zeiten vergleicht. Seitwärts ist in den nächsten Monaten ebenso möglich wie aufwärts. Ich tendiere   zu der optimistischen Variante.

Aber noch mal zum Hier und Jetzt. Nach einer  Korrektur folgt immer die Wahrscheinlichkeit einer Erholung. 
So wird das   auch dieses Mal sein. Man kann nur so denken, wenn man realistisch ist, es deutet kurzfristig alles auf steigende Kurse. 

So  erwarte ich eine schöne Plus Plus Plus Woche!

Ansonsten haben wir ja noch den Tec-Dax. Vielleicht kann der   TEC -DAX diese Woche gross auftrumpfen... und darin sind ja ganz nette Werte wie MANZ, SMA, BECHTLE, DRÄGERWERKE.... viel bessere Werte als im DAX.  Manz hatte ich vor kurzem als Favorit der nächsten Wochen eingeschätzt. Aber das war und ist eine Fehleinschätzung und ich bleibe bei Google als Favorit der nächsten Wochen.

Mir scheint der DAX und auch der DOW JONES wie ein vollgestopftes Museum mit grosser Tradition, aber schon am Limit befindlichen Werten. Sie kommen ja fast nur in den Dax oder Dow Jones, wenn sie das Limit bereits erreicht haben und dann möglichst auf dem Limit bleiben. Junge Firmen kommen wohl deshalb ins Töpfchen, in den TecDax.
Bei AT&T (so etwas wie die Deutsche Telekom nur mächtiger und grösser) würde es mich interessieren, wie die Aktie Ende 2010 stehen.

Irgendwie vermute ich , dass alles ab und zu im Februar  etwas stolpernd verlaufen könnte. Gold, Goldaktien, Rohstoffe Euro, DAX, und im Tec-DAX vielleicht aber weniger. Ende Februar bin ich dann mal gespannt. 

Freitag, 5.2.2010
11:50

Jetzt sind die Bären also wieder unterwegs!
Nur noch 5400 Punkte hat der DAX! 

Ich bin im Grunde zu optimistisch und habe in den letzten Monaten an der Börse viel Realismus gelernt.

Diese Korrektur vom Januar/Februar  ähnelt einer Korrektur, die wir im Oktober/November schon einmal hatten und  Juni/Juli.  Vergleiche DAX-Chart, wo ich auch den RSI Indikator eingezeichnet habe.
RSI ist nicht immer verlässlich, es lohnt dazu das Momentum einzusehen. Naja, alle Korrekturen sind sich ähnlich und haben irgendwo überhaupt nichts gemeinsam (wenn man sie im Nachhinein untersucht).

Tja, warten wir mal ab, was im Februar noch so geschieht. Ich könnte mir vorstellen, dass es noch ein kleines Stück runter geht (nicht unbedingt Montag schon), aber dann auch der Tiefpunkt für dieses Jahr erreicht ist und es auf die 6000 zugeht.

Langfristige Aussichten: Stefan Riße ist der Meinung, dass wir in 3-4 Jahren in eine Inflation  kommen, die "gerade noch erträglich sein könnte". Auch er sieht die Rohstoffpreise noch am steigen in nächster Zeit. Zur Inflationsgefahr: http://www.finanzen.net/.So-schuetzen-Sie-sich-vor-der-Inflation

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klassische Aktienkäufe und -verkäufe;
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Stefan Arens
August 2009