Analyse einer Zeitqualität:

Aufhebung der Exkommunikation von Mitgliedern der Priesterbruderschaft PIUS X. durch Papst Benedikt XVI.

Radix Benedikt XVI. (aussen Transite)

Papst Benedikt (innen): 16.4.1927; SAH; in Marktl (D). 21.1.2009 (Transite aussen)

Die Falle

Der Papst Benedikt XVI. hob die Exkommunikation von einigen Bischöfen auf, die ursprünglich ohne die Zustimmung des damaligen Papstes von Marcel Lefebvre und damit irregulär zu Bischöfen geweiht wurden. 
Lefebvre gründete 1970 die Priesterbruderschaft Pius X., eine Vereinigung von Erzkatholiken, die stets gegen die moderne Richtung der Nachkriegskirche waren. Sie waren gegen die Modernisierung der Kirche durch das "zweite vatikanische Konzil", weil sie die ursprünglich in lateinischer Spache gehaltene Messe beibehalten wollten. Unter den heute potentiell Rehabilitierten befand sich auch ein Holocaust Leugner. Potentiell, weil die thematisierte Amtshandlung des Papstes ja nur der erste Schritt ist, und es weitere Anhörungen geben muss, bevor die Rehabilitation vollständig ist. Dazu gehört, dass die betreffenden Bischöfe dem zweiten vatikanischen Konzils zustimmen müssen. Dass es sich nur um einen ersten Schritt handelte, ging in der öffentlichen Debatte auch völiig unter.

Sicher hatte der Papst mit der Aufhebung der Exkommunikation allein den Umgang mit der Priesterbruderschaft im Sinn. 

Aber die Reaktionen in der Öffentlichkeit bezogen sich seit dem 21.1.2009 mit der Aufhebung der Exkommunikation, und zunehmend seit Anfang Februar, allein auf diesen Eindruck, einen Holocaust-Leugner zu rehabilitieren. 

Der gemeinte Richard Williamson sprach nicht erst - wie behauptet wird - nach der Amtshandlung des Papstes öffentlichkeitswirksam seine unhaltbaren Thesen aus. Sondern tat dies schon Ende 2008. 

Hier zeigt sich eine Menge Unklarheit: der Papst selbst, der Vatikan und einige andere (Kardinal Lehmann) behaupten, der Papst wusste nichts von den persönlichen Meinungen Williamson - andere sehen es daher als erwiesen, dass  Papst Benedikt sich nicht genügend informierte und eine oberflächlich geplante Amtshandlung beging. 

Und es gibt sicher auch einige, besonders Juden, die ihm unterstellen, dass er die Meinungen Williamsons intentional teile - immerhin vertritt die Priesterbruderschaft Pius X. sehr vergilbte theologische Ansichten und hält an der alten These des Mordes an Jesu Christi durch die Juden fest.

Für die Katholiken einfache religiöse Thesen, für die Juden Antisemitismus. Rehabilitiert man diese Erzkatholiken, die viele Fundamentalisten mit teilweise verschrobenen Geschichtsbild zu ihrer Anhängerschaft zählen, kommt das einem symbolischen Zeichen gleich, dass man damit auch deren Position als gültig erklärt.

Es mag sein, dass Papst Benedikt XVI. sich hier nicht genügend informierte um sich einen Eindruck über die beteiligten Personen oder die Sache zu machen, vor allem wie dies alles in der Öffentlichkeit dann ankommen werde.

Kollektives 

Nun habe ich mir persönlich lange darüber Gedanken gemacht, ob die Kritik am Papst gerechtfertigt ist oder nicht. Ich bin schliesslich durch Sichtung des Radix des Papstes zum Schluß gekommen, dass es ein Fettnäpfchen unglücklicher Fügungen war, und dass die Öffentlichkeit, aber auch die Politik bereitwillig und reflexhaft wie auf Knopfdruck reagierte. Undifferenziert, mit wenig Verständnis der eigentlichen Sache gegenüber (es ging um die Priesterbruderschaft und nicht um die Meinungen der Mitglieder dieser), und wenig wohlwollend, wurde der Fall instrumentalisiert zu reisserischen Journalismus, und dem Versuch Merkels, das eigene Verhältnis gegenüber den Zentralrat der Juden positiv zu beeinflussen. Hier wurde mehr Politik und Journalismus gemacht, als nötig war.

Die Bundeskanzlerin Merkel hat diese Gunst der Stunde genutzt, indem sie Papst Benedikts Vorlage ausgenutzt hat, um ihrerseits das belastete Verhältnis des Bundestages zum Zentralrat der Juden zu klären: der letzten Gedenkstunde über den Völkermord an den Juden im Bundestag blieben die Vorsitzenden des Zentralrats aus Protest über die bisherige Behandlung als Zaungäste fern.
Bundekanzlerin Merkel forderte den Papst zur endgültigen Klärung auf und verurteilte die indirekte Befürwortung der Leugnung des Holocaust durch die Kirche. Nur übersah sie wohl geflissentlich, dass der Papst das am 28.1 schon getan hatte: er stellte "unmissverständlich" klar, dass die Leugnung des Holocausts nicht zu teilen sei. 

In der Weise hat Frau Merkel ihrerseits den Papst beleidigt, oder im Ansehen verletzt (man beachte die Transite auf den Radix Chiron des Papstes). Es zeigt sich im Moment wenig Respekt gegenüber dem Papst und es mag vielleicht hier eine alte Geschichte des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche (Vatikan) aus dem kollektiven Gedächtnis empor gestiegen sein. Überhaupt werden die Fehler, die der Vatikan und der Papst in Form von Oberflächlichkeit gemacht haben, wiederholt von der ganzen öffentlichen Diskussion. Entgleisungen und wahnhaftes Agieren (Wahrnehmungsstörungen neptunischen Ausmaßes), was auch mit der in diesem Sommer kommenden Chiron/Neptun Konjunktion zusammenhängt und sich in der Auseinandersetzung mit solchen Institutionen wie der Kirche und dem Glauben (Neptun) ausdrücken kann. Ausserdem steht hier Neptun auch für die mediale Komponente, jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und als Ausdruck eines ganzen Systems von Anschauungen gedeutet (wie es R. Yogeshwar neulich in einer ZDF-Debatte sinngemäß formulierte). 

Den Ausgang nahm dies alles aber in der Fehleinschätzung des Papstes, denn ein Sonne/Merkur Transit auf den Radix-Chiron symbolisiert sehr deutlich, dass es um Bewusstmachung geht.

Das alles wurde in dem besagten Zeitraum natürlich auch sensibilisiert durch die mundane Saturn/Venus Opposition: In der Art, wie man einerseits einen Bezug zu den Opfer des Holocaust aufbringt: ob leugnend oder gedenkend (Venus), und wie man andererseits zu den Juden insgesamt und zum Zentralrat der Juden im Besonderen steht (ebenso durch Venus symbolisiert) - so kann jenes Leugnen oder Verharmlosen des geplanten und grausamen Völkermordes nicht standhalten, weil es hier Regeln und ein Geschichtsverständnis gibt, das allen klar sein sollte (Saturn) - doch wird dieser Fehlgriff des Papstes aber auch instrumentalisiert (symbolisiert ebenso durch den mundanen Saturn in Opposition zu Uranus, mit der Chiron Komponente in seinem eigenen Radix). Einige sprechen von einem rhetorischen Überbietungswettbewerb der Kritik.

Der Staat und eine allgemeine Norm (Saturn) ist auch vertreten durch die dieser Norm verpflichteten Meinungen in der Öffentlichkeit (und in der Kirche: es gibt innerhalb der Kirche sowohl kritische Stimmen gegen den Papst, als auch kritische Stimmen gegenüber den Verlauf der Diskussion). 

Für eine karmische Dimension spricht die mundane Opposition zwischen Saturn und Uranus; wobei Saturns Dispositor, nämlich Merkur, rückläufig im Endgrad des Steinbock Zeichens stand, und von dort das Quadrat zum Radix Chiron des Papstes bildete - der Papst wurde sozusagen Vermittler alter kollektiver Themen: Sein Chiron wird wiederum von der mundanen Venus disponiert, was einen verdichteten Kreislauf der Energien zustande bringt, wenn man von der mundanen Stellung der Venus über Jupiter (Herrscher über Fische) zu Wassermann wieder zu Saturn kommt (denn Saturn herrscht über Wassermann).
Chiron bildete in jedem Fall die Brücke für eine Inanspruchnahme seiner Ungeschicktheit. Oder anders gesagt: hier fügte sich ein kollektives Thema.

Die Motivation

Im Radix (ohne Geburtszeit, daher als Sonnenaufgang) weist Papst Benedikt ein Sonne/Neptun Trigon auf: hilfsbereit, verzeihend, aber auch einen leichten und selbstverständlichen Weg der schwärmerischen Visionen gehend, und eine Widder Sonne: spontan und entschieden, Wahrheit seiner Auffassung in Szene setzend.
Mit dieser Konstellation ergibt sich die eigentliche innere Handlungsbereitschaft, die Aufhebung der Exkommunikation amtlich zu machen, als der laufende Mond in Konjunktion mit dem Radix-Saturn stand. 

Manche Personen neigen dazu, sich zurückzuhalten oder eher zu zweifeln in Bezug zu etwaigen Vorhaben, wenn der laufende Mond in Konjunktion mit dem Radix Saturn kommt - doch gewöhnlich gibt es dann auch Spannungsaspekte des Saturns innerhalb des Radix.
Oder überaus wichtige Betonungen der Wasserzeichen oder Wasserhäuser (Saturn im achten Haus der Sonne hat eien andere Bedeutung, als wie in einem Geburtshoroskop mit vorliegenden Aszendenten; wie gesagt: kennen wir hier die Geburtsuhrzeit des Papstes nicht).

Beim Papst Benedikt finden wir einen Waagemond. Der Saturn hat mit Waage einiges gemein (Saturn ist nämlich in Waage erhöht), der Radixmond von Papst Benedikt hat aus verschiedenen Gründen eine positive Resonanz zu Saturn. Der Mond steht relativ gut (das Quadrat mit Pluto verstärkt offensichtlich noch zusätzlich den hier gegebenen eigensinnigen Handlungsimpuls; vermutlich lebt der Papst dieses Quadrat zum Teil eher extrovertiert aus), und vor allem weil der Dispositor des Mondes, die Venus, stark im eigenen Zeichen Stier steht und in günstigen Aspekten - und kein Aspekt davon zu Saturn. Saturn selbst bildet auch keine Spannungsaspekte. 

Bereits der Vergangenheit fiel der Papst durch unausgewogene Wortwahl auf, und hatte sowohl Juden als auch Moslems wiederholt auf die Palme gebracht.
Das ist den reibungslosen Konstellationen, vor allem dem Neptun/Sonne Trigon geschuldet, aber auch dem Mond/Pluto Quadrat: mit diesem Pluto Quadrat neigt er zur Wahrheit in jeglicher Hinsicht, was durch das Sonne/Neptun Trigon auch auf eine idealistische Stufe gehoben ist. Mit dem Neptun Trigon fehlt die Reibung durch die Wirklichkeit. Man sieht sich hier öfter unbehelligt, als es dem eigenen Ansehen gut täte. Gerade die Norm und die öffentliche Meinung (in Form des Saturn Prinzips als Begegnung mit der Wirklichkeit), greift hier immer wieder in das Kerbholz eigener Nachlässigkeiten.

Mit Mond/Pluto kommt er etwa zu Haltungen gegenüber dem Islam, und den Verwerfungen darin (wie bei seinem zweiten Besuch in Deutschland in einer Rede geäussert), und weist eine ganz persönliche Überzeugung auf, von der man nicht abweichen kann, weil dies die innere Wahrheit verlangt. 

Eine innere Haltung, die durch die übrigen Konstellationen aber nicht wie bei Williamson zur offenen Intoleranz gebracht wird. Sondern durch den Waagemond durchaus einen Sinn der viel beschworenen Dialogwilligkeit des Papstes bekommt, wobei nichts unter dem Tisch gefallen lassen wird (den der Dialog setzt auch voraus, dass man die eigene Haltung oder auch Argwohn mit ins Spiel bringt, damit diese geklärt werden kann - das ist bei Pluto Einflüssen auf den Mond immer sehr entscheidend). 

Papst Benedikt XVI. wählte seinen Namen in Anlehnung an Benedikt XV., der als Friedenspapst galt und dessen Weg er folgen wollte. 

Ich würde insgesamt sagen, er hat bei einem ethisch vielleicht angemessenen Wunsch der Verbrüderung (in seinem Erfahrungsraum der Konstelationen durch die mundane Venus verkörpert) einfach zu wichtige Details vernachlässigt, die ihm jetzt zum Verhängnis wurden.

Eigentlich muss man davon ausgehen, dass sich die Wogen in ein paar Monaten glätten, wenn jetzt nicht noch mehr Wind gemacht wird. Und es mag der richtige Schritt sein, jetzt weiter nichts mehr dazu zu sagen, weil der Papst mit dem letzten Kommentar vom 28.1 klar gestellt hat, dass  die Kirche den Holocaust niemals geleugnet hat. 

Es ist offensichtlich, dass in seinem persönlichen Weltbild allein gewisse Fragestellungen der kirchlichen Dimension entscheidend waren (Saturn in Schütze), und diese ihn mehr als alles andere beschäftigten - er also die Sache mit dem Holocaust-Leugnungen des Betreffenden regelrecht aus dem Blickfeld verloren hatte oder gar nicht besonders wahrnahm, und vielleicht sogar gar nicht kannte (was man ihm dann aber vorwerfen kann, ist eine oberflächliche Beschäftigung mit der Sache, also den Leuten und Biografien der Priesterbruderschaft Pius X.).

Das Fettnäpfchen

Am Ereignistag stand die Sonne mit wichtigen Radixplaneten durch Aspekte in Verbindung - man kann insgesamt sagen: ein Anliegen wurde hier als Bedürfnis gestillt.
Der erwünschte Frieden mit der inneren Gemeinschaft (Umgang mit der Priesterbruderschaft) wird durch den Waage-Mond bestärkt, und zwingende Ideale einer kirchlich-amtlichen Vision finden wir mit Schütze-Saturn.
Massgeblich für das Ereignis am 21.1. bzw. der Aufhebung der Exkommunikation, ist der Transit Venus/Uranus auf den Radix Jupiter (Jupiter: Chance und Ideale der Aussöhnung). Ein Impuls, für jene Sachverhalte einzustehen (Uranus/Venus im Transit über Radix Jupiter), die ihm allein wichtig waren, mit einer ihm leicht fallenden Distanz zu den weiteren Umständen (Uranus/Venus auf Radix Jupiter). 

Der Saturn in Opposition zum Radix Jupiter ergibt als Bedürfnis: eine neue Struktur der Gemeinschaft durchzusetzen. Etwas kollektiv bzw. in Maßstäben der kirchlichen Hierarchie tragbar zu machen (Saturn/Jupiter).

Die laufende Sonne im Quadrat zu Chiron, führte dazu, irgendwie mit dem falschen Kommunikationsverhalten vorzugehen, nämlich andere durch Unachtsamkeit zu verletzen. Das wäre die oberflächliche Deutung. Es kann auch sein, dass man ihm innerhalb des Vatikans zu wenig informiert hatte. Dann würde es aber auch bedeuten, dass er als Oberhaupt der katholischen Kirche für diese Fügungen mitverantwortlich ist, wie wie es durch das Sonne/Neptun Trigon bestätigt finden können. Leute im Umfeld werden durch die eigenen Konstellationen durchaus beeinflusst, und auch dadurch, wie man die eigenen Konstellationen lebt. Das Neptun Trigon in seinem Radix lässt dann alles leicht erscheinen und es entsteht der Eindruck, dass man beinahe alles tun kann, ohne mit Reibungen zu rechnen. Das sich alles selbst erledigt, wie es die eigenen Wunschbilder vorsehen.

Chiron bedeutet hier sprichwörtlich die falschen Mittel gefunden zu haben - womöglich war der Blick zu sehr auf sich selbst gerichtet, da der Papst im eigenen Radix selbst eine gerade noch im Orbis befindliche Chiron/Sonne Konjunktion aufweist.

Viel erheblicher ist es noch, dass ein ausgelöster Chiron verborgene und im kollektiven oder auch in persönlichen Umfeld liegende Themen ans Licht bringen kann, die zur Erscheinung kommen wollen, womit auch weitere Fügungen verbunden sein können - das heisst: wie weitere Details sich in die potentielle Falle der Verletzung (Chiron) ereignen. Denn es handelt sich hier um ein Quadrat zwischen transitierenden Sonne/Merkur und Radix-Chiron. Das Quadrat zu Chiron bedeutet: etwas muss noch geleistet werden um die Dynamik abzufangen -  es ist wahrlich eine Herausforderung.
Dem Papst Benedikt wurde esoterisch gesprochen vom Schicksal etwas vor die Füße gelegt. Was aber einer besonderen Achtsamkeit bedurfte (Chiron), damit es angemessen verwirklicht und geordnet werden konnte, was es hier jedoch nicht gegeben hat. Es ist die Frage, ob der Papst hier so viel Schuld hat, oder reisserischer Journalismus und die bekannte Empfindlichkeit einiger den späteren Aufall Williamsons willkommen hiess. Interessant wäre in diesem Bezug, wie das zehnte Haus des Papstes besetzt ist, doch haben wir leider keine Geburtsuhrzeit. 

Es entstand jedenfalls eine Lücke (Chiron: Fügung), in die die öffentliche Meinung regelrecht einschlug.
Das Ergebnis ist das typische Fettnäpfchen. Eine Zeitung aus Essen sprach von "Instinktlosigkeit" des Papstes und diese Beschreibung korrespondiert wie die Faust aufs Auge mit dem Radix-Chiron, der hier im Transit beim Papst ausgelöst wurde. Chiron steht nämlich geradezu für eine Instinktsicherheit (vergl. die Notwasserung im Januar) oder das Fehlen davon. 

Der Sonne/Merkur Transit als Quadrat auf Chiron fiel hier in den blinden Fleck: er fand nur sein eigenes Bedürfnis zu stillen oder geriet in einen Hinterhalt aus Nachlässigkeit. Es ist wichtig dabei das Sonne/Neptun Trigon im Radix vor Augen zu haben, welches diesen Selbstbezug erst ermöglichte unter Vernachlässigung etwaiger Zusammenhänge, die bei der Priesterbruderschaft Pius X. sicher in der einen oder anderen Weise zu erwarten gewesen sind. 

Mit dem Mond/Pluto-Quadrat, der vermutlich nur auf die nicht mehr nötige Exkommunikation der einstigen Verräter zielte, und den fehlenden Reibungspunkten im Radix: zB keine Saturn Spannungen, aber ein Neptun Trigon auf die Sonne, kam es dann so weit, dass der Transit von Sonne/Merkur auf Chiron das Fettnäpfchen schuf.  

Chiron verlangt oft, sich etwas einfallen zu lassen, um ein bestehendes oder mögliches Ungleichgewicht oder eine Sache zu bereinigen - und es kommt darauf an, in welchen Verhältnissen man dies tut. Hat man bei Chiron nur ein Ziel vor Augen, und ist nicht sensibilisiert auf gewisse Details, so gelangen diese Details manchmal zu einem Übergewicht, vor allem durch weitere Fügungen bedingt. 

Dazu kommt das Quinkunx zwischen des laufenden Merkur und dem Radix-Mars: zu selbstverständlich dachte er vielleicht: "man wird meine Botschaft der Harmonie mit der Priesterbruderschaft und der Eintracht der Kirche zu würdigen wissen"; nur verstand man eine ganz andere Botschaft, als wie er im Sinn hatte, das war ebenso bedingt durch das Quinkunx des rückläufigen Merkurs, nur diesmal zum Radix Mondknoten (der in Konjunktion mit Mars steht): Die Öffentlichkeit bildete hier die Inhalte aus, dessen Richtung er zuvor zuwenig ebnete.


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Stefan Arens
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