
Nun sind wir im
August. Meist ist dies für unsere Breiten die wärmste Zeit, und
die Sonne ist in ihrem eigenen Zeichen.
Das sabische Symbol für
den zehnten Grad ist "Tau am frühen Morgen". M.E. Jones spricht von
einem Symbol der Kräftigung, die dem einzelnen in den sich
wiederholenden Zyklen seiner Erfahrung zuteil wird, sowie der
Tatsache, dass die Natur seine Ziele fördern und seine Bemühungen
belohnen wird. Das Schlüßelwort ist "Verjüngung". Dieses Symbol passt
doch allgemein sehr gut zum August, bzw. zum Löwezeichen. Wir blühen
auf und fühlen eine Zeit, in der die Kräfte des Selbst
emporsteigen.
Welche Verstärkungen, Schwierigkeiten und
Chancen finden wir in diesem Neumond? Mit der Mars-Uranus Opposition
wird der Impuls genährt, sich selbst im Fluß des Tätigseins (Mars)
halten zu wollen. Nun könnte auch es Gründe geben, die wir
vielleicht hier und dort als Widerstände interpretieren, oder solche
treten uns tatsächlich entgegen, und diese könnten unseren eigenen
Freiraum aufreizen,
den wir für uns bewahren wollen.
Wir
könnten uns plötzlich
Umständen, Einflüßen oder Personen gegenübersehen, und in unserem
Tatendrang beschränkt glauben.
Wir können unseren Weg konsequent
durchziehen, oder aber werden erfahren, was dieser enorme Einsatz für
Probleme mit sich bringt. Wir wollen handeln, es treten
Aufreizungen auf. Oder wir werden eine Zeit erleben, wo unsere eigene
Aufreizung anderer nun für uns auffällig wird, und wir damit mehr als
sonst
konfrontiert werden.
Die
Folgen können wie auch immer einen hohen Energieeinsatz in
jeglicher Hinsicht bedeuten. Am besten wird es sein, genau zu
beurteilen (Jungfrau-Mars), was wir erreichen wollen, und ob wir eine
Situation günstig beeinflussen können, und ob oder in welcher Weise wir
unsere eigenen Bedürfnisse auch wirklich unabhängig von anderen
Einflüssen definieren - denn Uranus verstört diese Klarheit
grundsätzlich durch einen zusätzlichen Impuls der Selbstbehauptung. Wir
könnten in die Falle der Projektionen gehen,
wenn es unser eigener Wille ist, der sich Geltung verschaffen
möchte, aber wir in unseren Handlungen keine Kompetenz finden oder eine
Sache sich nicht umsetzen lässt (dann kann ein falscher Eindruck
aufkommen, dass es die anderen sind, die unsere Bedürfnisse
verhindern).
Das Quinkunx zwischen Mars
und der Chiron/Mondknoten-Konstellation könnte im Bunde mit dem
Quinkunx zwischen Merkur und Jupiter manches von dem, was wir wirklich
erreichen wollen, einerseits uns erneut bewusst machen, sofern wir
dafür schon ein Gespür haben, aber andererseits
gleichermaßen diese Sache als langwierig erscheinen lassen. Meist
werden wir aber bei einem Quinkunx uns nur darüber bewusst, was wir
vorher schon in irgendeinerweise kennen, und zB als erstrebenswertes
Ziel erkannten. Dann aber kann ein Quinkunx uns auffordern, die nötigen
Schritte für dieses Ziel, das aus dem Hintergrund existiert, einmal
wirklich anzugehen, um gewisse Probleme zu lösen.
Mit dem
Mars/Chiron
Aspekt könnte uns ein Mangel bewusst werden. Obwohl es nicht leicht zu
erreichen ist, was wir wirklich wollen, und gewisse Einflüsse
dazwischenfunken könnten (Uranus), sollten wir dennoch nicht von
unserem Kurs abkommen - genau dies kann durch die Mars-Uranus
Opposition nun leicht geschehen, wenn uns Impulsivität von Außen oder
auch von Innen so sehr im Schach hält, dass unsere Lebensidee, also
unser schöpferischer Ausdruck zu kurz kommt. Wir können schöpferisch
sein, und Mars könnte wie im letzten Monat eine entscheidende Rolle
dabei einnehmen. Ein Hinweis dass dies so entscheidend mit
unserem persönlichen Einsatz zusammenhängt, ist auch, dass der
Neumond zur
Planetenstunde des Mars stattfindet. Tun wir also, was wir für richtig
halten und streifen alte Muster ab. Warum so viel über Mars/Uranus?
Weil es der exakteste und gleichzeitig spannungsvollste Aspekt der
momentanen Neumondkonstellation ist.
Diese Aspekte haben den
Neumond und damit einen Monat geprägt.
Nun noch einmal zu dem
sabischen Symbol, auf dem der Neumond stattfindet. Es scheint ein Monat
zu sein, in dem wir uns also einer gewissen Richtung vergewissern
sollten, wie wir unser Leben in wichtigen Teilbereichen voran
bringen können.
Wenn Vollmond ist in diesem Monat, dann wird der
Mond in Wassermann mit Neptun in Konjunktion sein. Das heisst, die
Richtung des momentanen Impulses wird am besten bestimmt, indem wir
eine Haltung gegenüber Illusionen,
Unklarheiten, Lügen, undurchsichtigen Vorgängen aufzubauen versuchen -
solche
Umstände wird es auch zu anderen Zeiten geben, nur wird das
momentan auf einen akuten
Punkt gebracht; - diese Umstände könnten den bestehenden Impuls
gegenübertreten, und als Aufforderung verstanden werden, in dem Sinne
eine angemessene Haltung diesen Umständen gegenüber einzunehmen. Solche
astrologischen Bedingungen, wie sie genannt wurden, sorgen immer für
eine gewisse
Akutheit. Andererseits kann es ein sehr guter Monat sein, um alte
Gewohnheitssüchte aufzugeben. Sie werden durch den Brennpunkt des
Vollmondes in den
Vordergrund gestellt, und gewisse Dinge, die dem Neptunprinzip
entsprechen, können von uns erkannt werden als
Hindernis für unsere wahre Selbstentfaltung. Gleichzeitig kann Neptun
uns neues in den Vordergrund rücken. Zum Beispiel verschwindet eine
Sucht und dadurch kann man sich dem Unendlichen öffnen, also dem
Seinsgefühl der Zeitlosigkeit. Und es kann auch einfach
ein Monat sein, in der wir Inspiration oder Heilung finden (ebenso
durch die Neptun Konj. des Mondes bei Vollmond bedingt).
Und zwar wird mit dem Wassermannmond beim Vollmond, und der
Mars-Uranus Opposition des Neumondes ein bisschen die Losgelöstheit und
Befreiung von
Zwängen in den Vordergrund gerückt, "man will sein", was natürlich im
Klartext bedeuten
kann, dass man sich jetzt einfach und spontan auf eine Ebene der
Gedanken oder Gefühle begeben will, wo man weniger erdennah und
in Bindungen eingebunden ist, sondern den Freiraum hat, um Intuitionen
bzw. einfache "Seinsfreiheit" zu erfahren. Dies alles kann deshalb
so bedeutsam sein, weil der Mond gleichzeitig in einer leichten
FInsternis zu Vollmond kommt, das heisst es eine Mondfinsternis gibt
mit der Konjunktion des Mondes zu Neptun (bei Vollmond). Löwe will
"sein", indem etwas als Erfahrung zurückwirkt, der Wassermann braucht
diese Rückwirkung gerade nicht, er ist sich selbst genug, und
Rückwirkungen stören viel eher. Es ist das kosmische Sein im Gegensatz
zum seelischen Sein, das sich durch Löwe ausdrückt.
Es wird sicher nützlich sein, auch die Energien des Trigons zwischen Jupiter/Venus während des Vollmondes mehr im geistigen Sinne zum Einsatz zu bringen, und nicht um sich auf Lorbeeren auszuruhen, oder zu irgendeinem Verhalten oder Einstellungen zu flüchten (Mond/Neptun Konjunktion bei Vollmond), so dass also der gegebene Impuls der Loslösung Sinn schaffen kann.
Wie
in jedem Monat geht es natürlich um Verwirklichung, das ganze Jahr
hindurch.
Jeder
Neumond kann einen hintergründigen und zeitweiligen Einfluss aufzeigen.
Eigene Lunare (nicht so sehr deren Konstellationen, aber deren
zyklischen Wechsel von einem Lunar zu einem anderen!) und natürlich das
eigene Radix bilden einen Boden
für diese Neumonde. Wer im Radix mit den wichtigsten Aspekten eines
Neumondes verbunden ist, wird diese Einflüsse stärker erleben. Dasselbe
gilt noch stärker, wenn man jene Aspekte des Neumondes zB als eine
Mars/Saturn Kombination selbst im Radix aufweist, und noch stärker,
wenn es sogar dieselbe Aspektart ist.
Der Grad für das sabische Symbol
wird gelesen zB als 6°01`-7°00`, und wenn ein Planet in diesem Bereich
steht, ist das Symbol des siebten Grades angesprochen. Es gelten immer
die kompletten Grade und zwar in geometrischer Unterteilung, nicht
hinsichtlich der Bewertung des tatsächlichen astrologischen
EInflussbereiches: Ein Zeichen beginnt technisch bei 0°00`00``, zB 0°00
Stier, und jeder Planet steht auf 0°00`00 Stier schon in dem genannten
Zeichen. Aber dies wäre geometrisch gesehen der dreissigste Grad des
letzten Zeichens. Es gibt nur 30 Grade, und keinen 31. Gradabschnitt.
Ab 0°01 ist dann der erste geometrische Grad eines Zeichens, bis zur
kompletten Gradzahl 1°00`00``.
In der Praxis ist es nicht möglich,
dass ein Planet auf dem absoluten 0° Grad steht, weil
Bogen-Millisekunden schon genügen, um den Grad "anzuschneiden". Kurzum:
Es geht allein um die LESART und
Zuordnung.
Gerade der Impuls zu Vollmond, indem ein Neptunbezug geklärt wird, entspricht sich in einer persönlichen Entscheidung von mir. Lange schon wollte ich meinen Alltag neu "erleben", mich von alten Gewohnheiten frei machen und neue Inspiration, vor allem auch durch Meditation erfahren. Durch eine gewisse Pause, in der ich mir über wichtige Dinge im Klaren werden kann, kann ich sicherlich mehr in der Astrologie erfahren, als die Besserwisserei in den Foren zu erfahren.
Es gab einige Konflikte mit klassischen Astrologen, die mir weise machen wollten, es gäbe nur die eine klassische Astrologie, die richtig sei. Ich musste eine Distanz gewinnen, und nahm für einige Wochen Abstand vom Forengeschehen, weil mir die Dogmatik, die in dieser Zeit von einigen ausging, fehl am Platz schien, was ja erst für mich zum Problem wurde, da ich selbst mich zu sehr damit identifizierte, die Dinge richtig stellen zu wollen.
Es war zu viel Identifikation im Spiel - aber ich begriff die Dogmatik, die dort ausgestreut wurde, auch als Zeichen, als Herausforderung, als Frage an die Position, die ich selbst aufgrund meiner Überzeugung vertrat. Ich fand, dass ich noch einen kleinen Schritt tun musste, um meine eigene Wahrheit vertreten zu können, egal was andere dazu sagen mögen.
Gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, für einen Halbmarathon zu trainieren, also sehr viel zu laufen. Dieses Laufen entspricht auch sehr gut dem Wassermannprinzip. Weil der Wassermann einerseits ein Luftzeichen ist, aber vor allem steht er für Bindungslosigkeit - und wenn man läuft, ist man derweil heimatlos, und erfährt das Sein auf eine sehr ungezwungene Weise. Man ist frei, fühlt sich frei und erfährt den Bezug zur Welt auf eine losgelöste Weise. Man verlässt die Routinen und kommt zu einer neuen Routine des steten Unterwegsseins. Die körperliche Physis erhält einen vitalen Impuls - und man sieht den Wassermann manchmal als Zeichen der Balance. Und das Laufen kann bei jeder Tageszeit und Witterung stattfinden, das ist die Seele des Läufers. So weit die Füße tragen.